Nasenspülung - wozu eigentlich?

Nasenspülung - wozu eigentlich?
Die regelmäßige Nasenspülung hat sich hilfreich erwiesen bei:
-
verstopfter Nase, - häufigen Erkältungen
Neigung zu Nasenneben- und Stirnhöhlenbeschwerden
Mandel- und Rachenentzündungen
Trockenheit der Nasenschleimhäute
Heuschnupfen, Asthma, - Mittelohrentzündungen
Tätigkeiten in staubigen, verschmutzen oder klimatisierten Räumen
Zur Unterstützung des inneren Gleichgewichtes, auch emotional-stressbezogen
Die Aufgaben der Nase
Die Aufgaben der Reinigung, Erwärmung und Befeuchtung erfüllt die Nase meist sehr wirkungsvoll.
Wir atmen täglich 10.000 bis 20.000 Liter Luft. Bei normaler Atmung gelangt gewöhnlich kein
Staubteilchen aus der Luft in die Lunge. Auch die uns sauber erscheinende Luft ist voller Staub- und
Schwebestoffe. In ihr verbreiten sich auch Bakterien, Pilzsporen und Viren.
Auf der Nasenschleimhaut fließt kontinuierlich ein dünner Flüssigkeitsstrom, mit dem
Schmutz-partikel und Bakterien fortgeschwemmt werden. Dieser Flüssigkeitsstrom wird durch die
Tätigkeit kleiner Flimmerhärchen in Gang gehalten.
Befeuchtung der Atemluft. Die Feuchtigkeit hat ebenfalls entscheidende Auswirkungen auf die
Transportfähigkeit. Der Einfluss von klimatisierter Luft bewirkt, dass die Flimmerzellendichte
abnimmt. Deswegen sind auch die vorderen Teile der Nasenhöhle nur mit wenig Flimmerepitel
besetzt.
Es kann sein, dass die Transportfunktion der Nasenschleimhaut gestört ist. Dafür kann es
vielerlei Gründe geben wie trockene Raumluft (Heizung, Klimaanlage), kalte
Außentemperatur (z.B. im Winter).
Ein weiterer Störungsgrund ist die Verunreinigung der Atemluft. In der Luft können so viele
Schmutzpartikel vorhanden sein, dass die Reinigungskapazität der Schleimhaut überfordert ist.
Auch durch virale Infekte kann es zu einer Abnahme der Zilienaktivität oder teilweisem
Zilienverlust kommen. Die Schleimhautregeneration benötigt dann etwa 2 – 4 Wochen.
Medikamente, Chemotherapie, Bestrahlung und allergische Reaktionen haben ebenfalls Einfluss auf
die Transportfähigkeit der Nasenschleimhaut.
Was macht nun die Nasenspülung?
Die Nasenstpühlung/Neti ist eine einfache und angenehme Methode, die die natürlichen
Reinigungsmechanismen der Nasenschleimhaut unterstützt. Sie löst festsitzenden Schleim, erfasst
die abgelagerten Staub- und Rußpartikel und befördert alles zusammen mit der Spülflüssigkeit
wieder aus denm Körper.
Es ist wie ein mildes Waschen und Sauberspülen der Nasenschleimhäute.
Besonders hilfreich ist Neti, wenn man erkältet ist oder eine Erkältung im Anmarsch ist. Hier kann
man bei ersten Anzeichen die Nase ein- oder mehrmals hintereinander spülen. Bei einer Erkältung
produziert die Nasenschleimhaut als Abwehrreaktion vermehrt Schleim, der nicht mehr ausreichend
abtransportiert werden kann. Durch Neti wird der übermäßig produzierte Schleim beseitigt. Damit
wird auch die Zahl der Krankheitserreger (Viren, Bakterien, Pilze) verringert und der
Selbstreinigungsmechanismus der Nasenschleimhaut angeregt. Somit kann die Ausprägung der
Krankheitssymptome gemildert werden.
Nasenspülung - So wird sie gemacht
Geben sie eine für sie individuell "richtige"
Salzmenge in die mit lauwarmen Wasser
gefüllte Nasenspülkanne. Die für sie
angenehmste Salzmenge kann zwischen
einem halben und einem Teelöffel pro Kanne
variieren. Das Wasser sollte dann etwa so
schmecken wie ihre Tränenflüssigkeit, d.h.
den Salzgehalt ihrer Schleimhäute haben.
Halten sie die Kanne in einer Hand und setzten sie diese an ein Nasenloch, so dass sie dicht
schließt. Beugen sie sich nach vorne und drehen sie den Kopf leicht zur Seite (jedoch nicht nach
hinten). Bei geöffnetem Mund läuft das Wasser jetzt von selbst durch das eine Nasenloch hinein
und durch das andere wieder hinaus. Zusammen mit dem Wasser werden Schmutz und Schleim
herausgespült.
Wenn etwa die Hälfte des Wassers durch das Nasenloch gelaufen ist, blasen sie evtl. verbliebenes
Wasser und Schleim hinaus und gießen das restliche Wasser durch das andere Nasenloch.
Als weiterführende Möglichkeit legen sie beim Gießen den Kopf leicht in den Nacken, so dass etwas
Wasser in den Rachenraum läuft und dann ausgespuckt werden kann (besonders gut bei
Halsschmerzen oder als Vorbeugung gegen Infektionen im Hals-Rachenraum).
Zum Trocknen der Nase beugen sie ihren Oberkörper waagerecht nach vorn - parallel zum Boden.
Blasen sie durch beide Nasenlöcher sanft - nicht zu kräftig - die Luft heraus.
Wichtige Tips
- Sie können die Nase täglich spülen, bei Bedarf auch mehrmals täglich.
Wenn es kalt ist, 2 Stunden Abstand zw. Spülung und Aktivität im Freien einhalten!
- Wenn die Nase stark verstopft ist, fließt das Wasser nicht sofort durch. Es dauert eine Weile, bis
das Wasser den Schleim aufgelöst hat. Putzen sie vorsichtig die Nase.
- Wenn es bei der Spülung in der Nase "brennt" verändern sie die Salzmenge. Die Salzlösung
sollte isotonisch sein, d.h. 0,9% (entspricht 9 Gramm Salz auf 1 Liter Wasser). Dazu können sie
ganz normales Speisekochsalz verwenden. Aber auch Meersalz oder EMSER Salz aus der
Apotheke können verwendet werden.
- Haben sie trockene Nasenschleimhäute, geben sie einige Tropfen Mandelöl (oder ein anderes
Pflanzenöl) in das Wasser.
Die Nasenspülkanne sollten sie stets sauber und trocken halten, damit sich keine Bakterien und
- Pilze aus der Luft darin sammeln können.