Die Uriginale

Uriginale
Projektdokumentation
Unser Uri
Urner sind anders. Waren sie schon immer. Kein anderes Schweizer Völklein hätte es gewagt, sich mit
dem Leibhaftigen anzulegen und ihn mit einem stinkenden Geissbock abzuspeisen, statt ihm, wie
versprochen, seine Seele zu verkaufen. Die bauernschlauen Bergler haben sich zwar nie in ihrer natürlichen Festung zwischen Bergen und See eingeigelt, ihre Eigenart haben sie sich aber über die Jahrhunderte bewahrt und ihre Unabhängigkeit schon mal mit einem gezielten Apfelschuss verteidigt. Nicht
alles, was wir Urner geschaffen und verbrochen haben, ist vorbildlich. Aber vieles ist so einzigartig wie
das kleine Land am Gotthard selber. «Uriginal» eben.
«101 Uriginale»_Projektdokumentation
Die Idee
Der Bürgler Bibi mit seiner Urner Fahne an internationalen Ski- und Velorennen. Der «KatastrophenFranz» als Retter in der Not. Bärti Jütz mit seinem legendären «Zoogä-n-am Boogä» und Martinäli, der
für ein paar Batzen auf offener Strasse den Kopfstand machte. Sie alle sind Urner Originale. Unvergessen
und unverwechselbar.
Aber nicht nur Menschen sind es, die so einzigartig urnerisch sind. Gerichte wie «Chaabis und Schaffläisch», Naturgewalten wie der Föhn, der selbst manchem Dickschädel Kopfschmerzen bereitet, Sportveranstaltungen wie der «Altdorfer» als härtester Militärwettlauf der Schweiz oder der Betruf, der die
Urner Alpen in magische Schwingungen versetzt – auch sie gehören als echte Originale zu unserem Uri.
Diese Fülle an urtypischen Menschen, Mächten und Mythen, Exklusivitäten und Spezialitäten, Bergen,
Bräuchen und Begebenheiten, hat uns auf die Idee gebracht, ein Buch zu machen – als unterhaltsames
Nachschlagewerk, amüsante Lektüre und überraschendes Zeitdokument. «101 Uriginale» erhebt keinen
Anspruch auf Vollständigkeit. Aber es soll zumindest dies sein: ein weiteres «Uriginal».
«101 Uriginale»_Projektdokumentation
Das Buch
Sie fahren mit Aargauer, Berner und Genfer Nummernschildern, aber Uristier-Klebern am Auto rum.
Sie studieren jahrelang in Zürich, Bern, Basel und wollen dort trotzdem nur als Wochenaufenthalter
gelten. Sie arbeiten in Luzern, Zürich, Zug und pendeln unverdrossen jeden Tag aus den Bergen, die
ihnen die Welt bedeuten, in die Stadt. «Schlimmstenfalls» leben sie mit ihren Familien irgendwo in der
Schweiz, doch selbst dann fühlen sie sich ein Leben lang in Uri zuhause. Warum lieben die Urner ihre
Heimat mehr als andere Eidgenossen ihre?
Weil sie so einzigartig ist! Nur wir haben den richtigen Tell, den richtigen Föhn und mit Bernhard Russi
den sympathischsten Skirennfahrer aller Zeiten. Nur in Uri gibt es das einzig wahre «Chaabis und
Schaffläisch». Und nur wir haben dem Teufel ein Schnippchen geschlagen und mit dem Gotthard den
berühmtesten Alpenübergang Europas.
Das heisst nicht, dass wir damit prahlen würden. Aber wir sind mächtig stolz auf das, was uns ausmacht
– und seien es Katastrophen wie die Unwetter von 1977 oder 1987. Denn auch hier haben wir wieder
den einzig wahren, schweizweit berühmten und von vielen beneideten Krisenmanager: den Katastrophen-Franz.
Diese Originalität prägt unser Uri, dem wir mit dem Buch «101 Uriginale» die Referenz erweisen wollen.
Wir picken aus der Fülle an Urner «Originalen» die 101 überraschendsten, witzigsten, berühmtesten und
legendärsten heraus und geben ihnen den Raum, den sie verdienen. Aus den 101 Porträts unterschiedlicher Länge soll ein buntes Bild eines Kantons entstehen, der in seiner Einzigartigkeit einmalig ist.
Dabei spielt das augenzwinkernde Element eine wichtige Rolle: «101 Uriginale» ist weder ein historischer Abriss noch ein umfassendes Nachschlagewerk: Es soll eine unterhaltsame Lektüre sein, die
viel Überraschendes bietet – inhaltlich und optisch. Und dies nicht nur für Urnerinnen und Urner. Es
soll zur lustvoll-informativen Lektüre für alle werden, die sich auf irgendeine Art und Weise mit dem
Kanton Uri verbunden fühlen.
«101 Uriginale» fühlt auf rund 200 Seiten den Puls des kleinen Bergkantons, indem es auf unverkrampfte Art das thematisiert, was ihn im Kern ausmacht – seine Originalität, die sich in Menschen und Landschaften, Bräuchen und Phänomenen widerspiegelt.
«101 Uriginale»_Projektdokumentation
Die Uriginale
Natürlich haben wir längst über 100 «Uriginale» beisammen. Aber wir wollen nicht allein entscheiden,
wem denn die Ehre gebühren soll, in unserem Buch zu erscheinen. Wir freuen uns über Anregungen
von waschechten und Heimweh-Urnern, Könnern, Kennern, Kind und Kegel. Wer Lust hat, gibt auf
unserer Website (uriginale.ch) unter «Mein Uriginal» seinen Vorschlag ab. Tipps, die wir für das Buch
verwenden, werden selbstverständlich belohnt: mit einem druckfrischen Buch. Ein kleine Auswahl an
«Uriginalen» …
Altdorfer – der härteste Militärwettkampf der Schweiz
Althaus, Urs – der Urner «Neger»
Bibi – der weltberühmte Urner Sportfan
Bristen – der schönste Urner
Chaabis und Schaafflaisch – das bekannteste Urner Rezept
Dätwyler, Adolf – die Nummer 1
Föhn – der älteste Urner
Gotthard-Reduit – Uri im Versteckten
Leonard – der Urner Export-Hit
Martinäli – der Urner Kopfstandkünstler
Rääf – die böseste Urnerin
Russi, Bernhard – der beliebteste Urner
Sawiris, Sami – der finanzstärkste Urner
Stau am Gotthard – der am meisten gefürchtete Urner
Subaru – der geländegängigste Urner
Tell, Wilhelm – der Einzelkämpfer
Teufelsstein – der bewegte Urner
Urner Kantonalbank – die Jubilarin
Zoogä-n-am Boogä – der lüpfigste Urner
«101 Uriginale»_Projektdokumentation
Die Kostprobe
Diego Balli | Christoph Zurfluh
Weil wir ganz einfach nicht warten konnten, haben
wir schon mal angefangen … So könnte «101 Uriginale»
aussehen: reich illustriert, süffig getextet, erfrischend
anders gestaltet – und in wohl dosierten Portionen zu
geniessen.
Uriginale
Feehn
Klartext: Der Föhn (warmer Südwind)
Ein Uriginal seit: der Entstehung der Alpen
(gilt als ältester Urner)
Zoogä-n-am-Boogä-Faktor (Popularität): 99,9 %
Akzeptable Kopie: der Chinook in den Rocky Mountains
Uriginal-Erfahrung: für Seefeste – eine Schifffahrt auf dem
Urnersee bei einem anständigen Föhnsturm (um 100 km/h);
für Wetterfühlige – garantierte Kopfschmerzen
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«101 Uriginale»_Projektdokumentation
müüsigmarsch
Chatzä
Chaabis
und Schaaffläisch
Von einem Häufchen Elend zu sprechen, wäre masslos untertrieben: Es ist ein gigantischer Haufen Elend, der im Februar 1871 im Welschland die Grenze überquert
und für sechs Wochen in der Schweiz Asyl findet. Annähernd 90‘000 Soldaten und
12‘000 Pferde der geschlagenen französischen Bourbaki-Armee werden kurz vor
Ende des Deutsch-Französischen Kriegs auf alle Kantone verteilt und aufgepäppelt.
400 landen im Kanton Uri.
Diese beiden landen wohl kaum im Topf: Tina und Simon, Miss und Mister Uri der Weissen Alpenschafe 2015. Der Rest muss bangen, wenns Herbst wird. Die bekannteste Urner
Spezialität kommt vor allem zur Chilbi auf den Tisch.
Als die müden Krieger am 7. Februar in Altdorf eintreffen, werden sie
geradezu herzlich empfangen. Man mag sich spontan und bedauert es
fast ein bisschen, als die Franzosen am 21. März wieder abziehen. Sie tun
dies nicht mit Pauken, aber mit Trompeten. Genau genommen, mit zwei
Trompeten: Die beiden Signalbläser schmettern während
des Abzugs als kleines Dankeschön ein paar einprägsame
militärische Weisen, von denen eine dem musikalischen
Urner Abschiedskomitee ganz besonders gefällt.
Zubereitung. Fleisch in Würfel schneiden und in wenig Fett anbraten, warmstellen; Chabis in derselben Pfanne anbraten. Schaffleisch und Chabis wechselseitig braten, Zwiebeln
und Knoblauch beifügen, mit Salz und Pfeffer würzen; auf kleinem Feuer zugedeckt 1 ½
Stunden köcheln lassen.
Der Claironmarsch wird flugs adaptiert und taucht bald darauf als
Chatzämüüsigmarsch an der Ürner Fassnacht wieder auf. Seither prägt
er die legendäre Ytrummlätä und den Schmutzigen Donnerstag im Urnerland. Zur Standardorchestrierung gehören Pauken, Trommeln und Blasinstrumente.
Da man es im Kanton Uri gerne mit der Ruhe nimmt, wird der Marsch – vor allem
in Altdorf – allerdings derart langsam gespielt, dass man gerne aus dem Tritt beziehungsweise aus dem Gleichgewicht gerät. Das schleichende Tempo hat zudem die
unwillkommene Nebenwirkung, dass sich der Weg von Beiz zu Beiz endlos in die
Länge zieht. Deshalb wird der Chatzämüüsigmarsch seit einiger Zeit – vor allem zu
spätabendlicher oder frühmorgendlicher Stunde – auch als Schnèllziggli (also im
Schnellzugstempo) gespielt.
Zutaten. 1 kg Schafsvoressen, Fett, 2,5 kg Weisskohl, 4 geschnetzelte Zwiebeln, 4 gehackte
Knoblauchzehen, Salz, wenig Pfeffer, 400 g geschälte Kartoffeln.
Klartext: Weisskohl und Schaffleisch
Ein Uriginal seit: Menschengedenken
Zoogä-n-am-Boogä-Faktor (Popularität): 71 %
Missglückte Kopie: Fish & Chips
Uriginal-Erfahrung: Urner Spezialitäten auf «Nummer
Sicher» – www.gotthardhotel.ch
Weiter lesen: «Ürner Chuchigänterli»
Bleibt noch der Name: Chatzämüüsig (oder Charivari) ist ganz einfach ungewöhnliche
Musik. Bei den meisten Katzenmusiken handelt es sich dabei um ein akustisches Chrüsimüsi, das dem unmelodischen Geschrei rolliger Katzen nachempfunden ist. Natürlich nicht die Ürner Chatzämüüsig: Sie ist durch und durch melodiös. Ein typisches
Uriginal eben.
Klartext: Katzenmusikmarsch
Ein Uriginal seit: 1871
Zoogä-n-am-Boogä-Faktor (Popularität): 48 %
Missglückte Kopie: der viel zu kurz geratene Mainzer Karnevals-Tusch
Uriginal-Erfahrung: Das können nicht nur die Basler – nach der Ytrummlätä am Abend vor
dem Schmutzigen Donnerstag schwärmt die Chatzämüüsig in kleinen Gruppen zum Gässlä aus.
Weiter hören: «Chatzämüüsig reloaded» auf Ur-Brass: Mäitäli wenn Dü witt (CD)
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Giggerigi
Ggiggel (vom Ürnerboodä)
Hunger hält wach, fanden die listigen Urner und liessen ihren Güggel darben. Gier macht
giggerig, fanden die Glarner und mästeten ihr Federvieh. Beide wollten dasselbe: Dass die
Güggel so früh als möglich krähten und damit das Startzeichen gaben für den legendären
Grenzlauf zwischen Uri und Glarus. Güggel des Tages wurde der abgemagerte Urner Hahn,
der bereits in aller Herrgottsfrühe loslegte, während
der fette Glarner Siebenschläfer dem Vernehmen
nach zur Strafe im Kochtopf landete – und damit
möglicherweise jene Tradition begründete, die auch
in Uri bis heute hochgehalten wird: das Ggiggel-Essen.
Brischtä
Klartext: Der Bristen (mit 3073m ü.M. das Wahrzeichen Uris)
Ein Uriginal seit: 40 Millionen Jahren
Zoogä-n-am-Boogä-Faktor (Popularität): 63 %
Erfolgreiche Kopie: Das Matterhorn
Uriginal-Erfahrungen: Besteigung über den Nordostgrat
(gemäss SAC-Berg und Hochtourenskala «wenig schwierig»).
Die kulinarische Alternative: Brischtner Nytlä
Klartext: Der Hahn (vom Urnerboden)
Ein Uriginal seit: dem Mittelalter
Zoogä-n-am-Boogä-Faktor (Popularität): 32 %
Erfolgreiche Kopie: Chicken Nuggets
Uriginal-Erfahrungen: von der Pouletburg Attinghausen
(www.pouletburg.ch) über den Klausenpass zum Urnerboden
(www.urnerboden.ch) oder umgekehrt
Weiter lesen: Eduard Renner: Goldener Ring über Uri (Urner Sagen)
Schächäwältler Witz
Kommt ein Schächäwältler zum anderen ins Büro:
«Du meine Güte, du hast aber viele Fliegen hier!»
Sagt der andere : «Ich weiss: genau 371.»
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Klartext: Der Schächenwäldler Witz (über Mitarbeitende
der Munitionsfabrik Altdorf im Schächenwald, heute Ruag)
Ein Uriginal seit: 1896
Einziges Thema: der offenbar nicht allzu überschäumende
Arbeitseifer der Schächäwältler
Zoogä-n-am-Boogä-Faktor (Popularität): 12 %
Erfolgreiche Kopie: Der Beamtenwitz
«101 Uriginale»_Projektdokumentation
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KATASCHTROPHÄ Franz
Hoch hinaus wollte er schon immer: Bereits in jungen Jahren eroberte Franz Steinegger
Gipfel um Gipfel. Kein Urner Berg war vor ihm sicher. Eine Leidenschaft, die ihn sein Leben
lang begleitet hat. Wenn er grad nicht die Welt – oder wenigstens den Kanton Uri – retten
musste, zog es ihn hinaus in die Natur und rauf auf die Berge. Bis heute.
Geboren am 8. März 1943 in Flüelen, studierte er an der Universität Zürich Rechtswissenschaften und kehrte als Notar und Fürsprech in den Kanton Uri zurück. Dass er aus wohlhabenden Verhältnissen stammte, machte ihn für manchen Urner suspekt: Er eroberte die
Herzen nicht im Sturm, sondern musste sich immer wieder gegen eine stattliche Fraktion von
Neidern behaupten, die er letztlich nur auf eine Art für sich gewinnen konnte: durch Leistung.
So stieg er mit 30 Jahren in die Politik ein, wurde Gemeinderat in seinem Heimatdorf
Flüelen und präsidierte bis 1984 die FDP Uri. Als er 1980 in den Nationalrat gewählt wurde,
war dies die logische Konsequenz seiner erfolgreichen Tätigkeit im Kanton Uri. Ganz besonders während der Unwetterkatastrophe von 1977. Seine nüchterne, überlegte Art machte ihn zum Retter in der Not. Als Chef des Katastrophen-Führungsstabs behielt er jederzeit
die Übersicht und einen kühlen Kopf. «Heute», sagte er viel später in einem Interview,
«gehen mir die Bilder von damals viel näher. Damals war man mit den Problemen derart
beschäftigt, dass man sie nicht an sich heranlassen durfte.»
Als Steinegger die Krisensituation beim nächsten grossen Unwetter 1987 erneut souverän
meisterte, wurde er im ganzen Land zum Katastrophen-Franz. Und wer immer einen Mann
fürs Grobe suchte, fand ihn im Flüeler Krisenmanager. So schlichtete er den erbitterten Streit
zwischen SBB und SBB Cargo oder rettete 1999 in letzter Minute die «Expo 01», die kurz vor
dem Scheitern stand: Er redimensionierte, verschob sie um ein Jahr (dass sie zur «Expo 02»
wurde) und feierte schliesslich einen fulminanten Erfolg mit der Landesausstellung.
Obwohl er vor allem national tätig war, 23 Jahre dem Nationalrat angehörte, 12 Jahre als
Präsident der FDP Schweiz amtierte und in verschiedenen Verwaltungsräten sass, änderte
sich nichts daran, dass er im Herzen ein Urner blieb. Sein breiter Dialekt wurde ebenso
zum Markenzeichen wie sein von Sorgenfalten zerfurchter «Ürner Grind». Mit seiner jovialen, aber nie anbiedernden Weise liess er keinen Zweifel daran aufkommen, dass er
«yysärtäneinä» (einer von uns) ist. Ein echtes Uriginal eben.
Klartext: Katastrophen-Franz (Steinegger)
Ein Uriginal seit: 1943
Zoogä-n-am-Boogä-Faktor (Popularität): 89 %
Missglückte Kopie: Katastrophen-Sepp (Blatter)
Uriginal-Erfahrung: Hochwasserschutz-Lehrpfad
8 zwischen Attinghausen und Flüelen
Dass er bei zahlreichen Bundesratswahlen die Fäden zog, ist unbestritten. Nur in eigener
Sache war er weniger erfolgreich: Zweimal scheiterte er daran, erster Urner im Bundesrat
zu werden. Das erste Mal stand ihm sein Privatleben im Weg: Dass er – noch verheiratet –
im Konkubinat mit seiner heutigen Frau und Geschäftspartnerin Ruth Wipfli lebte, mochte
man ihm nicht durchgehen lassen. Auch beim zweiten Mal machte ihm eine Frau einen
Strich durch die Rechnung: Er verzichtete beim zweiten Wahlgang im Herbst 2003 zugunsten der Bernerin Christine Beerli. Gewählt wurde Hans-Rudolf Merz …
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Das Zielpublikum
«101 Uriginale» ist zwar leichte Lektüre, enthält aber dennoch viele Informationen und Tipps für Entdeckungen rund um die 101 Urner Originale. Da das Buch in kleinen Häppchen konsumiert werden kann,
eignet es sich hervorragend zum Auflegen und immer wieder darin Blättern.
Ein spezifisches Zielpublikum gibt es nicht: An sich reicht es, eine Beziehung zum Kanton Uri zu haben.
Wer Lust am Lesen, Freude an Illustrationen und Fotografien und ein Auge für eine kreative Gestaltung
hat, wird Spass haben am Buch. Aus dieser Perspektive ist «101 Uriginale» ein «General-Interest-Titel»
und gehört in jeden (Heimweh-)Urner Haushalt. Überdies ist es das perfekte Mitbringsel.
Da das Buch den Kanton Uri auf völlig neue Weise porträtiert, eignet es sich auch hervorragend als
Give-away für Urner Firmen und Institutionen. Ab einer gewissen Bestellmenge an Büchern wären in
solchen Fällen natürlich auch individualisierte Auflagen – beispielsweise mit Firmenlogo – möglich.
Da Bücher nur Sinn machen, wenn sie unter die Leute kommen, soll der Preis so tief als möglich gehalten werden. Wir setzen ihn bei 29 Franken an, was in Bezug auf Format, Umfang und Ausstattung
preiswert und für alle erschwinglich ist.
Wir rechnen (bei einer Auflage von rund 2000 Stück) mit einem Verkauf von 1500 Exemplaren innerhalb der ersten drei Monate bei einer Marge von 50%; dies ergäbe einen Erlös von rund 21‘750 Franken
(siehe Budget).
«101 Uriginale»_Projektdokumentation
Die Macher
Diego Balli, geboren 1965 in Altdorf, hat schon mit zwölf Jahren seinen ersten Comic
gezeichnet. Heute arbeitet er als Illustrator in Stans – für grosse Firmen wie Holcim
und Migros, kleine Leser («Hier kommt Razzo!») oder regionale Unternehmen wie
Stanserhorn- und Zentralbahn (diegoballi.ch).
Publikationen (Auswahl)
Kennst du Bruder Klaus? Das Mitmach-Heft, Museum Bruder Klaus Sachseln 2015
Dr Tirlidokter, Äs Stuck Nidwaldner Gschicht , Verlag Emil Wallimann, 2014
Hier kommt Razzo! 2 Bände (2005/2013, mit Christoph Zurfluh)
HOTNIGHTS, Schulverlag Plus 2012
Dachsspur, «175 Jahre Aargauer Volksschule», Schulverlag Plus 2010
Unerhört, Schulverlag Plus 2009, 3. Auflage 2014
Alin Cartoons, für das Magazin Echo der Alpeninitiative, seit 2003
Uri stimmt, Illustrationen für die Abstimmungsbroschüre des Kantons Uri, seit 2005
Christoph Zurfluh, Jahrgang 1962, ist in Altdorf aufgewachsen. Nach dem Geschichtsstudium arbeitete er zuerst als Journalist. Seit bald 20 Jahren ist er selbständiger Texter, Konzepter und Autor – auch in Uri, zuletzt als Co-Autor und Produzent
des Buches «100 Jahre Dätwyler» (diemagaziner.ch).
Publikationen (Auswahl)
Die Kraft der unscheinbaren Dinge. 100 Jahre Dätwyler, Altdorf 2015 (mit Karl Lüönd)
Hammer. Geschichte einer Liegenschaft, Cham 2014
Wirtschaftswunder Schweiz, Zürich 2011 (Mitarbeit)
Neuland. Die Inseln im Urner See, Altdorf 2006
Hier kommt Razzo! 2 Bände (2005/2013, mit Diego Balli)
Und alles Glück ist Traum. Aus dem Leben von Martin Gamma (1856-1937), Altdorf 2002
«101 Uriginale»_Projektdokumentation
Die Grafikerin Nicole Laubacher, geboren 1976, kommt nicht aus Uri, sondern aus
Muri, arbeitet aber regelmässig mit dem Urner Duo Zurfluh/Balli zusammen, unter
anderem für «Hier kommt Razzo!». Mit dem Kanton Uri verbindet sie ausserdem ihr
Sternzeichen: Sie ist Stier … (kuettel-laubacher.ch).
Publikationen (Auswahl)
Hammer. Geschichte einer Liegenschaft, Cham 2014
Hier kommt Razzo! Abenteuer im Tausendblätterwald, Muri 2013
Unbändig. Was Frauenbande bewirken, Mühlau 2012
geborgen und offen. 125 Jahre St. Josef-Stiftung, Bremgarten 2014
Stark und sicher, Verlag pro juventute
Der Himmel glüht, Baobab bei Atlantis Verlag
Da wir zwar ein eingespieltes Team, aber nicht die heilige Dreifaltigkeit sind, freuen wir uns, dass wir
auf die Mitarbeit weiterer «Uriginale» zählen dürfen, ganz besonders auf jene des Urner Fotografen
Angel Sanchez (angel-sanchez.ch)!
Publikationen (Auswahl)
Gotthard-Basistunnel (Trilogie), Band 1 (2010), 2 (2012) und 3 (2016)
Altdorf – ein kleinstädtisches Dorf am Gotthardweg, Altdorf 2011
Wanderführer Gottardo, Baden 2008
Neuland. Die Inseln im Urner See, Altdorf 2006
«101 Uriginale»_Projektdokumentation
«101 Uriginale»_Projektdokumentation
Die Realisation
Juli 2015 Projekteingabe, Aufschaltung der Website uriginale.ch
Juli – Oktober 2015Recherchen, Marktabklärungen, Entwicklung Design,
Social-Media-Arbeit, Fundraising
November 2015 Beginn Realisationsphase (Text, Illus, Fotos)
April 2016
Beginn Layoutphase
August 2016
Korrekturphase
September 2016
Druck
Oktober 2016
Vernissage, Medienarbeit, Vertrieb
«101 Uriginale»_Projektdokumentation
Die Daten
Ausstattung Hardcover
Format 190x245 mm
Umfang ca. 200 Seiten
Druck durchgehend 4-farbig
Papier
ähnlich Munken Lynx Rough (150 g)
Auflage 2000
Verlag offen
Vertrieboffen
Verkaufspreis 29 Franken
«101 Uriginale»_Projektdokumentation
Das Budget
Konzeption
CHF
5400
Illustrationen (zirka 110 Illus)
CHF 28‘000
Texte und Recherchen (zirka 110 Texte)
CHF 30’000
Gestaltung (zirka 200 Seiten)
CHF 21’000
Fotografie (zirka 20 Aufnahmen)
CHF 8000
Lektorat/Korrektorat
CHF 3600
Bildredaktion
CHF
1500
Website/Social Media
CHF 3000
Administration/Koordination CHF
1800
Kommunikation/PR
CHF 3000
Werbung
CHF 3000
Druck (2000 Exemplare)
CHF 28’000
Reserve / Unvorhergesehenes
CHF
5000
Total Ausgaben
CHF 141‘300
Gewinn Verkauf (1500 Exemplare)
CHF -21‘750
Total Fehlbetrag
CHF 119‘550
Finanzierung:
Projektbeitrag «Unser Uri» Kulturförderung, Institutionen und Stiftungen sowie Eigenleistung CHF 100‘000
CHF 19’550
«101 Uriginale»_Projektdokumentation
Uriginal, das
Seit 2015 gebräuchliche Bezeichnung für ein ausschliesslich im Schweizer Bergkanton Uri vorkommendes
oder von hier ausgehendes Phänomen, eine authentische Spezialität, ein urtypisches Brauchtum sowie
eine herausragende oder auf irgendeine Weise einzigartige Persönlichkeit. Der Begriff setzt sich zusammen aus den Worten Uri und Original und wird im Urner Dialekt Üriginaal ausgesprochen. Uriginale
werden oft kopiert, aber selten erreicht.
«101 Uriginale»_Projektdokumentation
Die Musterseiten
Diego Balli | Christoph Zurfluh
Uriginale
Feehn
Klartext: Der Föhn (warmer Südwind)
Ein Uriginal seit: der Entstehung der Alpen
(gilt als ältester Urner)
Zoogä-n-am-Boogä-Faktor (Popularität): 99,9 %
Akzeptable Kopie: der Chinook in den Rocky Mountains
Uriginal-Erfahrung: für Seefeste – eine Schifffahrt auf dem
Urnersee bei einem anständigen Föhnsturm (um 100 km/h);
für Wetterfühlige – garantierte Kopfschmerzen
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müüsigmarsch
Chatzä
Chaabis
und Schaaffläisch
Von einem Häufchen Elend zu sprechen, wäre masslos untertrieben: Es ist ein gigantischer Haufen Elend, der im Februar 1871 im Welschland die Grenze überquert
und für sechs Wochen in der Schweiz Asyl findet. Annähernd 90‘000 Soldaten und
12‘000 Pferde der geschlagenen französischen Bourbaki-Armee werden kurz vor
Ende des Deutsch-Französischen Kriegs auf alle Kantone verteilt und aufgepäppelt.
400 landen im Kanton Uri.
Diese beiden landen wohl kaum im Topf: Tina und Simon, Miss und Mister Uri der Weissen Alpenschafe 2015. Der Rest muss bangen, wenns Herbst wird. Die bekannteste Urner
Spezialität kommt vor allem zur Chilbi auf den Tisch.
Als die müden Krieger am 7. Februar in Altdorf eintreffen, werden sie
geradezu herzlich empfangen. Man mag sich spontan und bedauert es
fast ein bisschen, als die Franzosen am 21. März wieder abziehen. Sie tun
dies nicht mit Pauken, aber mit Trompeten. Genau genommen, mit zwei
Trompeten: Die beiden Signalbläser schmettern während
des Abzugs als kleines Dankeschön ein paar einprägsame
militärische Weisen, von denen eine dem musikalischen
Urner Abschiedskomitee ganz besonders gefällt.
Zubereitung. Fleisch in Würfel schneiden und in wenig Fett anbraten, warmstellen; Chabis in derselben Pfanne anbraten. Schaffleisch und Chabis wechselseitig braten, Zwiebeln
und Knoblauch beifügen, mit Salz und Pfeffer würzen; auf kleinem Feuer zugedeckt 1 ½
Stunden köcheln lassen.
Der Claironmarsch wird flugs adaptiert und taucht bald darauf als
Chatzämüüsigmarsch an der Ürner Fassnacht wieder auf. Seither prägt
er die legendäre Ytrummlätä und den Schmutzigen Donnerstag im Urnerland. Zur Standardorchestrierung gehören Pauken, Trommeln und Blasinstrumente.
Da man es im Kanton Uri gerne mit der Ruhe nimmt, wird der Marsch – vor allem
in Altdorf – allerdings derart langsam gespielt, dass man gerne aus dem Tritt beziehungsweise aus dem Gleichgewicht gerät. Das schleichende Tempo hat zudem die
unwillkommene Nebenwirkung, dass sich der Weg von Beiz zu Beiz endlos in die
Länge zieht. Deshalb wird der Chatzämüüsigmarsch seit einiger Zeit – vor allem zu
spätabendlicher oder frühmorgendlicher Stunde – auch als Schnèllziggli (also im
Schnellzugstempo) gespielt.
Zutaten. 1 kg Schafsvoressen, Fett, 2,5 kg Weisskohl, 4 geschnetzelte Zwiebeln, 4 gehackte
Knoblauchzehen, Salz, wenig Pfeffer, 400 g geschälte Kartoffeln.
Klartext: Weisskohl und Schaffleisch
Ein Uriginal seit: Menschengedenken
Zoogä-n-am-Boogä-Faktor (Popularität): 71 %
Missglückte Kopie: Fish & Chips
Uriginal-Erfahrung: Urner Spezialitäten auf «Nummer
Sicher» – www.gotthardhotel.ch
Weiter lesen: «Ürner Chuchigänterli»
Bleibt noch der Name: Chatzämüüsig (oder Charivari) ist ganz einfach ungewöhnliche
Musik. Bei den meisten Katzenmusiken handelt es sich dabei um ein akustisches Chrüsimüsi, das dem unmelodischen Geschrei rolliger Katzen nachempfunden ist. Natürlich nicht die Ürner Chatzämüüsig: Sie ist durch und durch melodiös. Ein typisches
Uriginal eben.
Klartext: Katzenmusikmarsch
Ein Uriginal seit: 1871
Zoogä-n-am-Boogä-Faktor (Popularität): 48 %
Missglückte Kopie: der viel zu kurz geratene Mainzer Karnevals-Tusch
Uriginal-Erfahrung: Das können nicht nur die Basler – nach der Ytrummlätä am Abend vor
dem Schmutzigen Donnerstag schwärmt die Chatzämüüsig in kleinen Gruppen zum Gässlä aus.
Weiter hören: «Chatzämüüsig reloaded» auf Ur-Brass: Mäitäli wenn Dü witt (CD)
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Giggerigi
Ggiggel (vom Ürnerboodä)
Hunger hält wach, fanden die listigen Urner und liessen ihren Güggel darben. Gier macht
giggerig, fanden die Glarner und mästeten ihr Federvieh. Beide wollten dasselbe: Dass die
Güggel so früh als möglich krähten und damit das Startzeichen gaben für den legendären
Grenzlauf zwischen Uri und Glarus. Güggel des Tages wurde der abgemagerte Urner Hahn,
der bereits in aller Herrgottsfrühe loslegte, während
der fette Glarner Siebenschläfer dem Vernehmen
nach zur Strafe im Kochtopf landete – und damit
möglicherweise jene Tradition begründete, die auch
in Uri bis heute hochgehalten wird: das Ggiggel-Essen.
Brischtä
Klartext: Der Bristen (mit 3073m ü.M. das Wahrzeichen Uris)
Ein Uriginal seit: 40 Millionen Jahren
Zoogä-n-am-Boogä-Faktor (Popularität): 63 %
Erfolgreiche Kopie: Das Matterhorn
Uriginal-Erfahrungen: Besteigung über den Nordostgrat
(gemäss SAC-Berg und Hochtourenskala «wenig schwierig»).
Die kulinarische Alternative: Brischtner Nytlä
Klartext: Der Hahn (vom Urnerboden)
Ein Uriginal seit: dem Mittelalter
Zoogä-n-am-Boogä-Faktor (Popularität): 32 %
Erfolgreiche Kopie: Chicken Nuggets
Uriginal-Erfahrungen: von der Pouletburg Attinghausen
(www.pouletburg.ch) über den Klausenpass zum Urnerboden
(www.urnerboden.ch) oder umgekehrt
Weiter lesen: Eduard Renner: Goldener Ring über Uri (Urner Sagen)
Schächäwältler Witz
Kommt ein Schächäwältler zum anderen ins Büro:
«Du meine Güte, du hast aber viele Fliegen hier!»
Sagt der andere : «Ich weiss: genau 371.»
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Klartext: Der Schächenwäldler Witz (über Mitarbeitende
der Munitionsfabrik Altdorf im Schächenwald, heute Ruag)
Ein Uriginal seit: 1896
Einziges Thema: der offenbar nicht allzu überschäumende
Arbeitseifer der Schächäwältler
Zoogä-n-am-Boogä-Faktor (Popularität): 12 %
Erfolgreiche Kopie: Der Beamtenwitz
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KATASCHTROPHÄ Franz
Hoch hinaus wollte er schon immer: Bereits in jungen Jahren eroberte Franz Steinegger
Gipfel um Gipfel. Kein Urner Berg war vor ihm sicher. Eine Leidenschaft, die ihn sein Leben
lang begleitet hat. Wenn er grad nicht die Welt – oder wenigstens den Kanton Uri – retten
musste, zog es ihn hinaus in die Natur und rauf auf die Berge. Bis heute.
Geboren am 8. März 1943 in Flüelen, studierte er an der Universität Zürich Rechtswissenschaften und kehrte als Notar und Fürsprech in den Kanton Uri zurück. Dass er aus wohlhabenden Verhältnissen stammte, machte ihn für manchen Urner suspekt: Er eroberte die
Herzen nicht im Sturm, sondern musste sich immer wieder gegen eine stattliche Fraktion von
Neidern behaupten, die er letztlich nur auf eine Art für sich gewinnen konnte: durch Leistung.
So stieg er mit 30 Jahren in die Politik ein, wurde Gemeinderat in seinem Heimatdorf
Flüelen und präsidierte bis 1984 die FDP Uri. Als er 1980 in den Nationalrat gewählt wurde,
war dies die logische Konsequenz seiner erfolgreichen Tätigkeit im Kanton Uri. Ganz besonders während der Unwetterkatastrophe von 1977. Seine nüchterne, überlegte Art machte ihn zum Retter in der Not. Als Chef des Katastrophen-Führungsstabs behielt er jederzeit
die Übersicht und einen kühlen Kopf. «Heute», sagte er viel später in einem Interview,
«gehen mir die Bilder von damals viel näher. Damals war man mit den Problemen derart
beschäftigt, dass man sie nicht an sich heranlassen durfte.»
Als Steinegger die Krisensituation beim nächsten grossen Unwetter 1987 erneut souverän
meisterte, wurde er im ganzen Land zum Katastrophen-Franz. Und wer immer einen Mann
fürs Grobe suchte, fand ihn im Flüeler Krisenmanager. So schlichtete er den erbitterten Streit
zwischen SBB und SBB Cargo oder rettete 1999 in letzter Minute die «Expo 01», die kurz vor
dem Scheitern stand: Er redimensionierte, verschob sie um ein Jahr (dass sie zur «Expo 02»
wurde) und feierte schliesslich einen fulminanten Erfolg mit der Landesausstellung.
Obwohl er vor allem national tätig war, 23 Jahre dem Nationalrat angehörte, 12 Jahre als
Präsident der FDP Schweiz amtierte und in verschiedenen Verwaltungsräten sass, änderte
sich nichts daran, dass er im Herzen ein Urner blieb. Sein breiter Dialekt wurde ebenso
zum Markenzeichen wie sein von Sorgenfalten zerfurchter «Ürner Grind». Mit seiner jovialen, aber nie anbiedernden Weise liess er keinen Zweifel daran aufkommen, dass er
«yysärtäneinä» (einer von uns) ist. Ein echtes Uriginal eben.
Klartext: Katastrophen-Franz (Steinegger)
Ein Uriginal seit: 1943
Zoogä-n-am-Boogä-Faktor (Popularität): 89 %
Missglückte Kopie: Katastrophen-Sepp (Blatter)
Uriginal-Erfahrung: Hochwasserschutz-Lehrpfad
8 zwischen Attinghausen und Flüelen
Dass er bei zahlreichen Bundesratswahlen die Fäden zog, ist unbestritten. Nur in eigener
Sache war er weniger erfolgreich: Zweimal scheiterte er daran, erster Urner im Bundesrat
zu werden. Das erste Mal stand ihm sein Privatleben im Weg: Dass er – noch verheiratet –
im Konkubinat mit seiner heutigen Frau und Geschäftspartnerin Ruth Wipfli lebte, mochte
man ihm nicht durchgehen lassen. Auch beim zweiten Mal machte ihm eine Frau einen
Strich durch die Rechnung: Er verzichtete beim zweiten Wahlgang im Herbst 2003 zugunsten der Bernerin Christine Beerli. Gewählt wurde Hans-Rudolf Merz …
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