Industrie 4.0: Maschinenbau muss kooperieren

Großer Sonderteil zur Verpackungsautomation
Special Fachpack (Seiten 4 bis 9)
Offizielles Verbandsorgan des
Der
Highspeedpicker
Industriemeisterverband
Deutschland e.V.
Verband betrieblicher
Führungskräfte
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die anwenderorientierte Fachzeitschrift für Führungskräfte in der Industrie
Nr. 9 / September 2015
Executive Dialog Industrie 4.0: Gefragt ist unternehmerische Weitsicht – Kundenbedürfnisse erfüllen, ohne auf den Kunden zu hören
Industrie 4.0: Maschinenbau muss kooperieren
Der Trend zur Industrie 4.0 forciert
radikale Veränderungen in den Geschäftsmodellen der Maschinenund Anlagenbauer. Das zeigt der
Executive Dialog Industrie 4.0 von
Fraunhofer IPA und der Unternehmensberatung Dr. Wieselhuber &
Partner (W&P). Die Maschinenbauer brauchen mehr Kunden- und
Serviceorientierung – und sie müssen stärker kooperieren.
Industrie 4.0 konsequent angegangen
bedeutet viel mehr als die bloße digitale Veredelung bestehender Ansätze,
unterstreicht Prof. Dr.-Ing. Thomas
Bauernhansl, der Leiter des Fraunhofer IPA: „Wir werden neben fortentwickelten bekannten Vertriebswegen
völlig neue Formen der Geschäftsabläufe erleben."
Das bestätigt Dr. Volkhard Emmrich,
Managing Partner W&P: „Durch die
unternehmensspezifische Transformationsleistung hin zu digitalisierten
Geschäftsmodellen entsteht eine
neue Erfolgslogik, bei der die konsequente Serviceorientierung klar im
Vordergrund steht.“
Das ist allerdings leichter gesagt als
getan, weiß Heinrich Munz, Senior
Developer bei Kuka Roboter: „Das
Angebot von Services bedeutet für einige deutsche Maschinen- und Anlagenbauer eine 180 Gradwendung –
das ist keine einfache Aufgabe für
diese Unternehmen!“
In jedem Fall müsse man dabei konsequent aus Kundensicht denken, be-
INHALT
Interview Carsten Stumpf,
Kawasaki Robotics
2
Systemhaus des Monats
4
Branchenfokus zur Fachpack:
Lebensmittel und Verpackung 6-9
News
10
imv aktiv
11-15
Robotik: Praxis & Trends
16-17
Montage & Handhabung
19
Bildverarbeitung & Sensorik
20
Maschinen & Komponenten
21
Steuerung & Sicherheit
22
Fotowettbewerb
23
Impressum
2
Dr. Stephan Fischer (Trumpf,
links) und
Heinrich Munz
(Kuka) raten,
das Thema Industrie 4.0
konsequent
aus Kundensicht zu betrachten
Rainer Bösl (Sick, links) und Timothy Kaufmann (SAP) fordern vom Maschinenbau
mehr Kooperationsbereitschaft
tont Dr. Stephan Fischer, Head of
Software Development beim Maschinenbauer Trumpf: „Bei vielen Unternehmen mutet das Thema Industrie
4.0 ja ein bisschen wie die Suche
nach dem Sinn des Lebens an. Wir
nähern uns der Aufgabe aus der Kundenperspektive – denn sie stehen vor
einer großen Herausforderung: Einerseits sind die Losgrößen in den letzten Jahren häufig zurückgegangen,
während andererseits die Komplexität explodiert.“ Hier biete die Industrie 4.0 maximalen Mehrwert.
Allerdings reicht es dabei nicht aus,
nur dem Kunden zuzuhören und seine konkret geäußerten Anforderungen zu erfüllen, zeigt die von der Automationspraxis moderierte Diskussionsrunde. Gefragt sei vielmehr unter-
nehmerische Weitsicht, wie sie einst
Henry Ford bewiesen habe, betont
Munz. „Dieser hat einmal gesagt:
Hätte ich die Kunden gefragt, was sie
wollen, hätten sie gesagt, schnellere
Pferde.“
Unternehmen müssen sich also in die
Lage des Kunden versetzen und heraus finden, was wirklich sein Bedürfnis ist. Denn das Produktionsnetzwerk erweitere sich zunehmend
hin zum Kunden, betont Bauernhansl: „Er wird zum Prosumer, indem
er aktiv an der Individualisierung seines Produkts mitwirkt und auch das
Thema Komplexität und die damit
verbundenen Kosten übernimmt.“
Das beste Beispiel sei Apple mit seinem Iphone, so der IPA-Vordenker.
Wo früher Nokia mit viel (Produkti-
ons-)Aufwand
zielgruppenspezifische Mobiltelefone gebaut hat, liefert Apple nur eine Plattform und
überlässt das Personalisieren den
Kunden. Und das Beste: Sie übernehmen nicht nur den Aufwand der Personalisierung, sondern bezahlen dafür auch noch Geld, in dem sie im
Appstore entsprechende SoftwareTools einkaufen.
Doch die konsequente Service- und
Kundenorientierung ist nicht die einzige Herausforderung für den deutschen Maschinenbau. Die Experten
sind sich einig, dass mehr Kooperationen nötig sind. Engere Partnerschaften seien das A und O in der Industrie 4.0, mahnt beispielsweise
Rainer Bösl, Vorstand bei Sick: „Der
deutsche Maschinenbau muss end-
Gemeinsames Forschungs-Lab
Leser stimmen online ab
Highlevel-Meeting der Montage-Branche
Trumpf forscht
mit IPA an 4.0
Fotowettbewerb
geht ins Finale
Smart Factory prägt EFAConference
Im Rahmen einer fünfjährigen strategischen Kooperation erforschen der
Maschinenbauer Trumpf und das
Fraunhofer IPA zusammen die Industrie 4.0. Im Trumpf Lab arbeiten Mitarbeiter beider Partner gemeinsam an
innovativen Lösungen für die Fertigungstechnik der Zukunft. In ersten
Startprojekten werden die Bereiche
Intralogistik, serviceorientierte Maschine und selbststeuernde Produktion bearbeitet. Über die Laufzeit der
Kooperation sollen neue Projektthemen hinzukommen.
Das Trumpf Lab ist Teil des kollaborativen Stuttgarter Technologie- und Innovationscampus (S-TEC), der öffentliche und privatwirtschaftliche
Forschungsaktivitäten bündelt und
auch die Automobil-Modellfabrik
Arena 2036 hervorgebracht hat.
Der Fotowettbewerb „ Automation im
Fokus“, den die Automationspraxis
gemeinsam mit dem Messeveranstalter Schall zur Motek 2015 gestartet
hat, geht in die entscheidende Phase.
Auf Seite 23 präsentieren wir den
letzten Schwung an Fotos, die es bei
der Vorauswahl bis ins Finale geschafft haben. Jetzt geht es an die Ermittlung des Siegers: Im Internet finden Sie alle nominierten Kandidaten
(www.automationspraxis.de/fotowettbewerb). Wählen Sie das Foto,
das die Automatisierungstechnik am
besten in Szene setzt, und stimmen
Sie ab. Mitmachen lohnt sich: Unter
den Teilnehmern verlosen wir einen
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Wissenschaftsshop.
Seite 23
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Unter dem Motto „We create the
smart factory“ steht die diesjährige
EFAConference ganz im Zeichen der
Industrie 4.0. Statt wie bisher in Davos findet das europäische Montageund Automatisierungstreffen zum
ersten Mal in Frankfurt am Main statt.
Die Automationspraxis unterstützt
die Konferenz als Medienpartner.
Los geht es am Freitag, den 30. Oktober, mit Rednern von Bosch, Festo,
IBM und Schunk, die über Erfahrungen mit dem Aufbau smarter Fabriken, über Additive Manufacturing
und die IT-Zukunft sprechen. Dem
Netzwerken wird wie gewohnt ausgiebig Raum gegeben, dieses Mal sogar ergänzt mit Vertretern von Robo-
lich seine Animositäten über Bord
werfen und auf nationaler Ebene kooperieren.“
Die Chancen der Industrie 4.0 für den
deutschen Maschinen- und Anlagenbau seien groß – hervorragend sogar,
so Bösl. „Aber um keine Potenziale
zu verschenken, müssen die Unternehmen über den Tellerrand hinausschauen und sollten künftig ihre Partner aus Sensorik und IT deutlich früher in den Wertschöpfungsprozess
miteinbeziehen.“
Dem kann Bauernhansl nur zustimmen: „In den Ökosystemen für Smart
Business Modelle steht gerade für
kleinere Unternehmen das Thema
Fortsetzung auf Seite 2
tik und Bildverarbeitung: Am Freitag
findet parallel zur EFAConference der
European Machine Vision Summit
und der Fachabteilungstreff Robotik
statt – am Abend treffen sich alle Teilnehmer beim Gala Diner in der Frankfurter Klassikstadt.
Der Samstag besteht aus einer gemeinsamen Session für alle drei Fachabteilungen und wirft einen Blick in
die Zukunft der Automobil-Produktion (BMW), der wirtschaftlichen Entwicklung (IKB Deutsche Industriebank) und der Rolle Chinas in Sachen
Robotik (Euro Asia Consulting).
Dank der Unterstützung der Partnerverbände Aidam und Swissmem
rechnen die Organisatoren des VDMA
Integrated Assembly Solutions am 30.
und 31. Oktober in Frankfurt mit über
100 Teilnehmern aus ganz Europa.
Registrierung, Programm und organisatorische Details unter
www.efac.org
Branche
Nr. 9 / September 2015
Seite 2
Interview: Carsten Stumpf, General Manager Marketing & Sales, Kawasaki Robotics GmbH
„Robotik in diesem Jahr zur
Kernkompetenz ernannt“
Warum die Robotik im KawasakiKonzern eine wachsende Rolle
spielt und wie man auf dem deutschen Markt stärker punkten
möchte, das erläutert Carsten
Stumpf, General Manager Marketing & Sales, im Gespräch mit der
Automationspraxis.
Carsten Stumpf arbeitet
seit 2007 für Kawasaki
Robotik. Zu Beginn des
Jahres hat er sich aus
dem deutschen Vertrieb
zurückgezogen und ist
nun mitverantwortlich
für die Neugestaltung
des Europanetzwerkes.
Die Leitung des Deutschland-Vertriebs hat
Stumpf an seinen langjährigen Kollege HansMichael Mahr übergeben
AP: Kawasaki kennen viele als Motorradmarke. Welche Rolle spielt die Robotik im Konzern?
Stumpf: Bisher war die Robotics Branche
eine von vielen Sparten, die Kawasaki
Heavy Industries aktiv bearbeitet und
mit innovativen Lösungen versorgt. Dieses Jahr wurde das Thema Robotik allerdings zur Kernkompetenz ernannt, und
wir knüpfen daran natürlich auch interne Erwartungen.
AP: Welche Position nimmt Kawasaki
Robotik auf dem Weltmarkt ein und
wie ist die Stellung in Europa?
Stumpf: Die Stellung von Kawasaki auf
dem Weltmarkt ist generell unter den
ersten fünf Herstellern zu suchen. Im Bereich der Halbleitertechnik sind wir mit
unserer speziell hierfür konzipierten
N-Serie sogar Weltmarktführer. Wir haben uns aber bislang sehr stark auf die
Märkte Asien und Amerika konzentriert.
Europa und speziell Deutschland sind
bislang am wenigsten entwickelt. Wir arbeiten allerdings daran, diese Situation
grundlegend zu verändern.
AP: Wie?
Stumpf: Um den Markt in Europa gezielter bearbeiten zu können, muss man die-
sem mehr Aufmerksamkeit schenken.
Unser neuer Europaleiter Noboru Takagi
hat hier einen starken Fokus auf die
Neuorientierung unserer Position gelegt.
Ich habe mich daher zu Beginn des Jahres aus dem deutschen Vertrieb zurückgezogen und bin nun mitverantwortlich
für die Neugestaltung unseres Europanetzwerkes. Hans-Michael Mahr hat die
Leitung des Vertriebs Deutschland von
mir übernommen.
AP: Wie wollen Sie in Europa zukünftig agieren?
Stumpf: Die Fokussierung auf Vertriebspartner bleibt wie bisher bestehen. Aller-
Hoffnungsträger für Handling,
Schweißen und Palettieren
Mit einer Modelloffensive will Kawasaki seine Stellung auf dem deutschen Markt ausbauen. Carsten
Stumpf, General Manager Marketing
& Sales, erläutert die Neuerungen:
Handling: „Die CX-Serie erweitert
mit einer Traglast von 110, 185 und
210 Kilogramm unser Portfolio im
Bereich Handhabung erheblich, so
dass wir noch gezielter als bisher die
passende Maschine für die entsprechende Aufgabe anbieten können.“
Der CX (Foto) punktet mit seinem
einfachen Aufbau und dem Hollow
Arm, um Kabel komplett im Roboterarm bis zur Achse 5 zu führen.
Schweißen: Auch der neue Schutzgasschweißroboter BA006N besitzt
einen Hollow Wrist, der alle Medien
im Roboterarm integriert. „Er eignet
sich mit einer Reichweite von 1445
Millimeter und der Traglast von 6 Kilo für eine Vielzahl von Anwendungen – von kleinen Standard-Schweißzellen bis zu Schweißaufgaben in der
Automobilindustrie.“ Hinzu kommt
ein attraktives Preis-Leistungsverhältnis. „Das macht den BA006N
zum erklärten Hoffnungsträger auf
einem hart umkämpften, aber attraktiven Markt, den wir nun wirksam angreifen können.“ Abgerundet
werde das Angebot durch Allianzen
und die Entwicklung von Zusatzfunktionen.
Palettieren: „Mit der CP-Serie haben wir unsere Palettiereroboter-Linie komplett überarbeitet und neue
Modelle von 130 bis 500 Kilogramm
entwickelt, die in Sachen Life Time
Cost und Performance Spitzenklasse
sind. Die Rückführung der Bremsenergie reduziert die Energieaufnahme um bis zu 40 Prozent.“ Gleichzeitig gibt es fünf verschiedene Performancestufen. „Die Palettierleistung
wird dabei auf bis zu 2050 Zyklen
pro Stunde gepuscht. Die verwendeten Bauteile sind zu mehr als 80 Prozent identisch. Ein riesiger Vorteil für
Herstellungskosten und Instandhaltung beim Kunden.“
dings werden wir intensiver und enger
mit unseren Partnern arbeiten, marktrelevante Aktionen erarbeiten und gezielt
umsetzen. Eine Fokussierung auf bestimmte Segmente oder Industrien darf
dabei nicht fehlen und wird bereits intensiv erarbeitet. Generell werden wir
von der Europa-Zentrale in Neuss aus
verstärkt Einfluss auf strategische Entscheidungen, Segmentierung und Fokussierung nehmen und dann auch die Präsentation auf den lokalen Märkten überarbeiten – einschließlich notwendiger
Messeauftritte sowie generelle Marketingeinsätze. Generell bedeutet dies, dass
wir bei Kawasaki in Europa enger zusammenrücken und stärker miteinander
arbeiten als in der Vergangenheit. Eine
sehr intensive Aufgabe, auf die ich mich
allerdings sehr freue!
Editorial
Den Kunden verstehen
„Dieser Weg wird kein leichter
sein...“. Bei der Fußball-WM 2006
hat sich die deutsche Nationalmannschaft mit diesem Xavier Naido-Song
vor den Spielen Mut gemacht. Auf
dem Weg in die Industrie 4.0 kann
auch der deutsche Maschinenbau
dieses Lied wieder ausgraben. Denn
auf ihn warten einige Herausforderungen, wenn er in der schönen neuen digitalen Weg bestehen will.
Zum einen muss man sich zu Kooperationen durchringen – zum Beispiel
mit IT-Spezialisten. Wie schwer das
ist, zeigt die Tatsache, dass selbst Industrie-4.0-affine Maschinenbauer in
Diskussionen kund tun, dass sie ITFirmen „grundsätzlich mit einer gesunden Portion Skepsis begegnen“.
Zudem sollten sich die Maschinenbauer mit Wettbewerbern auf übergreifende Internetplattformen einigen, zum Beispiel für die Auswertung von Maschinendaten. Proprietäre abgeschlossene Lösungen jedenfalls sind nicht besonders kundenfreundlich und daher nicht Industrie-4.0-tauglich. Wenn der deutsche
Maschinenbau solche übergreifenden Plattformen nicht selbst aufbaut, drohen Cloud-Spezialisten, diese Lücke zu füllen – und sich damit
die wertvollste Ressource (Kundendaten) unter den Nagel zu reißen.
Vor allem aber dürfte es verdammt
schwer werden, die von Experten ge-
AP: Sie wollen intensiver und enger
mit ihren Partnern zusammenarbeiten.
Haben Sie dafür ein Beispiel?
Stumpf: Zum Beispiel arbeiten wir intensiv mit dem Intralogistikspezialisten
Knapp im Bereich der Lagerautomatisierung sowie Kommissionierung und Palettierung zusammen. Wir schaffen hier gemeinsame Lösungen, von denen nicht
nur unsere Kunden, sondern auch unsere
Integratoren in Deutschland und Europa
profitieren. Wir arbeiten an weiteren Kooperationen, die in naher Zukunft – davon sind wir überzeugt – Früchte tragen
werden. Klar ist aber auch: Starke Partnerschaften sind für uns wichtig, dürfen
aber nicht zu Abhängigkeiten oder
Marktverzerrungen führen. Wir versuchen hier immer eine gute Balance zu
finden, um Endkunden, Integratoren und
anderen Herstellern, die mit uns zusammenarbeiten, gerecht zu werden.
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AP: Welche Marktsegmente gehen Sie
verstärkt an?
Stumpf: Nach wie vor sehen wir unsere
Stärke im Bereich Packen und Palettieren. Aber auch andere Segmente werden
wir verstärkt mit neuen Produkten bedienen, etwa das Schutzgasschweißen, aber
auch das Pharma-Segment.
forderte Kundenorientierung konsequent umzusetzen. Vielleicht will
der Kunde ja gar nicht unbedingt eine Bohrmaschine kaufen, sondern
wäre mit einem „Loch as a Service“-Dienstleister zufrieden. Vielleicht will er aber noch nicht einmal
ein Loch, sondern nur etwas an der
Wand aufhängen und ein pfiffiger
Befestigung-as-a-Service wäre genau
das richtige für ihn.... Und der Bohrmaschinenhersteller bleibt dann auf
seinen Produkten sitzen.
Wer hier die unternehmerische Weitsicht beweist, die Kundenbedürfnisse
voraus zu ahnen, wird zu den Gewinnern gehören. Oder eben nicht.
Wie schnell so ein Marktführer-Dasein beendet sein kann, weil man die
Zeichen der Zeit nicht erkannt hat,
zeigt der Niedergang Nokias...
Fortsetzung von Seite 1
Kooperation an erster Stelle. Der Kunde will sich künftig in einem einheitlichen Ökosystem bewegen – das
setzt die Zusammenarbeit mit anderen, auch bisher branchenfremden
Playern voraus.“
Timothy Kaufmann, strategischer Architekt Industrie 4.0 bei SAP, nickt:
„Die Optimierung des eigenen Unternehmens hilft im Industrie 4.0-Kontext nicht mehr. Es gilt, sich im Wertschöpfungsverbund zu optimieren.
Partnerschaften zwischen IT und Automatisierung spielen eine zunehmend wichtige Rolle, denn die horizontale Wertschöpfungskette kann
keiner alleine bewältigen.“
Aussitzen jedenfalls ist keine Lösung,
weiß Fischer: „Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau kann sich nicht
unendlich in seinem Vorsprung sonnen, denn die Konkurrenz aus den internationalen Märkten holt auf.“ Bösl
fordert daher ein Umdenken: „Um
das Thema Industrie 4.0 voranzubringen, müssen sich Unternehmen auf der kulturellen Ebene öffnen. Wir haben zum Beispiel unseren
Innovationsprozess
massiv
verändert, um veränderte Geschäftsmodellgedanken ins Unternehmen zu
bringen und auch zuzulassen.“
Munz appelliert an den deutschen
Mittelstand, die Industrie 4.0 als strategisches Thema zu begreifen und
deshalb zur Chefsache zu machen:
„Die oberste Führungsebene sollte
das gesamte Unternehmen an dieser
Strategie ausrichten.“ Denn: Industrie 4.0 sei kein Projekt wie jedes andere. „Klassische Business-Methoden
greifen hier nicht. Wie soll man einen
Markt kalkulieren, den es noch gar
nicht gibt?“
AP: Und wie wollen Sie die Stellung
am deutschen Markt ausbauen?
Stumpf: Letztlich mit gleicher Strategie
und natürlich verstärkter Vertriebsmannschaft.
Armin Barnitzke,
stellvertretender Chefredakteur
ISSN 1863-401X
Herausgeberin: Katja Kohlhammer
Verlag: Konradin-Verlag Robert Kohlhammer GmbH,
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Systemhaus des Monats
Nr. 9 / September 2015
Seite 4
Hygiene-Anforderungen auf hohem Niveau: Vier Roboter gruppieren 3000 Fischstäbchen pro Minute
Über 200 Picks pro Minute
Roboter machen beim Verpacken kurzen
Prozess mit bröseligen Fischstäbchen
Speed auch mit
H1-Schmierstoff
Die Standardpackung mit 15 Fischstäbchen ist ein Klassiker im Tiefkühlsortiment. Um wettbewerbsfähig anbieten zu können, setzt
der Seafood-Spezialist TST auf ultraschnelle Sechsachser TX90L von
Stäubli. Diese verpacken konkurrenzlos schnell nahezu die Hälfte
der in Deutschland verkauften
Fischstäbchen.
cken“, so Ulrich Oppermann, Leiter
Technik bei TST. Die vorangehende
Sortierung und Gruppierung der
Fischstäbchen sollten aber Sechsachsroboter übernehmen.
„Die Kapazität von fünf Tonnen Fisch
pro Stunde und Linie war unter den
gegebenen Bedingungen für nahezu
alle Roboterhersteller eine unlösbare
Herausforderung“, so Oppermann.
rechts: Aufgrund
der bröseligen
Oberfläche der
Fischprodukte
fiel die Entscheidung für einen
mechanischen
Greifer, ein Eigenbau von Econo-Pak
links: Die Stäubli-Roboter können mit
der Bandgeschwindigkeit von 30
m/min mithalten,
um die Fischstäbe
auf den laufenden
Bändern zu verschieben
Steckbrief
TST ist ein Newcomer auf dem Markt
und hat erst 2011 bei Emden eine
hochmoderne Produktionsstätte auf
die grüne Wiese gesetzt, um im Volumensegment für den Einzelhandel
der Schnellste zu sein. Voraussetzung
dafür ist eine sehr effiziente Verarbeitung, die ohne Automatisierung nicht
mehr darstellbar ist.
Das Verpacken von panierten Fischstäbchen ist allerdings eine besondere Herausforderung, denn diese stellen auch im gefrosteten Zustand eine
bröselige Fracht dar, die jede Automatisierung schnell an ihre Grenzen
bringen kann. Für das Verpacken der
Fischstäbchen mit einem Output von
200 Verkaufseinheiten pro Minute
holte sich TST mit Econo-Pak einen
auf die Primärverpackung von Lebensmitteln spezialisierten Anlagenbauer zur Seite.
„Es zeigte sich schnell, dass ein Linearsystem mit Seiteneinschub-Kartonierer der richtige Weg sein würde,
um die Fisch-Fertigprodukte taktzeitoptimiert in Faltschachteln abzupa-
„Einzig Stäubli versicherte, die geforderten Geschwindigkeiten mit den ultraschnellen Sechsachsern des Typs
TX90L im Schichtbetrieb rund um die
Uhr einhalten zu können.“
Markus Zerbe, Vertriebsleiter national
bei Econo-Pak, ergänzt. „Zusätzlich
punkten die TX90L HE durch ihre gekapselte Bauart mit innen geführten
Leitungen und spezieller Auslegung
für den Feuchtraumbereich.“ Dank
glatter Oberflächen, Edelstahlkomponenten und speziellen Abdichtungen erfüllen sie ohne zusätzliche
Schutzhülle die strengen Hygiene-Vorschriften in der Lebensmittelindustrie.
„Selbst die vorgeschriebenen Reinigungsprozesse können den Robotern nichts anhaben.“
Zu den Vorkehrungen gegen Eintrag
von Verunreinigungen in die sensiblen Bereiche der Seafood-Verarbeitung gehört ein rund 2-stündiger Reinigungszyklus der Verpackungsanlage, der einmal pro Tag durchgeführt
wird. Dabei kommen Reinigungssubstanzen zwischen pH2 und pH10
Ab sofort ist bei Stäubli für die
Scara-Kinematiken der TS-Baureihen, die Sechsachser der TX-Baureihen sowie für den RX160 und den
TP80 Fast Picker ein lebensmittelverträgliches Öl der Klasse NSF H1
verfügbar.
Branche: Lebensmittel
Aufgaben der Roboter: Sortierung und Gruppierung von Fischstäbchen unter anspruchsvoller
Taktzeitvorgabe (200 Verkaufseinheiten pro Minute)
Eingesetzte Roboter: Vier Stäubli
TX90L HE pro Linie (Roboter in HEBauweise sind gegen Reinigungsprozesse unempfindlich)
Besonderheiten:
• Strenge Hygiene-Vorschriften in
der Lebensmittelindustrie
• Robotereinsatz am offenen Lebensmittel
• Harte Reinigungsprozesse von Roboter und Anlage
• Schichtbetrieb rund um die Uhr
• Schwierige Handhabung der bröseligen Naturprodukte
Vorteile der Automation:
• Strikte Einhaltung der strengen
Hygiene-Vorschriften in der Lebensmittelindustrie
• Hoher Output
zum Einsatz. Diese chemikalischen
Torturen und die Hochdruckwäsche
konnten den Stäubli-Robotern in HEAusführung in vier Jahren Dauerbetrieb nichts anhaben.
Je vier Stäubli TX90L HE arbeiten in
den beiden Fisch-Verpackungslinien
Hand in Hand und sind für die packungsgerechte Gruppierung zu je
fünf Schlemmerfilets bzw. 15 Fischstäbchen verantwortlich – und dies
50 Mal in der Minute. Die Fischstäbe
werden dazu auf einem Vibrationstisch grob ausgerichtet und gelangen
über eine automatische Aushebestation lageorientiert auf vier parallel laufenden Transportbändern.
Jeder TX90L bedient eines dieser
Bänder und verschiebt die Fischstäbchen in 15er-Einheiten auf ein mittig
angeordnetes Produktkassettenband,
das als einziges zur Verpackungsstation führt. Auf diese Weise bewegen
die vier Roboter 3000 Fischstäbchen
pro Minute, die anschließend in 200
Faltschachteln verpackt werden. Die
Synchronisation der Roboter mit dem
über 30 Meter pro Minute schnell laufenden Produktkassettenband erfolgt
über Drehgebersignale im Conveyor
Tracking-Verfahren. Die komplette
Kommunikation der Roboter untereinander und deren Synchronisation
mit der Bandgeschwindigkeit übernimmt die Roboter-Steuerung.
Die Betreiber schätzen vor allem die
Bedienfreundlichkeit, etwa beim einfachen Repositionieren der Roboter
nach einem nicht auszuschließenden
Anlagen-Stillstand durch Produktkollisionen. Obwohl in solchen Fällen
ein Mitarbeiter verunglückte Fischstäbchen manuell entfernen muss,
arbeitet die Roboterzelle im Jahresschnitt mit 95-prozentiger Verfügbarkeit. „Mit diesen Anlagen erzielen wir
trotz schwer zu handhabender Produkte eine hervorragende Produktivität“, freut sich Oppermann.
Stäubli Tec-Systems GmbH Robotics
www.staubli.com
Fachpack Halle 1 / 1-221
Ein TP80 beim Schneiden von Backwaren
Das Öl wurde in enger Zusammenarbeit mit einem Partner entwickelt.
„Denn erstens wollten wir ein H1-Öl,
das den speziellen Anforderungen
unserer patentierten JCM-Roboterantriebe optimal gerecht wird und somit eine maximale Lebensdauer der
Roboter garantiert“, erläutert Geschäftsführer Gerald Vogt. „Zweitens
sollte auch die Dynamik der Roboter
durch H1-Öl keinerlei Einschränkungen unterliegen.“
Auch der Fast Picker TP80 unterliegt
also trotz H1-Öl keinerlei Restriktionen. Der Hochgeschwindigkeitsroboter erreicht weit über 200 Picks pro
Minute bei Handhabungsgewichten
bis 0,1 Kilogramm. Selbst bei höheren Traglasten bis 1,0 kg liegt die Performance nahe der 200 Picks-Marke.
Vorteil gegenüber Delta-Pickern: Der
TP80 kann zur Reinigung seitlich aus
der Linie geschwenkt werden. Bei deckenmontierten
Deltakinematiken
gestaltet sich die Reinigung erheblich
aufwändiger.
Für Applikationen mit höchsten Hygienestandards wie in der Primärverpackung gibt es den TP80 ab dem
dritten Quartal 2015 optional auch in
HE-Ausführung. Diese Modelle sind
für den Einsatz in Feuchträumen oder
unter Spritzwasserbeaufschlagung
modifiziert und trotzen daher den
zum Teil mehrmals täglich anfallenden Reinigungsprozessen.
Stäubli Tec-Systems GmbH Robotics
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GREIFSYSTEME
AGS Greiferbau: Variabel in der dritten Dimension
AGS Automation Greifsysteme
Schwope GmbH
Familie Schwope zählt zu den
Pionieren in der Automationsbranche
Ein weiterer Meilenstein in der
Unternehmensgeschichte der AGS
Automation Greifsysteme Schwope
GmbH stellt die Markteinführung des
neuen Greifsystems PreciGrip dar.
Entstanden ist die Produktserie vor
dem technischen Hintergrund, dem
Kunden ein System zu schaffen, das in
der täglichen Praxis noch funktionaler
und präziser zu montieren ist, als die
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Tel: +49 (0) 2204/96810-0
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Komponenten aus dem klassischen
und renommierten AGS-Greiferbaukasten. Aufgrund vielfacher Vorteile
für den Anwender setzt sich das
PreciGrip-System von AGS auf dem
Markt immer mehr durch.
„Vor dem Hintergrund, anwenderfreundliche Lösungen in der
Konzeption und Fertigung von
Automationsanlagen zu schaffen, ist
unser PreciGrip-System entstanden“
erklärt, Marc Schwope, Geschäftsführer von AGS. Von jeder Stelle aus kann
mit dem einfach zu handhabenden
Klemmsystem Veränderungen
vorgenommen werden. Weil bei
diesem System komplett auf
Nutensteine verzichtet wird,
verschafft es dem Anwender deutlich
mehr konstruktive Freiheiten. Darüber
hinaus entwickelt und baut komplette
Greifsysteme und Automationsanlagen bei AGS.
Let’s work together
Nahtloses Packen und Palettieren auf engstem
Raum mit kollaborativen Robotern
WWW.FANUC.DE
Nur FANUC bietet Picken, Packen und Palettieren in einem
durchgehenden Konzept: mit einer gemeinsamen Servo- und
Steuerungsplattform für alle beteiligten Roboter, gleichen
Ersatzteilen und gleichem Service. Intelligente Funktionen
wie FANUC Visual Line Tracking sorgen zusätzlich für extrem
schnelles Erkennen und Sortieren beliebig platzierter Objekte
auf einem Fließband. Bis zu 2000 Teile pro Minute mit
mehreren Robotern – so steigert man die Produktivität.
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Halle 3, Stand 3-315
Erleben Sie den neuen kollaborierenden
FANUC Roboter CR-35iA für Gewichte
bis 35 kg ohne Sicherheitszäune!
Lebensmittel & Verpackung
Nr. 9 / September 2015
Seite 6
Universal-Vakuumgreifer greift Kartons unterschiedlicher Größen ohne Umrüstung
Roboterzelle mit zwei Palettierplätzen
Flexibler Roboter verpackt Kartons
Zwei Palettierplätze auf 16 qm
Losgrößen von 20 bis 2000 und ein
knappes Dutzend unterschiedlicher
Abmessungen: Bei der Konzeption
einer Karton-Verpackungsanlage
für den Gießharzgarnituren-Hersteller Cellpack war vor allem Flexibilität gefragt. Die südbadische Robomax löste diese Anforderung
mit einem Motoman-Handlingroboter von Yaskawa samt selbst
entwickeltem Vakuumgreifer.
Der Motoman HP20RD
mit der eigens realisierten
Sondergreifeinrichtung
Cellpack produziert in WaldshutTiengen hochwertige Kabelverbindungssysteme zum Beispiel für die
Elektroinstallation – und das nicht
nur in hoher Qualität, sondern vor allem auftragsbezogen konfektioniert.
Der Kunde bekommt also genau diejenigen Gießharzgarnituren zugesandt, die er benötigt. Daher müssen
die einzelnen Produkt-Kartons exakt
gemäß der Bestellung in einen Versand-Karton verpackt werden.
Diesen letzten Schritt vor dem Versand sollte Robomax nun automatisieren. Die Rahmenbedingungen waren allerdings anspruchsvoll: So müssen etwa zehn verschiedene Packungsgrößen mit Kantenlängen zwischen 24 und 360 Millimeter und einem Gewicht zwischen 0,5 und 1,8
Kilogramm verarbeitet werden. Zudem umfasst das Angebot verschiedene Losgrößen und auch Kleinstserien. Gefordert war also eine Automation mit hoher Flexibilität.
Die von Robomax entwickelte Anlage
setzt auf dem System Alphamax auf.
Die flexible Grundeinheit erlaubt den
Einsatz verschiedener Robotermodelle. Damit lässt sich die Konstruktion
der Zelle spezifisch anpassen. Im aktuellen Fall ist das Ergebnis eine kompakte Verpackungszelle mit einem
Handlingroboter Motoman HP20RD.
Dieser zeichnet sich durch eine sehr
kompakte Bauweise sowie hohe Dynamik und Genauigkeit aus: Er bewegt eine Traglast von bis zu 20 Kilogramm mit einer horizontalen Reich-
weite von über zwei Meter. Der flexible Arm kann ideal in große Kartons
hineinfassen. Nicht zuletzt sind beim
Kunden bereits mehrere MotomanModelle im Einsatz, so dass man bei
Programmierung und Steuerung der
neuen Anlage auf bekannte Abläufe
zurückgreifen konnte.
Jeweils zwei unterschiedliche Kartongrößen lassen sich gleichzeitig in
der Zelle verarbeiten. Die ProduktKartons gelangen über zwei Zuführbänder von der Produktionsstraße in
die Zelle. Dort nimmt sie der Roboter
auf und setzt sie in den Versand-Karton um. Dieser wird auf einer Europalette bereitgestellt und nach Befüllung sofort abtransportiert.
Ein zentrales Element der Lösung ist
ein von Robomax konstruierter Universal-Vakuumgreifer. Er greift Kartons unterschiedlicher Größen, ohne
dass er dafür umgerüstet werden
müsste. Auch bei der Anlagensteuerung ist der Rüstaufwand ausgesprochen gering. Der Bediener wählt auf
einem Touchscreen das Zuführband
aus, auf dem der neue Karton ankommt. Danach wählt er den Kartontyp und die Sollanzahl der Serie.
Ebenso besteht die Möglichkeit, ne-
ben der Serie auch die Anzahl der
Kartons auf der Europalette anzugeben. Zum Abschluss des Rüstvorgangs muss der Bediener dann nur
noch den Anschlag der Abpalettierung einstellen.
Ein ansteuerbarer Rollladen in der
Schutzumhausung gewährleistet einen so sicheren wie komfortablen Zugang zu der Zelle. Und die Steuerung
ist so einfach ausgeführt, dass die
Konfektionsmitarbeiter kleinere Störungen sofort selbstständig beheben
können.
Nach den ersten Praxiserfahrungen
ist Cellpack vollauf zufrieden mit der
Verpackungszelle: „Die Anschaffung
der Roboterzelle bedeutet für uns eine Effizienzsteigerung im Ablauf sowie eine Erleichterung für die Konfektionsmitarbeiter bei der Fertigung.“ Bei der Entscheidung für die
Lösung zählten vor allem fünf Argumente: die hohe Flexibilität, die kompakten Abmessungen, das rüstfreie
Greifersystem, der geringe Rüstaufwand bei wechselnden Kartongrößen
sowie die einfache Bedienbarkeit.
Yaskawa Europe GmbH
www.yaskawa.eu.com
Pausenlos leistungsstark mit minima- und mittleren Unternehmen helfen,
lem Platzbedarf ist das Palletsystem Prozesse zu automatisieren. Die
1250 von Koch Industrieanlagen. Die Leichtbauroboter amortisieren sich
Roboterzelle bietet auf einer Fläche selbst bei Einsatzzeiten von weniger
von rund sechzehn Quadratmetern als einer Schicht innerhalb kurzer
zwei Palettierplätze, die mit den un- Zeit und können in weniger als einer
terschiedlichen Gebindegrößen, -ty- Stunde in Betrieb genommen werpen und -gewichten bestückt werden den. Dank des geringen Gewichts
können. Dank des zum Patent ange- kann der Roboterarm in kurzer Zeit
meldeten Sicherheitskonzepts palet- an unterschiedlichen Standorten eintiert das System auch bei Paletten- gesetzt werden.
wechsel unterbrechungsfrei weiter.
Ein automatisches Schonbogen- bzw. Koch Industrieanlagen GmbH
Zwischenlagenhandling kann eben- www.koch-roboter.de
falls einfach integriert werden. Bei ei- Fachpack Halle 3 / 3-227
nem Hersteller von Kaffeespezialitäten
kommen
insgesamt 20 der flexiblen
Roboterzellen
zum
Einsatz. Sie werden
mit
übergeordneter
Steuerung und Schnittstelle zum SAP-System
ausgestattet.
Seit kurzem ist Koch
auch Partner der dänischen Leichtbauroboterschmiede Universal
Robots. Mit deren kollaborierenden Industrierobotern will man Die Roboterzelle verfügt auf einer Fläche von nur 16
insbesondere kleinen Quadratmetern über zwei Palettierplätze
Unergonomisches Verpacken und Palettieren ersetzen
Automatisierte Intralogistik
Wie man den innerbetrieblichen Transport mit einfachen Mitteln automatisieren und so große Einsparungen realisieren kann, verdeutlicht der Robotikspezialist Jugard+Künstner mit Geräten von Universal Robots: Ein UR5
Leichtbauroboter nimmt dabei Werkstücke von einem pneumatischen Förderband ab und legt sie auf einen Werkstückträger auf, den ein mobiler Roboter von Mobile Industrial Robots bereitstellt. Der mobile Roboter transportiert
ihn zu einem Verpackungsplatz, an
dem ein weiterer Leichtbauarm (UR10)
die Werkstücke in eine Verpackung ablegt, diese verschließt und anschließend auf einem Werkstückträger palettiert. Die Werkstückträger werden
durch ein automatisches Kistenhubgerät auf einen Bodenroller aufgestapelt,
wobei der Roboter, sobald eine Lage befüllt ist, selbstständig einen neuen
Werkstückträger auflegt, bis eine optimale Stapelhöhe erreicht ist.
Jugard+Künstner GmbH
www.jugard-kuenstner.de
Fachpack Halle 1 / 1-115
Wiegt nur halb so viel wie vergleichbare Modelle
CP- Serie
Palettierer
Schneller Parallelroboter
für Verpackungsindustrie
Mit dem Hornet 565 bringt Adept einen schnellen Parallelroboter für die Verpackungsindustrie auf den Markt.
Vorteile sind neben dem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis die Ladekapazität von 3 kg und die in der Roboterbasis integrierte Steuerung mit High-Speed Fließbandverfolgung. Der Hornet 565 wiegt nur halb so viel
wie vergleichbare Robotermodelle und hat einen deutlich geringeren Platzbedarf. Dabei ist sein Arbeitsbereich um 25 % größer – und er arbeitet bedeutend
schneller. Auch hygienischen Standards wird der Roboter gerecht: Korrosionsbeständige Materialien minimieren das Risiko einer Kontaminierung und ermöglichen
die einfache Reinigung. Ergänzt wird das Ganze optional mit der Bildverarbeitungs-Plattform Smart Vision
MX und der Verpackungssoftware ACE PackXpert.
Dr. Klaus Kluger, Geschäftsführer bei Adept: „Der Hornet 565 ist eine entscheidende Ergänzung unseres Lösungsangebots für Verpackungsprozesse.“
Geschwindigkeit
hat ein System
stem
Adept Technology GmbH
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29.09.–01.10.2015, Nürnberg
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Der Hornet 565 wiegt nur
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Nr. 9 / September 2015
Lebensmittel & Verpackung
Seite 7
Kompakte Variante für den Tiefkühlbereich spart Kühlenergie
Schnelle Zelle für volumenoptimiertes
Packen von gemischten Paletten
Mit Dematics AMCAP (Automated
Mixed Case Palletising) können gemischte Verpackungseinheiten auf
Paletten palettiert werden. Neuerdings ist das AMCAP-System auch
als Variante für den Tiefkühlbereich erhältlich.
„Das Packen von Mischpaletten in
Distributionszentren ist heute häufig
immer noch reine Handarbeit. Außerdem erfordert es erfahrenes Lagerpersonal und wird oft an wenig ergonomischen
Arbeitsplätzen
durchgeführt“, erläutert Markus Liebhaber,
Global Product Manager in Heusenstamm, die Motivation für die vollautomatische Lösung.
Das AMCAP-System besteht aus den
Modulen Lagen-Depalettierung, Fördertechniksystem, Multishuttle-Modul zur Lagerung und Sequenzierung, Palettierzelle zum Beladen von
Paletten und Rollbehältern sowie der
iQ Lagerverwaltungssoftware. Bei
der Depalettierung der artikelreinen
Paletten wird jede Lage auf einer
Fördertechnik vereinzelt und dann
im Multishuttle 2 Flex eingelagert.
Die Flex-Variante ist mit einem flexiblen Lastaufnahmemittel ausgestattet und kann damit verschiedene
Größen von Verpackungseinheiten
greifen und dann mehrfachtief einlagern.
Sobald das System einen Palettierauftrag erhalten hat, erzeugt die Lagerverwaltungssoftware mit dem iQ
Das Rad festigt Arme und Beine.
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Elektrisch spannen
AMCAP: Automatisiertes Palettieren von gemischten Verpackungseinheiten
Packbuilder eine volumenoptimierte
Palettiersequenz. So werden Artikel
stabil und platzsparend angeordnet
und anschließend vom Multishuttle
2 direkt zur Palletierzelle befördert.
Sobald alle Verpackungseinheiten
gestapelt sind, wird die Palette automatisch mit Folie umwickelt. Das Ergebnis ist eine transportfertige Versandpalette, die im Vergleich zu manuell gestapelten Mischpaletten eine
höhere Packdichte aufweist und somit zu einer optimalen Ausnutzung
des Lkw-Raums beiträgt.
Neuerdings ist das AMCAP-System
nun auch als Variante für den Tiefkühlbereich erhältlich. Neben hoher
Die Spannfamilie mit energieeffizientem 24V DC-Antrieb.
Das kompakte und robuste Äquivalent zum
Druckluftstandard.
Palettierleistung punktet das System
mit geringem Platzbedarf: Dadurch
sinken die Energiekosten um bis zu
40 Prozent, denn ein kleineres Gebäude benötigt entsprechend weniger Kühlenergie. Für die extremen
Bedingungen eines Tiefkühllagers
wurden alle Komponenten für den
Einsatz zwischen -2 und -30 °C optimiert. So kommen in der TiefkühlVariante beheizte Lichtschranken
und Sensoren zum Einsatz, die auch
in Temperatur-Übergangsbereichen
nicht beschlagen.
Dematic GmbH
www.dematic.com/de
24V Elektro-Kniehebelspanner
Spannmoment bis 800 Nm
Rückspeisung der Bremsenergie spart bis zu 40 Prozent Strom
Palettiert 2050 Zyklen pro Stunde
1000 Zyklen pro Stunde (CP500L)
ebenfalls in diesen Gewichtsklassen
neue Maßstäbe.
Zudem erweisen sich die Palettier-Roboter als wahre Energiesparer: Da eine
integrierte Hybridfunktion die Bremsenergie in den Hauptachsen zurückspeist, sinkt deren Strombedarf um bis
zu 40 Prozent. Hinzu kommt das relativ geringe Eigengewicht der Roboter
(ca. 1600 Kilo). Auch sind mehr als 90
Prozent aller Komponenten identisch.
Das vereinfacht Wartung und Ersatzteile-Bevorratung.
Der CP180L bringt
mit einer getesteten Palettierleistung von 34 Zyklen pro Minute
frischen Wind in
den Verpackungsprozess
Linearmotoren sorgen für freie Bewegung der
Transportwagen in der Verpackungsmaschine
Das Multi-Carrier-System ist bis 4 m/s
schnell und beschleunigt mit bis zu
2
50 m/s
Die Anbindung an die vorhandene Intralogistik ist relativ einfach: Die Transportwagen werden frei ins Multi-Carrier-System ein- und ausgeschleust, in
dem sie beschleunigt oder verzögert
werden. Das Multi-Carrier-System ergänzt also klassische Transportlösungen, wo es der Prozess erfordert. Die
anderen Transportstrecken können
Weitere Informationen:
9.tuenkers.com
Kawasaki Robotics GmbH
www.kawasakirobot.de
Fachpack Halle 4 / 4-632
Fertigungslinien an unterschiedliche Formate, Größen und Produktarten anpassen
Der
Verpackungsmaschinenbauer
Optima ist der erste Pilotkunde für
das von Siemens und Festo gemeinsam entwickelte Multi-Carrier-System. Mit dem flexiblen Transportsystem kann man Fertigungslinien
schnell an unterschiedliche Formate,
Größen und Produktarten und saisonale Anforderungen anpassen.
Vorteil des Multi-Carrier-Systems: Die
Transportwagen lassen sich völlig frei
untereinander nutzen. Möglich ist sogar der Mix unterschiedlicher Wagenund Produktkonfigurationen. Das Bewegungsprofil ist für jeden Wagen
frei einstellbar. Jeder Transportwagen
kann sich also unabhängig und kollisionsfrei bewegen. Es können aber
auch mehrere Transportwagen gruppiert und mit fixen Abständen synchron bewegt werden.
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DER VERBINDET
. . . UND KOMPONENTEN,
DIE VERBINDEN.
AUTOMATISIERUNG
FÖRDERBÄNDER
weiter mit einem günstigen klassischen
Fördersystem aufgebaut werden.
Das Multi-Carrier-System ist bis 4 m/s
schnell und beschleunigt mit bis zu
50 m/s2. Technische Basis sind Linearmotoren von Festo für die ruckfreie und
präzise Bewegung sowie die freie und
dennoch genaue Positionierung der
Transportwagen. Siemens liefert das integrierte Steuerungskonzept, das zum
einen die Transportbewegungen steuert und zum anderen Motion-ControlFunktionalität und die Koordination
weiterer Maschinenmodule übernimmt.
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Festo AG & Co. KG
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Kawasakis neue vierachsigen Palettier-Roboter der CP-Serie haben eine
Reichweite von mehr als 3,2 Meter
und palettieren Gebinde von 180 bis
500 Kilo – und zwar energiesparend
und in Hochgeschwindigkeit. Der
CP180L, der kleinste Roboter der neuen CP-Serie, erreicht bei einer Last von
130 Kilo außerordentliche 2050 Zyklen
pro Stunde. Bei 180 Kilo Volllast sind
es immer noch 1800 Zyklen pro Stunde. Die Palettierleistungen der beiden
anderen Roboter der CP-Serie setzen
mit 1500 (CP300L) beziehungsweise
Lebensmittel & Verpackung
Nr. 9 / September 2015
Seite 8
Vakuum-Lagengreifsystem macht Arbeitsplätze ergonomischer
Einsatz der Allround-Version vereinfacht Ersatzteilvorhaltung
Schont den Rücken
Smarte Kameras lesen
Codes auf Sekt-Kartons
In Spitzenzeiten laufen beim Feinkost-Spezialisten Develey im Werk
Pfarrkirchen bis zu zehn Produktionslinien, die bis zu 250 Tonnen
Gurken pro Tag zu Essiggurken verarbeiten. Für das Handling der Gläser kommt das Vakuum-Lagengreifsystem SPZ Forklift von
Schmalz zum Einsatz. Dieses optimiert den Materialfluss und macht
die Arbeitsplätze ergonomischer.
zialisten. Diese empfahlen das Lagengreifsystem SPZ Forklift. Dieses
kommt in Verbindung mit einem Gabelstapler oder wie hier mit einem
Hubwagen zum Einsatz und punktet
vor allem durch Flexibilität und Mobilität. Für das Handling von Dosen
und Gläsern ist das Lagengreifsystem
mit einer Dichtplatte aus flexiblem
Schaum ausgestattet, die sich an die
Kontur der Ware anpasst.
Mit dem Vakuum-Lagengreifsystem SPZ Forklift von Schmalz
entnimmt Develey in Pfarrkirchen kurzzeitig
Gläser oder Dosen aus dem Produktionsprozess.
Die Dichtplatte
des SPZ Forklift
passt sich dank
flexiblem Schaum
optimal an die
Gläser an
In der Hauptsaison von Juni bis September stellen in Pfarrkirchen bis zu
130 Mitarbeiter Essiggurken her – außerhalb der Saison auch andere Dauerkonserven. In Spitzenzeiten werden rund 10 000 Gläser pro Stunde befüllt. Dabei kann es aber immer wieder zu Produktionsunterbrechungen
kommen, etwa wenn der Verpackungsprozess am Ende der Linie
entlastet werden muss oder wenn eine Etikettiermaschine ausfällt.
Dann muss die Ware kurzzeitig aus
dem Prozess genommen werden. In
solchen Fällen werden Gläser auf sogenannte Stautische ausgeleitet. Ursprünglich entnahmen die Mitarbeiter die Gläser von den Stautischen
und lagerten sie händisch um – ein
umständliches und gesundheitsschädliches Unterfangen, zumal auch
Dosen mit zehn Kilogramm Gewicht
umgeschichtet werden.
Um Abhilfe zu schaffen, setzte Develey zunächst eine fix an einer Maschine befestigte Magnetplatte ein, die
die Gläser-Lagen aufnahm. In der
Praxis erwies sich diese Lösung aber
als zu unflexibel, langsam und unzuverlässig. Immer wieder fielen Gläser
herunter, weil die Magnetplatte die
Gefäße nicht gehalten hat.
Schließlich wandte sich Werkleiter
Thomas Doriat an die Vakuum-Spe-
Wenn nun Gläser oder Dosen auf dem
Stautisch landen, werden diese zunächst in eine Schablone mit den Abmessungen des Greifers geleitet. Anschließend fährt der Hubwagen an
den Stautisch heran, nimmt die Gläser auf und stellt diese dann lagenweise auf einer Palette unter dem
Stautisch ab.
Der Vorgang wird solange wiederholt, bis die Palette voll ist. Der Hubwagen bewegt sich dabei lediglich
vor und zurück, weil der Stautisch
die erforderliche Höhe von rund 1,60
Metern hat und der Tisch unterfahren
kann. Bei Rückführung der Ware auf
die Produktionslinie läuft der gesamte Vorgang in umgekehrter Reihenfolge ab.
Neben Verbesserungen im Produktionsprozess hat der SPZ Forklift auch
die Qualität der Arbeitsplätze angehoben. Das mühsame und körperlich
belastende Umräumen der Gläser
und Dosen von Hand gehört der Vergangenheit an. Das hat auch die örtliche Berufsgenossenschaft beeindruckt. Für aktives Gesundheitsmanagement am Arbeitsplatz erhält
Develey einen Präventionspreis.
J. Schmalz GmbH
www.schmalz.com
Fachpack Halle 2 / 2-105
Mit Smart Kameras LSIS 400i von
Leuze realisiert Voigt smarte Kontrollsysteme für die Getränkeindustrie. So hat man die Abfülllinien in
der Traditionssektkellerei Herres in
Trier mit Kontrollsystemen zur
Überprüfung von aufgedruckten
2D-Data Matrix Codes auf Sektkartons ausgestattet.
„Kontrollsysteme in Getränkeabfüllanlagen sind häufig sehr individuelle
Lösungen, die zwischen einzelnen
Prozessschritten implementiert werden“, erzählt Bernhard Voigt, der sich
auf die Entwicklung von Lösungen in
allen Bereichen der Prozess- und
Qualitätskontrolle spezialisiert hat.
Ein Beispiel sind die Systeme zur
Überprüfung von 2D-Data Matrix
Codes auf Sektkartons bei Herres.
Die Kontrollen erfolgen im Durchlauf bei teils recht hohen Geschwindigkeiten mit bis zu 6000 Kartons
pro Stunde. Wie in vielen anderen
seiner Applikationen, verwendet
Voigt auch hier als Kernkomponenten die Sensoren von Leuze – in diesem Fall die Smart Kameras
LSIS 400i. Diese haben den Vorteil,
dass sie alle notwendigen Komponenten zur Bildverarbeitung, also
auch Beleuchtung, Datenspeicher
und Schnittstellen inklusive Display
für Bedienung und Ergebnisanzeigen in einem Gerät vereinen.
Die bei Herres eingesetzten Geräteausführungen LSIS 462i sind die Allrounder der Baureihe. Sie bieten
Funktionen zur Codelesung und zugleich Messfunktion zur Qualitätskontrolle. Horst Meyer, Leiter Maschinentechnik bei Herres, erläutert den
Die Smart Kameras LSIS 462i lesen die 2D-Data
Matrix Codes auf
den Sektkartons
auch bei hohen
Geschwindigkeiten von bis zu
6000 Kartons
pro Stunde
Vorteil für die Instandhaltung: „Wir
setzen zum Codelesen die Allroundversion LSIS 462i ein, weil wir solche
Geräte bereits in anderen Applikationen erfolgreich verwenden, beispielsweise zur Bildauswertung im Rahmen der Kappenkontrolle. So lässt
sich die Ersatzteilvorhaltung auf eine
Gerätevariante begrenzen, die wir im
Bedarfsfall überall nutzen können.“
Von speziellem Vorteil in Bezug auf
die feuchte Umgebung in der Getränkeproduktion ist die robuste Ausführung der Smart Kameras im Metallgehäuse. Weitere markante Merkmale sind die motorische Fokusverstellung und die homogene Beleuchtung.
„Das Fenster, in dem sich die Codes
befinden können, ist immerhin 50
Millimeter hoch. Außerdem sind die
Codes auf den Kartons auch horizontal unterschiedlich positioniert“, erläutert Voigt. Hier hilft die sogenannte Lesetorsteuerung, bei der Rotlichttaster über ein Triggersignal eine gepulste Beleuchtung erzeugen und
solange die Bildaufnahme auslösen,
bis der Code erkannt wird.
Die Code-Lesestationen bieten die
Option, bestimmte Qualitätsparameter der gelesenen Codes zu ermitteln
und auszuwerten. Der im Gerät integrierte Referenzcode-Vergleich ermöglicht neben der reinen Kontrolle
auf Vorhandensein und Lesbarkeit
auch den Abgleich auf Richtigkeit des
aufgedruckten Codes.
Die Anbindung erfolgt über eine von
Voigt entwickelte Steuereinheit, die
die Datenverarbeitung übernimmt
sowie die Kommunikation mit übergeordneten Anlagensteuerungen. Besonders gut findet Voigt die einfache
Parametrierung der LSIS 400i Kameras, die er direkt über den Webbrowser erledigen kann. „So lassen
sich Applikationen smart, sprich
schnell und elegant lösen.“
Leuze Electronic GmbH + Co. KG
www.leuze.com
Fachpack Halle 4A / 4A-524
3D-Vision führt Roboter bei der Verzierung: Positionsermittlung plus Oberflächenprüfung
Vision inspiziert Lebkuchen und Ketchuptüten
Wie die hauseigene Kameratechnik
und Bildverarbeitungssoftware in
der Lebensmittelproduktion hilft,
verdeutlicht EVT am Beispiel von
Lebkuchen und Ketchuptütchen.
Mit dem Eyescan AT 3D als dreidimensionalem Auge und den 3D-Befehlen der Eyevision Bildverarbeitungssoftware lassen sich Roboter
führen – zum Beispiel in der Lebkuchenproduktion. Zur Robotguidance
wird die 3D-Ausrichtung des Objektes ermittelt und dessen geometrische
Eigenschaften detektiert. Damit werden Positionsabweichungen berechnet und die Korrekturdaten an den
Roboter weitergegeben.
2
Gleichzeitig kann der Eyescan AT 3D
die Oberflächenbeschaffenheit der
Lebkuchen inspizieren. Da diese
durch den Backprozess leichte Unebenheiten aufweisen, müssen sie
einzeln vermessen werden. Die Orientierungs- und Höheninformationen
benötigt der Roboter zum anschließenden Verzieren des Gebäcks.
Darüber hinaus sorgt EVT mit der
Eyevision Bildverarbeitungssoftware
dafür, dass Tütenketchup sicher verpackt in den Handel kommt. Mit dem
optischen Verpackungscheck lässt
sich die Verpackung sowohl von der
Ober- als auch von der Unterseite inspizieren. Dabei wird mithilfe der
Software und der Smart Camera Eye-
Jahre
HandlingTech
Automations-Systeme
check die Siegelnaht erfasst. Der optische Verpackungscheck konzentriert
sich aber nicht nur auf die verschweißte Naht um das Tütchen,
sondern kontrolliert auch den Barcode, ob er lesbar ist, und auch den
Aufdruck des Ablaufdatums.
Zusätzlich lässt sich auch das Vorhandensein der Einkerbung zur Öffnung des Tütchens überprüfen. Vorteil der Eyevision Software: Sie ist
besonders anwenderfreundlich, da
Prüfprogramme mittels Drag-andDrop-Funktion ohne Programmierkenntnisse zu erstellen sind.
EVT Eye Vision Technology GmbH
www.evt-web.com
Die Bildverarbeitung ermittelt die Position der Objekte
und inspiziert deren Oberfläche
Nr. 9 / September 2015
Lebensmittel & Verpackung
Seite 9
Intralogistik für Milchprodukte auf Effizienz und Flexibilität ausgerichtet
KURZ NOTIERT
Molkerei spart 7 Millionen pro Jahr
Mit einem modernen temperaturgeführten Hochregallager und
durchgängig automatisierten Prozessen hilft SSI dem norwegischen
Milch-Spezialisten Tine, die Effizienz um 30 % zu steigern. Das Gesamtprojekt soll pro Jahr bis zu 7
Mio. Euro Kosten sparen.
Tine ist Norwegens größter Hersteller
von Milchprodukten. In Jæren hat die
Kooperative von 15 000 norwegischen
Milchproduzenten ein modernes
Werk errichtet, das vier veraltete Produktionsstätten aus der näheren Umgebung konzentriert. Dort werden
nun pro Jahr 200 Millionen Liter Milch
zu rund 300 Molkereiprodukten verarbeitet.
„Diese gesteigerte Produktivität erfordert intralogistische Prozesse, die auf
Zukunftsfähigkeit und Effizienz ausgelegt sind“, erklärt Betriebsleiter Ingvar Løge. „Daher haben wir direkt neben dem Produktionswerk ein neues
Logistikzentrum erbaut.“ Insgesamt
rund 180 Mio. Euro investierte Tine in
Werk und Logistikanlage.
„Wir wollen mit der Gesamtanlage
und der Konzentration der Produktions- und Lagerstätten pro Jahr Kosteneinsparungen von 5 bis 7 Millionen
Euro erzielen“, so Løge. „Wichtige
Säule zur Erreichung dieses Vorhabens ist eine hohe Verfügbarkeit mit
durchgängig automatisierten Prozessen von der Produktion über die Lagerung bis zum Warenausgang.”
Den Zuschlag für die Erstellung des
Logistikkonzepts sowie den Bau des
Hochregallagers samt Fördertechnik
erhielt SSI Schäfer. Gerade Molkereiprodukte stellen die Lagerung und
Kommissionierung vor besondere Herausforderungen. Neben der Temperaturführung zwischen +2 bis +8 °C
sind hohe Umschlaghäufigkeiten aufgrund der kurzen Restlaufzeiten bis
zum Erreichen des Mindesthaltbarkeitsdatums gefragt.
Daher richteten die Logistikexperten
ein 65 m langes, 33 m breites und 19 m
hohes temperaturgeführtes Hochregallager (HRL) ein. In den vier Gassen stehen knapp 7200 Palettenstellplätze zur Verfügung. Die Ein- und
In den vier Gassen des
temperaturgeführten
Hochregallagers stehen
knapp 7200 Palettenstellplätze zur Verfügung. Fahrerlose
Transportsysteme (FTS)
befördern dann die Einlagerungspaletten aus
dem angrenzenden Produktionsgebäude in das
Logistikzentrum
Kartons dynamisch greifen
Mit dem Balgsauggreifer SPB2 (Foto) von Schmalz lassen Kartons dynamisch und sicher transportieren. Er
passt sich an Werkstücke an und gleicht unterschiedliche Höhen bei gewölbten Oberflächen aus. Für eine
gute Abdichtung ist der SPB2 aus verschleiß- und abriebfestem Elastodur mit einer flexiblen Dichtlippe
ausgestattet. Ein großer innerer Faltendurchmesser erlaubt hohe Volumenströme für sehr kurze Zykluszeiten. Neu ist auch das Vakuum-Flächengreifsystem FMP-S. Die Ventiltechnik zur Ansteuerung der Greifer ist
platzsparend im Deckel integriert. Gegenüber einer externen Lösung sind
die Ansaugzeiten um 40 Prozent kürzer. Zudem ist das Greifsystem um
rund 25 Prozent leichter als Systeme mit externem Ventil.
www.schmalz.com; Fachpack Halle 2 / 2-105
Hygienischer Materialfluss
Für den hygienischen Materialfluss in der Lebensmittelindustrie hat Flexlink den modularen Edelstahl-Mattenkettenförderer WLXH konzipiert. Er ist eine Weiterentwicklung des bewährten WLX-Hygieneförderers
und entspricht den strengen HACCP- und EHEDGRichtlinien zum Transport von unverpackten Produkten direkt auf der Förderkette. Ein effizientes Drainage-System mit kurzen
Trocknungszeiten, der Verzicht auf scharfe Ecken, Kavitäten und Hohlräume und eine leicht anzuhebende Kette sorgen für zeitsparende, sichere
Reinigung.
www.flexlink.de; Fachpack Halle 3 / 3-321
In bunter Reihe richtig kennzeichnen
Auslagerungsprozesse übernehmen
vier Regalbediengeräte (RBG) für Paletten. Die Paletten-RBG erzielen eine
Leistung von 33 Doppelspielen bzw.
55 Einzelspielen pro Stunde und sind
mit einem Shuttle als Lastaufnahmemittel ausgestattet. Er ermöglicht eine
drei- bis vierfachtiefe Lagerung in den
Regalkanälen. „Die Konzeption des
HRL als Kanallager erhöht unsere Flexibilität bei Lagerung und Umschlag
neu eingeführter Produkte“, erläutert
Løge.
Denn Tine bringt pro Jahr rund 50
neue Produkte in den Markt. Der
Wechsel in der Produktpalette erfordert entsprechende Lagerkapazitäten
und Flexibilität. Gegenwärtig werden
pro Tag etwa 250 Paletten aus der Produktion eingelagert. Bis zu 200 Paletten täglich werden an den fünf Warenausgangstoren verladen.
Fahrerlose Transportsysteme (FTS) befördern die Einlagerungspaletten aus
dem angrenzenden Produktionsgebäude in das Logistikzentrum. Lasernavigiert übergeben sie die Paletten
an vier Aufgabeplätzen auf die Fördertechnik im Hochregallager. Weitere
zwei Aufgabeplätze samt Senkrechtförderern stehen vor dem HRL zur Verfügung. Zwei redundant ausgelegte
Förderstrecken mit Rollen- und Drehrollenbahnen bedienen vier Ein- und
vier Auslagerungstische des HRL.
Die Verwaltung und Steuerung der Lagerprozesse übernimmt die Logistiksoftware Wamas sowie der angesteuerte Materialflussrechner. „Zuvor waren an vier Standorten zahlreiche Mitarbeiter mit Lagerarbeiten befasst“,
sagt Løge. „Durch die Zusammenlegung der Lagerstätten und die automatisierten Prozesse sparen wir viele
Transporte. Gleichzeitig steigern wir
den Durchsatz deutlich und erhalten
Prozesssicherheit. In Summe gehen
wir dadurch allein beim gegenwärtigen Aufkommen von Effizienzsteigerungen um 30 Prozent aus.“
SSI Schäfer Fritz Schäfer GmbH
www.ssi-schaefer.com
Fachpack Halle 4A / 4A-225
Häufig werden unterschiedliche Produkte – z. B. im
Nahrungsmittelbereich verschiedene Geschmackssorten – chaotisch auf einer Produktionslinie zusammengeführt, müssen jedoch alle mit korrekten Informationsinhalten produktbezogen gekennzeichnet werden.
Mit einem Farbmarkenleser und dem Tintenstrahldrucker Linx 5900 von Bluhm lässt sich diese Aufgabenstellung leicht lösen.
Der Farbmarkenleser erkennt die Farbmarke des jeweiligen Produktes und
stellt für den Linx 5900 Drucker entsprechende Binärsignale zur Verfügung. Damit weiß der Linx 5900 exakt, mit welchem Code das jeweilige
Produkt beschriftet werden soll.
www.bluhmsysteme.com; Fachpack Halle 1 / 1-141
Ladungsträger spart Platz
Sein falt- und stapelbares Verpackungssystem Megapack Beta, das in der Industrie das Transportvolumen
bei Leergutrückführung und Lagerung um bis zu 80
Prozent verringert, hat Söhner Kunststofftechnik weiter entwickelt. Ein neues Deckelkonzept sorgt nun für
eine verbesserte Funktionalität bei optimierter Stapelbarkeit im volumenreduzierten Zustand. Außerdem wurde die Transportsicherung an der Außenseite des Deckels durch Rastnasen im Inneren ersetzt. Das spart Kosten und verhindert das Eindringen von Nässe und Verschmutzungen.
www.soehner.de; Fachpack Halle 5 / 5-233
mehr online unter: www.automationspraxis.de
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Branchen-News
Nr. 9 / September 2015
Seite 10
Termin-Tipps für den September
Systems Engineering im Fokus: Wie Mechanik-, Elektrotechnik- und Softwareentwicklung
zum disziplinübergreifenden Systems Engineering zusammenwachsen, zeigt der erste Engineering Campus der Konradin Mediengruppe am
22. September 2015
in Stuttgart. In den
Trendsessions geht
es um Additive Manufacturing, Systems Engineering in
der Praxis, Software
Engineering, me-
chatronische Komponenten sowie um Energieund Ressourceneffizienz.
www.kem.de/ec
Angewandte Maschinenautomation: Lohnt
sich die Automatisierung von Werkzeugmaschinen auch bei Losgröße 1? Wie kann man die Teilezuführung mit dem Griff in die Kiste flexibler
lösen? Wo hilft 3D-Simulation bei der Prozessoptimierung? Wie kann man die Flexibilität von
Industrierobotern durch clevere Greiftechnik,
Portale und Verfahrachsen noch steigern? Diese
Fragen beantwortet das Expertenforum „Angewandte Automation“, das die Automationspraxis am 17. September 2015 beim Systemintegrator RBC in Bad Camberg veranstaltet.
www.automationspraxis.de/
angewandte_automation
Automatisierung prägt Messtechnik-Konferenz: Automated Metrology ist dieses Jahr eines der Kernthemen der GOM 3D Metrology
Conference vom 21. bis 24. September 2015 in
Braunschweig. So erläutern VW und Škoda, wie
sie automatisierte optische Messtechnik von
GOM im Produktionsprozess nutzen. Weitere
Praxisberichte kommen von Adidas, Brose Fahrzeugteile und ZF Friedrichshafen. In den vergangenen Jahren kamen mehr als 600 Teilnehmer
aus 40 Ländern. www.gom-conference.com
KURZ NOTIERT
Teamtechnik vergrößert Denkfabrik
Persönliche Einladung zum Expertenforum
„Angewandte Automation“
Der Montage-Automatisierungsspezialist Teamtechnik
baut seine Kapazitäten im Engineering aus: Das Unternehmen investiert
am Hauptsitz Freiberg am Neckar in den Bau eines
neuen Bürogebäudes. Der Neubau soll bereits Mitte
2016 fertig sein und bietet auf 2585 Quadratmetern
85 Hightech-Arbeitsplätze für hochqualifizierte Engineering-Kräfte sowie Besprechungs- und Konferenzräume. Mit einem Großauftrag von Getrag
Transmission Co. Ltd in Nanchang festigt Teamtechnik zudem seine Marktstellung in Asien. Getrag orderte zwölf Funktionsprüfstände und Setupstationen für die neueste Getriebegeneration, das
7-Gang DCT 300 Getriebe.
www.teamtechnik.com
Promot verdoppelt Betriebsfläche
am 17. September 2015
von 9:30 bis 17:00 Uhr
rbc Fördertechnik GmbH
in Bad Camberg
10 Spezialisten
präsentieren Lösungen zur
Produktivitätssteigerung
Promot Automation verdoppelt mit einem Investitionsvolumen von rund 8 Mio. Euro seine Betriebsfläche am Standort Roitham. Mit der Erweiterung
auf rund 18 000 m2 schafft der Automatisierungsspezialist von Werkzeugmaschinen Raum für künftiges Wachstum. „Die Auftragslage ist gut. Mit dem
Ausbau um weitere 9000 Quadratmeter können wir
unsere Abläufe optimieren, Durchlauf- und Montagezeiten verkürzen und die Anlagenqualität noch
weiter verbessern“, erläutert Promot-Geschäftsführer Hubert Pesendorfer (Mitte). Mit der Erweiterung
der Betriebsfläche will Promot künftig vermehrt
auch Lösungen für mittelständische Unternehmen
anbieten. Hauptabnehmer des umfangreichen Modulbaukastens für Portalroboter und Roboterzellen
sind bislang vorrangig Kunden aus der Automobilindustrie.
www.promot.at
Neff erweitert Produktionsflächen
Sichern Sie sich diesen
Informationsvorsprung!
Programm und Anmeldung unter
www.automationspraxis.de
oder per Mail:
[email protected]
Forum
Angewandte
Automation
17. September 2015
Um seine Produktionsflächen zu erweitern,
fertigt Neff Gewindetriebe aus Weil im
Schönbuch nun zusätzlich am Standort
Heilbronn. In der Ochsenbrunnenstraße 10
werden zukünftig Spindelhubgetriebe der Baureihen M und J bis 50 Tonnen Hubkraft gefertigt und
montiert. Darüber hinaus werden die Schnellhubgetriebe der G-Baureihe mit integrierter Kegelradverzahnung in Heilbronn konfektioniert. Ausgehend von den eigengefertigten Kugelgewindetrieben und Trapezgewindespindeln stärkt Neff damit
seine Position als leistungsfähiger Lieferant im Bereich der mechanischen Antriebstechnik.
www.neff-gewindetriebe.de
mehr online unter: www.automationspraxis.de/news
Informationen, Mitteilungen und Verbandsarbeit
aktiv
Offizielles Organ des Industriemeisterverbandes Deutschland e. V.
IMV Deutschland
IMV Hannover
Wer kann studieren und wie wird das
von wem entschieden?
Toyota – Weltmarktführer unter den
Flurförderzeugherstellern
Grundlegende Voraussetzung für die Bewerbung um einen
Studienplatz ist das Vorhandensein einer Hochschulzugangsberechtigung (HZB).
In Niedersachsen gibt es grob betrachtet zwei Wege, eine
Hochschulzugangsberechtigung zu erlangen:
durch schulische Vorbildung und
·
·
Allgemeine
Hochschulzugangsberechtigung
Fachgebundene
Hochschulzugangsberechtigung
Fachhochschulreife
Schulische Qualifikationen
Berufliche Qualifikationen
Abitur
Gymnasiale Oberstufe
Abendgymnasium
Berufsgymnasium
Kolleg
Fachgymnasium
Berufsoberschule (BOS)
mit zweiter Fremdsprache
Berufliche Vorbildung I
Meisterprüfung Aufstiegsfortbildung (mind. 400
Unterrichtsstunden)
Inhaber eines Befähigungszeugnisses zum nautischen Schiffsdienst
Fachschulabschluss entsprechend „Rahmenvereinbarung über Fachschulen“
(bspw. Gestaltung, Technik oder Heilerziehungspflege)
Abschluss einer landesrechtlich geregelten Fortbildung für Berufe im Gesundheitswesen
·
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Fachgebundene Hochschulreife
Berufsoberschule (BOS) ohne
zweite Fremdsprache
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Fachoberschule
(FOS)
Die Tabelle zeigt, dass bei den Hochschulzugangsberechtigungen (HZB)
zwischen der allgemeinen und der
fachgebunden Hochschulzugangsberechtigung sowie der Fachhochschulreife unterschieden wird.
Das hat folgenden Hintergrund:
mit einer allgemeinen Hochschulzugangsberechtigung kann eine
Person an allen Hochschulen (Universitäten und Fachhochschulen) in
jeder Fachrichtung studieren;
mit einer fachgebundenen Hochschulzugangsberechtigung kann eine Person an allen Hochschulen
(Universitäten und Fachhochschulen) in den Fachrichtungen studieren, die passend zu den Schwerpunkten des Abschlusses sind;
mit einer Fachhochschulreife kann
eine Person an Fachhochschulen in
jeder Fachrichtung studieren und an
Universitäten in entsprechenden
Studienfächern, die einen Fachbezug aufweisen, studieren.
Sollten Ratsuchende (noch) nicht im
Besitz einer HZB sein, ist es vor dem
Hintergrund dieser vielen Möglichkeiten üblich, dass je nach Ressourcen der Person gleich mehrere dieser
·
·
·
durch berufliche Vorbildung.
Innerhalb dieser beiden Wege zeigt dann eine genauere
Betrachtung, dass es eine ganze Reihe von Möglichkeiten
des Erwerbs gibt. In folgender Matrix haben wir versucht,
die Wege zur Hochschulzugangsberechtigung systematisch darzustellen:
·
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·
Berufliche Vorbildung II
„3+3“ – Personen mit mindestens dreijähriger
Ausbildung und mindestens drei Jahren Berufserfahrung
Fachbezogene Hochschulzugangsberechtigung
durch Prüfung – „Z-Prüfung“
·
·
·
·
Industriemeister der IMV Hannover
und der Berufsausbilderverband
Niedersachsen-Bremen e.V. waren
beim 1. Logistikertag des Toyota
Stapler Center Nord (www.toyotaforklifts.de) am 19. Juni 2015 zu
Gast.
Die Toyota Material Handling
Deutschland hat ihren Sitz in Isernhagen bei Hannover. Toyota Material
Handling Deutschland gehört zur
Toyota Industries Corporation (TICO)
und ist im April 2007 aus dem Zusammenschluss von Toyota Gabelstapler
Deutschland und BT Deutschland hervorgegangen. Der Logistikertag fand
in der neuen Zentrale in Isernhagen
statt. 280 Mitarbeiter finden ideale Arbeitsbedingungen, die nach japanischen Prinzipien umgesetzt werden.
plätze erhalten eine optimale Auslastung durch verschiedene, japanische
Strukturen. Flurförderzeuge mit verschiedenen Antrieben oder Sonderausführungen sind auf 10 000 m2 zum
sofortigen Einsatz bereitgestellt, besonders für Großkunden, und beeindruckten die Teilnehmer.
Beim Vortrag durch Sebastian Steinke, Produktspezialist, wurde das System BT Autopilot in einer Life-Vorführung vorgestellt. Stapler, die wie von
Geisterhand gesteuert werden, sind
ein Projekt für die Zukunft. Das Thema Sicherheit hat dabei oberste Priorität und wird u. a. durch optische
Sensoren für die Hinderniserkennung
gelöst.
Sehr informativ war der Vortrag der
Berufsgenossenschaft Handel und
Warenlogistik durch Marcus Gaub
Fachschulabschluss
(bspw. staatl. geprüfter Erzieher)
Wege zur Erlangung der HZB denkbar sind. Die Servicestelle Offene
Hochschule Niedersachsen berät insbesondere Personen mit oder auf dem
Weg zu einem Hochschulzugang
über berufliche Qualifikationen.
Von zentraler Bedeutung ist außerdem, dass keine offizielle Stelle
mehr über das Vorhandensein einer
HZB aufgrund beruflicher Qualifikationen entscheiden muss. Durch das
Niedersächsische Hochschulgesetz
ist eindeutig geregelt, dass bspw. Absolventen einer Aufstiegsfortbildung
oder Absolventen einer dreijährigen
Ausbildung nebst drei Jahren Berufserfahrung
eine
Hochschulzugangsberechtigung besitzen. Ein
Nachweis dieser Qualifikationen ist
notwendig, aber es muss von keiner
Stelle mehr darüber entschieden
werden.
Für den Hochschulzugang über
„3+3“ (fachgebundene HZB) ist ferner wichtig zu wissen, dass die Feststellung der Fachgebundenheit der
jeweils aufnehmenden Hochschule
obliegt. D. h. die Hochschule prüft,
welche Berufe fachgebunden zu den
angebotenen Studiengängen sind. In
manchen Fällen veröffentlichen
Hochschulen die schon entschiedenen Zuordnungen im Internet. Oftmals prüft eine Hochschule die Fachgebundenheit eines Berufes zu einem Studiengang erstmals bei Bedarf, also dann, wenn sich jemand
mit diesem Beruf erstmalig an die
Hochschule wendet. Personen mit
„3+3“ ist daher immer zu empfehlen, mit der Hochschule, idealerweise der Studienberatungsstelle, in
Kontakt zu treten.
Abschließend ist zudem darauf hinzuweisen, dass der Hochschulzugang lediglich eine grundlegende
Voraussetzung für ein Studium ist.
Erst im zweiten Schritt, dem sogenannten Zulassungsverfahren, werden die Studienplätze vergeben. Wie
die Chancen in diesem Verfahren jeweils stehen, hängt von vielen Faktoren ab, bspw. können das sein: das
Erfüllen weiterer Zulassungsvoraussetzungen, die Note der HZB, Wartesemester, Zulassungsprüfungsergebnisse, die aktuelle Nachfrage nach
Studienplätzen etc.
In Niedersachsen führen insofern viele Wege in ein Studium.
AK Bildung/Detlef-Michael Haarhaus
Experten mit interessanten Themen
erklärten Händlern, Unternehmen
und auch Industriemeistern diverse
Neuerungen aus dem Bereich der
Flurförderzeuge. Den Auftakt machte
Lithium-Ionen Experte Dr. Karsten
Schirm von der Triathlon Batterien
GmbH. Durch die Technologie wiederaufladbarer Lithium-Ionen-Batterien in Flurförderzeugen erhält die
Branche einen deutlich technischen
Impuls: „Die Branche wird zum
Schrittmacher für Lithium-Ionen”, erklärt Schirm. Bei einer Probefahrt mit
dem Tesla S, eine Evolution im Autobau, erlebten einige Teilnehmer die
andere Welt der Lithium-Ionen-Batterietechnologie.
Der anschließende Rundgang führte
durch den aktiven Geschäftsbereich,
der sich durch Kundenfreundlichkeit
auszeichnet. Im Montagebereich
wird bei der täglichen Aufgabenverteilung mit Auswertung vom vergangenen Tag begonnen. Die 35 Arbeits-
speziell für die Industriemeister. Seit
dem 1. Juni ist die neue Betriebssicherheitsverordnung in Kraft. Eine
zentrale Veränderung in §4 (1), (2) ist
die Verpflichtung, Schutzmaßnahmen nach dem Stand der Technik zu
treffen. Der Einsatz von Assistenzsystemen ist eine hervorragende Lösung,
um die Unfallquoten von Personen,
die durch Absteigen, Kippen des
Staplers, Rückwärtsfahren sowie Beschädigung des Transportguts verletzt werden könnten, zu minimieren
und zu verhindern.
Verschiedene visuelle und akustische
Warneinheiten, wie auch die aktiven
Regelungssysteme, etwa das System
für Aktive Sicherheit (SAS) von Toyota Material Handling, tragen zu mehr
Sicherheit bei. Dieser Logistiktag
wird sicherlich ein Höhepunkt des
Jahres 2015 für die IMV Hannover
sein.
M. Jendro/B. Paschke
September 2015 imv aktiv I
IMV Deutschland – Serie
Sommerzeit – Urlaubszeit
Ein Beitrag zu den Grundsätzen
der Urlaubsgewährung nach dem
BUrlG.
Jeder Arbeitnehmer hat in jedem Kalenderjahr Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub, so der (vermeintlich)
klare Wortlaut des § 1 BUrlG. Vermeintlich klar deshalb, da es immer
wieder Arbeitgeber gibt, die meinen,
für geringfügig beschäftigte Arbeitnehmer oder Aushilfskräfte gelte dies
nicht. Festzuhalten ist aber, dass
grundsätzlich alle Arbeitnehmer vom
Anwendungsbereich des Bundesurlaubsgesetzes erfasst werden.
Zeitpunkt des Urlaubs
Bei der zeitlichen Festlegung des Urlaubs hat der Arbeitgeber gemäß § 7
Abs. 1 BUrlG die Urlaubswünsche des
Arbeitnehmers zu berücksichtigen. Es
ist also zunächst Sache des Arbeitnehmers, seinen Urlaubswunsch hinsichtlich Zeitpunkt und Dauer zu äußern.
Der Arbeitgeber hat diesem Urlaubswunsch grundsätzlich nachzukommen. Eine Ablehnung ist nur aus zwei
Gründen möglich: Zum einen können
dringende betriebliche Belange der
Berücksichtigung
entgegenstehen.
Dies können z. B. unvorhersehbare
Personalengpässe durch einen zusätzlichen unerwarteten Auftrag oder die
Anordnung einer Urlaubssperre für
besonders arbeitsintensive Zeiträume
sein. Dringende betriebliche Belange
liegen aber nicht bereits dann vor,
wenn die Berücksichtigung des vom
Arbeitnehmer geäußerten Wunsches
zu Störungen im Betriebsablauf geführt. Diese treten immer bereits dann
auf, wenn ein Arbeitnehmer fehlt.
Zum anderen können die Urlaubswünsche anderer Arbeitnehmer, die
unter sozialen Gesichtspunkten den
Vorrang verdienen, der Berücksichtigung der Urlaubswünsche des Arbeitnehmers entgegenstehen. Die Urlaubswünsche anderer Arbeitnehmer
können eine Ablehnung durch den Arbeitgeber nur dann rechtfertigen,
wenn aufgrund dringender betrieblicher Belange nicht alle Urlaubswünsche erfüllt werden können. Muss der
Arbeitgeber aber aus betrieblichen Belangen Urlaubsanträge ablehnen,
muss er nun abwägen, wessen Urlaubswunsch unter Berücksichtigung
sozialer Belange den Vorrang verdient.
Dazu gehören insbesondere Urlaubsmöglichkeiten des Partners und der
Kinder. Eine Ablehnung des Urlaubswunsches des Arbeitnehmers aus den
genannten Gründen ist aber nicht
möglich, wenn er den Urlaub im Anschluss an eine Maßnahme der medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation verlangt. In diesen Fällen muss der
Arbeitgeber dem Urlaubswunsch des
Arbeitnehmers nachkommen.
Zusammenhängende Gewährung
Grundsätzlich muss der Urlaub zusammenhängend gewährt werden,
§ 7 Abs. 2 BUrlG. Eine Teilung des Urlaubs ist nur dann zulässig, wenn entweder dringende betriebliche oder in
der Person des Arbeitnehmers liegende Gründe eine Teilung erforderlich
machen. Wird der Urlaub aus diesen
Gründen nicht zusammenhängend
II imv aktiv September 2015
gewährt, so muss aber einer der Urlaubsteile mindestens zwölf aufeinanderfolgende Werktage (bei einer 6-Tage Woche) umfassen, sofern der Arbeitnehmer Anspruch auf Urlaub von
mehr als zwölf Werktage (bei einer
6-Tage Woche) hat. Für die Einhaltung
dieser Vorgaben ist der Arbeitgeber
verantwortlich. Werden sie nicht eingehalten, wurde der Urlaub des Arbeitnehmers nicht ordnungsgemäß erfüllt. Er könnte noch einmal verlangt
werden.
Nachträgliche Änderungen
Hat der Arbeitgeber den Urlaub genehmigt, ist er an diese Freistellungserklärung auch gebunden. Diesen einmal genehmigten Urlaub kann der Arbeitgeber nur im Ausnahmefall wieder
beseitigen. Es müsste eine Situation
vorliegen, bei der die Arbeitskraft eines bestimmten Arbeitnehmers für einen bestimmten Zeitraum unbedingt
benötigt wird und es für den Arbeitgeber unzumutbar wäre, an der Urlaubsgewährung festhalten zu müssen. Das
Fehlen des Arbeitnehmers müsste
quasi zum Zusammenbruch des Unternehmens führen. Genauso wenig
kommt ein Rückruf des Arbeitnehmers aus dem bereits angetretenen Urlaub in Betracht. Es ist dem Arbeitgeber grundsätzlich nicht möglich,
durch einseitige Erklärung die Befreiung von der Arbeitspflicht wieder zu
beseitigen. Daher ist der Arbeitnehmer auch nicht verpflichtet, seine Urlaubsanschrift zu hinterlassen. Unterbrechen Arbeitnehmer ihren Urlaub
und folgen damit einem Rückruf, so
geschieht dies in der betrieblichen
Praxis regelmäßig freiwillig im Einvernehmen mit dem Arbeitgeber.
Übertragung des Urlaubs
Da der Arbeitnehmer sich im laufenden Kalenderjahr von der in diesem
Kalenderjahr geleisteten Arbeit soll erholen können, muss der Urlaub im
laufenden Kalenderjahr gewährt und
genommen werden, § 7 Abs. 3 BUrlG.
Eine Übertragung des Urlaubs auf das
nächste Kalenderjahr soll nur ganz
ausnahmsweise geschehen und ist daher nur statthaft, wenn entweder drin-
gende betriebliche oder in der Person
des Arbeitnehmers liegende Gründe
die Übertragung rechtfertigen. Zum
Vorliegen dringender betrieblicher Belange gilt das bereits oben zum Zeitpunkt des Urlaubs Gesagte. In der Person des Arbeitnehmers liegende Gründe liegen hauptsächlich in einer Erkrankung des Arbeitnehmers. Wurde
der Urlaub aus einem dieser Gründe in
das nächste Kalenderjahr übertragen,
so muss der Urlaub in den ersten drei
Monaten des folgenden Kalenderjahres gewährt und genommen werden.
Die Verfallfrist von drei Monaten gilt
allerdings dann nicht, wenn der Urlaub wegen einer (Langzeit-)Erkrankung des Arbeitnehmers übertragen
wurde. In diesen Fällen verlängert sich
der Übertragungszeitraum um ein
Jahr, so dass beispielsweise aus dem
September
03.09.2015
Stammtisch Gaststätte „Am Stern“
Duisburg
13.09.2015
Studienfahrt Normandie
13. – 20. 09.2015
Duisburg
offen
Betriebsbesichtigung
Würzburg
24.09.2015
Refa-Thema siehe:
www.imvvelbert-niederberg.de
Velbert
24.09.2015
IMV-Treff
Hagen
30.09.2015
Vorstandssitzung
Duisburg
22.10.2015
IMV-Treff
Hagen
offen
Tagesfahrt
Würzburg
25.10.2015
Sitzung des erweiterten Vorstands
Landesverband-NRW
Duisburg
28.10.2015
Vorstandssitzung
Duisburg
30.10.2015
Vortrag: Persönlichkeit
Velbert
05.11.2015
Stammtisch Gaststätte „Am Stern“
Duisburg
19.11.2015
IMV-Treff
Hagen
offen
Vortrag KBA Würzburg
Würzburg
20.11.2015
Gänseessen in der Bürgerstube
Velbert
25.11.2015
Vorstandssitzung
Duisburg
25.11.2015
Vortrag. Arbeitsrecht und aktuelle
Rechtssprechung
Velbert
Oktober
November
Jahr 2014 wegen Krankheit übertragener Urlaub erst zum 31.3.2016 verfällt.
Dies gilt auch dann, wenn der Arbeitnehmer über den 31.3.2016 hinaus
weiter arbeitsunfähig krank ist.
Es ist aus Arbeitnehmersicht zu hoffen
und aus Arbeitgebersicht unerlässlich,
dass diese Vorgaben seitens der Arbeitgeber auch eingehalten werden.
Aus Sicht des Arbeitnehmers ist zu bedenken, dass er natürlich die Möglichkeit hätte, seine Ansprüche gegenüber
dem Arbeitgeber auch gerichtlich
durchzusetzen. Dazu werden aber die
wenigsten in einem laufenden Arbeitsverhältnis bereit sein. Aus Sicht
des Arbeitgebers ist zu bedenken, dass
der Urlaub für den Arbeitnehmer eine
ungemein wichtige Zeit ist, in der er
sich von der geleisteten Arbeit erholen
kann und soll. Man muss kein Prophet
sein, um unmittelbare Zusammenhänge zwischen der Motivation einer
Belegschaft, dem Krankenstand und
dem Funktionieren der Urlaubsgewährung zu sehen.
Ledfuß Rechtsanwälte
www.ledfuss.de
LV NRW
Europass Lebenslauf:
Neue Funktion zur Beschreibung
von digitalen Kompetenzen
Seit Juni 2015 gibt es eine neue
Funktion im Europass Lebenslauf
zur Dokumentation von digitalen
Kompetenzen. Es basiert auf einem
gemeinsamen Referenzrahmen für
digitale Kompetenzen, der vom
Joint Research Center im Auftrag
der EU-Kommission mit Unterstützung der Mitgliedsstaaten entwickelt wurde. Der Referenzrahmen kann genutzt werden, um
Kompetenzen bei der Nutzung der
Informations- und Kommunikati-
imv-aktiv
onstechnologie zu bewerten. Hierfür definiert der Referenzrahmen
auf verschiedenen Niveaus Kompetenzen in den Bereichen Datenverarbeitung, Kommunikation, Erstellung von Inhalten, Sicherheit
und Problemlösung.
Internet:
https://europass.cedefop.europa.eu/editors/de/cv/compose
Peter Falck
Kontakt zu den IMV-Verbänden: www.imv-deutschland.de/organisation
IMV Deutschland
Aktuelle Zahlen zum
demographischen Wandel – bis
auf Gemeindeebene
In den kommenden Jahren wird sich
die Bevölkerungsstruktur spürbar
verändern. Das Durchschnittsalter
steigt und der Pflegebedarf nimmt
zu. Während die Städte eher wachsen, dünnt der ländliche Raum weiter aus. Diese ungleiche Verteilung
stellt die Kommunen vor ganz unterschiedliche Herausforderungen.
Deutschland wird bis zum Jahr 2030
um mehr als eine halbe Million Einwohner schrumpfen. Das zeigt eine
Bevölkerungsprognose aus dem Datenportal „Wegweiser Kommune“
der Bertelsmann Stiftung. Für die
Studie wurde die zahlenmäßige Entwicklung der Bevölkerung für Städte
und Gemeinden ab 5.000 Einwohner
sowie aller Landkreise berechnet.
Demnach werden in 15 Jahren trotz
zu erwartender hoher Zuwanderung
nach den Berechnungen der Bertelsmann Stiftung in Deutschland nur
noch 79,97 Millionen Menschen leben, 0,7 Prozent weniger als 2012.
Der Bevölkerungsrückgang verteilt
sich alles andere als gleichmäßig.
Die einzelnen Bundesländer und Regionen nehmen sogar eine teils gegensätzliche Entwicklung. Während
Sachsen-Anhalt (– 13,6 Prozent),
Thüringen (– 9,9 Prozent) sowie
Mecklenburg-Vorpommern und das
Saarland (je – 7,9 Prozent) einen beachtlichen Teil ihrer Bevölkerung
verlieren, werden andere Länder
wachsen. Die Stadtstaaten Berlin (+
10,3 Prozent), Hamburg (+ 7,5 Prozent) und Bremen (+ 1,0 Prozent)
gewinnen ebenso an Einwohnern
wie die Flächenländer Bayern (+ 3,5
Prozent), Baden-Württemberg (+
2,1 Prozent), Hessen (+ 1,8 Prozent) und Schleswig-Holstein (+ 0,4
Prozent).
Vor allem für viele Gemeinden im
ländlichen Raum dürften die Folgen
des Bevölkerungsrückgangs dramatisch werden. In einigen Landkreisen
der neuen Bundesländer sinkt die
Einwohnerzahl um mehr als ein
Viertel, während beispielsweise im
Raum München, Rhein-Neckar oder
Berlin ein Anstieg der Einwohnerzahl um mehr als ein Viertel erwartet
wird.
Generell setzt sich der Trend fort:
Städtische Regionen wachsen, der
ländliche Raum verliert. Es wird für
die schrumpfenden und alternden
Regionen immer schwieriger, eine
gute Infrastruktur zu gewährleisten.
AK Bildung Detlef-Michael Haarhaus
IMV Ulm/Neu-Ulm
IMV Velbert-Niederberg
Erhard by Talis in Heidenheim
– Armaturen für Großanlagen
Lokalnachrichten gegen Geld?
An einem Donnerstagnachmittag
gegen 14:30 Uhr haben wir uns an
dem Haupteingang der Firma eingefunden. Es erschienen doch
mehr als erst erwartet, wir waren
sogar über 20 Besucher. Wir wurden von Klaus Joas, der uns durch
seinen Betrieb führte, freundlich
empfangen.
hat eine schwierige Zeit hinter sich.
Durch den häufigen Wechsel der Inhaber und Firmenchefs, wurde die
Firma gesund geschrumpft und viele
Mitarbeiter konnten nicht mehr beschäftigt werden.
Die Hallen waren sehr geräumig und
ordentlich, es war aber auch zu erkennen, dass einige Gerätschaften abge-
Einblick auf die jeweilige Funktionsweise, ausgestellt waren.
Doppelexzentrische Absperrklappen „Erhard Roco wave“
Drosselrückschlagventile
Ringkolbenventile
Plattenschieber
Kugelhähne
Regelventile
·
·
·
·
·
·
Nach dem wir uns in die Schutzkleidung (Schutzbrille, Warnweste und
Stahlkappenüberzieher)
hineingezwungen hatten, ging es auch
schon los.
Die erste Station war die Endmontage.
Wir haben dort begonnen, bevor die
Mitarbeiter dieser Abteilung Feierabend machen. Dort werden die einzelnen Armaturen bestückt und zusammengesetzt und der Druckprüfung unterzogen.
Unter anderem haben wir die große
Dreherei mit vielen Automaten,
Sandstrahlgeräten, Emaillieranlage,
Lackiererei und Qualitätskontrollen
zu Gesicht bekommen. Die Firma
baut wurden und nicht
mehr vor Ortwaren.
Herr Joas hat uns die
verschiedenen Bereiche
sowie auch die entsprechenden Bauteile gut
erklärt. Es war sehr interessant und hat auch
großen Spaß gemacht. Am Ende unserer Betriebsbesichtigung hat er
uns den Kunden-Anschauungsraum
gezeigt, in dem viele Armaturenmodelle, teilweise aufgeschnitten, mit
Die Firma Erhard ist einer der weltweit bedeutendsten Hersteller von
Wasserarmaturen.
Das Teilespektrum reicht von der
Hausanschlussarmatur bis zur Armatur für Kraftwerke in den Nennweitenbereichen von DN 40 bis
3600.
Es war eine sehr spannende Betriebsführung, die uns viel Freude
bereitet hat!
Alexandra Mackh
Taeglich.ME ist das aktuellste Nachrichtenportal für den Kreis Mettmann
– so verkünden es die Macher. Doch
was verbirgt sich hinter der Werbeaussage? Taeglich.ME ist eine Tageszeitung, genauer gesagt, eine regionale Tageszeitung im Internet. Die
Nachrichten gibt es nicht in Papierform, dafür aber an 365 Tagen im Jahr
– immer aktuell. Die „Zeitung" ist
nicht kostenlos; denn aktuelle, von
erfahrenen Redakteuren recherchierte und professionell aufbereitete Informationen, die auf einer komfortablen und nicht mit Werbung überfrachteten Seite erscheinen, sind nun
mal nicht kostenlos zu bekommen.
Der Jahresabo-Preis ist mit 60 Euro eine gute alternative zur herkömmlichen Tageszeitung.
Die Qualität aller gedruckten Blätter
ist stark zurückgegangen. Die Einnahmenverluste durch die Internetkonkurrenz im Bereich Werbung und
Kleinanzeigen wurden nur zu oft mit
Preiserhöhungen kompensiert. Man
versprach sich auch Ersparnisse
durch die Zusammenlegung der Redaktionen und prekäre Beschäftigung
der Journalisten. Ein wichtiger
Aspekt ist auch die Selbstzensur der
gesamten deutschen Zeitungslandschaft, der angeblichen Qualitätspresse. Das Ergebnis ist eine öde Zeitungslandschaft, bei der sich die Blätter wie zwei Klonschafe unterscheiden.
Die große Politik gibt es bei Taeglich.ME nicht. Die Zeitung aus dem
Kreis Mettmann bietet einen umfangreichen Veranstaltungskalender. Die
Termine werden mit den dazugehörigen Beiträgen verlinkt, so erhält man
wichtige Hintergrundinformationen.
Hier findet man alles; Kunst und Kultur, Straßenfeste, Sport und die zahlreichen Aktivitäten der örtlichen Vereine. Die Macher sind Lokalredakteure aus Leidenschaft, und stets unterwegs auf der Suche nach den besten
Lokalgeschichten. Seit dem 9. November 2014 berichten die Redakteure digital. Dabei ist es kein Ableger eines großen Verlages, sondern eine eigenständige Schöpfung von vier erfahrenen Zeitungsjournalisten und
einem Mediengestalter. Die Idee für
eine lokale Internet-Abo-Zeitung
stieß deutschlandweit auf großes Interesse. Man wünscht den Redakteuren, dass sich der Achtungserfolg
auch
wirtschaftlich
bemerkbar
macht. Die Arbeit von Taeglich.ME
stellte Lokalredakteur Thomas Reuter
bei der IMV Velbert Niederberg vor.
Andreas Galenski
HVS – Hans-Viessmann-Schule
Werkzeugmechanikerklasse der HVS besucht
Schweißtechnikhersteller EWM
Eine Exkursion der besonderen Art
unternahmen die 19 Auszubildenden
der Werkzeugmechanikerklasse mit
den beiden Fachlehrern Kurt Naumann und Henning Schwarz der
Hans-Viessmann-Schule zur Firma
EWM AG nach Mündersbach im Westerwald. Als größter deutscher Hersteller und einer der weltweit bedeutendsten Anbieter von LichtbogenSchweißtechnik präsentierte sich das
Unternehmen den Besuchern mit
praktischen Übungen zur Schweißtechnik und zur Platinenbestückung.
Vorausgegangen waren bereits mehrere Workshops der Firma EWM an
der Hans-Viessmann-Schule im Rahmen der technischen Weiterbildung
(zuletzt im März 2014) sowie die
Übereichung
eines
innovativen
Schweißgeräts für Ausbildungszwecke. Darüber hinaus entstand die
Idee, berufliche Kompetenzen durch
gegenseitige Besuche von Schülern
und Auszubildenden zu verbessern.
Auf Einladung der Firma EWM fand
nun ein erster Besuch durch eine Berufsschulklasse der Hans-ViessmannSchule im Stammwerk der Firma
EWM in Mündersbach statt.
Nach der Vorstellung des Unterneh-
konnten. Hier kam es insbesondere
auf Geschicklichkeit sowie das Verstehen und Umsetzen der Planvorgaben an. Nach einem gemeinsamen
Mittagessen folgte auf dem Heimweg
zurück nach Frankenberg noch die
Besichtigung des Unternehmens Weberit Werke Dräbing GmbH in Wissen
(Westerwald), das Kunststoffteile
durch Blasformen herstellt. Hierbei
Lötübung: blinkydu
Auszubildende (Werkzeugmechaniker) der HVS mit Mitarbeitern
der EWM AG (links Dieter Kocab, EWM)
mens durch Herrn Kocab (Assistent
der Geschäftsleitung) und dem Ausbildungsleiter Herrn Meyer folgte ein
Rundgang durch die Forschungs- und
Entwicklungsabteilung. Hier überzeugten besonders das Roboterschweißen mit hohen Schweißgeschwindigkeiten bei höchster Qualität der Schweißnähte sowie die
technisch anspruchsvollen Schweißverfahren, wie z. B. das einseitige
Auszubildender Felix Blume
bei einer Schweißübung
Durchschweißen von Kehlnähten bei
großen Materialstärken.
Bei den folgenden praktischen Übungen konnte jeder Auszubildende unter
Anleitung
anspruchsvolle
Schweißübungen selbst vornehmen
sowie eine Lichtblinkplatine (blinckydu) bestücken und löten. Ein be-
sonderes Highlight war das Schweißen einer Edelstahlverbindung mit einem 10 mm Spalt, das auch bei den
Auszubildenden auf Anhieb klappte.
Mit Unterstützung der Auszubildenden von EWM wurden individuelle
Blinklichtschaltungen erstellt, die mit
nach Hause genommen werden
beeindruckten besonders die Produktvielfalt und die eingesetzten
Blaswerkzeuge.
Am folgenden Berufsschultag zogen
alle Auszubildenden mit ihren Lehrern ein sehr positives Fazit zur Exkursion, wobei die hervorragende Organisation seitens EWM und das
selbstständige Ausprobieren verschiedenen Schweißverfahren und
Lötübungen für eine lehrreiche Erfahrung und eine kurzweilige Klassenfahrt sorgten.
Kurt Naumann/HVS
September 2015 imv aktiv III
IMV Schwarzwald
Besichtigung der Ketterer Brauerei in Hornberg
Wie wird eigentlich ein Bier hergestellt? Das haben wir bei einer
Brauereibesichtigung am 29. April
2015 im Schwarzwald erfahren.
Das Wasser bildet mit etwa 92 % den
Großteil eines Bieres – keine Frage also, dass es auch Einfluss auf dessen
Qualität und Geschmack hat. Umso
schöner zu wissen, dass Ketterer Bier
aus reinem Quellwasser gewonnen
wird, das als natürliches Mineralwasser anerkannt ist und gänzlich unbehandelt und naturrein eingesetzt werden kann. Der Stollen, aus dem das
Wasser kommt, wurde vor 1600 n.
Chr., wahrscheinlich schon zur Römerzeit, mit der Hand in den Berg geschlagen – sagenhafte 130 m tief.
Hopfen, Malz, Hefe, Wasser, das sind
die Zutaten nach dem deutschen
Reinheitsgebot, erlassen von Wilhelm IV. „dem Standhaften“ am 23.
April 1516. Nach diesem ältesten
noch gültigen Lebensmittelgesetz der
Welt dürfen zur Bereitung von Bier
ausschließlich die oben genannten
Zutaten verwendet werden.
Hopfen und Malz stammen aus integriert kontrolliertem Anbau ganz aus
der Nähe. Die Braugerste, die später
zu Gerstenmalz vermälzt wird,
kommt aus Regionen möglichst nahe
der Brauerei, der Hopfen aus dem Bodensee-Städtchen Tettnang. Im einzigen Hopfen-Anbau-Gebiet BadenWürttembergs gedeiht nämlich eine
besonders aromatische Sorte.
Das Sudhaus ist das „Herz der Brauerei". Das geschrotete Malz wird in der
unteren Kupferpfanne mit Brauwasser innig gemischt (in der altüberlieferten Brauersprache: eingemaischt)
und in verschiedenen Temperaturstufen erwärmt. Enzyme, die auf natürliche Weise beim Mälzen gewonnen
wurden, bauen Stärke und Eiweißstoffe ab und machen sie löslich. Die
unlöslichen Malztreber werden mit
Hilfe des oberen Kupferkessels, des
Läuterbottichs, von der gewonnenen
Würze getrennt (abgeläutert). Diese
Würze wird in der Sudpfanne gesammelt und unter Zugabe des Hopfens
gekocht.
Vom Sudhaus wird die heiße Würze
in den Whirlpool gepumpt (ausgeschlagen). Dort setzen sich die
beim Kochen ausgeschiedenen Eiweißbestandteile und die unlöslichen
Hopfenrückstände (Trub) ab. Die
blanke, noch heiße Würze wird abgezogen und im Plattenkühlapparat abgekühlt. Im Hefekeller wird der kalten Würze vitale Bierhefe zugegeben,
belüftet und dieses Würze/Hefege-
misch umgepumpt in
den Gärkeller.
Nach der Hefegabe
kommt die Gärung in
den
Edelstahltanks
des Gär- und Lagerkellers so richtig in
Schwung. Die erste,
intensive
Gärstufe
wird Hauptgärung genannt. An deren Ende
steht das Jungbier, das
zur
vollkommenen
Reife in die Lagertanks
gepumpt (geschlaucht) wird. Dort
geht die Gärung langsam weiter
(Nachgärung). Bei tiefen Temperaturen klärt sich das Bier zur vollkommenen Geschmacksabrundung.
Im Filterkeller wird das Bier schonend kristallklar gefiltert, um nicht
zu viele Geschmacksstoffe herauszunehmen. In der Fassfüllerei werden
die Kegs (Fässer) intensiv außen und
innen gereinigt und mit heißem
Dampf sterilisiert. An der letzten Station wird das Fass mit Kohlensäure
unter Druck (vorgespannt) und das
Bier vorsichtig und ohne Schaumentwicklung eingeströmt. Das Keg rollt
dann zur Stapelung und zum Versand.
Die leeren Flaschen kommen in den
Kästen von der Lagerhalle in die Flaschenfüllerei, werden dort ausgepackt und gelangen zur Flaschenwaschmaschine. Nach 20 Minuten
verlassen die Flaschen sauber und
keimfrei die Maschine. Durch moderne Technik gelingt es, umweltscho-
nend zu reinigen. Die Flaschen werden elektronisch und optisch auf Sauberkeit geprüft und laufen dem Flaschenfüller zu.
Um frisch zum Kunden zu kommen,
soll das Bier nach der Gärung möglichst keinen Sauerstoff mehr aufnehmen. Deshalb werden auch die Flaschen unter Kohlensäuredruck gesetzt. Unter diesem Druck strömt das
Bier langsam und ohne Schaumentwicklung in die Flasche. Und schon
wird sie verschlossen. Anschließend
läuft die Flasche in die Etikettiermaschine.
Die Voll- und Leerguthalle dient der
kurzen, bis zum Versand erforderlichen Zwischenlagerung. Hier wird
kommissioniert nach den eingegangenen Bestellungen, beladen, und die
Ketterer Lkws sorgen dafür, dass sie
auf schnellstem Wege in den Markt
kommen.
Die wichtigsten Produkte sind: Flasche Edel, Fläschle Stout, Fläschle
Zwickel, Fläschle Hornberger Schuss,
Ur Weiße Dunkel.
Die Energie für die Brauerei wird autark durch eine Hackschnitzelanlage
gewonnen, Ketterer Bier war
Deutschlandweit die erste Brauerei,
die dies erfolgreich umgesetzt hat.
An dieser Stelle bedankt sich die IMV
Schwarzwald bei der Brauerei Ketterer für den sehr herzlichen Empfang
und die kompetente und ausführliche
Führung sowie den Umtrunk.
Reinhold Huber
IMV Schwarzwald
Besichtigung des Motorradzubehör-Herstellers Touratech AG
Wie können Motorräder aufgerüstet werden? Wo bekommt man
diese? Das kann man bei einer
Shoppingtour in Niedereschach
oder im Internet unter www.toura
tech.de erfahren.
Wir konnten uns vor Ort bei einer
Produktionsbesichtigung von der tiefen Fertigung und dem hohen Qualitätsstandard von Touratech überzeugen. Es gibt 7000 Artikel auf 1000 Seiten Katalog. Wenn es um Reisen und
Motorrad geht, fällt unweigerlich der
Name Touratech. Was an einem
simplen Wohnzimmertisch begann,
zählt heute weltweit zu den führenden Unternehmen in dieser Branche.
Als Herbert Schwarz seinen ersten
Tripmaster für den Eigenbedarf entwickelte, ahnte er noch nicht, dass er
nur wenige Jahre später zusammen
mit Jochen Schanz Chef einer Firma
sein würde, die heute am Standort
Niedereschach
am
Rand
des
IV imv aktiv September 2015
Schwarzwalds ca. 290 Mitarbeiter beschäftigt und die sich mit innovativen
Ideen und praxiserprobtem Zubehör
rund ums Motorrad weltweit einen
Namen gemacht hat: die Touratech
AG. Es gibt in vielen Ländern eine
Vertriebsschiene.
Ursprung der Touratech-Produkte
waren der erste beleuchtete Fahrradtacho und selbst gebaute Alukoffer
für Touren nach Afrika, in den Nahen
Osten, die USA und nach Nordeuropa. 1990 wurde der erste IMO, ein
wasserdichter Motorradcomputer mit
vielen Funktionen entwickelt, mit
dem die frisch gegründete Touratech
GbR auf dem Markt Fuß fasste. Geboren aus der Erfahrung vieler Reisekilometer, werden ständig weitere Produkte entwickelt und optimiert: Touratech bringt für alle neuen BMW-Enduros sofort zu ihrem Erscheinen spezielles Zubehör heraus, stellt neue
Mitarbeiter ein, bezieht ein großes
Produktionsgebäude und wird 1999
in eine AG umgewandelt. Heute
reicht die Bandbreite der Produkte
von elektronischen Navigationshilfen
inklusive rallyeerprobter Halterungen über Zubehör und Spezialteile
für alle aktuellen BMW-Enduros sowie auch für Reiseenduros anderer
Marken bis hin zu einer umfangreichen Outdoor-Abteilung. Komplette
Umbauten wie beispielsweise die
„ReVamp" gehören ebenfalls zum
Programm der Touring- und OffroadSpezialisten aus dem Schwarzwald.
Die Produktion wurde in den vergangenen Jahren in rasantem Tempo aufgebaut; zum Einsatz kommen hochmoderne Fertigungsmethoden. Nach
der 2007 erfolgten Erweiterung des
Firmengeländes werden Kunden und
Interessierten in einem 800 Quadratmeter großen Shop ständig eine große
Auswahl reisetauglich ausgerüsteter
Motorräder sowie Ausstattung und
Outdoor-Equipment präsentiert.
Geblieben ist die Begeisterung fürs
Motorradfahren und für Reisen in ferne Länder: Angeboten wird nur, was
sich in der Praxis bewährt hat! So realisierte Touratech 2007 in enger Zusammenarbeit mit BMW Motorrad
die weltweit erste Abenteuer-Motorradreise mit einer BMW F 800 GS:
Herbert und Ramona Schwarz, Frau
Schwarz auf der G 650 Xchallenge,
umrundeten in vier Wochen den
Victoria-See in Südafrika – nach Reisen durch Tibet, Namibia, Bolivien,
Mexiko und einer Offroad-Durchquerung der USA ein weiteres Großprojekt, das unter dem Titel „Das Ende
der Regenzeit“ filmisch festgehalten
wurde.
Getestet wird aber auch unter härtesten Bedingungen auf Rallyes und im
Endurosport, zum Beispiel bei der Paris-Dakar. Hier hat es Touratech 2002
als erstes Team in der Geschichte der
legendären Wüstenrallye geschafft,
zwei Motorräder mit Einspritzanlage
ins Ziel zu bringen. Da im Sporteinsatz selbst kleinste Unstimmigkeiten
gnadenlos aufgedeckt werden, gibt es
seit 2005 ein eigenes Race-Team. Die
dabei gewonnen Erkenntnisse fließen
direkt in die Arbeit ein, wobei aber
auch auf eine ansprechende Optik geachtet wird: Die Neuentwicklungen
verbinden Dynamik mit Individualität, Sportlichkeit und Leichtigkeit.
Davon können auch die Fahrer von
Tourenmotorrädern profitieren: Die
Touratech-Streetline bringt viele Ideen für noch mehr Fahrspaß auf
Asphalt.
Diese Begeisterung spiegelt sich in einer sehr modernen Produktion mit
neuester Technologie wieder. Wir waren alle begeistert wie kleinste Stückzahlen und große Stückzahlen händisch oder vollautomatisch mit Robotern gefertigt werden. Auch die Fertigungstiefe vom Rohmaterial zum
fertig gefinishten Zubehörteil hat uns
überwältigt. Wir konnten uns an einem überdimensional wachsenden
Unternehmen im Schwarzwald erfreuen.
An dieser Stelle bedankt sich die IMV
Schwarzwald bei den Herren
Schwarz und Schanz sowie den Mitarbeitern für den sehr herzlichen
Empfang, die Präsentationen der Motorradzubehörteile und die kompetente und ausführliche Führung in
der Produktion. Wir wünschen der
Touratech AG weiterhin den gleichen
Erfolg.
Reinhold Huber
aktiv
Offizielles Organ des
Industriemeisterverbandes
Deutschland e. V.
www.imv-deutschland.de
Vorsitzender
Otto Piehl
Am Schenkenfeld 30
97209 Veitshöchheim
Tel./Fax IMV 0931/4606738
[email protected]
Stellv. Vorsitzende/imv-aktiv
Regina Wenzl
Am Burggraben 30
85049 Ingolstadt-Gerolfing
[email protected]
Namentlich gekennzeichnete Beiträge
stellen die Meinung des Autors,
nicht unbedingt des IMV dar.
Ich möchte
Mitglied der
IMV werden
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Vorname
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im frankierten Umschlag an
IMV-Deutschland,
Geschäftsstelle
Dietmar Fey,
Vor dem Wald 9,
57299 Burbach
oder per Mail:
geschaeftsstelle@
imv-deutschland.de
IMV Hochrhein
IMV Hannover
Der Knall fehlte ... zum Glück
Große Rollen sorgen für
aktuelle Informationen
Am 05. Mai 2015 besichtigten 14
Mitglieder das Fraunhofer Institut
für Kurzzeitdynamik, Ernst Mach
Institut (EMI) in Efringen Kirchen.
Das Fraunhofer EMI befasst sich
mit der Physik schnell ablaufender,
transienter Prozesse und leitet daraus Lösungen für industrielle Anwendungen ab. Das EMI behandelt
werkstoffübergreifend Impakt,
Stoß und Penetrationsphänomene
in Experiment und Simulation.
Nach einer freundlichen Begrüßung
durch den Abteilungsleiter der Sicherheitstechnologie und Baulicher
Schutz Dr. Alexander Stolz wurden
wir in einem sehr ausführlichen Vortrag über die Philosophie der Fraunhofer-Gruppe mit ihren 66 Instituten
und den ca. 24 000 Mitarbeitern aufgeklärt. Danach wurde uns das EMI,
das am Standort ca. 80 Mitarbeiter
beschäftigt, im Detail erklärt. Der
Physiker Ernst Mach (1838–1916),
der schon regen Briefwechsel mit Albert Einstein hielt, war Namensgeber
des 1949 in Freiburg gegründeten
EMI. Er entdeckte die Machsche
Kopfwelle.
Mit seinem Budget von 2 Mrd. Euro,
das sich zu 30 % durch staatliche/europäische und 70 % aus der Industrie
zusammensetzt, werden 4 Geschäftsfelder betreut.
1. Raumfahrt: Verwundbarkeit von
Satelitten, Schutz bemannter
Raumfahrt durch z. B. Weltraumschrott. Hier wurde u. a. für die
ISS Columbus Knowhow geliefert.
2. Sicherheit: Hochleisungsmaterialien (z. B. Ducon), ein Spezialbeton der u. a. am neuen One WTC
in New York seinen Einsatz fand.
3. Verkehr: Crash-Zentrum für die
Entwicklung von Leichtbaulösungen und Crashstrukturen optimieren, z. B. für Autos.
4. Verteidigung: Schutz und Wirkung balistischer Körper / Militä-
Diesen Vorgang konnten Mitglieder der IMV Hannover, der Ausbilderverband Niedersachsen/Bremen
und Gäste am 27. Februar 2015 bei
der Madsack Mediengruppe in
Hannover/OT Kirchrode hautnah
erleben.
Chrashanlage
Stoßrohr
rische Infrastruktur / technische
Zuverlässigkeit von Systemen.
Die Schwerpunkte liegen hier bei
Stoßwellen und Impaktphysik, Werkstoffforschung (Dynamik), Computational-Physik und Kurzzeit-Messtechnik (von 1 Sekunde abwärts).
Nach dem Vortragsteil ging es dann in
die Praxis über, wo wir an jeder Station von einem neuen Referenten begrüßt wurden. Von dem Stoßrohr,
hier können Betonteile schnell einmal die Form verlieren, ging es in das
Computertomographie 3D-Labor. Anhand eines Überraschungs-Eis wurden uns die Möglichkeiten demonstriert; nie wieder Überraschung, man
sieht alles. Dieses Verfahren kann für
Seecontainer an Häfen eingesetzt
werden. Aber auch Verformungen an
Panzerungen / Beton nach Einschlag
eines Gegenstands, lassen sich so
sehr genau analysieren und dies auch
während eines Crashes.
Über eine kleine Crashanlage gelangten wir zur neu erbauten Anlage, an
der schon viele Testteile, darunter
auch Autos, ihre ursprüngliche Form
verloren haben. Beim Anblick des
neuwertigen Fahrzeugs, das dort für
einen Test bereit stand, tat einem das
Herz weh.
An der letzten Station wurde uns die
Two Stage Light Gasgun präsentiert,
die mit einer Beschleunigung von
Körpern auf 8000 m/s !!! aufwarten
kann. Forschungsaufträge wie u. a.
Kraterbildung nach einem Meteoriten-Einschlag konnten mit ihrer Hilfe
nachkonstruiert werden.
Die Videos, die uns an jeder Station
präsentiert wurden, waren überaus
eindrücklich und ersparten uns womöglich die Lärmbelastung (Two
Stage Gasgun: 8 Kg Sprengpulver).
Wir erlebten wieder einmal einen
hochinteressanten Nachmittag. Bedanken möchten wir uns noch einmal bei den Referenten: Victoria Heusinger, Manuel Heiz, Frau Büchle und
Herr Lexow. Auch ein besonderer
Dank an unser Vorstandsmitglied Johannes Smeets für die (wie immer)
tolle Planung.
Jürgen Sonneberg
IMV Göttingen
Besuch beim Marktführer in der Prothesenherstellung
Am 13.05.2015 hatte die IMV Göttingen die Gelegenheit, die Firma
Otto Bock in Duderstadt zu besichtigen.
20 Mitglieder und Gäste konnten 2
Stunden lang die Orthesen-, Carbon-,
Holz- (es wird nur das leichte Pappelholz verarbeitet) und die Thermoplast-Fertigung ausgiebig in Augenschein zu nehmen. Außerdem sahen
wir die Schmiede (in dem Titan, Alu
und Edelstahl verarbeitet wird), bekamen einen Einblick in die Montage
der Prothesenfertigung und konnten
die Lehrwerkstatt begutachten. Zur
Zeit werden insgesamt 60 Azubis bei
Otto Bock ausgebildet, 30 Azubis erhalten eine kaufmännische und 30
Azubis eine Mechatronik-/Werkzeugbau-Ausbildung.
Natürlich
konnten wir uns auch die Zerspanung und die Fußfertigung ansehen.
Eine „normale“ Prothese besteht aus
90–100 Einzelteilen. Ebenso hat uns
das computergesteuerte Logistikzentrum mit der Lagerkapazität von
Gäste Otto BockBesichtigung
80 000 Transportkisten und 6612 Europaletten beeindruckt. Stündlich
werden bis zu 1000 Pakete zum Versand bereitgestellt. Otto Bock hat
1700 Mitarbeiter in Duderstadt und
weltweit 6000 Mitarbeiter beschäftigt, wurde 1919 in Berlin gegründet
und hat inzwischen 52 Niederlassungen weltweit. Der Name Otto Bock
steht für qualitativ hochwertige und
technologisch herausragende Pro-
dukte und Dienstleistungen. Zur Firmengruppe
gehören die Unternehmen Otto Bock Healthcare (Medizintechnik), Otto Bock Kunststoff und
Technogel (Chemie) sowie Sycor (Informationsund Kommunikationstechnologie).
Mit den fünf Geschäftsbereichen Prothetik, Orthetik, Neurorehabilitation,
Mobility Solutions sowie Medicalcare
ist das Unternehmen bestens aufgestellt und in der Lage, seinen Kunden eine nahezu unvergleichbar breite Produktpalette und umfangreiche
Dienstleistungen anzubieten.
Ulrich Köhler
Carmen Wattenberg von der Abteilung Öffentlichkeit begleitete die Teilnehmer bei einer filmischen Zeitreise
durch die Jahrzehnte. August Madsack gründete 1893 die Gesellschaft
Hannoverscher Anzeiger August
Madsack & Co. (Auflage: 48 000
(Expl/tägl). 1928 wurde das – vom
Architekten Höger entworfene – Anzeiger Hochhaus gebaut. Jetzt ist es
in der Innenstadt ein Wahrzeichen
Hannovers. Nach dem 2. Weltkrieg
Ende der 1940er Jahre schreiben engagierte Journalisten im AnzeigerHochhaus Mediengeschichte. Dort
gründet Rudolf Augstein das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ (1947)
und Henri Nannen den „Stern“
(1948). Kurz darauf folgt am 25. August 1949 die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ), für die Erich
Madsack die Lizenz erhält. Die treue
Leserschaft des Vorgängertitels „Han-
noverscher Anzeiger“ beschert der
HAZ mit etwa 120 000 Expl./tägl. einen erfolgreichen Start. Seit 1974
wird im Druckzentrum, bestehend
aus den beiden zehngeschossigen
Gebäuden, die weit sichtbar sind, sowie in einem angrenzenden Flachbau
gearbeitet. Die Mediengruppe, mit ca.
4500 Mitarbeitern, erarbeitet und
druckt 15 regionale Tageszeitungen
und mehr als 30 Anzeigenblätter. Formatbedingt werden nicht alle Zeitungen in Bemerode gedruckt. Die Madsack Mediengruppe ist derzeit das
viertgrößte Verlagshaus Deutschlands. Die Madsack-Titel, HAZ und
Neue Presse, werden neben vielen
weiteren größeren und kleineren
Printerzeugnissen für In- und Extern
(~ 400 000 – 600 000 Expl./tägl.) im
Druckzentrum in Kirchrode hergestellt und auch von dort ausgeliefert. Außer den Printausgaben gehören noch der Onlinebereich, das Angebot für mobile Endgeräte und diverse Tochterunternehmen (TVN. Citipost…) zur Mediengruppe. Hervorragend ausgebildete Journalisten sor-
gen für einen gelungenen, aktuellen
und komplexen Nachrichten- und Informationsfluss. Die Bereiche Politik,
Wirtschaft, Kultur, Sport u.v.m. werden den Lesern täglich und so zeitnah
wie möglich vermittelt. Das kundenspezifische Anzeigenaufgebot wird
über besondere Computerprogramme aktualisiert. Nach dem Filmvortrag konnten die Teilnehmer – in zwei
Gruppen – den Fertigungsablauf der
HAZ hautnah verfolgen. Die erste
Station zeigt die Druckplattenherstellung. Die Platten werden durch einen
Laser Positiv belichtet. Der Druck erfolgt im Rollenoffset-Druckverfahren
= Absetzdruck! Die Farbe landet von
der Druckplatte erst einmal auf eine
Gummiwalze (=Spiegelschrift ) und
von dort geht es seitenrichtig auf das
Papier
(Plattenverbrauch
tägl.
~1500/2000 Stck.). Die neuesten Informationen für die aktuelle Ausgabe
waren darauf bereits zu sehen. Ein
Teil der riesigen Rotationsmaschinen
war schon am Laufen, so dass die Besucher die Audiogeräte auch gleich
als Hörschutz benutzen konnten. Die
aktuelle HAZ für das weite Umland
befand sich bereits in Produktion. Die
Lagerhalle mit den riesigen über-
einandergestapelten
Papierrollen,
Vorrat für ca. eine Woche, hat erstaunliche Maße. Die größte Sorte
(Breite: 1,60 m) wiegt ~1,5 Tonnen
und bietet Platz für ca. 280 000 Zeitungsseiten. Große Einlegevorratsronden für Reklame, Zusatzhefte
usw. warteten auf das Einlegen in
die anstehende Tages-/Wochenendzeitung. Diese werden über Hängebahnen aus der Rotationsmaschine ankommend komplettiert. Unterschiedlich große Lieferwagen warten
allabendlich zum Abtransport der
aktuellen Zeitungen zu den Verteilerstandorten
(Bhf.,
Flughafen,
Kiosk oder Zeitungszusteller). Ein
Tipp zum Schluss der Besichtigung
von Carmen Wattenberg: Wer die
neuesten Informationen schon vor 6
Uhr morgens lesen möchte, kann die
Zeitung schon ab ca. 22 Uhr am hannoverschen Hauptbahnhof kaufen
oder seine Ausgabe auch schon am
PC, bzw. auf mobilen Endgeräten
abrufen.
Wattenberg / B. Paschke
IMV-Meldung in der Automationspraxis
Eine weitere Meldung des Industriemeisterverbandes
Deutschland e. V. finden Sie auf Seite 19.
September 2015 imv aktiv V
Robotik: Praxis & Trends
Nr. 9 / September 2015
Seite 16
Effizienz durch Zwei-Stationen-Betrieb
Produktionszyklus dauert 10 Sekunden pro Station
Roboter schweißt
Aluminium-Tanks
6000 Werkstücke pro Schicht: Flinker
Kleinroboter an Laserschweißanlage
Beim Schweißen von AluminiumTanks für Lkws setzt das türkische
Unternehmen AKP Otomotiv auf
eine Zwei-Stationen-Roboteranlage von Cloos. Ausgestattet mit moderner Schweißtechnik gewährleistet die Anlage optimale Schweißergebnisse und maximale Effizienz.
Seit Januar ist Comaus kleiner und
flinker Roboter Racer 999 in ersten
Feldeinsätzen. Der Systemintegrator Mgm Robotics nutzt ihn beispielsweise beim Laserschweißen
von Halbschalen für Lager.
Seit der Gründung 1976 wächst AKP
kontinuierlich und beschäftigt mittlerweile mehr als 200 Mitarbeiter. „Zu
unseren Hauptkunden zählen Hersteller wie Mercedes und Ford, die ihre Fertigung in der Türkei weiter ausbauen wollen“, erklärt Betriebsleiter
Ugur Caglar Memis.
Da auch bei Nutzfahrzeugen die
Leichtbauweise an Bedeutung gewinnt, kommen bei AKP verstärkt
Bauteile aus Aluminium zum Ein-
meinsamen Grundrahmen montiert.
Das Gegenlager kann auf dem Grundrahmen automatisiert bewegt werden.
So lässt sich der Abstand zwischen
den beiden Planscheiben auf unterschiedliche Tankgrößen einstellen.
Der Schweißroboter Qirox QRC 350 ist
über Kopf an einem C-förmigen Ständer montiert. Diese Position ermöglicht eine bessere Zugänglichkeit des
Roboters zum Werkstück. Der C-Ständer ist auf einer Bodenfahrbahn montiert, so dass der Roboter in horizontaler Richtung flexibel zwischen den
beiden Stationen bewegt werden
kann.
Zudem ist der Roboter mit dem LaserOnline-Sensor CST Flex D ausgestattet, der die Bearbeitungsstrecke online
während des Schweißens vermisst.
Auf Basis der aktuellen Werte ändert
Die Überkopf-Position
des Roboters ermöglicht
eine optimale Werkstück-Zugänglichkeit. Ein
integrierter Laser-OnlineSensor CST Flex D gewährleistet optimale
Schweißergebnisse
satz. Jedoch stellt das Material eine
besondere Herausforderung für den
Schweißprozess dar, da es recht empfindlich ist. Seit 2012 schweißt AKP
Aluminium-Tanks auf der Roboteranlage aus Haiger. „Einer unserer
Kunden hat uns Cloos als kompetenten Partner zum Schweißen von Aluminium empfohlen“, erzählt Memis.
Mehr als 60 Aluminium-Tanks werden
täglich auf der Roboteranlage geschweißt. Der Aufbau mit zwei Stationen resultiert in einem enormen Zeitgewinn, da die Anlage wechselseitig
beschickt werden kann: Während der
Roboter auf der einen Station das
Werkstück schweißt, kann der Mitarbeiter auf der anderen Seite die geschweißten Tanks entnehmen und die
Vorrichtungen neu bestücken.
Die Roboteranlage besteht aus zwei
Stationen, wo die Aluminium-Tanks
parallel vorbereitet und geschweißt
werden. Der Werkstückpositionierer
mit verschiebbarem Gegenlager ermöglicht ein automatisches Zusammenfügen des Mantels mit Deckel und
Boden des Tanks. Dadurch entfällt das
aufwändige Vorheften der einzelnen
Tankteile.
Die beiden Komponenten des Werkstückpositionierers sind auf einem ge-
das System die Position des Schweißbrenners und passt die Prozessparameter adaptiv an, um Werkstücktoleranzen und Wärmeverzug auszugleichen.
Auch die Mitarbeiter profitieren vom
Einstieg in das automatisierte Schweißen. Da der Schweißroboter die physisch schwere Arbeit erledigt, ist die
Gefährdung durch Lichtbogenstrahlung und Schweißrauch geringer.
Gleichzeitig kann sich der Schweißer
verstärkt auf die Prozessüberwachung
konzentrieren.
Memis ist begeistert, dass er aus Haiger keine Nullachtfünfzehn-Anlage
sondern eine individuelle Problemlösung erhalten hat: „Anstelle eines
Standard-Systems hat uns Cloos eine
individuelle Komplettlösung für unsere anspruchsvolle Schweißaufgabe geliefert.“ Erst kürzlich hat AKP eine
weitere fast baugleiche Roboteranlage
in Betrieb genommen. Derzeit werden
hier noch verschiedene kleinere Bauteile gefertigt. Ab kommendem Jahr
sollen mit der Anlage Stahltanks in Serie geschweißt werden.
Carl Cloos Schweißtechnik GmbH
www.cloos.de
DVS Expo Halle 4A, Stand B11
„Wir sind eine der ersten, die den
Racer 999 verwendet haben“, sagt
Mariano Marchetti, Mgm-Eigentümer. Eingesetzt hat er ihn beispielsweise in einem Betrieb im Piemont.
Um Produktivität und Effizienz seiner Prozesse zu erhöhen, suchte das
Unternehmen eine Lösung zum Laserschweißen von Halbschalen. Marchetti: „Wir schlugen den neuen
Racer 999 vor. Und unser Kunde ist
damit rundum zufrieden.“
Der Roboter holt sich die Halbschalen aus einem manuell bestückten
Werkzeug und bringt sie in den
Schweißbereich der Zelle. Der Bereich ist mit Sicherheitsschranken
zum Schutz des Bedieners und einer
beweglichen Blende ausgestattet,
damit sich die Laserstrahlen nicht
stören. Die Verschlussklappe wird
abgesenkt und das Laserschweißen
beginnt. Der Schweißbereich ist nur
drei bis vier Millimeter groß und
eher eine Mikroverschmelzung als
eine Schweißnaht: Der Laser verschmilzt die Objekte ohne zusätzliches Material.
Während das eine Teil geschweißt
wird, legt der Bediener eine neue
Halbschale in die zweite freie Station. Ist das Objekt platziert, fahren
die Schutzbarrieren hoch. Der Roboter legt das erste verschweißte Werk-
Der Roboter holt sich in der Anlage die
Halbschalen aus einem manuell bestückten Werkzeug und bringt sie in
den geschützten Laser-Schweißbereich
der Zelle
stück ab und greift durch eine
schnelle Drehung des Gelenks das
zweite Werkstück und bringt es zum
Schweißen. Der Bediener entnimmt
währenddessen das erste Objekt, die
Maschine wird neu geladen und der
Zyklus fortgesetzt.
„Unser Produktionszyklus dauert 10
Sekunden pro Station“, sagt Marchetti. „Dabei können wir 6000 Werkstücke pro Arbeitsschicht schweißen.“
Der Roboter wird durch ein B&R-Panel gelenkt. „Der Kunde ist überrascht von der Anwenderfreundlich-
keit der Benutzeroberfläche und dem
hohen Potenzial des Controllers.“
Der eingeschränkte Platz im Werk bedingte die Nutzung eines kleinformatigen Roboters, der trotzdem mit hoher Geschwindigkeit arbeiten sollte.
Neben der Leistung war die Wahl
aber auch vom Preis beeinflusst –
„und da ist der Racer 999 unschlagbar“, so der Eigentümer von Mgm Robotics, Marchetti.
Comau SpA
www.comau.com
Bereitstellung von Bauteilen in Transportbehältern
Roboterzelle: Der richtige Dreh beim Behälterwechsel
Die Bereitstellung von Bauteilen in
Transportbehältern direkt in der Roboterzelle hat sich als ein Standard
im Rohbau etabliert. Zumeist werden
für das Ein- und Ausschleusen über
Kopf operierende Behälterwechselsysteme verwendet, wie das APM
System von Tünkers.
Die Ratinger haben nun das Förderprinzip stark vereinfacht und in eine
sehr robuste und prozesssichere Konstruktion überführt. Diese horizontalen Drehwechselsysteme sind eine
einfachere und preiswertere Alternative zu herkömmlichen Systemen.
Auf Basis des Standard-Sopap-Drehtischs mit Zahnriemenantrieb in einer
sehr flachen Bauweise können komplette Drehwechselsysteme in modularer Bauweise eingesetzt werden.
Die zumeist als Klinkerspeichersystem ausgeführten Transportbehälter
für Karosseriebauteile werden auch
für die Teilebereitstellung in den Roboterzellen verwendet.
Der neue Sopap Flachringtisch TXR
reduziert die für einen Rundtaktdrehtisch erforderlichen Bauelemente auf
ein Minimum: Grundplatte – Lager –
Zahnriemen – Getriebemotor. Durch
die mechanische Trennung von Motor und Drehtisch kann der Antrieb
auch extern angeordnet werden.
Damit eignen sich die
TXR-Ringtische
als
Niederflurantrieb für
das Drehen großer
und breiter Lasten
wie dem BehälterDrehwechsler.
Mit Durchmesser von 3
bis 6 m, einer Bauhöhe von
200 bis 400 mm und einer Nutzlast
bis max. 6000 kg können die Systeme
bei einer Taktzeit von 15 bis 20 Sekunden und einer Positionsgenauigkeit von +/- 0,5 mm bei 1200 mm
nicht nur äußerst schnell, sondern
auch sehr exakt arbeiten.
Tünkers Maschinenbau GmbH
www.tuenkers.de
Die Ringtische der TXR-Serie eignen sich als Niederflurantrieb für
das Drehen großer Lasten
SICHERHEITSSYSTEME
AXELENT GmbH
Ihre Sicherheit ist unser Auftrag
AXELENT versteht die täglichen
Fragestellungen in Unternehmen und
Betrieben. Die Spannungsfelder
zwischen effektiven Produktionsabläufen, sicheren Anlagen und
verbindlich anzuwendenden
Richtlinien und Normen finden bei
AXELENT große Beachtung.
AXELENT-Schutzzaunsysteme
zeichnen sich durch eine anwenderfreundliche Konstruktion aus, weite
Distanzen können kostengünstig
umgesetzt werden und Projekte
lassen sich durch sehr kurze
Abwicklungs- und Lieferzeiten schnell
realisieren. AXELENT ist weltweit
kompetenter Partner für Schutzzaunsysteme.
Vertrauen Sie auf die Produkte und
das Fachwissen von AXELENT. Unsere
Gebietsverkaufsleiter sind in Ihren
Vertriebsregionen ansässig. Nutzen
Sie in Deutschland die räumliche
Nähe für Ihre individuelle Beratung
und Betreuung.
Besuchen Sie uns auch auf der Motek
in Halle 7, Stand 7240. Für Ihr
persönliches Tagesticket senden Sie uns
bitte eine Mail an [email protected].
Schutzzaunsysteme und
Schutzeinrichtungen
Tränkestraße 11
D-70597 Stuttgart
Tel.: +49 711 25 25 09-0
Fax: +49 711 25 25 09-49
[email protected]
www.axelent.de
Nr. 9 / September 2015
Robotik: Praxis & Trends
Seite 17
Genaue Position des Kugelkopfes zum Andocken muss vorher ausgemessen werden
Roboter dreht Antriebswellen zur Lackierung der Hinterachsen
Das Lackieren von Antriebswellen
der Hinterachse in der Automobilindustrie war bislang ein aufwändiger Vorgang. Mit einem innovativen Ansatz auf Basis eines KukaRoboters ist es den Technikern von
Erhardt + Abt gelungen, den Prozess zu automatisieren.
Die Antriebswellen-Lackierung ist
schwierig, weil die Welle bereits in
der Hinterachse montiert ist. Um das
Lackmaterial gleichmäßig umlaufend
aufzubringen, wurden die Antriebswellen bislang über mehrere Stationen über sogenannte mechanische
Drehrechen gedreht.
Um Qualität und Effizienz zu steigern, haben die Kuchener Automationspezialisten den Drehvorgang
komplett automatisiert. Die Hinterachse wird in eine Fördereinrichtung
eingehängt und bandsynchron in die
Lackierkabine transportiert, in der
zwei Lackierroboter jeweils die linke
und rechte Seite der Antriebswelle lackieren. Ein dritter Roboter, der den
beiden gegenübersteht, dreht während dessen die Antriebswellen der
Hinterachse.
Zum Einsatz kommt dabei ein KR
16-2, er ist ideal in punkto Platzbedarf, Traglast (16 kg) und Reichweite (1611 mm) sowie Ex-Schutz.
Während die Hinterachse durch die
Kabine fährt, dockt der Roboter an
dessen Kupplungsstück an und dreht
die Achse mit einem Servomotor.
Für das leichte An- und Abdocken mit
sicherem Formschluss und optimaler
Kraftübertragung haben die Techniker eine Sechskantkugelkopfaufnahme entwickelt, ähnlich dem Prinzip eines Inbus-Kugelkopfes. Das
funktioniert aber nur, wenn der Roboter die genaue Position des Kugelkopfes kennt.
Die Fördereinrichtung läuft allerdings
kontinuierlich, was das Auffädeln der
Getriebe am Kabineneingang erschwert. Zudem ist die Aufhängung
im Kettenförderer in verschiedene
Richtungen beweglich und selbst typengleiche Achsen hängen unterschiedlich – es müssen daher Toleranzen im Zentimeterbereich kompensiert werden. Nicht zuletzt werden die Hinterachsen Just in Time für
die Produktion gefertigt, das heißt
verschiedene Modellreihen in ungeordneter Reihenfolge.
Um die daraus resultierenden unterschiedlichen Koordinaten der Andockposition zu ermitteln, wird vor
dem Einfahren in die Lackierkabine
ein Bild des Kugelkopfes gemacht.
Diese bandrelativen Daten werden
dann mit Hilfe des Bildverarbeitungssystems Explorob an die Robotersteuerung übermittelt. Der Roboter
dockt an, dreht die Welle bis die Lackierung umlaufend gleichmäßig auf-
getragen ist und die Hinterachse wieder aus der Kabine fährt.
Von besonderer Wichtigkeit bei der
Konstruktion ist die schwingungsfähige Lagerung der Motor-GetriebeEinheit des Gehänges. Der extrem
nachgiebig gelagerte Antriebsmotor
nimmt Schwingungen und Unwuchten auf, die entstehen können und
verhindert somit, dass der Roboter
Schläge abbekommt. Die modularisierte Software bietet zusätzlichen
Schutz, in dem sie jederzeit einen Roboter-Rückzug ermöglicht.
Tatsächlich sind für den gesamten
Vorgang nur zwei manuelle Handgriffe erforderlich: Bevor die Hinterachse
in die Lackierkabine fährt, setzt der
Mitarbeiter die Sechskantkugelkopfaufnahme auf das Kupplungsstück
und entfernt sie, sobald der Lackiervorgang abgeschlossen ist. Dabei
steht er außerhalb der Kabine und ist
keinerlei Emissionen ausgesetzt.
Zwei Lackierroboter lackieren jeweils die linke
und rechte Seite
der Antriebswelle,
der dritte Roboter
dreht die Antriebswellen der
Hinterachse
Schwerlastreihe erweitert
20 verschiedene Produkte bearbeitet
Lackierroboter wird
einfach programmiert
Stärkster Roboter der
Welt hebt 1,7 Tonnen
Roboter verdreifacht
Schweißdurchsatz
SRP überträgt die handwerklichen Fertigkeiten
des Lackierers mit modernsten Technologien der
Bewegungserfassung in ein Programm
Programme für das roboterbasierte Lackieren individueller Teile zu erzeugen, dauert oft Stunden. Mit dem Applikationspaket Simplified Robot Programming (SRP) verkürzt ABB die Zeit
auf wenige Minuten. Der Werker führt dazu ein
Programmierwerkzeug, das einer Lackierpistole
nachempfunden ist
„Mit Simplified Robot Programming bieten wir
unseren Kunden ein revolutionäres Programmierwerkzeug”, freut sich Steinar Riveland, Global Product Manager Paint. Dabei nutzt der Lackierer statt einer Lackierpistole das SRP Teach
Handle. Es ist einer klassischen Lackierpistole
nachempfunden. Ein Laserlicht visualisiert die
Lackierbewegungen des Anwenders und den virtuellen Lackauftrag. Die Software erfasst und
transformiert Geschwindigkeiten, Genauigkeiten und Bewegungsflüsse.
Anschließend kann der Roboter die aufgezeichneten Abläufe im PC-Programm Robview bearbeiten oder sofort den Lackierprozess starten.
Dabei ist unerheblich, ob die Werkstücke starr fixiert sind oder sich auf einem Förderband bewegen. „SRP rechnet die menschliche Handbewegung in eine Roboterbewegung um. Der Anwender braucht für die Erstellung eines roboterbasierten Lackierprozesses keine umfangreichen
Programmierkenntnisse, die Software erstellt automatisch für ihn die Roboterbahn“, resümiert
Riveland.
ABB Automation GmbH; www.abb.de/robotics
Fanuc Deutschland GmbH; www.fanuc.eu
Der neue M-2000iA
erweitert mit einer
Traglast von 1700 kg
das Portfolio deutlich
nach oben
Kuka Roboter GmbH
www.kuka-robotics.com
ano
15 - Mil
EM O 2 0 t a n d F - 0 4
/S
Halle 2
Bewegungen in Programm übertragen
Mit der Erweiterung der Traglast des M-2000iA
auf 1700 kg setzt Fanuc eine neue Bestmarke.
Zum Vergleich: Kukas stärkster Schwerlastroboter trägt aktuell stolze 1300 Kilogramm. Mit einem vertikalen Hubweg von 6200 mm und einer
horizontalen Reichweite von bis zu 4683 mm ist
der Roboter ideal für das Bewegen und Palettieren von schweren und großen Teilen.
Auf der Hannover Messe hatten die Japaner einen M-2000iA mit 1200 kg Traglast beim Handling einer kompletten Karosserie gezeigt. Dieses
Anwendungssegment erhält durch die Version
M-2000iA/1700L neuen Auftrieb. Aber auch andere Industriebereiche wie Gießereien können
die Flexibilität von Schwerlastrobotern nutzen.
Hallenkrane erhalten neue Konkurrenz.
Durch die geschickte Positionierung des Antriebes für das Handgelenk auf der Schulter ist der
Antrieb auch bei widrigen Bedingungen geschützt. Hohe Lasten und schnelle Bewegungen
werden durch eine effiziente Luftkühlung an den
Handachsen gesichert. Für anspruchsvolle Applikationen, in denen Staub oder Wasser nicht
zu vermeiden sind, gibt es geschlossene Handgelenkseinheiten in der Schutzart IP67.
Mit der intelligenten Zellenkonzeption wurden aber nicht nur die Arbeiter von schweren Arbeitsbedingungen entlastet: der Lackiervorgang
wird auch entsprechend der Kapazitätsanforderungen des Automobilherstellers im 3-Schicht-Betrieb wesentlich effizienter und mit kontinuierlich hoher Qualität durchgeführt.
Auf den zwei
unabhängig bestückten Arbeitsplätzen der
RoboterSchweißanlage
können mehr
als 20 verschiedene Produkte
bearbeitet werden
Für den Hersteller von Agrar-Frontladern,
Wilhelm Stoll Maschinenfabrik, hat SMT eine
hochflexible Roboter-Schweißanlage gebaut.
Diese hat den Durchlauf um den Faktor drei
beschleunigt.
„Flexibel und schnell auf Kundenwünsche reagieren zu können, ist für uns entscheidend. Daher wollten wir mit dem neuen Schweißroboter
unsere Produktivität erhöhen“, begründet Sven
Reinke, Chief Executive Officer (CEO) der StollGruppe, die Investition. Das Schweißsystem ist
inzwischen im Hauptwerk im Dreischicht-Betrieb im Einsatz. Der hohe Automatisierungsgrad ermöglicht einen dreimal schnelleren
Durchlauf der Produkte. Auf den zwei unabhängig bestückten Arbeitsplätzen der RoboterSchweißanlage können mehr als 20 verschiedene Produkte bearbeitet werden.
Eine angepasste Vorrichtungsaufnahme gestattet
im computer-gestützten Verbund mit der Roboter-Schweißanlage eine zügige Produktumstellung. „Die Fertigung läuft trotz unterschiedlicher
Auftragsmengen für die einzelnen Produkttypen
nahezu kontinuierlich“, betont SMT-Geschäftsführer Roland Rüb. Die komplette Anlage –
Schweißroboter, Vorrichtungsaufnahme und periphere Baugruppen – ist bei SMT, einer Tochter
der IMG-Group, virtuell entwickelt, dargestellt
und getestet worden.
SMT Systemtechnik GmbH
www.smt-systemtechnik.eu
Robot
Compact 80
Der leistungsfähige BeladeRoboter zum attraktiven
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Nr. 9 / September 2015
Montage & Handhabung
Seite 19
Hohe Pick-Leistungen und gesundheitsschonend
KURZ NOTIERT
Ergonomisch kommissionieren
Winkels Fast Pick Station steigert die
Ergonomie am Kommissionier-Arbeitsplatz und sorgt für hohe PickLeistungen. Auf dem Kommissioniertisch lassen sich Ladungsträger mit
Waren beladen. Der Mitarbeiter kann
dabei die Höhe individuell anpassen.
Der volle Ladungsträger wird dann
über einen Schacht nach unten gefördert. Ein Wickelstretcher umhüllt
dort die Ware mit einer Folie.
Gleichzeitig stellt ein Zwischenspeicher einen neuen Ladungsträger bereit, so dass der
Kommissionierer ohne Unterbrechung weiterarbeiten kann.
Die Fast Pick Station kommt
bereits in der Automobil- und
Zulieferindustrie, dem Lebensmittelhandel oder in der Drogeriebranche zum Einsatz.
Mit der Smart Pick Station lassen sich Hochleistungs-Kommissionierplätze ergonomisch
gestalten. Die Station stellt palettierte
Waren auf der optimalen Höhe bereit
– und auf Wunsch kann der Mitarbei-
ter die Palette sogar verfahren oder
kippen. Das schont den Rücken.
Gleichzeitig ermöglicht die Station
hohe Pickraten und eine niedrige
Fehlerquote.
Winkel GmbH
www.winkel.de
Fachpack Halle 3 / 3-406
Schneller Picker mit Safety-Funktion
Der EGP Safety ist laut Schunk der weltweit erste Performance-Level d/SIL3-zertifizierte, elektrische Kleinteilegreifer mit richtungsunabhängiger
Greifkraftsicherung. Wird der Montageprozess
aufgrund einer Notabschaltung unterbrochen,
geht das Modul automatisch in einen sicheren
Stopp. Dabei wird der EGP Safety sogar im sicheren Betriebshalt bestromt, so dass gegriffene
Teile auch ohne mechanische Greifkrafterhaltung
zuverlässig gehalten werden. Angesteuert wird
der EGP Safety Greifer über ein Safety Modul und vier induktive Näherungsschalter. Der EGP punktet mit hohem Tempo
bei hoher Greifkraft, die in zwei bzw. vier Stufen eingestellt
werden kann. Seine komplette Elektronik ist platzsparend im
Inneren verbaut.
www.schunk.com
Individualität wird groß geschrieben
Die Fast Pick Station ermöglicht es,
Waren schnell und ergonomisch auf
Paletten zu kommissionieren
Wissen Sie, dass....
- lebensbegleitendes Lernen für uns nicht nur Pflicht,
sondern selbstverständlich ist
- die Stellung, das Ansehen und das Vorwärtskommen
des Meisters in der Industrie Grundlagen unserer
Aktivitäten sind
- es eine unserer Aufgaben ist, die Interessen des Meisters
zu vertreten
- wir nicht die geschlossene, sondern die offene Tür sehen,
damit unsere Mitglieder einen Schritt voraus sind.
Warum zögern Sie noch?
Werden Sie Mitglied im Industriemeisterverband
Deutschland e.V.
Der Verband betrieblicher Führungskräfte.
Es lohnt sich.
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Ausschneiden und im frankierten Umschlag an
IMV-Deutschland Geschäftsstelle Dietmar Fey
Vor dem Wald 9, 57299 Burbach
Individualität wird bei den Kopfsystemen von AGS groß geschrieben. Sieben Ausführungen
liefert der Automationsspezialist
aus Bergisch Gladbach für Greifarme von Sauggreifern sowie Winkelelementen. Das System
ist modular aufgebaut. Basis des Kopfsystems ist jeweils der
Schaft, den es als runde sowie als Prismenausführung gibt.
Die runde Schaftausführung gibt es in drei Längen. Geliefert
werden die Durchmesser 10 (in den Längen 30, 60 und 90
mm) bis 14 (40, 80 und 120 mm) und 20 (50, 100 und 150
mm). Die Greifarm-Schäfte als Prisma sind lieferbar in der
Profilgröße 13 in 30, 60 und 90 mm, in der Profilgröße 22 in
50, 100 und 150 mm.
www.ags-automation.de
34. Motek
Internationale
Fachmesse für
Produktionsund Montageautomatisierung
Montagetechnik
Handhabungstechnik
CAD-Daten online verfügbar
Über das CAD-Online-Portal Traceparts stellt IEF-Werner Anwendern
2D-Zeichnungen, 3D-CAD-Modelle
und technische Daten sowie Dokumente wie Betriebsanleitungen kostenlos zur Verfügung. Das vereinfacht den Entwicklungsprozess,
denn viele Unternehmen investieren viel Zeit, um zugekaufte Komponenten zu modellieren
oder nachzuzeichnen. Um auch im Beschaffungsprozess Zeit
zu sparen, können die Anwender über das Online-Portal
auch Preisanfragen direkt auslösen. Erhältlich sind gängige
Austauschformate wie DXF und Step sowie native Formate
wie Pro/Engineer, Solidworks und Solidedge. Neben Downloads sind auch komplexe Konfigurationen möglich, bei denen längenabhängige Teile automatisch an die Wünsche des
Kunden angepasst werden.
www.ief-werner.de
Robotersysteme
Zuführ- und
Fügelösungen
Antreiben –
Steuern – Prüfen
Magnetgreifer für Backbleche
Goudsmit Magnetics hat einen Magnetgreifer entwickelt, der auf hohe Temperaturen wie in der Backindustrie
ausgelegt ist. Mit Hilfe von Magnetismus und Druckluft können diese Greifer zum Positionieren und Ablegen von
Backblechen auf einem Förderband sowie zum Abstapeln von Deckeln in einem Magazin eingesetzt werden. Dies ist sogar möglich unmittelbar nachdem
sie aus dem heißen Ofen kommen, denn der Greifer funktioniert bei Temperaturen von 120 °C. Außerdem bleibt der
Greifer – auch bei Druckluftverlust – immer an der letzten
Position stehen.
www.goudsmit.eu
05. – 08.
OKT. 2015
STUTTGART
www.motek-messe.de
oder per E-Mail an: [email protected]
mehr online unter: www.automationspraxis.de/robotik
LEICHTBAUROBOTER
BioRob – Die sichere Mensch-Maschine-Kooperation
Qualitätssicherung mit dem BioRob bei der V-ZUG AG
Mit dem BioRob sorgt das Unternehmen Bionic Robotics aus Darmstadt
derzeit für große Aufmerksamkeit auf
dem Markt der Leichtbaurobotik. Der
kooperative Helfer besitzt nämlich ein
ziemlich erfolgreiches Vorbild: den
menschlichen Arm. Für die tägliche
Arbeit in der Produktion bringt sein
elastischer Aufbau viele Vorteile mit
sich: er ist flexibel im Einsatz, mit
sechs Kilogramm sehr leicht und
außerdem inhärent sicher. Durch sein
geringes Gewicht und seine einfache,
wie intuitive Programmierung lässt er
sich mit wenigen Handgriffen an
unterschiedlichen Stationen auf dem
Boden, an der Decke oder an der
Wand montieren. Das macht den
BioRob zu einem effizienten Partner in
der Produktionskette. Apropos
Sicherheit: Der Leichtbauroboter
stellt keinerlei gesundheitliche
Gefährdung für die Menschen dar,
die ihn bedienen. Entgegen anderen
Robotern muss der BioRob dabei nicht
mittels Sensorik und Software
abgesichert werden. Dies sieht auch
die Deutsche Berufsgenossenschaft
so, die den BioRob für das direkte
Umfeld des Menschen zertifiziert hat,
ohne dass weitere Schutzmaßnahmen
erforderlich sind. Demnach trägt der
BioRob zu einer sicheren Kooperation
von Mensch und Roboter bei.
Der BioRob: serienmäßig flexibel,
serienmäßig leicht, serienmäßig sicher.
Bionic Robotics GmbH
Robert-Bosch-Straße 7
64293 Darmstadt
Telefon: +49 (0) 61 51 276 72 85
Telefax: +49 (0) 61 51 276 72 87
[email protected]
www.bionic-robotics.de
Bildverarbeitung & Sensorik
Nr. 9 / September 2015
Seite 20
USB 3.0-Kamera: 169 Bilder pro Sekunde bei voller Auflösung
Laser-Abstandssensoren bei Langstreckenrennen eingesetzt
Stereo-3D-Kameras in IP65/IP67
Optische Sensoren helfen bei Auto-Optimierung
Mit der Ensenso N30 und N35 bringt
IDS zwei neue Stereo-3D-Kameramodelle, die mit Schutzklasse IP65/67
für den Einsatz unter rauen Umgebungsbedingungen konzipiert wurden und durch hohe Frameraten und
eine verbesserte Datenqualität überzeugen. Die Ensenso N35 ist zudem
mit einem Flexview-Projektor ausgestattet, der die Auflösung der
3D-Punktewolke verdoppelt und so
für genauere Objektkonturen, mehr
Bilddetails und robustere 3D-Daten
sorgt. Die Stereokameras nutzen das
Projected Texture Stereo Vision-Verfahren, bei dem ein Projektor ein zufälliges Punktmuster auf das Objekt
projiziert. Dieses ermöglicht Aufnahmen von nahezu vollständig texturlosen Oberflächen und funktioniert
auch im Mehrkamerabetrieb.
Die Obersulmer bauen zudem ihr bewährtes USB-Kamera-Sortiment aus:
Die UI-3140CP Rev. 2 mit Python 1300
CMOS-Sensor ist eine sehr schnelle
USB 3.0-Industriekamera, die bis zu
169 Bilder pro Sekunde bei voller Auflösung (SXGA 1280 x 1024) bietet. Bei
VGA-Auflösung und mit Subsampling
sind sogar über 500 fps möglich.
Micro-Epsilon ist technischer Sponsor des Rennteams der Tuning
Akademie von RWTH Aachen und
Audi. Dieses setzt optische Abstandssensoren ein, um die Leistung des Autos zu optimieren.
Die Stereo-3D-Kameras Ensenso N30
und N35 sind für den Einsatz unter
rauen Bedingungen konzipiert
IDS Imaging Development Systems
GmbH
www.ids-imaging.de
Die Tuning Akademie nutzt einen eigens konzipierten Rennwagen zur Erprobung von Fahrwerkskomponenten, alternativen Materialien sowie innovativen Kraftstoff- und Antriebskonzepten. Auf den LangstreckenRennen auf dem Nürburgring testet
das Team Fahrzeugentwicklungskonzepte aus wissenschaftlicher Sicht.
Im Rahmen der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Fahrzeugs wurden
zwei Lasersensoren Opto-NCDT 1402
in Höhe der Vorder- und Hinterachse
unter der Karosserie befestigt. Nach
unten gerichtet messen die optischen
Sensoren den Abstand des Fahrzeugs
zur Fahrbahn. Durch die permanente
Messung der Fahrzeughöhe über die
Das Rennteam der Tuning Akademie besteht aus Audi-Ingenieuren und -Technikern sowie
wissenschaftlichen Mitarbeitern und Studenten der RWTH
Aachen
Geschwindigkeit im Rennbetrieb können die aerodynamische Balance und
der jeweilige Abtrieb an Vorder- und
Hinterachse exakt ermittelt werden.
Selbst Nickbewegungen während Beschleunigungs- und Bremsphasen
können detailliert ausgewertet werden, um auf Basis dieser Daten das
Fahrverhalten und die aerodynamische Effizienz weiter zu verbessern.
Die hohe Abtastrate und Messgenauigkeit der Lasersensoren sorgen für reproduzierbare Messungen.
„Wir setzen die Opto NCDT 1402 Lasersensoren seit zwei Jahren im Au-
ßenbereich unter unserem Fahrzeug
im harten Rennbetrieb ein. Durch Einsatz dieser Sensorik können wir bereits nach einer Runde die Wirksamkeit unterschiedlicher aerodynamischer Bauteile oder Fahrwerkskomponenten detailliert bewerten“, so
Thomas Hanisch, Geschäftsführer der
Tuning Akademie. „Neben einer sehr
guten Datenqualität und Robustheit
zeichnen sich die Sensoren vor allem
durch sehr leichte Handhabung aus.“
Micro-Epsilon Messtechnik
www.micro-epsilon.com
3D-Lasersensoren können passend zur Applikation gewählt werden
Schweißnähte in 3D inspizieren
Lasertriangulation, µm-präzise Auflösung, hohe Scanraten (bis zu 10
kHz) sowie Echtzeit-Ethernet für die
Messwertübertragung sind die wichtigsten Merkmale des 3D-Lasersensor-Systems Weldvision T von Smartray. Eingesetzt wird die kompakte Inspektionslösung in automatisierten
Schweißprozessen zur Prüfung der
jeweils typischen Schweißnahtausprägungen. Weitere Anwendungsfelder sind die 100 %-Inspektion von
Kleberaupen, Bahn-, Teile- und Sägekanten sowie anderen strangartiger
Materialbahnen bzw. Endlosprofilen.
Ergänzend
zur
geometrischen
3D-Prüfung können auch Qualitätsfehler in der Oberfläche, z. B. Poren,
Löcher oder feine Risse, voll automatisch detektiert werden. Die 3D-Lasersensoren können passend zur Applikation ausgewählt werden – als
High Speed-, High Resolution- oder
Reflexfilter-Version. Die Reflexionsfil-
ter sorgen dafür, dass selbst extreme
Helligkeit bzw. Reflexionseigenschaften der Materialoberflächen die Messungen nicht beeinflussen.
Smartray GmbH
www.smartray.de
Die 3D-Inline-Inspektionslösung Weldvision T eignet sich zur Prüfung von
Schweißnähten, Kleberaupen sowie
Endlosprofilen
Moderne Bahninspektion bei chinesischem Papierhersteller
Bildverarbeitung sichert Papierqualität
Im Produktionswerk der chinesischen Guangzhou Paper haben
sich Verantwortliche für ein integriertes automatisiertes Bahninspektionssystem von Isra Vision
entschieden, um qualitätsrelevante
Fehler sicher zu identifizieren und
zu klassifizieren.
In dem Paper Master Inspektionssystem kommen fünf Kameras zum
Einsatz
Die chinesische Guangzhou Paper
stellt unterschiedliche Papiererzeugnisse her. Um die geforderte hohe
Qualität mit größtmöglicher Effizienz
gewährleisten zu können, hat man
sich entschieden, für die Papiermaschine PM1 ein Bahninspektionssystem zu installieren. Auf der Maschine mit einer Bahnbreite von 4800
mm und einer Bahngeschwindigkeit
von 1600 m/min wird Zeitungspapier
und Feinpapier mit einem Gewicht
zwischen 45 und 70 g/m² erzeugt.
Die Entscheidung fiel auf ein Paper
Master Inspektionssystem. Zum Einsatz kommen fünf Kameras, welche
die maximale Auflösung unterstützen und höchste Verarbeitungsgeschwindigkeit sicherstellen. Die
Inspektion der Oberflächen in Transmission wird mit High-Power-LEDBeleuchtung realisiert. Das Oberflächeninspektionssystem identifiziert
sowie klassifiziert zu 100 % alle qualitätsrelevanten Fehler. Die kristallklaren Bilder ermöglichen eine hoch-
Kommunizieren mit Steuerung
Mehr Flexibilität für Koordinatenmessgeräte
genaue Qualitätskontrolle und Fehlerdokumentation. Der Papierhersteller weiß damit sehr genau, welche Qualität produziert wird. Das
Einlernen erfolgt mit Ähnlichkeitsfilter und Online-Prüfung 1000 Mal
schneller als bei anderen Systemen.
Isra Vision AG
www.isravision.com
Photosensoren
Sensorwechsel vollautomatisch
Die Senmatiq-Lösung kann
sprechen IO-Link
High-Speed mit Vakuum!
Beutel, Kartonagen, Folienverpackungen – die VakuumEndeffektoren VEE sind der Schlüssel für dynamische und
flexible Pick & Place-Prozesse. Jetzt individuellen Greifer
konfigurieren und bis zu 80 % Konstruktionszeit sparen:
www.schmalz.com/vee | Tel. +49 7443 2403-201
J. Schmalz GmbH, Aacher Str. 29, D-72293 Glatten, [email protected], www.schmalz.com
Die photoelektrischen Sensoren aus
Contrinex' Baureihe C23 sind nun
standardmäßig mit IO-Link ausgestattet, um mit der übergeordneten
Steuerungsebene zu kommunizieren.
So kann man zentral Set-ups und Zustandsdiagnosen durchführen, Prozessdaten auslesen sowie Änderungen der Reichweiten oder Funktionalitäten am Sensor vornehmen. Die
C23-Baureihe umfasst Lichtschranken und Lichttaster mit oder ohne
Hintergrundausblendung, energetische Reflex-Lichttaster sowie Einweglichtschranken. Sie erkennen Objekte
und Oberflächen auch unter schwierigen Umgebungsbedingungen. Die
spezifische Optik sorgt bei der Version mit Hintergrundausblendung für
ein exzellentes Schwarz-Weiß-Verhalten. Typische Einsatzbereiche sind
Transportbänder oder die automatische Verpackung von Lebensmitteln.
Contrinex Sensor GmbH
www.contrinex.de
mit einer Reihe von analogen Scannersensoren und
optischen Sensortechnologien kombiniert werden
Mit der Senmatiq Sensor-Universalschnittstelle für die Koordinatenmessgeräte (KMG) von Leitz erlaubt Hexagon Metrology zukünftig vollautomatische Sensorwechsel – so lassen sich
auch die komplexesten Messaufgaben
mit einem einzigen KMG bewältigen.
Senmatiq nutzt ein internes Identifizierungssystem zur sofortigen Erkennung des Sensors. Eine Rekalibrierung
der Sensoren zwischen den verschiedenen Messverfahren ist nicht erforderlich. Die Senmatiq-Lösung kann
mit einer Reihe von analogen Scannersensoren und optischen Sensortechnologien kombiniert werden und er-
möglicht auch die Integration von
Kontakttastern sowie optischen und
Vision-Sensoren, die heute noch nicht
entwickelt sind.
„Senmatiq ist ein Meilenstein in punkto Benutzerfreundlichkeit. Es sorgt für
wesentlich höhere Flexibilität beim
Programmieren, indem es den Einsatz
des für den jeweiligen Messvorgang
optimalen Sensors erlaubt, ohne nennenswerte Mehraufwände zu verursachen“, erklärt Produktmanager Micha
Neininger.
Hexagon Metrology GmbH
www.hexagonmetrology.de
Nr. 9 / September 2015
Maschinen & Komponenten
Seite 21
Modernisierung der Brennersteuerung macht Neuverdrahtung notwendig
Kleine Klemme für große Trucks
Bei der Produktion seiner großen
Lkws setzt MAN in München auf
kleine Komponenten. So arbeiten
in den Verteilerkästen über den
Kammeröfen, in denen Achsgetriebeteile gehärtet werden, Miniaturklemmen mit Push-in-Technik von
Phoenix Contact.
MAN Truck & Bus setzt auf eine hohe
Fertigungstiefe – und fertigt in München auch die angetriebenen Achsen
und Verteilergetriebe für die Lkws.
„Nach der spanenden Bearbeitung
werden die Bauteile gehärtet“, erklärt
Ioannis Saltzis aus dem Team der Instandhaltung Elektrik. „Durch diese
Wärmebehandlung erhält die Verzahnung der Bauteile eine verschleißfeste Oberfläche bei zähem Kern.“
Die sechs Kammeröfen in der Härterei haben eine extrem lange Betriebsdauer – eine kontinuierliche Instandhaltung sorgt dabei für hohe Verfügbarkeit. Bei der Modernisierung der
Brennersteuerung – nach 80 000
Stunden Betrieb – wurde auch der
Brennerkasten neu konzipiert.
„Die Brennersteuerung, die die Ventile zur Gaszufuhr öffnet und schließt,
befindet sich auf dem Kammerofen“,
so Saltzis. „Im zugehörigen Verteilerkasten sind Umgebungstemperaturen
von 80 Grad nicht ungewöhnlich.“
Bei der Suche nach einer geeigneten
Reihenklemme im Zuge der Modernisierung spielte daher die hohe Umgebungstemperatur eine große Rolle:
„Auch das müssen die Klemmen aushalten“, so Saltzis.
Zudem ist Platz Mangelware. Daher
entschied sich MAN bei der Erneuerung der Brennersteuerung für den
Einsatz der Miniatur-Reihenklemme
MPT 1,5/S. Vorher befand sich dort
eine 5,2 mm breite Schraubklemme
mit Schraubbrücke.
„Bei der Umrüstung haben wir eine
kompakte Miniklemme mit 3,5 mm
Teilung auf die 15-mm-Hutschiene
gerastet“, erklärt der Instandhalter
Saltzis. „Der so gesparte Platz hat uns
das Verlegen der Schaltdrähte enorm
erleichtert.“ Jetzt können Schaltdrähte bis 1,5 mm² angeschlossen werden. Die maximale Stromtragfähigkeit der Miniklemme – 17,5 A – wird
hier gar nicht benötigt.
Das Push-in-Anschlussprinzip der
Miniklemme arbeitet mit geringen
Einsteckkräften. „Als ich die Klemme
zum ersten Mal getestet habe, musste
ich mehrmals am Leiter ziehen, um
mich zu vergewissern, dass er auch
fest sitzt“. erinnert sich Saltzis. „Aber
da wackelt nichts.“ Verdrahtet wird
bei MAN meist ohne Aderendhülse.
„Mit meinem Schraubendreher muss
ich nur den integrierten Pusher betätigen“, berichtet Saltzis. Gerade bei
einer hohen Zahl von Verdrahtungen
erleichtert das die Arbeit erheblich.
Leiter mit Aderendhülse oder starre
Leiter können sogar direkt in die
Klemmstelle gesteckt werden – man
benötigt nur noch eine Hand. Gegenüber anderen Direktsteck-Anschlüssen liegen die Einsteckkräfte um 50
Prozent niedriger.
Unter beengten Platzverhältnissen ist
es auch von Vorteil, dass das Anschließen des Leiters, das Brücken
der Klemmen sowie das Markieren
aus der Draufsicht erfolgen kann.
„Wir können die Klemmenleiste daher ziemlich nah an den Gehäusewänden positionieren“, so Saltzis.
„So konnten wir die Leiter zwischen
Klemmen und Gehäusewand verlegen.“
Verteilerkasten mit Miniklemme: Über dem Brennofen ermöglicht die MiniReihenklemme MPT 1,5/S
mit ihrer Push-in-Anschlusstechnik eine komfortable
Verdrahtung auf engstem
Raum
FAST
BUT
SERIOUS
Phoenix Contact GmbH & Co. KG
www.phoenixcontact.de
Bus-Kommunikation für DC 24 V-Steuerstromkreise
Induktive Resonanzkopplung
Intelligente Energieverteilung
240 Watt via 5 mm Luftspalt:
Drehtisch kontaktlos versorgt
Das Stromverteilungssystem Controlplex Board SVS201-CP von E-T-A
sorgt für selektiven Überstromschutz
und optimierte Stromverteilung. Zusätzlich lassen sich mit den integrierten Profinet- oder Profibus-DP-Schnittstellen Konzepte für Energieeffizienz, Condition Monitoring und
vorbeugende Instandhaltung realisieren. Denn die gesammelten Messdaten von bis zu 96 Steuerstromkreisen lassen sich so an die übergeordnete Steuerung weiterleiten. Der integrierte Historienspeicher unterstützt
Fehlerlokalisierung von Kurzschluss
oder Überlast. Das intelligente Stromverteilungssystem ermöglicht zudem
die kontinuierliche Analyse der Lastströme und Lastspannung in der DC
24 V-Ebene. Dies lässt sich für das
Energieverbrauchsverhalten von Maschinen und Anlagen nutzen – gerade
mit Blick auf Energiemanagementsysteme nach ISO 50001. Zudem unterstützt das System auch das Energiemanagement durch das gezielte
Abschalten nicht benötigter Verbraucher und Anlagenteile.
Mit dem SVS201-CP lassen sich Konzepte für Energieeffizienz, Condition
Monitoring und vorbeugende Instandhaltung realisieren
E-T-A Elektrotechnische Apparate
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www.e-t-a.de
Die neue USB 3 uEye CP Unglaublich schnell,
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unglaubliche Sensoren
Die berührungslose
Energieübertragung hat
einen Wirkungsgrad
von bis zu 90
Prozent
Drehtischapplikationen sind in vielen Branchen zu Hause: Von
Rundtakt-Bearbeitungsmaschinen über die Industrierobotik bis
zu Etikettier- und Abfüllmaschinen oder Warenverteil- und Materialflusssysteme.
Zur Energieübertragung bei solchen Drehtischanwendungen bietet Weidmüller mit Freecon Contactless ein berührungsloses System an, das mittels induktiver Resonanzkopplung eine Leistung
von 240 Watt (24 Volt DC / 10 Ampere) über einen Luftspalt von
bis zu 5 Millimetern kontaktlos überträgt, bei einem Wirkungsgrad von bis zu 90 Prozent.
Die Sekundärseite kann, im Gegensatz zum Steckverbinder, aus
beliebigen Richtungen zur Primärseite herangeführt werden und
somit auch rotieren. Freecon Contactless ist derzeitig das einzige
System am Markt, das via Steuerung direkt schaltbar ist, ohne
Verwendung eines zusätzlichen Schützes. Das Gehäuse ist in hoher Schutzart IP 65 ausgeführt.
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www.ids-imaging.de/usb3
Ihr Shopfloor in unseren Händen!
BESSER WERDEN! WEIGANG.
www.ids-imaging.de
Steuerung & Sicherheit
Nr. 9 / September 2015
Seite 22
MESSEN UND SICHERN
Bidirektionale Wirkstromzähler mit Modbus
Für Industrieanwendungen mit starken Schwingungen und
Erschütterungen (M2) bietet Finder MID-geeichte bidirektionale Wirkstromzähler an. Für die Verbrauchsdatenerfassung steht je eine ein- und eine dreiphasige bidirektionale
Version mit Modbus-Schnittstelle (RS485) zur Verfügung,
über die die Messdaten wie Leistung, Strom, Spannung und Blindleistung
ausgelesen werden können. Ein Vorteil ist der geringe Eigenverbrauch
des Messsystems von weniger als 2 W je Phase.
www.finder.de
Safety-SPS für dezentralen Aufbau
Mit der Mosaic-Safety-SPS von ReeR können mehrere Sicherheitssysteme wie Lichtgitter, Lichtschranken, mechanische Schalter, Fußmatten, Not-Halt-Schalter oder
Zweihandschaltungen mit nur einem einzigen flexiblen
Gerät überwacht werden. Denn das M1-Hauptmodul besitzt 8 Eingänge sowie 2 OSSD-Ausgangspaare und kann
somit als Stand-alone-Modul bereits kleinere Anwendungen abdecken.
Dank des neuen MCT-Moduls können Teile des Systems sogar dezentral
in separaten Schaltschränken untergebracht und mit dem M1-Hauptmodul verbunden werden.
www.safety-products.de
Schnellstes messendes Lichtgitter
Flexible Kommunikationsinseln in der Produktion
Darstellung von Füllständen
Konfigurierbare Visualisierung
für das Shopfloor-Management
LED-Signalsäule
mit IO-Link
Beim Shopfloor-Management werden
in Fertigung, Montage oder Werkstatt
Info-Center installiert, mit denen die
Mitarbeiter alle Informationen über
Aufgaben, Planungsziele, Kennzahlen oder Terminmanagement austauschen. Dafür bietet der Visualisierungsspezialist Weigang konfigurierbare Stellwand- und Tafelsysteme.
Als praktische Einstiegslösung oder
bei beengten Platzverhältnissen empfiehlt sich eine rollbare Shopfloor-Tafel mit drehbarer und höhenjustierbarer DIN A0-Fläche. Die Tafel lässt sich
sowohl im Hoch- als auch Querformat verwenden und durch das Einlegen magnethaftender, beschreibbarer
Vorlagen wechselnden Aufgaben anpassen. Passend dazu gibt es vorgefertigte KVP-Tabellen, To-do-Listen
oder
Problemlösungs-Schemata
ebenso wie individuelle Vorlagen.
Für Betriebe, die ein vollständiges –
oder gar mehrere – Info-Center benötigen, empfiehlt sich eine flexible
Raum-im-Raum-Lösung. Das modulare Stellwand- und Tafelsystem besteht aus diversen Basiskomponenten, die sich mit Hilfe von stabilen
Standrohren miteinander kombinieren lassen. Sie bieten dem Anwender
ein- oder zweiseitig beschreibbare
Magnetflächen, ein- oder beidseitig
mit Filz bespannte Darstellungsflächen oder haben Kork-, Acrylglasoder Lochblech-Füllungen. An diesen
Flächen können Regalebenen, Einstecktaschen, Infotafeln, Plakate und
Ablagen sowie Hilfsmittel wie Magnete, Pins oder Moderationskarten
oder Bildschirme befestigt werden.
Weigang AG
www.weigang.de
Rapidoscan ist laut Hersteller das schnellste,
messende Lichtgitter am Markt. Es benötigt für
die Auswertung eines einzelnen Strahls lediglich
5 µs. In einigen Fällen ist damit sogar der Ersatz
eines Kamera-Systems möglich. Denn der Rapidoscan erlaubt die echtzeitfähige Ausgabe der
gemessenen Daten und kann damit auch als einfache Zeilenkamera arbeiten. Über eine integrierte echtzeitfähige Ethernet-Schnittstelle werden
alle Messdaten an die Steuerung weitergegeben. www.dieentwickler.at
Für produzierende
Betriebe, die ein
vollständiges – oder
gar mehrere – InfoCenter benötigen,
empfiehlt sich eine
flexibel einsetzbare
Raum-im-Raum-Lösung
mehr online unter: www.automationspraxis.de/news
Elektrische Automatisierung
Systeme und Komponenten
Internationale Fachmesse
Nürnberg, 24. – 26.11.2015
Answers for automation
Besuchen Sie die SPS IPC Drives und erleben Sie die
einzigartige Arbeitsatmosphäre auf Europas führender
Fachmesse für elektrische Automatisierung:
• umfassender Marktüberblick
• mehr als 1.600 Aussteller mit allen Keyplayern
• Produkte und Lösungen
• Innovationen und Trends
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s
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Wermas LED-Signalsäule Clearsign
compact zeichnet sich durch ein
schlankes Design mit moderner, heller LED-Lichttechnik und die hohe
Schutzart IP66 aus. Zudem kommt
neben der Ansteuerung mittels
24V-Spannungsversorgung erstmalig
auch IO-Link als Schnittstelle zum
Einsatz. IO-Link ermöglicht beispielsweise die einfache Darstellung von
Füllständen und Temperaturzuständen: Die Säule füllt sich kontinuierlich und ändert bei Erreichung kritischer Zustände ihre Farbe – denn mithilfe von RGB-LEDs lassen sich in jeder Stufe unterschiedliche Farben
darstellen. Wird kein Signal benötigt,
tritt die Signalsäule optisch in den
Hintergrund und fügt sich mit ihrer
hellen, halb transparenten Hülle in
die Umgebung ein.
Werma Signaltechnik GmbH + Co. KG
www.werma.com
Durch die konsequente Nutzung
von LEDs verbindet
die Clearsign ein
zurückhaltendes,
minimalistisches
Design mit höchster Funktionalität
Nr. 9 / September 2015
FOtowettbewerb
Seite 23
Fotowettbewerb: Jetzt online abstimmen
Unter dem Motto „ Automation im Fokus“ hat
die Fachzeitschrift Automationspraxis zur Motek
2015 gemeinsam mit dem Messeveranstalter
Schall zum Fotowettbewerb aufgerufen, um die
faszinierendste Visualisierung einer Automatisierungslösung zu küren. Nun geht der Fotowettbewerb in die entscheidende Phase. Auf dieser
Seite präsentieren wir den letzten Schwung an
Fotos, die es bei der Vorauswahl bis ins Finale
geschafft haben. Jetzt geht es an die Ermittlung
des Siegers: Im Internet finden Sie alle nominierten Kandidaten (www.automationspraxis.de/
fotowettbewerb). Wählen Sie das Foto, das die
Automatisierungstechnik am besten in Szene
setzt, und stimmen Sie mit ab!
Mitmachen lohnt sich: Unter den Teilnehmern
verlosen wir einen 100 Euro Gutschein für den
Bild der Wissenschaftsshop (www.wissenschaft-
shop.de). Hier findet man ausgefallene Geschenkideen für große und kleine Wissenschaftler, Techniker und Tüftler. Die Siegerehrung findet mit freundlicher Unterstützung der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart am 7. Oktober
in der WRS Lounge auf der Motek statt.
www.automationspraxis.de/
fotowettbewerb
www.wissenschaft-shop.de
MZ04
Intelligent: Mechatronische
Greifsystemkomponenten von
Schunk ermöglichen flexible Prozesse und einen durchgängigen
Informationsfluss vom Greiferfinger bis ins ERP-System.
Schunk GmbH & Co. KG
www.schunk.com
Durchblickend: Seine Röntgenprüfanlage für Aluminiumgussräder hat Erhardt + Abt durch die
Integration eines Industrieroboters revolutionär überarbeitet.
Die vollautomatische Inline-Röntgenprüfanlage Heidetect Wheel
Robot erkennt Gießfehler wie
Lunker, Poren, Nester und Fremdkörper und lässt sich in bestehende Fertigungslinien integrieren
Erhardt + Abt Automatisierungstechnik GmbH
www.erhardt-abt.de
Extrem
schnell und
kompakt
Intelligente Kabelführung
durch hohles Handgelenk
Zupackend: ASA Automatisierungs- und Fördersysteme ist Spezialist für Transport-, Förder- und
Handhabungstechnik. Neben der
Automobilindustrie ist der FanucPartner auch in der Lebensmittelbranche aktiv. Im Bild ein Closeup auf das automatisierte Brötchen-Handling.
ASA Automatisierungs- und
Fördersysteme GmbH
www.asaweb.de
Großer Arbeitsbereich
durch kompakte Bauform
Hohe Produktivität dank
kurzer Zykluszeiten
NACHI
Europe GmbH
Bischofstraße 99
47809 Krefeld
Tel. 02151-650460
Fax 02151-6504690
www.nachi.de
www.nachirobotics.eu
Weltpremiere
auf der Motek!
Halle 5 | Stand 5201
Die neuen
SCHUNK Greifer
Generation Permanent