Hauszeitschrift für das Altenburgheim Eichhörnchen im Herbst

272. Ausgabe
Oktober / November 2015
Hauszeitschrift für das Altenburgheim
Altenpflegeheim – Kurzzeitpflege – Offener Mittagstisch für Senioren
Cafeteria – VIA – Beratung zur Betreuung im Alter
Eichhörnchen im Herbst
Im Herbst bereiten sich die Eichhörnchen auf den Winter vor: sie sammeln alles, was ihnen gerade
unter die Nase kommt: Eicheln, Nüsse, Kastanien oder auch Bucheckern sind in ihren Vorratskammern willkommen. Die Vorräte verbuddeln Eichhörnchen meist in der Erde, wenn im Winter der
Hunger nagt, dann holen sie diese wieder hervor. Eichhörnchen machen nämlich keinen Winterschlaf, sondern halten Winterruhe.
„Lieber Leser“
Lieber Leser, liebe Leserin!
Jedes Jahr um diese Zeit haben wir nicht nur den Wechsel vom
Sommer zum Herbst, sondern, auch den FSJ-Jahreswechsel. Für
ein Freiwilliges Soziales Jahr hat sich wieder eine Vielzahl von jungen Menschen entschieden, einige von ihnen haben im Altenburgheim angefangen. Vorgestellt werden „unsere“ FSJler in diesem Heft, wir heißen sie herzlich Willkommen!
Das ist aber nicht der einzige Wechsel im Altenburgheim.
Ungläubig starr’n wir wie gebannt: Ende Oktober Ruhestand?!
Elisabeth Klotz,
Impressum
Altenburgheim:
Gleißbergstr. 2
70376 Stuttgart
Telefon 0711/54002-0
V.i.S.d.P.: Sabine Hogh
Georgia Knapp
Träger: Wohlfahrtswerk
für Baden-Württemberg
Falkertstraße 29, 70176 Stuttgart
Tel. 0711/61926-0
[email protected]
www.wohlfahrtswerk.de
unsere langjährige Mitarbeiterin in der Verwaltung, wird bald nicht
mehr im ABH sein, keine Zeitungsrunde mehr „drehen“.
Liebe Frau Klotz, wenn Sie jetzt dem Arbeitsleben „Ade“ sagen,
verliert das Altenburgheim nicht nur eine toughe Mitarbeiterin mit
360°-Blick fürs Büro, sondern vor allem auch eine gute Seele mit
offenem Ohr für die kleinen, manchmal auch größeren Sorgen
von Bewohnern und Mitarbeitern.
Wir wissen, dass Sie nicht untätig sein werden, ihren vielseitigen
Freizeitinteressen nun mehr Zeit gönnen können, und wünschen
Ihnen, Frau Klotz, für diese Neuzeit alles Gute!
Für uns alle beginnt die neue Jahreszeit, der Herbst, für viele ein
erfreulicher Wechsel aus den (tropisch) heißen Sommerwochen.
Wie das Eichhörnchen im Titel, halten auch wir keinen Winterschlaf und sammeln deshalb die Farben des Herbstes und freuen
uns an Herbstgenüssen, ob Zwetschgen- oder Zwiebelkuchen.
Ich wünsche Ihnen schöne, bunte, ereignisreiche Tage
Auflage: 350 Exemplare
Druck: WiesingerMedia GmbH
Stuttgarter Straße 10
70736 Fellbach
Internet: www.wiesingermedia.de
Seite 2 | ´s Blättle | Oktober / November 2015
Ihr
Claus Krafczyk
Einrichtungsleiter
Bewohnerseite
Geburtstage im Oktober
Berta Meschl
Liselotte Bäder
Hermann Kaufmann
Werner Göttler
02.10.
03.10.
07.10.
08.10.
85 Jahre
93 Jahre
77 Jahre
81 Jahre
Geburtstage im November
Hedwig Schwarz
Katharina Pihm
Hildegard Wieland
Johann Knotz
Erna Beyer
Anna Feldt
Franziska Musial
04.11.
04.11.
09.11.
14.11.
27.11.
27.11.
27.11.
92 Jahre
90 Jahre
92 Jahre
66 Jahre
96 Jahre
90 Jahre
88 Jahre
Als neue Bewohner
begrüßen wir
Frau Gerda Binder
Frau Marta Hafner
Frau Maria Heine
Frau Katharina Pihm
Frau Rosalie Stolp
Herr Klaus-Peter Haupt
Frau Veronika Spindler
Zi. 116
Zi. 127
Zi. 312
Zi. 206
Zi. 211
Zi. 331
Zi. 301
Wir trauern
um die Verstorbenen
Herr Helmut Weber
Herr Werner Heiss
Frau Hertha Hergenroeder
Frau Waltraud Rossmann
´s Blättle | Oktober / November 2015 | Seite 3
Oktober- & Novemberkalender
Offene Angebote im Altenburgheim
Singkreis
Montag
15.15 Uhr
05.10. / 19.10. / 02.11. / 16.11.
Cafeteria
montags & mittwochs 14.00 bis 16.00 Uhr
sonntags
14.30 bis 16.30 Uhr
Nähstunde
mittwochs
9.30 Uhr
keine Nähstunde am 14.10. und 18.11.
kleiner Saal
Kegelrunde
dienstags
15.00 Uhr
13.10. / 03.11. / 10.11. / 17.11. / 24.11.
im Saal
Kreativstüble
freitags
15.00 Uhr
im Saal
Sturzprophylaxe
montags
10.00 Uhr
kleiner Saal
Achtung:
im Saal
Angebote auf den Wohnbereichen
Backen und Kochen
montags
09.30 Uhr
1. Stock im EG
Treff im Ersten
dienstags
10.00 Uhr
1. Stock
Sport, Spiel, Spaß
dienstags
10.00 Uhr
3. Stock
Gymnastik
mittwochs
10.00 Uhr
2. Stock
Spiel und Spaß
donnerstags
15.00 Uhr
3. Stock
Singstunde
Freitag,
09.10. / 06.11. / 27.11.
16.10. / 13.11.
02.10. / 30.10. / 20.11.
10.00 Uhr
1. Stock
2. Stock
3. Stock
Zitherspiel
Freitag,
09.10.
11.09.
10.00 Uhr
2. Stock
3. Stock
Seite 4 | ´s Blättle | Oktober / November 2015
Oktober- & Novemberkalender
Märchenerzähler
Freitag,
23.10.
23.10.
09.30 Uhr
10.30 Uhr
1. Stock
3. Stock
Abendangebote im Altenburgheim
Kegelrunde
mittwochs
18.45 Uhr
im Saal
Heimbeirat im Altenburgheim
Sitzung
26.11.
10.00 Uhr
Panoramazi. 4. OG
Angebote der Kirchengemeinden im Altenburgheim
Evangelisch:
Gottesdienst
Donnerstag
10.00 Uhr
01.10.
22.10. mit Kindergarten
19.11.
Sonntag
10.00 Uhr
08.11. Gemeindegottesdienst
kleiner Saal
Saal
Thema „Schöne heile Welt?“
Der Psalm vom guten Hirten (Psalm 23)
Katholisch:
Gottesdienst
Donnerstag
08.10. / 12.11.
Sonntag
25.10. / 29.11.
10.00 Uhr
kleiner Saal
10.00 Uhr
kleiner Saal
Bitte beachten Sie die aktuellen Termine auf den Informationstafeln
`s Blättle | Oktober / November 2015 | Seite 5
Programmhinweise
Oktober
Kleider- und Schuhverkauf der Firma „Deku-Moden“
Im Oktober kommt die Firma „Deku-Moden“ mit ihrer mobilen Verkaufsausstellung zu uns ins
Altenburgheim. Es erwartet Sie ein vielfältiges Angebot an Oberbekleidung, Nachtwäsche,
Unterwäsche und Strumpfwaren für Damen und Herren. Außerdem wird auch ein Schuhverkauf
angeboten. Haben Sie schon jetzt eine bestimmte Vorstellung von Schuhen, melden Sie sich
bitte so bald wie möglich im Sozialdienst, damit das Sortiment an Schuhen entsprechend Ihren
Wünschen erweitert werden kann. Der Verkaufstag findet im Saal statt. Sie haben dadurch die
Möglichkeit, bequem vor Ort Kleidung auszusuchen, anzuprobieren und einzukaufen.
Mittwoch, 14. Oktober,
10.00 Uhr – 16.00 Uhr,
im Saal
Dein Theater
Dank der freundlichen Unterstützung der „Martha-Stiegler-Stiftung dürfen wir „Dein Theater“
in diesem Jahr zum dritten Male im Altenburgheim begrüßen.
Dieses Mal überrascht das Ensemble mit einer neuen Aufführung aus der Reihe
Jahreszeitentheater, im Oktober natürlich zum Thema „Herbst“. Volkslieder, Schlager, Gedichte
und die humorvollen Dialoge von Hans Rasch, in denen Tiefgründiges in überraschenden
Reimen mit Leichtigkeit dargeboten wird, werden in der Aufführung zu einem Ganzen
verwoben. Charakterisiert wird das herbstliche Geschehen auch durch die schönen Kostüme
und Requisiten.
Donnerstag, 15. Oktober,
15.00 Uhr, im Saal
Seite 6 | ´s Blättle | Oktober / November 2015
Programmhinweise
November
Laternenlauf
Wir freuen uns, dass in diesem Jahr die Kinder des Kindergartens Maria Regina mit ihren
selbstgebastelten Laternen in zwei Gruppen durch alle Wohnbereiche des Altenburgheimes
laufen und Laternenlieder singen.
Mittwoch, 11. November,
ab 14.30 Uhr, auf allen Wohnbereichen
Klavierkonzert mit Alain Franiatte
Im Herbst darf natürlich ein Klavierkonzert mit dem beliebten Pianisten Alain Franiatte nicht
fehlen. Sein Programm ist wieder bunt gemischt mit klassischer Musik, Schlagern, Oldies und
auch Opernmusik.
Donnerstag, 12. November,
15.00 Uhr, im Saal
`s Blättle | Oktober / November 2015 | Seite 7
Mitarbeiter
Unser neuen
FSJ-Helfer und BfD-ler 2015 / 2016
Hallo,
ich heiße Parthena Tsakliadou und
komme aus Griechenland. Ich bin 18 Jahre
alt und schon ein Jahr in Deutschland. Ich
interessiere mich für eine solche Erfahrung
im Altenburgheim, weil ich gerne den
Menschen helfe. Am 01.09. habe ich das FSJ
(Wohnbereich 3. Stock) angefangen und bin
sehr froh, dass ich die Menschen begleiten
kann und auch die Gelegenheit habe, etwas
neues kennenzulernen.
Sehr geehrte LeserInnen,
ich bin Olegi Chikhashvili und komme aus
Georgien. Seit dem 2. September arbeite ich
im Altenburgheim (Wohnbereich 2. Stock).
Ich finde, dieses Programm (BFD/FSJ) ist
eine gute Möglichkeit, etwas Gutes zu tun.
Es macht wirklich Spaß, anderen Menschen
zu helfen und Ihnen eine Freude zu bereiten.
Dieses Jahr möchte ich nutzen, um meine
Deutschkenntnisse zu verbessern. Das ist für
mich auch eine gute Erfahrung, weil ich
dann ein Studium in Medizin machen
möchte.
Mit freundlichen Grüßen
Olegi Chikhashvili
Seite 8 | ´s Blättle | Oktober / November 2015
Mitarbeiter
Liebe Bewohnerinnen, liebe Bewohner des
Altenburgheims,
ich heiße Alex Kuntz, komme aus Wyhl am
Kaiserstuhl und bin seit drei Jahren hier in
Stuttgart.
Ich absolviere seit dem 1. September 2015
ein FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) hier im
Haus, im Wohnbereich 2. Stock. Ich freue
mich sehr auf die gemeinsame Zeit mit
Ihnen und hoffe, viel zu lernen und viele
Erfahrungen sammeln zu können.
Hallo,
ich bin Tetiana Prut und habe mein FSJ in
der Pflege (Wohnbereich 1. Stock Ost)
begonnen.
Ich komme aus der Ukraine und möchte
meine Deutschkenntnisse verbessern.
Ich will den Menschen helfen.
Ich hoffe, viele Erfahrungen zu sammeln
und viele Freunde zu finden.
Hallo,
mein Name ist Silja Rau und ich habe mein
FSJ im Sozialen Betreuungsdienst am 14.
September begonnen.
Ich hoffe, dass ich viele neue und
interessante Erfahrungen sammeln kann und
freue mich schon auf die gemeinsame Zeit
mit Ihnen.
´s Blättle | Oktober / November 2015 | Seite 9
Mitarbeiter
Abschied
Liebe Bewohner,
zum 31. Oktober ist es für mich soweit. Nach
45 Arbeitsjahren werde ich in den
"Ruhestand" gehen. Schon heute habe ich mir
viele Dinge vorgenommen, die oft während
der Arbeitszeit zu kurz gekommen sind.
Gerne werde ich mehr wandern gehen, reisen,
lesen oder einfach mal die Seele baumeln
lassen.
fehlen, morgens durch das Haus zu gehen, die
Tageszeitungen zu verteilen und ein kleines
"Schwätzle" mit dem einen oder anderen
Bewohner zu halten. Natürlich werden mir
auch die Kollegen und der manchmal stressige
"Bürokram" fehlen.
Eine nette und sicher hilfsbereite Nachfolge
von mir sind Frau Petz und Herr Müller.
Ganz bestimmt werde ich eine häufige
Besucherin des Altenburgheims bleiben.
Elisabeth Klotz
Als ich vor 16 Jahren im Altenburgheim
angefangen habe, hätte ich nicht gedacht, dass
mir die Arbeit im Altenburgheim so viel Spaß
machen würde. Ich bin immer gerne in
"meine Verwaltung" gegangen. Der Kontakt
zu den Bewohnern war mir wichtig und ich
erinnere mich gerne an kleine Anekdoten mit
und um die Bewohner. Schön war auch
immer, wenn ich Nachmittage von meinen
großen Reisen gestalten durfte. Wenn Sie
virtuell mitgereist sind nach Peru, Kuba,
Venezuela oder Vietnam. Sie waren ein
aufmerksames Publikum.
Friedrich Schiller (1759 - 1805) sagte einmal:
Der Abschied von einer langen und wichtigen Arbeit
ist immer mehr traurig als erfreulich.
Auch ich gehe mit einem weinenden und
einem lachenden Auge. Sicher wird mir
Seite 10 | ´s Blättle | Oktober / November 2015
Informatives
Zeitumstellung
Am 25. Oktober 2015 wird uns eine Stunde
geschenkt, denn die Uhr wird nachts um 3.00
Uhr auf 2.00 Uhr zurückgestellt. Ab diesem
Zeitpunkt herrscht wieder die Normalzeit, die
umgangssprachlich auch Winterzeit genannt
wird. Diese Zeitumstellung findet am letzten
Sonntag im Oktober statt. Dabei gilt für die
kommenden
fünf
Monate
die
Mitteleuropäische Zeit (MEZ) und es wird
morgens früher hell und nachmittags früher
dunkel.
Einkaufsdienst der Steigschule
Nach den Sommerferien starten die Schülerinnen der Steigschule wieder ihren Einkaufsdienst.
Falls Sie diesen Dienst nutzen möchten, geben Sie bitte ihre Bestellung am Dienstag vor dem
Einkaufstag bei den Mitarbeitern des Sozialdienstes ab. Dieser leitet Ihre Wünsche an die
Schülerinnen weiter. Am Mittwochnachmittag gehen die Schülerinnen in den nahe gelegenen
Supermarkt und bringen anschließend Ihre Einkäufe zu Ihnen aufs Zimmer. Sie können den
Einkauf bar bezahlen oder sich den Betrag von ihrem Geldkonto vom Haus abbuchen lassen.
Die nächsten Termine sind:
07.10. / 21.10. / 28.10. / 18.11. / 25.11. / 02.12.
Wir freuen uns auf Ihre Bestellung!
Im Urlaub sind:
Frau Hogh
Herr Stadtmüller
Herr Huber
Sozialer Betreuungsdienst
Küchenleitung
Hausmeister
23.11. – 25.11.2015
24.11. – 07.12.2015
05.10. – 23.10.2015
´s Blättle | Oktober / November 2015 | Seite 11
Informatives
Palliativpflege im ABH
„…auf dass wir klug werden“
war das Motto des diesjährigen, in Stuttgart
stattgefundenen, evangelischen Kirchentages
mit einem Programm von über 2000
Angeboten in und um Stuttgart.
Jeder Tag hatte ein eigenes Hauptthema. So
war am Freitag das Thema „Leiden“
angesagt. Unter anderem fand eine
Podiumsdiskussion mit dem Titel:
„Ich wünsch´ mir Sterben ohne Leiden“
im Zelt am Neckarpark statt. Teilnehmer
waren unter anderem:
- Prof. Gian Domenico Borasio,
Palliativmediziner
aus
Lausanne/
Schweiz, der das empfehlenswerte
Buch „Über das Sterben“ geschrieben
hat
- Hermann Gröhe, Bundesgesundheitsminister in Berlin
- Dr.h.c. Schneider, Ratsvorsitzender der
evangelischen Kirche Deutschland
- Prof. Birnbacher, Vizepräsident der
Deutschen Gesellschaft für Humanes
Sterben
- Pflegefachkräfte, Journalisten und das
Publikum
Die oft gestellten Fragen gingen um die
Selbstbestimmung am Lebensende. Was ist
ethisch möglich und richtig? Wer entscheidet
für mich, wenn ich es nicht mehr kann?
Es stellte sich dabei heraus, dass viele
Begriffe, die in diesem Zusammenhang
Seite 12 | ´s Blättle | Oktober / November 2015
genannt werden, oft gar nicht so bekannt sind
und oft nur als Schlagwort ohne wirklichen
Inhalt benutzt werden.
Aktive Sterbehilfe
(Tötung auf Verlangen )
Tötung eines anderen, der dies ausdrücklich
will.
Beispiel: Ein Arzt spritzt einem schwer
kranken Menschen ein tödliches Gift. Dies ist
in Deutschland verboten, aber in den
Beneluxstaaten erlaubt.
Passive Sterbehilfe (Sterben zulassen)
Nicht Beginnen oder Beenden einer
lebenserhaltenden Behandlung.
Beispiel: Abschalten einer künstlichen
Beatmung oder Entfernen einer Magensonde.
Indirekte Sterbehilfe (Therapien am
Lebensende)
Behandlung oder Gabe von Medikamenten
zur Linderung von Symptomen, wobei als
unerwünschte Nebenwirkung der Patient
früher sterben könnte. Gemeint sind einige
Stunde bis wenige Tage.
Beispiel:
Medikamentengaben
gegen
belastende Beschwerden, jede Operation bei
schwachen Patienten. Der Tod ist dabei NIE
das Ziel der Behandlung, sondern eine
unerwünschte Nebenwirkung.
Informatives
Assistierter
Suizid
(Beihilfe
zur
Selbsttötung)
Der Patient tötet sich dabei selbst, bekommt
aber Hilfe.
Beispiel: Dem Patienten wird ein Becher mit
Gift gereicht, den er selber trinkt.
Da Selbsttötung in Deutschland straffrei ist,
ist auch die Beihilfe dazu straffrei.
Palliative Sedierung
Gabe beruhigender, teils sehr starker
Medikamente, die das Bewusstsein eines
Patienten so weit dämpfen, dass er nicht an
Schmerzen, Atemnot oder Übelkeit leidet,
sondern ausreichend tief schläft. Er kann
dabei auch in den Tod hinein schlafen.
Sterbebegleitung (Palliative Begeleitung)
Als Beistand im Sterben.
Beispiel: Symptome lindern, Nähe geben,
Hand halten.
Anfang Juli wurden dann im Bundestag
verschiedene Gesetzesentwürfe eingebracht,
die
eine
Neuregelung
des
umgangssprachlichen
„Sterbehilfeparagraphen“ vorsahen. Darüber wurde auch
ausführlich in den Medien berichtet.
Die Entwürfe waren:
− zur Strafbarkeit der geschäftsmäßigen
Förderung der Selbsttötung
− zur Regelung der ärztlich begleiteten
Lebensbeendigung
(Suizidhilfegesetz)
− über die Straffreiheit zur Hilfe zur
Selbsttötung
− über die Strafbarkeit der Teilnahme an
der Selbsttötung
Auf ein Gesetz oder Regelung werden wir
wahrscheinlich noch länger warten.
Positiv an diesen ganzen Diskussionen ist
aber,
dass
das
Thema
Krankheit,
Sterbebegleitung,
Sterben
in
der
Öffentlichkeit diskutiert wird. Ein Thema, mit
dem wir so umgehen sollten, wie mit jedem
anderen auch. Nicht nur, dass es jeden
betrifft, es gehört genauso zum Leben wie das
Geborenwerden.
Übrigens, der vollständige Satz aus Psalm
90,12 lautet:
Lehre uns bedenken, dass wir sterben
müssen, auf dass wir klug werden.“
Angelika Schram
´s Blättle | Oktober / November 2015 | Seite 13
Aus der Hauswirtschaft
Herbstzeit ist Zwiebelkuchenzeit
Der Herbst ist da und in unserer Cafeteria beginnt wieder die Zwiebelkuchenzeit. Ab 14.
September 2015 gibt es jeden Montag und Mittwoch von 14-16 Uhr leckeren Zwiebelkuchen
der Bäckerei Bürkle. Dazu gibt es ab Oktober auch neuen Wein.
Schauen Sie doch einfach in der Cafeteria vorbei!
Unsere Cafeteria hat montags und mittwochs von 14-16 Uhr und sonntags von 14.30-16.30 Uhr
geöffnet.
Ihr Cafeteria-Team
Speiseplanbesprechung
Ganz herzlich möchten wir Sie, liebe Bewohnerinnen und Bewohner, zur
Speiseplanbesprechung am Mittwoch, 30. September 2015, einladen. Die Speiseplanbesprechung
findet um 14.30 Uhr im Speisesaal statt. Wünsche, Anregungen und Kritik bezüglich des
Speiseplans nehmen Herr Stadtmüller (Küchenleiter) und Frau Grill (Hauswirtschaftsleiterin)
gerne entgegen.
Offener Mittagstisch
Von Montag bis Freitag besteht die Möglichkeit, an unserem offenen Mittagstisch um 12 Uhr
im Speisesaal teilzunehmen Alle Angehörigen, Besucher und Gäste des Altenburgheims sind
herzlich eingeladen. Zum Preis von € 4,80 servieren wir Ihnen ein leckeres, frisch zubereitetes
Menü (bestehend aus Suppe, Hauptgericht mit Gemüsebeilage oder Salat, Dessert und Getränk).
Die aktuellen Speisepläne liegen in unserem Eingangsbereich aus.
Um Voranmeldung wird gebeten.
Wir freuen uns auf Sie!
Ihr Küchenteam
Seite 14 | ´s Blättle | Oktober / November 2015
Aus der Hauswirtschaft
Nähstunde
Unsere Nähstunde findet immer mittwochs von 9.30 bis 11.30 Uhr im kleinen Speisesaal statt.
Dort besteht die Möglichkeit, Näh- und Flickarbeiten von Frau Heintel (ehrenamtliche
Mitarbeiterin) und Frau Sebök (hauswirtschaftliche Mitarbeiterin) erledigen zu lassen.
Unsere beiden „Nähfrauen“ freuen sich über Unterstützung beim Knöpfeannähen und Flicken.
Wenn auch Sie gerne mithelfen möchten, melden Sie sich einfach im Speisesaal.
Auch Zuschauer sind HERZLICH WILLKOMMEN.
Glasvitrine im Eingangsbereich
Im September begann für viele Kinder nach den großen Ferien wider die Schule. Bestimmt
erinnern auch Sie sich, liebe Bewohner und Bewohnerinnen, an Ihre Schulzeit und besonders
auch Ihren ersten Schultag. Passend zum Schulanfang wurde unsere Vitrine von Frau Karin
Eckert (ehrenamtliche Mitarbeiterin) mit allerlei Schulsachen, wie z. B. einer Schultasche,
Poesiealbum, Büchern und Federhaltern dekoriert. Ein herzliches Dankeschön an Frau Eckert
und Frau Verducci, die uns diese Ausstellungsstücke zur Verfügung gestellt haben.
Bereits Anfang Oktober erwartet uns eine Ausstellung über Oldtimer.
´s Blättle | Oktober / November 2015 | Seite 15
Aus der Pflege
Organspende
Ein Thema, bei dem Freud und Leid
unglaublich nahe beieinander liegen und
welches sehr emotional und ethisch ist.
Zwei Szenarien sollen dies aufzeigen:
Szene 1:
Ein Motorradfahrer verunglückt tödlich und
es wird bei ihm ein Hirntod attestiert. Die
Familienangehörigen und Freunde sind tief
schockiert und in Trauer über diese schlimme
Nachricht.
Kaum haben sie diese Schreckensmeldung
erfahren, fragen die Ärzte, ob er einen
Organspendeausweis hat bzw. ob bekannt ist,
dass er mit einer Organspende einverstanden
wäre, denn es gäbe die Möglichkeit, dadurch
einem anderen Menschen zu helfen.
Emotional noch völlig aufgelöst soll nun eine
solch schwere Entscheidung getroffen
werden.
Szene 2:
Eine seit vielen Jahren schwer krebskranke
Frau benötigt dringend eine neue Lunge,
ansonsten wird sie in naher Zukunft sterben,
da
es
keine
anderen
Behandlungsmöglichkeiten mehr gibt. Nun
erhält sie die Nachricht, dass sie ein für sie
geeignetes Organ erhalten kann. Ihre Familie
und Freunde sind voller Freude und
Hoffnung auf ihre zweite Lebenschance.
Seite 16 | ´s Blättle | Oktober / November 2015
Wie Sie sehen können, sind dies zwei ganz
unterschiedliche Szenen, wie sie emotional
wohl kaum unterschiedlicher sein könnten,
und dennoch hängen sie miteinander
zusammen.
Und beide Schicksale können uns selbst
betreffen, daher lohnt es sich bzw. sollte sich
jeder von uns damit auseinandersetzen und
seine Gedanken machen.
Die Frage für jeden von uns lautet:
„Wie stehe ich selbst zur Organspende?“
Jeder von uns hat seine individuelle
Betrachtungsweise, z. B.: „wenn ich tot bin,
könnt ihr mit mir machen was ihr wollt!“ oder
„ich möchte nicht auseinandergenommen
werden, sondern als Ganzes tot sein dürfen!“
Beide bzw. jede Ansicht gilt es zu respektieren
und zu achten und es bedarf keiner
Rechtfertigung dafür.
Allerdings sieht die Realität häufig so aus, dass
das Thema verdrängt wird und man sich keine
Gedanken darüber macht und in der
konkreten Situation auf einmal Angehörige in
einer sehr, sehr schweren emotionalen
Lebenslage, wenn sie nämlich einen lieben
Menschen verloren haben, entscheiden
müssen, was mit den Organen des soeben
verstorbenen, geliebten Menschen passieren
soll.
Schwerkranke Menschen wiederum hoffen
auf das Glück eines Spenderorganes, wenn es
für sie ansonsten keine Hoffnung mehr gibt.
Aus der Pflege
Ängste und Sorgen
Leider gab es in der Vergangenheit auch in
Deutschland Fehlhandlungen von Ärzten.
Organe wurden nicht nach den in
Deutschland geltenden rechtlichen Vorgaben
vergeben. Ein solches verbrecherisches
Vorgehen ist ein Thema für die Justiz. Das
schlimme dabei ist, dass dadurch die
Bereitschaft zur Organspende sinkt und
Ängste entstehen, dass man „ausgeschlachtet“
wird, bevor man wirklich Tod ist, wobei es bei
den Fällen in Deutschland nicht um die
Entnahme, sondern um die Vergabepraxis
von entnommenen Organen ging.
Die Transplantation von Organen ist in
Deutschland im Transplantationsgesetz und in
den Richtlinien der Deutschen Ärztekammer
geregelt.
Ein Organ wird nach der Dringlichkeit, der
Übereinstimmung von Gewebemerkmalen
zwischen Spender und Empfänger und nach
einer Rangfolge vergeben. Wenn Mediziner
dagegen verstoßen, ist das ein Fall für die
Gerichte. Der Faktor Zeit spielt eine große
Rolle, es muss schnell eine Entscheidung
getroffen werden.
Wann ist eine Organspende rechtlich
zulässig?
1. Wenn der Hirntod zweifelsfrei nach
den
Richtlinien
der
Bundesärztekammer festgestellt wurde.
2. Wenn eine Einwilligung zur Entnahme
vorliegt.
Es gibt im Prinzip keine Altersgrenze im
Erwachsenenalter. Entscheidend ist der
Zustand der Organe.
Wenn ein Mensch eine Organtransplantation
erhalten hat, wird er sein Leben lang
sogenannte Immunsupressiva einnehmen
müssen. Medikamente, welche die eigene
Körperabwehr
(das
Immunsystem)
reduzieren, da es bei einer Organspende zu
einer Abwehrreaktion gegen das „fremde“
Organ kommt.
Was kann ich tun bzw. woher bekomme
ich einen Organspendeausweis?
Im Informationsständer im Altenburgheim
am Eingangsbereich liegt eine Broschüre zur
Organspende aus, welche auch gleichzeitig
einen Organspendeausweis beinhaltet.
Dort können Sie eintragen, ob Sie einer
Organspende zustimmen, aber auch wenn Sie
keine Organentnahme durchführen lassen
möchten.
Nochmals zur Erwähnung: beide Ansichten
sind zu respektieren und beide Ansichten sind
für die Angehörigen wichtig zu kennen, um
im Falle eines Falles im Sinne Ihres
persönlichen Willens eine Entscheidung fällen
zu können.
Organspenden von lebenden Menschen
Es gibt auch die Organentnahme von
lebenden Menschen, welche dann mit einem
Organ weniger - z. B. einer Niere weiterleben können, oder jemand lässt von
sich selbst Gewebe von einem Körperbereich
an einen anderen Bereich transplantieren.
´s Blättle | Oktober / November | Seite 17
Aus der Pflege
Bei Blutkrebs gibt es die Möglichkeit einer
Knochenmarkspende, um an Blutkrebs
erkrankten Menschen zu helfen. Immer wieder
gibt es in den Medien Aufrufe dazu, vielleicht
haben Sie davon schon gehört?
Wie geht das denn?
Von bereitwilligen Spendern wird mit einem
Wattestäbchen ein Wangenabstrich genommen
und an die DKMS = Deutsche
Knochenmarkspendendatei
zur
Registrierung übermittelt.
Wenn
nun
Merkmale
von
einem
Knochenmarkspender
und
einem
Knochenmarkempfänger
übereinstimmen,
werden
weitere
Untersuchungen
zur
genaueren Übereinstimmung getroffen.
Dann kann es sein, dass es tatsächlich zu einer
Knochenmarkspende kommt, wenn der
Spender dies möchte.
Knochenmarkspende, was ist das?
In
unseren
Knochen,
genauer
im
Knochenmark, also dem Inneren unserer
Knochen, findet die Blutbildung statt, dort
werden unsere Blutkörperchen gebildet, unter
anderem auch unsere weißen Blutkörperchen,
welche für unser Immunsystem verantwortlich
sind und welche bei einer Leukämie nicht
mehr richtig funktionsfähig sind.
zeitlang Hormone verabreicht, damit
vermehrt Blutstammzellen produziert
werden, welche dann per Blutentnahme
herausgefiltert werden.
2. Eine Knochenmarkentnahme unter
Vollnarkose
direkt
aus
dem
Beckenkamm.
Für den Spender ist das persönliche
Gesundheitsrisiko relativ gering, für den
Empfänger ist es eine neue Lebenshoffnung.
Beim Empfänger wird die eigene Blutbildung
im Prinzip zerstört und man hofft, dass das
gespendete Knochenmark die Blutbildung in
Zukunft übernimmt. Während dieser Zeit,
wenn das eigene Knochenmark beim
Empfänger zerstört wird, ist die betreffende
Person praktisch ohne Immunsystem und
dadurch äußerst infektionsgefährdet und muss
daher sehr beschützt behandelt werden.
FAZIT
Organspende ist ein Thema, welches wir am
liebsten verdrängen möchten. Es ist ein
unangenehmes Thema, da wir uns mit unserer
eigenen Existenz und der Existenz von uns
lieben Menschen befassen müssen, aber wir
sollten es tun, denn jeder Mensch, welcher
dadurch eine zweite Lebenschance erhält, ist es
wert und jeder von uns selbst kann selbst
entscheiden, ob er sich für eine Organspende
Es gibt zwei Methoden der
zur Verfügung stellt oder ganz bewusst nicht.
Knochenmarksspende:
Informieren Sie sich doch auch direkt vor Ort,
1. Über eine Blutenentnahme: Dabei wenn mal wieder eine DKMS-Aktion
bekommt die betreffende Person eine stattfindet.
Seite 18 | ´s Blättle | Oktober / November 2015
Aus der Pflege
Häufig gestellte Fragen beantwortet:
Alle zwei Monate erscheint zur
Unterhaltung
und
Information
unsere Hauszeitung, das „Blättle“.
Dort, auf den Informationstafeln in
den Wohnbereichen und in den
Aufzügen können Sie aktuelle
Veranstaltungshinweise entnehmen.
Fehlende Rezepte sollte uns Ihr
Angehöriger vorbeibringen oder Ihr
Arzt. Manche Ärzte möchten von
Ihnen dafür die Portogebühren
erstattet haben.
Es gibt Zeiten, z. B. nachmittags
oder am Wochenende, an denen
unter
Umständen
weniger
Mitarbeiter da sind, da sie eher zu
den Hauptversorgungszeiten, also
morgens und abends, da sind.
So wie dies auch in anderen
Branchen üblich ist, z. B. bei der
Bahn, oder im Restaurantbetrieb
gibt Hauptverkehrszeiten.
Unsere
Mitarbeiter
sind
den
Wohnbereichen fest zugeordnet,
dennoch kann es sein, dass bei
Mitarbeiterausfällen für Sie fremde
Mitarbeiter
diesen
Ausfall
kompensieren.
Wenn Sie nicht sofort einen
Mitarbeiter anfinden, achten Sie
bitte
auf
die
grünen
Anwesenheitsleuchten
vor
den
Zimmern.
Wenn Sie eine höhere Pflegestufe
erhalten, erhalten Sie auch mehr
Pflegeleistungen, in der Regel schon
eine längere Zeit, bevor wir Sie
ansprechen, eine Höherstufung zu
beantragen. Wenn Sie vermehrt
Pflege- und Betreuungsleistungen
erhalten, benötigt evtl. jemand
anderes, z. B. ein neuer Bewohner,
weniger. Daher bleibt die Anzahl des
Mitarbeiterpools relativ stabil.
Der sogenannte Personalschlüssel
regelt die Anzahl der Mitarbeiter im
Verhältnis zu den Pflegestufen. Das
bedeutet, je höher die Pflegestufe,
desto mehr Mitarbeiter sind geplant.
Allerdings ist der Personalschlüssel
in Baden-Württemberg seit ca. 30
Jahren unverändert, und das bei
enorm veränderten Rahmenbedingungen. Bei den Pflegesatzverhandlungen wird auch auf eine
50%
Fachkraftquote
geachtet,
allerdings ist diese Mindestanforderung in der Regel auch die
maximal finanzierte Größe von
Seiten der Kostenträger.
Bernd Kux (Pflegedienstleitung)
´s Blättle | Oktober / November 2015 | Seite 19
Fotorückblick
.
Auch dieses Jahr gab es wieder Ausflüge auf den
Wochenmarkt in Bad Cannstatt. Die Bewohner
begaben sich zusammen mit den Betreuungsassistentinnen bei
bestem Sommerwetter in das muntere Markttreiben. Nach
einem Rundgang über den Marktplatz ließen die Bewohner den
schönen Vormittag bei leckerem Eis und Kaffee ausklingen.
Seite 20 | ´s Blättle | Oktober / November 2015
Fotorückblick
Seit Juni gibt es im dritten Stock alle sechs
Wochen einen Schlagernachmittag.
Gestaltet wird dieses musikalische Event von
Claudia Garde, die auf ihrer Gitarre und mit
Gesang die Schlager der 50er und 60er Jahre
wieder aufleben lässt. Frau Garde kommt
ehrenamtlich ins Haus und führt diesen
Nachmittag zusammen mit unserer
Betreuungsassistentin Cecilia Schlude durch.
Die teilnehmenden Bewohner sind total
begeistert und singen gerne mit.
Mitte August hatte die Cafeteria Eiskaffee
und Eisschokolade im Angebot. Obwohl
die Temperaturen nicht mehr ganz so hoch
waren, schmeckte den Gästen die kühle
Leckerei sehr gut.
Wieder einmal konnte ein hoher Geburtstag bei uns im
Altenburgheim gefeiert werden. Frau Frieda Tonant
beging ihren 101. Geburtstag am 7.9. bei guter
Gesundheit mit ihrer Familie. Einen Tag später wurde
gemeinsam mit den Bewohnern des Wohnbereichs 2.
Stock West gefeiert. Bei einer Kaffeerunde mit leckeren
Torten wurden Geburtstagsgedichte vorgetragen und viel
gesungen. Frau Tonant hat mit kräftiger Stimme ein
Solo gesungen und erntete dafür von ihrer Gästeschar
großen Applaus.
Die Geburtstagsblumen überreichte der
Einrichtungsleiter Herr Krafczyk.
´s Blättle | Oktober / November 2015 | Seite 21
Geschichten
Eine kleine Geschichtsstunde über Wein
Der goldene Oktober bringt uns nicht nur die
bunten Blätter, Lampions und das
Drachensteigen, sondern
auch die
Herbstfeste mit Neuem Wein und
Zwiebelkuchen.
Wie aber kommt es zur Tradition des
Weinbaus und zu den vielen Weinbergen in
unserer Gegend?
Kehren wir zunächst in die Geschichte
zurück.
Rebengewächse gab es in Deutschland lange
vor den ersten Menschen. Nach der Eiszeit
um ca. 5000 v. Chr. haben die Menschen
Trauben gesammelt. Sie haben sie entweder
frisch gegessen oder getrocknet und als
Rosinen verspeist.
Was jedoch im Dunkeln der Vorgeschichte
verborgen bleibt: Wer war der erste Mensch,
der vom vergorenen Rebensaft betrunken
wurde? War es etwa doch ein Höhlenmensch?
Mit den Kelten kommt etwas Licht in das
Dunkel.
Die
ersten
nachgewiesenen
Weintrinker waren die keltischen Fürsten vor
2500 Jahren. Das wissen wir durch
archäologische Ausgrabungen.
Doch der Wein war dem Adel und den
Göttern vorbehalten. Das gemeine Volk trank
vergorenes Getreide, also Bier.
Seite 22 | ´s Blättle | Oktober / November 2015
Ein regelrechter Weinkult bestand im antiken
Griechenland. Der griechische Gott des
Weines hieß Bacchus.
Eine breite Weinkultur kam zu uns mit den
Römern. Als Gallien im Jahre 50 v. Chr. von
Julius Cäsar erobert wurde, drangen die
Römer auch in das damalige Germanien ein.
Der Rhein wurde die Grenze des Römischen
Reiches.
Zunächst benötigen die Soldaten nur ein
Tierfell, einen großen Korb und Gefäße, um
Wein herzustellen. Der Korb könnte als
Kelter gedient haben, im Tierfell wurde der
Most aufgefangen. In den großen Gefäßen
(Amphoren) gärte der Most zu Wein.
Im Laufe der Jahrhunderte legten die Römer
Weinberge an.
Aus der Geschichtsschreibung ist bekannt,
dass es im 4. Jahrhundert allein an der Mosel
371 Weinberge gegeben haben muss.
Also waren es die Römer die uns den Wein
brachten. Sie waren nicht nur Eroberer,
sondern auch Genießer.
Na dann Prost!
Karl Würz
Rätselseite
Bitte vervollständigen Sie die fehlenden Wörter dieses bekannten Herbstliedes!
bemalt
Pfirsiche
Mädchen
Bunte
Flöte
junge
4. Geige tönt und
bei der Abendröte
und im Mondesglanz;
Winzerinnen
winken und beginnen
frohen Ringeltanz.
Traube
3. Flinke Träger springen,
und die
singen,
alles jubelt froh!
Bänder schweben
zwischen hohen Reben
auf dem Hut von Stroh.
kühler
2. Wie die volle
aus dem Rebenlaube
purpurfarbig strahlt!
Am Geländer reifen
, mit Streifen
.
rot und weiß
Blätter
Herbst
gelb
Wälder
1. Bunt sind schon die
,
die Stoppelfelder,
und der
beginnt.
Rote
fallen,
graue Nebel wallen,
weht der Wind.
´s Blättle | Oktober / November 2015| Seite 23
Dienstleistungsangebot
Stationäre Pflege
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Öffnungszeiten der Verwaltung
Montag bis Freitag
08.00 bis 12.00 Uhr und
13.00 bis 15.00 Uhr
Mittwochnachmittag geschlossen
Gib der Welt, auf die du wirkst, die Richtung
zum Guten, so wird der ruhige Rhythmus der
Zeit die Entwicklung bringen.“
Altenburgheim
Gleißbergstraße 2
70376 Stuttgart (Bad Cannstatt)
Friedrich Schiller
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