Goldene Tauben Leipzigs Oper - Fuchs + Girke

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Bayer Leverkusen
AS Rom
Seite 22
HEUTE IN DER LVZ
POLITIK
Ukrainischer Botschafter
lobt Einsatz von Merkel
LEIPZIG. Die Ukraine habe vor allem
Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zu verdanken, dass der Friedensprozess in Gang
gekommen ist, sagt Andrij Melnyk, der
Botschafter der Ukraine. Die Sanktionen
gegen Russland müssten bleiben. Seite 2
AUS ALLER WELT
Großbritannien: Bombe als
wahrscheinliche Ursache
LONDON. Die britische Regierung hält es
für wahrscheinlich, dass der Absturz des
russischen Passagierflugzeugs über dem
Sinai von einem Sprengkörper an Bord
verursacht wurde, wie Außenminister Philip
Seite 24
Hammond am Abend erklärte.
FINANZEN
DAX
10 845,24
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TecDAX
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Mister Spock aus dem Stall Sonnenschein hat
schon fünf Mal in Folge gewonnen SEITE 23
Abgas­Skandal: Kein
Produktionsstopp im
Porsche­Werk Leipzig
LEIPZIG. Der Verkaufsstopp des Geländewagens Porsche Cayenne in Nordamerika hat keine Auswirkungen auf die Produktion im Werk in Leipzig. Das bestätigte eine Unternehmenssprecherin gestern
auf LVZ-Anfrage. In diesem Jahr seien
bereits 3000 Fahrzeuge nach Übersee
ausgeliefert worden. Seit 2002 läuft der
Cayenne in Leipzig vom Band. In dem
Werk arbeiten 3600 Mitarbeiter; sie bauen auch den Macan und den Panamera.
Nach den neuesten Vorwürfen der USUmweltbehörde EPA gegen VW hatte der
Porsche-Konzern gestern den Verkauf
des Cayenne in Nordamerika bis auf Weiteres eingestellt. Betroffen seien alle Dieselausführungen von 2014 bis 2016, in die
Motoren des Mutterkonzerns VW verbaut
wurden.
Leitartikel und Seite 3
Leipzigs Oper
Im Zuge der Fassadensanierung der Leipziger Oper sind
auch die vier goldenen Tauben vom Dach des Hauses restauriert worden. Gestern schwebte das letzte Exemplar per Kran
ein. Die vier Schmuckstücke sind jeweils 1,5 Meter hoch
sowie 80 Kilogramm schwer. und wurden von der Firma
Fuchs+Girke aus Ottendorf-Okrilla aufgefrischt. Scannen Sie
das Bild und sehen Sie noch mehr Fotos. Seite 15
LEITARTIKEL
Foto: André Kempner
Mit Flüchtlingsstrom wächst die Zahl der
Bedürftigen: Tafeln brauchen mehr Hilfe
Es fehlt an Lebensmitteln, Fahrzeugen und Benzin / Bedarf in Mitteldeutschland um 20 Prozent gestiegen
VON ANDREAS DUNTE
LEIPZIG. Der hohe Zustrom an Flüchtlingen bereitet zunehmend auch den Tafeln
in Mitteldeutschland große Sorgen. Es
fehlt zum Teil an Lebensmitteln, vor allem
aber brauchen die Helfer mehr Fahrzeuge, Lagerkapazität und Geld für Benzin.
„Vereinzelt gibt es schon Engpässe,
viele unserer Helfer arbeiten an ihren
Grenzen“, sagt der Vorsitzende des Landesverbandes Sächsische Tafeln, Joachim
Rolke. Zugleich betont er: „Weggeschickt
haben wir noch keinen.“ Die 37 Tafeln in
Sachsen mit ihren 1400 ehrenamtlichen
Helfern bräuchten schnell mehr Unterstützung. Versorgt werden sachsenweit
rund 40 000 Familien und Einzelpersonen. Infolge des Zustroms an Flüchtlingen
sei die Zahl in den letzten Monaten um
rund 20 Prozent gestiegen.
Handelseinrichtungen geben an die
Tafeln zumeist Lebensmittel ab, deren
Mindesthaltbarkeitsdatum bald abläuft,
Backwaren vom Vortag oder Obst und
Gemüse mit kleinen Schönheitsfehlern.
Zu begrüßen seien Aktionen wie die der
Handelskette Rewe, die derzeit Kunden
anbietet: Wer will, kann eine Tüte mit Produkten zum Preis von fünf Euro erwerben, die an die Tafeln geht.
Sie sei über jede Spende froh, sagt Jutta Faak, Tafel-Chefin in Delitzsch. Sie und
ihre Helfer versorgen Bedürftige in den
Ausgabestellen in Delitzsch, Eilenburg
und Laußig. „Wie liefern Lebensmittel
auch nach Hause, denn die Zahl der mittellosen Älteren wird nicht weniger – im
Gegenteil“, sagt sie. Seit einiger Zeit fahren die Delitzscher Helfer auch in Flüchtlingsheime. „Wir brauchen mehr Spenden, dann können wir auch mehr vertei-
Deutschland will Andrang
aus Österreich eindämmen
PASSAU. Der Flüchtlingskoordinator der Bundesregierung, Peter Altmaier
(CDU), will den Andrang
an der bayerisch-österreichischen Grenze eindämmen. Bei einem Besuch
eines Flüchtlingslagers in
Wegscheid bei Passau
kündigte er gestern an,
ein Polizeizentrum mit
deutschen und österreichischen Beamten einrichten zu wollen. Parallel
laufen Gespräche mit der
Türkei über europäische
Kontingentlösungen.
Zugleich fordern die in
der Flüchtlingshilfe engagierten
Organisationen
Entlastung durch die Politik.
Seite 2
len“, wünscht sich die Tafel-Chefin. Ähnlich sieht es in Bautzen aus. „Noch
können wir jedem helfen, der zu uns
kommt“, so Tafel-Chefin Elke Krause. Da
aber immer mehr kommen, würden die
Rationen mitunter begrenzt.
In Halle hat die Tafel jetzt einen dritten
Ausgabetag pro Woche eingeführt, weil
immer mehr Flüchtlinge kommen. „Noch
erhalten wir genügend Lebensmittel,
einige Engpässe gibt es aber, etwa bei
Molkereiprodukten“, sagt Elke Ronneberger, Vorstand der Evangelischen
Stadtmission, dem Träger der Tafel. Die
Versorgung mit Backwaren sei hingegen
sehr gut. Ein Bäcker aus dem Saalekreis
backe zwei Mal pro Woche für die Tafel.
„Es krankt vor allem an der Logistik“,
sagt Joachim Rolke vom Landesverband
Sachsen. „Die Lebensmittel müssen bei
den Discountern abgeholt, im Zentralla-
DFB­Präsident Niersbach
immer stärker unter Druck
FRANKFURT. Nach der
Steuerrazzia beim DFB
hüllt sich der stark angeschlagene Verbandspräsident Wolfgang Niersbach
weiter in Schweigen. Bei
einer spontanen Mitarbeiterversammlung in der
DFB-Zentrale, in der
Generalsekretär Helmut
Sandrock die Mitarbeiter
informierte, war Niersbach am Mittwoch nicht
anwesend. Ob oder wie
lange der 64-Jährige
angesichts der sich immer
mehr zuspitzenden Affäre
um die WM 2006 noch im
Amt bleibt, ist unklar.
Zumindest im Verband
genießt er weiter Rückendeckung.
Seite 22
ger sortiert und dann an die Tafeln verteilt
werden.“ Da mehr gefahren werde, benötige man auch mehr Geld für Benzin und
für neue Fahrzeuge.
Über ein Zentrallager, wie es die Sachsen haben, würden sich die Thüringer
freuen. „Wir suchen eine neue größere
Halle vorzugsweise im Raum Erfurt, um
die Lebensmittelspenden schnell verteilen zu können“, erklärt Nico Schäfer, Vorsitzender der Thüringer Tafeln. Das Lager
in Blankenhain platze aus allen Nähten.
Die Zahl der Menschen, die durch die
32 Tafeln des Landes versorgt werden, ist
laut Schäfer seit April von 17 500 auf
aktuell knapp 20 000 gestiegen.
Wer helfen will, kann sich
➦ direkt
an die Tafeln wenden:
[email protected]
[email protected]
SPD fordert für Sachsen
eigenes Integrationsgesetz
DRESDEN. Sachsens SPD
setzt den Koalitionspartner
CDU unter Druck: Landeschef und Wirtschaftsminister Martin Dulig fordert für
den Freistaat ein Integrationsgesetz. „Wir müssen
unsere
Hausaufgaben
machen“, machte Dulig
gestern in Dresden klar,
„und es ist klar, dass wir in
dieser Frage die Treiber in
der Koalition sind.“
Die designierte SPDGeneralsekretärin Daniela
Kolbe geht mit der CDU
hart ins Gericht: „Ich habe
den Eindruck, dass viele in
der Union die Augen vor
der Realität verschließen,
wie Integration funktionieren soll.“
Seite 4
Der Siegeszug des Kapitals
Das komplette Wetter auf Seite 8
Die aktuelle Wetterlage: Bitte Grafik
scannen und Regenradar starten.
LVZ MULTIMEDIAL
Daniel Craig spielt in „Spectre“ zum vierten
mal den britischen Superagenten SEITE 11
zieren
CHAMPIONS LEAGUE
Arsenal London
LEIPZIGS NEUES WUNDERPFERD
Goldene Tauben
LEIPZIG. Burkhard Jung (57, SPD) will bei
der Oberbürgermeisterwahl 2020 nochmals kandidieren. Das erklärte Leipzigs
Stadtoberhaupt im LVZ-Interview. Jung
will seine politische Laufbahn nicht von
den Ereignissen der vergangenen Wochen
abhängig machen. Wie berichtet, wird der
OBM seit Wochen wegen seiner Haltung in
der Flüchtlingsfrage angefeindet und
bedroht. So hatten Unbekannte an einen
Container in der Innenstadt einen Galgen
und die Worte „No Asyl” und „OB Jung wir
kriegen Dich” geschmiert. „Natürlich ist
das eine Verrohung, die einen nicht kaltlässt, die Leichtigkeit geht etwas verloren.“ Aber er wolle von seinem Vorhaben,
2020 wieder anzutreten, „erstmal nicht“
abweichen. Die Frage, wer neuer Erster
Bürgermeister, und damit stellvertretender OBM werden soll, ließ Jung unbeantwortet. Im Interview erklärt er auch, wie
die Stadt tausende Flüchtlinge unterbringen und integrieren will.
Seite 13
Bayern München
HEUTE KINOSTART FÜR NEUEN BOND
LVZ - 05.11.2015 - Seite 1
OBM­Wahl 2020:
Burkhard Jung will
noch mal antreten
5:1
122. Jahrgang, Nr. 257 • Donnerstag, 5. 11. 2015 • 1,50 Euro
Vier Pfund Eintritt: Karl-Marx-Grab in London ist ein beliebtes Touristenziel, aber die Sozialisten ärgern sich
VON KATRIN PRIBYL
S
orgsam legt die Frau den Blumenstrauß auf den Marmor. Die Chinesin
geht einen Schritt zurück, faltet die Hände wie zum Gebet und blickt den riesigen
Sockel empor, der über dem Grabstein
thront. Von dort schaut Karl Marx in Bronze und mit Rauschebart mürrisch
herunter, unter ihm stehen in goldener
Schrift auf Englisch die Worte „Proletarier
aller Länder vereinigt euch“.
Auf dem Highgate Cemetery in London sind der 1883 verstorbene deutsche
Philosoph ebenso wie seine Frau und
Tochter begraben. Die Instandhaltung
der historischen Begräbnisstätte, die im
Mai 1839 als Folge der steigenden Ein-
wohnerzahl Londons eröffnete, übernimmt seit 1981 der Förderverein
„Friends of Highgate Cemetery“ – und
rettete so die Nekropole vor dem Verfall.
Doch immer wieder brandet von einer
Seite Kritik auf. Denn wer die letzte
Ruhestätte des Kapitalismus-Kritikers Marx besuchen will, muss
Kapital mitbringen. Vier Pfund
kostet der Eintritt seit Anfang der
neunziger Jahre – ein Umstand,
der offenbar die neue Generation
der Sozialisten zum Toben
bringt. Und die melden
sich seit der Wahl des
Marx-Bewunderers
Jeremy Corbyn zum
Chef der oppositionel-
len Labour-Partei vermehrt zu Wort. „Ich
persönlich finde es widerlich“, sagte ein
politischer Aktivist. Es gebe hinsichtlich
der Ironie oder auch des schlechten
Geschmacks keine Grenze, „wie tief
Kapitalisten sinken würden, wenn
sie denken, Geld machen zu
können“, sagte der 24-Jährige
dem Wall Street Journal.
Der Förderverein betont,
alle eingenommenen EinDas Grabmal von Karl
Marx in London lockt
viele Besucher an –
trotz des Eintrittspreises. Foto: Christoph Drießen
trittsgelder flössen direkt in die Instandhaltung des Friedhofs, auf dem rund
170 000 Menschen ihre letzte Ruhe finden. Der Großteil der Besucher, sagt einer
der freiwilligen Friedhof-Arbeiter, kämen
aus China und Russland. „Das OriginalGrab von Marx liegt da runter links“, ruft
er noch. Etwa 100 Meter vom Bronzekopf
entfernt, ein Stein mit Rissen, die Buchstaben vom Wetter zersetzt – die Stätte,
noch immer Eigentum der Marx-Familie,
passt für viele eher zum Kommunisten als
der Granitkubus, unter dem seine Gebeine seit 1956 liegen. Das neue Grabmal
wurde von der kommunistischen Partei
Großbritanniens gestiftet – um dem
Gelehrten eine ihrer Ansicht nach würdigere Ruhestätte zu gewähren.
VON
STEFAN KOCH
Volkswagen hat
USA unterschätzt
V
olkswagen steuert von einer Katastrophenmeldung zur nächsten. Und in
den meisten Fällen ist der Ursprung in
Amerika. Die jüngsten Vorwürfe gegen
die Konzern-Töchter Audi und Porsche
sind schwerwiegend, stellen aber nur
einen weiteren Höhepunkt in einer langen Reihe von Konflikten und Niederlagen auf diesem speziellen Markt dar.
Mancher Beobachter fragt sich bereits:
Dreht sich das jüngste Drama nur um
Abgaswerte – oder stimmt hier etwas
Grundsätzliches nicht?
Es ist schon lang her, dass es für Volkswagen in den Vereinigten Staaten von
Amerika rundlief. Es waren der gute alte
Käfer und der VW-Bulli, die vor 45 Jahren
zu einem Verkaufsrekord von mehr als
500 000 Stück führten. Seitdem ging es
bergab. Man könnte auch sagen, Wolfsburg und Amerika entfremdeten sich. Das
Jahr 1988 markierte einen Tiefpunkt,
als die stolzen Autobauer erstmals eine
Fabrik schließen mussten.
Es folgten falsche Markteinschätzungen und ein mangelhaftes Gespür für das,
was einem Durchschnittsamerikaner im
Auto wichtig ist. Es ging nicht allein um
fehlende Halter für Kaffeetassen, die oft
belächelt, aber nicht ergänzt wurden.
Mangelndes Wissen über die Eigenarten Amerikas ist es letztlich auch, das den
Konzern jetzt ins Schlingern bringt. USFachkreise sind denn auch weniger darüber erstaunt, dass ein renommiertes
Unternehmen der Schummelei verdächtigt wird. Die Methode „Trial and Error“
bedeutet in den USA ohnehin eher „erst
betrügen, dann bereuen“. Für Sprachlosigkeit sorgt einzig und allein der Zeitpunkt: Volkswagen hätte es besser wissen müssen.
Es ist ja nicht so, als ob Software nur in
Wolfsburg manipuliert worden wäre.
Auch die Tüftler aus anderen Konzernen
hatten sich daran versucht, Abgaswerte
auf dem Prüfstand niedriger erscheinen
zu lassen als auf der Straße. Irgendwann
flogen sie auf und wurden – ein bisschen –
bestraft: General Motors, Ford und diverse Lastwagenhersteller hatten bereits in
den neunziger Jahren mit der nationalen
Umweltbehörde EPA wegen ihrer manipulierten Software Ärger. Die Verantwortlichen in Wolfsburg dürften daher
gewusst haben, wie gefährlich das Spiel
ist, auf das sie sich einließen. Die Verantwortlichen unterschätzten bei ihrer Risikokalkulation aber das veränderte politische Umfeld in den USA: Entgegen so
manchen Klischees gilt Luftverschmutzung in Amerika nicht mehr als Kavaliersdelikt.
Volkswagen ist gerade dabei , den
Schaden weiter zu erhöhen: Die EPA-Behörde klagt über mangelnde Kooperationsbereitschaft der Deutschen. Die
Wolfsburger würden keinen besonderen
Ehrgeiz zeigen, die unzähligen Fragen
aus der US-Hauptstadt zu beantworten.
Das ist ein Alarmsignal. Es wird höchste
Zeit für eine neue VW-Offensive in Amerika – nicht nur mit neuen Produkten, sondern auch mit einer Mannschaft, die den
Markt besser kennt.
➦ [email protected]
LVZ - 05.11.2015 - Seite 15
LEIPZIG
NR. 257 | DONNERSTAG, 5. NOVEMBER 2015
|
Vortrag und
Konferenz zu
„Asyl in Sachsen“
KURZ GEMELDET
Unter Alkohol: Autofahrer
kommt von Straße ab
Ein Autofahrer (32) ist in Großzschocher
von der Straße abgekommen. Der Mann
fuhr am Dienstag gegen 23.30 Uhr wohl
mit zu hohem Tempo durch die GerhardEllrodt-Straße und krachte nach einer
Kurve gegen einen Begrenzungspfeiler.
Danach fuhr er in einen Bauzaun, rammte
einen Strommast und kam auf einem
Grundstück zum Stehen. Ein Alkomat-Test
ergab bei dem Mann 1,16 Promille. Bei dem
Unfall entstand ein Gesamtschaden in
Höhe von 16 000 Euro. Gegen den Autofahrer wird wegen Gefährdung des
Straßenverkehrs ermittelt.
F. D.
Die zweitägige Konferenz „Asyl in Sachsen“ findet ab morgen in der Hochschule
für Technik, Wirtschaft und Kommunikation (HTWK) in Leipzig statt. Den Auftakt
macht um 19 Uhr ein öffentlicher Vortrag
im Geutebrück-Bau, Karl-LiebknechtStraße 132. Andreas Lipsch von Pro Asyl
und Anna Nikolenko von der Landesarbeitsgemeinschaft politisch-kulturelle
Bildung Sachsen referieren zum Thema
„Zufluchtsland Deutschland gemeinsam
gestalten“. „In Zeiten, in denen die Zahl
asylsuchender Menschen wächst, gehen
wir der Frage nach, was jetzt passieren
und organisiert werden muss, damit ein
gleichberechtigtes und solidarisches Miteinander insbesondere in Sachsen entstehen kann“, erklären die Organisatoren.
Am Sonnabend geht es ab 10 Uhr an
gleicher Stelle mit Fachvorträgen und
Workshops weiter. Die Netzwerk-Konferenz ist eine Kooperation des Kulturbüros
Sachsen, der Heinrich-Böll-Stiftung, der
RAA Opferberatung Sachsen und des
Sächsischen Flüchtlingsrats.
Um Anmeldung wird nur für den
Sonnabend unter [email protected] gebeten. Der Eintritt ist
an beiden Tagen frei.
lvz
Einbrecher stiehlt
Zigaretten
Zigaretten im Wert einer höheren dreistelligen Summe hat ein Einbrecher aus einer
Tankstelle in Lindenau mitgehen lassen.
Der Unbekannte schlug in der Nacht zu
gestern in der Schomburgkstraße eine
Scheibe ein, gelangte so in das Büro und
den Verkaufsraum. Es gelang ihm, mit
seiner Beute unerkannt zu entkommen. Der
Mitarbeiter (56) einer Sicherheitsfirma
bemerkte den Einbruch später in der Nacht
und informierte die Polizei. Die Höhe des
Sachschadens wurde vom Pächter (67) mit
rund 1000 Euro beziffert.
F. D.
Täter knackt Baucontainer
mit einem Radlader
Finale in luftiger Höhe: Ulrich Schneider, Marco Strecker. Martin Rosenkranz und Oliver Köbe (von links) rücken die letzte Taube auf dem Operndach zurecht.
Mit maschineller Unterstützung war ein
Einbrecher auf Beutezug in einer Baustelle
in Paunsdorf. Der Unbekannte trennte in
der Nacht zu gestern zunächst einen
Bauzaun auf. Dann nutzte er einen dort
abgestellten Radlader, um damit die 2,5
mal 2,5 Meter große Scheibe eines Baucontainers einzudrücken. Unklar ist, was er in
dem Container gestohlen hat. Allerdings
hatte er bereits ein Bohrgerät zum
Abtransport bereitgestellt, es dann aber
zurückgelassen.
F. D.
Hohen Schaden hat ein Einbrecher in
einem Geschäft in Schönefeld angerichtet.
Er hebelte in der Nacht zum Dienstag eine
Tür des Ladens in der Löbauer Straße auf.
Dann durchwühlte er alle Schränke und
Kühltruhen. Zwar entwendete er nach
Angaben der Polizei nichts. Aber er ließ die
Tür zur Kühlzelle offen. Dadurch verdarb
Fleisch im Wert von etwa 2400 Euro.
Darüber hinaus entstand rund 3000 Euro
Sachschaden. Die Ermittlungen zu dem Fall
dauern an.
F. D.
Foto: André Kempner
Goldenes Tauben­Quartett
krönt wieder das Opernhaus
Glänzender Abschluss der Fassadensanierung mit Installation in luftiger Höhe
VON CORNELIA LACHMANN
Fleisch verdirbt nach
Einbruch in Geschäft
15
Hellmuth Max (1903–1979) hätte gewiss
glänzende Augen bekommen, als gestern
im Licht der aufgehenden Sonne die letzte seiner vier Tauben am Kranhaken aufs
Operndach gehievt wurde. Der Chemnitzer Bildhauer und Leiter der Abteilung
Plastik an der Fachschule für angewandte
Kunst Leipzig hatte 1960 das Modell für
die Akroterien, Architekturelemente der
Bekrönung eines Giebelfirstes, auf dem
Bühnenhaus des Neubaus der Oper Leipzig entworfen. Inzwischen hatten die vier
in vergoldetem Leichtmetallguss ausgeführten auffliegenden Tauben allerdings
– wie viele Teile des Hauses – Federn und
Glanz gelassen und wurden im Sommer
im Zuge der Fassadensanierung restauriert und neu mit Blattgold überzogen.
Zum Abschluss der Maßnahmen landete gestern auf der südöstlichen Ecke
des Gebäudes der letzte der vier Vögel:
1,50 Meter hoch, 80 Kilogramm schwer.
Vier Wochen lang war das gefiederte
Quartett für je 4000 Euro gewissermaßen
zur Kur in Ottendorf-Okrilla. Mitarbeiter
der Firma Fuchs+Girke, die schon die
„Goldelse“ auf der Berliner Siegessäule
aufpolierten, päppelten nun die Leipziger
Tauben auf. „Sie waren doch recht abgewettert“, sagt Malermeister Oliver Köbe.
Von der ursprünglichen Beschichtung
seien vielleicht 30 Prozent erhalten gewesen. „Das wurde mit feinem Sand abgestrahlt, alles auseinandergebaut und neu
verschraubt. Unterhalb der Schwanzfeder ist übrigens noch eine postkartengroße Referenzfläche, damit der Unterschied
sichtbar bleibt“, sagt Köbe und verspricht: „Der Glanz hält ewig. Das ist
Hochglanzvergoldung auf Acrylbasis.“
Um die Pracht nicht zu gefährden,
wurden die Tauben auf einer Palette im
Holzgestell am Haken eines Bedachungskrans an ihren Platz gehoben. „Der Ausleger war auf 46 Meter ausgefahren“,
erklärt Klempnermeister Lars Funke von
der Kunert Dächer und Bau GmbH. Die
Zweenfurther waren an der Dacheindeckung beteiligt und sponserten die Rückkehr der Vögel.
Von Mitte Juni bis Ende Oktober
waren für 337200 Euro aus Mitteln der
Oper sowie 652800 Euro aus dem Förderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz Leipzig – Innenstadt“ der Sandstein am Bühnenturm und Langhaus
sowie Teilflächen der Nordfassade und
der Dacheindeckung Bühnenturm erneuert worden. Ausschließlich von Firmen
aus der Region, wie es hieß. Nun sollen
noch das Dach des Bühnenhauses und die
Terrasse zum Schwanenteich folgen.
Goldbeck wächst
um 28 Mitarbeiter
Der deutschlandweit aktive Baugeneralunternehmer Goldbeck GmbH hat binnen
eines Jahres in Leipzig 28 neue Mitarbeiter
eingestellt. Die Anzahl der hier für die Firma tätigen Architekten, Ingenieure, Bauund Projektleiter, Verkaufsingenieure
sowie Gebäudetechniker beträgt nunmehr
110. Eine Besonderheit der Leipziger sind
deren zehn Spezialisten, die bundesweit
Kindertagesstätten in der Goldbeck-spezifischen Systembauweise errichten. Das
jüngste Gesamtergebnis der Niederlassung betrug 70 Millionen Euro.
lvz
Essen mit Gemüse
aus Nachbars Garten
Der Gemeinschaftsgarten Annalinde lädt
für morgen um 19.30 Uhr zum Essen mit
Gemüse aus Nachbars Garten und regionalen Beigaben ins Gasthaus Fauser,
Lützner Straße 100, ein. Um eine vorherige verbindliche Anmeldung per E-Mail
mit dem Betreff „NBG 06.11.“ sowie
Angabe einer Telefonnummer an
[email protected] wird gebeten,
denn die Teilnehmerzahl ist auf 50 Personen begrenzt.
lvz
KW 45 Gültig bis 07.11.2015
Jetzt mithelfen – und mit dem Kauf einer
Spendentüte die lokalen Tafeln unterstützen.
Deutschland/
Frankreich/
Polen:
Blumenkohl
Kl. I
St.
Müller
Joghurt mit der Ecke
versch. Sorten,
(100 g = 0.19)
150-g-Becher
S
AKTIONSPREI
0.99
50% gespart
0.29
Spanien:
Sharon
Kl. I
St.
Alaska
Seelachs-Filet
(1 kg = 11.48)
330-g-Pckg.
S
AKTIONSPREI
0.49
S
AKTIONSPREI
3.79
Ritter Sport
Schokolade
versch. Sorten
100-g-Tafel
30% gespart
0.69
In vielen Märkten Mo. – Sa. von
33
Landliebe
Milchreis oder
Fruchtjoghurt
versch. Sorten,
(100 g = 0.22)
150-g-Becher
Arla
Castello
Höhlenkäse Classic
dän. Schnittkäse,
50% Fett i.Tr.
100 g
PUNKTE-HIGHLIGHTS
DER WOCHE
CENT
il:
Ihr Preisvorte
44%!
20% gespart
30FAKCTHE
PUN
beim Kauf von JACOBS
KRÖNUNG PRODUKTEN
im Gesamtwert von über
2 €*
S
1.19
Kasseler Lachs
am Stück, SB-verpackt,
(1 kg = 8.98)
500-g-Pckg.
AKTIONSPREI
4.49
10FACHE
PUNK T
beim Kauf von SCHMELZ-,
SAUERMILCH- UND
REIBEKÄSE IN SB
im Gesamtwert von über 2 €*
Sternburg
Export
1-l-PET-Fl.
zzgl. 0.25 Pfand
Maggi
Guten Appetit Suppe
oder Fix & Frisch
versch. Sorten,
(100 g = 0.64-2.27)
3-4-Teller/26-92-g-Btl.
33% gespart
0.59
21% gespart
0.75
7 bis 22 Uhr für Sie geöffnet. Bitte beachten Sie den Aushang am Markt.
Kuemmerling
35% Vol.,
(1 l = 17.76)
25 x 0,02-l-Fl.-Pckg.
21% gespart
8.88
*Die Punktegutschrift kann erst ab einem
Mindestumsatz von 2 € (ohne Pfand) in der
angebotenen Kategorie geltend gemacht
werden. Angebote sind bis zum 07.11.2015
gültig. PAYBACK Karte an der Kasse vorzeigen.
Alle Abbildungen beispielhaft.
Angebote gültig bei REWE, REWE CENTER und REWE CITY.
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Aktionspreise sind zeitlich begrenzt. Verkauf nur solange der Vorrat reicht.
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finden Sie unter www.rewe.de oder der Telefonnummer 0221 - 177 397 77.
Sensationspreis der Woche