Zeitruf 1/16 - Artos

ZeitRuf
Zeitschrift zur biblischen Orientierung für Bekennende Christen
Nr. 1/2016 / 1. Quartal / 27. Jhrg
Editorial
Liebe Glaubensgeschwister, liebe Leser!
D
er Apostel Johannes sagt: „Kinder, es ist die letzte Stunde!
Und wie ihr gehört habt, dass
der Antichrist kommt, so sind jetzt
viele Antichristen aufgetreten; daran
erkennen wir, dass es die letzte Stunde
ist“ (1Joh 2,18).
Diese Worte schrieb Johannes schon
ca. 90 n.Chr. Wieviel mehr ist es heute
der Fall, dass antichristliche Entwicklungen sich breitmachen. Satan versuchte
immer schon, das Wort Gottes zu verdunkeln, die Menschen zu verführen
und sie an irdische Dinge zu binden.
Das Ziel war und ist immer die Anbetung des Teufels, genauso wie er es bei
unserem Herrn Jesus Christus versucht
hat: „Wiederum nimmt ihn der Teufel
mit auf einen sehr hohen Berg und zeigt
ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit und spricht zu ihm: Dieses alles
will ich dir geben, wenn du niederfällst
und mich anbetest!“ (Mt 4,8-9).
Doch Gott sei Dank durchschaute unser treuer Heiland diese Machenschaften
und Satan musste weichen.
Doch der gefallene Mensch hat diese
Möglichkeit nicht, er kann dem Teufel
und seinen listigen Anschlägen nicht
widerstehen und geht in die Falle. Deshalb ist das Opfer Jesu Christi, durch das
er die Macht Satans gebrochen hat, die
einzige Möglichkeit für den Menschen,
sich aus den Fängen dieses Menschenmörders zu befreien. Ist das nicht eine
herrliche Botschaft auch für den heutigen
Menschen, der meint, „aufgeklärt“ und
modern zu sein und ohne den lebendigen
Gott auskommen zu können?
Die heutige Welt steht in einer gewaltigen Zerreißprobe, wir werden Zeugen
großer Umwälzungen. Denken wir nur
an die Flüchtlingskrise vor allem in Europa, an die Konfliktherde zwischen den
großen Blöcken Russland, Amerika und
China. Dazu kommen wirtschaftliche
Unwägbarkeiten und gesellschaftliche
Verwerfungen, die dem Wort Gottes diametral entgegenstehen. Dadurch werden
Probleme geschaffen, die auf Dauer
nicht mehr zu bewältigen sind. Somit
können wir mit Fug und Recht sagen,
dass die Autonomie des Menschen, los
vom lebendigen Gott, voll und ganz gescheitert ist.
Nur der Mensch, der durch Jesus
Christus die Schuld- und Todesfrage
gelöst hat, erhält eine ewige Zukunft. Er
hat dadurch auch einen positiven Einfluss auf alle Bereiche des Lebens (s. z.B.
Joseph im Alten Testament).
Internes:
Wir beten schon längere Zeit für
größere Räume für unser Büro, da die
jetzige Arbeitsstätte inzwischen einfach
zu klein geworden ist. Nun hat der neue
Besitzer unserer alten Büroräume uns
angeboten, wieder dorthin zurückzukehren. Nach weiterem Gebet und Absprache mit den Brüdern haben wir das
Angebot angenommen. So werden wir
auf den 1. Mai 2016 umziehen und sind
dann wieder an der Gräfrather Str. 72a
zu erreichen. Dies bedeutet für uns einen
Glaubensschritt, aber wir wissen uns in
der Hand unseres treuen Heilandes Jesus
Christus geborgen, der diejenigen versorgt, die zuerst nach seinem Reich und
seiner Gerechtigkeit trachten (Mt 6,33).
Das wollen wir von Herzen tun.
In herzlicher Verbundenheit
Ihre Zeitruf-Redaktion
Der Kampf zwischen Fleisch und Geist
E
s zieht sich wie ein roter Faden
durch die ganze Bibel: Der Kampf
zwischen der fleischlichen, sündigen Natur des Menschen und dem geistlichen Leben, das nur der Sohn Gottes,
Jesus Christus, uns geben kann.
Durch den Sündenfall ist der Mensch
dem geistlichen Leben entfremdet und er
wurde als Folge davon dem Tod, auch dem
leiblichen, unterworfen. Die Bibel nennt
den Menschen deshalb „natürlich“: „Der
natürliche Mensch aber nimmt nicht an,
was vom Geist Gottes ist; denn es ist
ihm eine Torheit, und er kann es nicht
erkennen, weil es geistlich beurteilt wer-
den muss“ (1Kor 2,14). Geistliche Dinge
kann er nicht beurteilen, es ist ihm eine
Torheit. Diese mangelnde Urteilsfähigkeit
führt dazu, dass solche Menschen über
geistliche Wahrheiten spotten, lästern
und im schlimmsten Fall auch diejenigen
verfolgen, die ein wahrhaft geistliches,
d.h. vom Heiligen Geist geleitetes Leben
führen wollen. Die heutige Zeit ist voll
von solchen Spöttern, die sich über Jesus
Christus und die Bibel lustig machen.
Nichts und niemand ist ihnen heilig, sie
meinen, sich alles erlauben zu können
und berufen sich auf uneingeschränkte
Presse- und Meinungsfreiheit. Doch Res-
pektlosigkeit und Gottlosigkeit rächt sich
eines Tages. Der Volksmund sagt trefflich: „Wie man in den Wald hineinruft,
so schallt es heraus.“
Dieses Verhalten zeigt nur zu deutlich,
dass die Bibel den Menschen richtig einschätzt und beurteilt - und sie zeigt auch
die Konsequenzen auf: Gott lässt sich
nicht spotten (Gal 6,7) und der gewaltige
Schall aus dem Mund Gottes wird in den
Ohren der Spötter gellen, so dass ihnen
Hören und Sehen vergehen wird.
Sie erkennen nicht den unermesslichen
Reichtum des Wortes Gottes, der sich im
allgenügsamen Opfer Jesu Christi zeigt,
Inhalt: Berichte und Kommentare (S. 3-5); Aktuelles aus dem Missionsfeld (S. 6); Kurz vor Zwölf: Die Auslegung der Offenbarung, Teil 85 (S. 7-8);
Zeit-Lupe: Den endzeitlichen Glaubensabfall überwinden, Teil 1 (S. 8-10); Zeit-Zeugen: Louis Vogel: Mein Zeugnis - vom religiösen Dogma zum
biblischen Glauben, Teil 12 (S. 10-12); Aktuelle Hinweise und Termine (S. 12)
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 HERR ist Jesus Christus 
Zeitruf Nr. 1/16
der uns doch von unserer Sünde retten
will. Doch die meisten Menschen gehen
achtlos an diesem Reichtum vorbei, weil
sie ihr Herz durch Unglauben verschließen. Sie weigern sich, Jesus Christus als
sündlosen Gottessohn zu akzeptieren.
Jesus forderte die Pharisäer auf: „Wenn
ich nicht die Werke meines Vaters tue,
so glaubt mir nicht! Tue ich sie aber, so
glaubt doch den Werken, wenn ihr auch
mir nicht glaubt, damit ihr erkennt und
glaubt, dass der Vater in mir ist und ich
in ihm!“ (Joh 10,37-38). Jesus Christus
tat die Werke, die ihn als Messias, als
Retter, auszeichneten, vollumfänglich.
Als Johannes der Täufer im Gefängnis
saß und anfing zu zweifeln, ob Jesus der
verheißene Christus sei, ließ Jesus ihm
ausrichten: „Geht hin und berichtet dem
Johannes, was ihr gesehen und gehört
habt: Blinde werden sehend, Lahme
gehen, Aussätzige werden rein, Taube
hören, Tote werden auferweckt, Armen
wird das Evangelium verkündigt“ (Lk
7,22). Die Pharisäer und Schriftgelehrten
weigerten sich, diese Fakten zur Kenntnis
zu nehmen und verharrten im Unglauben,
dem Trotz ihres Herzens. Der Blindgeborene wies auf diese messianischen Werke
hin: „Wir wissen aber, dass Gott nicht
auf Sünder hört; sondern wenn jemand
gottesfürchtig ist und seinen Willen tut,
den hört er. Von Ewigkeit her hat man
nicht gehört, dass jemand einem Blindgeborenen die Augen geöffnet hat. Wenn
dieser nicht von Gott wäre, so könnte er
nichts tun!“ (Joh 9,31-33). Und was taten
die Pharisäer? Sie fertigten ihn schroff ab:
„Du bist ganz in Sünden geboren und
willst uns lehren? Und sie stießen ihn
hinaus“ (Joh 9,34). Er wurde aus der
Synagoge ausgestoßen, was damals ein
schwerwiegender Ausschluss vom religiösen Leben und eine Ächtung im Alltagsleben bedeutete.
Dieser Kampf zwischen Geist und
Fleisch, Wahrheit und Lüge, zwischen
Segen und Fluch, Glauben und Unglauben tobt seit dem Sündenfall.
1. Isaak ist der verheißene
Sohn Abrahams
Eines der eindrücklichsten Beispiele,
wohin eigenmächtiges, fleischliches
Handeln und Unglauben führte, ist die
Geschichte Abrahams und seiner Söhne
Isaak und Ismael. Nachdem Gott mit
Abraham einen erneuten Bund geschlossen hatte, verhieß er ihm einen Sohn, der
aus seinem Leib hervorgehen sollte (1Mo
15,4). Und nicht nur das: er sollte der Vater einer unzählbaren Nachkommenschaft
sein (1Mo 15,5). Abraham glaubte dem
Herrn, er vertraute seiner Allmacht, dass
er das menschlich Unmögliche schaffen
konnte: In ihrem hohen Alter ein Kind
zu bekommen. Doch Sarah zweifelte und
hegte einen Plan, um die Sache auf jeden
Fall zum Erfolg zu führen: Sie überredete
Abraham, mit ihrer Magd Hagar einen
Nachkommen zu zeugen (1Mo 16,2).
Abraham vergaß alles, was Gott ihm gesagt und ihm verheißen hatte. Er ließ sich
auf den Vorschlag Sarahs ein und nahm
Hagar zu seiner Frau und sie gebar ihm Ismael. Dieser Unglaube und dieses fleischliche Handeln beschert uns bis heute die
Auseinandersetzung der Nachkommen
Ismaels (die arabischen Völker) mit denen
des verheißenen Isaak (Israel), aus dessen
Linie der Erlöser Jesus Christus stammt.
Paulus zeigt uns dies anschaulich in Gal
4,21-31: „Es steht doch geschrieben, dass
Abraham zwei Söhne hatte, einen von
der [leibeigenen] Magd, den anderen
von der Freien. Der von der Magd war
gemäß dem Fleisch geboren, der von der
Freien aber kraft der Verheißung. (…)
Wir aber, Brüder, sind nach der Weise
des Isaak Kinder der Verheißung. Doch
gleichwie damals der gemäß dem Fleisch
Geborene den gemäß dem Geist [Geborenen] verfolgte, so auch jetzt. Was
aber sagt die Schrift? ‚Treibe die Magd
hinaus und ihren Sohn! Denn der Sohn
der Magd soll nicht erben mit dem Sohn
der Freien‘. So sind wir also, Brüder,
nicht Kinder der [leibeigenen] Magd,
sondern der Freien.“
Bis auf den heutigen Tag hat sich an
diesem Konflikt nichts geändert. Die Söhne Ismaels hassen die verheißene Nachkommenschaft Isaaks und verfolgen sie
bis aufs Blut. Wieso sonst sollte das kleine
Fleckchen Israel zwischen seinen riesigen
arabischen Nachbarn so umkämpft sein?
Nur die Bibel gibt uns eine schlüssige Antwort darauf.
Das Fleischliche verfolgt immer das
Geistliche, das lernen wir von Paulus. Dahinter steckt der Widersacher Gottes, der
Teufel, der alles Göttliche vernichten will
und der einen unbändigen Hass gegen Jesus Christus und alle, die ihm nachfolgen,
hegt. Israel hasst er, weil Jesus Christus ein
Jude war: „denn das Heil kommt aus den
Juden“ (Joh 4,22). Der Satan will auch
mit allen Mitteln verhindern, dass die unerlösten Menschen mit dem Evangelium
in Berührung kommen, geistlich erweckt
werden, sich bekehren und Vergebung
ihrer Sünde und ewiges Leben erhalten.
Die Methoden sind unterschiedlich, das
Ziel immer dasselbe.
Mit Abraham und seiner Familie ist
Gott letztendlich doch zum Ziel gekommen: Isaak, der verheißene Sohn, wurde
geboren. Über seine Linie setzte sich der
Segen fort, auch wenn es dort Unglauben
oder Herzenshärtigkeit, Sünde und Schuld
gab. Gott fand immer wieder Menschen,
die ihn fürchteten und ihm von Herzen
dienten.
2. Jesus Christus ist das Brot
des Lebens
In Johannes Kap. 6 lernen wir, wie
göttlich gewirkte Worte Jesu von den
Menschen gänzlich falsch verstanden
wurden. Dieser fleischliche Unverstand
hat bis heute ernste und schädliche Auswirkungen.
Jesus sprach zum Volk: „Ich bin das
lebendige Brot, das aus dem Himmel
herabgekommen ist. Wenn jemand
von diesem Brot isst, so wird er leben
in Ewigkeit. Das Brot aber, das ich
geben werde, ist mein Fleisch, das ich
geben werde für das Leben der Welt.
Da stritten die Juden untereinander und
sprachen: Wie kann dieser uns [sein]
Fleisch zu essen geben? Darum sprach
Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich
sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch
des Menschensohnes esst und sein Blut
trinkt, so habt ihr kein Leben in euch.
Wer mein Fleisch isst und mein Blut
trinkt, der hat ewiges Leben, und ich
werde ihn auferwecken am letzten Tag.
Denn mein Fleisch ist wahrhaftig Speise,
und mein Blut ist wahrhaftig Trank. Wer
mein Fleisch isst und mein Blut trinkt,
der bleibt in mir und ich in ihm. Wie
mich der lebendige Vater gesandt hat und
ich um des Vaters willen lebe, so wird
auch der, welcher mich isst, um meinetwillen leben. Dies ist das Brot, das aus
dem Himmel herabgekommen ist; es ist
nicht wie das Manna, das eure Väter gegessen haben, und sind gestorben; wer
dieses Brot isst, der wird leben in Ewigkeit!“ (Joh 6,51-58).
Viele seiner Jünger hielten das für eine
harte Rede und wendeten sich von Jesus
ab (Joh 6,60). Doch warum? Sie verstanden
den Sinn seiner Worte nicht und zogen
deshalb falsche Schlüsse (Joh 6,52). Sie
meinten in ihrem Unverstand, Jesus buchstäblich aufessen und sein körperliches
Blut trinken zu sollen. Das erschien ihnen
unvorstellbar. Doch Jesus bestätigte ihnen
scheinbar noch zusätzlich in den Versen
54-58 ihre falsche Vorstellung. Und so
wandten sie sich ab, vielleicht schüttelten
sie den Kopf über die aus ihrer Sicht unverständlichen und wirren Aussagen Jesu.
 HERR ist Jesus Christus 
Das Problem war, dass sie die Worte
Jesu nicht geistlich deuteten, sondern
fleischlich, in diesem Fall rein körperlich
und diesseitig. Jesus nun erkannte, dass er
es ihnen erklären musste. Er zeigte ihnen
ihre kurzsichtige Sichtweise, indem er auf
das geistliche Verständnis seiner Aussagen
hinwies: „Wie nun, wenn ihr den Sohn
des Menschen dorthin auffahren seht,
wo er zuvor war? Der Geist ist es, der
lebendig macht, das Fleisch nützt gar
nichts. Die Worte, die ich zu euch rede,
sind Geist und sind Leben“ (Joh 6,6263). Nicht das aufgegessene Fleisch und
das getrunkene Blut machen lebendig,
sondern der Geist Gottes. Seine Worte
sind Geist und Leben. Das Fleisch nützt
nichts, gar nichts. Jesu Leib wurde durch
die sündhaften Menschen äußerlich zerschlagen und getötet. Aber der Tod konnte
ihn nicht halten, sondern er auferstand
und fuhr auf zum Vater in den Himmel.
Er ist das geistliche Brot des Lebens, von
dem er in Vers 51 spricht. Deshalb errettet
er jeden von Sünde und Tod, der an ihn
glaubt und gibt ihm das ewige Leben.
Doch der Unverstand der Menschen
setzte sich in der Geschichte fort. Daraus
entstand später der irrige Glaube, dass der
katholische Priester bei der Eucharistie
durch eine magische Handlung ein Stück
Brot oder eine Oblate in den wahrhaften,
körperlichen Leib Jesu und den Wein
in das äußerliche Blut Jesu verwandeln
könne und man dadurch Jesus in sich
aufnähme und Anteil am ewigen Leben
Jesu empfinge, wenn man diese Oblate isst
(Der Wein wird nur vom Priester zu sich
genommen). Dies entspricht im Grundsatz dem damaligen falschen Verständnis
der Juden (Joh 6,52).
Die römische Kirche hat diese unbiblische Handlung zu einer feierlichen
Zeremonie mit vielen Emotionen und
Gerüchen erweitert, bei der die Menschen
belogen und in eine falsche Sicherheit gewiegt werden. Nicht durch irdisches Brot
und irdischen Wein werden wir erlöst. Der
katholische Priester hat keine Macht, den
Sohn Gottes substantiell immer wieder in
ein Stück Brot und einen Becher Wein zu
verwandeln. Das ist eine okkulte Handlung, sie ist eine Lüge Satans, um die
Menschen zu verführen.
Nur durch wahre Buße, Bekehrung
und Wiedergeburt kommt Jesus Christus
durch den Heiligen Geist in uns hinein:
„Jesus antwortete und sprach zu ihm:
Wenn jemand mich liebt, so wird er mein
Wort befolgen, und mein Vater wird ihn
lieben, und wir werden zu ihm kommen
und Wohnung bei ihm machen“ (Joh
14,23). Das allein bedeutet Errettung und
ewiges Leben!
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3. Was lernen wir daraus?
Wir sehen, dass das Wort Gottes geistlich beurteilt werden muss, sonst entstehen greuliche Irrlehren.
Es ist ein Grundproblem des Menschen,
dass er durch die Sünde dem Irdischen
verhaftet ist. Deshalb streben auch so viele
nach irdischer Erfüllung, nach Reichtum,
Ehre, Glück, Einfluss oder Macht. Man
vergisst allzu leicht, dass das eigene Leben einmal zu Ende geht – vielleicht auch
ganz plötzlich durch einen Unfall oder
eine schwere, akute Krankheit.
Alles Irdische und Fleischliche ist vergänglich und wird im Tod versinken. Nur
durch den Glauben an Jesus Christus und
sein Opfer kann unser toter Geist wiedergeboren werden. Dadurch erkennen
wir die Wahrheit und den unermesslichen
Wert des Wortes Gottes und des Evangeliums.
Da aber das Fleischliche immer das
Geistliche verfolgt, wie wir oben schon
ausgeführt haben, ist es normal, dass geistliches Leben immer unter Beschuss steht:
„dabei stärkten sie die Seelen der Jünger
und ermahnten sie, unbeirrt im Glauben
zu bleiben, und [sagten ihnen,] dass wir
durch viele Bedrängnisse in das Reich
Gottes eingehen müssen“ (Apg 14,22).
„Lasst uns festhalten am Bekenntnis der
Hoffnung, ohne zu wanken - denn er ist
treu, der die Verheißung gegeben hat“
(Hebr 10,23).
Wir als wiedergeborene Gotteskinder
werden immer wieder Menschen begegnen, die uns aus Unverstand, Unglauben
oder aus Neid und Eifersucht ablehnen,
uns schlecht behandeln, sogar denunzieren oder verfolgen. Gerade die religiösen
und gesetzlichen Menschen sind die ärgsten Feinde des Evangeliums, wie damals
die Schriftgelehrten und Pharisäer, die
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dachten, sie hätten die wahre Erkenntnis
über Glauben und Leben. Sie bildeten sich
etwas auf ihre Abstammung von Abraham ein (Joh 8,33). Dabei sträubten sie
sich in ihrem Unglauben gegen die Wahrheit und weigerten sich, ihr eigenes Leben
im Licht der Botschaft Jesu zu überprüfen. Sie wollten Jesus umbringen, so stark
waren sie in ihrem Leben und in ihrem
Selbstverständnis getroffen.
Wir Gläubige sollen aber nicht mit
gleicher Münze vergelten, sondern im
Gegenteil unsere Feinde lieben: „Ich aber
sage euch: Liebt eure Feinde, segnet, die
euch fluchen, tut wohl denen, die euch
hassen, und bittet für die, welche euch
beleidigen und verfolgen“ (Mt 5,44).
Durch ein solches Zeugnis können verhärtete Herzen weich werden und Seelen
zum fruchtbaren Nachdenken über das
eigene Leben geführt werden: „Wenn
nun dein Feind Hunger hat, so gib
ihm zu essen; wenn er Durst hat, dann
gib ihm zu trinken! Wenn du das tust,
wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt
sammeln“ (Rö 12,20). Ein unerlöster
Mensch würde so etwas niemals tun,
im Gegenteil: Er würde sich rächen und
sich am Elend des anderen ergötzen. Nur
wirkliche Kinder des lebendigen Gottes
haben die Kraft zur wahren Vergebung,
weil ihnen selbst Vergebung widerfahren
ist. Aus dieser Haltung heraus ist es auch
möglich, die Widerwärtigkeiten, die uns
in unserem Leben begegnen, geduldig zu
ertragen. Das Ziel ist die ewige Herrlichkeit in der Gemeinschaft mit dem Erlöser
Jesus Christus. Dort wird alles Leid, alle
Schmerzen und der Tod weggetan sein.
Wollen wir doch das Evangelium weitertragen, solange es noch Tag ist. Es kommt
irgendwann die Stunde, wo die Finsternis
anbricht und kein Wirken mehr möglich
Konrad Alder
sein wird.
Berichte und
kommentare
Heiliges Jahr 2015 – 2016 „Jubiläum der Barmherzigkeit“
Papst Franziskus kündigte am 13. März
2015 ein außerordentliches „Heiliges
Jahr“ an. Dieses „Jubiläum der Barmherzigkeit“ begann mit der Öffnung
der Heiligen Pforte im Petersdom am
8. Dezember 2015 (dem Tag der „unbefleckten Empfängnis“ Marias, d.h. der
„ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau
und Gottesmutter“ Maria) und endet
am 20. November 2016. Die Eröffnung
des Heiligen Jahres erfolgte auch am 50.
Jahrestag des Abschlusses des Zweiten
Vatikanischen Konzils. Es soll damit zugleich eine Einladung sein, das mit dem
Konzil begonnene Werk fortzuführen.
Logo und Motto des Heiligen Jahres drücken aus, worum es bei diesem Jubiläum
geht: Das aus dem Lukasevangelium
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Zeitruf Nr. 1/16
stammende Wort „Barmherzig wie der
Vater“ (Lk 6,36) soll einladen, „diese
Barmherzigkeit nach dem Vorbild des Vaters zu leben. Dieser ruft dazu auf, nicht
zu urteilen oder gar zu verdammen, sondern zu vergeben und in geradezu maßloser Weise Liebe und Verzeihung zu
schenken (vgl. Lk 6,37-38). Das Logo (...)
zeigt den Sohn, der sich den verlorenen
Menschen auf die Schultern lädt.“
Bei der Öffnung der Heiligen Pforte „handelt es sich um eine Tür, die nur in einem
Heiligen Jahr geöffnet wird und ansonsten
zugemauert bleibt.“ (Papst Johannes Paul
II., 1978-2005, hatte sie zum Abschluss
des letzten Jubiläumsjahres im Jahr 2000
verschlossen.) „Eine solche Heilige Pforte
haben die vier großen Basiliken in Rom:
St. Peter, St. Johannes im Lateran, St.
Paul vor den Mauern und Santa Maria
Maggiore. Der Öffnungsritus symbolisiert,
dass den Gläubigen in diesem Heiligen
Jahr ein besonderer Weg zum Heil offen
steht.“
(Quelle: http://www.dbk.de/heiligesjahr/home/)
Zum ersten Mal „in der langen Geschichte
des Heiligen Jahres wird es nicht nur in
Rom Heilige Pforten geben. Der Papst
wünscht sich, dass das Heilige Jahr der
Barmherzigkeit vor allem auch in den
Diözesen weltweit gelebt wird. Deshalb
sind auch die Bistümer in Deutschland
eingeladen, ihre eigene Heilige Pforte zu
öffnen. Diese ‚Pforte der Barmherzigkeit‘
kann entweder in der Bischofskirche, in
einer anderen bedeutenden Kirche oder
einem wichtigen Wallfahrtsort sein. Die
Entscheidung liegt bei den Bischöfen.“
(Quelle: http://www.dbk.de/heiligesjahr/das-heilige-jahr-in-den-bistuemern/
heilige-pforten/)
Um den Jubiläumsablass „zu leben und
zu erlangen, sind die Gläubigen aufgerufen (...) einen kurzen Pilgergang zur
Heiligen Pforte zurückzulegen.“ Jeder soll
diesen Ablass bekommen. Was aber ist
mit den Kranken, den Alten, die das Haus
nicht einfach verlassen können? Was ist
mit den Gefangenen, die sich nicht frei
bewegen können? Für sie gibt es andere
Möglichkeiten, den Jubiläumsablass zu
erhalten. Für die letztere Gruppe gilt:
„Den Ablass werden sie erhalten können
in den Gefängniskapellen und jedes Mal,
wenn sie durch die Tür ihrer Zelle gehen
und dabei ihre Gedanken und ihr Gebet
an Gottvater richten.“ Das bedeutet für
sie den „Durchgang durch die Heilige
Pforte“!
Auch durch Werke der Barmherzigkeit
können Gläubige den Jubiläumsablass zu
erlangen: „Jedes Mal, wenn die Gläubigen
eines oder mehrere dieser Werke selbst
tun, werden sie sicher den Jubiläumsablass erlangen.“
Der Jubiläumsablass kann natürlich auch
für Verstorbene erlangt werden.
Was ist mit den Frauen, die eine Abtreibung haben durchführen lassen? Auch an
sie ist gedacht: Der Papst hat entschieden,
„für das Jubiläumsjahr allen Priestern die
Vollmacht zu gewähren, von der Sünde
der Abtreibung jene loszusprechen, die
sie vorgenommen haben und reuigen Herzens dafür um Vergebung bitten.“
(Quelle: Brief von Papst Franziskus an
den Präsidenten des Päpstlichen Rates
für die Förderung der Neuevangelisierung
mit Blick auf das Heilige Jahr der Barmherzigkeit – Vergebung der Sünden, veröffentlicht am 1. September 2015, als pdf
erhältlich.)
Für Franziskus ist „die Barmherzigkeit auch über die Grenzen der Kirche
hinaus bedeutsam. Sie verbindet uns mit
dem Judentum und dem Islam, für die sie
eine der wichtigsten Eigenschaften Gottes
darstellt. Das Volk Israel hat als erstes diese Offenbarung erhalten (...) Der Islam
seinerseits zählt zu den Namen für den
Schöpfer auch den Namen Allerbarmer
und Allbarmherziger. (...) Dieses Jubiläumsjahr, das wir im Geist der Barmherzigkeit leben, mag die Begegnung mit diesen
Religionen und mit anderen ehrwürdigen
religiösen Traditionen fördern. Es mache
uns offener für den Dialog, damit wir uns
besser kennen und verstehen lernen. Es
überwinde jede Form der Verschlossenheit
und Verachtung und vertreibe alle Form
von Gewalt und Diskriminierung.“
(Quelle: Misericordiae vultus – Verkündigungsbulle des Außerordentlichen
Jubiläums der Barmherzigkeit, 11.4.2015,
als pdf erhältlich.)
Kommentar der Redaktion:
Die römische Kirche versteht es bis heute, ihre greulichen Irrlehren medienwirksam unter die Leute zu bringen. Wer hätte gedacht, dass der Ablass heute wieder
Urständ feiern kann? Papst Franziskus
ummäntelt diese antichristliche Praxis
mit dem Ruf zur Barmherzigkeit. Im
Kern hat sich aber nichts geändert, die
Menschen werden erneut irregeführt.
Nur Jesus Christus allein kann Sünden
vergeben, weil er der sündlose, göttliche
Erlöser ist. Nur sein Blut wäscht rein von
Sünde und Schuld. Kein Mensch ist in
der Lage dazu, weil niemand vor der
unbestechlichen Gerechtigkeit Gottes
bestehen kann. Es gibt nur einen Mittler
zwischen Gott und den Menschen, und
das ist Jesus Christus!
Welthistorisches Treffen: Franziskus und Kirill
Erstmals seit fast 1000 Jahren nach der
Kirchenspaltung trafen sich ein Papst und
ein russisch-orthodoxer Patriarch. Der Ort
ist ungewöhnlich: Ein Flughafengebäude
im sozialistischen Kuba. Die Botschaft ist
klar: Die Christenheit soll in Zeiten von
Krieg und Terror zusammenrücken.
„Endlich“, sagte Papst Franziskus mit
Blick auf das schon zu Zeiten von Papst
Johannes Paul II. angedachte Treffen. „Es
ist klar, dass das der Wille Gottes ist.“ (...)
Mit der Begegnung wollen die beiden
Oberhäupter in Zeiten von Terror, Krieg
und Vertreibung ein kraftvolles ökumenisches Zeichen setzen. Geplant war eine
gemeinsame Erklärung. Seit 20 Jahren gab
es Pläne für ein solches Treffen, das nun
durch den Aufenthalt beider in der Region
möglich geworden ist. (...) Die „orthodoxe
Welt“ ist in 14 Kirchen zersplittert. Die
größte ist der russisch-orthodoxe Zweig
mit rund 150 Millionen Gläubigen. (...) In
den vergangenen Jahrzehnten trafen Franziskus und seine Vorgänger zwar andere
orthodoxe Patriarchen, aber bisher nicht
den russischen.
(Quelle: http://www.faz.net/aktuell/
wirtschaft/papst-trifft-moskauer-patriarchen-es-ist-klar-dass-das-der-wille-gottesist-14067899.html, 12.02.2016)
Kommentar der Redaktion:
Das Selbstverständnis der römischen Kirche war und ist es, alles unter ihrem Dach
und unter ihrer Kontrolle zu vereinigen
– nicht nur, was sich „christlich“ nennt,
sondern sie will darüber hinaus auch das
Sprachrohr aller Religionen und Nationen sein. Nur sie ist „die Ökumene“.
Dieses Treffen zwischen Franziskus und
Kirill bedeutet, dass Rom diesem Ziel
wieder ein Stück nähergekommen ist. Es
ist eine Lüge, dass nur durch Zusammenschlüsse und „Einheit“ das christliche
Zeugnis weitergegeben werden kann. Es
geht vielmehr um Macht, Einfluss und
Stärke. Wahre Einheit gibt es nur bei wiedergeborenen Gotteskindern (Joh 17,2023).
Moslems missionieren in
Deutschland
Die „PleissentalRundschau“ (Sachsen)
teilte ihren Lesern am 19.2.16, S. 2 mit:
„Hiermit möchten wir Sie über eine FlyerAktion Anfang März im Gemeindegebiet
informieren, die ca. eine Woche andauern
soll. Die Flyer werden per Hand übergeben
und mobil zu Fuß von maximal 2 Teams
verteilt. Initiator dieser Aktion ist eine
islamische Gemeinde mit dem Namen
 HERR ist Jesus Christus 
‚Ahmadiyya Muslim Jamaat Deutschland KdöR‘ (AMJ). Hierbei handelt es
sich um eine muslimische Vereinigung,
die eine eigenständige und seit 2013
in Deutschland anerkannte Religionsgemeinschaft darstellt. Mit Anerkennung
als Körperschaft des öffentlichen Rechts in
Deutschland hat die Gemeinschaft somit
den gleichen Rechtsstatus wie z. B. die
christlichen Kirchen, die Jüdische Gemeinde oder auch die Zeugen Jehovas.
Gemäß Artikel 4 Abs. 1 und 2 Grundgesetz (GG) wird die Religionsfreiheit eines jeden Einzelnen garantiert. Jeder kann
sich frei zu einer Religion bekennen und
einer Religionsgemeinschaft beitreten.
Weiterhin darf der Staat sich nicht mit
einem bestimmten religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnis identifizieren,
sondern muss allen Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften neutral und
tolerant gegenüberstehen. Auf Grundlage
dieses Neutralitätsgebotes i. V. m. der
Religionsfreiheit kann und darf die Gemeinde Lichtentanne dem Initiator AMJ
die Werbung des fremden Glaubens nicht
verwehren. Hierbei wird deutlich, dass
Weltanschauung eine subjektive Bewusstseinsempfindung ist und jeder in seinem
Glauben frei ist.“
Kommentar der Redaktion:
Die Islamisierung schreitet immer
schneller voran, auch wenn viele Politiker es vehement abstreiten. Man sieht an
diesem Beispiel, wohin falsche Toleranz
führen kann. Islamische Organisationen
nutzen die Gutgläubigkeit der demokratischen Staaten aus und die hier genannte erreicht sogar, als KdöR anerkannt zu
werden und sich so weitgehende staatliche Rechte zu verschaffen. Diese Organisation verfügt nach eigenen Angaben
über ein weltweites Netz mit vielen 10
Millionen Anhängern. Sie geben sich als
„Muslime für den Frieden“ aus und machen durch Plakat- und Flyeraktionen in
ganz Deutschland auf sich aufmerksam.
Die nach außen zur Schau gestellte
Freundlichkeit und Friedensliebe ist aber
nur Fassade – das zeigt sich am Beispiel
der deutschen Erziehungswissenschaftlerin Dr. Hiltrud Schröter (1941-2010),
die sich in ihren Veröffentlichungen mit
Kulturkonflikten zwischen dem Islam
und der westlichen Gesellschaft befasste. Schröter hatte nach eigenen Angaben mehrere Drohungen erhalten. Ihre
Beiträge über die religiöse Gemeinschaft
der Ahmadiyya, die sie als islamistische
„Politreligion“ mit dem Ziel einer
„Umwandlung unserer demokratischen
Grundordnung in einen islamischen
Zeitruf Nr. 1/16
Staat“ beschreibt, wurden zum Anlass für
eine Strafanzeige seitens der Ahmadiyya
Muslim Jamaat und ein dann wieder
eingestelltes Ermittlungsverfahren der
Frankfurter Staatsanwaltschaft (Quelle:
Wikipedia, https://de.wikipedia.org/
wiki/Hiltrud_Schr%C3%B6ter#cite_
note-2).
Vergessen wir bei allem Gerichtshandeln
Gottes über die westlichen Gesellschaften aber nicht die Möglichkeiten, die sich
bei den vielen tausenden Menschen aus
fernen Ländern anbieten: Ihnen das
heilbringende und seelenrettende Evangelium Jesu Christi zu bringen! Beten wir
für Kraft und Segen für diejenigen, die
diesen Dienst von unserem Herrn und
Heiland erhalten haben wie z.B. Bruder
Resul.
Genmanipulation an Embryos
erstmals erlaubt
In Großbritannien sind erstmals Genmanipulationen an Embryos im Rahmen
eines Forschungsprogramms zu Frühgeburten zugelassen worden. Der entsprechende Antrag der Wissenschaftlerin
Kathy Niakan vom Francis Crick Institute
auf eine Ausweitung der bisherigen Forschungszulassung sei genehmigt worden,
teilte die zuständige Behörde für menschliche Befruchtung und Embryologie
HFEA am Montag mit.
Niakan möchte die Entwicklung von
Embryos während der ersten sieben Tage
nach der Befruchtung untersuchen. In
dieser Zeit wird aus der befruchteten Eizelle eine als „Blastozyste“ bezeichnete
Struktur aus 200 bis 300 Zellen. Viele der
Gene, die während der frühen Phase aktiv
seien, kämen nur beim Menschen vor, so
dass Tiermodelle nicht in Frage kämen.
Die Zulassung betrifft die sogenannte
CRISPR/Cas9-Methode, die es erlaubt,
Gene im Erbgut gezielt auszuschalten.
Auf diese Weise möchte Niakan die Funktion verschiedener Gene in zu Forschungszwecken gespendeten Embryos studieren.
In Großbritannien sind Versuche an Embryos mit Genehmigung der HFEA legal,
das Einpflanzen dieses Embryos (in einen
Mutterschoß, Anm.d.Red.) ist jedoch
untersagt. Niakan betonte gegenüber der
BBC, dass es entsprechend strenge Vorschriften gebe, die Experimente zur Erzeugung von Designer-Babies verbieten.
Niakans Projekt befasst sich hingegen mit
grundlegenden Fragestellungen über Genfunktionen im frühen Embryo. Sie hofft
damit Basiswissen zu schaffen, das dabei
hilft, Fehlgeburten zu reduzieren und die
In-Vitro-Fertilisation zu verbessern.
(Quelle: http://www.20min.ch/wissen/
Seite 5
news/story/Genmanipulation-an-Embryos-erstmals-erlaubt-22749606, im Auszug.)
Kommentar der Redaktion:
Was sind Embryos? Es sind frisch gezeugte Kinder, d.h. von männlichen Samenzellen befruchtete Eizellen, die gerade
anfangen zu wachsen, um sich im Laufe
von neun Monaten zu fertig geformten,
außerhalb des Mutterschoßes lebensfähigen Babys zu entwickeln. Die im
Artikel genannten Embryos werden aber
nicht natürlicherweise im Schoss der Frau
durch den Ehemann befruchtet, sondern
durch einen im Labor vollzogenen Prozess, anhand von gespendeten weiblichen
Ei-, respektive gespendeten männlichen
Samenzellen. Frau Dr. Niakan will solche Embryos im Labor erzeugen, allein
zu „Forschungszwecken“. Die gezeugten
kleinen Lebewesen sollen nach Beendigung der Forschung dann entsorgt, also
getötet werden, wenn sie ihre „Schuldigkeit“ getan haben. Denn, wie sie sagte,
dürfen manipulierte Embryos nicht mehr
in einen Mutterleib eingepflanzt werden.
Für diese Forschung werden noble Begründungen vorgeschoben: Fehlgeburten
könnten künftig reduziert und Gendefekte
korrigiert werden. Alles im Namen der
Nächstenliebe? So wird es suggeriert. Es
ist jedoch mit Sicherheit zu erwarten, dass
entgegen aller Beteuerungen sogenannte Designerbabys geschaffen werden
sollen. Das Gewinnstreben des sündigen
Menschen führt zwangläufig in diese
Richtung, denn wer diese Technologie
als erster beherrscht, macht Milliardengeschäfte!
Ein folgenschwerer Dammbruch: Die
im Artikel zitierte „Blastozyste“ aus 200
bis 300 Zellen ist eben nicht nur ein Zellhäufchen, sondern ein genetisch fertiger
Mensch mit allen künftig erscheinenden
Merkmalen, die er nur noch entwickeln
muss im Laufe der vor ihm liegenden
neun Monate. Was die Wissenschaft jetzt
machen wird, ist, sich an Gottes Stelle zu
setzen („Ihr werdet sein wie Gott“) und
mit den kleinen wehrlosen Geschöpfen
herum zu experimentieren. Es ist Blasphemie, mit der Schöpfung des lebendigen
Gottes solchen Missbrauch zu treiben.
Mit Bestimmtheit zieht es das göttliche
Gericht nach sich. Diese tragische Entwicklung ist aber nichts weiter als die logische Folge des enthemmten Atheismus.
Heute werden gemäß UNO-Statistik jährlich zwischen 40 und 44 Millionen Kinder
im Mutterleib ermordet. Die Wissenschaft
hat sich dieser Gottlosigkeit vollkommen
ergeben und nun sehen wir, welch tragische Früchte dies nach sich zieht.
Seite 6
Zeitruf Nr. 1/16
Aktuelles
aus dem
Missionsfeld
Schon seit vielen Jahren berichten wir von
der gesegneten Missionsarbeit aus Indonesien, die Helmut und Angelika Mehringer
gegründet haben. Aus aktuellem Anlass
möchten wir in der vorliegenden Ausgabe
des Zeitruf jedoch auf eine besondere
Führung Gottes im Leben von Helmut
hinweisen.
Neues von den Mehringers
Angelika Mehringer schrieb am 16.12.16:
Zunächst soll ich euch alle grüßen von
Helmut. Das hat er mir heute, zwar undeutlich, aber sehr bestimmt gesagt.
Es geht ihm den Umständen entsprechend.
Helmut ist ja gestern morgen zu Hause zusammengebrochen und ich dachte er hat
einen Schlaganfall. Im Klinikum hat sich
dann rausgestellt, dass es eine Gehirnblutung ist. Er wurde in die Kopfklinik nach
Erlangen gebracht. Die Blutung hat nun
aufgehört und man muss jetzt abwarten
bis das Blut resorbiert ist, bis man wieder
eine Katheteruntersuchung machen kann
um zu sehen, was die Blutung ausgelöst
hat. Das wird so bis zu 3 Wochen dauern.
Helmut versteht, was um ihn rum passiert,
aber redet undeutlich, aber was er sagt hat
Hand und Fuß. Er wollte, dass ich ihm aus
der Bibel vorlese. Er ist halbseitig gelähmt.
Er ist aber ganz ruhig und weiß, dass der
Herr ALLES in der Hand hat und dass
Römer 8,28 kein abgedroschener Vers ist.
Wir beide danken für alle eure Gebete. Bitte betet, dass wir „hinblicken auf Jesus“
und unser Blick nie woanders hingeht.
Betet auch um Weisheit für die Ärzte.
Ps 46,2: „Gott ist uns Zuflucht und
Stärke, eine Hilfe, reichlich gefunden
in Drangsalen.“
Nachricht vom 26.12.15: „Freuet euch
im Herrn allezeit; und abermals sage
ich: Freuet euch! Eure Sanftmut lasset
alle Menschen erfahren! Der Herr ist
nahe! Sorget um nichts; sondern in allem lasset durch Gebet und Flehen mit
Danksagung eure Anliegen vor Gott
kundwerden. Und der Friede Gottes,
der allen Verstand übersteigt, wird eure
Herzen und Sinne bewahren in Christus
Jesus!“ (Phil 4,4-7)
Liebe Freunde und Beter, ich grüße euch
mit den Versen oben, die wir Gläubigen
oft so theoretisch glauben. Aber es ist ganz
anderes, wenn man in schwierigen Situationen diese Verse liest. Will ich es dann
auch glauben?? Helmut und ich können
euch sagen, es lohnt sich es zu glauben
und dann zu erleben, wie der Herr diesen
Frieden im Herzen auch wirklich bewahrt,
so wie er es zusagt. Wir wissen, dass viele
von euch dafür beten und sind euch sehr
sehr dankbar dafür (es ist unglaublich
wenn man sich vorstellt, von wo überall
auf der Welt gebetet wird – DANKE,
Herr!). Bitte betet weiter ...damit der Herr
verherrlicht wird.
Kleines Update: – Helmut darf schon Brei
und angedickte Getränke essen – DANKE, Herr! – Er sitzt zum Essen auf dem
Rollstuhl und isst mit seiner rechten, nicht
gelähmten Hand alleine – DANKE, Herr!
Helmut bittet, dass wir, wie oben beschrieben mit Danksagung beten, dass, wenn
der Herr will, doch seine linke Seite, die
ja von oben bis unten gelähmt ist, wieder
auf die Befehle seines Gehirns hört und
sich bewegt ...aber ebenso beten: „Wenn
der Herr will und wir leben, wollen wir
dies oder das tun“ (Jakobus 4,15).
Nachricht vom 21. 02.16: Liebe Freunde
und Beter, Ps 66,16.20: „Kommt her, höret zu, alle, die ihr Gott fürchtet; ich will
erzählen, was er an meiner Seele getan
hat! Gelobt sei Gott, der mein Gebet
nicht abgewiesen und seine Gnade nicht
von mir gewendet hat!“
Folgende Zeilen von Erwin Lutzer sind
mir (Helmut) in den letzten Tagen wertvoll geworden: „Wenn du in Not bist, sage
als erstes: Gott hat mich hierher gebracht.
Es ist sein Wille, dass ich in dieser Klemme bin, und in diesen Willen ergebe ich
mich. Dann sage: Er wird mich in seiner
Liebe hier behalten und mir die Kraft
geben, mich wie sein Kind zu verhalten.
Sodann sage: Er wird mir diese Prüfung
zum Segen gereichen lassen, mir Dinge
zeigen, die ich lernen soll, und in mir die
Gnade wachsen lassen, die er mir geben
will. Und als letztes sage: Zu seiner Zeit
kann er mich wieder hinausführen. Wie
und wann – das weiß nur er.
Darum sage: Ich bin hier 1. nach Gottes
Willen; 2. in seiner Hand; 3. in seiner
Schule und 4. so lange wie er will.
 HERR ist Jesus Christus 
Wenn es keine Situation ist, in der Gott
verzweifeln müsste, gibt es, streng genommen, auch keine Situation, in der wir verzweifeln müssten. Gott steht neben uns
am Ufer des Roten Meeres“ (Zitat aus
E.W. Lutzer, „Näher zu Gott, ein Gang
durch das Leben des Mose“, Verlag
C.M.Fliß, S. 83).
Das obige Zitat begleitet uns beide derzeit; wir möchten die vier Punkte lernen.
Herzlichen Dank an euch alle, die uns bis
hierher im Gebet etc. begleitet haben. Wir
schätzen das sehr und hoffen, dass ihr in
Geduld mit und für uns weiter betet, denn
der Weg ist noch lang.
Nachdem doch schon einige nachgefragt
haben, wollten wir ein kleines Update
schicken:
– Was sehr erfreulich ist, dass wir wirklich
sehr gute Gespräche mit Mitpatienten und
so manchem Angehörigen haben dürfen.
Erst gestern beim Abendessen, als Geli
aus dem Buch „Und ob ich schon wanderte im finstern Tal“ von Martin Luther
(das Buch kann bei Interesse beim ArtosVerlag bestellt werden, d.Red.) bei der
Abendessensgruppe vorgelesen hat, fragte
Frau M. (eine Angehörige): was bedeutet
eigentlich „Schuld“? und wir konnten in
der Abendessensrunde kurz darüber reden
und auch das Evangelium kurz erklären.
– nächste Woche wird Helmuts Physiotherapeutin mit ihm das Laufen ganz anders üben können, denn er hat nun eine
Beinschiene angepasst bekommen, die
ihm helfen soll, sich nicht dauern jeden
Schritt total konzentrieren zu müssen.
– bei Arm und Hand tut sich außer
Schmerzen bis jetzt noch fast nichts. D.h.
der Arm hängt an Helmut dran, als würde
er nicht zum Körper gehören.
– vom Gehirn her, was Wahrnehmung,
Aufnahme, Problemlösung usw.angeht,
ist fast wieder alles normal. Das zeigt sich
auch darin, dass Helmut seit dieser Woche
wieder, von Amtswegen offiziell bestätigt,
geschäftsfähig ist.
Wir danken euch herzlichst und grüßen
euch mit Jes 33,2: „HERR, erbarme dich
unser! Wir harren auf dich! Sei du alle
Morgen unser Arm, ja, sei du unser Heil
zur Zeit der Not!“
E-Mail-Newsletter, jeweils in Auszügen
Wir wollen im Gebet hinter Helmut und
Angelika Mehringer stehen und unseren
treuen Herrn Jesus Christus bitten, dass
diese irdischen Leiden zur Verherrlichung
Gottes dienen mögen und dass der Trost
Gottes und die Zuversicht im Leben der
beiden Geschwister allezeit überfließt!
Wie reich ist doch das Wort Gottes und
unser Heiland weiß allezeit, was das Beste
für uns ist.
 HERR ist Jesus Christus 
Zeitruf Nr. 1/16
Kurz Vor 12
Die Auslegung der
Offenbarung - Teil 85:
Gog und Magog - Teil I
Offenbarung 20,7-8a: (7) Und wenn die
1000 Jahre vollendet sind, wird der Satan aus seinem Gefängnis losgelassen
werden, (8) und er wird ausgehen, um
die Heidenvölker zu verführen.
D
as 1000-jährige Reich ist nun
abgeschlossen, wie es z.B. in
Jesaja 2 beschrieben wird. Wir
sehen, dass es in keinem solchen Zustand ist, wie man es annehmen könnte.
Lediglich Satan ist gebunden. Aber die
Völker in ihrer verderbten Sündennatur
sind trotzdem noch da, und sie rebellieren
dennoch gegen Gott, obwohl der Herr
Jesus in Jerusalem als König herrscht (s.
Sach 14). Es gibt Völker die sich weigern
werden, nach Jerusalem zur Anbetung zu
ziehen. Das ist auch der Grund, warum
Gott in Ps 2 sagt, dass Er sie mit eisernem
Zepter weiden und regieren wird. Man
sieht hier, dass die Sündennatur des Menschen nicht gebrochen ist. Gott beweist
den Menschen, dass sie böse sind und das
selbst dann, wenn der Teufel nicht da ist
und seinen verführenden Einfluss nicht
geltend machen kann.
Die Ereignisse aus Sach 14 sind vorbei,
ebenso die in Jes Kap 2, Kap 11, d.h. die
vegetativen Veränderungen auf der Erde,
wo Löwe und Lamm zusammen weiden,
das ist alles Vergangenheit. Es war ein
gewisses Friedensreich auf der Erde, in
dem andere Gesetzmäßigkeiten galten,
z.B. dass jemand, der mit 100 Jahren starb,
als Jüngling bezeichnet wurde. Der Herr
Jesus herrschte als König in Jerusalem,
um die Verheißungen aus Daniel zu erfüllen. Das Reich Gottes (d.h. die 4. Erscheinungsform) war zum ersten Mal als
„politisches“ Reich sichtbar auf dieser
Erde.
Jetzt befinden wir uns in der kurzen
Übergangsphase zwischen der 4. und 5.
Erscheinungsform des Reiches Gottes,
d.h. zwischen dem irdischen Reich Gottes
und der Ewigkeit, über den großen weißen
Thron (Vers 11) zum Endgericht (Vers 12)
und dann zum Anbruch der Ewigkeiten
(Kapitel 21). Ewigkeit steht in diesem Zusammenhang im Plural.
Vers 7: Das Wort „vollendet“, das hier in
diesem Vers steht, hat eine Wortwurzel,
aus der auch die Wörter Ende, Ziel o.ä.
herkommen. Die Zahl 1000 (1000-jähriges Reich) kann nicht symbolisch gemeint sein, weil eine symbolische Zahl
nicht „vollendet“ wird! Es muss eine reelle
Zahl sein, das 1000-jährige Reich besteht
tatsächlich aus 1000 wirklichen Jahren.
Vers 8: Der Herr Jesus herrschte in Jerusalem, Israel als sein auserwähltes Volk war
um ihn. Über uns, die Heiligen, die wir
zusammen mit Ihm auf den Ölberg wiedergekommen sind, macht die Bibel keine
konkreten Aussagen. Es wird nicht gesagt,
in welcher Gestalt wir mit Jesus Christus
herrschen werden, ob im Auferstehungsleib, ob sichtbar oder unsichtbar. Von den
Heidenvölkern wird hier ausgesagt, dass
sie zahlenmäßig wie der Sand am Meer
sind. Die Weltbevölkerung hatte sich also
inzwischen wieder vermehrt. Wir wissen
ja, dass in den zwei vorangegangenen
Kriegen zuerst ein Viertel der Menschheit (4. Siegelgericht: Offb 6,8) und dann
noch ein Drittel (6. Posaunengericht: Offb
9,18) umgekommen ist, d.h. die Weltbevölkerung hat sich genau um 50 Prozent
reduziert. Von Israel starben Zweidrittel.
Die übrigen waren beim Anbruch des
1000-jährigen Reiches noch am Leben.
In dem Moment, als der Satan losgelassen
wurde aus seinem unterirdischen Gefängnis, ging er aus, um die Heiden zu verführen. Die Gläubigen sind sich oft nicht
bewusst, dass in der jetzigen Zeit ein
Gegner in der unsichtbaren Welt herrscht,
der Teufel, und dauernd versucht, die
Menschen zu verführen. Er ist raffiniert
und versucht vorzutäuschen, das Okkulte
wäre das Hauptproblem (z.B. Halloween,
das natürlich alles andere als harmlos ist).
Die Gläubigen leben manchmal, als ob
es Verführung nicht gäbe. Doch das ist
der Normalzustand. Die Welt wird vom
Teufel durch Okkultismus attackiert, die
Gläubigen greift er mit Verführung an. Es
ist wichtig, uns zu fragen: Welche Lehre
ziehen wir für uns heute daraus? Es muss
uns wieder bewusst werden, dass wir
einen Gegner haben, der uns verführen
will. Die Verführung ist seine Hauptwaffe: „Ihr habt den Teufel zum Vater,
und was euer Vater begehrt, wollt ihr
tun! Der war ein Menschenmörder von
Anfang an und steht nicht in der Wahr-
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heit, denn Wahrheit ist nicht in ihm.
Wenn er die Lüge redet, so redet er aus
seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner
und der Vater derselben“ (Joh 8,44). Der
Teufel verführt durch Lügen und Halbwahrheiten. Wir Gläubigen müssen uns
darauf einstellen: Je weiter die Endzeit
fortschreitet, desto stärker wird die Verführung werden und sie wird überhandnehmen. Wie geschah die Ur-Verführung
in 1Mo 3? Das erste, was der Teufel zu Eva
sagte, war eine Halbwahrheit: „Sollte Gott
gesagt haben?“ Die Antwort darauf müsste eigentlich lauten: Ja, er hat gesagt! Der
Widersacher stellt die Wahrheit einfach
in Frage. Das ist immer der 1. Schritt des
Verführers. Im 2. Schritt – nachdem Eva
die Botschaft aufnimmt – lügt er. Sobald
wir dem Teufel zustimmen, kommt die
direkte Lüge: „Ihr werdet nicht sterben!“
Der Herr Jesus warnt in Mt 24,4 sowohl
sein Volk Israel als auch die Gemeinde:
„Habt acht, dass euch niemand verführt!“ Unser Hauptproblem in der westlichen Welt wird nicht die Verfolgung sein,
sondern die Verführung. In Mt 24,24
sagt Jesus: „Denn es werden falsche
Christusse und falsche Propheten auftreten und werden große Zeichen und
Wunder tun, um, wenn möglich, auch
die Auserwählten zu verführen.“ Vom
Teufel werden im großen Stil Zeichen
und Wunder eingesetzt. In Offb 13,13-14
heißt es vom falschen Propheten: „Und
es tut große Zeichen, so dass es sogar
Feuer vom Himmel auf die Erde herabfallen lässt vor den Menschen.“ Das ist
eine Nachahmung der Geistesausgießung!
„Und es verführt die, welche auf der
Erde wohnen, durch die Zeichen, die vor
dem Tier zu tun ihm gegeben sind, und
es sagt denen, die auf der Erde wohnen,
dass sie dem Tier, das die Wunde von
dem Schwert hat und am Leben geblieben ist, ein Bild machen sollen.“
Durch die Zeichen und Wunder sollen
die Menschen soweit gebracht werden,
den Satan in der Person des Antichristen
anzubeten. Wir haben es in der Endzeit
mit gewaltiger Verführung mit wahrscheinlich massiv zunehmenden Zeichen
und Wundern zu tun! (z.B. Esoterik- und
Charistmatik-Welle).
In 2Thes 2,9 ist zu lesen: „...ihn, dessen
Kommen aufgrund der Wirkung (Energie) des Satans erfolgt, unter Entfaltung
aller betrügerischen Kräfte (griech. dynamis), Zeichen und Wunder“.
Hebr 2,3-4 bezeichnet mit den oben genannten 3 Wörtern Kräfte, Zeichen und
Wunder die Zeichen des Messias und
der Apostel: „wobei Gott sein Zeugnis
dazu gab mit Zeichen und Wundern und
mancherlei Kraftwirkungen und Austei-
Seite 8
 HERR ist Jesus Christus 
Zeitruf Nr. 1/16
lungen des Heiligen Geistes nach seinem
Willen“ (Vers 4). Die Zeichen Jesu und
der Apostel kommen in der Endzeit als
Fälschung zurück. Die Erklärung folgt in
2Thes 2,10: „und aller Verführung der
Ungerechtigkeit bei denen, die verlorengehen, weil sie die Liebe zur Wahrheit
nicht angenommen haben, durch die sie
hätten gerettet werden können.“
In 2Thes 2,11 steht als Hauptwort für
Verführung dasselbe Wort wie in unserem Text (Offb 20, Vers 8): „Darum
wird ihnen Gott eine wirksame Kraft
(Energie) der Verführung senden, so dass
sie der Lüge glauben.“ Wir dürfen uns
nicht beeindrucken lassen, selbst wenn ein
Toter auferstünde. In der Endzeit haben
diese Zeichen keine Aussagekraft mehr,
denn sie sind eine Fälschung. Laut den
Aussagen der Bibel wird die Gemeinde
bewahrt werden, weil sie das Wort Gottes
bewahrt. Gott kann in seiner Allmacht
natürlich auch in der Endzeit immer noch
Wunder tun, z.B. Kranke heilen. Wenn
die biblischen Zeichen aber wie zur Zeit
der Apostel flächendeckend auftreten,
wird das von der Bibel her ausdrücklich
verneint. Der Teufel wird die Menschheit durch diese Zeichen und Wunder zur
Lüge verleiten mit dem Ziel, möglichst
viele in die Hölle mitzureißen.
Wenn wir den Text in Offb 20 betrachten
nach dem 1000-jährigen Reich, dann
werden nur die Heiden verführt! Es wird
kein Jude verführt werden, nicht einer!
Warum? Aus folgendem Grund: Wie
schon erwähnt starben Zweidrittel der
Einwohner Israels: „Und es soll geschehen, spricht der HERR, dass im ganzen
Land zwei Drittel ausgerottet werden
und umkommen, ein Drittel aber soll
darin übrigbleiben. Aber dieses [letzte]
Drittel will ich ins Feuer bringen und es
läutern, wie man Silber läutert, und ich
will es prüfen, wie man Gold prüft. Es
wird meinen Namen anrufen, und ich
will ihm antworten; ich will sagen: ‚Das
ist mein Volk!‘ und es wird sagen: ‚Der
HERR ist mein Gott!‘“(Sach 13,8-9)
Dieses erwähnte übriggebliebene Drittel
des Volkes Israel bekehrt sich am ersten
Tag der sichtbaren Wiederkunft Jesu auf
dem Ölberg und der Heilige Geist, der
bei der Entrückung der Gemeinde weggenommen wurde, wird nun über sie
ausgegossen. Lesen wir Rö 11,25-26a:
„Denn ich will nicht, meine Brüder,
dass euch dieses Geheimnis unbekannt
bleibt, damit ihr euch nicht selbst für
klug haltet: Israel ist zum Teil Verstockung widerfahren, bis die Vollzahl der
Heiden eingegangen ist; und so wird
ganz Israel gerettet werden.“ Da steht
eindeutig, dass Israel nicht sofort gerettet
wird (Verstockung), sondern sie werden
gerettet bei der sichtbaren Wiederkunft
Jesu, dann wird ganz Israel mit einem
Schlag gerettet. Die Juden, die jetzt in
Jerusalem bei Jesus sind, gehören zum
Heerlager der Heiligen, sie gehören Jesus.
Was noch wichtig ist: Der Heilige Geist
wird dann zum 2. Mal ausgegossen. Er
wurde bis jetzt ein einziges Mal ausgegossen an Pfingsten. Die Teilausgießungen
der Gesamtausgießung des Heiligen
Geistes geschahen ja in Apg 2 über die
Juden, Apg 8 über die Samariter, Apg 10
über die Heiden und in Apg 19 über die
Jünger Johannes‘ des Täufers. Der Titusbrief sagt: Der Heilige Geist ist reichlich
ausgegossen über alles Fleisch, d.h. über
die Menschen bis zur Entrückung der Gemeinde (Tit 3,4-6). Bei der Entrückung
wird der Heilige Geist weggenommen.
Aus diesem Grund muss er, wenn Israel
sich bekehrt (als Zweitling), nochmals
ausgegossen werden. Israel wird dann in
seiner Gesamtheit, als ganzes Volk, gerettet: „so lange, bis der Geist aus der Höhe
über uns ausgegossen wird“ (Jes 32,15a).
Dazu noch Sach 12,10: „Aber über das
Haus David und über die Einwohner von
Jerusalem will ich den Geist der Gnade
und des Gebets ausgießen, und sie werden auf mich sehen, den sie durchstochen haben, ja, sie werden um ihn klagen, wie man klagt um den eingeborenen
[Sohn], und sie werden bitterlich über
ihn Leid tragen, wie man bitterlich Leid
trägt über den Erstgeborenen.“ Das Volk
Israel wird das erste Mal nach der Zeit
Moses als Ganzes das Volk Gottes sein.
In Jes 44,3 heißt es: „Denn ich werde
Wasser auf das Durstige gießen und
Ströme auf das Dürre; ich werde meinen
Geist auf deinen Samen ausgießen und
meinen Segen auf deine Sprösslinge“.
Noch ganz wichtig ist folgende Stelle in
Hes 39,29: „Und ich will künftig mein
Angesicht nicht mehr vor ihnen verbergen, weil ich meinen Geist über das
Haus Israel ausgegossen habe, spricht
Gott, der Herr.“
Karl-Hermann Kauffmann
Zeit-Lupe
Den endzeitlichen Glaubensabfall
überwinden
Teil 1
„Er (der Vater) hat alles seinen (Jesu)
Füssen unterworfen und Ihn als Haupt
über alles der Gemeinde gegeben, die
Sein Leib ist“ (Eph 1,22.23).
Das Immunsystem unseres
Leibes
In jedem menschlichen Körper befindet sich ein Abwehrsystem gegen
krankmachende Keime. Man nennt es
das Immunsystem. Es besteht aus Abertausenden von Zellen, die im Blutstrom
durch den ganzen Körper ziehen und eindringende Mikrobien aller Art erkennen
und unschädlich machen. Im Vergleich
dazu gibt es Abermillionen von roten Blutkörperchen, die mit dem Sauerstoff- und
Stickstofftransport beauftragt sind und
keine Ahnung haben von krankmachenden Fremdzellen, die mitten unter ihnen
mitschwimmen und den ganzen Körper
schädigen können. Nur die zahlenmäßig
weit geringeren Abwehrzellen haben die
Fähigkeit, Eindringlinge zu erkennen. Der
Schöpfer hat sie zu diesem Zweck in unsern Körper gegeben. Sie sind auch völlig
ausreichend, um ihre Aufgabe zu erfüllen.
Ja, sie helfen uns, am Leben zu bleiben,
weil wir ständig von Erregern umgeben
sind die in uns eindringen wollen, um uns
zu Tode zu bringen.
Was passiert aber, wenn die Abwehrzellen eines Tages die fremden Eindringlinge
nicht mehr unterscheiden können von den
körpereigenen Zellen? Was, wenn die Abwehrzellen auf einmal gar tolerant werden
und für die Gleichberechtigung aller eindringenden Fremdzellen eintreten, anstatt
sie zu vernichten? Man redet in diesem
Fall vom Zusammenbruch des Immunsystems. Da ist dann selbst der beste Arzt
mit seinem Latein am Ende. Das Resultat
wird nämlich sein, dass die schädlichen
Bakterien, Viren oder Pilze sich im Körper
ungestört rasch vermehren, die Oberhand
gewinnen und den ganzen Organismus
derart schädigen, dass der Tod eintritt.
Das göttliche Immunsystem im
Leib Christi
Die Parallele zur Gemeinde ist offensichtlich! Schließlich ist sie der Leib
Jesu Christi. Die Gemeinde der wiedergeborenen Gotteskinder repräsentiert
die Gegenwart Gottes auf Erden, denn in
ihren Gliedern wohnt der Heilige Geist.
 HERR ist Jesus Christus 
Jede lokale Gemeinde Jesu ist deshalb ein
Brückenkopf des Reiches Gottes in dieser
Welt. Darum wird dieser geistliche Leib,
der ständig von Feindesmächten umgeben
ist, heftig attackiert mit dem Ziel, ihn zu
entarten und dadurch wirkungs- und leblos zu machen. Davon redet der Apostel
Paulus in Apg 20,28.29 in seiner Abschiedsrede an die Ältesten von Ephesus:
„So habt nun acht auf euch selbst und
auf die ganze Herde, in welcher der Heilige Geist euch zu Aufsehern gesetzt hat,
um die Gemeinde Gottes zu hüten, die
er durch sein eigenes Blut erworben hat!
Denn das weiß ich, dass nach meinem
Abschied räuberische Wölfe zu euch
hineinkommen werden, die die Herde
nicht schonen.“
Andauernd versuchen „krankmachende“ Fremdkörper (hier: „räuberische
Wölfe“) in die Gemeinde einzudringen.
Aus diesem Grund hat der HERR ihr,
in gleicher Weise wie unserem Leib, ein
Immunsystem gegeben.
Dieses geistliche Immunsystem besteht
aus drei Teilen:
a) aus dem geschriebenen Wort Gottes
(Bibel)
b) aus dem Wirken des Heiligen Geistes
c) aus dem Wächterdienst der Ältesten
Diese drei wirken harmonisch zusammen. Im Prinzip hat jeder Gläubige
Zugang zur Bibel und kann sich darin
vertiefen. Der Heilige Geist schließt dem
gläubigen Leser das Wort auf. Darum hat
jeder Wiedergeborene den Auftrag zu wachen und die Möglichkeit, vor Gefahren
zu warnen. Im Besonderen aber sind die
Verantwortlichen der Gemeinde damit beauftragt, den Hirtendienst auszuführen,
worin auch das Wächteramt einbezogen
ist. Sie, die Ältesten, müssen die geistliche
Erfahrung und Reife haben, um die Wölfe
zu erkennen, die in die Herde eindringen
wollen. Es ist also von grundlegender Bedeutung, dass Gemeindeälteste den Unterschied kennen zwischen einem Schaf und
einem Wolf. Genauso wie unsere Abwehrzellen im Körper unterscheiden können
zwischen einem roten Blutkörperchen
und einer Bakterie. Im zoologischen Sinn
ist die genannte Unterscheidung wirklich
einfach. Nicht aber im geistlichen Bereich. Denn schon in Mt 7,15 warnt uns
der HERR: „Hütet euch vor den falschen
Propheten, die in Schafskleidern zu euch
kommen, inwendig aber reißende Wölfe
sind!“ Wir dürfen die Agenten des Feindes nicht unterschätzen. Sie verkleiden
sich als Schafe, d.h. als Kinder Gottes,
um möglichst nicht erkannt zu werden.
Im Klartext heißt das, dass Männer und
Frauen sich als Glaubensgeschwister aus-
Zeitruf Nr. 1/16
geben und gelernt haben, beeindruckend
von Christus und der Hingabe an Ihn oder
auch von der Dringlichkeit des Missionsauftrages zu reden, dabei gewisse Irrlehren
mit hinein zu flechten und hierin emotional überzeugend zu argumentieren.
Auf diese Weise begeistern sie die Schafe
für sich und ziehen sie hinter sich her,
weg von der Gemeinde auf verderbliche
Wege. In solchen Fällen hilft uns der traute Umgang mit dem HERRN und seinem
geoffenbarten Wort, damit Wölfe erkannt
und ohne Zögern enttarnt und abgewehrt
werden können.
Es ist bezeichnend, dass Paulus in allen
Gemeinden stets mehr als einen Ältesten
einsetzte. Aufseher oder Presbyter, wie sie
auch genannt werden, erscheinen nur in
der Mehrzahl. Die Natur lehrt uns, dass
selbst ein einzelner Wolf einem Schafhirten gefährlich werden kann. Darum
ist auch die Leiterschaft der lokalen Gemeinde nie in der Hand eines Einzelnen.
Einem Wolf oder Wölfen müssen die
Hirten im Schulterschluss begegnen.
Im oben zitierten Text aus Apg 20 fährt
Paulus weiter in seiner Mahnung an die
Aufseher (Ältesten) der Gemeinde in
V. 30: „...und aus eurer eigenen Mitte
werden Männer aufstehen, die verkehrte
Dinge reden, um die Jünger abzuziehen
in ihre Gefolgschaft.“ Wohlgemerkt in
eine Gefolgschaft, die in den Abgrund
führt! Wie es möglich ist, dass aus der
Mitte der Gemeinde Männer aufstehen
und verkehrte Dinge lehren? Das wollen
wir im Folgenden untersuchen. Zu diesem
Zweck beginnen wir wieder mit unserem
eigenen Körper.
Eine tödliche Bedrohung des
menschlichen Körpers: Das
Aids-Virus
Gelangt dieses Virus in den menschlichen Leib, so greift es bestimmte Abwehrzellen des Immunsystems an, nämlich die sogenannten T-Lymphozyten.
Dabei geht das Virus so vor, dass es sich
in die Abwehrzelle hineinbohrt, dort das
„Programm“ im Zellkern umpolt und
bewirkt, dass die ehemalige Abwehrzelle
nun Aids-Viren produziert und ins Blut
ausschüttet. Diese neuen Viren greifen
wiederum andere Lymphozyten an und
tun mit ihnen dasselbe usw. Die befallenen
Abwehrzellen werden also innerlich „umgedreht“ und helfen nun mit, den eigenen
Organismus zu zerstören. Dadurch wird
nach einiger Zeit das ganze Immunsystem
des Körpers lahmgelegt. Die Folge davon
ist, dass nun sämtliche Krankheitserreger
ungestört in den Organismus gelangen
und sich darin vermehren können, bis sie
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ganz die Oberhand haben und der Körper
zu Tode kommt. Auch dazu gibt es eine
geistliche Parallele.
Eine tödliche Bedrohung des
Leibes Jesu: Das geistliche
Aids-Virus
Wie ist es zu erklären, dass in vermehrtem Maße sogar gestandene, altgediente Prediger und Älteste schweigen
und passiv zuschauen, wenn jüngere Gemeindeglieder sich aktiv nach „attraktiveren“ Glaubensangeboten außerhalb
der Gemeinde umschauen, die vieles versprechen, aber völlig der biblischen Lehre
entgegengesetzt sind? Ja, wie kommt es,
dass solche falschen Lehraussagen in die
eigene Gemeinde hineingetragen und von
jüngeren Gliedern frech gelehrt werden,
während die Aufseher und Wächter still
zuschauen und sie gewähren lassen, anstatt einzuschreiten? Wie ist es weiter zu
erklären, dass manche von ihnen sogar
anfangen, diese Irrlehren gutzuheißen und
sie nun selbst anzupreisen?
Sie gleichen den Abwehrzellen, die,
vom Aids-Virus in Beschlag genommen,
umprogrammiert wurden und nun auf
einmal mithelfen, den eigenen Leib zu zerstören. Das göttliche Immunsystem wird
ausgeschaltet, indem diese Ältesten nicht
mehr zum inspirierten Wort der Bibel
stehen mögen und dadurch das Wirken
des Heiligen Geistes stoppen. Wie nur ist
dies möglich? – Sicher, es ist ein typisches
Merkmal der Endzeit. Wir dürfen uns
aber die Antwort nicht zu billig machen.
Lasst uns der Frage nachgehen:
Was muss im Herzen eines Gotteskindes passieren, damit es den Kampf gegen
Sünde und Irrlehre aufgibt und ruhig die
Lüge Seite an Seite mit der Wahrheit stehen lassen kann?
Lasst uns also anhand der Bibel diesen
Zustand analysieren und nach einer Antwort suchen, beginnend mit 2Tim 4, 9.10a:
„Beeile dich, bald zu mir zu kommen!
Denn Demas hat mich verlassen, weil
er die jetzige Weltzeit liebgewonnen hat,
und ist nach Thessalonich gezogen.“
Vorerst finden wir Demas an der Seite
des Apostels Paulus im treuen Dienst
(Phim 23.24, Kol 4,14). Dann aber muss
Paulus, wohlgemerkt durch Gottes Geist
inspiriert, von ihm sagen, dass er die Welt
liebgewonnen hat. Das war also etwas
Neues in seinem Leben. Es passt darum
nicht in eine saubere Bibelauslegung und
ist neutestamentlich nicht haltbar, nun
einfach zu behaupten, er sei eben nie
wiedergeboren gewesen, weil man dadurch eine liebgewordene Lehrtradition
 HERR ist Jesus Christus 
Seite 10 Zeitruf Nr. 1/16
„retten“ möchte. Demas war vorher ein
treuer Diener Christi gewesen. Wir dürfen
nicht vergessen, dass gerade der Apostel
Paulus sehr strenge Kriterien anlegte,
wenn es darum ging, Mitarbeiter auszuwählen. Es sei hier nur an den Zwist
mit Barnabas erinnert, als dieser bei der
zweiten Missionsreise den Johannes
Markus mitnehmen wollte, der auf der
ersten Reise versagt hatte. Wieviel weniger
hätte Paulus einen Nichtwiedergeborenen
in seinem Missionsteam geduldet. Ein solcher könnte u.U. die ganze Arbeit zerstört
haben. Nichtwiedergeborene Mitarbeiter
sind bis heute die größte Bedrohung für
jegliche Missionsarbeit. Außerdem war
er ein Mann voll Heiligen Geistes. Darum
erkannte er glasklar, dass Demas zwar ein
treuer Diener des HERRN gewesen war,
weshalb er ihn einst in seinen Dienst berufen – aber dass nun in dessen Leben etwas
Neues eingetreten war: Er hatte die Welt
liebgewonnen! Aus diesem Grund verließ
er den Apostel. Selbst Paulus konnte ihn
nicht mehr von dieser Fehlentscheidung
abbringen. Demas selbst wusste sofort,
dass beides nicht zusammenpasste. Entweder ganz dem HERRN oder ganz der
Welt. Es war damals und es ist bis heute
eine Frage der Liebe und Wertschätzung
gegenüber Christus, der in Mt 6,24 erklärte: „Niemand kann zwei Herren dienen,
denn entweder wird er den einen hassen
und den anderen lieben, oder er wird
dem einen anhängen und den anderen
verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen
und dem Mammon.“
Christusliebe oder Selbstverliebtheit?
Wen lieben wir? Christus oder unsere
Wünsche? Lieben wir gar die Welt mit
ihren trügerischen Angeboten? Demas
hatte den HERRN geliebt und Ihm gedient. Aber dann reizte ihn die „jetzige
Weltzeit“. Wie kam es so weit, dass das
„Selbstverliebtheits-Virus“ sich in ihn hineinbohren und seinen Glauben ins Gegenteil umpolen konnte? War es vielleicht
die Versuchung, zu Reichtum zu kommen
oder die, endlich jemand Wichtiges zu
sein und sich mit seinen Talenten bei der
Menge beliebt zu machen, vielleicht die
öffentliche Anerkennung mit Applaus zu
gewinnen und bewundert zu werden, oder
schlicht, seine Triebe endlich mal hemmungslos auszuleben, Erfolg bei Frauen
zu haben? Nur Gott weiß es. Er begann
jedenfalls, mit diesen Angeboten zu liebäugeln und gewann sie schlussendlich lieb.
Ja, er wandte sich zurück zur Selbstverliebtheit mit ihren Reizen zur Selbstverwirklichung. In diesem seelischen Hang,
sich und seine Wünsche nicht mehr Gott
zu unterordnen und nicht mehr gläubig
auf dessen Führung zu warten, darin
erkennen wir das Wirken des „Selbstverliebtheits-Virus“.
Das Wort Gottes liefert uns noch weitere Hinweise in Bezug auf den Glaubensabfall des Demas in 1Joh 2,15: „Habt
nicht lieb die Welt, noch was in der Welt
ist! Wenn jemand die Welt lieb hat, so ist
die Liebe des Vaters nicht in ihm.“ Nachdem Demas die Welt mit ihren Angeboten
zur Selbstverwirklichung liebgewonnen
hatte, verlor er die Liebe des Vaters, die
bei der Wiedergeburt gemäß Rö 5,5 in sein
Herz ausgegossen worden war und in ihm
gewohnt hatte. Weiter steht in 1Joh 2,16:
„Denn alles was in der Welt ist, die Fleischeslust, die Augenlust und der Hochmut
des Lebens, ist nicht vom Vater, sondern
von der Welt.“ Die Zuneigung des Demas
galt nun genau diesen Dingen: 1.) der
Fleischeslust: die geschlechtlichen Reize
(Unzucht), sowie Essen und Trinken. 2.)
der Augenlust: Kunst, Schönheit, Pornographie, Reichtum, und 3.) dem Hochmut
des Lebens: Ehre, Ansehen, Berühmtheit
(im Mittelpunkt stehen) und Zur-SchauStellen von Luxus.
Das Demas-Syndrom
Es gab in Demas‘ Glaubensleben einen
Punkt, an dem er nicht länger den Lammesweg gehen wollte, wie es unser HERR
so klar lehrt in Luk 9,23: „Wenn jemand
mir nachkommen will, so verleugne er
sich selbst und nehme sein Kreuz auf
sich täglich und folge mir nach.“ Unser
„Kreuz“ symbolisiert die Unannehmlichkeiten, die unsere Liebe und Treue zu
Christus uns bringen. Nachdem Demas
den Apostel auf seinen Reisen begleitet
hatte und sah, was es für Paulus und für
ihn selbst, als sein Begleiter, bedeutete,
täglich das Kreuz auf sich zu nehmen,
nämlich auf den Reisen Verfolgung der
Juden zu erleiden, ständig Gefahr zu
laufen, unter Straßenräuber zu kommen,
unter falsche Brüder, in Gefahren auf
hoher See, nebst Hunger, Durst, Kälte
usw., genau wie es in 2Kor 11,26.27 beschrieben ist, da wurde ihm die Nachfolge
zu kostspielig und er ließ das Kreuz zu
Boden gleiten, das er einst freudig auf
sich genommen hatte. An diesem Punkt
geschah der Bruch! Unser Kreuz auf uns
zu nehmen, das bedeutet konkret, im Alltag, den Weg untendurch zu gehen, ja, ein
klares Nein zu sagen zu Stolz und Empfindlichkeiten, indem wir Demütigungen,
Entbehrungen, Verfolgung und Enttäuschungen dankend ertragen, im Wissen,
dass wir dadurch wachsen in Christus und
erstarken im Glauben.
Mitgekreuzigt-Bleiben!
Ein weiterer wichtiger Aspekt, der zum
oben genannten „Bruch“ beitrug, war
das ichhaft-gefühlsmäßige Mitleid mit
dem eigenen sündigen Fleisch, mit dem
„alten Menschen“, wie es in Röm 6,6 so
klar formuliert ist: „Wir wissen ja dieses,
dass unser alter Mensch mitgekreuzigt
worden ist, damit der Leib der Sünde
außer Wirksamkeit gesetzt sei, so dass
wir der Sünde nicht mehr dienen.“
Durch die Wiedergeburt sind wir hinein
gepflanzt worden in den geistlichen Leib
des HERRN und haben nun Anteil am
Gekreuzigt-Worden-Sein Jesu: „Ich bin
mit Christus gekreuzigt...“ (Gal 2,20).
Hier hat Demas, bildlich ausgedrückt, aus
Mitleid mit seinem „alten Menschen“,
(d.h. seinem selbstverliebten Ego) erbarmungsvoll die Nägel herausgezogen und
ihn vom Kreuz herabgenommen, ihm die
„Wunden“ gepflegt und sich wieder von
ihm beherrschen lassen. Als letzte Konsequenz verließ Demas den Apostel. Er
wandte sich von Paulus‘ Glaubenslehre
und darum auch von dessen Person ab.
Ronald Graf, der zweite und letzte Teil
erscheint im nächsten Zeitruf
Zeit-Zeugen
Louis Vogel: Mein
Zeugnis - Vom religiösen
Dogma zum biblischen Glauben
Teil 12
N
un, lieber Herr Dr., sagen Sie mir:
wer kann sich aus diesem engmaschigen Spinngewebe herauswinden? Verstehen Sie bald meine „sieben
Jahre verzweifelten Suchens“? Langsam
fand ich jedoch den Schlüssel zur Heiligen
Schrift, den die „Schriftgelehrten“ weggenommen: Erstens: Alle Menschen sind
im ersten Adam gefallen, sündhaft geworden, können so nicht zum Vater ins Licht
 HERR ist Jesus Christus 
kommen und zweitens: Alle Menschen
sind im zweiten Adam, im Herrn Jesus,
erlöst; Er hat für alle gesühnt. Jedermann
kann jetzt die Erlösung annehmen oder
ablehnen.
Das erklärt Ihnen auch Ihre Frage „Viele sind berufen, wenige aber auserwählt“.
D.h.: „Die Vielen sind“, wie es wörtlich
heißt, „die Berufenen“, nämlich alle Menschen sind berufen, Gotteskind zu werden. Alle können es auch werden, wenn
sie wollen, weil Jesus die Sühne gab für
alle. Alle sind Berufene zur Gotteskindschaft. „Auserwählt“ jedoch zum Dienste
(gläubige Pfarrer und gläubige Prediger,
die das wahre Evangelium den Menschen
verkünden, als Gnade, ohne eigene Werke, ohne jedes eigene Verdienst) sind nur
wenige! Wenige Gotteskinder sind zum
Dienst am Evangelium berufen. Jedenfalls
die nicht, die sich selber beriefen, oder
vom Onkel und von der Tante oder vom
Familienrat „berufen“ wurden. Daher die
heutige Not, weil eine Menge „Lehrer“
(2. Tim. 4,3) da sind, die selber nichts
vom Evangelium wissen, wohl aber den
Kopf voll haben von Philosophie ... engstirniger Theologie. Daher der trostlose
Zustand von heute. Daher die Gottlosigkeit um sich greift. Daher die Macht der
Finsternis in unserem christuslosen, aber
philosophiereichen Europa so groß ist.
Daher der Krieg. Daher das schauderhafte
Elend. Aber die Ironie des Unglücks kennt
kein Ende: Nachdem die Kirche ihren
Untertanen Jesus und die Bibel geraubt
hat, speit sie noch Acht (d.h. Ächtung)
und Bann und Exkommunikation gegen
jeden „Rebellen“, der luftschnappend
aus dem stets rascher kreisenden Taifun
heraus möchte.
Es erübrigt mir noch, Ihre Frage „Katholisch oder lutherisch oder reformiert“
zu beantworten. Der Katholizismus hat
sieben Sakramente. Der Lutheranismus
nur zwei: Taufe und Abendmahl als Sakrament, das per se (durch sich) selig
macht. Auch hat die lutherische Kirche
keine Ohrenbeichte und anerkennt den
Papst nicht. Die reformierte Kirche hat
kein Sakrament, kein Zeichen (Öl, Wein
oder Brot), das selig macht, sondern sie
verweist auf den Opfertod Jesu als das
Rettungsmittel für alle, auf Das kostbare
Blut Jesu ... auf die Bibel allein!
Noch mehr als die reformierte Kirche
tun dies neben ihr die zahlreichen einzelnen religiösen Gemeinschaften (nicht
Sekten wie Sabbatisten, Neuapostolische
oder Bibelforscher, Anthroposophen und
Theosophen). Sagen wir in kurzer Fassung: die Katholiken sind ganz katholisch,
die Lutheraner sind halb katholisch. Die
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letzteren stehen im Irrtum bis übers Herz,
die ersteren bis an den Kragen.
Die reformierte Kirche mitsamt den
gläubigen Gemeinschaftskreisen sind also
auf wahrhaft biblischem Boden (sofern sie
wirklich reformiert sind und nicht auch,
fein verklausuliert, lutherische Sakramente haben). Da ist also das rechte Evangelium, wo, auf Grund des inspirierten
Wortes, der Opfertod Jesu (das kostbare
Blut Jesu) als das alleinige Sühnemittel
verkündigt wird, genau so, wie Petrus und
Paulus es lehren.
Nun noch Ihre typisch katholische Frage, als die letzte, die ich heute zu beantworten habe, die Frage nach „paulinisch-petrinischem Christentum“. „Das paulinische
Christentum“ sei die mehr protestantische
Art (wie die katholische Kirche sagt) ...
das „petrinische Christentum“ sei jedoch
genau die katholische Art, weil Petrus als
der „erste Papst“ die katholische Kirche
gestiftet habe und ihr Begründer sei, im
Auftrage Christi. In anderen Worten sagt
die katholische Kirche unverklausuliert:
Petrus sei gut katholisch gewesen, und
Paulus sei ein bisschen, sogar ein bisschen
viel abgefallen von der Vollkommenheit
der petrinischen Weisheitsfülle. Paulus sei
der Protestant: der Abgefallene, der Ketzer
... Petrus sei der Unfehlbare! ... der Papst!
Dabei ist Petrus in seinen zwei vom Heiligen Geist inspirierten Schriften fast noch
paulinischer als Paulus. Absolut dieselbe
Lehre: Ungöttlichkeit der Menschen von
Adam her ... Erlösung in Jesu Blut!
Nun, Herr Dr., erlauben Sie mir vorerst eine Gegenfrage: Haben Sie die zwei
Briefe des hl. Petrus in der Heiligen Schrift
schon gelesen ... ganz gelesen? Sie stehen
fast am Ende des Neuen Testamentes. Wie
viele Sakramente hat dieser gute Apostel
Petrus dort aufnotiert? Er musste es ja als
„erster Papst“ wissen. Hat er die Machtbefugnisse seines Primats und seiner
Unfehlbarkeit dort genau umschrieben?
In welchem Kapitel und Vers? Wie viele
Kirchengesetze hat er herausgegeben?
Musste man auf seinen Befehl damals
schon fasten am Freitag? „Kein Fleisch
essen“ ... wohl aber Fische ... und zwar
Heringe und Rollmöpse für die Armen,
für die Reichen und Würdenträger der
katholischen Kirche jedoch Forellen und
Saumons (d.h. Lachs, Salm)? ... In welchem Kapitel und Vers Ihres Petribriefes
stehen diese heiligen Verordnungen der
unfehlbaren alleinseligmachenden Kirche? Lesen Sie bitte, Herr Dr., Lukas
Kapitel 11, Vers 46! Dann verstehen Sie
auch das, was man „petrinisch“ nennt und
es nicht ist vor Gott: „Wehe auch euch,
ihr Schriftgelehrten, denn ihr beladet die
Menschen mit unerträglichen Lasten; ihr
selber aber rühret sie nicht mit der Fingerspitze an!“
Entschuldigen Sie mich gütigst, Herr
Dr., ich bin mit der petrinisch-paulinischen Geschichte da ganz nervös geworden! Übrigens sind Sie ja kein Neuling
mehr! Sie wissen schon Bescheid, besser
als ich Bescheid wusste in jenen traurigen
Jahren, wo mein Ideal zum Idol wurde, in
nichts zerrann, wo ich die Wahrheit der
Schrift noch nicht kannte.
Was diese eben erwähnten Sakramente
angeht, so muss ich Ihnen abschließend
beteuern, dass ich wirklich guten Glaubens war! Beim Messelesen z.B., oder
beim Kirchenbesuch beugte ich meine
Knie vollen Ernstes und bewusst vor dem
eucharistischen Heiland. Heute bete ich
den verherrlichten Heiland Jesus Christus
an, der droben beim Vater der Herrlichkeit
ist. Dort ist Er in Wirklichkeit. Dort kann
ich auch dem Himmlischen Vater für diese
unfassbare Erlösungsgnade danken.
Gute Nacht; schlafen Sie recht wohl:
Ihr ergebener L. Vogel, Pfr.
Vierter Brief
H ... heim i. Els., den ...
Lieber Herr Pfarrer!
Ihr drittes Antwortschreiben hat mich
im Grund erschüttert. Was sind das für
Zustände. Diese Begräbnisunsitten kenne
ich wohl, aber ich kannte sie bisher nur
von außen her. Welch unheiliges Gebaren, welch ein unwürdiger Handel und
religiöses Gewerbe: ein wahrer Trafic (d.h.
Verkehr) mit Seelen! Da muss wirklich im
Fundament etwas fehlen. Ich beginne, Sie
zu begreifen. Jawohl: ein Schachern mit
unsterblichen Seelen. Nun verstehe ich
eher, wieso in der französischen Übersetzung von Segond die Stellen von Joh.
-Ev. 2,16 und 2. Petri 2,3 mit „trafic“ und
„trafiquer“ wiedergegeben sind.
Sind aber mit Ihrer Glaubensmethode,
wenn ich so sagen darf, die Leute dann
auf einmal vollkommen und sündenfrei?
Was ist Erbsünde, was Taufe, was Beichte?
Schreiben Sie mir darüber etwas Bodenlegendes. Auch bitte ein Wort über den
Zölibat der Priester. Ist diese Ehelosigkeit
gut oder schlecht? Was sagt denn gerade
da die Heilige Schrift?
Die zwei Briefe des hl. Petrus habe ich
gelesen. Habe sie gut gefunden. Sie sind
eigentümlich klar und doch wieder so tief,
genau wie die Briefe des hl. Paulus, wo
ich einfach vieles nicht verstehe, z.B. den
Galaterbrief und Hebräerbrief. Ja, ja, Sie
Schlaumeier: die Sache von wegen Rollmops und Forelle. Fast schäme ich mich.
Aber es ist so, wie Sie sagen.
Von meiner Jugendzeit erinnere ich
Impressum
Der „Zeitruf“ erscheint vierteljährlich
Herausgeber: Unterstützungskasse Bekennender Christen e.V., Postfach 110105, D-42301
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Bibelübersetzung: Version Schlachter 2000, © Genfer Bibelgesellschaft
mich, dass es am Karfreitag sogar verboten war, Eier zu essen. Es blieb nichts
übrig als: simple Fische oder Kartoffelbrei
mit Zwiebelsauce. Viele Pfarrer geboten
sogar, am Karfreitag gar nichts zu essen.
Manche fanatische Bauern gaben auch
dem Vieh nur eine kleine Notration.
Dabei ist aber der hl. Karfreitag, an dem
der Herr und Heiland gestorben, noch
nicht einmal ein katholischer Feiertag.
Man muss nicht (unter Todsünde verpflichtet) in die Kirche gehen. Gar nicht.
Die Bäuerinnen haben großes jährliches
Reinemachen in Küche und Schrank, die
Bauern ackern auf dem Felde um und
viele führen Mist. Jawohl: Kein Katholik
muss in die Kirche am heiligen Karfreitag;
es ist dort gar kein normaler Gottesdienst
... er darf ruhig den Hühnerstall misten
... all das ist erlaubt ... und gut katholisch,
wenn er nur kein Beefsteak verschlingt,
sondern sich mit Rollmops und Hering
begnügt! ... Wenn da der Fluch Gottes
nicht kommt: den Fundamentaltag der
Erlösung so zu missachten ... Wenn da die
gutgläubigen Katholiken nicht im Prinzip
betrogen sind, so sind es die Mohammedaner sehr wahrscheinlich auch nicht! Entschuldigen Sie bitte, Herr Pfarrer, meine
Entrüstung! Es geht doch um Ewigkeit
und Seelenrettung, nicht um religiös politische Macht ... es geht um Seelen mit
Ewigkeitswert.
Das ist ganz genau, wie ich es gestern
las im (Allioli, d.h. ein katholischer Theologe und Verfasser einer Bibel ins Deutsche) Matthäusevangelium (15,3-9), aus
purstem Zufall: „Ihr übertretet selbst das
Gebot Gottes um eurer Tradition willen ...
ihr habt also Gottes Wort aufgehoben um
eurer Tradition willen ... ihr Heuchler ...
ihr ehret mich mit den Lippen, aber euer
Herz ist weit von mir! ... ihr lehret Lehren
und Gebote von Menschen!“
Fortsetzung im nächsten Zeitruf
Aktuelle Hinweise und Termine
Glaubenstag Bekennender Christen für die Schweiz am 14. Mai 2016 in Wangen/Aare
Herzliche Einladung zu unserem Bekenntnistag! Wir freuen uns, dass es auch in diesem Jahr wieder möglich ist, uns unter Gottes Wort
versammeln zu dürfen. Wir wissen, dass es alles andere als selbstverständlich ist. Beten Sie schon jetzt für das Gelingen dieses Treffens!
10.00 Uhr:
11.15 Uhr:
12.30 Uhr:
13.00 Uhr:
14.30 Uhr:
Folgendes Programm ist geplant:
08.45 Uhr:
Gebetsgemeinschaft
Leitung: Br. Walter Basler
09.30 Uhr:
Begrüßung und Einleitung:
Br. Ronald Graf
„Missionsbericht der Einsätze von Mission
ohne Grenzen“
Br. Hanspeter Häni (Thörishaus)
„Im Fadenkreuz: die biblische Ortsgemeinde - Teil 1“
Br. Lukas Matter (Islikon)
Bekanntmachungen und Hinweise:
Br. Konrad Alder
Mittagessen
„Im Fadenkreuz: die biblische Ortsgemeinde - Teil 2“
Br. Lukas Matter (Islikon)
Die Vorträge werden auf CD und mp3 aufgenommen und können voraussichtlich direkt vor Ort erworben werden. Büchertische mit geistlicher und evangelistischer Literatur ist vorhanden.
Vorankündigung:
Bibelwoche Bekennender Christen
Weitere Einzelheiten werden im nächsten Zeitruf veröffentlicht.
Unsere diesjährige Bibelfreizeit findet vom Freitag, 19. August
2016 bis Donnerstag, 25. August 2016 im Bibelheim Vesperweiler statt. Br. Johannes Ramel und Br. Ronald Graf werden
wieder mit dem Wort dienen.
Dieser Zeitruf-Ausgabe liegt wieder ein Prospekt des ArtosVerlag bei.
Literaturangebote
Jeden Sonntag Gottesdienst ab 10.30 Uhr der Gemeinde Bekennender Christen; nähere Informationen
erhalten Sie hier: ( 0202 769 00 877; das genaue Vierteljahres-Programm wird auf Wunsch zugesandt!