Im Zeichen der Ziege

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Im Zeichen der Ziege
Wie der Brauch in die Karnevalstradition eingegangen ist
D
ie Tradition mit Ziegen durch den Wigbold zu ziehen hat
eine lange Geschichte. Erstmals wird ein solcher Umzug
vor 1900 in den Aufzeichnungen erwähnt. „Zur damaligen Zeit gingen die
Bauern mit ihrem Bock
durch Wolbeck um bei den
Bewohnern nach Nahrung
oder einer kleinen Geldzuwendung für sich oder für
das Vieh zu fragen“, erklärt
Torsten Laumann, Präsident
der KG ZiBoMo. Der Ziegenbock wurde als leichtes
Druckmittel mitgeführt, um
den jeweiligen Bewohner
des Hauses etwas Angst zu
machen. Frei nach dem Motto: Wenn du mir nichts
gibt’s, dann gehe ich
mit meinem Bock
durch deine gute
Stube. „Da ein Ziegenbock ja bekanntlich ziemlich stark riecht,
kamen dann die
Bewohner in der
Regel der Bitte des
Bauern nach“, lacht
Laumann.
Am 9. September
1900 gründetet sich
dann der Ziegenzuchtverein
Wolbeck. „Es finden sich Be-
richte, dass danach mehr als
200 Ziegen im Ort gehalten
wurden“, erklärt der ZiBoMo-Präsident.
Dr. Hermann Peters (Pewo
genannt), der Gründer der
ZiBoMo, war ein guter
Freund des münsterischen
Ziegenbarons Alfred von Renesse. Von dessen Vernarrtheit in die Ziegen hat sich
Pewo förmlich anstecken
lassen. So war er es auch, der
diese Tradition des Sieggenbucksmaundag
(Plattdeutsch für Ziegenbocksmontag) zunächst im Rahmen des Heimatvereins weiterverfolgt hat. Im Jahre
1954 wurde die Durchführung des Sieggenbucksmaundag aus der Organisation des Heimatvereins herausgelöst und in die Hände
des neuen Vereins „ZiBoMo“
gegeben. Zu Anfang ziehen
die Mitglieder begleitet von
einer Schar Kinder durch
den Ort und treffen sich anschließend in die Gaststätten
zum gemeinsamen Töttchenessen.
Im Jahr 1957 reift die Idee,
auf dem Marktplatz ein
Denkmal für die Ziege zu errichten. Anstoß zu diesem
Vorhaben gibt der Fund
eines alten kupfernen Ziegenbocksemblems,
das
einen verkehrt sitzenden
Schneider auf einem
Ziegenbock zeigt,
auf dem Dachboden
der
Schmiede
Kuhlmann.
Dieses Symbol
wurde
jedoch nicht
für das Denkmal
umgesetzt.
Im Februar
1959 wurde dann
das
Ziegenbocksdenkmal auf dem Wolbecker Marktplatz enthüllt.
WDR strahlt „Tolle Tage“ aus
ie Tradition der Ziegenbocksmontagsumzüge und viele
weitere skurrile Karnevalsbräuche aus Westfalen und
dem Rheinland haben den
WDR dazu inspiriert, eine
90-minütige Reportage zu
diesem närrischen Thema zu
drehen. Das ZiBoMo-Museum hat dem Sender dafür
exklusives Material aus den
Anfängen zur Verfügung gestellt.
Im Gegenzug stellt der
Sender dem Zibomo-Museum die komplette Reportage,
seltenes Videomaterial und
weitere filmische Raritäten
über den Ziegenbocksmontag zur Verfügung.
Die Reportage unter dem
Titel „Tolle Tage“ wird am
Samstag, 6. Februar, um
15.45 Uhr im WDR ausge- &%. $,#",!32.
strahlt.
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