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HUNDE WILLKOMMEN
HUNDE WILLKOMMEN
Vegane Lieblingskekse
Hunde mögen nur Fleisch? Weit gefehlt, in Wilmersdorf naschen
Stadtpfoten rein pflanzlich. Übrigens auf Empfehlung von Kalle,
Berlins Dackelkönig.
tern bäckt und verkauft er in seinem
Ladenlokal vierzehn leckere Sorten
und denkt sich für Halloween, Weihnachten oder Muttertag besondere
Rezepturen aus. „Jeden Tag bereite
ich drei bis vier Sorten zu, damit alles
immer frisch ist.“ Ein willkommener
Nebeneffekt: Durch den Laden zieht
stets ein köstlicher Wohlgeruch.
Gesund und mit Pfiff
Kalle überwacht die Herstellung in der Backstube
S
chon von Weitem weht den
Passanten ein verführerischer
Duft um die Nase. Kein Wunder, denn Matthias Schellhorn backt
täglich frische Cookies. Jedoch nur
für Vierbeiner. Ende Mai erfüllte sich
der Bäcker- und Konditormeister einen Traum und eröffnete die erste
vegane Hundekeksbäckerei Berlins.
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Schon jetzt hat er etliche Stammkunden, und da probieren auch gerne mal
Frauchen und Herrchen einen Keks
aus der raschelnden Tüte, die sie eigentlich für ihre Vierbeiner kaufen.
„Das dürfen sie ruhig“, lacht Schellhorn, „alle Kekse bestehen ausschließlich aus pflanzlichen Zutaten
und sind vegan.“ Auf 38 Quadratme-
„Alle Kekse sind aus biologischen
Zutaten hergestellt“, erklärt Schellhorn. Ihm ist es besonders wichtig,
dass auch Halter von allergischen und
sensiblen Hunden fündig werden.
„Deshalb bevorzuge ich vorwiegend
Dinkelvollkorn- oder Reismehl.“ Es
gibt zudem eine glutenfreie Sorte,
gesüßt mit Agavendicksaft. Auch
Tofu, Nüsse und Obst zählen zu den
Zutaten. Die Kekse sind in drei Gruppen unterteilt. Es gibt welche für frischen Atem, beispielsweise „Kallefrisch“ mit Minze, oder die Variante
„Kallolob“ für das tägliche Training.
Sie sind klein und deshalb die perfekten Leckerlis. Für ein langes Kauvergnügen und die Zahnpflege sind
die „Kallekau“ hervorragend geeignet. Doch auch optisch ist das Gebäck
ein wahrer Hochgenuss. Da ist der
gelernte Bäcker- und Konditormeister anspruchsvoll. Manche sind als
kleine Ringe gebacken, andere sind
rund, länglich oder haben die Form
von Blüten, Knochen oder Dackeln.
Die Dackelform kommt nicht von ungefähr. Denn Schellhorns Rauhaardackel Kalle ist schließlich Namensgeber des Ladens und der Grund dafür, dass es ihn überhaupt gibt. „Kalle
Fotos © Matthias Schellhorn
Die Hundekekserei
Die Bäckerei von außen und innen
ist leider ein sehr allergischer Hund,
daher war es schwer für mich, passende Hundekekse zu finden“, sagt
der Berliner. Kurzerhand begann er
selbst für seinen Vierbeiner zu backen
und probierte einiges aus. Schließlich
entstand die Idee für den Laden.
habe ich eigens für ihn kreiert,
denn Kalle liebt Bananen“,
verrät Matthias Schellhorn,
streichelt seinem Lieblingskunden über den Kopf und verschwindet wieder in die Backstube. Cornelia Wolter
Selbstverständlich kennen viele den
wohl berühmtesten Rauhaardackel
der Hauptstadt. Allein 1 200 Fans
besuchen regelmäßig seine Facebook-Seite. Dort dürfen sie an dem
Leben der frechen, krummbeinigen
Schnauze mit Thron, Königsmantel,
einer großen Jackenkollektion und
Hunderten von Halstüchern teilnehmen. Den roten Teppich rollt Kalle
nun für seine Fans aus und gewährt
höchstpersönlich immer nachmittags Audienzen. Einen großen Hofstaat benötigt er dazu nicht. Zumindest, solange sein Herrchen fleißig
weiter bäckt. Auf eine Sorte möchte
der Dackel allerdings nicht verzichten. „Das sind die ‚Kallebanana’, die
Königsplätzchen
Die Hundekekserei
Landauer Straße 16
14197 Berlin-WIlmersdorf
Telefon: 030 – 23 91 97 84
Die Kekse können auch online bestellt werden unter:
www.king-kalle.berlin
Dackel King Kalle präsentiert Kekse,
die jeder Hund fressen darf
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