22. Jahrgang | 7,– $ www.forschung-und-lehre.de Forschung & Lehre 7 |15 a l l e s wa s d i e w i s s e n s c h a f t bew e g t Entschleunigung | ab Seite 524 Großer Akademischer Stellenmarkt | ab Seite 584 PRO & CON T R A Science Slams | ab Seite 542 W I S S E N S C H A F TL I C H E R N AC H W U C H S Professor ist Professor | ab Seite 544 RUSSL A N D Wandlungen und Hoffnungen | ab Seite 548 SRH HOCHSCHULEN SSTARK TARK FÜR FÜR UNSERE UNSERE STUDIERENDEN STUDIERENDEN LE LEHRE HRE B BEI EI DER DER SRH SRH EN ENTWICKELN T WICKELN SIE SIE STARKE STARKE IDEEN IDEEN FÜR FÜR ERFOLGREICHE ERFOLGREICHE K KARRIEREN! ARRIEREN! V Verstärken erstärken Sie Sie unser unser Team Team als als \ \ \ \ \ \ \ \ Unsere Unsere Hochschulen Hochschulen Akademischer/ Wissenschaftlicher Mitarbeiter w/m Professor w/m Dozent w/m Honorarkraft w/m Psychologe/Sozialarbeiter w/m Therapeut w/m Konferenzmanager w/m Management/ Verwaltungsfachkraft w/m oder oder absolvieren absolvieren Sie Sie bei bei u uns ns IIhr hr \ Praktikum/Ausbildung \ SRH Hochschule Berlin \ design akademie berlin, SRH Hochschule für Kommunikation und Design \ SRH Hochschule der populären Künste (hdpk) \ SRH Hochschule für Wirtschaft und Medien Calw \ SRH Fachhochschule für Gesundheit Gera \ SRH Hochschule für Logistik und Wirtschaft Hamm \ SRH Hochschule Heidelberg \ SRH Fernhochschule Riedlingen \ Universidad Paraguayo Alemana (UPA) Erfahren Sie persönliche Geschichten von SRH Mitarbeitern und entdecken Sie unsere Stellenangebote unter: W WWW.SRH-KARRIERE.DE W W.SRH-K ARRIERE.DE TO TOP P NATIONALER NA AT TIONALER ARBEITGEBER ARBEITGEBE R 2015 2015 DE UT SC HLAN DS DEUTSCHLANDS BE ST E BESTE AR BE ITGE BE R ARBEITGEBER IM VE RGLE IC H VERGLEICH In Kooperation mit: 7|15 S TA N D P U N K T Forschung & Lehre 517 Früher war alles besser? In „DIE Zeit“ vom 12. Juni 2015 zeichneten mehrere Wissenschaftler ein düsteres Bild von deutschen Universitäten: Als erfolgreicher Forscher gilt, wer sich zum Sklaven von Drittmittelgebern macht, seine Produkte in möglichst vielen Einzelpublikationen vermarktet und so geElsbeth Stern ist Professorin für Lehrschickt netzwerkt, dass und Lernforschung an die Artikel nicht unbeder ETH Zürich. dingt gelesen, aber auf jeden Fall zitiert werden. Von geistigen Höhenflügen keine Spur. Noch elender sieht es seit der Bolognareform in der Lehre aus: Inhalte sind nachrangig, goutiert wird vor allem die reibungslose Administration des ECTS, durch das die vorwiegend im „Bulimielernen“ geübten Studenten im Akkord geschleust werden. Wehmütig erinnert man sich da an die eigene Studienzeit, in der man sich noch die Freiheit nahm, Interessen zu vertiefen, und mit Professoren kritisch-konstruktive Diskussionen führte. Auch ich nehme sowohl absurde Entwicklungen im Publikationswesen wahr als auch eine Tendenz zur Bürokratisierung der Lehre, die nicht der Qualitätssicherung dient. Aber als jemand, der nahezu zwei Drittel seines Lebens an wissenschaftlichen Einrichtungen verbracht hat, sehe ich nicht, dass wir uns in einer Abwärtsspirale befin- den – im Gegenteil. Zu gut erinnere ich mich noch an Professoren, die die Freiheit von Forschung und Lehre sehr wörtlich nahmen und in der Versenkung verschwanden. Das ist schwieriger geworden, seitdem Fachbereiche regelmäßig evaluiert werden und vor allem seitdem bei Berufungen transparente Leistungskriterien herangezogen werden. Kommissionen, die die besten Bewerber erst gar nicht zum „Vorsingen“ einluden, um den präferierten Kandidaten vor Konkurrenz zu schützen, waren früher keine Seltenheit. Beklagt wird, dass Studenten heute nur noch ECTS Punkten hinterherjagen, aber was ist der Unterschied zum „Scheinstudium“ vergangener Tage? Wenn Professoren rückblickend ihr eigenes Studierverhalten mit dem heutiger Durchschnittsstudenten vergleichen, vergessen sie, dass die meisten von ihnen hinsichtlich Interesse und Leistungsbereitschaft schon im Studium Ausnahmeerscheinungen waren. Universitäten haben eine gesellschaftliche Verantwortung und unterliegen institutionellen Regeln, aber der große Gestaltungsrahmen bleibt. Was kann einen beamteten Professor davon abhalten, lieber zwei Jahre lang an einem größeren Werk zu arbeiten, statt alle paar Monate einen Miniartikel zu publizieren? Wer befürchtet, dass den Studierenden durch die vielen Einzelprüfungen der Blick für das Ganze verlorengeht, kann ECTS-Punkte für verpflichtende Veranstaltungen anbieten, in denen Inhalte früherer Abschlussprüfungen thematisiert werden. Es stimmt, dass sich Professoren vermehrt für ihre Arbeit rechtfertigen müssen, aber gute Begründungen zu liefern gehört seit jeher zum Kerngeschäft von Wissenschaftlern. 518 I N H A LT Forschung & Lehre Inhalt 7|15 Entschleunigung S TA N D P U N K T Elsbeth Stern 517 Früher war alles besser? 520 Befristungsregelungen: Allianz für Leitlinien, aber gegen Gesetze ENTSCHLEUNIGUNG Foto: dpa-picture-alliance NAC H R IC HTE N Ralf Konersmann 524 Die Beschleunigung als Phänomen der hochtechnisierten und weltweit vernetzten Welt ist auch in der Wissenschaft ein Alltagsphänomen. Die Rede ist von „Slow Science“. Ist das Phänomen der Beschleunigung pathologisch, ein Defekt, dem man „schleunigst“ begegnen muss? Oder verfällt man sofort wieder in die Denkmuster, die man überwinden will? Beiträge zu einem Phänomen unserer Zeit. Schwerpunkt . . . . . . . . . . . . . . . . . . 524 Lektionen der Unruhe Über das Bekannte, das unbekannt geblieben ist Axel Haunschild 528 Arbeitshetze und Zeitdruck Be- und Entschleunigung in der Wissenschaft Christoph Küffer 532 „Slow Science“ Denkfreiräume statt Beschleunigung Hans Beck 536 Science Slams Entschleunigung und lokale Welt Geschwindigkeit im alten Griechenland 538 Politik unter Zeitdruck Gibt es eine richtige Geschwindigkeit für demokratische Prozesse? 540 „Eile mit Weile“ Fundsachen über entschleunigtes Leben PRO&CONTRA Pro: Julia Offe | Contra: Magnus Klaue 542 Science Slams WI SS E N SC HAFTLIC H E R NAC HWUC H S Rüdiger Bachmann 544 Professor ist Professor Der wissenschaftliche Nachwuchs in den USA und in Deutschland am Beispiel der Ökonomik Foto: picture-alliance Jan-Werner Müller Wissenschaftler stellen ihre Forschungsprojekte vor und das Publikum als Jury vergibt Punkte: In immer mehr Städten treffen sich Wissenschaftler und Öffentlichkeit zum Science Slam. Während die Befürworter mit diesem Format Wissenschaft und wissenschaftliches Denken populär machen wollen, halten andere die Veranstaltungen für populistisch und infantil. Pro & Contra . . . . . . . . . . . . . . . . . . 542 7|15 I N H A LT Forschung & Lehre Russland Foto: dpa-picture alliance RUSSLAND Gregor Berghorn 548 Wendungen und Hoffnungen Hochschulen und Wissenschaft in Russland HOC H SC H U LSTE U E RU NG Wer heute über Russland spricht, hat vor allem die aktuelle Krise und die Spannungen zum Westen vor Augen. Die Beziehungen sind fast wieder so eisig wie zu Zeiten des Kalten Krieges. Betrifft dies auch die Bildungs- und Wissenschaftsbeziehungen zu Deutschland, oder gibt es Hoffnungsschimmer? Wendungen und Hoffnungen . . . . 548 Christian Scholz | Volker Stein 552 Sag mir, wo die Uni ist… Eine Systemdiagnose nahe an der Resignation DIALOG Wolfgang Sonne 556 Hochschulsteuerung Schluss mit Ranking! Ein Gespräch zwischen Bürokrates und Sokrates WA S I S T E I G E N T L I C H . . . ? Foto: picture-alliance Harald Welzer Universitäten sind komplexe Systeme und deren Steuerung eine herausfordernde Aufgabe – ein Mehr an echter Autonomie ist sicher zu begrüßen. Doch ist die vielbeschworene „Autonomie der Hochschulen“ nicht vielmehr zu einer „Autonomie der Hochschulleitung“ mutiert? Ist der zunehmende Drang nach Zentralismus gut für die universitäre Identität? Ergebnisse eines Forschungsprojekts. Sag mir, wo die Uni ist... . . . . . . . . 552 Was ist eigentlich... Für heute notwendige Transformationsprozesse gibt es keinen Masterplan. Der sich in der Entwicklung befindende Master-Studiengang „Transformation Studies“ beschäftigt sich mit Alternativen zum business as usual und erforscht neue Pfade gesellschaftlicher Praxis. Transformationsdesign? . . . . . . . . . 558 558 Was ist eigentlich Transformationsdesign? Gestaltungsmöglichkeiten des Vorhandenen KARRIERE-PRAXIS Wilhelm Hofmann 570 Fürsorge und Schädigung Moral in Alltag und Beruf RUBRIKEN 523 560 562 564 566 568 572 574 582 583 584 602 603 604 Fundsachen Forschung: Ergründet und entdeckt Zustimmung und Widerspruch Lesen und lesen lassen Entscheidungen aus der Rechtsprechung Steuerrecht Preise Habilitationen und Berufungen Rektoren, Präsidenten und Kanzler Impressum und Informationsservice Akademischer Stellenmarkt Exkursion Enigma Fragebogen II: Zu Ende gedacht – Michael Hagner 519 520 NACHRICHTEN Forschung & Lehre 7|15 Nachrichten Befristungsregelungen: Allianz für Leitlinien, aber gegen Gesetze D ie Allianz der Wissenschaftsorganisationen hat Vorbehalte gegen eine Änderung des WissenschaftsZAHL DES MONATS 22 500 Studierende erhielten im Jahr 2014 ein Deutschlandstipendium. Das ist ein Anteil von 0,84 Prozent aller Studierenden. Quelle: Statistisches Bundesamt vom 28. Mai 2015 zeitvertragsgesetzes angemeldet, das kurzzeitige Befristungen von Arbeitsverträgen in Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen verringern soll. Das geht laut „Süddeutscher Zeitung“ und „Tagesspiegel“ aus einem Schreiben der Allianz an Bundesministerin Johanna Wanka und die Koalitionsfraktionen hervor. Dabei geht es der Allianz um nichtwissenschaftliche Mitarbeiter, die die SPD aus dem Wissenschaftszeitvertragsge- setz herauslassen will. Die Wissenschaftsorganisationen verlangten, sowohl wissenschaftliches als auch nichtwissenschaftliches Personal weiterhin flexibel beschäftigen zu können. Mindestlaufzeiten für Zeitverträge bei wissenschaftlichen Mitarbeitern gesetzlich festzulegen sei nicht notwendig, weil sich wissenschaftliche Einrichtungen schon durch Leitlinien verpflichten würden, Nachwuchswissenschaftler so zu beschäftigen, dass sie ihre Qualifizierungsziele erreichen könnten. Da die CDU/CSU-Bundestagsfraktion die Kritikpunkte der Wissenschaftsorganisationen prüfen wolle, werfe ihr die SPD-Fraktion vor, eine Blockadehaltung einzunehmen. Ein Eckpunktepapier zum Zeitvertragsgesetz sei bereits zwischen dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und den Berichterstatterinnen beider Fraktionen abgestimmt gewesen. Stratmann will „Max-Planck-Schools“ D er Präsident der MaxPlanck-Gesellschaft (MPG), Professor Martin Stratmann, hat den Aufbau von „Max-Planck-Schools“ angeregt, in denen sich MaxPlanck-Forscher mit Spitzenforschern deutscher Universitäten in überregionalen Bildungs- und Forschungsnetzwerken zusammenschließen sollen. Anders als beispiels- weise in den USA sei wissenschaftliche Exzellenz in Deutschland nicht an wenigen Orten konzentriert, erklärte Stratmann. Nur wenn die in Deutschland bereits vorhandene, räumlich verteilte Exzellenz produktiv zusammengebracht werde, könne die individuelle Sichtbarkeit der besten deutschen Wissenschaftler erhöht und die Attraktivität deutscher Spitzenforschung gestärkt werden. „Wenn sich führende Wissenschaftler der MaxPlanck-Gesellschaft mit führenden Kollegen der Universitäten auf zukunftsträchtigen Wissenschaftsgebieten zusammentun, dann entstehen Bildungs- und Forschungsnetzwerke, die mit den TopEinrichtungen der Welt kon- kurrieren können“, so Stratmann. Innerhalb solcher „Max-Planck-Schools“ solle es dann auch Tenure-TrackStellen geben. Nur so könnten die Schools die besten Nachwuchswissenschaftler anziehen und in Deutschland halten. werde, ebenso wie die Förderung von Nachwuchswissenschaftlern durch das MarieSklodowska-Curie-Programm. In den EFSI fließen Steuermittel für Kreditausfälle von Banken, die gemeinsam mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) Kredite vergeben. Die HRK befürchtet, dass die verbleibenden Kürzungen von 2,2 Milliarden Euro voll auf die Ausschreibungen zur europäischen Verbundforschung durchschlagen könnten. Dies war im vergangenen Jahrzehnt die Kooperationsform für Hochschulen, Forschungsorganisationen und Unternehmen, die auf Augenhöhe mit EU-Förderung zusammenarbeiten wollten. HRK kritisiert Horizon-Kürzungen A ls „schlechte Nachricht für Europa“ hat der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Professor Horst Hippler, die Einigung von EU-Kommission, -Parlament und Europäischem Rat auf einen Kompromiss zur Finanzierung des so genannten „Juncker-Fonds“ bezeichnet. Um 2,2 Milliarden Euro wird das Rahmenprogramm für Forschung und Innovation „Horizont 2020“ in der Periode 2016-2020 zugunsten des „Europäischen Fonds für Strategische Investitionen“ (EFSI) gekürzt. Ursprünglich hatte die Europäische Kommission Kürzungen um 2,7 Milliarden Euro vorgeschlagen. Hippler begrüßte, dass der Europäische Forschungsrat (ERC) ganz verschont 7|15 Ranking-Optimierung D ie Universitäten Tübingen und Dresden haben sich durch eine bloße Optimierung ihrer Angaben für das Times Higher EducationRanking um etwa 100 Ränge verbessert. Dies ist das Ergebnis eines Pilotprojektes, das das Auswärtige Amt finanziert hat, um dazu beizutragen, dass deutsche Universitäten im Ausland besser wahrgenommen werden. Ziel sei es laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung, die „Stärken des deutschen Hochschulsystems adäquat und bestmöglich in internationalen Ranglisten“ abzubilden. Über die Hochschulrektorenkonferenz sollen nun alle Hochschulen von den Ergebnissen profitieren. Die Zeitung verweist weiter darauf, dass manche Experten die Rolle der Rankings dagegen kritisch sehen. Auch der Rektor der TU Dresden, K O M M E N TA R Hans Müller-Steinhagen, räumt ein, dass die Vielfalt von Lehre und Forschung auf wenige Parameter reduziert werde. Andererseits weiß die Wissenschaft um die Macht solcher Rankings. „Wir können nicht aussteigen“, meint der Rektor der Universität Tübingen, Bernd Engler. Also müsse man schauen, wenigstens nicht durch eigene Fehler schlecht dazustehen. Union will Selbstverpflichtung zum Landarzt D er gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Jens Spahn (CDU), hat sich für eine Reform des Medizinstudiums ausgesprochen. Ein einstelliger Prozentsatz aller Studienplätze soll für Bewerber vorgehalten werden, die sich verpflichten, nach dem Studi- um als Hausarzt auf dem Land zu arbeiten, sagte Spahn laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung. Es sei zwar von einem 18-jährigen „viel verlangt“ zu wissen, was genau er mit 31 Jahren beruflich tun wolle, doch dies erwarte man von Bewerbern bei der Bundeswehr auch. Spahn sprach sich auch für die Einführung von Studiengebühren aus. Humanmedizin sei das teuerste Studium, das es gebe, noch dazu werde es vom Steuerzahler finanziert, so Spahn laut Zeitungsbericht. Bundesverfassungsgericht lässt BTU-Fusion passieren D er Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts hat Verfassungsbeschwerden gegen die Fusion der TU Cottbus mit der FH Lausitz zur BTU Cottbus-Senftenberg teilweise stattgegeben. Die vorübergehende Leitung der BTU Cottbus-Senftenberg durch einen vom Wissenschaftsministerium eingesetzten Gründungsbeauftragten ist laut Pressemeldung nicht mit der Wissenschaftsfreiheit des Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG vereinbar, weil der Gesetzgeber die wesentlichen Regelungen nicht selbst getroffen hat. Die Beschwerdeführer sind Fakultäten und Professoren der ehemaligen Universität Cottbus. Einen Antrag der Fakultäten auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gegen das Inkrafttreten des Fusionsgesetzes hat die 3. Kammer des Ersten Senats mit Be- 521 NACHRICHTEN Forschung & Lehre schluss vom 27. Juni 2013 abgelehnt. In formeller Hinsicht begegnet das Gesetz keinen verfassungsrechtlichen Bedenken. Das Grundrecht der Wissenschaftsfreiheit des Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG begründe keine gesonderten Beteiligungsrechte der Hochschulen, Fakultäten oder einzelner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beim Zustandekommen eines Gesetzes zur Fusion zweier Hochschulen. Weiter heißt es beim Bundesverfassungsgericht, das angegriffene Gesetz verletze keine Grundrechte der Fakultäten. Aus Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG ergebe sich kein Recht auf Fortbestand einer konkreten wissenschaftlichen Einrichtung. Die Garantie der Wissenschaftsfreiheit verpflichte den Staat lediglich, für funktionsfähige Institutionen eines freien universitären Wissenschaftsbetriebs zu sorgen. Der Gesetzgeber war insoweit nicht gehindert, sich für die Fusion einer Universität mit einer Fachhochschule zu entscheiden. Hinsichtlich der Eignung neuer Organisationsformen stehe ihm ein Einschätzungs- und Prognosespielraum zu. Dieser werde durch das Freiheitsrecht des Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG bestimmt und begrenzt. Das Bundesverfassungsgericht überprüfe jedoch nicht, ob der Gesetzgeber mit einer Organisationsentscheidung die zweckmäßigste, vernünftigste oder gerechteste Lösung gefunden hat. Richtig ranken Je komplexer die moderne Welt, desto größer die Sehnsucht nach Vereinfachung. Dabei wird auch das Unvergleichliche verglichen und in Tabellen gepresst. Das Besondere findet Beachtung, soweit es kategorisierbar ist. Ein Zahlenwerk als Schlüssel zum (besseren) Verständnis der Welt? Wie die Kunst ist die Wissenschaft in Zahlen höchst unvollkommen abbildbar. Wissenschaft ist zumeist das Gegenteil von Komplexitätsreduzierung. Jeder Wissenschaftler weiß das. Noch gehört es zum guten Ton in der Wissenschaft, nur mit dem „üblichen Vorbehalt“ über deren Vermessung zu sprechen. Gleichwohl erscheint es folgerichtig, wenn das Auswärtige Amt Universitäten Mittel zur Verfügung stellt, um universitäre Welt-Rankings und ihre Kriterien besser zu begreifen und zukünftige Platzierungen zu verbessern. Auch wenn man ein Spiel nicht mag, sollte man seine Regeln kennen, wenn man mitspielen muss. Und wer wollte aus der Sicht von Hochschulleitungen und Politik bezweifeln, dass dieses Spiel gespielt werden muss? Aber: Ist folgerichtig auch richtig? Rankings haben mehr mit Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation als mit der Suche nach Wahrheit und Erkenntnis zu tun. Es gibt eine Logik, der man sich kaum entziehen kann, die aber gleichwohl einen schalen, bitteren Nachgeschmack hinterlässt. Michael Hartmer 522 NACHRICHTEN Forschung & Lehre 7|15 Abiturnoten variieren nach Bundesländern W elche Gesamtnote ein Abiturient erwarten kann, hängt auch vom Bundesland ab, in dem er die allgemeine Hochschulreife erwirbt. Eine Datenanalyse des Magazins Der Spiegel zeigt, dass der Anteil der Einserabiturienten in manchen Ländern regelmäßig deutlich vom Bundesdurchschnitt abweicht. Dem Spiegelbericht zufolge schlossen 2013 in Thüringen 38 Prozent aller Prüflinge mit einer Eins vor dem Komma ab; im angrenzenden Niedersachsen gelang das nicht einmal halb so vielen Schülern, nämlich 16 Prozent. Auch die Durchfallquoten unterscheiden sich stark: In Rheinland-Pfalz scheiterten nur 1,3 Prozent der Kandidaten, in Mecklenburg-Vorpommern fünfmal so viele. Insgesamt haben sich laut Spiegel fast überall in Deutschland die Noten in den vergangenen Jahren verbessert. In Berlin lag der Anteil der Einserabiture 2013 sogar fast doppelt so hoch wie sieben Jahre zuvor. Nach eigenen Angaben hat der Spiegel Daten aus den Kultusministerien der Länder und vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden ausgewertet. Sie zeigen unter anderem die Entwicklung der Abiturgesamtnoten an Gymnasien, Gesamtschulen und beruflichen Schulen von 2006 bis 2013 und in allen 16 Bundesländern. Nach Ansicht des Vorsitzenden des Wissenschaftsrates, Manfred Prenzel, sei die Abiturnote „nur begrenzt geeignet“, den Studienerfolg vorherzusagen. „Wenn die Schulnoten das alleinige Kriterium bei der Vergabe sind, kann dies dazu führen, dass die Schüler aus dem einen Bundesland bessere Karten haben als die aus dem anderen“, wird Prenzel im Spiegel zitiert. Bei der Benotung gebe es „Subkulturen“ in einzelnen Schulen und in den Bundesländern. „Die ostdeutschen Bundesländer haben eine ausgeprägte Tradition, Spitzenleistungen zu fördern und zu honorieren“, sagt Prenzel, „andere Länder neigen eher dazu, Abiturienten gleichzumachen, vielleicht aus politischen Gründen.“ Prenzel fordert die Hochschulen deshalb auf, ihre Studienplätze nicht nur nach Abiturnote zu vergeben. Sie sollten vielmehr auch den Lebenslauf, ein Motivationsschreiben oder ein persönliches Gespräch berücksichtigen. Zahl der Habilitationen steigt wieder I nsgesamt 1 627 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben im Jahr 2014 ihre Habilitation an wissenschaftlichen Hochschulen in Deutschland erfolgreich abgeschlossen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, stieg die Zahl der Habilitationen im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent. Verglichen mit dem Jahr 2002, in dem die Zahl der Habilitationen einen Höchststand erreicht hatte, wurden im Jahr 2014 rund 29 Prozent weniger Ha- bilitationsverfahren abgeschlossen. Die größte Anzahl an Habilitationen gab es – wie in den Vorjahren – in der Fächergruppe Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften (828). Darauf folgten die Fächergruppen Mathematik, Naturwissenschaften (276), Sprach- und Kulturwissenschaften (261) sowie Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (143). Der Frauenanteil bei den Habilitationen lag 2014 bei knapp 28 Prozent. Vor zehn Jahren hatte der Anteil noch 23 Prozent betragen. Danach erhöhte sich der Frauenanteil an den Habilitationen langsam, aber stetig. In der Fächergruppe Sprach- und Kulturwissenschaften, in der die meisten Habilitationsschriften von Frauen verfasst wurden, stieg die Quote im Vergleich zum Vorjahr um gut zwei Prozentpunkte auf 43 Prozent. In der Fächergruppe Mathematik, Naturwissenschaften stieg der Frauenanteil sogar um fast 4 Prozentpunkte auf 21 Prozent. Im Jahr 2014 wurden 148 Habilitationen in Deutschland von ausländischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern erfolgreich beendet. Der Ausländeranteil bei den Habilitationen lag damit bei neun Prozent. Die meisten Habilitationsverfahren schlossen ausländische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den Fächergruppen Mathematik, Naturwissenschaften (55) und Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften (45) ab. Habilitationen nach Fächergruppen 2002 – 2014 Jahr Insgesamt Sprach- und Kulturwissenschaften Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften Mathematik, Naturwissenschaften Humanmedizin/ Gesundheitswissenschaften Übrige Fächer 2002 2 302 467 225 557 849 204 2003 2 209 439 242 477 873 178 2004 2 283 466 241 478 910 188 2005 2 001 371 225 371 856 178 2006 1 993 374 195 377 894 153 2007 1 881 354 163 376 846 142 2008 1 800 343 176 330 811 140 2009 1 820 349 182 337 816 136 2010 1 755 318 139 295 867 136 2011 1 563 268 114 257 799 125 2012 1 646 288 126 259 847 126 2013 1 567 269 140 243 789 126 2014 1 627 261 143 276 828 119 Quelle: Statistisches Bundesamt 7|15 FUNDSACHEN Forschung & Lehre 523 Fundsachen Mars „Der Mensch wird es sich nicht nehmen lassen, den Mars zu betreten. Aber das wird wohl frühestens um 2050 gelingen.“ Professor Johann-Dietrich Wörner, Generaldirektor der Europäischen Raumfahrtagentur ESA; zitiert nach Der Spiegel 25/2015 Fortschritt „Ich fürchte, der Fortschritt wird seine Kinder als elektrisch beleuchtete Barbaren entlassen.“ Theodor Fontane Zitat I Wilson Wahrheit „Drei Dinge passieren, wenn sie im Labor sind: Du verliebst Dich in sie, sie verlieben sich in Dich und wenn Du sie kritisierst, fangen sie an zu heulen.“ „Wie sehr die Hochschulbildung in Deutschland geschätzt wird, geht indirekt aus der großen Anzahl von Hochschulabsolventen im politischen Leben hervor. Während neun der neunzehn Politiker, die die Geschicke Deutschlands nach dem Krieg, sei es als Kanzler oder als Bundespräsident, gelenkt haben, promoviert waren, hatte Amerika in seiner ganzen Geschichte nur einen Präsidenten mit einem den deutschen Maßstäben entsprechenden Doktorhut: Woodrow Wilson.“ „Es ist fast unmöglich, die Fackel der Wahrheit durch ein Gedränge zu tragen, ohne jemandem den Bart zu versengen.“ Nobelpreisträger Tim Hunt als Begründung für seinen Vorschlag getrennter Labore für Frauen und Männer; zitiert nach Spiegel online vom 15. Juni 1015 Zitat II „Ich bin erledigt.“ Nobelpreisträger Tim Hunt nach der Empörung in Medien und Wissenschaft und der Distanzierung seiner Universität; zitiert nach Spiegel online vom 15. Juni 1015 Zitat III „Der alte Chauvinismus hat sich noch mal laut zu Wort gemeldet, aber – zack – hat er einen auf die Rübe bekommen, so dass nun wieder eine Weile Ruhe sein dürfte. Recht so.“ Ariane Bemmer; zitiert nach Der Tagesspiegel vom 18. Juni 2015 Professor Mark Roche, University of Notre Dame, USA; zitiert nach Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 13. Juni 2015 Brücken „Bildung und Austausch selbst können helfen, Not und Krisen zu überwinden (...). Denn mit ihrer gemeinsamen Sprache sind Wissenschaftler geradezu dafür bestimmt, Brücken zu bauen, wo diplomatische Pfade versperrt oder noch nicht etabliert sind.“ Georg Christoph Lichtenberg Mühe „Lange schon versuchen endlose Kataloge von ‘Kompetenzen’, die angeblich erworben und jedenfalls gefordert werden, darüber hinwegzutäuschen, was alles nicht mehr verlangt wird, von der Schreibschrift über die Rechtschreibung bis zur Kenntnis ganzer Bücher (stattdessen: Auszüge) oder älterer Vokabulare (stattdessen: Übersetzung von Droste-Hülshoff ins TagesschauDeutsch). Und warum wird es nicht mehr verlangt? Nicht weil es unsinnig wäre, sondern weil es Mühe macht und vermeintlich exklusive Folgen hat. Nicht alle sollen alles gleich gut können? Da sei die Schulpolitik vor.“ Jürgen Kaube; zitiert nach Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 3. Juni 2015 Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier; zitiert nach dpa-Dossier Bildung und Forschung vom 22. Juni 2015 Ernst „In der DDR haben wir immer gesagt: ,Wir sind im Durchschnitt spitze’. Das war aber eine Parodie. Jetzt wird es ernst.“ Professor Jan-Hendrik Olbertz, Präsident der Humboldt-Universität; zitiert nach Der Tagesspiegel vom 18. Juni 2015 Wissen „Übrigens aber ist der Mensch ein dunkeles Wesen, er weiß nicht, woher er kommt noch wohin er geht, er weiß wenig von der Welt und am wenigsten von sich selber. Ich kenne mich auch nicht, und Gott soll mich auch davor behüten.“ Johann Wolfgang Goethe zu Eckermann, 10. April 1829 524 ENTSCHLEUNIGUNG Forschung & Lehre 7|15 Lektionen der Unruhe Über das Bekannte, das unbekannt geblieben ist Foto: dpa-picture alliance | R A L F K O N E R S M A N N | Schnelligkeit, Beschleunigung und Unruhe prägen den Alltag der Menschen des 21. Jahrhunderts auf der ganzen Welt. Ist die Unruhe ein Defekt oder gar eine pathologische Verirrung, der man einfach mit Ruhe und Entschleunigung begegnen muss? Gehört dieser Trend zur Entschleunigung, mit dem man „schleunigst“ den Schalter umlegen will, selbst zu den Denkschablonen einer Unruhekultur? Ein Beitrag zur Situation der Zeit jenseits der Kulturkritik. 7|15 Forschung & Lehre W ENTSCHLEUNIGUNG 525 ir alle haben die Lektiomal die Namen des Glücks gewesen führt zurück zu den mythischen Quellnen der Unruhe gelernt. sind, gegen das Versprechen der Unrugebieten der westlichen Kultur. Nach Sie sind uns in Fleisch he eingetauscht haben? Und wer ist, Auskunft dieser ältesten Erzählungen und Blut übergegangen, ohne dass wir von all diesen Überzeugungsroutinen ist nicht die Unruhe ursprünglich, sonuns dafür hätten anstrengen müssen. einmal abgesehen, dieses Wir? Wer sind dern die Ruhe. Nach dem Verstoß Um sie zu verinnerlichen, hat es volldie Propagandisten der Unruhe? gegen das göttliche Gebot ging diese kommen ausgereicht, sich ihnen nicht Die eingangs zitierten Faustregeln Ruhe jedoch verloren und musste der zu widersetzen. deuten darauf hin, dass wir es weniger Unruhe weichen. Die Unruhe, das ist Die Alltagsregeln, mit denen wir mit einer natürlichen Veranlagung zu die Lehre namentlich der alttestamenuns zur Ordnung rufen, die zahllosen tun haben, mit dem arttypischen Vertarischen Ursprungserzählung, ist etwas Selbstermutigungen, die uns durch den halten des Homo sapiens sapiens, als Sekundäres und schon nicht mehr der Tag helfen, sprechen eine deutliche mit einer kulturellen Konvention, die Ursprung, sie ist ein Mal und ein MaSprache. Sie versichern uns, kel. »Es bleibt erstaunlich, wie ein dass noch nicht aller Tage Alles, was den Menschen seither Abend ist und jeder es schafwiderfuhr, stellt der religiöse Mythos in Kulturkonsens der Unruhe fen kann; dass wir nicht zuden Horizont des uranfänglichen Ververbindlich werden konnte.« rückbleiben und aus jeder stoßenseins und des strafenden Entzugs Krise gestärkt hervorgehen; der Ruhe. So stiftet die Urgeschichte dass es so nicht bleiben kann und dass darüber entscheidet, was für uns das des Mythos einen Weltentwurf, in dem das Bessere der Feind des Guten ist. Normale ist. Basis dieser Grundeinstelauch er selbst, seine eigene BesinnungsSie ermahnen uns, dass wir den Mut lung ist die verbreitete Gewissheit, dass leistung, ihren Ort hat: als erzählerische nicht sinken lassen, dass wir nichts verdie Welt nicht ist, wie sie sein soll, dass Vergewisserung einer zunächst bloß besäumen, nicht trödeln und nicht zögern sie also ihren eigenen Idealwert fortwusstlos gelebten und dann, eben dürfen; dass wir mithalten müssen und während verfehlt. Diese Ausgangslage, durch den Mythos, mit sich selbst beden Anschluss nicht verlieren dürfen; dieses ontologische Gefälle und die kanntgemachten Situation. Im Zuge dass man etwas aus sich machen, dass Überzeugung, dass ein richtiges Leben dieser Vergewisserung, dieser Verdeutliman vorankommen, durchstarten und im falschen undenkbar sei, lässt nur eichung der Unruhesituation, hat der öfter mal was Neues anfangen muss; nen Schluss zu: dass die Welt so, wie Mythos die Unruhe als Zeichen verdass wir uns immer wieder neu erfinsie ist, nicht bleiben kann, und in einer ständlich gemacht, das den Nachgeboden; dass wir die Hände nicht in den permanenten, niemals nachlassenden renen aller Zeiten vor Augen führt, was Schoß legen; dass wir mit der Zeit geVeränderungsbewegung zurechtgerückt sie seither sind: Wesen in Unruhe. hen und am Ball bleiben; dass wir imwerden muss. mer wieder aufstehen und niemals aufUnd doch bleibt erstaunlich, wie ein Herkunft aus dem Mythos geben; dass wir Schritt halten, dass wir solcher Kulturkonsens hat entstehen Rund zweitausend Jahre hat es gedauuns nicht festlegen dürfen, nicht einroskönnen, wie er für die gleiche Kultur, ert, bis diese Erzählung, ohne dass ihre ten, kein Moos ansetzen und nicht die über Hast und Ruhelosigkeit, über Sinnstruktur gelitten hätte, neuen und schlappmachen … Nervosität, Stress und neuerdings auch freieren Lesarten Raum bot. Aus der Gemeinsam mit den Refrains aus über Burnout laut und vernehmlich Unruhe, die einmal das Verhängnis geden Charts („Keep On Moving“), den Klage führt, verbindlich werden konnte. wesen war, wurde plötzlich das nicht Filmtiteln („Run All Night“) und den Noch einmal also die Frage, wie, auf weniger glaubwürdige Versprechen, Werbejingles („Always In Motion“) füentweder zu jenem Urgen sich die Gemeinplätze der alltäglisprung der Ruhe zu»Rund zweitausend Jahre hat es chen Mobilmachung, ohne sonderlich gedauert, bis diese Erzählung neuen rückzukehren oder ettiefschürfend zu sein, zu einem Konsens was ihm Ebenbürtiges und freieren Lesarten Raum bot.« der fortgesetzten Selbstüberbietung. In vollkommen neu zu erdiesen Konsens einzuwilligen fällt uns schaffen. umso leichter, als wir des allgemeinen welchen Wegen dieser Grundsatz des Entscheidend ist, dass im Zuge dieEinvernehmens sicher sein dürfen. Mal ontologischen Gefälles die Menschen ser Übernahmen und Fortentwicklunum Mal erneuern diese Selbstermahüberzeugt hat. Wie sind wir dahin gegen des Mythos der zentrale Gedanke, nungen das Bekenntnis zu dem, was kommen, der wirklichen Welt, die wir der Gedanke der nachparadiesischen durch das Meinungssystem, was durch haben, die möglichen Welten vorzuzieund deshalb unvollkommenen Welt, erSitte und Gewohnheit schon im Vorhen, die wir nicht haben und vielleicht halten blieb. Allerdings trat an die hinein als fraglos beglaubigt ist. niemals haben werden? Stelle der Vorsehung der Mensch, der Die kulturelle Selbstbefragung, die nun zu der Überzeugung kam, dass ihm Ontologisches Gefälle Frage nach der Herkunft dieses Denkmit der Unruhe das Werkzeug seines Wie aber sind wir dahin gekommen? und Verhaltensschemas der Unruhe, Weltbemächtigungsverlangens immer Woher die verbreitete Sorge, nicht voAUTOR ranzukommen und auf der Stelle zu treten? Was ist das für eine Gedankenordnung, in der Stillstand als Rückschritt Professor Dr. Ralf Konersmann ist Direktor des Philosophischen Seminars der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Sein Buch über Die Unruhe der Welt ergilt und Abwarten als Lähmung? Wie schien im Mai 2015 (S. Fischer Verlag) und liegt inzwischen in zweiter Auflage vor. konnte es geschehen, dass wir die Sehnsucht nach Ruhe und Frieden, die ein- ENTSCHLEUNIGUNG Forschung & Lehre Foto: dpa-picture alliance 526 schon an die Hand gegeben war. Die frühneuzeitlichen Philosophen haben den Mythos, der vom Verstoßensein in die Unruhe gesprochen hatte, neu gelesen und als die bereits in grauester Vorzeit ausgegebene Lizenz verstanden, die doch offenbar gottgewollte Situation der Unruhe als offenen Raum ungeahnter Möglichkeiten zu erkennen und bereitwillig anzunehmen. In dieser Lesart ist es nicht der Logos, der die Herrschaft des Mythos beendete, sondern der Mythos selbst, der borgenheit, für verfehlt. Solche Darstellungen bleiben in der Spur des Mythos und klammern sich an sein zentrales Motiv: den Verlust des Paradieses. Die Unruhe ist jedoch etwas anderes; sie ist weder ein ruckartiger, von anonymen Mächten erzwungener Tempowechsel noch das Zeichen der Entfremdung. Sie ist, im Gegenteil, genau das, was die europäische Zivilisationsgeschichte ausmacht und worauf diese Kultur, nachdem der vermeintliche Verlust erst einmal als Generator ungeahnter Möglichkeiten verstanden war, von Anfang an »Nicht die Unruhe ist das Neue gesetzt hat. Nicht die Under Neuzeit, sondern ihre fraglose ruhe ist das Neue der Neuzeit, sondern ihre fraglose Anerkennung.« Anerkennung, ihre totale Entgrenzung und überwälsich mit der Erzählung von der Verstotigende Normalität. ßung des Menschen aus der Ruhe des Die Freisetzung der Unruhe geschah Ursprungs die Basis seines Glaubwürzulasten der Ruhe. Mit einer Entschlosdigkeitsversprechens ungewollt und senheit, deren Bildprogramm die poledoch folgerichtig selbst entzog. Seit den mische Abhängigkeit von jenen ältesten Tagen dieser Umwertung ist die Unruhe Erzählungen gar nicht erst leugnet, hat der Modus eines unabsehbaren Gedie westliche Kultur die Ruhe als Leschehens, das alles bisher Bekannte thargie, als Lähmung und Stillstand unund im Augenblick Sagbare überschreiter Verdacht gestellt: als das zusehends tet. Was in uns schafft, heißt es einmal unbegreifliche, strategisch abwegige und bei Paul Valéry, trägt keinen Namen. auch moralisch bedenkliche Außerhalb Und dennoch ist uns die Unruhe nur der Schritt für Schritt ins Recht gesetzallzu vertraut. Sie ist das Bekannte, das ten Inquietät. unbekannt geblieben ist. Angesichts dieser Vorgeschichte halNormalisierung der Unruhe te ich die verbreitete Vorstellung, die Die Unruhe ist also weder ein Defekt Unruhe sei in Gestalt der Beschleuninoch eine pathologische Verirrung. Sie gung oder der Gier in die eben noch inist eine Normalität, die dem inneren takte Welt eingebrochen, in die Welt Kreis jener Übereinkünfte zugehört, des Ursprungs und der natürlichen Geüber die wir nicht zu reden brauchen, 7|15 weil ihre Anerkennung fraglos ist. Bis heute entfaltet sich das Regime der Unruhe auf der Ebene eines stillschweigenden Konsenses, der, noch bevor wir uns besinnen, unseren Entscheidungen vorgegriffen und uns seine Schemabildungen auferlegt hat. Dass wir die Dinge nicht auf sich beruhen lassen, ist ausgemacht, und eben diese Ausgemachtheit, ihre Geräuschlosigkeit, bildet den negativen und gerade als diese Negativität zur Absolutheit fähigen Konsens der Moderne. Die neuzeitlich bewegte Wissenschaft hat den Auffassungswandel maßgeblich mitgetragen. Mit ihrer Gründergestalt Francis Bacon war die Wissenschaft unter den ersten (und unter den ersten die Entschlossenste), die aus der Unruhe, die einmal ein Zeichen der Sündhaftigkeit gewesen war, ein Versprechen gemacht hat. „Man ruht nicht“, mit diesen Worten wirbt Bacon im Jahr 1620 für die „Erneuerung der Wissenschaft“, „sondern stellt fest, dass man weiter suchen muss.“ In äußerster Verknappung resümiert dieser Satz die Revolution der Einstellungen, den Wechsel vom kontemplativen, vom staunenden Weltverhältnis der Theorie zu den ruhelosen Suchbewegungen der Forschung. Weiterungen wie diese vermitteln aber auch eine Vorstellung davon, wie weit uns das Glücksversprechen der Ruhe in diesem historischen Augenblick des Überschreitens der Schwelle entrückt ist. Wir leben in einer inquietären Kultur. Es wäre deshalb zu kurz gegriffen, die Unruhe, wie es derzeit mit der Gier oder der Beschleunigung geschieht, als fremd und unzugehörig zu stigmatisieren und an den Pranger der Kulturkritik zu stellen. Erwartungen wie die, man könne kulturelle Selbstverständlichkeiten wechseln wie Kleider und müsse nun schleunigst „den Schalter umlegen“, entspringen ihrerseits den Denkschablonen der Unruhekultur. Dabei ist nicht mal die Unruhe selbst das Problem, sondern die Tendenz, es sich in einer Art Quietismus der Unruhe aufs Neue bequem zu machen. Wir wissen jetzt, was die NichtRuhe ist. Aber besitzen wir auch nur eine Vorstellung davon, was jenseits von Wellness und Chillout, mit denen wir uns abspeisen lassen, die Ruhe ist? Davon, was heute, inmitten der Kultur der Unruhe, die Ruhe für uns sein könnte? Die Rekonstruktionen der Unruhe, ihrer Tragweite und Unwiderstehlichkeit, laufen auf genau diese Frage zu. Eine Klasse für sich. Der Bildungsmarkt der WELT und WELT am SONNTAG. Von Grundschule bis Business-School, von Fernstudium bis Management-Training: Der Bildungsmarkt der WELT und WELT am SONNTAG bietet das optimale Umfeld für Ihr Angebot. Profitieren Sie von anspruchsvollem Qualitätsjournalismus, einem breiten Spektrum an Sonderveröffentlichungen und einer überdurchschnittlich leistungsorientierten und bildungsinteressierten Leserschaft. Platzieren Sie Ihre Anzeige, wo Wissen gefragt ist! Ich berate Sie gern: Theresia Maas-Jacobs Telefon: 0 30/25 91-7 30 88 • E-Mail: [email protected] 528 ENTSCHLEUNIGUNG Forschung & Lehre 7|15 Arbeitshetze und Zeitdruck Be- und Entschleunigung in der Wissenschaft | A X E L H A U N S C H I L D | Beschleunigungstendenzen lassen sich besonders in der Arbeitswelt feststellen. In welchem Zusammenhang stehen Beschleunigung und Arbeitsintensivierung? Wie wirken sie sich auf die wissenschaftliche Arbeit an Universitäten aus? Vorschläge für eine konkret gedachte Entschleunigung. tensivierung? Arbeitstätigkeiten schneller ausführen und mehr in einer bestimmten Arbeitszeit erledigen zu müssen sind offensichtlich nicht dasselbe. So kann die Durchführung bestimmter Arbeitsaufgaben durch technische Unie Forderung nach gesellwas genau als beschleunigt wahrgeterstützung beschleunigt werden, ohne schaftlicher Entschleunigung nommen wird und wie dies arbeitswisdass dies zu einer Arbeitsverdichtung verweist auf eine Problemlage: senschaftlich erklärt werden kann. Soführt. Gerade personenbezogene Trotz einer längeren Lebenserwartung, wohl Beschleunigungsdiagnosen als Dienstleistungen, z.B. in Gesundheitsverringerter Arbeitszeiten und Zeiterauch Entschleunigungsansätze werde berufen, lassen sich dagegen in ihrem sparnissen durch technische Entwickich am Beispiel der wissenschaftlichen Kern häufig kaum beschleunigen. Dies lungen scheinen wir nicht mehr, sonArbeit an Universitäten konkretisieren. gilt auch für immaterielle Arbeit mit eidern weniger Zeit zu haben als Mennem hohen kreativen Anteil wie in den schen, die z.B. um 1900 lebten. Die Beschleunigung und ArbeitsKünsten und in der Forschung. Wenn Summe der Aktivitäten, die wir für erintensivierung aber zusätzliche Aufgaben hinzukomstrebenswert und erreichbar halten, Mehr als die Hälfte der deutschen Armen oder mit weniger Mitarbeitern die steigt und passt nicht mehr in die uns beitnehmer empfinden Arbeitshetze gleichen Arbeitsergebnisse erzielt werverfügbare Leden müssen, führt dies benszeit. Der Bezur Arbeitsintensivie»Bestimmte Aufgaben können durch technische griff „BeschleuniDie Ergebnisse des Unterstützung beschleunigt erledigt werden, ohne rung. gung“ umreißt DGB Index Gute Arbeit dass dies zu einer Arbeitsverdichtung führt.« diese Lebenserzeigen jedoch, dass in fahrung und geder Tendenz eine emphört spätestens seit den Arbeiten von und sehen sich häufig oder sehr häufig fundene Arbeitsintensivierung auch mit Hartmut Rosa zum Kanon sozialwisunter Zeitdruck. Mehr als 60 Prozent einer empfundenen Arbeitshetze einsenschaftlicher Gegenwartsdiagnosen. empfinden, dass sie in den letzten Jahhergeht. Rosa zeigt, dass seit Beginn der Moderren in derselben Zeit immer mehr schafne technische Beschleunigung, eine Befen müssen (Arbeitsintensivierung). Ursachen und Folgen schleunigung des Lebenstempos und eiDies sind aktuelle Ergebnisse einer im Als Ursache für die Wahrnehmung von ne Beschleunigung des sozialen WanRahmen des DGB Index Gute Arbeit Beschleunigung und Arbeitsintensiviedels ineinandergreifen. Die Arbeitswelt durchgeführten Repräsentativbefragung rung kann ein Bündel von in der Arist sowohl Treiber sozialer Beschleuniunter den Arbeitnehmern in Deutschbeitsforschung empirisch untersuchten gung als auch eine gesellschaftliche land. Zu sehr ähnlichen Ergebnissen Entwicklungen ausgemacht werden: Sphäre, in der die Folgen dieser Bekommt eine 2014 von der Personalbera– Informations- und Kommunikationsschleunigung besonders sichtbar sind. tung Rochus Mummert durchgeführte technologien, die mit höherer KomBevor möglichen Ansatzpunkten für Befragung von 1 000 Arbeitnehmern. munikationsgeschwindigkeit und Ereine Entschleunigung der Arbeit nachDoch in welchem Zusammenhang reichbarkeitserwartungen verbunden gegangen werden kann, ist zu klären, stehen Beschleunigung und Arbeitsinsind und damit zu einer Entgrenzung von Arbeit beitragen. AUTOR – Die Zunahme an Projektarbeit. Die Arbeit in verschiedenen Projekten parallel führt zur Synchronizität unterAxel Haunschild ist Professor für interdisziplinäre Arbeitswissenschaft und Direktor des Instituts für interdisziplinäre Arbeitswissenschaft an der Leibniz Universität Hanschiedlicher Arbeitsaufgaben und danover. mit zu einem erhöhten Koordinationsbedarf. D 7|15 529 ENTSCHLEUNIGUNG Forschung & Lehre – Die Allgegenwart und Permanenz beLeistungen, die interessenbezogene Aushängt von der jeweils individuellen Betrieblicher Restrukturierungsprozesse, handlung von Veränderungsprozessen anspruchungssituation ab. Fakt ist jedie mit Unsicherheiten und Mehrarund die gegenwärtige Kompetenzentdoch, dass die Krankschreibungen aufbeit verbunden sind. wicklung mit dem Ziel zukünftiger Begrund psychischer Erkrankungen im – Ein Fokus auf Kundenorientierung, schäftigungsfähigkeit. letzten Jahrzehnt stark gestiegen sind. der es Arbeitgebern ermöglicht, eine Dass all dies mit zunehmenden Bezunehmende Arbeitsbelastung mit lastungen verbunden ist, steht arbeitsWissenschaft als HochWettbewerbsdruck und Kundenwünwissenschaftlich außer Frage und kann leistungssport schen zu begründen. auch nicht dadurch entkräftet werden, Alle oben genannten Ursachen einer – Indirekte Steuerung z.B. durch Zieldass es sich „nur“ um Wahrnehmungen zunehmenden Wahrnehmung von Zeitvorgaben und Kennzahlensysteme, handele. Empfundener Zeitdruck oder druck und Arbeitsintensivierung finden die hohe Anforderungen sich an Universitäten. an die Selbstkontrolle und Ein Blick auf die von »Ob Belastungen auch zu Erkrankungen eine Tendenz zur SelbstJuniorprofessoren einausbeutung mit sich bringt. führen, hängt von der jeweils individuellen gereichten Zwischene– Flexible Beschäftigungsvaluationsanträge zeigt, Beanspruchungssituation ab.« verhältnisse wie Leiharbeit dass offensichtlich von oder Befristungen, die eiNachwuchswissennen permanenten Profilierungs- und Zukunftsangst bleiben psychische Beschaftlern heute mehr in derselben Zeit Bewährungsdruck ausüben. lastungen, auch wenn es schwer fallen geleistet werden muss – und das in eiDiese Entwicklungen verändern somag, deren Ursachen quantitativ nachner Multioptionsgesellschaft, in der ziale Zeitstrukturen, denn das Ausfühzuweisen. Eine besondere Herausfordeauch die Erwartungen an ein erfüllenren einer Arbeit in ihrer Eigenzeit wird rung für die Arbeitswissenschaft ergibt des Privatleben steigen. Gleiches lässt überlagert und verdrängt von vielfältisich daraus, dass der Zusammenhang sich bei Berufungen auf unbefristete gen Anforderungen: das Jonglieren unzwischen psychischen Belastungen und Professuren beobachten. Im Durchterschiedlicher Aufgaben, Grenzziehungesundheitlichen Folgen keiner einfaschnitt jüngere Bewerber legen mit Aufgen zwischen Arbeit und anderen Lechen Kausalität folgt, denn ob Belassatzpublikationen, Auslandsaufenthalbenssphären, die Darstellung eigener tungen auch zu Erkrankungen führen, ten, Drittmitteleinwerbungen, GutachAnzeige FALLING WALLS LAB + CONFERENCE IRB BEW H! DIC IN FALL BERLIN 8/9 NOV 2015 G-W ALLS .COM /LAB Wer kann sich bewerben? Wir suchen junge Talente aus aller Welt: Bachelorund Master- Studenten, PhDs, Post-docs, Professoren, Forscher, Jungunternehmer und Innovatoren, deren letzter Universitätsabschluss nicht länger als 5 Jahre zurückliegt. Stipendium & Gewinner • Die drei Gewinner des Lab werden von der Jury zu den „Falling Walls Young Innovators of the Year“ gekürt, bekommen einen Geldpreis und treten mit NACHWUCHSWISSENSCHAFTLER UND YOUNG PROFESSIONALS MIT INNOVATIVEN IDEEN GESUCHT! ihren 3-Minuten-Vorträgen als Sprecher auf der Falling Walls Conference am 9. November vor internationalem Publikum auf. • Alle 100 Teilnehmer erhalten ein Stipendium von DAS FALLING WALLS LAB BERLIN AM 8.11. DIE FALLING WALLS CONFERENCE AM 9.11. • Präsentiere Dein Forschungsprojekt, Deine • Das Falling Walls Lab findet im Rahmen der inter- Geschäftsidee oder Deine Initiative zu den nationalen Falling Walls Conference statt, die im- gesellschaftlichen Herausforderungen unserer mer am Jahrestag des Mauerfalls am 9. November Zeit – in 3 Minuten. 20 Spitzenforscher einlädt, ihre wissenschaftlichen • Vernetze Dich mit Teilnehmern aus der ganzen Welt und aus allen Disziplinen. 2015 Durchbrüche zu präsentieren. Unter den Sprechern sind Nobelpreisträger, Künstler und Politiker. A.T. Kearney, das ein Ticket zur Falling Walls Conference sowie die Übernachtung vom 8. auf den 9. November beinhaltet. Bewerbung Bewirb Dich bis zum 31. August unter: falling-walls.com/lab/apply. FRAGEN? TWITTER: [email protected] #fallingwalls 530 ENTSCHLEUNIGUNG tertätigkeiten usw. gesättigte Lebensläufe vor. Ist all dies ohne signifikante Arbeitsintensivierung zu schaffen? Bemerkenswert ist, dass auch nach der Berufung in derselben Zeit mehr und diverseres zu leisten ist, nur um den Status quo zu halten. Dies liegt u.a. an der Projektifizierung der Wissenschaft, an Rankings, Leistungsvereinbarungen und Ressourcensteuerungsmodellen sowie an erhöhten Lehrdeputaten, vermehrtem Prüfungsaufwand und anspruchsvoller werdenden Ämtern in der Selbstverwaltung. In manchen dieser Entwicklungen mag man im Hinblick auf Produktivitätssteigerungen eine gewisse positive Entwicklung erkennen. Zusammengenommen aber stellt sich für die meisten Wissenschaftler eher die Sinnfrage. Denn für die als Kern der eigenen wissenschaftlichen Arbeit wahrgenommenen Tätigkeiten fehlt trotz der vorhandenen Autonomie zunehmend die Zeit. 1. Arbeitsgestaltung Zeitdruck und Arbeitsintensivierung können thematisiert und ihnen kann entgegengewirkt werden, wenn z.B. im Rahmen von Gefährdungsbeurteilungen psychischer Belastungen beteiligungsorientiert Lösungsansätze entwickelt und umgesetzt werden. Hierzu zählt auch, die Belastungen durch chronische Unterbesetzungen in manchen Abteilungen ernst zu nehmen und nach Lösungen zu suchen. Dass dies an Universitäten im Rahmen öffentlicher, oft gedeckelter Haushalte geschehen muss, schränkt Handlungsspielräume ein, rechtfertigt aber nicht, dauerhafte Arbeitsüberlastung zu ignorieren. Forschung & Lehre 7|15 auf Entschleunigung widersprüchliche Merkmale auf. Während das Durchreichen durch verschiedene Gremien hin und wieder Veränderungsprozesse (aus)bremst und damit die Organisation entschleunigt, trägt die Arbeit in den Gremien selbst zur Zeitknappheit ihrer Mitglieder bei. 4. Arbeitsmarkt und Politik Wissenschaftliche Karrieren orientieren sich in weiten Teilen gerade nicht an von einzelnen Universitäten festgelegten Kriterien, sondern an Standards wissenschaftlicher Communities. Maßnahmen gegen eine zunehmende Arbeitsverdichtung müssten daher an diesen Standards ansetzen und einen Wettbewerb um be2. Strategische Entscheidungsgehrte Stellen und Drittmitteltöpfe nicht prozesse als einen Kampf um Positionen konstituHierunter fasse ich u.a. Entscheidungen ieren, bei dem immer weiter steigende über Restrukturierungen, über Systeme Anstrengungen notwendig sind, ohne der organisationsinternen Ressourcendass insgesamt mehr zu verteilen ist. Der verteilung und über das LeistungsspekAnsatz der DFG, sich von Antragstellern trum (z.B. Forschungsschwerpunkte, nur eine begrenzte Anzahl an PublikaEntschleunigen – aber wie? Studiengänge). Solche Entscheidungen tionen nennen zu lassen, war ein Schritt Der Markt für Seminare über Achtsamsind zum Teil direkte Reaktionen auf in diese Richtung. keit und Muße boomt. Aktuell kehrt soUmweltanforderungen (ministerielle Beschleunigung und Arbeitsintensigar Lafargues Schrift „Das Recht auf Vorgaben, Studierendenverhalten). Aus vierung gehen aktuell auch von einer Faulheit“ in die öffentlichen Debatten der Organisationsforschung wissen wir leistungsorientierten Mittelvergabe in zurück, und es finden sich Aufforderunaber, dass häufig auch mimetische Proeinigen Bundesländern aus, bei der die gen zum Nichtstun bzw. zur Universitäten in einem Zeitverschwendung. Wettbewerb um Budgetan»Aber kann es gelingen, wieder weniger Aber kann es gelingen, teile angehalten sind, messin derselben Zeit zu tun oder sogar wieder weniger in derselben bare Outputgrößen zu madasselbe langsamer zu erledigen?« Zeit zu tun oder sogar dasximieren. Auch hierdurch selbe langsamer zu erledinehmen die Anstrengungen gen? Die beschriebene Verzahnung zesse, d.h. die Orientierung an anderen (sowie die universitätsinternen Konflikverschiedener Ursachen der BeschleuOrganisationen, Ausgangspunkte orgate) aller Konkurrenten zu, ohne dass nigung legt nahe, dass z.B. die zeitliche nisationaler Veränderungen sind. Dies hierfür eine Belohnung sichergestellt Einschränkung des betrieblichen Emailist an sich nicht problematisch, allerwäre. Man könnte sagen: ja, genau das verkehrs kaum zu einer echten Entdings sind größere organisationale Verzeichnet (Pseudo-)Marktwirtschaft aus schleunigung führen wird. Auch das änderungen bei gleichbleibender Persound ist Katalysator für Produktivitätsbessere Managen der eigenen Zeit vernalausstattung immer auch mit Mehrarsteigerungen. Es ist aber zugleich die spricht wenig Linderung. Denn das beit, sog. Organisationsarbeit, verbunLogik einer sozialen Beschleunigung, Streben nach einer Optimierung der den. Es sollte daher hinterfragt werden, deren Dynamik sinnerfüllte Arbeit verZeitverwendung wirkt sich auch auf die ob jede woanders beobachtete Reform drängt und als deren Folge eine Zunah(vermeintlich) gewonnene Zeit aus. mitgemacht werden muss. me psychischer Erkrankungen zu beobZeitnot wird so zum paradoxen Ergebachten ist. nis von Zeitmanagement (J. Rinderspa3. Mitbestimmung cher). Eine zentrale EntschleunigungsfunktiUnd was ist mit der DigitalisieGegen das Wiedererlernen von Müon in Organisationen kommt Mitberung? ßiggang und Achtsamkeit ist wenig einstimmungsinstitutionen, z.B. PersonalEs mag überraschen, dass ich die Begrifzuwenden. Die Leistungspolitik von räten, zu. Aus Managementsicht wird fe Digitalisierung und Science 2.0 bis Betrieben und die Beschleunigung in deren Prüfung und Diskussion von Enthierhin gemieden habe. Selbstverständder Arbeitswelt ändern diese weitere in scheidungsvorlagen häufig als unnötige lich ist mit diesen Veränderungen von das Leben zu integrierende Option je„Bremse“ empfunden. Aus einer EntForschungspraktiken und Publikationsdoch nur als Bestandteil einer fundaschleunigungsperspektive aber trägt prozessen auch die Gefahr weiterer Bementalen Transformation in Richtung Mitbestimmung zur Reflexion und sorgschleunigung verbunden. Für wesentPostwachstumsgesellschaft. Für eine fältigen Abwägung von Entscheidungslich bedeutsamer aber halte ich, unter konkret gedachte Entschleunigung auf konsequenzen und damit zum Innehalwelcher Leistungspolitik und unter welorganisationaler Ebene sehe ich vier ten bei. Die Gremienstruktur an deutchen Marktregeln Wissenschaftler mit Handlungsfelder: schen Universitäten weist im Hinblick neuen Techniken arbeiten. Forschung & Lehre jetzt auch als ePaper Das ePaper ist die vollständige digitale Ausgabe von Forschung & Lehre für PC, Tablet und Smartphone. Es bietet eine praktische Navigation, Suchfunktionen und Vergrößerungsmöglichkeiten. Die jeweilige Ausgabe ist online und offline (als PDF) lesbar und steht bereits vor der Postauslieferung zur Verfügung. Die Vorteile auf einen Blick: – Weltweiter 24-Stunden-Zugriff – Noch vor der Zustellung der Print-Ausgabe verfügbar – Mit PDF-Download – Für Mitglieder des Deutschen Hochschulverbandes und Abonnenten von Forschung & Lehre kostenlos – Auf mobilen Empfangsgeräten nutzbar Weitere Informationen mit Login-Hinweis unter http://forschung-und-lehre.epaper-archiv.de 532 ENTSCHLEUNIGUNG Forschung & Lehre 7|15 „Slow Science“ Denkfreiräume statt Beschleunigung | C H R I S T O P H K Ü F F E R | Zu den Grundeinsichten wissenschaftlichen Denkens gehört seit der Antike, dass es Muße und Freiraum benötigt. Davon hat sich die gegenwärtige Wissenschaft weit entfernt, steht sie doch unter dem permanenten Druck, rasch verwertbare Ergebnisse zu erzielen. Doch es gibt Widerstand. V ermehrt tauchen an Universifer. Geldgeber erwarten, dass Fortäten Rufe nach einer langsaschungsresultate sofort in die Öffentmeren Wissenschaft auf. Vor lichkeit getragen werden, und Foreinigen Jahren hat ein Slow Science schende erhoffen sich, via den Umweg Manifest zu einer Debatte in der Wisüber die Medien die Zitierungen ihrer senschaftspresse geführt. Neuerdings Publikationen zu erhöhen. Wissenvertritt die Science in Transition Beweschaftliche Zeitschriften informieren ihgung in Holland ähnliche Anliegen. re Autoren, wie man Titel von Artikeln Kritisiert wird, dass eine Wissenschaft, so wählt, dass diese in Google promidie immer schneller überraschende nent erscheinen. Durchbrüche produzieren will, dies auf Kosten der »Es gibt kein Entkommen von Qualität und Vielfalt tut. Viele sehen die Wurzel dem Druck der Beschleunigung.« des Übels im Druck, so viel wie möglich zu publizieren („publish or perish“), und in der Man könnte argumentieren, dass Vermessung der akademischen Leistung diese Entwicklungen zu einer zunehvon Wissenschaftlern und Universitäten mend globalisierten und entsprechend durch einseitige Indikatoren und Rankompetitiven Wissenschaft gehören. kings. Auch akademische Karrieren Der Ruf nach einer langsameren Wismüssen zunehmend gradliniger erfolgen. senschaft erscheint aus dieser Sicht als Wer heutzutage Professor werden will, nostalgisch. Aber diese Analyse greift muss dieses Ziel bis 35 erreicht haben. zu kurz. Die Beschleunigung bedroht Da bleibt kaum Zeit für eine breite diejenigen Qualitäten der WissenschafAusbildung, Umwege in der Karriere, ten, welche diese für die Gesellschaft aufwändige Datenerhebungen oder risunersetzbar machen. Erstens sind die kante Forschungsideen. Es gibt kein Wissenschaften der primäre Garant Entkommen von diesem Beschleunivon verlässlichem und breit akzeptiergungsdruck, weil neben Professuren zutem Wissen. Um dies zu erreichen, nehmend entfristete Mittelbaustellen führt kein Weg an einem langwierigen als Alternative fehlen. Schließlich bePrüfen von Fakten vorbei. Wissenschleunigt sich auch der Wissenstransschaftler haben keinen Schlüssel zu ei- ner geheimen Tür zur Wahrheit. Es gibt keine Abkürzungen. Zweitens sind Universitäten ein Freiraum für innovatives, kritisches und vielfältiges Denken. Zudem tragen Universitäten zu einer gerechten Gesellschaft bei, indem sie Forschung für Minderheiten und zu marginalisierten und finanzschwachen Themen ermöglichen. Eine gerechte Verteilung von Wissen ist die vielleicht fundamentalste Voraussetzung für eine funktionierende Demokratie. Bei der Diskussion zu einer Entschleunigung der Wissenschaften geht es um nichts weniger als die Frage, wie die Universitäten als Garant von verlässlichem, breit abgestütztem und vielfältigem Wissen in einer kompetitiven Wissensgesellschaft erhalten oder neu erfunden werden können. Verlässliches Wissen Vertrauen in die Wissenschaften ist eines der wertvollsten Güter in einer Wissensgesellschaft. Wie wären demokratische Entscheide zu Umweltproblemen, medizinischen Entwicklungen oder neuen Technologien möglich, wenn nicht eine Mehrheit in einer Demokratie glauben würde, dass die Wissenschaften fundiertes Wissen statt nur Meinungen produzieren. Und tatsächlich, auch wenn die Wissenschaften zu Diskussionen Anlass geben, insgesamt ist das Vertrauen in die Wissenschaft in Europa zumindest momentan noch hoch. Eigentlich überraschend, wenn man bedenkt, dass die Wissenschaften gar nicht leisten können, was sie ver- AUTOR Christoph Küffer ist Privatdozent am Department Umweltsystemwissenschaften der ETH Zürich und Professor für Siedlungsökologie an der Universität für angewandte Wissenschaften Ostschweiz (HSR Rapperswil). Als Pflanzenökologe beschäftigt er sich aus inter- und transdisziplinärer Sicht mit der Ökologie des Anthropozäns. Forschung & Lehre ENTSCHLEUNIGUNG 533 Foto: picture-alliance 7|15 sprechen, nämlich schnell und zuverlässen, dass wissenschaftliches Wissen unDie Qualität der wissenschaftlichen sig verlässliches Wissen zu produzieren. fehlbar ist. Es bleibt einzig das ArguArbeit nimmt ab, wenn weniger Zeit Neues wissenschaftliches Wissen stellt ment, dass sehr rigorose Qualitätsstanbleibt für eine sorgfältige Kontrolle der sich später oft als falsch heraus. Erst das dards gelten. Es sind das Ethos einzelDaten und ihrer Interpretation und für zeitaufwändige Ausfiltern von gesicherner Wissenschaftler und die rigorose das kritische Prüfen von Forschungsreten Fakten wird zu verlässlichem WisEinhaltung von Qualitätsstandards sultaten durch peer review Verfahren. sen führen. Mit der zunehmenden durch aufwändige Kontrollverfahren, Eine schnelle Produktion von PublikaKomplexität gesellschaftlich relevanter welche das Vertrauen der Bevölkerung tionen führt auch auf subtileren Wegen Fragestellungen ist zu erzu weniger verlässliwarten, dass wissenschaftchem Wissen. Es wer»Die Qualität der wissenschaftlichen Arbeit liches Wissen in Zukunft den weniger Replikate eher öfters (zunächst) pro Studie verwendet, nimmt ab, wenn weniger Zeit für Kontrolle falsch sein wird. Immerund eine publizierte und kritische Prüfung bleibt.« hin produzieren die WisStudie wird von einer senschaften weiterhin das anderen Forschungsbest-mögliche Wissen. gruppe nicht geprüft. Aber eben nicht fehlerfreies Wissen und in die Wissenschaften erhalten. Beides Nur erfolgreiche Studien, nicht aber daher leicht kritisierbares und manipuist durch eine beschleunigte Wissennegative Resultate, werden publiziert. lierbares. Und diese Schwäche wird tatschaft gefährdet. Es droht, dass eine Und Daten werden gewagt interpretiert, sächlich ausgenutzt. Interessenvertreter Ethik der Kooperation, Sorgfalt und um möglichst unerwartete Aussagen versuchen immer wieder, wissenschaftPräzision – wie sie zumindest ein Idealmachen zu können, welche in einer liche Fakten zu sabotieren. Wissenbild des Wissenschaftlers charakterisiert Zeitschrift mit hohem impact factor puschaftler werden also zunehmend unter – durch eine Ethik der Konkurrenz, Eibliziert werden können. Zeitdruck führt Druck sein, die Verlässlichkeit ihres geninteressen, Oberflächlichkeit und in auch dazu, dass nur Daten erhoben Wissens zu verteidigen. Dabei können extremen Fällen offensichtlichen Bewerden, welche einfach und schnell gesie sich nicht auf das Argument verlastrugs ersetzt wird. sammelt werden können. Als Konse- 534 ENTSCHLEUNIGUNG quenz basieren viele Analysen auf nicht-repräsentativen Datensätzen. Schließlich wird die Verlässlichkeit der Wissenschaften durch den zunehmend schnelleren Transfer von wissenschaftlichen Resultaten an die Öffent- klärt, sie hätten ihre genialen Einsichten in der heutigen akademischen Welt nicht erarbeiten können. Denkfreiräume braucht es aber nicht nur für die Exzellenzförderung. Wichtiger scheint mir die Frage, wie eine große Vielfalt von Forschungsperspektiven und –themen erhalten »Zu stark vereinfachende Modelle werden kann. Man denke etwa an die Geisteswiskönnen leicht zu fehlgeleiteten senschaften, welche sich politischen Entscheidungen durch die neuen Rahmenbedingungen einer beführen.« schleunigten Wissenschaft unter Druck gesetzt fühlen lichkeit und in die Politik gefährdet. An und nach Wegen suchen, ihre spezifisich ist Wissensaustausch mit der Geschen Qualitäten besser zu repräsentiesellschaft zentral, aber auch dieser ren. Ähnliches gilt für die inter- und sollte auf Geduld und Sorgfalt beruhen. transdisziplinäre Forschung, welche im Durch evidenzbasierte Wissenschaft aktuellen akademischen Umfeld oder Expertenkommissionen wie der schwierig zu erhalten ist. Zu bedenken Klimarat IPCC wird Wissen für die Poist auch, dass wissenschaftliche Vielfalt litik verantwortungsvoll evaluiert und von der sozialen und kulturellen Vielaufbereitet. Oft aber fühlen sich Wisfalt der Forschenden abhängt. Die Forsenschaftler unter Druck, jede neue Puschung wird internationaler, aber sie blikation – zum Teil bevor der peer rebleibt geprägt von Männern aus einer view Prozess abgeschlossen ist – in die internationalen Mittel- und OberMedien zu tragen und ihre Bedeutung schicht. Das ist nicht nur ein Problem für die gesellschaftliche Entscheidungsfür die soziale Gerechtigkeit, sondern findung hervorzuheben. So können auch für die Qualität und Konsensfähigkeit von wissenschaftlichem Wissen. »Wir brauchen weiterhin Ein weiteres kritisches Problem ist, dass sich eine Universitäten mit einem breiten beschleunigte WissenAuftrag.« schaft auf wenige Themen fokussiert und andere verzum Beispiel zu stark vereinfachende nachlässigt. Forschung zu bekannten Modelle leicht zu fehlgeleiteten politiThemen lässt sich leichter finanzieren, schen Entscheiden führen. Dabei greifen ist weniger risikoreich, weil bereits die Wissenschaftler auch auf rhetorische fachlichen und methodischen GrundlaMittel zurück und verkaufen ihre Regen bekannt sind, und durch die rege sultate durch gezielte MarketingstrateForschungstätigkeit werden Publikatiogien statt aufgrund ihrer wissenschaftlinen häufig zitiert. Offensichtlich ist ein chen Aussagekraft. solches Ungleichgewicht der Forschungsinteressen, wenn diese mit eiFreiraum für innovatives, kritinem ökonomischen Ungleichgewicht sches und vielfältiges Denken verknüpft sind. Die meiste Forschung Universitäten sind Freiräume für innoerfolgt in reichen Ländern, viel weniger vatives, kritisches und vielfältiges Denzu den Problemen von armen Ländern. ken. Diese Freiräume sind durch einseiWestliche Zivilisationskrankheiten wertige Evaluation von wissenschaftlichen den intensiv beforscht, tropische KrankLeistungen und Zeitdruck bei wissenheiten weit weniger. Investitionen in schaftlichen Karrieren gefährdet. Wer die Entwicklung von Innovationen und kontroverse Ideen bearbeitet, welche schlussendlich neuen Technologien lohdem Konsensus in einem Forschungsgenen sich, nicht aber in die begleitende biet widersprechen, hat oft keinen Risikoforschung. Gemäß Hansen und schnellen Erfolg. Ohne Vielfalt in den Gee macht Risikoforschung nur 0.09 Wissenschaften fehlt aber die GrundlaProzent bis 4 Prozent der totalen Forge für fundamentale Durchbrüche und schungsbudgets in den Bereichen Inforgenereller für das kritische Abwägen, mationstechnologie, Nanotechnologie, welches die Wissenschaften ausmacht. und Biotechnologie aus. Wird RisikoMehrere Nobelpreisträger haben erforschung betrieben, dann fokussiert Forschung & Lehre 7|15 diese fast ausschließlich auf altbekannte Probleme. Während pro Jahr über Tausend Artikel zu Gefahren von Blei, Quecksilber und DDT publiziert werden, sind es weniger als 50 zu allen neuen in großem Maßstab produzierten Chemikalien. Scheideweg Die Universitäten sind an einem Scheideweg. In einer komplexen und von kontroversen gesellschaftlichen Problemen geprägten Wissensgesellschaft sind sie wichtiger denn je. Aber ihre Aufgabe ist auch schwieriger geworden. Wir brauchen nicht immer mehr Publikationen und neue Ideen, welche niemand lesen, prüfen oder umsetzen kann. Vielmehr brauchen wir weiterhin Universitäten mit einem breiten Auftrag: Forschung, Bildung, kritische Debatten zu neuen Forschungsresultaten und Technologien mit Öffentlichkeit und Praxis und Freiraum für kritisches und vielfältiges Denken. Dafür braucht es insbesondere stille Schaffer, welche langfristig und kooperativ an einem Thema arbeiten. Daneben braucht es auch kreative Genies, welche überraschende Ideen einbringen. Diese braucht es aber weniger als Vordenker des Mainstreams, sondern vielmehr als Querdenker und kritische Fragesteller. Sowohl die stillen Schaffer als auch die Querdenker haben es in einer beschleunigten Wissenschaft schwer. Ohne diese überleben die Universitäten als Grundpfeiler einer Wissensgesellschaft aber nicht. Eine Fassung des Textes mit Literaturhinweisen kann bei der Redaktion von Forschung & Lehre angefordert werden. DHV-Symposium 2015 Familie im Spiegel der Wissenschaft Wissenschaftszentrum Bonn, Mittwoch, 28. Oktober 2015, 10:00-17:45 Uhr Familie im Spiegel der Wissenschaft – die Sicht einer Historikerin Univ.-Professorin Dr. Gunilla Budde, Universität Oldenburg, Institut für Geschichte, Vizepräsidentin für Studium und Lehre Familie im Spiegel der Wissenschaft – die Sicht eines Juristen Univ.-Professor Dr. Dr. Udo Di Fabio, Universität Bonn, Institut für öffentliches Recht, Abteilung Staatsrecht, Richter des Bundesverfassungsgerichts a.D. Familie im Spiegel der Wissenschaft – die Sicht eines Mediziners Univ.-Professor Dr. Stefan Wilm, Universitätsklinikum Düsseldorf, Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin Familie im Spiegel der Wissenschaft – die Sicht einer Soziologin Univ.-Professorin (em.) Dr. Dr. h.c. Rosemarie Nave-Herz, Universität Oldenburg, Institut für Soziologie, Schwerpunkt Familiensoziologie Familie im Spiegel der Wissenschaft – die Sicht einer Psychologin Univ.-Professorin Dr. Claudia Quaiser-Pohl, Universität Koblenz-Landau, Institut für Psychologie, Abteilung Entwicklungspsychologie und Psychologische Diagnostik Familie im Spiegel der Wissenschaft – die Sicht einer Wirtschaftswissenschaftlerin Univ.-Professorin Dr. Notburga Ott, Universität Bochum, Fakultät für Sozialwissenschaft, Sektion für Sozialpolitik und Sozialökonomie Podiumsdiskussion mit allen Referenten Moderation: Birgitta vom Lehn, freie Journalistin und Buchautorin Teilnahmegebühr: EUR 50,-/ ermäßigte Teilnahmegebühr für Studierende: EUR 30,– Informationen und Anmeldung: Deutscher Hochschulverband, Dipl.-Biol. Claudia Schweigele, Rheinallee 18-20, 53173 Bonn Tel.: 0228/90266-68, Fax: 0228/90266-97, [email protected] https://www.hochschulverband.de/cms1/fachtagungen.html 536 ENTSCHLEUNIGUNG Forschung & Lehre 7|15 Entschleunigung und lokale Welt Geschwindigkeit im antiken Griechenland | H A N S B E C K | Ist die Klage über Beschleunigung in einer globalisierten Welt ein moderner Topos? Es zeigt sich, dass schon in der Antike ein Wettbewerb verschiedener Lebensstile stattfand, in dem sich Befürworter eines bäuerlichen und ruhigeren Daseins gegen beschleunigte Kommunikation, Warentransport und Wissenstransfer zur Wehr setzten. D as Landleben hat seine eigene Die antike Tradition hat den KonGeschwindigkeit. Im 8. Jahrtrast zwischen den Welten Homers und hundert vor Christus erinnerte Hesiods zum Wettbewerb der Lebensder griechische Dichter Hesiod sein Pustile zugespitzt. Im fiktiven Preiskampf blikum daran, dass eine gute Ernte nur zwischen den Urvätern der griechischen durch harte Feldarbeit zu bekommen Dichtung soll Hesiod dabei übrigens war. Erfolgreich war, wer Beharrlichkeit den Sieg davongetragen haben. Der zeigte und den langen Rhythmus der bäuerliche Lebensstil hatte sich hier alJahreszeiten befolgte. Beides ging Heso gegen den Glanz der Globalisierung siod über rasche Profitgier. Ein Entdurchgesetzt. schleunigungsdiskurs war das noch nicht. Aber immerhin stemmte sich He„Globale“ Welt der Antike siod gegen einen allgegenwärtigen Ob der Dichterstreit authentisch war Trend seiner Zeit. In den in etwa zeitoder nicht, die Konstellation war immer gleichen Epen Homers war von rasandieselbe. Ab dem 8. Jahrhundert weiteten ten Abenteuern die Re»Mit dem Hellenismus brach der bis de, bei denen die Helden kreuz und quer dahin größte Beschleunigungsschub durch die mediterrane über die Menschen herein.« Welt jagten, oft mit atemberaubender Geschwindigkeit. Die Odyssee zeugte von sich die Wahrnehmungshorizonte koneiner immer weiteren Welterschließung tinuierlich aus. Von der Archaik bis in und auch Welterfahrung, und mit dieser den Hellenismus wurde der griechische Horizontausweitung ging auch eine BeKulturraum immer größer. Ab dem 2. schleunigung der Alltagswelt einher. Jahrhundert v. Chr. ging diese Welt dann Hesiod, aus einem winzigen Dorf in im schnell wachsenden Imperium RoMittelgriechenland, war das alles zu manum auf, dessen immense Ausdehviel. Nach eigener Aussage soll die nung wiederum bald den Gedanken eiReise ins benachbarte Euboia die einziner „globalen“ Herrschaft evozierte. In ge Gelegenheit gewesen sein, bei der er der Zeit des Augustus machte ja das gejemals einen Fuß auf ein Schiff gesetzt flügelte Wort von einer „Herrschaft ohne hatte. Grenzen“ die Runde. Mit der Expansion AUTOR Hans Beck, Anneliese Maier Preisträger 2015, ist MacNaughton Chair of Classics und Professor of Ancient History an der McGill University in Montreal. Sein neues Forschungsprogramm „The Parochial Polis“ nimmt die Wirkkraft des Lokalen als gesellschaftliche Ordnungskategorie in den Blick. www.hansbeck.org/local. ging eine Intensivierung der Binnenkontakte einher. In jeder Epoche der Antike beschleunigten sich die Kommunikation, der Warentransport und Wissenstransfer. Am vorläufigen Ende dieses Prozesses, in der hohen Kaiserzeit, hatten die städtischen Eliten des Imperiums Zugang zu einem gigantischen Wirtschaftsraum, und sie waren auch in weiträumige Netzwerke eingebunden, die die gesamte mediterrane Welt umspannten. Irad Malkin hat das jüngst auf eine scheinbar paradoxe Formel reduziert: je größer und schneller die sozialen Netzwerke, um so kleiner wurde die Welt der Hellenen (A Small Greek World, 2011). Gegenbilder von Idylle Soviel Konnektivität hat eine Kehrseite. Das Eintreten für die lokale Welt ist in der Geschichte der Mittelmeerwelt ebenso alt wie die Faszination der Ferne. Phokylides aus Milet pries die kleine, wohlgeordnete Polis auf einem kargen Fels gegenüber der Weltstadt Nineveh, und zwar offenbar gerade weil es der Polis an Weltläufigkeit fehlte. Im Hellenismus, mit dem der bis dahin größte Beschleunigungsschub über die Menschen hereinbrach, wuchsen solche Gegenbilder zu einer eigenen literarischen Gattung zusammen. Theokrit aus Sizilien schuf in seinen Idyllen das prägnanteste Beispiel dieser neuen bukolischen Dichtung, die Skizzen des einfachen Hirtenlebens entwarf. Die Bukolik wurde zur Chiffre einer literarischen Idylle, in der Ruhe und einfacher Lebensstil vorherrschten, fernab der pulsierenden Metropolen. Der von Theokrit gewählte Schauplatz der Entschleunigung lag dabei noch am Rand der griechischen Welt, auf Kos im Osten oder seiner Heimat Sizilien im Westen. Schon bald verlagerte sich dieser Ort nach Arkadien im Herzen der Peloponnes, dessen unwegsames Ter- Foto: mauritius-images rain das perfekte Ambiente für eine neue Langsamkeitstopik bot. Der römische Dichter Vergil setzte in seinen Eklogen in lateinischer Sprache fort, was Theokrit vorgezeichnet hatte – und trieb die Verklärung des einfachen Hirtenlebens in Arkadien auf eine ganz neue Spitze; in der Zwischenzeit hatte der Aufstieg Roms zur Weltmetropole freilich eine ganz neue Dynamik in das urbane Leben der Mittelmeerwelt gebracht. Das poetische Bild, das von Arkadien erwuchs, sche, ökonomische, gesellschaftliche und religiöse Konstellationen entstanden. In der Politik hat die Polis auf diese Herausforderung mit lauten Forderungen nach ihrer Autonomie geantwortet; die ältere Forschung hat das seit jeher gesehen. Im Zuge der Ethnizitätsund Identitätsdebatten wurden dann auch die Wahrnehmungsmuster von Vergangenheit breit erforscht, und wie sie die Formierung lokaler oder regionaler Identität begünstigten. Der Verweis auf das Lokale (lokale Eliten, lokale »Arkadien mit seinem unwegsamen Traditionen etc.) dient dabei meistens als deTerrain bot das perfekte Ambiente skriptives Feld, das den für eine neue Langsamkeitstopik.« Raum der Untersuchung absteckt. Das hat die europäische Tradition nachhaltig Lokale, als tatsächlicher und als metageprägt. Noch Goethe hatte sein Arkaphorischer Raum, ist selbst aber eine dien gesucht und offenbar gefunden. Ordnungskategorie. In der Gehirnforschung wurde jüngst erstmals die neuLokale Regimente rologische Matrix entschlüsselt, die das der Wahrheit Verhältnis zu und die Verortung in loDie literarische Chiffre hatte indes Subkalen Räumen steuert. Die Humanwisstanz. Was in Arkadien aufgrund der senschaften haben seit Foucault die Abgeschiedenheit der Region besonders Wirkkraft von lokalen Regimenten der prekär war, galt mehr oder weniger für Wahrheit im Visier. Die Erforschung alle Polisgesellschaften. Sie alle waren der vollen Bandbreite des Lokalen steht dem Gegensatz zwischen bäuerlicher aber auch hier erst noch am Anfang. Lebenswelt und schnellem „globalen“ Den Ausschlag für einen dezidierten Wandel ausgesetzt. In diesem SpanLokalismus gab die hohe Ökodiversität nungsfeld mussten sich die griechischen Griechenlands, wie sie Peregrine HorPoleis immer neu in einer Welt positioden und Nicholas Purcell eindringlich nieren, in der ständig neue machtpolitiherausgestellt haben (The Corrupting Hafenszene mit Odysseus’ Abfahrt vom Phaiakenland (Ölgemälde Claude Lorrain, 1646) Sea, 2000). Wo die Anbau- und Weidebedingungen schon auf kleinem Raum voneinander abweichen, erwachsen schnell Systeme von divergierender lokaler Ordnung. In Arkadien aß man Rübenbrei, in Megara Kohl und in Theben Bohnensuppe. In allen drei Fällen war die Alltagsküche von agrarischen Idiosynkrasien bestimmt, und diese Idiosynkrasien wurden von ihren Polisbürgern wiederum zu lokalen Ordnungen stilisiert, die Verbindlichkeit signalisierten. Das Phänomen durchzog alle Bereiche der Alltagswelt: In Kolophon – und nur in Kolophon – ging man parfümiert, aufgebrezelt in die Volksversammlung; die Idee war, sich schon rein äußerlich von den benachbarten Milesiern abzusetzen. Die aus solchen Alltagspraktiken abgeleiteten Sinnmuster waren selbstevident, und sie waren soziozentrisch: sie brauchten keine weitere Beweisführung, weil sie aus der Mitte der Bürgergemeinde stammten. Zwanzig Kilometer weiter, in der nächsten Polis, regierten andere Selbstevidenzen. In einer immer schnelleren und auch größeren Welt war – und blieb – das Lokale für die Griechen der eigentliche Geschwindigkeitsmesser. 538 ENTSCHLEUNIGUNG Forschung & Lehre 7|15 Politik unter Zeitdruck Gibt es eine richtige Geschwindigkeit für demokratische Prozesse? | J A N - W E R N E R M Ü L L E R | Zeit haben und sich Zeit nehmen scheint auch für Parlamentarier keine leichte Aufgabe mehr zu sein. Sie sollen bedächtig Sachfragen diskutieren können und gleichzeitig zügig Entscheidungen fällen. Schwächt die allgemeine Beschleunigung den Parlamentarismus? A lles geht immer schneller.“ Viele Zeitgenossen würden dieser Diagnose wohl ohne Weiteres zustimmen. Wer mehr Zeit hat, über derartige Phänomene nachzudenken, käme wohl bald zu dem Schluss, dass die Beschleunigung, welche allerorten beklagt wird, der Demokratie nur schaden kann: Wem bleibt noch die Zeit, Sachfragen ausgiebig zu diskutieren und bedächtig Entscheidungen abzuwägen? Den Parlamentariern, die innerhalb weniger Stunden über Rettungsschirme in Milliardenhöhe entscheiden müssen? Den führenden Politikern, die nicht mehr auf die Tageszeitungen von morgen, sondern auf die Twitter-Trends im Sekundentakt schielen? Angela Merkel betont auf ihrer Homepage, was doch eigentlich selbstverständlich sein dürfte: dass sie froh sei, wenn sie Zeit habe, Probleme und Lösungswege in Ruhe zu durchdenken. Nur: Wer kann sich Zeit nehmen? Gilt vielleicht gar, in Abwandlung einer berühmt-berüchtigten Formel des Staatsrechtlers Carl Schmitt: Souverän ist, wer sich Zeit nehmen kann? Das Besondere an unserer Ära, so viele Beobachter, ist jedoch, dass die allgemeine Akzeleration spezifisch den Parlamentarismus schwächt. Dieser Diagnose Foto: Tor Birk Trads AUTOR Jan-Werner Müller lehrt Politische Theorie und Ideengeschichte an der Universität Princeton. ihre vorstrukturierte Zeit, welche den politischen Akteuren entzogen ist und welche damit letztlich viel zur Qualität politischer Entscheidungen beiträgt. Die drei Gewalten und ihr Umgang mit Zeit Von Exekutiven wird generell erwartet, dass sie schnell auf politische Ereignisse reagieren. Parlamente debattieren selten, wie man mit einer dramatischen Geiselnahme umgehen soll; Gerichte spannen nicht kurzfristig finanzielle Rettungsschirme auf. Aber der Ausnahmezustand ist nicht automatisch eine Legitimation, alle rechtlichen Einhegungen der Exekutive auszusetzen. Fast immer aber wird in Notlagen die ausführende Gewalt »Beschleunigung ist schlecht für zur allein entscheidenden jegliche Opposition innerhalb und Gewalt. Die Exekutive hat so gut wie immer einen Inaußerhalb von Parlamenten.« formationsvorsprung vor Parlamenten oder Gerichinnerhalb und außerhalb von Parlaten. Sie kann das Tempo der Politik ermenten. Das allerdings kann de facto höhen und Parlamentsentscheidungen heißen, dass der Parlamentarismus an forcieren. Niemand wird wohl behaupsich beschädigt wird, wenn man die ten können, es habe während der nun Auseinandersetzung mit einer legitimen schon ein halbes Jahrzehnt dauernden Opposition als entscheidendes CharakEurokrise eine große Redeschlacht im teristikum von Parlamenten ansieht. Parlament gegeben, während derer Die Demokratie gerät vor allem inlangwierig diskutiert und verschiedene folge der Eurokrise immer mehr von Entscheidungsoptionen mit Leidenzwei ideologischen Seiten unter Druck: schaft zugespitzt wurden. Zeitdruck, so zum einen durch Technokraten, welche auch der britische Politikwissenschaftstets schon die wirtschaftspolitisch einler Jonathan White, macht nicht so sehr zig rationale Lösung kennen, und zum der Demokratie an sich das Leben anderen durch Populisten, welche im schwerer, sondern ganz spezifisch der Namen des vermeintlich einzig authenOpposition in einer Demokratie, und tischen Volkswillens die Legitimität pozwar sowohl der Opposition im Hohen litischer Eliten anfechten. Beide können Haus als auch der auf der Straße. mit einer für das moderne politische Gerichte haben viel mehr MöglichDenken zentralen Idee nichts anfangen keiten zur Entschleunigung. Sie können, oder untergraben sie gar: die Vorstelwas ihre eigenen Entscheidungen anlung nämlich, repräsentative Demokrageht, oft souverän mit Zeit umgehen, tie habe ihren ganz eigenen Rhythmus, bisweilen aber auch Exekutive und Lemöchte ich hier widersprechen. Beschleunigung, wie wir sie vor allem seit Ende des Kalten Krieges in einem Hochfrequenz-Finanzmarkt-Kapitalismus erleben, hat ganz unterschiedliche Auswirkungen auf verschiedene Institutionen der liberalen Demokratie. Sie ist nicht automatisch schlecht für Parlamente an sich (welche ja schon seit langem von Exekutiven dominiert werden), sondern für jegliche Opposition 7|15 Forschung & Lehre gislative unter Druck setzen, innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens Gesetze neu zu formulieren. Oft genug jedoch sind die Tatsachen, vor welche die Exekutive Richter stellt, so gewichtig, dass auch die kritischsten Urteile den Schaden nicht wieder annähernd gut machen – und natürlich schon gar nicht die Zeit zurückdrehen können. In den USA hat die Erfahrung seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 einmal mehr die Befürchtung bestätigt, dass in Zeiten starker Bedrohungen (oder zumindest Zeiten, in denen sich so gut wie eine ganze Nation sehr verwundbar fühlt) weder Legislative noch Judikative einer Regierung, welche sich unter Verweis auf eine „emergency“ selbst ermächtigt, viel entgegenzusetzen haben. Man sollte sich aber davor hüten zu meinen, die schnelle Exekutive sei immer etwas Schlechtes und das verlangsamende Parlament stets etwas Gutes für die Demokratie. Man muss nicht wie die Kritiker der Weimarer Republik, die den Reichstag als Quasselbude abtaten, Debatten grundsätzlich für Zeitverschwendung halten, um doch gleichzeitig darauf bestehen zu können, Politik und politische Philosophie seien zweierlei Dinge. Ludwig Wittgenstein bemerkte einmal, im Rennen der Philosophie gewinne, wer am langsamsten laufen könne. In der Politik geht es aber nicht um letztendliche Wahrheiten, sondern um die bestmögliche Verwirklichung von Prinzipien wie Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit hier und jetzt. Der politische Zeittheoretiker Mario Feit erinnert zu Recht daran, 539 müssen sich die Repräsentanten den Wählern stellen, und über den Zeitpunkt dieses Showdowns können Eliten nicht frei verfügen. Dort, wo sie ihn innerhalb einer bestimmten Zeitspanne selbst festlegen können, wie beispielsweise in Großbritannien, ist diese Flexibilität der Demokratie selten zugutegekommen. Zwar werden Regierungen wohl immer versucht sein, den Wählern im Vorfeld eines Urnengangs Geschenke zu machen – aber perfekt timen lassen sich ökonomische und politische Zyklen nicht. Es ist diese Idee vorstrukturierter politischer Zeit, die jüngst unter Druck geraten ist. Technokratische Imperative vertragen sich nicht mit der Tatsache, dass man in der Demokratie ab und an auf die nächsten Wahlen warten muss. Auf der anderen Seite finden sich Populisten, welche im Namen des „wahren Volkes“ die Legitimität der existierenden Eliten – und damit letztlich auch der existierenden liberal-demokratischen Institutionen – infrage stellen. Wer sich wie Populisten vom Schlage eines Viktor Orbán in Ungarn oder einer Marine Le Pen in Frankreich für die einzig echten Repräsentanten des Volkes hält, verneint nicht nur den unvermeidlichen Pluralismus moderner Demokratien, sondern hat auch keinen Grund, sich dem Rhythmus der parlamentarischen Demokratie anzupassen. Als Oppositionsführer versuchte Orbán beispielsweise 2006 mit Massendemonstrationen auf den Straßen Budapests ein vorzeitiges Ende der linken Regierung zu erzwingen. Prozeduren, bei denen man nicht vorher schon weiß, wer die Mehrheit repräsentieren wird; Pluralismus, der es er»Ungeduld war für Martin möglicht, dass sich über die Zeit Luther King keineswegs eine Mehrheiten immer wieder neu bilden oder gar grundlegend ändemokratische Untugend, dern; und eben ein besonderer sondern gar eine Tugend.« Rhythmus, welcher es weder Populisten noch Technokraten dass für Martin Luther King Ungeduld erlaubt zu behaupten, man müsse erst keineswegs eine demokratische Untunoch ein bestimmtes politisches Projekt gend, sondern gar eine Tugend war. zu Ende bringen, bevor man sich den Langsamkeit kann nicht nur eine Sache Wählern stellen könne – all dies sind sorgfältig abwägender Politiker, sondern Merkmale einer genuinen Demokratie, auch der Vetospieler sein, die allein die immer nur Macht pro tempore geneihre Privilegien bewahren möchten. riert. Bei all diesen spezifischen Eigenschaften spielt Zeit eine entscheidende Demokratie braucht bestimmRolle. Beschleunigung oder Langsamten Rhythmus keit an sich ist für die Demokratie weEs gibt vielleicht gar keine an sich gute der gut noch schlecht. oder schlechte Geschwindigkeit für die Demokratie. Viel plausibler ist der GeZuerst erschienen in: KULTURAUSTAUSCH – danke, Demokratie brauche einen beZeitschrift für internationale Perspektiven, Ausgabe II/2014, www.kulturaustausch.de. stimmten Rhythmus. Alle paar Jahre Anzeige 25 Jahre Wiedervereinigung Neuinung he ersc Herausgegeben vom Deutschen Hochschulverband Bonn Erschienen in der Reihe „Forum“, Heft 85, März 2015, 138 Seiten ISBN: 978-3-944941-01-1 Preis: 11,80 Euro incl. Porto (für Mitglieder des Deutschen Hochschulverbandes 9,80 Euro incl. Porto) Die nach der Wiedervereinigung geborenen Generationen können oft mit Ost-West-Gegensätzen oder „Ossi“ und „Wessi“ nicht mehr viel anfangen. Andere, insbesondere gesamteuropäische oder globale Fragen sind für die neuen Generationen wichtiger als ehemalige Gegensätze. Bedeutet dies, dass die Einheit vollendet ist? Ist die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse geglückt? Wie stellt sich die Situation in der Wissenschaft und an den Hochschulen in den neuen Ländern dar? Die neue Buchdokumentation „25 Jahre Wiedervereinigung“ des Deutschen Hochschulverbandes geht diesen Fragen nach und versammelt dazu Stimmen aus Wissenschaftsorganisationen, von Historikern und Zeitzeugen: – Johanna Wanka: 25 Jahre Innovation in den Neuen Ländern – ein retrospektiver Ausblick – Horst Hippler: Zusammengewachsen, nicht vereinnahmt – Matthias Kleiner: Mit dem Rückenwind der Wiedervereinigung – Jürgen Mlynek: Welch ein Glück... – Olaf Bartz: Rückblick und Resümee aus der Perspektive des Wissenschaftsrates – Bernhard Kempen: Die Wiedervereinigung als bleibender Auftrag – Roland Jahn: Hinter jeder Akte steht ein menschliches Schicksal – Dagmar Schipanski: Anmerkung zur 25-jährigen Entwicklung der Wissenschaftslandschaft im vereinten Deutschland – Hans Joachim Meyer: Vom Zentralismus zur Globalisierung – Thomas Petersen: Das Ende der „Mauer in den Köpfen“ – Anita Krätzner-Ebert: Der Einfluss des Ministeriums für Staatssicherheit auf die Universitäten und Hochschulen in der DDR – Gunnar Berg: Die Wiedervereinigung und die Altersversorgung der Hochschullehrer – Andreas Rödder: Ist die deutsche Einheit Geschichte? – Raj Kollmorgen: Die deutsche Einheit als vollendetes oder unabschließbares politisches Projekt? Deutscher Hochschulverband Rheinallee 18-20 53173 Bonn [email protected] Fax: 0228 / 902 66 80 540 ENTSCHLEUNIGUNG Forschung & Lehre „Eile mit Weile“ Fundsachen über entschleunigtes Leben „Die Zeit vergeht nicht schneller als früher, aber wir laufen eiliger an ihr vorbei.“ „Es gibt Wichtigeres im Leben, als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen.“ George Orwell Mahatma Gandhi „ Wir sind unmüßig, um Muße zu haben. Aristoteles “ „Das Lächerlichste vom Lächerlichen auf dieser Welt sind mir Leute, die es eilig haben, die nicht schnell genug essen und arbeiten können. – Was richten sie aus, diese ewig Hastenden? Ergeht es ihnen nicht wie jener Frau, die in ihrem brennenden Haus in der Verwirrung die Feuerzange rettete?“ „Wenn man seine Ruhe nicht in sich findet, ist es zwecklos, sie andernorts zu suchen.“ François de La Rochefoucauld „Ein breiter Rand von Muße ist im Leben eines Menschen ebenso schön wie in einem Buche.“ Henry David Thoreau Soeren Kierkegaard „ Der größte Feind der Qualität ist die Eile. Henry Ford “ 7|15 Hochschullehrer/in des Jahres preis des deutschen hochschulverbandes 20 15 Auszeichnungskriterium Preissumme Wer kann vorgeschlagen werden? Vorschlagsfrist Der Deutsche Hochschulverband zeichnet diejenige Hochschullehrerin oder denjenigen Hochschullehrer aus, die oder der durch außergewöhnliches Engagement in herausragender Weise das Ansehen ihres bzw. seines Berufsstandes in der Öffentlichkeit gefördert hat. Es besteht keine Beschränkung, in welcher Art und Weise dies gelungen ist. 10.000,- Euro. Die Preissumme wird nicht zweckgebunden vergeben. Jede Professorin und jeder Professor, der korporationsrechtlich einer deutschen Hochschule angehört, sowie deutsche Professoren im Ausland. Es kann eine Einzelperson oder eine Gruppe von Hochschullehrern vorgeschlagen werden. Die wissenschaftliche Fachrichtung ist unerheblich. Ohne Belang ist ebenfalls, ob der Vorgeschlagene sich im aktiven Dienst oder im Ruhestand befindet. Selbstbewerbungen sind möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitglieder des Präsidiums des Deutschen Hochschulverbandes können nicht vorgeschlagen werden. Die Frist zum Vorschlag endet am 30. September 2015. Unterlagen Vorschläge bedürfen der Schriftform. Zum Vorschlag gehört der Name des Vorgeschlagenen, die Hochschule, der er angehört, eine Begründung des Vorschlags, die das Verdienst des Vorgeschlagenen skizziert, sowie ggf. aussagefähige Unterlagen über die Leistung des Vorgeschlagenen. Die Unterlagen sind an die Geschäftsstelle des Deutschen Hochschulverbandes zu richten: Deutscher Hochschulverband, „Hochschullehrer des Jahres“, Rheinallee 18, 53173 Bonn. Auswahl der Preisträger Die Preisträgerin/den Preisträger wählt das Präsidium des Deutschen Hochschulverbandes aus. Die Jury kann auch eine nicht vorgeschlagene Hochschullehrerin/einen nicht vorgeschlagenen Hochschullehrer prämieren. Ansprechpartner und weitere Information Deutscher Hochschulverband Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Dr. Matthias Jaroch | Rheinallee 18 –20 | 53173 Bonn Telefon: 0228-90266-66 E-Mail: [email protected] Der Preis erhält die freundliche Unterstützung des Zeit-Verlages Gerd Bucerius GmbH & Co.KG. Im Rahmen der Preisverleihung zum „Hochschullehrer des Jahres“ zeichnet academics den/die „Nachwuchswissenschaftler/-in des Jahres“ aus. Mehr Informationen zum Preis und zu academics – dem Karriereportal der Wissenschaft von DIE ZEIT und „Forschung & Lehre“ – gibt es unter www.academics.de/nachwuchspreis. 542 PRO & CONTRA Forschung & Lehre 7|15 Science Slams Pro Der Science Slam ist keiten, andere Leute an ihrer Leidenschungseinrichtungen. Sie ermöglichen ein seit 2006 in schaft teilhaben zu lassen. einen Blick hinter verschlossene LaborDeutschland entwickeltes Format der Diese Gelegenheit schafft der Science türen und in aktuelle wissenschaftliche Wissenschaftskommunikation. AngeSlam. Er bietet den Forschern eine BühDiskurse. Und sie machen damit ihre lehnt ist er an den Poetry Slam: Dort ne, um mehreren hundert Zuschauern größtenteils öffentlich finanzierte Forkommen junge Dichter auf die Bühne, die eigene Forschungsarbeit vorzustellen. schung auch einer breiten Öffentlichlesen ihre eigenen Texte und werden Das geschieht außerhalb des akademikeit zugänglich. anschließend vom Publikum dafür beschen Umfeldes – auf Kleinkunstbühnen, Beim Science Slam gelingt es, Leute wertet. Genau so funktioniert der Sciin Theatern, in Clubs – und schafft den mit wissenschaftlichen Themen zu erence Slam: Nur dass hier nicht junge LiRahmen für eine unmittelbare Kommureichen, die sonst wenige Berührungsteraten ihre eigenen Texte lesen, sonnikation zwischen Wissenschaftler und punkte damit haben. Menschen, die dern junge Wissenschaftler ihre eigenen Publikum, ohne zwischengeschaltete Inabends gerne mit Freunden ausgehen Forschungsprojekte vorstellen. Und im stanzen wie den betreuenden Professor und ein grundlegendes Interesse für Anschluss bildet das Publikum die Jury, (bei Fachkonferenzen) oder die Pressewissenschaftliche Themen mitbringen, vergibt Punkte und kürt so den die sich aber von RingvorleSieger des Abends. sungen oder anderen öffentli»Der Science Slam ermöglicht es Das Format ist überaus erfolgchen Uni-Veranstaltungen jungen Wissenschaftlern, mehreren nicht angesprochen fühlen. reich: Es gibt inzwischen in praktisch jeder deutschen UniversitätsUnd der Science Slam bietet hundert Zuschauern das eigene stadt Science Slams, die jeweils einen niedrigschwelligeren Forschungsprojekt vorzustellen.« mehrere hundert Zuschauer anzieZugang zu den Themen als hen. Bei Großveranstaltungen wie andere Formen direkter Komder Langen Nacht der Wissenschaft gestelle des Instituts (bei Publikumsmemunikation zwischen Forschern und inhören Science Slams zu den am besten dien). Der Science Slammer stellt sein teressiertem Publikum. Das Lesen von besuchten Einzelveranstaltungen. Thema vor und gewährt gleichzeitig EinBlogs oder die Teilhabe über soziale Warum wählen junge Wissenschaftblicke in den Forscheralltag. Dazu gehört Medien erfordert größere Mühe vom ler, oft Doktoranden, diesen Weg der auch, dass in der Wissenschaft nicht imLeser, während beim Science Slam die Wissenschaftskommunikation? Die mer alles nach Plan läuft und dass ein Mühe vor allem auf Seiten des Wissenmeisten Forscher verbringen ihren AllForscher damit umgehen muss, dass Daschaftlers liegt. Gleichzeitig ist ein Livetag am Schreibtisch oder im Labor. Sie ten unbrauchbar sind oder Messgeräte Event weniger flüchtig als das Durchkliarbeiten oft sehr viel, bis spät abends ausfallen. cken verschiedener Internetseiten, so und am Wochenende, und das in der Die Slammer bereiten ihr Thema für dass die Themen nachhaltig in ErinneRegel für wenig Geld. Ihre Motivation die Bühne verständlich und spannend rung bleiben. Und es besteht die Mögschöpfen sie aus dem Interesse für ihr auf. Dabei nutzen sie unterschiedliche lichkeit, nach der Veranstaltung inforThema und dem Spaß an der ErkenntWege, um das Publikum in den Bann zu mell mit dem Forscher ins Gespräch zu nis – aber nur wenige Menschen nehziehen: Einige faszinieren und bewegen kommen. Schließlich bringt die Form men davon Notiz. Und es bieten sich für das Publikum schon durch ihren Einsatz der Publikumswertung, bei der einige junge Wissenschaftler kaum Möglichfür ihr Forschungsprojekt (z.B. HIVWertungstafel-Sets im Publikum verteilt oder Migrationsforscher), manche eröffwerden und die Zuschauer sich in einer AUTOR I N nen den Zuschauern einen anderen kurzen Diskussion mit ihren UmsitzenBlickwinkel für Alltägliches (z.B. Leden auf eine Punktezahl einigen, Leute bensmittel, Online-Werbung), wieder anaktiv über wissenschaftliche Themen dere präsentieren ein Thema, von dem ins Gespräch. Dr. Julia Offe ist Neurobiologin und die meisten Zuschauer noch nie etwas Der Science Slam ist ein Mittel, um organisiert seit 2009 Science Slams in gehört haben (z.B. internationale Wissenschaft und wissenschaftliches mehreren deutschen Städten. Schiedsgerichtshöfe, Kommunikation Denken populär zu machen. Beim Scibei Krill). ence Slam kommt die Wissenschaft aus Gleichzeitig fungieren die Science dem Elfenbeinturm und stellt sich der Slammer als Botschafter ihrer ForÖffentlichkeit. 7|15 Forschung & Lehre Contra PRO & CONTRA 543 Die Science- Witzlosigkeit. War Bublaths Show als länger als zehn Minuten der Erklärung Slams sollen Spiel ohne wissenschaftliche Relevanz eines komplexen Sachverhalts zuzuhöAnschaulichkeit und Unterhaltung in die angelegt, gehen die Science-Slammer, ren; dass sie Dinge auch verstehen Wissenschaften bringen. Tatsächlich sind so sehr sie auch den Spaßfaktor ihrer könnten, ohne sie zu sehen; dass sie in sie populistisch und autoritär. Veranstaltungen hervorkehren, nicht der Lage sein könnten, Tätigkeiten inteDie beliebteste Wissenschaftssenspielerisch, sondern bierernst zu Werke. ressant zu finden, deren unmittelbarer dung im deutschen Fernsehen der späGeht es doch darum, möglichst zeitspaZweck ihnen nicht einleuchtet – das ten achtziger Jahre hieß „Die Knoffrend und massenkompatibel die Allgegeht den Science-Slammern nicht in Hoff-Show“. In ihr erklärte Joachim meinverständlichkeit und gesellschaftden Kopf. Stattdessen gehen sie den Bublath, ein studierter Physiker, anliche Unentbehrlichkeit ihres BrotWeg des Populismus, der schon immer hand harmlos-spektakulärer Experierwerbs vor Augen zu führen. War die darin bestand, die Bevölkerung dort abmente naturwissenschaftliche Zusam„Knoff-Hoff-Show“ im Grenzbereich zuholen, wo sie vermeintlich steht. menhänge. Außerdem konnten Hobbyzwischen Naturwissenschaft und ZauDoch Wissenschaftler können nicht Tüftler ihre ausgefallenen Erfindungen berei angesiedelt, nehmen sich die Scieinfach wieder zu den Leuten des Volvorführen. Zur Seite standen Bublath ence-Slammer so wichtig, dass sie kes werden, die ihre Ahnen gewesen wechselnde Assistentinnen sowie sein mögen. Die Arbeitsteider „Knoff-Hoff-Professor“ Charlung hat eine Spezialisierung »Die Science-Slams behandeln ihr ly, eine Karikatur des verrückten in Gang gebracht, in deren Wissenschaftlers. Schon dass sich Folge das, was der Einzelne Publikum, unabhängig vom realen die Sendung mit der Figur des tut, notwendig nicht mehr Alter, als Kollektiv von Infantilen.« Charly über sich selbst lustig von jedem anderen unmittelmachte, zeigt, dass deren Macher bar verstanden werden kann. nie für sich in Anspruch genommen gleich auch die Geistes- und SozialwisSeit das Prinzip der Abstraktion, unhätten, eine zeitgemäße Form der „Wissenschaften erobern wollen. Und wähtrennbar vom gesellschaftlichen Fortsenschaftskommunikation“ entwickelt rend es bei Bublath keine Gewinner schritt, alle Teilwissenschaften erfasst zu haben. Obwohl die „Knoff-Hoffund Verlierer gab, geht es beim Sciencehat, ist die Behauptung, wissenschaftliShow“ bei vielen Zuschauern Interesse Slam immer um den Platz im Publiche Erkenntnisse ließen sich stets proan den Naturwissenschaften geweckt kums-Ranking. Die Slammer betreten blemlos veranschaulichen, fadenscheihaben dürfte, stand in ihr nicht das Exdie Bühne denn auch mit der gleichen nig geworden. Allein mit dem Verspreperiment, sondern die Unterhaltung im Mischung aus grundlosem Siegesverchen, für zehn Minuten ein Star zu sein, Mittelpunkt. Auch beweisen musste trauen und verbissenem Konkurrenzwerden sich Forscher, die ihren Gegensich in ihr niemand. Wer mit der Vorneid wie die Teilnehmer des Eurovision stand ernst nehmen, nicht massenhaft führung seiner Erfindung scheiterte, Song Contests. dazu verleiten lassen, solche Einsichten stand weder als Verlierer noch als TrotGehörte Bublaths Sendung zum preiszugeben. tel da, sondern wurde mit der biederen Format des All-Ages-Entertainment, Freundlichkeit behandelt, die das öfdas für die ganze Familie gemacht ist fentlich-rechtliche Fernsehen jener Jahund auch Kinder ansprechen muss, bere für alle seine Mitspieler bereithielt. handeln die Science-Slams ihr PubliHeute gibt es keine verrückten Prokum, unabhängig vom realen Alter, als AUTOR fessoren und keine skurrilen Erfinder Kollektiv von Infantilen. Obwohl sie mehr, sondern nur noch verbissen an das Lob der Allgemeinverständlichkeit der Optimierung ihrer Performance arim Munde führen, gehen sie in Wahrbeitende Existenzgründer. So ist es konheit davon aus, dass sich die WissenDr. Magnus Klaue ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am sequent, dass die Stelle der verblicheschaften den Massen nur nahebringen Simon-Dubnow-Institut für jüdische nen „Knoff-Hoff-Show“ von den Scilassen, wenn man sich an deren beGeschichte und Kultur in Leipzig. ence-Slams eingenommen wird. Diese schränkten Alltagsverstand, Bodenstänunterscheiden sich von Bublaths harmdigkeit und Unterhaltungsbedürfnis anloser Abendunterhaltung durch ihre Mipasst. Dass die sogenannten einfachen schung aus Populismus, Hybris und Leute vielleicht auch in der Lage wären, 544 WISSENSCHAFTLICHER NACHWUCHS Forschung & Lehre 7|15 Professor ist Professor Der wissenschaftliche Nachwuchs in den USA und in Deutschland am Beispiel der Ökonomik | R Ü D I G E R B A C H M A N N | Die amerikanischen Universitäten werden in der deutschen Hochschulpolitik immer wieder als Vorbild beschworen. Oft wird gar von einem „Deutschen Harvard“ geträumt. Mit den Realitäten hat dies oft wenig zu tun. Was aber wäre für deutsche Universitäten, vor allem für den wissenschaftlichen Nachwuchs, nachahmenswert? Eine detaillierte Analyse. Die Situation in den USA dig, aber eben auch hinreichend ist, eine Der Lebenslauf eines Ökonomen in den Lebenszeitanstellung (tenure) erfolgt. USA sieht stilisiert in etwa so aus: sehr Finanziell, wenn auch nicht, was die gute Noten in sogenannten advanced dem Assistenzprofessor verliehenen placement Kursen in Mikroökonomik, akademischen Rechte angeht, bedeutet Makroökonomik und Höherer Mathedas de facto, dass es an US Universitämatik an der High School; Doppelstuditen letztlich nur eine Art von Professoum (double major) in Ökonomik und renstelle gibt, die man gewissermaßen Mathematik, Bachelorabschluss mit 22 am Anfang auf Probe bekleidet: „ProfesJahren; oft direkt danach (oder ein bis sor ist Professor“. Das bedeutet zum zwei Jahre später) ein etwa fünf- bis Beispiel auch, dass im Prinzip Gehalt sechsjähriges PhD Studium in Ökonound Ausstattung der Assistenzprofessur mik, das dann, jedenfalls für die guten frei verhandelbar sind und sich nach Doktoranden, in der Regel mit spätestens »Gehalt und Ausstattung der 28 Jahren direkt zu Assistenzprofessur in den USA richten einer Assistenzprofessur (assistant sich nach der Marktlage.« professor) führt. Die Doktoratsphase ist damit in den USA länger als in der Marktlage richten. Je nach MarktlaDeutschland, dafür gibt es in den USA ge ist es dann auch durchaus möglich, in der Ökonomik kein ausgeprägtes dass das Gehalt eines vielversprechenPostdocwesen. Die Assistenzprofessur den Assistenzprofessors höher ist als ist in der Regel mit einem tenure track das eines Professors mit Lebenszeitanausgestattet, der typischerweise sechs stellung. Forschungsmittel der Universibis sieben Jahre dauert. Tenure track betät werden an vielen amerikanischen deutet, dass die Universität schon bei Departments hauptsächlich den AssisEinstellung des Assistenzprofessors sotenzprofessoren gewährt. Auch Lehrwohl akademisch als auch finanziell eiverpflichtungen sind in den USA bis zu ne Garantie dafür übernimmt, dass bei einem gewissen Grade Verhandlungsgeeiner positiven Evaluation, die notwengenstand, was dazu führen kann, dass AUTOR Rüdiger Bachmann ist Associate Professor am Department of Economics der University of Notre Dame und als Nachwuchsbeauftragter Vorstandsmitglied im Verein für Socialpolitik. Assistenzprofessoren an manchen Universitäten am Anfang, oft für die Dauer der ersten drei Jahre der Assistenzprofessur, nicht mehr als umgerechnet zwei Semesterwochenstunden lehren müssen und das dann meist in einem Semester bündeln können. Hinzu kommen großzügige Sabbaticalregelungen. So wird es dem wissenschaftlichen Nachwuchs ermöglicht, schnell ein eigenständiges Forschungsprogramm zu etablieren und langsam auf die später höheren Lehrverpflichtungen hinzuarbeiten. Zusammengefasst kann man sagen: das entscheidende Charakteristikum der Assistenzprofessur mit tenure track ist es, dass sie als langfristiges Instrument der Spitzenpersonalgewinnung verwendet wird und damit mit entsprechendem Prestige behaftet ist. Bei einem solchen tenure track hat der wissenschaftliche Nachwuchs in der Ökonomik mit spätestens etwa Mitte dreißig Gewissheit, ob eine wissenschaftliche Karriere auf Lebenszeit möglich ist oder nicht; de facto sogar etwas früher, weil die Entwicklung des wissenschaftlichen Lebenslaufes ja schon vorher recht gute Prognosen zur Eignung für Tenure erlaubt. Kernstück der Tenure-Evaluation ist eine je nach Universität unterschiedliche, sicherlich aber sechs oder mehr betragende Anzahl von Begutachtungsschreiben renommierter Professoren außerhalb der eigenen Fakultät, in denen die Forschungsleistung und die Sichtbarkeit des Kandidaten in der wissenschaftlichen Gemeinschaft bewertet werden. Diese Begutachtungsschreiben sind durch zwei Merkmale gekennzeichnet: 1) Sie sind nicht direkt vergleichend, jedenfalls nicht vergleichend zu anderen potenziellen Mitbewerbern um die Lebenszeitstelle; 2) Sie sind keine Gefälligkeitsgutachten, sondern sehr ausführ- 7|15 545 WISSENSCHAFTLICHER NACHWUCHS Forschung & Lehre liche Dokumente, die sehr ernsthaft sen Übergangszeit die Fakultät verlasund mit hervorragender Kenntnis des sen muss, um sich an einer anderen wissenschaftlichen Oeuvres eines KanUniversität zu verdingen oder in den didaten dessen wissenschaftliches Profil außeruniversitären Bereich zu wechdiskutieren und bewerten. Als Faustreseln. Wird dagegen positiv entschieden, gel gilt: ein negatives oder leidenerfolgt eine Lebenszeitanstellung, oft als schaftsloses Begutachtungsschreiben sogenannter associate professor. Nach kann eventuell wegdiskutiert werden, einigen Jahren erfolgt dann meistens die bei zwei solcher Gutachten wird dem weitere Beförderung zum full professor, Kandidaten die Lebenszeitanstellung in einem formal ähnlichen, aber weniverweigert. Zur Evaluation der Forschungsleistung »Bei Tenure-Verfahren gilt in der kommt die interne Evaluation der Lehrleistung und Regel das up-or-out-Prinzip.« der Mitarbeit in der akademischen Selbstverwaltung hinzu. Die Mitglieder der Fakultät mit ger einschneidenden, da nicht mehr tenure entscheiden dann über die Eigüber die Lebenszeitanstellung entscheinung für Tenure des Kandidaten. Diese denden Evaluationsverfahren. Entscheidung wird noch durch verschiedene Gremien der Universität geDie Situation in Deutschland prüft und rechtsgültig durch ZustimIm Jahr 2002 wurde in Deutschland die mung der Universitätsleitung. Bei Juniorprofessur eingeführt, damals siTenureverfahren gilt in der Regel das cherlich ein Schritt in die richtige Richsogenannte up-or-out-Prinzip, d.h. dass tung im Sinne eines Signals, dass die der Kandidat nach einer TenureverweiKarrierewege zur Professur in Deutschgerung und eventuell nach einer gewisland oft sklerotisiert waren. Vor dem Hintergrund der Situation in den USA und der sich damit ergebenden Frage der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Universitätslandschaft für den wissenschaftlichen Nachwuchs muss man allerdings letztlich feststellen, dass die Juniorprofessur auch Fehlentwicklungen mit sich gebracht hat. Sie ist ein Beispiel dafür, was geschieht, wenn man Elemente eines Systems, hier des Universitätssystems der USA, in ein völlig anderes System überträgt, dabei aber entscheidende Elemente nicht mitnimmt. Dies sollte im Übrigen als grundsätzliche Warnung für die jetzt anstehenden weiteren Reformbemühungen dienen. Fehlkonstruktion Nummer 1 ist natürlich das de facto häufige Fehlen des tenure tracks. Im Extremfall kann es einem hervorragenden Juniorprofessor passieren, dass er gut publiziert, Lehre der Ausnahmeklasse leistet und sich stark in die Fakultät einbringt, von der Fakultät auch gewollt wird, aber einfach keine Stelle für den Kandidaten frei ist. Das bedeutet aber umgekehrt, dass es in Deutschland den Fakultäten Anzeige KUNST BERUF Schreibaschram Ein Intensiv-Schreibkurs 20.08. – 29.08.15 // KursNr 076 | 15 SICHERN IHREN SIE SICH PLATZ! 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In der Tat werden die Professosich darüber hinaus Zentralisierungsfessoren als um die intellektuelle Frischrenstellen irgendwo herkommen müsund Spezialisierungsvorteile im admizellenkur für ein Department, die Assissen, und da bieten sich vor allem die nistrativen Bereich einfahren. tenzprofessoren in den USA darstellen. Mitarbeiterstellen an. Das wiederum Nachteile dieser Entwicklung wäHinzu kommt, dass auch das Evahat zwei unmittelbare weitere Konseren: der soziale Status von Doktoranluationsverfahren für Juniorprofessoren den kann sich veroft zu wenig rigoros und zu abhängig schlechtern, wenn »Das Evaluationsverfahren für von einzelnen Professoren im Fachbesie von Mitarbeitern Juniorprofessoren ist zu abhängig reich ist: Entweder intern, wenn dann zu Studenten werdoch einmal eine Stelle entfristet werden. Des Weiteren von einzelnen Professoren im den kann, oder extern auf eine Lebensisoliert das LehrFachbereich.« zeitprofessur, wie überhaupt in vielen stuhlprinzip in eher deutschen Berufungsverfahren, in dedysfunktionalen Fanen Nachwuchswissenschaftler berufen quenzen: erstens, das traditionelle kultäten den einzelnen ehrgeizigen und werden sollen. Lehrstuhlprinzip, nach dem der Lehrerfolgreichen Professor von zu viel ZuFehlkonstruktion Nummer 2 sind stuhl mit dem Lehrstuhlinhaber an der und Durchgriff durch Kollegen, die gute die de facto nicht verhandelbaren und Spitze die konstitutive OrganisationsSeilschaftsorganisierer sind, aber wenidamit jedenfalls in der Ökonomik oft einheit ist, wird zugunsten eines Deger gute Wissenschaftler. Im Departnicht international wettbewerbsfähigen partmentprinzips aufgegeben werden. mentsystem hätten es gute Professoren Gehalts- und Ausstattungsstrukturen Vereinfacht gesagt: wo keine Mitarbeischwer, wenn die Kollegen nicht mitziesowie die Lehrverpflichtungen. Gerade ter, da auch kein Lehrstuhl. Es gäbe hen. Dem einzelnen Professor würden in den vielfältigen Verhandelbarkeitsdann wie in den USA nur noch Profesin einem Departmentsystem wahrelementen jedenfalls für junges Spitzensoren in einem Department, die eben scheinlich auch gewisse Rechte genompersonal zeigt sich aber der konzeptioauch alle gemeinsam entscheiden, und men werden, die man in Deutschland nelle Unterschied zwischen deutscher entscheiden müssen. Die zweite unmitvielleicht sogar als grundgesetzlich gaJuniorprofessur und amerikanischer Astelbare Konsequenz ergibt sich für die rantiert ansieht, etwa das Recht der insistenzprofessur, die eben wirklich eine Organisation der Doktorandenausbildividuellen Auswahl von Doktoranden, volle Professur auf die dann eben durch das Department »Eine positive Konsequenz wäre, Bewährung ist und stattfinden würde. Alles in allem ist aldamit echte Verlerdings wohl einem Departmentsystem dass ›Guttenbergpromotionen‹ handlungen einder Vorrang einzuräumen; bei aller Vorunwahrscheinlicher würden.« schließt. Ein weitesicht, Korrelationen nicht vorschnell als res Indiz dafür ist Kausalitäten zu interpretieren, haben die Tatsache, dass in den USA ohne eidung: ohne Mitarbeiterstellen keine sich nämlich bereits einige der besten nen zeitgleichen auswärtigen Ruf die klassischen Stellen für Doktoranden, wirtschaftswissenschaftlichen FakultäGehaltsanpassungen vom assistant zum die nun, übrigens ganz im Sinne von ten in Deutschland diese Organisationsassociate professsor oft minimal sind, Bologna, Studenten sind und gegebestruktur ganz oder teilweise gegeben. die Frage der Lebenszeitanstellung mitnenfalls über Stipendien und zeitlich hin zumindest partiell von der Frage des gebundene Lehr- oder ForschungsassisImplementierung Gehalts entkoppelt ist. tenzaufträge durch das gesamte DepartEs sollen nun einige Prinzipien bei der ment finanziert werden müssten. Implementierung möglicher MaßnahMögliche Konsequenzen einer Diese und weitere mittelbare Konsemen zur Förderung des wissenschaftliÜbertragung des US-Systems quenzen muss man wollen, wenn man chen Nachwuchses diskutiert werden. Einer sehr oberflächlichen Zählung die Idee „Professor ist Professor“ nach Experimentieren mit neuen Ideen: meinerseits zufolge sind an US ÖkonoDeutschland übernimmt. Eine sicherWas für die Wirtschaftswissenschaften mikfakultäten zwischen einem Drittel lich positive Konsequenz wäre, dass mit dem Karriereweg Promotion-Assisund einem Viertel der Professoren As„Guttenbergpromotionen“ unwahrtenzprofessur gut sein mag, muss in ansistenzprofessoren, alle mit tenure scheinlicher gemacht würden, da Dokderen Fächern nicht funktionieren, wo track. Was würde passieren, wenn es in toranden eben zu einem Department etwa Postdocs eine viel größere Rolle Deutschland nur noch Professorenstelgehören, nicht mehr zu einem Professpielen. Umgekehrt ist zum Beispiel das len gäbe, von denen im Schnitt ein Viersor. Auch die oft schwierigen Konsean sich lobenswerte Modell der TU tel auf Bewährung vergeben würde? Für quenzen für Doktoranden bei Weg- und München, das die Juniorprofessur zudie Analyse soll zunächst einmal weiNeuberufungen würden zumindest abgunsten einer W2 Bewährungsprofessur testgehend Budgetneutralität unterstellt gemildert. Für die Lehre würde dies beabschafft und damit viele der skizzierwerden, denn viel mehr Mittel für den deuten, dass vor allem Bachelorstudenten und favorisierten Elemente des US Hochschulbereich wird es bei allen geten mehr Professoren, also Experten, Systems übernimmt, für die Ökonomik genteiligen Bekenntnissen der Politik und weniger Azubis sehen würden. Teauch nur bedingt geeignet. Jedenfalls 7|15 Forschung & Lehre 547 ^ŽŶĚĞƌŬŽŶĚŝƟŽŶĞŶ für DHV-Mitglieder dann, wenn man (gesetzlich) bei der W2 Professur auf ersten Publikationserfolgen für eine Berufung auf eine Professur besteht, die die meisten Doktoranden in der Ökonomik eben nicht haben, da die harte Auswahl erst auf dem tenure track stattfindet. Bevor man also jetzt wieder Reformen von oben beschließt, sollte man dem System vielleicht einmal eine Experimentierphase einräumen und experimentierfreudige Fakultäten etwa monetär durch mehr Ihr Traumurlaub ist ƵŶƐĞƌĞtŝƐƐĞŶƐĐŚĂŌ͊ Unsere Urlaubsspezialisten buchen für Sie Ihre Traumreise nach Ihren Wünschen. Ob Kreuzfahrt, Studienreise oder Strandurlaub, ũĞƚnjƚ,sͲ<ŽŶĚŝƟŽŶĞŶ sichern. Fragen Sie nach unseren exklusiven ^ŽŶĚĞƌŬŽŶĚŝƟŽŶĞŶ für DHV-Mitglieder. 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Und den Studieren»Es muss davor gewarnt werden, jetzt den scheint es mir in einer über Nacht die Zahl der Professorenstellen auf das neue Zielniveau zu erhöhen.« globalisierten Welt durchaus zumutbar zu Forschungsgelder oder neue Planstellen sein, für bessere Qualität in Forschung oder durch Lehrdeputatsreduktionen und Lehre auch mal zu Hause ausziebelohnen. hen zu müssen. Langsamer Übergang: Auch wenn Richtige Vorbilder: Es ist ganz wichdie Situation des wissenschaftlichen tig, dass sich Bildungs- und WissenNachwuchses drängt und er berechtigschaftspolitiker endlich die richtigen terweise ungeduldig ist, kann nur davor Vorbilder suchen. Bei der Bolognaregewarnt werden, jetzt über Nacht die form ging das zum Beispiel gründlich Zahl der Professorenstellen auf das schief. Hier hat man sich am verschulneue Zielniveau zu erhöhen. Das könnten, etwas schmalspurigen Bachelorsyste zu Qualitätseinbußen führen. Und tem Großbritanniens orientiert, statt am zweitens wäre das auch eine politische stark am Humboldtschen Bildungsideal Versündigung an zukünftigen wissenorientierten amerikanischen. Es dürfte schaftlichen Nachwuchsgenerationen. der breiten Öffentlichkeit in DeutschKonsequente Forschungs- und Lehrland weitestgehend unbekannt sein, orientierung: Spitzenleistungen in Fordass es die amerikanischen Spitzenunischung und Lehre müssen wieder mehr versitäten sind, die das Humboldtsche ins Zentrum der Bewertung von ProfesBildungsideal weltweit hochhalten und soren und Fakultäten rücken, ob bei Tepraktizieren. Amerikanische Spitzennureverfahren oder im späteren Profes»Bildungs- und Wissenschaftspolitiker sorenleben. Das ist sozusagen Nachmüssen sich die richtigen Vorbilder wuchsförderung grasuchen.« tis. Politikberatung, Zeitungsartikel, Gutachten, Drittmittelgewinnung und universitäten sind dabei nicht nur elitäsolche durchaus auch wichtigen profesre Privatuniversitäten, sondern auch soralen Nebenbeschäftigungen begünshervorragende öffentliche Universitätigen die Alten und Vernetzten. Forten. Statt sich also das deutsche Harschen am Rande der aktuellen Forvard zu erträumen – das man so nicht schung, das kann der Spitzennacheinmal in den USA replizieren könnte – wuchs, und begeistert Lehren mit neuen sollte sich die deutsche Bildungs- und Ideen und Methoden, das kann er oft Wissenschaftspolitik an der Spitze der auch. Ohnehin wird ja viel zu häufig der öffentlichen amerikanischen UniversiGegensatz zwischen gutem Forscher täten orientieren. und gutem Lehrer aufgemacht, den ich für einen Mythos halte. Nur wer für sein Fach brennt, ist auch ein guter Lehrer, und wer sein Fach anderen weitergeben will, stellt die richtigen ForschungsfraDieser Artikel vertritt nicht die offizielle Meigen. nung des Vereins für Socialpolitik. Eine ungeKonzentration von Ressourcen: kürzte Fassung des Beitrages ist auf der InterWenn man hier auch Angst haben muss netseite von Forschung & Lehre verfügbar. 548 RUSSLAND Forschung & Lehre 7|15 Wendungen und Hoffnungen Hochschulen und Wissenschaft in Russland | G R E G O R B E R G H O R N | Das Jahr 2014 ist für Russland eines der bewegtesten der Nachkriegszeit. Im Ost-West-Verhältnis markiert es eine strategische Wende. Russlands Beziehungen zum Westen sind fast wieder so eisig wie zur Zeit des Kalten Krieges, mehr noch: Längst für überwunden gehaltene nationale Strömungen sind wieder aufgetaucht und bestimmen Politik und Wirtschaft. Wie aber steht es um die Bildungs- und Wissenschaftsbeziehungen zu Deutschland? Gibt es trotz der Krise Hoffnungsschimmer? I nnerhalb der jetzigen Amtszeit von Damit hebt er die Differenzierung Präsident Putin wurde der Grundzwischen „Nation“ und „Staatsbürgerton des politischen Diskurses imschaft“ auf. Das macht die Nervosität mer nationaler. Russland besinnt sich der Präsidenten von Belarus und Kaauf seine Geschichte, seine – vermeintsachstan um ihre territoriale Integrität liche – nationale Bestimmung, zurück begreiflich, leben doch auf ihren Staatsund belebt die im 19. Jahrhundert entgebieten größere russische Minderheistandene Bewegung des Slawophilenten. In besonderer Weise gilt das für die tums wieder, die Russland in Osteuropa Gebiete der Ukraine östlich des Dnjepr, und im eurasischen Bereich eine Führungsrolle zudenkt. Der »Putin hob die Differenzierung Isborsk-Klub mit Alexander zwischen ›Nation‹ und Dugin, einem ehemaligen Phi›Staatsbürgerschaft‹ auf.« losophieprofessor der Moskauer Lomonossow-Universität als Vordenker, ist eine Gruppe rechtsoriendie bereits mit dem Begriff „Neu-Russtierter Intellektueller, die unverblümt eiland“ bezeichnet werden und deren Benen hegemonialen Anspruch Russlands wohner überwiegend russischsprachig fordert. Personen wie der frühere sind. Unter Bezugnahme auf die sogeSchriftsteller und jetzige Chefredakteur nannte Korsuner Legende (Annahme von „Sawtra“, Alexander Prochanow, des Christentums durch Großfürst Wlaoder Sergej Glasew, Putins Berater bei dimir 988 für die Kiewer Rus in der auf „Fragen der eurasischen Integration“, der Krim gelegenen Stadt Chersones – vertreten die Idee, Russland solle die alt: Korsun) versuchte Putin in seiner Völker Eurasiens zu einem neuen, antiRegierungserklärung vom 4. Dezember westlichen und antiliberal ausgerichte2014, die Krim-Annexion zu legitimieten Imperium vereinen. Dieser euraren. Die Krim sei für Russland wie der sisch geprägten Auffassung folgend, Tempelberg in Jerusalem für Juden und sieht Putin Russland in der VerpflichMuslime ein Ort der nationalen Identitung, auch jene Russen zu schützen, die fikation. außerhalb Russlands leben. Die russische Bevölkerung begrüßte die Annexion der Krim begeistert und AUTOR die Popularität von Präsident Putin hat sich in der Russischen Föderation erDr. Gregor Berghorn leitet die heblich gesteigert. Selbst die MassendeAußenstelle des DAAD und das monstration in Moskau im März gegen Deutsche Haus für Wissenschaft die Krim-Annexion oder die warnende und Forschung in Moskau. Stimme des Ex-Außenministers Jewge- nij Primakow, die Rückwirkungen der Annexion auf die in Russland lebenden ethnischen Minderheiten – Kaukasier, Tataren, Jakuten – seien nicht zu unterschätzen, haben keinen Meinungsumschwung bewirken können. Innen- und außenpolitische Auswirkungen der Krimannexion In den Konflikten um Krim und Donbass hat Russland deutlich gemacht, dass es nicht länger zu einem Dialog über Partnerschaft mit dem Westen bereit ist, vor allem nicht mit der EU, wenn vermeintliche Interessensgebiete und Einflusszonen tangiert werden. Eine Abwanderung der Ukraine in Richtung EU und NATO – beide Organisationen haben bisher eine Mitgliedschaft der Ukraine abgelehnt – und die demokratische Neuordnung eines kulturell und historisch so nahestehenden Staates, wie die Ukraine es ist, bewertet die Regierung der Russischen Föderation als eine unmittelbare Gefahr für das Land. Ein „failed state“ dagegen, mit unklaren Grenzregionen, ist inakzeptabel für einen NATO-Beitritt und damit für die russische Regierung als Pufferzone zum Westen willkommen. Russland hat den seit Ende des Zweiten Weltkriegs beachteten Konsens, Staatsgrenzen zu akzeptieren, durchbrochen und so Misstrauen und Furcht vor weitergehenden kriegerischen Aktionen in Osteuropa, aber auch in seiner weiteren Region hervorgerufen. Rubelverfall und Sanktionen schwächen Wirtschaft Die russische Wirtschaft wurde 2014 durch die Auswirkungen der Sanktionen, die in Reaktion auf die Annexion der Krim gegen Russland verhängt wurden, spürbar getroffen. Die OECD hat RUSSLAND Forschung & Lehre 549 Foto: dpa-picture alliance 7|15 die Beitrittsverhandlungen mit Russland ausgesetzt, der Gipfel der wichtigsten Industrienationen fand ohne Russland statt, das angesetzte EU-Partnerschaftsabkommen mit Russland wurde angehalten. Bildung und Wissenschaft Ein „Dauerbrenner“ der russischen Bildungspolitik ist das EGE, die einheitliche Staatsprüfung als Voraussetzung zur Aufnahme in die Hochschule, die inzwischen mit hohem technischem und administrativem Aufwand zur Vermeidung von Korruption und Fälschungen betrieben wird. Erstmals wurden 2014 verschiedene Prüfungsaufgaben je Zeitzone gestellt. Eine Analyse des Zusammenhangs von Resultaten des EGE, Studienwunsch und Studienort hat ergeben, dass sich die Studierenden mit den höchsten Punktzahlen auf zehn Universitäten in Moskau und St. Petersburg verteilen und dass Internationale Beziehungen, Kulturwissenschaften, Medizin, Jura und Wirtschaft sowie IT und Informatik zu den beliebtesten Studienfächern zählen. Sehr zum Leidwesen der Regierung werden die klassischen Ingenieurfächer eher von Studienanfängern mit mittleren Leistungen nachgefragt. Land- und Forstwirtschaft, Meerestechnik oder Pädagogik rangieren am Ende der Leistungsskala. Leistungsprinzip und Internationalisierung Die strategischen Wenden in Politik und Energiewirtschaft in den Ost-West-Beziehungen offenbaren eine deutliche Distanzierung zu Europa und einen Ausstieg aus einem lange gemeinsam gepflegten Diskurs. Im klaren Gegensatz dazu steht der Wille zur Erneuerung des Hochschul- und Wissenschaftssystems und zur Annäherung an den internationalen Standard der Bildungs- und Wissenschaftspolitik. Es ist eine noch intensivere Bemühung zu erkennen, die gewachsenen Kontakte gerade auch mit Deutschland nicht zu verlieren. Moskau, Roter Platz RUDN (Völkerfreundschaftsuniversität) Wladimir Filippow sowie die Rektoren großer führender Universitäten in Moskau und St. Petersburg dürften die Steuerungsgruppe bilden. Oberstes Ziel ist die rigorose Durchsetzung des Leistungs- und Wettbewerbsprinzips. Das russische Hochschul- und Wissenschaftssystem wird kontinuierlich aus dem System staatlicher, institutionalisierter Zuwendung herausgeführt. Es muss sich bei der Finanzierung auf einen »Russland will sich an internationale Wettbewerb um staatliche oder private MitStandards der Bildungs- und tel umstellen. Die Wissenschaftspolitik annähern.« Senkung der Zahl der Hochschulen und Soweit für Außenstehende erkennHochschullehrer hält an: Gab es 2003 bar, steuert nur eine sehr kleine Gruppe noch 1,4 Millionen Abiturienten, so wavon Experten zielsicher, beharrlich und ren es 2014 aufgrund des Geburtenrückoffensichtlich eisern entschlossen einen gangs nur noch 0,611 Millionen. 2008 Umbauprozess in Hochschule und Wisbetrug die Zahl der Studierenden 7,5 senschaft, für den es in diesem Ausmaß Millionen – zurzeit sind es nur noch 5,7 keine Blaupause gibt. Ex-BildungsmiMillionen. In Kürze, und das dann für nister und jetziger Berater des Präsideneinen längeren Zeitraum (bis etwa ten Andrej Fursenko, Bildungs- und 2025), werden es nur noch 4,0 MillioWissenschaftsminister Dmitrij Liwanen sein. Der Kampf um die Studierennow, der Chef der Obersten Attestatsden ist in vollem Gange, und durch kommission (VAK) und Rektor der konstante Leistungskontrollen will das 550 RUSSLAND Bildungsministerium verhindern, dass schwache Hochschulen nur noch mithilfe leistungsschwacher Studierender überleben können. Zur Belebung des Wettbewerbs und zur Entwicklung von Kriterien zur Qualitätskontrolle wurden mehrere Instrumente erarbeitet. Die Hochschulen werden auf die Bedeutung der internationalen Rankinglisten verwiesen. Lediglich die Universität Moskau ist derzeit dort zu finden, als einzige russische Einrichtung auf den ersten 200 Plätzen. Im Ranking der BRIC-Universitäten schnitten die russischen Universitäten 2014 besser ab, Forschung & Lehre 7|15 soll das Ende 2013 von Putin unterzeichrichtungen entzogen oder sogar die Linete Programm „Global Education“ beizenzierung. tragen. Bis zu 1.500 Studierende und Für die Gruppe der Führenden UniPromovierende können auf Staatskosten versitäten plant Liwanow, dass ihre an einer ausländischen Universität einen Hochschulräte die künftigen Rektoren Masterabschluss oder eine Promotion aus dem Bereich Wirtschaft, Manageablegen. Einzige Voraussetzung für den ment oder Spitzenverwaltung wählen Bewerber ist, dass die Universität, die sollen. Das Ministerium werde sich sich unter den ersten 300 Plätzen in innicht mehr einmischen. ternationalen Rankings befinden muss, Die Maßnahmen zur Sicherung der die Studienzulassung garantiert. Eine inQualität im russischen Bildungswesen dividuelle Auswahl nach Qualitätsgesind weitreichend: Sie umfassen den sichtspunkten durch die russische Seite Eintritt (EGE) in die Hochschule, die findet nicht statt. Das Programm ist mit Verbesserung der Lehrerausbildung für 65 Mio. Euro (4,4 Mrd. Rubel) dotiert, die Schule, Durchsetzung von Bildungsdie Stipendiaten müssen nach standards, Etablierung eines WettbeAbschluss des Studiums drei werbsprinzips, Internationalisierung »Oberstes Ziel ist die rigorose Jahre in einem russischen Unterund Umsetzung einer administrativDurchsetzung des Leistungsnehmen, bevorzugt außerhalb wirtschaftlich effizienten Infrastruktur und Wettbewerbsprinzips.« von Ballungszentren, arbeiten. sowie eine neue Besetzung der HochAllerdings steht dieses Proschulleitung durch Hochschulräte und vor allem sind die führenden Universtägramm unter dem Vorbehalt der FinanVerwaltungsexperten als Rektoren. Für ten vertreten. Zur Besserung ihres Prozierbarkeit in Anbetracht der wirtschaftletztere gibt es bereits überzeugende fils bauen Technische Universitäten zulichen Krise und des damit verbundenen Beispiele, etwa die Rektoren der Uninehmend praktische Elemente in das Wechselkursverlustes. versitäten Kasan, Belgorod oder JekateCurriculum ein. Promotionen werden Die Qualitätskontrolle der russirinburg. gemeinsam mit Forschungseinrichtunschen Hochschulen manifestiert sich in Mit der Überprüfung der Frage der gen außerhalb der Hochschule – wie den jährlichen Effizienzüberprüfungen. wissenschaftlichen Qualifikation haben etwa mit einem Institut der Akademie 2014 wurden 382 Hochschulen in eine sich das Bildungsministerium und die der Wissenschaft oder dem Kurtscha„Risiko-Gruppe“ eingeordnet und mit VAK unter Leitung des RUDN-Rektors tow-Institut als nationale ForschungsAuflagen versehen, aber nur sieben kleiWladimir Filippow befasst. Nach dem einrichtung – verfasst. nere regionale Hochschulen und 57 FiAufdecken und Bekanntwerden zahlreiBereits 2013 ermittelte das Billialen geschlossen. Rektoren fürchten cher Skandale wegen Plagiaten, Kordungsministerium 15 Hochschulen, die vor allem das jüngst eingeführte neue ruption und „akademischer Vetternwirtim Rahmen des Projektes „5 – Top 100/ Kriterium „Arbeitsmarktfähigkeit“ ihrer schaft“, die durch eine Gruppe von Wis20“ eine Sonderfinanzierung (2014: 54 Absolventen. senschaftlern („Dissernet“) systemaMrd. Rubel = ca. 700 Mio. Euro) erhieltisch publik gemacht wurten. Mindestens fünf sollen bis 2020 un»Die Hochschulen werden auf die den, standen alle 2.522 Dister die ersten 100 Plätze der internatiosertationsräte der HochBedeutung der internationalen nalen Rankinglisten aufsteigen. schulen und AkademieinstiRankinglisten verwiesen.« Insbesondere bei der Gruppe der tute Russlands auf dem führenden Universitäten, die seit August Prüfstand. Ende 2014 ver2014 um eine zehnte Föderale UniversiAuf der Rektorenkonferenz im Juli kündete Filippow, dass 814 Dissertatität (Simferopol für die Krim) erweitert 2014 formulierte Bildungsminister Dmionsräte entweder wegen unzureichenwurde, finanziert das Bildungsministeritrij Liwanow seine Vorstellungen zur der Qualität aufgelöst oder aus Synerum Maßnahmen zur Internationalisielangfristigen Absicherung der Qualität giegründen mit anderen zusammengerung und fördert ausländische Wissenrussischer Hochschulen. Weil diese im legt würden. Künftig wird es nur noch schaftler, Dozenten oder AdministratoAusland zu wenig bekannt seien, ihre 1.708 Räte geben. Allein 40 Mitglieder ren. Weiterhin hat das Ministerium ForStrukturen archaisch und ineffizient der VAK-Expertenkommission sind entderungen der Gruppe „5 – Top 100/20“ und 1,7 Millionen Studierende in unlassen worden. Durch diese scharfe erfüllt und diesen Universitäten (Eigentauglichen Programmen studierten, erSäuberung konnte aber das Prinzip der bezeichnung: „Globalnye universitety“) wartet er die Durchsetzung der inzwiDissertationsräte und vor allem die das Recht zugestanden, in eigener Verschen erarbeiteten neuen BildungsstanExistenz der VAK „gerettet“ werden. antwortung ausländische Abschlüsse andards, mehr Initiativen seitens der Denn wiederum unter Wortführung des zuerkennen, damit internationale StuHochschulen, mehr Flexibilität und Petersburger Rektors Kropatschew wird dierende angeworben werden können. Selbstständigkeit bei der Lehrplangezumindest für 20 bis 30 führende UniWortführer war der Rektor der Staatlistaltung. Die regionalen Anforderungen versitäten die Aufhebung der traditiochen Universität St. Petersburg, Nikolaj und Bedürfnisse seien zu berücksichtinellen Dissertationsräte diskutiert, an Kropatschew. Alle anderen russischen gen. Sollten bis 2017 die neuen Bilderen Stelle das PhD-Prinzip nach weltHochschulen können ausländische Abdungsstandards an den Hochschulen weitem Standard treten soll. Nur so sei schlüsse nur im Rahmen bilateraler Vernicht mindestens bis zur Hälfte erfüllt die persönliche Verantwortung garaneinbarungen anerkennen. sein, würde den Hochschulen die Aktiert, die ein Dissertationsrat als Gruppe Zur weiteren Internationalisierung kreditierung für die schwachen Fachnicht haben könne. Mit Inkrafttreten des neuen Wissenschaftsgesetzes zum 1. Oktober 2014 ist die Akademie der Wissenschaften als Einheit von Präsidium und Forschungsinstituten, wie sie seit 1724 bestanden hat, aufgehoben worden. Bereits 2013 waren die Akademie der (Natur-)Wissenschaften, der Medizinischen Wissenschaften und der Agrarwissenschaften in eine Vereinigte Akademie zusammengefasst worden (Präsident: Wladimir Fortow). Der Föderalen Agentur für Wissenschaftseinrichtungen (FANO) wurden 450 Institute mit circa 10.000 551 RUSSLAND Forschung & Lehre Wissenschaft sollen helfen, den Lebensstandard zu heben. Für 2014/2015 wurden folgende Programmlinien bereits identifiziert: – Informatik und Programmabsicherung von Rechnerkomplexen – Industrielle Biotechnologie und Qualitätssicherung im Ernährungswesen – Molekulargenetik und Zellbiologie – Pflanzenproduktion und genetische Pflanzenressourcen Die Finanzierung für Personal und Infrastruktur wird wohl auch künftig staatlich gewährleis»Der Staat wird auch künftig Personal tet. Die Institute müssen aber ab und Infrastruktur gewährleisten.« 2015 höhere Gehälter zahlen, die nur wissenschaftlichen Mitarbeitern und 42 durch Personaleinsparung zu erwirtgroßen Forschungslinien unterstellt. schaften sind. Hier regt sich substanEinzelne Institute sind inzwischen auszieller Protest, da die jahrelange Untergegliedert und den Ministerien für Gefinanzierung insgesamt zu wenig Fisundheit oder Landwirtschaft unternanzsubstanz im Wissenschaftsbereich stellt worden. Der Gesamtprozess des bereitgestellt hat. Umbaus ist noch nicht abgeschlossen. Forschungsgelder sind nur noch im Folgende Perspektiven hat PräsidentenAntrags- und Wettbewerbsverfahren bei berater und Ex-Bildungsminister Andrej dem 2013 gegründeten Russischen WisFursenko aber bereits aufgezeigt: senschaftsfonds (RNF), bei der RussiDie Forschungsinhalte und die wisschen Stiftung für Grundlagenforschung senschaftliche Entwicklung müssen sich (RFFI) oder der Russischen Stiftung für an den für den Staat prioritären Fachdie Geistes- und Sozialwissenschaften richtungen orientieren. Forschung und (RGNF) zu bekommen. Die For- schungsfinanzierung über sogenannte Föderale Forschungsprogramme ist beendet. Für 2014 standen RNF circa 18 Mrd. Rubel (ca. 234 Millionen Euro) zur Verfügung, von knapp 12.000 Anträgen konnten hier 800 gefördert werden. Für viele Institute stellen sich ab 2015 folgende Fragen: Bestimmen Administratoren über Forschungsthemen der Zukunft? Wer hat die institutionelle, personelle und finanzielle Oberhoheit über das Institut? Wie ist der juristische Status der Institute nach einer Zusammenlegung? Was wird aus den langfristig eingegangenen Forschungskooperationen mit ausländischen Partnern? Darüber hinaus hat sich eine Diskussion um Zusammenlegung peripherer Akademie-Institute wie beispielsweise in Archangelsk oder Wladiwostok mit den dortigen Föderalen Universitäten entwickelt. Zu beobachten ist weiterhin der Aufbau neuer, wissenschaftlich ausgerichteter Fakultäten für Grundlagenmedizin in Moskau, St. Petersburg sowie an den Föderalen Universitäten Kaliningrad, Kasan und Krasnojarsk, die Aufgaben der Institute der Akademie der medizinischen Wissenschaften wahrnehmen. Eine ausführliche Fassung des Beitrages ist zu finden in: DAAD 2014 – Berichte der Außenstellen. Anzeige ÜBERSETZUNGS-SERVICE FÜR WISSENSCHAFTLER DHV Deutsch-englischer Textservice Der Deutsche Hochschulverband (DHV) bietet in Zusammenarbeit mit einem Team von ausgewiesenen Fachübersetzern einen wissenschaftsspezifischen Übersetzungsservice an. Wir übersetzen und redigieren für Sie zeitnah und qualitativ sehr hochwertig – Bewerbungsunterlagen – Forschungsanträge – Fachtexte u.v.m. „Vielen Dank für Ihren prompten Service und die wirklich erstklassige Übersetzung!“ vom Deutschen ins Englische oder umgekehrt, auf Anfrage auch in andere Sprachen. „Ganz herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.“ „Die Übersetzung ist wirklich gut geworden.“ Kontakt und Informationen: Dr. Ulrich Josten | Tel.: 0228 / 902 6634 | E-Mail: [email protected], Dipl.-Biol. Claudia Schweigele | Tel.: 0228 / 902 6668 | E-Mail: [email protected] www.hochschulverband.de/uebersetzungsservice Wir freuen uns auf Ihre Anfrage! Foto: Doc RaBe - Fotolia 7|15 552 HOCHSCHULSTEUERUNG Forschung & Lehre 7|15 Sag mir, wo die Uni ist… Eine Systemdiagnose nahe an der Resignation | C H R I S T I A N S C H O L Z | V O L K E R S T E I N | Die Steuerung von Universitäten ist seit Jahren ein zentrales und kontrovers diskutiertes Thema der Hochschulpolitik. Ist aber die vielbeschworene Autonomie der Hochschulen zu einer Autonomie der Hochschulleitung mutiert? Ergebnisse eines dreijährigen Forschungsprojekts zur Steuerung von Universitäten, das zu einer ernüchternden Schlussbilanz kommt.* I m Rahmen des Forschungsschwerpunkts „Bildungsökonomie“ wollten und sollten wir einen systemkritischen Blick einnehmen. Dementsprechend war unser Auftrag nicht, den Steuerungsverantwortlichen auch noch die letzte Leistungskennzahl zur Professorendisziplinierung zu schärfen. Es ging und geht darum, das System Universität steuerungsfähig zu erhalten und es ihm zu ermöglichen, auch in Zukunft seine gesellschaftliche Funktionalität zu bewahren sowie seiner übergeordneten Rationalität zu dienen. Teams die Literatur, führten computergestützte Systemsimulationen durch und nutzen die Gelegenheit, in verschiedenen Ländern (wie Australien, Kanada, Japan und den USA) intensiv mit Universitätspräsidenten, Dekanen, Hochschulplanern und Regierungsvertretern zu sprechen. Hinzu kamen Vorträge auf Konferenzen und die Organisation einer internationalen Konferenz zum Thema Hochschulorganisation. Unsere zusammenfassende Diagnose: Das deutsche universitäre System ist tief in seiner Substanz geschädigt. Dieser Befund stützt sich auf zahlreiche Bele»Das deutsche universitäre ge: OrientierungslosigSystem ist tief in seiner Substanz keit bei der Sozialisation des wissenschaftlichen geschädigt.« Nachwuchses, Unzufriedenheit mit der BolognaNach diversen Forschungsprojekten Reform bei Wirtschaft, Wissenschaftim Hochschulbereich haben wir uns zulern und Studierenden, der anhaltende letzt neben unserer persönlichen AktiDrang zur durchakademisierten Gesellonsforschung (in der Rolle eines Deschaft bei noch stärker verschulten Unikans beziehungsweise des Fachgrupversitäten und die zunehmend gestellte pensprechers) vorrangig beschäftigt mit Sinnfrage nach der Grundaufgabe von „Korporatismus als ökonomisches GeUniversitäten. Zu konstatieren ist also staltungsprinzip für Universitäten“ als längst nicht mehr nur ein Verfall von Alternative zur zentralen PlanwirtStrukturen, sondern ein zielloses und schaft. Zu diesem Zweck veranstalteten chaotisch vor sich hin treibendes Syswir Workshops, studierten mit unseren tem mit einer zerstörten Kultur. Strukturproblem: Fehler durch noch mehr Zentralsteuerung beheben Wir sehen in deutschen Universitäten die Dominanz einer feudalistischen Zentralsteuerung durch die Universitätspräsidenten/Rektoren, die verbissen veraltete Unternehmensmodelle zu kopieren versuchen, in denen ein starker Vorstandsvorsitzender (CEO) als zentraler Denker und Lenker auftritt. Für Universitäten bedeutet das Festhalten an diesem Modell das permanente Ausbauen der Macht der Hochschulleitung. Statt „Autonomie der Hochschulen“ wird „Autonomie der Hochschulleitung“ forciert. Dieser Etikettenschwindel ist symptomatisch: Auch die Hochschulrektorenkonferenz stellt sich als „Stimme der Hochschulen“ dar, obwohl sie lediglich als Lobbyorganisation der Hochschulleiter agiert, die sich noch dazu durch Steuergelder finanzieren lässt und – beispielsweise im Verbund mit dem DAAD – sogar das erodierende deutsche Hochschulsystem ins Ausland exportieren zu versucht. In diesem Zentralismus an der Universität beansprucht der Universitätspräsident/Rektor die Letztentscheidung über die Verwendung der öffentlich zur Verfügung gestellten Finanzmittel; gleichzeitig obliegen ihm alle Gestaltungsentscheidungen von Fakultäten und Lehrstühlen. Deshalb hat er die Entscheidungsmacht über Strategie, Schließung oder völlige Umstrukturierung von Fakultäten, Wahl von Deka- AUTOREN Univ.-Prof. Dr. Christian Scholz ist Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insb. Organisation, Personal- und Informationsmanagement an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken. Univ.-Prof. Dr. Volker Stein ist Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insb. Personalmanagement und Organisation an der Universität Siegen. Beide sind Herausgeber des Buches „The Dean in the University of the Future“ (Rainer Hampp Verlag, 2014). Forschung & Lehre HOCHSCHULSTEUERUNG 553 Foto: picture-alliance 7|15 nen, Berufung von Professoren, Schließen von Lehrstühlen, Forschungs- und Lehrprogramme, Budgetverteilung oder Leistungszulagen. Selbst Drittmittelanträge müssen über seinen Schreibtisch gehen. Schließlich hat er auch die Entscheidungsmacht, nichts zu tun und damit innovative Initiativen anderer ins Leere laufen zu lassen. Aus der Systemtheorie wissen wir: Zentralistische Steuerung ist bei hoher Umweltdynamik und Systemkomplexität zum Scheitern verurteilt! Je komplexer ein System und seine Umwelt wird, desto fataler ist es, die Bewältigung an einer einzigen Stelle zu bündeln: ausufernde ineffiziente Doppelstrukturen bei der Hochschulleitung, sinkende Entscheidungsqualität und eskalierende Demotivation von Hochschulangehörigen sind nur einige der folgerichtigen Schwierigkeiten. Hinzu kommt eine typische strukturelle Pathologie zentralistischer Leitung: Ein Problem „oben“ produziert im Extremfall Selbstähnlichkeit auf nachgelagerten Ebenen und wird dort sukzessive manchmal ebenfalls zum Problem – zum Beispiel durch selbstherrli- che Amtsträger auf Fakultätsebene mit Selbstoptimierungssucht. Für diese Strukturproblematik ist Australien ein treffendes Negativbeispiel: Hier stehen die Fakultäten unter einem strengen Diktat der zentralge- te man eigentlich von einer Hochschulleitung erwarten können – eine Erwartung, die nicht von allen Universitätspräsidenten/Rektoren erfüllt wird. Kurz gesagt: Trotz personeller Aufrüstung fehlt teilweise an der Universitätsspitze nötiges Handwerkszeug. »Zentralistische Steuerung ist bei Zwar gibt es Hochschulentwickhoher Umweltdynamik und Systemaber sie komplexität zum Scheitern verurteilt.« lungspläne, sind politische Dokumente. Sie implisteuerten Leistungsmessung, die sich zieren weder zwangsläufig stimmige primär auf Rankings und StudentenzahZiele noch strategisches Leitungshanlen ausrichtet; Forschungsoutput und deln. Wenn beispielsweise eine universiuniversitäre Identität bleiben in diesen täre Wirtschaftsfakultät erst einer Fachneotayloristischen Bildungsfabriken auf hochschule zugeschlagen, dann aufgeder Strecke. Dahingegen verdanken löst und schließlich unter das Dach eiSpitzenuniversitäten in den USA ihre ner psychologischen Fakultät geschoPosition einer bewussten und umfassenben werden soll, dann zeugt das kaum den Fakultätsautonomie. von strategischer Kompetenz. Fehlt die Rahmenstrategie auf der Strategieproblem: Nicht jedes Ebene der Universitätsleitung, wird es präsidiale Bauchgefühl ist eine schwierig, dieses Fehlen auf der FakulStrategie tätsebene zu korrigieren. Nur wenige Im Strategischen Management gibt es Fakultäten können in derartigen Strukklare Vorgaben für eine formal „richtituren dauerhafte strategische Vorstelge“ Strategie. Eine solche Strategie solllungen entwickeln und sich damit ver- 554 STUDIE bindlich gegenüber der Öffentlichkeit positionieren. Hier helfen auch die unterschiedlichen Gremien einer Hochschule wie Senat und Hochschulrat in den seltensten Fällen, weil diese sich wechselseitig neutralisieren und eigene Partikularprobleme lösen müssen. Forschung & Lehre eine lebensfähige Struktur denkbar. Angesichts der verfahrenen Situation erscheint eine „Rettung“ zurzeit fast schon utopisch. Deshalb sollte man zumindest darauf achten, nicht noch mehr kaputt zu machen und die gravierendsten Probleme abzumildern. Kulturproblem: Was ist eigentStruktur: Fehlerhafte Gesetze sofort lich eine Universität? korrigieren! Internationale Spitzenuniversitäten So schön es auch für sie anfühlt: Mit der wissen, was eine Universität ist, sie wisimmer mehr anwachsenden Universalsen, wofür sie stehen, und sie wissen, macht beim Universitätspräsidenten bewas an ihnen besonders ist. Dieses „Geziehungsweise Rektor sind diese Persofühl“ für ihre kulturelle Identität ist kein nen zwangsläufig überfordert und zum Luxus, den man sich leistet, wenn es eiScheitern verurteilt. Um einen Vergleich nem gut geht. Vielmehr ist das gemeinaus der Politik zu bemühen: Auch Ansame Verständnis von dem, was eine gela Merkel ist nicht gleichzeitig Parla„wirkliche Universität“ – auch in Abmentspräsidentin, Ministerpräsidentin grenzung zu normalen Forschungszenaller Länder, Bundesbankpräsidentin tren oder Weiterbildungseinrichtungen und alleinige Richterin im Verfassungs– ist, zentraler Erfolgsfaktor erfolgreigerichtshof. cher Universitäten. Gesetze können die Universitäten Natürlich gibt es auch in Deutschnicht retten. Aber es wäre schon viel geland (noch) einige Universitäten, die wonnen, wenn aus ihnen alle die vielen sich eine derartige universitäre Identität Regelungen aus den letzten Jahren enterhalten konnten. Doch je mehr es beifernt würden, die universitär-kollegiale spielsweise zur Trennung von ForEntwicklungen behindern: Die zentraschung, Lehre und Verwaltung kommt, »Mit dem Verfall des universitären desto mehr verwässert der kulturelle Seins geht der Verfall des Kern und wird beuniversitären Bewusstseins einher.« liebig. Mit dem Verfall des universitären Seins geht der Verfall des universilistischen Durchgriffsrechte gehören elitären Bewusstseins einher. miniert, die Fakultätsautonomie geWas aber passiert, wenn die kultustärkt, der Senat mit echten Rechten relle Grundidee einer Universität zerausgestattet und zu einem wirklichen stört wird? Die wenigsten Akteure verKontrollgremium für die Universitätsstehen dann noch, was eine Universität leitung ausgebaut. Dies alles ist nicht im Kern bedeutet: nämlich akademinur ein frommer Wunsch idealistischer sche Tradition, innovatives ForschungsForscher: Der von uns diagnostizierte klima, Kollegialität, identitätsstiftende Veränderungsdruck ist vielmehr zwinAbneigung gegen Machtakkumulation gende Konsequenz aus unserem interund gegen vordergründigen Zeitgeist. nationalen Benchmarking und aus der Dann wundert es nicht, wenn es keiTatsache, dass aktuell einige Landesgenen Respekt mehr vor unterschiedlisetze (wie zum Beispiel das Saarländichen Fächerkulturen gibt, wenn als Folsche Universitätsgesetz) vor dem Hinge einer adversen Selektion drittmitteltergrund der Entscheidung des Bundesfokussierte Forscher die „normalen“ verfassungsgerichts vom 24.6.2014 einForscher dominieren und desavouieren deutig gegen Art. 5 Absatz 3 Satz 1 des und wenn der Kollateralschaden der Grundgesetzes verstoßen. Zentralsteuerung darin besteht, dass sich einzelne Wenige an maßgeblicher Strategie: Formulieren von Zielen der Stelle gegen eine ruhiggestellte MehrUniversität heit an der Basis durchsetzen können. Notwendig sind strategische Ziele, die kollegial definiert werden, einer Univer… und die Therapie? sität angemessen sind und dann verlässWir können eine zerstörte Kultur nicht lich umgesetzt werden. Nicht jede Uniwieder durch mechanistische Lösungen versität muss riesig sein. Auch muss aufbauen und ohne Kultur sind weder nicht jeder in Deutschland an einer eine wettbewerbsfähige Strategie noch Universität studieren, aber diejenigen, 7|15 die das wollen, sollen in einer Universität mit Substanz arbeiten können. Dies erfordert klare Positionierungen. Auch kann es nicht angehen, dass eine Universität über die Drittmittelfokussierung zur verlängerten Werkbank der Industrie wird – vielmehr muss der Staat die Grundlagenforschung absichern. Kultur: Nachdenken über universitätskulturelle Grundwerte Das mag jetzt weit hergeholt wirken, doch genau das machen erfolgreiche Organisationen. „Modernisierter Humboldt“ statt „unternehmerische Universität“ – die Universität braucht keinen Bildungszentralismus, keine Akkreditierung und keine top-down-Evaluation, wohl aber eine deutschlandweite Meinungsbildung über die „deutsche Universitätskultur“. Dabei geht es auch um Sprache: Eine „Autonomie der Hochschule“ ist kein Freibrief für Universitätspräsidenten, eine Fachhochschule keine Universität und ein frisch promovierter Nachwuchswissenschaftler kein Universitätsprofessor mit Promotionsrecht. Für den kulturellen Diskurs benötigt werden zusätzlich zur Hochschulrektorenkonferenz deutschlandweit starke Vertretungen von Fakultäten (Fakultätentage), von Professoren (Deutscher Hochschulverband) und von Studierenden (analog zur Österreichischen Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft). Alle vier Gruppen bedürfen des gleichen Gewichts und der gleichen staatlichen Finanzmittel. Ergebnis Deutschland braucht seine Universitäten. Deshalb gilt es zunächst einmal, die Fehlentwicklungen anzusprechen, weitere Verwerfungen zu verhindern und erste, zaghafte Veränderungen vorzunehmen: Sie sind notwendig, aber bei weitem noch nicht hinreichend. * Dieser Artikel ist Teil des Forschungsprojekts „Korporatismus als ökonomisches Gestaltungsprinzip für Universitäten (KORFU)“. Die Autoren danken dem deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für die Finanzierung dieses Projekts. DAS K ARRIEREPORTAL FÜR WISSENSCHAF T UND FORSCHUNG 556 DIALOG Forschung & Lehre 7|15 Schluss mit Ranking! Ein Gespräch zwischen Bürokrates und Sokrates N eulich belauschte ich nach eiS: „Und beim Gewinnen und Verlieren ner der gewöhnlichen Verwalist es leicht, eine Rangfolge aufzusteltungssitzungen an einer deutlen...“ schen Wissenschaftsinstitution ein ungeB: „Ja, selbstverständlich.“ wöhnliches Gespräch. Ein alter BekannS: „Und Du stimmst auch zu, dass gerater, der ewige Besserwisser, nennen wir de das System der Rangfolgenbildung in ihn unprätenziös einfach Sokrates, traf einer Tabelle, bei der es Sieger und Vereinen ebenso gut Bekannten, den smarlierer, Aufsteiger und Absteiger gibt, das ten Organisierer, nennen wir ihn vorurZiel des Ganzen, nämlich zu gewinnen, teilsfrei einfach Bürokrates. Sie unterangemessen abbildet und seinerseits behielten sich aus gegebenem Anlass über fördert?“ den Sinn von Rangfolgenbildungen von B: „Da bin ich ganz Deiner Meinung.“ Hochschulen, Studiengängen und wisS: „Würdest Du denn auch sagen, dass senschaftlicher Forschung. es ebenfalls das Ziel der Wissenschaft Bürokrates: „Selbstverständlich maist zu gewinnen?“ chen wir auch bei dieser RankingumfraB: „Natürlich nicht! Du weißt doch selge wieder mit, denn die Ergebnisse lieber, oh weiser Sokrates, dass das Ziel fern doch den Studierenden einen gu»Kommt es beim Erkennen darauf an, ten Überblick über die unterschiedlidass einer besser ist als der andere?« chen Qualitäten der Ausbildungsgänge und bilden nicht zuletzt auch einen Ander Wissenschaft ist zu erkennen.“ reiz für die Wissenschaftler, sich zu verS: „Und kommt es beim Erkennen dabessern.“ rauf an, dass einer besser ist als der anSokrates: „Aber, oh cleverer Bürokradere?“ tes, ist es denn das Ziel der WissenB: „Nein, ich denke, dass es darauf anschaft, besser als andere zu sein?“ kommt, dass man die Sache richtig erB: „Die Konkurrenz belebt das Gekennt.“ schäft, der Wettbewerb befördert die InS: „Und ist es nicht denkbar, dass zwei novation, der Druck erhöht die Qualität oder mehrere Wissenschaftler die unter– schau Dir doch einfach den DAX oder suchte Sache gleich richtig erkennen?“ die Bundesliga an!“ B: „Ja, das ist gut möglich... Warte einS: „Du weichst meiner Frage aus... mal, ich würde sogar sagen, es ist eiDoch nehmen wir einmal Deine Bungentlich das Ziel der Wissenschaft, dass desliga als Beispiel: Ist es nicht das Ziel möglichst viele zur Erkenntnis gelandes Sports zu gewinnen?“ gen.“ B: „Was denn sonst – das sage ich doch.“ S: „Wenn nun, wie Du sagst, im Ideal- Foto: Baege AUTOR Professor Dr. Wolfgang Sonne lehrt Geschichte und Theorie der Architektur an der Technischen Universität Dortmund. fall möglichst viele zur Erkenntnis gelangen, so würden sie in einer Bewertungsskala doch auch denselben Platz belegen.“ B: „Na klar.“ S: „Dann aber, mein bester Bürokrates, macht es keinen Sinn, Rankings im Bereich der Wissenschaft zu erstellen.“ B: „Hm...“ S: „Um es Dir mit einem anderen Beispiel aus der wissenschaftlichen Praxis noch einmal zu verdeutlichen: Du würdest ja auch in der Lehre kein Ranking der Studierenden erstellen – denn auch hier kommt es ja nicht darauf an, dass der eine besser ist als der andere, sondern dass beide möglichst gut die Sache verstehen. Es gibt also scheinbar in unserer Kultur Bereiche, die nicht wie der Sport auf überbietender Konkurrenz, sondern auf potentiell gemeinsamer Sachbezogenheit beruhen. Und in eben diesen Bereichen sind Rangfolgen sinnlos, da sie nicht dem Gegenstand entsprechen. Es wäre so, als wolltest Du mit einem Thermometer Beethoven verstehen.“ B: „Wenn nun tatsächlich, oh scharfsinniger Sokrates, das Ranking nur in den Bereichen konkurrierender Tätigkeiten wie im Sport Sinn macht, dagegen aber in Bereichen, die keine konkurrierenden Ziele haben, wie etwa der Wissenschaft, sinnlos ist, dann handelt doch derjenige, welcher die Wissenschaft rankt, nicht sachangemessen, sondern unwissenschaftlich, ja sogar antiwissenschaftlich.“ S: „In der Tat, das will ich wohl sagen!“ B: „Warum aber nur machen bei diesem unwissenschaftlichen Zirkus gerade so viele Wissenschaftler mit?“ S: „Dies, mein lieber Bürokrates, ist mir bis heute ein Rätsel.“ Agentur 42 | Foto: Axel Stephan Köpfe die Wissen schaffen Wissenschaft erfindet Welt, indem sie erkennt, was die Welt ist. Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Institut für Öffentliches Recht Richter des Bundesverfassungsgerichts a. D. DHV-Mitglied seit 1993. 558 WA S I S T E I G E N T L I C H … ? Forschung & Lehre 7|15 Was ist eigentlich Transformationsdesign? Gestaltungsmöglichkeiten des Vorhandenen | H A R A L D W E L Z E R | Für heute notwendige Transformationsprozesse gibt es keinen Masterplan. Alternativen zum business as usual und neue Pfade gesellschaftlicher Praxis werden erforscht, um zukunftsfähige Lebensstile und Wirtschaftsweisen zu realisieren. Master-Studiengang Transformation Studies Der Master-Studiengang Transformation Studies, den wir gerade entwickeln, soll Studierenden ein breit gefächertes ie traditionelle Unterscheidung mit der Geschichte tiefgreifender geselltheoretisches Wissen über gesellschaftlizwischen den „zwei Kulturen“ schaftlicher Wandlungsprozesse, andeche Naturverhältnisse sowie anwender Wissenschaft, also zwirerseits mit der Frage der Gestaltbarkeit dungsorientierte Kompetenzen in Beschen der Erforschung einerseits der wünschenswerter Entwicklungen. Der zug auf Problemanalysen und Gestalkulturellen und andererseits der natuName unseres Forschungszentrums – tungsmöglichkeiten vermitteln. Freilich ralen Dimension von menschlichen Norbert-Elias-Center – trägt dem Rechgibt es für die heute notwendigen TransÜberlebensbedingungen, lässt sich heute nung, war Norbert Elias doch ein Soformationsprozesse keinen Masterplan, kaum mehr aufrechterhalten. Diese ziologe, der immer darauf bestanden und es kann auch, anders als es die DeUnterscheidung von Natur- und Kulhat, dass man Gesellschaften nur in eibatte um die „große Transformation“ turwissenschaften wird im Zeitalter des nem langfristigen historischen Betrachnahelegt, nicht um eine Transformation Anthropozäns, da menschliche Wirktungsrahmen verstehen kann und dass von Allem gehen. Vielmehr gilt es, kräfte geologische Dimension angeman andererseits immer schon vor den Kombinatoriken von bewährten oder nommen haben, unscharf. Die NaturHandlungsbedingungen steht, die von auch von schon fast vergessenen Nachverhältnisse sind Kulturverhälthaltigkeitspraktiken und nisse geworden; die Schaffung neuen Strategien zu entwi»Es gilt, Kombinatoriken von bewähreiner co-evolutionären Entwickckeln. Dabei definiert ten oder auch schon fast vergessenen lungsumwelt für Menschen beTransformationsdesign keizieht sich nicht mehr ausne designerische Aufgabe, Nachhaltigkeitspraktiken und neuen schließlich auf die symbolischen die sich an die Neu- oder Strategien zu entwickeln.« Formen und kulturellen PraktiUmgestaltung von Produkken, sondern zunehmend auf ten, Häusern, Städten etc. das, was einmal die naturalen Entwickanderen gestaltet worden sind. Wir unrichtet, sondern vor allem auf die Möglungsumgebungen menschlicher Übertersuchen mithin einerseits soziotechnilichkeiten der Umgestaltung des Vorlebensgemeinschaften waren. Natur ist sche Innovationen, die, wie zum Beihandenen, des Verschwindens von nicht mehr Natur, wenn ihre systemispiel künstliches Licht, zu rapiden geÜberflüssigem, der Vermeidung von schen Abläufe und Funktionen durch sellschaftlichen Wandlungsprozessen geAufwand, der Reduktion von Energie menschliche Einwirkung verändert werführt haben, andererseits forschen wir und Material. den. Anthropogener Klimawandel etwa in angewandter Perspektive zu den kulDas Design hätte demnach nicht ist eine kulturelle Transformation naturellen Praktiken des Gebrauchs von mehr die Aufgabe, unablässig hinzutürlicher Existenzvoraussetzungen, und Energie, Stoffen und Produkten und kommende Dinge zu gestalten, sondern zwar eine, die niemand beabsichtigt damit auch zu sozialen Kategorien wie die, die man nicht braucht, aus der hat. Kommunikation, Handel, Konsum, VerWelt zu schaffen. Das hieße etwa: keine Transformationsdesign beschäftigt sorgung. Flasche für ein neues Mineralwasser sich vor diesem Hintergrund einerseits designen, sondern den Hinweis auf den nächsten Wasserhahn. AUTOR Es scheint daher gerade für diesen Studiengang sinnvoll, möglichst viele Räume für kreatives Denken und ForHarald Welzer ist Honorarprofessor für Transformationsdesign am Norbert-EliasCenter der Europa-Universität Flensburg und Direktor von Futur Zwei. Stiftung schen im Studienprogramm zu veranZukunftsfähigkeit in Berlin. kern. Eigene Forschungsprojekte im Rahmen von Lehrforschungsmodulen Foto: vhw D 7|15 Forschung & Lehre WA S I S T E I G E N T L I C H … ? 559 Rotor – mobiles Wasserkraftwerk aus Metallschrott/Recyclingmaterial, Fahrradteilen und gebrauchten Fahrzeugreifen, das als einfacher Bausatz herstellbar und überall, wo Strömungen/Flüsse existieren, einsetzbar ist. Konzept / Design Markus Heinsdorff, entwickelt in Zusammenarbeit mit dem Hydromechanik Labor der TU München. sollen Studierende dazu befähigen, Untersuchung der Geschichte des Personal zu beschäftigen, noch mehr nicht nur problemorientiert zu arbeiten, künstlichen Lichts bis zu der Frage, ob Papier und Powerpoints zu produziesondern selbst Probleme zu identifiziesich Gemeinwohlbilanzen auch für börren? Oder sind nicht gerade hier Strateren, Forschungsfragen zu entwickeln sennotierte Unternehmen eignen – wie gien der Reduktion, nennen wir es ruhig und Untersuchungsdesigns zu entwerin der Lehre einen Typ reflexiver Wisslow publishing, angezeigt, ebenso wie fen. Methodisch orientieren sich die senschaft zu praktizieren, deren Befundie Entwicklung von Gütekriterien wisModule am Konzept des forschenden de selbst auf das wissenschaftliche Besenschaftlicher Arbeit, die eben nicht Lernens und der Idee, Wissenschaft als triebssystem angewendet werden: Wie rein quantitativ sind und damit einer soziale Praxis erfahrbar zu Steigerungslogik folgen, die machen. Probleme »Es wird versucht, einen Typ reflexiver gesellschaftliche „Reallabore“ schließlich, nicht löst, sondern verurWissenschaft zu praktizieren, deren Be- sacht? das heißt, eine zehnwöchige Mitarbeit in einer Institution Im Unterschied zu Wirtfunde selbst auf das wissenschaftliche oder Organisation, die Handschaftsunternehmen, staatliBetriebssystem angewendet werden.« lungsspielräume nutzt, um chen Institutionen, Behörden zukunftsfähige Lebensstile usw. zeichnet Wissenschaft und Wirtschaftsweisen zu realisieren kann die wissenschaftliche Praxis selbst sich ja dadurch aus, handlungsentlastet (wie zum Beispiel Interkulturelle Gärökologisch nachhaltiger werden – zu sein. Gerade der Umstand, dass sie ten, Initiativen aus dem Bereich der sodurch Vermeiden von Reisen, durch nicht unablässig Anwend- und Verwertlidarischen Landwirtschaft oder Geneue Typen von Kooperation mit Prabares produzieren muss, gibt ihr ja den meinwohl-orientierte Unternehmen) biexispartnern und, ja, auch durch Redukerforderlichen Raum, neue Pfade geten den Studierenden die Gelegenheit, tion des eigenen Aufwands und outputs. sellschaftlicher Praxis anzuzeigen und praxisnah Alternativen zum business as Ist es tatsächlich intelligent, so viel wie vorzubahnen. Transformationsdesign usual kennenzulernen und zu erproben. möglich in den high-ranking-journals stellt mithin immer auch die eigene zu publizieren, um die eigene Position Praxis auf den Prüfstand, etwas, was für Nachhaltige Wissenschaft in Zitationsindizes zu verbessern? die Studierenden ungewöhnlich und Insgesamt versucht das Norbert-EliasDient es dem Erkenntnisgewinn, wenn spannend ist. Man könnte sagen: hier Center in seiner Forschungsarbeit – geman pausenlos mehr Mittel einwirbt, lernen sie, dass die Welt nicht alternagenwärtig in einem Spektrum von der um mehr Daten zu generieren, mehr tivlos, sondern gestaltbar ist. 560 FORSCHUNG Forschung & Lehre 7|15 Ergründet und entdeckt Biologische Homogenisierung D ie globale Verschleppung von Arten führt zum Zusammenbruch von eigenständigen, über viele Millionen Jahre entstandenen Verbreitungsmustern. Zu die- schern zufolge in den letzten Jahrzehnten massiv zugenommen und allein in Österreich zu 1 100 neu angesiedelten Pflanzen- und 600 neuen Tierarten, sog. Neobiota, geführt. globalen Verbreitungsmuster. Am Beispiel von Schnecken untersuchten sie, wie sich die Ähnlichkeit in der Artenzusammensetzung zwischen 56 Ländern und Inseln durch Die Mittelmeersandschnecke wurde in den letzten Jahrzehnten u.a. nach Kalifornien, Südafrika, Argentinien und das südliche Australien verschleppt. Foto: Cesar Capinha sem Schluss kommt ein internationales Forscherteam. Mit dem globalen Handel wurden Pflanzen- und Tierarten über Kontinente hinweg verschleppt, andere Arten wurden absichtlich ausgesetzt. Dieser Prozess hat den For- So kämen heute z.B. in Österreich Waschbären aus Nordamerika vor, während in Australien Kamele und europäische Kaninchen wild lebten. Die Forscher analysierten die Folgen der Verschleppung von Neobiota auf die klassischen menschliche Verschleppung von Arten geändert hat. Die Ergebnisse überraschten die Wissenschaftler: Während die ursprüngliche Verbreitung der Schneckenarten die bekannten Ausbreitungsgrenzen und damit klassische biogeogra- der Bauchspeicheldrüse leiden unter dem Krebsschmerz. Schütten Tumore bestimmte Botenstoffe aus, um das Wachstum neuer Blutgefäße in ihrer Umgebung anzuregen, reagieren benachbarte Nervenzellen empfindlich. Das macht sie übersensibel für Schmerzreize. Der Sensor für diese Botenstoffe ist ein sog. Rezeptorprotein (VEGFRezeptor 1), das zwar schon länger bekannt ist, über dessen genaue Funktion bisher wenig bekannt war. Es phische Regionen widerspiegelte, galt dies für die Verbreitung vom Menschen verschleppter Schnecken überhaupt nicht mehr. Deren Verbreitung wurde fast ausschließlich vom Klima bestimmt. Daher wiesen sogar so weit voneinander entfernte, klimatisch aber ähnliche Regionen wie Österreich und Neuseeland eine sehr ähnliche Artengemeinschaft von verschleppten Schnecken auf. Es sei sehr wahrscheinlich, dass diese Erkenntnisse auch für andere Tier- und Pflanzengruppen zuträfen. Artengemeinschaften würden sich in ihrer Zusammensetzung weltweit rapide ändern und immer ähnlicher werden. Diese „biologische Homogenisierung“ könnte weitreichende Konsequenzen haben, warnen die Forscher. Während manche Arten durch den Menschen weltweit verschleppt würden, gerieten viele andere Arten aufgrund der Ansiedlung von Neobiota immer stärker unter Druck. Capinha, Essl et al., Universität Wien, DOI: 10.1126/science.aaa 8913 Krebsschmerz W ie Krebsschmerz seinen Anfang nimmt, haben Wissenschaftler des Universitätsklinikums Heidelberg herausgefunden. Besonders Patienten mit Krebsabsiedlungen im Knochen oder bestimmten Tumoren kommt in Blutgefäßen und Nervenendigungen vor. Wurde es im Tierexperiment blockiert, linderte das die Tumorschmerzen. Deepitha Selvaraj et al., DOI: 10.1016/j.ccell.2015.04.017 7|15 FORSCHUNG Forschung & Lehre Philae A m 13. Juni 2015 hat sich der Landeroboter „Philae“ aus seinem Winterschlaf zurückgemeldet. Wie das DLR mitteilte, hat der Landeroboter über 300 Datenpakete zur Erde gesendet, weitere 8 000 stecken noch in Philaes Speichermedien. Philae ginge es sehr gut: Er habe eine Betriebstemperatur von minus 35 Grad Celsius und verfüge über 24 Watt, der Lander sei somit betriebsbereit. Die Wissenschaftler warten nun auf den nächsten Kontakt. Philae hatte sich am 15. November 2014 um 1.15 Uhr abgeschaltet, nachdem er etwa 60 Stunden auf dem Kometen in Betrieb war. Seit dem 12. März 2015 war immer wieder die Kommunikationseinheit auf dem Orbiter Rosetta eingeschaltet, um den Lander zu rufen und seine Antwort zu empfangen. Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) 561 Starke Zähne E inem interdisziplinären Team um Forscher der Charité-Universitätsmedizin Berlin ist es gelungen, die Biostruktur der Zahnsubstanz Dentin und deren innere Mechanismen zu entschlüsseln. Anders als Kno- chen kann Dentin Risse oder Brüche weder reparieren noch heilen. Es gilt allerdings als eines der beständigsten organischen Materialien. Bei der Analyse der Nanostrukturen von Dentin zeigte sich, dass mineralische Nanoparti- Biostruktur des Dentins: Tubuli und Netz von Kollagenfasern, in denen mineralische Nanopartikel eingebettet sind – angespannt links, entspannt rechts, Grafik: Jean-Baptiste Forien, © Charité – Universitätsmedizin Berlin kel in ein dichtes Netz aus Kollagenfasern eingebettet sind. Ziehen sich diese Strukturen zusammen, werden die Mineralteilchen komprimiert. Die dabei entstehenden inneren Spannungen erhöhen die Belastbarkeit der Biostruktur. In weiteren Experimenten zeigte sich, dass die Verbindung zwischen Mineralpartikeln und Kollagenfasern durch Erhitzen geschwächt wird, wobei die Belastbarkeit von Dentin abnimmt. Die Erkenntnisse erklärten auch, warum künstlicher Zahnersatz weniger belastbar sei als gesunde Zahnsubstanz: Die keramischen Materialien seien zu „passiv“ gegenüber Belastung, da ihnen die inneren Mechanismen fehlten, die der natürlichen Zahnsubstanz zu Stabilität verhelfen. Paul Zaslansky et al., DOI: 10.1021/acs.nanolett.5b00143 Alzheimer und Musik I m Vergleich zu anderen Teilen des Gedächtnisses bleibt das Langzeit-Musikgedächtnis von Alzheimer-Patienten oftmals erstaunlich lange intakt und funktionsfähig. Einem internationalen Forscherteam ist es nun gelungen, mittels einer Studie erstmals das Musikgedächtnis zu lokalisieren und zu zeigen, dass dieses Gehirnareal weniger Nervenzellen verliert als das übrige Gehirn. Auch der Stoffwechsel sinkt nicht so stark ab. Das Ausmaß der Amyloidablagerungen sei zwar ähnlich wie in anderen Gehirngebieten, führe aber nicht zu den sonst damit einhergehenden weiteren Entwicklungsstufen der Krankheit. Für die Langzeit-MusikErinnerung konnten die Forscher ein Gebiet in der sog. supplementär-motorischen Hirnrinde identifizieren – einen Bereich, der bei Bewe- gungen eine Rolle spielt. Nicht wie bisher vermutet seien die Temporallappen der Großhirnrinde essentiell für die Musikerinnerung, sondern vielmehr Bereiche, die mit komplexen motorischen Abläufen assoziiert seien. Außerdem unterstützt den Forschern zufolge dieser Befund eine Vermutung, die bereits im Zusammenhang mit anderen Studien angestellt worden war. Hier hatte man eine erhöhte Netzwerkverbindung zwischen dem vorderen Gyrus cinguli und anderen Knotenpunkten bei Alzheimerpatienten beobachtet. Das lege nahe, dass diesem Gehirnbereich überdies noch spezielle kompensatorische Funktionen bei fortschreitender Krankheit zukommen. hirn hochreguliert und führt zu entsprechenden Symptomen. Für die Stress-Studie entwickelten die Forscher die synthetische Substanz, die dem Koffein sehr ähnlich ist, aber weniger Nebenwirkungen hat. Sie blockiere ausschließlich die A2A-Rezeptoren, wirke deutlich stärker als das Koffein und entfalte bereits in geringerer Dosierung ihren Effekt. Jörn-Henrik Jacobsen et al., MPI für Kognitions- und Neurowissenschaften Leipzig/Universität Amsterdam/INSERM Caen Koffein gegen Stress K offein kann die Folgen von chronischem Stress lindern, das haben Wissenschaftler der portugiesischen Universität Coimbra und der Universität Bonn herausgefunden. Insbesondere verbesserte sich durch die Koffeingaben die Gedächtnisleistung der Tiere. Die Wissenschaft- ler behandelten Mäuse, die mehrere Wochen unter Stresssymptomen litten, mit Koffein oder einem synthetischen Wirkstoff, der – ähnlich wie das Koffein, aber viel stärker und mit hoher Spezifität – den Adenosinrezeptor „A2A“ blockiert. Bei Stress wird dieser Rezeptor im Ge- Müller et al., DOI: 10.1073/pnas. 1423088112 Vera Müller 562 LESERFORUM Forschung & Lehre 7|15 Zustimmung und Widerspruch Heft 4/15: Fundsachen „Blame the victim“Diskurs Das bemerkenswerte Zitat der Nobelpreisträgerin, Professor Dr. Christiane NüssleinVolhard, zeigt die Dominanz chauvinistischen Denkens im deutschen Wissenschaftsbetrieb. Statt Versäumnisse von Politik und Gesellschaft zu benennen, macht sie für die Unterrepräsentation von Frauen in der Wissenschaft primär diese selbst verantwortlich. Sie wirft ihnen mangelnde Zielstrebigkeit und Durchsetzungsfähigkeit, ja sogar übertriebene Eitelkeit vor („Seid nicht so zimperlich. Setzt euch durch. Steht nicht so viel vorm Spiegel!“). Solange dieser „blame the victim“-Diskurs selbst den Intelligentesten den Blick auf die wahren Probleme vernebelt, braucht man sich um die Zukunft des Patriarchats in der Wissenschaft keine Sorgen zu machen. Professor Dr. Björn Alpermann, Universität Würzburg, derzeit in Elternzeit Heft 4/15: Mitbestimmung oder DozentenBashing? Parameter der Lehrevaluation Der Artikel spricht mir aus der Seele. Als freiberufliche Dozentin gebe ich sehr viele Kurse und erhalte somit auch sehr viele Evaluationen – an verschiedenen Hochschulen, für verschiedene Lehrformen. Dadurch bekomme ich einen breiten Überblick und einen Eindruck davon, von welchen Parametern Lehrbewertungen abhängen. Viele haben mit der Qualität der Lehre nicht direkt zu tun. Beispielsweise gelten an verschiedenen Hochschulen verschiedene Notenspiegel. An manchen Hochschulen scheint die Vorlesung vor allem eine Casting-Show zu sein, bei welcher der Dozent in einer 32-stündigen mündli- chen Prüfung seine Kompetenz beweisen muss, an anderen dagegen ist das Lernklima freundlich, die Lernenden interessiert und das gemeinsame Erarbeiten des Stoffs macht allen Freude. Die Kursbewertungen (für denselben Dozenten und sogar dieselbe Veranstaltung) hängen außerdem sehr stark von der Gruppengröße ab und wie gut man sich persönlich mit den Teilnehmern verstanden hat. Je größer die Gruppe, umso anonymer die Veranstaltung und die Bewertung, umso höhnischer die Kommentare. In einer Minigruppe bekommt der Dozent immer eine 1a-Bewertung. Ein Kurs in der Kleingruppe macht mehr Spaß und jeder Dozent wirkt aus der Nähe betrachtet immer netter als aus zehn Metern Entfernung aus der letzten Reihe eines Hörsaals. Im Großen und Ganzen bewerten die Studierenden eine Lehrveranstaltung weniger danach, ob sie didaktisch brilliant ist oder ob sie dort nützliches Wissen erwerben. Oft ist ein wichtigeres Bewertungskriterium, ob der Kurs möglichst wenig anstrengend ist. Grundsätzlich ist ja die Bewertung einer Arbeitsleistung immer nützliches Feedback, anhand dessen man sich verbessern kann. Der Zuschauer sieht mehr als man selbst. Richtig ernst nehmen kann ich aber Bewertungen nicht, die unsachlich und unhöflich sind. Wenn ich einem Studenten in der mündlichen Prüfung so unfaire Rückmeldungen geben würde, würde er sich gleich an höherer Stelle darüber beschweren. Aber anonyme Beleidigungen in der Kursevaluation gegen Dozenten sind gang und gäbe. Eine gute Idee ist es, schon während des Kurses eine Evaluation einzuholen, um als Dozent nochmal Rückmeldung zur Rückmeldung zu geben, Missverständnisse zu klären und gegebenenfalls den Kurs anzupassen, um zu zeigen, dass man auch anders kann. Schließlich beeinflusst der letzte Eindruck der diesjährigen Gruppe die Erwartungen der Gruppe im nächsten Jahr. Vielleicht wäre es mal ein lohnendes Forschungsthema, Lehrevaluationen empirisch zu untersuchen, um den Einfluss bestimmter Faktoren herausrechnen zu können. Im Stil von: „Eine 2 an dieser Hochschule entspricht einer 1- im deutschlandweiten Vergleich“ oder „Eine 3 in einer Vorlesung mit 120 Studierenden entspricht einer 2 in einem 12Personen-Seminar.“ Datenmaterial für eine solche Studie müsste ja umfangreich verfügbar sein. PD Dr. Andrea Herrmann, Stuttgart Heft 5/15: Koste es, was es wolle? Bewiesene Gier? Dass folgender Wissenschaftswitz von heutiger universitärer Experimentalforschung als Witz überboten werden könnte, kam mir nie in den Sinn: Ein Floh wird auf Weitsprung dressiert. In guter Kondition ist es soweit. Auf den Befehl „Hüpf“ tut er das. Der Protokollant vermerkt die Weite. Dann wird dem Tier ein Bein entfernt, ein zweites und so fort. Die Sprungleistung sinkt ab. Beinlos erreicht den Floh abermals der bekannte Befehl, auf den er nicht reagiert. Das Protokoll hält fest: Mit Verlust des letzten Beines verliert der Floh sein Gehör. So wie das Protokoll des Flohwitzes ganz anderes als das vorgegebene Ergebnis beweist, wird durch die Probanden, die die vorgegebenen „Ballon-ErsatzBild-Stücke“ platzen lassen, keineswegs deren Gier bewiesen, sondern das Gegenteil. Gierig sind nämlich die, die es in Aussicht auf Belohnung nicht auf die Spitze treiben. Sie riskieren es aus Gier nicht, den Limes zu überschreiten. Sie lassen den Ballon nicht platzen, denn sie sind gierig auf Belohnung. (Freilich, dumme Gierige wird es auch geben.) Rattenexperimente lassen sich auf denkende Wesen nicht sinnvoll abbilden. Witzig sind die Experimentatoren allemal. Professor Dr. Hans Brög, Viersen Seit 2011 engagiert sich Santander Universitäten in Deutschland. Erste Partner-Hochschule war die älteste Universität Deutschlands, die RuprechtKarls-Universität Heidelberg, an der wir bis heute den Aufbau des Iberoamerika-Zentrums, die Vergabe von Deutschlandstipendien und auch die Realisierung von internationalen Summer- und Winterschools finanziell unterstützen. Mittlerweile zählen auch weitere neun renommierte Hochschulen zu Santander Universidades, dem größten Hochschulnetzwerk der Welt. Außerdem bieten wir allen Hochschulangehörigen deutschlandweit mit unseren Campus Produkten attraktive Sonderkonditionen an. Mehr erfahren: auch zu Vorteilskonditionen bei Bankprodukten für die Wissenschaftsgemeinschaft. www.santanderbank.de/universitaeten 564 BÜCHER Forschung & Lehre Lesen und lesen lassen Schon aufgegeben? M it dem Verschwinden des Bildungsbürgertums ist die Bildung jeder Selbstevidenz beraubt. Sie taucht bei Sonntagsreden oder im Gewand selbstverwirklichungsdienlicher „social skills“ noch auf, ansonsten geht es selbstredend um Ausbildung. Man hat sie stillschweigend aufgegeben. Der Band versammelt vor allem Texte von Autoren, die sich entweder im Kontext des KIT (Karlsruher Institut für Technologie), der Anthroposophie und/oder der Hochschule Witten/Herdecke bewegen. Daneben sind es vor allem Philosophen, die sich äußern, auch einige „Prominenz“: Christoph Markschies, Peter Sloterdijk. Von Bürokratie, Ökonomisierung, äußeren Zwängen und Standardisierungswut ist viel die Rede, von Europäisierung des Hochschulraums, Interdisziplinarität, Verschulungszwang und Bachelorreform als notwendiger Antwort auf die Bummelstudenten. Aber nirgendwo taucht die Frage auf: cui bono? Wer hat – an den Universitäten auf der Ebene der Professoren – von dieser ganzen „Kehre“ profitiert? Gab es Nutznießer der Reform insbesondere unter jenen, die sich heute in gesetzten Worten als Kritiker präsentieren? Welchen „akademischen“ Typus hat die Reform begünstigt? Warum sagt nur Konrad Liessmann in aller Deutlichkeit, dass „Bologna“ zu einem Etikett wurde, „das in erster Linie die Aufgabe hatte, Reformen und Initiativen aller Art, man könnte auch sagen: die Zerstörung der Universität gegen Kritik zu immunisieren“ (S. 104)? Gewinner der Reform, so sagt Liessmann richtig, sind die Hochschulleitungen und das durch sie gestiftete Netzwerk der „wohlunterrichteten Kreise“, die Bürokratien sowie die Agenturen, die diese Prozesse organisieren, durchsetzen und überwachen. Wenn die Logik der Bildung, wie es im Vorwort zu lesen ist, individuelle, „existentielle Praxis“ ist, dann ist es um die „Bildungsgüter“ schlecht bestellt. Wenn es am Ende (des Vorwortes) heißt: „Die Aufgabe der Universität für 7|15 BÜCHER ÜBER WISSENSCHAFT die Bildung der Zukunft bleibt offen“, zuckt der Leser schon gar nicht mehr zusammen. Warum sollte man um die „Idee“ der Universität kämpfen, wenn man die Bildung schon aufgegeben hat? Philip Kovce, Birger P. Priddat (Hg.): Die Aufgabe der Bildung. Aussichten der Universität. Metropolis Verlag, Marburg 2015, 258 Seiten, 24,80,- €. Professor Dr. Georg Kamphausen, Universität Bayreuth Aufs Korn genommen A us Diskussionen der Jungen Akademie zur Hochschulpolitik ist ein „Wissenschaftssimulationsspiel“ entstanden, das von Cornelis Menke, Wissenschaftsphilosoph an der Universität Bielefeld und Mitglied der Jungen Akademie, konzipiert worden ist. Ein Mitspieler zieht eine „Forschungskarte“. Über das darauf angegebene Thema muss er nun einen Vortrag halten, z.B. über „Die tragischen Ursprünge der deutschen Fußnote“ oder „War Leibnitz ein Plagiator?“ Alle Themen sind wissenschaftliche Arbeiten, deren bibliographische Nachweise sich im Literaturverzeichnis finden. Im Anschluss diskutieren die Mitspieler über das Gehörte, aber keinesfalls einfach so, sondern unter Berücksichtigung der Standards kollegialer Begutachtung, die auf unterschiedlichen „Desiderata“-Karten vorgegeben sind: „Wurden Autoritäten zitiert?“, „Kann der Kollege überhaupt Latein?“. Je nachdem, wie die kollegiale Kritik ausfällt, kann der Vortragende „Meriten“-Karten erhalten, z.B. den Nobelpreis oder ein neues repräsentatives Büro. Die Spielanleitung liest sich wie eine Satire. Die Spieler können simulieren, sinnieren, fabulieren und die Wissenschaft, insbesondere das Peer Review, spielend aufs Korn nehmen. Cornelis Menke / Junge Akademie (Hg.): Peer Review. Ein Wissenschaftssimulationsspiel, 16,- €. Zu beziehen: office@ diejungeakademie.de Ina Lohaus Philipp Felsch: Der lange Sommer der Theorie Geschichte einer Revolte 19601990. C.H. Beck Verlag, München 2015, 327 Seiten, 24,95 Jörg Hacker / Elmar Peschke (Hg.): Gedenkfeier für Joachim-Hermann Scharf Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften, Halle (Saale) 2015, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, 32 Seiten, 6,- €. Thomas Höhne: Ökonomisierung und Bildung Zu den Formen ökonomischer Rationalisierung im Feld der Bildung. Springer Verlag, Heidelberg 2015, 39 Seiten, 9,99 €. Antonio Loprieno: Von offener Universität Schwabe Verlag, Basel 2014, 25 Seiten, 10,50 €. Karl-Heinz Plattig (Hg.): Der Erlanger Physiologe Isidor Rosenthal Ein deutscher Jude zwischen Labor und gesellschaftlicher Verantwortung, Palm und Enke Verlag, Erlangen und Jena 2015, 109 Seiten, 15,- €. A. Simoes / M.P. Diogo / K. Gavroglu (Eds.): Sciences in the Universities of Europe, Nineteenth and Twentieth Centuries Academic Landscapes. Springer Verlag, Heidelberg 2015, 393 Seiten, 100,95 €. Thomas Suddendorf: The Gap The Science of What Seperates Us from Other Animals. Verlag Perseus Books, 2015, 358 Seiten, 23,95 €. Armin von Weschpfennig: Rechtliche Grenzen von allgemeinen Studienabgaben Studienbeiträge oder Akademikersteuer? Nomos Verlag, BadenBaden 2015, 525 Seiten, 136,- €. Seminartermine September-Oktober 2015 STRESSMANAGEMENT ! MINIERT NEU TER Geschäftsstelle des DHV Bonn Donnerstag, 10. September 2015, 10:00-18:00 Uhr Referentin: Dipl.-Psych. Eva Klein-Heßling, Leibniz Universität Hannover, Abteilung Personalentwicklung • • • • • • 3 Säulen der Stresskompetenz Instrumentelle Stresskompetenz und Life-Leadership Mentale Stresskompetenz Regenerative Stresskompetenz Ressourcen und Bewältigungsmöglichkeiten Transfer: Möglichkeiten der Stressprävention und Stressbewältigung im eigenen Hochschulalltag Themen: • Stressoren im Hochschulalltag • Mechanismen der Stressentstehung und Stressfolgen RHETORIK IN DER LEHRE ! MINIERT R E T U E N Geschäftsstelle des DHV Bonn Donnerstag/Freitag, 22./23. Oktober 2015, 1. Seminartag 10:00 Uhr bis 2. Seminartag 16:00 Uhr Referentin: Lydia Rufer, M.A., Trainerin für Rhetorik und Kommunikation, Universität Bern, Zentrum für Weiterbildung Themen: • Strategien für strukturiertes, prägnantes, konkretes und anschauliches Sprechen • Umgang mit Zeichensystemen der Kommunikation (Verbalsprache, Intonation, Mimik, Gestik, Körpersprache, Umgang mit Raum und Zeit) • Publikumsorientierung von Beiträgen und Vorträgen • Aufbaustrategien für Vorträge • Verständliche Darstellung abstrakter und komplexer Sachverhalte • Strategien der Aufmerksamkeitserregung • Umgang mit Medien • Gestaltung von Vortragshilfen Informationen und Anmeldung: Deutscher Hochschulverband, Dr. Ulrich Josten, Rheinallee 18-20, 53173 Bonn Tel.: 0228/90266-34, Fax: 0228/90266-97, [email protected] Die ausführlichen Seminarprogramme finden Sie unter www.karriere-und-berufung.de 566 RECHT Forschung & Lehre Entscheidungen Beamtenverhältnis auf Lebenszeit? Anspruch auf eine derartige Umwandlung bzw. „Entfristung“. Ein Anspruch folge weder aus einer norm- und ermessensgerechten Auslegung diverser dienst- und hochschulrechtlicher Normen noch aus Art. 33 Abs. 5 GG bzw. dem insoweit zu beachtenden Lebenszeitprinzip. Dem Antragsteller sei nie ein Amt im Beamtenverhältnis auf Lebenszeit verliehen worden. Beamte auf Zeit im Dienst einer Hochschule wüssten von Anfang an, wann ihre Tätigkeit ie Beteiligten streiten um die Übernahme des Antragstellers in ein Beamtenverhältnis auf Lebenszeit. Der Antragsteller war bei der Antragsgegnerin als Beamter auf Zeit im Amt eines Akademischen Oberrats beschäftigt. Aufgrund einer angestrebten Habilitation wurde er zunächst für die Dauer von drei Jahren zum Wissenschaftlichen Assistenten ernannt. Dieses Beamtenverhältnis auf Zeit wurde für weitere drei Jahre verlängert. Nach Abschluss seiner Habilitation wurde dem Antragsteller die Lehrbefugnis (venia legendi) für sein Fach sowie die Berechtigung, die Bezeichnung Privatdozent zu führen, verliehen. Mit Wirkung zum 1. Dezember 2004 wurde er zum Oberassistenten bis zum 31. März 2009 ernannt. Mit Urkunde vom 24. Februar 2009 wurde der Antragsteller erneut in das Beamtenverhältnis auf Zeit für die Dauer von vier Jahren zum Akademischen Oberrat berufen. Aufgrund einer zweijährigen Professurvertretung und der damit einhergehenden Beurlaubung verlängerte die Antragsgegnerin antragsgemäß das Beamtenverhältnis auf Zeit um zwei Jahre (bis zum 31. März 2015). Seit Mitte des Jahres 2014 bemühte sich der Antragsteller um die Klärung seines Status nach Ablauf des Beamtenverhältnisses auf Zeit. Eine Dauerstelle stand nach Auskunft des Dekans nicht zur Verfügung. Auf die Möglichkeit einer eventuellen Weiterbeschäftigung im Angestelltenverhältnis wurde hingewiesen. Sein Antrag auf Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit wurde mit der Begründung abgelehnt, er habe keinen Anspruch auf Umwandlung des Beamtenverhältnisses auf Zeit in ein Beamtenverhältnis auf Lebenszeit. Die jeweilige Berufung in das Beamtenverhältnis auf Zeit habe den jeweils geltenden Rechtsvorschriften entsprochen. Der hiergegen gerichtete Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung blieb vor dem Verwaltungsgericht erfolglos. Der Antragsteller habe keinen Foto: mauritius-images D beginnt, was von ihnen erwartet wird, was im Gegenzug gewährt wird und insbesondere wüssten sie, wann sie wieder entlassen werden und welche Möglichkeiten es ggfs. für eine Anschlussbeschäftigung gibt. Darüber hinaus sei der Einsatz von Beamten auf Zeit im Rahmen der Ausbildung der Hochschullehrer auch gerechtfertigt. Zunächst sei hierbei zu berücksichtigen, dass die betroffenen Ämter nicht die Ausübung hoheitsrechtlicher Befugnisse beinhalten, so dass es nicht erforderlich wäre, die betreffenden Personen überhaupt in ein Beamtenverhältnis zu berufen. Darüber hinaus diene die zeitliche Befristung dazu, die – insbesondere auch im Hinblick auf Art. 5 Abs. 3 GG bedeutsame – Flexibilität der Hochschulen zu erhalten. Dabei müsse es ihnen zum einen möglich sein, wissenschaftliches Personal gewissermaßen zu erproben, zum anderen dürfe es ihnen aber auch nicht ver- 7|15 wehrt werden, zum Zwecke der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses Stellen neu zu besetzen. Darüber hinaus seien die Hochschulen der sparsamen und wirtschaftlichen Haushaltsführung verpflichtet, so dass sich auch vor diesem Hintergrund ein Bedürfnis dafür ergebe, Personal nur für eine gewisse Zeit zu beschäftigen. Ein Anspruch auf Berufung in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit folge auch nicht aus der Fürsorgepflicht der Antragsgegnerin. Diese bestehe nur in den Grenzen des bereits bekleideten statusrechtlichen Amtes. Ferner folge ein Anspruch auf Ernennung zum Lebenszeitbeamten weder aus einem denkbaren Folgenbeseitigungsanspruch wegen rechtswidriger unterlassener Ernennung zum Beamten auf Lebenszeit noch aus einem Anspruch auf Schadenersatz wegen Verletzung der Fürsorgepflicht durch rechtswidrige Ernennung zum Beamten auf Zeit. Ein Folgenbeseitigungsanspruch wäre schon insoweit nicht einschlägig, da der Antragsteller die Umwandlung seines Beamtenverhältnisses in ein solches auf Lebenszeit begehrt und er damit etwas begehre, was über den status quo ante hinausginge. Unabhängig davon hätten sich die jeweiligen Ernennungen zum Beamten auf Zeit auch stets im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen gehalten und seien somit rechtmäßig. In den einschlägigen Normen finde sich auch kein Anhaltspunkt für ein vom Antragsteller angedeutetes Verbot der „Aneinanderreihung“ von Beamtenverhältnissen auf Zeit. Eine solche Verkettung sei bereits im alten Universitätsgesetz NRW angelegt gewesen und finde sich auch immer noch im aktuellen Hochschulgesetz NRW. Darüber hinaus lasse sich auch nicht feststellen, dass die Ablehnung unverhältnismäßig gewesen sei. (VG Aachen, Beschluss vom 27. März 2015, 1 L 208/15) Juliane Lorenz LE S E R S E RVIC E Die Entscheidungen der Rubrik „Recht“ können in vollem Wortlaut bestellt werden bei: Forschung & Lehre, Rheinallee 18-20, 53173 Bonn, Fax: 0228/9026680, E-Mail: [email protected] Ausschreibung „Wissenschaftsstiftung des Jahres“ Die Deutsche Universitätsstiftung und die Dr. Jürgen Rembold Stiftung zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements loben gemeinschaftlich einen Preis für die Wissenschaftsstiftung des Jahres aus. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Er wird je zur Hälfte von der Deutschen Universitätsstiftung und der Dr. Jürgen Rembold Stiftung getragen. Hinter den nahezu 3.000 Wissenschaftsstiftungen in Deutschland stehen vielfach Stifterpersönlichkeiten, die aufgrund von Dankbarkeit, Wissens- und Forschungsdrang, erkanntem Förderbedarf oder philanthropischen Motiven eine Stiftung ins Leben gerufen haben. Mit dem Preis „Wissenschaftsstiftung des Jahres“ soll die öffentliche Aufmerksamkeit auf das Thema Wissenschaftsstiftungen gelenkt werden. Die öffentliche Würdigung und Hervorhebung der Wissenschaftsstiftung soll als „Best-practice“-Beispiel dienen, motivierend auf potentielle Stifter, Förderer, Zustifter, Erblasser und Sponsoren wirken und zur Nachahmung und Gründung weiterer Stiftungen anregen. Die Jury besteht aus dem Präsidium der Deutschen Universitätsstiftung und dem Vorstand der Dr. Jürgen Rembold Stiftung. Der Preis wird vergeben auf der Gala der Deutschen Wissenschaft am 4. April 2016 im Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin. Bisherige Preisträger: 2014 Stiftung zur Förderung der universitären Psychoanalyse 2015 Carl Zeiss Stiftung Vorschläge mit Begründung können bis zum 30.11.2015 bei der Deutschen Universitätsstiftung zu Händen Frau Cornelia Kliment Tel.: 0228/90266-43 Fax: 0228/90266-97 [email protected] eingereicht werden. 568 STEUERRECHT Forschung & Lehre Steuerrecht aktuell Zusammenveranlagung G Finanzgericht Baden-Württemberg, Urteil vom 18.4.2103 – 3 K 825/13 – rechtskräftig Doppelte Haushaltsführung N ach § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 Satz 1 EStG gehören zu den Werbungskosten eines Steuerpflichtigen notwendige Mehraufwendungen, die ihm wegen einer aus beruflichem Anlass begründeten doppelten Haushaltsführung entstehen, und zwar unabhängig davon, aus welchen Gründen eine doppelte Haushaltsführung beibehalten wird. Beruflich veranlasst ist die Errichtung eines Zweithaushalts am Beschäftigungsort, wenn der zweite Haushalt am Beschäftigungsort konkreten beruflichen Zwecken dient. Dies ist der Fall, wenn der Steuerpflichtige den Zweithaushalt gegründet hat, um von dort aus seine Arbeitsstätte schnell und unmittelbar aufsuchen zu können. Dabei ist es unerheblich, ob er diesen zweiten Haushalt alleine führt oder gemeinsam mit Freunden/Arbeitskollegen im Rahmen einer Wohngemeinschaft (Zweckgemeinschaft). Erst, wenn sich auch der Mittelpunkt der Lebensinteressen des Steuerpflichtigen an den Beschäftigungsort verlagert und die Wohnung dort zum Ort der eigentlichen Haushaltsführung wird, entfällt die berufliche Veranlassung. Bei der Überlassung der Wohnung an einen Unterhaltsberechtigten (z.B. Tochter) wird die berufliche Veranlassung jedoch durch die private Veranlassung überlagert, wenn also der Arbeitnehmer die Wohnung während Foto: mauritius-images rundsätzlich können nicht dauernd getrennt lebende Ehegatten auf einen gemeinsam gestellten Antrag zusammen zur Einkommensteuer veranlagt werden, unter Anwendung des Splittingverfahrens, wenn ein Ehegatte Staatsangehöriger eines EU-/EWR-Landes ist oder dieser auf Antrag als unbeschränkt einkommensteuerpflichtig zu behandeln ist, der andere Ehegatte seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in einem EU-/EWR-Staat hat und beide Ehegatten die Voraussetzungen der sog. fiktiven unbeschränkten und das Finanzamt verbindlich. Insofern ist in der Schweiz ansässigen Ehegatten deutscher Staatsangehörigkeit, die ihre gesamten Einkünfte in Deutschland versteuern, aufgrund der Auslegung des § 1a Abs. 1 EStG im Lichte des Freizügigkeitsabkommens die Zusammenveranlagung zu gewähren. Einkommensteuerpflicht erfüllen. Im vorliegenden Fall hatten die Ehegatten weder Wohnsitz noch gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland. Da sie ihre gesamten Einkünfte in Deutschland erzielten und keine Einkünfte an ihrem Wohnsitz in der Schweiz hatten, sind sie auf Antrag als unbeschränkt einkommensteuerpflichtig in Deutschland zu behandeln (§ 1 Abs. 3 EStG). Das Finanzgericht hat den Anspruch auf Zusammenveranlagung bejaht. Das in der Sache ergangene EuGH-Urteil („Ettwein“) ist für das Finanzgericht 7|15 seines beruflich veranlassten Aufenthalts am Beschäftigungsort nicht nur nutzt, sondern sie zugleich ganzjährig einem Angehörigen in Erfüllung einer diesem gegenüber bestehenden Unterhaltspflicht zur Mitnutzung überlässt. Es lässt sich in diesem Fall nicht mehr abgrenzen, welche der Wohnungskosten noch beruflich und welche privat veranlasst sind. Insofern liegt dann eine berufliche Veranlassung von Aufwendungen für die Wohnung am Beschäftigungsort nicht mehr vor. Finanzgericht Münster, Urteil vom 15.11.2013 – 14 K 1196/10 E – rechtskräftig Elektronische Steuererklärung D ie grundsätzliche Verpflichtung zur elektronischen Abgabe der Umsatzsteuererklärung und der Umsatzsteuervoranmeldung liegt im Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers und verstößt nicht gegen den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit. Nach der bisherigen Rechtsprechung ist die Übermittlung der Daten im ELSTER-Verfahren nicht manipulationsanfälliger als im papiergebundenen System. Zwar ist in jüngster Zeit eine Sicherheitslücke beim Verschlüsselungsverfahren SSL bekanntgeworden, doch gibt dies keinen Anlass dazu, von der elektronischen Abgabe der Erklärungen abzuweichen. Es besteht lediglich die Möglichkeit, dass ein Steuerpflichtiger begründen kann, dass ihm die elektronische Abgabe aus wirtschaftlichen oder persönlichen Gründen unzumutbar ist. Wirtschaftliche Unzumutbarkeit im Sinne des § 150 AO ist gegeben, wenn die Schaffung der technischen Möglichkeiten für eine Datenfernübertragung nur mit einem nicht unerheblichen finanziellen Aufwand möglich wäre. Persönliche Unzumutbarkeit liegt vor, wenn der Steuerpflichtige nach seinen individuellen Kenntnissen und Fähigkeiten nicht oder nur eingeschränkt in der Lage ist, die Möglichkeit der Datenfernübertragung zu nutzen. Diese Voraussetzung ist gegeben, wenn der Steuerpflichtige über keinerlei Medienkompetenz verfügt und z.B. aufgrund seines Alters auch keinen Zugang zur Computertechnik mehr finden kann. Finanzgericht Bremen, Urteil vom 26.6.2014 – 2 K 12/14 (2), NZB eingelegt, Az BFH: XI B 79/14 Birgit Ufermann Deutscher Hochschulbaupreis 2016 Die Deutsche Universitätsstiftung lobt unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) den Deutschen Hochschulbaupreis aus. Der Preis wird durch ein Preisgeld der Eberhard-Schöck-Stiftung in Höhe von 25.000 Euro unterstützt. Mit dem Preis sollen beispielhafte Hochschulgebäude oder -ensembles ausgezeichnet werden, sei es als Neubau, Sanierung oder Modernisierung, die eine besondere baukulturelle Qualität aufweisen bzw. von vorbildlichem Umgang mit historischer Bausubstanz zeugen. Sie sollen in herausragender Weise ästhetische und funktionale Gesichtspunkte vereinen und als Hochschulgebäude für Studierende und Hochschullehrende attraktiv sein. Sie sollen dem nachhaltigen Bauen in ökologischer, ökonomischer und sozio-kultureller Hinsicht verpflichtet sein und positiv zur Gestaltung des öffentlichen Raumes beitragen. Vor dem Hintergrund der weltweiten Bemühungen um eine Verringerung der CO2Emissionen und der Notwendigkeit eines Ressourcen schonenden Bauens sollen ganzheitliche Konzeptionen ausgezeichnet werden, die eine zukunftsweisende architektonische Gestalt- und Nutzungsqualität mit hoch energieeffizienten Maßnahmen vereinen. Damit sollen Anregungen für zukünftige Planungen gegeben und eine breite Öffentlichkeit auf die heutigen und künftigen Belange nachhaltigen Bauens im Sinne der Baukultur aufmerksam gemacht werden. Zugelassen zur Teilnahme sind Arbeiten auf dem Gebiet der Architektur und des Städtebaus, die nach dem 1. Januar 2013 in Deutschland fertig gestellt und ihrer Bestimmung übergeben wurden. Zur Einreichung berechtigt sind alle staatlichen und staatlich anerkannten privaten Hochschulen in Deutschland in Kooperation mit den hauptverantwortlich für den Entwurf zeichnenden Architekten. Jedes Objekt kann nur einmal eingereicht werden. Beurteilung Die eingereichten Arbeiten werden beurteilt nach: – Funktionalität für Studierende, Lehrende und Forschende – Entwurfsidee und Gestaltungsqualität – gestalterischem, konstruktivem, technischem und sozialem Innovationsgehalt – Nachhaltigkeit, insbesondere energetische Qualität, hoher Nutzerkomfort, Flexibilität, ökologische Aspekte – Einbindung in das räumliche Umfeld Die Jury Abteilungsleiter B, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau- und Reaktorsicherheit Prof. Dr. Klaus Sedlbauer, Fraunhofer Institut für Bauphysik, Valley (für die Eberhard-Schöck-Stiftung, BadenBaden) Dr. Michael Hartmer (Deutsche Universitätsstiftung) Prof. Dr. Wolfram Ressel, Rektor der Universität Stuttgart Prof. Volker Staab, Staab Architekten Prof. Hannelore Deubzer, Deubzer König + Rimmel Architekten Prof. Anne-Julchen Bernhard, BeL Sozietät für Architektur Eike Roswag, Ziegert Roswag Seiler Architekten Ingenieure Nicola Borgmann, Geschäftsführung Architekturgalerie München Stellvertretende Jurymitglieder: Armin Behles, Behles & Jochimsen Architekten Christina Beaumont, CBAG Studio Vorprüfung Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Referat A 2 Preis und Auszeichnungen Die Gesamtpreissumme beträgt 25.000 Euro. Der deutsche Hochschulpreis ist mit 15.000 Euro dotiert. Für bis zu zwei weitere Auszeichnungen à 5.000 Euro stehen weitere 10.000 Euro zur Verfügung. Die Jury kann einstimmig die Gesamtpreissumme anders aufteilen oder, falls nicht genügend preiswürdige Objekte eingereicht werden, reduzieren. Ausgezeichnet werden die Bauherren mit einer Urkunde und 1/2 des Geldpreises, die Entwurfsverfasser mit einer Urkunde und 1/2 des Geldpreises. Für das prämierte Gebäude erhält die jeweilige Hochschule darüber hinaus eine im Bereich des Haupteingangs anzubringende Plakette. Die Entscheidung der Jury wird am 04. April 2016 auf der Gala der Deutschen Wissenschaft bekannt gegeben. Alle Teilnehmer sowie die Presse und Fachpresse werden über das Ergebnis informiert. Einzureichende Unterlagen Zur Beurteilung sind ausschließlich die folgenden Unterlagen einzureichen: – das vollständig ausgefüllte Bewerbungsformular (Formblatt 1) – Erläuterungsbericht mit Beschreibung der Maßnahmen zur Energieeffizienz und zur Nachhaltigkeit in deutscher Sprache (Formblatt 2) – Lageplan, beurteilungsrelevante Grundrisse, Schnitte und Ansichten – Fotografien: Außenaufnahmen vom Gebäude/Ensemble im städtebaulichen Kontext sowie Innenaufnahmen, die Aufschluss geben über die Unterbringung der jeweiligen hauptsächlichen Nutzung Alle Unterlagen sind außerdem in digitaler Form als pdf und/oder jpg/tiff auf USB-Stick oder CD-ROM einzureichen. Die Darstellung ist pro eingereichtem Objekt auf einen Plan DIN A1, Querformat, einseitig bedruckt, zu beschränken. Städtebauliche Ensembles gelten als ein Objekt. Formatüberschreitungen oder Verstöße gegen das vorgegebene Format führen zum Ausschluss. Eine Rücksendung der eingereichten Unterlagen erfolgt nicht. Darüber hinausgehende Unterlagen und Modelle sind nicht zugelassen. Die auszufüllenden Bewerbungsformulare sind unter der Internet-Adresse des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung, www.bbr.bund.de (Baubereich/Wettbewerbe/Deutscher Hochschulbaupreis 2016) erhältlich. Alternativ können sie elektronisch über die Anschrift unter Angabe der E-Mail-Adresse angefordert werden. Termine Die zur Teilnahme geforderten Unterlagen müssen für den Empfänger kostenfrei bis zum 30. November 2015, 16:00 Uhr eingegangen sein bei: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung Referat A2 Kennwort: Deutscher Hochschulbaupreis 2016 Straße des 17. Juni 112 10623 Berlin Für Sendungen, die per Kurierdienst eingereicht werden, gilt das auf dem Einlieferungsschein angegebene Datum als Nachweis des fristgerechten Versands. Verspätet versandte sowie rechtzeitig versandte, aber nach dem 30. November 2015 eingehende Einsendungen werden nicht berücksichtigt. Teilnahmebedingungen 1. Teilnahmeberechtigt sind alle staatlichen und staatlich anerkannten privaten Hochschulen in Deutschland gemeinsam mit dem/den verantwortlichen Entwurfsverfasser/n. Jedes Objekt kann nur einmal eingereicht werden. Die Entwurfsverfasser müssen zur Führung der Berufsbezeichnung Architekt berechtigt sein (d.h. in Deutschland Kammermitgliedschaft). Ist in dem jeweiligen Heimatstaat die Berufsbezeichnung gesetzlich nicht geregelt, so erfüllt die fachliche Voraussetzung, wer über ein Diplom, Prüfungszeugnis oder einen sonstigen Befähigungsnachweis verfügt, dessen Anerkennung nach der Richtlinie 2005/36/EG und der Richtlinie 2001/19/EG gewährleistet ist. 2. Mit der Teilnahme an dieser Auslobung werden die hier festgelegten Bestimmungen anerkannt. Die Entscheidung der Jury ist endgültig und nicht anfechtbar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 3. Den Teilnahmeberechtigten ist es freigestellt, Bauwerke oder Gebäudeensembles einzureichen, die nach dem 1. Januar 2013 in der Bundesrepublik Deutschland fertig gestellt wurden. 4. Mit der Teilnahme bestätigt der/die Bewerber/in, dass er/sie geistige/r Urheber/in der eingereichten Arbeit/ Arbeiten ist. Veröffentlichung der Ergebnisse Die Deutsche Universitätsstiftung, das BMUB und der Hauptsponsor und ihre Beauftragten haben das Recht, die prämierten Arbeiten mit allen eingereichten und weiteren für eine Publikation notwendigen Unterlagen (Fotos, Planmaterial usw.) im Rahmen von Ausstellungen und in sonstigen Publikationen sowie im Internet zur Dokumentation des Deutschen Hochschulbaupreises 2016 honorarfrei unter Namensnennung der/des Verfasser/s zu veröffentlichen. Die Teilnehmenden bestätigen mit ihrer Einreichung, dass sie und ihre Bauherren sowie die Urheber der Fotografien mit den oben genannten Veröffentlichungen einverstanden sind und stellen die hierfür notwendigen Unterlagen honorar- und kostenfrei zur Verfügung. www.deutsche-universitaetsstiftung.de 570 KARRIERE-PRAXIS Fürsorge und Schädigung Moral in Alltag und Beruf | W I L H E L M H O F M A N N | Wie oft und auf welche Weise spielen moralische Taten und Erlebnisse in Beruf und Alltag eine Rolle? Welchen Einfluss nehmen dabei das soziale Umfeld, der Bezug zur Religion und die politische Einstellung? Kann Moral glücklich machen? Erkenntnisse aus einer Studie über moralisches Empfinden. E gal, ob im beruflichen Leben, in persönlichen Beziehungen, oder im öffentlichen Leben: Überall ist unser Denken von moralischen Urteilen mitbestimmt. Das heißt, wir unterscheiden zwischen dem, was wir für „gut“ und „richtig“ halten, und dem was wir für „schlecht“ und „falsch“ halten und richten unser Handeln danach aus. Doch wie häufig sind moralische Taten und Erfahrungen eigentlich im täglichen Leben? Welche Rolle spielen dabei politische Einstellung, Religiösität und das soziale Umfeld? Und macht Moral glücklich? Zusammen mit meiner Kollegin Linda Skitka (University of Illinois at Chicago) und den Kollegen Daniel Wisneski (St. Peter’s College) und Mark Brandt (Universität Tilburg) bin ich diesen Fragen der Alltagsmoral in einer groß angelegten Feldstudie nachgegangen, deren Ergebnisse kürzlich in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht wurden. Einer unserer Ausgangspunkte war, dass es zwar einerseits eine sehr umfangreiche Forschungsliteratur zu AUTOR Wilhelm Hofmann ist Professor für Social and Economic Cognition im Department Psychologie an der Universität zu Köln. Forschung & Lehre moralischen Urteilen gibt. Allerdings wurden die bestehenden psychologischen Erkenntnisse zur Moral fast ausschließlich über hypothetische und andere artifizielle Urteilsaufgaben gewonnen. In einem sehr populären Gedankenexperiment, dem sogenannten Trolley-Paradigma, werden Versuchsteilnehmer beispielsweise vor die Wahl gestellt, ob sie eine dickleibige Person von einer Fußgängerbrücke auf die Gleise schubsen würden, um mit dieser Tat eine heranrasende, unbemannte Draisine zum Stillstand zu bringen, die ansonsten fünf Bahnarbeiter umbringen würde. Obwohl derartige Szenarien für die Auslotung der Denkmechanismen beim moralischen Urteilen sehr nützlich sein können (in diesem Fall die Rolle emotionaler Reaktionen), stellte sich uns die Frage nach der ökologischen Validität der Gültigkeit und Relevanz der gewonnen psychologischen Untersuchungsbefunde für das Alltagsgeschehen. Alltagsnah messen Um moralisches Verhalten und Empfinden möglichst alltagsnah zu messen, wählten wir ein für die Moralforschung neuartiges Paradigma: Wir nutzten unterschiedliche Kanäle um über 1 200 Erwachsene aus allen Regionen der USA und Kanadas zu rekrutieren (sogar aus entlegenen Regionen Alaskas machten Menschen bei der Studie mit). Allen Teilnehmern schickten wir drei Tage lang je fünf Kurznachrichten auf ihre Mobiltelefone. Mit jeder dieser SMS wurden die Teilnehmer aufgefordert, in einem kurzen Onlinefragebogen Auskunft zu geben über etwaige in der letzten Stunde begangene oder beobachtete moralische bzw. unmoralische Handlungen. Insgesamt rund 13 000 Antworten wurden auf diese Weise aus dem täglichen Leben der Teilneh- 7|15 mer geschöpft. Etwa 30 Prozent davon handelten von moralisch relevanten Ereignissen, in den restlichen 70 Prozent fiel laut Auskunft der TeilnehmerInnen nichts moralisch Relevantes vor. Inhaltlich am häufigsten waren Ereignisse, die mit Fürsorge bzw. Schädigung zu tun hatten – die wichtigste Grunddimension moralischen Verhaltens und Urteilens. Aber auch weitere Grunddimensionen bestimmten den moralischen Alltag der Teilnehmer, wie etwa Fairness bzw. Unfairness (ob es bei der Aufteilung von Gütern „gerecht“ zugeht), Aufrichtigkeit bzw. Unaufrichtigkeit (ob die Wahrheit geachtet wird), Loyalität bzw. Illoyalität (ob man der Familie oder nahe stehenden Personen treu ist), Reinheit bzw. Unreinheit (ob etwas besonders „Reines“ oder „Unreines“, „Unanständiges“ getan wird) und Autorität bzw. Unterwanderung von Autorität (ob man Autoritätspersonen, Gesetze und Regeln achtet). Insgesamt reichten uns acht derartige Tiefenstrukturen aus, aufbauend auf den Arbeiten um Jonathan Haidt und Jesse Graham, um die gesammelten Antworten möglichst vollständig zu kategorisieren. Unsere nächste Frage war, ob die politische Einstellung einen deutlichen Einfluss auf die Betonung moralischer Inhalte hat. Einige Autoren haben zuletzt argumentiert, dass (US-amerikanische) Konservative und Liberale bildlich gesprochen „von anderen Planeten“ seien, da ihre moralischen Geschmäcker so unterschiedlich ausgeprägt seien. Das konnten wir in dieser Schärfe allerdings nicht bestätigen: Zwar berichteten politisch eher links ausgerichtete Teilnehmer etwas häufiger von Ereignissen, die mit Fairness bzw. Unfairness und Aufrichtigkeit bzw. Unaufrichtigkeit zu tun hatten als politisch eher KARRIERE-PRAXIS Forschung & Lehre 571 Foto: mauritius-images 7|15 rechts ausgerichtete TeilnehmerInnen. Rechte wiederum betonten Loyalität und Illoyalität und Reinheit und Unreinheit mehr als Linke. Diese gefundenen Unterschiede waren jedoch relativ gering. Somit unterscheidet sich das moralische Alltagserleben konservativer und liberaler Menschen eher in Nuancen (was aber natürlich nicht ausschließt, dass sich beide Parteien in politischen Angelegenheiten regelmäßig im Clinch miteinander liegen). Auch die These, dass religiöse Menschen mehr moralische Taten vollbrächten als nicht-religiöse, stützen die Daten aus dem Lebensalltag nicht: So fanden wir mit unserer Methode keinerlei objektive Unterschiede in der durchschnittlichen Häufigkeit begangener moralischer oder unmoralischer Taten zwischen religiösen und nichtreligiösen Teilnehmern. Zudem konnten unabhängige Beurteiler, die die Kurzberichte der Teilnehmer (ohne Kenntnis von deren Religionszugehörigkeit) bewerteten, kei- nerlei Unterschiede in der durchschnittlichen Qualität moralischer Taten zwischen Religiösen und Nichtreligiösen feststellen. Allerdings fanden wir auf der subjektiven Ebene, dass religiöse im Vergleich zu nichtreligiösen Menschen intensivere moralische Emotionen wie Schuld und Abscheu beim Begehen unmoralischer Taten erlebten, sowie mehr Stolz und Dankbarkeit in Reaktion auf ihre moralischen Taten. Wir untersuchten auch die Frage, ob die Häufigkeit moralischen Verhaltens von vorangegangenen moralischen Ereignissen in der Lebensumwelt der Teilnehmer abhängt. Die Analyse moralischer Dynamiken über den Tag hinweg erbrachte u.a. Evidenz für einen moralischen Ansteckungseffekt: Waren die Versuchsteilnehmer an einem gegebenen Tag Ziel einer moralischen Tat, so steigerte dies die Wahrscheinlichkeit, dass sie selbst danach auch eine moralische Tat vollbrachten. Anders ausgedrückt: „Gutes tut, wem Gutes widerfährt“. Glück und Sinn Schließlich fragten wir uns angesichts einer langen Tradition philosophischer Arbeiten zum guten Leben, ob moralische Erfahrungen unmittelbare Auswirkungen auf das Glücksempfinden und das Erleben von Sinn haben? Hier zeigten sich sehr deutliche Effekte: Moralische Erfahrungen standen mit deutlich höherem momentanen Wohlbefinden und höherer erlebter Sinnhaftigkeit in Zusammenhang als unmoralische Erfahrungen. Am Glücklichsten im jeweiligen Moment waren die Teilneh- mer übrigens, wenn sie selbst die Adressaten der moralischen Taten anderer waren. Dagegen hing das Sinnerleben am stärksten von den eigenen Taten ab. Allerdings erlauben diese Befunde lediglich Rückschlüsse auf das Hier und Jetzt. Ob moralische Taten und Erfahrungen auch langfristig Glück und Sinn spenden, wie wir das vermuten würden, müssen stärker längsschnittlich angelegte Projekte klären. Der sich stärker aus dem Labor herausbewegenden empirischen Moralforschung stehen aufregende Zeiten bevor. L I T E R AT U R Ehrlinger, R., Moral: Wie man richtig gut lebt. (Fischer, 2012). J. Haidt, The righteous mind: Why good people are divided by politics and religion. (Pantheon, New York, 2012). Hofmann, W., Wisneski, D. C., Brandt, M. J., & Skitka, L. J. (2014). Morality in everyday life. Science, 345, 1340-1343. S. Harris, The moral landscape: How science can determine human values. (Free Press, New York, 2010). KARRIERE Preise Forschung & Lehre SKIN PACT Award Höhe von 10.000 Euro ausgezeichnet. Professor Gerd Faltings, Max-Planck-Institut für Mathematik in Bonn und Hausdorff Center for Mathematics an der Universität Bonn, erhält gemeinsam mit seinem Kollegen Professor Henryk Iwaniec, Rutgers University, den mit einer Million USDollar dotierten Preis, der von der Shaw Prize Foundation in Hongkong vergeben wird. Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft Foto: Körber-Stiftung/Friedrun Reinhold Professor Nicola Spaldin, ETH Zürich, erhält den mit 750.000 Euro dotierten Preis von der Körber-Stiftung. Wasser-Ressourcenpreis Professor Klaus Kümmerer, Universität Lüneburg, wurde von der Rüdiger Kurt BodeStiftung ausgezeichnet. Der Preis ist mit 100.000 Euro dotiert. Eric Kandel Young Neuroscientists Prize Professor Yasser Roudi, Kavli Institute and Centre for Neural Computation an der Norwegian University of Science and Technology, Trondheim, erhält den mit 75.000 Euro dotierten Preis von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung. Tsungming TU Award Professor Claudia Felser, Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe, Dresden, und Professor Rainer Waser, RWTH Aachen, erhalten die mit jeweils 75.000 US-Dollar dotierte Auszeichnung vom Ministry of Science and Technology, Taiwan. Stifterverbandspreis Professor Lothar Willmitzer, Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie in Golm bei Potsdam, wird von der Max-Planck-Gesellschaft gemeinsam mit dem Stifterverband ausgezeichnet. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert. Marie Heim-Vögtlin-Preis Assistant-Professor Armelle Corpet, Universität Lyon, und Dr. Anna Nele Meckler, ETH Zürich, erhalten die Auszeichnung vom Schweizerischen Nationalfonds. Das Preisgeld beträgt jeweils 25.000 Schweizer Franken. Maki Celiac Disease Tampere Prize Professor Detlef Schuppan, Universitätsmedizin Mainz und Harvard Medical School in Boston, erhält den mit 15.000 Euro dotierten internationalen Preis für Zöliakie von der Universität Tampere in Finnland. Foto: Peter Pulkowski/Universitätsmedizin Mainz Professor Annegret Kuhn, Universitätsmedizin Mainz, wird von der International League of Dermatological Shaw Prize für Mathematik 7|15 Societies zusammen mit dem Pharmaunternehmen Galderma mit einem Preisgeld in Höhe von 15.000 US-Dollar ausgezeichnet. Novartis-Preis für therapierelevante pharmakologische Forschung CAS-PIFI-Professor-Award Professor Knut Asmis, Universität Leipzig, erhält die Auszeichnung von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS). Der Preis ist mit 6.000 Euro dotiert. Rudolf-Virchow-Preis Privatdozentin Dr. Beate K. Straub, Uniklinikum Heidelberg, wird von der Deutschen Gesellschaft für Pathologie ausgezeichnet und erhält ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro. UNIVIE Teaching Award Professor Miloš Vec, Universität Wien, erhält die mit Professor Markus Schwaninger, Universität Lübeck, und Professor Nina Wettschureck, Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim, erhalten die Auszeichnung von der Novartis-Stiftung und der Deutschen Gesellschaft für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. 2.000 Euro dotierte Auszeichnung von der Universität Wien. Johann-Georg-Zimmermann-Forschungspreis Förderpreis Christlicher Osten Privatdozent Dr. Daniel Nowak, Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, erhält die von der Deutschen Hypothekenbank gestiftete Auszeichnung mit einem Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro. Privatdozent Dr. Mihai-Dumitru Grigore, Leibniz-Institut für Europäische Geschichte in Mainz, erhält die mit 2.000 Euro dotierte Auszeichnung von der Gesellschaft zum Studium des Christlichen Ostens. Forschungspreis der Heinz Bürger-Büsing-Stiftung Reichart-Preis Professor Dan Ziegler, Deutsches Diabetes-Zentrum in Düsseldorf, wird von der Heinz Bürger-Büsing-Stiftung mit einem Preisgeld in Foto: Barbara Mair 572 Dr. Michael Zürch, Universität Jena, wird von der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt ausgezeichnet. Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert. www.shutterstock.com (3) Forschung & Lehre - Leserreisen STUDIENREISE VOM 1. BIS 10. NOVEMBER 2015 Zypern Insel der Aphrodite Verehrte Leserinnen und Leser, REISELEISTUNGEN begleiten Sie uns auf eine Studienreise auf die für ihre kulturelle Vielschichtigkeit bekannte Mittelmeerinsel Zypern. Entlang der malerischen Küstenlandschaften und in der bizarren Bergwelt des Tróodosgebirges erzählen antike Ausgrabungen, byzantinische Klöster, mittelalterliche Kreuzritterburgen und osmanische Moscheen die ereignisreiche Geschichte einer Insel, die zum Schmelztiegel der Kulturen wurde. Wir freuen uns, Ihnen bei unserer Leserreise kulturelle Höhepunkte aus beiden Teilen der Insel zeigen zu können. Erster Standort für unsere Erkundungen ist Larnaka, die „Stadt der Palmen“ an der Südküste Zyperns. Von hier führt ein ganztägiger Ausflug in den Nordteil der Insel zu den Ausgrabungen der antiken Stadt Salamis und vorbei an den Ruinen des Barnabas-Klosters nach Famagusta. Die frühere Königskathedrale beherbergt heute die Moschee Lala Mustafa Pascha. Orient und Okzident begegnen sich auch in der bis heute geteilten Inselhauptstadt Lefkora/Nikosia, deren kulturelles Erbe wir bei einem Rundgang durch beide Stadtteile kennenKyrenia ● Agios lernen. Neophytos Nikosia● Akamas Galata ● Kakopetria●● ● Omodos ● ● Paphos ● ● Aphroditefelsen Curium Kolossi ● Salamis ● Famagusta Flug mit Lufthansa, Air Berlin, Cyprus Airways oder einer anderen namhaften Fluggesellschaft nach Larnaka ROTALA Studien-Reiseleitung während der gesamten Reise Abwechslungsreiches Ausflugs- und Besichtigungsprogramm inklusive Eintrittsgeldern Unterbringung in Larnaka und Paphos in gepflegten Hotels der Vier-Sterne-Kategorie Doppel- und gegen Zuschlag Einzelzimmer Zimmer mit Meerblick gegen Zuschlag Zimmer mit Bad und/oder Dusche, WC, Föhn, Sat-TV, Klimaanlage/Heizung und Balkon Halbpension mit Frühstücksbuffet und Menüwahl oder reichhaltigen Buffets zum Abendessen Im Rahmen der Halbpension Mezé-Abendessen in einer Taverne Reisepreissicherungsschein Ausführliche Reiseunterlagen mit Reiseliteratur REISEPREISE PRO PERSON IN EURO Ausgehend von Paphos, ● Larnaka unserem zweiten Stand● ort, erkunden wir die Kiti Mittelmeer Schönheit der Südküste und begegnen dem antiken und frühchristlichen Erbe der Insel. Wir folgen den Spuren der Aphrodite zu den Mosaiken von Curium und den hellenistischen Königsgräbern bei Paphos. Ein besonderes Landschaftserlebnis ist unser Ausflug in die Bergwelt des Tróodosgebirges, wo wir bedeutende Kirchen und Klöster besichtigen, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen. ● Düsseldorf und Köln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1.289,– Frankfurt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1.289,– Stuttgart und München . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1.289,– Einzelzimmer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .156,– Zimmer mit Meerblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .93,– WEITERE LESERREISEN 2015 Nordpolen Bulgarien | Studienreise vom 27. August bis 3. Sept. 2015 | Studienreise vom 15. bis 23. September 2015 INFORMATIONS-COUPON Ich bitte um die unverbindliche Zusendung des Sonderprogramms und der Anmeldeunterlagen für: Zypern Nordpolen Bulgarien Name Vorname Datum Straße PLZ/Ort Unterschrift Bitte einsenden an: „Forschung & Lehre“ · Rheinallee 18 · 53173 Bonn-Bad Godesberg · Fax: 0228-9026680 · eMail: [email protected] Mit der Vorbereitung und Durchführung der Leserreisen wurde der Studienreise-Veranstalter ROTALA beauftragt. 574 KARRIERE Forschung & Lehre Habilitationen und Berufungen Theologie Prof. Dr. Peter Dabrock, Universität Erlangen-Nürnberg, hat einen Ruf an die Humboldt-Universität zu Berlin auf die W3-Professur für Systematische Theologie mit dem Schwerpunkt Ethik und Hermeneutik abgelehnt. Philosophie und Geschichte Dr. phil. Gideon Botsch, Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien, Universität Potsdam, habilitierte sich, und es wurde ihm die Lehrbefugnis für das Fach Politikwissenschaft erteilt. bilitierte sich, und es wurde ihm die Lehrbefugnis für das Prof. Dr. Dr. Rafaela Hillerbrand, Delft University of PD Dr. Sandra Hübenthal, Universität Tübingen, hat eiFach Neuere und Neueste Geschichte sowie Landesgeschichte erteilt. Technology/Niederlande, hat einen Ruf an das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) auf die Professur Wissenschaftsphilosophie und Technikethik angenommen. nen Ruf an die Universität Passau auf eine W3-Professur für Exegese und Biblische Theologie angenommen. Dr. habil. Christian Kuhn, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, habilitierte sich, und es wurde ihm die Lehrbefähigung für das Fachgebiet Neuere Geschichte erteilt. Homiletik erteilt. Er hat einen Ruf an die Paris-LodronUniversität Salzburg/Österreich auf die Professur für Liturgiewissenschaft und Sakramententheologie angenommen. Prof. Dr. Dominic Sachsenmaier, Jacobs University Bremen, hat einen Ruf an die Universität Göttingen auf eine W3-Professur für Modernes China mit Schwerpunkt auf globalhistorischen Perspektiven angenommen. Gesellschaftswissenschaften Prof. Dr. Dirk Baecker, Zeppelin Universität Friedrichshafen, hat einen Ruf an die Universität Witten/Herdecke auf den neu eingerichteten Lehrstuhl für Kulturtheorie und Management angenommen. Dr. Alexander Zerfaß, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, wurde die Lehrbefugnis für das Fachgebiet Liturgiewissenschaft und 7|15 Prof. Dr. Andreas Glöckner, Universität Göttingen, hat einen Ruf an die FernUniversität in Hagen auf eine W2Professur Allgemeine Psychologie: Urteilen, Entscheiden, Handeln erhalten. Prof. Dr. Anna-Katharina Hornidge, Universität Bonn, hat zum 1. Mai 2015 einen Ruf auf eine W2-Professur an die Universität Bremen und das Leibniz-Zentrum für marine Tropenökologie (ZMT) Bremen angenommen und wird dort den Bereich der Entwicklungs- und Wissenssoziologie leiten. Dr. Katharina Kunze, Universität Hannover, hat einen Ruf an die Universität Göttingen auf eine W2-Professur für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Pädagogisches Handeln und Professionalität angenommen. Prof. Dr. Manuela Boatcă, Freie Universität Berlin, hat einen Ruf an die Albert-Lud- PD Dr. Werner Leitner, Universität zu Köln, hat einen wigs-Universität Freiburg auf eine W3-Professur für Soziologie mit Schwerpunkt Makrosoziologie angenommen. Ruf an die IB-Hochschule Berlin auf eine ordentliche Professur für Angewandte Psychologie angenommen. Prof. Dr. Katja Patzel-Mattern, Universität Heidelberg, hat einen Ruf an die Universität Heidelberg auf die W3Professur für Wirtschaftsund Sozialgeschichte angenommen. AOR PD Dr. Andreas Rutz, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, ha- 7|15 Prof. Dr. sc. mus. habil. Susanne Metzner, Hochschule nen Ruf an die Fernuniversität in Hagen auf die W3-Professur für Internationale Politik erhalten. Philologie und Kulturwissenschaften Magdeburg-Stendal, habilitierte sich an der Otto-vonGuericke-Universität Magdeburg in dem Fach Psychosomatische Musiktherapie. Dr. Jörg Potthast, Technische Universität Berlin, hat einen Ruf an die Universität Siegen auf eine Professur für Soziologie, insbesondere Workplace Studies, angenommen. Prof. Dr. Thomas Rixen, Universität Bamberg, hat ei- 575 KARRIERE Forschung & Lehre PD Dr. Carolin Biewer, Universität Zürich/Schweiz (zzt. Vertretungsprofessorin an der Universität Bonn), hat einen Ruf an die Universität Würzburg auf eine W3-Professur für Englische Sprachwissenschaft erhalten. versität Paderborn auf eine W3-Professur für Didaktik des Französischen und Spanischen erhalten. Dr. Marco Coniglio, Humboldt-Universität zu Berlin, hat einen Ruf an die Universität Göttingen auf eine Junior-Professur für Deutsche Philologie/Sprachwissenschaft mit dem Schwerpunkt historische Grammatik und Korpuslinguistik (Tenure Track) angenommen. PD Dr. phil. Michael Fröhlich, Universität des Saarlan- Jun.-Prof. Dr. Christoph Bürgel, Universität Osnabrück, hat einen Ruf an die Universität Potsdam auf eine W2Professur für Didaktik der romanischen Sprachen mit den Schwerpunkten Französisch und Spanisch sowie einen weiteren Ruf an die Uni- des, hat einen Ruf an die Technische Universität Kaiserslautern auf die Professur für Sportwissenschaft mit dem Schwerpunkt Bewegungs- und Trainingswissenschaft angenommen. Prof. Dr. Inga Mai Groote, Université de Fribourg/ Schweiz, hat einen Ruf an die Universität Heidelberg auf die W3-Professur für Musikwissenschaft angenommen. PD Dr. Andrew Steven Gross, Universität ErlangenNürnberg, hat einen Ruf an die Universität Göttingen auf eine W2-Professur für Nordamerikastudien angenommen. Dr. Lina Hammel, Universität Bremen, hat einen Ruf an die Universität KoblenzAnzeige UTS DIE EXPERTEN FÜR IHREN UMZUG DIE W E LT BEWEGT SICH MIT FULL SERVICE UND KOMPETENTE BETREUUNG INTERESSIERT? Dann rufen Sie doch einfach an! Jeder Umzug ist anders, stellt seine eigenen Anforderungen. Sie erhalten die BERLIN Haberling GmbH & Co.KG – Tel.: +49(0)30.349900-0 – [email protected] BERLIN Gerhard Kanitz KG – Tel.: +49(0)30.7879590 – [email protected] COTTBUS Michael Wenzel – Tel.: +49(0)35603.1600 – [email protected] DÜSSELDORF Henk International GmbH – Tel.: +49(0)211.998070 – [email protected] DRESDEN Paul v. Maur GmbH – Tel.: +49(0)35204.71210 – [email protected] individuellen Lösungen dazu. 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Dr. Olaf Kramer, Universität Tübingen, habilitierte sich, Forschung & Lehre hat einen Ruf an die Universität Freiburg auf eine W3Professur für Europäische Ethnologie mit dem Schwerpunkt Populäre Kulturen erhalten. Prof. Dr. Iris Wenderholm, Universität Hamburg, hat einen Ruf an die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf auf eine W3-Professur für Kunstgeschichte abgelehnt. Prof. Dr. Niels Werber, Universität Siegen, hat einen Ruf an die Johannes GutenbergUniversität Mainz auf eine W3-Professur für Neuere Deutsche Literaturgeschichte erhalten. Rechtswissenschaft gie und Rechtspolitik angenommen. vilprozessrecht, Römisches Recht und Rechtstheorie erteilt. FAQ K A R R I E R E Wie führe ich das Thema „Dual Career“ in meine Berufungsverhandlungen ein? Dr. Kai Lämmerhirt, Universität Jena, hat einen Ruf an die Universität Heidelberg auf die W3-Professur für Assyriologie mit dem Schwerpunkt Sumerologie erhalten. Prof. Dr. Christoph Rösener, Fachhochschule Flensburg, hat einen Ruf an die Johannes Gutenberg-Universität Mainz auf die Professur Translationsrelevante Sprachwissenschaft/Translationstechnologie angenommen. Seit Anfang April 2015 leitet er dort den Arbeitsbereich „Allgemeine und Angewandte Sprachwissenschaften sowie Translationstechnologie (ASTT)“. Jun.-Prof. Dr. Markus Tauschek, Universität zu Kiel, versitätsprofessur für Rechtsphilosophie, Rechtssoziolo- PD Dr. Daniel Effer-Uhe, Universität zu Köln, habilitierte sich, und es wurde ihm die Lehrbefugnis für die Fächer Bürgerliches Recht, Zi- Prof. Dr. Matthias Klatt, Universität Hamburg, hat einen Ruf an die Universität Graz/Österreich auf die Uni- und es wurde ihm die Lehrbefugnis für die Fächer Allgemeine Rhetorik und Neuere deutsche Literaturwissenschaft erteilt. 7|15 Angesichts begrenzt vorhandener Planstellen und der grundsätzlichen Pflicht zur Stellenausschreibung sind die Spielräume der Hochschulen zur Realisierung von Doppelkarrieren grundsätzlich eingeschränkt. Der Erfolg von Dual Career-Lösungen ist dabei stets stark einzelfallabhängig; die Lösungsfindung meist mehr oder weniger komplex. Es bietet sich deshalb an, das Thema im Berufungsverfahren möglichst frühzeitig, aber zugleich mit Augenmaß gegenüber der Hochschule anzusprechen. Hierbei geht es insbesondere darum, die Zeit bis zum Vorliegen eines schriftlichen Berufungsangebotes für eine Lösungsfindung seitens der Hochschule sinnvoll zu nutzen. Konkret lässt sich das Thema gegenüber der Hochschulleitung beispielsweise in einem Schreiben in Vorbereitung auf die Berufungsverhandlung ansprechen. Je umfassender und genauer die Hochschule dabei über die persönlichen Wünsche und Vorstellungen der angestrebten Doppelkarriere informiert wird, desto leichter wird die Prüfung fallen, ob und wie eine entsprechende Stelle zur Verfügung gestellt werden könnte. Daneben bietet es sich an, bereits zeitnah nach Ruferteilung auf dezentraler Ebene Kontakt mit der Hochschule bzw. deren Verwaltung aufzunehmen und nach etwaigen Ansprechpartnern für das Thema „Dual Career“ zu fragen. Diesen kann sodann frühzeitig ein Lebenslauf der Partnerin oder des Partners übermittelt werden, damit erste Überlegungen zur Realisierung einer solchen Doppelkarriere-Konstellation angestellt werden können. Sven Hendricks Prof. Dr. Arnd Uhle, Technische Universität Dresden, hat einen Ruf an die EuropaUniversität Viadrina Frankfurt (Oder) auf eine W3-Professur für Öffentliches Recht, insbesondere Staatsrecht, abgelehnt. PD Dr. Martin Zimmermann, Universität Osnabrück, wurde zum W2-Professor für Bürgerliches Recht, Wirtschafts- und Sportrecht an der Ruhr-Universität Bochum ernannt. Wirtschaftswissenschaften Dr. Valentin Bertsch, Karlsruher Institut für Technologie (KIT), hat einen Ruf an die Universität Klagenfurt/ Österreich auf die Universitätsprofessur für Nachhaltiges Energiemanagement abgelehnt und einen Ruf an das Economic and Social Research Institute und Trinity College Dublin/Irland für Energy Economics angenommen. Dr. Alexander Burger, Frankfurt am Main, hat einen Ruf an die accadis Hochschule Bad Homburg DHV-BILDUNGSTAG FÜR HOCHSCHULFUNDRAISING IN KOOPERATION MIT DER HOCHSCHULREKTORENKONFERENZ UND DEM DEUTSCHEN FUNDRAISING VERBAND AM 25. SEPTEMBER 2015 IM KIT – KARLSRUHER INSTITUT FÜR TECHNOLOGIE Der DHV-Bildungstag richtet sich an alle mit Fundraisingaufgaben betrauten Mitarbeiter in Hochschulen, Universitätsklinika und Wissenschaftsstiftungen. Aus den Bereichen Alumni-Management, Fundraising-Events, Raumsponsoring, Universitätsstiftungen, Gremienmanagement und Fundraiser-Profiling werden Best Practice-Beispiele vorgestellt. Verschiedene Foren dienen dem fachlichen Austausch. Das Programm umfasst unter anderem folgende Vorträge und Workshops: 쮿 Die Praxisrelevanz von Fundraisingtheorien – Wie die Wissenschaft die Praxis informieren kann Fundraising-Theorien als Basis für eine erfolgreiche Fundraising-Praxis Dr. Michael Lorz, Universität St. Gallen 쮿 Mit Multiplikatoren mehr erreichen: Wie aus Gremien Förderer und Verbündete entstehen Becky Gilbert, Fundraising-Beraterin, Berlin 쮿 Universitätsstiftungen als Instrument der nachhaltigen Hochschulentwicklung Dr. Frank Frieß, Technische Universität München 쮿 Charity-Auktionen als Instrument des Gremienmanagements und der Spenderbindung Claus Weimann, Philosophisch-Theologische Hochschule SVD St. Augustin Nähere Informationen unter: Dipl. pol. Cornelia C. Kliment Leiterin DHV-Funds-Consult Consultant Leaders In Science Rheinallee 18-20 53173 Bonn 0228/9026643 0160/96448803 [email protected] 578 KARRIERE Forschung & Lehre auf eine W2-Professur für Finance & Accounting angenommen. Dr. Andreas Eckhardt, Universität Frankfurt am Main, hat einen Ruf an die German Graduate School of Management and Law (GGS) Heilbronn auf die neue Professur für Personalmanagement angenommen. Prof. Dr. Christoph Glock, Technische Universität Darmstadt, hat einen Ruf an die Technische Universität Darmstadt auf eine W3-Professur für BWL: Produktion und Supply Chain Management angenommen. PD Dr. Stefan Hüsig, Universität Regensburg, hat einen Ruf an die Technische Universität Chemnitz auf eine Professur für Innovationsforschung und Technologie- management angenommen und ein Angebot als Senior Lecturer in Innovation von der Middlesex University London/Großbritannien abgelehnt. Prof. Dr. Sebastian Kaiser, SRH Hochschule Heidelberg, hat einen Ruf an die Hochschule Heilbronn/Künzelsau auf eine W2-Professur für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Dr. Stefan Märk, Universität Innsbruck/Österreich, hat einen Ruf an die Fachhochschule Salzburg/Österreich auf die FH-Professur für das Fachgebiet Entrepreneurship und Unternehmensgründung erhalten. Sportmanagement, angenommen. Prof. Dr. Jan Krämer, Universität Passau, hat einen Ruf an die Universität Duisburg-Essen, Mercator School of Management, auf eine W3-Professur für Betriebswirtschaftslehre abgelehnt. Dr. Ronald Langrock, University of St Andrews, hat einen Ruf an die Universität Bielefeld auf eine W3-Professur für Statistik und Datenanalyse erhalten. Prof. Dr. Indre Maurer, Georg-August-Universität Göttingen, hat einen Ruf an die Wirtschaftsuniversität Wien/Österreich auf eine Professur für Organization Design abgelehnt. Prof. Dr. Lars Norden, Professor of Banking and Finance, Rotterdam School of Management, Erasmus University, hat einen Ruf an die Brazilian School of Public and Business Administration, Getulio Vargas Foundation (EBAPE/FGV) in Rio de Janeiro per 01.08.2015 angenommen. FAQ R E C H T Dürfen positiv evaluierte Juniorprofessoren den Titel „Privatdozent“ führen? Die Landeshochschulgesetze sehen vor, dass auf Grund einer erfolgreichen Habilitation die Lehrbefugnis für ein bestimmtes wissenschaftliches Fach verliehen wird. Mit dieser Verleihung einher geht in der Regel die Führung des Titels „Privatdozent“. Im Rahmen einer Juniorprofessur kommt es am Ende des dritten Jahres zur Zwischenevaluation, die als Prüfung mit der Habilitation vergleichbar ist. Unter Umständen besteht insoweit für positiv evaluierte Juniorprofessoren ebenfalls die Möglichkeit, den Titel „Privatdozent“ führen zu dürfen. Regelungen dazu enthält das jeweilige Hochschulgesetz. Das Bayerische Hochschulgesetz sieht vor, dass die Lehrbefugnis im Einvernehmen mit der zuständigen Fakultät den Personen erteilt werden soll, die sich an der betreffenden Hochschule als Juniorprofessor bewährt haben. Da mit einer Erteilung der Lehrbefugnis das Recht zur Führung der Bezeichnung „Privatdozent“ verbunden ist, können auch erfolgreich zwischenevaluierte Juniorprofessoren in Bayern in den Genuss des Titels kommen. Schleswig-Holsteins Hochschulgesetz sieht eine ähnliche Regelung vor. Allerdings besteht hier erst nach Ablauf der sechsjährigen Amtszeit die Möglichkeit, einen Antrag auf Erteilung der Lehrbefugnis zu stellen und fortan die akademische Bezeichnung „Privatdozent“ zu führen. Sandra Möhlmann 7|15 Jun.-Prof. Dr. Sascha Raithel, Ludwig-MaximiliansUniversität München, wurde zum W2-Professor für Marketing an der Freien Universität Berlin ernannt. Prof. Dr. Katharina Spraul hat das Bleibeangebot der Technischen Universität Kai- serslautern angenommen und wurde zur W3-Professorin für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Sustainability Management, ernannt. Mathematik, Physik und Informatik Dr. Karen Alim, Harvard University Cambridge/USA, hat einen Ruf als Leiterin einer Max-Planck-Forschungsgruppe an das MPI für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen angenommen. Dr. Bernd Bischl, Technische Universität Dortmund, hat einen Ruf an die LudwigMaximilians-Universität München auf eine W2-Professur (Tenure Track) für Computationale Statistik angenommen. PD Dr. Daniel Fischer, MaxPlanck-Institut für Kernphysik, Heidelberg, hat einen Ruf an die Missouri University of Science and Technology in Rolla/USA auf eine Professur (mit Tenure Track) angenommen. Prof. Dr. Gregor Gassner, Universität zu Köln, hat einen Ruf an die Technische Universität Hamburg-Harburg auf die Professur für 7|15 KARRIERE Forschung & Lehre Numerische Mathematik/ Wissenschaftliches Rechnen abgelehnt. Prof. Dr. Harald Andres Helfgott, École Normale Supérieure, Paris/Frankreich, hat einen Ruf an die Universität Göttingen auf eine W3Professur für Zahlentheorie und Gruppentheorie angenommen. die Technische Universität Graz/Österreich auf eine Universitätsprofessur für 3D Shape Analysis and Processing angenommen. Jun.-Prof. Dr.-Ing. Thomas Schlegel, Technische Universität Dresden, hat einen Ruf an die Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft auf die W3-init-Stiftungsprofessur, verbunden mit der Lei- Jun.-Prof. Dr. Tobias Schreck, Universität Konstanz, hat einen Ruf an Professor Dr. Alfred Ziegler Universität Osnabrück, Physik, Professur für Nachhilfe Der Andrang der Studenten, die Hilfe in Mathematik und Physik von Ihnen brauchen, ist groß. Wie erklären Sie sich das? Es besteht eine große Lücke zwischen den Anforderungen im Studium und der Schulausbildung. Ein Grund mag die ungenügende Vorbereitung durch die Schule sein, ein anderer ist die oft übertrieben abstrakte Darstellung in den Vorlesungen sowie die mangelnde Einbettung in Sinnzusammenhänge. Es gibt sonst keine Ansprechpartner für die dadurch bedingten Probleme der Studenten. Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH) auf die W3-Professur für Informatik erhalten. Prof. Dr. Matthias Tichy, Universität Göteborg/Schweden, hat einen Ruf an die Universität Ulm auf die W3Professur für Software Engineering für komplexe technische Systeme angenommen. Biologie, Chemie, Geowissenschaften und Pharmazie Dr. Philipp Adelhelm, Justus-Liebig-Universität Gießen, hat einen Ruf an die Universität Jena auf eine W3-Professur für Kohlenstoffnanomaterialien angenommen. tung des Instituts für ubiquitäre Mobilitätssysteme, angenommen. DR E I F R AG E N AN: Prof. Dr. Martin Skutella, Technische Universität Berlin, hat einen Ruf an die Dr. Jochen Liske, European Southern Observatory, ESO, Garching b. München, hat einen Ruf an die Universität Hamburg auf eine W2-Professur für Beobachtende Astronomie zum 1. Juli 2015 angenommen. Dr. Stefania Petra, Universität Heidelberg, hat einen Ruf an die Universität Heidelberg auf die W2-Professur für Mathematische Bildverarbeitung angenommen. 579 Sie kritisieren, dass die Studenten keine Zeit mehr haben, in der Tiefe die Dinge zu begreifen und zu verstehen. Ist das strukturbedingt oder gesellschaftspolitisch bedingt? Das ist hauptsächlich dem Bachelorstudium und dem Punktesystem geschuldet. Dadurch herrscht ein enormer Druck, der keinen Raum für die erforderliche Muße lässt. „They teach as they were taught“ – diesen Spruch nahmen Sie aus den USA mit. Was bedeutet das für Sie? Dozenten haben oft keine klaren Vorstellungen davon, wie Lehre effektiv gestaltet werden kann. Sie lehren deshalb einfach so, wie sie es selbst erfahren haben. Die empirischen Untersuchungen der „Physics Education Research“ haben gezeigt, dass das wenig effektiv ist. Das bedeutet für mich, für eine alternative Hochschuldidaktik einzutreten und in meiner Praxis präzise den dadurch verursachten Verständnisproblemen entgegenzuwirken. Dr. Manuel Alcarazo, MaxPlanck-Institut für Kohlenforschung, Mülheim an der Ruhr, hat einen Ruf an die Universität Göttingen auf eine W3-Professur für Organische Chemie angenommen. Jun.-Prof. Dr. Kathrin H. Dausmann, Universität Hamburg, hat einen Ruf an die Universität Hamburg auf eine W2-Professur für Funktionale und molekulare Ökologie zum 15. Juni 2015 angenommen. Prof. Dr. Guido Clever, Universität Göttingen, hat einen Ruf an die Technische Universität Dortmund auf eine W3-Professur für bioanorganische Chemie angenommen. Dr. habil. Irina Engelhardt, Forschungszentrum Jülich, hat einen Ruf an die TU Bergakademie Freiberg auf die W3-Professur für Hydrogeologie und Hydrochemie angenommen. Dr. Patrick Fink, Universität zu Köln, wurde die Lehrbefugnis für das Fach Zoologie erteilt. Dr. Marcus Fulde, Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, hat einen Ruf an die Freie Universität Berlin auf eine Professur für Mikrobiologie erhalten. Dr. Tamara Gigolashvili, Universität zu Köln, wurde die Lehrbefugnis für das Fach Botanik erteilt. 580 KARRIERE Forschung & Lehre 7|15 Dr. Dominik Hezel, Universität zu Köln, wurde die Lehrbefugnis für das Fach Mineralogie erteilt. Dr. Anja Linstädter, Universität zu Köln, wurde die Lehrbefugnis für das Fach Botanik erteilt. Österreich, und es wurde ihm die Lehrbefugnis für das Fach Architekturgeschichte erteilt. habilitierte sich, und es wurde ihm die Lehrbefugnis für das Fach Orthopädie und Unfallchirurgie erteilt. PD Dr. Felicitas Hillmann, Freie Universität Berlin, hat einen Ruf an die Technische Universität Berlin, Institut für Stadt- und Regionalplanung, auf die Professur Transformation städtischer Räume im internationalen Kontext angenommen. Die Professur ist verbunden mit der Abteilungsleitung der Forschungsabteilung „Regenerierung von Städten“ am Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung in Erkner. Prof. Dr. Sanjay Mathur, Universität zu Köln, hat einen Ruf der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) Stockholm/Schweden auf die Stelle des Direktors des Departments of Functional Materials abgelehnt. Jun.-Prof. Dr. Conrad Völker, Technische Universität Kaiserslautern, hat einen Ruf an die Bauhaus-Universität Weimar angenommen und Dr. Sven Diederichs, Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) und Pathologisches Institut am Universitätsklinikum Heidelberg, hat einen Ruf an die Albert-Lud- PD Dr. Christina Ifrim, Universität Heidelberg, habilitierte sich in dem Fach Paläontologie und Historische Geologie. Dr. Marcel Quint, LeibnizInstitut für Pflanzenbiochemie Halle (Saale), hat einen Ruf an die Martin-LutherUniversität Halle-Wittenberg auf eine W3-Professur für Ertragsphysiologie der Kulturpflanzen angenommen. Dr. Sandro Jahn, Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ) Potsdam, hat einen Prof. Dr. Angela Möller, Universität zu Köln, hat einen Ruf an die Johannes Gutenberg-Universität Mainz auf die Carl-Zeiss-Stiftungsprofessur Oxidische Materialien angenommen. Dr. David Sandquist, Scion (New Zealand Crown Research Institute), hat einen Ruf an die Universität Göttingen auf eine Junior-Professur für Holztechnologie und Holzchemie (Tenure Track) abgelehnt. Ruf an die Universität zu Köln auf eine W2-Professor für Mineralogie – Kristallographie angenommen und wurde zum 1. April 2015 zum Universitätsprofessor ernannt. Dr. Tina Wenz, Universität zu Köln, wurde die Lehrbefugnis für das Fach Genetik erteilt. Claudio Joazeiro, Ph.D., The Scripps Research Institute La Jolla/USA, hat einen Ruf an die Universität Heidelberg auf die W3-Professur für Molekularbiologie angenommen. Prof. Dr.-Ing. habil. Raimund Rolfes, Leibniz Universität Hannover, hat einen Ruf an die Universität Stuttgart auf die W3-Professur für Statik und Dynamik der Luft- und Raumfahrtkonstruktionen abgelehnt. Prof. Dr. Stefan Knapp, University of Oxford/Großbritannien, hat einen Ruf an die Universität Frankfurt am Main auf die Professur für Pharmazeutische Chemie angenommen. Ingenieurwissenschaften Dr. Hermann Schlimme, Bibliotheca Hertziana, MaxPlanck-Institut für Kunstgeschichte, Rom/Italien, habilitierte sich an der Technischen Universität Wien/ wurde zum Universitätsprofessor für Bauphysik ernannt. Prof. Dr. Alga Zuccaro, Universität zu Köln, hat einen Ruf an die Ludwig-Maximilians-Universität München auf eine Professur für Genetik abgelehnt. Agrarwissenschaften, Ernährungswissenschaften, Veterinärmedizin Prof. Dr. Bernhard Brümmer, Universität Göttingen, hat einen Ruf an die Humboldt-Universität zu Berlin auf eine W3-Professur für Internationalen Agrarhandel und Entwicklung erhalten. Prof. Dr. Korinna Huber, Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, hat einen Ruf an die Universität Hohenheim auf eine W3-Professur für Anatomie und Physiologie landwirtschaftlicher Nutztiere am Institut für Nutztierwissenschaften, Fakultät Agrarwissenschaften, angenommen. Humanmedizin PD Dr. med. Marc Banerjee, Universität Witten/Herdecke, wigs-Universität Freiburg auf eine W3-Professur für Onkologische Forschung in der Thoraxchirurgie erhalten. Prof. Dr. med. Christian Drosten, Universitätsklinikum Bonn, hat einen Ruf an die Universität Hamburg auf eine W3-Professur für Virologie erhalten. Prof. Dr. Irene Esposito, Medizinische Universität Innsbruck/Österreich, hat einen Ruf an die Heinrich-HeineUniversität Düsseldorf auf eine W3-Professur für Pathologie angenommen und wird ab dem 1. August 2015 dort die Institutsleitung übernehmen. Dr. med. Christian Furth, Universität Magdeburg, habilitierte sich in dem Fach Experimentelle Nuklearmedizin. Dr. Peter Grimminger, Universität zu Köln, wurde die Lehrbefugnis für das Fach Chirurgie erteilt. Dr. Maria Grosheva, Universität zu Köln, wurde die Lehrbefugnis für das Fach Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde erteilt. 5. UN LIOBA WERTH KLAUS SEDLBAUER Anzeige VE RÄ ND ER IN FORSCHUNG UND LEHRE PROFESSIONELL AGIEREN Die Leiter von Lehrstühlen stehen heute vor neuen Herausforderungen. Längst sind sie nicht mehr nur Wissenschaftler, sondern zu Managern geworden. Sie sehen sich gestiegenen Ansprüchen der Studierenden, einer zunehmenden Internationalisierung der Forschungslandschaft, der Beschaffung von Drittmitteln und einer entsprechenden Außendarstellung in der Öffentlichkeit gegenüber. Mit dem Handbuch „In Forschung und Lehre professionell agieren“ haben die Autoren ein Werk geschaffen, das anhand von Checklisten, Vorlagen, Leitfäden und vielen Beispielen aus der Praxis zeigt, wie mit den neuen Anforderungen souverän, professionell und ergebnisorientiert umgegangen werden kann. INHALT TEIL 1 beschäftigt sich mit dem internen Management eines Lehrstuhls. Neben Hinweisen für die ersten 100 Tage bei Übernahme eines Lehrstuhls liefert das Kapitel wertvolle Tipps zur persönlichen Arbeitsmethodik, für ein effektives Arbeitsmanagement oder zur Ausrichtung und Strukturierung eines Lehrstuhls. Konkrete Checklisten erleichtern die Organisation von internen Veranstaltungen sowie den Umgang mit Sitzungen und Arbeit in Gremien. In TEIL 2 dreht sich alles um Präsentieren und Moderieren. Die klassischen Aspekte der Rhetorik und Präsentationsgestaltung werden ebenso behandelt wie der Einsatz von Medien und unterschiedlichen Moderationsmethoden oder das eigene Auftreten und die damit verbundene Außenwirkung. TEIL 3 widmet sich dem Umgang mit Studierenden im Rahmen der Lehre. Dazu zählen die Bewertung von Prüfungsleistungen sowie eine verständliche Anleitung zur Erstellung von Hausarbeiten, Referaten und Abschlussarbeiten. TEIL 4 betrachtet die Forschungsarbeit am Lehrstuhl: Hier geht es um die Planung und Ausrichtung von Forschungsprojekten, deren Organisation und Beantragung sowie um das Publizieren. Da Patente in den Universitäten eine zunehmende Rolle spielen, finden sich auch hierzu wichtige Tipps. In TEIL 5 zeigen die Autoren, wie eine gezielte Öffentlichkeits- und Medienarbeit funktioniert und die Planung von öffentlichen Events gelingt. Abgerundet wird das Kapitel durch einen „Lehrstuhl-Knigge.“ DIE AUTOREN Prof. Dr. Lioba Werth und Prof. Dr. Klaus Sedlbauer sind beide Lehrstuhlinhaber an verschiedenen Universitäten, in unterschiedlichen Fachbereichen. Beide sind in ihren Forschungseinrichtungen tagtäglich mit Fragen des Managements befasst und stellen mit diesem Buch ihren Wissens- und Erfahrungsschatz vor. TE AU F STIMMEN ZUM BUCH „Das vorliegende Buch eröffnet thematisches Neuland. Es fasst profunde Kenntnisse und Erfahrungen in der Forschungsorganisation zusammen und bringt hilfreiche Botschaften auf den Punkt.“ PROF. DR. WOLFGANG HERRMANN, PRÄSIDENT DER TECHNISCHEN UNIVERSITÄT MÜNCHEN „Daher kann ich dieses Buch jeder ambitionierten Führungskraft in Forschungseinrichtungen zur Nutzung empfehlen.“ PROF. DR. HANS-JÖRG BULLINGER, PRÄSIDENT A.D. DER FRAUNHOFERGESELLSCHAFT „Durch den kurzweiligen Schreibstil macht es zudem Spaß, sich der Welt des Forschungsmanagements zu nähern. Das Buch ist eine praktische Hilfe für die Arbeit jeder Forschungs- und Entwicklungsabteilung.“ PETER ZÜRN, SPRECHER DER KONZERNFÜHRUNG LIOBA WERTH KLAUS SEDLBAUER IN FORSCHUNG UND LEHRE PROFESSIONELL AGIEREN Lioba Werth ist habilitierte DiplomPsychologin, hat an der TU Chemnitz den Lehrstuhl für Wirtschafts-, Organisations- und Sozialpsychologie inne und leitet ein Unternehmen für Beratung, Coaching und Training (auch im wissenschaftlichen Bereich). Klaus Sedlbauer studierte Physik, promovierte in Bau- und Umweltingenieurwissenschaften, hat den Lehrstuhl für Bauphysik an der Universität Stuttgart inne und leitet das Fraunhofer-Institut für Bauphysik. In seinem Ingenieurbüro und seiner Firma beschäftigt er sich mit Aufgaben aus der Baupraxis. BEQUEM BESTELLEN Deutscher Hochschulverband, Rheinallee 18-20, 53173 Bonn oder per E-Mail: [email protected] Gebunden, fünfte unveränderte Auflage 2013, 100 Abb., 844 Seiten, 79,- € (D) inkl. Porto; für Mitglieder des DHV zum Sonderpreis von 70,00 € LA GE 582 KARRIERE Prof. Dr. med. Oliver Gruber, Universitätsmedizin Göttingen, hat einen Ruf an die Universität Heidelberg auf eine W3-Professur für Experimentelle Psychopathologie und Bildgebung erhalten. Dr. Christoph Hünseler, Universität zu Köln, wurde die Lehrbefugnis für das Fach Kinderheilkunde erteilt. Dennis Lal, Ph.D., Cologne Center of Genomics, Universität zu Köln, hat einen Ruf an die Universität zu Kiel auf eine Junior-Professur für Epileptologie im Kindes- und Jugendalter angenommen. Voraussichtlicher Dienstantritt ist der 1. März 2016. Prof. Dr. rer. nat. Thomas Ostermann, Private Universität Witten/Herdecke wurde zum 1. Juni 2015 auf den Lehrstuhl für Forschungsmethodik und Statistik in der Psychologie an der Fakultät für Gesundheit berufen. Dr. Thorsten Persigehl, Universität zu Köln, wurde die Lehrbefugnis für das Fach Radiologie erteilt. PD Dr. med. Stefanie Anne Pilge, Universität Witten/ Herdecke, habilitierte sich, und es wurde ihr die Lehrbefugnis für das Fach Anästhesiologie und Intensivmedizin erteilt. PD Dr. med. Tobias Raupach, MME, Universitätsmedizin Göttingen, hat einen Ruf der Universitätsmedizin Göttingen auf die W2-Professur Lehrforschung und Lehrentwicklung angenommen. PD Dr. med. Dr. med. habil. Jonas Schmidt-Chanasit, MD, Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin Hamburg, hat einen Ruf an die Universität Hamburg auf eine W2-Professur für Arbovirologie erhalten. Dr. med. Kerstin Schütte, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, habilitierte sich in dem Fach Innere Medizin. Forschung & Lehre 7|15 Rektoren, Präsidenten und Kanzler Der Senat der CVJM-Hochschule in Kassel berief Dr. Rüdiger Gebhardt für die Professur „Kirchliche Hand- Dr. Heide Naderer wurde vom Hochschulrat im Ein- Dr. med. Max Seidensticker, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, habilitierte sich in dem Fach Radiologie. PD Dr. med. Sven Turadj Shafizadeh, Universität Witten/Herdecke, habilitierte sich, und es wurde ihm die Lehrbefugnis für das Fach Orthopädie und Unfallchirurgie erteilt. PD Dr. med. Oliver Christian Thamm, Universität Witten/Herdecke, habilitierte sich, und es wurde ihm die Lehrbefugnis für das Fach Plastische und Ästhetische Chirurgie erteilt. lungsfelder“ und als neuen Rektor der CVJM-Hochschule. Er trat damit die Nachfolge des Gründungsrektors Prof. Dr. Wolfgang Neuser an. Dr. Dr. h.c. mult. Gerhard Greif, Präsident der Stiftung Tierärztliche Hochschule PD Dr. Daniela Thorwarth, Universitätsklinikum Tübingen, hat einen Ruf an die Universität Heidelberg (gemeinsame Berufung mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum) auf die W3-Professur für Medizinische Physik in der Radioonkologie abgelehnt. Dr. Martin Uecker, University of California, Berkeley/ USA, hat einen Ruf an die Universität Göttingen auf eine W2-Professur (auf Zeit) für Echtzeit-MRT erhalten. PD Dr. med. Arasch Wafaisade, Universität Witten/ Herdecke, habilitierte sich, und es wurde ihm die Lehrbefugnis für das Fach Orthopädie und Unfallchirurgie erteilt. vernehmen mit dem Senat zur neuen Präsidentin der Hochschule Rhein-Waal gewählt. Sie übernimmt das Amt von Prof. Dr. Marie-Luise Klotz, deren Amtszeit am 30. April 2015 endete. Prof. Dr.-Ing. Gudrun Stockmanns, Professorin für Praktische Informatik an der Hochschule Niederrhein, wird neue Präsidentin der Hochschule Ruhr West (HRW). Zum 1. Mai 2015 übernimmt Gudrun Stockmanns das Amt und tritt damit die Nachfolge von Gründungspräsident Prof. Dr. Eberhard Menzel an. Hannover wurde vom Senat der Hochschule per Wahl am 26. Mai 2015 in seinem Amt bestätigt . Ihre Meldung über Habilitationen und Berufungen können Sie auch per E-Mail an Marita Burkhardt senden: [email protected] 7|15 KARRIERE Forschung & Lehre Impressum 22. Jahrgang in Fortführung der Mitteilungen des Deutschen Hochschulverbandes (43 Jahrgänge) Herausgegeben im Auftrage des Präsidiums des Deutschen Hochschulverbandes ISSN: 0945-5604; erscheint monatlich Deutscher Hochschulverband 583 Informationsservice Präsident: Bernhard Kempen, Univ.-Professor, Dr. Vizepräsidenten: Ulrich Schollwöck, Univ.-Professor, Dr. (Erster Vizepräsident) Bernd Helmig, Univ.-Professor, Dr. Josef Pfeilschifter, Univ.-Professor, Dr. Ilona Rolfes, Univ.-Professorin, Dr. Claudia Solzbacher, Univ.-Professorin, Dr. Daniela Wawra, Univ.-Professorin, Dr. Ehrenpräsident: Hartmut Schiedermair, Univ.-Professor, Dr., Dr. h.c. Geschäftsführer: Michael Hartmer, Dr. Geschäftsstelle des Deutschen Hochschulverbandes: Rheinallee 18-20, 53173 Bonn, Tel.: (0228) 902 66-66; Fax: (0228) 902 66-80 E-Mail: [email protected] Internet: www.hochschulverband.de Forschung & Lehre Redaktion: Felix Grigat, M.A. (verantwortl. Redakteur), Michael Hartmer, Dr., Friederike Invernizzi, M.A., Ina Lohaus, Vera Müller, M.A. Design-Konzept: Agentur 42, Mainz Titelgrafik: Agentur 42, Mainz Grafik und Layout: Robert Welker Weitere Mitarbeiter dieser Ausgabe: Sven Hendricks, Dr., Rechtsanwalt im Deutschen Hochschulverband Juliane Lorenz, Dr., Rechtsanwältin im Deutschen Hochschulverband Sandra Möhlmann, Rechtsanwältin im Deutschen Hochschulverband Birgit Ufermann, Rechtsanwältin im Deutschen Hochschulverband Beiträge, die mit Namen oder Initialen des Verfassers gekennzeichnet sind, stellen nicht in jedem Falle die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers dar. Für unverlangt eingesandte Manuskripte kann keine Haftung übernommen werden. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit des Textes wird häufig die kürzere, männliche Schreibweise verwendet. Es wird betont, dass dies als Synonym für die männliche und weibliche Form vereinfacht verwendet wird und alle männlichen und weiblichen Personen gleichberechtigt angesprochen werden. Zitierweise: Forschung & Lehre Verlag und Redaktion: Rheinallee 18-20, 53173 Bonn Tel.: (02 28) 902 66-15 Fax: (02 28) 902 66-90 E-Mail: [email protected] Internet: www.forschung-und-lehre.de Druck: L.N. Schaffrath GmbH & Co. KG DruckMedien, Postfach 1452, 47594 Geldern Bezugsgebühr: Abonnement 70,00 Euro zzgl. Porto. Für Mitglieder des DHV durch Zahlung des Verbandsbeitrages. Einzelpreis 7,00 Euro zzgl. Porto. Bankverbindung: Commerzbank AG Bonn IBAN: DE 77 3708 0040 0268 3672 00; BIC: DRESDEFF370 Anzeigenabteilung: Gabriele Freytag, Tel.: (0228) 902 66-39 Angelika Miebach, Tel.: (0228) 902 66-23 Sabine Engelke, Tel.: (0228) 902 66-59 Rheinallee 18-20, 53173 Bonn Fax: (0228) 902 66-90 E-Mail: [email protected] Preisliste Nr. 44 vom 1.1.2015 Forschung & Lehre wird auf chlorfreiem Papier gedruckt und ist recyclebar. Druckauflage: 31.750 Exemplare (IVW 1/2015) Forschung & Lehre will den Lesern weitere Informationsquellen erschließen und übersendet gegen eine Kostenpauschale (Betrag incl. Portokosten) folgende Unterlagen: (Bestellungen bitte an Forschung & Lehre, Fax: 0228/9026680, E-Mail: [email protected]) Die Gesetze zur Reform der W-Besoldung des Bundes und der Länder Baden-Württemberg, Bayern, Berlin Brandenburg Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, NRW, Rheinland-Pfalz, Saarland Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen stehen zusammen mit Informationen des DHV als pdf zur Verfügung unter www.hochschulverband.de – Infocenter – W-Portal. A 314 | Drittes Hochschulrechtsänderungsgesetz Baden-Württemberg (Entwurf, Stand: 15.10.2013) u. Stellungnahme des DHV, 280 Seiten, 12,- €. 22.1. 2015) und Stellungnahme des DHV, 17 Seiten, 3,- €. A 322 | Entwurf eines Gesetzes zur Besoldungsanpassung Bremen (Stand: 5.5.2015) und Stellungnahme des DHV, 33 Seiten, 4,50 €. A 313 | Gesetzentwurf für ein Zweites Gesetz zur Änderung personalvertretungsrechtlicher und richterrechtlicher Vorschriften Hamburg und Stellungnahme des DHV, 71 Seiten, 6,50 €. A 319 | Entwurf eines Zehnten Gesetzes zur Änderung dienstrechtlicher Vorschriften und weitere dienstrechtliche Änderungen Hamburg (Stand: 26.8.2014) und Stellungnahme des DHV, 26 S., 3,- €. A 323 | Anhörungsentwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Beteiligungsstruktur innerhalb der Hochschulen Niedersachsen (Stand: 6.2.2015) und Stellungnahme des DHV, 47 Seiten, 4,50 €. A 317 | Gesetzentwurf über die Feststellung des Haushaltsplans für die Haushaltsjahre 2015 und 2016 Bayern und Stellungnahme des DHV, 20 Seiten, 3,- €. A 315 | Hochschulzukunftsgesetz NRW vom 11. September 2014 (Lesefassung), 143 Seiten, 8,- €. A 312 | Gesetz zur Neuregelung des Hochschulrechts des Landes Brandenburg vom 28.4.2014, 59 Seiten, 6,50 €. A 320 | Entwurf einer Neufassung der Leistungsbezügeverordnung Schleswig-Holstein (Stand: August 2014) und Stellungnahme des DHV, 5 Seiten, kostenlos. A 321 | Entwurf des 3. Hochschulreformgesetzes, Artikel 1, Änderung des Bremischen Hochschulgesetzes (Stand: 584 AKADEMISCHER STELLENMARKT Stellenmarkt Veranstaltungen Stiftungen | Preise Professuren Geistes- und Sozialwissenschaften Betriebswirtschaftslehre, insb. Dienstleistungsmanagement (Universität Siegen) .....................................................................................................589 Entwicklungsbezogene Arbeit (Fachhochschule für Interkulturelle Theologie)....................................................591 Öffentliches Recht (Hengstberger-Stiftungsprofessur) (Universität Heidelberg) .............................................................................................593 Private and Economic Law (HHL Leipzig Graduate School of Management).................................................586 Forschung & Lehre 7|15 Junior Research Group Leader for Multi-Scale Analysis (Technische Universität Dresden - B CUBE und BMBF)...................................600 Leader of the Junior Research Group „Data Science in Agriculture“ (Universität Potsdam und Leibniz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim e.V. – ATB) ......................588 Wearable Computing (Technische Universität Braunschweig)...................587 Verwaltung | Management | Fachkräfte Dozent w/m (SRH Hochschulen) ...........................................................................U2 Honorarkraft w/m (SRH Hochschulen) .............................................................U2 Konferenzmanager w/m (SRH Hochschulen)................................................U2 Leitung (Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention – DFK) ...............597 Management/Verwaltungskraft w/m (SRH Hochschulen) ...................U2 Mitarbeiterin/Mitarbeiter Drittmittelberatung (Universität zu Köln) ....................................................................................................596 Praktikum/Ausbildung w/m (SRH Hochschulen).......................................U2 Psychologe/Sozialarbeiter w/m (SRH Hochschulen) ...............................U2 Therapeut w/m (SRH Hochschulen).....................................................................U2 Naturwissenschaften | Medizin Wiss. Mitarbeiter | Doktoranden | Postdocs Anatomie (Universität Rostock) ..............................................................................586 Beschleunigertechnologie verbunden mit einer 10 - 15 außergewöhnliche Nachwuchswissenschaftler/innen leitenden Funktion im ELBE Zentrum für (Post-Docs) aller wissenschaftlichen Disziplinen Hochleistungsstrahlenquellen (Universität Rostock/Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf e.V.) ..............592 Computer Engineering (Computer Architecture) (Technische Universität Wien)..................................................................................593 (VolkswagenStiftung)..................................................................................................599 Akademischer/Wissenschaftlicher Mitarbeiter w/m (SRH Hochschulen)......................................................................................................U2 Forest Operations (Georg-August-Universität Göttingen) .............................590 Nachwuchsforschungsgruppenleiter/-in Geriatrie verbunden mit der Stelle der Chefärztin/ „Host-Fungal-Interfaces“ (ZIK Septomics und BMBF) .....................................................................................601 des Chefarztes an den Ruppiner Kliniken (Medizinische Hochschule Brandenburg – MHB) ...............................................589 Nachwuchsforschungsgruppenleiter/-in Inorganic Chemistry (Universität Freiburg/Schweiz).....................................585 „Translational Septomics“ (ZIK Septomics und BMBF) .....................................................................................601 Massivbau (Technische Universität Kaiserslautern) ...........................................585 Molekulare Medizinische Mikrobiologie Postdoc Psychologie (Georg-August-Universität Göttingen) .......................598 (Medizinische Hochschule Hannover)....................................................................593 Wissenschaftliche/-r Mitarbeiter/-in Numerische Mechanik (Universität Siegen) ...................................................590 Akademische/-r Rat/Rätin auf Zeit am Institut Numerische Thermofluiddynamik für Informatik (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn) ..........597 (Technische Universität Bergakademie Freiberg)..................................................585 Wissenschaftliche/-r Mitarbeiter/-in im MusikwissenPhysiologie (Ludwig-Maximilians-Universität München) ................................591 schaftlichen Institut (Universität zu Köln) ..................................................599 Plant Genetics (Technische Universität München)...........................................587 Wissenschaftliche/-r Mitarbeiter/-in im MusikwissenProfessor w/m (SRH Hochschulen).......................................................................U2 schaftlichen Institut (Universität zu Köln) ..................................................599 Psychiatrie und Psychotherapie verbunden mit der Stelle Wissenschaftliche/-r Mitarbeiter/-in am Institut für einer Oberärztin/eines Oberarztes in der Klinik für Informatik (Universität Rostock) .......................................................................598 Psychotherapie und Psychosomatik an den Ruppiner Kliniken (Medizinische Hochschule Brandenburg – MHB) .........................596 Sensortechnologien (Universität der Bundeswehr München)......................595 Forschungsförderung | Preise Sichere Digitale Schaltungen (Universität der Bundeswehr München) ................................................................595 Falling Walls Lab + Conference (Falling Walls).................................................................................................................529 Wirtschaftsingenieurwesen, insb. Produktionsmanagement (Jade Hochschule am Studienort Wilhelmshaven) ..............................................594 Hochschullehrer/in des Jahres 2015 (Deutscher Hochschulverband)................................................................................541 Verwalter_in einer Professur für das Gebiet Anwendungen Nachwuchswissenschaftler/in des Jahres 2015 der Datenverarbeitung in Entwicklung und Produktion (Jade Hochschule am Studienort Wilhelmshaven) ..............................................594 (academics.de – Das Karriereportal der Wissenschaft von DIE ZEIT und Forschung & Lehre) .......................................................................555 Juniorprofessuren: Naturwissenschaften | Medizin Schreibaschram (Weiterbildungszentrum Alanus Werkhaus) ...........................................................545 Didaktik der Elektrotechnik (Bergische Universität Wuppertal) ............591 Junior Research Group Leader Stipendienprogramm 2016 for Bottom-up Synthetic Biology für Postdoktoranden und Juniorprofessoren (Technische Universität Dresden - B CUBE und BMBF)...................................600 (Daimler und Benz Stiftung).........................................................................................U3 7|15 Forschung & Lehre 585 AKADEMISCHER STELLENMARKT Ausstellungen | Veranstaltungen 58. Jahrestagung der Kanzlerinnen und Kanzler der Universitäten Deutschlands - 24.-26.9.2015 (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel) ................................................................U4 DHV Bildungstag für Hochschulfundraising (DHV Funds-Consult in Kooperation mit der Hochschulrektorenkonferenz und dem Deutschen Fundraising Verband) ............................................................................577 DHV-Symposium 2015 – Familie im Spiegel der Wissenschaft (Deutscher Hochschulverband)................................................535 PROFESSUREN Im Fachbereich Bauingenieurwesen der Technischen Universität Kaiserslautern ist zum 01.10.2016 die W 3-Professur „Massivbau“ (Nachfolge Prof. Schnell) zu besetzen. Die Professur soll sich in Forschung und Lehre mit dem Stahlbeton-, Spannbetonund Mauerwerksbau befassen. Bewerberinnen und Bewerber sollen im genannten Themenfeld über einschlägige Berufspraxis sowie nationale und internationale Forschungs- und Publikationserfahrungen verfügen. Voraussetzung zur Einstellung ist eine überdurchschnittliche Promotion auf dem Gebiet des Konstruktiven Ingenieurbaus. Eine zukünftige intensive Zusammenarbeit mit den übrigen Fachgebieten des Konstruktiven Ingenieurbaus und speziell der Professur „Baukonstruktion und Fertigteilbau“ und der Juniorprofessur „Experimenteller Massivbau“ wird erwünscht. Die Professur ist in die Infrastruktur des Fachgebietes Massivbau und Baukonstruktion eingegliedert. Die Technische Universität Kaiserslautern bietet ein forschungsstarkes Umfeld und sehr gute experimentelle Einrichtungen, die gemeinsam mit dem Fachgebiet Stahlbau betrieben werden. Die Stelleninhaberin oder der Stelleninhaber soll den Massivbau in den Lehrveranstaltungen der Bachelor- und Masterstudiengänge des Fachbereiches Bauingenieurwesen vertreten. Von den Bewerberinnen und Bewerbern werden deshalb besondere didaktische Fähigkeiten und nachgewiesene Erfahrungen in der Lehre erwartet. Das Land Rheinland-Pfalz und die TU Kaiserslautern vertreten ein Betreuungskonzept, bei dem eine hohe Präsenz der Lehrenden am Hochschulort erwartet wird. Die Bereitschaft zur Mitarbeit an der Verwaltung der Hochschule wird vorausgesetzt. Neben den allgemeinen beamtenrechtlichen Voraussetzungen gelten die in § 49 des Hochschulgesetzes Rheinland-Pfalz geregelten Einstellungsvoraussetzungen (Details unter: http://www.uni-kl.de/universitaet/verwaltung/ha-1/ha1-rechtsvorschrift). 'LH 7HFKQLVFKH 8QLYHUVLWlW .DLVHUVODXWHUQ HUPXWLJW TXDOL¿]LHUWH $NDGHPLNHULQQHQ nachdrücklich, sich zu bewerben. Bewerberinnen und Bewerber mit Kindern sind willkommen. Schwerbehinderte werden bei entsprechender Eignung bevorzugt eingestellt (bitte Nachweis beifügen). An der Technischen Universität Bergakademie Freiberg, Fakultät für Maschinenbau, Verfahrens- und Energietechnik, ist zum frühestmöglichen Zeitpunkt die W3-Professur 1XPHULVFKH7KHUPRÀXLGG\QDPLN Bewerbungen sind mit Lebenslauf, Schriftenverzeichnis sowie Nachweis über die bisherigen Leistungen in der Lehre, Darstellung des wissenschaftlichen Werdeganges und künftiger Forschungsabsichten bis zum 15.09.2015 zu richten an: TU Kaiserslautern, Dekanat Bauingenieurwesen, Postfach 30 49, 67653 Kaiserslautern zu besetzen. Von besonderer wissenschaftsstrategischer Bedeutung ist für die Universität der Ausbau der Modellbildung und der numerischen Simulation insbesondere in den Ingenieurwissenschaften. Die TU Bergakademie Freiberg verfolgt daher das Ziel, GLH6LPXODWLRQLQVEHVRQGHUHLQGHU7KHUPRÀXLGG\QDPLNDOVSUR¿OELOGHQGHQ%HUHLFK auszubauen. Dabei kommen modernen Flameletverfahren, die sowohl den überstöchiometrischen als auch den unterstöchiometrischen (Partialoxidation/Vergasung) Bereich beschreiben können, eine besondere Bedeutung zu. Die TU Bergakademie sucht eine in diesem Wissenschaftsgebiet international ausgewiesene Persönlichkeit, die umfangreiche Erfahrung in der Flameletmodellentwicklung und -anwendung insbesondere im Hinblick auf Partialoxidationsprozesse XQG0HKUSKDVHQV\VWHPHPLWIHVWHQXQGÀVVLJHQ%UHQQVWRIIHQKDW9RQGHUJHsuchten Persönlichkeit wird eine mehrjährige Erfahrung in der wissenschaftlichen Betreuung von universitären Großforschungsprojekten sowie der Leitung einer Arbeitsgruppe mit entsprechender Personalführung und -verantwortung erwartet. Entsprechend soll der/die zukünftige Stelleninhaber/-in ausgewiesen sein in der Einwerbung von Drittmitteln und HPC-Ressourcen. Um den Transfer der grundlagenorientierten Modellentwicklung in die angewandte Forschung zu ermöglichen, wird eine mindestens 5-jährige Industrieerfahrung erwartet. Die Fakultät legt großen Wert auf eine qualitativ hochwertige Lehre. Daher wird eine Persönlichkeit gesucht mit mindestens vierjähriger eigenständiger Lehrerfahrung auf universitärer Ebene mit nachweislich guter Evaluierung. Die Übernahme und Gestaltung von Lehrveranstaltungen in englischer Sprache wird erwartet. Der/Die Bewerber/-in muss die allgemeinen Berufungsvoraussetzungen für Professoren gemäß § 58 des Sächsischen Hochschulfreiheitsgesetzes vom 15.01.2013 (Sächs. Gesetz- und Verordnungsblatt Jahrgang 2013 Blatt-Nr. 1 S. 3) in der jeweils geltenden Fassung erfüllen. Die Universität leistet aktive Unterstützung bei der Bereitstellung von Kinderbetreuungsmöglichkeiten sowie bei der Vermittlung von angemessenen Arbeitsstellen in der Region für Lebenspartner/Lebenspartnerin resp. Ehepartner/Ehepartnerin. Die TU Bergakademie Freiberg vertritt ein Lehr- und Forschungskonzept, bei dem die Verlegung des Lebensmittelpunktes nach bzw. in die Nähe von Freiberg erwartet wird. The Faculty of Science of the University of Fribourg/Switzerland (Department of Chemistry) invites applications for a tenured position of an Associate Professor in Inorganic Chemistry We seek an established scholar with a record of excellence in research and teaching, along with a demonstrated track record of extramural funding and successful mentoring of graduate research. Applications are welcomed in the area of inorganic chemistry, preferably in relation to the departmental focus on materials. The integration of the applicant's research programme into the NCCR Bioinspired Materials is expected. The new professor will teach Bachelor courses (in French and/or German) as well as Master level courses (in English), and maintain an active research programme. The closing date for applications is August 15, 2015. More information is available at www.unifr.ch/science/positions. Die TU Bergakademie strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen in Lehre und )RUVFKXQJDQ4XDOL¿]LHUWH:LVVHQVFKDIWOHULQQHQZHUGHQGHVKDOEDXIJHIRUGHUWVLFK zu bewerben. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Die Bewerbungsunterlagen sind bis zum 31.07.2015 an die7HFKQLVFKH8QLYHUVLWlW %HUJDNDGHPLH)UHLEHUJ'H]HUQDWIU3HUVRQDODQJHOHJHQKHLWHQ$NDGHPLHVWUDH)UHLEHUJ einzureichen. Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an den Vorsitzenden der Berufungskommission, Herrn Prof. Dr.-Ing. Christos Aneziris ([email protected]), Tel.: +49 (0)3731 39-2505. Forschung & Lehre Alles was die Wissenschaft bewegt Tel.: 0228 / 902 66-23 bzw. -59 Fax: 0228 / 902 66-90 [email protected] www.forschung-und-lehre.de 586 AKADEMISCHER STELLENMARKT Forschung & Lehre 7|15 Die Einstellung erfolgt im Angestelltenverhältnis. Für die Wahrnehmung der Aufgaben in Forschung und Lehre wird ein Dienstvertrag mit der Universitätsmedizin geschlossen. HHL is a university-level institution and ranks amongst the leading international Graduate Business Schools. Its goal is to educate effective, responsible, and entrepreneurial business leaders through out-standing teaching, research and practice. Today HHL stands out for its excellent teaching, a clear research focus, its effective knowledge transfer into practice as well as its outstanding student services and its strong international focus with more than 120 partner universities worldwide. Its research and teaching approach is defined by the principles of effectiveness, responsibility, and innovation from a global perspective. To strengthen its profile within the group of Economics and Regulation, HHL seeks to appoint for the following position at the earliest possible date: Die/Der Bewerberin/Bewerber soll das gesamte Fach Anatomie (Makroskopie, Mikroskopie, Neuroanatomie, Embryologie) in Forschung und Lehre vertreten. Professor Arbeiten und Leben, wo andere Urlaub machen. Am Institut für Anatomie der Universitätsmedizin Rostock ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt vorbehaltlich haushaltsrechtlicher Regelungen eine W2-Professur für Anatomie unbefristet gemäß § 61 Landeshochschulgesetz Mecklenburg-Vorpommern (LHG M-V) zu besetzen. Die Professur ist mit der stellvertretenden Leitung des Institutes verbunden. in Von der/dem Bewerberin/Bewerber werden eine hervorragende Lehre und umfangreiche Erfahrungen in der Weiterentwicklung und Umsetzung innovativer Lehrkonzepte erwartet. Private and Economic Law Gesucht wird eine Persönlichkeit, die wissenschaftlich an molekularen und zellulären Mechanismen der Gehirnentwicklung und an De- und Regenerationsprozessen im adulten ZNS arbeitet. Dabei ist eine hohe Kooperationsbereitschaft mit vorklinischen und klinischen Fächern gefordert, insbesondere die Mitwirkung an der Weiterentwicklung des Forschungsschwerpunktes der Medizinischen Fakultät (Regenerative Medizin) und die HQJH=XVDPPHQDUEHLWPLWGHPYRU2UWDQJHVLHGHOWHQ'=1(XQGGHU3UR¿OOLQLHGHU8QLversität „Altern des Individuums und der Gesellschaft“, die die/der Bewerberin/Bewerber verstärken soll. (part time with a 50% teaching commitment) Die Einstellungsvoraussetzungen ergeben sich aus § 58 Abs. 1 LHG M-V. Insbesondere gehören dazu ein abgeschlossenes Hochschulstudium, Promotion, Habilitation oder gleichwertige wissenschaftliche Leistungen, die Anerkennung als Fachärztin/Facharzt für Anatomie oder als Fachanatomin/Fachanatom sowie der Nachweis der hochschulpädagogischen Eignung. Die Universitätsmedizin Rostock strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen am ZLVVHQVFKDIWOLFKHQ3HUVRQDODQXQGIRUGHUWGDKHUTXDOL¿]LHUWH)UDXHQPLW%H]XJDXI Abs. 3 des Gleichstellungsgesetzes Mecklenburg-Vorpommern nachdrücklich auf, sich zu bewerben. Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei gleicher Eignung, BefähiJXQJXQG4XDOL¿NDWLRQEHVRQGHUVEHUFNVLFKWLJW Die Bewerbungen mit ausführlichem Lebenslauf, Schilderung des wissenschaftlichen Werdeganges, Beschreibung der Vorleistungen in Forschung und Lehre, einem strukturierten Publikationsverzeichnis mit Angabe der Impactfaktoren unter Beifügung von fünf ZHVHQWOLFKHQ 2ULJLQDODUEHLWHQ VRZLH HLQHU$XÀLVWXQJ ELVKHU HLQJHZRUEHQHU 'ULWWPLWWHO sind spätestens 6 Wochen nach Erscheinen dieser Anzeige an den Dekan und Wissenschaftlichen Vorstand der Universitätsmedizin, Herrn Prof. Dr. med. univ. Emil C. Reisinger, Ernst-Heydemann-Straße 8, 18057 Rostock, einzureichen. Den Unterlagen ist ein ausgefülltes Bewerbungsformular, das unter http://www.med. XQLURVWRFNGH¿OHDGPLQYHUZDOWXQJGHNDQDWDQODJHBEHZHUEXQJVXQWHUODJHQB professuren.pdf heruntergeladen werden kann, beizufügen. Die Bewerbungskosten werden entsprechend der geltenden Regeln des Landes MecklenburgVorpommern nicht übernommen. The successful applicant will be required to cover the area named above in research, teaching and transfer. Therefore an excellent PhD (or equivalent) degree in law, scientific achievements beyond the doctorate, generally proven by a Habilitation or an equivalent scientific qualification as well as a profound teaching competence in the English language and a recognized publication record that aligns with all areas of Private and Economic Law, in particular Contract and Commercial Law, Product Liability Law, Competition Law and Company Law are expected. Teaching responsibilities will be within HHL’s English taught full and parttime programs as well as in its Executive Education. As a member of the academic group of Economics and Regulation, the successful candidate is expected to work across disciplinary boundaries, to contribute to external fundraising, to participate in academic self-administration and to actively cooperate with all other faculty members in terms of teaching and research. HHL seeks to increase the proportion of women in teaching and research and therefore especially encourages qualified female academics to apply. Handicapped applicants will be given preference (within the existing legal provisions) in filling the vacancy. The employment requirements for professors are governed by § 53 of the Act Governing Academic Freedom in Higher Education in the Free State of Saxony. For further information about this position, please contact Dr. Tim Metje, Executive Assistant to Dean and Chancellor at HHL Leipzig Graduate School of Management ([email protected]). Candidates should submit their application along with the usual supporting documents in electronic form ([email protected]) no later than July 31, 2015, to the Dean of HHL Leipzig Graduate School of Management, Prof. Dr. Andreas Pinkwart. HHL Leipzig Graduate School of Management Dean Prof. Dr. Andreas Pinkwart Jahnallee 59 - 04109 Leipzig - Germany www.hhl.de STELLENANZEIGEN | PREISE Bewerbungsfrist läuft noch bis: Forschung & Lehre 6 | 2015 Data Science and Engineering (Technische Universität München) .......................................................26.07.15 Didaktik der Geschichte (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel) ............................................10.07.15 Massivbau (Universität der Bundeswehr München).........................31.08.15 Raumsensorik und Geographische Informationssysteme in der Raumplanung (Technische Universität Kaiserslautern) ..............................................10.07.15 Sonderpädagogik IV - Pädagogik bei Geistiger Behinderung (Julius-Maximilians-Universität Würzburg) ........09.07.15 Umweltchemie und Luftreinhaltung (TU Berlin) ..................10.07.15 Werkzeugmaschinen und Steuerungen (Technische Universität Kaiserslautern) ..............................................15.07.15 Ausschreibung zur Förderung einer internationalen Konferenz über "Das geldpolitische Ziel der Preisstabilität und seine Operationalisierung im Euro-Währungsgebiet im Lichte der Finanz- und Schuldenkrise" (Stiftung Geld und Währung).................................................................30.09.15 Call for Project Proposals – Invitation to submit draft proposals for the Research Group 2017/18 (Universität Bielefeld – ZiF) ..................................................................01.10.15 Harkness Fellowships in Health Care Policy and Practice (The Commonwealth Fund)....................................................................16.11.15 Polytechnik-Preis 2015 für die Didaktik der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main).............31.07.15 7|15 Forschung & Lehre Im Department für Informatik der Carl-Friedrich-Gauß-Fakultät ist eine Juniorprofessur (BesGr. W1) für Wearable Computing (ohne Tenure-Option) zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu besetzen. Von der Stelleninhaberin/dem Stelleninhaber wird internationales Forschungsrenommee im Bereich der Entwicklung und praktischen Umsetzung innovativer neuer Ansätze und Verfahren zur Verarbeitung und Nutzung biosensorischer Daten erwartet. Forschungsschwerpunkte sollten möglichst viele der folgenden Themen mit Bezug zu Wearable Computing sein: • Wearable Sensors • Biomedical Signal Processing • Machine Learning • Mobile Human-Computer Interaction • Wireless Sensor Networks • Ubiquitous / Pervasive Computing • Low-Power Computing 'LH6WHOOHQLQKDEHULQ'HU6WHOOHQLQKDEHUZLUGGDVEHUHLWVDXVJHSUlJWH3UR¿OGHV Departments Informatik im Bereich Praktische Informatik weiter verstärken. Die Einwerbung und Durchführung eigener Drittmittelprojekte (z. B. DFG, EU, BMBF) wird erwartet. In der Lehre sollen themenbezogene Angebote unsere Bachelorund Masterstudienprogramme attraktiv ergänzen. An der Technischen Universität Braunschweig (gegründet 1745) mit 18.000 Studierenden sind Ingenieur- und Naturwissenschaften als Kerndisziplinen eng vernetzt mit den Wirtschafts- und Sozial-, Geistes- und Erziehungswissenschaften. Die TU Braunschweig ist Partner in der Allianz der TU9 German Institutes of Technology. Es wird die Bereitschaft vorausgesetzt, an koordinierten interdisziplinären Programmen mitzuwirken und sich in Forschung und Lehre einzubringen. Braunschweig liegt im Zentrum einer der forschungsstärksten Regionen der EU. Erstklassige Infrastruktur, regionale, deutschlandweite und internationale Partner in Forschung und Lehre sowie die anregende Forschungsumgebung machen die 78 %UDXQVFKZHLJ DOV ]HUWL¿]LHUWH IDPLOLHQJHUHFKWH +RFKVFKXOH ]X HLQHP VHKU attraktiven Ort sowohl für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als auch für ihre Familien. Die Einstellungsvoraussetzungen ergeben sich aus § 30 des Niedersächsischen Hochschulgesetzes. Auf Wunsch kann Teilzeitbeschäftigung ermöglicht werden. Die TU Braunschweig hat sich das strategische Ziel gesetzt, den Anteil von Frauen deutlich zu erhöhen. Wissenschaftlerinnen werden deshalb nachdrücklich um ihre Bewerbung gebeten. Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei gleicher Eignung bevorzugt. Bewerbungen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem Ausland sind ausdrücklich erwünscht. Die Stelle ist zunächst auf drei Jahre befristet und kann nach einer positiven Evaluation um weitere drei Jahre verlängert werden. Weitere Auskünfte erteilt der Vorsitzende der Berufungskommission, Herr Prof. Dr.-Ing. Marcus Magnor, Tel. +49 (0)531 391-2101, [email protected]. Schriftliche Bewerbungen richten Sie bitte bis zum 30.07.2015 an den Dekan der Carl-Friedrich-Gauß Fakultät, Herrn Prof. Dr. Thomas Sonar, Rebenring 58a, 38106 Braunschweig. Zusätzlich wird um die elektronische Übersendung eines durchsuchbaren pdf-Dokumentes der Bewerbungsunterlagen an [email protected] gebeten. Forschung & Lehre 5 | 2015 ABWL, insbes. Internationales Management und Unternehmensstrategie (TT Bergakademie Freiberg) ............15.08.15 Fundamentaltheologie und vergleichende Religionswissenschaften (Universität Würzburg) ..................15.09.15 Kirchenrecht (Universität Würzburg) .................................................15.12.15 Feodor Lynen-Forschungsstipendium (Alexander von Humboldt-Stiftung) ..................................................ganzjährig Forschung & Lehre 3 | 2015 Promovieren mit Stipendium (Friedrich Naumann Stiftung) ..15.11.15 AKADEMISCHER STELLENMARKT 587 TUM is the first university in Germany to reinforce its recruitment policy by a comprehensive tenure track system. Based on best international standards and transparent performance criteria, TUM FACULTY TENURE TRACK offers merit-based academic career options for high-potential early-career scientists, from the appointment as Assistant Professor through a permanent position as Associate Professor and on to Full Professor. The TUM School of Life Sciences invites applications for a position as Tenure Track Assistant Professor for »Plant Genetics« to be appointed in October 2015. The salary will consist of a base salary according to Bayerische Besoldungsgesetz (Bavarian Remuneration Act, initial pay-scale grade W2); candidates might be eligible for additional premiums. We are searching for an excellent junior scientist with a high potential for developing an internationally recognized research profile in the field of Plant Genetics. The successful candidate is expected to develop a cutting-edge research program, preferably in crop research, using innovative genetic tools for the molecular analysis of basic biological processes. The successful candidate is further expected to attract extramural funding and to participate in the Collaborative Research Center “Molecular mechanisms regulating yield and yield stability in plants.” (SFB 924). The initial appointment will be for 6 years. After positive evaluation in the final year, the candidate is tenured on an Associate Professor level. In exceptional cases, the tenure evaluation may be initiated after a minimum of three years. Such cases will have to be justified by outstanding achievements of the candidate and when the candidate contributes to strategically shaping the university’s profile. The regulations according to “TUM Faculty Recruitment and Career System” (http://www.tum.de/faculty-tenure-track) apply. Eligible candidates have established a strong track record in the postdoctoral phase, and demonstrate pedagogical and personal aptitude as well as substantial international experience. Family leave will be taken into consideration. Supported by competitive start-up resources, candidates are expected to develop an independent and vigorous research program. Furthermore, candidates should be committed to excellence in undergraduate/ graduate teaching and in supervising PhD students. Teaching assignments include courses in the subject area and the basic courses offered by the department as well as courses for other academic TUM departments. Prerequisites for this position are an university degree, a doctoral degree, teaching skills at university level, and additional academic achievements (according to Art. 7 and Art. 10 III BayHSchPG). The ability to teach in English is a prerequisite for TUM Professors. As part of the Excellence Initiative of the German federal and state governments, TUM has been pursuing the strategic goal of substantially increasing the diversity of its faculty. As an equal opportunity and affirmative action employer, TUM explicitly encourages nominations of and applications from women as well as from all others who would bring additional diversity dimensions to the university’s research and teaching strategies. Preference will be given to disabled candidates with essentially the same qualifications. The TUM Munich Dual Career Office provides support for dual career couples and families. Applications accompanied by supporting documentation in English (CV, certificates, credentials, list of publications, 3 selected reprints and a short statement with a max. of 1,000 characters about their novelty impact, presentation of research strategy, list of courses taught, statement on teaching strategy and teaching philosophy, third-party funding, as well as the names and addresses of at least 3 references) should be submitted by July 15, 2015 to: Dean, Center of Life and Food Sciences Weihenstephan Technische Universität München Alte Akademie 8, 85354 Freising (Germany) E-Mail: [email protected] 588 AKADEMISCHER STELLENMARKT Forschung & Lehre 7|15 The University of Potsdam, Faculty of Science, Department of Computer Science and the Leibniz Institute for Agricultural Engineering Potsdam-Bornim (ATB) invites in a joint appointment the position of an W1 Junior Professorship / Leader of the Junior Research Group “Data Science in Agriculture” Responsibilities:7KHVXFFHVVIXODSSOLFDQWLVH[SHFWHGWRGHYHORSDUHVHDUFKSURJUDPLQWKH¿HOGRIGDWDVFLHQFH DQGFROODERUDWHZLWKUHVHDUFKHUVRIWKH$7%LQVWXG\LQJDSSOLFDWLRQVLQWKH¿HOGRI$JULFXOWXUDO(QJLQHHULQJ3RVVLEOH research foci include the coupled analysis of data from various subsystems of agricultural production, weather and climate information, environmental data, sensor data and agronomical parameters (properties of soil, plants, livestock), modeling and optimization of production processes, and data-based decision support for the control of DJULFXOWXUDOSURGXFWLRQSURFHVVHV$FFRUGLQJWRLWVPHGLXPWRORQJWHUPUHVHDUFKSODQQLQJWKHVFLHQWL¿FZRUNRI WKH$7%IRFXVHVRQWKHSURYLVLRQRINQRZOHGJHDQGPHWKRGVIRULPSURYLQJWKHUHVRXUFHHI¿FLHQF\RIDJULFXOWXUDO SURGXFWLRQ V\VWHPV$QDO\VLV DQG H[SORLWDWLRQ RI GDWD WKDW DUH H[FKDQJHG EHWZHHQ WKH HOHPHQWV RI DJULFXOWXUDO production processes, ecological system, human, and production systems offer a great potential to improve the HI¿FLHQF\RIWKHÀRZRIPDWHULDODQGHQHUJ\ 4XDOL¿FDWLRQV&DQGLGDWHVDUHH[SHFWHGWRKDYHDVWURQJUHVHDUFKSUR¿OHLQWKHDUHDRIGDWDVFLHQFHPDFKLQH learning, data mining, big data analytics, or related areas of computer science that offer a strong potential for DSSOLFDWLRQVLQDJULFXOWXUH&DQGLGDWHVPXVWVKRZDVWURQJLQWHUHVWLQLQWHUGLVFLSOLQDU\UHVHDUFKGHPRQVWUDWHGIRU LQVWDQFHE\MRLQWSXEOLFDWLRQVZLWKUHVHDUFKHUVIURPOLIHVFLHQFHVRUHQJLQHHULQJ ,QDGGLWLRQZHH[SHFWJRRGNQRZOHGJHRIWKH*HUPDQODQJXDJHRUDKLJKGHJUHHRIZLOOLQJQHVVWROHDUQ*HUPDQ According to State law (Brandenburgisches Hochschulgesetz - BbgHG), preconditions for the appointment as a -XQLRU3URIHVVRULQFOXGHDFRPSOHWHGXQLYHUVLW\HGXFDWLRQWHDFKLQJVNLOOVDQGDVSHFLDOTXDOL¿FDWLRQIRUDFDGHPLF ZRUNZKLFKLVXVXDOO\GHPRQVWUDWHGWKURXJKDQRXWVWDQGLQJ3K'WKHVLV,QWHUQDWLRQDOH[SHULHQFHDQRXWVWDQGLQJ SXEOLFDWLRQUHFRUGDQGDWHDFKLQJUHFRUGDUHDGYDQWDJHRXV7KHWRWDOWLPHIRUFRPSOHWLRQRIWKH3K'DQGVXEVHTXHQW SRVWGRFHPSOR\PHQWVKRXOGQRWKDYHH[FHHGHGVL[\HDUV $SSRLQWPHQWVDUHPDGHDFFRUGLQJWRDQG%EJ+*7KHDSSRLQWPHQWDVDFLYLOVHUYDQWRUDSXEOLFHPSOR\HH ZLOOEHPDGHIRUXSWRIRXU\HDUVLQWKH¿UVWLQVWDQFHDQGFDQEHH[WHQGHGWRXSWR\HDUVLQWRWDOFRQGLWLRQDOXSRQ DSRVLWLYHHYDOXDWLRQIt is possible to be taken on for a permanent, tenured position at the ATB in conjunction with a joint appointment at the University of Potsdam following positive evaluation. 7KH8QLYHUVLW\RI3RWVGDPDQGWKH$7%VWULYHVWRLQFUHDVHWKHSURSRUWLRQRIZRPHQLQUHVHDUFKDQGWHDFKLQJDQG VSHFL¿FDOO\HQFRXUDJHVIHPDOHDSSOLFDQWVWRDSSO\IRUWKLVSRVLWLRQ+DQGLFDSSHGDSSOLFDQWVZLOOEHJLYHQSUHIHUHQFH LQFDVHRIHTXDOVXLWDELOLW\3HRSOHZLWKDQLPPLJUDWLRQEDFNJURXQGDUHVSHFL¿FDOO\HQFRXUDJHGWRDSSO\ 7KH8QLYHUVLW\RI3RWVGDPRIIHUVGXDOFDUHHUVXSSRUWDQGFRDFKLQJIRUQHZO\DSSRLQWHGSURIHVVRUV KWWSZZZXQLSRWVGDPGHHQQHXHEHVFKDHIWLJWHLQIRUPDWLRQIRUQHZO\DSSRLQWHGSURIHVVRUVKWPO )RU IXUWKHU TXHVWLRQV GR QRW KHVLWDWH WR FRQWDFW 3URI 'U 5HLQHU %UXQVFK 6FLHQWL¿F 'LUHFWRU RI $7% HPDLO UEUXQVFK#DWESRWVGDPGHSKRQH Applications (with a presentation of your research interests, curriculum vitae, copies of academic FHUWL¿FDWHVDQGGRFXPHQWVDOLVWRISXEOLFDWLRQVDOLVWRIFRQGXFWHGFRXUVHVDOLVWRIH[WHUQDOO\IXQGHG projects) should be sent to the University of Potsdam - [email protected] - within four weeks of the publication of this notice. Further Information \RXµOO¿QGXQGHU www.uni-potsdam.de /verwaltung/dezernat3/stellen/ 7|15 Forschung & Lehre Die Universität Siegen ist mit ca. 19.200 Studierenden, 1.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, davon ca. 1.200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, eine innovative und interdisziplinär ausgerichtete Universität. Sie bietet mit einem breiten Fächerspektrum von den Geistes- und Sozialwissenschaften über die Wirtschaftswissenschaften bis zu den Natur- und Ingenieurwissenschaften ein hervorragendes Lehr- und Forschungsumfeld mit zahlreichen inter- und transdisziplinären Forschungsprojekten. Die Universität Siegen bietet vielfältige Möglichkeiten, Beruf und )DPLOLH]XYHUHLQEDUHQ6LHLVWGHVZHJHQVHLWDOVIDPLOLHQJHUHFKWH+RFKVFKXOH]HUWL¿]LHUW und bietet einen Dual Career Service an. An der Fakultät III - Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsrecht - ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Universitätsprofessur (Bes.-Gr. W2 ÜBesG NRW) für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Dienstleistungsmanagement als befristete Stelle für die Dauer von fünf Jahren zu besetzen. Gesucht wird eine national und international ausgewiesene Persönlichkeit, die das Gebiet Dienstleistungsmanagement in Forschung und Lehre vertritt mit einem Schwerpunkt auf mittelständischen Betrieben einschließlich des Handwerks. Einschlägige Drittmittelaktivitäten sind erwünscht, ebenso die Bereitschaft zur Kooperation mit der Praxis. Möglichkeiten zur fakultätsinternen sowie fakultätsübergreifenden und externen Zusammenarbeit, etwa dem Institut für Mittelstandsforschung Bonn, sind gegeben. In der Lehre wirkt die/der künftige Stelleninhaberin/Stelleninhaber in den Studiengängen der Betriebswirtschaftslehre, insbesondere im Masterstudiengang Management und Märkte sowie Entrepreneurship and SME Management der Fakultät III mit. Die Bereitschaft zu englischsprachigen Lehrveranstaltungen wird vorausgesetzt, die Mitarbeit in akademischen Selbstverwaltungsgremien wird erwartet. Die Einstellungsvoraussetzungen für diese Universitätsprofessur sind neben den allgemeinen dienstrechtlichen Voraussetzungen ein abgeschlossenes Hochschulstudium, pädagogische Eignung, die besondere Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit, die in der Regel durch die Qualität einer Promotion nachgewiesen wird, zusätzliche wissenschaftliche Leistungen, die ausschließlich und umfassend im Berufungsverfahren bewertet werden, umfangreiche Lehrerfahrung und der Nachweis didaktischer Kompetenz. Die zusätzlichen wissenschaftlichen Leistungen werden im Rahmen einer Juniorprofessur, einer Habilitation oder einer Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin bzw. als wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer Hochschule oder außeruniversitären Forschungseinrichtung oder im Rahmen einer sonstigen wissenschaftlichen Tätigkeit erbracht. Es werden exzellente wissenschaftliche Leistungen erwartet, die sich nach der Zahl und der Qualität der wissenschaftlichen Veröffentlichungen in internationalen Fachzeitschriften und nach Erfahrungen mit der Einwerbung und der Durchführung von Drittmittelprojekten bemessen. 'LH8QLYHUVLWlW6LHJHQVWUHEWHLQH(UK|KXQJGHV$QWHLOVGHU)UDXHQDQ(QWVSUHFKHQGTXDOL¿]LHUWH Frauen werden um ihre Bewerbung gebeten. Bewerbungen geeigneter Schwerbehinderter sind erwünscht. Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen (Lebenslauf, Zeugniskopien, Schriftenverzeichnis und Darstellung der bisherigen Forschungs- und Lehrtätigkeit sowie der Drittmittelprojekte) richten Sie bitte bis zum 13.08.2015 schriftlich an den Dekan der Fakultät III der Universität Siegen, Herrn Universitätsprofessor Dr. Volker Wulf, 57068 Siegen (E-Mail: [email protected]). ,QIRUPDWLRQHQEHUGLH8QLYHUVLWlW6LHJHQ¿QGHQ6LHDXIXQVHUHU+RPHSDJHZZZXQLVLHJHQGH „30.000 bis 2017“ Dem DHV gehören zurzeit schon über 29.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an. Jetzt will der DHV durchstarten: Seit dem 1. Januar 2015 läuft eine Mitgliederwerbekampagne mit dem Ziel, 2017 das 30.000ste DHV-Mitglied zu begrüßen. Bitte beteiligen Sie sich an dieser Kampagne! Helfen Sie mit, die Zukunft Ihrer Berufsvertretung zu sichern. Unter allen Mitgliedern, die seit dem 1. Januar 2015 bis zum Kampagnenende mindestens ein neues Mitglied geworben haben, und unter allen neuen Mitgliedern, die im genannten Zeitraum DHV-Mitglied werden, wird ein Preis im Wert von jeweils 1.000 Euro verlost. Flankiert wird die Kampagne von der Aktion „Mitglieder werben Mitglieder“, die für die Werbung von zwei neuen Mitglieder unter anderem eine Beitragsfreiheit für ein Jahr vorsieht. Mehr dazu hier: www.hochschulverband.de/mitglieder-werben-mitglieder.pdf AKADEMISCHER STELLENMARKT UNIVERSITÄTSPROFESSUR FÜR GERIATRIE, VERBUNDEN MIT DER STELLE EINER CHEFÄRZTIN/EINES CHEFARZTES An der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB) Theodor Fontane ist zum WS 2015/16 die Universitätsprofessur für Geriatrie (W3-analog) in Verbindung mit der Stelle der Chefärztin/des Chefarztes der Klinik für Geriatrie an den Ruppiner Kliniken (Hochschulklinikum der MHB) zu besetzen. Die Stelleninhaberin/der Stelleninhaber soll das Fach Geriatrie in seiner gesamten Breite in Lehre, Forschung und Krankenversorgung vertreten. Eine spezielle klinische Expertise im Hinblick auf geriatrische früh-rehabilitative Komplexbehandlung wird ebenso erwartet wie die Bereitschaft zur wissenschaftlichen Kooperation mit universitären und außeruniversitären Einrichtungen. Die Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane ist eine staatlich anerkannte private Hochschule in kommunaler und kirchlicher Trägerschaft. Sie steht für innovative Lehrkonzepte, fachübergreifende und multidisziplinäre Lehre und Forschung. Einen speziellen Forschungsschwerpunkt der MHB bildet das Thema Medizin und Psychologie des Alterns und des Alters. Die Klinik für Geriatrie als Bestandteil des Departments Generationenmedizin an den Ruppiner Kliniken verfügt über 55 vollstationäre und 10 teilstationäre Behandlungsplätze (Tagesklinik). Darüber hinaus besteht eine intensive Zusammenarbeit mit der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Ruppiner Kliniken (interdisziplinäre internistisch-psychiatrische Station mit Schwerpunkt Geronto-Psychiatrie). Die Stelleninhaberin/der Stelleninhaber sollte eine langjährige klinische Tätigkeit einschließlich mehrjähriger Erfahrungen in klinischen Leitungsfunktionen nachweisen. Voraussetzungen für die Berufung sind darüber hinaus der Nachweis exzellenter Forschungsleistungen sowie ein herausragendes Engagement in der Lehre. Ferner sollten Erfahrungen in der Drittmitteleinwerbung nachgewiesen werden. Einstellungsvoraussetzungen sind die Facharztanerkennung für Innere Medizin mit der Schwerpunktbezeichnung Geriatrie bzw. mit vergleichbaren, für die Weiterbildungsberechtigung Innere Medizin und Geriatrie erforderlichen Leistungen, sowie die Habilitation oder äquivalente wissenschaftliche Leistungen. Es gilt §39 Abs. 1-4 des Brandenburgischen Hochschulgesetzes (GVBl. I/14, [Nr. 18]) vom 28.4.2014. Die Anstellung erfolgt im Rahmen eines unbefristeten Arbeitsverhältnisses. Für die Wahrnehmung der Aufgaben wird ein privatrechtlicher Dienstvertrag mit den Ruppiner Kliniken geschlossen. Die Medizinische Hochschule Brandenburg strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen im wissenschaftlichen Bereich an und lädt Frauen nachdrücklich zur Bewerbung ein. Bei gleicher Eignung werden schwerbehinderte Bewerber/innen bevorzugt berücksichtigt. Bitte richten Sie Ihre Bewerbung mit den Unterlagen (Lebenslauf, wissenschaftlicher Werdegang einschließlich Lehrtätigkeit, Publikationsverzeichnis, Drittmitteleinwerbungen, kurzgefasste Forschungsperspektive, Zusammenfassung der bisherigen klinischen Tätigkeit) in Papierform oder elektronisch (PDF) bis zum 31.8.2015 an den Dekan der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane, Prof. Dr. med. Dieter Nürnberg, Fehrbelliner Straße 38, 16816 Neuruppin, E-Mail: [email protected]. Informationen zu den einzureichenden Unterlagen Ƭnden Sie unter www.mhb-fontane.de. www.ruppiner-kliniken.de | www.mhb-fontane.de 589 590 AKADEMISCHER STELLENMARKT An der Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie der GeorgAugust-Universität Göttingen ist eine Professur für Forest Operations (BesGr. W2 NBesO) zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu besetzen. Die Professur soll die Forschungsschwerpunkte „Nutzung von Wäldern und Waldprodukten“ und „Sustainable Forestry and Global Change“ der Fakultät stärken. Die Forschung soll auf die Entwicklung, Analyse und Optimierung von Systemen und Prozessen der Holzlogistik (Holzernte und -transport) mit besonderem Augenmerk auf naturnahe Nutzungssysteme ausgerichtet sein und tropische Wälder einschließen. Mit der Wahrnehmung der Stelle sind die folgenden Aufgaben in der /HKUHYHUEXQGHQ)DFKVSH]L¿VFKH$XVELOGXQJLQGHQ%DFKHORUXQG Masterstudiengängen der Fakultät, vor allem in den Masterschwerpunkten „Forstbetrieb und Waldnutzung“ und „Tropical and International Forestry“. Aufgrund des hohen Anteils an Studierenden aus dem Ausland im zuletzt genannten Schwerpunkt ist ein Teil der Lehrveranstaltungen in englischer Sprache abzuhalten. Es wird erwartet, dass sich die Professur in ihrer Disziplin aktiv an der Internationalisierung des Lehrangebots beteiligt. Die Einstellungsvoraussetzungen ergeben sich aus § 25 des Niedersächsischen Hochschulgesetzes in der zurzeit geltenden Fassung. Die 6WLIWXQJVXQLYHUVLWlW*|WWLQJHQEHVLW]WGDV%HUXIXQJVUHFKW(LQ]HOKHLWHQ werden auf Anfrage gerne erläutert. %HZHUEXQJHQYRQ:LVVHQVFKDIWOHULQQHQXQG:LVVHQVFKDIWOHUQDXVGHP Ausland sind ausdrücklich erwünscht. Schwerbehinderte Menschen werden bei entsprechender Eignung bevorzugt berücksichtigt. Die Universität Göttingen plant, die Professur in das Professorinnen-Programm GHV%XQGHVXQGGHU/lQGHUHLQ]XEULQJHQXQGIRUGHUWGDKHUTXDOL¿]LHUWH )UDXHQDXVGUFNOLFK]XU%HZHUEXQJDXI7HLO]HLWEHVFKlIWLJXQJNDQQ unter Umständen ermöglicht werden. %HZHUEXQJHQPLW/HEHQVODXI6FKULIWHQYHU]HLFKQLVXQG'DUVWHOOXQJ der Lehr- und Forschungstätigkeit werden als pdf-Dokument bis zum 30.09.2015 erbeten an den Dekan der Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie, E-Mail: [email protected]. „Mit dem strategischen Aufbauprozess unseres Fundraisings, den wir gemeinsam mit DHV-Funds-Consult entwickelt haben, konnten wir unser Fundraising erfolgreich weiter entwickeln. Und zudem macht es auch noch Spaß, Netzwerke auf- und auszubauen!“ Prof. Dr. Beate Schücking Rektorin der Universität Leipzig DHV-FUNDS-CONSULT Forschung & Lehre 7|15 Die Universität Siegen ist mit ca. 19.200 Studierenden, 1.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, davon ca. 1.200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, eine innovative und interdisziplinär ausgerichtete Universität. Sie bietet mit einem breiten Fächerspektrum von den Geistes- und Sozialwissenschaften über die Wirtschaftswissenschaften bis zu den Natur- und Ingenieurwissenschaften ein hervorragendes Lehr- und Forschungsumfeld mit zahlreichen inter- und transdisziplinären Forschungsprojekten. Die Universität Siegen bietet vielfältige Möglichkeiten, Beruf und )DPLOLH]XYHUHLQEDUHQ6LHLVWGHVZHJHQVHLWDOVIDPLOLHQJHUHFKWH+RFKVFKXOH]HUWL¿]LHUW und bietet einen Dual Career Service an. In der Naturwissenschaftlich-Technischen Fakultät der Universität Siegen ist im Department Maschinenbau eine Universitätsprofessur (Bes.-Gr. W2 ÜBesG NRW) für Numerische Mechanik zu besetzen. Der/Die Stelleninhaber/-in vertritt das Fachgebiet in Forschung und Lehre. In der Forschung soll der/die zukünftige Stelleninhaber/-in numerische Verfahren über die FiniteElemente-Methode hinaus entwickeln und auf dem Gebiet nichtkonventioneller Diskretisierungsmethoden ausgewiesen sein. Der Schwerpunkt seiner/ihrer Arbeit sollte daher auf einem der folgenden Gebiete liegen: Partikel-Methoden/Quasi-Kontinuums-Methoden, netzfreie Diskretisierungen und/oder großskalige Simulationen mit Kontakt. Dabei wird erwartet, dass der/die Stelleninhaber/-in seine/ihre Expertise einbringt, um an der Entwicklung des Forschungsschwerpunkts „Innovative Materialien“ der Fakultät mitzuarbeiten. Die Lehre beinhaltet neben der Vermittlung der Forschungsinhalte die klassischen Fächer zur Mechanik für die Studiengänge Maschinenbau, Fahrzeugtechnik und Wirtschaftsingenieurwesen (B.Sc./M.Sc.) sowie für den englischsprachigen Studiengang Mechatronics (M.Sc.). Die Einstellungsvoraussetzungen sind neben den allgemeinen dienstrechtlichen Voraussetzungen ein abgeschlossenes Hochschulstudium, pädagogische Eignung, die besondere Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit, die in der Regel durch die Qualität einer Promotion nachgewiesen wird, zusätzliche wissenschaftliche Leistungen, die ausschließlich und umfassend im Berufungsverfahren bewertet werden. Die zusätzlichen wissenschaftlichen Leistungen werden im Rahmen einer Juniorprofessur, einer Habilitation oder einer Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin bzw. als wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer Hochschule oder außeruniversitären Forschungseinrichtung oder im Rahmen einer sonstigen wissenschaftlichen Tätigkeit erbracht. Die Bereitschaft zur aktiven und konstruktiven Teilnahme in den Selbstverwaltungsgremien der Universität wird erwartet. Die Universität Siegen strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen in )RUVFKXQJ XQG/HKUHDQ(QWVSUHFKHQG TXDOL¿]LHUWH :LVVHQVFKDIWOHULQQHQ ZHUGHQXPLKUH%Hwerbung gebeten. %HZHUEXQJHQHQWVSUHFKHQGTXDOL¿]LHUWHU6FKZHUEHKLQGHUWHUVLQGHUZQVFKW Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen (Lebenslauf, Zeugniskopien, Schriftenverzeichnis, Lehrund Forschungskonzepte, Lehrevaluation) richten Sie bitte bis zum 13.08.2015 an den Dekan der Naturwissenschaftlich-Technischen Fakultät, Universität Siegen, 57068 Siegen. Für Fragen steht Ihnen ebenfalls der Dekan, Herr Universitätsprofessor Dr. Ullrich Pietsch, Tel.: 0271/740-4411, E-Mail: [email protected], zur Verfügung. ,QIRUPDWLRQHQEHUGLH8QLYHUVLWlW6LHJHQ¿QGHQ6LHDXIXQVHUHU+RPHSDJH http://www.uni-siegen.de, http://www.mb.uni-siegen.de/institute/?lang=de 7|15 Forschung & Lehre AKADEMISCHER STELLENMARKT 591 TIERÄRZTLICHE FAKULTÄT „Forschen und Studieren mit Perspektive“ Die Bergische Universität Wuppertal ist eine moderne, dynamische und forschungsorientierte Campusuniversität mit interdisziplinär ausgerichteten Pro¿OOLQLHQLQ)RUVFKXQJXQG/HKUH*HPHLQVDPVWHOOHQVLFKKLHUPHKUDOV )RUVFKHQGH/HKUHQGHXQG6WXGLHUHQGHGHQ+HUDXVIRUGHUXQJHQLQGHQ%HUHLFKHQ*HVHOOVFKDIW.XOWXU%LOGXQJgNRQRPLH7HFKQLN1DWXUXQG8PZHOW Im Fachbereich E – Elektrotechnik, Informationstechnik, Medientechnik LVW]XPQlFKVWP|JOLFKHQ=HLWSXQNWHLQH Juniorprofessur Didaktik der Elektrotechnik %HV*UXSSH:h%HV*15:JHP+*15: ]XEHVHW]HQ *HVXFKW ZLUG HLQH HQJDJLHUWH 3HUV|QOLFKNHLW GLH LQ GHU 9HUPLWWOXQJ YRQ HOHNWURWHFKQLVFKHQXQGLQVEHVRQGHUHDXWRPDWLVLHUXQJVWHFKQLVFKHQ,QKDOWHQ DXVJHZLHVHQLVW(LQHU]LHKXQJVZLVVHQVFKDIWOLFKHU+LQWHUJUXQGXQGHLQHEHUXIV ZLVVHQVFKDIWOLFKH([SHUWLVHVLQGJHZQVFKW'LH6WHOOHQLQKDEHULQ'HU6WHOOHQ LQKDEHUVROOGLH6FKQLWWVWHOOH]ZLVFKHQGHQ%LOGXQJVZLVVHQVFKDIWHQGHUJHZHUE OLFKWHFKQLVFKHQ)DFKULFKWXQJHQXQGGHU(OHNWURWHFKQLNDXVIOOHQXQGLQGLHVHP %HUHLFKGLH$XVELOGXQJGHU/HKUDPWVVWXGLHUHQGHQEHWUHXHQ'LH3URIHVVXULVWLQ GHP3URMHNWÄ)|UGHUXQJNRRSHUDWLYHU6WXGLHQJlQJH³DQJHVLHGHOW 'LH %HZHUEHULQ E]Z GHU %HZHUEHU VROO GXUFK IROJHQGH .RPSHWHQ]HQ DXVJH ZLHVHQVHLQ z HLQVFKOlJLJHV/HKUDPWVVWXGLXPRGHULQJHQLHXUZLVVHQVFKDIWOLFKHV6WXGLXP YRU]XJVZHLVHLQGHU)DFKULFKWXQJ(OHNWURWHFKQLN$XWRPDWLVLHUXQJVWHFKQLN RGHUYHUZDQGWH6WXGLHQJlQJH z (UIDKUXQJ LQ GHU 9HUELQGXQJ YRQ )DFKZLVVHQVFKDIW XQG )DFKGLGDNWLN YRU ]XJVZHLVHLQGHU(UZDFKVHQHQELOGXQJ z )RUVFKXQJ ]XU EHUXÀLFKHQ )DFKDUEHLW LQ GHQ PHWDOO HOHNWURWHFKQLVFKHQ und informationstechnischen Berufen oder in vergleichbaren Berufsfeldern, ins EHVRQGHUHDXIGHP*HELHWGHU$XWRPDWLVLHUXQJVWHFKQLN z )RUVFKXQJVHUIDKUXQJHQ LQ GHP %HUHLFK GHV (LQVDW]HV GLJLWDOHU 0HGLHQ LQ /HKUXQG/HUQNRQWH[WHQ z (UIDKUXQJHQLQGHU$XVXQG:HLWHUELOGXQJQLFKWQXULPZLVVHQVFKDIWOLFKHQ Bereich ,P =HQWUXP GHU 3URIHVVXU VWHKW GLH /HKU/HUQIRUVFKXQJ LP %HUHLFK GHU$XWR PDWLVLHUXQJVWHFKQLN LQVEHVRQGHUH LP 6FKZHUSXQNW $UEHLW7HFKQLN%LOGXQJ 'LH -XQLRUSURIHVVXU LVW DQ GDV =HQWUXP IU JHZHUEOLFKWHFKQLVFKH /HKUHUELO GXQJ DQJHEXQGHQ XQG LP )DFKEHUHLFK (OHNWURWHFKQLN ,QIRUPDWLRQVWHFKQLN 0HGLHQWHFKQLNYHURUWHW*OHLFK]HLWLJZLUGGLHDNWLYH$XVJHVWDOWXQJGHU.RRSH UDWLRQPLWGHQ)DFKKRFKVFKXOHQLQVEHVRQGHUH]XU6WlUNXQJGHU$XVELOGXQJYRQ /HKUNUlIWHQIU%HUXIVNROOHJVHUZDUWHW'LH0LWZLUNXQJDP$XIEDXGHVGLGDN WLVFKHQ =HQWUXPV GHU EHUXÀLFKHQ )DFKULFKWXQJHQ LQ GHP GLH )DFKGLGDNWLNHQ GHUEHUXÀLFKHQ)DFKULFKWXQJHQJHEQGHOWZHUGHQZLUGHEHQIDOOVHUZDUWHW =XP $XIJDEHQJHELHW GHU 3URIHVVXU JHK|UW GLH 'XUFKIKUXQJ YRQ /HKUYHUDQ VWDOWXQJHQ LP %HUHLFK GHU NRPELQDWRULVFKHQ %DFKHORU XQG 0DVWHUDXVELOGXQJ VRZRKOLPIDFKGLGDNWLVFKHQDOVDXFKIDFKZLVVHQVFKDIWOLFKHQ%HUHLFKVRZLHGLH %HWUHXXQJGHU/HKUDPWVVWXGLHUHQGHQZlKUHQGGHU6FKXOSUDNWLND(UJlQ]HQGLVW HLQHhEHUQDKPHYRQIDFKZLVVHQVFKDIWOLFKHQ/HKUYHUDQVWDOWXQJHQLQGHU(OHNWUR WHFKQLNYRU]XJVZHLVHLP%HUHLFK,QIRUPDWLRQVXQG.RPPXQLNDWLRQVWHFKQLN P|JOLFK,QGHU)RUVFKXQJVROOGLH3URIHVVXUVLFKPLWGHQEHUXIVZLVVHQVFKDIW OLFKHQ$QVlW]HQ ]XP DUEHLWVSUR]HVVRULHQWLHUWHQ /HUQHQ GHU WKHRULHJHOHLWHWHQ (QWZLFNOXQJWHFKQLVFKHU/HUQXPJHEXQJHQXQGGHU]LHOJUXSSHQRULHQWLHUWHQ9HUPLWWOXQJYRQDQVSUXFKVYROOHQWHFKQLVFKHQ=XVDPPHQKlQJHQEHIDVVHQ An der Tierärztlichen Fakultät ist im Veterinärwissenschaftlichen Department zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Professur (W3) für Physiologie (Lehrstuhl) zu besetzen. Der Stelleninhaberin / dem Stelleninhaber obliegt die Vertretung des Faches in Lehre und Forschung. Die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) möchte eine hervorragend ausgewiesene Persönlichkeit gewinnen, die ihre wissenschaftliche Qualifikation im Anschluss an ein abgeschlossenes Hochschulstudium und eine überdurchschnittliche Promotion durch international sichtbare, exzellente Leistungen in Forschung und Lehre nachgewiesen hat und die über eine entsprechende Anerkennung als Fachtierarzt verfügt. Bei einer Einstellung im Beamtenverhältnis darf das 52. Lebensjahr zum Zeitpunkt der Ernennung noch nicht vollendet sein. In dringenden Fällen können hiervon Ausnahmen zugelassen werden. Die LMU strebt eine Erhöhung des Anteils der Frauen in Forschung und Lehre an und bittet deshalb Wissenschaftlerinnen nachdrücklich, sich zu bewerben. Schwerbehinderte werden bei ansonsten im Wesentlichen gleicher Eignung bevorzugt. Die LMU bietet Unterstützung für Doppelkarriere-Paare an. Bewerbungen in Deutsch und Englisch sind mit den üblichen Unterlagen (Lebenslauf, wissenschaftlicher Werdegang, Zeugnisse, Urkunden, Schriftenverzeichnis, Lehrverzeichnis, Drittmittelaufkommen) in Papierform und zusätzlich auf elektronischem Wege einzureichen bis zum 30. September 2015 beim Dekan der Tierärztlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München, Veterinärstraße 13, 80539 München, E-Mail: [email protected]. Kennziffer: P15010 'LH0LWDUEHLWLQGHUDNDGHPLVFKHQ6HOEVWYHUZDOWXQJZLUGDOVVHOEVWYHUVWlQGOLFK HUDFKWHW 'LH%HUJLVFKH8QLYHUVLWlWEHWUDFKWHWGLH*OHLFKVWHOOXQJYRQ)UDXHQXQG0lQQHUQ DOVHLQHZLFKWLJH$XIJDEHDQGHUHQ8PVHW]XQJGLH]XNQIWLJH6WHOOHQLQKDEHULQ GHU]XNQIWLJH6WHOOHQLQKDEHUPLWZLUNW An der Fachhochschule für Interkulturelle Theologie Hermannsburg (FIT) ist zum SoSe 2016 folgende Professur zu besetzen: Der vollständige Ausschreibungstext einschließlich der EinstellungsvorDXVVHW]XQJHQLVWXQWHUZZZVWHOOHQXQLZXSSHUWDOGH]X¿QGHQ Professur für „Entwicklungsbezogene Arbeit“ %HZHUEXQJHQ VLQG PLW /HEHQVODXI =HXJQLVNRSLHQ 6FKULIWHQYHU]HLFKQLV XQG JJI 9HU]HLFKQLV GHU ELVKHULJHQ /HKUYHUDQVWDOWXQJHQ unter Angabe der Kennziffer - zu richten an den Dekan des Fachbereichs Elektrotechnik, Informationstechnik, Medientechnik, Herrn Univ.-Prof. Dr. A. Kummert, Bergische Universität Wuppertal, 42097 Wuppertal. Bewerbungen sind folgende Unterlagen beizufügen: $XIHOHNWURQLVFKHP:HJHEHUPLWWHOWH%HZHUEXQJHQN|QQHQQLFKWEHUFNVLFKWLJWZHUGHQ - Lebenslauf mit Auflistung der Publikationen, Lehrveranstaltungen, Berufserfahrungen, Forschungsprojekte, - Angaben zu den zukünftig geplanten Lehr- und Forschungsprojekten, - drei ausgewählte Publikationen (möglichst in einer integralen PDF-Datei). )UDXHQZHUGHQEHLJOHLFKHU(LJQXQJ%HIlKLJXQJXQGIDFKOLFKHU/HLVWXQJEHYRU]XJWEHUFNVLFKWLJWVRIHUQVLHLQGHU2UJDQLVDWLRQVHLQKHLWXQWHUUHSUlVHQWLHUW VLQGXQGVRIHUQQLFKWLQGHU3HUVRQHLQHV0LWEHZHUEHUVOLHJHQGH*UQGHEHUZLHJHQ 'LH 5HFKWH GHU 6FKZHUEHKLQGHUWHQ EHL JOHLFKHU (LJQXQJ EHYRU]XJW EHUFNVLFKWLJW]XZHUGHQEOHLEHQXQEHUKUW Bewerbungen sind bis zum 31. August 2015 in elektronischer Form an die Fachhochschule für Interkulturelle Theologie Hermannsburg, Geschäftsführung, Herrn Erich Fiebig, Missionsstraße 3-5, 29320 Südheide, E-Mail: [email protected] zu senden. Bewerbungsfrist: 24.07.2015 Weitere Informationen finden Sie unter www.fh-hermannsburg.de oder unter www.elm-mission.net . 592 AKADEMISCHER STELLENMARKT Forschung & Lehre 7|15 Das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf e.V. (HZDR) ist eine Forschungseinrichtung mit ca. 1.000 Mitarbeitern und Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF). Seine fachübergreifenden wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen in den Forschungsbereichen Energie, Gesundheit und Materie. Die Arbeiten werden in enger Zusammenarbeit innerhalb der HGF sowie mit Hochschulen, außeruniversitären Instituten und der Industrie durchgeführt. DetailOLHUWH,QIRUPDWLRQHQ¿QGHQ6LHXQWHUKWWSZZZK]GUGH An der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik ist im Rahmen eines gemeinsamen Berufungsverfahrens mit dem HZDR zum schnellstmöglichen Zeitpunkt die W3-Professur für „Beschleunigertechnologie“ verbunden mit einer leitenden Funktion im „ELBE Zentrum für Hochleistungsstrahlenquellen“ im Institut für Strahlenphysik des HZDR zu besetzen. Am „ELBE Zentrum für Hochleistungsstrahlenquellen“ sind etwa 80 Mitarbeiter tätig. Für die zu besetzende Position wird eine international herausragende Forscherpersönlichkeit mit ausgewiesener Expertise im Bereich der Beschleunigerphysik und -technologie gesucht. Der Schwerpunkt der experimentellen Forschungstätigkeit wird auf dem Gebiet der supraleitenden Beschleunigertechnologie und deren Weiterentwicklung als Treiber innovativer Strahlenquellen vom Terahertz- bis zum Röntgenbereich liegen. Dabei ist eine enge Zusammenarbeit mit den Forschungsgebieten Hochleistungslaser, Strahlenphysik, 0DWHULDO XQG (QHUJLHIRUVFKXQJ GHV +='5 VRZLH PLW GHU )DNXOWlW IU ,QIRUPDWLN XQG (OHNWURWHFKQLN LQ GHU 3UR¿OOLQLH „Light, Life and Matter“ der Universität Rostock essenziell. Außerdem wird eine aktive Rolle bei der Koordinierung der Beschleunigerforschung und der Konzipierung von Zukunftsprojekten in der Helmholtz-Gemeinschaft erwartet. Für Rückfragen wenden Sie sich an: +U3URI'U'UKF56DXHUEUH\:LVVHQVFKDIWOLFKHU'LUHNWRUGHV+='57HO)D[ (0DLOUVDXHUEUH\#K]GUGH )U3URI'UUHUQDWKDELO8UVXODYDQ5LHQHQ9RUVLW]HQGHGHU%HUXIXQJVNRPPLVVLRQ8QLYHUVLWlW5RVWRFN7HO (0DLOXUVXODYDQULHQHQ#XQLURVWRFNGH **** 'LH (LQVWHOOXQJVYRUDXVVHW]XQJHQ EHVWLPPHQ VLFK JHPl $EV /DQGHVKRFKVFKXOJHVHW] 0HFNOHQEXUJ9RUSRPPHUQ /+*09DEJHVFKORVVHQHV+RFKVFKXOVWXGLXPLP%HUHLFKGHU3K\VLN(OHNWURWHFKQLNRGHUYHUZDQGWHQ)lFKHUQSlGDJRgische Eignung, Promotion, Habilitation oder vergleichbare wissenschaftliche Leistungen, die in der Regel im Rahmen einer Juniorprofessur erbracht worden sind. Engagement in der Lehre und Erfahrung in der Leitung interdisziplinärer Forschungsgruppen sowie im Umgang mit internationalen Nutzern werden vorausgesetzt. 'LH3URIHVVXUZLUGJHPl$EV/+*09QDFKGHPVRJHQDQQWHQÄ7KULQJHU0RGHOO³8QLYHUVLWlWVSURIHVVRUXQGSULYDWrechtlicher Anstellungsvertrag im HZDR) berufen. Besondere Fähigkeiten und Leistungen in der Lehre sowie in der Wissenschaftsorganisation und akademischen SelbstverZDOWXQJ¿QGHQ%HUFNVLFKWLJXQJ=XGLHVHP=ZHFNVLQGGLH(UJHEQLVVHLQGHU/HKUHGLH9RUVWHOOXQJHQ]XUNQIWLJHQ/HKUH inkl. zur didaktischen Gestaltung von Lehrveranstaltungen darzulegen und die Erfahrungen im wissenschaftlichen Management zu beschreiben. Die Universität Rostock bekennt sich zu ihren universitären Führungsleitlinien. Die Universität Rostock und das HZDR streben eine Erhöhung des Anteils von Frauen am wissenschaftlichen Personal an XQG IRUGHUQ GDKHU TXDOL¿]LHUWH )UDXHQ PLW %H]XJ DXI $EV GHV *OHLFKVWHOOXQJVJHVHW]HV 0HFNOHQEXUJ9RUSRPPHUQ QDFKGUFNOLFKDXIVLFK]XEHZHUEHQ)UDXHQZHUGHQEHLJOHLFKZHUWLJHU4XDOL¿NDWLRQYRUUDQJLJEHUFNVLFKWLJWVRIHUQQLFKW in der Person des Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen. 6FKZHUEHKLQGHUWH %HZHUEHULQQHQ XQG %HZHUEHU ZHUGHQ EHL JOHLFKHU (LJQXQJ %HIlKLJXQJ XQG 4XDOL¿NDWLRQ EHVRQGHUV berücksichtigt. %HZHUEXQJHQPLWGHQEOLFKHQ8QWHUODJHQWDEHOODULVFKHU/HEHQVODXI'DUVWHOOXQJGHVZLVVHQVFKDIWOLFKHQXQGEHUXÀLFKHQ Werdegangs, Schriftenverzeichnis, Sonderdrucke der fünf wichtigsten Publikationen, Aufstellung der bisherigen LehrtätigNHLWHYHQWXHOOKRFKVFKXOGLGDNWLVFKHU=XVDW]TXDOL¿NDWLRQHQXQGGHUELVKHULJHQ'ULWWPLWWHOHLQZHUEXQJ sowie Beschreibung künftiger Forschungsabsichten) sind bitte in zweifacher Ausfertigung bis zum 20. Juli 2015 zu richten an die Universität Rostock, Dekan der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik, Albert-Einstein-Straße 2, 18059 Rostock. Die Bewerbungsunterlagen werden den zuständigen Gremien der Universität Rostock und des HZDR z gänglich gemacht. Bewerbungskosten werden vom HZDR entsprechend dem Bundesreisekostengesetz übernommen. Cartoon: Meissner Forschung & Lehre 593 AKADEMISCHER STELLENMARKT SPITZENMEDIZIN IN HANNOVER 7|15 Medizinische Hochschule Hannover Am Institut für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene der Medizinischen Hochschule Hannover (Leitung Prof. Dr. med. S. Suerbaum) ist eine UNIVERSITÄTSPROFESSUR FÜR MOLEKULARE MEDIZINISCHE MIKROBIOLOGIE (Nachfolge Prof. Dr. M. W. Hornef) im Beamtenverhältnis oder außertariflichen Angestelltenverhältnis entsprechend W2 BBesO zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu besetzen. Die Stelle ist zunächst befristet auf 5 Jahre, nach positiver Zwischenevaluation kann nach frühestens 3 Jahren eine Entfristung erfolgen. Der Bewerber oder die Bewerberin sollte auf einem Teilgebiet der Medizinischen Mikrobiologie internationales Ansehen erworben haben und das Forschungsprofil der Abteilung (akute und chronische Infektionen des Gastrointestinaltrakts und der Lunge) komplementieren. Mitarbeit in den an der MHH bestehenden Sonderforschungsbereichen, insbesondere im SFB 900 (‚Chronische Infektionen: Mikrobielle Persistenz und ihre Kontrolle’), im Deutschen Zentrum für Infektionsforschung und in anderen Forschungsschwerpunkten der MHH (siehe www.mh-hannover.de) ist erwünscht. Weitere Einstellungsvoraussetzungen sind eine exzellente Publikationsleistung, Erfahrung in der Einwerbung von Forschungsdrittmitteln und Lehre sowie die Bereitschaft zur fachübergreifenden Kooperation. Für die Besetzung der Stelle kommen Mediziner/Medizinerinnen oder Naturwissenschaftler/ Naturwissenschaftlerinnen in Betracht. Ärztliche Bewerber/ Bewerberinnen sollten die Facharztausbildung für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie abgeschlossen haben und sich als Oberarzt/Oberärztin an der mittelbaren Krankenversorgung im Bereich der Medizinischen Mikrobiologie beteiligen. Besonderes Engagement in der studentischen Lehre, auch in fächerübergreifenden Lehrveranstaltungen nach der neuen Approbationsordnung Humanmedizin im Modellstudiengang „HannibaL“ der MHH, wird vorausgesetzt. Schwerbehinderte werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt. Die MHH strebt eine Erhöhung des Anteils von Professorinnen an und fordert deshalb Frauen nachdrücklich auf, sich zu bewerben. Announcement of an open position at the Faculty of Informatics, Vienna University of Technology (TU Wien), Austria FULL PROFESSOR of COMPUTER ENGINEERING (Computer Architecture) The Vienna University of Technology (TU Wien) invites applications for a Full Professor position at the Faculty of Informatics. The successful candidate will have an outstanding research record in computer engineering, with a particular emphasis on one or (ideally) more of the following comSXWHUDUFKLWHFWXUHUHODWHG¿HOGVWKDWFRPSOHPHQWH[LVWLQJDFWLYLWLHVDWWKH)DFXOW\RI Informatics: $UFKLWHFWXUHVIRUPL[HGFULWLFDOLW\DSSOLFDWLRQV • Multi- and many-core architectures • Massively parallel architectures (e.g. GPU architectures) • Non-conventional architectures (e.g. neural computing) • High performance architectures (multi-threading, superscalar, etc.) 5HFRQ¿JXUDEOHDUFKLWHFWXUHV • Memory architectures • Circuit design and modeling :HRIIHUH[FHOOHQWZRUNLQJFRQGLWLRQVLQDQDWWUDFWLYHUHVHDUFKHQYLURQPHQWLQDFLW\ ZLWKDQH[FHSWLRQDOTXDOLW\RIOLIH For a more detailed announcement and information on how to apply, please go to: http://www.informatik.tuwien.ac.at/vacancies $SSOLFDWLRQVLQ(QJOLVKVKRXOGEHVHQWWRWKHDean of the Faculty of Informatics, 3URI'U*HUDOG6WHLQKDUGWLQGLJLWDOIRUPDVLQJOHSGI¿OHWRGHNDQ#LQIRUPDWLN tuwien.ac.at. Application Deadline: August 20, 2015 Bewerberinnen/Bewerber müssen die Einstellungsvoraussetzungen gem. § 25 Niedersächsisches Hochschulgesetz (Habilitation oder eine gleichwertige wissenschaftliche Leistung) erfüllen. Einzelheiten können auf Anfrage erläutert werden. Bewerbungen in Schrift- und elektronischer Form mit tabellarischem Lebenslauf, Zeugnissen, wissenschaftlichem und klinischem Werdegang, vollständigem Nachweis der Lehrerfahrung, Vorlage eines Lehrkonzeptes und vollständigem, gegliedertem Schriftenverzeichnis mit einer Auswahl von Sonderdrucken der fünf wichtigsten Publikationen werden bis 28.07.2015 erbeten an den Präsidenten der Medizinischen Hochschule Hannover Carl-Neuberg-Str. 1, 30625 Hannover E-Mail: [email protected] Eine Kopie der elektronischen Bewerbung und etwaige Rückfragen richten Sie bitte an Prof. S. Suerbaum, E-Mail: suerbaum. [email protected]. www.mh-hannover.de 594 AKADEMISCHER STELLENMARKT Forschung & Lehre An der Jade Hochschule mit ihren Studienorten Wilhelmshaven, Oldenburg und Elsfleth studieren rund 7.500 junge Menschen, die Lust auf Zukunft haben. 180 Professor_innen betreuen sie individuell. Die Hochschule fördert eigenverantwortliches, praxisorientiertes Lernen und verknüpft akademische Ausbildung mit dem Erwerb von Schlüsselqualifikationen und ethischer Kompetenz. LEHREN/FORSCHEN – NEU ENTDECKEN! KOMMEN SIE ALS PROFESSORIN ODER PROFESSOR AN DIE JADE HOCHSCHULE! An der Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth ist im Fachbereich Management, Information, Technologie am Studienort Wilhelmshaven zum 01.03.2016 folgende Stelle zu besetzen: Professur (Bes.-Gr. W2) für das Gebiet Wirtschaftsingenieurwesen, insbesondere Produktionsmanagement Kennziffer MIT 85-FL Gesucht wird ein_e Wirtschaftsingenieur_in oder ein_e Maschinenbauingenieur_in mit einschlägigen Erfahrungen in Produktion, Qualitätsmanagement und im Bereich Produktionsmanagement. Die Einstellungsvoraussetzungen ergeben sich aus § 25 des Niedersächsischen Hochschulgesetzes (NHG). An der Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth ist im Fachbereich Management, Information, Technologie am Studienort Wilhelmshaven zum 01.09.2015, befristet bis zum 31.08.2017, folgende Stelle zu besetzen: Verwalter_in einer Professur (Bes.-Gr. W2) für das Gebiet Anwendungen der Datenverarbeitung in Entwicklung und Produktion Kennziffer MIT/V 83-FL1 Gesucht wird ein_e Ingenieur_in mit Berufs- und Führungserfahrung in produzierenden Unternehmen sowie fundierten Kenntnissen und Erfahrungen in Fertigung, Produktion, Automatisierung und Qualitätsmanagement. Vorteilhaft sind darüber hinaus Kenntnisse und Erfahrungen in der Produktentwicklung sowie im betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz. Die Stellen sind teilzeitgeeignet. Ausführliche Informationen zu den Stellenangeboten erhalten Sie unter jade-hs.de/stellen. Wir gewährleisten die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern und berücksichtigen vorrangig schwerbehinderte Menschen mit gleicher Eignung und Qualifikation. Richten Sie Ihre Bewerbung bitte mit den vollständigen Unterlagen unter Angabe der jeweiligen Kennziffer bis zum 22.07.2015 an den Präsidenten der Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth Dr. habil. Elmar Schreiber Friedrich-Paffrath-Straße 101 26389 Wilhelmshaven jade-hs.de 7|15 7|15 Forschung & Lehre In der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik an der Universität der Bundeswehr München ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt folgende Professur zu besetzen: W3-Universitätsprofessur für Sichere Digitale Schaltungen Persönlichkeiten mit ausgezeichneten akademischen, wissenschaftlichen sowie didaktischen Fähigkeiten sind eingeladen, sich zu bewerben. Der zukünftige Stelleninhaber/Die zukünftige Stelleninhaberin soll durch exzellente Forschungsarbeiten und praktische Erfahrungen im Entwurf komplexer digitaler Schaltungen in hoch-skalierten CMOS Technologien für die Kommunikationstechnik oder für die integrierte Sensorik ausgewiesen sein. Ein besonderer Schwerpunkt der Professur soll in der Entwicklung von Methoden zum Entwurf fälschungssicherer digitaler Schaltungen liegen. Dies umfasst auch die Analyse und Bewertung bereits bestehender digitaler Schaltungen in Bezug auf Fälschungssicherheit. Erfahrungen im Bereich Schaltungsverifikation und Testmethoden sind von Vorteil. Die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit dem Forschungsschwerpunkt Information and Communications der Fakultät und dessen Professuren wird vorausgesetzt. Erwünscht ist auch eine Vernetzung zu Forschungsaktivitäten der Fakultät für Informatik und zum Forschungszentrum Cyber Defense (CODE). In der Lehre ist in Zusammenarbeit mit dem Institutskollegen das Gebiet der Schaltungstechnik, der Mikroelektronik und der Implementierung integrierter Schaltungen in voller Breite zu vertreten. Für die von der Fakultät getragenen Bachelor- und Master-Studiengänge sowie für den Studiengang Mathematical Engineering sind entsprechende Pflicht-Lehrveranstaltungen zu übernehmen. Darüber hinaus wird die Entwicklung anspruchsvoller Wahlpflicht-Lehrveranstaltungen und die Betreuung und Weiterentwicklung von Praktika erwartet. Mehrjährige Industrieerfahrung oder industrienahe Forschungstätigkeit im ingenieurwissenschaftlichen Bereich ist erwünscht. Die Einwerbung von Drittmitteln und die Mitwirkung in der akademischen Selbstverwaltung werden erwartet. Voraussetzung für eine Bewerbung ist eine exzellente wissenschaftliche Qualifikation, die durch eine Habilitation, im Rahmen einer Juniorpro- fessur oder durch vergleichbare Tätigkeiten in einer Forschungseinrichtung oder in der Wirtschaft nachgewiesen werden. Die Universität der Bundeswehr München bietet für Offizieranwärter/ -innen und Offiziere ein wissenschaftliches Studium an, das im Trimestersystem zu Bachelor- und Masterabschlüssen führt. Das Studium wird durch fächerübergreifende, berufsqualifizierende Anteile des integralen Begleitstudiums studium plus ergänzt. Die Einstellungsvoraussetzungen und die dienstrechtliche Stellung von Professorinnen und Professoren richten sich nach dem Bundesbeamtengesetz. In das Beamtenverhältnis kann berufen werden, wer am Tag der Ernennung das 50. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Die Universität strebt eine Erhöhung des Anteils von Professorinnen an und fordert deshalb ausdrücklich Wissenschaftlerinnen zur Bewerbung auf. Schwerbehinderte Bewerber und Bewerberinnen werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt berücksichtigt. Bitte richten Sie die üblichen Bewerbungsunterlagen bis zum 20. September 2015 als vertrauliche Personalsache an den Dekan der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik der Universität der Bundeswehr München, 85577 Neubiberg. AKADEMISCHER STELLENMARKT 595 In der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik ist am Institut für Physik die W3-Universitätsprofessur für Sensortechnologien zum 1. Oktober 2016 zu besetzen. Persönlichkeiten mit ausgezeichneten akademischen, wissenschaftlichen sowie didaktischen Fähigkeiten sind eingeladen, sich zu bewerben. Die zukünftige Stelleninhaberin/Der zukünftige Stelleninhaber sollte auf mehreren der folgenden zentralen Themen der Technologie und Wirkprinzipien von Silizium Halbleitersensoren fachlich ausgewiesen sein: l Technologie physikalischer, chemischer oder biologischer Halbleitersensoren l Entwicklung neuer Materialien und Funktionalitäten l Herstellung und elektrische Charakterisierung von Sensorbauelementen l Anwendungstauglichkeit Vor dem Hintergrund des expandierenden Internet of Things wird der Bedarf an geeigneten Sensoren stark ansteigen. Der Forschungsschwerpunkt der Professur soll auf der technologischen Weiterentwicklung von Halbleitersensoren unter Einbindung neuer funktionaler Materialien und Wirkprinzipien liegen. Entsprechend ihrer Rolle als Schlüsseltechnologie sollen die entwickelten Bauelemente ein breites Einsatzgebiet abdecken können. Ein zertifizierter, institutseigener Reinraum zur Herstellung von Bauelementen und bestens ausgestattete Labore für die elektrische und physikalische Charakterisierung von elektronischen Sensorbauelementen stehen zur Verfügung. In der Lehre wird erwartet, dass für die von der Fakultät getragenen Studiengänge die Grundlagenvorlesungen in Physik und die Betreuung der Praktika übernommen werden und dass - in Abstimmung mit den anderen Professuren - Lehrveranstaltungen auch aus benachbarten Fachgebieten angeboten werden. Eine enge Zusammenarbeit innerhalb des Instituts und mit den benachbarten Fachgebieten sowie die Bereitschaft zur Mitarbeit in den Selbstverwaltungsgremien der Universität sind ebenso Voraussetzungen wie Erfahrungen in der Einwerbung von Drittmitteln und hohes diesbezügliches Engagement. Voraussetzung für eine Bewerbung sind exzellente wissenschaftliche Leistungen, die durch eine Habilitation oder durch gleichwertige wissenschaftliche Leistungen nachgewiesen werden. Die Universität der Bundeswehr München bietet für Offizieranwärter/ -innen und Offiziere ein wissenschaftliches Studium an, das im Trimestersystem zu Bachelor- und Masterabschlüssen führt. Das Studium wird durch fächerübergreifende, berufsqualifizierende Anteile des integralen Begleitstudiums studium plus ergänzt. Die Einstellungsvoraussetzungen und die dienstrechtliche Stellung von Professorinnen und Professoren richten sich nach dem Bundesbeamtengesetz. In das Beamtenverhältnis kann berufen werden, wer am Tag der Ernennung das 50. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Die Universität strebt eine Erhöhung des Anteils von Professorinnen an und fordert deshalb ausdrücklich Wissenschaftlerinnen zur Bewerbung auf. Schwerbehinderte Bewerber und Bewerberinnen werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt berücksichtigt. Bitte richten Sie die üblichen Bewerbungsunterlagen unter Beilegung der drei wichtigsten Publikationen bis zum 20. September 2015 als vertrauliche Personalsache an den Dekan der Fakultät EIT der Universität der Bundeswehr München, 85577 Neubiberg. 596 AKADEMISCHER STELLENMARKT Forschung & Lehre 7|15 VERWALTUNG MANAGEMENT FACHKRÄFTE UNIVERSITÄTSPROFESSUR FÜR PSYCHIATRIE UND PSYCHOTHERAPIE, VERBUNDEN MIT DER STELLE EINER OBERÄRZTIN/EINES OBERARZTES An der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB) Theodor Fontane ist zum WS 2015/16 eine Universitätsprofessur für Psychiatrie und Psychotherapie (W2-analog) in Verbindung mit der Stelle einer Oberärztin/eines Oberarztes in der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik an den Ruppiner Kliniken (Hochschulklinikum der MHB) zu besetzen. Die Stelleninhaberin/der Stelleninhaber soll das Fach Psychiatrie und Psychotherapie in seiner gesamten Breite in Lehre, Forschung und Krankenversorgung vertreten. Die Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane ist eine staatlich anerkannte private Hochschule in kommunaler und kirchlicher Trägerschaft. Sie steht für innovative Lehrkonzepte, fachübergreifende und multidisziplinäre Lehre und Forschung. Einen speziellen Forschungsschwerpunkt der MHB bildet das Thema Medizin und Psychologie über die Lebensspanne. Die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik verfügt über 137 vollstationäre und 44 teilstationäre Behandlungsplätze (2 Tageskliniken) sowie über eine Institutsambulanz. Die Klinik hat einen überregionalen Versorgungsauftrag und bietet das gesamte Spektrum der Diagnostik und Behandlung psychischer Erkrankungen des Erwachsenenalters an. Darüber hinaus besteht eine intensive Zusammenarbeit mit der Klinik für Kinderund Jugend-Psychiatrie und Psychotherapie (Adoleszenten-Station sowie mit der Klinik für Geriatrie (interdisziplinäre internistischpsychiatrische Station). Sowohl in der Patientenversorgung als auch in Forschung und Lehre verfolgt die Klinik das Ziel der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Medizin, Psychologie und neurobiologischer Grundlagenforschung. Die zukünftige Stelleninhaberin/der zukünftige Stelleninhaber sollte eine langjährige klinische Tätigkeit nachweisen. Voraussetzungen für die Berufung sind darüber hinaus der Nachweis exzellenter Forschungsleistungen im Bereich der klinischen Psychiatrie und Psychotherapie sowie ein herausragendes Engagement in der Lehre. Der von der MHB angebotene Brandenburgische Modellstudiengang Medizin folgt didaktisch der Methodik des Problemorientierten Lernens (POL), ist praxisorientiert und wissenschaftsbasiert. Die Bereitschaft zur Kooperation in der Lehre mit den vorklinischen Fächern in gemeinsamen Lehrveranstaltungen wird erwartet. Ferner sollten Erfahrungen in der Drittmitteleinwerbung nachgewiesen werden. Einstellungsvoraussetzungen sind die Facharztanerkennung für Psychiatrie und Psychotherapie sowie die Habilitation oder vergleichbare wissenschaftliche Leistungen. Es gilt §39 Abs. 1-4 des Brandenburgischen Hochschulgesetzes (GVBl. I/14, [Nr. 18]) vom 28.4.2014. Die Anstellung erfolgt im Rahmen eines auf fünf Jahre befristeten Arbeitsverhältnisses (mit Option auf Verlängerung). Für die Wahrnehmung der Aufgaben wird ein privatrechtlicher Dienstvertrag mit den Ruppiner Kliniken geschlossen. Die Medizinische Hochschule Brandenburg strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen im wissenschaftlichen Bereich an und lädt Frauen nachdrücklich zur Bewerbung ein. Bei gleicher Eignung werden schwerbehinderte Bewerber/innen bevorzugt berücksichtigt. In der Zentralen Hochschulverwaltung der Universität zu Köln, Dezernat 7 - Forschungsmanagement ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt für die Abteilung 71: Analyse und Beratung eine Stelle als Mitarbeiterin/Mitarbeiter Drittmittelberatung in Vollzeit (39,83 Wochenstunden) zu besetzen, die Stelle kann auch in Teilzeit (19,92 Wochenstunden) ausgeübt werden. Die Stelle ist befristet im Rahmen einer Mutterschutzvertretung (eine Verlängerung als Elternzeitvertretung bis 30.06.2016 wird angestrebt). Bei Vorliegen der tarifrechtlichen Voraussetzungen erfolgt die Eingruppierung bis Entgeltgruppe 13 TV-L. Das Dezernat Forschungsmanagement der Universität zu Köln bietet den Wissenschaftlern/-innen der Universität zu Köln eine professionelle Unterstützung bei allen Drittmittelund Transferprojekten. Um die Serviceleistungen in der Beratung weiter auszubauen und die Bereitstellung von Informationen für die Universitätsleitung zu optimieren, wurde die Abteilung Analyse und Beratung eingerichtet. Aufgaben: • Beratung zu allen Aspekten der (inter)nationalen Forschungsförderung • Entwicklung, Erprobung und Evaluation moderner und zielgruppengerechter Beratungsund Veranstaltungskonzepte in der Forschungsförderung • abteilungsübergreifende Zusammenarbeit mit allen Projektmanagern/-innen des Dezernats Qualifikationen und persönliche Voraussetzungen: • abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium • sehr gute Kenntnisse der Anforderungen von EU-Förderungen • gute Kenntnisse der Anforderungen von nationalen Mittelgebern wie DFG, BMBF etc. • praktische Erfahrung im Management von Drittmittelprojekten wünschenswert • fundierte Kenntnisse von universitären Strukturen, der wissenschaftlichen Arbeitsweise, der Rahmenbedingungen einer Universität sowie unterschiedlicher Fächerkulturen • Erfahrungen in der Konzeption und Koordination von Projekten und Veranstaltungen • sehr gute englische Sprachkenntnisse • Serviceorientierung, Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke Es erwartet Sie eine verantwortungsvolle und abwechslungsreiche Aufgabe in einem serviceund leistungsorientierten Team an einer zentralen Schnittstelle zwischen Verwaltung, Wissenschaft und Forschungsförderung. Wir wünschen uns für die Stelle eine dynamische und kreative Persönlichkeit, die sich durch Eigeninitiative, Gestaltungswillen, Organisationstalent und Flexibilität auszeichnet und für das Thema Forschungsmanagement begeistert. Eigenverantwortliche Arbeitsweise und ein hohes Maß an Engagement sowie die Bereitschaft zu regelmäßiger Fortbildung setzen wir voraus. Bewerbungen von schwerbehinderten Menschen sind besonders willkommen. Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt. Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht. Frauen werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen. Rückfragen richten Sie bitte an den Leiter der Abteilung 74 - Internationale Förderung Herrn Trempeck, Tel.: 0221/470-7730. Ihre Bewerbung richten Sie bitte per E-Mail in einer PDF-Datei bis zum 10.07.2015 an [email protected] (Universität zu Köln, Der Kanzler, Abteilung 74 Internationale Förderung - Herrn Trempeck, Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln). Universität zu Köln www.uni-koeln.de Bei Rückfragen steht Ihnen Prof. Dr. Joachim Behr, Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik unter Tel.: 03391 39-2110 gern zur Verfügung. Bitte richten Sie Ihre Bewerbung mit den Unterlagen (Lebenslauf, wissenschaftlicher Werdegang einschließlich Lehrtätigkeit, Publikationsverzeichnis, Drittmitteleinwerbungen, kurzgefasste Lehr- und Forschungsperspektive sowie Zusammenfassung der bisherigen klinischen Tätigkeit) in Papierform und elektronisch (PDF) bis zum 31.08.2015 an den Dekan der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane, Prof. Dr. med. Dieter Nürnberg, Fehrbelliner Straße 38, 16816 Neuruppin, E-Mail: [email protected]. www.ruppiner-kliniken.de | www.mhb-fontane.de Die nächsten Anzeigenschlusstermine: Forschung & Lehre Ausgabe 8/2015 22. Juli 2015 Alles was die Wissenschaft bewegt Ausgabe 9/2015 20. August 2015 7|15 Forschung & Lehre AKADEMISCHER STELLENMARKT 597 WISSENSCHAFTLICHE MITARBEITER POSTDOKTORANDEN DOKTORANDEN Die Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention (DFK) in Bonn, im Jahre 2001 von Bund und Ländern gegründet, sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Leitung (m/w) der Arbeitsstelle Nationales Zentrum für Kriminalprävention (NZK). Im Rahmen des Zukunftsdialoges der Bundeskanzlerin der 17. Legislaturperiode ist die Einrichtung eines Nationalen Zentrums für Kriminalprävention vorgeschlagen worden. Zunächst wird bis Ende 2018 über das Bundesministerium des Innern eine organisatorisch beim DFK in Bonn anzusiedelnde Arbeitsstelle Nationales Zentrum für Kriminalprävention (NZK) eingerichtet, die unter anderem eng mit der Kriminologischen Zentralstelle (KrimZ) zusammenarbeiten soll. Ihre Aufgaben: Die Arbeitsstelle mit einem Leiter / einer Leiterin sowie zwei wissenschaftlichen Mitarbeitern / Mitarbeiterinnen soll einen Beitrag für eine an wissenschaftlichen Erkenntnissen orientierte Kriminalprävention leisten und vorhandene Ressourcen integrieren. Dabei sollen einerseits nationale und internationale Evaluationen ausgewertet und praxisrelevant aufbereitet werden. Andererseits sind eigene Forschungsprojekte zu konzipieren und durchzuführen, darunter auch praxisorientierte Begleitevaluationen im Zuge der Dissemination und Implementierung von wissenschaftlich fundierten Präventionsmaßnahmen und -programmen. Ihr Profil: Der/Die zukünftige Stelleninhaber/in soll im Bereich der interdisziplinären empirischen kriminologischen Forschung national wie international ausgewiesen sein und muss aufgrund der bisherigen Forschungsarbeit die für die genannten Aufgaben notwendigen Methodenkenntnisse nachweisen können. Neben einem abgeschlossenen Hochschulstudium im Bereich der Kriminologie, Psychologie, Rechtswissenschaften, Soziologie oder eines verwandten Faches sowie dem Nachweis einer Promotion wird die Befähigung für die Übernahme der Leitung einer wissenschaftlichen Einrichtung erwartet. Soziale Kompetenz, ein teamorientierter Arbeitsstil, insbesondere im Hinblick auf den interdisziplinären Diskurs sowie den Austausch mit Praxiseinrichtungen, werden ebenso vorausgesetzt wie die Fähigkeit zur erfolgreichen Einwerbung und Durchführung von Drittmittelprojekten. Erwartet werden Publikationen in einschlägigen internationalen und deutschsprachigen Fachzeitschriften. Darüber hinaus soll die Bewerberin / der Bewerber im deutschsprachigen und im internationalen Fachdiskurs vernetzt sein. Sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift werden vorausgesetzt. Eine einschlägige Forschungserfahrung im Ausland ist wünschenswert. Erwartet werden Flexibilität, Mobilität und die Bereitschaft zu Dienstreisen. Die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn sucht für das Institut für Informatik VI, Arbeitsgruppe Autonome Intelligente Systeme zum nächstmöglichen Zeitpunkt zunächst befristet für die Dauer von drei Jahren eine/einen Wissenschaftliche/-n Mitarbeiter/-in Akademische/-n Rat/Rätin auf Zeit Es besteht die Möglichkeit der Verlängerung. Sie haben: - ein mit mindestens „sehr gut“ abgeschlossenes Hochschulstudium (Diplom/ Master) in Informatik, Mathematik, Elektrotechnik oder einem verwandten Fach - sehr gute mathematische Grundlagen und Programmierkenntnisse - Kenntnisse in der Robotik, insbesondere in einem der Bereiche Simultane Lokalisierung und Kartierung (SLAM), Umgebungswahrnehmung, Mustererkennung, Planung von Manipulation und Navigation, Maschinelles Lernen für Roboter - die Fähigkeit zur wissenschaftlichen Arbeit im Team, - sehr gute Englischkenntnisse Ihre Aufgaben: - Unterstützung der am Lehrstuhl verankerten Forschung und Lehre im Bereich Autonome Intelligente Systeme, insbesondere Mitwirkung bei laufenden Forschungsprojekten in den Bereichen Flugroboter, Serviceroboter, Industrieroboter, Humanoide Roboter, Roboter zur Unterstützung von Einsatzkräften /HKUYHUSÀLFKWXQJLP8PIDQJYRQ6HPHVWHUZRFKHQVWXQGHQLP5DKPHQ von Seminaren/Praktika/Projektgruppen Wir bieten: - eine interessante und anspruchsvolle Tätigkeit in einem internationalen Arbeitsumfeld im Bereich Forschung und Lehre - die Möglichkeit zur Promotion - Entgelt nach Entgeltgruppe E13 TV-L bzw. Besoldung nach Besoldungsgruppe A 13 BBesO - bei vorhandener Promotion kann ggf. eine Verbeamtung auf Zeit erfolgen - die Möglichkeit, ein VRS Großkunden-Ticket zu erwerben Chancengleichheit ist Bestandteil unserer Personalpolitik. Wenn Sie sich für diese Position interessieren, senden Sie bitte Ihre vollständigen und aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, Zeugnisse, Publikationsliste) bis zum 28.07.2015 an das Institut für Informatik VI, Autonome Intelligente Systeme, Prof. Dr. Sven Behnke, Friedrich-Ebert-Allee 144, 53113 Bonn, Kennziffer 08/15/3.13, Adenauerallee 39 - 41, 53113 Bonn. Sollten Sie noch Fragen haben, kontaktieren Sie uns gern per E-Mail (behnke@ ais.uni-bonn.de) oder besuchen Sie unsere Website unter http://www.ais.unibonn.de. Die Bewerbung hat ausschließlich auf schriftlichem Wege zu erfolgen. E-Mail-Bewerbungen können nicht berücksichtigt werden. Bewerbungsunterlagen werden nur dann zurückgesandt, wenn ein adressierter und ausreichend frankierter Rückumschlag beigefügt ist. Es wird gebeten, neben den üblichen Bewerbungsunterlagen (Wissenschaftlicher Lebenslauf, Schriftenverzeichnis, Lehr- und Vortragstätigkeit, Übersicht über bisherige Drittmittelaktivitäten) drei für die vorliegende Ausschreibung wichtige Publikationen beizufügen. Die Anstellung ist als Vollzeitbeschäftigung vorgesehen. Anstellung und Vergütung erfolgen in Anlehnung an die Entgeltgruppe 15 des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst (TVöD-Bund). Die Stelle ist bis zum 31. Dezember 2018 befristet. DHV-SEMINARE Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei entsprechender Eignung bevorzugt eingestellt. Dienstort ist Bonn. Für Rückfragen steht Ihnen Herr Daniel, Tel. 0228 / 996813725, E-Mail: [email protected] gerne zur Verfügung. Ihre Bewerbung richten Sie bitte bis zum 31. Juli 2015 schriftlich an die Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention, Graurheindorfer Straße 198, 53117 Bonn, oder per E-Mail an Herrn Daniel. »BERUFUNGSVERHANDLUNGEN EFFEKTIV FÜHREN« Seminartermine unter: www.karriere-und-berufung.de 598 AKADEMISCHER STELLENMARKT An der Universität Rostock ist vorbehaltlich haushaltsrechtlicher Regelungen an der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik, Institut für Informatik, Lehrstuhl für Architektur von Anwendungssystemen, zum nächstmöglichen Zeitpunkt für die Dauer von 3 Jahren die folgende Stelle zu besetzen: Wissenschaftliche/-r Mitarbeiter/-in (EG 13 TV-L, Vollzeitbeschäftigung, befristet) (Kennziffer W 61-15) Aufgabengebiet: - Mitarbeit bei den Forschungs- und Lehraufgaben des Lehrstuhls - eigenständige Forschung im Arbeitsgebiet des Lehrstuhls, z. B. im Gebiet Middleware für ubiquitäre Systeme oder Cloud Computing - Durchführung und Unterstützung von Übungen und Praktika - Mitarbeit bei der Konzeption neuer Forschungsprojekte Einstellungsvoraussetzungen: - abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Diplom, Master oder vergleichbarer Abschluss) im Fachgebiet Informatik oder einem verwandten Fach - vorteilhaft sind Kenntnisse in mindestens einem der Gebiete Verteilte Systeme, Middleware, Anwendungssysteme und selbstorganisierende Systeme %HUHLWVFKDIW]XUZLVVHQVFKDIWOLFKHQ:HLWHUTXDOL¿]LHUXQJ3URPRWLRQ - sehr gutes sprachliches Ausdrucksvermögen in Deutsch und Englisch Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung mit aussagekräftigen Unterlagen, die Sie bitte bis spätestens 15. August 2015 unter Angabe der o. g. Ausschreibungsnummer (mit Angabe der E-Mail-Adresse und Telefonnummer) an uns senden. Im Fall der schriftlichen Bewerbung bitten wir Sie, uns lediglich Kopien sowie einen ausreichend frankierten Rückumschlag einzureichen, andernfalls werden Ihre Unterlagen nicht zurückgesandt. Bewerbungen per E-Mail bitte nur im PDF-Format als eine Datei an [email protected] senden. Den vollständigen Ausschreibungstext mit den entsprechenden Hinweisen ¿QGHQ 6LH XQWHU IROJHQGHP /LQN http://www.uni-rostock.de/stellen/wissenschaftliches-und-nichtwissenschaftliches-personal/ Bewerbungs- und Fahrkosten können vom Land Mecklenburg-Vorpommern leider nicht übernommen werden. Für weitere Auskünfte stehen Ihnen zur Verfügung: Herr Prof. Dr. Gero Mühl, Tel. 0381/498-7630 Postanschrift: Universität Rostock Dezernat Personal- und Personalentwicklung D 18051 Rostock Forschung & Lehre In der Abteilung Experimentelle Psychologie am Institut für Psychologie der Georg-August-Universität Göttingen ist eine 100 % Stelle einer/eines Postdoc Psychologie ab dem 01.10.2015 befristet für die Dauer von 3 Jahren mit der Option einer Verlängerung um 3 weitere Jahre zu besetzen. Entgeltzahlung erfolgt nach Entgeltgruppe 13 TV-L. Unsere Arbeitsgruppe untersucht behaviorale und neurale Mechanismen der Verarbeitung unbewusster visueller Stimuli und des maskierten Primings. Wir verwenden psychophysische (RT, Fehler, Augenbewegungen), physiologische (EEG, fMRI, tDCS) und phänomenologische Ansätze, um diese Mechanismen besser zu verstehen. Ihre Aufgaben Das Forschungsfeld fokussiert auf physiologische Ansätze zum Verständnis von Priming und visueller Maskierung. Es wird erwartet, dass Sie innerhalb dieses Forschungsfelds ein eigenes Forschungsprogramm entwickeln und dazu entsprechende Drittmittel einwerben. Sie werden an den Lehrveranstaltungen der Abteilung im Bachelor und Masterstudiengang Psychologie und bei den Leistungsprüfungen mitwirken. Die Lehre erfolgt in deutscher Sprache. ,KU3UR¿O • %HVRQGHUVTXDOL¿]LHUWH3URPRWLRQLP)DFK3V\FKRORJLH • Exzellente Programmiererfahrung (Matlab, Presentation, R). • Publikationen psychophysiologischer Studien zu visueller Verarbeitung (bevorzugt fMRI). • Exzellente Fähigkeiten im Bereich Selbstorganisation und Teamarbeit. • Exzellente Sprachkenntnisse in Deutsch, einschlägige in Englisch. • Kenntnisse im visuellen System, visueller Kognition, Neuroanatomie und Statistik. Die Stelle bietet die Möglichkeit zur Habilitation. Bitte richten Sie Ihre Bewerbung bis zum 12.07.2015 an: Georg-AugustUniversität Göttingen, Institut für Psychologie, Abteilung Experimentelle Psychologie, Gossler-Str. 14, 37073 Göttingen, E-Mail: [email protected] Ausführliche Infos: www.uni-goettingen.de/de/305402.html?cid=10715 Aus dem Hause Wer begleitet mich auf meinem Karriereweg? academics.de — das Karriereportal! Erforschen Sie jetzt unseren Stellenmarkt für Wissenschaft und Forschung sowie unsere vielfältigen Ratgeberangebote. Das Karriereportal für Wissenschaft & Forschung 7|15 7|15 AKADEMISCHER STELLENMARKT Forschung & Lehre Im Musikwissenschaftlichen Institut, bei der Professur für Historische Musikwissenschaft sowie am Cologne Center for eHumanities (CCeH) der Universität zu Köln ist im Rahmen eines DFG-Projektes zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Stelle als Wissenschaftliche/-r Mitarbeiter/-in in Vollzeit (39,83 Wochenstunden) oder Teilzeit (es stehen verschiedene Teilzeitoptionen zur Verfügung) für Musikwissenschaftliche Forschungstätigkeiten zu besetzen. Die Stelle ist auf drei Jahre befristet. Sofern die tariflichen Voraussetzungen vorliegen, richtet sich die Vergütung nach der Entgeltgruppe 13 TV-L. Aufgabengebiet: • Durchführung von Forschung in dem Projekt „Musikalische Preisausschreiben: 1766-1870. Ein Grundriss“. Das Projekt zielt darauf ab, ein bestimmtes Korpus von Zeitschriften auf Informationen über musikalische Preisausschreiben abzusuchen, in einer zu entwickelnden Datenbank zu sammeln und das Material aufzuarbeiten Einstellungsvoraussetzungen: • Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium im Fach Musikwissenschaft oder in einem in Hinsicht auf das Forschungsthema verwandten Fach • Die Bewerber/-innen sollten nach Möglichkeit Grundkenntnisse in einigen der folgenden Sprachen verfügen: Englisch, Französisch, Italienisch, Deutsch, Spanisch • Bei gleicher Qualifikation ist eine abgeschlossene Promotion von Vorteil Bewerbungen schwerbehinderter Menschen sind erwünscht. Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt. Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht. Frauen werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen. Bitte schicken Sie Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen in elektronischer Form bis zum 23.07.2015 an Herrn Prof. Dr. Frank Hentschel ([email protected]). Universität zu Köln www.uni-koeln.de www.academics.de Im Musikwissenschaftlichen Institut, bei der Professur für Historische Musikwissenschaft sowie am Cologne Center for eHumanities (CCeH) der Universität zu Köln ist im Rahmen eines DFG-Projektes zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Stelle als Wissenschaftliche/-r Mitarbeiter/-in Teilzeit (19,92 Wochenstunden) für informatische Tätigkeiten (Digital Humanities) zu besetzen. Die Stelle ist auf drei Jahre befristet. Sofern die tariflichen Voraussetzungen vorliegen, richtet sich die Vergütung nach der Entgeltgruppe 13 TV-L. Aufgabengebiet: • Durchführung von Forschung in dem Projekt „Musikalische Preisausschreiben: 1766-1870. Ein Grundriss“. Das Projekt zielt darauf ab, ein bestimmtes Korpus von Zeitschriften auf Informationen über musikalische Preisausschreiben abzusuchen, in einer zu entwickelnden Datenbank zu sammeln und das Material aufzuarbeiten Einstellungsvoraussetzungen: • Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium und einschlägige Erfahrungen und Kenntnisse im Bereich der Digital Humanities • Kenntnisse und Erfahrungen in Digitalisierung, Datenmodellierung, Datenbanken, X-Technologien und Web-Technologien Bewerbungen schwerbehinderter Menschen sind erwünscht. Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt. Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht. Frauen werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen. Bitte schicken Sie Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen in elektronischer Form bis zum 23.07.2015 an Herrn Prof. Dr. Frank Hentschel ([email protected]). www.uni-koeln.de Universität zu Köln 599 600 AKADEMISCHER STELLENMARKT Forschung & Lehre IN SEARCH OF EXCELLENCE! ZIK B CUBE / Technische Universität Dresden The Centre for Innovation Competence (ZIK) B CUBE – Center for Molecular Bioengineering of the Technische Universität Dresden (www.tu-dresden.de/bcube) is an interdisciplinary research center focusing on research and teaching in the areas of Bioprospecting, BioNano Tools and Biomimetic Materials. B CUBE and the German Federal Ministry of Education and Research (BMBF) invite applications to fill the following two positions by latest beginning of 2016: Junior Research Group Leader for Multi-Scale Analysis Equivalent to Junior (DE) or Assistant (USA) Professorship The successful candidate will establish an international team of young, talented scientists to develop multi-scale analysis technologies for the investigation of the molecular and structural features of natural and synthetic materials for understanding their functions. The resulting technology will not only yield unique insights into the structure-function relationship of biological and biomimetic materials but also open new opportunities for medical diagnostics. This requires the development of an integral measurement system combining various analytical methods, e. g. spectroscopy, microscopy, rheology, image processing. Applicants should possess a university degree and PhD in biophysics, bioengineering or related fields and demonstrate postdoctoral experience in instrumentation development. Junior Research Group Leader for Bottom-up Synthetic Biology Equivalent to Junior (DE) or Assistant (USA) Professorship The successful candidate will establish an international team of young, talented scientists to work on the self-assembly of responsive biofunctional systems. This preferably includes studies of biological sensor and actuator elements in reconstituted, lipid-based membrane systems. Towards possible applications in the fields of synthetic biology and/or nanotechnology the group will seek to optimize the reconstituted systems with regard to robustness, resilience and autonomy. Applicants should possess a university degree and PhD in biophysics, biochemistry or related fields and demonstrate postdoctoral experience in the in vitro investigation of sub-cellular functional units. The group leader positions are funded initially for a period of five years with the option for an extension of at least two years. Subject to personal qualification the group leaders are remunerated according to salary group E 15 TV-L. The period of employment is governed by § 2 Fixed Term Research Contracts Act (Wissenschaftszeitvertragsgesetz - WissZeitVG). Both groups will receive funding from the BMBF for five years including start-up equipment, research staff (four full time positions) and consumables. Implementation of the expanded strategy concept of B CUBE is a requirement for both group leaders. Candidates are required to demonstrate a commitment to excellence in both research and teaching. Strong writing skills with a proven track record of successful research and publication is expected. Excellent communication skills in English are essential as this is the working language at the research center. TU Dresden seeks to employ more women in leadership positions. Hence we should particularly like to encourage qualified women to apply. Applications from disabled candidates or those with additional support needs are welcome. Applications including a CV, a publication list and a short description of current and future research ideas (maximum 10 pages) as well as three letters of reference should be sent to both ZIK B CUBE and the Project Management Jülich (representing the BMBF) until 19.07.2015 by email or regular mail (stamped arrival date applies) to: TU Dresden B CUBE Prof. Nils Kröger Arnoldstrasse 18 01307 Dresden, Germany E-Mail: [email protected] (in a single pdf-file) and Project Management Jülich Forschungszentrum Jülich GmbH Dr. Christoph Wannek Postfach 61 02 47 10923 Berlin, Germany E-Mail: [email protected] Please submit copies only, as your application will not be returned to you. For further information please contact: Prof. Nils Kröger or Ms. Ines Kästner via phone (+49-351-463 43000) or E-Mail ([email protected]) For further details on the application requirements please see: http://www.unternehmen-region.de/de/374.php 7|15 7|15 AKADEMISCHER STELLENMARKT Forschung & Lehre 601 IN SEARCH OF EXCELLENCE! ZIK SEPTOMICS Friedrich-Schiller-Universität Jena / Universitätsklinikum Jena Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut Jena Das Zentrum für Innovationskompetenz (ZIK) SEPTOMICS in Jena (www.septomics.de) ist eine interfakultäre Forschungseinrichtung, die gemeinsam von der Friedrich-Schiller-Universität Jena, dem Universitätsklinikum Jena und dem Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut getragen wird. Das ZIK Septomics ist ein zentraler Partner der Infektions- und Sepsisforschung in Jena und verbindet angewandte Grundlagenforschung und klinische Forschung unter einem Dach. Der Schwerpunkt der Forschung liegt auf der systembiologischen Charakterisierung systemischer Infektionen mit dem Ziel der Entwicklung neuer diagnostischer und therapeutischer Ansätze. Dazu stehen in einem modernen Laborgebäude Labors der Sicherheitsstufe S2 und modernste apparative Ausstattung zur Verfügung. Das Forschungsumfeld in Jena ermöglicht darüber hinaus die Translation von Ergebnissen der experimentellen Forschung in die Klinik sowie deren Überprüfung an humanem Probenmaterial. Im Rahmen einer Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) werden in Ergänzung zu den bestehenden Forschungsgruppen am ZIK Septomics zwei neue Nachwuchsgruppen eingerichtet. SEPTOMICS sucht gemeinsam mit dem BMBF einen/eine Nachwuchsforschungsgruppenleiter/-in „Host-Fungal-Interfaces“ (TV-L E14) – Reg.-Nr. 76/2015 Der/die Kandidat/-in sollte nach einer herausragenden Promotion (Naturwissenschaften oder Medizin) bevorzugt im Ausland Erfahrungen in der Erforschung humanpathogener Pilze gesammelt und einen eigenen wissenschaftlichen Schwerpunkt entwickelt haben. Die Expertise des/der Kandidaten/-in sollte durch exzellente Publikationen und gegebenenfalls die eigenständige Einwerbung von Drittmitteln dokumentiert sein. Es wird erwartet, dass der/die Kandidat/-in eigenständig ein leistungsfähiges Forschungsteam etabliert und leitet, das die Interaktion zwischen humanpathogenen Pilzen und dem Wirt analysiert. Dazu sollten in der zu etablierenden unabhängigen Nachwuchsgruppe innovative Modellsysteme und moderne immunologische, mikrobiologische und/ oder zellbiologische Methoden genutzt werden. Die Kooperation mit den anderen Forschungsgruppen im ZIK Septomics sowie mit weiteren Partnern am Standort Jena sollte durch die Entwicklung einer komplementären Forschungsstrategie angestrebt werden. Es handelt sich um eine Vollzeitstelle (100 %). Die Vergütung richtet sich nach den Bestimmungen des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) entsprechend der persönlichen Voraussetzung nach Entgeltgruppe 14. Nachwuchsforschungsgruppenleiter/-in „Translational Septomics“ (TVÄ) – Reg.-Nr. DM 13/2015 Der/die Kandidat/-in muss wissenschaftlich als auch klinisch exzellent ausgewiesen sein. Erwartet wird neben einer herausragenden Promotion die Beherrschung eines breiten Methodenspektrums. Erforderlich sind ebenso die erfolgreiche Einwerbung von Drittmitteln sowie Publikationen in hochrangigen internationalen Zeitschriften und die Bereitschaft zur Kooperation mit den anderen Forschergruppen des ZIK Septomics sowie mit weiteren Arbeitsgruppen am Standort. Parallel dazu ist die Facharztanerkennung für Anästhesiologie und Intensivmedizin oder für Innere Medizin mit entsprechender Zusatzqualifikation unerlässlich und Erfahrungen in oberärztlicher Tätigkeit sind erwünscht. Der Kandidatin/dem Kandidaten wird die Möglichkeit gegeben, über die gesamte Förderperiode hinweg zu 50% oberärztlich in der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin tätig zu sein. Sie/er soll die Expertise des ZIK um Forschung zu Mechanismen und klinischer Bedeutung von Organdysfunktionen im Verlauf der Sepsis und bei Sepsisüberlebenden durch den Aufbau eines eigenständigen interdisziplinären Teams erweitern und dabei neue Konzepte für eine frühzeitige Erkennung und Therapie der Sepsis entwickeln. Die Eingruppierung erfolgt nach TVÄ. Beide Nachwuchsforschungsgruppen werden für fünf Jahre vom BMBF gefördert. Neben der eigenen Stelle umfasst die Förderung die Bezahlung von je vier wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen/Mitarbeitern sowie eine attraktive Laborausstattung, Verbrauchsmaterialien und Reisekosten. Die Umsetzung des Strategiekonzeptes 2.0 des ZIK Septomics durch die Nachwuchsgruppenleiter/-innen ist Bedingung. Die Stelle des Nachwuchsgruppenleiters/der Nachwuchsgruppenleiterin für die Nachwuchsforschungsgruppe „Host-Fungal-Interfaces“ kann im Anschluss nach positiver Evaluierung um mindestens zwei Jahre durch das Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut befristet verlängert werden. Die Stelle des Nachwuchsgruppenleiters/der Nachwuchsgruppenleiterin für die Nachwuchsforschungsgruppe „Translational Septomics“ kann als Oberarztstelle entfristet werden. Zudem besteht für die Leiter/-innen der Nachwuchsforschungsgruppen die Möglichkeit, in bestehende Forschungsverbünde und Graduiertenschulen am Standort Jena integriert zu werden. In allen administrativen Belangen werden die Leiter von der Geschäftsstelle des ZIK Septomics unterstützt. Septomics und seine Trägerinstitutionen streben eine Erhöhung des Frauenanteils an und fordern Wissenschaftlerinnen ausdrücklich zur Bewerbung auf. Schwerbehinderte werden bei ansonsten gleicher Eignung, Befähigung und Qualifikation bevorzugt berücksichtigt. Bitte richten Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der entsprechenden Registriernummer bis 15.08.2015 sowohl an das ZIK Septomics als auch an den vom BMBF mit der Abwicklung der Fördermaßnahme beauftragten Projektträger: ZIK Septomics Prof. Dr. med. Oliver Kurzai Sprecher ZIK Septomics Albert-Einstein-Str. 10 07745 Jena E-Mail: [email protected] und Projektträger Jülich Forschungszentrum Jülich GmbH Dr. Christoph Wannek Postfach 61 02 47 D-10923 Berlin E-Mail: [email protected] Weitere Informationen: Prof. Dr. med. Oliver Kurzai ([email protected]); http://www.septomics.de Nähere Informationen zu den Bewerbungsvoraussetzungen: http://www.unternehmen-region.de/de/374.php EXKURSION Forschung & Lehre 7|15 Exkursion cartoon: Meissner 602 ENIGMA Forschung & Lehre 603 Enigma Wer war’s? E ine deutsche Bezeichnung für den Anorak mit Kapuze erschien erstmals in einem seiner Bücher. Bis heute ist er der Inbegriff des Naturforschers mit Leib und Seele. Zahlreiche Tierund Pflanzenarten und eine Insel vor Alaska sind nach ihm benannt. Als Sproß eines alten Adelsgeschlechtes in Frankreich lernte er schon bald, was es heißt, im heutigen Sinne ein Weltbürger zu sein. Durch die Wirren der Französischen Revolution verschlug es die verarmte Familie nach jahrelanger Flucht schließlich nach Berlin. Nach dem Militärdienst wandte er sich intensiv den Sprachen zu und stand als junger Dichter in enger Verbindung unter anderem zu Rahel Varnhagen, Friedrich de la Motte Fouqué und August Wilhelm Schlegel. Mit dem Sohn des Dichters August Kotzebue segelte er drei Jahre um die Welt, erforschte Hawaii und Polynesien. Er kartographierte Küstenteile Alaskas und beschäftigte sich mit der Flora und den Lebensgewohnheiten der Eskimos und Aleuten. Er schrieb in sein Tagebuch: „Wir hatten bis dahin häufige Windstillen gehabt und einmal ein Nachtgewitter mit heftigen Windstößen. Ein Delphin wurde harpuniert. Ein fabelhafter Vorfall ergötzte ungemein unsere Mannschaft. Einer unserer Matrosen trug eine alte Mütze von Seehundsfell, die, vor Teer, Tran und Alter schier unkenntlich, ein Gegenstand der Verhöhnung geworden war. Überdrüssig warf er sie eines Morgens in die See. Ein Haifisch ward am selbigen Tage gefangen, in dessen Magen sich die Schicksalsmütze noch wohlbehalten vorfand.“ Die Suche nach der Nordwestpassage blieb ergebnislos. Von sich selbst sagte er einmal: „Ich singe gerne, trinke gerne und liebe wohl, geliebt zu werden.“ Sieben Kinder setzte er (offiziell) wie seine Eltern in die Welt. ? Lösung: Adelbert von Chamisso 7|15 604 ZU ENDE GEDACHT Forschung & Lehre 7|15 Zu Ende gedacht licht, abgearbeitet. Seitdem muss ich nur einmal am Tag daran denken. Kreativität entsteht ... gar nicht. Wer hat sich nur diesen Unsinn mit der Kreativität ausgedacht? Freude an meinem Beruf ... oh ja, immer wieder. Die Zeit meines Studiums ... liegt schon ein bisschen lange zurück. Ich glaube aber, dass das Prinzip von Einsamkeit und Freiheit für mich gut war. Wissenschaftler sind Menschen, ... was sonst? Foto: Isolde Ohlbaum Wenn ich Wissenschaftsminister wäre, ... würde ich mich schleunigst bemühen, Kulturminister zu werden. Ich beginne meinen Tag ... mit Rückenübungen. Meine besten Einfälle habe ich ... leider zu selten. Wenn ich einen Rat brauche, ... versuche ich, die richtige Telefonnummer zu wählen. Am meisten ärgere ich mich, ... wenn Borussia Dortmund verliert. Das nächste Buch, das ich lesen will, ... wartet schon ungeduldig auf seinen Auftritt. Allerdings warten mehrere. Wenn ich das Fernsehen anschalte, ... bin ich in einem Hotelzimmer, denn ich besitze kein Fernsehen. Energie tanke ich, ... wenn ich Obst und Gemüse esse. Wenn ich mehr Zeit hätte, ... würde ich sie gern mit einigen anderen teilen. Der Fortschritt von Wissenschaft und Technik ... kann der Schönheit von Natur und Kunst nicht das Wasser reichen. STEC KB R I E F Professor Dr. Michael Hagner Mit einer unverhofften Million würde ich ... Ach! Ich frage mich manchmal, ... ob meine nach 1989 mit Selbstverständlichkeit vertretene Annahme, dass zu meinen Lebzeiten Europa von Diktatur, größerem Krieg bzw. Bürgerkrieg oder sonstigen schlimmen Unruhen verschont bleibt, haltbar ist. Die Wahrheit zu finden, ... bemühen sich Richter bei Strafprozessen. Das Bewusstsein von der eigenen Vergänglichkeit ... habe ich in meinem allerersten Essay, mit 24 geschrieben und unveröffent- Alter: geboren 1960 Berufliches: studierte Medizin und Philosophie an der FU Berlin und arbeitete zunächst als Neurophysiologe, bevor er den Weg in die Wissenschaftsgeschichte fand. Seit 2003 ist er Professor für Wissenschaftsforschung an der ETH Zürich. 2008 wurde Hagner mit dem Sigmund Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung ausgezeichnet, deren Mitglied er auch ist. Sein jüngstes Buch widmet sich der Rolle des gedruckten Buches in digitaler Umwelt: Zur Sache des Buches (Göttingen 2015). Stipendienprogramm 2016 für Postdoktoranden und Juniorprofessoren Das Stipendienprogramm der Daimler und Benz Stiftung wendet sich an junge Nachwuchswissenschaftler nach der Promotion und soll sie auf ihrem Weg in die Wissenschaft unterstützen. Das Programm ist gemäß der Stiftungssatzung offen für alle Fachdisziplinen und Themen und fördert eigenständige Forschungsvorhaben. Das Stipendium ist auf die Dauer von zwei Jahren angelegt; die jährliche Fördersumme beträgt 20.000 Euro. Voraussetzung für eine Bewerbung ist die institutionelle Anbindung an eine deutsche Universität oder wissenschaftliche Einrichtung. Die Bewerbungsfrist Kontakt endet mit Ablauf des 1.10.2015. Susanne Hallenberger • Daimler und Benz Stiftung Dr.-Carl-Benz-Platz 2 • 68526 Ladenburg Telefon: +49 (0) 62 03-10 92-0 Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren finden sich unter www.daimler-benz-stiftung.de Christian-Albrechts-Universität zu Kiel 58. Jahrestagung der Kanzlerinnen und Kanzler der Universitäten Deutschlands – 24.-26.9.2015 Internationalisierung von Universitäten – Herausforderungen für Hochschulmanagement und -verwaltung Internationalisierung ist seit vielen Jahren ein diesjährigen Kanzlerjahrestagung an der Christian- zentrales, strategisches Ziel deutscher Uni- Albrechts-Universität zu Kiel werden diese Aspekte versitäten. Im Fokus der Diskussion stehen dabei aufgegriffen und gemeinsam mit hochrangigen überwiegend akademische Kernthemen. Die Vertreterinnen und Vertretern von Universitäten und Herausforderungen, die Internationalisierung für Wissenschaftseinrichtungen debattiert. die Verwaltungen der Universitäten mit sich bringt, werden dabei eher nachrangig diskutiert. Auf der www.kanzlertagung.uni-kiel.de Kontakt und Organisation: Dr. Anja Franke-Schwenk und Maike Schüßler Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, E-Mail: [email protected]. Präsidium
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