Thuner Tagblatt: «Grosser Knall

Datum: 05.11.2015
Thuner Tagblatt TT
3602 Thun
033/ 225 15 55
www.thunertagblatt.ch
Medienart: Print
Medientyp: Tages- und Wochenpresse
Auflage: 19'405
Erscheinungsweise: 6x wöchentlich
Themen-Nr.: 200.007
Abo-Nr.: 1088104
Seite: 7
Fläche: 44'223 mm²
«Grosser Knall» wegen Eurokurs,
aber ein stabiler Lehrstellen arid
Zeigt die Schwierigkeiten auf: Martin Strehl, Präsident Arbeitgeberverband, zeigte an der Lohnbefragung auf, wo bei Unternehmen in Thun und im Berner
Heinz Schürch
Oberland der Schuh drückt. So trägt auch der Eurokurs dazu bei, dass die Löhne nur minimal oder überhaupt nicht erhöht werden können.
WIRTSCHAFT Im Wirt-
sich 90 Unternehmen, was rund heraus, dass die AGV- und die
HIV-Mitglieder deshalb konkret
die Wiedereinführung des Min-
schaftsraum Thun hat die Ent- 7000 Arbeitsstellen entspricht.
wicklung des Eurokurses auch
Euro als Herausforderung
Auswirkungen auf die Lohnentwicklung. Die ArbeitnehHauptsächlich herausgekommen
mer können nur mit minima- ist, dass der Eurokurs für viele
len Erhöhungen rechnen.
Unternehmen eine grosse Her«Es war der grosse Knall nach ausforderung bedeutet: «Die
den Weihnachtsferien letztes Löhne müssen vorsichtiger be-
desteurokurses fordern, damit
die wirtschaftliche Stabilität für
die Unternehmen hierzu gewährleistet ist.
Grosse Hoffnungen setzen die
beiden
Wirtschaftsverbände
Jahr, als der Euro-Mindestkurs rechnet werden. Deshalb ist es
aufgehoben wurde. Viele Budgets nicht erstaunlich, dass diese gewurden völlig über den Haufen nerell nicht oder nur minimal im
geworfen», sagte vorgestern Jahr 2016 erhöht werden», bilanMartin Strehl, Präsident des Ar- zierte Strehl während der Präbeitgeberverbandes Wirtschafts- sentation und ergänzte: «Einige
raum Thun und Berner Oberland der Befragten müssen sogar
vornehmen
(AGV), während der Präsenta- Lohnkürzungen
tion der Lohnumfrage bei den oder kompensieren diese damit,
Mitgliedern. Jährlich führt der dass die Arbeitszeit erhöht wird.»
AGV zusammen mit dem Han- Im Rahmen der Frage «Betriebsdels- und Industrieverein Sek- sorgen» kam aus der Umfrage
auch auf die soeben gewählten
Politiker auf nationaler Ebene:
tion Thun (HIV) diese Befragung
Stabiler Lehrstellenmarkt
«Ich hoffe, dass das neu gewählte
Parlament unsere wirtschaftlichen Anliegen in Zukunft noch
besser vertreten wird», appellier-
te Martin Strehl während der
Präsentation. «Zum
Beispiel,
dass das ganze Prozedere mit der
Mehrwertsteuer dereinst vereinfacht werden könnte.»
durch. Dieses Jahr beteiligten
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ARGUS der Presse AG
Rüdigerstrasse 15, Postfach, 8027 Zürich
Tel. 044 388 82 00, Fax 044 388 82 01
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Argus Ref.: 59628955
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Aus der Umfrage ergab sich, dass
trotz allen negativen Rahmenbe-
dingungen die Anzahl der Lehrstellen im Vergleich zu den Befra-
gungsresultaten aus dem letzten
Jahr stabil geblieben ist: «Das ist
erfreulich und zeigt uns, dass die
Lehrlinge nicht im Fokus der
zum Teil ungünstigen Rahmenbedingungen stehen», sagte der
AGV-Präsident in seinen Ausfüh-
rungen. Verändert hat sich jedoch die Lage bei den Arbeitsstellen: Rund 80 Stellen wurden die-
ses Jahr bei den Befragten abgebaut, für 2016 dürften es gemäss
Prognosen etwa 40 sein.
Den Konsens finden
Nach der Präsentation diskutier-
ten Thuns Stadtpräsident Raphael Lanz, Fred Gaegauf (GL-
Vorsetzender Fritz Studer AG
Steffisburg), Reto Heiz (Präsident HIV Thun) und Hilmi Gashi
(Unia Thun) unter der Leitung
von «Thuner Tagblatt»-Chefredaktor Stefan Geissbühler über
aktuelle Themen wie Massenein-
wanderung, Energiewende und
die Lohnentwicklung im Rahmen
der wirtschaftlichen Bedingungen. Die vier waren sich mehrheitlich einig, dass vor allem mit
der Politik und den damit verbundenen Absichten dauernd ein
Konsens mit den Wirtschaftsverbänden gefunden werden müsse.
Selbst für Raphael Lanz ist dies
ein wichtiger Aspekt: «Politik
und Wirtschaft müssen eng zusammenarbeiten. Wir Politiker
sollten immer ein offenes Ohr für
wirtschaftliche Anliegen haben
und gemeinsam Lösungen entHeinz Schürch
wickeln.»
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