Anwenderbericht Dürr Dental

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C U S T O M E R
S T O R Y
ERP-MODERNISIERUNG: DÜRR DENTAL ZIEHT HETEROGENER
SYSTEMLANDSCHAFT DEN ZAHN
Der Hersteller von Zahnmedizintechnik Dürr Dental hat seine ERP-Landschaft konsolidiert und durch die integrierte Komplettlösung IFS Applications ersetzt. Darauf
aufbauend ist demnächst die Implementierung der einheitlichen ERP-Lösung auf
internationale Standorte möglich.
Ziel war es, eine historisch gewachsene, nicht mehr optimal zusammenspielende ERPLandschaft zu konsolidieren und auch die internationale Implementierung über das
gesamte Unternehmen hinweg vorzubereiten. „Unser rund 20 Jahre altes ERP-System
wurde im Laufe der Zeit mit immer mehr Best-of-Breed-Lösungen für einzelne Bereiche
wie das Qualitäts- oder das Service-Management ergänzt“, erläutert Ralf Durst, IT-Leiter
von Dürr Dental. „Diese Systeme waren aber zum Teil nur für den deutschen Markt
verfügbar und konnten nicht international eingesetzt werden. Eine Anbindung unserer
weltweiten Niederlassungen an die Firmenzentrale war deshalb nicht möglich.“ Zudem
wurden Wartung und Betrieb der Schnittstellen zu Satellitenlösungen immer komplexer.
Auch war der elektronische Datenaustausch mit Partnern via EDI nicht möglich.
Am Ende eines umfangreichen Auswahlprozesses unter Einbeziehung des ITBeratungshauses Trovarit sprach sich ein Projektteam aus rund 100 Personen mit
rund 90 Prozent Mehrheit für die Einführung von IFS Applications aus. „Die Lösung
hat uns unter anderem mit ihrer modernen, flexiblen und einfach bedienbaren Benutzeroberfläche überzeugt. Auch mit der internationalen Ausrichtung und ihren
umfassenden Funktionen konnte sie punkten“, begründet Durst. „Sie steht hier den
größten ERP-Anbietern in Nichts nach und ist in unseren Augen dabei aber deutlich
agiler, etwa wenn es um die Anbindung von Niederlassungen geht. So lässt sie sich
mit ein- und demselben Template sowohl in einer großen produzierenden Einheit als
auch an einem kleinen Vertriebsstandort einführen.“ Aber nicht nur die Software, sondern auch ihr mittelständischer Anbieter spielte laut Durst bei der Entscheidung eine
Rolle: „Wir bewegen uns auf Augenhöhe – und damit ist sichergestellt, dass wir ein
Schlüsselanwender sind und nicht nur eine Nummer.“
Zunächst führte Dürr Dental IFS Applications an den vier deutschen Standorten
ein, die alle am selben Tag mit den kompletten Funktionen in den Echtbetrieb gingen.
Die Lösung optimierte zahlreiche interne Prozesse. „Bei der Einführung haben wir
auch einige Überraschungen erlebt“, sagt IT-Leiter Durst. „Wir waren uns am Anfang
nicht sicher, ob wir wirklich alle Subsysteme wie geplant ablösen können.“ Es zeigte
sich aber, dass die Komplettlösung auch bestehende Speziallösungen schnell ersetzen
konnte. Im Qualitätsmanagement etwa arbeitet Dürr Dental mit einer Spezialsoftware
zur Datenerfassung auf Prüfplatzebene. Als Exit-Strategie behielt sich das Unternehmen deshalb vor, dieses Altsystem notfalls weiter zu betreiben und an IFS anzubinden
― was sich aber dann bei der Implementierung von IFS Applications bald als überflüssig erwies.
ÜBER DÜRR DENTAL
Der Name Dürr Dental steht seit Jahrzehnten für Fortschritt und Innovation in
der Medizintechnik. Viele Standards in
Praxen gehen auf Entwicklungen des
1941 gegründeten Unternehmens zurück
– beispielsweise die ölfreie, dentale
Druckluft oder die hygienische Spraynebelabsaugung. Heute bietet Dürr
Dental Zahnärzten weltweit zahlreiche
Systemlösungen in den Bereichen Equipment, Diagnostik und Hygiene. Um einen
maximalen Qualitätsstandard zu gewährleisten produziert das Unternehmen
dabei nahezu ausschließlich am Wirtschaftsstandort Deutschland. An seinem
Firmensitz in Bietigheim-Bissingen bei
Stuttgart beschäftigt es rund 400 Mitarbeiter in Produktion, Forschung und Entwicklung, Einkauf sowie Vertrieb und
Marketing. Darüber hinaus ist Dürr
Dental in über 40 Ländern mit eigenem
Personal vertreten und verfügt derzeit
über insgesamt rund 1.000 Mitarbeiter
weltweit.
© Dürr Dental AG
© Industrial & Financial Systems — Produktion: IFS Deutschland GmbH & CO. KG — Januar 2015.
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Dürr Dental und IFS unterstützten die Implementierung nicht nur durch ein umfangreiches Programm Fachbereich-spezifischer Workshops und Sessions. Ganz im Gegensatz zum sonst üblichen Key-User-Konzept wurden zunächst sämtliche Anwender
in einer Grundschulung in die neue Software eingewiesen. Die Planung der Schulung
von 650 Mitarbeiter in drei Monaten geschah mit Hilfe der HR-Komponente von IFS
Applications: „Wir mussten teilweise fünf Schulungen für einen Tag organisieren,
Räumlichkeiten dafür finden, die Infrastrukturen aufbauen und die Teilnehmer einladen“, erläutert Durst. „Das war wirklich genial: Wir haben quasi IFS Applications
genutzt, um IFS Applications einzuführen. Mit Excel hätten wir diesen massiven
Planungsaufwand niemals in den Griff bekommen.“
Für die umfassende Kommunikation im Unternehmen entwickelte zudem die
Marketing-Abteilung einen eigenen Slogan samt Logo. Kontinuierlich wurden Mitarbeiter, Führungskräfte und der Betriebsrat über den Status der Implementierung
informiert. In den letzten zwei Monaten vor dem Go-Live waren zahlreiche IFSBerater und die Unternehmens-IT auch direkt vor Ort ansprechbar. „Der Support
durch IFS war hervorragend“, berichtet der IT-Leiter. „Die Vorbereitung, Betreuung
und die Go-Live-Unterstützung haben ganz erheblich zu dem erfolgreichen Produktivstart beigetragen.“ Ergebnis ist die schnelle Akzeptanz der neuen Software.
An den deutschen Standorten wird die Software nun mit allen ERP-Komponenten
genutzt – vom Finanz- und Personalwesen über Forschung und Entwicklung, Einkauf und Logistik, Projektmanagement, Produktion und Qualitäts-Management,
Ver trieb, Export und Zoll bis hin zum Service-Management. „Der neue zentrale
Ansatz ist ein Riesenvorteil für uns“, zieht Ralf Durst ein erstes Fazit. „Alle arbeiten
nun auf ein- und derselben Informationsbasis, egal, ob es um Artikel-, Kunden- oder
Lieferantendaten geht.“ Den größten Nutzen sieht Durst dann auch nicht in Kostenersparnissen, die zwar wegen der wegfallenden Wartung der Subsysteme durchaus
vorhanden sind, sondern in der Prozesssicherheit dank durchgängiger Abläufe der
integrierten Komplettlösungen.
Geplant ist nun der internationale Rollout von IFS Applications mit der Anbindung europäischer Vertriebstöchter – etwa in Frankreich, Österreich, Spanien,
Italien, England und Schweden – an die Unternehmenszentrale. Mittelfristig soll
dann die ganze Unternehmensgruppe mit dem neuen System arbeiten. Kurzfristig
steht die Anbindung der Partner mit EDI, die Erstellung einer Konzernbilanz mit
IFS Applications sowie die Umsetzung der Unique Device Identification (UDI) zur
eindeutigen Produktidentifzierung und Rückverfolgbarkeit sämtlicher Teile und Produkte entlang der kompletten Kette vom Lieferanten bis zum Endkunden auf dem
Programm.
© Dürr Dental AG
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VORTEILE AUF EINEN BLICK
•
Integrierte Komplettlösung zur
durchgängigen Steuerung aller
Abläufe im Unternehmen
•
Elektronischer Datenaustausch mit
Partnern entlang der Lieferkette via
EDI
•
Schaffung einer einheitlichen
Informationsbasis sowohl für
Artikel-, Kunden- oder Lieferantendaten
•
Optimierung interner Prozesse wie
etwa Änderungs- und Qualitätsmanagement
•
Erhöhte Prozesssicherheit
•
Kostenersparnis durch Wegfall der
Wartung von Subsystemen
•
Zukünftige Anbindung internationaler Standorte und externer Partner
vorbereitet
•
Umfassende Betreuung und
Schulung bei Einführung der
Software zur Erhöhung ihrer
Akzeptanz
„Die Vorbereitung, Betreuung und die
Go-Live-Unterstützung haben ganz
erheblich zu dem erfolgreichen
Produktivstart beigetragen.“
Ralf Durst, IT-Leiter von Dürr Dental AG
© Dürr Dental AG
Für weitere Informationen können Sie uns per E-Mail unter [email protected] erreichen, unsere lokale Niederlassung kontaktieren oder einfach unsere Homepage besuchen.
www.IFSWORLD.com