Pressemitteilung NEIN zur Kommunalisierung – Hunderte Forstleute

Pressemitteilung
NEIN zur Kommunalisierung – Hunderte Forstleute demonstrierten
heute in Potsdam für den Verbleib beim Land
Anlässlich der Ausschussanhörung zum Leitbildentwurf zur Verwaltungsstrukturreform
demonstrierten heute 400 Forstleute in Potsdam und bildeten ein grünes Band der Vernunft
um den Landtag. Damit brachten sie ihre Meinung gegen die Pläne einer weitreichenden
Kommunalisierung des Forstbereichs ab 2020 zum Ausdruck.
Die Beschäftigten des Landebetriebs Forst Brandenburg (LFB) votieren geschlossen für
einen Verbleib im Landesdienst. Sie fordern, in Anlehnung an den einstimmigen
Landtagsbeschluss vom 26.06.2014, endlich eine tragfähige Zukunftsperspektive für den
öffentlichen Forstsektor zu ermöglichen. Nach den ständigen Forstreformen mit einem
drastischen Personalabbau von ca. 70 % der Beschäftigten seit 1993, kann eine weitere
Dezentralisierung nicht die Lösung sein.
Der Bund Deutscher Forstleute (BDF) und die IG BAU informieren als Sachverständige über
Folgen der geplanten Reform. Eine Kommunalisierung der hoheitlichen und
gemeinwohlorientierten Aufgaben des Landesbetriebes Forst Brandenburg erstreckt sich auf:
im Bereich Hoheit:
- Waldschutz und vorbeugender Waldbrandschutz
- Forstaufsicht
- Rat und Anleitung für Waldbesitzer
- Kontrollstelle für forstliches Vermehrungsgut
im Bereich Gemeinwohl:
- Ausbildung von Forstwirten
- Waldpädagogik
- Fördermittelangelegenheiten
- Monitoring der Waldökosysteme
- Bau und Unterhaltung von Erholungseinrichtungen
- Öffentlichkeitsarbeit
- Schutz, Sanierung und Waldumbau im Landeswald.
Die Vorteile beim Verbleib der Aufgaben im Landesbetrieb liegen auf der Hand. Das
qualifizierte Fachpersonal des LFB kann weiterhin aufgaben- und strukturübergreifend
eingesetzt werden. Somit ist eine ganzjährige Beschäftigung im Tätigkeitsbereich der
Waldarbeit abgesichert. Zudem verfügt der LFB über zentrale Kommunikations- und
Informationsmöglichkeiten. Damit wird eine einheitlich Qualität bei optimalem Einsatz der
Fachspezialisten bezogen auf das gesamte Land, wie auf das einzelne Forstrevier garantiert.
Der Förster vor Ort ist und bleibt ein kompetenter Ansprechpartner für alle Fragen der
Waldbewirtschaftung. Dauerhafte personelle und strukturelle Änderungen in den
Beziehungen zu etwa 100.000 Waldbesitzern in Brandenburg sind ein unverantwortliches
Großexperiment. Zu den entstehenden Kosten und dem Verlust von Fachkompetenz
scheinen zudem beim Innenminister bisher nur vage Vorstellungen zu bestehen.
V.i.S.d.P.: Jörg Schütte, Gewerkschaftssekretär IG BAU
Ines von Keller, Geschäftsführerin BDF Brandenburg-Berlin
1
Notwendig erscheint im Rahmen des angeboten Dialogprozesses vielmehr:
-
-
-
Eine eigene Fachkonferenz zum Forstbereich, da hier offenbar mit bis zu 800
Beschäftigten eine der größten personellen Betroffenheiten im Rahmen der
Funktionalreform entstehen kann.
Ein fairer Umgang bei Betrachtung aller fachlichen und finanziellen Argumente zur
Sicherung einer weiteren hochwertigen Bewirtschaftung des Waldes bei Einhaltung
tariflicher Standards.
Eine mittelfristige Personalkonzeption mit dem Ziel einer deutlichen
Personalverjüngung (Einstellungskorridor) und damit der Sicherung von
Arbeitsplätzen im ländlichen Raum.
Rückfragen:
Bund Deutscher Forstleute:
Uwe Engelmann Vorsitzender BDF Brandenburg-Berlin
E-Mail: [email protected], Mobil: 0174 - 630 2354
Martin Krüger, stellv. Vorsitzender BDF Brandenburg-Berlin
Mobil: 0172 - 3938 743
Ines von Keller, Geschäftsführerin BDF Brandenburg-Berlin
E-Mail: [email protected], Tel.: 030 – 4081 6700
IG BAU
Jörg Schütte, (Gewerkschaftssekretär)
E-Mail: [email protected], Mobil: 0175 2967542
Jörg Müller (Vorsitzender Landesvertretung Beamte/Angestellte in Forst und Naturschutz)
Mobil: 0173 2078016
V.i.S.d.P.: Jörg Schütte, Gewerkschaftssekretär IG BAU
Ines von Keller, Geschäftsführerin BDF Brandenburg-Berlin
2