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Hat sich die Prophezeiung der Maya erfüllt?
von Matthias Pauqué (www.fraktale­zeit.de)
Seit meinem Besuch der Maya­Stätte Chichén Itzá im September 1996 hat mich die Faszination für diese Kultur und ihre fortgeschrittene Zeitrechnung nicht mehr losgelassen. Ein Jahr später begann ich, parallel zu unserem Kalender, Maya­Zyklen zu beobachten. 2005 kam noch ein modernes naturwissenschaftliches Analyseverfahren (Global Scaling von Hartmut Müller) hinzu, mit dem ich seitdem Zeitanalysen verschiedenster Prozesse durchführe, u.a. unserer Geschichte und Zeitrechnung. In geringem Umfang veröffentliche ich dazu auf meiner Internetseite www.fraktale­
zeit.de. Auf meinen Vorträgen gehe ich mehr in die Tiefe.
In ihren Bauwerken integrierten die Maya zwei verschiedene Kosmologien, die das Gleiche beschrieben: den Ablauf und die Vollendung wichtiger Transformationszyklen.
Einer dieser wichtigen Transformationszyklen ist das Platonische Jahr mit seinen rund 26.000 Jahren. Qualitativ betrachtet handelt es sich dabei um einen Geburtszyklus, eine Neugeburt auf höherer Ebene, gerade so, wie bei der Geburt eines Kindes: Das Kind lebt bereits im Leib der Mutter, jedoch tritt es bei der Geburt aus dem Wasser in eine luftige Umgebung, es beginnt zu atmen, die physische Verbindung zur Mutter wird durchtrennt und die Verdauungsorgane nehmen ihre Arbeit auf. Und genau dies geschieht gerade global auf einer maßstäblich höheren Ebene mit wesentlich größerer Mächtigkeit.
Die zwei wesentlichen Kosmologien zum 26.000­Jahr­Zyklus, die die Maya beschrieben, sind –
die des konjunktionalen Aufgangs der Wintersonnenwendensonne vor dem galaktischen Zentrum und
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die Zenitkosmologie der Plejaden mit der im Zenit stehenden Sonne. Beide wiederholen sich alle 26.000 Jahre und Letztere will ich hier beschreiben.
Die Stätte von Chichén Itzá liegt im heutigen Mexiko auf der Halbinsel Yucatan. Das zentrale Bauwerk dieser Stätte, die Pyramide des Kukulkan, wird mit seiner Fertigstellung in etwa auf das Jahr 830 n. Chr. datiert und gibt damit ungefähr den Höhepunkt kulturellen Lebens in Chichén Itzá wieder. Man zählt es zur spätklassischen Maya­Periode.1
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Dunning, N. P. (2006/2007). Langsamer Niedergang oder Neubeginn? Der Wandel der klassischen Maya­Zivilisation in der Puuc­Region. In: Grube, N. (2006/2007). Maya. Gottkönige im Regenwald. Potsdam: Tandem Verlag. S. 323
Abb. 1 Die Pyramide des Kukulkan bzw. Quetzalcoatl, der sog. „gefiederten Schlange“
Das Symbol der Schlange spielt in der Ikonographie Chichén Itzás eine wesentliche Rolle. So hatten z.B. große und kleine Zepter die Form einer Klapperschlange. Heute weiß man, daß Zepter Zenitkonstellationen symbolisieren, zu denen einflußreiche Persönlichkeiten inthronisiert wurden. Könnte Chichén Itzá also auf eine wichtige Zenitkonstellation hindeuten?
Auch an der Pyramide selbst findet man die Schlangensymbolik. Sie ist u.a. der Grund, warum jeden Frühling zur Tagundnachtgleiche hunderte Menschen dorthin pilgern und einem mittlerweile berühmten Schattenspiel beiwohnen wollen. Die Treppen auf der Nordseite der Pyramide enden unten mit einem Schlangenkopf. Außerdem ragen die Treppen aus dem Rest der Pyramide hervor. Hinzu kommt eine Drehung der Pyramide im Uhrzeigersinn um ca. 7° aus einer exakten Ausrichtung nach den Himmelsrichtungen. Als Ergebnis dieser Anordnung wirft die späte Nachmittagssonne am Tag des Äquinoktiums (21.03. und 20.09.) über die Seitenkante der Pyramide einen Zick­Zack­Schatten auf die Mauer der hervorstehenden Treppe, so daß man in Zusammenhang mit dem Schlangenkopf am Ende der Treppe den Eindruck gewinnt, eine Schlange krieche die Pyramide herab:
Abb. 2 Schattenspiel der herabkriechenden Schlange2
Was hat nun dieses Schattenspiel zu bedeuten?
Die Antworten darauf fand John Major Jenkins 3 in dem Wort „tzab“ aus der Sprache der Yucatec Maya, das zwei Bedeutungen trägt. Es bezeichnet zum einen die Klapper der Schlange und zum anderen auch das Siebengestirn Plejaden.4 Hinzu kommt, daß die Schlange an sich und die Klapperschlange im besonderen mit der Sonne in Verbindung gebracht wird, weil sie sich jährlich häutet und der Klapperschlange jährlich ein Element ihrer Klapper hinzuwächst. Außerdem findet man gelegentlich auf dem Rücken der in Yucatan vorkommenden Klapperschlange Crotalus durissus durissus ein Kreissymbol kurz vor der Klapper, das man als Symbol für die Sonne interpretieren kann.5
Gibt es dort also eine Zenitkonstellation mit den Plejaden? Um das herauszufinden, bemühte Jenkins Astronomiesoftware und suchte nach der Stellung der Plejaden über Chichén Itzá. Des weiteren interessierte Jenkins, zu welchen Zeitpunkten die Sonne dort im Zenit steht. Die Ergebnisse seiner Recherchen waren umwerfend:
Er konnte feststellen, daß ca. seit dem Jahr 1999/2000 die Plejaden um die Mittagszeit im Zenit über der Pyramide stehen.
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http://www.reiselupe.net/jpg/belize/diary13_06.jpg, letzter Zugriff 18.05.2015, 18.44 Uhr
http://johnmajorjenkins.com/
Jenkins, John M. (1998). Maya Cosmogenesis 2012: the true meaning of the calender end date. Rochester, USA: Bear&Company, S. 144
Jenkins, John M. (1998). Maya Cosmogenesis 2012: the true meaning of the calender end date. Rochester, USA: Bear&Company, S. 72
Die Zenitstände der Sonne waren schnell herausgefunden. Der Zeitpunkt des senkrechten Sonnenstandes hängt vom Breitengrad des Ortes ab. Nur innerhalb der Wendekreise können Zenitstände der Sonne beobachtet werden. Während am Äquator genau jedes halbe Jahr die Sonne senkrecht steht, geschieht dies auf den Wendekreisen nur einmal im Jahr. Der Breitengrad von Chichén Itzá sorgt für Zenitstände vom 20.­25. Mai und vom 22.­27. Juli eines jeden Jahres.
Das heißt also, an diesen Tagen stehen seit dem Jahr 1999/2000 die Plejaden und die Mittagssonne im Zenit über der Pyramide und das jährliche Schattenspiel erinnert im Halbjahresrhythmus an dieses Ereignis! Diese Konstellation wiederholt sich erst in rund 26.000 Jahren und bleibt für etwa 100 Jahre in Kraft. Die Maya errichteten also vor rund 1.200 Jahren einen riesigen Wecker aus Stein, der jedes Jahr zweimal zu den Äquinoktien „klingelt“ und auf eine damals 1.200 Jahre in der Zukunft liegende Konstellation hinweist!
Hinzu kam im Jahre 2012 eine vollständige Sonnenfinsternis in Zentral­ und West­Nordamerika am 20.05.2012, die in Chichén Itzá noch zu ca. 80% zu sehen war. Am 20.05.2012 standen also der Mond, die Zenitsonne und die Plejaden senkrecht über der Pyramide!6
Warum hinterließen die Maya einen solchen Wecker aus Stein, der architektonisch und an integrierter Astronomie seinesgleichen sucht ?
Nun, sie wiesen damit auf eine bedeutende Wandlungsphase hin. Die herabkriechende Schlange bringt zum Ausdruck, daß von oben, also vom Himmel, aus höheren Ebenen des Daseins, eine „Schlange“ kommt. Dies ist auch wiederum als Symbol zu verstehen. Was verkörpert eine Schlange? Sie häutet sich jährlich und repräsentiert damit Erneuerung und Neugeburt, passend zur oben beschriebenen Qualität eines 26.000­Jahr­Zyklus. Die angekündigte Wandlungsphase ist also eine der Erneuerung und Neugeburt. Außerdem könnte damit zum Ausdruck gebracht worden sein, daß jemand aus höheren Daseinsebenen (oder einer starken Verbindung zu diesen) kommt, der die erneuernde Bewegung verkörpert.
Nun wurde am 16.09.2012 das Königreich Deutschland gegründet, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, ein dem Gemeinwohl dienendes Staats­ und Gesellschaftssystem aufzubauen und damit alle bestehenden Systemstrukturen zu reformieren. Geld­, Wirtschafts­, Gesundheitssystem sowie die Organisationsstruktur der Gemeinschaft werden mit Ausrichtung auf das Gemeinwohl reformiert. Es geht also ganz klar um Erneuerung des Vorhandenen in allen Lebensbereichen, passend zur Zeitqualität einer Neugeburt. Wir häuten uns und streifen die alten Systeme ab.
Der Initiator des Projektes und Oberste Souverän Peter wurde am 12.08.1965 geboren, wodurch er im chinesischen Horoskop das Tierkreiszeichen der Schlange verkörpert. Damit wäre das Element 6
Jenkins, John M. (1998). Maya Cosmogenesis 2012: the true meaning of the calender end date. Rochester, USA: Bear&Company, S. 69­80
der Schlange aus der oben beschriebenen Kosmologie gegeben. Ob die Schlange gefiedert ist, wird sich vielleicht noch zeigen.
Ist das neu gegründete Königreich Deutschland mit Peter als wiederkehrender „Schlange“ genau der erwartete Ausdruck der Neugeburt auf diesem Planeten? Ist es das, was die Maya angekündigt haben?
Denke ich zurück an mein Empfinden, das ich an den zwei Tagen der Staatsgründung am 15. und 16.09.2012 mit all den wunderbaren Menschen vor Ort verspürte, so kann ich diese Fragen nur mit einem Ja beantworten. Für mich fühlte sich die Staatsgründung wie der erste Schritt an, den Himmel auf die Erde zu holen.