Report Juni 2015 - Kirchengemeinde Marienfelde

gemeindereport
marienfelde
www.marienfelde-evangelisch.de
6 · 15 /Nr. 356
„Blumen sind die Liebesgedanken der Natur.“ (Bettine von Arnim)
editorial
neulich beim …
… Ausflug des Seniorinnenchores
U
nser nun schon traditioneller
Ausflug führte uns diesmal zum
Schloss Boitzenburg in der Uckermark.
Schon die Busfahrt durch
die herrliche Landschaft mit ihren
vielen frischen Grüntönen war einmalig schön. Es ging durch noch blühende Obstbaumalleen und leuchtende Rapsfelder. Am Ziel angekommen hatten wir eine sehr kurzweilige
und interessante Führung durch das
Schloss, dessen ältester Teil aus dem
13. Jh. stammt. Im 17. Jh. wurde es
von der Familie von Arnim übernommen,
die es bis zum Zweiten Weltkrieg immer weiter umgebaut und aufgebaut hat. Zu DDRZeiten war es Schulungszentrum für die
Volkspolizei, nach der Wende für die Bundespolizei, bis es Ende der 1990er Jahr von
I
einem Hamburger Lehrer gekauft und zum
Kinder- und Jugendhotel umgebaut wurde.
Natürlich besteht auch die Möglichkeit, dort
zu heiraten und gleich zu feiern.
Nachmittags haben wir in der Kirche Maria auf dem Berg ein kleines Orgelkonzert von David Menge gehört
und selbst zwei Lieder gesungen;
anschließend wurde in dem zur
Schokoladenmanufaktur umgebauten ehemaligen Marstall Kaffee
getrunken und das leckere Eis probiert.
Uns allen hat diese Tour
Spaß gemacht und wir bedanken
uns sehr bei David Menge, dass er
diese Tradition des Seniorinnenchores fortführt.
m Juni ist es leicht, sich die Natur voller „Liebesgedanken“ vorzustellen, die so schön sind wie die Rose auf der Titelseite oder so
kulinarisch erfreulich wie die Gaben des (Früh-)sommers, die unsere
Redaktion zum Erzählen angeregt haben (S. 31 ff.). Aber auch die
vielfältigen anderen Themen dieses Heftes – Musikalisches, Kulturelles und die vielen Veranstaltungen – bringen das Gemeindeleben
„zum Blühen“ wie die Gärten, die Feldflur und die grünen Flächen
am Stadtrand, die jetzt zum sommerlichen Genießen einladen. Halten wir es mit Paul Gerhardt und nehmen das Wachsen und Gedeihen, Blühen und Früchte-Bringen als Hinweise auf Gottes Segen, der
uns mitten in Sorgen und Kümmernissen tröstet und uns ermutigt,
in all dem Guten und Schönen seine Spuren zu entdecken.
Dazu mag die 13. Strophe von „Geh aus mein Herz“ anleiten: „Hilf mir und segne meinen Geist, mit Segen, der vom Himmel
fleußt, dass ich dir stetig blühe; gib, dass der Sommer deiner Gnad
in meinem Herzen früh und spat viel Glaubensfrüchte ziehe!“ Dass
wir den Sommer nicht bloß als Jahreszeit, als ein paar Wochen in der
viel zu rasch vergehenden Zeit, sondern als Sommer von Gottes Gnade wahrnehmen und erfahren können, das hofft und wünscht Ihre
Brigitte Frayer
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gedanken zum glauben
Liebe Leser, liebe Leserinnen!
W
issen Sie eigentlich, was Sie sich im
Moment wünschen? Wenn Sie die Frage mit „ja“ beantworten können, dann ist
das sehr schön!
Ich wünsche mir viele Dinge, aber
nichts Materielles. Ich muss sagen, dass ich
mir eigentlich nichts wünsche, denn ich habe
alles. Ich brauche keine zehn Messer, um das
Gemüse zu schneiden, fünf Kochtöpfe, um
Nudeln zu kochen oder drei Fernseher, um
mich zu unterhalten. Schwierig wird es auch
bei Geschenken. Die Frage, „Was schenkt
man?“ ist schwer zu beantworten. So ist das
Leben in der Konsumgesellschaft – von allem gibt es viel zu viel!
So liegt es doch nahe, dass irgendwann mal der Wunsch nach mehr Sinn im
Leben auftaucht. Das kann es doch nicht
sein, immer für die Wirtschaft zu leben – zu
kaufen, zu verbrauchen, die Wohnung mit
unnützem Kram zu füllen u.s.w.! Was aber
bedeutet, zu „leben“? Vielleicht Aufgaben zu
bestehen, Freude zu haben, Ausgeglichenheit und Zufriedenheit zu spüren? Die Sehnsucht nach Frieden und nach echtem Leben,
nach Liebe und einer Sehnsucht nach Gott
sollte wieder wahrgenommen werden. Viele
Menschen denken: Wir haben doch alles,
was uns glücklich macht, was uns Halt und
Sicherheit gibt! Aber die Sehnsucht nach
Spiritualität wird immer stärker. Durch sie
fängt der Mensch an, nach Lebendigkeit und
innerem Frieden zu suchen. Wir werden angetrieben, das Scheitern und das Gelingen
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im Leben zu überstehen. Viele Menschen
suchen heute Hilfe und Antworten nicht
mehr in der Bibel, sondern sie vertrauen auf
Hilfen, die direkt aus dem Leben kommen
- und die sollen auch gleich und sofort eintreffen, denn in der jetzigen Zeit muss alles
schnell gehen; Langsamkeit ist unerwünscht.
Diese Suche nach der Hilfe endet aber oft
„im Nirwana“.
Anders ist es für die Gläubigen, die
offen sind für Gott. Sie erleben viele Dinge
aus einer anderen Perspektive und erfahren
allerlei Glaubensgeschichten. Man entdeckt
auf einmal, dass man mit seinen Problemen nicht allein da steht. Jemand nimmt
einen an die Hand, und man wird geführt.
Alles kann man mit Gott bereden. Er ist im
Herz des Gläubigen. Es ist viel wert, wenn
Gott dort einen Platz bekommt. Manchmal
entsteht dieser Raum durch die Sehnsucht,
die man einfach nach Gott aussendet. Mit
allen Sinnen soll man warten, und plötzlich
spürt man ihn, sogar mit dem Kopf und dem
Verstand. Man wird erfüllt von einer tiefen
Freude, die den ganzen Körper durchströmt. Das tut gut, auch wenn viele diesen
Glauben nicht haben.
Wie aber kann man gut für sich
sorgen? Das Leben ist heute so viel schneller, hektischer als früher. Dinge werden für
wichtig empfunden, die nicht wirklich wichtig sind. Leicht setzt man sich selbst unter
Druck, weil man den Anforderungen nicht
mehr gewachsen ist. Es gibt heute viele Angemeindereport marienfelde
gedanken zum glauben
gebote der Lebenshilfe und der Lebensorientierung. Man muss sie nur nutzen. Gut,
wenn man dafür schon bereit ist.
Die Sehnsucht nach Hilfe spürt
jeder Mensch ganz tief in sich drinnen.
„Alle Wege führen nach Rom“, ist ein gängiger Ausspruch. Man kann ihn abwandeln
und sagen: „Jeder Weg führt zu Gott“. Die
Hauptsache ist doch, dass die Menschen
um Hilfe bitten und Hilfe suchen. Vielleicht
tun sich dann verschiedene Wege auf und
man weiß nicht, welchen man gehen soll.
Dann muss man ganz genau auf sein Inneres hören und sich dafür entscheiden, was
das Herz sagt und fühlt. Vielleicht fragt man
sich selbst einmal, welche Sehnsucht so in einem schlummert. Nach außen fühlt man sich
stark, gut und energiegeladen, man kann alles erledigen und schafft für sich auch genug
Freiräume. Dennoch glaube ich, jeder von
uns hat seine Sehnsüchte – sie sind manchmal nur sehr verborgen. Man muss sie entdecken und dann vielleicht daran arbeiten
sie zu verwirklichen.
Ein Franziskanerpater hatte einen
wunderbaren Vorschlag: „Mit der Sehnsucht Zwiesprache führen bedeutet folgende
Übung zu machen: Ziehen Sie sich an einen
ungestörten und ruhigen Ort zurück, wo Sie
sich einfach nur wohlfühlen. Das kann überall sein, in der Wohnung, in der Natur oder
vielleicht in einer Kirche. Sammeln Sie sich
innerlich und rufen Sie Ihre Sehnsucht herbei. Schauen Sie genau hin, welche Bilder
jetzt vor Ihrem geistigen Auge ablaufen. Wel-
gemeindereport marienfelde
ches hat die größte Anziehungskraft auf Sie?
Fragen Sie einfach nach: Was möchtest du
mir sagen? Oder: Wohin willst du mich führen? Sie werden überrascht sein, wie deutlich
die Stimme der Sehnsucht zu Ihnen sprechen
wird. Wenn Sie auf diesem Wege erst einmal
Kontakt mit Ihrer Sehnsucht aufgenommen
haben, können Sie dieses so oft Sie wollen,
wiederholen und diese um Rat befragen.“
Dieser Pater hat für viele von uns
gute Gedanken. Manche mögen darüber
lachen oder sich so etwas nur schwer vorstellen können. Aber es bleibt ja jedem
selbst überlassen, es auszuprobieren. Solche Übungen geben nachweisbar seelische
Kraft, verringern die Angst und den Druck,
denen wir ausgesetzt sind und stärken noch
dazu das Immunsystem, weil wir das Gefühl
bekommen, geborgen zu sein. Gott ist bei
uns und trägt uns. Das bedeutet aber nicht,
dass wir vor unseren Kümmernissen flüchten und alles abgeben, sondern es hilft uns,
uns selbst zu erkennen und dann das Nötige
zu verändern. Sehnsüchte sind also wunderbare Weggefährten. Sie zeigen uns, was wir
empfinden, wie wir leiden, aber auch, wie wir
glücklich sein können. Man kann die Sehnsüchte stehen lassen und nur davon träumen
oder man kann sie verwirklichen. Das Schönste daran ist: „Das Alter spielt dabei keine
Rolle“. Die eigenen Wünsche sind nicht altersbegrenzt und man kann sie jederzeit in
die Wirklichkeit holen.
Ihre Monika Hansen
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menschen in marienfelde
Christa Oßwald vom Familiencafé
Knowhow als Diplompädagogin ist sie über
die Jahre eine Instanz für die Besucher geworden. Sie selber sieht das ‚Projekt‘ (neben
der erwachsenen Tochter) als ‚Mein Kind‘ und
es liegt ihr am Herzen, dass die Mütter und
Väter Kontakt zueinander finden und gut miteinander auskommen. Dabei betont sie aber,
wie gut und harmonisch sich in diesen Jahren
auch das vierköpfige Team entwickelt hat und
dass das auch die ganze Atmosphäre prägt.
Sie hat auch als Brotberuf noch
eine Vollzeit-Beratertätigkeit in der Familienhilfe in Neukölln und beim ASB ausgeübt.
Als ausgebildete Eltern- bzw. Erziehungstrai-
M
an mag es gar nicht glauben,
wenn sie erzählt, dass sie bereits 1984 mit dem Familiencafé angefangen hat, denn sie wirkt frisch,
offen, freundlich, tatkräftig, ja auch
noch jugendlich, ein Eindruck, der
für diese Arbeit eine ideale Voraussetzung ist.
Allerdings ist die weit zurückliegende Jahreszahl auch dem Zufall
geschuldet, dass die Studentin der
Erziehungswissenschaften damals als
Praktikantin einen Kurs der Evangelischen Familienbildungsstätte durchführte, bei dem sie von deren Berliner
Chefin, der Kursleiterin Ellen Hoffmann, mit offenen Armen empfangen wurde und ihr für das neue Projekt von der Marienfelder Gemeinde
Räume zur Verfügung gestellt wurden.
Auch die Unterstützung Pfarrer Grammels hat ihr sehr geholfen. So blieb
sie hier, obwohl sie in Steglitz wohnte,
und seit 1999 kommt sie sogar jeden
Donnerstag aus Falkensee angereist.
Aus der Eltern- Kind-Gruppe entwickelte sie später das Familiencafé, ein bis
heute beliebter Treff für Mütter und Väter
mit kleinen Kindern. Hier können sie jeden
Donnerstagnachmittag mit ihren Kindern
ins Kinderhaus des Dorothee-Sölle-Hauses
kommen, an einer liebevoll gedeckten Kaffeetafel beieinandersitzen, andere Eltern
kennenlernen und sich mit ihnen austau-
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menschen in marienfelde
nerin berät sie Eltern und versucht gewaltfreie erzieherische Reaktionen zu vermitteln
und zu trainieren.
Alle Tätigkeiten hat sie als Selbstständige ausgeübt, eine eigene GbR gegründet – ganz schön mutig!
Sie hat auch schon einmal daran
gedacht wegen der Entfernung das Familiencafé aufzugeben, aber dann hat sie gemerkt, ich zitiere: „Ich kann nicht ohne Marienfelde“. Eine bessere Motivation kann’s
nicht geben!
Elke Neukirch
anzeige
krankengymnastik/
physiotherapie
schen – ein Angebot, das besonders von neu
zugezogenen Eltern gerne angenommen
wird. Die Kinder erhalten während der Zeit
von den drei Mitarbeiterinnen Anregung im
Spiel und können sich kreativ betätigen.
Christa Oßwald bietet sich als Gastgeberin und Moderatorin an, hört zu und
versucht, mit Trost und Rat zur Stelle zu sein,
wenn er denn erbeten ist. Durch ihre ruhige
und freundliche Art, natürlich auch durch ihr
gemeindereport marienfelde
Biete: Kassenleistungen, KG-Nachbehandlung (Chirurgie, Neuro,
Orthopädie), KG-Schlingentisch, Massagen, Packungen, Eisbeh.,
Lymphdrainagen, Heißluft, manuelle Therapie
auch Privat: Fußreflexzonentherapie (Moxabustion, Schröpfen,
Kindernadel), Trigger-Punkt-Therapie, Hot-Stone-Massage
Hausbesuche; alle Kassen, BG u. Privat
Dagmar Grabinat
Malteserstraße 170/172, 12277 Berlin
Tel.: 030/67512988
gemeindereport marienfelde
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abschied
abschied
Monika Lorenz geht in den Ruhestand
als vor einigen Jahren in der Gemeinde eine
Umstrukturierung anstand, hast auch Du die
Gelegenheit genutzt und bist in die Seniorenarbeit gewechselt. Inzwischen warst Du ja
schon selber glückliche Oma – jetzt brauchten Dich nicht nur die jungen („58+“-) sondern auch die älteren Senioren. Für sie bist
Du mit Engagement da gewesen, hast sie in
ihren Gruppen und auf Tagesfahrten und
Reisen begleitet, und Du hast den für unsere
Gemeinde so wichtigen Besuchsdienstkreis
geleitet. Wie viele Menschen Dir wohl in all
den Jahren in den verschiedenen Abschnitten ihres Lebens begegnet sind? Sehr viele
kennen dich ja auch als engagiertes und
witziges Mitglied in der Kabarett-Truppe
L
iebe Monika,
einen „richtigen“, tränenreichen
Abschied wolltest Du nicht – aber so
ganz „ohne“ geht es ja auch nicht,
und so wollen wir Dir auf diesem
Wege alles Gute wünschen und „Auf
Wiedersehen“ sagen – am 31. Mai,
beim Fest der Goldenen Konfirmation, wirst Du im Gottesdienst verabschiedet und bald darauf wirst
Du Deine Zeit „für Dich“ verbringen können. Du hast schon gesagt,
dass es Dir nicht langweilig werden
wird – kreativ willst du sein, malen
und Musik machen, und eine neue
Theatergruppe hast Du auch schon.
Deine Berufsjahre in der
Kirchengemeinde Marienfelde
– drei Jahrzehnte (!!) sind es geworden – haben Dich als „Lebensabschnittsbegleiterin“ an die Seite
aller Altersgruppen geführt – parallel zu Deinen eigenen Lebenssituationen. Eingestiegen bist Du,
zuerst ehrenamtlich, in die Arbeit
mit Kindern, im Miniclub und im Kindergottesdienst, dann ging es weiter mit vielen,
vielen Konfirmandenjahrgängen und den
Jugendlichen, für die Du viele Jahre lang
eine verlässliche und vielseitige Gesprächspartnerin gewesen bist – unzählig sind wohl
die Fetenabende und -nächte und die damit
verbundenen Konflikte, die Dich zu einer Institution im Jugendkeller und in der sozial
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„Wi(e)derlacher“, die bei so zahlreichen
Festen die Gemeinde unterhalten und zum
Lachen gebracht hat.
Nun also: „Ruhe“stand. Dass es mit
der Ruhe nicht weit her sein wird, kennst Du
ja aus den Erfahrungen anderer – und wirst
sie nun selbst machen. Schon bisher bist Du
viel unterwegs gewesen in Sachen Familie,
und wir wünschen Dir, dass Du nicht nur
immer was zu lachen hast, sondern Deine
Kreativität, Deine vielen Vorhaben und Dein
Leben als „Jungseniorin“ nach Kräften genießen kannst. Danke für alles und – Gott
behüte Dich!
Carola Enke-Langner
Veranstaltungskalender
anspruchsvollen Jugendarbeit im Marienfelder Umfeld gemacht haben. „Älter werden
in der Jugendarbeit“ war das Thema Deiner
Diplomarbeit, mit der Du 1996 noch berufsbegleitend Dein Studium der Sozialpädagogik abgeschlossen hast – ein Thema, das
Dich auch biographisch beschäftigte. Den
Arbeitsbereich „Kinder- und Jugendarbeit“
hast Du nicht gern hinter Dir gelassen – aber
gemeindereport marienfelde
  1. Juni Montag
  4. Juni Donnerstag
  6. Juni Samstag
11. Juni Donnerstag
12. Juni Freitag
13. Juni Samstag
17. Juni Mittwoch
20. Juni Samstag
26. Juni Freitag
29. Juni Montag
16.00 Uhr
19.00 Uhr
17.00 Uhr
19.30 Uhr
19.00 Uhr
14.30 Uhr
16.15 Uhr
19.30 Uhr
18.00 Uhr
19.45 Uhr
19.00 Uhr
Bitte vormerken:
  1. Juli Mittwoch
  3. Juli Freitag
  5. Juli Sonntag
19.30 Uhr
DSH
18.00 Uhr
Kirchhof
12.00 Uhr
gemeindereport marienfelde
DSH
DSH
Dorfkirche
DSH
Kirchenkreis
Kinderhaus
DSH
DSH
Kinderhaus
DSH
DSH Senioren-Geburtstagsfeier
Musikalisch-Literar. Abend (S. 40)
Konzert für Flöte und Orgel (S. 20)
Vortrag „Koran-Auslegung“ (S. 39)
Tansania-Abend (S. 26)
Abenteuernachmittag
Kindergottesdienst
GKR-Sitzung (nicht öffentlich)
Szenische Lesung „Odyssee“ (S. 21)
Freitagsrunde (Gesprächskreis)
Kirchdiensttreffen
Sölle-Gesprächskreis
Sommerkonzert
Sommerfest
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aus dem gkr
aus dem gkr
Sitzung vom 20. Mai 2015
Z
u Beginn der Sitzung blickten wir zurück
auf die Visitationswoche und die sehr
unterschiedlichen Erfahrungen, die wir in
dieser Zeit mit ihren vielen Veranstaltungen
gemacht haben.
Wie bereits auf den beiden zum
Thema „Kirchenkreisfusion“ tagenden
Kreissynoden beschlossen, nahmen wir die
„Strukturanpassungs- und Erprobungsverordnung“ zur Kenntnis, die in einer Übergangszeit, spätestens bis Ende 2020, das
Zusammengehen und -kommen der Tempelhofer und Schöneberger kreiskirchlichen
Gremien regelt. Die Übergangsregelung sowie die von den beiden Finanzausschüssen
erarbeitete „Finanzverteilung“ beschloss
auch der GKR Marienfelde.
Ohne große Begeisterung aber „alternativlos“ nahmen wir zur Kenntnis, dass
wir die 50%-Stelle Seniorenarbeit nur mit
einer Befristung auf vier Jahre ausschreiben
können. Das Verfahren, den kreiskirchlichen
Stellenplan 2015/16 dafür zu ändern, wäre
zu risikoreich und außerdem zu zeitaufwändig. So beschlossen wir die Ausschreibung
neu, bezogen auf die Projekte zur erneuten
Ansprache der „Jungsenioren“ („55+“ bzw.
„58+“) und hoffen, dass der Kreiskirchenrat
nun zustimmen kann.
Dem von der Jugendarbeit vorgelegten Finanzierungskonzept für eine gemeinsame Sommerreise der Gemeinden Marienfelde und Petrus-Giesensdorf (KK Steglitz) stimmten wir zu, eben-
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so dem Kollektenplan für das 2. Halbjahr
2015.
Problematisch gesehen und daher
zurück gezogen wurde der Vorschlag, „gegen
ein Taschengeld“ einen Asylbewerber in der
Kirchengemeinde zu beschäftigen. Abgesehen davon, dass eine bezahlte Mitarbeit nur
als „1-Euro-Job“ möglich wäre, erforderte
solche Beschäftigung Anleitung und Beaufsichtigung, die der Hausmeister nicht leisten
kann. Herzlich willkommen sind hingegen
Menschen, die freiwillig in der Gemeinde
mitarbeiten möchten – LAIB und SEELE
hat damit bereits gute Erfahrungen gemacht.
Des weiteren wurde der Vorschlag
an den Einbringer zurück verwiesen, in der
Gemeinde heraus zu finden, warum angeblich so wenig Männer in den Gruppen aktiv sind. Der GKR teilte diese Einschätzung
nicht ganz. Falls es hier einen Bedarf gibt,
den wir nicht erkannt haben, bitten wir, sich
an Herrn Bollmann zu wenden.
Auch der Vorschlag, für die Kantorei und den Gospelchor andere Auftrittsorte
zu suchen, weil unsere Räume dafür „nicht
ausreichen“, wurde seitens des GKR zurück
verwiesen. Beide Chöre sind bereits in anderen Kirchen aufgetreten. Falls es stimmt,
dass die Gemeindekapazitäten nicht reichen,
ist das ja eher erfreulich und erfordert das
Nachdenken darüber, ob das jeweilige Konzert evtl. zweimal aufgeführt werden könnte.
Aus dem Bauausschuss berichtet
M. Schillhaneck von der konstruktiven Zugemeindereport marienfelde
sammenarbeit sowohl in der kreiskirchlichen
wie in der gemeinsamen Planungsgruppe der
beiden fusionierenden Kirchenkreise. Dort
wird befürwortet, dass die nächste Aufgabe
eine Bestandserhebung über die Gebäude
beider Kirchenkreise ist, in der die Nutzung
der Räume, bezogen auf Gemeindegliederzahlen, eine Rolle spielen sollte. Die Gruppe
wird eine entsprechende Empfehlung an die
Steuerungsgruppe ausarbeiten.
Das DSH ist inzwischen eingerüstet – der Sturm neulich hat einige Platten
der Balkonverkleidung abgerissen. Glücklicher Weise kam niemand zu Schaden.
Doch sind die Platten alle lose und müssen
entfernt und später ersetzt werden. Das
Gerüst kann danach stehen bleiben, bis die
eigentliche Sanierung beginnt, die z.Zt. in
der Ausführungsplanung bzw. im Genehmigungsverfahren durch das Konsistorium ist.
Der Bauausschuss wird sich Gedanken machen, wie man einen Notruf aus der
Behindertentoilette neben der Kita im Erdgeschoss organisieren kann, wenn die Kita
geschlossen ist.
Unsere Vertreterin in der Mitgliederversammlung des Fördervereins „Erinnerungsstätte für die NS Zwangsarbeiter“,
Frau Susan Miksch, hat aus persönlichen
Gründen dieses Amt nieder gelegt. Der GKR
machte sich Gedanken über die Nachfolge
und bittet Interessierte um Hinweise bzw.
Vorschläge, damit die Gemeinde weiterhin
in dieser Gruppe vertreten ist.
Kollekte am 7. Juni 2015
Auf Beschluss des GKR ist die „freie“ Kollekte am 7. Juni 2015 eine „Klima-Kollekte“.
Der kirchliche Kompensationsfonds nahm
2011 als gGmbH seine Arbeit auf. Die „Klima-Kollekte“ ist eine ökumenische Gesellschaft, bei der u.a. ‚Brot für die Welt‘, Misereor, der Deutsche Katholikentag und die
EKD ihre CO²-Emissionen kompensieren.
Als Kompensationsfonds finanzieren sie mit
den Ausgleichszahlungen Klimaschutzprojekte in Indien, Nicaragua und Südafrika,
die auch die soziale und ökonomische Situation der Partner verbessern sollen.
Gemeinsam mit ‚Brot für die Welt‘
u.a. fördert die Klima-Kollekte den Bau von
Biogasanlagen und Solarlampen sowie den
Gebrauch energieeffizienter Kochherde. Das
senkt nicht nur die Treibhausgasemissionen,
sondern beispielsweise auch die Ausgaben
der Empfänger/innen, denn Bio-Abfall für
die Elektrizitätsgewinnung in der eigenen
Biogasananlage besitzen indische Bauern
jede Menge. Die Nutzung energiearmer
Kochherde sorgt auch für geringere Rußentwicklung bei der Nahrungszubereitung
und schützt dadurch die Gesundheit der
Betroffenen.
Die Organisatoren der Klima-Kollekte kümmern sich auch um die Öffentlichkeitsarbeit in den Gemeinden und um Informationen, z.B. in der Konfirmanden- und
Jugendarbeit. Gemeinden können durch
die Klima-Kollekte ihre eigenen Emissionen
kompensieren oder das Projekt allgemein finanziell unterstützen.
gemeindereport marienfelde
Carola Enke-Langner
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kinderseite
kinderseite
Arbeitet die Pfarrerin eigentlich nur am Wochenende?!?
N
ur noch ein paar Wochen und
die zumeist langersehnten
Sommerferien sind da. Hast du
dich schon mal gefragt, was Lehrer in den Ferien machen? Ob die
dann einfach auch nix tun und
chillen? Und was macht eigentlich
die Pfarrerin von Montag bis Freitag? Arbeitet die nur am Wochenende? Hm, die Antworten auf die
letzten zwei Fragen kann ich sicher
schnell bekommen. Ich frage einfach Christine Rosin, die Pfarrerin
für Kinder- und Jugendarbeit. Mal
anrufen, und schon nimmt sie sich
für mich Zeit und ich darf meine Fragen
stellen.
S: Viele Kinder kennen dich sicher durch
die Abenteuernachmittage und die Gottesdienste am Wochenende. Sage mal, arbeitest du nur am Samstag und Sonntag?
C: Schön wär’s! (lacht) Nein, ich arbeite so
wie alle anderen auch in der Woche.
S: Da du am Wochenende arbeitest, wann
hast du denn dann mal frei?
C: Ich habe am Montag und Donnerstag frei
- es sind zwei Tage, weil ich keine Vollzeit, sondern eine Dreiviertelstelle habe.
S: Hast du denn feste Arbeitszeiten, so wie
andere von 8 bis 17 Uhr?
C: Nein, meine Arbeitszeiten sind von Tag
zu Tag verschieden.
S: Wie kommt das?
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C: Bei meiner Arbeit komme ich sehr viel
mit anderen Menschen zusammen. Und
diese gehen auch arbeiten. So sind Treffen mit Eltern von Täuflingen oder mit
Hochzeitspaaren erst nach deren Arbeit
möglich. Daher arbeite ich öfter nachmittags und abends.
S: Ärzte arbeiten auch nicht jeden Tag zur
gleichen Zeit und haben daher Sprechstunden. Gibt es bei dir auch sowas?
C:Nicht ganz. Dienstag, Mittwoch und
Freitag bin ich über den Tag meist im
Gemeindehaus anzutreffen und auch telefonisch zu erreichen. Wenn ich nicht
gerade in meinem Büro unten bin, habe
ich mein Handy dabei und man kann
mich darüber anrufen.
S: Und ein Treffen vereinbaren?
C: Ja, genau. Man kann es aber auch so magemeindereport marienfelde
chen wie die Kita-Kinder, die manchmal
an mein Fenster klopfen.
S: Aber so was wie Not- oder Nachtdienst
machst du nicht, oder?
C: Nun ja, nicht direkt, aber wenn mich jemand wirklich braucht, bin ich für denjenigen da. Auch an meinen freien Tagen
und im Notfall auch nachts.
S: Ist das nicht sehr stressig? Andere arbeiten von Montag bis Freitag und haben ab
einer festen Zeit frei.
C:Kann schon sein, aber ich finde, das
macht meinen Beruf so spannend, interessant und abwechslungsreich. Da kommt
nie Langeweile auf. Ich mag es, so vielen
verschiedenen Menschen zu begegnen in
wichtigen Situationen ihres Lebens.
S: Es gibt sicher auch Treffen, die zu festgelegten Zeiten sind, oder?
C: Na klar, außer den Gottesdiensten, die
ich übernehme, sind da noch die Treffen
mit dem Gemeindekirchenrat, mit meinen Kolleginnen, anderen Mitarbeitern
und den Teamern sowie der Konfirmationsunterricht und einiges mehr.
S: Arbeitest du denn nur hier im Gemeindehaus und in der Kirche? Oder auch mal
zu Hause?
C: Ich mache auch einiges zu Hause. Wenn
ich Ideen suche für einen Kindergottesdienst oder für die nächste Stunde mit
den Konfis, dann denke ich auch zu Hause darüber nach. Und oft habe ich dort
die besten Einfälle.
S: Kinder- und Jugendarbeit, da ist eine
Menge zu tun, aber das ist nicht alles,
was du machst, richtig?
C:Ja, wie meine Kolleginnen mache ich
auch Gottesdienste für Erwachsene, Taugemeindereport marienfelde
fen, Hochzeiten, Beerdigungen, alles was
halt noch so anfällt.
S: Wow, ich bin wirklich beeindruckt! Und
dann machst du außerdem seit einem
guten halben Jahr einmal im Monat
mittwochs den Gottesdienst für die jüngeren Kinder und im Sommer das Ferienprogramm (s. Ankündigung in diesem
Gemeindereport auf S. 17) in der ersten
Woche. Dein Beruf ist ja eigentlich mehrere in einem. Du bist Lehrerin, Betreuerin, Beraterin, Planerin, Organisatorin,
Rednerin, Schriftstellerin, Animateurin,
Begleiterin, …
C:… oder zumindest von allem ein bisschen.
S: Super, dass es solche Menschen wie dich
gibt! Und die auch noch Spaß daran haben! Vielen Dank für das Gespräch und
deine Zeit!
C: Immer wieder gerne.
Hättest du gedacht, dass eine Pfarrerin so viel macht? Jetzt bleibt nur noch
die Frage mit den Lehrern unbeantwortet.
Da sollte ich doch mal einen demnächst fragen …
Sabine Jacobs
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musik
musik
‚Hab lieb den Fremden‘ oder: Zwischen den Stühlen ist vorne!
Zu den Liedern von Huub Oosterhuis
D
rei Liedtexte (die Nummern 312, 382
und 427) des über 80-jährigen Poeten,
katholischen Theologen, Reformators und
Propheten Hubertus Gerardus Josephus
Henricus, genannt Huub, Oosterhuis finden
sich in unserem Gesangbuch. An den Übersetzern – Dieter Trautwein, Jürgen Henkys
und Lothar Zenetti – sieht man bereits,
welcher Qualitätsanspruch seinen Texten
vorausgeht. Andererseits: Bei der jüngsten
Überarbeitung des ‚Gotteslobs‘ kam es zu
einem – gottlob – erfolgreichen Sturm der
Entrüstung, als sämtliche Lieder des ‚Ketzers‘ Oosterhuis aus dem Gesangbuch unserer katholischen Schwestern und Brüder
entfernt werden sollten. Und trotzdem (oder
vielleicht auch nicht zuletzt deshalb) erhielt
er im vergangenen Jahr den Predigtpreis
für sein Lebenswerk, der seit 15 Jahren von
einem der größten deutschen Fachverlage
verliehen wird (u.a. an Fulbert Steffensky
und Kurt Marti). Wie es sich für einen guten
Christenmenschen gehört: Also ein Mann,
an dem sich die Geister scheiden – ein unbequemer Grenzgänger, einer, der zwischen
den Stühlen sitzt. Einer, dessen Lieder gut
in unsere Gemeinde passen.
1933 in Amsterdam geboren, tritt er
mit 20 Jahren in den Jesuitenorden ein und
fällt sofort unangenehm auf, weil er dichtet.
Eines seiner bekanntesten Lieder stammt aus
dieser frühen Zeit (1958):
Solang es Menschen gibt auf Erden,
solang die Erde Früchte trägt,
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solang bist du uns allen Vater;
wir danken dir für das, was lebt.
1965 zum Priester geweiht, wird
er in Amsterdam Studentenpfarrer: Diese
Gemeinde wird für ihn zur Werkstätte und
zum Experimentierfeld für die Erneuerung
der liturgischen Gesänge nach dem zweiten
Vatikanum: Liturgie war und ist für ihn ‚die
lebendige Konfrontation zwischen Tradition
und Erfahrung‘. Das mit der Erneuerung und
mit der Lebenssituation heutiger Menschen
hat Huub Oosterhuis dann offenbar zu ernst
genommen: Bereits fünf Jahre später wird er
deshalb und wegen Konflikten mit dem Zölibat nach Rom zitiert und 1970 aus dem Jesuitenorden entlassen. Die ehemals römischkatholische Studentengemeinde findet als
unabhängige, nun ökumenische Personalgemeinde Zuflucht in der protestantischen
Amstelkerk. Die Eucharistiefeier wird nicht
mehr als Sakrament verstanden; Huub Oosterhuis heiratet im gleichen Jahr und hat zwei
Kinder aus dieser Ehe. Die Tochter Trijntje,
eine äußerst erfolgreiche Pop- und Jazz-Sängerin, hat die Niederlande dieses Jahr beim
Eurovision Song Contest vertreten. Inzwischen ist Oosterhuis in zweiter Ehe mit der
Journalistin Colet van der Ven verheiratet.
1980 gründet er die Stiftung ‚Lehrhaus und Liturgie‘, lebendige Traditionspflege im besten Sinne. Und natürlich ist er politisch tätig – von den 60er Jahren, den Zeiten
des Politischen Nachtgebets und der großen
Hoffnungen auf gesellschaftliche und kirgemeindereport marienfelde
chenpolitische Reformen, bis zu seiner Kandidatur für die Sozialistische Partei bei den
Niederländischen Parlamentswahlen 2006.
Schon vor ihrer Zeit als Königin unterhielt
Oosterhuis ebenso freundschaftliche wie bis
heute andauernde Beziehungen zu Prinzessin
Beatrix. 2002 hält er die Predigt beim Begräbnis von Prinz Claus von Amsberg, dem
er eng verbunden war, und 2011 nimmt die
Königin an der Eröffnung des ehemaligen
Pfarrhauses ‚Die Liebe‘ teil, das er programmatisch zu ‚Die Neue Liebe‘ umtauft, und
das als ein Zentrum für vielerlei Aktivitäten
dient, weit über die Amsterdamer Studentengemeinde hinaus; gestiftet von einem Mäzen
und Bewunderer. Im gleichen Jahr befinden
zwei große römisch-katholische Bistümer viele seiner Lieder wiederum ‚als ungeeignet für
den liturgischen Gebrauch‘. So gibt es zwar
im Großen wenig Bewegung, im Kleinen aber
lebendige Alternativen.
Schon früh hatte Oosterhuis für sich
erkannt und entschieden, dass es keinen Sinn
macht, in Rom um Reformen zu betteln:“Das
ist vertane Zeit. Es gibt Dringenderes!“ „Wir
haben nicht die Illusion, diese Kirche von Innen her verändern zu können. Wir investieren
alle Energie in neue Beziehungen zur Bibel.“
Das führt zur Gründung freier Gemeinden in
konfessionsübergreifenden Lehrhäusern, in
denen seit über einem halben Jahrhundert
nach einer zeitgemäßen Gestalt des Glaubens
gerade auch für kritische und ‚kirchenferne‘
Menschen gesucht wird. So werden in jedem
Gottesdienst Brot und Wein gereicht, „als
Erinnerung an den Auftrag, unser Leben zu
teilen im Dienst an der Gerechtigkeit und
am Frieden“ – als ‚Tafelgebete‘, die nichts
zu tun haben mit einem kultischen ‚Opfer‘.
gemeindereport marienfelde
Jesus von Nazareth ist hier Prophet und Vorbild für kirchliches und politisches Handeln
und kein ‚Gottmensch‘. Konsequent verfolgt
Oosterhuis (s)einen Weg seit den 70er Jahren,
„Herr, wenn du existierst, so komme dann
in unsere Mitte“ (‚Heer, als U bestaat, kom
dan onder ons‘) bis heute, um „gemeinsam
vor Gott zu stehen, zweifelnd und fragend“.
Entscheidenden Anteil an dieser Haltung und
Bewegung haben und hatten von Anfang an
die Gesänge, die in Text und Melodie zutiefst
berührenden Lieder und die Liturgie, die gerade in ihrer Schlichtheit erhebend ist.
Während Oosterhuis für seine ersten Lieder ‚gut lutherisch‘ alte, oft spätmittelalterliche Volkslied-Melodien verwendete
– so war die Melodie für ‚Wer leben will wie
Gott auf dieser Erde‘ ursprünglich die eines
Liedes über getrockneten Hering, so werden
seine Texte inzwischen von Komponisten wie
Bernard Huijbers, Antoine Oomen und Tom
Löwenthal vertont, zum Teil für den Gemeindegesang geeignet, teilweise aber auch in anspruchsvolleren Chorsätzen mit kunstvoller
(Klavier-)Begleitung.
Prophetische Rede ereignet sich
zuweilen in ganzen vier prägnanten Worten: „Hab lieb den Fremden (denn er ist ein
Mensch wie du)“ ist ein unhintergehbares
Wort der hebräischen Bibel, das Oosterhuis
seit Jahren stark macht gegen rechtslastigen
Populismus (und unheilige Allianzen wie
jüngst Geert Wilders Auftritt als Gastredner
bei Pegida in Dreden) und gegen gesellschaftliche Kräfte, die „versuchen, unseren Verstand
zu vernebeln und unser Gewissen zu betäuben.“ Gegen unsere pseudo-aufgeklärte Gesellschaft setzt er eine ‚Kultur des poetischen
Gebets‘, die ‚wie die großen christlichen
15
musik
Dichter immer (wieder) Neues aus Altem erschafft‘ (Alex Stock) und die im (Mit-)Singen
ihren stärksten Ausdruck entfaltet. Indem er
sie ‚geistesgegenwärtig‘ liest, gibt Oosterhuis
den Jahrtausende alten biblischen Texten ihre
ursprüngliche Kraft zurück. Ihren Sprachfluss,
ihr ‚melodisches Metrum‘ aufnehmend, lässt
sein ‚neuer‘ Text den ‚alten‘ noch erahnen
– wie Licht, das durch unsere alten Kirchenfenster fällt und ein Spiel lebendiger Reflexe
auf die weißen Wände unserer Kirchen wirft.
Dieser verfremdete Widerschein unserer inneren Bilder löst veränderte Wahrnehmungen
des Vertrauten aus: Das ‚Neue‘ macht das Alte
neu – Psalmen werden wieder Psalmen. Seine
Texte sind deshalb keine bloßen Nachdichtungen, viel eher Übersetzungen, die Schichten freilegen, um zum Ursprung zurück zu
führen. Je tiefer er zurückgeht und dabei
zugleich vordringt, umso deutlicher weisen
seine Texte wieder in die Zukunft. Die oft
hermetisch scheinenden Texte werden hermeneutisch gebrochen wie das Brot. Er liest
die Texte ‚Silbe für Silbe, Wort für Wort‘ – das
Gegenteil des fundamentalistischen Fehlversuchs, sie im ‚wörtlich nehmen‘ richtig zu verstehen: Wer die Bibel ‚wörtlich zu nehmen‘
vorgibt, verspielt jegliche Chance, sie wahrhaftig verstehen zu wollen. Oosterhuis hingegen
liest zwischen den Zeilen, um verständlich zu
machen, ‚was da steht‘:
ferienprogramm
Bei dir ist nichts unmöglich.
Wälze den Stein von uns ab;
setze uns gerade, aufrecht,
richte unsere Füße,
führe uns aus unwegsamem Abgrund
zu einem Wohnort des Lichts.
Was das ist, ‚Auferstehung‘, das weiß
ich noch immer nicht – aber wie das geht,
‚Auf(er)stehen‘, das kann ich jetzt sehen und
spüren, das erkenne ich ‚plötzlich‘, unmittelbar. Und darum geht es. 2012 hat Huub Oosterhuis einen programmatisch-unpoetischen
Text unter dem Titel geschrieben: „Rette
diejenigen, die keine Verteidigung haben.“
Denn: „Wir glauben nicht mehr daran, dass
auch nur irgendetwas in dieser Welt unumstößlich und naturnotwendig so ist. Wir haben
vor, eine andere Welt zu schaffen. Schritt für
Schritt, Tag um Tag. Wir ziehen eine Spur
der neuen Welt durch diese alte hindurch.“
(29. Mai 2005; aus der Predigt zum Abschlussgottesdienst, Kirchentag in Hannover)
I
hr verbringt die Sommerferien in Marienfelde? Ihr möchtet mit anderen Kindern
zusammen etwas unternehmen? Eure Eltern
müssen während der Schulferien arbeiten?
Dann seid ihr herzlich willkommen
zum Sommerferienprogramm unserer Kirchengemeinde. Wann? In der ersten und
letzten Sommerferienwoche, jeweils von
Montag bis Donnerstag.
Ihr könnt euch für beide Wochen
anmelden oder auch nur für eine der beiden.
Wir treffen uns immer im Kinderhaus beim
Dorothee-Sölle-Haus an der Waldsassener
Str. 9. Dort spielen wir zusammen, singen,
kochen, hören Geschichten, und von dort aus
unternehmen wir Ausflüge in die Umgebung.
20.–23. Juli 2015 und 24.–27. August
2015, jeweils von 11 bis 17 Uhr
Kosten: 15,– Euro pro Kind und Woche (Geschwisterkinder 10,– Euro)
Auskunft und Anmeldung bis zum 10.
Juli 2015 an:
Pfarrerin Christine Rosin, 755 12 2024, kinder@marienfelde-evangelisch.
de
Wir freuen uns auf euch!
Pfarrerin Christine Rosin,
Bernard Devasahayam und Team
Christian Langner
Alle wörtlichen Zitate im Text von Huub
Oosterhuis. Unter www.predigtpreis.de findet sich ein achtminütiges Filmportrait von
Huub Oosterhuis.
Vgl. auch Rückseite des Gemeindereport.
„Sölle“-Gesprächskreis
Der Sölle-Gesprächskreis trifft sich am Mittwoch, den 1. Juli 2015 um 19.30 Uhr im
Dorothee-Sölle-Haus.
- Carola Enke-Langner
16
… für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren
gemeindereport marienfelde
schon mal vormerken: sommerfest
„Olympia 2015“
Die Ev. Kita im Familienzentrum und die
Gemeinde laden Sie und Euch alle ganz
herzlich ein!
Am Sonntag, 5. Juli 2015 feiern
wir ein fröhliches Sommerfest rund um
das Dorothee-Sölle-Haus.
Der Tag beginnt mit dem Festgottesdienst um 11 Uhr. Im Anschluss gibt es
ein buntes Programm – das Highlight ist die
gemeindereport marienfelde
Kinder-Sommer-Olympiade mit Sport und
Spiel für Groß und Klein.
Internationale kulinarische Genüsse, eine Musicalaufführung und eine Tombola stehen mit auf dem Programm.
Wir freuen uns auf viele Teilnehmer!
Der Festausschuss
17
aus unserem kirchenbuch
gottesdienste
im Juni 2015
Die Gottesdienste finden sonntags um 9.30 Uhr in der Dorfkirche (DK),
um 11.00 Uhr im Dorothee-Sölle-Haus (DSH) statt, sofern nicht anders angegeben.
Abendkirche jeden Freitag, 18 Uhr in der Dorfkirche.
(A) = Abendmahlsgottesdienst
Taufen:
Matilda Jungcurt (Frankfurt am Main); Nils Borrmann (Hoppegarten);
Benjamin Follert (Mfd.); Amilia Halbsguth (Mfd.); Melia Halbsguth (Mfd.);
Hedi Misgeld (Mfd.); Paul Trinczek (Mfd.)
Trauungen:
Herr Timo Grieszat und Frau Joana Grieszat, geb. Dignatz (Mfd.)
Herr Tobias Schmidt und Frau Elisa Ho-Schmidt, geb. Ho (Lichtenrade)
Herr Lars Steinitz und Frau Jenny Steinitz, geb. Beyer (Lankwitz)
Herr Marco Plötz und Frau Jasmin Plötz, geb. Strauß (Lichterfelde)
7. Juni – 1. Sonntag nach Trinitatis
  9.30 Uhr – Pfrn. U. Senst-Rütenik (A)
11.00 Uhr – Pfrn. U. Senst-Rütenik
Bestattungen:
14. Juni – 2. Sonntag nach Trinitatis
  9.30 Uhr – Pfrn. C. Rosin
11.00 Uhr – Pfrn. C. Rosin (A)
11.00 Uhr – Dorfkirche – Taufgottesdienst – Pfrn. C. Enke-Langner
12.30 Uhr – Dorfkirche – Taufgottesdienst – Pfrn. C. Enke-Langner
Herr Peter Kitz
Frau Karin Schulz, geb. Bührig
Frau Christine Hetzel, geb. Subeit
Herr Uwe Sack
Herr Horst Schlie
Frau Edith Götte, geb. Jungfer
(Mfd.)
(Mfd.)
(Mfd.)
(Mfd.)
(Mfd.)
(Mfd.)
74 Jahre
75 Jahre
63 Jahre
73 Jahre
90 Jahre
90 Jahre
21. Juni – 3. Sonntag nach Trinitatis
  9.30 Uhr – Pfrn. C. Enke-Langner
11.00 Uhr – Pfrn. C. Enke-Langner
anzeige
28. Juni – 4. Sonntag nach Trinitatis
  9.30 Uhr – Pfrn. U. Senst-Rütenik
11.00 Uhr – Jugendgottesdienst – Pfrn. C. Rosin + Team
5. Juli – 5. Sonntag nach Trinitatis
  9.30 Uhr – Pfrn. C. Enke-Langner (A)
11.00 Uhr – Pfrn. C. Enke-Langner
Taufgottesdienste: 14. Juni – 12. Juli – in den Sommerferien n.V.
(Anmeldung bitte bis drei Wochen vorher im Büro)
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gemeindereport marienfelde
gemeindereport marienfelde
19
kirchenmusik
lesung
Kinderchor und Jugendchor
I
n der Ev. Kirchengemeinde Marienfelde
gibt es jetzt einen Kinderchor und einen
Jugendchor: Kinder ab 6 Jahren sind herzlich eingeladen zur Kinderchorprobe
Mehr als eine szenische Lesung!
für diesen Anlass geschrieben und komponiert. Einige Ohrwürmer daraus haben wir
schon kennengelernt.
Der Jugendchor für Jugendliche
ab 13 Jahren probt ebenfalls im DSH
jeden Mittwoch von 17.00 Uhr bis
17.45 Uhr im Dorothee-Sölle-Haus.
mittwochs von 18.00 Uhr bis 19.00 Uhr.
In den Proben werden geistliche
und weltliche Kinderlieder geübt, aber
auch Spiel und Spaß gehören fest dazu. Am
letzten Wochenende vor den Sommerferien
nimmt der Kinderchor teil am Kinderchortreffen der Kirchenkreise Schöneberg und
Tempelhof in der Gemeinde Alt-Tempelhof.
Wir singen und spielen gemeinsam die Geschichte von Esther, der schönen und klugen
Königin. Dieses Kindermusical wurde extra
Gemeinsam ausgewählte Stücke
von neuer geistlicher Musik bis hin zu aktueller Popmusik stehen hier auf dem Programm.
Unter der Leitung von Kantor David Menge treffen sich die Kinder und Jugendlichen im Dorothee-Sölle-Haus, Waldsassener Strasse 9. Die Teilnahme ist kostenlos. Wir freuen uns über neue Sängerinnen
und Sänger!
20
Konzert in der Dorfkirche:
Konzert auf dem Kirchhof
Marienfelder Allee 127
Raritäten für Flöte und Orgel
Sommerkonzert
Samstag, 6. Juni 2015, 17 Uhr
Werke von J.S. Bach, Charles Widor,
Frank Martin u.a.
Christiane Stier, Flöte Maria Jürgensen, Orgel
Eintritt: € 10,–/erm. € 6,–,
Karten an der Abendkasse
Info Tel. (030) 755 12 20-15
Freitag, 3. Juli 2015, 18 Uhr
Eintritt frei
Herzliche Einladung
Sonnabend, den 20. Juni 2015, 18 Uhr
Waldsassener Straße 9
im Dorothee-Sölle-Haus, Kinderhaus
W
o hat sich Odysseus zehn Jahre lang
herumgetrieben? Fand er die bezaubernde Zirze oder die schöne Kalypso anziehender als seine treue Ehefrau Penelope?
Und dann, als er endlich zu Hause ankam
– kann man bei den vielen Leichen wirklich
sagen: „Ende gut. Alles gut?“
„Die Irrfahrt des Odysseus.“ Homer verdanken wir dieses gewaltige Epos.
Seine feierlichen Hexameter sind heute
schwer zu lesen. Zugänglicher für viele war
anzeige
Bereits ab 17 Uhr können Sie sich bei einer
Tasse Kaffee auf das Konzert einstimmen.
Fensterreinigung
Jürgen Behrens
dann schon die Hollywood-Verfilmung mit
Kirk Douglas. Noch unterhaltsamer, spannender, lockerer und zugleich anregender
und nachdenklicher bieten wir Ihnen die
Geschichte dar.
Vor einem Jahr haben wir Ihnen
die Ilias, die Geschichte vom Kampf um Troja wegen der schönen Helena, vorgestellt.
Nun folgt der zweite Teil aus meinem Buch
„Ein bisschen Homer für Leute von heute“,
die Odyssee. Wieder mit den SchauspielerInnen Anke Rupp und Jean-Theo Jost.
Es gibt einen kleinen Imbiss und
Getränke. Der Eintritt ist frei.
Ich freue mich auf Ihr Kommen.
Herzlich
Klaus Grammel
P.S.: Unsere Version der Ilias können Sie
übrigens (noch einmal) erleben: am Freitag,
den 12. Juni 2015 im Gemeindehaus der
Kirchengemeinde Alt-Tempelhof, KaiserinAugusta-Straße 23 um 18.00 Uhr im Rahmen der Reihe „Lese Lounge“, umrahmt
von Harfenmusik. Auch dort ist der Eintritt
frei.
Die Fensterreinigung bei Ihnen um die Ecke
Preise nach Absprache, ohne Anfahrtkosten
Tel.: 84709774
Mobil: 0152/08851868
gemeindereport marienfelde
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kolumne
kolumne
Kirchengeschichte
B
onifatius, Augustinus, Martin Luther
und der Mischehenstreit im 19. Jahrhundert sollen heute mal übersprungen werden, weil sonst der Platz im Gemeindereport
zu knapp wird.
Ich beginne gleich mal in den 60er
Jahren des vergangenen Jahrhunderts mit
meiner persönlichen Kirchengeschichte. Aus
dem protestantischen Ostfriesland weggezogen, landete ich mit meiner ebenfalls protestantischen Familie auf einem katholischen
Dorf in der Nähe von Bonn. Ich wohnte als
Lehrerstochter in der Schule, direkt neben
einer mächtigen katholischen Kirche, wo von
jungen Burschen stundenlang das Klöppeln
betrieben wurde, rhythmisches Glockenläuten auf drei Tönen, das einen in den Wahnsinn treiben konnte.
Ich studierte beim Aus-dem-Fenster-Gucken katholische Sitten. Die sonntägliche Messe wurde fast immer bei offenen Türen abgehalten, durch welchen Umstand ich
viele katholische Kirchengesänge auswendig
kann. Hinten standen die Männer des Dorfes, um sich unmittelbar nach vollzogener
Wandlung unauffällig rückwärts hinaus aus
der Kirche auf zwei Kneipen hinzubewegen,
die das politische Leben des Dorfes repräsentierten. Rechts die CDU-Kneipe und
links die SPD-Kneipe.
Ich selbst sollte in der kleinen evangelischen Kirche des nahegelegenen Marktfleckens B. konfirmiert werden, wegen des
Umzugs und des Todes meiner Mutter erst
22
mit 16 Jahren und ganz allein, ohne Mitkonfirmanden. Deswegen stürzten sich Pfarrer und Presbyter begeistert auf mich und
gaben mir etwa 37 Kirchenlieder mit allen
Strophen und den kleinen Katechismus mit
sämtlichen Erklärungen komplett auf. Zum
Glück lernte ich leicht und bin bis heute firm
in Kirchenliedern, so bestand ich meine exklusive Konfirmandenprüfung.
Der Pfarrer, ein gutherziger Ostpreuße, der in der Bekennenden Kirche gewesen war, ein eher schmächtiger Mensch
mit gleichwohl den damals in protestantischen Pfarrfamilien üblichen neun Kindern,
kümmerte sich um mich Halbwaise, indem
er mich zur Leiterin der Jungschar machte. Samstags nach der Schule aß ich immer
am langen Tisch der Familie K., später war
Jungschar. Das Essen am langen Tisch wurde in Emailleschüsseln aufgetragen und war
mitunter derartig kaschubisch (z.B. Kuttelfleck), dass mein Tischgebet eher in die
Richtung ging, dass der Herr ein Wunder
geschehen lassen möge, dass ich es nicht
essen musste.
Ich habe mich bei dem Pfarrer für
seine Fürsorge revanchiert, indem ich ihm
im wahrsten Sinne des Wortes auch eine
Stütze war. Und zwar bei der Konfirmation.
Ich sollte vortreten und zum Segen auf den
Altarstufen knien. Leider kam ich ungünstig
mit dem Knie auf, so dass ich keinen rechten
Halt hatte, aber zum Zurechtruckeln war keine Zeit. Der Pfarrer begann mich zu segnen,
gemeindereport marienfelde
aber sein schwaches Herz bescherte ihm eine
kleine Attacke, so dass er sich auf meinen
Kopf stützte. Nun wurde es spannend, denn
meine unstabile Knielage ließ uns schwanken, hin und her und hin und her, das Kirchenvolk hielt den Atem an und ich wusste
schon nicht mehr, wie ich die Katastrophe
aufhalten sollte …, da wurde ich von hinten
gestützt und der Pfarrer konnte sich erst mal
ausruhen.
Es gab eine kleine Pause. Dann
kam der Pfarrer noch etwas bleich zurück
aus der Sakristei und führte die Zeremonie
zu Ende. Ob aus solch wackeligem Segen
eine vernünftige Frömmigkeit herauskommen kann, ist bis heute ungeklärt.
Ich war nicht nur Jungscharleiterin
(zusammen mit der Pfarrfrau), sondern wurde auch noch zu musikalischen Hilfsdiensten
gebraucht. Ich konnte nämlich Choräle auswendig auf dem Klavier begleiten. Manchmal hatte der Organist Urlaub, und dann
bat mich der Pfarrer auszuhelfen, besonders,
wenn er zu den Gemeinden in der Diaspora
fuhr, die in den umliegenden Dörfern seelsorgerlich betreut wurden. Dann holte er
mich ab und wir fuhren in einen Gemeindesaal der Katholiken in der Voreifel mit
einem altersschwachen Harmonium darin
und ich ‚beglitt‘ die fünf bis zehn verstreuten
Schäflein. Ich bekam sogar ein Taschengeld
dafür.
Einmal aber fehlte der Organist bei
einer Hochzeit. Da wollte ich nicht spielen,
das war mir zu heikel mit Prä- und Postludium. Aber der Vikar, der den Hochzeitsgot-
gemeindereport marienfelde
tesdienst durchführen sollte, flehte mich an.
Ich sollte ihn wenigstens mit einem Finger
begleiten, er könne nicht singen, nicht anstimmen.
Das nun wieder ließ mein Stolz
nicht zu. Ich übte mir einen Wolf! Schwierigkeiten machte mir vor allem das Lied: So
nimm denn meine Hände. Im B-Teil gibt
es einen kleinen Harmoniewechsel und da
verspielte ich mich. Weil ich aber streng
mit mir war, hudelte ich nicht drüber weg,
sondern begann das Lied von vorne, bis es
endlich saß.
Bei der Hochzeit saß ich mächtig
aufgeregt an der Orgel, spielte ein Bachpräludium, die Braut segelte in Weiß durchs Kirchenschiff und die Zeremonie nahm ihren
durch mich etwas tragischen Verlauf. Beim
Lied ‚So nimm denn meine Hände‘ patzte
ich nämlich wieder an der Sollbruchstelle
– ‚ich mag allein nicht gehen‘ und begann
in Panik nach alter Gewohnheit von vorne.
Nun aber teilte sich die Kirchengemeinde,
die einen begannen mit mir von vorne, die
anderen sangen stockunmusikalisch, wie sie
nun mal waren, stur weiter, es war ein heilloser Cluster und ich traute mich am Schluss
nicht von der Orgel runter. Der Vikar schickte mir einen düsteren Blick, und ob die Ehe
das ausgehalten hat, weiß ich nicht.
Seitdem werde ich in meinen Alpträumen von Brautpaaren gejagt, von Vikaren verstoßen und bin mit einem Orgeltrauma in psychiatrischer Behandlung.
Elke Neukirch
23
umwelt
umwelt
Menschenzeitalter – Anthropozän
S
eit 11700 Jahren leben wir im Holozän
(griechisch: das völlig
Neue). Der Begriff wurde etwa um 1868 geprägt von dem Zoologen
Paul Gervais und meint
die Zeit nach der letzten
großen Eiszeit. Als sich
die Erde wieder erwärmte, wandelten sich Pflanzen- und Tierwelt. Viele
Arten verschwanden und
neue entwickelten sich.
Der Mensch konnte sich
entfalten.
Seit etwa 200 Jahren, also mit dem
Beginn der Industrialisierung, verändert der
Mensch in zunehmendem Maße die Natur.
Der Chemiker Paul Crutzen erhielt 1995 den
Nobelpreis mit zwei anderen Wissenschaftlern für die Erforschung des Ozonabbaus.
Er fand die Bezeichnung „Holozän“ nun
nicht mehr angemessen für eine Zeit, in der
der Mensch so massiv in die Natur eingreift.
Bei einem Kongress im Jahre 2000 polterte
er dann los: „Hören Sie endlich auf, vom
Holozän zu sprechen, wir sind nicht mehr
im Holozän. Wir sind im …, im …, im …
Anthropozän!“ Damit war der neue Begriff
„Menschenzeitalter“ geboren, „denn Natur
– das ist in Zukunft vor allem Menschenwerk.
Der Planet wird nie wieder derselbe sein“,
sagt Erle Ellis.
24
Zwar gibt es seit 2000 diesen Begriff und er wird schon häufig benutzt, aber
nur illegal. Offiziell ist er noch nicht anerkannt. Zunächst wurde über den Begriff immer wieder gesprochen, bis er so weit in das
Denken der Wissenschaftler eingedrungen
war, dass der Ruf nach wissenschaftlicher
Untersuchung laut wurde. 2008 wurde Professor Jan Zalasiewicz beauftragt, eine Arbeitsgruppe zusammenzustellen, die Sinn
und Nutzen der Namensgebung herausfinden und darauf aufbauend den Beginn der
Epoche klären soll.
Die Gruppe stellte zunächst eine
lange Liste mit den Veränderungen zusammen, die durch den Menschen auf unserem
Planeten entstanden sind: die Industrie, die
durch Kohlendioxidausstoß die Ozonlögemeindereport marienfelde
cher entstehen ließ, die intensivierte Landwirtschaft und in dem Zusammenhang die
Rodung der Urwälder, die starke Bebauung, die Errichtung von Staudämmen, der
Bergbau. Allein durch die Auswirkungen der
Luftverschmutzung sterben jährlich etwa sieben Millionen Menschen. Zwei dicke Bände
entstanden. „Zwei Tonnen Papier“ sagte Zalasiewicz etwas ironisierend.
Die Diskussion zu der Frage, ob es
überhaupt notwendig sei, das jetzige Zeitalter in Anthropozän umzubenennen, ist noch
in vollem Gange. Können wir stolz sein,
wenn ein Zeitalter mit spürbaren Einwirkungen auf den Planeten durch uns nach uns
benannt wird, oder ist es eher beschämend?
Wir Menschen sprechen immer von
Natur, von Umgebung, fühlen uns aber nicht
eins mit ihr, sondern betrachten sie eher als
unser Gegenüber. Vielleicht könnte dieser
Begriff dazu führen, dass wir uns als Teil der
Natur begreifen lernen, von der wir abhängig sind, in die wir hinein geboren werden,
in die wir gehören und die es zu erhalten,
zu schützen gilt. Es gibt schon Stimmen, die
dafür plädieren, nicht von Umwelt sondern
von Unswelt zu sprechen.
Bisher wird stets nur der ökonomische Wert einer Sache berechnet, nicht
der ökologische. Zum Beispiel interessiert
nur, wie viel Geld eine Palmölplantage dem
gemeindereport marienfelde
Besitzer einbringt, für die
man Urwald
rodet, aber
nicht, welche
Werte man
gleichzeitig
für alle Menschen vernichtet. Für dringend notwendige
Umweltveränderungen bedarf es darum
der wissenschaftlichen Forschung und des
Vordenkens, aber ebenso der intensiven
Beteiligung der Gesellschaft. Aufklärung
aller Menschen ist deshalb die erste Voraussetzung für die aktive Mitwirkung an einem
gemeinsamen Prozess der nachhaltigen Gestaltung unseres Planeten.
In seinem Buch „Menschenzeit“
schreibt Christoph Schwägerl: „ Der Weltaufgang hat erst begonnen.“ Nun liege es
an uns allen, dieses aufgehende Zeitalter des
Anthropozän möglichst lange auszudehnen.
Ehe die offizielle Benennung in
„Anthropozän“ erfolgen kann, muss der
Antrag noch mehrere Gremien durchlaufen,
die ihrerseits Stellung beziehen sollen. Das
ist noch ein aufwendiger Prozess.
Außerdem erhebt sich die Frage,
wann das Anthropozän beginnen soll, und
hier sind sich die Forscher keineswegs einig.
Es gibt eine Reihe von Daten, da der Mensch
schon seit Menschengedenken in den
Werdensprozess der Natur eingegriffen hat. Wissenschaftler untersuchen
Sedimentgestein nicht nur am Land,
sondern auch unter den Meeren,
um mit Hilfe der Ergebnisse Ablagerungen aufzeigen zu können, die
durch das Einwirken des Menschen
25
umwelt
entstanden sind. Daran soll letztendlich der
Beginn des Menschenzeitalters festgemacht
werden. Viele plädieren für den 15. August
1945, die Zündung der ersten Atombombe
über Hiroshima. Aber die Diskussion darüber ist noch nicht beendet. Die untersuchende Gruppe glaubt, im nächsten Jahr, also
2016, ein Ergebnis vorlegen zu können. Wir
können gespannt sein, was uns im nächsten
Jahr präsentiert wird.
kunst und kirche
Mir selbst war nicht bewusst, welch
komplizierter Vorgang es ist, dem Zeitalter
einen Namen zu geben. Allerdings soll er
dann ja auch allgemein gültig sein, also auf
der ganzen Welt, und dafür bedarf es schon
einer gemeinsamen Abstimmung, die ihre
Zeit braucht.
Sieglinde Dürr
klang-farben-fest 2015
A
uch 2015 gibt es im Christlichen
Garten in den Gärten der Welt das
„Klang-Farben-Fest“. Am 28. Juni werden von 12.00 bis 17.00 Uhr dort durch
vielfältige Wort- und Musikbeiträge, durch
Mit-mach-Aktionen für Klein und Groß
und durch Informationen engagierter
Gruppen „Klänge“ und „Farben“ alter und
gegenwärtiger christlich geprägter Kultur erfahrbar werden. Daneben gibt es
fair Gehandeltes zu kaufen und Leckeres
zu essen.
Neben traditioneller Musik runden Lesungen und Kurzvorträge das bunte
Programm ab. Die Mitwirkenden des Programms kommen aus ganz Berlin.
(Haupteingang: Eisenacher Straße, 12685 Berlin (Marzahn): Bus 195 ab
26
S-Bahn Marzahn (S7) oder U-Bahn Hellersdorf (U5) – Eintritt € 7,00 / erm. € 3,50).
Volkmar Hirth
gemeindereport marienfelde
„Eine moderne Kirche muss es werden.“
Die Kreuzkirche in Schmargendorf von Ernst und Günther Paulus (1928/29)
E
indringlich bemühte sich Pfarrer Nehmitz Mitte der 20er Jahre im liberalen
‚multikulturellen‘ Berliner Südwesten (in
Sichtweite die Minarette der neuen Moschee, eine Synagoge befand sich im Bau,
eine katholische Kirche in der Planung) um
die Wiederbelebung eines Projekts, dessen
ursprüngliche Ausführung der 1. Weltkrieg
verhindert hatte. Ernst Paulus, bereits 1916
mit dem Bau eines protestantischen Gotteshauses beauftragt, legte daraufhin gemeinsam mit seinem Sohn Günther 1927 einen
völlig neu erarbeiteten Entwurf vor, unter
dem Motto: „Eine moderne Kirche muss
es werden.“ Und es erstaunt und fasziniert
noch heute, worauf sich die Schmargendorfer Gemeinde da einließ. Dergleichen wäre
heute unvorstellbar. Während Ernst Paulus
um die Wende zum 20. Jhdt. an mehreren
Kirchbauprojekten in Berlin beteiligt war,
die ganz nach dem wilhelminischen Zeitgeschmack historistischen Stilformen folgten,
suchte er nach dem 1. Weltkrieg nach zeitgemäßeren Lösungen und einer angemessenen
‚modernen‘ Architektursprache (jenseits der
avantgardistischen Bauhaus-Bewegung). An
der Einzigartigkeit der Kreuzkirche dürfte
sein Sohn Günther ganz erheblichen Anteil
gehabt haben.
Die Architektur der Weimarer Republik bediente sich der Tradition auf eine
in der Tat ‚moderne‘ Art und Weise, indem
sie sich, der gerade überstandenen Katastrophe, des Zusammenbruchs christlich-abendgemeindereport marienfelde
ländischer Werte und des gesellschaftspolitischen Umbruchs durchaus bewusst, aus dem
‚Steinbruch der Geschichte‘ die Brocken
heraus klaubte, aus denen sich noch glaubhaft eine Neue Welt errichten ließ. Zu welch
grandiosem Erlebnis dieses ‚Baukastenprinzip‘ führen kann, zum ‚Wandel im Wandeln‘
– soll ein Gang durch die Schmargendorfer
Kreuzkirche vor Augen führen.
Schon von weitem setzt der 50 m
hohe, der Straßenkreuzung am Hohenzollerndamm zugewandte Turm ein deutliches
Zeichen. Einerseits erinnert er, hoch aufragend, an die Westwerke gotischer Dome
(z.B. Havelberg), andererseits wurde er von
den Zeitgenossen ‚wie ein Hochhaus‘ empfunden, mit sichtbaren Etagen mit Funktionsräumen, z.B. für die Konfirmandenarbeit. Auf diesem Grundprinzip, Disparates
zu einer Synthese zu führen, basiert der Bau
bereits in der Wahl des Materials, indem es
27
kunst und kirche
reformationsdekade
den Klinker zum ‚Klunker‘ adelt. Die gesamte Außenhaut der Kirche besteht aus unsortierten, handgestrichenen Klinkern, einem
Material, das, zum Bau-,Edelstein‘ erhoben,
in der expressionistischen Architektursprache eine buchstäblich tragende Rolle spielen
sollte, die eine lebendige Fassade auch in
großen Flächen ebenso wie vielfältige ornamentale Schmuckformen ermöglichte. Im
Gegensatz zum Backstein der norddeutschen Gotik fällt der Eingangsbereich, das
Kirchenportal, völlig aus dem Rahmen. Der
exotische Baldachin lässt an asiatische Pagoden denken, vollständig aus tiefblau glasierter Keramik, befremdend und faszinierend
bis heute. Der Figurenschmuck erinnert
wiederum an mittelalterliche Kirchenportale, ist aber ganz im ‚modernen‘ Stil des Art
déco ausgeführt. Die Hochzeitsgesellschaft
konnte mit ihren Automobilen unter dem
festlich-kostbaren Baldachin vorfahren, wie
dann später vor dem Adlon oder bei Kempinski.
Von der Seite wird deutlich, wie
die ganz verschiedenen Module, in ihrer
Bedeutung klar aufeinander bezogen und
in spannungsvolle Harmonie gesetzt, ein
Ensemble bilden. Das an sich ungünstige,
zum Regenwasserauffangbecken in der die
Kirche umgebenden Parkanlage hin stark
abfallende Gelände, eröffnete Spielräume
für unkonventionelle architektonische Lösungen. Während der massive Turm das
gesamte Areal vom Hauptstraßenverkehr
abschirmt, entsteht von der Teichseite her
der Eindruck eines klösterlichen Bezirks, wie
wir ihn aus dem brandenburgischen Umland
kennen und lieben. Hier wird der Kirchenraum zum Naturraum erweitert. Anderer-
28
seits setzt sich das ‚Westwerk‘ des Turms
nicht wie zu erwarten in einem Kirchenschiff
fort, sondern wird lediglich mit einem niedrigen Verbindungsgang an den eigentlichen
Kirchenraum angebunden, der als imposantes Oktogon über dem See thront und unter
dem Gottesdienstraum einem gleichgroßen
Gemeindesaal Raum bietet. Hier zeigt sich,
von Außen kaum erkennbar, wie sehr das
markante Gebäudeensemble im Inneren auf
die Erfordernisse einer sich rasant wandelnden Gemeindestruktur reagierte.
Das wird umso deutlicher erfahrbar, sobald man die Kirche betritt; denn
bereits das Foyer unter dem Turm bildet als
‚Brauthalle‘ eine eigene kleine Kirche mit
zwei wiederum ganz gegensätzlichen Formelementen, die die gesamte Innenarchitektur leitmotivisch prägen. Beide erinnern an
gotische Spitzbögen, übersetzen sie aber in
die ‚moderne‘ Form der Parabel und eine
darin scharf eingeschnittene Dreiecks-Form
der sehr langen und schmalen Fenster. Im
Originalzustand folgte die Gestaltung dieser Glasfenster Vorbildern des Xantener
Doms aus dem 12.–14. Jhdt., was die Kongemeindereport marienfelde
trastwirkung noch erheblich gesteigert haben
dürfte. Ebenso steht die
bewegte Silhouette der
äußeren Form in einem
spürbaren Gegensatz
zur inneren Geradlinigkeit der Konzeption, die
den Gedanken an einen
‚Prozessionsweg‘ nahelegt: Der von Engeln
geschmückte Baldachin
steht am Beginn dieses
Weges, der sich, mit einem Blick auf die ‚Seitenkapelle‘/Brauthalle,
mit dem Modul ‚Kreuzgang‘ fortsetzt, in
dem aber durch seine Bemalung – treppenstufenförmig heller werdende auf- und
absteigende Farbfeldpyramiden in kräftigen
Rottönen – das ‚Klösterliche‘ gleich wieder in
Frage gestellt wird: Diese Form der Wandbemalung, die auch das gesamte Kirchenschiff
charakterisiert, finden wir als Architekturelement z.B. in Palmyra, der antiken Stadt,
die bei Erscheinen dieser Report-Ausgabe
wahrscheinlich durch den Kulturmord des IS
unwiederbringlich zerstört worden sein dürfte, weil sie bereits vor zwei Jahrtausenden
der ‚reinen Lehre‘ eine Synthese der antiken
Religionen gegenüberstellte.
Konzentriert, ‚in Demut‘ tritt der
Besucher aus dem Kreuzgang durch eine
niedrige Tür, um sich schlagartig einem
überwältigenden Raumerlebnis gegenüber zu sehen, umfangen von einem reinen Licht- und Farbraum. 20 m hoch hat
er eine großartige, ‚befreiende‘ Wirkung,
ohne dabei – wie in gotischen Kathedralen
gemeindereport marienfelde
– ‚himmelwärts‘ zu streben. Farbpsychologisch
wirkungsvoll ist der
Übergang vom hellgelb
und den Rottönen zum
nach oben hin immer
heller werdenden grünblau des Oktogons bis in
das Violett der triumphbogenartigen parabelförmigen Apsis, in der ein
sternförmiges Deckenlicht mit der strahlenförmigen Bemalung der Altarwand korrespondiert;
davor ursprünglich ein 5
m hohes, leuchtend weißes Porzellankreuz,
von lichttragenden Engeln flankiert. Engel
am Eingang, Engel am Ausgang – ansonsten:
Ein völliger Verzicht auf gegenständliche
Symbolik oder bildverhaftetes Erzählen!
Gesteigert wird die Gesamtwirkung
noch durch das wie bei einem Amphiteater
abfallende Auditorium mit parabelförmig
angeordneten Bänken. Der ‚Prozessionsweg‘ führt durch den Mittelgang über die
Taufe (in deren Becken sich auf Knopfdruck
warmes Wasser ergoss) und die Kanzel (die
Predigt steht im Zentrum des protestantischen Gottesdienstes und konnte über eine
Lautsprecheranlage (!) bei Festgottesdiensten in alle Räume übertragen werden) und
endet vor dem monumentalen Kreuz – im
reinen Weiß.
Die Bewegungsrichtung folgt konsequent und geradlinig der Hauptachse der
einzelnen Gebäudeteile, die Bewegungsform hingegen hat einen nahezu ‚konvulsivischen‘ Charakter: Sich ‚klein machen‘ und
29
reformationsdekade
‚groß werden‘ im Wechsel – vom Alltag zum
Sonntag; vom Gebet zum Feiern und Jubeln
(Brauthalle – Kreuzgang – ‚Kirche‘).
Zur Psychologie der Farben trat die
Ästhetik der Lichtregie: Die künstliche Beleuchtung der Liedertafeln, ein langgestrecktes Lichtband unter der Orgelempore (wie in
den mondänen Lichtspielhäuser mit ihren
Kino-Orgeln, etwa im ‚Titania-Palast‘) und
mit indirekter Beleuchtung des Altarraums.
Im größtmöglichen Kontrast dazu das ‚mittelalterliche‘, geheimnisvolle Licht, das aus
den 12 m hohen, aber nur gut 1 m breiten
Fensternischen in den Kirchenraum fiel.
Davon ist kaum etwas geblieben.
Fast die gesamte Innenausstattung ging im
Krieg verloren; die neuen Fenster aus den
60er Jahren zerstören jetzt die ursprüngliche Wirkung. Es braucht sehr viel Phantasie,
um das differenzierte Beleuchtungskonzept
kulinarisches
natürlicher und künstlicher, farbiger und
reflektierender Fenster- und Wandflächen,
die die Wirkung aufeinander abgestimmter
und auseinander hervorgehender Farbräume entwickelten, heute noch zu erahnen.
Was aber bleibt, ist das bewusst herbeigeführte Aufeinanderprallen ‚vegetativorganischer‘, weicher, bergender Formelemente mit harten, ‚kristallin-mineralischen‘.
Natur und Kultur werden hier nahezu beziehungslos ‚in den Raum gestellt‘, um durch
die religiöse Dimension zu einer universalen
Vereinigung zu gelangen: Im ‚Nachgehen‘
wir dieser Dualismus überwunden – ein Akt
der (Ver-)Wandlung: Weg vom Abbild zu
dem, was hinter den Bildern liegt. Durch die
Eigenmächtigkeit der Farbe zur Erlösung im
Licht – gebaute protestantische Mystik.
Christian Langner
tansania-berichte
Am Freitag 12. Juni um 19 Uhr
in der Superintendentur, Götzstraße 24,
12099 Berlin
Die Tansania-Partnerschaftsgruppe
erzählt und zeigt Bilder von den Besuchen
bei unserem Partner-Kirchenkreis Mufindi
im vergangenen Herbst – in Mafinga, Njombe, Ilembula, etc.
Kleine tansanische Snacks werden
gereicht. Tee und Korbwaren sowie auch
Stoffe können erworben werden (Spende
erbeten).
Für den Partnerschaftskreis:
Christian Pech
30
gemeindereport marienfelde
Erdbärzeit!
D
as Allerschönste im Juni sind Erdbeeren! Wenn ich könnte, würde ich jeden Tag bestimmt ein ganzes Kilo davon
verdrücken. Sie sind so süß und soo saftig
und sooo lecker! Meine ganze Familie liebt
Erdbeeren. Sogar das faulste Kind von allen
kommt, wenn ich Erdbeeren mitbringe, aus
seiner dunklen, stark aufräumungsbedürftigen Höhle gekrochen und isst so viele er
kann, obwohl da Vitamine drin sind. Aber es
müssen deutsche Erdbeeren sein, weil gegen
Erdbeeren mit Migranten-Status ist er allergisch, und dann sieht er selbst aus wie eine
Erdbeere um sein Schnäuzchen. Nur das
Grüne fehlt, außer er hat gerade Schnupfen.
Erdbeeren im Sommer, das ist so
wie der erste Pfannkuchen am 11.11., nach
monatelanger qualvoller Abstinenz seit dem
Faschingsdienstag. Wobei ich übrigens keine
Pfannkuchen mit Erdbeerfüllung mag. Das
ist das gleichzeitige Verhunzen von Erdbeeren und Pfannkuchen, und das geht ja nun
überhaupt gar nicht.
Und auch Paula, die unfähigste
Jagdhündin von hier bis Feuerland, versucht
die gefährlichen Erdbären (s. Gemeindereport S. 47) auszurotten, damit sie selbst ganz
viele naschen kann. Wobei ich persönlich
noch nie einen echten Erdbären gesehen
habe.
Was vielleicht daran liegt, dass wir,
als wir noch einen Garten hatten, die Erdbeeren erst nach unserem Hundezuwachs gepflanzt hatten. Was haben wir uns gefreut,
gemeindereport marienfelde
als die ersten Blüten zu sehen waren. Und
noch mehr, als die Bienen und Hummeln
auf ihnen landeten, um sie zu bestäuben. Das
bedeutete schließlich eine reiche Ernte!
Vorsichtshalber stellte ich schon
mal eine Schüssel sowie ein Messer bereit
und holte den Quirl raus um die am selben
Tag wie die Pflanzen erworbene, gut gekühlte Sahne zu schlagen. Denn auch hier gilt:
Sprühdosensahne ist das Letzte, ja, sogar
schlimmer noch als Erdbeerpfannkuchen!
Nun, gut, vielleicht hätte mir klar
sein müssen, dass es sich nicht um Nachtschattengewächse handelt und wie durch
Zauberhand am nächsten Morgen schon reife Früchte dort hängen werden. Aber da ich,
von Natur aus ein sehr geduldiger Mensch,
mich schon mit einer Schale voll Erdbeeren
mit Sahne auf der Terrasse sitzen sah, hoffte ich doch auf ein kleines Erdbeerwunder.
Leider blieb dieses aus, wie ich am nächsten
Morgen feststellen musste und stellte tief
enttäuscht Schüssel und Messer zurück in
den Schrank.
Da auch in den nächsten Tagen von
den erhofften Gaumenfreuden noch nichts
zu sehen war, blieb mir nichts anderes übrig, als im Supermarkt ein Schälchen zu
erwerben, für einen wahrhaft stolzen Preis,
damit das Schlagen der Sahne nicht umsonst
war. Nun, da der erste Heißhunger gestillt
war, schaute ich nur noch alle paar Tage
nach den Pflänzchen. Umso größer war die
Freude, als die ersten klitzekleinen Früchte
31
kulinarisches
zu sehen waren! Bis sie allerdings zu einer
ordentlichen Erdbeergröße heranwuchsen,
rieb sich der Supermarktbesitzer noch mehrfach die Hände und der Autohändler seines
Vertrauens ebenso.
Zunächst noch grün, dann gelb und
schließlich an einer Stelle ein wenig rosa. Ich
holte Schüssel und Messer wieder aus dem
Schrank und stand jederzeit bereit neben
den Pflanzen. Gegen Mitternacht ging ich
ins Bett, weil mir die Füße wehtaten. Am
frühen Morgen, nach einem Blick auf die
Erdbeeren, beschloss ich, dass mein Supermarkthändler sich noch ein paar Extras für
sein Auto bestellen könne.
Dann war es endlich soweit! Die
erste Erdbeere zeigte eindeutig Rot! Ich beschloss, ganz cool zu tun und sie mit Nichtachtung zu bestrafen, weil sie mich gefühlt
ein halbes Jahrhundert auf sich warten ließ,
und ihr noch einen Tag Sonnenschein zu
schenken, bevor es ihr an den Kragen gehen
sollte.
Ich schlief sehr unruhig und hatte
Alpträume von erdbeerstehlenden Gartenzwergen. Als ich schweißgebadet aufwachte,
rannte ich sofort in den Garten und schaute
nach meiner Erdbeere. Schon von weitem
sah ich sie rot leuchten zwischen dem Erdbeergrün. Puh, sie war noch da!
Ich ging wieder ins Haus und
machte mich für den Tag zurecht. Diese
eine Erdbeere wollte ich in vollkommener Harmonie genießen. Alles sollte perfekt sein, nichts meine Gedanken trüben.
32
kulinarisches
Deshalb putzte ich noch schnell das ganze
Haus.
Am späten Nachmittag, als alle
Arbeit getan war, lief ich über den Rasen,
vorbei an Paula, die auf dem Rücken lag, alle
Viere von sich gestreckt. Ich kniete mich zu
ihr hinunter und streichelte den kleinen dicken Hundebauch, der von der Sonne schon
ganz heiß war. Auch erledigt.
Jetzt aber war nicht nur die Erdbeere, sondern auch die Zeit absolut reif
zur Ernte. Aber wo war sie? Meine wunderschöne Erdbeere war weg! Ich guckte
zwischen die Blätter und sah nur eine fette
Nacktschnecke, die sich den Bauch hielt. Ich
kann es nicht beschwören, aber ich meinte,
sie stöhnen hören zu können.
Von da an, beschloss ich, dass der
Besitzer des Gartencenters sich auch mal was
gönnen sollte und kaufte kiloweise Schneckenkorn. Nun wurde keine Erdbeere mehr
von den Schnecken gefressen – allerdings
von mir auch nicht. Denn, wie sich in diesem Sommer herausstellte, waren und sind
Erdbeeren auch Paulas Lieblingsobst. Sobald
sie ein wenig Farbe bekamen, war schon ein
kleines Hundeschnäuzchen da, um sie zu
ernten. Ich gab es auf und freute mich für
den Supermarktbesitzer, dass er seiner Frau
zum Hochzeitstag einen schicken erdbeerroten Flitzer schenken konnte.
Herzlichst
Ihre Heike Palm
gemeindereport marienfelde
Juni-Freuden: Spargel
K
onnten Sie auch kaum erwarten, wieder Spargel zu schälen? Ich habe schon
sehnsüchtig die Erntezeit des Spargels herbeigewünscht. Lieben Sie auch die klebrigen
Finger nach dem Schälen? Trotzdem genieße ich diese Köstlichkeit. Ich gebe zu, ich
habe auch schon nach den geschälten Stangen Ausschau gehalten, aber ganz vertraue
ich der Industrie nicht. Ich schäle bestimmt
besser! So muss ich dann selbst dieses köstliche Mahl zubereiten. Jeder hat auch sein
eigenes Rezept, obwohl ich denke, so viel
Möglichkeiten, den Spargel „gar“ zu bekommen, gibt es doch nicht. Als Kind mochte
ich keinen Spargel. Meine Mutter konnte
nicht verstehen, dass ich so ein köstliches
Essen verschmähte. Nun aber, im reiferen
Alter, könnte ich diese Stangen jeden Tag
genießen.
Mittlerweile gibt es ja bombastische
Rezepte. Mit zahlreichen Zutaten garniert,
kalt als Salat, warm als Mittagessen oder
als Vorspeise, der Phantasie sind da keine
Grenzen gesetzt. Dabei sind es nur lange
weiße bzw. grüne Stangen, die es aber in
sich haben. Gesund soll er auch noch sein.
Gut für die Verdauung und mit wenig Kalorien ist er voll mit Mineralstoffen. Bereits
bei den Griechen und Römern war Spargel
als Heilpflanze und Gemüse bekannt. Nur
war er sehr teuer. In Rom wurde sogar eine
Spargelhöchstpreis-Verordnung erlassen.
Der ansteigende Spargelverbrauch durch
die Römer führte dazu, dass deutscher Spargemeindereport marienfelde
gel aus Obergermanien importiert wurde.
Durch Kriege zwischen den germanischen
Stämmen und Völkerwanderungen kam der
Spargelanbau zum Erliegen. Im Mittelalter
bauten dann die Klöster den Spargel als
Heilpflanze an. Im 16. Jahrhundert kam er
wieder am Hofe zur Geltung. Er wurde als
Luxusgemüse eingestuft und das bis zum 18.
Jahrhundert.
Heute ist er für fast jeden erschwinglich, und man kann viele Spargelfelder z.B. im Süden von Berlin bestaunen.
Wenn man langsam an ihnen vorbei fährt
oder radelt und die Sonne darauf scheint,
kann man sich gut vorstellen, dass es eigentlich ein großer wunderbarer See sein könnte. Die Sonne spiegelt so auf den abgedeckten Flächen, dass die Illusion naheliegend
ist. Die Spargelsaison bringt der Landwirtschaft große Gewinne, da die Spargelzeit
ein echter Renner ist. Erntehelfer kommen
dann extra nach Brandenburg und helfen
beim Spargelstechen. Sie nehmen sich Urlaub, um sich etwas dazu zu verdienen. Also
lassen auch Sie sich dieses köstliche Etwas
schmecken, denn der Spargel gehört einfach zum Frühsommer dazu.
Und heben Sie sich auch die Spitzen bis zum Schluss auf oder essen Sie sie
gleich?
Guten Appetit wünscht Ihnen
Monika Hansen
33
kulinarisches
kulinarisches
Und dazu: Kartoffeln
Pasteten hin, Pasteten her,
was kümmern uns Pasteten?
Die Kumme hier ist auch nicht leer
und schmeckt so gut als bonne chère
von Fröschen und von Kröten.
Und viel Pastet und Leckerbrot
verdirbt nur Blut und Magen.
Die Köche kochen lauter Not,
sie kochen uns viel eher tot;
Ihr Herren, lasst Euch sagen!
Schön rötlich die Kartoffeln sind
und weiß wie Alabaster!
Sie däun sich lieblich und geschwind
und sind für Mann und Frau und Kind
ein rechtes Magenpflaster.
D
ank dieser elektronischen Wunderwerke
hat man auf Tastendruck und im Handumdrehen Auskunft über den Verfasser –
Matthias Claudius (1740 –1815) – und das
komplette Gedicht, von dem ich nur noch
die dritte Strophe erinnerte, auf dem Bildschirm … und meine Gedanken wandern
weit zurück in die Kindheit, in der ich diese
Verse mal gelernt habe.
In den dreißiger Jahren war das
Kartoffelangebot überschaubar. Überwiegend wurden ‚mehlige‘ gekauft (die ließen
sich so schön in der Soße zerdrücken), und
für Salat die ‚festen‘. In der normalen Kü-
34
che gab es Salz-, Stampf- (in Berlin Quetsch-)
und Bratkartoffeln. Die Knollen waren billig
und somit Grundnahrungsmittel. Klassisch:
Pellkartoffeln mit Hering bzw. Leinöl und
Quark. Wer heute wenig Geld hat, kann sich
Hering schon nicht mehr leisten!
Im Jahr 1932 zogen meine Eltern
nach Rudow (1952 hat mein Mann gesagt,
er hätte mich ‚vom Dorf geholt‘!). Ein Teil
unseres dortigen großen Gartens war Frühkartoffeln vorbehalten. Langsam entwickelte
sich das Grundstück zu einer Kleintierfarm
mit Hühnern, Gänsen, Enten und Kaninchen. Das ganze Viehzeug lebte nicht nur
von Körnern, sondern auch von Kartoffeln,
die ich in gekochtem Zustand mit einem
S-förmigen Stampfer zerkleinern musste.
Diese Arbeit und das tägliche Grünzeugsammeln auf den Wiesen ringsum waren mein
‚Idyll auf dem Lande‘. Aber das Spielen und
Rumtoben kamen nie zu kurz.
Nach Ausbruch des Krieges änderte sich alles peu à peu. Das Futter wurde
knapp, auch die Kartoffeln, und so landete
ein Kleintier nach dem anderen als Sonntagsbraten in der Küche.
Mein schlimmstes Erlebnis hatte ich im ‚Hungerwinter‘ 1946/47. Wie ein
Lauffeuer verbreitete sich die Nachricht,
dass auf dem Kleinbahnhof in Buckow bergeweise Kartoffeln lägen. Mann und Maus
machten sich danach auf den Weg, um dann
zwischen den zum Teil erfrorenen und matschigen Kartoffeln nach noch einigermaßen
gemeindereport marienfelde
festen zu suchen. Die Beute aus dem stinkenden Haufen war nicht sehr groß und schon
gar nicht appetitlich. Angefrorene Kartoffeln
schmecken süß!
Nach der Währungsreform gab es
Kartoffeln satt, und die Menge, die wir dann
verdrückten, reichte heute für eine Großfamilie.
So viel zu der für mich immer noch
‚edlen Knolle‘, die ja inzwischen auch ihren
Preis hat. Ab März/April kann man sogar
schon die Neuen aus aller Herren Länder
erstehen. Eines aber kann ich am Ende meines Lebens sagen: Ich habe nie eine einzige
gute Kartoffel weggeworfen.
gemeindereport marienfelde
Zum Schluss noch ein schönes Erlebnis aus der Neuzeit. In seiner Grundschulzeit war mein Enkelsohn oft bei mir in ‚Kost
und Logis‘. Seine Äußerung als etwa Siebenjähriger nach dem Mittagessen: „Oma, wenn
ich mal eine Familie habe, gibt es bei mir
auch oft Kartoffeln!“ Nach dem, was heute
neben den begehrten Pommes noch alles
angeboten wird, schwer zu glauben.
Die gute alte Salzkartoffel wird aber
überleben.
Cilly Langner (89 Jahre)
35
kirchentag
kirchenkreis
Flüchtlinge willkommen
„… damit wir klug werden“
D
as offizielle Plakatmotiv des 35. Deutschen Evangelischen Kirchentages –
vom 3. – 7. Juni in Stuttgart – zeigt ein interaktives Suchfeld, wie es viele Menschen
täglich nutzen, um Informationen zu recherchieren, sich zu vernetzen und gemeinsam klug zu werden. Das leere Suchfeld beinhaltet ein bereits eingegebenes Jerusalemkreuz als Symbol für den Kirchentag und ein
Cursorzeichen. Rechts vom Suchfeld ist eine
Lupe zu sehen. Wie bei modernen Suchmaschinen geht das Feld nach unten hin auf,
um als Empfehlung die Losung „damit wir
klug werden“ (Psalm 90,12) zu präsentieren.
„damit wir klug werden“ ist eine Losung, die vielleicht im ersten Augenblick irritiert und zum Nachdenken Anlass gibt: Was
bedeutet eigentlich „klug“? Wie werden wir
„klug“? Ist „klug“ vernünftig? Ist „klug“ gebildet? Was ist eigentlich „kluges“ Handeln?
Der Glaube an Gott wird zur Quelle der Klugheit. In der wörtlichen Übersetzung des Kirchentages heißt es: Unsere
Tage zu zählen, das lehre uns, damit wir
36
ein weises Herz erlangen. Das weise Herz
ist klug genug, die Endlichkeit des Lebens
nicht zu verdrängen. Unsere Welt, in der
die Unsterblichkeit nur noch eine Frage
der digitalen Umsetzbarkeit zu sein scheint,
verführt Menschen dazu, das Zählen zu
vergessen. Die Losung des Stuttgarter Kirchentages zeigt in eine andere Richtung.
Tage zu zählen heißt, aufmerksam
zu sein für jeden einzelnen Tag, achtsam
umzugehen mit unserem eigenen Leben.
Das unterbricht die Logik des Todes, das
wendet uns hin zu Gott, zum Lehrer des Lebens. Die Fähigkeit, Tage zu zählen, macht
klug und das Herz weise. Das Herz ist in
der Bibel weniger der Sitz der Gefühle als
vielmehr der Ort menschlichen Denkens
und Planens, das Organ klugen Handelns.
Die Botschaft sollte folgende sein:
Ein JA zu Gott ist ein JA zum Leben, das endlich ist und darum klug gelebt werden will.
In den Texten der Eröffnungsgottesdienste und der Abschlussversammlung, in den Bibelarbeiten dieser Tage
werden diese Leitworte entfaltet – sie geben dem Kirchentag sein geistliches Gerüst
Pressetext DEKT
Wer nicht dabei sein kann, oder Stuttgart
zu weit weg findet, darf sich schon auf den
nächsten freuen: Der DEKT zum Reformationsjubiläum 2017 findet in Berlin und Wittenberg statt!
gemeindereport marienfelde
G
emeinsam wollen die Kirchenkreise
Neukölln, Tempelhof und Schöneberg
unterstützt vom Diakoniewerk Simeon auf
die gesellschaftliche Herausforderung reagieren und Flüchtlinge erfahren lassen,
dass sie willkommen sind. Sie sollen Hilfe
und Beratung finden und Angebote zur Begegnung oder zu gemeinsamen Aktionen mit
Gemeinden und Ehrenamtlichen bekommen. Dazu werden für vier Jahre zwei Projektstellen geschaffen. Die eine soll mit einer
Person besetzt werden, die sozialarbeiterische
Kenntnisse hat und möglichst auch andere
Sprachen spricht, die andere mit einem Menschen, der sozial- oder gemeindepädagogisch
ausgebildet ist. Diese zweite Stelle ist gedacht
für die Unterstützung von Gemeinden und
Ehrenamtlichen und um die Verbindung zwischen den Flüchtlingsunterkünften und den
Gemeinden herzustellen. Derzeit laufen die
Bewerbungen. Wir hoffen, dass die Arbeit im
Sommer beginnen kann.
Diese guten Nachrichten konnte am
15.4. bei einer offenen Informationsveranstaltung im Margarete-Dräger-Haus verkündet
werden. Dort versammelten sich zum zweiten
Mal Menschen aus verschiedenen Gemeinden
und Bereichen unserer Kirchenkreise, die an
der Unterstützung der Flüchtlinge interessiert sind. Die Möglichkeiten der Vernetzung,
des Austauschs wichtiger Informationen und
Erfahrungen sowie die geplante professionelle Koordination fanden großen Anklang.
gemeindereport marienfelde
Und wie geht es weiter?
1. Das nächste Treffen findet am 9. Juli 2015
um 18 Uhr in der Goetzstr. 24 statt. Schreiben Sie uns bitte eine Mail, wenn Sie direkt
informiert werden wollen.
2. Alle Gemeinden und Interessierten informieren wir immer, wenn es Wichtiges zur
Flüchtlingsarbeit weiterzusagen gibt. Überschrift: Flüchtlinge willkommen.
3. Sollten Sie zur Flüchtlingsunterstützung
selbst etwas beitragen wollen, so bitten wir
Sie um Nachricht. Schreiben Sie uns: (siehe
Kontakt unten)
a. Ihren Namen
b. Ihre Adresse oder Mailadresse
c. Was sie geben oder beitragen können
d. Was Sie motiviert und mit welchem
Wunsch Sie Flüchtlinge unterstützen
wollen.
4. Wir sammeln alle Nachrichten und werden, wenn die Projektmitarbeitenden ihre
Arbeit aufgenommen haben, mit Ihnen Kontakt aufnehmen.
Superintendentin Isolde Böhm
Kirchenkreis Tempelhof
Michael Volz, Ökumene und Ehrenamt
Kirchenkreis Schöneberg
[email protected]
37
seniorenarbeit im kk
vortrag „koran“
Seniorentagesfahrt
zum Kennenlernen
durch die Kirchenkreise
Tempelhof und Schöneberg
am 19.08.2015
von 11.00 Uhr bis ca. 17.00 Uhr
W
ir laden Sie sehr herzlich ein zu einer
Busreise zu ausgesuchten Punkten unserer beiden Kirchenkreise.
Wir beginnen unseren Ausflug in
Alt-Schöneberg. Dort erwarten uns die gerade neu restaurierte Dorfkirche und die
moderne Kirche Paul-Gerhard-Kirche. Der
Wandel der Zeit ist hier deutlich spürbar.
Besonders der angrenzende Friedhof zeugt
von einer interessanten Geschichte. Anschließend laden wir zu einem Mittagsimbiss
in das Gemeindehaus ein. Nach Begegnung
und Austausch geht es dann gut gestärkt weiter nach Tempelhof.
Dort besuchen wir die alten Dorfkirchen Marienfelde und Lichtenrade. Hier
erwarten uns interessante Führungen durch
beide Dorfkirchen. Es wird interessant sein,
die an diesem Tag besuchten Kirchen im
Vergleich wahrzunehmen.
Im Anschluss stehen köstlicher Kaffee und Kuchen im Gemeindehaus Lichten-
38
Verstehst du auch, was du da liest?
rade für Sie bereit. Bei guten Gesprächen
lassen wir den Tag ausklingen.
Im Anschluss fährt der Bus Sie wieder zurück zu Ihren Einstiegspunkten.
Wir werden Sie auf dieser schönen
Fahrt begleiten und Ihnen etwas zu unseren
sehr unterschiedlichen Kirchen und den Kirchenkreisen erzählen.
Bitte melden Sie sich bei Frau
Klatte Tel.: 75 75 02 04 an und erfragen
Sie die für Sie günstigsten Einsteige-Stellen
und -Zeiten.
Für die Busfahrt erbitten wir einen
Kostenbeitrag von 10,– €, den Sie bitte im
Bus bezahlen. Vielen Dank.
Wir freuen uns auf Sie.
Michael Volz
Ökumene und Ehrenamt
Kirchenkreis Schöneberg
Heilbronner Straße 20, 10779 Berlin
Tel.: 030 - 22 50 50 79 31
[email protected]
K
oran, Thora, Bibel – wie können diese
Referent: Dr. Andreas Goetze, LanHeiligen Schriften gelesen werden? Insdespfarrer für den interreligiösen Dialog,
besondere der Koran ist uns unvertraut.
Evangelische Kirche Berlin-BrandenburgRadikale Kräfte wie ISIS beziehen
schlesische Oberlausitz (EKBO). Studium
der Evangelischen
sich darauf, was die
Theologie, NebenMehrheit der MusliAlle Interessierten sind herzlich eingeme deutlich ablehnt.
fächer Judaistik und
laden
Aber wie gehen
Philosophie, islamDonnerstag, 11. Juni 2015, 19.30 Uhr
Gläubige wie Reliwissenschaftliche
im Foyer des Dorothee-Sölle-Hauses,
gionskritische mit
Studien und StudiWaldsassener Straße 9, 12279 Berlin
diesen Quellen um?
en zum orientaliWerden sie wortschen Christentum
in Jerusalem und
wörtlich verstanden
oder beim Wort genommen? Und welche KriBeirut, Vikar in Jerusalem, zahlreiche Verterien für die Auslegung gibt es? Was bedeuöffentlichungen zu den Themenbereichen
tet es eigentlich – historisch, spirituell oder
interreligiöser Dialog, Nah-Ost-Konflikt und
praktisch – eine Schriftstelle zu verstehen?
Spiritualität.
„Freitagsrunde“ am 26. Juni 2015, 19.45 Uhr
im Dorothee-Sölle-Haus
Dagmar Klatte
Vernetzung Diakonie und Kirche
Diakoniewerk Simeon
Götzstraße 24e, 12099 Berlin
Tel.: 030 - 75 75 02 04
[email protected]
gemeindereport marienfelde
Angeregt durch eine aktuelle Ausstellung des Jüdischen Museums über die für die drei monotheistischen Religionen zentrale Erzählung der „Opferung Isaaks“ werden wir uns mit dem
Thema „Gehorsam“ und dem zugrundeliegenden Gottesbild beschäftigen. Wer mag, kann
sich vorher die Ausstellung ansehen (sie geht bis zum 13. September).
Zur Freitagsrunde sind alle Interessierten, die sich mit aktuellen Fragen von Religion, Christentum und Gesellschaft auseinander setzen und drüber diskutieren möchten, herzlich eingeladen.
Carola Enke-Langner
gemeindereport marienfelde
39
seniorenprogramm
anzeige
im Juni 2015
Dorothee-Sölle-Haus, Waldsassener Straße 9, Tel. 755 12 20-15
Seniorennachmittag
Dienstag, 15 Uhr:
 2. Juni,Rätsel-Nachmittag
 9. Juni,Spiele-Nachmittag
15. Juni, Bücherverkaufstag 13 –17 Uhr
23. Juni, 13 Uhr: Ausflug zum
Britzer Garten
30. Juni,Bibelstunde
Ehepaarkreis
Montag, den 8. Juni, 14.30 Uhr
Spiel- und Gesprächskreis
jeden Mittwoch, 15 Uhr
Lebensfreude kennt kein Alter!
Kegelgruppe
Kegeln in der Waldsassener Straße 40,
Donnerstag, 11. Juni 2015,
11.45 – 13.45 Uhr
 Qualifiziert und liebevoll
Geburtstagsfeier (nur nach Anmeldung)
für Geburtstagskinder, die in der Zeit
vom 1. Juni bis 5. Juli 2015
Geburtstag haben, im Dorothee-Sölle-Haus,
Montag, 6. Juli, 16 Uhr




Gottesdienst im Seniorenheim HILDE:
Montag, 15. Juni 2015, 16 Uhr
Im »Rosengarten« zusätzlich:
 Langzeitpflegestation der
Phase F
 LZB-Station für langzeitbeatmungspflichtige Bewohner
Ihr Seniorenteam
Seniorengymnastik
jeden Mittwoch, 15.15 Uhr
Sonntagscafé und Trauercafé
am 21. Juni, 14.30 – 16.30 Uhr
betreuen und umsorgen wir
ältere Menschen in allen Pflegestufen, auch Urlaubs- und
Verhinderungspflege
Spezielle Wohnbereiche für
Menschen mit Demenz
Probewohnen
Eigene Möblierung gern möglich
Haustiere sind willkommen
Sprechstunden im Dorothee-Sölle-Haus
Montag, 10.00 – 12.00 Uhr, Frau Lorenz
Dienstag, 12.00 – 13.30 Uhr, Frau Schmidt
Im »Schäferberg« zusätzlich:
 Seniorenwohnhaus
Seniorinnenchor
Jeden Montag, 15 – 16 Uhr, DSH
Vitanas Senioren Centrum
Am Bäkepark
Bahnhofstraße 29 | 12207 Berlin
Vitanas Senioren Centrum
Am Stadtpark
Stindestraße 31 | 12167 Berlin
Einladung
 (030) 754 44 - 0
Der Offene Abend/SHG Phönix lädt im Rahmen seines Kulturprogramms ein zu einem
musikalisch-literarischen Abend: „In Gottes schöne Welt – Lieder und Gedichte zum Wandern“ mit Sabine Steenweg und Eberhard Pape.
Zeit: Donnerstag, 4. Juni 2015, 19 Uhr.
Ort: Dorothee-Sölle-Haus, Waldsassener Straße 9, 12279 Berlin – Eintritt frei.
Vitanas Senioren Centrum
Vitanas Senioren Centrum
Kastanienhof
Rosengarten
Bruno-Walter-Straße 4 - 6 | 12247 Berlin Preysingstraße 40 - 46 | 12249 Berlin
40
gemeindereport marienfelde
 (030) 766 84 - 0
gemeindereport marienfelde
 (030) 92 90 16 - 0
www.vitanas.de
 (030) 766 85 - 5
41
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anzeigen
Das Haus der Ideen
an der Dorfkirche Marienfelde
stellt sich vor als
• ein Ort mit viel Atmosphäre
Roswitha Lischka-Elfenspeich

Psychologische Beratung – ILP-Coaching
Lösungsorientierte Kurzzeitmethoden


Termine nach Vereinbarung
Tel. 723 20 007 – email [email protected]
www.elfenspeich.de
Hranitzkystraße 33 – 12277 Berlin-Marienfelde
für Ihre Familienfeiern
von der Taufe bis zum Trauercafé


• für Ihre Betriebsfeiern
vom Grillfest bis zur Weihnachtsfeier

• für Ihre Seminarangebote
vom künstlerischen Workshop zum
Entspannungskurs
Information: Reinhard Berger
Alt-Marienfelde 39, 12277 Berlin
Tel. 721 70 14
E-mail: [email protected]
www.Das-Haus-der-Ideen.de




Uwe G. Dreßel
Steuerberater
12107 Berlin
Mariendorfer Damm 446,
Ecke Buckower Chausee
Telefon: 030 / 742 50 54
Internet: www.stb-dressel.de
Bestattungshaus Friedrich
Seit über 50 Jahren schätzen unsere Kunden
unsere individuelle, persönliche Beratung
und das vernünftige Preis-Leistungsverhältnis.
Überführungen In- und Ausland
12169 Berlin-Steglitz Bismarckstr. 63
796 57 06 Tag und Nacht
12279 Berlin Pfabener Weg 6 a (Marienfelde) 721 78 82
nach tel. Absprache auch abends und am Wochenende
www.bestattungshaus-friedrich.de
Bestattungsvorsorge
– Auf Wunsch Hausbesuch – auch am Wochenende
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gemeindereport marienfelde
Bruweleit
Bestattungen
Marienfelder Allee 132, 12277 Marienfelde
Hausbesuche & Vorsorge
Telefon: 030/72323880 Tag und Nacht
Telefax: 030/72323878
Geschäftszeiten: Mo.–Fr. 9–16 Uhr
Geschäftszeiten: und nach Vereinbarung
gemeindereport marienfelde
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adressen
adressen
Internet:www.marienfelde-evangelisch.de
E-Mail:[email protected]
Dorothee-Sölle-Haus (DSH)
Ev. Gemeinde- und Familienzentrum
Waldsassener Straße 9, 12279 Berlin
Tel.: 7 55 12 20 - 0
Sprechzeiten der Pfarrerinnen:
Pfn. Ulrike Senst-Rütenik
Di. 18 – 19 Uhr
im Dorothee-Sölle-Haus - 755 12 20 - 15
Pfn. Christine Rosin
Tel.: 7 55 12 20 - 24
[email protected]
Pfn. Carola Enke-Langner
Tel. 44 72 10 37 und n. Vereinb. über Küsterei
[email protected]
Küsterei im Dorothee-Sölle-Haus (DSH)
Küsterin: Petra Gasch
Tel.: 7 55 12 20 - 0; Fax: 7 55 12 20 - 10
Sprechzeiten:
Mo., Mi., Do. 10 – 14 Uhr
Di. 15 – 19 Uhr
Büro für allgemeine Fragen /Auskünfte im DSH
Tel.: 7 55 12 20 - 15
Sprechzeiten:
Mo., Mi., Do. 10 – 12 Uhr
Ehrenamtsbeauftragte
Margarete Wegner
Tel.: 755 12 20 - 15
E-mail: [email protected]
Jugendbüro im DSH
Abenteuernachmittage, Singmäuse, MuT – Musik
und Theater, Konfirmandenarbeit, Jugendkeller
DOWN UNDER
Ansprechpartner:
Bernard Devasahayam
Tel.: 755 12 20 - 23
Christoph Wolff
Tel.: 755 12 20 - 20
E-mail:
[email protected]
[email protected]
[email protected]
Gospel Choir Marienfelde (DSH)
Bernard Devasahayam
Fr. 18.00 – 19.30 Uhr
Singkreis (DSH)
Anne Liebig-Park
Anonyme Alkoholiker
Waldsassener Straße 9
Sa. 16 – 18 Uhr
Tel.: 7 55 12 20 - 15
Telefonseelsorge
jeden Tag 24 Stunden erreichbar
Tel.: 08 00/1 11 01 11 und 08 00/1 11 02 22
Familienbildungsstätte
des Kirchenkreises Tempelhof
Götzstr. 22, 12099 Berlin
Tel. 752 20 15
eMail: [email protected]
www.familienbildung-tempelhof.de
14-tg. Mo. 19.00 – 20.30 Uhr
Tel.: 7 21 20 19
Kirchenmusik
Kantorei
Dorfkirche, Di. 19.30 – 22.00 Uhr
www.kantorei-marienfelde.de
Seniorinnenchor (DSH) Mo., 15.00 – 16.00 Uhr
Kinderchor (DSH) Mi., 17.00 - 17.45 Uhr
Jugendchor (DSH)
Mi., 18.00 - 19.00 Uhr
Gesprächskreis „Bibel und Leben“ (DSH)
Kirchhof
Pfr. Grammel
Di. 19.00 – 21.00 Uhr
Marienfelder Allee 127, 12277 Berlin
Offener Abend
Verwalterin: Kristine Trawnitschek
D.-Sölle-Haus
Do. 19.00 – 20.45 Uhr
Tel.: 7 21 26 94
Sprechzeiten:
Mo. – Do. 9 – 16 Uhr
Seniorenarbeit
Fr. 9 – 14 Uhr
Sprechzeiten im DSH
Tel.: 7 55 12 20 - 15
Monika Lorenz
Mo. 10.00 – 12.00 Uhr
Dreikönigs-Kita
Johanna Schmidt
Di. 12.00 – 13.30 Uhr
Kirchstraße 31, 12277 Berlin
Leiterin: Heike Mundrzyk, Tel.: 7 21 23 54
Sprechstunde:
Mo. 10 – 12 Uhr
Wir bieten Trauernden
im Rahmen unseres Sonntagscafés die Möglichkeit,
Kindertagesstätte im Familienzentrum
miteinander ins Gespräch zu kommen. Wir möchWaldsassener Straße 9, 12279 Berlin
ten Sie dabei begleiten. Jeweils am 3. Sonntag im
Leiterin: Rita Czeranski
Monat von 14.30 – 16.30 Uhr, Dorothee-Sölle-Haus.
Ursula Dammasch, Jutta Jaecks, Dr. Karl Griese
Tel.: 7 21 40 66
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LAIB und SEELE – Ausgabe von Lebensmitteln
D.-Sölle-Haus
Losvergabe und Registrierung
Fr. ab 13 Uhr
Warenausgabe
Fr. ab 14 Uhr
Beratungsstelle für Trauernde
des Kirchenkreises Tempelhof
Götzstraße 24 B, 12099 Berlin
E-Mail: [email protected]
Tel.: 7 55 15 16 20
Sprechzeiten:
Mo. und Mi. 14 – 15 Uhr
Do. 10 – 12 Uhr
gemeindereport marienfelde
Der Gemeindereport liegt zur Abholung in vielen Geschäften und Arztpraxen aus. Wer
aber gar nicht aus dem Haus kann oder keine Verteilstelle in seiner Nähe hat, kann sich den
Gemeindereport bestellen.
Wenn Sie diesen Dienst in Anspruch nehmen wollen, füllen Sie bitte das unten stehende
Formular aus und schicken es an das Büro.
Bitte schicken Sie mir den Gemeindereport an folgende Adresse (bitte deutlich schreiben!):
Name, Vorname
Straße, Hausnr.
PLZ, OrtTel.Nr.
Sollten durch die Zustellung Porto- oder Zustellkosten entstehen, bin ich bereit, mich mit
jährlich 10,00 Euro daran zu beteiligen.
Ort, DatumUnterschrift
inhalt
gemeindereport marienfelde
Neulich beim Ausflug des Seniorinnenchores................................. 2
Editorial........................................................................................... 3
Gedanken zum Glauben.................................................................. 4
Menschen in Marienfelde................................................................ 6
Abschied........................................................................................... 8
Aus dem GKR.................................................................................. 10
Kinderseite....................................................................................... 12
Musik................................................................................................ 14
Ferienprogramm.............................................................................. 17
Gottesdienste.................................................................................... 18
Aus unserem Kirchenbuch............................................................... 19
Kirchenmusik................................................................................... 20
Kolumne........................................................................................... 22
Umwelt............................................................................................. 24
Reformationsdekade: Kunst und Kirche......................................... 27
Kulinarisches.................................................................................... 31
Kirchentag........................................................................................ 36
Kirchenkreis..................................................................................... 37
Seniorenarbeit im KK...................................................................... 38
Vortrag „Koran“............................................................................... 39
Seniorenprogramm.......................................................................... 40
Adressen........................................................................................... 44
Kinderseite....................................................................................... 47
gemeindereport marienfelde
Der Gemeindereport Marienfelde
wird herausgegeben vom Gemeindekirchenrat der Ev. Kirchengemeinde
Marienfelde. Verantwortlich i.S.d.P.:
C. Enke-Langner. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht
unbedingt die Meinung des Gemeindekirchenrates wieder.
redaktion: Sieglinde Dürr,
Carola Enke-Langner, Hildegund Fischer,
Monika Hansen, Sabine Jacobs,
Christian Langner, Hans Lorenz,
Elke Neukirch, Heike Palm
anschrift
Ev. Kirchengemeinde Marienfelde
Waldsassener Straße 9, 12279 Berlin
Tel. (0 30) 7 55 12 20 - 0
Fax (0 30) 7 55 12 20 - 10
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anzeigenannahme über das
Gemeindebüro, Tel. (0 30) 7 55 12 20 - 0
layout www.verbum-berlin.de
satz Hans Lorenz, Berlin
druck Gemeindebriefdruckerei,
Groß Oesingen
redaktionsschluss
für die Juli/August-Ausgabe
12. Juni 2015
Spieletag!
L
iebe Kinder,
ist Euch auch schon aufgefallen, dass es
jetzt im Juni in vielen Gärten überall so lecker nach Erdbeeren duftet? Und wenn man
sie nicht alle wegnascht und sich ganz still
verhält, kann man den seltenen und sehr
scheuen Erdbär sogar beim Fressen beobachten. Aber keine Angst: Er frisst wirklich
nur Erdbeeren und ist auch nur ein bisschen
größer als eine Maus.
Der nächste Gemeindereport
erscheint ab dem 25. Juni 2015
auflage 3.000 Stück
Der Gemeindereport erscheint 10 x
im Jahr. Wir geben den Gemeindereport
kostenlos ab, freuen uns aber jederzeit
über Spenden.
spenden KVA Berlin Mitte-West
IBAN: DE80 1001 0010 0028 0131 00
BIC: PBNKDEFF
Zweck: Gemeindereport Marienfelde
(bitte unbedingt angeben!)
Apropos Juni: Der nächste Abenteuernachmittag, am Samstag, den 13. Juni
2015, von 14.30 bis 17.00 Uhr, wie immer
im Kinderhaus, links neben dem DSH wird
eine Mischung aus Zirkus und Kindergeburtstagsfeier. Denn das Kinderteam und
ich haben uns ganz tolle Spiele mit und für
Euch überlegt. Z.B. könnt Ihr versuchen auf
einem Einrad zu fahren, Bälle zu jonglieren, Teller auf einem Stock zu drehen, wir
wollen Luftballons rasieren, Sackhüpfen
u.v.m.
Es freuen sich auf ganz viele
Kinder zwischen 6 und 12 Jahren wie
immer
Euer Waldemar
und das Kinderteam
bildnachweis
Privat – Chr. Langner – C. Enke-Langner
– H. Palm – Chr. Pech – V. Hirth –
Internet
gemeindereport marienfelde
Infos und Anmeldung zur Mailingliste
unter:
[email protected]
gemeindereport marienfelde
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Licht, das uns anstößt früh am Morgen,
zeitloses Licht, in dem wir stehn,
kalt, jeder einzeln, ungeborgen,
Licht, fach mich an und lass mich gehn.
Dass keiner ausfällt, dass wir alle,
so schwer und traurig wir auch sind,
nicht aus des anderen Gnade fallen
und ziellos, unauffindbar sind.
(Huub Oosterhuis; Übers. K. Kok)