Die Osternacht – vom Dunkel ins Licht Gottes Barmherzigkeit – zur

Ennert lebendig
Nachrichten und Berichte
aus der Pfarreiengemeinschaft „Am Ennert“
Christ König, Holzlar
St. Adelheid am Pützchen
St. Antonius, Holtorf
Ostern 2016
Die Osternacht – vom Dunkel ins Licht
Gottes Barmherzigkeit – zur Nachahmung empfohlen
Neue Nachbarn – Flüchtlingsarbeit bei uns
Herausgegeben vom Pfarrgemeinderat „Am Ennert“, Bonn-Beuel
Inhaltsverzeichnis
3 Editorial
4 Ostergruß der Seelsorger
5 Die Liturgie der Osternacht – vom Dunkel ins Licht
6 Kirchenmusik am Ennert:
Marita Hersams Bilanz nach zehn Jahren
8 Essay: Soli Deo Gloria
9 Erstkommunion am Ennert
Seite 6
Marita Hersam zieht Bilanz nach zehn Jahren als
SBKirchenmusikerin am Ennert
10 Neue Nachbarn – Flüchtlingsarbeit in Holzlar
11 Interview mit der Integrationsbeauftragten
der Stadt Bonn, Coletta Manemann
12 Kommentar: Islamisierung des Abendlandes?!
13 Pilgern vor der Haustür: Bußgänge in der Fastenzeit
14 Gedanken zu der Kunstausstellung „The Problem of God“
Lokalteil
Seite 19
Seit zehn Jahren unterstützen die Frauen aus
Christ König die Schule des CMI-Ordens im indischen Usri
IMPRESSUM
„Ennert lebendig“ ist der Pfarrbrief der Pfarreiengemeinschaft „Am
Ennert“, Bonn-Beuel mit den Pfarreien Christ König, Holzlar, St. Adelheid
am Pützchen und St. Antonius, Holtorf. Er erscheint zwei Mal im Jahr
und wird an alle katholischen Haushalte – in Holtorf an alle Haushalte
– kostenlos verteilt.
4. Jahrgang, Nr. 1 Ostern 2016
Herausgeber: der Pfarrgemeinderat „Am Ennert“
Verantwortlich: Dr. Brigitte Linden, Espeler Wiese 10, 53229 Bonn, Tel.:
484945, E-mail: [email protected]
Redaktion: Ann-Kathrin Buhl, Claudius Kroker, Dr. Brigitte Linden, Dr. Silvia Link, Brigitte Schulte, Dr. Balazs Szathmary, Dr. Hubertus Wolfgarten
Layout: Cora Schneider
Druck: Gebr. Molberg, Bonn-Beuel, molberggmbh.de
Auflage: 5400 Exemplare
Haftungsausschluss: Namentlich gezeichnete Beiträge geben nicht in
jedem Fall die Meinung des Herausgebers oder der Redaktion wieder.
Die nächste Ausgabe erscheint zum Advent 2016, Redaktionsschluss:
1. November 2016
15 Essay: Gottes Barmherzigkeit und
menschliche Gerechtigkeit
16 Pinnwand:
18 Unser Katholisches Familienzentrum
19 Zehn Jahre Usri-Projekt
20 St. Adelheid: 50 Jahre Heiligsprechung –
Einladung zur Wallfahrt 2016
22 Neue Kulturprojekte in Pützchen: Zeitzeugen gesucht!
23 Seine Kunst bringt Gott den Menschen nah:
Nachruf auf Elmar Hillebrand
24 Gottesdienste in der Osterzeit
25 Einladung zum Weltjugendtag in Krakau
26 Für Sie da: Adressen und Kontakte
27 Kreuzwegstationen aus St. Adelheid wiedergefunden
28 Impressionen aus dem Gemeindeleben
Editorial
Liebe Leserinnen und Leser!
Unser Erzbischof, Rainer Maria Kardinal Woelki, hat uns in dieser Fastenzeit einen bemerkenswerten Hirtenbrief geschrieben. Von der Zukunft der Kirche ist da die Rede. Dass sich etwas ändern muss. Allerdings sei er nicht derjenige, der schon wisse, wohin die Reise geht. Vielmehr wolle
er sich auf die Suche machen, aber nicht allein und auch nicht nur mit geistlichen Herren. Nein,
wir alle, alle getauften Christen sollen mitwirken bei dieser Suche und natürlich auch mitbauen an
dieser neuen Kirche!
So denke ich, dass die Kirche der Zukunft im Erzbistum Köln keine von Hauptberuflichen mehr versorgte Kirche sein wird, sondern eine miteinander gestaltete, getragene und verantwortete Kirche,
in der es verschiedene Dienste und Rollen, doch keine unterschiedliche Würde der Getauften gibt.
Rainer Maria Kardinal Woelki: Mitten unter euch. Fastenhirtenbrief 2016
Der Erzbischof lädt die Gemeindemitglieder daher ein, „selbst mehr Verantwortung und Gestaltung in der Kirche zu übernehmen“. Mit Papst Franziskus, der uns „die Freude des Evangeliums“
vor Augen geführt hat, empfiehlt er uns dazu die Bibel als Quelle: darin zu lesen, das Wort Gottes
miteinander zu teilen – im Familienkreis, beim Katechetentreffen, in unseren Gremiensitzungen,
bei der Chorprobe… und dann unsere Aufgabe zu finden, hier bei uns, an der Basis unseres
alltäglichen Lebens, so dass in Verbundenheit mit Jesus Christus und in Solidarität mit den Men-
schen unserer Zeit eine neue Weise der „Frömmigkeit“ entstehen kann, „die einladend ist für die
Menschen“ und mitreißend wirkt.
In dieser Ausgabe von „Ennert lebendig“ lesen Sie von den besonderen Möglichkeiten der Gottes-
begegnung in der Fasten- und Osterzeit (S. 5, S. 13), in Kunst (S. 14, S. 23, S. 27) und Musik (S. 6,
S. 8), es wird Bezug genommen auf das vom Papst ausgerufene Heilige Jahr der Barmherzigkeit
(S. 15) und auf vielfältige wohltätige Aktivitäten unserer Gemeinde (z.B. S. 10, S. 19).
Wir hoffen, dass Sie sich durch die Lektüre anregen lassen, an unseren Gottesdiensten und den
vielen weiteren Angeboten teilzunehmen. Wir freuen uns auf Sie!
Für das Redaktionsteam
Brigitte Linden
3
Grußwort
Auferstehung
„Wer an Ostern glaubt, kann nicht
verzweifeln.“ Diesen markanten Satz
hat uns der evangelische Theologe
Dietrich Bonhoeffer, der im April des
Jahres 1945 im Konzentrationslager Flossenbürg getötet wurde, geschenkt.
Wie viele Menschen verzweifeln in
der Not und Ungerechtigkeit politischer Verhältnisse oder in der Sorge
um die Zukunft unseres Planeten?
Wie viele verzweifeln angesichts von
Verbrechen oder in bedrückender
persönlicher Schuld? Wieviel Verzweiflung gibt es durch die Angst vor
dem Sterben?
Und dann der Satz von Dietrich Bonhoeffer, er sieht die Hand Gottes
hinter allem Geschehen, die Hand,
die sich dem Sohn liebevoll entgegenstreckt und ihn auferweckt, die
Hand die ihn nicht im Tod belassen
hat, sondern ihn zu neuem Leben erstehen lässt.
Diese gleiche liebende Hand streckt
sich auch uns, Ihnen und mir, in allen
Bedrängnissen und Nöten entgegen.
Wer an Ostern glaubt, kann nicht verzweifeln. Dies erlebten damals die
Jünger, als ihnen der auferstandene
Herr begegnete. Diese Begegnung
weckte, erweckte ihren Glauben.
Wenn wir heute das Osterfest, die
Auferstehung unseres Herrn Jesus
Christus feiern, dann geht es um das
Hier und Jetzt, dann geht es darum,
dass wir unseren Glauben feiern.
4
Dann geht es darum, dass über allem Zweifel die Gewissheit steht,
dass uns neues Leben mit und in
Gott geschenkt ist.
In einem Osterlied klingt dies auf,
wenn wir singen: "Verklärt ist alles
Leid der Welt, des Todes Dunkel ist
erhellt. Der Herr erstand in Gottes
Macht, hat neues Leben uns gebracht."
Auch in unserem Leben ist kein Tag
zu gering und keine Situation zu
belanglos, dass darin nicht Auferstehung beginnen könnte. Dies ereignet sich überall dort, wo wir aus
der Orientierung an Jesus und aus
der Gemeinschaft mit ihm zu leben
versuchen.
Dies geschieht in jeder guten Tat,
in jeder liebevollen Zuwendung zu
einem Menschen. Denn die Liebe
verbindet das gegenwärtige mit dem
künftigen Leben. Jedes Gebet und
der Empfang der Sakramente verbindet uns mit dem gekreuzigten und
auferstandenen Herrn.
Liebe Gemeindemitglieder, wer an
Ostern glaubt und versucht, aus und
in diesem Glauben sein Leben zu
gestalten, kann nicht verzweifeln.
Möge dieser Osterglaube und die
Osterfreude über diesen Tag hinausreichen und uns stets neue Kraft
geben gegen alles Dunkel und alle
Verzweiflung!
Dies immer wieder erfahren zu dürfen, wünsche ich uns allen.
Ein gesegnetes Osterfest, auch im
Namen des gesamten Pastoralteams!
Ihr Diakon
Albert Krämer
Osternacht
Die besondere Liturgie vom Dunkel ins Licht
Ein Freund von mir spielt gelegentlich Orgel in verschiedenen Kirchen
in Köln und Bonn und meinte einmal
scherzhaft, er dürfe immer nur dann
Musik machen, wenn es dunkel ist:
in der Christmette am Hl. Abend und
in der Osternacht. Andererseits sind
das natürlich auch bedeutende und
in der Regel sehr gut besuchte Gottesdienste. Selbst für die Menschen,
die das Jahr über nicht oder kaum
die Sonntagsmesse besuchen, sind
diese Liturgien im Dunkeln ein Muss.
Die Geburt Jesu Christi und seine
Auferstehung; Anfang und Neuanfang. Beide wichtigen Pole unseres
christlichen Glaubens brauchen die
Dunkelheit, um das Helle zu feiern.
die Schöpfungsgeschichte und die
Erzählung vom Auszug der Israeliten
aus Ägypten durch das rote Meer.
Schließlich folgt das festliche Gloria,
mit dem auch die Orgel und die Glocken und Schellen wieder ihren vollen Klang entfalten dürfen.
Speziell für die Osternacht gibt die
Liturgie dabei einen sehr festen Ablauf vor. Obwohl: eigentlich gibt es
sogar zwei Möglichkeiten:
1. Die „klassische“ Variante, wie sie
in vielen Kirchen gefeiert wird: Beginn am Osterfeuer, Entzünden der
Osterkerze und Einzug in die Kirche unter dem Ruf „Lumen Christi“.
Dann folgen der feierliche Lobpreis
auf das Licht (Exultet), mehrere alttestamentliche Lesungen, darunter
Gesang aus Taizé
Das ist übrigens am Hl. Abend nicht
anders: Auch hier ertönt das festliche Gloria („Ehre sei Gott“) wieder,
das während der Adventszeit in der
Kirche nicht gesungen wurde.
Dans nos obscurités, allume le
feu qui ne s‘éteint jamais
Im Dunkel unserer Nacht entzünde ein Feuer, das nie mehr
verlöscht.
Der wahre Festgesang in der Osternacht ist aber das Halleluja, das in
unseren drei Gemeinden das Evangelium umschließt und nun – nachdem es in der Fastenzeit ausblieb –
in vielen Kirchen besonders feierlich
gestaltet wird.
2. Die zweite Variante rückt genau
diesen Übergang vom Dunkel ins
Mit Kerzen in der Dunkelheit das Helle feiern – in der Osternacht wie in Taizé
Licht, von der Klage zur Freude noch
stärker in den Vordergrund. Auch in
diesem Fall beginnt die Liturgie in der
dunklen Kirche, allerdings mit dem
Vortrag der Schöpfungsgeschichte (erste alttestamentliche Lesung).
Ich habe das einmal in einer meiner
früheren Gemeinden so erlebt, man
begreift diese Geschichte viel intensiver, weil kein Licht, kein Schmuck,
keine sichtbare Gestaltung ablenkt.
Wir saßen im Dunkeln und lauschten der Erzählung der ersten sieben
Tage.
Erst danach gehen Priester und
Gemeinde an das Osterfeuer, entzünden die Osterkerze und hören
anschließend aus der Welt, in der
nun das Licht erschaffen ist, die Geschichten aus den Lesungen des Alten Testaments.
Daran schließt sich der Halleluja-Ruf
an, der Lobpreis, oft eingeleitet mit
einem besonderen Orgelspiel oder
einer anderen musikalischen Gestaltung. Ein wahrer Jubel! Damit auch
hier deutlich wird: Nach drei Tagen
im Grab heißt es nun: „Jesus lebt“.
Claudius Kroker
5
Kirchenmusik
Zehn Jahre „Am Ennert“ – Marita Hersam
zieht Bilanz
Am 1. April 2005 begann ich meine
Tätigkeit im Seelsorgebereich „Am
Ennert“ als Seelsorgebereichskirchenmusikerin. Von Anfang an übernahm ich die Leitung der beiden
Kirchenchöre in St. Adelheid Pützchen und Christ König Holzlar. Mit
Sängerinnen und Sängern beider
Chöre gestaltete ich im dritten Jahr
der Kirchenkonzertreihe das Weihnachtsoratorium von J. S. Bach in
Christ König. Es folgten zwei weitere
Konzerthöhepunkte: Konzert anlässlich 50 Jahre Kirchenchor Holzlar
und Konzert anlässlich 160 Jahre
Kirchenchor St. Adelheid.
2006 gründete ich den Ennert-VOCALIS-Chor, nachdem mich sehr
engagierte Sängerinnen mehrfach
gebeten hatten, einen Chor ins Leben zu rufen, welcher die Sparte
„Neue geistliche Lieder“ zu füllen bereit wäre. Durch Mundpropaganda
vervielfachte sich die Sängerschar
des Chores in Kürze und gestaltete
u.a. eines seiner ersten Konzerte
gemeinsam mit den anderen Chören
an St. Adelheid.
Durch Chorprojekte, welche neue
Sängerinnen und Sänger im traditionellen Kirchenchor neu belebten
und bereicherten, bekam die Musik
in der Pfarreiengemeinschaft einen
kräftigen Aufschwung. Konzerte wie
das Weihnachtsoratorium von C.
H. Graun und das Magnificat von
J. Rutter wurden möglich und mit
großer Begeisterung zum Erklingen
6
gebracht. In diesem Jahr haben sich
zum Messias Chorprojekt 70 Sängerinnen und Sänger vereint – um zum
Lobe Gottes und zur Beglückung der
Seele das Halleluja von Händel anzustimmen…
arbeit zeigt sich immer, dass es auch
sehr auf den Einsatz und den Ernst
zur Sache bei den Eltern und Großeltern ankommt – damit steht und
fällt die Stabilität eines Chores und
die Entwicklung der Kinderstimme.
Die Kinderchorarbeit in St. Adelheid
war eine Pionierarbeit. Zum Glück
konnte ich direkt mit der vollen Rückendeckung des Familienmesskreises beginnen. Das Kinderchormusical „Die Trompeten von Jericho“
wurde von 30 Kindern gesungen
und gespielt. Neben dem Kinderchor
entstand im Laufe der Jahre der
„Bel-A-Block Flötenkreis“. Vor allem
hier wird für die Kinder der Bogen
vom Instrument zum Chorsingen geschlagen. Meine Überzeugung ist:
jedes „Kind“ kann singen – und wer
nicht singen mag, darf Flöte, Triangel
oder… spielen. Bei der Kinderchor-
Das Ennert-Ensemble entstand aus
einem Gespräch mit der Cellistin,
welche damals in Pension ging. Sie
warb noch eine Violinistin und einen
Oboisten an. Zu viert starteten wir
Musik im Gottesdienst. In St. Antonius gab es das erste kleine Kirchenkonzert. In diesem Jahr werden wir
mit neun Ensemblemusikern und
drei Gastmusikern Auszüge aus
der Wassermusik von G.F. Händel am Sonntag, 13.03. um 18 Uhr
in der Pfarrkirche Christ König mit
Bild und Wort zu Gehör bringen. Mit
Leidenschaft zur klassischen Musik
gestalten sich die Proben: Mozart
Messen – Musik von Fasch, J. Rutter, Stamitz, J.S.Bach u.v.a. All das
findet an Hochfesten des Jahres in
den Gottesdiensten viel Freude in
der Gemeinde.
„Kommt herbei, singt dem Herrn ein
neues Lied“ beginnt ein Lied im neuen Gotteslob. Es spiegelt das, was
es in Wirklichkeit ist: Musik erfreut
die Seele, erhebt das Gemüt, verbindet die Menschen, kennt keine
Grenzen… und natürlich macht der
Ton die Musik. Es sind nicht mehr die
alten Strukturen, die fassen, aber die
neuen Gemeinschaften der Chormitglieder beflügeln immer noch dieselben geistigen Inhalte. Singen ist die
tätige Teilnahme der Gläubigen am
Gottesdienst, so wie es das Zweite
Vatikanische Konzil betont.
In unserer Pfarreiengemeinschaft
können wir stolz sein auf die Vielfalt
der kirchenmusikalischen Aktivitäten, bei denen ich auch durch die
Chorleiterinnen in Holzlar, Lydia Beresheim (Kirchenchor Christ König)
und Andrea Honecker (Kinder- und
Jugendchor Christ König), tatkräftig
unterstützt werde.
Marita Hersam
Übersicht über die kirchenmusikalischen
Gruppen „Am Ennert“
pfarreienübergreifend:
in den Gemeinden:
- Ennert-VOCALIS-Chor
- Kinderchor Christ König, Holzlar
- Projektchor „Messias“
- Kinderchor „Ennert-Spatzen“, St. Adelheid, Pützchen
- Kammerchor an St. Adelheid
- Kinderflötenkreis St. Adelheid, Pützchen
- Choralschola
- Jugendchor Christ König, Holzlar
- Ennert-Ensemble
- Kirchenchor Christ König, Holzlar
- Kantatenchor an St. Adelheid, Pützchen
- Chorgemeinschaft St. Antonius, Holtorf
Ansprechpartnerinnen
alle Chöre:
Seelsorgebereichskirchenmusikerin
Marita Hersam, Tel: 9088789,
E-Mail: [email protected]
Bei allen Chören sind weitere Sängerinnen und Sänger
herzlich wollkommen. Bei Interesse setzen Sie sich bitte
vorher mit der entsprechenden Chorleiterin in Verbindung.
Kinder- und Jugendchor Christ König, Holzlar:
Andrea Honecker, Tel: 486282
E-Mail: [email protected]
Kirchenchor Christ König, Holzlar:
Lydia Beresheim, Tel: 677 907,
E-Mail: [email protected]
Chorgemeinschaft St. Antonius:
Birgitta Baum, Tel: 43 28 20,
E-Mail: [email protected]
7
Essay
Soli Deo Gloria – allein Gott zu Ehren
Von Johann Sebastian Bach lernen, wie man mit seinen Talenten umgehen soll
8
Was ist der Sinn des Lebens? Eine
ziemlich anspruchsvolle Frage, die
kaum mit einem Satz zu beantworten ist. Aber einer der großen Künstler des 18. Jahrhunderts, ein Musiker, konnte dies für sich ganz klar in
wenigen Worten tun: „Soli Deo Gloria“ – „Allein Gott zu Ehren“. So unterzeichnete Johann Sebastian Bach
seine Werke.
Nicht nur deswegen fasziniert mich
Bach. Er bewegt mich emotional: Die
pralle Freude seiner tönenden Pauken und schmetternden Trompeten
reißt mich mit. Und das tiefe Leid in
der Musik seiner Passionen bestürzt
mich. Johann Sebastian Bachs Werk
ist ein Kosmos mit Tausenden Facetten. Seine Musik kennt die Forschung gut. Aber über den Menschen Johann Sebastian Bach weiß
man nur wenig. Spätestens seit seiner Berufung zum Thomaskantor in
Leipzig wusste er sehr genau, dass
er ein herausragender und für seine
Zeit innovativer Komponist war. Aber
er wollte keinen Kult um seine Person. Er hatte ein ganz anderes Ziel
vor Augen: die Präsenz Gottes in der
Musik zu verdeutlichen – das war für
ihn die Aufgabe seines Lebens. Er
war überzeugt: Sie war ihm zugefallen durch sein außergewöhnliches
musikalisches Talent. Deswegen
keine Namenssignatur, kein Datum,
sondern die einfache Formel: „Soli
Deo Gloria“.
Wie aber sieht es mit den Talenten
der vielen anderen Menschen aus,
damals wie heute? Oder genauer:
Was ist mein Talent, und kann ich es
für eine größere Sache einsetzen?
In meiner Kindheit und Jugend habe
ich eine Frau kennengelernt, die auf
den ersten Blick nicht die geringste
Ähnlichkeit mit Johann Sebastian
Bach hat. Sie hieß Gusti – „Et Justi“,
wie man in meiner Heimatstadt Köln
sagt. Wo immer es in unserer Pfarrei
etwas zu tun gab, war Gusti dabei.
Sie buk Reibekuchen auf der Pfarrkirmes und sie schenkte Kaffee beim
Altennachmittag aus. Selbstverständlich kam sie auch zu Besuch,
wenn jemand krank war oder einen
Trauerfall hatte.
Das alles klingt ganz anders als das
Schaffen von Bach. Eine Parallele
gibt es zwischen den beiden aber
vielleicht doch: Gustis große Leidenschaft und ihre besondere Begabung
war nämlich ebenfalls die Musik. Anhand von Schallplatten brachte sie
sich selbst das Notenlesen und sogar das Dirigieren bei.
Gusti war mitreißend und motivierend. Und sie war tatkräftig. Mitte der
70er Jahre leitete sie in unserer Pfarrei unversehens einen Kinderchor
von etwa 50 Kindern. Und sie gründete ein mit vielen Instrumenten bestücktes Orfforchester, in dem auch
ich mitspielte. Chor und Orchester
gestalteten zahlreiche Kindermessen. Jedes Kind war bei Gusti willkommen. Auch „die Brummer“. Die
wurden bei Messen sogar in der ersten Reihe platziert! Auf diese Weise
konnte Gusti ihnen an heiklen Stel-
len freundlich zuraunen, jetzt mal gerade still zu sein.
Auf diese Weise sangen – oder
brummten –, flöteten, triangelten,
orfften wir uns unter Gustis Leitung
mit viel Spaß durch das Kirchenjahr.
Erst als Erwachsene ist mir klar geworden, was Gusti durch ihre musikalische Arbeit in unserer Pfarrei
geleistet hat. Sie hat vielen Kindern
Musik überhaupt erst nahegebracht.
Sie hat Kultur vermittelt. Und sie hat
Glauben vermittelt, auf eine ganz unverkrampfte Art und aus vollem Herzen heraus. Dabei ging es ihr nicht
um eigenes Prestige oder Anerkennung. Nein, sie hat mit ihrer Begabung in unverwechselbarer Weise
einfach Gott gedient.
Bei Gustis Beerdigung hielt ihr Sohn
eine der rührendsten und einfühlsamsten Ansprachen, die ich je gehört habe. Er sagte: „Der Lobpreis
war der Inhalt ihres Lebens.“ Dieser
Lobpreis ist die zentrale Stelle, an
der sich Johann Sebastian Bach,
der geniale Leipziger Thomaskantor,
und Gusti aus Köln in ihren Lebenswerken begegnen. Beide haben aus
der Kraft ihres Glaubens heraus ihr
Talent zum „höheren Lobe Gottes“
eingesetzt.
Das eigene Talent zu erkennen. Es
sinnvoll einzusetzen für die Menschen und auf diese Weise Gott zu
ehren – ich bin überzeugt: Das ist
wohl die schönste Gnadengabe, die
einem Menschen zuteilwerden kann.
Dorothee Haentjes-Holländer
Kurzform des Radio-Beitrags „Soli Deo Gloria“, gesendet in: „Das Geistliche Wort“, wdr 5
(17.01.2016), www.kirche-im-wdr.de/autoren/
haentjes-hollaender/ansicht/show/
Erstkommunion
„Wir sind mit Jesus auf dem Weg“
Am Weißen Sonntag, dem 3. April, gehen 56 Jungen und Mädchen
in der Pfarreiengemeinschaft „Am
Ennert“ zur Erstkommunion. Seit
Oktober haben sie sich in ihren
Familien, mit den Katecheten und
Seelsorgern auf dieses große Fest
vorbereitet und erfahren: Kommunion bedeutet Gemeinschaft. Die
Kleingruppen sind in ihren wöchentlichen Treffen bei der Beschäftigung
mit bunten Bildern, Texten, Liedern
und im Gestalten zusammengewachsen, Eltern und Geschwister
wurden bei den Familiennachmitta-
gen in die Vorbereitung einbezogen.
Die Kinder lernten Jesus kennen und
erlebten bewusst die Feiern des Kirchenjahrs, dazu machten sie sich mit
Gebeten und dem Aufbau der heiligen Messe vertraut.
Getreu dem diesjährigen Motto „Wir
sind mit Jesus auf dem Weg“ hoffen
wir, dass die Kinder nie vergessen,
dass Gott zu ihnen Verbindung hält
und ihnen so die Kraft gibt, seine Liebe weiter zu schenken – in ihren Familien, bei ihren Klassenkameraden
und Freunden und in der Kirche.
Brigitte Linden
Wir empfangen am Weißen Sonntag, dem 3. April, zum ersten Mal Jesus im Heiligen Brot
Christ König, 9.00 Uhr
Baj, Emily
Bauer, Lilianna
Behr Marie
Engelmann, Florian
Hartmann, Dominik
Holstein, Nico
Kerp, Laurin
Koch, Julius
Krupka, Nico
Leffers, Lia
Mersmann, Jannik
Meyer, Jessica
Mockenhaupt, Jan
Russom, Feven
Schleiss, Yannick
Yablonskykh, Gregorij
Gemein, Mila
Grahl, Daniela
Helsper, Lasse
Kertai, Natalie
Kizler, Laura
Lenz, Annika
Machunze, Jeanette
Michels, Lucas
Richarz, Samira
Schüler, Florian
Synak, Christian
Thanheiser, Niko
Thielen, Benjamin
Wienemann, Raphael
Wittmann, Annemarie
N.N.
Christ König, 11.00 Uhr
Bamberger, Leonie
van Berk, Yuna
Cwynar, Nella
Gauglitz, Bennett
St. Adelheid, 9.00 Uhr
Caruso, Emilia
Gleesner, Julian
Heinz, Amelie
Hundenborn, Annabel
Hundenborn, Marlene
Jung, Adrian
Klein, Moritz
Kost, Tom
Matosevic, Michelle
Meiners, Charlotte
Reuther, Celina
Richarz, Nino
Smolinski, Kay
Stück, Jocelyn
Załęski, Kinga Karolina
St. Antonius, 11.00 Uhr
Braun, Noa-Ben
Fitzner, Steffen
Gratzfeld, Tobias
Henrich, Nevio
Zäpfel, Maya
Wir laden die Gemeinde herzlich
ein, an unserer Freude teilzuhaben.
9
Flüchtlingshilfe
Die neuen Nachbarn sind gut angekommen
Die Kirchengemeinden und viele Holzlarer engagieren sich für die Männer, die in der Turnhalle der Katholischen Grundschule auf ihren Asylbescheid warten
Am 2. Dezember war es so weit: Von
heute auf morgen zogen in die Turnhalle der Katholischen Grundschule,
unmittelbar neben dem Pfarrheim
und der Kirche Christ König gelegen,
21 Flüchtlinge ein, darunter auch
zwei Familien mit kleinen Kindern.
Mit der Betreuung ist das Deutsche
Rote Kreuz (DRK) beauftragt, die
Essensversorgung läuft über einen
Caterer. Außerdem ist ein Sicherheitsdienst rund um die Uhr im Einsatz. Georg Fenninger, Vorsitzender des DRK-Kreisverbands Bonn,
CDU-Stadtverordneter und zugleich
Gemeindemitglied von Christ König, holte sofort seinen CDU-Ortsverband ins Boot und lud für den
nächsten Tag zur Info-Veranstaltung
ins Pfarrheim ein. 130 Bürger kamen, darunter viele Pfarrangehörige
sowie Mitglieder der evangelischen
Gemeinde und Vertreter der Vereine, und schnell war klar: Es gibt eine
große Bereitschaft, diesen neuen
Nachbarn zu helfen. Eine Familie
hat sogar eine Flüchtlingsfamilie aus
der Halle geholt und in der eigenen
Einliegerwohnung beherbergt.
Inzwischen leben in der Halle 56
Männer, vor allem aus Krisengebieten, die Bonn zugewiesen wurden
und zumeist bereits ihre Asylanträge
gestellt haben. Um die Hilfsangebote
zu koordinieren und über die Notunterkunft in der Turnhalle am Heideweg zu informieren, hat der CDUOrtsverband die Internetseite www.
holzlar-hilft.de eingerichtet, die auch
über Facebook erreichbar ist. Dort
werden Spendenaufrufe des DRK
10
Großer Andrang: die neuen Nachbarn nutzen die Klamottenkiste
oder konkret benötigte Hilfe und
auch Hilfsangebote veröffentlicht.
Gleich in den ersten Tagen statteten
Pater Tijo und Diakon Christoph Hartmann den neuen Nachbarn Besuche
ab. Die Versorgung mit Kleidung läuft
über die „Klamottenkiste“ der Caritas
Christ König, die an jedem 2. Dienstag im Pfarrheim ihre Pforten öffnet.
Am 14.12. wurde über das Netz der
Pfarrei eine freie Internetverbindung
für die Flüchtlinge eingerichtet. Auf
Initiative des evangelischen Pfarrers
Rolf Kalhöfer sind zurzeit beide Kirchengemeinden dabei, gebrauchte
Laptops zu beschaffen.
Barbara Köhler vom Sicherheitsdienst informierte in der Sonntagsmesse am 20.12. über die Bewohner
der Turnhalle und konnte gleich die
liebevoll gestaltete Einladungskarte der Pfarrei für eine Begegnung
bei Kaffee und Kuchen am 27.12.
im Pfarrsaal entgegennehmen. Diese Initiative wurde ein voller Erfolg:
Pfarrmitglieder allen Alters knüpften
Kontakte zu den Hallenbewohnern.
Nachdem sich die jungen Männer
eingelebt hatten, zeigte sich, welche Hilfe am dringendsten ist: Sie
suchen Kontakt und Beschäftigung
und möchten so schnell wie möglich
Deutsch lernen. Inzwischen gibt es
vielfältige Unterstützung – mit viel
Einsatz durch die beiden Kirchengemeinden: So fand im evangelischen
Gemeindehaus schon zweimal ein
„Café International“ als Kontaktbörse statt. Dabei wurden auch erfolgreich Patenschaften vermittelt. Wie
sich eine solche Patenschaft gestaltet, bestimmt jeder selbst: Essenseinladungen, gemeinsam spielen
oder Sport treiben, Unterstützung
bei Behördengängen….
Dr. Rüdiger Wirth von der Evangelischen Gemeinde koordiniert die
zahlreichen Deutschkurse, die seit
Anfang Januar von ehrenamtlichen
Sprachpaten, meist Lehrern, in klei-
nen Gruppen im Pfarrheim bzw. im
Evangelischen Gemeindehaus erteilt werden.
Da das Pfarrheim nun stark belegt ist
und es keinen Hausmeister gibt, der
auf- und abschließt und für Ordnung
sorgt, wurde jetzt eine gute Lösung
gefunden: Einer der Hallenbewohner,
der Syrer Hassan Hanschu, ist als
ehrenamtlicher Schlüsselkoordinator
eingesetzt. Gemäß Belegungsplan
des Pfarrheims ist er vor Ort und entlastet so das Pfarrbüro.
Schöne Bilder des Miteinanders zwischen Gemeindemitgliedern und den
neuen Nachbarn gab es an Karneval,
als es sich beim Veedelszoch am
Kirchplatz knubbelte. Am Sonntag
fuhren einige Hallenbewohner mit
zum Liküra-Zug. Dankbar sind sie dafür, dass sie die Pfarrheim-Küche nutzen dürfen, um nach heimischen Rezepten zu kochen. Außerdem freuen
sie sich immer über Obstspenden –
einfach an der Turnhalle abzugeben.
Brigitte Linden
Interview mit der Integrationsbeauftragten
der Stadt Bonn, Coletta Manemann
Wie viele Flüchtlinge gibt es z.Zt. in
Bonn und wie viele werden es noch
werden?
Zurzeit sind knapp 4.000 Flüchtlinge
(das heißt: Asylbewerber) in Bonn,
die der Stadt vom Land NRW zugewiesen wurden. Schätzungen, wie
viele noch kommen, können wir als
Kommune nicht abgeben. Das ist
Sache der Bundesregierung. Übrigens: Außer den Asylbewerbern,
die ja von den Kommunen untergebracht werden, sind auch Flüchtlinge
in Bonn, die das Asylverfahren abgeschlossen haben, also ganz normal in Wohnungen wohnen oder auf
Wohnungssuche sind. Außerdem syrische Flüchtlinge, die seit 2014 von
Angehörigen aufgenommen wurden.
Insgesamt sind es daher zurzeit rund
4.500 Flüchtlinge in Bonn.
Darunter sind ja auch viele Kinder.
Wirkt sich das in den Schulen aus?
In manchen Schulen sind die Klassen schon deutlich voller geworden.
Grundsätzlich kommen schulpflichtige geflüchtete Kinder und Jugendliche zunächst in Förder- und
Vorbereitungsklassen, bevor sie in
Regelklassen wechseln. Grundschulen und Kitas wiederum nehmen
Flüchtlingskinder unmittelbar in die
bestehenden Klassen bzw. Gruppen
auf, denn die Kleinen lernen so am
besten Deutsch und integrieren sich
schnell.
Wie ist die Hilfsbereitschaft der Bonner?
Die Hilfsbereitschaft und das Engagement sind groß, darüber bin
ich sehr froh. Ich habe mit über 60
Kirchengemeinden, Arbeitskreisen,
Initiativen, Nachbarschaftshilfen zu
tun und schätze die Zusammenarbeit sehr. Letztlich ist die Integration
vor Ort auch von großer Bedeutung.
Denn so wichtig Sprache, Bildung
und Arbeit sind: Tatsächlich dazu
gehören und Vertrauen aufbauen ist
etwas Wesentliches. Und das geschieht im Stadtteil, das geschieht
mit und zwischen Menschen.
Wir wissen, dass viele Flüchtlinge
erhebliche Integrationsprobleme haben: Sprache, Ausbildung, etc. Wie
viel wird es die Stadt Bonn kosten,
sie zu integrieren und muss man dafür andere Haushaltsposten kürzen?
Es gibt umfassende Kostenberechnungen von Kommunen, Ländern
und Bund, aber auch viel Widersprüchliches. Denn Unterkunftskosten kann man berechnen, aber Integration? Da wird‘s schon schwieriger.
Investieren muss man auf jeden Fall
zunächst in Sprache – und in Wohnraum. Aber das ist nicht die Stadt allein, die das tut. Übrigens: Die hohe
Zahl der Flüchtlinge sorgt auch dafür, dass viele Stellen geschaffen
werden – in Organisationen, Verwaltungen, Sozialarbeit usw. Diese
neuen Jobs werden oft unterschätzt! Balasz Szathmary
11
Der Kommentar
Islamisierung des Abendlandes?!
Ein Appell gegen den religiös-politischen Extremismus
Aktuell vergeht kaum ein Tag, an
dem nicht über dieses Thema diskutiert wird. Wieso also ein Artikel
hierzu in unserem Pfarrbrief? Weil
ich hier auf einen Aspekt hinweisen
möchte, der in der täglichen Diskussion manchmal untergeht.
ßes Unbehagen bezüglich der aktuellen Entwicklungen. Sie befürchten,
dass der Islam die westliche Welt
unterwandert und infiltriert und wir
uns demnächst auf Verhältnisse wie
im Iran oder Saudi Arabien einstellen
müssen.
Nicht von der Hand zu weisen ist die
Tatsache, dass wir zurzeit in trauriger Regelmäßigkeit von islamistischen Attentaten weltweit hören
müssen. Auch finden die meisten
bewaffneten Konflikte der Welt mit
Beteiligung islamischer Kräfte statt.
Dass mit den Islamisten nicht zu
spaßen ist, hat nicht nur das Schicksal der Charlie-Hebdo Redakteure
oder die Ermordung des niederländische Regisseurs Theo van Gogh
gezeigt. Und die Flüchtlingskrise hat
selbstverständlich auch eine religiöse Komponente, wie die Diskussion
um die Silvester-Ausschreitungen
am Kölner Hauptbahnhof zeigt.
Dies wird auch von einigen Kirchenführern unterstrichen, die mal den
mangelnden christlichen Glauben
in der westlichen Gesellschaft, mal
den aggressiven Charakter des Islams bzw. des Korans hervorheben.
Natürlich gibt es auch prominente
Gegenstimmen, aber hier spielt die
selektive Wahrnehmung eine besonders wichtige Rolle.
Aber müssen wir gleich wie die Pegida oder Teile der AfD die Islamisierung Europas befürchten? Obwohl
deren Thesen mehrmals sachlich
entkräftet wurden (vgl. z.B. „Pegida-Faktencheck“ in der WAZ vom
14.3.2015), haben dennoch viele,
vor allem ältere Mitbürger, ein gro-
12
Allzu leicht vergessen wir, welches
Elend falsch verstandener christlicher
Eifer über die Welt gebracht hat, angefangen von den Kreuzzügen über
die Inquisition und die als Mission
getarnte Ausbeutung (Christianisierung?!) indigener Völker bis hin zur
ambivalenten Rolle der Kirche zur
Judenverfolgung im Dritten Reich. Es
hat knapp 1800 Jahre gedauert, bis
die Trennung von Kirche und Staat
beschlossen und die unheilsame
Verquickung von Macht und Religion
durchgesetzt wurde. (Gemäß dieser
Zeitrechnung hätte der Islam dafür
noch 600 Jahre Zeit…).
Meiner Meinung nach ist das Hauptproblem nicht die Religion per se,
sondern deren extremistische Auslegung bzw. der Missbrauch für machtpolitische Zwecke. Dies wird durch
die Ausbeutung der Entwicklungsländer und die ungleiche Verteilung
des Reichtums auf der Erde begünstigt, unter anderem eine Folge der
christlichen Kolonialisierung. Hinzu
kommt, dass die heutigen technologischen Möglichkeiten den Extremisten eine viel größere Schlagkraft in die Hand geben und sich die
Nachrichten darüber viel schneller
verbreiten. Das führt eben zum oft
gehörten und sachlich dennoch falschen Vorwurf, dass die Welt früher
viel besser gewesen sei.
Wir sollten also zwischen der Religion und deren Auslegung sorgsam
unterscheiden und Demagogen und
Populisten nicht auf den Leim gehen.
Wer die christliche Religion ernst
nimmt und an den richtigen Stellen
in der Bibel nachliest, findet genug
Argumente für eine barmherzige und
offene Behandlung der Flüchtlinge.
In diesem Sinne – für die Willkommenskultur und gegen den religiösen Fanatismus! Balazs Szathmary
Bußgang zum Thema „Barmherzigkeit“
Im gemeinsamen Gehen und Schweigen neue
Orientierung finden
Pilgern ist „in“, und viele haben
schon gute Erfahrungen gemacht,
das
Miteinander-Unterwegssein,
das ja unser Leben prägt und uns
trägt, in einer Gruppe zu erfahren,
die gemeinsam Gottes Wort hört,
geistliche Lieder singt und so die Gemeinschaft miteinander und mit Gott
erlebt. Besonders beliebt sind bei
solchen Pilgerfahrten auch Schweigegänge, in denen man in Bewegung ist, die Natur und die Mitgehenden wahrnimmt und Ruhe hat, über
sich selbst und über Texte, die vorher gelesen wurden, nachzudenken.
Eine Gelegenheit – oder besser. sogar zwei Gelegenheiten –, dies vor
unserer Haustür zu erfahren, bieten
sich den Mitgliedern unserer Pfarreiengemeinschaft (und natürlich auch
all ihren Freunden) beim diesjährigen Bußgang.
Begründet wurde er in Köln vor über
80 Jahren als Demonstration des
Glaubens und war den Männern vorbehalten: der Bußgang am Samstag
vor dem Passionssonntag, also dem
5. Fastensonntag. Man trifft sich am
Abend an der Kirche, hält eine Besinnung und macht sich dann schweigend gemeinsam auf den Weg, um
im Gebet und im Gehen eine Orientierung bei Christus zu finden. Die
Abteilung
Erwachsenenseelsorge
des Generalvikariats gibt dazu in
jedem Jahr eine Arbeitshilfe mit Impulsen, Texten und Liedern heraus,
die an Stationen auf dem Weg und
im abschließenden Gottesdienst eingesetzt werden können. Angeregt
durch Papst Franziskus und das Heilige Jahr der Barmherzigkeit ist diesmal das Thema „Barmherzigkeit“ gewählt worden.
Im Dekanat Beuel wurden die Bußgänge bereits vor Jahren für alle geöffnet und finden seitdem auch bei
Frauen und Jugendlichen Anklang.
Der zentrale Bußgang des Dekanats
führt sternförmig nach Limperich zur
Heilig-Kreuz-Kirche. Dazu treffen
sich die Gläubigen und die Priester
aus unserem Seelsorgebereich am
Samstag, dem 12. März, um 20 Uhr
an der Kirche St. Adelheid in Pützchen. Zelebrant und Prediger in der
Eucharistiefeier um 21 Uhr in Heilig
Kreuz ist Dechant Dr. Wilfried Evertz.
Bislang gab es parallel zur gleichen
Zeit den traditionellen Bußgang von
Christ König, Holzlar, durch den
Ennert nach St. Antonius, Niederholtorf, wo die Schlussmesse gefeiert wird. Damit unsere Priester und
auch Gemeindemitglieder am zentralen Beueler Bußgang teilnehmen
können, findet auf Beschluss des
Pfarrgemeinderats der Bußgang
für unseren Seelsorgebereich diesmal zusätzlich eine Woche später,
also am 19. März, dem Vorabend
von Palmsonntag, statt: Beginn ist
um 20 Uhr in Christ König und um
20.45 Uhr in St. Antonius. Besonders
schön ist es immer, wenn die Gruppe
aus Holzlar unterwegs auf die Holtorfer trifft und dann alle gemeinsam zur
Kirche ziehen. Dort wird dann gegen
21.30 Uhr gemeinsam Eucharistie
gefeiert. Die Pützchener Teilnehmer
sind herzlich eingeladen, sich den
Holzlarern bzw. den Holtorfern anzuschließen.
Brigitte Linden
Werke der Barmherzigkeit heute
Du gehörst dazu
Ich höre dir zu
Ich rede gut über dich
Ich gehe ein Stück mit dir
Ich teile mit dir
Ich besuche dich
Ich bete für dich
Bischof Joachim Wanke
13
Kunst
„The Problem of God“
Gedanken zu einer außergewöhnlichen Ausstellung von Kunst, die Religiöses sichtbar
macht und auch in neue, weltliche Zusammenhänge umformt
Von 2012 bis 2015 hat die Kirche
vielfältig des 50jährigen Jubiläums
des Zweiten Vatikanischen Konzils
gedacht. Hervorgehoben wurde besonders das letzte Dokument des
Konzils, das beginnt wie folgt: „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst
der Menschen von heute, besonders
der Bedrängten aller Art, sind auch
Freude und Hoffnung, Trauer und
Angst der Jünger Christi.“ Es geht
also um eine hörende, solidarische
Kirche als Gefährtin der Menschen,
die um ihre Lebenswirklichkeiten,
Hoffnungen, Sorgen und Nöte weiß
und sie mit ihnen teilt.
14
Zum Jubiläum überlegte sich die
Deutsche Bischofskonferenz: Wie
kann man mit diesen Konzilsimpulsen heute auch jene berühren,
die nicht (mehr) kirchlich gebunden
sind? Der „Kunstbischof“ der Bischofskonferenz, Bischof Dr. Friedhelm Hofmann, hatte die Idee, die
überaus erfolgreich umgesetzt wurde: Gemeinsam mit internationalen
Künstlerinnen und Künstlern, mit
Kunst-Studierenden und mit zahlreichem Publikum unterschiedlicher Altersstufen und Milieus wurde an zehn
Orten von der Nordsee bis München,
von Trier bis zur polnischen Grenze
ein reger Austausch über Freuden,
Hoffnungen, Trauer und Ängste unserer Zeit mit überraschenden, experimentellen Kunst-Formaten angestoßen. Die Sparten erstreckten
sich von Theater über Musik, Film
und Literatur bis zur Bildkunst.
Eine besonders spannende Fragestellung des Kunstprojekts: Wie artikulieren Menschen ihre Hoffnungen
Die titelgebende Objektinstallation „THE PROBLEM OF GOD“ von Pavel
Büchler Copyright annex14 gallery / CH-Zürich, Foto: Suzanne Friedli
und Nöte, aber auch ihre normalen
Alltagsbelange im Kontext von Spiritualität, Ritus, Vision, Kultort, Erlöserfiguren oder Heil(ung)? Und
welche Bilder findet die Gegenwartskunst dafür?
Diese Bilder wurden in einer von
Bischof Hofmann angeregten und
von der Kunstsammlung NordrheinWestfalen eigenständig verwirklichten Kunstschau im Düsseldorfer
Museum K21-Ständehaus anhand
von 33 herausragenden „künstlerischen Positionen“ aufgezeigt. Ihren
Titel „The Problem of God“ erhielt
die Ausstellung, die von September
2015 bis Januar 2016 dauerte, nach
der gleichnamigen Objektinstallation
des bekennenden Atheisten Pavel
Büchler – es ging also bewusst nicht
um religiöse Kunst, sondern um
Kunst, die Religiöses sichtbar macht
und es ästhetisch auch in neue, weltliche Zusammenhänge umformt.
Dazu gehörten die Aspekte Passion,
geschundene Kreatur und Negative
Theologie, beeindruckend mit Arbeiten prominenter Maler wie Hermann
Nitsch, Francis Bacon, Robert Rauschenberg und Ad Reinhardt bebildert, Kritik an religiöser Borniertheit
und Intoleranz bzw. an gewaltsamer
Religions-Unterdrückung, die ja immer auch eine Identitäts-Unterdrückung ist, sowie Religion als psychologisches und kulturelles Phänomen.
Überflüssig war der „Holzhammer“
der Ausstellungsmacher, mit dem
sie im Audioguide, auf Texttafeln,
im Katalog und bei Führungen bis
zum Überdruss „einhämmerten“, nirgendwo werde hier religiöse Kunst
gezeigt. Da fragt man sich: Ist denn
religiöse Kunst gläubiger Künstler
etwas Anrüchiges? Hat sie in einer
staatlichen Kunstausstellung etwa
nichts verloren? Trotz dieser befremdlichen Untertöne war es insgesamt eine wichtige, eine bedeutende
Kunstschau. Jakob Johannes Koch
Pfarrei Christ König – Partnerschaft
Essen verbindet
Es ist nun schon eine lange Tradition – 34 Jahre: Mit dem brasilianischen Bohnengericht Feijoada startet die Gemeinde Christ König in die Fastenzeit und hält so die Verbindung zu Sr. Jaqueline und der Schule in der Leprastation
Apoio Fraternal São José do Iguá (Brüderliche Hilfe zum heiligen Josef) in Itaborai bei Rio de Janeiro lebendig.
Zur Freude von Pater Tijo und dem
Sachausschuss Frieden – Entwicklung – Mission (kurz FEM) war die
Messe am ersten Fastensonntag
besonders gut besucht. Der Jugendchor sang, und Kinder stellten Fragen, zum Beispiel die nach der Entstehung dieser Partnerschaft. Doris
Hausbrand, die seit Jahren den FEM
leitet und den Kontakt zur Schulleiterin, der Franziskanerin vom Hl.
Josef, Sr. Jaqueline Dal’Pont, hält,
antwortete: „Die Idee hatte 1982 der
damals noch junge Pastor Kurt Padberg. Er wollte, dass die Gemeinde
lernt, über den Tellerrand hinauszublicken und zu sehen, wie es in anderen Ländern ist“, antwortete Doris
Hausbrand. Die Gemeinde stimmte
zu, und gemeinsam fand man das
Projekt des Franziskanerpaters Frei
Daniel Kromer. Er hatte 1978 in einer Leprastation in Itaborai bei Rio
de Janeiro die Grundschule Ecuandário São José gegründet, an der die
meist gesunden Kinder der Kranken
unterrichtet werden, da sie nicht an
staatlichen Schulen akzeptiert werden. Bis heute sind alle Menschen,
die in der Kolonie leben, arm und haben mit vielen Problemen – Arbeitslosigkeit, Alkoholismus, Gewalt – zu
kämpfen.
Jeden Monat gehen per Dauerauftrag 1400 Euro vom Konto des FEM
nach Itaborai, 13 mal im Jahr, damit
Sr. Jaqueline die Lehrerinnen bezahlen und ihre Lebensaufgabe erfüllen
kann: für die Kinder der Leprakranken da zu sein, ihnen Bildung und
Glauben zu vermitteln, damit sie
einmal auf eigenen Füßen stehen
und ihr Leben meistern können. Das
Geld wird durch Aktionen wie das
Fastenessen, durch Kollekten, Pfarrfest, Weihnachtsbasar und einen Teil
der Miete aus dem Haus von Pastor Padberg erwirtschaftet. Auch die
Jugend macht dabei gerne mit: Die
Hälfte des Erlöses aus ihrem Weihnachtsbaumverkauf geht nach Brasilien. „Zuletzt kamen dabei 1000 Euro
zusammen“, berichtete Doris Hausbrand in der Messe.
Auf die Frage, woher die FEM-Mitglieder ihre Motivation nehmen, antwortete sie: „Wir möchten unseren
Glauben in die Praxis umsetzen.“
Man bekomme auch viel zurück:
Wie nachhaltig das Projekt ist, zeigt
sich in der Tatsache, dass ehemalige
Schülerinnen des Educandario später als Lehrerinnen wiederkamen.
Oft erreichen Briefe und Gemälde
von den Kindern aus der Leprakolonie die Gemeinde, inzwischen auch
E-Mails und Facebook-Nachrichten,
und Schwester Jaqueline war schon
mehrmals in Holzlar zu Besuch, wie
auch FEM-Mitglieder nach Brasilien
gereist sind. Sie erlebten dort, dass
die Menschen trotz ihres Elends einen sehr lebendigen Glauben haben. FEM-Mitglied Monika Ludwig:
„Ich war beeindruckt von der Fröhlichkeit der Leute, obwohl sie arm,
arbeitslos und manche krank sind.“
Im voll besetzten Pfarrsaal wurden
Feijoada, lecker gekocht vom Ehepaar Spath, sowie der alternativ
angebotene Milchreis aufgegessen.
Und an Spenden kamen 1.551,86
Euro zusammen. Der FEM und
Schwester Jaqueline sagen herzlich:
„Obrigada“ – Danke!
Brigitte Linden
Partnerschaft Christ König – São José do Iguá
Aktuelle Informationen gibt ein Faltblatt, das am Schriftenstand der
Christ König-Kirche ausliegt. Spenden sind immer willkommen:
Konto: Kath. KG Christ König, Bonn-Holzlar,
Volksbank Bonn Rhein-Sieg, IBAN: DE47380601860600452061
Sr. Jaqueline inmitten „ihrer“ Kinder – alle im Schul-T-Shirt des
Educandario São José
Ho 1
Katholische Öffentliche Bücherei aktuell
Qual der Wahl bei den Neuanschaffungen
Wussten Sie, dass allein in unserem Land jedes Jahr über 80.000
deutschsprachige Neuerscheinungen auf den Markt kommen? Wenn
wir aus diesem Bücherdschungel
unsere Auswahl treffen müssten,
kämen wir nicht weit! Zum Glück
trifft der Borromäusverein eine Vorauswahl von etwa 4.000 Medien
pro Jahr, die zur Ausleihe für die Katholischen Öffentlichen Büchereien
geeignet scheinen. Diese Bücher
werden dann von ausgewählten
Rezensenten besprochen, und die
Ergebnisse erhalten die Büchereien
vierteljährlich in Form eines dicken
Katalogs zur Auswahl. Das bedeutet
für uns, die Katholische Öffentliche
Bücherei Christ König, dass derzeit
drei Mitarbeiterinnen vier Mal im Jahr
den Katalog durchsehen und die für
unsere Leser geeigneten Bücher ankreuzen. Das bedeutet für jede, jeweils mindestens 750 Rezensionen
pro Katalog durchzulesen. Meistens
bleiben von den 750 angebotenen
Büchern noch etwa 140 übrig, die
uns interessant scheinen und die wir
dann beim Borromäusverein in Bonn
ansehen können.
Das ist besonders wichtig bei Bilderbüchern, da diese ja von ihren
Illustrationen leben. Und wenn die
nicht ansprechend sind, hilft meistens auch keine gute Geschichte
dahinter. Da wir mit unserem Etat
jährlich etwa 600 Medien neu anschaffen können, müssen wir natürlich sorgfältig auswählen. Allein rund
90 davon sind Zeitschriften, die wir
seit zwei Jahren im Angebot haben.
Ho 2
Dazu kommen CDs, DVDs und Spiele mit etwa 120 Stück pro Jahr. Da
bleiben dann letztlich ungefähr noch
400 Bücher, die wir kaufen können,
das heißt 100 Bücher pro Vierteljahr.
Und die müssen wir gerecht aufteilen
unter Romanen, Sachbüchern und
Kinder- und Jugendliteratur. Selbstverständlich ziehen wir zusätzlich
auch noch die verschiedenen Bestsellerlisten und Besprechungen in
Zeitschriften oder Zeitungen wie z.B.
dem General-Anzeiger in Betracht.
Und ganz wichtig sind uns auch
Anregungen und Wünsche unserer
Leserinnen und Leser, denn sie soll
unsere Auswahl ja ansprechen.
Wir werden öfter mal gefragt, woher
wir denn die Gelder für die Buchkäufe bekommen. Von unserem Träger,
der Kirchengemeinde Christ König,
erhalten wir den größten Teil, nämlich
2.800 Euro pro Jahr. Das Erzbistum
Köln steuert 2.100 Euro bei, und wir
selbst müssen durch Versäumnisgebühren, Medienvermittlung, Kollekte
am Buchsonntag und Flohmarkteinnahmen rund 1.000 Euro erwirtschaften. Und bis jetzt kam von der Stadt
Bonn immer noch ein Zuschuss von
rund 1.000 Euro, da wir die Literaturversorgung im rechtsrheinischen
Randbereich sicherstellen. Wir hoffen
natürlich sehr, dass dieser Zuschuss
auch im Jahr 2016 bereitgestellt wird.
Darüber hinaus sorgt die Kirchengemeinde auch für die Folgekosten, die
so eine Bücherei nach sich zieht, wie
Büromaterial, PC-Ausrüstung, Möbel,
Raumkosten etc.
Für eine Bücherei ist aber nicht nur
Lesen ist für den Geist, was
Gymnastik für den Körper ist.
(J. Addison)
der Bucheinkauf wichtig: Da wir nur
begrenzt Platz haben und das Erzbistum uns einen Bestand von 7.000
Medien als Vorgabe genehmigt
hat, müssen wir jährlich auch etwa
so viele Medien aussortieren, wie
wir neu anschaffen. Alles, was fünf
Jahre nicht ausgeliehen wurde, beschädigt oder verschmutzt ist, muss
leider aus dem Bestand genommen
werden, und das tut uns manchmal
richtig weh! Denn – wie unsere „vorgesetzte“ Fachstelle in Köln sagt –
Katholische Öffentliche Büchereien
müssen immer aktuell bleiben. Doch
für ganz besondere „Schätzchen“,
die alle paar Jahre mal gefragt sind,
haben wir in unserer Archiv-Ecke ein
Plätzchen geschaffen. Und der eine
oder die andere unserer Leserinnen
und Leser ist dort auch schon fündig
geworden.
Möchten Sie jetzt noch wissen, welches im Jahr 2015 unsere AusleihHits waren? Bei den Sachbüchern
für Erwachsene war es Hape Kerkelings „Der Junge muss an die frische Luft“ (9x). Der Renner bei den
Kindersachbüchern war „Star Wars
– Kampf um die Galaxis“ (12x). Bei
den Romanen gab es gleich zwei
Favoriten mit je 9 Entleihungen: Eric
Berg „Das Küstengrab“ und „Spur
24“ (nach dem Fall Trudel Ulmen)
vom Bonner Journalisten Wolfgang
Kaes. Der Favorit bei den Kinderbüchern war „Der kleine Drache Kokosnuss reist in die Steinzeit“ (16 x), und
bei den Bilderbüchern hatte „Conni
geht auf Reisen“ (14 x) die Nase
vorne. Bei den DVDs teilten sich
gleich drei Titel mit je 19 Entleihungen den Platz: „Ich einfach unver-
besserlich 2“, „Die Eiskönigin“ und
„Die Schlümpfe 2“. Und zum guten
Schluss noch das beliebteste Spiel
für Leute mit einer schnellen Reaktion „Halli Galli“ (8x).
Seitdem die städtische Bücherei in
der Gesamtschule geschlossen ist,
haben wir auch Leser aus Pützchen
und Bechlinghoven gewonnen. Das
dürfen aber gerne noch mehr werden. Und was möchten Sie gerne
das nächste Mal bei uns ausleihen?
Christa Solda
Lesen ist Mädchensache! Oder?
Im letzten Jahr hat die Leselust bei unseren jungen Leserinnen und Lesern offensichtlich etwas nachgelassen.
Deshalb können wir dieses Mal leider nur eine Lesekönigin und eine Leseprinzessin mit Buchpreisen belohnen. Wie
bereits im Jahr davor lag Johanna Kramer (12) mit 113 Ausleihen an erster Stelle, gefolgt von Runa Ruppel (8) mit 86
Ausleihen. Und danach kommt eine große Lücke. Ja, und wo bleiben die Jungs? Wir hoffen auf Euch in diesem Jahr!
Öffnungszeiten KÖB Christ König
Dienstag und Donnerstag: 15:30 bis 18:00 Uhr,
Sonntag: 9:30 bis 11:00 Uhr.
In den Osterferien
bleibt die Bücherei von Dienstag, 22. März,
bis einschließlich Sonntag, 3. April 2016, geschlossen
Ho 3
Jugend
Pfarrei Christ König
Nach dem (Messdiener-)Lager
ist vor dem (Pfingst-)Lager
Vom 22.01. bis zum 24.01.2016 fuhren wir Messdiener, wie jedes Jahr,
fürs Messdienerlager nach Ettelscheid in ein gemütliches Pfadfinderhaus.
Nach der Ankunft und der Zimmereinteilung haben wir alle zusammen
Kennenlernspiele gespielt. Mit einem
leckeren Abendessen vom Küchenteam und dem Tagesausklang endete
auch schon der erste Tag.
Der zweite Tag begann mit einem
selbst gestalteten Gottesdienst mit
Pater Tijo, der uns netterweise extra dafür besuchen kam. Nach dem
Mittagessen bestritten wir die traditionelle Lagerolympiade, bei der wir
in kleinen Gruppen, geleitet von der
ältesten Gruppe, an verschiedenen
Stationen, die von den Leitern im
Haus vorbereitet waren, um Punkte
für den Sieg spielten. In den anschließend draußen stattfindenden Actiongames konnten wir uns im Schnee
austoben und waren doch sehr froh,
als wir dann wieder ins warme Haus
zurückkamen und es Abendessen
Messdiener und Leiter hatten Spaß beim Eifel-Wochenende
gab. Den Abschluss des zweiten Tages bildeten das Gruppenprogramm
und eine gemütliche Singrunde mit
anschließendem Tagesausklang.
An unserem letzten Tag im Lager
hatten wir dann noch einmal Gruppenprogramm, bis es leider schon
wieder hieß: aufräumen, einpacken
und Abfahrt.
Babsi, Annika, Pauline und Caro
Pfingstlager 2016
Liebe Pänz,
Ihr braucht mal wieder ein verlängertes elternfreies Wochenende? Dann solltet Ihr unbedingt mit ins Pfingstlager
(13.-17. Mai) kommen! Wie jedes Jahr fahren wir mit dem Fahrrad nach Ziegenhardt und erleben das Pfingstwochenende à la Natur pur! Mit Geländespielen, Actiongames, wundervollen Abenden am Lagerfeuer und noch vielem mehr
verkürzt Ihr die Wartezeit bis zum Sommerlager. Also, meldet Euch im Pfarrbüro an! Wir freuen uns schon auf Euch
Sommerlager 2016
Sommer, Sonne, Strand und Meer – der perfekte Urlaub!? Nicht ganz. Bei uns heißt es Sommer, Sonne, Spaß und
Berg! Wir fahren mit den Pänz vom 6. bis 20. August nach Österreich in das schöne Mühlbach am Hochkönig. Gemeinsam werden wir dort zwei fantastische Wochen verbringen, gefüllt mit Spaß, Action und vielen Überraschungen.
Der Teilnehmerbeitrag beläuft sich auf 435,- € und für Geschwisterkinder 400,- €. Ihr seid noch nicht angemeldet?!
Dann meldet Euch schnell im Pfarrbüro Christ König oder bei der Lagerleitung (Josef Bolten und Timon Hinrichs).
Ho 4
Kontakt zur Jugend
Karneval der Schlümpfe
Ihr erreicht die Jugendleiterrunde
über das Pfarrbüro (Tel.: 481274)
oder per Mail:
[email protected]
Christ König macht blau – Karneval
der Schlümpfe! Unter diesem Motto zogen wir am Karnevalssamstag
durch Holzlars Straßen. Wir trafen
uns mittags pünktlich am Finkenweg zur Aufstellung, dort wurden die
letzten Details der Schlümpfe geregelt. Blaue Farbe ins Gesicht, die
Schlumpfmütze richtig gesetzt, und
natürlich mussten noch die Kamellebüggel ausgeteilt werden.
Als Nummer 8 ging es kurz nach 14
Uhr dann endlich los! Es muss ein
fantastisches Bild gewesen sein, als
bei strahlendem Sonnenschein unsere Schlümpfe Händevoll Kamelle
warfen. Besonders herzlich wurden
wir natürlich an unserer Kirche empfangen, an der der Kirchenchor für
beste Verpflegung sorgte. An dieser
Stelle verabschiedeten wir uns auch
schon von diesem rundum gelungenen Zug. Im Anschluss ließ die Lei-
Versprühten gute Laune im Holzlarer Zoch: die Schlümpfe
terrunde gemeinsam mit der ältesten
Gruppe den wundervollen Tag im
Jugendraum ausklingen. Wir hatten
einen perfekten Veedelszoch und
können es bis zum nächsten Jahr
kaum noch erwarten! Habt ihr schon
Vorschläge oder Wünsche? Dann
teilt uns diese gerne mit!
Wir sehen uns also spätestens am
25. Februar 2017
Alte Hasen und Frischlinge gut gemischt: die Leiterrunde Christ König bei ihrem Eifel-Wochenende
Ho 5
Evangelische Gemeinde
Als Gemeinde füreinander und
für andere da sein
Angelika Hagena unterstützt als Pfarrerin im Probedienst Pfarrer Rolf Kalhöfer
Liebe Mitglieder der Pfarrei Christ
König,
mein Name ist Angelika Hagena
und ich wohne mit meinem Mann
und vier Kindern im Alter zwischen
11 und 18 Jahren hier in Holzlar. Ich
bin sehr froh und dankbar, dass ich
meine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit in der Evangelischen Gemeinde Holzlar (Spielgruppen, Kindergottesdienst, Gottesdienste mit der Kita
Wirbelwind, Mitarbeit im Ausschuss
Theologie und Kirche und im Ökumenischen Friedenskreis, Schulgottesdienste) nun nahtlos in eine
berufliche Tätigkeit überführen kann.
Seit dem 16.11.2015 bin ich als Pfarrerin im Probedienst für drei Jahre
mit einer 25%-Stelle in Holzlar eingesetzt und werde mit weiteren 25%
dem Kirchenkreis als Springerin zur
Verfügung stehen. Damit betrete ich
hier in Holzlar auch Neuland, denn
die Arbeitsteilung mit Pfarrer Kalhö-
fer sieht vor, dass meine Schwerpunkte in den Bereichen Konfirmandenarbeit und Beerdigungen liegen
werden.
Zu meiner Person: Ich bin in Holzlar
aufgewachsen, habe in München
und Bonn ev. Theologie und Anglistik studiert und im Anschluss meine
Vikariatszeit in Lohmar verbracht.
Nach dem 2. Theologischen Examen
folgte dann eine lange Familienpause mit vielfältigem ehrenamtlichen
Engagement in den Fördervereinen
von Kindergarten und Schule sowie
als Familienpatin der Caritas. In Bezug auf die Gemeindearbeit interessiert mich besonders, wie man die
diakonische Arbeit unserer Gemeinde stärken und vernetzen könnte,
dass wir als Gemeinde füreinander
und für andere da sind, uns kennen,
austauschen und auch ganz konkret
helfen (z.B. Ausbildung und Einsatz
von Nachbarschaftshelfern, Home-
page als Kontaktbörse unserer Gemeinde…?).
Aber zunächst einmal: Ich freue
mich auf die teilweise ja schon sehr
bewährte Zusammenarbeit mit den
Haupt- und Ehrenamtlichen in unserer Gemeinde, auf die Fragen und
Ideen der Konfirmanden und auch
auf ganz neue Kontakte und Begegnungen.
Konfirmation am 10. April 2016
28 Jungen und Mädchen werden
nach über einem Jahr Vorbereitung am 10. April in der evangelischen Kirche in Holzlar konfirmiert
und feierlich in den Kreis der erwachsenen Gemeindeglieder aufgenommen: Numa Bekono, Doris
Ho 6
Boko Ekollo, Angela Denk, Laura
Dörr, Louis Dörsing, Constanze
Eckmann, Saskia Fenske, Kristina Giese, Lea Günther, Joshua
Heck, Lea-Alina Hellbrügge, Philipp Jacobs, Leonard Klopschinski,
Nicholas Lange, Katharina Lerch,
Svenja Liepertz, Lars Mohr, Ännie
Puvogel, Sven Rubröder, Nicolas
Rudolph, Eduard Schilke, Franziska Scholtz, Maike Senger, Marco
Soendgen, Anika Telzer, Konstantin Vöhringer, Barbara Wilhelm und
Niklas Wittmann.
Meldungen
Neues Presbyterium gewählt
Am Sonntag, dem 14. Februar, wurden in den Gemeinden der Evangelischen Kirche im Rheinland die
neuen Leitungsgremien, die Presbyterien, gewählt. Gemäß Kirchenordnung entscheiden die Presbyterien
über das gesamte Leben der Gemeinde. In der Evangelischen Kirchengemeinde Bonn-Holzlar waren
acht Presbyterstellen zu besetzen.
Gewählt wurden Ingrid Au, Dr. Oliver Bärenz, Jan Berchtold, Martina
Brüßel, Dr. Bärbel Hultzsch, Sabine Meyer-Nitschke, Dr. Lars Nickel,
Lisa Rummler (alphabetische Reihenfolge). Die Wahlbeteiligung lag
in Holzlar mit 13% leicht über dem
Durchschnitt bei früheren Presbyteriumswahlen in der Rheinischen Landeskirche.
Irmtraud Hoffmann-Burchardi
Pfarrer Rolf Kalhöfer (1. von links) und Pfarrerin Angelika Hagena (3. von
rechts) freuen sich auf die Zusammenarbeit mit dem neu gewählten Laiengremium.
Tipps und Termine
Früh- und Spätschichten
Ostereierverkauf
Wallfahrt nach Rom
Wie jedes Jahr in der Fastenzeit
gibt es auch diesmal die Früh- und
Spätschichten der Jugend, zu welchen alle herzlich eingeladen sind!
Hier kann man abseits des stressigen Alltags zur Ruhe kommen. Der
letzte Termin ist am Montag, 14.
März, 20.00 Uhr im Jugendraum.
Alle Besucher sind willkommen!
Auch in diesem Jahr verkauft die
Jugend selbst gefärbte Ostereier.
Der Erlös geht zur Hälfte an unsere
Partnergemeinde in Brasilien, die
andere Hälfte kommt der Jugendarbeit zugute. Der Ostereierverkauf
findet am Samstag, dem 19. März,
und am Sonntag, dem 20. März, jeweils nach der Messe statt.
Treffen nach der Osternacht
Café-Treff Christ König
Der Pfarrausschuss lädt alle Mitfeiernden der Osternacht am 26. März
anschließend ins Pfarrheim zu
Wein, Saft, Ostereiern und selbstgebackenem Brot und Stollen ein.
Wer Lust zu Kaffeeplausch und
Brettspielen hat, ist am Freitag,
dem 18. März, ab 15 Uhr ins Pfarrheim zum einem unterhaltsamen
Nachmittag eingeladen!
Das Erzbistum Köln bietet in den
Herbstferien – vom 10. bis 15. Oktober 2016 – eine Romwallfahrt für
an, bei der verschiedene Anreiseund Unterkunftsmöglichkeiten zur
Verfügung stehen. Mit dabei ist
auch der Kölner Erzbischof Rainer
Maria Kardinal Woelki. Sollte eine
Pilgergruppe aus unserem Seelsorgebereich zusammen kommen,
werden wir uns auf die Fahrt gemeinsam vorbereiten und auch in
Rom eine Gemeinschaft bilden.
Informationen im Pfarrbüro oder
bei Andrea Honecker, Tel. 486282.
Ho 7
Pfarrei Christ König
Schätze der Christ König-Kirche (4)
Der Erlöser und Herrscher der Welt
Er fällt dem Kirchbesucher sofort
ins Auge: der große auferstandene Christus, Erlöser und König der
Welt, umrahmt von zwölf betenden
Engeln an der Chorwand. Der Körper ist von einem wallenden Gewand
umhüllt, der Kopf von einem Heiligenschein umstrahlt.
Der Patron der Kirche schwebt vor
dem Kreuz, das er mitsamt dem
Tod überwunden hat, die Beine bis
zu den Zehenspitzen lang ausgestreckt, als seien sie noch ans Holz
geheftet. Die Arme ebenfalls vor dem
Querbalken ausgebreitet, die Rechte
segnend erhoben und mit der Linken
eine Weltkugel mit Kreuz haltend.
Dies ist ein altes christliches Symbol
für die Herrschaft Jesu Christi über
den Erdball, die Versöhnung von
Schöpfer und Schöpfung, von Himmel und Erde.
Der Düsseldorfer Maler Leo Assenmacher kratzte das Bild 1953 in
Sgraffito-Technik (Schichtenkratzputz) an die Stirnwand der neu erbauten Christ König-Kirche. Drei
Tage brauchte er für die Vorbereitungsarbeiten: Vier Schichten Farbe wurden aufgebracht, die künstlerische Arbeit, das Einritzen des Bildes in die
noch feuchte Putzschicht, dauerte dann noch vier Tage. Stil und Technik sind
typisch für die Entstehungszeit der Kirche in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts.
Brigitte Linden
Ansprechpartner
Pfarrausschuss: Andrea Honecker, Vorsitzende, Tel: 486282, E-Mail: [email protected]
Kirchenvorstand: Dr. Martin Utsch, geschäftsführender Vorsitzender, Tel: 9485203, E-Mail: [email protected]
Kirchenchorleiterin: Lydia Beresheim, Tel: 677907, E-Mail: [email protected]
Kinder- u. Jugendchorleiterin: Andrea Honecker, Tel: 486282, E-Mail: [email protected]
Kindergartenleiterin: Maria Schalla, Tel: 481752, E-Mail: [email protected]
Büchereileiterin: Christa Solda, Tel.: 9485273, E-Mail: [email protected]
Pfarr-Caritas: Doris Hausbrand, Tel: 481915, E-Mail: [email protected]
Küster: Reiner Mangold, Tel: 480503, E-Mail: [email protected]
Frauengemeinschaft: Ute Mangold, Tel.: 480503. E-Mail: [email protected]
Jugend: Vorstand der Leiterrunde, E-Mail: [email protected]
Ho 8
Heiliges Jahr
Gottes Barmherzigkeit
und menschliche Gerechtigkeit
„Gott hat mir schon vergeben. Es
ist ja sein Geschäft.“ Diesen spöttisch-gewagten Ausspruch soll der
deutsche Dichter Heinrich Heine
(+1856) auf seinem Sterbebett
geäußert haben. Geschäftlich tätig wäre demnach vor allem der
barmherzige Gott; der „ist groß im
Verzeihen“, wie der Prophet Jesaja (55,7) verkündet. Dieser Gott
Heines scheint sympathischer zu
sein als der Gott der Gerechtigkeit
und des Gerichts. Viele wollen von
diesem Gott der Gerechtigkeit, der
Angst verbreitet, nichts wissen. Die
Botschaft von Papst Franziskus,
der ein Heiliges Jahr der göttlichen Barmherzigkeit ausgerufen
hat, kommt da gerade recht und
beruhigt die Gewissen. Alles nicht
so schlimm. Vergeben, barmherzig
sein, das ist ja Gottes Geschäft –
so versteht man die Botschaft des
Papstes.
Liest man das Alte Testament genau, dann entdeckt man, dass für
Witwen und Waisen, für Arme und
Fremde im Land, für Menschen,
die vor menschlichen Gerichten
scheitern und zu Unrecht verurteilt
werden, die Botschaft von Gottes
Gerechtigkeit und Gericht gerade
die entscheidende Frohe Botschaft
von Gottes Barmherzigkeit ist. Darauf macht der argentinische Papst,
der die Armut und wirtschaftliche
Ungerechtigkeit auf seinem Kontinent kennt, besonders aufmerksam – was man bei uns im reichen
Norden vielleicht überhört. Gottes
Geschäft ist es, aus Barmherzigkeit Recht für die Rechtlosen zu
schaffen. Rechtlos waren und sind
oft jene Menschengruppen wie die
Witwen und Waisen, die Fremden
und Armen.
Angesicht sozialer Not fragt der Begründer der lateinamerikanischen
Befreiungstheologie, der Dominikaner Gustavo Gutiérrez (*1928):
„Wie kann man von Ayacucho aus
von Gott reden?“ Ayacucho – der
Name dieser peruanischen Stadt
heißt übersetzt „Winkel der Toten“.
Wie lebende Tote fristen dort viele
ihr Leben. Wie will man ihnen die
Barmherzigkeit Gottes verkünden,
ohne zynisch an ihrem Leid vorbeizureden? G. Gutierrez weiß, dass
nur der Einsatz von Christen für die
Verbesserung der Lebensverhältnisse – für mehr wirtschaftliche und
soziale Gerechtigkeit – die Predigt
von Gottes Barmherzigkeit davor
bewahrt, zum bitteren, zynischen
Witz zu werden, ja zum Freibrief
für diejenigen, die dazu beitragen,
dass die wirtschaftliche und soziale
Not so bedrückend ist und bleibt.
Zum Heiligen Jahr der Barmherzigkeit empfiehlt der Papst die Praxis
der leiblichen und geistigen Werke
der Barmherzigkeit, z.B. Hungrige speisen, Fremde aufnehmen,
Kranke pflegen, Gefangene besuchen oder die Betrübten trösten,
Beleidigungen verzeihen, für die
Lebenden und Verstorbenen zu
Gott beten…
Die aktuelle Flüchtlingssituation,
Armutskrankheiten wie Lepra und
der permanente Hunger in der
Welt, an dem täglich 10.000 Kinder
elend zugrunde gehen, sind Herausforderungen, mit der Barmherzigkeit Gottes ernst zu machen und
aus Barmherzigkeit menschliche
Gerechtigkeit zu praktizieren. Das
ist unser Geschäft.
Michael Schulz
Jahr der Barmherzigkeit
Papst Franziskus hat für die Zeit vom 8. Dezember 2015 bis zum 20. November 2016 ein außerordentliches Heiliges Jahr ausgerufen, das im Zeichen der Barmherzigkeit steht. Was das
bedeuten soll, hat der Jesuit Marko I. Rupnik im offiziellen Logo klar zum Ausdruck gebracht:
Es zeigt Jesus, den Sohn Gottes, der sich – wie der gute Hirte – den verlorenen Menschen auf
die Schultern lädt. Das ist die Mitte unseres Glaubens: Gottes Liebe ist so groß, dass sie keinen
Menschen fallen lässt, auch wenn der sich abgewandt und Schuld auf sich geladen hat.
15
Mit Ester klug werden
Eine getanzte Predigt zum alttestamentlichen Buch Ester hat der Arbeitskreis Biblischer Tanz Bonn zu Texten
von Susanne Müller mit Marlene Lautze erarbeitet und bereits mit großem
Erfolg aufgeführt – auch beim Kirchentag in Stuttgart. Am Sonntag, 24. April
2016, ist sie um 10.00 Uhr im Gottesdienst in der evangelischen Kirche in
Holzlar, Heideweg 27, zu erleben.
Firmung
Am Samstag, dem 5. November
2016, wird Weihbischof Ansgar
Puff in unserer Pfarreiengemeinschaft das Sakrament der Firmung spenden. Die Einladungen
und Anmeldeunterlagen sind
bereits an die Jugendlichen verschickt, die am Firmtermin 16
Jahre alt sind. Wer außerdem gefirmt werden möchte, melde sich
im jeweiligen Pfarrbüro.
Pfarrfest in St. Adelheid
Die Gemeinde St. Adelheid am Pützchen feiert traditionell am Sonntag nach Christi
Himmelfahrt ihr Pfarrfest, das ist der 8. Mai. Nach der Festmesse um 11 Uhr in der
Kirche gibt es wieder ein buntes Familien-Programm rund um das Pfarrzentrum.
Feier der Goldkommunion
16
Am Sonntag, dem 24. April, sind alle
Jubilare aus Holtorf eingeladen, die
Wiederkehr ihrer Erstkommunion
nach 25, 50, 60, 70 oder 75 Jahren
in St. Antonius zu feiern. Um 9.30
Uhr ist die Hl. Messe, anschließend
ist im Pfarrheim der Frühstückstisch gedeckt. Anmeldungen bitte im
Pfarrbüro St. Antonius.
Am Donnerstag, dem 5. Mai (Christi
Himmelfahrt), wird in Pützchen und
Holzlar Goldkommunion gefeiert.
Die Festmessen sind um 9.30 Uhr
in der Pfarrkirche St. Adelheid Pützchen und um 11.00 Uhr in der Christ
König-Kirche in Holzlar. In Pützchen
gibt es anschließend ein gemeinsames Frühstück, in Holzlar ein Mittagessen. Wer vor 50, 60, 70 oder
mehr Jahren zur Ersten Heiligen
Kommunion gegangen ist, meldet
sich bitte im jeweiligen Pfarrbüro.
Marienmesse und eucharistische Anbetung
Zu Ehren der Gottesmutter Maria lädt das Pastoralteam jeden Samstag um 11 Uhr in St. Adelheid zur Marienmesse und anschließenden eucharistischen Anbetung mit Beichtgelegenheit
ein. Der Karmeliterorden zur Unbefleckten Empfängnis (Carmelites of Mary Immaculate, CMI)
vor Ort schafft damit Gelegenheit, an seiner
spezifischen Spiritualität teilzuhaben. Alle Interessenten sind eingeladen, vor oder nach ihrem
Wochenendeinkauf zum Gebet in die Kirche zu
kommen.
Pfarrfest in Christ König
Traditionell am Wochenende nach
Fronleichnam feiert die Gemeinde
Christ König ihr Pfarrfest: diesmal am
28. und 29. Mai. Nach den musikalisch besonders gestalteten Messen
wird im Pfarrheim und auf dem Kirchplatz gefeiert.
Wassermusik von Georg Friedrich Händel
Am Sonntag, 13. März 2016, lädt das EnnertEnsemble um 18 Uhr in die Pfarrkirche Christ
König in Bonn-Holzlar ein. Unter dem Titel
„Klang, Bild und Worte“ erklingen Auszüge aus
der Wassermusik von Georg Friedrich Händel,
zwischen den Sätzen werden zum Thema meditative Texte gelesen und Bilder gezeigt. Das
Ennert-Ensemble feiert mit diesem Konzert sein
10-jähriges Bestehen.
Pinnwand
Musikalische Leckerbissen
Am Sonntag, dem 19. Juni 2016 um 17 Uhr,
gibt der „Kammerchor an St. Adelheid“ ein
Konzert in der Doppelkirche Schwarzrheindorf. Der Kinderchor „Ennert Spatzen“ präsentiert am Sonntag, dem 2. Juli 2016 um
14 Uhr, in St. Adelheid „Die Königin der Instrumente und ihr Gefolge“. Aus Anlass seines zehnten Geburtstages gibt der EnnertVOCALIS-Chor am Sonntag, dem 25.
September 2016, um 18 Uhr ein Konzert in
der Pfarrkirche St. Adelheid.
Einkehrnachmittag zu Franz von Assisi
Der Pfarrausschuss Holtorf lädt herzlich ein
zu einem Einkehrnachmittag mit Bruder Markus Fuhrmann OFM zum Thema „Der ‚heruntergekommene‘ Gott – Franziskus von Assisi
und sein Gottesbild“ am Sonntag, dem 19.
Juni, um 14.00 Uhr im Pfarrheim St. Antonius.
Misereor-Fastenaktion
„Das Recht ströme wie Wasser“ lautet das Motto der diesjährigen Misereor-Fastenaktion, bei der Brasilien und die Sorge für das Recht, für
Gerechtigkeit und Menschenwürde im Mittelpunkt steht. Viele Partner
von Misereor kümmern sich dort um dieses Thema. Oft müssen sie sich
gegen Projekte wehren, die den indigenen Völkern die Lebensgrundlage
entziehen. Am 5. Fastensonntag wird bundesweit in allen katholischen
Gottesdiensten über die diesjährige Fastenaktion informiert und um Unterstützung gebeten. Sie können Ihr Spenden-Tütchen aber auch noch
an Ostern ins Opferkörbchen legen oder im Pfarrbüro abgeben. Oder
Sie überweisen direkt auf das Spendenkonto 10 10 10 bei der Pax-Bank
BLZ 370 601 93, IBAN: DE75 3706 0193 0000 1010 10, BIC: GENODED1PAX
17
Familienzentrum
Orte der Begegnung für Menschen von 0 bis 99
Familienzentrum – schon einmal
gehört? Was ist das genau? Sicher
sind Sie dem Begriff Familienzentrum (FZ) schon des Öfteren begegnet, vielleicht ohne genau zu wissen, um was es sich dabei handelt.
„Gemeinsam stark für Kinder und
Familien“ ist die Leitidee der Katholischen Familienzentren (FZ).
Sowohl das Land NRW als auch
das Erzbistum Köln stellen sich seit
Jahren der Erkenntnis, dass Familien besonderer Aufmerksamkeit
und Unterstützung bedürfen. Es
gilt, Ehe und Familien zu stärken
und „alltagsnahe, ganzheitliche
Hilfen rund um die Tagesstätten
anzubieten“. Hier haben sie eine
Anlaufstelle für ihre Fragen, sodass im Austausch immer wieder
neu erkennbar wird: Was brauchen
Eltern jetzt, an diesem Ort, was ist
leistbar personell, finanziell? Wer
kann mit ins Boot genommen werden als Kooperationspartner, als
Ehrenamtliche?
Um die Kindertagesstäten bilden
sich Zentren, Netzwerke, die dazu
beitragen, die Einrichtungen in ihrem Bildungsauftrag zu stützen,
Kinder zu fördern, Eltern in pädagogischen, sozialen und finanziellen Engpässen zu beraten und die
Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen.
Ziel des Katholischen Familienzentrums ist es, Bildung, Betreuung
und Beratung zu koppeln mit pastoralen Angeboten. Die Erfahrung
zeigt, dass es zu einem eigenen
Kirchenort werden kann, wo Glaube wieder erfahrbar und wirksam
wird, weil er im Alltag der Beteiligten angesiedelt ist. Familien im
Blick zu haben, die nicht in der Kita
und in der Kirchengemeinde integriert sind, und Menschen offen zu
begegnen, die anderen Religionen
und Kulturen angehören, wird unsere Aufgabe für die Zukunft sein.
Grundkonzept des Katholischen FZ
ist ein vielschichtiges Netz von Kooperationspartnern. Dieses Netz-
werk ist zwar an die Kindertagesstätten angebunden, spricht aber
mit seinen vielseitigen Angeboten
Menschen aller Altersgruppen, Kulturen und Religionen an. Übertragen auf unseren Bereich heißt das:
Die Kitas Christ König in Holzlar
und St. Adelheid in Pützchen bilden seit 2007 das Familienzentrum
im Seelsorgebereich „Am Ennert“.
Sie tragen mit ihrer je unterschiedlichen Voraussetzung zu einem gelingenden Miteinander bei. Die Leitung des FZ obliegt dem leitenden
Pfarrer, in Pützchen in Absprache
mit der Trägervertreterin der ordenseigenen Einrichtung.
Elke Daberkow rscj
Katholisches Familienzentrum „Am Ennert“
Anlaufstellen sind neben den Kindertagesstätten Christ König (Hauptstr. 110), Leiterin:
Maria Schalla (Tel.: 481752) und St. Adelheid (Karmeliterstr. 3a), Leiterin: Christa Krautwig
(Tel.: 482190) die drei Pfarrbüros. Alle aktuellen Veranstaltungen enthält das Programmheft, das in den Kirchen ausliegt und auf der Homepage www.kathkirche-am-ennert.de
eingestellt ist.
18
Eine Welt
Zehn Jahre Schule in Usri –
zehn Jahre Unterstützung aus Holzlar
Der von Papst Franziskus in Rom
Heilig gesprochene Pater Kuriakose Elias Chavara, Ordensgründer der Karmeliten von der Unbefleckten Empfängnis (Carmelites of
Mary Immaculate, CMI), zu denen
auch unsere Seelsorger gehören,
gründete bereits in den 30er Jahren
des 19. Jahrhunderts in Südindien
die ersten öffentlichen, allgemeinbildenden Schulen in kirchlicher
Trägerschaft. Die CMI-Patres unterhalten in ganz Indien Schulen,
die von christlichen und hinduistischen, aber auch von kastenlosen
Kindern besucht werden. Gerade
die schwächste Bevölkerungsgruppe, die kastenlosen Stammesangehörigen in der dünn besiedelten
ländlichen Region Mittelindiens,
bedürfen besonders einer Entwicklungschance in Form von exzellenter Bildung.
Im Jahr 1992 wurde in Usri in Mittelindien das Sanjeevani Vidhyapeeth
Projekt zur nachhaltigen Dorfentwicklung gegründet. Es umfasst
Maßnahmen zu landwirtschaftlicher
Produktionsverbesserung, Gesundheitsberatung, Wegebau und Erschließung,
Wasserversorgung,
Mütterberatung, Ernährungsberatung und vieles mehr.
Im Jahr 2006 wurde dann die
Schule gegründet, die die Kinder
vom Kindergartenalter bis zum 10.
Schuljahr mit Bildung und Erziehung, aber auch mit einem Mittagessen, guter Betreuung und außerschulischen Lernzielen wie dem
Betrieb eines Schulgartens, Sportgruppen und Theaterspielen fördert
und fordert.
Eine Oberstufe ist derzeit in Planung.
Seit Gründung der Schule in Usri
haben die katholischen Frauen aus
Holzlar mit dem Geld der Kollekte in der Frauenmesse mittwochs
morgens die Schule unterstützt.
Damit werden Lehrergehälter und
der laufende Schulbetrieb mitfinanziert. Weitere Spenden von großzügigen Mitmenschen kamen ergänzend dazu, so dass wir in neun
Jahren schon 27.000 Euro zum Bau
und Betrieb der Schule beitragen
konnten. Allen Spenderinnen und
Spendern ein herzliches „Vergelt´s
Gott!“ Regelmäßig stehen wir brieflich in Kontakt mit dem Schulleiter
Pater Paulson, der uns über alle
Aktivitäten auf dem Laufenden hält.
Als besonderes Angebot im Jubiläumsjahr laden wir am 6. April um
19.15 Uhr zu einem Abend mit Martin Emmler unter dem Titel „Indien
erfahren - Erlebnis-Radeln und
eine Visum Odyssee“ ein. Er wird
über eine Reise durch das südliche Indien – Kerala, Tamil Nadu
und Karnataka – berichten, über
Fischer, wilde Elefanten und viele
interessante Begegnungen. Gerne
beköstigen wir die Gäste mit einer
Tasse indischem Tee. Ort: Pfarrsaal
Christ König, Christ-König-Str. 15
Barbara Schilling
Nähere Informationen
Ansprechpartner: Barbara und Bernd Schilling, Tel.: 432119
Usri im Internet: sanjeevanividhyapeeth.blogspot.in
Spendenkonto: Empfänger: Neues Kerala e.V.
IBAN: DE51 3806 0186 1100 0010 19, BIC: GENODED1BRS,
Verwendungszweck: Usri-Muthipeedika
Spendername und Anschrift für die Spendenquittung deutlich schreiben!
19
Heilige Adelheid
Die Wallfahrt im Festjahr
50 Jahre Heiligsprechung
Liebe Pfarrangehörige im Seelsorgebereich „Am Ennert“, liebe Pilger!
Das Festjahr zu Ehren der Hl. Adelheid in Vilich und Pützchen haben wir mit einem feierlichen Abschluss beendet.
Am 23. Januar feierten wir eine Familienmesse, gestaltet von der Kita St.
Adelheid. Die Kinder stellten in Szenen das Leben und Wirken von Adelheid
nach, wie sie vor über tausend Jahren den Notleidenden geholfen und ihre
Nächstenliebe zu den Menschen gezeigt hat.
Festgottesdienst 27. Januar 2016
(Foto: Horst Müller)
In einem Festgottesdienst am 27. Januar gedachten wir der großen Heiligen
anlässlich des 50. Jahrestages ihrer Heiligsprechung. „Adelheid, die Frau, die
Heilige, gestern wie heute“ – mit diesem Motto haben wir die Powerfrau aus
dem Mittelalter gefeiert. Pater Tijo brachte uns in seiner Predigt nahe, dass die
Hl. Adelheid mit ihrer Menschlichkeit auch heute noch ein Vorbild ist, denn es
heißt im Matthäus Evangelium, „was ihr für einen meiner geringsten Brüder
getan habt, das habt ihr für mich getan“.
Familienmesse 23. Januar 2016
St. Adelheidis Oktav: „Adelheid, unsere Wegbegleiterin“
( 27. August bis 4. September 2016)
Auch in diesem Jahr freuen wir uns auf viele Pilger und Pilgerinnen, die mit uns die Oktav zu Ehren der Hl. Adelheid in den Gottesdiensten, im Gespräch und in der Begegnung feiern.
Samstag
27.08. 17:00 Eröffnungsfeier mit Brunnensegnung, Prozession und Heilige Messe mit dem „Ennert-Ensemble“
Sonntag 28.08. 09.30
Familienmesse mit dem Flötenkreis und dem Kinderchor „Ennert-Spatzen“
Montag
29.08. 09:00
Heilige Messe in der Kapelle
15:00
Die Kinder der Kitas des Dekanats Beuel besuchen die Kirche, das Brünnchen und die Wallfahrtskapelle
Dienstag 30.08. 08:00
Ökumenischer Wortgottesdienst des St. Adelheid Gymnasiums
15:00
Heilige Messe der Frauen mit Solisten und Instrumentalisten /Chorensemble des „Ennert-VOCALIS-Chores“
Anschl. lädt die kfd St. Adelheid zu Kaffee und Kuchen ins Pfarrzentrum
Mittwoch 31.08. 09:00
Heilige Messe in der Kapelle
Donnerstag 01.09. 08:00
Ökumenischer Wortgottesdienst der OGS Marktschule
19:00
Andacht der Männer in der Kapelle
19:30
Heilige Messe in der Kirche mit „Choralschola“
Freitag
02.09. 09:00
Heilige Messe in der Kapelle
15:00
Heilige Messe und Krankensalbung im Seniorenheim „St. Albertus-Magnus-Haus“ Pützchen
Samstag
03.09. 17:00
Heilige Messe für Jugendliche und junge Erwachsene mit dem ev. Chor „Haste Töne“
Sonntag
04.09.
Die kfd St. Adelheid öffnet das Wallfahrtscafé von 8 bis 12 Uhr im Pfarrzentrum Pützchen und lädt zu Frühstück, Kaffee und Kuchen ein.
09:30
Heilige Messe mit dem „Ennert-Trio sonore“
11:15
Pilgerandacht
20:00
Andacht und Lichterprozession Pützchens Markt vom 09. bis 13. September 2016
täglich 09.09.-13.09.
18:30
Heilige Messe in der Wallfahrtskirche
20
Sonntag 13.09.
10:00
Heilige Messe im Zelt mit den Männerchören „WerkChor HAT Troisdorf“, „Frisch Auf“ Meindorf 1877 e.V. und „Beueler Stadt-Capelle
Zur Wallfahrtswoche der Hl. Adelheid, zur Zeltmesse an Pützchens Markt und den Gottesdiensten laden wir Sie
herzlich ein! AK Wallfahrt St. Adelheid am Pützchen
Ein Linolschnitt der Heiligen
Der Bonner Künstler Karl-Theo
Stammer, Träger des Kunstpreises der Stadt Bonn 1993 und der
August-Macke-Medaille 2012, hat
einen Linolschnitt der Hl. Adelheid
geschaffen. Er zeigt die Attribute
der Stadtpatronin: einen Krug, das
Adelheidisbrot, ein Buch, das Ordenskleid und das Riesenrad, das
Pützchens Markt symbolisiert.
Stammer, der vor Jahren selbst für
einige Zeit in Pützchen im Schatten der Kirche und des Brünnchens
wohnte, ist der Hl. Adelheid und dem
Pützchens Markt eng verbunden.
Das Adelheid-Motiv gehört in den
inzwischen auf über zehn Motive
angewachsenen bekannten BonnZyklus, der unter anderem an die
römische Geschichte Bonns, den
großen Sohn der Stadt, Ludwig van
Beethoven, oder an die Zeit erinnert,
als Bonn Bundeshauptstadt war.
Stammer, Jahrgang 1951, stammt
aus Sinzig, zog aber schon als Kind
mit seinen Eltern in die Bonner
Nordstadt. Nach dem Studium an
der Fachhochschule für Kunst und
Design in Köln eröffnete er in der
Bonner Altstadt sein eigenes Atelier.
Aus Anlass der Feiern zum 50. Jahrestag der Heiligsprechung bietet
der Künstler diesen limitierten Linoldruck zu einem Preis von 250.-€
zum Kauf an. Bestellungen können
im Pfarrbüro Pützchen, Karmeliterstraße 6, aufgegeben werden. Dort
stellen wir auch gerne einen Kontakt
zum Künstler her.
Willi Wester
Buchtipp: Das Leben der Heiligen Adelheid
Zum Abschluss des Adelheid-Festjahres ist die seit Jahren vergriffene
Biographie der Heiligen vom Stadtarchiv Bonn mit einem erweiterten
und modernisierten Bildteil herausgegeben worden: Vita Adelheidis. Das
Leben der heiligen Adelheid von Vilich. Lateinisch und deutsch, eingeleitet und übersetzt von Heinz Piesik, zweite, unwesentlich veränderte und
ergänzte Auflage, Bonn 2016. ISBN-Nr. 978-3-922832-79-9, 9,80 Euro
21
Gestern und heute
Zeitzeugen für Kulturprojekte in Pützchen
gesucht
Die Passionsspiele von 1926 und Kommunionbilder aus der Zeit vor 1945
Nachdem der Kunstband über den
Wiederaufbau unserer Pfarrkirche
(Die Wallfahrtskirche St. Adelheid in
Pützchen. Entdeckung eines Kunstraums) ein so positives Echo erfahren hat, möchten wir weitere Projekte in unserer Gemeinde durchführen.
Vielleicht kann sich dafür ein Kulturarbeitskreis zusammenfinden, der
den Namen „Kulturquelle“ erhalten
könnte, Die Quelle, unser „Brünnchen“, steht dafür als Namensgeber.
Für ein neues Projekt werden Fotos der Passionsspiele gesucht, die
1926 von Mitgliedern der Pfarrei
durchgeführt wurden.
Auch alle anderen Formen von Informationen zu diesem Thema sind sehr
herzlich willkommen. Vielleicht finden sich in dem einen oder anderen
Familienfundus noch Rollenbücher,
Besetzungslisten etc., vielleicht weiß
noch jemand, dass die Eltern, Onkel
oder Tanten mitgespielt haben.
Ebenfalls gesucht werden Fotos
von Kommunionkindern, die bis zum
Ende des Zweiten Weltkriegs ihre
Erstkommunion feierten. Die Kommunionkinder müssen nicht zwingend ihre Erstkommunion bereits in
St. Adelheid gefeiert haben.
Bitte reichen Sie Ihre Materialien in
einem mit Ihrem Namen und Ihrer
Adresse versehenen Briefumschlag
beim Pfarrbüro St. Adelheid ein. Sie
erhalten sie selbstverständlich zurück. Alternativ können Sie auch Ihre
Telefonnummer hinterlassen, um
eine Abholung oder ein Gespräch zu
vereinbaren. Dorothee Haentjes
Holländer, Silvia Link
Mit Pützchener Gemeindemitgliedern aufgeführt: die biblischen Geschichten
„Lasset die Kinder zu mir kommen“ und die Abendmahlsszene.
Wer erkennt noch darstellende Personen?
Der Ökumenetreff lädt ein
Pater George stellt sich und die Arbeit des neuen Seelsorgeteams „Am Ennert“ vor
Dienstag, 26. April, 20.00 Uhr, Gemeindezentrum Nommensen-Kirche
Das Verhältnis von Kirche und Polizei
Referent: Gerd Mainzer, Leiter Polizeiwache Ramersdorf
Dienstag, 31. Mai, 20.00 Uhr, Gemeindezentrum Nommensen-Kirche
Ökumenisches Singen mit Hubert Arnold, Kantor der Ev. Kirchengemeinde Beuel
Dienstag, 20. September, 20.00 Uhr, Gemeindezentrum Nommensen-Kirche
Integration von Flüchtlingen in die Arbeitswelt
Referent: Manfred Kusserow, stellv. Leiter der Agentur für Arbeit Bonn/Rhein-Sieg
Mittwoch, 26. Oktober, 20.00 Uhr, Pfarrzentrum St. Adelheid
22
Nachruf
Professor Elmar Hillebrand: Seine sakrale
Kunst bringt Gott den Menschen nah
Am 8. Januar 2016 verstarb der Kölner Bildhauer Professor Elmar Hillebrand. Er wurde 90 Jahre alt. Neben
dem Architekten Karl Band prägte
Elmar Hillebrand als Künstler in ganz
maßgeblicher Weise das heutige
Erscheinungsbild der Wallfahrtskirche St. Adelheid in Pützchen. Das
Portal, der Altar und die Plastik des
„Christus in der Kelter“ auf dem Taufbecken sind die ersten Arbeiten, die
er für St. Adelheid schuf. Für die Seitenaltäre und die zahlreichen weiteren Ausstattungs-Elemente brachte
er im Lauf der Zeit seine Kolleginnen
und Kollegen der „Kölner Schule“
nach Pützchen.
Elmar Hillebrand war ein großartiger Künstler und gleichzeitig ein
äußerst bescheidener Mensch. Er
brauchte keinen Personenkult und
keinen Ruhm. Ein gelungenes Werk
war ihm Lob genug. Seine Werke
zeugen von tiefem Glauben und zugleich von großer Menschlichkeit.
Als ein Schöpfer sakraler Kunst
wurde Elmar Hillebrand zu einem
Mittler zwischen Gott und dem Betrachter: Aus seinem Dasein als
Mensch heraus nahm er die Botschaft Gottes auf und übersetzte
sie in Bilder. Durch sie verdeutlicht
er, dass im Mittelpunkt dieser Botschaft und der Liebe Gottes immer
der Mensch steht.
Ein besonderes Zeugnis von Elmar
Hillebrands Gottesverständnis findet
der Betrachter im oberen Teil des
Altarretabels der Wallfahrtskirche.
Über den zahlreichen Heiligenfiguren des mittleren Teils, die Elmar
Hillebrand gemeinsam mit seinem
Freund Theo Heiermann schuf, blickt
nicht etwa Gott im Bild des Allwissenden Auges herab. Sondern es ist
ein Paar Hände, das sich dem Gläubigen anbietet: die Hände Gottes.
Detail aus dem Altarretabel in St.
Adelheid: Gottes Hände
Elmar Hillebrand war ein begeisterter Vater. Acht Kinder zog er zusammen mit seiner Ehefrau groß. Natürlich war ihm klar, dass Kinder auch
das wachende und wachsame Auge
des Vaters brauchen. Vor allem aber
brauchen sie Hände, die ihnen immer wieder angeboten werden; Hände, die leiten; Hände, die hilfreich
sind, Hände, die schützen und Hände, die geben. So zeigt Elmar Hillebrand uns Gott als vor allem eins: als
liebevollen Vater.
Elmar Hillebrands Gottvertrauen
und die Liebe zu seiner Familie, die
ihn wiederum so liebevoll umsorgte,
haben ihm ein gesegnetes Alter beschert.
Von uns gegangen ist ein fabelhafter
Mensch und ein großer Meister.
Dorothee Haentjes-Holländer
23
Service
Gottesdienste in der Osterzeit
Samstag, 19. März
17.00 Uhr St. Adelheid
Familienmesse mit Palmweihe
18.30 Uhr Christ König
Vorabendmesse mit Palmweihe
21:30 Uhr St. Antonius
Messe (Bußgang)
Palmsonntag, 20. März
09.30 Uhr St. Adelheid
Palmweihe am Brünnchen, Prozession zur Kirche, Hl. Messe
09.30 Uhr St. Antonius
Hl. Messe mit Palmweihe
11.00 Uhr Christ König
Palmweihe auf dem Kirchplatz, Hl. Messe, mitgestaltet vom Kinderchor
Gründonnerstag, 24. März
10.30 Uhr Christ König
Wortgottesdienst der Kindergartenkinder
16.00 Uhr St. Adelheid
Gründonnerstagsliturgie für alle Kommunionkinder des Seelsorgebereichs
18.30 Uhr St. Adelheid
Abendmahlmesse
20.00 Uhr Christ König
Abendmahlmesse
21.45 Uhr Christ König
Komplet
20.00 Uhr St. Antonius
Abendmahlmesse
22.00 Uhr St. Antonius
Komplet
Karfreitag, 25. März
10.30 Uhr St. Adelheid
Kinderkreuzweg für die Kommunionkinder aus Pützchen und Holtorf
10.30 Uhr Christ König
Kinderkreuzweg
15.00 Uhr Christ König
Karfreitagsliturgie, mitgestaltet von der Choralschola anschl. Beichtgelegenheit
15.00 Uhr St. Adelheid
Karfreitagsliturgie, anschl. Beichtgelegenheit
15.00 Uhr St. Antonius
Karfreitagsliturgie, anschl. Beichtgelegenheit
Karsamstag, 26. März
21.00 Uhr St. Adelheid
Feier der Osternacht
21.00 Uhr Christ König
Feier der Osternacht, mitgestaltet von Sopranistin Sophia Linden und
Claudius Kroker (Orgel), anschließend Agape
21.00 Uhr St. Antonius
Feier der Osternacht, anschließend Agape
Ostersonntag, 27. März
09.30 Uhr St. Adelheid
Hl. Messe
09.30 Uhr St. Antonius
Hl. Messe
11.00 Uhr Christ König
Hl. Messe, mitgestaltet vom Kirchenchor
18.00 Uhr Christ König
Ostervesper
Osterfeuer auf den Marktwiesen
Ostermontag, 28. März
09.30 Uhr St. Adelheid
Hl. Messe, mitgestaltet vom Kantatenchor an St. Adelheid
09.30 Uhr St. Antonius
Hl. Messe
11.00 Uhr Christ König
Hl. Messe
Weißer Sonntag, 3. April
09.00 Uhr u. 11.00 Uh Christ König
Feiern der Erstkommunion, mitgestaltet vom Kinderchor
09.00 Uhr St. Adelheid
Feier der Erstkommunion
11.00 Uhr St. Antonius
24
Feier der Erstkommunion
Am Ostersonntag, dem 27. März, veranstaltet der Familienmesskreis St. Adelheid
mit Unterstützung der Jugend wieder ab 18
Uhr das Osterfeuer auf den Marktwiesen
in Pützchen. Es richtet sich ausdrücklich
an alle, die hier auch außerhalb des liturgischen Rahmens zu Ostern zusammenkommen wollen: Angehörige der drei Pfarreien
und der evangelischen Gemeinden, Familien mit Kindern, Bewohner aus der Nachbarschaft….
Weltjugendtag
Wir fahren nach Krakau!
Weltjugendtag – was ist das? Auf Initiative von Papst Johannes Paul II.
trafen sich am Palmsonntag im Jahr
1984 erstmals über 300.000 junge
Menschen aus aller Welt in Rom. Dies
löste so große Begeisterung bei den
Teilnehmern (und im Vatikan) aus,
dass der Papst das „Jahr der Jugend“
der Vereinten Nationen 1985 zum
Anlass nahm, den Weltjugendtag zur
festen Einrichtung zu erklären.
Seitdem gibt es alle zwei bis drei
Jahre einen internationalen Weltjugendtag (WJT), der jeweils in einem
anderen Land der Erde stattfindet:
Wir erinnern uns gern an den Sommer 2005, als das Erzbistum Köln
Gastgeber für die Jugend der Welt
war. Am WJT in Madrid (2011) nahm
eine Gruppe von acht Jugendlichen
aus unserer Gemeinde teil und war
begeistert: Die Begegnungen mit
Menschen aus vielen, auch exotischen und weit entfernten Ländern,
die großen Gottesdienste auf Plätzen
und Feldern, einmal den Papst von
Nahem zu sehen oder ihn „live“ spre-
chen zu hören – all dies gehört sicher
zu den Erlebnissen, die man nicht so
schnell vergessen wird.
In diesem Jahr findet der internationale Weltjugendtag vom 26. bis 31.
Juli im polnischen Krakau statt. Immer gehen dem WJT Tage der Begegnung voraus. Diese Tage finden
im ganzen Austragungsland statt In
diesem Jahr werden Jugendliche aus
dem Erzbistum Köln diese erste Woche (20.- 25. Juli) im Bistum Breslau
verbringen. Sie werden von dortigen
Gemeinden beherbergt und einen
Einblick in den Alltag und die Kultur
des Landes gewinnen können. Im An-
Fronleichnam in Holtorf
Die Freude über Jesus, der in der
geweihten Hostie den Menschen
nahe ist, dringt an Fronleichnam –
das althochdeutsche Wort bedeutet
Leib des Herrn – aus den Kirchenmauern heraus ins Freie. Deshalb
feiern wir den Gottesdienst auf dem
Kirchplatz, und der Priester trägt die
kostbare Monstranz mit der geweihten Hostie in feierlicher Prozession
mit der ganzen Gemeinde singend
und betend durch die Straßen. Dem
besonderen Gast zu Ehren werden
von den Anwohnern Fähnchen ge-
hisst und kleine Altäre mit Blumenschmuck vor den Häusern errichtet.
Es ist nun schon Tradition, dass die
drei Gemeinden in unserer Pfarreiengemeinschaft „Am Ennert“ das
Fronleichnamsfest gemeinsam feiern: mit einer Messfeier unter freiem
Himmel und anschließender großer
Prozession – in diesem Jahr in Holtorf, und zwar am Donnerstag, dem
26. Mai 2016.
Wir beginnen um 9.30 Uhr mit einer
feierlichen Heiligen Messe auf dem
Kirchplatz, anschließend zieht die
schluss reisen alle Teilnehmer nach
Krakau, wo dann auch Papst Franziskus zu den Jugendlichen sprechen
und mit ihnen den Abschlussgottesdienst feiern wird.
Jugendliche zwischen 16 und 30 Jahren sind herzlich eingeladen, mit uns
nach Polen zu fahren und in die ganz
besondere Atmosphäre des Weltjugendtags einzutauchen!
Begleitet wird die Fahrt (20.7. bis
31.7.2016) von unserem Kaplan Pater Pious CMI und Frau Andrea Honecker, die Kosten betragen 400€ pro
Person. Informationen und Anmeldung in den Pfarrbüros
Prozession durch Holtorf. Die Wegstrecke führt über die Guardinistraße zur Löwenburgstraße bis zum
Ortsende, dann links, am Waldrand
geradeaus bis zum Bolzplatz, wo
sich der Segensaltar befindet; von
dort geht es etwa 50 m zurück, dann
rechts in die Straße „Am Bolzplatz“.
Über die Saynstraße, die Weinheimstraße und die Burghofstraße
geht es zurück zum Kirchplatz, wo
der Schlusssegen erteilt wird. Bei
schlechtem Wetter findet die Messe
in der Kirche statt.
25
Kontakte
Für Sie da
Pater Tijo George Thannickal CMI, Pfarrverweser
Sprechzeiten: nach Vereinbarung
Pastoralbüro Christ König, Christ-König-Str. 15, 53229 Bonn-Holzlar, Mo, Mi u. Do: 9.00 bis 12.00 Uhr, Di: 15.00 bis 17.00 Uhr, Fr 9.00 bis 11.00 Uhr
Tel.: 481274 (Elke Bretschneider, Gudrun Stein)
E-Mail: [email protected]
Pater George Joseph CMI, Kaplan
Karmeliterstr. 6, 53229 Bonn-Pützchen
Tel.: 311414
E-Mail: [email protected]
Pater Pious Alex CMI, Kaplan
Löwenburgstr. 144a, 53229 Bonn-Niederholtorf
Tel.: 71010644
E-Mail: [email protected]
Diakon Albert Krämer, Subsidiar
Oberdorfstr. 20a, 53225 Bonn (Geislar),
Tel.: 62030286, E-Mail: [email protected]
Seelsorge-Notfallhandy
In dringenden seelsorgerischen Fällen ist unter Tel. 0176/ 280 40 299 Tag
und Nacht einer unserer Priester erreichbar.
Marita Hersam, Seelsorgebereichskirchenmusikerin
Tel.: 9088789,
E-Mail: [email protected]
26
Dr. Brigitte Linden, Vorsitzende des
Pfarrgemeinderats
Tel.: 484945,
E-Mail: [email protected]
Dr. Martin Utsch, Stv. Vorsitzender
des Kirchengemeindeverbands
Tel.: 9485203,
E-Mail: [email protected]
Gestern und heute
Kreuzwegstationen
von Klaus Balke wiedergefunden
Dem aufmerksamen Betrachter wird
nicht entgangen sein, dass seit der
letzten Renovierung der Pützchener Pfarrkirche im Jahr 2005 drei
der Kreuzwegstationen nur noch
leere Tafeln waren. Indes wurden
beim Sichten und Sortieren der zahlreichen Kisten und Unterlagen im
Pfarrhauskeller und dem ehemaligen Küsterhaus Ende letzten Jahres
die drei fehlenden Kreuzwegstationen unserer Pfarrkirche gefunden.
Geschaffen hat die Tafeln der Künstler Klaus Balke (*1929), der an den
Kölner Werkschulen Bildhauerei
und sakrale Malerei studierte. Weitere interessante Einzelheiten über
die Kreuzwegtafeln und den Künstler lassen sich in dem Kunstband
von Dorothee Haentjes-Holländer
„Die Wallfahrtskirche St. Adelheid
am Pützchen – Entdeckung eines
Kunstraums“ nachlesen, der über
das Pfarrbüro St. Adelheid zu beziehen ist.
Nun ist der Kreuzweg mit der Station
XII (Jesus stirbt am Kreuz), Station
XIII (Jesus wird vom Kreuz abgenommen und in den Schoß seiner
Mutter gelegt) und der Station XIV
(Der heilige Leichnam Jesu wird in
das Grab gelegt) wieder vollständig,
ein wertvoller Kunstschatz, nicht nur
für die Kunstwelt, sondern auch für
unsere Gemeinde.
Der Kreuzweg hat für uns Christen
eine besondere Bedeutung. In ihm
wird der Leidensweg Jesu von der
Verurteilung bis zur Kreuzabnahme
nachgebildet. Erst ab Beginn des 18.
Jahrhunderts begann man damit,
Kirchenwände mit Kreuzwegbildern
zu behängen. Die Kreuzwegandacht
wird in der Fastenzeit und v.a. am
Karfreitag gehalten. Die heute gültige Andacht beinhaltet insgesamt
14 Stationen, die auf eine Tradition
in Jerusalem zurückgehen. Dort erinnert die Via Dolorosa, die Schmerzensstraße, an den Weg, auf dem
Jesus das Kreuz aus der Stadt auf
die Anhöhe Golgotha getragen hat.
Inzwischen befinden sich die leicht
beschädigten Tafeln bei Klaus Balke,
der sie wie oben erwähnt geschaffen
hat. Wir sind sehr dankbar, dass er
zugesagt hat, sie zu restaurieren.
Denn wer könnte es besser als er?!
Nun hoffen wir sehr, dass sie spätestens zum Karfreitag wieder an dem
ihnen bestimmten Platz in der Wallfahrtskirche St. Adelheid hängen.
Silvia Link
27
Trommelreise der MISEREOR-Aktion „Kinder erleben die Eine Welt“ – im
Pfarrzentrum Pützchen
Feijoada-Essen in Christ König –
immer ein Genuss
De jecke Wiever vom hellije Tünn
(kfd Holtorf) in Aktion
Die Pänz von Christ König im
Schlumpf-Look
Die Chorgemeinschaft Holtorf als
Singvögel
Nette Kaffeerunde mit den neuen Nachbarn
Die eifrigen Sternsinger von St.
Adelheid
Die Fastengruppe am Einführungsabend