Continental legt Zielquoten und –fristen fest

Gesetzliche Frauenquote in Deutschland:
Continental legt Zielquoten und –fristen fest
Bereits vier Jahre vor der gesetzlichen Regelung haben sich die 30 DAX-Unternehmen
eigeninitiativ Ziele gesetzt, die auch weiterhin konsequent verfolgt werden. Da sich die
Rahmenbedingungen in den Unternehmen erheblich unterscheiden, differieren die Ziele je nach
Branche, strategischer Ausrichtung und Organisationstruktur. Über den Fortschritt berichten die
Dax-Unternehmen jährlich transparent in ihrem Statusbericht. Continental hat sich in dem
Rahmen dazu verpflichtet, den Anteil von Frauen in Führungspositionen konzernweit bis 2020 auf
16 Prozent zu steigern.
Die Zielwerte der bisherigen DAX-Selbstverpflichtung sind nicht vergleichbar mit den gesetzlich
vorgegeben Zielen. Die Ziele im DAX-Statusbericht, die bereits 2011 festgelegt wurden, haben in
der Regel einen anderen Betrachtungshorizont, den jedes Unternehmen individuell und
passgenau zu den Organisations- und Steuerungsstrukturen im Haus gewählt hat. Oft wird damit
eine breitere Management-Pipeline in den Blick genommen, die auch zur künftigen Erreichung
ambitionierter Ziele für den Vorstand und die Ebenen darunter erforderlich ist.
Die Unternehmen werden in ihrer Berichterstattung weiterhin die Ergebnisse aus der
Selbstverpflichtung mit ihrem nationalen und internationalen Ansatz sowie ergänzend die Daten
aus dem deutschen Gesetz veröffentlichen.
Regelungen bei Continental
Der Continental-Konzern kommt seinen Pflichten aus dem deutschen „Gesetz zur Frauenquote“
nach, das am 1. Mai 2015 in Kraft getreten ist: Das führende Technologieunternehmen hat
Zielgrößen für den Frauenanteil bei seinen deutschen Konzerngesellschaften festgelegt, für die
das Gesetz gilt. Continental ist international aufgestellt und verfolgt deshalb über das deutsche
Gesetz hinaus das Ziel, im Konzern weltweit den Frauenanteil in Führungspositonen
kontinuierlich zu erhöhen. In der DAX-Selbstverpflichtung hat Continental sich darauf festgelegt,
den Anteil von Frauen in Führungspositionen (sogenannte Senior Executives und Executives) bis
2020 auf 16 Prozent zu steigern. Aktuell liegt der Anteil bei über 10 Prozent (10,2 Prozent im Q2
2015 weltweit).
Das globale Ziel von einem Anteil von 16 Prozent wurde bei Continental bereits 2010 festgelegt,
der Anteil lag da bei rund 7 Prozent (7,5 Prozent), und wird seitdem konsequent verfolgt. Denn
ein Unternehmen besteht am Markt und hat Erfolg, wenn es Kundenbedürfnisse (er)kennt, im
besten Fall Bedarf weckt und darauf schneller, besser und/oder günstiger als der Wettbewerb
reagiert. Continental setzt auf Diversity, denn dieser Management-Ansatz ermöglicht es, marktund kundenorientiert handeln zu können und wettbewerbsfähig zu bleiben: Alle Strömungen und
die Vielfalt der Marktrealitäten können so ideal im eigenen Unternehmen abgebildet werden. Ziel
ist es deshalb, das Personal mit Blick auf aktuelle wie künftige internationale Markterfordernisse
entsprechend divers aufzustellen. So kann Continental aus Sicht der Kunden im Vergleich zu den
Wettbewerbern bestehen. Darüber hinaus wird Continental im Streben nach den besten Köpfen
als bevorzugter, attraktiver und fortschrittlicher Arbeitgeber bei Mitarbeitern, Bewerbern und in
der Öffentlichkeit wahrgenommen.
„Bei Continental ist es eine wichtige Aufgabe unserer Führungskräfte, Diversity mit Leben zu
füllen. Nur so können wir alle personellen Potenziale heben. Es ist für uns ein Erfolgsfaktor und
ein wichtiger Faktor, um unser Unternehmen zukunftsfähig zu machen. Wir fordern Diversity als
Führungsverantwortung aktiv ein“, betont Continental-Personalvorstand Dr. Ariane Reinhart. „Wir
haben einen sehr genauen Blick auf unsere weiblichen Talente weltweit und legen besondere
Aufmerksamkeit auf die Realisierung der Entwicklungspläne. Parallel werden seit Mai 2015 alle
Executive-Stellen weltweit intern ausgeschrieben, um die Transparenz zu erhöhen. Darüber
hinaus überprüfen wir die Anforderungsprofile aller TOP-Positionen, um hier eine bessere
-2Durchlässigkeit zu erreichen. Für uns zählt der ‚Best-Fit‘: Passt die Kandidatin oder der Kandidat
auf die Position und die Position zur Kandidatin bzw. zum Kandidaten“, erläutert Reinhart weiter.
Gesetz zur Frauenquote in Deutschland
Die für die Continental AG festgelegten Zielgrößen und –fristen sehen wie folgt aus:
Vorstand
Erste Führungsebene
Zweite Führungsebene
Bereits erreichter Anteil
11%
17%
> 30 %
Frist
31.12.2016
31.12.2016
31.12.2016
Zielgröße
11 %
17 %
> 30 %
Auch für die durch das Gesetz erfassten 16 deutschen Konzerngesellschaften wurden Ziele
definiert. Dabei wurde die erste Frist ebenfalls auf den 31.12.2016 festgelegt. Die Zielgrößen
entsprechen in dieser ersten Frist in der Regel mindestens den bereits erreichten Anteilen. Dieser
liegt bei durchschnittlich 22 Prozent in den Aufsichtsräten und 10 Prozent in den
Geschäftsführungen bzw. Vorständen (jeweils ohne Continental AG). Für die ersten beiden
Führungsebenen unterhalb des Vorstandes bzw. der Geschäftsführung liegt der bereits erreichte
Anteil im Schnitt bei 14 Prozent.
Wir gehen davon aus, dass wir mit unserer systematischen Förderung von Frauen, den Anteil in
den Aufsichtsräten und Vorständen/Geschäftsführungen der vom Gesetz erfassten
Konzerngesellschaften bis Ende 2021 auf rund 25 Prozent steigern können. Im gleichen Zeitraum
erwarten wir einen Frauenanteil in den obersten beiden Führungsebenen der durch das Gesetz
erfassten Konzerngesellschaften von rund 16 Prozent.