Teil 36: Jesus tat Gottes Willen

Teil 36: Jesus tat Gottes Willen
Dieser Artikel ist eine Übersetzung der Abschrift der Audiobotschaft Jesus Did God’s Will von Zac
Poonen. Er ist Teil der Serie Christliche Grundlehren, einem Satz von 72 kurzen Botschaften über
grundlegende christliche Wahrheiten.
Wir möchten heute etwas mehr darüber nachdenken, wie Jesus Christus unser Vorbild ist,
um ein heiliges Leben zu führen, damit dein Leben als Christ nicht mehr länger von Sünde
besiegt sein muss.
In der Nacht, bevor er gekreuzigt wurde, machte Jesus gegenüber seinen Jüngern eine
erstaunliche Aussage. Er meinte, was er sagte. Und wenn wir ernst nehmen, was er sagte,
und nicht verstehen, was er gesagt hat, dann werden wir nach Verständnis streben, weil es
hier eine tiefe Bedeutung geben und etwas Wichtiges geben muss. Wir lesen davon in
Johannes 14,12, Jesus machte zwei Aussagen. Er sagte: „Wer an mich glaubt“, und das trifft
also auf alle Gläubigen zu, „der wird die Werke auch tun, die ich tue …“. „Wer an mich
glaubt“, das trifft auf jeden Christen zu. Er hat nicht spezifisch auf die Apostel gezeigt und
gesagt, „ich gebe euch diese Kraft.“ Nein, es gilt für alle, die an ihn glauben – siehe
Johannes 14,12. Wem gilt das? Nun, wenn du jemand bist, der an ihn glaubt, dann gilt das
für dich. Und was sagte er? „Wer an mich glaubt, der wird die Werke, die ich tue, auch tun.“
Mit anderen Worten, Jesus sagte – höre nun gut zu –, dass du die Werke tun kannst, die
Jesus getan hat. Ist das wahr oder nicht? Nun, entweder sagte Jesus die Wahrheit oder er
erzählte eine Lüge. Ich glaube, dass er die Wahrheit sagt. Er hat nie eine Lüge erzählt. Er
nimmt uns nicht auf den Arm. Er meint wirklich, dass wir die Werke tun können, die er tat.
Und dann sagte er: „… und er wird noch größere Werke tun als diese, denn ich gehe zum
Vater.“ Was bedeutet das? Was waren die Werke, die Jesus tat? Wir denken sofort daran,
dass er die Toten auferweckte, 5000 Menschen speiste, auf dem Wasser wandelte. Das
waren einige der Werke, die er tat, aber er tat noch eine Menge anderer Werke. Er legte z.B.
seine Arme um einen Aussätzigen, er tröstete Menschen, die geisteskrank waren, er vergab
der Frau, die beim Ehebruch ertappt wurde und vergab denen, die ihn Beelzebub, den
Obersten der Teufel, nannten. Diese Dinge sehen nicht so spektakulär aus, aber dies waren
auch Werke, die er tat.
Was meinte er mit den Werken, die er tat? Können wir einen Ausdruck verwenden, um alle
Werke zusammenzufassen, die er tat? Ja, er gehorchte dem Willen seines Vaters. Er tat den
Willen des Vaters. Das sind die Werke, die er tat. Wenn sein Vater wollte, dass er auf dem
Wasser wandelte, dann wandelte er auf dem Wasser. Wenn sein Vater wollte, dass er seinen
Arm um einen Aussätzigen legte, dann tat er das. Wenn sein Vater wollte, dass er einer Frau
vergeben sollte, die beim Ehebruch ertappt worden war, dann tat er das. Wenn der Vater
wollte, dass er die Füße seiner Jünger wusch, dann tat er das. Seine Werke waren Werke
des Gehorsams gegenüber dem Vater. Nicht bloß Wunder.
Wenn er also sagte, dass wir dieselben Werke tun können, meinte er, dass wir auch dem
gehorchen können, was immer der Wille des Vaters für uns ist. Wenn es nun nicht der Wille
Gottes für dich ist, die Toten aufzuerwecken, dann kannst du die Toten nicht auferwecken.
Das ist alles. Der Mensch ist zum Mond geflogen. Aber als Jesus auf Erden war, flog er nicht
zum Mond, weil es nicht der Wille des Vaters war, dass er zum Mond flog. Er reiste nicht
einmal nach Rom, geschweige denn zum Mond. So sehen wir, dass es keine Frage der
Leistung ist. Wenn es für dich der Wille des Vaters ist, mit fünf Brotlaiben und zwei Fischen
5000 Menschen zu speisen, dann kannst du das tun. Der Punkt ist: Was ist der Wille des
Vaters? Was immer der Wille des Vaters für Jesus war, das tat er. So speiste er 30 Jahre
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lang nie 5000 Menschen, noch wandelte er auf dem Wasser, noch weckte er irgendeine
Person von den Toten auf, noch heilte er einen Kranken, weil es nicht der Wille des Vaters
war. Aber er tat in diesen 30 Jahren trotzdem den Willen des Vaters. Kurz zusammengefasst
könnten wir sagen, dass die Werke, die Jesus tat, Werke des Gehorsams gegenüber dem
Willen seines himmlischen Vaters waren. Und wenn er sagt, dass du die Werke, die ich tue,
auch tun kannst, dann bedeutet das – höre gut zu – dass alles, was Gottes Wille für dein
Leben ist, getan werden kann. Ganz bestimmt. Und wie hat Jesus all das getan? Er tat es
durch die Kraft des Heiligen Geistes. Als die Jünger am Pfingsttag mit der Kraft des Heiligen
Geistes erfüllt wurden, wie wir in Apostelgeschichte 2 lesen, erhielten sie Kraft wozu? Sie
erhielten die Kraft, um dieselben Werke des Gehorsams zu tun, die Jesus tat. Das bedeutet
es, den Willen des Vaters zu tun. Wenn der Vater wollte, dass sie die Kranken heilten, dann
konnten sie es tun. Wenn er wollte, dass sie Tote auferweckten, dann konnten sie es tun.
Als der Heilige Geist kam und sie erfüllte, empfingen sie Kraft, um die Werke zu tun, die
Jesus getan hatte. Was bedeutet es, wenn es in Johannes 14,12 heißt, dass sie größere
Werke tun würden als er? Das bezieht sich darauf, andere Menschen in dieses Leben zu
führen, „weil ich zum Vater gehe“, wie er sagte. Was würde geschehen, wenn Jesus zum
Vater ginge? Er würde den Heiligen Geist senden. Der Heilige Geist würde nach dem
Pfingsttag kommen und in den Herzen der Menschen wohnen können, und das würde
Menschen befähigen, in dieses Leben zu kommen.
Ich möchte euch ein Beispiel geben. Nachdem er zu seinen Jüngern 3 ½ Jahre gepredigt
hatte, konnte Jesus nicht einmal zwei von ihnen eins machen. In Johannes 17 betete Jesus,
dass sie eins sein mögen, so wie der Vater und der Sohn eins sind. Aber sie waren nicht
eins. Sie strebten alle nach dem höchsten Platz. Sie dachten darüber nach, wer von ihnen
der Größte wäre. Nun, wenn 12 Menschen darüber nachdenken, wer von ihnen der Größte
ist, alle 12 von ihnen, dann sind sie gewiss nicht eins. Sie sind gespalten. Aber heute stellen
wir fest, dass wir in der Lage sind, auf eine solche Weise zu predigen, dass Menschen eins
werden können. Und selbst wenn heute nur zwei Menschen eins werden, ist das ein größeres
Werk als Jesus in seinem ganzen Leben getan hat. Aber es ist nicht deswegen, weil wir
größer als Jesus sind. Weit gefehlt. Weil er zum Vater ging, sandte er den Heiligen Geist. Als
Jesus auf Erden war, konnte der Heilige Geist nicht in die Herzen dieser Jünger kommen.
Wenn er in die Herzen dieser Jünger gekommen wäre, dann wären sie eins geworden. Aber
nach dem Pfingsttag ist der Heilige Geist gekommen und so ist die Möglichkeit, mehr zu
erreichen, größer, weil der Heilige Geist nun in die Menschen kommt und in ihren Herzen
wohnt. So sehen wir, dass der Zweck Gottes, uns mit dem Heiligen Geist zu erfüllen, welcher
ist? Damit wir die Werke tun können, die Jesus tat oder mit anderen Worten, damit wir den
Willen Gottes tun können. Das ist also das Leben, das Gott uns in diesem neuen Bund, den
Gott mit dem Menschen gemacht hat, durch die Kraft des Heiligen Geistes anbietet.
Ich möchte, dass ihr jetzt Römer 8,3-4 aufschlagt, diese wunderbaren Verse, die uns sagen,
was Gott für uns tun kann. Das ist sehr praktisch. Ich glaube, dass uns die ganze Bibel zum
praktischen christlichen Leben gegeben wurde. Sie ist nicht in erster Linie zum
Theologiestudium bestimmt, sie ist für das praktische christliche Leben bestimmt. Was lesen
wir in Römer 8,3-4: „Was das Gesetz auf Grund der Schwachheit des Fleisches nicht tun
konnte, das tat Gott.“ Was war es, was das Gesetz nicht tun konnte? Das Gesetz konnte
mich nicht innerlich reinigen. Das Gesetz konnte mich nicht befähigen, Sünde in meinem
Herzen zu überwinden. Es konnte mir nur helfen, äußerliche Sünden zu überwinden. Wie hat
Gott das getan? Er sandte seinen Sohn in der Gestalt des sündigen Fleisches. Das bedeutet,
so wie wir sind, aber ohne Sünde. Er kam nur in der Gestalt des Fleisches, nicht in unser
sündiges Fleisch, sondern in der Gestalt des sündigen Fleisches. Und als Opfer für die Sünde
gab er seinen Leib auf Golgatha als ein Sündopfer hin, und dort verurteilte Gott unsere
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Sünde im Fleisch Jesu. Wir lesen das in Römer 8,3. Und warum tat Gott das? Damit jetzt die
vom Gesetz geforderte Gerechtigkeit erfüllt würde – das Gesetz, das in Römer 7,7 sagte:
„Du sollst nicht begehren“. Das Gegenteil von „du sollst nicht begehren“, ist du sollst lieben.
Das Gegenteil von „du sollst nicht gelüsten“ ist, du sollst lieben. Dieses gerechte Erfordernis
des Gesetzes kann nun in uns erfüllt werden. Das Erfordernis des Gesetzes, von Reinheit,
von Heiligkeit, kann nun in uns erfüllt werden, wenn wir in der Kraft des Heiligen Geistes
wandeln. Zu diesem Zweck ist Jesus für uns gekommen.
Das ist die Bedeutung von Jesu Kommen auf die Erde, von seinem Sterben und der Gabe
des Heiligen Geistes. Gott hat nicht versprochen, uns auf dieser Erde sündenlos vollkommen
zu machen; es gibt niemanden auf der Erde außer Jesus Christus, der in sündenloser
Vollkommenheit gewandelt ist. Nicht Paulus, niemand. Aber die Bibel sagt, dass wir uns nach
Vollkommenheit ausstrecken sollen. Jesus kam ohne Sünde und daher führte er ein
sündenloses, perfektes Leben. Aber in uns, in unserem Fleisch, gibt es so viel unbewusste
Sünde, so viel Verdorbenheit, weil wir so viel in Sünde gewandelt sind. Wir können in
unserem ganzen Leben hier auf Erden niemals sündenlos vollkommen sein. In der Tat sagt
Johannes: „Wenn jemand sagt, dass er ohne Sünde ist, dann betrügt er sich selbst und
erzählt eine Lüge.“ Aber wir können uns nach Vollkommenheit austrecken, wie es in Hebräer
6,1 heißt, und immer mehr an Heiligkeit zunehmen.
Nimm beispielsweise unsere Sprache. Jesu Sprache war vollkommen rein. Kein schmutziges
Wort ging je über seine Lippen. Kein nutzloses Wort, kein unwahres Wort. Er sagte immer
die Wahrheit. In seinem Munde war kein Betrug. Man konnte Jesus nicht in nutzlose
Gespräche verwickeln. Man konnte Jesus nicht in Diskussionen über Böses, das andere
Menschen betraf, verwickeln. Nein, seine Gesinnung war rein. Er benutzte materielle Dinge,
aber er liebte sie nicht. Seine Heiligkeit war innerlich. Es war keine äußerliche Heiligkeit, die
sich in Essen oder einer speziellen Art von Kleidung oder durch Umgang mit heiligen Leuten
offenbarte. Noch war es eine Heiligkeit, die sich darin ausdrückte, wie ein Einsiedler in der
Wüste zu leben. Nein, er lebte inmitten von anderen Menschen. Er arbeitete wie andere
Menschen, er trug dieselbe Art von Kleidung, die andere trugen. Er aß und trank genauso
wie die anderen. Er genoss die guten Dinge, die Gott dem Menschen zum Genießen gegeben
hat. Und doch war er in seiner Reinheit in Bezug auf das Essen nicht maßlos. Er war in
seinem Kleidungsstil nicht von Modetrends bestimmt. Er verkehrte nicht nur mit religiösen
Menschen, er verkehrte auch mit Sündern.
Das ist Jesu Heiligkeit. Es war ein Leben von Reinheit. Das nicht nur darin bestand, Sünde zu
meiden, sondern alles zu meiden, was unnötig und verschwenderisch ist. Und hier hat er uns
ein Beispiel davon gegeben, was wahre Heiligkeit ist. Die Bibel sagt, der Heilige Geist sagt,
das ist eine wunderbare Verheißung in 2. Korinther 3,18, nimm diesen Vers zum Schluss und
sage: „Herr, verwandle mich in das Ebenbild Christi, erfülle mich mit dem Heiligen Geist.“
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