Internationaler

200. Ausgabe · ZKZ 48734 · Unkostenbeitrag 1 Euro (Für Mitglieder kostenlos)
Seite 1 GBM aktuell
Seite 3 GBM-gratuliert
Seite 4 aus den Ortsverbänden
Seite 6 Kultur
Monatszeitung der Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde e. V. Ronald Paris
Foto: Wolfgang Lücke
Charons Boot im
Mittelmeer 2015 .
Öl auf Leinwand
100 x 120 cm
Gleichzeitig sei auf zwei Aus­stellungen hingewiesen:
„Ronald Paris in Wartenberg“ im Bürgerschloss Hohenschön­hausen, Hauptstr. 44,
13055 Berlin, Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 9–16 Uhr
„Dialog mit der Landschaft“ im Bürgerhaus „Hanns Eisler“, Eichenallee 12,
15711 Königs Wuster­hausen, Eröffnung am 1. April 2016 um 19 Uhr
Der Maler, den Dr.
Peter Michel zu den
Künstlern zählt, die
vor 1989 das Erscheinungsbild der Künste
der DDR prägten,
gehört zu jenen Malern
und Grafikern, die aus
innerer Überzeugung
Realisten waren und
geblieben sind. Mit
diesem Bild, das dem
Flüchtlingssterben
auf dem Mittelmeer
gewidmet ist, greift der
Maler aus aktuellem
Anlass auf die griechische Mythologie zurück
und nutzt sie für sehr
zeitgemäße Aussagen.
Wer sich näher mit diesem Bild beschäftigen
will, findet im Heft Nr.
35 der Schriftenreihe
des Arbeitskreises Kultur der GBM (gegen
eine Spende in der Geschäftsstelle der GBM
erhältlich) ausführliche Erläuterungen von
Dr. Peter Michel.
Internationaler
g
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t
n
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Fr
Der Vorstand der GBM und die Redaktion der „akzente“
gratulieren allen Frauen herzlich zum 8. März, ihrem
internationalen Kampf- und Feiertag. Mit dem symbolischen Blumenstrauß danken wir ihnen für die Leistungen
in der Familie, im Beruf und bei der Erfüllung vielfältiger
gesellschaftlicher Verpflichtungen.
März 2016
In eigener Sache
Am 9. März wird der Vorstand
der GBM die nächste ordentliche Delegiertenkonferenz für
den 31. Mai nach Berlin einberufen. Die Ortsverbände sind
aufgerufen, ihre Vertreter für die
Teilnahme an dieser wichtigen
Beratung zu benennen. Es geht
um die Diskussion und Festlegung von Aufgaben und Maßnahmen für die weitere Arbeit
unserer Gesellschaft.
Der Vorstand erwartet eine Weichenstellung für die Entwicklung der GBM in den nächsten
Jahren.
Uns sind die Probleme bewusst,
die unsere Tätigkeit und unsere
Wirksamkeit erschweren.
Da ist zunächst der „demografische Faktor“, der umschreibt,
dass unsere Mitglieder immer
älter werden, was erfreulich
ist, aber auch bedeutet, dass es
die physischen Kräfte oft nicht
mehr zulassen, so aktiv wie früher zu sein. Das zeigt sich besonders in den Flächen-Ortsverbänden. Deshalb ist es in vielen
Ortsverbänden bereits bewährte
Praxis, Veranstaltungen gemeinsam mit befreundeten Organisationen wie GRH, ISOR und
den Rotfuchs-Regionalgruppen
durchzuführen. Damit werden
auch die Kräfte für gemeinsame
Aktionen gebündelt.
Nach Auffassung des Vorstandes, die von vielen Mitgliedern
geteilt wird, ist die Existenz der
GBM heute genau so notwendig
wie zur Zeit ihrer Gründung vor
25 Jahren. Dafür sprechen vor
allem folgende Gründe:
– Die Durchsetzung der
Menschenrechte in der BRD
und die Umsetzung der
Beschlüsse der UN auf
diesen Gebieten sind aufmerksam zu überwachen.
(Fortsetzung auf Seite 2)
akzente Rezension
2
Buchempfehlung
„Künstler in der Zeitenwende“
von Peter Michel
Wenn ich über Künstler oder Kunstepochen
nachlesen möchte, greife ich gern zu Literatur
aus DDR-Zeiten oder zu Werken von Autoren,
die ihr Wissen in sozialistischen Zeiten erwarben, vorausgesetzt, sie blieben deren Werten
treu. Bei Peter Michels lange angekündigtem
Buch konnte ich mir da völlig sicher sein.
Die 78 Miniaturen des neuen Buches, ausschließlich Erinnerungen an persönliche, oft langjährige
Bekanntschaften und Freundschaften, umfassen
überwiegend Maler, Bildhauer und Grafiker,
aber auch Könner der angewandten Künste und
des Wortes aus dem In- und (auch nichtsozialistischen) Ausland. Im Buch widerspiegeln sich Peter Michels profundes Wissen über europäische
Geschichte, Kunstgeschichte sowie sein großer
Erfahrungsschatz als Begleiter der Kunstentwicklung der DDR in ihren Ansprüchen, ihrer
Kontinuität und den Widersprüchen. Die vielen
Künstler, die er begleitete, unterstützte und unterstützt er durch sehr viel Einfühlungsvermö-
gen und eine fast unendliche Toleranz gegenüber
ihren unterschiedlichen Handschriften, die sich
dem des „Lesens“ von Bildern ungeschulten
Menschen oft schwerer erschließen als Werke
der Literatur oder des Theaters. Dabei bleibt er
der realistischen Kunst verpflichtet, ihren humanistischen Ansprüchen, dem Bewahrenswerten,
den revolutionären Kämpfen in der Geschichte,
der Schönheit, dem Frohsinn. „Reine Malerei“
mit ihrer Inhaltsleere, die allein in der BRD offizielle Förderung erfährt, lehnt er als Marxist
ab. Das Persönliche in der Beziehung zwischen
Peter Michel, seiner Frau und den Künstlern, das
Erfahren derer Lebensgeschichten, ermöglicht
es Peter Michel, Charakterzüge, Temperament
und die geistige Haltung hinter den Werken zu
ergründen und dem Leser nahezubringen. Dieses
„Dahinter“ ist es, was hilft, Kunstwerke besser
zu verstehen oder überhaupt erst zu begreifen.
Das Buch ist ein wunderbares Nachschlagewerk
im weiteren Sinne, es erweitert Wissen über und
Gefühl für Kunst, also den eigenen kulturellen Horizont, und ist darüber hinaus
sehr gut gestaltet. Die Miniaturen lesen
sich flüssig, jede einzelne weckt Neugier
auf mehr. Neben einem Porträt ist von jedem Künstler ein Werk abgebildet. Armin
Stolper stellte einen Prolog vornan.
Viele der Künstler sind bereits verstorben,
Peter Michel ist einer der letzten, der an
sie erinnert. Sein Buch kann dazu beitragen, dass deren Werke bleiben.
Martina Dost
Peter Michel
Künstler in der Zeitenwende
Das Buch ist erschienen im
Verlag Wiljo Heinen, 2016
ISBN: 978-3-95514-906-2 | 38 Euro
– Noch immer gibt es in unserem Land
keine Rentengerechtigkeit und die
Altersarmut nimmt rasant zu.
– Die Menschenrechte gelten nicht nur
für die Bürger der BRD, sie gelten auch
für die Menschen, die aus den verschiedensten Gründen ihre Heimat verlassen
mussten und bei uns um Asyl suchen.
– Frieden ist ein Menschenrecht!
Die Regierenden der BRD tun nichts
dafür, sondern tragen mit Rüstungs­
exporten und Entsendung der Bundes-­
wehr dazu bei, dass in vielen Ländern
Krieg geführt wird.
– Das Wirken des Arbeitskreises Kultur,
der eine Vielzahl von Ausstellungen –
besonders auch mit Werken von Künstlern
der DDR – und Lesungen organisiert hat,
leistete und leistet einen wesentlichen
Beitrag dafür, dass die Werte der DDRKultur nicht in Vergessenheit geraten.
– Der Arbeitskreis Kultur- und Bildungs­
reisen macht es möglich, dass sich bei
den von ihm organisierten Ein- und Mehrtagesfahrten Gleichgesinnte treffen und
diese Veranstaltungen nicht nur nutzen,
schöne Landschaften und Sehenswürdigkeiten kennen zu lernen, sondern auch
ihre Gedanken auszutauschen.
Die Situation in der GBM ist derzeitig noch
dadurch komplizierter geworden, dass unser
Vorsitzender Karl-Heinz Wendt aus gesundheitlichen Gründen seine Aktivitäten ruhen
lassen muss. Wir wünschen ihm auf diesem
Wege gute Besserung und die Stabilisierung
seines Gesundheitszustandes! Trotzdem gehen wir optimistisch an die Vorbereitung unserer Delegiertenkonferenz und sind bemüht,
die Kräfte und Mittel der GBM weiterhin so
wirksam wie möglich einzusetzen.
Wir wollen mit unseren Aktivitäten ausstrahlen und helfen, dass unsere Mitglieder, Sympathisantinnen und Sympathisanten besser
den Herausforderungen unserer Zeit entsprechen können.
akzente GBM gratuliert
3
Gelungener Start
ins neue Jahr
Und der Himmel hing voller Geigen nicht nur
beim Neujahrskonzert im schönen Vogtlandtheater in Plauen, einem Werk des SemperSchülers Arwed Roßbach, sondern auch in der
Berggaststätte „Heiterer Blick“ oberhalb von
Markneukirchen, in die wir auf unserer Rundfahrt durch das Obere Vogtland einkehrten. Die
Tour führte uns zuerst zum Raumfahrtmuseum
in Morgenröthe-Rautenkranz, wo wir mit einem Dokumentarfilm die Reise zur Internationalen Raumstation und zum Alltag der Kosmo- und Astronauten in der Schwerelosigkeit
„miterleben“ konnten. Der nachfolgende Besuch in der Musikinstrumente-Sammlung der
Familie Hüttel (vom Trichtergrammophon bis
zum Orchestrion eines Riesenrades) bot interessante Informationen und ungewöhnliche
Hörerlebnisse.
Plauen, das Hauptziel der Reise, lernten wir
bei einer Führung durch die Innenstadt und
den Besuch des Plauener Spitzenmuseums im
Alten Rathaus näher kennen.
Die abendlichen Zusammenkünfte im Hotel,
auch der Silvesterabend, boten vielfältige
Gelegenheiten für angeregte Gespräche, in-
Im Raumfahrtmuseum Morgenröthe-Rautenkranz
teressante Erlebnisberichte und zu engagiertem
Meinungsaustausch.
Es ist kaum zu glauben, dass bei diesem vollen
Programm für jeden noch genügend Zeit blieb –
auszuruhen oder auf eigene Faust die Stadt näher zu erkunden, der Weihnachtsausstellung im
Vogtlandmuseum und der Galerie e.o.plauen im
Erich-Ohser-Haus einen Besuch abzustatten.
Foto: Maria Michel
Die perfekte Vorbereitung und Organisation
durch Christiane und Hans Rentmeister, aber
auch der großartige Zusammenhalt der immerhin 50-köpfigen Gemeinschaft bescherten uns
ein paar unvergessliche Tage und die Vorfreude auf die nächste Silvesterreise, die uns in die
Lutherstadt Wittenberg führt.
Dr. Gertraude Sumpf
Wir beglückwünschen alle Jubilare des Monats
März 2016. Besonders herzlich grüßen wir
zum 95. Geburtstag
Christa Schilde, Dresden
zum 93. Geburtstag
Oskar Fischer, Schöneiche
Prof. Dr. Bernhard Groche,
Wandlitz
Lothar Kunke, Halle/Saale
Prof. Dr. Helmut Lilie, Bernau
Elisabeth Schrodetzki, Gera
Dorothea Sohns, Berlin
zum 92. Geburtstag
Lothar Spangenberg, Berlin
zum 91. Geburtstag
Wolfgang Ewert, Berlin
Dr. Hans Reichelt, Schöneiche
Edith Sande, Berlin
Willy Ziese, Altenburg
zum 90. Geburtstag
Fred Buchwald, Berlin
Lieselotte Fast, Berlin
Karl-Heinz Hardt, Berlin
Eberhard Heinrich, Berlin
Günter Imhof, Berlin
Erhard Müller,
Neuhausen/Spree
Gerhard Trölitzsch, Berlin
zum 89. Geburtstag
Wolfgang Bluhm, Berlin
Horst Kaminsky, Berlin
Walter Krutzsch, Berlin
Gisela Mook, Magdeburg
zum 88. Geburtstag
Walter Behn, Schwerin
Eva Brüggmann, Berlin
Heinz Hähle, Stollberg
Erwin Heger, Nauenhof
Dr. Günter Hennig, Berlin
Siegfried Möke, Berlin
Dr. Hella Müller, Berlin
Dr. Klaus Posseldt, Potsdam
Dr. Ingeborg Schöpe, Berlin
Horst Weihmann, Schwerin
zum 87. Geburtstag
Sonja Brendel, Berlin
Senta Dörrer, Dresden
Hans Feindt, Leipzig
Kurt Konradt, Berlin
Günter Kretschmer, Dresden
Edeltraud Leuthold, Arnstadt
Rudi Schirmer, Erfurt
Renate Seidowsky, Berlin
Anna Seitz, Berlin
Günter Stahl, Berlin
Prof. Dr. Hans Steußloff, Berlin
Gerd Stöhr, Berlin
Günther Tönnies,
Hoppegarten OT Hönow
Dr. Siegfried Wikarski, Berlin
Roland Zschirpe, Gera
Horst Leinkauf, Berlin
Rainer Michel, Dresden
Irma Pflügner, Luisenthal
zum 86. Geburtstag
Heinz Debbert, Brandenburg/Havel
Klausjürgen Ewers, Neuenhagen
Johannes Friedrich, Zwickau
Rudi Gaede, Berlin
Prof. Dr. Erich Hahn, Berlin
Dr. Gerhard Kaltenhäuser, Berlin
Heinz Koch, Leipzig
Wolfgang Klaus, Frankfurt/Oder
Prof. Dr. Claus Krömke, Berlin
zum 80. Geburtstag
Gert Julius, Berlin
Dr. Jochen Kratzke, Berlin
Siegfried Neubert, Radeberg
Helmut Schieferdecker, Berlin
Rolf Voigtsberger, Zeitz
Jutta Wiesemann, Erfurt
zum 85. Geburtstag
Günter Gläser, Dresden
Katja Gudat, Berlin
Walli Hammer, Berlin
Ruth Kartschall, Spremberg
Erich Keindorf, Berlin
Dr. Erhard Kranz, Berlin
Reimar Künzel, Rangsdorf
Hanne-Lore Raab, Ranis
Jürgen Schewe, Berlin
Dr. Lieselotte Schramm, Berlin
Helga Tönnies,
Hoppegarten OT Hönow
zum 75. Geburtstag
Dieter Plöger, Halle
akzente aus den Ortsverbänden
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Aus den Ortsverbänden
Chemnitz
Dieter Siegert, Mitglied des Bundesvorstandes der GBM, übermittelte uns folgenden Beitrag von
Tilo Gräser vom Bundesverband
der Volkssolidarität
Regelung zur Ost-Rentenangleichung nicht weiter verschieben
„Die Volkssolidarität unterstützt die
Forderung der Länder, jetzt dringend den im Koalitionsvertrag vorgesehenen Zwischenschritt für eine
Teilangleichung der Renten 2017
zu prüfen“. Das erklärte Verbandspräsident Dr. Wolfram Friedersdorff
zu dem vom Bundesrat am 29. Januar auf Initiative von Thüringen,
Brandenburg und MecklenburgVorpommern verabschiedeten Beschluss zum Rentenversicherungsbericht 2015 und zum Bericht des
Sozialbeirats. Außerdem kritisierte
er jüngste Äußerungen von CDUFraktionschef Volker Kauder zum
Thema der Ost-Rentenangleichung,
die von einer Verweigerungshaltung kündeten. „Der mehrheitlich
vom Bundesrat verabschiedete Beschluss zur Rentenangleichung OstWest darf von der Bundesregierung
nicht ignoriert werden. Ziel muss es
sein, die Rentenangleichung zügig
voranzubringen und den Angleichungsprozess, wie im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD
versprochen, abzuschließen“. Um
das im Koalitionsvertrag beschlossene Ziel, mit dem Auslaufen des
Solidarpakts II Ende 2019 auch die
Rentenangleichung Ost abzuschließen, sei in diesem Jahr eine gesetzliche Regelung notwendig, betonte
Friedersdorff. „Nur so wird es möglich, dieses Ziel zu erreichen“. Zugleich kritisierte er die jüngste Äußerung des Vorsitzenden der CDU/
CSU-Bundestagsfraktion
Volker
Kauder, dass die Unionsfraktion
das Thema der Ost-Rentenangleichung „in dieser Legislatur nicht
mehr anfassen“ wolle. Mit dieser
Erklärung gebe der Vorsitzende der
größeren Regierungsfraktion unmissverständlich zu erkennen, dass
sie den Koalitionsvertrag in diesem
Punkt nicht umsetzen will. „Geradezu abenteuerlich mutet die Begründung für diese Verweigerungshaltung an, er wolle nicht, dass die
Renten in den neuen Ländern sinken“. Während ein Positionspapier
von Bundestagsabgeordneten der
CDU-Ost kürzlich noch die aktuelle
Umwertung von Ost-Entgelten der
Beschäftigten als Haupthindernis
für eine Regelung darstellte, gehe
Kauder noch einen Schritt weiter,
so Friedersdorff. „Der CDU-Fraktionschef unterstellt, dass bei einer
Angleichung des Rentenwerts Ost
die durch die Umwertung entstandenen Zuschläge in den Ost-Renten
in Frage gestellt würden, also auch
die der Bestandsrentner. Das kann
man nur noch als Unsinn bezeichnen. Denn bestandskräftige Rentenbescheide können nicht nach
Gutdünken ausgehebelt werden,
auch nicht durch eine Angleichung
des Rentenwerts Ost an den in den
alten Bundesländern. Herr Kauder
und Teile der CDU sollten endlich
aufhören, die Umsetzung des Koalitionsvertrags zur Ost-Rentenangleichung mit allen möglichen Tricks
zu hintertreiben“.
Dieter Siegert hat daraufhin MdB
Frank Heinrich, Abgeordneter
des Wahlkreises Chemnitz am
04.02.2016 angeschrieben.
Er erhielt dazu am 11.02.2016
folgende Antwort:
Sehr geehrter Herr Siegert, vielen
Dank für ihre Frage. Konkret kann
ich Ihnen sagen, dass die Aussage vom Fraktionsvorsitzenden der
CDU/CSU-Fraktion Herrn Kauder
in der Thüringischen Landeszeitung
so wiedergegeben wurde. Ich vermute, dass in dieser Aussage aber
mehr drin steckt, als das was er geäußert hat, wenn Sie z. B. den weiteren Teil seines Interviews lesen.
Prinzipiell aber haben Sie Recht.
Sie wissen, dass ich mich schon lange dafür einsetze, dass sich die Lebensbedingungen und -verhältnisse
in Ost und West angleichen. Deswegen bin ich auch nicht fröhlich über
die Aussage. So viel in aller Kürze.
Mit freundlichen Grüßen
Frank Heinrich
Berlin-Köpenick
Angeregt durch die Februar-Ausgabe übersandte uns unsere Leserin
Maria Michel aus dem Ortsverband
Berlin-Köpenick folgenden Beitrag: Sie sind willkommen
Presse und Fernsehen berichten von
unglaublichen Vorfällen. Flüchtlinge, die einen lebensgefährlichen
Weg hinter sich haben und in ihrer
Heimat Furchtbares erleben mussten, werden hier von aufgehetzten
Menschen empfangen. Und oft
toleriert die Polizei das, ja schützt
sogar den rechten Mob und geht
gegen Flüchtlinge vor, wie kürzlich
bei den pogromartigen Vorgängen
in Clausnitz im Osterzgebirge zu
sehen war. Da brennen Flüchtlingsheime, werden Menschen, die hier
Schutz suchen, beschimpft, mit
„Wir sind das Volk“-Parolen bedrängt, angegriffen und überfallen.
Das sind Ergebnisse einer falschen
Politik, die über Jahre versagt hat,
nicht mit der erforderlichen Härte
dagegen vorgeht und selbst ideologische Munition dafür liefert.
Gehört das zum viel gepriesenen
Demokratie-Verständnis? Auch in
Sachsen – wie in ganz Deutschland – gibt es Vernünftige, die sich
dagegen stellen.
Der Berliner Stadtbezirk TreptowKöpenick, in dem wir wohnen, ist
weltoffen und tolerant. Ein Bündnis
für Demokratie und Toleranz, gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus führt Mahnwachen durch
unter dem Motto „Solidarität mit
Flüchtlingen statt Ausgrenzung“.
Solche beschämenden Vorfälle, wie
sie gegenwärtig im Freistaat Sachsen und andernorts passieren, gibt
es hier nicht. Im Containerdorf im
Köpenicker Allende-Viertel finden
400 Flüchtlinge eine Unterkunft.
Die Bürger akzeptieren die neuen
Nachbarn und helfen nach Kräften,
das Eingewöhnen und Zurechtfinden zu erleichtern. So organisiert
in Adlershof die Familie Gromoll
Veranstaltungen, um das gegenseitige Kennenlernen zu festigen, was
nicht immer leicht ist.
Im Ortsteil Rahnsdorf begrüßten Bürger in einer Plakat-Aktion
„Rahnsdorf hilft“ die Ankömmlinge; jeder, der sich öffentlich zu
einer solidarischen Haltung gegenüber Flüchtlingen bekennen wollte,
konnte dort sein Porträtfoto anbringen. Ein anonymer „Widerstand“
fand im Ort kaum Beachtung. Mittlerweile leben nun schon fast sechs
Monate die neuen Nachbarn in einer
ehemaligen Kaserne des Wachregiments des MfS, die als Wohnstätte
für Flüchtlinge umgebaut wurde. In
74 Zimmern wohnen derzeitig 149
Flüchtlinge, vorwiegend Familien
aus 16 Nationen, aus dem Kosovo,
aus Serbien, Syrien, Afghanistan,
dem Irak und aus Eritrea. Mitglieder des Unterstützerkreises, der
Kirchgemeinde und des Bürgervereins Rahnsdorf/Wilhelmshagen
setzen sich aktiv dafür ein, dass die
neuen Bewohner sich wohlfühlen
und friedlich unter einem Dach leben können. Natürlich gibt es auch
Missverständnisse, denn verschiedene Kulturen prallen manchmal
aufeinander. Inzwischen besuchen
die Kinder die Kita oder die Grundschule an den Püttbergen, einige
sogar die Oberschule. Die Eltern
sind bemüht, die deutsche Sprache
zu erlernen; die Frauen besuchen
z. B. Kochkurse, die Männer machen sich in einer Fahrradwerkstatt
nützlich. Ehrenamtliche Mitglieder
des Unionhilfswerkes sind hier unersetzlich. Auch die Mitglieder der
Volksolidarität und der GBM sind
dabei, spendeten Bastelmaterial für
die Kinder und Spielzeug, Wolle
und Häkelmaterial für die Frauen.
Die Kleiderkammer ist dank der
zahlreichen Spenden der Bevölkerung gut gefüllt. Für die Jungen
ist der Rahnsdorfer Fußballklub
interessant, die Mädchen besuchen
lieber Zirkel. Im Jugenddorf am
Müggelsee fanden alleinreisende
Jugendliche freundliche Betreuung. Hier sind noch bauliche Veränderungen geplant. Sorgen macht
uns, dass finanzielle Mittel, die den
Flüchtlingen zustehen, nicht oder
sehr schleppend gezahlt werden.
Da ältere Bürger unseres Ortes nach
1945 selbst Flucht und Vertreibung
erlebt haben, ist das Verständnis
groß. Wir empfinden unsere neuen
Nachbarn, die von der Einrichtungsleiterin Frau Pouryamout und ihrem
Team liebevoll betreut werden, als
eine Bereicherung unseres Lebens.
Potsdam
Ein breites Bündnis, das sich in der
Friedenskoordination Potsdam gegen Militarismus, Rassismus und
Krieg zusammen geschlossen hat
und zu dem auch der OV Potsdam
der GBM gehört, ruft alle Mitglieder, Sympathisanten und Sympathisantinnen zum 15. Potsdamer
Ostermarsch unter dem Motto
„Für eine friedliche und sozial
gerechte Welt“ am Sonntag, dem
20. März 2016, auf. Die Auftaktkundgebung beginnt um 14 Uhr
am Brandenburger Tor in Potsdam.
akzente Leserbriefe
5
Leserbriefe
Helmut Koch
Von Dr. Helmut Koch, Ebers­walde,
erhielten wir folgenden
Leserbrief
zur Februar-Ausgabe:
Von Rechtspopulisten werden
die finanziellen Zuwendungen an
Flüchtlinge für Unterbringung und
Integration zum Anlass genommen,
Deutsche mit geringem Einkommen gegen die Flüchtlinge aufzuhetzen und für ihre Zwecke zu
missbrauchen. Es ist deshalb dringend erforderlich, dass die Bundesregierung nicht nur in Worten,
sondern mit konkreten Taten dem
entgegenwirkt. Das sollte einerseits
dadurch geschehen, dass wie angekündigt, finanzielle Zuwendungen
mit der Bereitschaft zur Integration verbunden werden. Das betrifft
z. B. die uneingeschränkte Anerkennung der deutschen Verfassung
oder die Erlernung der deutschen
Sprache, aber auch die kurzfristige
Abschiebung bei schweren kriminellen Vergehen.
Gleichzeitig wäre es für die Erhaltung des inneren Friedens und
einer erfolgreichen Integration
notwendig, konkrete Maßnahmen
zur finanziellen Verbesserung der
unteren Einkommen in der BRD
zu treffen. Ich denke dabei an eine
deutliche Anhebung der Hartz IVSätze und des Mindestlohnes oder
an eine Rentenreform, die neben einer längst fälligen Angleichung der
Ostrenten auch wirksame Maßnahmen zur Verhinderung drohender
Altersarmut beinhaltet. Finanziert
könnte dies alles dadurch werden,
dass eine wirksame Vermögensund Erbschaftssteuer eingeführt
wird, um die Reichen an der Finanzierung gesellschaftlicher Aufgaben zu beteiligen.
Ernst Jager
Ernst Jager aus dem OV Barnim
gab uns seinen Leserbrief an
die „Märkische Oderzeitung“ zur
Kenntnis, der – allerdings „entschärft“ – veröffentlicht wurde.
Immer mehr EU- Staaten verweigern
sich der Verteilung von Flüchtlingen
und kritisieren Merkels Willkommenpolitik. Jetzt auch Frankreich.
Zur Flüchtlingskrise hinzu kommt
die Vertrauenskrise – Entwicklungen, die keinesfalls beruhigen in Anbetracht dessen, dass rund 50 Prozent aller UNO-Mitgliedsstaaten in
bewaffnete Auseinandersetzungen
verwickelt sind, Tendenz steigend.
Natürlich gilt in Deutschland und in
der EU das Recht auf Asyl und die
Genfer Flüchtlingskonvention. Aber
wer sich an Kriegen beteiligt und
die Verteidigung demokratischer
Rechte einfordert, ist ein Heuchler,
weil Flucht und Vertreibung das Ergebnis von Krieg bedeuten. Kriege
der USA und ihrer willigen Verbündeten gehen um eigene geostrategische Interessen. Der aktuelle Blick
auf Syrien macht deutlich, dass die
USA hier ihre Interessen gefährdet
sehen, weil Russland Syriens Präsident im Kampf gegen den IS unterstützt mit dem Ziel: Syrien für
das Syrische Volk! Nach der NATO-Osterweiterung, einem Bedrohungsszenarium gegen Russland,
ist es doch nicht verwunderlich,
dass Medwedew jetzt von einem
neuen Kalten Krieg spricht. Die
Türkei spielt mit der Bombardierung gegen Kurdenstellungen eine
teuflische Rolle. Ja, Europa ist gespalten und den Kriegstreibern auf
den Leim gegangen. Wer weiter auf
Verhandlungen setzt zur Rettung
Europas, darf sich nicht mit dem
Teufel verbünden.
AUFRUF
der deutschen Initiativgruppe zur Teilnahme am antifaschis­tischen Riesen­
gebirgstreffen am 27. August 2016 in Malá Úpa am Fuße der Schneekoppe
Im Thälmannjahr 2016, zum 130.
Ge­burtstag des ermordeten Vorsitzenden der Kommunistischen Partei Deutschlands, des Internationalisten, Kämpfers gegen Krieg und
Faschismus, Kämpfers für Frieden und Sozialismus setzen wir
die Tradition der Proletarischen
Grenztreffen am Fuße der Schneekoppe fort und rufen Antifaschisten und Kriegsgegner zu diesem
Treffen! Kommt nach Trutnov und
demonstriert mit den polnischen
und tschechischen Freunden und
Genossen.
· gegen die imperialistische
Kriegspolitik der NATO und
der Europäischen Union, ihre
Aufrüstung und völkerrechtswidrigen Kriege und das dadurch
verursachte Kriegs- und
Flüchtlingselend,
· gegen die Ausbeutung und
Versklavung der Völker,
· gegen Wirtschaftskrieg und
Embargopolitik,
· gegen Russlandfeindlichkeit
und Rassenhetze jeder Art
· für den Frieden durch Liquidierung aller Militärstützpunkte der
NATO-Staaten, den Abzug aller
Besatzungstruppen in den völkerrechtswidrig besetzten Ländern,
die Beendigung der Waffen­
exporte und für ihr Verbot,
· für die Freundschaft und Soli­
darität der Völker, die Menschenrechte für alle Menschen!
Wir sind Internationalisten
und folgen der Erfahrung
der Arbeiterklasse:
Der Hauptfeind steht im eigenen
Land! Deutschland raus aus der
NATO! NATO raus aus Deutschland! Enteignet die Rüstungskonzerne und Großbanken. Brecht ihre
politische Macht!
Wir haben die Zukunft im Blick:
2017: 100. Jahrestag der
Großen Sozialistischen
Oktober­revolution.
Bewies 1871 die Pariser Kommune, die erste Diktatur des Proletariats für 72 Tage, dass die Macht der
Bourgeoisie als Basis des Krieges
und der Ausbeutung des Menschen
durch den Menschen zu brechen ist,
besiegte 1917 mit der Oktoberrevolution in Russland die Arbeiterklasse Krieg und Kriegsgewinnler und
sicherte im Bündnis mit den Bauern und den werktätigen Schichten
des Volkes für mehr als 70 Jahre
die Macht und in harter Auseinandersetzung mit dem Kapitalismus/
Imperialismus letztendlich eine relative Friedensperiode sowie soziale und kulturelle Teilhabe des Volkes am technischen und sozialen
Fortschritt in der Sowjetunion und
den entstandenen und entstehenden
Volksdemokratien. Inzwischen ist
bewiesen: für das Fortbestehen der
menschlichen Zivilisation weltweit
ist die Vollendung der sozialen Revolution unabdingbar.
Zum Internationalen Antifaschistischen Treffen im Riesengebirge laden die Kreisorganisation Trutnov
der Kommunistischen Partei Böhmens und Mährens (KSČM) und
die Kreisorganisation Trutnov des
Klubs des tschechischen Grenzlandes (KČP) ein.
Kontakte:
Gerd Hommel, Dohnaer Platz 9,
01239 Dresden, 0351-2882128
[email protected]
Albrecht Geißler, Chemnitz,
0371-7200098, [email protected]
Florian Malessa, Bad Tölz,
0178-1843271,
[email protected]
Individuelle Anreise. Übernachtungsreservierung möglich.
Letzter Anmeldetermin
27. Juni 2016!
Anmeldung für Mehrtage-BusReise (25.–28.08.2016) mit
Höhepunkt der Teilnahme am
Riesengebirgstreffen bei Touristik
und Kontakt International GmbH
Reisebüro, 10407 Berlin,
Danziger Straße 168, [email protected]
Berlin, Januar 2016
39 Mitglieder
39 Mitglieder überwiesen von
Mitte Januar 2015 bis Mitte
Februar 2016 Spenden an die GBM.
Der Vorstand bedankt sich herzlich.
Aktuelle Bankdaten für einen
Überweisungsvordruck:
Begünstigter: GBM e.V.
IBAN DE16 1005 0000 0013 1927 36
BIC BELADEBE XXX
Kreditinstitut: Berliner Sparkasse
Kundenreferenzen (1 Zeile): Spende
noch Verwendungszweck (2 Zeile):
St.-Nr. 27/666/53250 akzente Kultur
6
Geschäftszeiten
Mo.–Do. 9.00–16.00 Uhr
Fr. 9.00–12.00 Uhr
Bankverbindung
Berliner Sparkasse
BLZ 100 500 00
Konto-Nr. 0013 192 736
Neu ab 01. Februar 2014
IBAN DE16 1005 0000 0013 1927 36
BIC BELADEBE XXX
Kulturnachrichten
Petra und Klaus Heine aus Hoyerswerda übergaben der GBM acht
Graphiken, darunter von Dieter
Zimmermann, Ronald Paris, Walter Womacka und Gerhard Bondzin. Drei farbige Blätter von Dieter
Zimmermann und ein Holzschnitt
von Gerhard Bondzin aus dieser
Schenkung wurden vom Arbeitskreis Kultur in die neue Dauerausstellung aufgenommen. Diese
Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde e. V.
Weitlingstraße 89, 10317 Berlin
ZKZ 48734, PVSt,
Foto: Martina Dost
Herausgeber
Bundesvorstand der Gesellschaft
zum Schutz von Bürgerrecht und
Menschenwürde e. V.
Weitlingstraße 89, 10317 Berlin
Tel.: 030 5578397
Fax: 030 5556355
E-Mail: [email protected]
Website: www.gbmev.de
ADRESSFELD
Erscheinungsweise
monatlich
V. i. S. d. P.
Karl-Heinz Wendt
Redaktion: Jörg Pauly
Redaktionsschluss
26. Februar 2016
Redaktionsschluss
der nächsten Ausgabe
24. März 2016
Layout, Herstellung und Vertrieb
MediaService GmbH
Druck und Kommunikation
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin
Tel. 030 29782940
Für den Inhalt namentlich gezeichneter Beiträge sind die Autoren
verantwortlich.
Herausgeber und Redak­tion haften
nicht für un­aufgefordert eingesandte Manuskripte. Sie behalten sich
das Recht vor, über den Abdruck
eingesandter Beiträge zu entscheiden und zum Abdruck kommende
Beiträge zu kürzen
Die akzente dienen dem Gedankenaustausch der Mitglieder und
Ortsverbände. Artikel können bei
Behörden nicht als rechtsverbind­
liche Auskunft benutzt werden.
Neuerscheinungen
Willi Sitte . Selbstbildnis mit
Pinsel . 1981 . Öl auf Leinwand
Ausstellung ist seit dem 25. Januar
2016 zu sehen und zeigt Spitzenwerke der Graphik aus der DDR.
Alle Blätter können zum Nutzen der
GBM gegen eine Spende erworben
werden. Interessenten melden sich
bitte in der Geschäftsstelle.
Wir trauern um unsere
verstorbenen Mitglieder
Heinz Babenerd
Berlin
Irmgard Dittrich
Gera
Gisela Glende
Berlin
Manfred Heinze
Halle
(Bundesvorstand), Maria und Dr.
Peter Michel (Arbeitskreis Kultur)
teil. Diese Jahresausstellung wird
bis zum 15. Januar 2017 gezeigt
und ist dienstags bis sonntags von
10 bis 17 Uhr geöffnet. (Anschrift,
Domstraße 15, 06217 Merseburg)
Anlässlich des 80. Gründungsjubiläums der Atelier-Werkstatt der
Metallgestalter-Familie Kühn planen Helgard und Achim Kühn eine
besondere Publikation unter dem
Arbeitstitel „Anonyme und andere
Vorwürfe 1991 bis 2015“. Die GBM
und ihr Arbeitskreis Kultur hatten
sich in den vergangenen Jahren mit
dem vandalistischen Umgang mit
dem Erbe Fritz Kühns öffentlich
auseinandergesetzt und werden auch
diese zeit- und kunsthistorische Dokumentation unterstützen.
Wolfgang Kunath
Berlin
Helmut Meißner
Schwerin
Karl-Heinz Möller
Berlin
Heinz Müller
Radebeul
Gerhardt Reuße
Rudolstadt
Heinz Schwarz
Halle
Wir werden ihr Andenken in Ehren halten.
Am 8. Februar wurde in Merseburg eine neue Jahresausstellung
mit bisher dort nicht gezeigten
Werken Willi Sittes anlässlich des
zehnjährigen Bestehens der WilliSitte-Galerie für realistische Kunst
eröffnet. Diese Galerie verfügt
über 240 Gemälde sowie über 1000
Zeichnungen, Gouachen, Drucke
und Aquarelle des großen Künstlers
und Menschenrechtspreisträgers
der GBM, der vor drei Jahren verstarb. Aus diesem Bestand werden
die jeweiligen Jahresausstellungen
ausgewählt. Die Räume der Galerie
konnten die zahlreichen Gäste der
festlichen Vernissage kaum fassen.
Zur Eröffnung sprachen u. a. HansHubert Werner, der Leiter der WilliSitte-Stiftung, Dr. Reiner Haseloff,
Ministerpräsident des Landes
Sachsen-Anhalt, und der Schweizer
Maler Valentin Magaro. Als Vertreter der GBM nahmen Martina Dost
Dialog. Schriftsteller der DDR,
fotografiert von Gabriele Senft
Mit einführenden Texten von
Günther Drommer und Gabriele Senft. 98 Porträtfotos: von
Alexander Abusch bis Hedda
Zinner
Verlag Wiljo Heinen,
191 Seiten, 19,80 Euro
ISBN 978-3-95514-905-5,
Armin Stolper: Mein Krankenhaus am Rande der Stadt
Ein literarisches Tagebuch über
einen Krankenhausaufenthalt
in Berlin-Buch im Jahr 1975,
das als Anregung zu Stolpers
Stück „Dienstreisende“ diente
GNN Verlag Schkeuditz,
253 Seiten, 13,00 Euro
ISBN 978-3-89819-419-8,
Frank-Rainer Schurich und
Christian Stappenbeck:
Kuriose Funde einer
Wortschatzsuche
Expeditionen in die deutsche
Sprachlandschaft
Verlag Dr. Köster, Berlin
240 Seiten, 12,95 Euro
ISBN 978-3-89574-900-1