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03/04/2016
sonntag, den 3. april 2016 um 17.35 Uhr
Der maler henri rousseau
oder die geburt der moderne
Dokumentation von Nicolas Autheman
Frankreich, 2015, ARTE France, 52 Min.
erstausstrahlung
Die Dokumentation begibt sich auf die Spuren des Pariser Malers Henri Rousseau, genannt «Le
Douanier», der Zöllner (1844-1910). Seine Gemälde, in denen es meist um Träume, Fantasie und Kindheit
geht, spielten eine wichtige Rolle für die Entwicklung der modernen Kunst. Auf originelle Weise - mit
Anlehnungen an das Schattentheater, die Laterna Magica sowie mit zeitgenössischen Briefwechseln
und traumhaften Filmsequenzen - beschäftigt sich die Dokumentation mit den Inspirationsquellen, der
Arbeitsweise und dem weitreichenden Einfluss des Autodidakten auf die moderne Malerei.
Henri «Le Douanier» Rousseau (1844-1910)
zählt zu den überraschendsten und zugleich am
schwierigsten zu ergründenden Künstlern des
späten 19. Jahrhunderts. Der große französische
Maler war - wie sein Spitzname «der Zöllner» verrät
- in Wirklichkeit ein einfacher Angestellter bei der
Pariser Zoll- und Steuerbehörde. Dennoch hat der
Autodidakt ein beachtliches künstlerisches Werk
geschaffen: Für seine üppigen und kindlich wirkenden
Dschungeldarstellungen ist er mittlerweile weltweit
berühmt.
Die Dokumentation erkundet das wunderliche
Leben und das vielgestaltige Werk Rousseaus,
das im Paris des ausgehenden 19. Jahrhunderts
entstand. Erstmals wird der Zusammenhang
zwischen seinen Gemälden und der Entstehung der
modernen Kunst aufgezeigt. Denn auch wenn Henri
Rousseau bei den meisten seiner Zeitgenossen
nur Hohn und Spott erntete, erkannten einige
Avantgardisten wie Guillaume Apollinaire, Pablo
Picasso und Robert Delaunay in seinen Bildern
ungekannte Abstraktionsmöglichkeiten, die vom
Surrealismus bis zum Kubismus reichen. Bis heute
ist es ein Rätsel, wie ein einfacher Autodidakt diese
modernen Entwicklungen vorausahnen konnte.
Auf originelle Weise - mit Anlehnungen an das
Schattentheater und an die Urform des Kinos,
die Laterna Magica, sowie mit zeitgenössischen
Briefwechseln und traumhaften Filmsequenzen begibt sich die Dokumentation Schritt für Schritt
auf die Suche nach Hinweisen auf die Modernität
des Malers.
Die Dokumentation begleitet die große Ausstellung «Le Douanier Rousseau. L’innocence archaïque»
im Musée d’Orsay, die vom 22. März bis zum 17. Juli 2016 in Paris zu sehen ist. Zum ersten Mal werden
in Frankreich die überraschenden Bezüge zwischen Henri Rousseau und den großen Malern des 20.
Jahrhunderts aufgezeigt.
PRESSEKONTAKT: KATJA BIRNMEIER / [email protected] / T +33 388 14 21 52 / F +33 388 14 23 50
BILder: © RMN-Grand Palais (Musée d‘Orsay)/DR
© Musée de l‘Orangerie, fonds d’archives Alain Bouret relatif à Paul Guillaume