Insurance Day Deutschland 2015

Insurance Day Deutschland 2015:
Kapitalanlage unter AnlV und Solvency II
Dr. Martin Krause
Partner
Norton Rose Fulbright LLP
April 2015 - Insurance Day Deutschland 2015
Übersicht: Kapitalanlage unter AnlV und Solvency II
I
Allgemeines: Assetklassen und rechtliches Umfeld
II
Anlageverordnung (AnlV)
1 Anwendungsbereich
2 Neuerungen
3 Auswirkungen
III
Solvency II
1 Sachstand und Anwendungsbereich
2 Säule I: Eigenmittelunterlegung für Marktrisiko
3 Säule III: Reporting
2
IV
Steueraspekte
V
Resümee
Insurance Day Deutschland 2015: AnlV und S II
I Allgemeines: Assetklassen
Welche Assetklassen sind im Nullzinsumfeld für Versicherer /
Versorgungswerke / Pensionskassen attraktiv?
• Infrastruktur
– Öffentliche Gebäude, Verteilernetze, Straßen
– Schwerpunkt auf Europa
• Darlehensforderungen
• Immobilien
– Commercial
– Anlagen verstärkt auch außerhalb Europas
• Renewables
– Solarpark (Sonneneinstrahlung planbar)
– Windpark (Schwankungen der Windstärke)
• Private Equity
3
Insurance Day Deutschland 2015: AnlV und S II
I Allgemeines: Rechtliches und steuerliches Umfeld
Merkmale
Investorenart
Versicherer
Altersvorsorge
4
Regulierung
aktuell
ab 1.1. 2016
SachVAG und Solvency II
versicherer AnlV
erlaubt alle
Assetklassen.
Bleibt etwas
Lebens-/
von der AnlV
Krankenübrig?
versicherer
Pensionsfonds
Pensionskasse
VAG / AnlV / PFKapAV:
Dauerhafte Geltung, da
EbAV / IORP II wohl keine
Kapitalunterlegung regeln.
Versorgungswerk
Landesgesetze verweisen
auf AnlV.
Insurance Day Deutschland 2015: AnlV und S II
Befugnisse Besteuerung der
nach
VAG-Investoren
KWG
Befugnis zu
originärer
Kreditvergabe
Faktische
Akzeptanz
Regulär wie
andere juristische Personen
Sonderregime:
Alle Einkünfte voll
steuerpflichtig,
aber RfB
abziehbar
Steuerbefreiung,
lediglich auf
deutsche
Dividenden 15%
Quellensteuer
II AnlV: Übersicht
Welche Anlagekategorien sind nach § 2 (1) AnlV zulässig?
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
5
Nr. 4: Darlehen
Nr. 7 und 8: Anleihen
Nr. 9: Hybridinstrumente
Nr. 10: Asset Backed Securities
Nr. 12: Aktien
Nr. 13: Gesellschaftsanteile und Private Equity Fonds
Nr. 14: Immobilien und Immobilienfonds
Nr. 15: OGAWs
Nr. 16: Spezial-AIF mit festen Anlagebedingungen
Nr. 17: AIF
Insurance Day Deutschland 2015: AnlV und S II
II AnlV: Änderungen durch die Novelle
Was sind die wesentlichen Änderungen der AnlV-Novelle?
• Darlehen (§ 2 (1) Nr. 4 lit. c AnlV): Unternehmensdarlehen
– OECD-Unternehmen
– ausreichende dingliche oder schuldrechtliche Sicherung
• Neues System für Anlagen in Investmentvermögen:
– „Unregulierte Fonds“, aber mit Geschäftsmodell (§ 1 (2) Nr. 13 lit. a AnlV)
– Regulierte/Registrierte Private Equity Fonds (§ 1 (2) Nr. 13 lit. b AnlV)
– Regulierte Immobilienfonds (§ 1 (2) Nr. 14 lit. c AnlV)
– OGAWs (§ 1 (2) Nr. 15 AnlV)
– „Spezialfonds“ (§ 1 (2) Nr. 16 AnlV)
– Auffangtatbestand für regulierte sonstige AIFs (§ 1 (2) Nr. 17 AnlV)
• Konzernunternehmen (§ 2 (4) Nr. 3 AnlV): Liberalisierung
• Quotenregelungen:
– Mischung (§ 3 AnlV): 7,5%-Quote für AIFs
– Streuung (§ 4 AnlV)
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Insurance Day Deutschland 2015: AnlV und S II
II AnlV: Darlehen
Was gilt für Darlehen (§ 2 (1) Nr. 4 lit. c AnlV)?
• Zulassung neuer Kategorie Unternehmensdarlehen:
– Erleichterung von Darlehen an Infrastrukturgesellschaften, aber
– Regelung gilt sektorenunabhängig
• Legaldefinition: Fehlt, daher wohl Bezugnahme auf KWG / BGB.
• Anforderungen an den Schuldner:
– Unternehmen in OECD
– Kein Kreditinstitut
• Besicherung des Darlehens:
– ausreichende dingliche oder schuldrechtliche Sicherheit
– Bonität: mindestens Speculative-Grade-Rating (B- bzw. B3)
• Quotale Beschränkungen:
– Mischungsquote (§ 3 (2) Nr. 3 AnlV): 5%
– Einbeziehung in allgemeine Risikokapitalquote (§ 3 (3) S. 1 AnlV)
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Insurance Day Deutschland 2015: AnlV und S II
II AnlV: Fonds in unregulierten Jurisdiktionen
Sind unregulierte Fonds erwerbbar (§ 2 (1) Nr. 13 lit. a AnlV?
• Unternehmensbeteiligungen:
– Unregulierte Fonds können (nur) als Unternehmensbeteiligungen erwerbbar
sein.
– Wortlaut des § 2 (1) Nr. 13 lit. a AnlV entspricht § 2 (1) Nr. 13 AnlV a.F.
• Eligibilitätsbedingungen für Unternehmen (unverändert):
– Gesellschaft (Kapital- oder Personengesellschaft)
– Geschäftsmodell und unternehmerische Risiken
– Sitz in EWR oder Vollmitgliedstaat OECD
– Rechnungslegung (Jahresabschlüsse für Kapitalgesellschaften)
• Konkurrenzverhältnis zwischen Fonds und Unternehmen:
– Nur komplett unregulierte Fonds können als Unternehmen erworben werden.
Jedwede Regulierung verhindert Erwerbbarkeit / Klassifizierung als
Unternehmen.
– Keine weitreichende Arbitrage: Erwerb als Unternehmen setzt Geschäftsmodell
voraus, was passive vermögensverwaltende Gesellschaften ausschließt.
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Insurance Day Deutschland 2015: AnlV und S II
II AnlV: Private Equity Fonds
Was gilt für „Private Equity Fonds“ (§ 2 (1) Nr. 13 lit. b AnlV)?
• Geschlossener Spezial-AIF mit folgenden Maßgaben:
– Regulierung oder Registrierung des AIFM im EWR oder in OECD
– Investment direkt oder indirekt (via Holding) in
– ungelistete Unternehmensbeteiligungen i.S.d. § 261 (1) Nr. 4 KAGB,
– Hybridinstrumente und sonstige Finanzierungsinstrumente sowie
– in geringen Umfang liquide Mittel sowie Derivate zu Absicherungszwecken
– Erfordernis freier Übertragbarkeit (Anknüpfung an Musterbausteine in VerBAV)
– Bei Dachfonds braucht Zielfonds selbst die Anforderungen nicht zu erfüllen
• Besonderheiten und Fragestellungen:
– Darlehensvergabe als Primärgeschäft mit individueller Prüfung (due diligence)
und Überwachung wird anerkannt. – Was ist mit anderen FK-Instrumenten?
– Aktivitätserfordernis für Unternehmen i.S.d. § 261 (1) Nr. 4 KAGB?
• Rundschreiben nach § 1 (4) AnlV
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Insurance Day Deutschland 2015: AnlV und S II
II AnlV: Immobilienfonds
Was gilt für Immobilien-AIF (§ 2 (1) Nr. 14 lit. c AnlV)?
• Voraussetzungen:
– Spezial-AIF oder geschlossener Publikums-AIF (nicht: offener Publikums-AIF)
– Regulierung der Fondsverwaltungsgesellschaft im EWR
– Welche Anlagegegenstände sind zugelassen?
– Immobilien (§ 231 KAGB) und Immobilien-Gesellschaften (§ 235 KAGB)
– Nicht genannt: Gesellschafterdarlehen, Liquiditätsanlage, Annexanlagen, s.u.
– Dachfonds: Auch Zielfonds müssen Anforderungen erfüllen
– Freie Übertragbarkeit (wohl auch bei offenen „Fonds“)
– Keine Leverage-Grenze. Regelung im Rundschreiben nach § 1 (4) AnlV?
• Quote: Immobilienquote von 25% (§ 3 (5) AnlV)
• Herausforderungen: Behandlung von
– Service- und Betriebsgesellschaften (ggf. zur Vermeidung von Gewerblichkeit)?
– Finanzierungsgesellschaften (üblich in Cross-Border Szenarien)?
10 Insurance Day Deutschland 2015: AnlV und S II
II AnlV: Spezial-AIF mit festen Anlagebedingungen
Was gilt für die neue Kategorie § 2 (1) Nr. 16 AnlV?
• Kategorie: Offener Spezial-AIF mit festen Anlagebedingungen
i.S.d. § 284 KAGB
• Allgemeine Anforderungen:
– AIFM muss im EWR reguliert sein.
– „Investmentvermögen nach Nummer 16 müssen transparent sein“:
– Dachfonds:
– Zielfonds müssen ebenfalls für gebundenes Vermögen qualifiziert sein
– Das schließt auch AIF nach § 2 (1) Nr. 17 AnlV ein. Deshalb sind auch diese
eligibel (§ 284 KAGB enthält ebenfalls keine Einschränkungen, vgl. unten)
• Anlagebestimmungen:
– Rechtsgrundverweisung auf § 284 KAGB: Exkurs nächste Folie
– Gibt es weitere Einschränkungen? Vgl. übernächste Folie
11 Insurance Day Deutschland 2015: AnlV und S II
II AnlV: Spezial-AIF mit festen Anlagebedingungen
Exkurs: Welche Anforderungen stellt § 284 KAGB an offenen
Spezial-AIF mit festen Anlagebedingungen?
• Assets:
– Wertpapiere, Geldmarktinstrumente, Derivate, Bankguthaben, Immobilien,
Immobilien-Gesellschaften, offene Investmentvermögen (keine speziellen
Anforderungen), ÖPP-Gesellschaften, Edelmetalle, unverbriefte
Darlehensforderungen und Unternehmensbeteiligungen
– Ungelistete Unternehmensbeteiligungen ≤ 20% des Nettoinventarwerts
• Risikodiversifikation
• Leverage:
– Keine Darlehensaufnahme
– Kurzfristige Kredite maximal 30% des Nettoinventarwerts
– Maximal 50% des Verkehrswerts von Immobilien
12 Insurance Day Deutschland 2015: AnlV und S II
II AnlV: Spezial-AIF mit festen Anlagebedingungen
Unterliegt die Fondskategorie des § 2 (1) Nr. 16 AnlV einer 30%Grenze für unverbriefte Darlehen?
• Wandel in der Verordnungsbegründung:
– RefE (23.05.2014) verlangte noch OGAW-Vergleichbarkeit. Fonds mit
unverbrieften Darlehensforderungen bis zu 100% waren nur nach § 2 (1) Nr. 17
AnlV zugelassen.
– RefE (04.12.2014) sah dagegen Reihe von Einschränkungen für AIF nach § 2
(1) Nr. 16 AnlV vor, insbesondere 30%-Grenze für unverbriefte Darlehen
– RefE (09.02.2015) sowie RegE nennen keine Einschränkungen mehr.
• Gibt es vor diesem Hintergrund eine 30%-Grenze?
– Meinungen gespalten: Komplette Liberalisierung oder Fortführung R 4/2011
– Eigene Position: Keine solche Grenze, weil:
– Wortlaut der AnlV maßgeblich
– Anrechnung nicht qualifizierender Gegenstände sowieso auf 7,5%-Quote
– Einschränkung zu Nr. 16 hätte man in der Begründung dort geregelt und nicht
mittels Umkehrschluss in der Begründung zu Nr. 17 niedergelegt. Letztere ist
ein aus der Historie heraus begründetes „Relikt“.
13 Insurance Day Deutschland 2015: AnlV und S II
II AnlV: Mischung und Dekonsolidierung
In welchem Umfang dürfen AIF i.S.d. § 2 (1) Nr. 16 AnlV
erworben werden und wie werden sie bilanziert?
• Mischungsquote:
– Anrechnung auf 7,5%-Quote (nur) insoweit, als Vermögensgegenstände nicht
im Katalog des § 2 (1) AnlV enthalten
– Keine Infektion
• Dekonsolidierung (§ 290 HGB) verfügbar bei:
– Einhaltung des § 284 KAGB
– Ausgestaltung als Sondervermögen
14 Insurance Day Deutschland 2015: AnlV und S II
II AnlV: Sonstige AIFs
Was gilt für sonstige AIFs?
• Anforderungen an AIF nach § 2 (1) Nr. 17 AnlV
– Regulierung der Fondsverwaltungsgesellschaft im EWR
– Investmentuniversum bis zur Grenze des Verbotskatalogs in § 2 (4) AnlV, aber
keine offenen Publikums-Immobilien-AIF
– Freie Übertragbarkeit erforderlich
• Mischungsquote: Alternative Anlagen 7,5%
• Konkurrenzverhältnis:
– Norm ist Auffangtatbestand, aber laut Wortlaut keine Wahlfreiheit, so dass
andere Kategorien vorrangig
– Verfügbarkeit nach Ausschöpfung der Quoten für die anderen
Investmentvermögen (Private Equity AIF, Immobilien-AIF, OGAWs und die
offenen Spezial-AIF mit festen Anlagebedingungen
15 Insurance Day Deutschland 2015: AnlV und S II
II AnlV: Mischung und Streuung
Welche quantitativen Beschränkungen bestehen?
• Mischungsgrenze:
– 7,5%-Quote für Alternative Anlagen (§ 3 (2) Nr. 2 AnlV) und Anrechnung auf
Risikokapitalanlagenquote § 3 (3) S. 1 AnlV
– Direkte und indirekte Beteiligungen an AIF nach § 2 (1) Nr. 17
– Durchrechnung bei AIF nach § 2 (1) Nr. 16 AnlV bezüglich Anlagegegenstände,
die nicht nach § 2 (1) AnlV qualifizieren
– Verweis nur auf Erwerbbarkeit dem Grunde nach (qualitativ, nicht quantitativ)
– Doppel- und mehrstufiger Aufbau: Fonds i.S.d. § 2 (1) Nr. 16 AnlV hält
ebensolchen Fonds, der seinerseits Assets außerhalb Anlagekatalog des § 2
(1) AnlV hält (?)
– Konkurrenzverhältnis § 3 (2) Nr. 2 AnlV (7,5%-Quote für Alternative Anlagen)
und § 3 (2) Nr. 3 AnlV (5%-Quote für Unternehmensdarlehen) nicht geregelt, da
in beiden Fällen „direkte und indirekte“ Anlagen erfasst. Sollte alternativ sein.
• Streuungsgrenze (§ 4 AnlV):
– Offene (= mindestens jährliche Rückgabe) AIF: Keine, wenn diversifiziert
– Geschlossene AIF (§ 4 (4) AnlV): 1%
16 Insurance Day Deutschland 2015: AnlV und S II
III Solvency II: Sach- und Rechtsstand
Was ist der Sachstand zu Solvency II (Richtlinie 2009/138/EG)?
• EU-Ebene: Regelung für Versicherer und Rückversicherer
– Einführung Säule II (FLAOR / ORSA): seit 01.01.2014
– Säule I: Startzeitpunkt 01.01.2016. Level II-VO: Delegierte Verordnung (EU)
2015/35 der Kommission vom 10.12.2014 … , Abl. EU L 12 vom 17.01.2015
• Nationale Rechtslage ab 01.01.2016:
– Gesetz zur Modernisierung der Finanzaufsicht über Versicherungen
– Anlagegrundsätze (§ 124 VAG n.F.)
– § 124 (1) Nr. 5 VAG n.F.: Derivatebeschränkung
– § 124 (1) Nr. 7 und 8 VAG n.F.: Mischungs- und Streuungsvorschriften
– Wegfall der AnlV, aber Verordnungsermächtigung nach §§ 124, 131 VAG n.F.?
• Konsultation EIOPA zu Infrastrukturinvestments
– EIOPA soll bis 30.06.2015 vorschlagen, “solvency capital requirement
regarding investments in infrastructure“.
– Auftrag auch für andere „predictable long-term cash-flows“
17 Insurance Day Deutschland 2015: AnlV und S II
III Solvency II / Säule I: Konzeption
Was ist das Grundkonzept von Solvency II ?
• Eigenmittel (Own Funds): Test, ob verbleibendes Eigenkapital
nach Wertverlust (s. nachstehend) von Vermögensgegenständen
(und Eintritt von Versicherungsrisiken) noch ausreichend hoch
• Aktivseite:
– Wertverlust (“shock“ / “stress“) bei Realisierung nachstehender standardisierter
Risikoarten:
– Zinsrisiko: Schwankungen der Höhe der risikofreien Basiszinssätze
– Aktienrisiko: Risiko der Änderung von Aktienkursen
– Währungsrisiko: Wechselkursrisiko bei Anlagen außerhalb der Eurozone
– Immobilienrisiko: Änderung von Immobilienpreisen
– Spread Risk: Asset-Wertänderungen durch Änderung von Kredit-Spreads
über der risikofreien Basiszinskurve
– Im Standardmodell (weitgehend) pauschalierte Verlustprozentsätze
– Solvency Capital Requirement (SCR) proportional zur Höhe des Wertverlusts
(aber Formel etwas komplizierter wegen Interdependenzen der Risikoarten)
18 Insurance Day Deutschland 2015: AnlV und S II
III Solvency II / Säule I: Grundlagen
Was sind die Grundregeln der Berechnung?
• IFRS: Ausgangspunkt ist Accounting-Standard IFRS
• Look-Through:
– Art. 84 (1) L-II VO: OGAWs und andere Anlagen in Fondsform
(Kollektivinvestmentvehikel)
– Art. 84 (2) lit. (a) L-II VO: andere indirekte Marktrisikopositionen
– Art. 84 (3) L-II VO: Mangels Look-Through darf Berechnung auf Basis der
Zielallokation der Basiswerte erfolgen.
• Wertpapierleihe und Repos: Abstellen auf die tatsächlich
gehaltenen Assets
• Immaterielle Wirtschaftsgüter (Art. 203, 12 L-II VO):
Kapitalanforderung = 0,8 * Wert
19 Insurance Day Deutschland 2015: AnlV und S II
III Solvency II / Säule I: Übersicht Risikogewichtung
Equity: 49% oder 39%
Tendenz: Umschichtung zu FK-Instrumenten
20 Insurance Day Deutschland 2015: AnlV und S II
III Solvency II / Säule I: Immobilienrisiko
Wie wird die Kapitalanforderung für Immobilien berechnet?
• Art. 174 L-II VO: Kapitalanforderung = 25% Wertrückgang
• Beispiel:
– Erwerb einer Immobilie im Wert von 100, hälftig finanziert mit Eigenkapital und
Fremdkapital.
– Berechnung der Kapitalanforderung:
./.
./.
=
Wert der Immobilie
Fremdkapital
„Shock“
Restwert des Eigenkapitals nach Stress
• Kapitalanforderung: 50% oder 25% ?
21 Insurance Day Deutschland 2015: AnlV und S II
100
50
25
25
III Solvency II / Säule I: Spread Risk
Was gilt für Anleihen und andere Fremdkapitalinstrumente?
• Anwendungsbereich des Spread Risk (Art. 176 Level-II VO):
– Unternehmensanleihen
– Hybridinstrumente
• Berechnung der Kapitalanforderung:
– Abhängigkeit von Duration und Bonitätseinstufung
– Bsp.: Bonitätsstufe 0 und 3 Jahre: 3 * 0,9%
– Bsp.: Bonitätsstufe 4 und 6 Jahre: 22,5% + 6 * 2,5% = 37,5%
– Bsp.: Kein Rating und 5 Jahre: 5 * 3% = 15%
• Verlängerungsoptionen:
– Vermeidung einer „Verkettung“
– Vermeidung einer Durationserhöhung
22 Insurance Day Deutschland 2015: AnlV und S II
III Solvency II / Säule I: Besonderheiten
Wo liegen bemerkenswerte Besonderheiten bei Solvency II?
• Strategische Beteiligungen: Art. 169 (1) (a) / (2) (a) L-II VO:
Unterlegung nur 22%
– Verbundene Unternehmen i.S.d. Art. 212 (1) lit. b und (2) der Solvency II
Richtlinie (2009/138/EG), falls Investition strategischer Natur
– Art. 171 L-II VO:
– Geringere Volatilität
– Langfriststrategie und Fähigkeit zur Durchhaltung, Stabilität der Beziehung
– Strategiekohärenz und ggf. Kohärenz mit Gruppenstrategie
• Geschlossene, nicht hebelfinanzierte AIF:
– Art. 168 (6) (c) L-II VO: Klassifizierung als Typ-1 Equity
– Art. 169 (1) (b) L-II VO: Kapitalanforderung 39%
• Übergangsregelung (Art. 173 L-II VO):
– Typ-1 Aktien mit Erwerb vor 1. Jan. 2016
– Artikel 308b Absatz 12 (13) der Richtlinie 2009/138/EG: Linearer Anstieg der
Kapitalanforderung von 2016 bis 2023
23 Insurance Day Deutschland 2015: AnlV und S II
III Solvency II / Säule III: Reporting
Was sind die grundlegenden Dokumente?
• Navigating through … (19.12.2014): Beschreibung des
Reporting and Disclosure Package
• Konsultationen (27.11.2014): Consultation Paper on the
proposal for
– Implementing Technical Standards on the templates for the submission of
information to the supervisory authorities  Templates and LOGs, CIC
– Implementing Technical Standards on the procedures, formats and templates of
the solvency and financial condition report
– Guidelines on reporting and public disclosure
– Guidelines on methods for determining the market share
– Guidelines on reporting for financial stability purposes
– Guidelines on the supervision of branches of third-country insurance
undertakings
24 Insurance Day Deutschland 2015: AnlV und S II
III Solvency II / Säule III: Reporting
Templates:
S.01.01 Content of the submission
S.01.02 Basic information - General
S.01.03 Basic information - RFF and matching adjustment portfolios
S.02.01 Balance Sheet
S.02.02 Assets and liabilities by currency
S.03.01 Off-balance sheet items -general
S.03.02 balance sheet items - List of unlimited guarantees received by the undertaking
S.03.03 Off-balance sheet items - List of unlimited guarantees provided by the undertaking
S.04.01 Activity by country
S.04.02 Information on class 10 in Part A of Annex I of Solvency II Directive, excluding carrier's liability
S.05.01 Premiums, claims and expenses by line of business
S.05.02 Premiums, claims and expenses by country
S.06.01 Summary of assets
S.06.02 List of assets
S.06.03 Collective investment undertakings - look-through approach
S.07.01 Structured products
S.08.01 Open derivatives
S.08.02 Derivatives Transactions
S.09.01 Profit and Loss Income/gains and losses in the period
S.10.01 Securities lending and repos
S.11.01 Assets held as collateral
S.12.01 Life and Health SLT Technical Provisions
S.12.02 Life and Health SLT Technical Provisions - By country
S.12.03 Best estimate by currency and country - Life
S.13.01 Projection of future gross cash flows
S.14.01 Life obligations analysis
S.15.01 Description of the guarantees of variable annuities
S.15.02 Hedging of guarantees of variable annuities
S.16.01 Information on annuities stemming from Non-Life Insurance obligations
S.17.01 Non-Life Technical Provisions
S.17.02 Non-Life Technical Provisions - By country
S.17.03 Best estimate by currency and country - Non Life
25 Insurance Day Deutschland 2015: AnlV und S II
III Solvency II / Säule III: Reporting
Templates:
S.18.01 Projection of future cash flows
S.19.01 Non-life insurance claims
S.20.01 Development of the distribution of the claims incurred
S.21.01 Loss distribution risk profile
S.21.02 Non-life underwriting peak risks
S.21.03 Non-life underwriting mass risks
S.12.01 Life and Health SLT Technical Provisions
S.12.02 Life and Health SLT Technical Provisions - By country
S.12.03 Best estimate by currency and country - Life
S.13.01 Projection of future gross cash flows
S.14.01 Life obligations analysis
S.15.01 Description of the guarantees of variable annuities
S.15.02 Hedging of guarantees of variable annuities
S.16.01 Information on annuities stemming from Non-Life Insurance obligations
S.17.01 Non-Life Technical Provisions
S.17.02 Non-Life Technical Provisions - By country
S.17.03 Best estimate by currency and country - Non Life
S.18.01 Projection of future cash flows
S.19.01 Non-life insurance claims
S.20.01 Development of the distribution of the claims incurred
S.21.01 Loss distribution risk profile
S.21.02 Non-life underwriting peak risks
S.21.03 Non-life underwriting mass risks
S.22.01 Impact of long term guarantees and transitional measures
S.22.02 Projection of future cash flows (Best Estimate - Matching portfolios)
S.22.03 Information on the matching adjustment calculation
S.22.04 Information on the transitional on interest rates calculation
S.22.05 Overall calculation of the transitional on technical provisions
S.23.01 Own Funds
S.23.02 Detailed information by tiers on own funds
S.23.03 Annual movements on own funds
S.23.04 List of items on own funds
S.24.01 Participations held
26 Insurance Day Deutschland 2015: AnlV und S II
III Solvency II / Säule III: Reporting
Templates:
S.25.01 Solvency Capital Requirement - Only SF
S.25.02 Solvency Capital Requirement - SF and PIM
S.25.03 Solvency Capital Requirement - IM
S.26.01 Solvency Capital Requirement - Market risk
S.26.02 Solvency Capital Requirement - Counterparty default risk
S.26.03 Solvency Capital Requirement - Life underwriting risk
S.26.04 Solvency Capital Requirement - Health underwriting risk
S.26.05 Solvency Capital Requirement - Non-Life underwriting risk
S.26.06 Solvency Capital Requirement - Operational risk
S.26.07 Solvency Capital Requirement - Simplifications
S.27.01 Solvency Capital Requirement - Non-Life Catastrophe risk
S.28.01 Minimum Capital Requirement - Non-Composite
S.28.02 Minimum Capital Requirement - Composite
S.29.01 Excess of Assets over Liabilities
S.29.02 Excess of Assets over Liabilities - explained by investments and financial liabilities
S.29.03 Excess of Assets over Liabilities - explained by technical provisions
S.29.04 Detailed analysis per period - Technical flows versus Technical provisions
S.30.01 Basic Facultative covers for non-life and life business basic data
S.30.02 Shares Facultative covers for non-life and life business shares data
S.30.03 Basic Outgoing Reinsurance Program basic data
S.30.04 Shares Outgoing Reinsurance Program shares data
S.31.01 Share of reinsurers
S.31.02 SPV Special Purpose Vehicles
S.32.01 Undertakings in the scope of the group
S.33.01 (Re)insurance individual requirements
S.34.01 Non-(re)insurance individual requirements
S.35.01 Contribution to group TP
S.36.01 Equity-type transactions, debt and asset transfer
S.36.02 Derivatives
S.36.03 Internal reinsurance
S.36.04 Cost Sharing, contingent liabilities, off BS and other items
S.37.01 Risk concentration
S.38.01 Duration Liabilities Duration Liabilities
27 Insurance Day Deutschland 2015: AnlV und S II
III Solvency II / Säule III: Reporting
Anlagekategorien nach Annex IV (Unterkategorien in Annex V)
1
Staatsanleihen
Anleihen, die von öffentlicher Hand begeben werden, sei es von Zentralstaaten/Bundesstaaten, supranationalen staatlichen
Institutionen, Regionalregierungen oder Kommunalverwaltungen
2
Unternehmensanleihen
Von Unternehmen begebene Anleihen
3
Eigenkapitalinstrumente
4
Investmentfonds
Anteile und andere, Anteilen gleichwertige Wertpapiere, die das Kapital von Gesellschaften, d. h. das Eigentum an einer
Gesellschaft darstellen
Unternehmen, deren einziger Zweck in der gemeinsamen Anlage in Wertpapiere und/oder andere finanzielle Vermögenswerte
besteht
5
Strukturierte Schuldtitel
Hybride Wertpapiere, die ein festverzinsliches Instrument mit einer Reihe von derivativen Komponenten kombinieren.
Ausgenommen von dieser Kategorie sind festverzinsliche Wertpapiere, die von Staaten ausgegeben werden. Betrifft Wertpapiere,
in die ein Derivat, unabhängig von der Derivatkategorie, oder eine Kombination von Derivatkategorien, eingebettet ist, einschließlich
Credit Default Swaps (CDS), Constant Maturity Swaps (CMS), Credit Default Options (CDOp). Vermögenswerte in dieser Kategorie
unterliegen nicht der Zerlegung
6
Besicherte Wertpapiere
Wertpapiere, deren Wert und Zahlungen von einem Portfolio zugrundeliegender Vermögenswerte abgeleitet sind. Dazu gehören
Asset Backed Securities (ABS), Mortgage Backed Securities (MBS), Commercial Mortgage Backed Securities (CMBS),
Collateralised Debt Obligations (CDO), Collateralised Loan Obligations (CLO), Collateralised Mortgage Obligations (CMO).
Vermögenswerte in dieser Kategorie unterliegen nicht der Zerlegung
7
Barmittel und Einlagen
Geld in physischer Form, Bankeinlagen und sonstige Geldeinlagen
8
Hypotheken und Darlehen
Finanzielle Vermögenswerte, die entstehen, wenn Gläubiger besichert oder nicht besichert Mittel an Schuldner, einschließlich CashPools, verleihen
9
Immobilien
Gebäude, Grundstücke und andere Bauten und Anlagen (unbewegliches Sachgut)
A
Futures
Standardisierter Vertrag zwischen zwei Parteien zum Kauf oder Verkauf eines bestimmten, hinsichtlich Quantität und Qualität
standardisierten Vermögenswertes zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft, zu einem bei Vertragsabschluss vereinbarten
Preis
B
Kaufoptionen
Vertrag zwischen zwei Parteien zum Kauf eines Vermögenswertes zu einem Referenzpreis in einem bestimmten Zeitrahmen, wobei
der Käufer der Kaufoption das Recht, aber nicht die Verpflichtung erwirbt, den als Basisgröße dienenden Vermögenswert zu kaufen
C
Verkaufsoptionen
Vertrag zwischen zwei Parteien zum Verkauf eines Vermögenswertes zu einem Referenzpreis in einem bestimmten Zeitrahmen,
wobei der Käufer der Verkaufsoption das Recht, aber nicht die Verpflichtung erwirbt, den als Basisgröße dienenden Vermögenswert
zu verkaufen
D
Swaps
Vertrag, bei dem die Gegenparteien bestimmte Vorteile des Finanzinstruments einer Partei gegen die Vorteile des
Finanzinstruments der anderen Partei tauschen, wobei die Vorteile von der Art des jeweiligen Finanzinstruments abhängen
E
Forwards
Nichtstandardisierter Vertrag zwischen zwei Parteien zum Kauf oder Verkauf eines bestimmten Vermögenswertes zu einem
bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft, zu einem bei Vertragsabschluss vereinbarten Preis
F
Kreditderivate
Derivat, dessen Wert vom Kreditrisiko eines zugrundeliegenden Schuldtitels, Darlehens oder sonstigen finanziellen
Vermögenswerts abgeleitet wird
28 Insurance Day Deutschland 2015: AnlV und S II
III Solvency II / Säule III: Fondsreporting
Wie unterteilt sich nach Annex V die Kategorie
„Investmentfonds“ (CIC-Gruppe 4)?
• Unterteilung der „Investmentfonds“:
– 41: Aktienfonds
– 42: Rentenfonds
– 43: Geldmarktfonds
– 44: Themenfonds
– 45: Immobilienfonds
– 46: Alternative Investmentfonds
– 47: Private Equity Fonds
– 48: Infrastrukturfonds
– 49: sonstige Fonds
• Unschärfen und Überschneidungen !
29 Insurance Day Deutschland 2015: AnlV und S II
III Solvency II / Säule III: Fondsreporting
Was gilt für das Quantitative Reporting Template (QRT) beim
Fondsreporting?
• Template S.06.03 – Collective Investment Undertakings:
– Reportingfrequenz: Jahresbasis. Bei Überschreitung von Kennziffer
Quartalsbasis
– Look-Through: Identifikation von Asset Category (CIC), Country of issue and
Currency (ggf. wiederholte Durchschau) und jeweiligem Gesamtbetrag
• Ausarbeitung durch Branchenverbände:
– BVI u.a.: “Template for the Solvency 2 reporting” (Draft 2.0)
– BVI: Solvency II Report Immobilienfonds
30 Insurance Day Deutschland 2015: AnlV und S II
III Solvency II / Säule III: Fondsreporting
Template BVI u.a. für allgemeines Fondsreporting (1/2):
•
•
•
•
Portfolio Characteristics and Valuation (Merkmale 1 - 11)
Instrument Codification (Merkmale 12 - 17)
Valuations and Exposures (Merkmale 17b - 31)
Instrument Characteristics & Analytics
– Interest Rate Instruments Characteristics (Merkmals 32 - 45)
– Issuer Data (Merkmale 46 - 59)
– Additional Characteristics for Derivatives (Merkmale 60 - 65)
– Derivatives / Additional Characteristics on the Underlying Asset (Merkmale 67 89)
– Analytics (Merkmale 90 – 94b
• Transparency (Merkmal 95)
• Indicative Contributions to SCR (Merkmale 97 – 105b
31 Insurance Day Deutschland 2015: AnlV und S II
III Solvency II / Säule III: Fondsreporting
Template BVI u.a. für allgemeines Fondsreporting (2/2):
• Additional Information Instrument (Merkmale 106 - 114)
• Additional Information Portfolio Characteristics (Merkmale 115 126)
• Specific Data for Convertible Bonds (Merkmale 127 - 128)
• Specific Data in Case no Yield Curve of Reference is Available
(Merkmal 129)
32 Insurance Day Deutschland 2015: AnlV und S II
III Solvency II / Säule III: Immobilienfondsreporting
Was verlangt das BVI-Template für Immobilienfonds (1/2)?
• Varianten: Durchschau und Teildurchschau
• Orientierung
– Zeilen: Vermögensgegenstände des Immobilien-AIF (s.u.)
– Spalten: Bis zu 134 Daten zu den Vermögensgegenständen
• Vermögensgegenstände
– Property (office and commercial), (residential), (under construction), (other)
– Anschaffungsnebenkosten
– Bankguthaben, Termingeld
– Darlehen immobilienbesichert (fixe Verzinsung), (variable Verzinsung)
– Devisentermingeschäfte
– Zinsswaps (fixe Seite), (variable Seite)
– Sonstige Vermögensgegenstände (u.a. indirekt aus Beteiligungen an
Immobiliengesellschaften)
33 Insurance Day Deutschland 2015: AnlV und S II
III Solvency II / Säule III: Immobilienfondsreporting
Was verlangt das BVI-Template für Immobilienfonds (2/2)?
• Daten: Übersicht über die (134) Spalten
– Fundamentaldaten (Identifikation, Name, Währung, Bewertungsdatum, Preis,
Anteil Cash, Duration)
– Daten Vermögensgegenstand (CIC-Code, Identifikation, Instrument, Menge,
Nominalbetrag, Kontraktgröße, Währung, Marktwert, Prozentanteil)
– Daten über Verzinsung
– Daten zu Fälligkeit / Rückgabe / Ausübungszeitpunkte
– Daten zu Herkunft (Emittent, Land)
– SCR-Daten zu Marktrisiko (Property Risk, Spread Risk)
34 Insurance Day Deutschland 2015: AnlV und S II
IV Steueraspekte bei VAG-Investoren
Was sind die steuerlichen Rahmenbedingungen?
• Typ des Investors:
– Sachversicherer: Keine besonderen Vorkehrungen notwendig
– Personenversicherer (Leben / Kranken): Minimale Steuerbelastung bei
Synchronisierung von Handelsbilanz und zu versteuerndem Einkommen wegen
Abziehbarkeit der sog. Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB), deshalb
geringe Bemessungsgrundlage
– Versorgungswerke und Pensionskassen: Persönliche Steuerbefreiung
– Konsequenzen: Vermeidung Auseinanderfallen von Handelsbilanz und
Steuerergebnis und von Steuerlast innerhalb der Anlagekette
• Zielsetzung / Side Letter Verhandlungen:
– Synchronisierung: Vollausschüttungsvereinbarung und Führung Einlagekonto
– Vermeidung deutscher Vehikel, auf deren Ebene eine Steuerbelastung
eintreten könnte
35 Insurance Day Deutschland 2015: AnlV und S II
V Resümee und Ausblick
Welche Kernpunkte bestimmen die Kapitalanlage von VAGInvestoren gegenwärtig und zukünftig?
• Stärkere Akzentuierung Alternativer Anlagen im Nullzinsumfeld
• Zersplitterung des aufsichtsrechtlichen Umfelds ab 2016 durch
Parallelität von Solvency II für Versicherer/Rückversicherer und
AnlV für Altersvorsorgeeinrichtungen
• Look-Through-Reporting als wesentlicher Erfolgsfaktor für Asset
Manager (vor allem bei Solvency II)
• Bevorzugung von Fremdkapitalinstrumenten (bei Solvency II
zudem Kurzläufer und/oder gutes Rating)
• Standortproblematik, da Investmentfonds (im steuerlichen
Sinne) für Alternative Anlagen im Inland nicht verfügbar.
36 Insurance Day Deutschland 2015: AnlV und S II
Ihr Ansprechpartner
Dr. Martin Krause ist Anwalt für die Bereiche Asset Management und Debt Capital
Markets. Er hat sich auf offene und geschlossene Fonds sowie
Fremdkapitalinstrumente und Kapitalanlageprodukte einschließlich strukturierte
Produkte, True Sale- und synthetische Verbriefungen, gemanagte CDOs, Derivate
sowie und Alternative Investments spezialisiert. Er berät in den vorgenannten
Bereichen sowohl zur grenzüberschreitenden Strukturierung einschließlich den
zugehörigen regulatorischen und bilanziellen Fragestellungen sowie zur
anschließenden Dokumentation und Implementierung.
Martin Krause berät sowohl international wie national Kapitalverwaltungsgesellschaften, Asset Manager, versicherungsregulierte Unternehmen und andere
Finanzdienstleister. Im Hinblick auf Versicherungen berät er zur Anlageverordnung
sowie zu Solvency II..
Dr. Martin Krause
Partner
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T: 069 505096 490
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37 Insurance Day Deutschland 2015: AnlV und S II
2008 trat Martin Krause als Partner unserem Frankfurter Büro bei, nachdem er
zuvor sechs Jahre lang Partner bei einer anderen britischen Sozietät war. Er ist
Rechtsanwalt, Steuerberater und Diplom-Kaufmann.
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