Fracking

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Wirtschaftsvereinigung
Alkoholfreie Getränke e.V.
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Aktuelle Meldung
Fracking: Brunnen der Getränkeindustrie sind
genauso schutzbedürftig wie Trinkwasser
Berlin, 8. Juni 2015 – Anlässlich der heutigen Anhörung
im Bundestagsauschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau
und Reaktorsicherheit zur Regulierung von Fracking
stellt die Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke
e.V. (wafg) ausdrücklich klar, dass die (Mineral-)Brunnen
der Branche einen gleichwertigen Schutzbedarf haben
wie Trinkwasserschutzgebiete bzw. Einzugsbereiche der
öffentlichen Wasserversorgung.
Die wafg appelliert daher an Bundestag und Bundesregierung, diesen Schutz bereits unmittelbar in der bundesgesetzlichen Regelung für (unkonventionelles)
Fracking eindeutig zu verankern.
Die Reichweite der gesetzlichen (Verbots-)Vorgaben für den
Einsatz von Fracking in Deutschland betrifft nicht nur Fragen
der Energieversorgung, sondern spricht vor allem den ausreichenden Schutz der Qualität von Wasser an. Dies gilt
gleichermaßen für Trinkwasser wie für Wässer, die für die
Herstellung von Getränken und Lebensmitteln verwendet
werden.
wafg-Hauptgeschäftsführer Dr. Detlef Groß stellt klar: „Die
Brunnen der Getränke- und Lebensmittelindustrie sind
gleichwertig zu schützen. Daher ist bereits auf Bundesebene
eindeutig klarzustellen, dass die Länder zu einem entsprechenden effektiven Schutz verpflichtet sind“.
Der Entwurf zu § 13a Abs. 3 Wasserhaushaltsgesetz (WHG)
sieht derzeit vor, dass jeweils durch Landesrecht bestimmt
werden „kann“, ob eine Erlaubnis für Fracking in den Einzugsgebieten von Mineralwasservorkommen und für die
Entnahme von Wasser zur Herstellung von Getränken zu
versagen ist – oder auch nicht.
Anders stellt sich demgegenüber die Situation in Wasserschutz- und Heilquellenschutzgebieten sowie weiteren
Die wafg ist die Interessenvertretung für internationale und
nationale Markenhersteller der
Erfrischungsgetränkeindustrie.
Mitglieder sind neben international
aufgestellten Herstellern vor allem
mittelständische und regionale
Mineralwasserbrunnen, Hersteller
von Fruchtsaftgetränken sowie
Unternehmen der Vorstufen.
Der Verband blickt auf eine
inzwischen 130-jährige Tradition,
wobei er sich als Dienstleister und
starker Partner für die Unternehmen
der Branche engagiert.
Besondere Schwerpunkte
sind Verbraucherpolitik,
Lebensmittelrecht, Ernährung,
Wirtschaft und Umwelt.
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Informationen zur wafg
Seite 2
wafg Presseinformation
Fracking: Brunnen der Getränkeindustrie sind genauso schutzbedürftig
wie Trinkwasser
Schutzgebieten für die öffentliche Trinkwasserversorgung
dar: Diese sollen – zu Recht – durch klare Verbote bereits
unmittelbar auf Bundesebene geschützt werden.
Die wafg spricht sich vor diesem Hintergrund zur Gewährleistung eines nachhaltigen Wasserschutzes klar für eine
unmittelbare, umfassende und gleichwertige Verbotsregelung auf Bundesebene für Mineral- und Getränkebrunnen
aus. Groß weist auf die Risiken einer zersplitterten Rechtslage hin: „Es ist nicht zielführend, wenn in einer so zentralen
Frage zukünftig unterschiedliche Ländergesetze greifen sollten. Damit drohen Wettbewerbsverzerrungen und ein föderaler Flickenteppich“.
Die wafg setzt sich gemeinsam mit dem Verband Deutscher
Mineralbrunnen (VDM), dem Deutschen Brauer-Bund (DBB)
und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG)
sowie weiteren Akteuren seit 2013 im „Bündnis zum Schutz
von Wasser“ für eine möglichst restriktive und sachgerechte
Regelung künftiger Fracking-Vorhaben ein.
Weitere Informationen
www.wafg.de.
zur
wafg
Ansprechpartner:
Dr. Detlef Groß, Hauptgeschäftsführer
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