Ausgabe 05/2015 - Gemeinde Lamerdingen

Informationsblatt der Gemeinde Lamerdingen
Mit den Ortsteilen Dillishausen, Großkitzighofen u. Kleinkitzighofen
141. Ausgabe Mai 2015 - erscheint monatlich - Herausgeber Gemeindeverwaltung Lamerdingen
www.lamerdingen.de
Bericht aus der 15.
Gemeinderatssitzung
vom 13.04.2015 zusammengefasst von
Viktoria Engelhart, Gemeindesekretärin
Bauanträge
Das gemeindliche Einvernehmen wird zu
folgendem Bauantrag erteilt:
Ausbau Dachgeschoß und Anbau Balkon
> FlNr. 167, Gemarkung Großkitzighofen,
Buxweg 1
Zuschussantrag des Veteranenvereines Großkitzighofen wegen
Schrifterneuerung am Kriegerdenkmal
Großkitzighofen
Im Zuge der Gesamtgestaltung des
Bereiches um das Kriegerdenkmal veranlasste der Veteranenverein Großkitzighofen auch die Erneuerung der Schrift
am Kriegerdenkmal. Zu den beglichenen
Gesamtkosten über 2.241,96 € beantragen sie einen Zuschuss von 50 % - dies
entspricht einem Betrag über 1.120,98 €.
Die Räte entsprechen diesem Zuschuss
in o.g. Höhe.
Es ist mal wieder Freinacht!
Liebe Eltern, liebe Jugendliche, liebe Bürger
In der Nacht zum 1.Mai ist mal wieder Freinacht. Jugendliche
ziehen meist grüppchenweise durchs Dorf und verziehen
nach alter Tradition alles Bewegliche, was nicht aufgeräumt
ist.
Für viele Bürger, meist Ältere und Alleinstehende ist dies
jedes Jahr ein Gräuel und Ärgernis. Dieser Spaß hat in den
letzten Jahren immer wieder für Unverständnis und Ärger
gesorgt.
Einsame Gegenstände verziehen und evtl. auf dem Dorfplatz
abstellen ist eine Gaudi. In abgesperrte Grundstücke eindringen, Gärten oder anderes zu zerstören oder Dinge so zu verstecken, dass sie nicht mehr gefunden werden können, ist
nicht mehr lustig.
Bei der Freinacht handelt es sich um einen alten Brauch,
jedoch muss auch daran erinnert werden, dass damit kein
Freiraum für Sachbeschädigungen gegeben ist, sondern die
volle Haftung für den angerichteten Schaden übernommen
werden muss.
Ich bitte daher alle „Verzieher“ daran zu denken, dass zu dem echten Brauchtum
Spielregeln gehören, an die man sich halten muss. Die Eltern bitte ich, Kinder und
Jugendliche anzuhalten, nichts zu beschädigen, keine Verkehrshindernisse oder
Stolperfallen aufzubauen und sie auch darauf hinzuweisen, dass für Personenoder Sachbeschädigung die Haftung übernommen werden muss.
Konrad Schulze, 1. Bürgermeister
Gemeindemitteilungen
Die Befüllung von Swimming- oder größeren Gartenpools kann sich auf die
Höhe der Wasser-/Kanalgebühren auswirken.
Alle Einwohner der Gemeinde Lamerdingen,
die einen Swimming- oder größeren Gartenpool besitzen und auch befüllt haben, werden gebeten bei der Gemeinde Lamerdingen
oder der Verwaltungsgemeinschaft Buchloe
schriftlich (soweit noch nicht geschehen) folgendes zu melden:
1. Maße des Pools
2. Datum der Befüllung
3.Art der Wasserentnahme (über
Hydrant, Hauszähler, …)
4. Wasserhöhe
5. Wohin wird das Wasser im Herbst
abgelassen (Sickerschacht, Kanal, …)?
Frühling am Weiher in Kleinkitzighofen
Foto: Barbara Bayer
1
Ein entsprechendes Formblatt hierfür
gibt es bei der Gemeinde Lamerdingen,
der Verwaltungsgemeinschaft Buchloe,
Rathausplatz 1, 1. Stock, Zi. 102, oder im
Internet unter www.lamerdingen.de
Gemeinde - Kirchliches - Allgemeines - Vereine
Die Bayerische Polizei sucht noch Bewerber/-innen
für den Einstellungstermin März 2016. Aber auch
Bewerbungen für September 2016 sind bereits
möglich
Die Bayerische Polizei bietet im Jahr 2016 jungen motivierten
Menschen in der 2. Qualifikationsebene wieder zahlreiche
Ausbildungsplätze mit Zukunft und Perspektive.
Ein krisensicherer Beruf mit Verantwortung und Abwechslung wartet auf Sie.
Bewerben Sie sich jetzt! Am 30. April 2015 endet die Bewerbungsfrist für März
2016.
Alles zum Beruf, zur Ausbildung und zum Bewerbungsprozess finden Sie hier>>
http://www.polizei.bayern.de/wir/beruf/index.html
oder suchen Sie einfach im Internet nach „Einstellungsberater“ und Ihrem
Landkreis bzw. Ihrer kreisfreien Stadt. So finden Sie schnell eine/-n kompetente/-n
Ansprechpartner/-in. Vereinbaren Sie noch heute einen Termin mit Ihrer bzw.
Ihrem zuständigen Einstellungsberater/-in.
2. Steuertermin
Am 15. Mai 2015 sind für das
2. Kalendervierteljahr 2015 folgende
Abgaben zur Zahlung fällig:
GrundsteuerVierteljahresrate
GewerbesteuerVorauszahlungsrate
Alle Selbstzahler werden gebeten,
für die rechtzeitige Einzahlung dieser
Abgaben in die Kasse der Verwaltungsgemeinschaft Buchloe zu sorgen.
Bei allen anderen Zahlungspflichtigen,
die einen Abbuchungsauftrag erteilt
haben, werden die fälligen Beträge
vom Konto abgebucht.
Inselsurfen im BiZ
Am 20. Mai 2015
von 14.00 - 18.00 Uhr
im Berufsinformationszentrum (BiZ)
der Agentur für Arbeit Kempten
Rottachstraße 26, 87439 Kempten
Sie haben Fragen zu Arbeit und Beruf,
Ausbildung und Studium,Bewerbung
oder Ausland?
Kommen Sie mit uns auf eine Entdeckungsreise,wenn Sie Interesse und
Fragen zu diesen Themen haben.
Gerne sind wir bereit, Ihnen mit fachkundigem Personal an den verschiedenen
Themeninseln für Ihre Fragen Rede und
Antwort zu stehen.
Sie bekommen Tipps und Anregungen zu
Bewerbungen, Stellensuche, Berufsorientierung, Ausbildung und Studium.
Jeder Besucher erhält ein „Los“ und hat
die Möglichkeit einen kleinen Preis zu
gewinnen.
Wir laden Sie ein, mit uns in den neu
gestalteten Räumlichkeiten durch unsere vier Themeninseln zu surfen und Sie
werden sehen, ein Besuch im BiZ lohnt
sich immer!
-Verwaltungsgemeinschaft Buchloe-
Zu Fuß nach Kloster Andechs,
das sind je nach Körpergröße 45000
bis 50000 Schritte, die gemeinsam
als Wallfahrt für eine Bitte, einen
Dank, ein besonderes Anliegen, eine
körperliche Herausforderung oder einfach nur „so“ gemacht werden. Ein
intensives Naturerlebnis gibt es gratis
dazu. Auch in diesem Jahr lädt die
Pfarrgemeinde St. Martin in Lamerdingen am Pfingstmontag, den 25.Mai zu
der althergebrachten Fußwallfahrt
nach Kloster Andechs ein. Die Wallfahrer treffen sich zum Abmarsch um
1.00 Uhr am Papstdenkmal in Lamerdingen. Der Wallfahrtsgottesdienst in
Andechs ist um 11.00 Uhr. Da sich die
Wallfahrergruppe insbesondere zu
Beginn auf Straßen bewegt, wird die
Ausrüstung mit Warnweste und evtl.
Taschenlampe empfohlen. Aus organisatorischen Gründen (u. a. wegen
Frühstück) wird die Anmeldung bei
Fam. Batzer, Tel.: 08248-458 od.
0173-2118371 erbeten.
Wie jedes Jahr hat der Fischereiverein Lamerdingen auch heuer die Gennach und
den Lüsslebach von Unrat befreit. Hierzu trafen sich 20 aktive Vereinsmit-glieder,
die in 3 Gruppen aufgeteilt in den Gewässern und am Gewässerrand Abfälle entfernten und unter anderem Sturmschäden von Orkan Niklas beseitigten.
Text: Jörg Jousma, Foto: Hans Bayer
2
Soziales Netzwerk der Gemeinde Lamerdingen
„ZU HAUSE DAHEIM“
Frauenfrühstück Terminänderung
Wie bereits in der vorherigen Ausgabe des
Gemeindeblatts bekannt
gegeben, wird der Termin
für das Frauenfrühstück mit
Herrn Epp nicht im Mai, sondern im Oktober stattfinden.
Aktionswoche des
Sozialministeriums
„Zu Hause daheim“
vom 01.Mai bis 10. Mai 2015.
Bei der Aktionswoche des Sozialministeriums werden bayernweit
rund 170 Veranstaltungen stattfinden.
Im Programmheft kann man sich
über die einzelnen Veranstaltungen
informieren.
Das Spektrum ist vielfältig, Messen, Vorträge, Tage der offenen
Tür aber auch Filmvorführungen
werden angeboten.
Das Programmheft finden Sie
unter www.stmas.bayern.de/senioren/daheim/downloads.php.
Soziales Netzwerk der
Gemeinde Lamerdingen
Bürgertreff
Vortrags- und
Informationsveranstaltungen
Ausstellungen
„ZU HAUSE DAHEIM“ - in der Gemeinde Lamerdingen
Ein Beratungs- und Informationsangebot des Sozialen Netzwerks der
Gemeinde Lamerdingen
Am Freitag, den 15. Mai 2015 beteiligt
sich das Soziale Netzwerk der Gemeinde
Lamerdingen mit einem breiten Informationsangebot an der Aktionswoche
des Sozialministeriums „Zu Hause
daheim“.
Daheim wohnen bleiben in den eigenen
vier Wänden und in der vertrauten
Umgebung, das ist der Wunsch aller
älteren und älterwerdenden Menschen,
auch in unserer Gemeinde.
Im Rahmen dieser Aktion beraten wir Sie
an diesem Tage zu Ihren ganz persönlichen Fragen rund um das Thema:
Zu Hause wohnen bleiben und alternative Wohnformen.
•Betreutes Wohnen zu Hause
• Barrierefreie Gestaltung des Wohnraums
•Allgemeine Sicherheit und Sturzprophylaxe
•Beratung zur Wohnungsanpassung für altersgerechtes Wohnen,
•Technik und Hilfsmittel / finanzielle Hilfen
• Serviceleistungen aller Art
•Teilhabe am kulturellen Leben in der Gemeinde
Leistungen der Pflegeversicherung
Das neue Pflegegesetz - Verbesserung
der Pflegeleistungen.
Pflegebedürftige und pflegende
Angehörige sollen durch verbesserte
Leistungen stärker entlastet werden. Wir
informieren Sie über die wichtigsten
Änderungen
Fragen zum Thema Demenz
Demenzberatung- und Hilfe in der
Gemeinde Lamerdingen.
Informationen zu Demenzhilfen im
Allgäu.
Generationencafe
„gmiatlich beinand“
Unterhaltungs- und Kulturprogramm
Teegesprächskreis
zu aktuellen Themen
(1x im Monat)
Frühstückstreffen für Frauen
für Jung und Alt
mit interessanten Themen und
hervorragenden Referenten
Altentreff „Sellichsmol“
Treffpunkt der älteren Generation
Erzählcafe, Unterhaltung, Ausflüge
Demenzberatung, Begleitung und
Betreuung von Menschen, die an
Demenz erkrankt sind
Entlastung der pflegenden
Angehörigen
„In guten Händen“
Begleitung von Menschen mit schweren Erkrankungen und verkürzter
Lebenserwartung; Unterstützung und
Beratung der Angehörigen
Hauswirtschaftliche Versorgungen
Vernetzung mit den „Elfen, die im
Haushalt helfen“
Fr a g e n z u r Vo r s o r g e v o l l m a c h t ,
Betreuungs- und Patientenverfügung
und dem Behindertentestament
BÜRGERBÜRO
Soziale Beratungssprechstunden
(nach Terminvereinbarung)
Wir freuen uns Sie in der Zeit zwischen
14.00 bis 19.30 Uhr im grossen Festsaal
des Dorfhauses begrüßen zu dürfen.
Kuchen, Kaffee und ein kleiner Imbiss
stehen zur Verfügung.
Gemeinde Lamerdingen,
Telefon 08248/216
Ansprechpartner:
Ditrun Steinseifer-Vogel
08241/962650 [email protected]
Ditrun Steinseifer-Vogel und Annamaria Heiß
3
Soziales - Vereine
Verantwortungsvoller Umgang mit freiheitsentziehenden Maßnahmen in der Pflege:
Was ist der Werdenfelser Weg?
„Der Werdenfelser Weg ist ein verfahrensrechtlicher Ansatz im Rahmen des
geltenden Betreuungs- und Verfahrensrecht, den Gedanken der Vermeidung
von Fixierungen und freiheitsentziehenden Maßnahmen wie Bauchgurte,
Bettgitter, Vorsatztische in Einrichtungen
zu stärken“
Dr. Sebastian Koch
Der Werdenfelser Weg ist eine von
Garmisch-Partenkirchen ausgehende,
mit großer Geschwindigkeit bundesweit
wachsenden Initiative von Menschen, die
sich jeweils in ihrem eigenen Tätigkeitsumfeld aktiv darum bemühen, dass
Fixierungen und Freiheitsentziehungen
von kranken, alten und behinderten
Menschen vermieden werden, wo immer
das vertretbar ist.
Die Initiative „Werdenfelser Weg“ hat auf
diesem Weg zu einer erheblichen
Reduzierung von Fixierungsmaßnahmen
in vielen Pflegeeinrichtungen geführt.
Spezialisierte Verfahrenspfleger für das
gerichtliche Genehmigungsverfahren
von Fixierungen wurden in eigenen
Schulungen fachlich fortgebildet. Der
Verfahrenspfleger diskutiert im gericht-
lichen Auftrag jeden Fixierungsfall individuell , oftmals über einen Zeitraum von
mehreren Wochen. Es wird gemeinsam
mit den Angehörigen und dem Heim
nach Alternativüberlegungen gesucht
und hin und wieder kommt es auch zu
einer Erprobung von Alternativmaßnahmen.
Angestrebtes Ziel ist, zu einer gemeinsam getragenen Abschätzung zu kommen um z.b.Verletzungsrisiken zu vermeiden. Es kommt abschließend zu einer
gerichtlichen Entscheidung. Mit dieser
Stärkung des Gedankens der Vermeidung
von Fixierungen , der aktiv vom
Betreuungsgericht, Betreuungs-behörde
und Heimaufsicht und Unter-stützung
d e s M e d i z i n i s c h e n D i e n s te s d e r
Krankenkassen hineingetragen wird, hat
sich die Zahl von Fixierungsanträgen auf
einen geringen Bruchteil reduziert, weil
fast alle Einrichtungen auch ohne
gerichtliche Einschaltung nunmehr von
den Möglichkeiten und Notwendigkeiten
der Fixierungsvermeidung Gebrauch
machen und eigene Dokumentationssysteme nutzen, um regresssicher die
Grundlagen der pflegerischen Nichtfixierungsentscheidung festzuhalten.
Freiheitsentziehende Maßnahmen „Die
Würde des Menschen ist unantastbar.“
(Art. 1 Grundgesetz)
•Freiheitsentziehende Maßnahmen
stellen einen erheblichen Eingriff in die
Selbstbestimmung und Selbständigkeit
eines Pflegebedürftigen dar. Sie sind
deshalb auf das unbedingt notwendige
Maß zu beschränken. Sie dienen dem
Schutz des Pflegebedür f tigen; ein
Einsatz zur Erleichterung der Pflege ist
nicht zulässig.
•Freiheitsentziehende Maßnahmen
sind nur nach gewissenhafter Abwägung
der Freiheitsrechte mit den Fürsorgepflichten unter bedingungsloser Beachtung der Würde des Menschen und seiner Selbstbestimmung anzuwenden.
•Freiheitsentziehende Maßnahmen
sind immer das letzte Mittel der Wahl; es
muss die schonendste und am wenigsten
in die Freiheit des Betroffenen eingreifende Maßnahme zum Tragen kommen,
ihre Dauer muss begrenzt sein und ihre
Notwendigkeit immer wieder reflektiert
werden.
Jahreshauptversammlung des Obst-und Gartenbauvereins
Kleinkitzighofen Text : Andreas Palme, Foto: Ingrid Palme
Auf der Tagesordnung stand u. a. eine
Lichtbildschau über die Teilnahme am
Schützenumzug in Großkitzighofen mit
einem Vierjahreszeitenwagen. Der
Vorstand bedankte sich nochmals bei
den Mitgliedern für die große Unterstützung.
Im Anschluss wurden 2 Mitglieder für
ihren Beitrag im Gartenbau geehrt, Heidi
Götz und Stefanie Magg erhielten Fotourkunden.
Bei den anstehenden, von Bürgermeister
Schulze geleiteten Neuwahlen, ergaben
sich folgende Um-bzw. Neubesetzungen:
1.Vorstand ist Wolfgang Vogel (bisher
Beisitzer), Dorothea Sauter ist wieder 2.
Vorstand, Rosi Söldner übergab ihr langjähriges Amt als Kassenwartin an Ulrike
Auer (nicht auf dem Foto), Minni Götzfried
bleibt weiterhin Schriftführerin, der bisherige Vorstand Andreas Palme, Gabi
Götz sowie Brigitte Merk und die neu aufgenommene Sabine Merk wurden zu
Beisitzern gewählt.
v. lks.: Bgm. Konrad Schulze, Andreas Palme, Minni Götzfried, Dorothea Sauter, Gabi Götz, Wolfgang
Vogel, Sabine Merk u. Brigitte Merk
4
Infos - Termine - Veranstaltungen
Amtliche Termine
und Öffnungszeiten
Gemeindekanzlei in Lamerdingen
Hauptstraße 1
86862 Lamerdingen
jeden Montag
Gymnastikgruppe Lamerdingen im
Schützenheim
19:15 Uhr bis 20:15 Uhr: Gymnastikgruppe
Tel: 08248 216
Fax: 08248 901164
20:15 Uhr bis 21:15 Uhr: Gymnastikgruppe
Frauen
18:30 Uhr, Gymnastikgruppe
Großkitzighofen
19:30 Uhr, Gymnastikgruppe
Kleinkitzighofen
19:30 Uhr, Gymnastikgruppe Dillishausen
Oase - Haus Schatzinsel
Öffnungszeiten:
Montag, Dienstag, Freitag
09:00 - 12:00 Uhr
Donnerstag
15:00 - 18:30 Uhr
Mittwoch geschlossen
Amtsstunden des 1. Bürgermeisters:
Persönliche Terminvereinbarung unter
08248 216
Behindertenbeauftragte/
Seniorenbeauftragte der Gemeinde
Ditrun Steinseifer-Vogel
Tel.: 08241 962650 und 08248 216
Sprechstunden in der Gemeindekanzlei:
Dienstags, Termine nur nach Vereinbarung.
jeden Dienstag
09:30 Uhr, Eltern-Kind Gruppe im
Dorfhaus Großkitzighofen
Tel.: 08248 2319666
19:30 Uhr, Schützenverein
“Almenrausch” Großkitzighofen
Schießabend
jeden Mittwoch
20:00 Uhr, Gymnastikgruppe Kleinkitzighofen
“Rücken-Aktiv”
jeden Donnerstag
9:30 Uhr,
Treff der Krabbelgruppe im
Dorfhaus Lamerdingen
20:00 Uhr, Singstunde des
Kirchenchors im Schützenheim
Großkitzighofen
Wertstoffhof Lamerdingen:
Öffnungszeiten:
Samstag, von 9:00 bis 12:00 Uhr
jeden Freitag
17:30 Uhr, Jugendkapelle GennachLamerdingen
Orchesterprobe im Probenraum
19:00 Uhr,
Schützenverein
“Almenrausch” Großkitzighofen
19:30 Uhr,
Schützenverein “Hubertus”
Lamerdingen, mit Jugendtraining
Trainingsabend Schützenverein
“Schützenlust Dillishausen”
Schießabend
19:30 Uhr,
Öffnungszeiten der Vereinsheime
und Gasthäuser
Gasthaus Sonne Lamerdingen
Dienstag bis Freitag
ab 16:00 Uhr
Dienstag ab 17:00 Uhr Frische Schlachtplatte
Sa. und So. nach Vereinbarung geöffnet
Montag Ruhetag
Musikverein Lamerdingen,
Orchesterprobe im Probenraum
20:00 Uhr,
18:00 Uhr,
Maibaumaufstellen
Lamerdingen
an der Hauptstraße
01. Mai, Freitag (Tag der Arbeit)
Maibaumaufstellen
13:00 Uhr, Großkitzighofen
Singoldstraße
04. Mai, Montag
20:00 Uhr, “Sängertreffen” im
Gasthof Völk, Dillishausen
Jeder Singbegeisterte kann mitmachen
9. Mai, Samstag
08:00 Uhr, Altpapiersammlung
Schützenverein Großkitzighofen
9. oder 16. Mai
Altpapiersammlung
des FSV Lamerdingen
8. Mai, Freitag
Rundenwettkampffeier
Schützenverein Großkitzighofen
14. - 17. Mai,
19:30 Uhr, Bezirksmusikfest in Weicht
Musikverein Lamerdingen
17. Mai,
13:00 Uhr, Festumzug in Weicht
17. Mai, Sonntag
Bayerisches Böllertreffen in
Ludenhausen
Schützenverein Großkitzighofen
23. Mai, Samstag
19:00 Uhr, FSV Saisonabschlussfeier im
Sportheim Lamerdingen
24. Mai, Pfingstsonntag
13:30 Uhr, Festumzug in Ludenhausen
Schützenverein Großkitzighofen
Spieleabend beim FSV
jeden 1. Freitag im Monat
18:00 Uhr, Fischereiverein
25. Mai, Pfingstmontag
01:00 Uhr, Fußwallfahrt nach Andrechs
(Siehe Info)
Stammtisch am oberen Weiher
Vorschau auf Juni:
Schützenheim Lamerdingen
Geöffnet zu den Trainingszeiten
Sonntags ab 9:30 Uhr Frühschoppen
01. Juni, Montag
20:00 Uhr, “Sängertreffen” im
Gasthof Völk, Dillishausen
Gasthof Völk Dillishausen
Freitag Ruhetag
Tel.: 08241 2796
Jeder Singbegeisterte kann mitmachen
Schützenheim Dillishausen
Freitag ab 19:30 Uhr zu den Trainingszeiten
Bürgerhaus Kleinkitzighofen
Freitag ab 14:00 Uhr
Samstag und Sonntag ab 10:00 Uhr
30. April, Donnerstag
Maifeuer
20:00 Uhr, Dillishausen
am Kitzighofener Weg
Großkitzighofen
am Teilweg
mit Jugendtraining
20:00 Uhr,
Sportheim Lamerdingen (lt. Aushang)
Schützenheim Großkitzighofen
Freitag ab 19:30 Uhr
Termine und
Veranstaltungen
Wöchentliche Termine
Öffnungszeiten des Pfarrbüros
Tel: 08248 368
Dienstag
09:00 - 12:00 Uhr
14:00 - 16:00 Uhr
Mittwoch
09:00 - 12:00 Uhr
9. Juni, Dienstag
Ausflug der
Pfarreiengemeinschaft
(Siehe nächste Seite)
11.-14.06. Bezirksmusikfest in
Gennach
23. Juni, Samstag
Elfmeterturnier
FSV Lamerdingen
Die Juni Termine bitte bis zum 22. Mai an Barbara Bayer unter 08248 1554 oder per eMail melden.
5
Änderungen vorbehalten!
Informationen - Veranstaltungen
Maifeuer und Maibaumaufstellen
Die Gemeinde gratuliert
zu runden Geburtstagen
im März 2015
30. April
Maibaumaufstellen 13:00 Uhr,
(ab 70. Geburtstag,
im 5jährigen Turnus)
Landjugend Lamerdingen, an der
Hauptstraße in Lamerdingen
Lamerdingen
Ludwig Gayer
Maifeuer 20:00 Uhr, Schützenverein
und Feuerwehr Dillishausen, am
Vereinsheim
Dillishausen
Bernhard Eisele
Franz Hahn
Johann Pfister
Beginn ist bei Einbruch der Dunkelheit
am Kitzighofener Weg. Für Stimmung im
Zelt sorgt die Biker Band.
Die Anlieferung darf nur am Donnerstag,
ab 9:00 Uhr erfolgen. Eine vorherige
Anlieferung ist nicht erlaubt. Wir wollen
daran erinnern, dass kein bearbeitetes
Holz verbrannt werden darf. Es werden
auch keine Baumstämme angenommen.
Großkitzighofen
Erwin Hofmuth
Maifeuer 20:00 Uhr, Großkitzighofen,
Der Soldaten- und Kameradschaftsverein
Dillishausen wurde eingeladen, zur7HLO
QDKPHDQGHQ:
Männer- und Soldatenwallfahrten
in Tussenhausen am 10.05.2015 und
Klosterlechfeld am 31.05.2015
am Teilweg
01. Mai
Maibaumaufstellen 13:00 Uhr
Großkitzighofen an der Singoldstraße 17
Verbindliche Anmeldungen zu den
jeweiligen Veranstaltungen können ab
sofort beim 1. Vorstand des Soldaten- und
Kameradschaftsvereins Dillishausen
abgegeben werden.
Jörg Müller,
Eschenlohstraße 5, 86862 Dillishausen
Tel: 08241/5759
E-Mail [email protected]
Bei ausreichenden Anmeldungen wird der
Transport von Dillishausen nach
Tussenhausen bzw. Klosterlechfeld und
zurück organisiert.
Es spielt die Musikkapelle Lamerdingen.
Im Anschluss wird der alte Maibaum
versteigert, der Erlös wird für einen guten
Zweck verwendet.
Ausflug der Pfarreiengemeinschaft zum Jexhof
Die Pfarrei Lamerdingen lädt ein zum
Halbtagesausflug am 9. Juni 2015
12.45 Uhr Abfahrt in Lamerdingen. In
den anderen Ortsteilen hält der Bus
an den Bushaltestellen.
Fahr t zum Kloster Fürstenfeld:
Besichtigung der Klosterkirche mit
Führung.
zum Kaf fee fahren wir zum
Bauernhofmuseum Jexhof.
Rückkehr um ca. 18.00 Uhr
Anmeldung bis zum 28.Mai im
Pfarramt oder bei Maria Schulze, Tel.
08248 1778
Gartenhelfer für Rasenmähen, usw.
auf 450,-€-Basis gesucht,
Tel. 08248/88 84 70
6
Geschichtliches
Der 2. Weltkrieg. 1. Sept. 1939 bis 8. Mai 1945
Ereignisse in der Gemeinde Großkitzighofen
Niedergeschrieben von Max Rapp nach den Aufzeichnungen seines Vaters Martin Rapp, Bürgermeister von Großkitzighofen
von Aug. 1938- Sept. 1945,und eigenen Erinnerungen. Text: Max Rapp, Großkitzighofen, April 2005
Am 27. August 1939, abends um 10 Uhr
brachte ein Polizist aus Buchloe die amtliche Nachricht, dass wir uns mit Polen
im Kriegszustand befinden. Der Bürgermeister erhielt den Auftrag, die PferdeBeordnungen den Bauern zuzustellen.
16 Pferde mussten am nächsten Tag
nach Buchloe gebracht werden. Am 28.
August, früh um 4 Uhr, kamen Autos von
Landsberg mit Ausrüstung und die
Volksschule verwandelte sich in eine
Bekleidungskammer. Reservisten kamen
an und wurden im Dorf einquartiert. Eine
motorisierte Batterie wurde aufgestellt.
Im Hof der Leinsle-Mühle standen 4
schwere Artilleriegeschütze, welche am
1. September abrückten. Das Wehrmeldeamt Mindelheim schickte per
Autokurier die ersten Stellungsbefehle
für 13 Mann, die der Bürgermeister
sofort gegen Unterschrift zustellen musste.
Etwa 90 Mann aus dem Ort sind im Laufe
des Krieges eingerückt. Die allgemeine
Stimmung war sehr gedrückt. Der
Bezirksamtmann (heute Landrat) Thedy
aus Kaufbeuren rief die Bürgermeister
nach Buchloe, wo die LebensmittelKontingentierung bekannt gegeben
wurde und sofort die ersten Lebensmittelkarten verteilt wurden. Die Zwangsbewirtschaftung von Kleidern und Schuhen trat ebenfalls sofort ein.
ln Westdeutschland wurde sofort eine
Kampfzone geräumt. Von dort traf Vieh
ein und bei unseren Landwirten mussten
13 Stück Rinder und Schweine eingestellt werden. Diese wurden dann käuflich erworben.
Aus dem Rheinland kamen Kinder von
den bombengefährdeten Gebieten. Die
ersten Evakuierten kamen im April 1941.
13 Frauen und Kinder aus Wattenscheid.
Diese wurden in leeren Pfründehäusern
untergebracht. Sie hatten nichts dabei.
Betten, Einrichtung, Ess- und Kochgeschirr mussten gestellt werden. Der
nächste Transport kam aus WanneEickel,
später noch 3 Familien aus München
und 3 aus Augsburg.
Großkitzighofen war Aufnahmegebiet
des Raumes Essen, später von Augsburg.
Nach der Bombardierung von Augsburg
kamen noch ca. 70 Personen von dort.
Kriegsgefangene kamen hier nicht zum
Einsatz, da die Unterbringung nicht vor-
schriftsmäßig war.
Nach dem Polenfeldzug, der
Ende Sept. 1939 endete,
kamen die ersten Zwangsarbeiter hierher. Weil im
Laufe des Krieges nach und
nach alle jungen Männer
einrücken mussten, kamen
immer mehr junge Männer
und Frauen aus Polen und
der Ukraine hier an. Sie
kamen aus verschiedenen
Berufen und waren gezwungen, sich auf Landwirtschaft
umzustellen. Bei Kriegs-ende lebten in
Großkitzighofen 44 Russen, Ukrainer
und Polen (Frauen und Männer). Dazu
16 Juden, die sich vom KZ-Außenlager
Kaufering hierher retten konnten.
Am 9. April 1942 war das Abschiedsläuten der Kirchenglocken. Tags darauf
wurden die große Glocke (21 Ztr., gegossen 1590) und die kleine (7Ztr., 1801)
abgenommen. Auch die zwei kleinen
Glocken vom Kapellenturm (20 kg,
1643) wurden abgeholt. Alle Glocken
wurden nach Hamburg transportiert und
lagerten dort auf dem „Glockenfriedhof“
Sie sollten eingeschmolzen und zu
Kriegsmaterial verarbeitet werden. Es
kam aber nicht soweit: Am 20. Juni 1947
bekamen wir die große Glocke und am 7.
Februar 1942 die kleine und eine
Kapellenglocke zurück. Später hat der
Mesner Kosmas Heiß eine Glocke für die
Kapelle gespendet, so dass seither wieder zwei im Turm hängen.
Verdunkelung:
Wegen der Gefahr, dass feindliche Flieger
bei Nacht im Dorf irgendwelche Lichter
sehen, mussten alle Fenster zugehängt,
also verdunkelt werden. Es durfte absolut kein Lichtschein nach außen dringen.
Dazu ist zu vermerken, dass diese Maßnahme aber kein absoluter Schutz war.
Feindliche Flugzeuge konnten bei sternklarer Nacht Ortschaften erkennen und
setzten auch „Christbäume“, das waren
Leuchtraketen, die an Fallschirmen hingen, und das ganze Dorf war taghell
erleuchtet.
Bei der Schreinerei Jakob Frank gab es
eine Werkssirene. Diese wurde abgenommen und beim Bürgermeister am
Hausdach angebracht.
7
Immer wenn Feindflugzeuge angekündigt wurden, dies geschah per telefonischer Nachricht, wurde mit dieser
Sirene Fliegeralarm ausgelöst und später mit Dauerton wieder aufgehoben.
Am 18. März 1944, es lag noch Schnee,
war über dem Nassenwangfeld ein
Luftkampf zweier Jagdflugzeuge. Das
deutsche wurde abgeschossen und
brannte aus. Der tote Pilot wurde von
einer Einheit vom Flugplatz Bad Wörishofen abgeholt.
Ende des Krieges:
ln Anbetracht einer baldigen Besetzung
durch feindliche Truppen arbeiteten die
Bauern mit allen Kräften auf dem Feld,
um die Saat und Kartoffeln in die Erde zu
bringen, was oft schwierig und gefahrvoll
war, weil feindliche Jagdbomber im
Tiefflug über sie hinwegdonnerten.
Am 20. April 1945 fahren andauernd
deutsche Militärkolonnen durch das
Dorf, sie sind auf dem Rückzug. Am 24.
April kamen 1200 Mann Russen von der
„Wiassow Armee“ an. Fast jeder zweite
hatte eine Panzerfaust dabei. Sie kämpften auf deutscher Seite und blieben eine
Nacht hier, jeder Bauer bekam zwischen
10 und 50 Mann zugeteilt. Schlafstellen
waren in der Scheune im Stroh. Der
Kommandeur bat, dass man ihnen
wenigstens eine Kartoffelsuppe kochen
soll, da sie nur eine Feldküche und wenig
Verpflegung haben. Alle sind sehr
anspruchslos und niemand hat sich über
etwas beschwert. Singend verließen sie
am Morgen des 25. April unser Dorf. Die
Fußkranken der Truppe müssen von der
Gemeinde mittels Lanz-Bulldog und
Wagen bis zum Ammersee nachgebracht
werden.
Geschichtliches - Kirchliches
Am Abend des 26. April 1945 war eine
deutsche Kolonne ins Dorf eingefahren
und blieb im Oberdorf (heute Poststraße)
stehen. Ihr Kommandant wartete auf
weiteren Marschbefehl. Er sagte, man
jage sie seit dem Rheinübergang, wie die
Hasen und nun reichen ihre Landkarten
nur noch bis zum Lech. Der Bürgermeister
war voll Sorge wegen der Kolonne, sie
könnte von Feindflugzeugen bombardiert
werden. Doch früh um 2 Uhr fuhren sie in
Richtung Landsberg ab.
Es wird der 25. April 1945 gewesen sein,
man hörte morgens 5 Uhr aus Richtung
Landsberg Flugzeuge und MG-Feuer. Ein
Eisenbahnzug mit kranken KZ-Insassen
war zwischen Kaufering und Hurlach im
Wald stehen geblieben und amerikanische Flieger beschossen den Zug mit
Bordwaffen, weil sie ihn für einen
Militärzug hielten. SS-Posten und die
KZ-Häftlinge retteten sich in den Wald.
Als der Angriff vorbei war, mussten die
Häftlinge wieder zum Zug, doch viele versteckten sich und liefen Richtung lgling.
Gegen 9 Uhr kamen etwa 8 Mann hier in
Großkitzighofen an und bettelten um
Essen. Dann wurden sie versteckt bis die
Amerikaner kamen. Drei Tage lang
kamen von Hunger getrieben noch weitere zu uns. Es waren dann 16 KZ-Insassen, alles Juden. Sie wurden vom
Bürgermeister auf verschiedene Häuser
verteilt, wo sie verpflegt und neu eingekleidet werden mussten. Der Großteil
Traktorenwallfahrt
wurde nach ca. 5 Wochen von den
Amerikanern in ihre Heimat gebracht.
(Sam Berger, einer dieser geflohenen Juden,
beschreibt die Ereignisse auch in seinem Buch.)
Wieder ein Aprilabend, gegen 22 Uhr. Ein
feindlicher Flieger kreist ganz tief über
dem Dorf, wirft einige „Christbäume“ ab
und alles ist taghell erleuchtet. Jeder
fürchtete, dass jetzt gleich Bomben fallen werden. Dann ein Krachen. Die erste
Bombe fiel an der Flurgrenze zwischen
Groß- und Kleinkitzighofen. Weitere
Bomben in Kleinkitzighofen, wo zwei
Gebäude brannten.
Am 26. April kamen deutsche Soldaten
fluchtartig ins Dorf und sagten, dass
amerikanische Truppen schon in Schwabmünchen sind. Eine Panzersperre an der
oberen Singoldbrücke wird sofort weggeräumt.
27. April1945: Die Amerikaner sind da:
Um 8 Uhr früh erfuhr der Bürgermeister,
dass die Amerikaner von Schwabmühlhausen her im Anmarsch sind. Nach 10
Minuten fuhren Panzer und Fahrzeuge
heran. Die Spitze hielt beim ersten
Bauernhof (Fam. Knoll). Nach kurzer
Befragung nach dem Weg nach Landsberg fuhren sie Richtung Nassenwang,
dann rechts ab nach lgling. Gegen 9 Uhr
kam eine zweite Kolonne, wieder von
Norden und fuhr bis ins Oberdorf. Der
Bürgermeister meldete dem Kommandeur, dass das Dorf frei von deutschen
Text: Fanny Schuster, Foto: Kugelmann
Die Katholische Jugendstelle Kaufbeuren lud am Sonntag den 19. April
zu einer Traktorensternwallfahrt ein. Aus Dillishausen nahmen zwei
Schlepper daran teil. In der Früh um 8:30 Uhr starteten sie und fuhren
die rund 60 km nach Speiden. Dort segnete der Weihbischof Florian
Wöhrner die Fahrzeuge. Danach zelebrierte er im Festzelt einen
Wallfahrtsgottesdienst. Am frühen Nachmittag
ging es dann wieder nach Hause.
8
Truppen ist. Am Ortsende (bei Fam. Birk)
fuhren darauf 5 deutsche Bagagewagen
herein und den Amerikanern direkt in die
Hände.
Die Soldaten wurden sofort entwaffnet
und mitgenommen. Die amerikanische
Kolonne fuhr in Richtung Holzhausen
weiter, ging am Hartle-Wald in Stellung
und schoß in den Wald.
Um 10 Uhr kam wieder eine Kolonne,
welche den ältesten Sohn des Bürgermeisters, der vom Lazarett Holzhausen
auf Urlaub daheim ist, als Gefangenen
mitnehmen. Abfahrt nach Kleinkitzighofen. Nun rückte die Hauptarmee
heran, von Norden und Westen. Bis
Mittag waren alle Höfe und Gärten mit
Geschützen und MG besetzt, Schussrichtung Nordwesten, wo eine SS-Division
vermutet wurde. Mittags war ein
Luftkampf über dem Dorf, der deutsche
Jagdflieger musste im Geiselsbergfeld
notlanden und wurde von den Amerikanern ca. 1 km östlich der Kapelle gefangen. Ein amerikanischer Flieger stürzte
im Kitzighofer Moos ab und wurde in
Kleinkitzighofen begraben.
Es wird der letzte Aprilsonntag gewesen
sein, da erscheint beim Bürgermeister
ein amerikanischer Offizier mit dem
Befehl, dass um 2 Uhr nachmittags 8
ehrbare Bürger bereitstehen müssen,
warum wird nicht gesagt. Dann fährt ein
LKW vor, auf dem bereits Männer aus
Kleinkitzighofen und Lamerdingen mit
Geschichtliches - Vereine
ihren Bürgermeistem stehen. Befehl
„Sofort aufsteigen!“ und Abfahrt nach
Unterigling, Richtung Hurlach. Dann auf
Feldwegen nach Osten, der Lamerdinger
Pfarrer sagt, es geht ins KZ Lager 3
Kaufering. Dort stehen bereits etwa 6
LKW mit Bürgern der Umgebung. Jetzt
wird aufgestellt und wir marschieren ins
KZ-Lager hinein, hinter uns eine Abteilung
amerikanischer Soldaten mit Gewehren.
Hier tut sich vor uns ein grauenhaftes
Bild auf. Mehrere 100 Leichen liegen hier
in zwei Reihen auf der Erde, vollständig
entkleidet und total abgemagert, zum
Teil angebrannt und verkohlt. Wir stehen
einen Meter davor. Diese Häftlinge waren
fleckfieberkrank und nicht mehr fähig,
die Baracken zu verlassen, als sie am 26.
April abtransportiert werden sollten. Die
Baracken waren mit Benzin übergossen,
angezündet und zugesperrt worden. Nun
stehen wir vor den Opfern dieser
unmenschlichen Tat. Ein amerikanischer
Major hält eine Rede, die übersetzt wird.
Er sagt, er habe uns hierher gerufen,
damit wir die deutsche Kultur mit eigenen Augen sehen und wir sollen unseren
Kindern erzählen, was die Hitler-Regierung angerichtet hat!
Wir wurden mit dem LKW wieder nach
Hause gefahren.
Die ersten Amis, die am 27. April1945
ankamen, waren Kampftruppen, welche
nicht ins Dorf fuhren, sondern auf Feldwegen Richtung Landsberg. Die Stadt
wurde auch am gleichen Tag besetzt. Die
zweite Kolonne ließ sich dann im Dorf
„häuslich nieder“, das war also die
Besatzungstruppe. Abends schlugen sie
einige Zelte auf und andere „mieteten“
sich bei den Bauern ein. Diese mussten
das Haus verlassen und in der Scheune
schlafen. Nur zur Versorgung des Viehs
durften sie in den Stall kommen. Die
Amis hatten doch Angst, es könnte etwas
passieren und so kurz vor Kriegsende
wollte keiner mehr sein Leben riskieren.
Die Dorfbewohner mussten alle ihre
Waffen, Ferngläser und Fotoapparate
abgeben. Lebensmittelkarten konnten
für den Monat Mai nicht ausgegeben
werden, da diese nicht gebracht oder
geholt werden konnten. Da aber der
Großteil der Dorfbevölkerung Selbstversorger war, wirkte sich das nicht so
schlimm aus. Butter und Kase wurde von
der Molkerei in den üblichen Mengen
abgegeben. Der Bürgermeister veranlasste, dass jeden Samstag ein Stück
Großvieh geschlachtet wurde und pro
Kopf gab es 500 Gramm Fleisch.
Der LEW-Strom fiel aus, es wurde ein
vorhandener Benzinmotor montiert, um
die Milch in der Molkerei verarbeiten zu
können. Der Bürgermeister erhielt einen
Ausweis, dass er mit dem PKW nach
Kaufbeuren fahren konnte. Durch die
Besetzung der Amerikaner fielen sämtliche deutsche Behörden aus und der
Bürgermeister hatte es nicht leicht.
Verschiedene „Elemente“ nutzten dies
aus. So kam der neue Hurlacher Bürgermeister Pfundmayer mit PKW und
Ausweis und behauptete, dass er für die
ehemaligen KZ-Häftlinge fahren dürfe. Er
verlangte unter Drohungen vom Großkitzighofer Bürgermeister die sofortige
Lieferung von 22 neuwertigen Anzügen,
44 Hemden, 44 Unterhosen, 44 Paar
Strümpfe, 22 Hüte oder Mützen, 22
Mäntel, 22 Paar Schuhe und 22
Hosenträger. Ferner bei den Geschäften
vorhandene Teigwaren, Gries, Gewürze
usw., jede Woche 2 mal 500 Liter Milch,
Käse, Butter und 1000 Eier.
Der Großkitzighofer Bürgermeister
sammelte die Kleidung im Dorf ein, gab
sie aber nicht heraus, sondern stattete
die im eigenen Ort befindlichen Juden
und Ausländer damit aus. Pfundmayer
tobte und drohte mit Verhaftung, konnte
aber abgewimmelt werden und es passierte nichts. Beim stellvertr. Landrat
hatte der Bürgermeister kräftige Unterstützung, so dass alle Sachen im
Landkreis blieben. Später stellte sich
heraus, dass Pfundmayer keine „weiße
Weste“ hatte, er wurde als Bürgermeister
abgesetzt und starb nach 2 Tagen.
Immer weniger Helfer sammeln immer mehr Müll.
Fotos/Text: Hans Trautwein
Zur Flurreinigung trafen sich am vergangenen Samstag einige wenige Helfer um
Jagdvorstand Martin Schuster und den
Jagdpächtern mit ihren Jägern. Wieder
wurde ein ganzer Kipper voll Unrat an
Bächen, Wegen und Waldrändern gesammelt, den rücksichtslose Umweltsünder
in der Natur entsorgen. Neben zahlreichen Flaschen aus Glas und Plastik
sowie Autoreifen, Styropor und Papier
fand sich auch ein Tierkadaver in einem
Müllsack Besonders mühsam war die
Bergung von zahlreichen kleineren und
größeren Folien aus dem Krebsbach.
Zum Dank für die zum Teil auch sehr
ekligen Aktionen, luden die Jagdpächter
die Helfer zu einer Brotzeit am Feuerwehrhaus ein.
9
Kirchliches - Aktuelles - Allgemeines
Jahreshauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins
Dillishausen Text: Andrea Blattner, Foto: Volker Sengelaub
Unlängst fand die Jahreshauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Dillishausen statt. Im frühlingshaft geschmückten Schützenheim wurden die zahlreichen Besucher mit einem
Brombeer-Prosecco Aperitif empfangen.
Da der Verein in diesem Jahr sein 30 jähriges Bestehen feiert, gab es für jeden
Besucher ein paar hochwertige Gartenhandschuhe geschenkt. Nach dem offiziellen Teil, wie Kassen- und Tätigkeitsbericht, hielt Frau Hämmerle aus Salgen
einen Vortrag über die Selbstherstellung
von Körperpflegeartikeln , Naturheiltinkturen und Salben. Da dieser Vortrag
großes Interesse bei den Anwesenden
geweckt hat, dies selbst unter Anleitung
herzustellen, wird zu diesem Thema im
November ein Kurs stattfinden.
Die Werklhexen waren fleißig.
Text und Fotos: Karola Schenk
gesucht und gefunden
An einem Abend gestalteten wir zu siebt
Mosaikschalen und Tabletts. Eine Woche später entstanden Insektenhotels.
Die Mosaikschalen haben uns so gut gefallen,
dass wir sie auf jeden Fall im Frühling nochmal
machen möchten. Vielleicht als Vogeltränke...?
Wir würden uns sehr freuen, wenn viele Frauen
aus der Gemeinde bei uns mitmachen!
•Biete Minijob: zwei Vormittage in der Woche für Bearbeitung von Warenein und -ausgang. Computergrundkennt-
nisse erforderlich. Tel. 0172 9798874
•Suche für 2 Pferde eine Wiese mit oder ohne Unterstand zur Pacht.
Telefon: 0151 11230945
Oder habt ihr eine Idee, was ihr schon immer
mal machen wolltet?
Dann ruft an bei Karola Schenck,
Tel. 08248/901 701
Dort erfahrt ihr auch die neuen Aktionen und
Termine.
4-Tage-Fahrt in den Harz
Der VdK-Ortsverband Buchloe unternimmt vom 27.07. bis 30.07.2015
eine Fahrt in den Harz;
Sangerhausen (größte Rosensammlung der Welt), Wernigerode,
Halberstadt, Quedlinburg und Goslar;
Übernachtung im Schloßhotel
Blankenburg.
Information und Anmeldung bitte bei
Franz Hanslbauer 08241-5182 oder
Doris Neuner 08246-734
Die jeweiligen Verfasser tragen die Verantwortung für den Inhalt ihrer Artikel. Die Redaktion behält sich vor, die Texte ohne
inhaltliche Änderung zu redigieren.
Das Juni Informationsblatt erscheint ab 02.06. 2015 Redaktionsschluss ist am Freitag 22.05 2015 um 12.00 Uhr
Volker Sengelaub (Di) Tel. 08241 8004060, [email protected] Bayer (Gk) Tel. 08248 1554, Fax 08248 901345
Ditrun Steinseifer-Vogel (Di) Tel. 08241 962650 [email protected]@yahoo.de
www.atelierbayer.de
Impressum: Informationsblatt der Gemeinde Lamerdingen.
Herausgegeben von der Gemeinde Lamerdingen. Verantwortlich
für die amtlichen Mitteilungen: Bürgermeister Konrad Schulze
Redaktion: Barbara Bayer (Gk), Volker Sengelaub (Di), Ditrun Steinseifer-Vogel (Di) Anschrift der Redaktion: Schwabenstraße 13, 86862
Großkitzighofen, Tel.: 08248 / 1554, Fax: 901345. Satz: Atelier Bayer, Großkitzighofen; Tel. 08248/1554 Druck: Sengelaub Werbung & Grafik, Buchloe.
10