Wärmeschutz und Energieeinsparung - bohny

Thermisch getrennte Führungsschiene
Wärmeschutz und
Energieeinsparung
Thermisch getrennte Führungsschiene
DIN 4108 Beiblatt 2
Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden - Wärmebrücken
Planungs- und Ausführungsbeispiele (Ausgabedatum: 2006-03)
Einführung
Die DIN 4108 Beiblatt 2 ist in aller Munde und häufig werden die
30 mm Überdämmung des Blendrahmens genannt, die laut der
Norm einzuhalten sind, um konform zu sein. Dass hierfür aber noch
diverse Nebenbedingungen einzuhalten sind ist hingegen wenig
bekannt. Wird eine davon nicht beachtet, ist trotz 30 mm Überdämmung eine Konformität nicht unbedingt gegeben und es müsste ein
Einzelnachweis geführt werden.
Die Nebenbedingungen sind für die Haupteinsatzvariante der
thermisch getrennten Schiene, wohl monolitisches Mauerwerk mit
Fassadendämmung, folgende:
•
•
•
•
Dämmstärke 100 bis 160 mm, λ-Wert von 0,4 W/(m · K)
Dicke Mauerwerk 150 bis 240 mm,
λ-Wert zwischen 0,21 W/(m · K) und 1,1W/(m · K)
Fensterrahmen sitzt um max. 25 mm von Kante Mauerwerk
Blendrahmen wird 30 mm überdämmt
Ist einer dieser Faktoren nicht erfüllt, kann die Konformität zur Norm
mittels eines Einzelnachweises für einen anderen Aufbau erbracht
werden. Um dies zu erreichen gilt es einen Ψ-Wert ≤ 0,08 W/(m · K)
nachzuweisen.
Außen gedämmtes Mauerwerk
100 - 160
150 - 240
≤ 25
≥ 30
Die Fuge zwischen
Blendrahmen und
Baukörper ist mit
Dämmstoff (≥ 10 mm)
ausgefüllt
≤ 0,08 W/(m · K)
Altbausanierungen
Hieraus ergibt sich, dass im Regelfall bei Altbausanierungen, bei
denen die Fensterposition gleich bleibt, jedoch eine Fassadendämmung angebracht wird, ohne Einzelnachweis nicht konform zur
Norm sind. Dieser Fall (Blendrahmen des Fensters mehr als 25 mm
eingerückt und WDVS) ist nicht in der Norm definiert.
Für die seitlichen Anschlüsse wird in der DIN 4108 Beiblatt 2 keine Darstellung gezeigt, in der eine Führungsschiene zu sehen ist.
Daher wird eine 30 mm Überdämmung des Blendrahmens
vorgesehen. Wird diese ausgeführt, ist in diesem Bereich die
restliche Ausführung ohne Bedeutung. Der Weg für andere
Lösungen wird mittels des Einzelnachweises freigehalten, in dem
ein Ψ-Wert ≤ 0,08 W/(m · K) nachzuweisen ist.
Mauerwerk
Mauerwerk
> 10 mm
Fensterrahmen
Fensterrahmen
z = 0 mm
160-100 mm
> 10 mm
Wärmedämmung
z < 25 mm
z < 25 mm
240-150 mm
240-150 mm
z = 0 mm
z = 0 mm
Wärmedämmung therm. getr.
Führungsschiene
Wärmedämmung
Wärmedämmung
therm. getr.
therm. getr.
Führungsschiene
Führungsschiene
160-100 mm
160-100 mm
Wärmedämmung
Wärmedämmung
therm. getr.
therm. getr.
Führungsschiene
Führungsschiene
160-100 mm
160-100 mm
> 10 mm
> 10 mm
240-150 mm
160-100 mm
> 10 mm
> 10 mm
240-150 mm
Aus diese Ergebnissen ergibt
sich für die thermisch getrennte
Schienen nun folgende Ansicht
der Rahmenbedingungen:
Diesen Weg sind wir nun mittels der thermisch getrennten
Führungsschiene gegangen. Für die Berechnungen haben wir uns
an die in der Norm geforderten Rahmenbedingungen gehalten
und zuerst nur die der Überdämmung entfallen lassen und die
anderen Grenzwerte dann geprüft. Dabei hat sich gezeigt, dass
bei Einhaltung der restlichen Werte und einem Einrückmaß des
Blendrahmens ins Mauerwerk (fortfolgend z-Maß) von 0 mm
keine weitere Einschränkung getroffen werden muss, bei einem
z-Maß von 25 mm muss zusätzlich der λ-Wert des Mauerwerks
auf 0,45 W/(m · K) eingeschränkt werden.
Generell mussten wir für den Nachweis noch eine Weitere, in der
Norm nicht getroffene Bedingung, einführen, den U-Wert des Fensters. Hier sind wir von einem nach heutigem Stand guten Wert von
1,044 W/(m² · K) ausgegangen.
Auch wenn man die Rahmenbedingungen komplett nach
Beiblatt 2 ausrichtet, aber z.B. ein Fenster mit einem UF-Wert
von 0,7 W/(m² · K) (Fenster ist nicht im Beiblatt 2 geregelt) für die
Berechnung verwendet, würde man den für den Einzelnachweis
geforderten Wert nicht erreichen.
Mauerwerk
Mauerwerk Fensterrahmen
Fensterrahmen
therm. getr.
Führungsschiene
z < 25 mm
Material
> 10 mm
Fensterrahmen
Wärmedämmung
therm.
getr.
thermisch
> 10 getrennte
mm
Führungsschiene
Führungsschiene
Wärmedämmung therm. getr.
z = 0 mm
Führungsschiene
Wärmedämmung
z = 0 mm
240-150 mm
Mauerwerk
160-100
mm mm
240-150
240-150
mm mm160-100
240-150
240-150
mm mm160-100
160-100
mm mm
240-150 mm
z = Abstandsmaß von Außenkante Mauerwerk bis Außenkante Blendrahmen
Bemessungswert
> 10 mm
Mauerwerk
Fensterrahmen
Wärmedämmung therm.
getr.
> 10 mm
Führungsschiene
Ψ-Wert zum Nachweis der
Gleichwertigkeit mit DIN 4108 Beiblatt 2
Wärmedämmung therm. getr.
Wärmeleitfähigkeit λ [W / mFührungsschiene
· K] z < 25 mm
λWärmedämmung ≤ 0,04
z=0
z < 25 mm
z ≤ 25 mm
λMauerwerk ≤ 0,45
Mauerwerk
λMauerwerk ≤ 1,1
Mauerwerk
Fensterrahmen
Mauerwerk
Wärmedurchlasswiderstand U [W / m · K]
Mauerwerk
Fensterrahmen
Fensterrahmen
Fensterrahmen
UF ≥ 1,044
Mauerwerk
Fensterrahmen
≤ 0,08 W/(m · K)
Thermisch getrennte Führungsschiene
Dies ermöglicht es bei einem vorhandenen Einzelnachweis einer Einbausituation und z.B. Einsatz eines besser dämmenden Werkstoffs als Fassadendämmung, sicher zu sein, dass im
Einzelnachweis auch die neue Ausführung konform wäre.
Bewirkt die Veränderung der Rahmenbedingung hingegen
eine Verschlechterung des
WärmeleitΨ-Wertes, kann keine sichere
fähigkeit
UF
Z
Aussage getroffen werden.
Grundlegend haben wir durch diverse Berechnungen zeigen können, dass sich Veränderungen der genannten Rahmenbedingungen
auf den Ψ-Wert immer gleich auswirken, sodass man bei Kenntnis
einer Situation und Änderung einer Randbedingung zumindest die
Tendenz sagen kann. Die Tendenzen sind:
Dämmstärke
Wärmeleitfähigkeit
λDämmung
Mauerwerksstärke
λMauerwerk
Ψ-Wert
Erläuterung: Die Verbesserung einzelner Faktoren führt nicht
zwangsläufig zur Verbesserung des Gesamtsystems (Ψ-Wert)
Beispiel: Eine Verbesserung
(Verkleinerung) des U-Wertes
des Fensterrahmens (UF) führt zu einer Verschlechterung des
Ψ-Wertes.
Im Standard ist bei der thermisch getrennten Schiene ein Winkel
und eine Styrodurdämmung (20 mm) rückseitig vorbelegt (Mehrpreis beachten) zum einen um den Abstandsbereich zu schließen
und auch um umlaufende die thermische Trennung und Dämmung
des Systems zu bewirken. Durch den Winkel wird auch die Kammern
des Kunststoffprofils verschlossen wodurch keine Zirkulation entstehen kann.
Hierdurch wird die Systemtiefe um 20 mm vergrößert, dies muss bei
der Planung berücksichtigt werden. Alternativ zu Styrodur ist natürlich auch die Dämmung mittels PUR Hartschaumplatte möglich.
(40 mm Hinterdämmung ist nur bei .P-System mit Schiene TG 53x62
möglich)
Rückseitige Kastendämmung
Einheit = (W/m*K)
20 mm
40 mm
Styrodur
0,033
0,035
Hartschaum
0,025
0,024
Weitere Punkte die im Zuge der Einführung der thermisch getrennten Schiene untersucht wurden: Wärmebrücke durch Fensterbank
Da durch Einsatz der thermisch getrennten Schiene die 30 mm
Überdämmung des Blendrahmens entfallen kann, rückt mit dem
Rollladenelement in der Regel auch die Fensterbank weiter nach außen. Somit könnte durch die Nähe der Fensterbank zum Mauerwerk
an dieser Stelle eine Wärmebrücke entstehen. Mittels einer 3D Berechnung dieser Situation konnte allerdings nachgewiesen werden,
dass hierdurch keine Probleme entstehen
Thermisch getrennte Führungsschiene
Vorteile der thermisch getrennten Schiene im Überlick
1. Verbesserte Dämmwerte des Blendrahmens
2. Verbesserter Isothermenverlauf
Mauerwerk
Dämmung
Mauerwerk
Abb. 1:
Mauerwerksaufbau
Isothermenverlauf in Mauerwerk, Dämmung und
Fensterelement bei Einsatz von thermisch getrennten
Führungsschienen
3. Konform zu DIN EN 4108-2 Beiblatt 2
• keine 30 mm Überdämmung des Blendrahmens notwendig
• Somit i.d.R. keine seitliche Rahmenverbreiterung notwendig
- schönere Ansicht Innen
- größere Fensterflächen möglich
- Mehrpreis der Aufdopplung entfällt
• Optimierte Dämmwirkung durch thermische Trennung
Bei unsichtbarer Verschraubung noch zusätzlich Vorteile:
1. Optisch ansprechend, da keine sichtbare Verschraubung
2. Optimale Möglichkeit eine Gewebeleiste auch frontal anzubringen
3. Bei herabgelassenem Behang: Demontagesicherung
Dämmung
Abb. 2:
Mauerwerksaufbau mit Temperaturbereichen
13°C-Isotherme (schimmelpilzkritische Temperatur bei 20°C, 50%)
10°C-Isotherme (Taupunkttemperatur bei 20°C, 50%)
0°C-Isotherme (Gefrierpunkt)
Maße und Ausführungen
Abb.: TG 53 x 42 mm
mit sichtbarer Verschraubung
Abb.: TG 53 x 62 mm
mit sichtbarer Verschraubung
Abb.: TGplus 53 x 43 mm
mit unsichtbarer Verschraubung
26 mm
26 mm
43 mm
62 mm
42 mm
8,5/9,5 mm
26 mm
8,5/ 9,5 mm
53 mm
8,5/ 9,5 mm
53 mm
53 mm
Thermisch getrennte Führungsschiene
TG 53 x 42 mm Thermisch getrennte AbstandsFührungsschiene TG 53 x 62 mm
Thermisch getrennte AbstandsFührungsschiene TGplus 53 x 43 mm
26 mm
26 mm
8,5/ 9,5 mm
62 mm
62 mm
8,5/ 9,5 mm
53 mm
Thermisch getrennte Abstands-/
Distanz-Führungsschiene TG 53 x 62 mm
* erhältlich im 4. Quartal 2012
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Thermisch getrennte .XP-Abstands-/
Distanz-Führungsschiene TGplus 54 x 62 mm*
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