Aktuelle Fragen der Lebensversicherung

Tagungsreihe der Deutschen Versicherungsakademie (DVA)
Aktuelle Fragen
der Lebensversicherung
O-
en
§6
FA
16. Juni 2015
Residenz am Dom, Köln
Stund
Tageskonferenz
09:30 Uhr Beginn der Veranstaltung
17:00 Uhr Ende der Veranstaltung
Pflichtfortbildungsveranstaltung gem. §15 FAO*
Kurt Günter Mangen
Stellv. Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht Köln
20. Zivilsenat, Köln
Mike Beling
Syndikus, Abteilung Produktrecht Leben
HDI Lebensversicherung AG, Köln
Dr. Joachim Grote
Fachanwalt für Versicherungsrecht und Partner
BLD Bach Langheid Dallmayr
Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft mbB, Köln
Moderation
Christoph Müller-Frank
Fachanwalt für Versicherungsrecht und Partner
BLD Bach Langheid Dallmayr
Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft mbB, Köln
8
Thema
Aktuelle Fragen der Lebensversicherung
Auf der diesjährigen Veranstaltung zu „Aktuelle Fragen der Lebensversicherung“ werden in bereits gewohnter Form zunächst Updates zu den Themen
der letztjährigen Veranstaltung gegeben. Zu Beginn wird Mike Beling, Mitarbeiter in der Rechtsabteilung der HDI Lebensversicherung AG in Köln, die
letzten Neuerungen zum Altersvorsorgeverbesserungsgesetz (AltVerbG)
darstellen. Schwerpunkt wird der geänderte Kostenausweis sein. Dabei wird
Mike Beling über erste Erfahrungen bei der Umsetzung und die damit verbundenen rechtlichen Probleme eingehen und diesbezüglich einen kurzen Ausblick
auf die geplante AltvPIBV geben.
Im Anschluss daran wird Kurt Günter Mangen, Stellv. Vorsitzender Richter
am Oberlandesgericht Köln, 20. Zivilsenat, die jüngsten Entwicklungen zur
Mindestrückkaufswert-Rechtsprechung darstellen. Hier gibt es insbesondere Neues zur Verteilung der Darlegungs- und Beweislast.
Umfassend wird sodann erneut auf das Thema der Vertragslösungsrechte
bei Lebensversicherungsverträgen eingegangen. Hier werden zunächst Kurt
Günter Mangen und Dr. Joachim Grote, Rechtsanwalt und Partner bei BLD
Bach Langheid Dallmayr in Köln, einen Überblick zu der Instanzrechtsprechung geben, die infolge der Grundsatzurteile des BGH vom 07.05.2014 und
16.07.2014 zu § 5 a VVG a. F. zwischenzeitlich sowohl zur Höhe etwaiger
Bereicherungsansprüche als auch zur Verwirkung und Verjährung ergangen
sind. Dabei wird mit Blick auf das zuletzt genannte BGH-Urteil auch über den
dazu ergangenen Beschluss des BVerfG vom 02.02.2015 und die damit eventuell verbundenen Rechtsfolgen berichtet. Die Vielzahl der bisherigen Instanzrechtsprechung und der Beschluss des BVerfG zeigen die zu diesem Thema
bestehende Rechtsunsicherheit auf. Darüber hinaus wird auch auf Besonderheiten bei der betrieblichen Altersversorgung hingewiesen.
Neben § 5 a VVG a. F. stehen auch die weiteren Vertragslösungsrechte in der
Diskussion. Hier wird sich Dr. Joachim Grote zunächst zur Europarechtskonformität von §§ 8, 9 und 152 VVG äußern und die bisherige Instanzrecht-
sprechung darstellen. Im Anschluss daran wird Kurt Günter Mangen das BGHUrteil vom 17.12.2014 zum Antragsmodell vorstellen und dazu einen Überblick
über die Entscheidungen der Instanzgerichte geben. Auch wird die verfassungsrechtliche Bewertung eine Rolle spielen. Abschließend wird Kurt Günter Mangen die Vertragslösungsrechte des VVG in der bis 1994 geltenden
Fassung und die dazu ergangene Rechtsprechung vorstellen.
Ein wieder auf die Tagesordnung der Veranstaltung gerücktes neues Thema
ist die Frage der Überschussbeteiligung und die Beteiligung an den Bewertungsreserven. Hier hat der BGH mit Urteil vom 11.02.2015 ein erstes
Grundsatzurteil verkündet. Wie sich die Instanzrechtsprechung dazu und zu
weiteren Problemen in diesem Zusammenhang positioniert hat, wird Kurt Günter Mangen vorstellen. Mike Beling wird im Anschluss daran die Neuerungen
zu kollektiven RfB und die Behandlung der Überschussbeteiligung aus
Sicht des Versicherers darstellen.
Eng mit dieser Frage verbunden ist die mit der BaFin bereits Ende des letzten
Jahrzehnts geführte Diskussion zu Möglichkeiten der Spreizung der Überschussbeteiligung. Die BaFin hat solche Möglichkeiten seinerzeit unter Hinweis auf den Gleichbehandlungsgrundsatz abgelehnt. Mit Blick auf das heutige
Niedrigzinsumfeld und bereits am Markt befindliche neue Produkte ist das
Thema erneut aufzugreifen und wird von Dr. Joachim Grote vorgestellt. Ergänzend dazu werden auch etwaige Möglichkeiten zur Anpassung des Rechnungszinses diskutiert.
Welche Auswirkungen die Finanzkrise sonst noch auf neue Lebensversicherungsprodukte mit sich bringt, wird im Anschluss daran Mike Beling vorstellen. Dabei wird insbesondere das Spannungsfeld zwischen Anforderungen an
die langfristige Wirtschaftlichkeit der Produkte und bestehenden rechtlichen
Rahmenbedingungen beleuchtet. Abschließen wird er die Veranstaltung mit
einem Vortrag zu den rechtlichen Fragestellungen bei der Verlängerung von
Versicherungsverträgen der privaten und insbesondere der betrieblichen
Altersversorgung.
Referenten/Moderation
Kurt Günter Mangen
Kurt Günter Mangen ist stellv. Vorsitzender Richter des 20.
Zivilsenats (Personenversicherungssenat) am Oberlandesgericht Köln. Von 1996 bis 1999 war er wissenschaftlicher
Mitarbeiter beim Bundesgerichtshof. Er ist im Bereich „Unfallversicherung“ Mitautor des von Beckmann/MatuscheBeckmann herausgegebenen „Versicherungsrechts-Handbuchs“.
Mike Beling
Mike Beling ist seit 2000 Mitarbeiter der Rechtsabteilung
bei der HDI Lebensversicherung AG mit den Tätigkeitsschwerpunkten Lebensversicherungsrecht, Betriebliche Altersversorgung (Schwerpunkt versicherungsförmige Durchführungswege, große Branchenlösungen, Konsortialgeschäft)
und Projektgeschäft.
Dr. Joachim Grote
Dr. Joachim Grote, Fachanwalt für Versicherungsrecht, ist
seit 2001 als Anwalt für die Kanzlei BLD Bach Langheid
Dallmayr tätig; seit 2004 als Partner. 2002 promovierte er
an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster zum
Treuhänder nach dem VVG und dem VAG. Er ist bei BLD
Fachleiter für die Bereiche Lebensversicherung und Beratung
Personenversicherung /Aufsichtsrecht. Er ist durch zahlreiche Veröffentlichungen im Versicherungsrecht bekannt.
Moderation
Christoph Müller-Frank
Christoph Müller-Frank gehört zu den renommiertesten Anwälten im Bereich des Versicherungsvertragsrechts, namentlich der Lebens-, Berufsunfähigkeits- und Unfallversicherung.
Er ist seit 1986 als Anwalt und seit 1989 als Partner für
BLD Bach Langheid Dallmayr tätig. Er ist im Markt durch
seine Vortragstätigkeit und zahlreichen Veröffentlichungen
bekannt.
Programm 16. Juni 2015
ab 09:00 Uhr Empfang und Ausgabe der Tagungsunterlagen
Kaffee und Tee
09:30 Uhr Begrüßung
Christoph Müller-Frank
I. Update zu den Themen der letzten
Veranstaltung
II. Neue Rechtsprobleme
09:40 Uhr Altersvorsorgeverbesserungsgesetz (AltVerbG),
insbesondere Kostenausweis
12:00 Uhr
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Probleme in der Praxis
AltvPIBV (Ausblick)
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Mindestrückkaufswert
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BGH Beschluss vom 07.01.2014
Entwicklung der Verfahren vor dem OLG Köln
12:45 Uhr Behandlung der Vertragslösungsrechte des VVG
in der bis 1994 geltenden Fassung
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Kurt Günter Mangen
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BGH Urteil vom 07.05.2014 und 16.07.2014
BVerfG Beschluss vom 02.02.2015 bzgl. BGH Urteil vom
16.07.2014 und Stand der Verfassungsbeschwerde bzgl.
BGH-Urteil vom 07.05.2014
Ausblick auf die mögliche künftige Entwicklung in der Rechtsprechung (insbesondere weitere EuGH-Vorlagen)
Überblick über die bisherige Instanzrechtsprechung zu den
Rechtsfolgen der Europarechtswidrigkeit von § 5 a Abs. 2
Satz 4 VVG a. F.
Besonderheiten bei der betrieblichen Altersversorgung
Kurt Günter Mangen und Dr. Joachim Grote
13:00 Uhr
Mittagessen
14:00 Uhr Überschussbeteiligung / Beteiligung an den
Bewertungsreserven
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BGH Urteil vom 11.02.2015
Überblick über die weitere Instanzrechtsprechung
Neuerungen zur kollektiven RfB
Behandlung der Überschussbeteiligung aus der Sicht
des Versicherers
Kurt Günter Mangen und Mike Beling
15:00 Uhr
11:30 Uhr Kaffeepause
Möglichkeiten der Spreizung der Überschussbeteiligung
und Anpassung des Rechnungszinses
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11:20 Uhr Europarechtskonformität von §§ 8, 9 und 152 VVG
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BGH Urteil vom 16.10.2013
Instanzrechtsprechung
Kurt Günter Mangen
10:30 Uhr § 5 a VVG a. F.
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BGH Urteil vom 17.12.2014
Verfassungsbeschwerde
Entscheidungen der Instanzgerichte zum Antragsmodell
Kurt Günter Mangen und Dr. Joachim Grote
Mike Beling
10:10 Uhr
§ 8 Abs. 5 VVG a. F. (Antragsmodell)
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Darstellung der bisherigen Instanzrechtsprechung
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Dr. Joachim Grote
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Gleichbehandlungsgrundsatz
Bedingte Überschussbeteiligung
Anpassungsklauseln
Reichweite der § § 163 f. VVG
Dr. Joachim Grote
15:45 Uhr
Kaffeepause
16:00 Uhr
Finanzkrise, neue LV-Produkte und rechtliche
Rahmenbedingungen
Mike Beling
16:30 Uhr
Verlängerung von Versicherungsverträgen,
insbesondere der betrieblichen Altersversorgung
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g
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g
Verlängerungspflicht?
Steuerliche Rahmenbedingungen
Wirtschaftliche Fragestellungen
Rechtliche Probleme
Mike Beling
17:00 Uhr
Ende der Veranstaltung
Programmänderungen bleiben vorbehalten.
Organisation
Lage
Die Residenz am Dom befindet sich im Stadtzentrum von Köln, nahe dem Hauptbahnhof.
Residenz
am Dom
Hauptbahnhof/
Main Station
Vom Flughafen Köln/Bonn
Fahren Sie mit der S-Bahnlinie S13 in Richtung Köln-Hauptbahnhof – es fährt
alle 20 Min. ein Zug, die Fahrzeit beträgt ca. 13 Min. Weiter siehe Fußweg
vom Kölner Hauptbahnhof.
Fußweg vom Kölner Hauptbahnhof
Sie fahren mit dem Zug bis zum Kölner Hauptbahnhof und verlassen den Bahnhof über den Ausgang »Dom/Innenstadt«. Halten Sie sich rechts und gehen
die „Domprobst Ketzer Straße“ entlang. Nach ca. 30 m erreichen Sie einen
kleinen Kreisverkehr. Gehen Sie weiter geradeaus die Straße „An den Dominikanern“ entlang. Die Residenz am Dom befindet sich nach wenigen Metern
auf der rechten Seite.
Veranstaltungsort
Residenz am Dom
An den Dominikanern 6-8
50668 Köln
Telefon: 0221 1664-962
Fax:
0221 1664-903
E-Mail: [email protected]
Internet: www.residenz-am-dom.de
Mit dem Taxi
Bei der Benutzung eines Taxis vom Flughafen entstehen Kosten von ca. 30,– €,
die Fahrzeit beträgt etwa 25 Min.
Parkmöglichkeiten
In der Tiefgarage stehen ausreichend Parkplätze zur Verfügung. Die Einfahrt
befindet sich in der „Postprivatstraße“. Die Parkgebühr beträgt pro Stunde
1,80 €, die Tagesgebühr beträgt 20,– €.
Bonusprogramm
Veranstalter
VersicherungsForum
der Deutschen Versicherungsakademie (DVA) GmbH
Wilhelmstraße 43 g–i
10117 Berlin
Anmeldungen an
Julia Büchel
Telefon: 030 2020-5087
Fax:
030 2020-6650
Internet: www.versicherungsforum.de
E-Mail: [email protected]
Gratis
Jeder Teilnehmer erhält pro Veranstaltung einen Bonuspunktecoupon
(10 Punkte für Tagesveranstaltungen, 20 Punkte für 2-Tagesveranstaltungen).
Für 100 Bonuspunkte erhält der Einreicher der Originalcoupons eine kostenfreie
Teilnahme an einer Tagesveranstaltung.
Das Bonusprogramm gilt nicht bei Inhouse- bzw. Kooperations-Veranstaltungen.
Rabatt
Bei einer Sammelanmeldung zu derselben Veranstaltung erhält der
dritte sowie jeder weitere Teilnehmer desselben Unternehmens 25 % Rabatt
auf die Teilnahmegebühr.
Tagungsgebühr
Die Teilnahmegebühr pro Person beträgt 490,– € zzgl. gesetzl. MwSt.
Die Teilnahmegebühr umfasst die kompletten Tagungsunterlagen und die
Bewirtung während der Veranstaltung.
Übernachtung
Lindner Hotel Dom Residence
Stolkgasse /An den Dominikanern 4a
50668 Köln
Telefon: 0221 1644-441
Fax:
0221 1644-440
E-Mail: [email protected]
* Die Veranstalter übernehmen keine Garantie für die Anerkennung der Fortbildung durch einzelne
Rechtsanwaltskammern. Schadensersatzansprüche sind ausgeschlossen.
Hotelbuchungen erfolgen durch die Teilnehmer selbst. Ein begrenztes
Zimmerkontingent (139,– € inkl. gesetzl MwSt. für Zimmer inkl. Frühstück
und zzgl. Kulturförderabgabe) steht zum Abruf bis zum 25.05.2015 unter
dem Stichwort „VersicherungsForum“ zur Verfügung.
www.versicherungsforum.de