15/16

30. Jahrgang | Nr. 15/16 | 5. April 2015
Ostern / Weisser Sonntag
Kalligrafie: Erika Steiner
Pfarrblatt Aargau Baden-Wettingen
2
Freier Eintritt in
Schlösser+Museen
Dritte Auflage der Aktion
«Eingeladen»
4
Wertvolle
Frauenbande
Wechsel an der Spitze des Aargauischen Katholischen Frauenbunds
7
Viva
San Giuseppe
Seite der Missioni Cattoliche
Italiane
Foto: Roger Wehrli
2 Horizonte | Aargau | 5. April 2015
G
ratis in über 50 Aargauer Kulturinstitutionen
Kirchliche Jugendarbeit und Jubla sind eingeladen
Österliche Bescherung u
­ nter
­anderem für die kirchliche
­Jugendarbeit und die Jubla:
Der Kanton Aargau offeriert im
­Rahmen der dritten Auflage von
«Eingeladen» kostenlose Eintritte
in über fünfzig Museen, Schlösser
und Ausstellungshäuser.
Herr Pauli-Gabi, Die Organisationen der
Offenen Jugendarbeit, der kirchlichen
Jugendarbeit und der Verbandsjugendarbeit wie beispielsweise die Jubla dürfen
ab April für ein Jahr lang gratis in alle
Aargauer Museen, Schlösser und Ausstellungshäuser?
THOMAS PAULI-GABI: Richtig. Zudem offeriert der Kanton noch jeweils bis maximal
100 Franken an alle Vermittlungsangebote
vor Ort, also beispielsweise Führungen oder
Workshops. Die Jugendlichen sollen unsere
Museen und Kulturinstitutionen mit allen
Sinnen erleben.
Wenn nun ein Jubla-Leiter mit seiner
Schar den Legionärspfad in Windisch besuchen will, was muss er tun?
Ganz einfach. Er geht auf die «Eingeladen»-Webseite, sucht sich sein Museumsangebot und findet dort die Kontaktmöglichkeit. Die Anmeldung sowie das Buchen
einer Führung erfolgt dann direkt bei der
jeweiligen Institution.
Das Angebot gilt nicht nur für den
Aargau, sondern auch für die umliegenden Kantone?
Das stimmt. Auch für die Nachbarkantone Bern, Luzern, Solothurn, Zug, Zürich
und die beiden Basel. Dies vor dem Hintergrund des kantonalen Gedenkjahres 1415
– vor 600 Jahren entrissen die Eidgenossen
den Habsburgern ihre Stammlande, den
Aargau. Heute laden wir quasi die «Eroberer» ein, unsere und damit auch deren Vergangenheit und Kultur kennenzulernen.
• ANDREAS C. MÜLLER
SESAM ÖFFNE DICH
Die Aktion «Eingeladen» startet am
1. April 2015 und dauert bis zum
31. März 2016. Während dieser Zeit
stehen den Organisationen der Offenen Jugendarbeit, der kirchlichen
Jugendarbeit sowie der Verbandsjugendarbeit über 50 Aargauer Kulturinstitutionen offen. Der Eintritt
ist für Gruppen und deren Leiter
kostenlos, an Führungen und Workshops werden bis maximal 100 Franken offeriert. Finanziert wird das
Angebot vollumfänglich über den
kantonalen Swisslos-Fonds.
www.eingeladen.ch
Das ausführliche Gespräch
finden Sie auf www.horizonte-aargau.ch
5. April 2015 | Fokus | Horizonte 3
Gestärkt weiterziehen
Ökumenische Feier des Lebens
Der Tod wird in unserer Gesellschaft gern
abgeschoben, es gibt dafür spezielle Orte
und Fachleute. Wissen wir noch, wie wir
trauern können? Können wir Trauer zulassen? Mit diesen Fragen regt die Vorbereitungsgruppe der «Feier des Lebens» zum
Nachdenken an. Die ökumenische Feier
findet statt am Sonntag, 26. April 2015, um
10.30 Uhr in der Reformierten Kirche Baden. Die Mitfeiernden sind eingeladen, den
Tod von Menschen, die ihnen nahestanden,
noch einmal zu bedenken und die gegenseitige Verbundenheit zu würdigen. Der
Gottesdienst lädt aber auch ein, den Quel-
KOLUMNE
len der Kraft nachzuspüren, um gestärkt
weiterzuziehen: Erinnern, Trauern, Aufbrechen. Im Anschluss an den Gottesdienst
gibt es eine Suppe. Gestaltet wird die «Feier
des Lebens» von der Reformierten Kirchgemeinde Baden, der Fachstelle Seelsorge der
Römisch-Katholischen Kirche im Aargau,
dem Hospiz Aargau sowie von Palliative
Care und Begleitung der Reformierten Landeskirche Aargau. Anna Schütz, Co-Präsidentin von Hospiz Aargau, sagt: «Die Kirchen und die Hospiz-Bewegung teilen den
Gedanken, dass Schwachsein und Sterben
natürlich zum Leben gehören.» In der aktuellen Diskussion um die Sterbehilfe könne die
Feier einen anderen Umgang mit Tod und
Trauer aufzeigen. Besonders eingeladen sind
alle Trauernden und Menschen, die Sterbende bis zum Schluss begleiten, wie Palliative
Care-Begleitpersonen und Fachpersonen
aus Medizin und Pflege.
• MARIE-CHRISTINE ANDRES
KURZ & BÜNDIG
OSTERN
Meine ersten Erinnerungen sind süss
und bunt. Schoggihasen und Ostereier.
Dann kam eine sehr lange reformiert geprägte Zeit, da stand der Karfreitag im
Mittelpunkt. Da war Schuld und Tod das
Thema und die Mit-Schuld hat am Meisten gedrückt. Ein neues Michherantasten an Ostern war ein holpriger Weg. Ich
habe mich eingelassen auf alle Gefühle,
Sehnsüchte und Hoffnungen und habe
mich «heran-geschrieben». Und bei der
Wiederholung des Wortes «Ostern» ist
mir dann der «Stern» aufgegangen und
damit ist die Freude zurückgekommen.
Meinen persönlichen Stern, der seit der
Geburt leuchtet, habe ich wiedergefunden. Da wird dann das «O» wie auf der
Titelseite dieser Ausgabe golden und der
Stern zum Wegweiser!
• ERIKA STEINER
LAGERSOMMER
Bereits stecken die Aargauer Jubla-Organisationen wieder voll in der Planung
für die Sommerlager. So auch Blauring-Jungwacht Lenzburg, deren diesjährige Lagerwoche vom 13. bis 24. Juli
2015 stattfindet. Das Motto: «Jubla-Wicki: Die Wikinger sind los». Das bedeutet
während 14 Tagen zelten im Freien, die
Natur erkunden, am Lagerfeuer sitzen
und viel Spass und Spiel. Die Horizonte-Redaktion unterstützt alle organisierenden Jubla-Leiterteams, indem sie
eure Lager-Wochen auf der Web-Agenda
sowie nach Möglichkeit auch in der gedruckten Ausgabe bewirbt. Mailt einfach an [email protected]
eine Kurz-Info über eure Jubla-Sommerlager.
www.brjwlenzburg.ch
von Christoph Cohen
Diakon und Gemeindeleiter, Rohrdorf
Foto: Felix Wey
Der Trauer einen Raum bieten,
aber auch Platz schaffen für ein
neues Aufbrechen von Leben.
Das will die ökumenische Feier
des Lebens am Sonntag, 26. April
2015, in Baden.
OSTERHASE
UND AUFERSTEHUNG
Vor einigen Jahren erzählte mir die 5-jährige
Sophie voller Begeisterung, dass an Ostern
der Osterhase kommt und viele bunte Eier
bringt – vorzugsweise aus Schokolade.
In meinem pädagogisch theologischen
Bedürfnis versuchte ich Sophie zu erklären,
dass das Osterfest etwas mit Jesus zu tun
habe. Jesus, der uns Menschen so gern hat,
dass er sogar bereit war, für uns sein Leben
hinzugeben, damit wir wieder versöhnt mit
Gott leben können. Mit Gott, der uns liebt
und uns Leben in Fülle verheisst. Mit Jesus,
der von Gott nach seinem gewaltsamen Tod
auferweckt wird, mit neuem Leben beschenkt. Wir feiern dankbar für so viel Heil
und Segen in unserem Menschenleben die
Auferstehung Jesu als Osterfest.
Still hörte Sophie mir zu und fragte dann
schon fast verzweifelt: «Aber an Ostern
bringt mir der Osterhase trotzdem Oster­
eier?» Ich versicherte ihr, dass der Osterhase
ihr ganz bestimmt Eier bringen würde.
Am Ostertag überraschte mich dann Sophie.
Wir machten auf dem Friedhof einen Besuch
am Grab meiner Grosseltern. Da stellte sich
Sophie auf eine Bank, breitete die Arme aus
und rief: «Ostern! Steht alle auf!»
Fotos: Roger Wehrli
4 Horizonte | Forum | 5. April 2015
Beatrice Hausherr bleibt, Vroni
Peterhans (rechts) übergibt das
Co-Präsidium an Pia Viel (Mitte).
Wertvolle Frauenbande
Wechsel an der Spitze des Aargauischen Katholischen Frauenbundes
Vroni Peterhans tritt nach sieben
Jahren im Präsidium des Aargauischen Katholischen Frauenbundes zurück. Ein Gespräch mit der
scheidenden, der verbleibenden
und der neuen Co-Präsidentin
über positive Energie, Freiwilligenarbeit und Frauenbande.
Vroni Peterhans wohnt in Künten, Beatrice
Hausherr ist in Würenlos daheim. Fünf Jahre lang leiteten die beiden gemeinsam den
Aargauischen Katholischen Frauenbund
(AKF). Zu Besprechungen trafen sie sich
stets in der Mitte, im Manor-Restaurant Baden. Nun tritt Vroni Peterhans zurück. Dennoch kann die Mitte bleiben, wo sie ist, denn
die neue Co-Präsidentin, Pia Viel, kommt
aus Ehrendingen. Ganz wenig nur hat sich
seit ihrem Antritt der gewohnte Treffpunkt
verschoben: nach oben. Pia Viel kannte das
Obergeschoss des Restaurants, von wo der
Blick über die Dächer von Baden schweift.
«Wir wussten bisher gar nicht, dass da noch
ein weiteres Stockwerk ist», gesteht Beatrice
Hausherr. Und Vroni Peterhans kommentiert lachend: «Nicht zu glauben, kaum bin
ich weg, steigt ihr auf!»
30-PROZENT-JOB
An der Delegiertenversammlung des AKF
am 26. März 2015 trat Vroni Peterhans als
Co-Präsidentin zurück. Als Nachfolgerin
wurde die 56-jährige Pia Viel aus Ehrendingen gewählt. Die 48-jährige Beatrice
Hausherr bleibt weiter im Amt und ist froh,
wieder eine Partnerin an ihrer Seite zu haben. Das Präsidium alleine zu führen, liegt
neben Beruf und Familie nicht drin. Vroni
Peterhans rechnet mit etwa einer Stunde
Büroarbeit pro Tag, und Beatrice Hausherr
erklärt: «Mit Sitzungen und Anlässen kommen wir etwa auf einen 30-Prozent-Job.» Als
besonders wertvoll empfanden die beiden
Co-Präsidentinnen aber vor allem, dass immer jemand zum Diskutieren da war. Nicht
lange diskutieren musste Vroni Peterhans
mit ihrer Nachfolgerin. Vor zwei Jahren war
Pia Viel in die Sanitas-Kommission des AKF
gewählt worden, in der auch sie selber sass.
Ganz nebenbei erwähnte Pia Viel einmal,
dass sie neben ihrem 50-Prozent-Pensum
Zeit für ein weiteres Engagement hätte. Das
musste sie Vroni Peterhans nicht zweimal
sagen: «Wir hatten schon eine Weile Ausschau gehalten nach einer neuen Co-Präsidentin. Es ist nicht einfach, eine zu finden,
die das Amt aus Überzeugung annimmt.»
Es sei allgemein schwieriger geworden, Leute zu finden, die sich dauerhaft engagieren.
«Für einzelne Projekte finden wir genug
Freiwillige, aber für die Arbeit im Vorstand
wollen sich nur wenige einspannen lassen»,
erklärt Beatrice Hausherr.
DAS TUT GUT
Dabei könnten einem die «FrauenBande» –
so lautet das aktuelle Impulsthema des
Dachverbandes SKF – so viel geben. Vroni
Peterhans findet: «An unseren Anlässen ist
diese geballte Ladung Frauenpower zu spü-
5. April 2015 | Forum | Horizonte 5
AKF
Der Aargauische Katholische Frauenbund (AKF) ist der grösste kantonale Frauenverband und vereint
in 83 Ortsvereinen 12 000 Frauen.
Der Verein engagiert sich für die
Gleichstellung der Frauen in Kirche,
Staat und Gesellschaft und arbeitet
in verschiedenen Frauenprojekten
mit. Jährlich zahlt der Verein 60 000
Franken Überbrückungshilfe aus
und vergibt den Frauenpreis im
Wert von 20 000 Franken. Der AKF
ist Teil des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes (SKF) und
der europäischen und weltweiten
Frauenbewegung. Das neuste Angebot des AKF heisst «PfeFFeroni».
Die Plattform bietet Gelegenheit, in
lockerer Runde über verschiedenste
Themen zu diskutieren und zu philosophieren. Jeweils zum meteorologischen Jahreszeitenwechsel wird
dazu eingeladen. Nächster Termin:
Montag, 1. Juni 2015. Zeit, Ort und
Thema finden Sie ab Mitte Mai auf
www.frauenbund-aargau.ch
ren, das gibt Energie, das tut gut.» So blickt
die scheidende Präsidentin auf ihre Amtszeit zurück und sagt: «Die Zeit im Co-Präsidium des AKF war eine der kreativsten
Phasen in meinem Leben.» Neben Erinnerungen bleiben ihr Freundschaften, ein
wertvolles Frauennetzwerk und die Gewissheit, dass sich Einsatz lohnt. Dieser sei weiterhin nötig, findet die 52-Jährige. Zum Beispiel dafür, dass die Errungenschaften der
Frauen in der Kirche seit dem Konzil nicht
aufgegeben werden. Neu übernimmt Vroni
Peterhans das Präsidium der Kommission
Sanitas und engagiert sich im Vorstand des
Schweizerischen Katholischen Frauenbundes (SKF). Ausserdem ist sie Vizepräsidentin des Vereins «oeku Kirche und Umwelt».
Ein Amt, das ihr als Bäuerin und Katechetin
bestens entspricht.
DER AKF BEWEGT
Pia Viel bringt alles mit, was die Co-Präsidentin des AKF haben muss: zwölf Jahre
lang war sie im Vorstand des Frauenvereins
Ehrendingen, Mitglied der Schulpflege,
initiierte einen Mittagstisch und half Tagesstrukturen aufzubauen. Heute leitet Pia
Viel die Administration bei der K+F KiTS
GmbH in Ennetbaden, welche Mandate
von Trägerschaften von Kindertagesstätten
übernimmt. Weil sie da manch schwieriges
Schicksal gesehen hat, gefällt ihr die Solidarität, die der AKF lebt. «Der AKF bewegt
so viel im Aargau, da möchte ich Teil davon
sein.» Pia Viel kann sich vorstellen, ihre
Erfahrungen aus der Arbeit mit Kindern
einzubringen und einen frischen Akzent zu
setzen. Sie freut sich auf die Herausforderung: «Es macht mich stolz, mit so positiven
Frauen unterwegs zu sein.» Das klingt nach
einem gelungenen Start, denn Freude –
so sind sich die drei Frauen einig – ist die
wichtigste Voraussetzung für das Amt der
Co-Präsidentin.
• MARIE-CHRISTINE ANDRES
Den ausführlichen Artikel
finden Sie auf www.horizonte-aargau.ch
IMPRESSUM
HERAUSGEBER
Röm.-kath. Pfarrblattgemeinschaft Aargau
Beat Niederberger (Präsident), Grabenstrasse 57,
4814 Bottenwil, T 062 721 12 13
[email protected]
REDAKTION
Aarestrasse 10, 5000 Aarau
Andreas C. Müller (Leitung) | T 062 822 05 17
[email protected]
Silvia Berger (Agenda/Medien) | T 056 426 59 92
[email protected]
Anne Burgmer | T 079 325 72 37
[email protected]
Marie-Christine Andres Schürch | T 056 535 37 49
[email protected]
Für den TEXT IM PFARREITEIL
ist das entsprechende Pfarramt zuständig.
www.horizonte-aargau.ch
MITARBEITENDE DIESER NUMMER
Erika Steiner, [email protected]
Christoph Cohen,
[email protected]
HORIZONTE-ABO
Änderungen zu Ihrem Abo melden Sie dem Pfarramt
Ihres Wohnortes. Änderungen der ausserkantonalen
Abos nimmt die Bürli AG, Döttingen, entgegen.
T 056 269 25 10, [email protected]
6 Horizonte | Medien | 5. April 2015
Fernsehen
Samstag, 4. April
Wort zum Sonntag.Sibylle Forrer, reformierte
Pfarrerin. SRF 1, 20 Uhr
Auf Jesu Spuren im Heiligen Land. Die Doku
sucht die heiligen und historischen Stätten in Israel auf,
an denen Jesus gewirkt haben soll. 3sat, 19.15 Uhr
Sonntag, 12. April
Kath. Gottesdienst aus der Filialkirche Heilig
Geist in Dinslaken. ZDF, 9.30 Uhr
Sonntag, 5. April
Donnerstag, 9. April
Freitag, 17. April
Röm.-kath. Gottesdienst aus Grand-Lancy,
GE. SRF 1, 11 Uhr
Bilder zum Feiertag. Zum jüdischen Pessach-Fest. SRF 1, 22.15 Uhr
Bäckerei Zürrer. Regisseur Kurt Früh erzählt, wie
ein verbohrter Einzelgänger zu sehr späten Einsichten
kommt und dabei ein Stück Lebensfreude zurückgewinnt. Der Spielfilm (CH 1957) besticht durch seine
präzise Milieuschilderung und lebensnahe Charak­
tere. SRF 1, 00.05 Uhr
Urbi et orbi. D
irektübertragung des traditionellen
päpstlichen Ostersegens. SRF 1, 11.55 Uhr
Samstag, 11. April
Wort zum Sonntag. Meinrad Furrer, katholischer Theologe. SRF 1, 20 Uhr
Radio
Samstag, 4. April
Montag, 6. April
Zwischenhalt: M
it Themen aus Kirche und Reli­
gion und den Glocken der ev.-ref. Kirche Hilterfingen,
BE. Radio SRF 1, 18.30 Uhr
Glauben. Vom Eise befreit. Für manche Zeitgenossen war Goethe der «alte Heide» von Weimar. Tatsächlich bezeichnete er sich selbst als Nicht-Christen.
Das Göttliche fand er in der Natur, wie er es an einem
Osterspaziergang beschreibt. SWR 2, 12.05 Uhr
Perspektiven. U
rbane Spiritualität – Das Stadtkloster Zürich. In Zürich entsteht ein evangelisches
Stadtkloster. Es soll eine Insel der Stille und ein Hort
christlicher Spiritualität inmitten des pulsierenden
Stadtlebens sein. Radio SRF 2 Kultur, 8.30 Uhr
Röm.-kath. Predigt. Walter Kirchschläger, Theologe, Kastanienbaum. Radio SRF 2 Kultur, 9.30 Uhr
Ev.-ref. Predigt. Pfarrer Jürg Rother, Oberägeri.
Radio SRF 2 Kultur, 9.45 Uhr
Glauben. «Am dritten Tage auferstanden von den
Toten» – Mit diesem Satz vergewissern sich Christen
einer grundlegenden Überzeugung. Umstritten ist, ob
und wie solche biblischen Auferstehungszeugnisse
heute verstanden werden können. SWR 2, 12.05 Uhr
Liturgie
Sonntag, 5. April
Ostern Fest der Auferstehung
(Farbe Weiss – Lesejahr B)
Osternacht Erste Lesung: Gen 1,1–2,2; Zweite
Lesung: Gen 22,1–18; Evangelium: Mk 16,1–7
Ostersonntag E rste Lesung: Apg 10,34a.37–43;
Zweite Lesung: Kol 3,1–4; Evangelium: Joh 20,1–9
Sonntag, 12. April
Weisser Sonntag (Farbe Weiss – Lesejahr B).
Erste Lesung: Apg 4,32–35; Zweite Lesung: 1 Joh
5,1–6; Ev: Joh 20,19–31
Zeitgenossen. Hubert Wolf, kath. Theologe und
Kirchenhistoriker. Wie Wolf zu seinem Themengebiet
kam, wie er mit den Spannungen im Blick auf seine
Arbeit und die Kirche umgeht und was er vom Reformprozess des Papstes hält, das erzählt er in «Zeitgenossen». SWR 2, 17.05 Uhr
Samstag, 11. April
Zwischenhalt: M
it Themen aus Kirche und Reli­gion
und den Glocken der röm.-kath. Kirche OberägeriAlosen, ZG. Radio SRF 1, 18.30 Uhr
Sonntag, 12. April
Röm.-kath. Predigt. Adrienne Hochuli Stillhard,
Theologin, Zürich. Radio SRF 2 Kultur, 9.30 Uhr
Ev.-ref. Predigt. P farrer Peter Weigl, Windisch.
Radio SRF 2 Kultur, 9.45 Uhr
Mittwoch, 15. April
Tandem. A
syl im Kinderzimmer. Für Flüchtlinge
fehlt der Platz und bei uns stehen die Kinderzimmer
leer, dachten sich Elisabeth und Reinhard Kraft. Seit
September lebt deshalb Buschra im Haus der ehemaligen Lehrerin und des pensionierten Pfarrers. Die 21
Jahre alte Syrerin floh vor dem Bürgerkrieg in ihrer
Heimat. Bei den Krafts fand sie nicht nur Unterschlupf,
sondern auch ein neues Zuhause. SWR 2, 10.05 Uhr
Perspektiven. Einheit der Vielfalt? Katholische
Migranten. Die röm.-kath. Kirche versteht sich als
Weltkirche, der Papst ist ihr Oberhaupt. Dennoch
Weitere Informationen
www.horizonte-aargau.ch/medien
FILMTIPP
Camino de Santiago
Sie sind aus den unterschiedlichsten Gründen unterwegs.
Sie wollen sich selbst, Gott oder die Stille finden. Abseits
der Zeit laufen sie auf dem Jakobsweg, der sie durch verschiedene Landschaften und Orte führt. Ihre Geschichten
fliessen zusammen zu einem gemeinsamen Ziel: einen
Weg zu gehen, den Menschen schon vor tausend Jahren
gegangen sind. Die Regisseure Jonas Frei und Manuel Schweizer halten die Beweggründe der
Pilger aus aller Welt in kurzen Statements fest und lassen die Kamera ein Stück des Weges mit
ihnen gehen. Dazwischen Momente der Ruhe, festgehalten in wunderschönen Naturaufnahmen.
Der Film regt dazu an, selbst den Rucksack zu packen. ss
Foto: www.outnow.ch
Sonntag, 5. April
gibt es grosse lokale Unterschiede in Stil und Praxis.
Davon erzählt Samuel Behloul, Leiter von «migratio»,
der zuständigen Kommission der Schweizer Bischofskonferenz. Radio SRF 2 Kultur, 8.30 Uhr
5. April 2015 | Contatto | Horizonte 7
Viva San Giuseppe
Religiöses Volksfest zu Ehren des heiligen Josef in Laufenburg
Foto:
Marie-Christine
Andres
Foto:
Antonio Lo Pumo
Die Statue des heiligen Josef wird
durch die festlich beleuchtete
Altstadt von Laufenburg getragen.
Auch dieses Jahr wurde in Laufenburg die «Festa di San Giuseppe» gefeiert, eine der «lebendigen Traditionen der Schweiz».
Diese festliche Heiligenverehrung
wurde durch Einwanderer aus
der sizilianischen Kleinstadt Leonforte importiert.
Die Heiligenverehrung ist tief in der
italienischen Volksfrömmigkeit verankert
­
und nimmt im Süden der Halbinsel unvergleichliche Ausmasse an. Dabei trifft sich
das Religiöse oft mit der Folklore. Deshalb
sind mit vielen Heiligenfesten alte Traditionen verbunden, wie beispielsweise reli­giöse
Volkslieder, kulinarische Spezialitäten,
Trachten und spezielle Votivhand­
lungen.
Den Höhepunkt bildet immer die Prozession mit der Statue des Heiligen. Das Tragen
der Statue durch die Strassen will die Nähe
des Göttlichen zum konkreten Leben –
Wohnquartier, Schule, Rathaus, Spital oder
Altersheim – verdeutlichen.
DAS GELÜBDE
Auch in Laufenburg wird ein solches Fest
zu Ehren des heiligen Josef gefeiert. Der Ursprung liegt in der sizilianischen Kleinstadt
Leonforte, wo dieser Heilige bis heute mit
den gleichen Bräuchen gefeiert wird. Die-
se Verehrung kam wahrscheinlich in den
60er- oder 70er-Jahren durch italienische
Gastarbeiter in den Aargau. Wie Raffaele
Inveninato, Mitglied des Organisationskomitees, erklärt, hat ein Immigrant aus Leonforte, dem eine tödliche Krankheit diagnostiziert wurde, das Gelübde abgelegt, im Falle
einer Genesung den heiligen Josef mit den
Bräuchen aus seiner Heimat zu ehren. In
Sizilien errichtet man als Votivgabe am 19.
März, Gedenktag des heiligen Josef, einen
Altar, den die Familie mit Broten und lokalen Spezialitäten schmückt. Diese Esswaren
sind ein Zeichen der Dankbarkeit und der
persönlichen Aufopferung und werden am
Ende des Festes den Armen geschenkt.
WUNDERSAME HEILUNG
Der Italiener wurde tatsächlich wieder
gesund und begann, wie versprochen, im
familiären Rahmen den Ehemann Marias
zu ehren. Es schlossen sich immer mehr
Einwanderer an, sodass diese Feier zu einer kleinen Diasporatradition wurde. Seit
21 Jahren wird das Fest durch die Pfarrei,
die Missione und die Gemeinde unterstützt,
sodass auch eine Prozession am Samstagabend um den 19. März stattfinden kann.
Der religiöse Umzug durch die festlich beleuchtete Altstadt wird musikalisch durch
die Stadtmusik Laufenburg begleitet, die
eigens dafür einen Prozessionsmarsch aus
Leonforte spielt. Die Statue tragen zu dürfen, wird als eine grosse Ehre verstanden.
Dieses Jahr wurden die Tragmannschaften
mit einer Erleichterung beschenkt, denn die
alte, über 200 kg schwere Tragbahre wurde durch eine leichtere ersetzt, gespendet
durch den kürzlich verstorbenen Missionar
Don Germano Foddai.
LEBENDIGE TRADITION
Die Prozession endet bei der Stadthalle mit
einem traditionellen Feuerwerk. Im Saal
steht ein grosser, reichlich gedeckter Altar
als Zeichen der Dankbarkeit der ganzen
Gemeinschaft. Die mitfeiernden Gläubigen
werden dann mit den «pani di San Giuseppe» beschenkt, Brote, die mit dem gespendeten Mehl – pro Jahr ungefähr 200 kg –
gebacken wurden. Am Sonntag wird nach
dem Gottesdienst und einem einfachen
Mittagessen der Altar abgeräumt: Die Speisen, die nach der Messe durch ein Ritual aus
der sizilianischen Volksfrömmigkeit dem
Heiligen geweiht wurden, werden nun den
Anwesenden verteilt. Mit dieser Handlung
endete auch dieses Jahr die «Festa di San
­Giuseppe», eine Feier, die das Bundesamt
für Kultur ins Verzeichnis der «lebendigen
Tradition der Schweiz» aufgenommen hat.
• SIMONE PARISE
www.lebendige-traditionen.ch
16 Horizonte | Agenda | 5. April 2015
Bildung
Raum und Stille. Ab Di 14. 4., 19 bis 19.45 Uhr.
Kath. Kirche, Meisterschwanden. Weitere Daten: Di
21. 4./28. 4./5. 5./12. 5. Meditation im Osterfestkreis.
Atem holen. Da sein. Zur Ruhe finden. Leitung: Claudia Nothelfer. Anmeldung: T 056 438 09 40
Die h-Moll-Messe erleben und tanzen.
Do 16. 4., 18 Uhr bis So 19. 4., 14 Uhr. Propstei
Wislikofen. Wir tauchen ein in die geheimnisvolle
Welt der Bachschen Symbolik. Leitung: Wilma Vesseur, Tänzerin; M. Ruygrok, Architekt. Anmeldung:
T 056 201 40 40
Pilgern – Sehnsucht nach einem veränderten Leben! Sa 18. 4., 10.15 bis 17 Uhr. Propstei Wislikofen.
Die Veranstaltung möchte zu einer spirituellen Pilgerbegleitung ermutigen. Leitung: Bernhard Lindner,
Theologe. Anmeldung: T 056 201 40 40
Vom See Genezareth bis zum Toten Meer.
i 22. 4. und Mi 27. 5., jeweils 17 bis 19 Uhr. FachM
stelle Katechese-Medien, Hohlgasse 30, Aarau.
Färben von Gazetüchern. Leitung: Kitti Steffen.
Anmeldung bis Mi 8. 4.: T 062 838 09 60
Weg der Stille. Ab Mi 22. 4., 19 bis 20.30 Uhr.
Pfarreizentrum, Würenlingen. Weitere Daten: Mi
27. 5./24. 6./26. 8. Einladung zum Teilen von Stille
in gegenstandsloser Meditation, vertiefender Impuls, kurzer Austausch. Leitung: Claudia Nothelfer.
Anmeldung bis So 12. 4., T 056 438 09 40
Sitzen in der Stille – Kontemplationstag.
Sa 25. 4., 10.15 bis 16.30 Uhr. Propstei Wislikofen.
Lassen Sie Körper und Geist zur Ruhe kommen.
Leitung: Claudia Nothelfer, Theologin. Anmeldung:
T 056 201 40 40
Aargauer Musliminnen:Besichtigung und
Austausch für Frauen. Fr 1. 5., 16 bis 18 Uhr. Zentrum der IGBA, Aarauerstrasse 57, Oberentfelden.
Besuch im Zentrum der islamischen Gemeinschaft
der Bosniaken (IGBA). Leitung: Susanne Andrea
Birke und Nusreta Puric. Anmeldung bis Di 21. 4.:
T 056 438 09 40
Foto: zvg
Agenda
KURZ NOTIERT
Achtsamkeit in der Partnerschaft. Jeweils
Mi 6. 5./20. 5./3. 6. und 17. 6., 19 bis 20.30 Uhr.
Achtsamkeit ist eine einfache und hochwirksame
Methode mit sich und dem Partner in Berührung zu
kommen. Ein Kurs für Paare. Auskunft/Anmeldung bis
Fr 24. 4.: Ökumenische Eheberatungsstelle, Stapferstrasse 2, Brugg, T 056 441 89 45
Kirchenmusik
Die neue Saison im Laurenzen-Kafi
in Erlinsbach beginnt
Ab Samstag, 11. April, ist das Klosterkafi
bei den Clara-Schwestern in 5018 Erlinsbach wieder an jedem Samstag von 14 bis
17 Uhr geöffnet. Wir freuen uns auf Ihr
Kommen und sind für Sie da.
Osterfestgottesdienst. So 5. 4., 9.30 Uhr.
Kirche St. Sebastian, Wettingen. Unbekannte Missa
solemnis in d-Moll (1819) für Soli, Chor und Orchester
vom tschechischen (böhmischen) Komponisten František Vincenc Kramář. Gestaltung des Gottesdienstes: Kirchenchor St. Sebastian.
Osterfestgottesdienst. So 5. 4., 10.30 Uhr.
Kath. Kirche Sins. Im Festgottesdienst führen Kirchenchor mit Solistinnen und Solisten und ein Orchester Werke von W. A. Mozart, G. F. Händel,
H. Purcell und J. Rutter auf. Leitung: Meinolf Kalkuhl.
«Verweilen mit Mozart». M
o 6. 4., 18 Uhr.
Mozart-Raum Aarburg, Landhausstrasse 5. «Sphärenmusik bei Mozart?» mit Bruno Binggeli, Astronom
und Ueli Halder, Flöte. Reservation: T 062 791 18 36,
[email protected], www.mozartweg.ch.
Stellen
Aushilfssakristan/in. Die Röm.-Kath. Kirchenpflege Berikon-Rudolfstetten-Bergdietikon sucht per
1. Oktober für die Pfarrei Berikon eine Aushilfssakristanin / einen Aushilfssakristan für die Vertretung des Hauptsakristan bei dessen Abwesenheit. Das ausführliche Stelleninserat finden Sie auf:
www.horizonte-aargau.ch
Chorleiter/in. D
er Kirchenchor Bremgarten
sucht per August 2015 eine Chorleiterin/einen
Chorleiter. Sie verfügen über eine Ausbildung in
Chorleitung und Stimmbildung und haben Erfahrung in Chor- und Orchesterleitung. Unser Chor
besteht aus zirka 30 engagierten Sängerinnen und
Sängern. Wir singen in Gottesdiensten wie auch in
Konzerten. Weitere Informationen zum Chor finden Sie unter: www.kirchenchor-bremgarten.ch.
Das ausführliche Stelleninserat finden Sie auf:
www.horizonte-aargau.ch.
Die Clara-Schwestern und das Kaffee-­
Team.
Katechet/in (20 %). Die Pfarrei Heilige Familie
in Schöftland sucht per 1. 8. oder nach Vereinbarung
eine Katechetin / einen Katecheten im Teilzeitpen­
sum. Das ausführliche Stelleninserat finden Sie auf:
www.horizonte-aargau.ch
Weitere Angebote
Zwischen Säkular- und Fundamentalismus.
Mi 15. 4., 18.30 bis 20 Uhr. Wasserkirche, Limmatquai 31, 8001 Zürich. Zur Aktualität von Bonhoeffers
«religionslosem Christentum». Referentin: Christiane
Tietz, Evangelisch-Theologische Fakultät der Uni Zürich. Leitung/Moderation: Béatrice Acklin Zimmermann, Paulus-Akademie; Pfarrerin Brigitte Becker.
Abendkasse: Eintritt 20 Franken. Ohne Anmeldung.
Muttertag in der Propstei. S o 10. 5., ab 11
Uhr. Propstei Wislikofen. Unsere Köche zaubern vier
feine Gänge, um den Müttern Dankeschön zu sagen.
Bei schönem Wetter im Innenhof. Anmeldung bis
Mo 4. 5.: T 056 201 40 40
Hospiz Aargau. Begleitung in der Trauer. Offener Trauertreff im Emanuel-Isler-Haus, Wohlen. Jeden ersten und dritten Mittwoch im Monat, 19 bis 21
Uhr. Auskunft: Maria Hess, T 079 964 05 59
Weitere Informationen
www.horizonte-aargau.ch/events