ROKPA-TIMES 01-2015 Deutsch

ROKPA TIMES
35 Jahre Menschen
im Mittelpunkt
No. 1 / März 2015 / Jahrgang 35
Editorial
35 Jahre ROKPA – 35 Jahre
nachhaltige Hilfe für Menschen in Not!
Ein Hilfswerk ohne Spendenaufruf ist wie
ein Mühlrad ohne Wasser!
Diese Spezialausgabe der ROKPA Times zum
Liebe ROKPA Freunde, sehr geehrte Damen und Herren
Während unsere Anfänge mit vielen Unsicherheiten verbunden waren,
stehen wir heute auf einem festen und sicheren Fundament. Im Laufe der
Jahrzehnte hat sich reichlich Know-how angesammelt. Darauf sind wir stolz;
aber das bedeutet für uns auch, dass wir die Verpflichtung spüren, diese
Welt ein wenig besser zu machen – jeden Tag – zusammen mit Ihnen.
Wir tun die Arbeit, wir reisen in die entferntesten Ecken des tibetischen
Hochlandes und nach Nepal, um denen zu helfen, die oft hoffnungslos
35-jährigen Jubiläum von ROKPA legt den Fokus
auf bisher Erreichtes und in naher Zukunft
Geplantes. Um die Texte ineinander fliessen zu
lassen, haben wir in den meisten Fällen auf einen
Spendenaufruf verzichtet. Sie wissen es: ROKPA
braucht Sie! Wir brauchen Ihre Spenden, wir
brauchen Ihre Hilfe, Ihre Freundschaft und Ihre
Verbundenheit. Dieses Geburtstagsgeschenk
wünschen wir uns von Ihnen! Danke.
geworden sind. Ja, wir tun die Arbeit – doch wir wissen, was wir Ihnen,
unseren Spenderinnen und unseren Spendern, unseren Partnern in diesem
Werk zu verdanken haben! Sie sind es, die diese 35 Jahre des sich steigernden Erfolges erst möglich gemacht haben. Und dafür möchte ich Ihnen
heute meinen Dank entgegenbringen und den Dank der vielen, welche
durch Ihre Gaben wieder Hoffnung gefasst haben.
„Soll ROKPA unter der Devise ,grösser, schneller, weiter‘ unbegrenzt
wachsen?“, wenden manchmal gewisse Stimmen ein. Unkontrolliert in die
Höhe zu wachsen war nie unsere Absicht. Uns geht es nicht um Vergrösse-
INHALT
rung, sondern um Erweiterung. Es geht uns darum, eine sichere Basis
Editorial 2
Die Kunst des Gebens
3
auf lange Zeit hinaus für viele zu schaffen, die dann ihrerseits dasselbe
für andere tun.
Meilensteine 4–5
alter vielfach zu Multiplikatoren der Hilfe, die ihnen durch ROKPA zuteil
Jubiläums-Gespräch
6–8
geworden war: Sie werden Ärzte/innen, Pflegefachkräfte, Lehrer/innen,
Unser Erfolg
9
eröffnen eigene Hilfswerke oder führen unsere Projekte weiter (lesen Sie dazu
Lebenslinien
10 – 11
Wie ist das gemeint? ROKPA Kinder beispielsweise werden im Erwachsenen-
unsere verschiedenen Beiträge in dieser Jubiläumsbroschüre). Dadurch,
ROKPA Schweiz 12
Hilfe erhielten, haben sie eine besondere Affinität zu sozial schwachen
Weltumspannendes Engagement
13
Menschen am Rande der Gesellschaft und wollen selber helfen. Das System
Ihre Spende wirkt dass sie Armut am eigenen Leib erfahren haben, aber auch die richtige
14 – 15
ROKPA wächst so auf organische, natürliche Weise. Seit 35 Jahren!
Herzlichen Dank, dass Sie auch in Zukunft in diese wundervollen jungen
Menschen und in ROKPA’s Arbeit investieren.
Impressum
Redaktion: ROKPA Communications
Alle Fotos und Texte: © ROKPA INTERNATIONAL
Auflage: 9.000 Exemplare
Ihre
Lea Wyler
Gründerin und Vizepräsidentin ROKPA
ROKPA INTERNATIONAL ist seit
2004 ZEWO-zertifiziert.
35 Jahre ROKPA
Die Kunst des Gebens
verkrüppelte und betrunkene Menschen,
ich sah alte Frauen und Männer. Und alle
schrien „hilf’ mir, hilf’ mir!“.
Nie zuvor in meinem Leben war ich einer
solchen Armut und Not begegnet – ich
war zutiefst schockiert.
Eines Tages entschloss ich mich, den
Bettelnden einige Rupien zu geben. Ich
warf die Münzen hastig in die bettelnde
Menschenmenge, um anschliessend möglichst schnell zu verschwinden. Dieses
Geben war mir peinlich, aber ich wusste
nicht, wie man es besser macht.
Am nächsten Tag, früh morgens, trafen
wir Akong Rinpoche für Meditationsübungen unter dem Bodhi Baum. Plötzlich
fing er zu sprechen an, ohne mich dabei
direkt anzusehen. „Gibst du Menschen in
Not, gebe so als wäre sie oder er Buddha
Lea Wyler über die Anfänge von ROKPA
oder göttlich. Du weisst nicht, wer Buddha
ist oder in welcher Form er oder sie
kommt. Wenn du Geld wirfst, zeugt es
Woraus entstand die Inspiration zur
Gründung von ROKPA? Wie während einer
Pilgerreise die geistigen Grundsteine
unseres Hilfswerks gelegt wurden:
rend, während Menschen vor meinen
Augen hungern? fragte ich mich. Immer
mehr fühlte ich mich zu den Bedürftigen
vor meinen Augen hingezogen.
Eines Tages besuchten wir Bodh Gaya
„Zusammen mit Gleichgesinnten brach
– dort soll Buddha seine Erleuchtung
ich, unter der Führung von Dr. Akong
gefunden haben. Es ist eine Touristen-
Tulku Rinpoche, auf eine Pilgerreise nach
attraktion, die jährlich Millionen von
Indien und Nepal auf. Zuvor wurden wir
Reisenden anzieht. Und wo Touristen sich
Teilnehmenden aufgefordert, den Geld-
tummeln, sind Bettler nicht weit. In Bodh
betrag, den wir für die gesamte Reise
Gaya bedeutete dies, dass unendlich viele
aufwenden würden, zu verdoppeln – dieser
Bettler die Hauptstrasse füllten – sie
Teil war für jene Bedürftigen bestimmt,
sassen dicht gedrängt auf dem Asphalt,
die unsere Wege kreuzten. Somit begleite-
kilometerweise. Nachts schliefen sie genau
te uns von Anfang an ein Gefühl des
an derselben Stelle, an der sie tagsüber
Gebens.
bettelten, damit niemand ihren Platz
Als wir in Bodh Gaya in Indien ankamen,
streitig machen konnte.
war ich von der Menge bettelnder Men-
Allmählich begann ich, die bettelnden
schen überwältigt. Sie scharten sich um
Menschen genau zu studieren: Ich sah
uns und streckten uns ihre Hände ent-
kleine Mädchen mit Babys in ihren
gegen. Wohin wir auch gingen – überall
Armen, die Hand des Babys geöffnet, um
begegnete uns tiefe Armut und verzwei-
für Almosen zu bitten. Ich sah Lepra- und
felte Not. „Was mache ich hier, meditie-
andere Kranke, ich sah blinde, verprügelte,
von einem Mangel an Respekt. Gebe
deine Gabe indem Du niederkniest, dem
Menschen gegenüber ins Gesicht blickst
und mit deinen beiden Händen! Das ist
die richtige Art und Weise zu Geben.“
Dieses Erlebnis liess mich beschämt, aber
auch tief beeindruckt, zurück. Ich habe es
nie vergessen. Rinpoche’s Philosophie des
respektvollen Gebens auf Augenhöhe hat
mich durch all die Jahre hindurch
geleitet.“
Lea Wyler setzt sich
seit eh und je vor Ort mit Leib
und Seele für tausende
Kinder und Erwachsene ein.
Das ist einmalig und verdient
jede Unterstützung."
Philipp Keel,
Verleger, Künstler & Autor
3
35 Jahre ROKPA
Meilensteine
1980
Der Grundstein von ROKPA wird in Zürich gelegt: Dr. Akong Tulku Rinpoche,
Veit Wyler und Lea Wyler beschliessen die Gründung des Hilfswerks.
1985 wird bereits die erste ROKPA Zweigstelle in Grossbritannien eröffnet.
Heute ist ROKPA weltweit in 17 Ländern vertreten.
1990
Die Gassenküche in Nepal öffnet erstmals ihr Zelt. Seit 25 Jahren schöpfen
und verteilen hier einheimische Köche und Freiwillige aus der ganzen Welt
Mahlzeiten an Strassenkinder und Obdachlose. Im dazugehörigen Medizinzelt
behandeln Volontäre jeden Winter unentgeltlich rund 600 Patienten.
1993
Bau und Eröffnung der ersten ROKPA Waisenschule im tibetischen
Hochland. Tausende Waisen- und Halbwaisen erhalten eine Ausbildung und
ROKPA wird zu ihrer Ersatzfamilie.
1996
Eröffnung des ersten ROKPA Kinderhauses in Kathmandu, Nepal.
Traumatisierte Strassenkinder finden dort ein Zuhause und erfahren zum
ersten Mal in ihrem Leben Geborgenheit. Rund 55 Kinder und Jugendliche
bilden hier inzwischen eine grosse Familie.
1998
Start der Projekte zum Erhalt und Nachdruck von alten tibetischen
Medizin-Texten. Mittels Holzblock-Druck kann altes Wissen neu verbreitet
werden.
4
35 Jahre ROKPA
1999
Die Projektreise in die tibetischen Gebiete Chinas findet zum ersten Mal in
der heutigen Form statt. Jedes Jahr reist Lea Wyler und ihr Team, bis 2012
unter der Leitung von Dr. Akong Tulku Rinpoche, für einige Monate durchs
Land, um laufende ROKPA Projekte zu besuchen und zu evaluieren.
2000
Bau der ersten Klinik und Eröffnung einer Arztpraxis im tibetischen
Frauenkloster Kepcha.
Die Ärztin behandelt die Nonnen des Klosters, aber auch viele tibetischen
Nomaden aus der Umgebung.
2005
Erste Tanztournee zu unserem 25. Jubiläum. Wir treten mit grossem Erfolg
u.a. am Ediburgh Festival auf und bereisen Europa mit 10 unserer begabten
Kinder aus dem ROKPA Kinderhaus in Kathmandu. Unser Stück macht auf
die Not nepalesischer Strassenkinder aufmerksam.
2008
Start des Projekts ‚Erhaltung Tibetischer Medizin’ in Nangchen im
tibetischen Hochland. Ziel ist es, dass sowohl die Tradition der tibetischen
Heilkunst als auch die dafür verwendeten, z.T. aussterbenden Pflanzen
erhalten und neu angepflanzt werden.
2010
Beim verheerenden Erdbeben in Yushu (tibetisches Hochland) leistet
ROKPA Soforthilfe. Dank grosszügiger Spenden aus der ganzen Welt und von
der DEZA kann ROKPA weit über 100 Zelte für die auf einen Schlag obdachlos
gewordenen Tibeter liefern. Die geheizten Zelte haben den Erdbebenopfern
ermöglicht, den eiskalten Winter zu überleben.
2012
In Kathmandu, zwischen dem Kinderhaus und dem Guest House, erwarb
ROKPA ein Grundstück für den Neubau eines multifunktionalen Gebäudes.
Die Vergrösserung der Frauenwerkstatt, eine Ausbildung im Bereich
Hotelfach und zusätzliche Zimmer fürs Guest House sind geplant.
Baubeginn ist 2015.
5
35 Jahre ROKPA
35 Jahre ROKPA –
Andreas Vollenweider, weltbekannter
Musiker und ROKPA Botschafter,
bittet Mitgründerin Lea Wyler zum
Jubiläums-Gespräch.
«Ich glaube an
die Kraft und die Magie
von ROKPA»
als ich die Möglichkeit erhielt, mich bei
ROKPA zu engagieren. Im Laufe der Zeit
lernte ich die Menschen im Hintergrund
und die Organisation viel besser kennen,
sodass ich bald schon voll und ganz
hinter ROKPA stehen konnte.
LW: Leider können wir das Leiden dieser
Andreas Vollenweider (AVO):
AVO: Die Zeit, in der ich mich bei
Welt nie beenden. Immer wieder gibt
Lea, du blickst auf 35 Jahre ROKPA,
ROKPA einbringen darf, war und ist
es Menschen, die mir sagen: „Willst du
was sind deine Gedanken dazu?
immer sehr spannend und lehrreich.
der ganzen Welt helfen? Das kannst du
Die Erfahrung hat mich als ‚Luftibus‘
sowieso nicht.“ Aber warum nicht? Man
Lea Wyler (LW): Normalerweise denke
stark geerdet. Natürlich erfüllt mich das
muss es wenigstens probieren. Nur mit
ich nicht an Erreichtes sondern an das,
Musikmachen voll und ganz. Aber Musik
dieser starken Absicht, die aus tiefstem
was noch zu erreichen ist. Wenn ich jetzt
ist flüchtig, geistig, emotional. Die Wir-
Herzen kommt, kann man auch etwas
aber zurückschaue und sehe, was wir
kung von ROKPA hingegen ist konkret,
bewirken.
in 35 Jahren bewirken konnten, dann
handfest, sie hat Bestand und sie ist auf
bekomme ich fast keine Luft und kann es
eine andere Art ganz nahe am Menschen.
AVO: Es ist schon ein ziemliches Gross-
kaum glauben! Aber es ist natürlich mit
Zu helfen, dass dieses grossartige
projekt, dieses ewig Kleingläubige in
enorm viel Arbeit verbunden. Es kommt
Hilfswerk bekannter wird, hat mich
uns zu bekämpfen, um das Grossartige,
vom Tag und Nacht Dransein, Arbeiten,
enorm beflügelt.
was wir in uns haben, zu erkennen und
hervorzubringen. Wir müssen uns be-
Menschen inspirieren und gute Leute
finden und sich von ihnen inspirieren
LW: Hattest du vor dem Moment, als wir
freien von diesem Gedanken „ich kann
lassen. Zum Glück ist uns das gelungen:
uns kennengelernt haben, bereits die Not
eh nichts machen“. Wenn dir eine
Wir haben wirklich gute Mitarbeiter und
in Entwicklungsländern erlebt?
Organisation die Möglichkeit bietet, deine
Fähigkeiten zu aktivieren und auszule-
Volontäre, die uns unterstützen und
6
mitziehen. Du bist einer davon. Seit gut
AVO: Auf meinen beruflichen Reisen
ben, dann stürze dich darauf und tu dich
10 Jahren engagierst du dich mit
habe ich viel Elend gesehen, aber immer
mit anderen zusammen. So bewegt man
unglaublich viel Herzblut für ROKPA.
nur als Beobachter. Irgendwann hat mir
die Welt. Das klingt nicht nur gut, das ist
Was motiviert dich?
das nicht mehr genügt. Da war ich froh,
so. Und das ist ROKPA!
35 Jahre ROKPA
LW: Wir wissen, wer wir sind und wohin
dem einzelnen Notleidenden vor Ort
beobachten, zu sehen wie das Kind
es geht. 35 Jahre ist ja eigentlich noch
natürlich nicht direkt helfen. ROKPA
langsam aufwächst und dann freudvoll
nicht so alt. Aber heute sind wir in einer
übernimmt und aktiviert die Spende:
und stolz Verantwortung übernimmt, ist
viel besseren Lage als in den ersten
indem wir sie weitergeben im Sinne des
wunderbar. Dadurch haben die Kinder im
Jahren. Damals habe ich den Leuten
Partners, zusammen ergibt sich ein
Erwachsenenalter, wenn sie teilweise
gesagt: „Gib mir 100 Franken – damit
Ganzes. Das ist die vielerwähnte Nach-
bereits eigene Familien und Kinder haben,
kann ich ein Leben verändern.“ Die Geld-
haltigkeit.
eine intensive Verbindung zueinander, die
geber mussten mir schlicht vertrauen.
ohne ROKPA natürlich nicht entstanden
Heute können wir die Wirksamkeit der
LW: Richtig. In Nepal beispielsweise sind
wäre. Obwohl sie Waisen oder Halbwaisen
Spenden tausendfach beweisen.
wir daran, ein Ausbildungs- und Trainings-
sind, sind sie dadurch auch als Erwach-
Geld ist die Voraussetzung – ohne das
zentrum zu bauen. Dieses wird vielen
sene nie alleine.
können wir nichts ausrichten. Und es ist
Jugendlichen eine Chance im Leben geben
unseren Spendern, die uns vertrauen zu
und ihnen ermöglichen, einen Beruf zu
verdanken, dass wir ihr Geld richtig und
erlernen. Wir haben die Vision, wir haben
effizient einsetzen können. Das ist nicht
die Pläne, aber wir brauchen Geld und
selbstverständlich. Jede Spenderin, jeder
Partner, welche uns die Möglichkeit geben,
Spender ist für mich eine Heldin, ein
diese nachhaltig umzusetzen.
Held. Sie machen das, was Menschen
normalerweise am wenigsten gerne
AVO: Weisst Du, was mir sehr gefällt,
machen: Geld geben. Aber erst damit
ist die Förderung der Eigenverantwortung,
ermöglichen sie unsere Arbeit. Wir sind
sobald dies möglich ist. Gewiss gibt es
auch hier, um seelisch zu nähren und die
Lebensumstände, in denen man keine
zu stärken, welche mehr als Reis und
Eigenleistung erbringen kann, weil man
Linsen brauchen.
krank ist oder sonst zu schwach. Gut
finde ich, dass ROKPA so lange Hilfe
AVO: Als Spender denkt man, man gibt
leistet, bis die Eigenleistung wieder
etwas weg. Aber schlussendlich bekommt
erbracht werden kann. Das bedeutet
man etwas Unbezahlbares zurück:
Wahrung der Würde.
Das kostbare Gefühl, in einen grossen
Sinn eingebettet zu sein.
LW: Es geht uns um Ermächtigung
Im ROKPA Kinderhaus wird jedes
(Empowerment), die anschliessend zur
kleine Kind von einer ‚grossen Schwester‘
oder einem ‚grossen Bruder‘ betreut.
LW: Ich möchte vom Gedanken wegkom-
Eigenleistung führt. Aber zuerst müssen
men, dass wir uns nur als Geldsammler
die einfachsten Grundbedürfnisse gestillt
verstehen. Vielmehr sind die Spendenden
werden: Nahrung, ein Dach über dem
und wir Partner, die in die gleiche Rich-
Kopf, Kleidung, Ausbildung. Damit müssen
Ich bin stolz auf diese Kinder! Sie stehen
tung schauen: zusammen unterstützen wir
wir beginnen. Dann kommen sofort Liebe,
stellvertretend für die vielen, die wir
einen Menschen oder ein Projekt. Partner
Achtung, Respekt. Im ROKPA Kinderhaus
unterstützt haben, die nichts hatten und
können uns auch mit Sachwissen unter-
zum Beispiel wird jedes kleine Kind von
es als Erwachsene trotzdem zu etwas
stützen und mit vielem mehr.
einem grossen ‚Bruder’ oder einer grossen
gebracht haben. Aus ihnen sind wunder-
‚Schwester’ betreut. Irgendwann kommt
volle Menschen mit Mitgefühl geworden,
AVO: Eine Organisation wie ROKPA
der Moment, wo die Rollen wechseln:
für die es eine Selbstverständlichkeit ist,
übernimmt mit dem Know-how, welches
Plötzlich wird auch dieses Kind zu einem
anderen zu helfen. Und da ist sie wieder:
sich entwickelt hat, den Teil der Arbeit,
‚älteren Bruder’, zu einer ‚älteren Schwes-
die Nachhaltigkeit!
die vom Spender oder Partner nicht
ter’, welches ermächtigt ist, sich um die
erfüllt werden kann. Der Spender kann
Kleinen zu kümmern. Diesen Wechsel zu
Lesen Sie weiter auf Seite 8 >
7
35 Jahre ROKPA
33 Jahre lang haben
Dr. Akong Tulku Rinpoche und Lea Wyler
Seite an Seite zusammengearbeitet.
oder fünf, hier sein und weiter machen.
AVO: Sie haben gelernt, wie wichtig es
AVO: Du bist zwar bewundernswert
ist, dass sie als Erwachsene ihr eigenes
energiegeladen und jung geblieben,
Beziehungsnetzwerk pflegen. Das löst
dennoch bist du nicht mehr 20. Was
sie aus Abhängigkeiten. Es ist beeindru-
passiert, wenn du diese intensive Arbeit
ckend, wie die ROKPA Kids später ihren
nicht mehr tun kannst?
und alle, die länger damit in Kontakt
Lea, eine etwas provokative Frage:
LW: Dr. Akong Tulku Rinpoche wurde am
von Rinpoche und von ROKPA der sie
Was würde dir fehlen, wenn man dir
8. Oktober 2013 ermordet und in diesem
ROKPA wegnehmen würde?
Schock, in dieser Verzweiflung, in dieser
Weg machen.
Trauer haben wir alle gedacht; die Welt
LW: Dich beflügelt ROKPA, bei mir ist es
bricht zusammen. Aber wir sind da und
mein Leben. Wenn jemand sagen würde:
wir machen weiter! Wie er es vorausge-
„Frau Wyler, es ist nett, dass Sie ROKPA
sagt hatte! Ich habe 33 Jahre mit ihm
gründeten und sich über all die Jahre
Seite an Seite zusammengearbeitet und
eingesetzt haben, aber es reicht jetzt,
wir haben jedes Projekt, alles miteinander
gehen Sie“, ich denke, ich würde woan-
aufgebaut; wir sind miteinander diesen
ders wieder neu anfangen. Ich glaube,
Weg gegangen. Und ich bin hier und ich
das muss man immer wieder als Mensch.
mache weiter. Und wenn etwas mit mir
Immer wieder neu anfangen.
ist, dann wird jemand anders, oder zwei,
Ich glaube aus tiefstem Herzen an das
System und diesen Weg von ROKPA. Was
wir aufgebaut haben, hat eine Eigenkraft
kommen, spüren diesen besonderen Geist
beflügelt wie dich und mich. Ich glaube
an die Kraft und die Magie von ROKPA
und vertraue unserer Sache aus dem tiefsten Innern.
AVO: Das sehe ich genauso.
Zum Abschluss... wenn du an die nächsten
35 Jahre denkst… was soll überdauern,
selbst wenn es uns beide bis dahin nicht
mehr geben wird?
LW: Der typische ROKPA-Spirit – der
Gedanke von Grosszügigkeit, von Mitgefühl. Es besteht ein wichtiger Unterschied
zwischen Mitgefühl und Mitleid. Das Mitgefühl, das aus tiefstem Herzen kommt,
veranlasst uns zu agieren. Und es muss
Uns fasziniert wie ROKPA es versteht,
Kinder aus tiefster Armut zu begleiten bis sie eine
fertige Berufsausbildung oder einen
Hochschulabschluss in der Tasche haben.
mit etwas Weisheit gekoppelt sein, damit
jede/r versteht: das harte Schicksal dieses
Menschen am anderen Ende der Welt
könnte auch meines sein. Wir sind alle
verbunden. Daher ist es für mich ein
Emil und Niccel Steinberger,
Kabarettist und Autor/in
8
Privileg, da helfen zu können, wo Hilfe
gebraucht wird.
35 Jahre ROKPA
Unser Erfolg – 35 Jahre
Menschen im Mittelpunkt
Bildung
Waisen- und Strassenkinder
Jährlich gehen mit der Unterstützung von ROKPA rund
Insgesamt 102 ehemalige Strassenkinder fanden im ROKPA
10’000 Kinder und Jugendliche zur Schule oder besuchen
Kinderhaus in Nepal im Zeitraum von 1996 bis 2015 ein neues
die Universität.
Zuhause. Nicht eingerechnet sind hunderte von Kindern, denen
■ Mit 250 Franken unterstützen Sie ein Jahr lang den
wir über die Jahre hinweg, ausserhalb des Kinderhauses,
Besuch der Primarschule eines tibetischen Waisenkindes.
zu einer Ausbildung verhelfen.
Damit übernehmen Sie die Kosten für Verpflegung,
■ 210 Franken monatlich kostet der Aufenthalt
Unterkunft, medizinische Versorgung und Transport.
eines Kindes im Kinderhaus – inklusive Schulgebühren,
Verpflegung und medizinischer Betreuung.
Medizinische Versorgung
Mit dem Aufbau und der jährlichen Unterstützung von kleinen
Erhaltung der Kultur
Kliniken im tibetischen Hochland sichert ROKPA die
Mit der
medizinische Grundversorgung für rund 20’000 Menschen.
• Unterstützung von Schulen, die Tibetisch unterrichten
■ 215 Franken betragen die wöchentlichen Kosten
• spezifischen Förderung von Studierenden mit den für den Betrieb einer tibetischen Arztpraxis.
Ernährung
Hauptfächern Tibetisch und tibetische Medizin
• Nahrungsmittelunterstützung für tibetische Klöster
leistet ROKPA seit Jahrzehnten einen grossen Beitrag an die
Erhaltung der tibetischen Kultur.
ROKPA verteilt in den Gassenküchen in Nepal und Südafrika
■ Mit 390 Franken werden von ROKPA jährlich
ca. 50’000 Mahlzeiten pro Jahr an Hungernde.
Studierende aus mittellosen tibetischen
■ Mit 150 Franken werden an einem Tag in der
Nomadenfamilien gefördert.
Gassenküche in Johannisburg rund 100 Mahlzeiten
ausgegeben.
■ Diese Hilfe wäre
ohne unsere Spender und
Spenderinnen nicht
möglich – herzlichen
Dank, dass Sie uns in der
Vergangenheit so grosszügig unterstützt haben
und wir auch in Zukunft
auf Sie zählen dürfen.
PC-Konto:
80-19029-5
9
35 Jahre ROKPA
Lebenslinien
Viele Strassen- und Waisenkinder, denen ROKPA im
Laufe der Jahre helfen konnte, sind mittlerweile erwachsen.
Sechs Lebenslinien zeigen exemplarisch, wie Ihre
Spende wirkt.
Ram Hari
Ram Hari rannte von zu Hause weg, weil er regelmässig und
grausam von seinem Vater geschlagen wurde. Mit grossen Augen
bettelte er Lea Wyler auf der Strasse an – Ram Hari wollte
unbedingt im ROKPA Kinderhaus aufgenommen werden, obwohl
er eigentlich bereits zu alt dafür war. Mit 12 Jahren hatte er
noch nie eine Schule besucht und Zweifel wurden laut. Er sollte
alle eines besseren Belehren: Nach anfänglichen Lernschwierigkeiten bestand er seine SLC Examen als Erster und absolvierte
eine Lehre in einem Guest House in Boudha. Danach leitete
er einige Jahre das ROKPA Kinderhaus, um dann sein eigenes
Hilfswerk zu gründen. Er betreut heute 50 frühere Strassenkinder.
10
Yangzom
Bijay
Als Yangzom’s Mutter starb, konnte ihr Vater sie und ihren
Nachdem Bijay’s leibliche Mutter starb als er fünf oder sechs
Bruder nicht mehr ernähren. Ein Onkel nahm die Geschwister
Jahre alt war, setzte ihn sein Grossvater mit den Worten aus:
auf, bis sie in die allererste Klasse der ROKPA Waisenschule
„Such dir selber dein Essen auf der Strasse, anstatt mir auf der
in Yushu aufgenommen wurden. Als Kind schien Yangzom weiser
Tasche zu liegen.“ Als Lea Wyler ihn aufgriff, hatte Bijay einen
als es ihrem tatsächlichen Alter entsprach. Sie war die erste
Bleistiftstummel und ein zerknittertes Heft in der Hand, in das
Schülerin, die Dr. Akong Tulku Rinpoche bei einem Besuch in der
er unentwegt Buchstaben und Zahlen schrieb. Sein feuriger
Schule 1995 mit einer englischen Rede begrüsste. Anschliessend
Wunsch zur Schule zu gehen erfüllte sich. Er war überglück-
studierte Yangzom, wie ihre 47 von ROKPA unterstützten Klassen-
lich. Nach seinem Studium in Business Management und
kameraden, tibetische Medizin – heute ist sie Ärztin in einer Klinik
einem Job als Buchhalter leitet Bijay heute alle ROKPA-Projekte
in Surmang. „Wenn arme Patienten in die Klinik kommen, kaufe
in Nepal und ist Manager des Kinderhauses. Dabei ist Bijay
ich Medikamente und schenke sie ihnen“, erzählt Yangzom,
ein äusserst liebevoller ‚Vater’ und älterer Bruder für die
„ROKPA lehrte mich, wie man anderen Menschen hilft. Jetzt
ROKPA Kinder, denn er weiss wie es ist wenn man von der
helfe ich anderen Menschen, so oft ich kann.“
Strasse kommt.
35 Jahre ROKPA
Palden
Droni
Palden wurde in einem Zelt geboren – einen Monat später starb
Droni bedeutet ‚führendes Licht’. Droni’s Mutter starb mit ihr in
seine Mutter. Der Vater verliess seine Kinder kurze Zeit danach.
den Armen, als sie zwei Jahre alt war. Der Tod der Mutter riss
„Als ich in die ROKPA Waisenschule kam merkte ich, dass die
die arme Bauernfamilie mit fünf Kindern aus wirtschaftlichen
Schule besser als unser Zuhause ist“, schrieb Palden in einem
Gründen auseinander: Droni lebte fortan bei diversen Verwand-
Aufsatz. Palden studierte in Lhasa an der Medizinischen Univer-
ten, wo sie in späteren Jahren sehr hart arbeiten musste.
sität und hilft heute als Arzt armutsbetroffenen Menschen. Er ist
Bis zum Zeitpunkt, als Droni’s Vater sie in die ROKPA Waisen-
ausserdem in der Leitung des ROKPA-Projekts zur ‚Erhaltung
schule nach Yushu brachte, wusste sie nicht was eine Schule ist.
Tibetischen Medizin’ in Nangchen.
Das disziplinierte Mädchen wusste früh, dass sie als Erwachsene
Menschen helfen wollte. Heute praktiziert sie als Ärztin im
Nangchen Tibetan Medical Hospital und entscheidet dort insbesondere über die Kostenübernahme von Behandlungen armer
Patienten. Zudem schult sie medizinisches Personal, ist Mitglied
Kelsang
Kelsang stammt aus einer armen Familie, die in einem sehr
abgelegenen Dorf in Mustang lebt. Dort gibt es keine Möglichkeit
für Kinder zur Schule zu gehen. Ihre Schwester nahm sie an der
Hand und sie marschierten 14 Tage lang bis nach Kathmandu,
wo sie auf ROKPA trafen und Lea Wyler Kelsang ins Kinderhaus
aufnahm. Kelsang wurde somit das erste Familienmitglied mit
einer Schulbildung! Inzwischen hat Kelsang ihren BachelorAbschluss in Hotelmanagement abgeschlossen. Nach einem
Praktikum in Malaysia arbeitet sie heute im ROKPA Guest House
und unterstützt ihre Angehörigen. Mit der Schul- und Universi-
vom Team des ROKPA-Projekts zur ‚Erhaltung Tibetischer
Medizin’ und arbeitet als Übersetzerin für ROKPA.
35 Jahre ROKPA - Wir sind
stolz auf alle Helfer und Mitarbeiter,
die schon so viel bewegt haben und
noch so viel bewegen werden.
Herzliche Gratulation!
Euer treuer Webhoster
www.onlime.ch
tätsbildung ging Kelsangs grosser Kindheitstraum in Erfüllung.
11
Rokpa Schweiz
Führungswechsel bei ROKPA Schweiz
Der Vorstand von ROKPA Schweiz wurde am 13. Januar 2015 neu gewählt. Verabschiedet
haben wir Gerry Leumann, welcher sich über 10 Jahre lang
mit grossem Engagement als Präsident für unsere Organisation
eingesetzt hat. Er war für uns stets präsent. Mit seinem klaren,
analytischen Denken hat er die Entwicklung von ROKPA mitgeprägt. Seine grosszügige und humorvolle Art, mit der er den
Vorstand von ROKPA all die Jahre hindurch geleitet hat, werden wir sehr vermissen.
Wir bedanken uns von Herzen bei Gerry für sein langjähriges Engagement und wünschen
ihm alles Gute.
Der neue Präsident von ROKPA Schweiz heisst Peter Fanconi. Als Jurist und CEO
einer Vermögensverwaltungsfirma, die sich auf Mikrokredite
in Entwicklungs- und Schwellenländer spezialisiert hat, kennt
er sich bestens in der nachhaltigen Entwicklungshilfe aus.
Liste mit
geschlossenen
Projekten
Wichtige Mitteilung an unsere
Spender/innen:
Mit Ihrer wertvollen Hilfe
konnten wir in den letzten
Jahren zahlreiche Menschen
unterstützen.
Die ROKPA Spendenempfänger
mit den folgenden Projektnum-
Ebenfalls neu in den Vorstand gewählt wurde Andreas Graf. Der gelernte Agronom ist
Experte in Projektmanagement und hat für verschiedene Hilfsorganisationen Feldarbeit geleistet. Seit 2011 ist er selbständig
tätig als Berater in Projektmanagement und –evaluation.
mern stehen heute auf eigenen
Füssen (resp. das Projekt ist
selbsttragend) und benötigen
damit unsere direkte Hilfe nicht
mehr:
1313, 5001, 5053, 7022, 7285,
7290, 7339, 7341, 7353, 7382,
Wir sagen herzlich willkommen und freuen uns auf eine fruchtbare Zusammenarbeit
7401, 7456, 7465, 7466, 7684,
mit den beiden neuen Vorstands-Mitgliedern.
7900, 7912, 8003, 8460, 9074,
9200, 9370, 9633, 9804, 9807,
9996.
Hinter den Kulissen…
Auf den Patenschafts- und Projekt-
Am ROKPA Hauptsitz in Zürich arbeiten
übrig geblieben, die wir gerne für
rund 20 Personen regelmässig für
ROKPA, der Grossteil davon sind Volontäre. Neben Lea Wyler als Mitgründerin
besteht das kleine Team der Festangestellten aus Corinna Biasiutti (Geschäftsleiterin), Romano Renner (Finanzen),
Caterina Meier-Pfister (Donor Relations),
Jeannette Alison (Assistentin Lea Wyler &
Kommunikation), Daniela Fadel (Sekretariat) und Thomas Stettler (Projektassistent & Kommunikation).
konten sind noch Restbeträge
unsere dringendsten Projekte
einsetzen möchten. Sollten Sie uns
bis zum 30. April 2015 keine
anderweitige Verfügung bekannt
geben, gehen wir davon aus, dass
Sie unserem Anliegen zustimmen
(stille Genehmigung). Falls Sie
jedoch nicht damit einverstanden
sind, bitten wir um Ihre Kontaktaufnahme mit dem ROKPA Hauptsitz in Zürich (044 262 68 88 oder
[email protected]).
Für Ihre wertvolle Unterstützung –
Bei ROKPA imponiert mir die sorgfältige, nach klaren
Kriterien bestimmte Auswahl der Begünstigten.
Robert Schenker, Präsident Patronatskomitee
12
in der Vergangenheit und hoffentlich auch in Zukunft – danken wir
Ihnen herzlich.
ROKPA Global
Weltumspannendes
Engagement für ROKPA
ROKPA ist weltweit in 17 Ländern vertreten. Die ROKPA Länderbüros werden von Freiwilligen geleitet – zum 35 Jahre Jubiläum
zeigen Sie uns ihre spannendsten Fundraising-Aktionen. Vier inspirierende Geschichten stellen wir auf dieser Seite vor.
ROKPA in Österreich
ROKPA in Euskadi
Berge für einen
guten Zweck
erklimmen
Gesund bleiben
und Gutes tun
2-3 Mal jährlich besucht die
tibetische Ärztin Dr. Mingji
Seit 2008 führt ROKPA in Öster-
Cuomo ROKPA in Euskadi, um
im spanischen Baskenland wohnhafte ROKPA Spender sowie
weitere interessierte Personen mit traditioneller tibetischer
Medizin zu behandeln. 50% der Behandlungskosten fliessen in
das ROKPA Projekt ‚Erhaltung Tibetischer Medizin’ in Nangchen.
ROKPA in Euskadi hat sich auf die Unterstützung dieses Projekts
spezialisiert und leistet seit Jahren einen wichtigen Anteil an der
Finanzierung.
reich die 7 Berge Tour durch.
Dabei erklimmen die Teilnehmer 7 Berge in einem Tag, eine Strecke
von total rund 50 Kilometern und 4’500 Höhenmetern. Was 2008
mit 7 Teilnehmern begann, hat sich zu einem in der BergsteigerSzene renommierten Event entwickelt. Für die Jubiläumsbesteigung
am 5. September 2015 (7 Jahre 7 Berge) ist das auf 150 Bergsteiger begrenzte Teilnehmerfeld bereits komplett!
Mehr Infos: www.7berge.at
ROKPA in Grossbritannien
ROKPA in Polen
Unterwegs
für ROKPA
Tanz der
Kulturen
Eine unglaubliche Expedition
Das Brave Festival ist ein
dreier junger Männer aus
Tanzfestival, welches jährlich in
England: Johnny, Bertie und
Wroclaw durchgeführt wird.
Geordie reisten im Sommer 2013 in einem Kleinwagen 15’000
Gruppen aus aller Welt präsentieren dabei ihre traditionellen Tanz-
km von England in die Mongolei. Die Idee dahinter: Spenden für
formen. Ziel ist es, dem Publikum vergessene und kaum mehr
ROKPA zu sammeln. Alles, was sie an Hilfsmitteln dabei hatten,
bekannte Kulturtraditionen näher zu bringen. So wird das Bewusst-
waren Landkarten und ein Kompass. Die Reise führte sie durch
sein gefördert, welcher unglaubliche kulturelle und spirituelle
einige der abgelegensten Gegenden der Welt, durch Wüsten und
Reichtum verloren gehen kann, wenn Traditionen nicht anerkannt
über hohe Pässe.
und unterstützt werden.
Sie erlebten einige heikle Situationen – doch Aufgeben kam nicht
Parallel zum Festival läuft das Brave Kids Programm, bei dem sich
in Frage! Nach 40 Tagen erreichten sie ihr Ziel in Ulaanbaatar,
Kinder mit verschiedenstem kulturellem Hintergrund in Workshops
der Hauptstadt der Mongolei – wenn sie auch ihr Auto auf halber
austauschen und ihr Wissen weitergeben. Auch die ROKPA Kids
Strecke zurücklassen mussten. Ihre Expedition war ein Abenteuer,
aus Nepal gehören zu den regelmässigen Teilnehmern. Die Ein-
ein Erlebnis, das sie nie vergessen werden – ein Husarenritt
nahmen des Festivals fliessen vollumfänglich in verschiedene
für einen guten Zweck, so haben sie insgesamt rund 16’000
ROKPA Projekte.
Franken für ROKPA gesammelt!
13
Ihre Spende...
14
...wirkt.
Dankeschön
für 35 Jahre Unterstützung!
15
ROKPA
24
Helfen, wo Hilfe
gebraucht wird.
Nachhaltig,
seit 35 Jahren.
Für mehr Chancen im Leben
Viele Kinder und Jugendliche – aktuell nahezu 10’000 – erhalten in jedem einzelnen Jahr dank ROKPA in den tibetischen
Gebieten Chinas und in Nepal eine Ausbildung. Das geht nur mit Ihrer Hilfe!
Mit Ihrer finanziellen Unterstützung können wir die Ärmsten der Armen wirkungsvoll unterstützen – helfen Sie uns, ihre Chancen
auf ein würdevolles Leben zu erhöhen.
So können Sie spenden:
In der Schweiz sind Spenden
zugunsten von ROKPA
steuerbefreit. Zudem ist
ROKPA seit 2004 ZEWOzertifiziert.
Credit Suisse: CH73 0483 5045 5090 1100 1 (IBAN)
Postkonto: 80-19029-5
Herzlichen Dank!
ROKPA
INTERNATIONAL
Telefon +41 44 262 68 88 |
|
Böcklinstrasse
[email protected]
|
27
|
8032
www.rokpa.org
|
Zürich
|
Schweiz
facebook.com/ROKPA.org