TERA-GRAMM Was uns gesund hält! Einbruch kann Betroffene aus

Gesundheitsmanagement durch
Akutintervention
Beratung
Risikoanalyse
Prävention
Rehabilitation
“Wir machen gesund.”
Beratung
■
Konzepte
TERA-GRAMM
Was uns gesund hält!
■
Durchführung
02/2013
Einbruch kann Betroffene
aus der Bahn werfen
Opfer kämpfen lange mit den Folgen
kurz berichtet
Ein Einbruch stellt bei Opfern
das Leben oft auf den Kopf.
Das Sicherheitsgefühl ist massiv erschüttert. Die Spanne von
Reaktionen reicht von Trauer
bis zur Wut. Das Schlimmste ist
die Verletzung der Intimsphäre
durch die Einbrecher. Dabei
spielt es keine Rolle, ob die Täter
die komplette Wohnung verwüstet haben oder ob sie ganz
zielgerichtet vorgegangen sind.
Für die Opfer ist entscheidend,
dass sie wissen, dass jemand
in der Wohnung war. Sie fühlen
sich in ihren eigenen vier Wänden nicht mehr wohl. Nach dem
ersten Schock folgt oftmals die
sogenannte Einwirkungsphase.
Es kommen immer wieder belastende Erinnerungsbilder hoch.
Die Betroffenen sehen zum Beispiel Details des Einbruchs vor
sich. Schlaf- und Essstörungen
können weitere Folgen sein.
Dabei unterscheiden sich die
Reaktionen von Männern und
Frauen nicht maßgeblich vonei-
TERAPON Consulting GmbH
Wilhelm-Beckmann-Str. 7
45307 Essen
nander. Auf längere Sicht werden Frauen aber eher depressiv,
während Männer eher aggressiv
auf ihre Umwelt reagieren.
Im Idealfall setzen nach etwa
drei Monaten die Selbstheilungskräfte ein. Am besten erholen sich in der Regel Menschen
mit einem stabilen Umfeld.
Dazu zählen die Familie oder
gute Freunde. Wichtig ist, dass
jemand für die Betroffenen da
ist. Allerdings gibt es auch Opfer,
denen es nicht gelingt, den Einbruch zu verarbeiten. Das sind
vor allem Menschen, die einsam
sind oder die noch mit anderem
emotionalen Stress oder schweren
Krankheiten zu kämpfen haben.
Langfristig kann es bei ihnen zu
einer posttraumatischen Belas­
tungsstörung kommen. Ganz los
werden die meisten Menschen
die Erinnerung aber nie und
die Angst vor einem erneuten
Einbruch bleibt. Das ist wie bei
Menschen, die einmal von einem
Hund gebissen worden sind.
Tel.: (02 01) 27 88-4 64
Fax: (02 01) 27 88-1 90
Liebe Leser,
mit diesem Newsletter wollen wir vor
Ihrem wohlverdienten Sommerurlaub
ein bisschen Lesefreude mit einem
ganz ernsten Thema verbinden,
denn: „Reisezeit ist Räuberzeit“
Während der Haupturlaubszeiten
im Sommer steigen die Zahlen der
Wohnungseinbrüche immer wieder
enorm in die Höhe. Wie ein Einbruch
Betroffene aus der Bahn werfen kann,
lesen Sie in dieser Ausgabe unseres
TERA-GRAMMS.
Selbstverständlich steht die TERAPON
Consulting GmbH auch nach Wohnungseinbrüchen für psychologische
Akutinterventionen zur Verfügung – wie
immer zu jeder Zeit an jedem Ort!
Für weitere Informationen rufen Sie
uns einfach an oder fragen Sie auch
bei Gelegenheit einmal bei Ihrer
Versicherung an; unsere Dienstleistungen sind in Ihrer Hausratversicherung oft für Sie schon inbegriffen.
Auch über richtiges Verhalten bei
einem Einbruch oder Vorkehrungen
vor Ihrer Abreise informieren wir Sie
gern. – Rufen Sie einfach an!
Ihr Dr. Christian Lüdke
E-Mail: [email protected]
Internet: www.terapon.de
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Konzepte
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Durchführung
Jetzt wird´s kriminell, Mädelz! Der Sommer kommt überfallartig.
Die Sommerferien stehen kurz
bevor. Aber Urlaubszeit ist
immer auch Räuberzeit. Und
damit sich die Kleinen in den
Schulferien nicht langweilen und
sich auch schon einmal spielerisch darauf vorbereiten können,
hat in diesem Jahr ein bekannter
deutscher
Spielzeughersteller
das kleine Räuberset herausgebracht. Unten zu sehen ein Spielset für Kinder ab 4 Jahren, Preis:
39,99 €. Raubüberfall ist ein Kinderspiel. Unsere Kleinen werden
spielend kriminell.
Dreijährige dürfen das allerdings noch nicht spielen, wegen
Erstickungsgefahr durch Kleinteile. Sehr rücksichtsvoll. Wir
spielen Raubüberfall. Wem das
nicht reicht, der kann auch noch
das kleine Tresorknackerset mit
Fluchtfahrzeug dazu kaufen.
Bemerkenswert ist es in doppeltem Sinne, denn Achtung:
zwei Fliegen werden hier mit einer
Klappe geschlagen: Emanzipation und eine sehr hinterhältige
Form des Sexismus. Nennen wir
TERAPON Consulting GmbH
Wilhelm-Beckmann-Str. 7
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ihn „positiven Sexismus“. Positiver Sexismus bedeutet, dass
man vordergründig betont, dass
Frauen prinzipiell die besseren
Menschen sind und dass sie verwerfliche Dinge, die Männer tun,
niemals tun. Verbrechen werden
von Männern begangen, Frauen
machen so etwas nicht – was für
ein Klischee! Genau das haben
die Entwickler dieses Spielzeugsets erkannt: In dem o. a. Spiel ist
nun endlich auch eine Bankräuberin dabei. Wie lange haben wir
darauf gewartet! Dabei darf man
nicht vergessen, dass Bankraub
in unserem Land ein schweres
Kapitalverbrechen ist. Und das
Spiel ist ein Beitrag zur Emanzipation. So lernen Kinder früh,
dass nicht nur Jungs auf die
schiefe Bahn geraten können.
Also los Mädelz, holt die Knarren
raus und zeigt es den Jungs!
Wünschenswert wäre bei dem
Thema doch, das Spielset könnte
noch ergänzt werden. Wie wäre
es mit dem kleinen Dealerset und
kleiner Drogenküche? Oder „Wo
die Liebe hinschlägt“ ein Spielset zur häuslichen Gewalt, HellsAngel und Mafiaset? Fehlen darf
dann natürlich auch nicht mit Blick
in die Zukunft, das kleine Frauenhaus, die lustige JVA und das
Bestatterset. Wenn schon, dann
doch das volle Programm für die
Kleinen! So könnte man bei den
Spieleentwicklern sagen, dass
sie immer an die Emanzipation
der Frauen geglaubt haben und
Tel.: (02 01) 27 88-4 64
Fax: (02 01) 27 88-1 90
vor
allem
auch in
krimineller
Hinsicht.
TER APON
betreut seit vielen Jahren
die Opfer von Banküberfällen.
Unsere Statistiken zeigen, dass
aber nur 5 % aller Banküberfälle von Frauen verübt werden.
Blondinen, die stylish und cool
Bankhäuser überfallen, sind Gott
sei Dank sehr selten. Daher ist
dieses Set so enorm wichtig. Für
unsere Bemühungen zur Gewaltprävention bedeutet das, dass
unsere Arbeit in der psychologischen Akutintervention auch in
den nächsten Jahren, vielleicht
Jahrzehnten gesichert ist.
TERA-GRAMM ist ein GoodNewsletter, daher am Ende die gute
Nachricht: egal wie das Leben
spielt: auch für die ungewöhnlichsten Entwicklungen bietet
TERAPON individuelle Lösungen
und Hilfen an; egal ob bei Raubüberfällen oder anderen traumatischen Ereignissen: wir beobachten aktuelle Tendenzen, auch da,
wo es niemand vermutet.
Wir kümmern uns um Ihre
Gesundheit und Ihre Sicherheit.
Auch in den Sommerferien. Mit
Sicherheit! Wir sind für Sie da:
von der Beratung bis hin zu kompletten Systemlösungen.
E-Mail: [email protected]
Internet: www.terapon.de
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Konzepte
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Durchführung
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b
Präventionstipps zum Thema „Wohnungseinbruch“
✔
ichern Sie mögliche Schwachstellen Ihres Hauses/Ihrer Wohnung‚ z. B. Eingangstüren, Balkon- und
S
Terrassentüren, Fenster und Kellerzugänge.
✔
uch wenn Sie nur kurz weggehen, schließen Sie Ihre Haus-/Wohnungstür so oft wie möglich ab. Eine
A
nur ins Schloss gezogene Tür öffnet der Täter in Sekundenschnelle.
✔
✔
✔
✔
✔
Halten Sie die Hauseingangstüren in Mehrfamilienhäusern auch tagsüber geschlossen.
Lassen Sie bei Wohnungs-/Haustüren mit Glasfüllung niemals den Schlüssel von innen stecken.
Vermeiden Sie es, Schlüssel draußen zu verstecken. Einbrecher kennen jedes Versteck.
Sollten Sie Ihren Schlüssel verloren haben, wechseln Sie unverzüglich den Schließzylinder aus.
Verschließen Sie Fenster, Balkon- und Terrassentüren, auch wenn Sie nur kurz weggehen. Denn gekippte
Fenster sind offene Fenster!
✔
Sichern Sie auch Fenster und Balkontüren in den oberen Stockwerken, denn Einbrecher sind manchmal
wahre Kletterkünstler.
✔
L assen Sie Rollläden nur nachts herunter, sonst entsteht tagsüber der Eindruck, die Bewohner seien
nicht da.
✔
✔
Verschließen Sie stets Türen von Kellern und Dachböden.
ellerschächte und Kellerfenster sollten Sie z. B. mit massiven, gut verankerten Gittern oder Gitter­
K
rosten sichern lassen.
✔
Lassen
Sie Wohnung oder Haus bei längerer Abwesenheit durch Verwandte, Bekannte oder Nachbarn
bewohnen oder bewohnt erscheinen: Briefkasten leeren, Rollläden, Vorhänge, Beleuchtung, Radio
oder Fernseher unregelmäßig betätigen.
✔
erzichten Sie auf eine Mitteilung über Ihre Abwesenheit auf dem Anrufbeantworter oder eine Ver­
V
öffentlichung in sozialen Netzwerken wie Facebook etc.
✔
Lassen
Sie Wertsachen nicht offen zu Hause herumliegen. Bewahren Sie besonders Wichtiges oder
Wertvolles, das Sie nur selten brauchen, bei Ihrem Geldinstitut im Schließfach auf. Wenn Sie diese
Dinge im Haus behalten möchten, bringen Sie sie in einem geprüften Wertbehältnis unter.
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■
Durchführung
Richtiges Verhalten, wenn Einbrecher im Haus sind
✔
Haben Sie im Raum ein Telefon, verständigen Sie umgehend die Polizei über den Notruf 110. (Notrufe können kostenlos und von jedem Handy, auch ohne SIM-Karte, abgesetzt werden.)
✔
✔
Versuchen sie keineswegs im Alleingang, den Einbrecher zu vertreiben.
Keinen direkten Kontakt suchen! Stellen Sie sich dem Einbrecher nicht in den Weg, die meisten Langfinger sind zwar unbewaffnet, Sie müssen dennoch mit einer Kurzschluss-Reaktion rechnen.
✔
Ist der Einbrecher im Dunkeln in Ihr Haus eingedrungen, schalten Sie das Licht an, machen Sie Lärm
und versuchen Sie, das Zimmer, in dem Sie sich befinden, abzuschließen.
✔
Befinden sich Waffen im Haus, lassen Sie diese an Ort und Stelle, die Gefahr eines Gewaltszenarios ist
zu groß.
✔
Haben Sie die Möglichkeit, Ihr Haus oder Ihre Wohnung unbemerkt zu verlassen, tun Sie das!
Suchen Sie Hilfe bei den Nachbarn und verständigen auch hier sofort die Polizei.
✔
ersuchen Sie, sich wichtige Details zu merken: Wurde der Einbrecher gesehen, sind Größe/ErscheiV
nung, Bekleidung, Alter, Sprache/Dialekt, Haarfarbe/Augenfarbe oder sonstige Auffälligkeiten für
spätere Ermittlungen wichtig. Auch Angaben zum Fluchtfahrzeug und Fluchtrichtung können für einen
späteren Ermittlungserfolg behilflich sein.
Verhalten nach einem Einbruch
✔
emerken Sie beim Nachhausekommen einen Einbruch, rufen Sie sofort die Polizei. Nicht das Haus
B
oder die Wohnung betreten oder sich sogar auf die Suche nach dem Täter begeben.
✔
uch wenn Ihr Haus oder Ihre Wohnung einem Schlachtfeld gleicht, beginnen Sie in keinem Fall
A
mit den Aufräumarbeiten. Wichtige Spuren wie Fingerabdrücke, Textilrückstände und DNA-Spuren
können so vernichtet werden.
✔
rstatten Sie sofort nach dem Eintreffen der Polizei eine Anzeige gegen Unbekannt, denn nur dann
E
zahlt auch Ihre Versicherung.
✔
Lassen
Sie Kreditkarten, Konten, Handyverträge usw. unverzüglich sperren, um einen noch größeren
Schaden zu vermeiden.
✔
Machen Sie Fotos von beschädigten Gegenständen, um der Versicherung schnellstmöglich eine
Schadenliste zukommen zu lassen.
✔
Erfahrungen mit Opfern von Einbrüchen zeigen immer wieder, dass den Betroffenen neben dem
materiellen Schaden vor allem Verunsicherung und Angst zu schaffen machen. Probleme, die sich
manchmal ohne fremde Hilfe nicht mehr bewältigen lassen. Gefühle der Verunsicherung („Ich habe
Angst, allein in der Wohnung zu bleiben“) oder gar Selbstvorwürfe („Wie konnte ausgerechnet mir
so etwas passieren?“) können die Lebensqualität der Betroffenen nachhaltig einschränken. Scheuen
Sie sich nicht, Personen zu Rate zu ziehen, denen Sie sich anvertrauen können und die Ihre Ängste
verstehen, oder professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
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Fax: (02 01) 27 88-1 90 E-Mail: [email protected]
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