Wie man sich vor Zecken schützt

MEDIZINREPORT
Foto: Wikipedia/Richard Bartz
Ixodes ricinus
wird zwischen 2,5
und 4,5 Millimeter
groß. Im untersten
Segment seines
vordersten Beinpaars misst ein
Chemorezeptor
(Haller-Organ) die
Spuren eines möglichen Wirts, wie
Kohlendioxid oder
Ammoniak.
IXODES RICINUS
Wie man sich vor Zecken schützt
Der Holzbock kann FSME, Borreliose, Babesiose, Anaplasmose und andere
Infektionserkrankungen übertragen. In Europa ist er jedes Jahr für weit mehr als
100 000 Erkrankungen verantwortlich. Zeckenvermeidung ist die beste Vorsorge.
ecken sind die größten Vertreter der Milben, sie sind gewissermaßen Riesen-Milben. Leicht zu
unterscheiden sind zwei Familien:
die der Lederzecken und die der höher entwickelten Schildzecken. Von
den letzteren ist der Holzbock (Ixodes ricinus) in Deutschland am häufigsten und bekanntesten, denn er
kann die Erreger der FrühsommerMeningoenzephalitis (FSME) und
der Borreliose übertragen. In Europa
macht ihn diese Eigenschaft zur gefährlichsten Tierspezies überhaupt.
Das Risiko, sich über Zecken mit einem humanpathogenen Erreger zu
infizieren, hängt maßgeblich von
drei Faktoren ab:
● der Anzahl der Überträger im
Aufenthaltsgebiet (Zeckendichte),
● der Proportion infizierter Zecken (Infektionsrate) sowie
● dem menschlichen Verhalten
(Exposition).
Zecken durchlaufen nach dem
Schlüpfen drei Entwicklungsstadien
und zwei Häutungsprozesse: Larve
(mit sechs Beinen), Nymphe (mit
acht Beinen) und Adulte. Bis zu drei
Z
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Prozent der Nymphen tragen das
FSME-Virus in sich, bei den erwachsenen Zecken sind es bis fünf
Prozent. Im vergangenen Jahr waren bereits 141 Kreise (davon 123 in
Bayern und Baden-Württemberg)
als FSME-Risikogebiete ausgewiesen. Dort wird die FSME-Impfung
für Kinder und Erwachsene empfohlen, wenn sie Kontakt zu Zecken
haben könnten. In Europa zählen
unter anderem Tschechien, die Slowakei und das Baltikum zu den
FSME-Verbreitungsgebieten.
Meldepflicht nicht einheitlich
Träger von Borrelien ist in Westeuropa jede zehnte bis zweite Zecke.
Die höchsten Behandlungszahlen
werden aus Brandenburg, Sachsen
und Bayern berichtet. Eine Meldepflicht für Borreliose wie in Bayern,
Saarland, Rheinland Pfalz und den
neuen Bundesländern besteht nur in
wenigen Ländern Europas. So liegt
die Inzidenz in den Niederlanden bei
43 (pro 100 000 Einwohner und
Jahr), in der Schweiz bei 130 und in
Österreich bei 300.
Zecken lieben hohe Luftfeuchtigkeit, ihr bevorzugter Lebensraum
sind deshalb Gebüsch, Unterholz,
hohes Gras an Waldrändern, Lichtungen, feuchte Wiesen und Gärten. Hier sitzen sie auf der Lauer –
meist an der Spitze von Grashalmen –, um von einem Wirt „im Vorübergehen“ abgestreift zu werden.
Die Larven bevorzugen dabei meist
kleine Säugetiere, erwachsene Zeckenweibchen hingegen größere
Säuger und Menschen. Wegen ihres
Feuchtebedarfs sind Zecken besonders aktiv nach einem Regentag im
Frühsommer. In milden Wintern
können viele in der Laubstreu unter
dem Schnee überleben, um dann im
Frühjahr ab circa sechs bis acht
Grad Celsius wieder aktiv zu werden (www.zeckenwetter.de).
Hat die Zecke einen Wirt gefunden, wandert sie solange am Körper
umher, bis sie eine dünne Hautpartie
gefunden hat. Beliebt sind weiche,
gut durchblutete Areale wie Kniebeugen, Ellenbogen, Achselhöhlen,
die Gegend um den Bauchnabel und
die Leisten, aber auch der Haaran-
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satz. Prädilektionsstellen sind bei
Kindern die Kopf-Hals-Region und
der Haaransatz, bei Erwachsenen
Beine, Abdomen und der Brust-/
Schulterbereich. Bei Waldarbeitern
sind die Arme recht häufig betroffen.
Wer in FSME-Verbreitungsgebieten wohnt oder dort Urlaub machen
möchte, sollte sich gegen FSME
impfen lassen. Eine Auffrischimpfung wird im Abstand von drei bis
fünf Jahren empfohlen (RKI 2014).
Gegen Borreliose gibt es bisher noch
keine wirksame Impfung. Der beste
Schutz ist hier also die Vermeidung
eines Zeckenstichs. Das Tragen geschlossener Kleidung und Schuhe
bietet einen gewissen Schutz. Zudem sollten die Hosenbeine in die
Socken gesteckt werden.
Da die Borrelien sich im Darm
der Zecke befinden, dauert es eine
gewisse Zeit, bis sie in den Wirt gelangen. Innerhalb der ersten 12
Stunden nach dem Stich kommt
es deshalb nur selten zu einer
Infektion. In Tierversuchen lag die
Übertragungsrate nach 18–24 Stunden zwischen 0 und 50 Prozent; 72
Stunden nach dem Stich hat eine infizierte Zecke die Erreger mit hoher Wahrscheinlickeit auf den Wirt
übertragen. Je schneller also der
„Blutsauger“ entfernt wird, umso
niedriger ist das Risiko, an Borreliose zu erkranken. Hierzu eignen sich
unter anderem Pinzetten oder sogenannte Zeckenkarten; bei der Entfernung mittels Pinzette ist wichtig,
dass man die Zecke möglichst dicht
an der Haut fasst und dann, wenn
nötig, durch sanftes Hin- und Herbewegen lockert und langsam herauszieht. Eventuell in der Wunde verbliebene Zeckenreste sollten
(zum Beispiel mittels einer Kanüle)
entfernt, und die Einstichstelle sollte desinfiziert werden. Inwieweit
die lokale Anwendung von Azithromycin in Gelen oder Pflaster eine
Borreliose-Infektion im Keim ersticken kann, kann derzeit (noch)
nicht sicher beurteilt werden.
Die Zeckensuche sollte auch die
Haustiere einschließen. Es ist bekannt, dass Personen in Haushalten
mit Tieren häufiger Antikörper gegen
Borrelien haben, wobei Katzenbesitzer das höchste Risiko aufweisen.
Nach dem Absammeln kann man
die Zecke zum Beispiel in ein gefaltetes Papier legen (um das Infektionsrisiko zu mindern) und dann
mit einem festen Gegenstand zerdrücken. Oder man legt sie in mindestens 40-prozentigen Alkohol ein.
Schutzzeit ist deutlich kürzer
Viele der gängigen Mücken-Abwehrmittel (Repellents) schützen
auch gegen Zecken; insbesondere
die Wirkstoffe Icaridin, EPAAB
(Ethylbutylacetylaminoproprionat)
und DEET (N,N-Diethyl-m-toluamid) zeigen hier eine recht gute
Wirkung. Ähnliches gilt (wenn auch
schwächer ausgeprägt) für manche
Fettsäuren; zum Beispiel die Caprylsäure (in Kokosöl) und die Laurinsäure, die zudem gute dermatologische Eigenschaften aufweisen. Da
Zecken zumeist einen weit größeren
Wirtsdruck haben als Mücken, währt
die Schutzzeit vieler Mittel allerdings erheblich kürzer – oft nur halb
so lang wie gegen Mücken.
peratur behandeln. Zecken die von
Haustieren oder Kleidung abfallen,
können in Wohnungen durchaus ein
bis zwei Wochen überleben und sich
einen neuen Wirt suchen.
Ob eine ausreichende Wirksamkeit von Repellents vorliegt, wird
während des Zulassungsprozesses
gegen die im Verkaufsgebiet am häufigsten vorkommenden Zeckenarten
getestet (in Europa also gegen Ixodes ricinus). Es gibt aber weltweit
einige andere Zeckenarten, die als
Vektoren von humanpathogener Bedeutung sind. Leider gibt es jedoch
kaum Untersuchungen zur Wirksamkeit von Abwehrmitteln gegen diese
Arten – man kann also nur die gängigen Mittel mit auf die Reise nehmen
und darauf hoffen, dass sie wirksam
sein könnten.
Geht die Reise in die USA,
empfiehlt sich ein Blick auf die
Homepage der amerikanischen Umweltbehörde (cfpub.epa.gov/oppref/
insect/). Auch ist bekannt, dass der
TABELLE
In Europa gebräuchliche Wirkstoffe zur Zeckenabwehr (gegen Ixodes ricinus)
Wirkstoff
Kinder
ab*
Schwangerschaft und/
oder Stillzeit
Anmerkungen
wirkt auch
gegen
geschätzte
Wirkdauer*
(gegen I. ricinus)
DEET
3 Jahre
nein
kann Kunststoffe
angreifen
Amblyomma,
Dermacentor
20%: 4h.
Icaridin
2 Jahre
möglich
Amblyomma,
Dermacentor
10–20%: 4h
EBAAP
1 Jahr
möglich
sehr gute Verträglichkeit
Amblyomma,
Dermacentor
10–20%: 4h
PMD
3 Jahre
nein**
allergenes Potenzial
Amblyomma,
Dermacentor
30%: 2h.
Fettsäuren
0 Jahre
möglich
bis 2h.
*Dies sind ungefähre Schätzwerte, da die Schutzzeiten auch stark von der Art der Formulierung abhängen.
**keine Daten vorhanden
Wer sich häufig im Grünen aufhält oder in einem Risikogebiet
wohnt, für den kann auch die Behandlung der Kleidung – besonders
von Socken und Hosen – mit einem Insektizid (Langzeit-Pyrethroide wie Permethrin) einen zusätzlichen Schutz darstellen. Waschen der
Kleidung bei 40o C ist wahrscheinlich unwirksam, denn Zecken überleben diese Temperatur recht gut.
Vorsichtshalber sollte man Kleidung
o
bei mindestens 60 C waschen oder
in einem Trockner bei dieser Tem-
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Hauptüberträger der Lyme-Borreliose in den USA, die amerikanische
Hirschzecke (Ixodes scapularis), von
den in Europa üblichen Repellents
abgewehrt wird. Welche Repellents
aber zuverlässig gegen Zeckenarten
in anderen Regionen der Welt wirken,
bedarf weiterer Untersuchungen. ▄
Dr. med. Sibylle Rahlenbeck
Dr. med. Volker Fingerle
@
Literatur im Internet:
www.aerzteblatt.de/lit2514
oder über QR-Code
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LITERATURVERZEICHNIS ZU DÄ ??/2014:
IXODES RICINUS
Wie man sich vor Zecken schützt
Der Holzbock kann FSME, Borreliose, Babesiose, Anaplasmose und andere
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