Achtsamkeit_03022015

Achtsamkeit – was ist das?
Was verbinden Sie mit dem Begriff
„Achtsamkeit“?
Gisela Graßhoff / Betriebliches Gesundheitsmanagement
Warum ist das Thema gerade jetzt so aktuell?
Situation:
Materieller Überfluss / Mangel - Schere arm / reich
Wirtschaft: „Zwang zum Wachstum / zum Konsum“
Reizüberflutung z.B. Internet, Handy, Medien,
Verhaltensdruck von außen ( wie ich sein soll )
ca. 80.000 Gedanken pro Tag
ca. 50 Gedanken pro Minute / nur ein kleiner Teil davon wird
wahrgenommen
(Überlebens-) Ziel: die eigene Mitte finden / bewahren
(beruflich und privat – herausfinden, wie ich sein will )
Gisela Graßhoff / Betriebliches Gesundheitsmanagement
Grundlage der Gedanken (positiv / negativ):
im Leben entstandene Glaubenssätze und
„innere Antreiber“
Folge: Vergangenheitsbewältigung / Zukunftsängste und
Gedanken bestimmen das Leben
Aber: Gedanken sind mentale Vorgänge und (noch) nicht
Realität
Gisela Graßhoff / Betriebliches Gesundheitsmanagement
Achtsamkeit bedeutet
…ausgerichtet sein auf:
Das Leben im Hier und Jetzt: Konzentration auf den
Augenblick / Wahrgenommenes nicht bewerten
„Das Gestern ist Geschichte, das Morgen nur Gerüchte,
das Jetzt liegt in der Gegenwart – und die zu erleben ist
ein Geschenk!“
Meister Oogway ( Kung Fu Panda)
Gisela Graßhoff / Betriebliches Gesundheitsmanagement
Achtsamkeit bedeutet:
Die Außenwelt / Umgebung wahrnehmen
trotz Reizüberflutung die eigene Mitte bewahren
Wenn man seine Ruhe nicht in sich findet, ist es
zwecklos, sie andernorts zu suchen.
François de La Rochefoucauld
Gisela Graßhoff / Betriebliches Gesundheitsmanagement
Achtsamkeit bedeutet:
Die Innenwelt: Gedanken / Gefühle wahrnehmen
Wenn die Menschen wüssten, wie sehr die Gedanken
ihre Gesundheit beeinflussen, würden sie entweder
weniger oder anders denken.
Andreas Tenzer
Gisela Graßhoff / Betriebliches Gesundheitsmanagement
Achtsamkeit bedeutet:
Den Körper mit seinen Empfindungen wahrnehmen:
z.B. Anspannungsmuster
Über den Körper mit dem Gehirn Kontakt aufnehmen
(„Embodiment“: Wechselwirkung zwischen Körper
und Psyche)
Ist eine „mentale Lockerungsübung“
Gisela Graßhoff / Betriebliches Gesundheitsmanagement
Moshe Feldenkrais 1904 - 1984:
Physiker, Ingenieur, Judolehrer
Bestandteile jeder Handlung sind
Bewegung
Sinnesempfindung
Gefühl
Denken
„Die Veränderung eines Bestandteils hat die Veränderung der Anderen
zur Folge.“
Das bedeutet:
Gisela Graßhoff / Betriebliches Gesundheitsmanagement
Die Geschichte mit dem Hammer
Ein Mann will ein Bild aufhängen. Den Nagel hat er, nicht aber den Hammer. Der
Nachbar hat einen. Also beschließt unser Mann, hinüberzugehen und ihn auszuborgen.
Doch da kommt ihm ein Zweifel: Was, wenn der Nachbar ihm den Hammer nicht leihen
will? Gestern schon grüßte er ihn nur so flüchtig. Vielleicht war er in Eile. Aber vielleicht
war die Eile nur vorgeschützt, und er hat etwas gegen ihn. Und was? Er hat ihm nichts
angetan; der bildet sich da etwas ein. Wenn jemand von ihm ein Werkzeug borgen
wollte, er gäbe es ihm sofort. Und warum sein Nachbar nicht? Wie kann man einem
Mitmenschen einen so einfachen Gefallen ausschlagen? Leute wie der Kerl vergiften
einem das Leben. Und dann bildet der Nachbar sich noch ein, er sei auf ihn angewiesen.
Bloß weil er einen Hammer hat. Jetzt reicht’s ihm aber wirklich. Und so stürmt er hinüber,
läutet, der Nachbar öffnet, doch noch bevor er „Guten Morgen“ sagen kann, schreit ihn
unser Mann an: „Behalten Sie Ihren Hammer, Sie Rüpel!“
Aus: Anleitung zum Unglücklichsein von Paul Watzlawick
Gisela Graßhoff / Betriebliches Gesundheitsmanagement
Mithilfe von Achtsamkeitsübungen können wir…
uns diese Vorgänge bewusst machen
Gedanken bewusst machen
sie beeinflussen / verändern
Gisela Graßhoff / Betriebliches Gesundheitsmanagement
Übung für den Alltag:
„Stop,Take a breath, Observe, Proceed"
Auf Deutsch
Stop
Atem holen
Beobachten
Weitermachen
Gisela Graßhoff / Betriebliches Gesundheitsmanagement
Grundhaltung
Bewertung ausschalten
Freundlich mit sich selber umgehen
Alles kann / nichts muss
Kein richtig oder falsch
Beobachten
Gisela Graßhoff / Betriebliches Gesundheitsmanagement
Übungswege
Alltagstätigkeiten
Kommunikation
Hobbies
Sport
Kampfkünste
Methoden wie Feldenkrais, Meditation, Yoga
Atemübungen usw
Gisela Graßhoff / Betriebliches Gesundheitsmanagement
Apropos Kommunikation:
Sprechen ist eine sehr wichtige Übung, besonders im
täglichen Leben. Die meisten Probleme im Leben sind
auf unachtsame Worte zurückzuführen.
Godwin Samararatne
Gisela Graßhoff / Betriebliches Gesundheitsmanagement
Gisela Graßhoff / Betriebliches Gesundheitsmanagement
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Mögliche Wirkungen
Unterbrechung von „rotierenden Gedanken“
(„Achtsamkeit ist eine mentale Lockerungsübung“ ) Jan Becker
Stressreaktionen des Körpers werden
heruntergefahren
Ein anderer Blickwinkel stellt sich ein
Mehr Gelassenheit
Zugang zur Intuition
Gisela Graßhoff / Betriebliches Gesundheitsmanagement
Achtsamkeit fördert Intuition
Die Intuition ist ein heiliges Geschenk, und der
rationale Verstand ist ein treuer Diener. Wir
haben eine Gesellschaft geschaffen, die den
Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat.
Albert Einstein
Gisela Graßhoff / Betriebliches Gesundheitsmanagement
Wer profitiert von mehr Achtsamkeit?
Jeder selbst: Gesundheit / Wohlbefinden / Stimmung
Die Anderen
Die Umwelt
Gisela Graßhoff / Betriebliches Gesundheitsmanagement
Fazit:
bei der Achtsamkeitspraxis handelt es sich nicht
etwa um eine Methode mit der sich ein gewisses
Gesundheitsproblem behandeln lässt, sondern um
eine Art zu leben, die es uns ermöglicht, unser
Leben in jedem Moment mit größerer Tiefe und
Fülle zu erleben und zu schätzen.“
„
Jon Kabat Zinn
Gisela Graßhoff / Betriebliches Gesundheitsmanagement
Ein Weg von 1.000 Meilen beginnt mit dem ersten Schritt
asiatische Weisheit
Übersetzung:
Es gibt nichts Gutes, außer man tut es……..
Gisela Graßhoff / Betriebliches Gesundheitsmanagement
Atemübung
Gisela Graßhoff / Betriebliches Gesundheitsmanagement
Achtsam zu sein, bedeutet, wach zu sein,
Es bedeutet, zu wissen, was wir tun.
Jon Kabat-Zinn
Gisela Graßhoff / Betriebliches Gesundheitsmanagement
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