Pressemitteilung, EU-Winterpaket, 30. November 2016

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Öffentlichkeitsarbeit
Pressemitteilung
BDI zum EU-Winterpaket: Europa setzt überfälliges
Zeichen gegen nationale energiepolitische Alleingänge
 Potenzial des Strombinnenmarktes für sinkende
Strompreise heben
 Stärkere regionale Kooperation bei der
Versorgungssicherheit dringend geboten
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30. November 2016
„Die Vorschläge der EU-Kommission sind ein überfälliges Zeichen gegen
nationale energiepolitische Alleingänge.” Das sagte Holger Lösch,
Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Deutschen
Industrie (BDI), am Mittwoch in Brüssel zur Vorstellung des EUWinterpakets. „Die Energiewende wird nur dann ein Erfolg, wenn sie
europaweit organisiert wird.“ Allein die Harmonisierung des Ausbaus
erneuerbarer Energien verspricht jährliche Effizienzgewinne von bis zu
16 Milliarden Euro.
„Ab sofort muss es darum gehen, das Potenzial des Strombinnenmarktes
für niedrigere Strompreise tatsächlich zu heben“, forderte Lösch. Nach
wie vor stiegen die europäischen Energiekosten trotz sinkender
Börsenpreise. „Allein die Förderkosten für erneuerbare Energien und
Kraft-Wärme-Kopplung haben sich seit 2008 verdreifacht – mit
Deutschland an der Kostenspitze. Das verzerrt den Wettbewerb innerhalb
Europas und schwächt unsere Unternehmen gegenüber internationalen
Wettbewerbern.“ Hier müsse die EU dringend gegensteuern.
Dem BDI gehen daher die Kommissionsvorschläge in diesem Punkt nicht
weit genug. „Wir hätten uns klare Kriterien für eine höhere
Bundesverband der
Deutschen Industrie e.V.
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Kosteneffizienz bei den Fördersystemen für erneuerbare Energien und
einen deutlicheren Anstoß in Richtung mehr Europa gewünscht.“
Positiv bewertet der BDI den Vorstoß der Kommission, ein höheres Maß
an regionaler Kooperation im Stromsektor einzufordern. Lösch: „Wir
kommen auf dem Weg zu einem europäischen Energiebinnenmarkt nur
voran, wenn die EU-Staaten die Sicherung ihrer Energieversorgung
grenzüberschreitend organisieren und sich untereinander besser
abstimmen.“
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