Presse-Information Nr. 050/2016

Presse-Information Nr. 050/2016
Presse und Medien
Dr. Ulrich Hettinger
Abteilungsleiter
Arbeitgeberpräsident Kramer: Integration braucht Zeit,
Rahmenbedingungen weiter verbessern
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Berlin, 03. November 2016. Zum Treffen der Bundeskanzlerin mit in der
Flüchtlingsintegration engagierten Gruppen erklärt Arbeitgeberpräsident Ingo
Kramer:
Monat für Monat schaffen immer mehr Flüchtlinge den Sprung in eine
Ausbildung oder Beschäftigung. Das ist Ergebnis großer Anstrengungen der
Sozialpartner und anderer Gruppen, die sich heute im Kanzleramt getroffen
haben.
Es ist aber noch zu früh, Bilanz zu ziehen: Die Integration in den
Arbeitsmarkt braucht Zeit. Vor allem wegen fehlender Deutschkenntnisse
und geringer Qualifikationen ist die Integration ein Dauerlauf und kein Sprint.
Die ersten Zahlen sind durchaus positiv: Die Zahl
sozialversicherungspflichtiger Beschäftigter aus nichteuropäischen
Asylherkunftsländern ist innerhalb des letzten Jahres um über ein Drittel auf
fast 150.000 gestiegen.
Wir unterstützen den Kurs der Bundeskanzlerin, die Rahmenbedingungen für
die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt weiter zu verbessern.
Notwendig sind eine vollständige Aufhebung des Beschäftigungsverbots in
der Zeitarbeit und eine verbindliche Zuweisung in Angebote zur
Sprachförderung. Die 3+2-Lösung bei der Ausbildung sollte bundesweit
engagiert und einheitlich genutzt werden. Auch Jugendliche über 18 sollten
eine Schulausbildung beenden können.
Wir brauchen eine flächendeckende statt nur eine punktuelle Aussetzung der
Vorrangprüfung und eine Öffnung der Instrumente zur Ausbildungsförderung
ab Abschluss des Ausbildungsvertrags auch für Asylbewerber mit hoher
Bleibeperspektive und Geduldete ohne Arbeitsverbot.
BDA | Bundesvereinigung der
Deutschen Arbeitgeberverbände
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