Flyer - Migrare

Wer sind NACHBARINNEN?
NACHBARINNEN sind Frauen mit nicht deutscher Muttersprache. Sie agieren als Begleiterinnen
für Familien, bieten Unterstützung und schaffen Verbindung zu inklusionsfördernden Maßnahmen.
Lehrgang NACHBARINNEN OÖ/2
In einem 8-monatigen Lehrgang erhalten 16 Frauen die Befähigung zur aufsuchenden
Familienarbeit im transkulturellen Kontext. Dabei werden:
•
wichtige personale Kompetenzen gestärkt,
•
fachspezifische Inhalte vermittelt: Familie und Erziehung, Bildung und Arbeit, Gesundheit,
Flucht und Trauma, Werteorientierung, Frühe Bildungsförderung, Soziales, Kommunikation
und Beratung im transkulturellen Kontext vermittelt,
•
Methoden- und Handlungskompetenzen erworben, ein professionelles Tätigkeitsbild sowie ein
klares Rollenverständnis der Aufgabe als NACHBARIN entwickelt und
•
Erfahrungen in einem 6-wöchigen Praktikum gesammelt.
Zugangsvoraussetzungen zur Teilnahme am Lehrgang
•
beim AMS als arbeitssuchend bzw. arbeitslos vorgemerkte Frauen
•
(familiäre) Migrationsgeschichte bzw. Fluchterfahrung
•
sehr gute Deutschkenntnisse (ähnlich B1)
•
sehr gute muttersprachliche Kenntnisse (u.a. Arabisch, Russisch,
Tschetschenisch, Farsi/Pashto/Dari, Türkisch, afrikanische Sprachgruppen/Englisch und
Französisch)
Ein Projekt von migrare – Zentrum für MigrantInnen OÖ, in
Kooperation mit FH OÖ.
Das Projekt wird gefördert von:
•
fundierte Basisausbildung (mind. Hauptschulabschluss oder vergleichbar)
•
Lebenserfahrung (erwünschtes Alter ab 25 Jahre)
•
hohe Motivation, im Sozialbereich einen Lehrgang zu absolvieren und der Wunsch, in diesem
Bereich zu arbeiten
•
grundlegende Computerkenntnisse (Internetrecherche, Word, E-Mail)
•
Lesekompetenz (Texte verstehen und reflektieren, Informationen verarbeiten)
•
Organisationsfähigkeit und Empathie
•
Offenheit gegenüber Religionen und ethnischen Zugehörigkeiten im Allgemeinen
•
gute multiethnische Vernetzung
•
Verfügbarkeit während der Unterrichtszeiten (Der Unterricht findet täglich statt.)
Was tun NACHBARINNEN?
NACHBARINNEN arbeiten mit Müttern. Sie gehen direkt in die Familien, vermitteln alle für die Familie relevanten Informationen, agieren als Prozessbegleiterinnen,
bieten Unterstützung und schaffen Kontakt zu integrationsfördernden Dienstleistungen und Aktivitäten. NACHBARINNEN unterstützen Familien dabei, in ihrem
näheren und unmittelbaren Wohn- und Lebensumfeld mit Konflikten lösungsorientiert umzugehen und an einem positiven nachbarschaftlichen Klima aktiv
mitzuwirken. NACHBARINNEN bestärken Familien in ihren Gesundheits- und Sozialkompetenzen und handeln so, dass die Familienmitglieder lernen, aktiv zu
werden und sich selbst zu helfen.
Welche Ziele verfolgen NACHBARINNEN?
•
•
•
Isolation der Familien durchbrechen
Partizipation von Familien in der Gesellschaft erhöhen
Lebensbedingungen von benachteiligten Frauen und Kindern nachhaltig
verbessern
•
•
•
Empowerment der Familien stärken
Förderung von Bildung und Gesundheit in der Familie
gelingendes Miteinander im unmittelbaren Wohn- und Lebensumfeld der
Familien gestalten
Der Lehrgang ist kostenlos und die Teilnehmerinnen erhalten während der Ausbildung finanzielle Unterstützung (DLU). 3 bis 4 Absolventinnen werden nach dem
Lehrgang eine zeitlich befristete Anstellung bei migrare als NACHBARIN erhalten. Sie werden in Linz und ausgewählten OÖ Bezirken tätig sein.
Zeitlicher Rahmen und Ort
Anmeldefrist:
7.10.2016
Ausbildungszeit:
17.10.2016 – 19.05.2017
Ausbildungsausmaß:
638 UE (32 ECTS)
Abschluss:
Zertifikat FH OÖ
Unterrichtszeiten:
Mo - Do.: 08:00 – 13:00 | Fr.: 08:00 – 12:00
Ausbildungsort:
Linz
Lehrgangsleitung:
Gilda Johne | migrare
Weitere Informationen zum Lehrgang
Eine Anmeldung für den Lehrgang ist bis 7. Oktober 2016 möglich: per Mail ab sofort oder telefonisch ab Mitte August.
Zusätzliche Informationen erhalten Sie bei Ihrer/Ihrem AMS-BeraterIn und bei migrare.
Kontakt und Bewerbung
migrare - Zentrum für MigrantInnen OÖ | Projekt NACHBARINNEN
Gilda Johne
Humboldtstraße 49/6, 4020 Linz
Tel.: 0732/66 73 63-25
E-Mail: [email protected]
Wichtiger Hinweis:
Schriftliche Anmeldung mit Lebenslauf
per E-Mail ab sofort möglich.
Telefonische Auskunft ab 16.08.2016