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blick
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Nummer 9, 24. Juni 2016
Was mir an Deiner
Der Kremsmünsterer Benediktinermönch P. Bernhard
Eckerstorfer und der evangelische Superintendent Gerold
Lehner sind beide verwurzelt
in ihrer Kirche. Und gerade
deshalb finden sie manches
an der Konfession des anderen spannend. Bei der Ökumenischen Sommerakademie
im Stift Kremsmünster wollen sie darüber in einer Dialogpredigt reden.
Blick von der katholischen Bergkirche Klaus über den
Friedhof zum Schloss Klaus. Ein Haus geführt von der
Missionsgemeinschaft der Fackelträger, die der evangelischen Kirche nahe steht.
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blick
zum Querdenken
Die Anfangsbuchstaben der Antworten ergeben einen Heiligen,
der um die Sommersonnenwende seinen Namenstag feiert.
1. Dieser Flieger gibt vielen Tankstellen seinen Namen
2. Lehre des Lichts oder Auftreten eines Menschen
3. fürs Zelt und im Wasser
4. Erst hat‘s gebrannt – jetzt ist‘s grau
5. mit Faden, im Heuhaufen, am Baum
6. in der Partitur oder im Zeugnis
7. Baumfrucht oder deutsche Spielkarten-Farbe
8. bei Uniformen am Revers, im Badezimmer an der Wand
Im Herbst 1517 hat Martin Luther seine fünfundneunzig Thesen bekannt gemacht gegen den
Ablass-Handel. Dagegen, dass
die Kirche Menschen verspricht,
sie könnten sich mit Geld freikaufen von ihrer Sündenschuld.
Acht Jahre später kommt der
erste evangelische Prediger in
unsere Gegend. Michael Stifel,
ein Schüler Martin Luthers, wird
Prediger bei den Jörgern von Tollet. Die sind damals Herren auf
Pernstein und Scharnstein.
Hundert Jahre lang bleibt das
südliche Oberösterreich fast zur
Gänze evangelisch. Doch ob katholisch oder evangelisch – wer
zur falschen Zeit den falschen
Glauben hat, muss durch viele
hundert Jahre um sein Leben
fürchten – mitten in Europa.
Das ist heut vorbei. Und ist es
deshalb ohnehin egal, was man
als Christ glaubt? Wir haben
schon einmal vorgefühlt.
Katholisch, evangelisch?
Alles einerlei?
Was dem katholischen Mönch
an der evangelischen Kirche gefällt? P. Bernhard hat es vor allem bei seinen Aufenthalten in
den USA erleben dürfen – „das
freie Beten und die Heiligung
des Evangeliums“. Und was das
Jubiläum der Reformation be-
trifft, das Jahr 1517, da sagt er zu
den evangelischen Christen:
„Was bei Euch gewachsen ist,
kann uns nicht egal sein. Ehrlich
gesagt kenne ich etliche evangelische Christen, denen ich mich
religiös und theologisch näher
fühle als so manchem katholischen Priester oder Theologen.
Die Kontakte, die während meiner Doktorarbeit über den evangelischen Theologen George
Lindbeck entstanden sind, dauern bis heute an. Ohne den Glauben dieser Menschen und ihrer
Bekenntnisgemeinschaften wäre
mein Glaube viel ärmer.
Umgekehrt kommen immer
wieder Evangelische in unser
Kloster, die unsere Lebensweise
sehr bereichernd für ihren Glauben finden.“
Und was gefällt dem evangelischen Superintendenten – gerade
Der Kelch des Heiligen Benedikt - der Kelch aus dem
die Schlange kriecht: Als
göttliche Warnung, dass
ihm seine Mitbrüder den
Wein vergiftet haben. Im
Pettenbacher Wappen stehen nebeneinander der
Benediktuskelch – und der
Morgenstern – die Waffe
der evangelischen Bauern
im Bauernkrieg.
IMPRESSUM
Lösung: 1. JET; 2. OPTIK;
3. HERING; 4. ASCHE;
5. NADEL; 6. NOTE;
7. EICHEL, 8. SPIEGEL.
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