Prüfung der Aufrechnung im Gutachten A hat gegen B einen Anspruch auf Zahlung von 2 000 €, fällig am 1.4.; B hat gegen A einen Anspruch auf Zahlung von 1 500 €. A mahnt am 1.5., B erinnert sich seines Gegenanspruchs, der am 15.4. fällig war, zahlt sofort 500 € und erklärt auf die weitere Forderung des A am 10.5., man sei doch „quitt.“ I. Anspruch des A gegen B auf Zahlung von weiteren 1 500 € 1. Anspruch entstanden 2. Anspruch erloschen a) Erlöschen nach § 362 BGB b) Erlöschen durch Aufrechnung nach § 389 BGB (1) Aufrechnungslage, § 387 BGB i) Gegenseitige Forderungen ii) Gleichartigkeit der Forderungen iii) Aufrechenbarkeit der Forderungen iv) (2) c) 19 (i) Fälligkeit der eigenen Forderung des Aufrechnenden („Aktivforderung“) (ii) Erfüllbarkeit der Gegenforderung („Passivforderung“) Kein Ausschluss der Aufrechnung Aufrechnungserklärung, § 388 BGB Rechtsfolge, § 389 Dr. Thomas Habbe 2016, Lehrstuhl Rechtsgeschichte Prüfung der Aufrechnung im Gutachten II. 20 Anspruch des A gegen B auf Zahlung von Verzugszinsen aus §§ 286, 288 Abs. 1 BGB für den Zeitraum 1.–10.5. 1. Geldforderung 2. Mahnung 3. Wirkung der Aufrechnung, § 389 BGB 4. Ergebnis Dr. Thomas Habbe 2016, Lehrstuhl Rechtsgeschichte Fall 3: „Ausgerechnet aufgerechnet“ A. Anspruch entstanden I. Anspruch der G gegen S auf Rückzahlung der Darlehnsvaluta in Höhe von 2 000 € nebst Zinsen aus § 488 Abs. 1 S. 2 BGB II. Anspruch der G gegen S auf Schadenersatz wegen Zerstörung der Scheibe in Höhe von 500 € 1. 2. 3. III. 21 Anspruch aus § 280 Abs. 1 BGB a) b) Schuldverhältnis Pflichtverletzung c) d) Vertretenmüssen Schaden Anspruch aus § 823 Abs. 1 BGB a) Rechtsgutverletzung b) Rechtswidrigkeit c) d) Verschulden Schaden Zwischenergebnis Zwischenergebnis: G hat gegen S Anspruch auf Zahlung von insgesamt 2 700 €. Dr. Thomas Habbe 2016, Lehrstuhl Rechtsgeschichte Fall 3: „Ausgerechnet aufgerechnet“ B. Erlöschen des Anspruchs durch Aufrechnung nach §§ 387, 389 BGB I. Aufrechnung des S 1. Aufrechnungslage a) Gegenanspruch des S gegen G (1) (2) (3) 22 Anspruch aus §§ 280 Abs. 1, 241 Abs. 2 BGB i) Schuldverhältnis ii) Pflichtverletzung iii) Vertretenmüssen iv) Schaden Anspruch aus § 823 Abs. 1 BGB i) Rechtsgutverletzung ii) Rechtswidrigkeit iii) Verschulden iv) Schaden Zwischenergebnis b) Gleichartigkeit c) Fälligkeit / Durchsetzbarkeit der Aktivforderung d) Erfüllbarkeit der Passivforderung Dr. Thomas Habbe 2016, Lehrstuhl Rechtsgeschichte Fall 3: „Ausgerechnet aufgerechnet“ B. Erlöschen des Anspruchs durch Aufrechnung nach §§ 387, 389 BGB I. II. Aufrechnung des S 1. Aufrechnungslage (Folie 22) 2. Aufrechnungserklärung des S, § 389 BGB 3. Ausschluss der Aufrechnung hinsichtlich der 500 € Ersatz für die Scheibe nach § 393 BGB – Aufrechnung gegen Forderung aus unerlaubter Handlung? 4. Zwischenergebnis: Ansprüche der G überwiegen um 50 € Aufrechnung der G 1. C. 23 Aufrechnungslage a) Anspruch der S gegen G auf Auszahlung von Wechselgeld in Höhe von 50 € aus § 480 BGB b) Gleichartigkeit der Ansprüche c) Durchsetzbarkeit des Aktivforderung (hier: G ./. S) d) Erfüllbarkeit der Passivforderung (hier: S ./.G) 2. Aufrechnungserklärung 3. Vertraglicher Ausschluss der Aufrechnung Gesamtergebnis Dr. Thomas Habbe 2016, Lehrstuhl Rechtsgeschichte
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