Geschäftsbericht 2015 PDF 2,4 MB

2 015
G ES CHÄ F T S BER I CHT
S ed u s St o ll G r u p p e
W ic htige Kennzahlen auf ein en Bli c k
S e d u s St o ll G r uppe
2011
2012
TEUR
TEUR
159.222
162.167
davon Inland
96.736
101.802
davon Ausland
62.486
60.365
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
5.519
5.746
Jahresüberschuss
2.505
2.670
Cash Flow
14.303
14.133
Investitionen (ohne Finanzanlagen)
12.341
9.209
9.058
8.283
104.447
107.378
49,5
49,3
871
882
davon Inland
806
816
davon Ausland
65
66
Umsatzerlöse
Abschreibungen (ohne Finanzanlagen und Firmenwerte)
Bilanzsumme
Eigenkapital (in % der Bilanzsumme)
Mitarbeiter im Jahresquartalsdurchschnitt (ohne Auszubildende)
2013
2014
Abweichung
zum Vor jahr
2015
TEUR
TEUR
TEUR
%
158.224
157.938
178.976
13,3
98.990
96.238
100.215
4,1
59.234
61.700
78.761
27,7
3.131
9.967
15.319
53,7
886
6.147
10.892
77,2
13.867
16.899
21.713
28,5
5.994
3.990
4.755
19,2
9.664
8.346
7.993
-4,2
107.627
115.292
126.928
10,1
48,8
50,9
53,4
–
889
829
821
-1,0
821
766
761
-0,7
68
63
60
-4,8
Vorlage 4c, für Vergrößerungen und Verkleinerungen bis 15%
Schrift druckt schwarz (K)100%, Schnecke C 5% / K 60%
7
Inhalt
Wichtige Kennzahlen auf einen Blick____________
3
Sedus Stoll Konzern Jahresabschluss 2015
Struktur der Sedus Stoll Gruppe_________________
9
Bilanz_______________________________________________
Entwicklung des Anlagevermögens________________
Gewinn- und Verlustrechnung_____________________
Konzernanhang_____________________________________
Eigenkapitalspiegel____________________________
Kapitalflussrechnung_______________________________
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers________
Aufsichtsrat / Vorstand_________________________ 20
Bericht des Aufsichtsrates______________________ 21
Bericht des Vorstandes und Konzernlagebericht
der Sedus Stoll AG für das Geschäftsjahr 2015
 1. Struktur, Geschäftsmodell und Marktumfeld____
 2. Wertorientierte Steuerung____________________
 3. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen____
 4. Entwicklung des Büromöbelmarktes______________
 5. Geschäftsentwicklung nach Märkten___________
  6. Ertragslage________________________________
  7. Ergebnisverwendung_________________________
 8. Vermögens- und Kapitalstruktur_______________
  9. Brutto-Cash Flow und Kapitalflussrechnung____
10. Investitionen_______________________________
11. Qualitätsmanagement_______________________
12. Umweltmanagement_________________________
13. Nachhaltigkeitsmanagement_________________
14. Entwicklung neuer Produkte und Designpreise___
15. Veranstaltungen und Messebeteiligungen______
16. Mitarbeiter und Ausbildung___________________
17. Gesamtaussage des Vorstandes_______________
18. Nachtragsbericht____________________________
19. Risiko- und Chancenbericht___________________
20. Prognosebericht____________________________
40
42
44
46
57
58
59
Sedus Stoll AG Jahresabschluss 2015
23
23
23
24
25
26
28
28
29
30
30
30
31
31
32
33
35
35
35
36
Bilanz________________________________________ 62
Entwicklung des Anlagevermögens_______________ 64
Gewinn- und Verlustrechnung____________________ 66
Mehrjahresübersicht für die Sedus Stoll Gruppe __ 68
United Nations Global Compact _________________ 70
GRI-Bericht___________________________________ 71
Termin 2016__________________________________ 72
Der Anhang und der Lagebericht des Einzelabschlusses der Sedus Stoll AG
sind nicht Bestandteil dieses Geschäftsberichtes. Der Einzelabschluss
mit Anhang und Lagebericht werden im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Geschäf tsbericht 2015
8
Sedus Standort Dogern: Blick von dem Entwicklungs- und Innovationszentrum auf das Hochregallager
Geschäf tsbericht 2015
STRUKTUR DER SEDUS STOLL GRUPPE
9
Str uk tur der S edus St oll Gr u p p e
S T OLL VITA S TIFTUNG
58,3 %
KARL BRÖCKER S TIFTUNG
Waldshut - Tiengen
Lippstadt
Hauptaktionär
Hauptaktionär
31,3 %
ÜBRIGE AK TION ÄRE
10,4 %
SEDUS S T OLL AK TIENGESELL SCHAFT
Waldshut - Tiengen
Sedus Systems GmbH
100 %
Vertriebsgesellschaften
D - Geseke
Sedus Stoll S.A.R.L.
100 %
F - Paris
Klöber GmbH
100 %
D - Owingen
Sedus Stoll S.R.L.
100 %
I - Cadorago
Fürsorgestiftung der Sedus Stoll
100 %
Aktiengesellschaft e.V.
Sedus Stoll Ges.m.b.H.
100 %
A - Wien
D - Waldshut-Tiengen
Sedus Stoll Ltd.
100 %
GB - London
Sedus Stoll BV
100 %
NL - Zoetermeer
Sedus Stoll AG
100 %
CH - Rickenbach
Sedus Stoll BVBA
100 %
B - Wetteren
Sedus Stoll S.A.
100 %
E - Madrid
Organigramm: Stand 31.12.2015 Aktionärsstruktur: Stand 31.12.2015
Geschäf tsbericht 2015
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Free d o m o f Ch o i c e
S ED US S TO LL G RUP P E
Ker nwer t e
Als Hersteller von Büromöbeln sind wir direkte Zeitzeugen des globalen und digitalen Wettbewerbs. Dabei
ist der Sedus Stoll Gruppe trotz der entstandenen
Brüche und Wandlungen in der Büroarbeit eines nie
entgangen: Auch wenn alle sich unter vergleichbaren
Rahmenbedingungen in ihrer Bürowelt bewegen, die
Interpretation des richtigen Weges ist von Unternehmen zu Unternehmen verschieden.
Für uns ist diese Wahlfreiheit essentiell. Denn jede Art
von Verhaltens- oder Geschmacksdiktat wirkt kontraproduktiv auf Menschen, die zunehmend einen hohen
Grad an Selbstbestimmtheit und Identifikation in ihrer
Arbeit suchen. Um so mehr sind wir heute davon überzeugt, dass unsere Wertvorstellungen von Qualität,
Ergonomie, Emotionalität und Nachhaltigkeit das Büro
der Zukunft mitgestalten werden.
Rechte Seite: Sedus meet table mit meet chair Barhocker
Geschäf tsbericht 2015
11
Emotionalität
Qualität
Ergonomie
Nachhaltigkeit
12
Freedom of Choice
Menschen suchen den Ausgleich
Für die Arbeits- und Motivationsforschung war diese Erkenntnis der entscheidende Durchbruch: Vernunft allein führt oft nicht zu der richtigen
Entscheidung. Sondern Menschen werden in all ihren Lebenslagen immer auch
von Gefühlen und ihrer Intuition bestimmt. Diese Einsicht machte das bisherige Rollenbild des Angestellten, der im Büro seine Gefühlswelt verneinen soll,
endgültig hinfällig. So kam es nicht von ungefähr, dass Sedus Ende der 1990er
Jahre mit der ergonomischen Pionierleistung des Sedus open up das Wohlbefinden und die Entspannung auf die Agenda des modernen Büros setzte.
Er wurde zum Meilenstein einer Produktstrategie, die im Wohlfühlen den Motor
für eine höhere Arbeitsproduktivität und Mitarbeiterloyalität erkannte.
So entstand 2005 die Idee des Place 2.5. Was aber im aktuellen Konzept
„Freedom at Work“ für den Erfolg der Sedus Stoll Gruppe mehr wiegt, ist der
Faktor Kommunikation. Er erweist sich immer mehr als der wahre Treibstoff
erfolgreicher Büroarbeit.
EMOTIONALITÄT
Lange wurde übersehen,
wie sehr die Außenwelt die
Gefühlslagen von Menschen
bestimmt. Um so wichtiger
ist heute das Sedus Angebot
einer bewussten Gestaltung
des Büro- und Arbeitsumfeldes.
Denn wer schöner arbeitet,
arbeitet besser.
13
Linke Seite: Sedus Tischsystem mastermind mit on spot
Oben: Sedus Einzelarbeitstisch secretair, links unten: Sedus Loungemöbel sopha, rechts unten: Klöber ConWork
Potenziale im Lebensraum Büro entfalten
Gerade in großen Räumen ist der Tisch Insel und Magnet
zugleich. Menschen, Stühle, Gegenstände und Tätigkeiten aller Art: Mit dem Sedus Tischprogramm findet
alles seinen Platz.
SORTIMENT BÜROTISCHE
• Einzelarbeitstische
• Teamarbeitstische
• Besprechungs-, Seminar- & Konferenztische
• Bistro-, Kantinen- & Loungetische
• Empfangstheken
Geschäf tsbericht 2015
14
Freedom of Choice
Bewegung mit neuen Augen gesehen
1925: Sedus läutet in Europa mit dem sogenannten Federdreh die Ära des
dynamischen Sitzens ein. Und trotz einer Zeitspanne von über 90 Jahren ist
die Geschichte des bewegten Sitzens und Arbeitens nicht zu Ende geschrieben.
Bestes Beispiel ist der Sedus swing up. Sein kinematisches Sitzkonzept bewirkt
eine bis dahin nicht für möglich gehaltene Aktivierung im Bewegungsverhalten.
Parallel zu diesen Entwicklungsschritten in der ergonomischen Optimierung
ist auch das Büro mit seinen Arbeitsabläufen in Bewegung geraten. War früher
der typische Büroalltag von der Gleichförmigkeit der Arbeitsinhalte und des
Aufenthaltsortes geprägt, befinden sich heute beide in einem permanenten
Wechsel. Aus diesem Geflecht immer feiner unterteilter Arbeits- und Kommunikationsformen hat Sedus in seinem Konzept „Freedom at Work“ folgerichtige
Schlüsse gezogen. Das Büro wird zunehmend zum multi-optionalen Raum, der
für alle wesentlichen Arbeits- und Kommunikationsabläufe eigene Orte und
Möblierungen erfordert.
ERGONOMIE
Sedus hat sich bei der Frage
nach dem Verhältnis von Mittel
und Zweck immer auf die
Seite des Menschen gestellt.
Der Bürostuhl wie das Büromöbel soll sich dem Menschen
anpassen und nicht umgekehrt.
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Linke Seite: Sedus Teamarbeitstisch attention mit swing up
Oben links: Sedus Teamarbeitstisch temptation c mit match
Oben rechts: Sedus Drehstuhl black dot net, unten: Klöber ConWork
Bewegtes Sitzen neuester Stand
Stillsitzen oder das Sitzen in Zwangshaltungen sind
physisch hoch belastend: Das weiß Sedus als der
Erfinder des bewegten Sitzens seit über 90 Jahren.
Seither schreibt Sedus kontinuierlich Innovationsgeschichte in der Perfektionierung des richtigen
Sitzens und Arbeitens.
SORTIMENT BÜROSTÜHLE
• Drehstühle
• Besprechungs-, Seminar- & Konferenzstühle
• Loungemöbel
• Bistro- & Kantinenstühle
Geschäf tsbericht 2015
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Freedom of Choice
Alle haben nur eine Welt
Die Folgen des eigenen Handelns im Blick haben: Seit jeher ist diese Haltung
der unternehmerischen Selbstverpflichtung typisch für Sedus gewesen. Ihre
organisatorische Entsprechung spiegelt sich wider in den Gründungen der Stoll
VITA Stiftung und der Karl Bröcker Stiftung. Beide sollen nicht nur die unternehmerische Unabhängigkeit der Sedus Stoll AG bewahren, sondern darüber
hinaus gemeinnützige, philanthropische Zwecke verfolgen. Auf solchen
Fundamenten stehend kam für Sedus die in den 1970er Jahren beginnende
ökologische Diskussion ebenso wenig überraschend wie die gegenwärtige
Debatte der Nachhaltigkeit. Im Gegenteil: Die Vorreiterrolle von Sedus innerhalb der europäischen Möbelbranche lässt sich aus der Chronologie der letzten
30 Jahre unmittelbar herauslesen. Die Zahl der Auszeichnungen reicht von der
Wahl von Christof Stoll zum Ökomanager des Jahres 1993 über das Öko-Audit
nach EU Norm 1995 als erster deutscher Möbelhersteller bis hin zur EMAS III
Zertifizierung 2010 als weltweit erster Büromöbelhersteller.
NACHHALTIGKEIT
Die Endlichkeit der natürlichen
Ressourcen hat bei Sedus
immer schon die Ausrichtung
in Material- und Energieeinsatz bestimmt. Gleichzeitig
verfolgen wir konsequent das
Konzept der Kreislaufwirtschaft, die Wertstoffe nicht
verbraucht, sondern durch
Wiedergewinnung erhält.
17
Linke Seite: Sedus secretair mit on spot
Oben: Sedus Besprechungstisch mastermind high desk mit turn around
Unten: Klöber Schalensessel Concept C
Intelligente Kreisläufe sind das Ziel
Von Fertigungsinnovationen wie der nahtlosen Plattenkante bis zur besonders hohen Recyclingquote:
Material- und Energieeinsatz, Produktionsweise und
Lebenszyklus der Sedus Produkte folgen konsequent
dem Gebot der Nachhaltigkeit.
SORTIMENT KASTENMÖBEL
• Raumteiler & Raumzonierung
• Büroschränke
• Tischnaher Stauraum
• Container
Geschäf tsbericht 2015
18
Freedom of Choice
Fließende Wechsel sind das Ziel
Das Büro wird immer ein besonderer Ort sein – auch wenn seine Bedeutung
und Funktion sich fortlaufend ändern. War es ehemals der feste Ort der Arbeit,
der strikt die Sphären von Beruf und Privatleben trennte, haben sich diese
Grenzziehungen heute fast ganz aufgelöst. Dabei haben die technologischen
und demografischen Umwälzungen zu Arbeitsformen geführt, deren typische
Merkmale Wissensarbeit, Kooperation und Kommunikation sind. Eine
Gemengelage, die Sedus als Hersteller und Anbieter von Büromöbeln und
Arbeitskonzepten unmittelbar betrifft. Auch hier gehen wir einen eigenen
Weg, der auf die Zusammengehörigkeit von Tradition und Fortschritt baut.
Am sichtbarsten wird dies in der Sedus Edition modern classics. Sie vereint die
Manufakturqualität echter Handarbeit mit der Hochpräzision von automatisiert
gefertigten Bauteilgruppen.
QUALITÄT
Sie ist sowohl Teil des Produktverständnisses wie auch Teil
unserer Kundenbeziehungen.
Immer geht es um das Vertrauen in unsere Kompetenz,
Leistungsfähigkeit und
Gradlinigkeit.
19
Linke Seite: Sedus Einzelarbeitstisch attention
mit open up (modern classics Edition)
Oben links: Sedus Konferenztisch mastermind
Oben rechts: Klöber Concept C Sofa
Unten: Sedus on spot vero (modern classics Edition)
Innovation und klassisches Design erlebbar machen
Seit fast 80 Jahren sind die Bürostühle von Klöber
bei unseren Kunden ein Synonym für innovative
Sitzkonzepte auf hohem ästhetischen Niveau und
mit langer Lebensdauer.
SORTIMENT KLÖBER
• Drehstühle
• Drehsessel
• Konferenzmöbel
• Sitzgruppen
Geschäf tsbericht 2015
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AUFSICHTSRAT UND VORSTAND
Auf s ic hts r a t / Vo r s t a n d
SE DU S S TO L L AG
M itgl i e d e r Au f s i c h t s r a t
Mi t gl i eder Vor s t and
Vorsitzender des Aufsichtsrates
Dr. Klaus Eisele, Stuttgart
Bankkaufmann
(ab dem 21. September 2015)
Vorstand Marketing / Vertrieb
Klaus Tillmann, Waldshut
Vorstandsvorsitzender der Stoll VITA Stiftung
(bis zum 21. September 2015)
Vertreter der Anteilseigner
Dr. Klaus Eisele, Stuttgart
Bankkaufmann
(Stellvertretender Vorsitzender,
bis zum 21. September 2015)
Ulrich Behrens, Wittnau
Steuerberater und Wirtschaftsprüfer
(Stellvertretender Vorsitzender,
ab dem 23. Dezember 2015)
Helmut Bürenkemper, Lippstadt
Steuerberater
Dr. Alfried Ederhof, Waldshut
Unternehmensberater
Vertreter der Arbeitnehmer
Herbert Ebner, Höchenschwand
Betriebsratsvorsitzender der Sedus Stoll AG
Wolfgang Kautz, Geseke
Betriebsratsvorsitzender der Sedus Systems GmbH
Geschäf tsbericht 2015
Holger Jahnke
Waldshut
Vorstand Technik / Entwicklung
Daniel Kittner
Stutensee
Vorstand Finanzen / Personal / IT
Carl-Heinz Osten
Waldshut
BERICHT DES AUFSICHTSRATS
21
Ber ic ht d e s Auf s ic hts r at e s
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2015 die ihm nach
dem Gesetz und der Satzung der Gesellschaft obliegenden
Aufgaben wahrgenommen, die Geschäftsführung des Vorstandes laufend überwacht und den Vorstand bei der Leitung
des Unternehmens regelmäßig beratend begleitet.
Der Aufsichtsrat sowie der Vorstand haben entsprechend
der gesetzlichen Regelung dem von der Hauptversammlung
gewählten Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am
Main, Zweigniederlassung Essen den Prüfungsauftrag erteilt.
Der Vorstand hat den Aufsichtsrat laufend, zeitnah und
umfassend – sowohl in schriftlicher als auch in mündlicher
Form – unterrichtet. Dabei informierte der Vorstand über
den Gang der Geschäfte sowie die finanzielle und wirtschaftliche Entwicklung. Der Aufsichtsrat hat auf der Basis der
Berichterstattung durch den Vorstand die wirtschaftlichen
und strategischen Entscheidungen für die Gesellschaft
erörtert und beraten.
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der Sedus
Stoll AG und der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015
sowie den Lagebericht der Sedus Stoll AG und den Konzernlagebericht hat PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft
geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Im Geschäftsjahr 2015 fanden fünf Aufsichtsratssitzungen
statt, zwei im ersten und drei im zweiten Kalenderhalbjahr.
An den fünf Sitzungen haben alle Aufsichtsratsmitglieder
teilgenommen. In diesen Sitzungen wurde die Geschäftsentwicklung im Rahmen der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage erörtert. Insbesondere war die weitere strategische Ausrichtung der Gesellschaft mit den Schwerpunkten
Entwicklungen und Investitionsvorhaben Gegenstand der
Aufsichtsratssitzungen, über die sich der Aufsichtsrat ausführlich unterrichten ließ. Der Aufsichtsrat befasste sich
mit der vom Vorstand vorgelegten Ergebnisplanung und
dem Vergleich zur tatsächlichen Geschäftsentwicklung und
der zukunftsorientierten Ausrichtung und Gestaltung des
Produktportfolios.
Der Investitions- und Personalausschuss tagte im Geschäftsjahr 2015 neun Mal, erstmals am 20. Januar und letztmals
am 11. Dezember 2015. Behandelt wurden vor allem Fragen
der Unternehmensstrategie, der Finanzen, der Planung, von
Personalien inkl. Gehalts- und Lohnfragen sowie Aspekte
hinsichtlich des geplanten umfangreichen Investitionsprogrammes.
Soweit gemäß Satzung bzw. Geschäftsordnung die Zustimmung des Aufsichtsrates oder seines Investitions- und
Personalausschusses für einzelne Geschäfte erforderlich
war, haben die Gremien die entsprechende Beschlussvorlage
geprüft, beraten, ihre Entscheidung getroffen und die
Zustimmung erteilt.
Der Investitions- und Personalausschuss erörterte am 17.
und 18. März 2016 mit dem Abschlussprüfer und dem Vorstand den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2015 der
Sedus Stoll AG, den Konzernabschluss und die Jahresabschlüsse der inländischen Tochtergesellschaften.
Die Prüfungsberichte lagen den Mitgliedern des Aufsichtsrates rechtzeitig vor und wurden in der Bilanzsitzung des
Aufsichtsrates am 20. April 2016 in Gegenwart des Abschlussprüfers beraten. In dieser Sitzung hat der Vorstand die
Abschlüsse der Sedus Stoll AG und des Konzerns erläutert.
Der Abschlussprüfer berichtete über das Ergebnis seiner
Prüfung und gab dazu Auskünfte. Die vom Abschlussprüfer
und Aufsichtsrat vorgenommenen Prüfungen gaben keinen
Anlass zu Beanstandungen.
Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den
Aufsichtsrat sind gegen den vom Vorstand aufgestellten
Konzernabschluss und Konzernlagebericht keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand
aufgestellten Jahresabschluss der Sedus Stoll AG und den
Konzernabschluss gebilligt; der Jahresabschluss der Sedus
Stoll AG ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat hat auch
den Vorschlag, den der Vorstand der Hauptversammlung
für die Ergebnisverwendung machen will, geprüft.
Mit Wirkung vom 21. September 2015 hat Herr Klaus Tillmann
sein Aufsichtsratsmandat aus Altersgründen niedergelegt.
Herr Tillmann war seit 2002 Vorsitzender des Aufsichtsrates.
Herr Tillmann hat die Unternehmensgruppe in dieser langen
Periode mit großem Engagement entscheidend geprägt und
Geschäf tsbericht 2015
22
BERICHT DES AUFSICHTSRATS
viele grundlegende Richtungsentscheidungen maßgeblich
vorangetrieben. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Tillmann auch
im Namen der Aktionäre und des Vorstandes für die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Als neues Mitglied des Aufsichtsrates wurde Herr Ulrich
Behrens, Dipl.-Kaufmann, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater bestellt. In der Sitzung vom 21. September 2015
hat der Aufsichtsrat einstimmig Herrn Dr. Klaus Eisele zum
Vorsitzenden des Aufsichtsrates und Herrn Ulrich Behrens
zu dessen Stellvertreter gewählt.
Der Aufsichtsrat der Sedus Stoll AG dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Vorstand für die erfolgreiche und vertrauensvolle Zusammenarbeit im vergangenen
Geschäftsjahr.
Waldshut, den 20. April 2016
Der Aufsichtsrat
Dr. Klaus Eisele
(Vorsitzender)
Geschäf tsbericht 2015
BERICHT DES VORSTANDES / KONZERNLAGEBERICHT
23
Ber ic ht d e s Vor s t andes un d Ko n z er n lageb er ic h t
d e r Se d u s St oll AG f ür das G esc häf t sja hr 2015
1. STRUKTUR, GESCHÄFTSMODELL UND MARKTUMFELD
Die Sedus Stoll AG ist einer der führenden europäischen
Hersteller für moderne Büroeinrichtungen und Kommunikationsmöbel.
Das 1871 gegründete Unternehmen mit Firmensitz in
Waldshut-Tiengen hat seine Produktionsstätten in Dogern
und Geseke. Die Fertigung der Bürostühle und Konferenzeinrichtungen erfolgt in Dogern, die der Büromöbel in
der Tochtergesellschaft Sedus Systems GmbH in Geseke.
Vertrieben werden die Produkte unter der Marke Sedus
direkt über das Mutterunternehmen in Deutschland, über
acht europäische Tochtergesellschaften und im Direktexport
über 50 Vertretungen weltweit.
Die Sedus Stoll AG versteht sich als ein Traditionsunternehmen, das in seiner fast 145-jährigen Firmengeschichte
immer wieder Maßstäbe gesetzt hat. Design, „Made in
Germany“, wegweisende ergonomische Konzepte zum Wohle
des modernen Wissensarbeiters und ökologische Verantwortung für die nächsten Generationen sind die Triebfelder
für das Geschäftsmodell. Die Marke Sedus steht für eine
produktive Wohlfühlkultur in den Büros der Kunden. Von
Menschen für Menschen, die einen hohen Leistungsanspruch
haben und etwas bewegen wollen. Konzeptionelle Gesamteinrichtungen, welche den Menschen in der täglichen Arbeit
motivieren und fördern, stehen für Sedus im Mittelpunkt.
Die Produkte und Leistungen der Marke Sedus werden
weltweit über kompetente Büroeinrichtungshäuser vertrieben, internationale Großkunden werden durch Sedus auch
direkt betreut.
Zur Sedus Stoll Gruppe gehört ebenfalls die Marke
Klöber. Die Klöber GmbH mit Sitz in Owingen am Bodensee
ist ein international agierender Hersteller hochwertiger
Bürositzmöbel. Die Verbindung von Design und Ergonomie
erzeugt eine eigenständige Formensprache. Der Vertrieb
erfolgt über gehobene Einrichtungshäuser in ganz Europa.
2. WE R T O R I E NT I ER TE S TEU ERU NG
Die wertorientierte Steuerung des Gesamtunternehmens
erfolgt auf Basis des absoluten Wertbeitrages (Economic
Value Added), der sich aus der Differenz des ermittelten ROI
(Return Of Investment) und den entsprechenden Kapitalkosten WACC (Weighted Average Cost of Capital), multipliziert
mit dem gebundenen verzinslichen Kapital, ergibt. Für die
kurzfristige operative Steuerung werden insbesondere die
hierin einfließenden Kennzahlen wie Umsatz, EBIT und ROCE
herangezogen. Jahresüberschuss und Eigenkapitalrendite
bilden die Bilanz- und GuV-orientierten Steuerungsgrößen.
Für die Sedus Stoll Gruppe als produzierendes Unternehmen stellen der Auftragseingang, die Umsatzerlöse
sowie die gewährten Vertriebskonditionen elementare
Steuerungsgrößen des operativen Geschäfts dar. Um die
Geschäftsentwicklung zeitnah beurteilen zu können, werden
diese täglich kommuniziert und untersucht. Darüber hinaus
erfolgt auf monatlicher Basis ein detaillierter Vergleich
zwischen geplanten und realisierten Kosten und anderen
ergebnisbeeinflussenden Größen. Auf Basis der Kennzahlen
EBIT und Jahresüberschuss wird die Erreichung der geplanten
Ergebnisse laufend verfolgt.
Der Steuerung der Finanz- und Vermögenslage dienen
neben Kennzahlen über die Entwicklung der verschiedenen
Kapitalbindungspositionen wie Vorräte, Forderungen und
der Investitionen die Instrumente des Finanzmanagements,
um den Liquiditätsbedarf der Gruppengesellschaften nicht
nur kostengünstig, sondern auch nachhaltig zu decken.
Zur Sicherstellung einer zeitnahen Kontrolle der Zielerreichung wird ein gruppenweit über alle Geschäftseinheiten
einheitlich angewandtes Berichtssystem eingesetzt.
3. GESAMT WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
Mit 1,7 % ist das Bruttoinlandsprodukt 2015 in Deutschland
bereits im zweiten Jahr solide gewachsen. Bei einem stabilen
Konjunkturverlauf konnte Deutschland damit seine Rolle als
Stabilitätsanker in Europa fortsetzen.
Die wesentlichen Impulse kamen aus dem privaten
Konsum, der mit 2,0 % die höchste Zuwachsrate seit dem
Jahr 2000 erreichte. Steigende Reallöhne, sinkende Energiepreise und ein hohes Beschäftigungsniveau führten auf
Seiten der Konsumenten zu einer erhöhten Nachfrage. Auch
der staatliche Konsum trug mit einem Wachstum von 2,8 %
zur positiven Wirtschaftsentwicklung bei.
Der deutsche Export profitierte sowohl von der zunehmenden Euroschwäche wie auch von der positiven Wirtschaftsentwicklung im Euroraum und legte um 5,4 % zu.
Das Wachstum der Ausrüstungsinvestitionen setzte sich
mit 3,6 % fort, blieb aber unter der Zuwachsrate des Vorjahres (+4,3 %) und hielt sich damit trotz des nach wie vor
niedrigen Zinsniveaus noch immer unter dem Niveau der
Jahre vor der Krise in 2009.
Geschäf tsbericht 2015
24
BERICHT DES VORSTANDES / KONZERNLAGEBERICHT
Die Entwicklung dieser Eckdaten im Zeitablauf ist in der folgenden Grafik dargestellt:
VOLK S WIR T SCHAFTLICHE ECKDATEN DEUT SCHL AND
in % vom Vorjahr
+11,0
+8,0
+11,2
+5,0
+6,2
+2,0
+3,3
+4,5
+0,7
+0,4
-1,0
-3,4
+0,1
+1,6
+4,3 +3,9
+1,7
+3,6
+5,4
-2,2
-4,0
2011
BIP
Ausrüstungsinvestitionen
2012
2013
2014
2015
Exporte
Der Euroraum insgesamt konnte nach einem BIP-Zuwachs
von 0,9 % im Vorjahr ein Wachstum in Höhe von +1,5 % verzeichnen und hat damit einen deutlichen Fortschritt erzielt.
Den noch immer anhaltenden Konjunkturschwächen in Italien
und Österreich stehen hierbei hohe Zuwachsraten in Spanien,
den Niederlanden und insbesondere Irland gegenüber.
Frankreich hat wieder auf den Wachstumspfad zurückgefunden
und konnte das Konjunkturgefälle zu Deutschland reduzieren.
Auch das Bruttoinlandsprodukt der Nicht-Euroländer
Großbritannien, Schweden und Norwegen hat deutlich
zugelegt, während sich das der Schweiz, bedingt durch den
starken Frankenkurs, nur unterproportional entwickelte.
4. ENT WICK LUNG DES B ÜRO MÖ B ELMA R K T ES
Diese günstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
führten bereits im zweiten Jahr zu deutlichen Zuwachsraten
in den meisten europäischen Büromöbelmärkten.
Lt. BSO (Verband Bürositz- und Objektmöbel) verzeichnete der Auftragseingang der deutschen Büromöbelindustrie
für Büro- und Bürositzmöbel im In- und Ausland einen
Zuwachs von insgesamt 6,9 % (Vorjahr: 5,6 %). Die entsprechenden Umsätze wiesen ein leicht höheres Wachstum von
7,2 % aus und lagen damit deutlich über dem entsprechenden
Vorjahreswert in Höhe von 3,0 %.
Erstmals nach drei Jahren hat sich das Marktvolumen
für Büro-Sitzmöbel mit einem Zuwachs von +7,0 % (Vorjahr:
4,3 %) leicht besser entwickelt als das für Büromöbel mit
einem Anstieg von 6,8 % (Vorjahr: 6,9 %).
Die Marktvolumenveränderungen im Zeitablauf sind der folgenden Grafik zu entnehmen:
VERÄNDERUNG MARK T VOLUMEN AUFTRAGSEING ANG
lt. BSO in %
+16,0
+12,0
+8,0
+17,6
+10,3
+4,0
+6,9
0
-4,0
-6,8
-4,5
-1,3
+4,3
+6,8 +7,0
-4,4
-8,0
2011
Büromöbel
Geschäf tsbericht 2015
Bürositzmöbel
2012
2013
2014
2015
BERICHT DES VORSTANDES / KONZERNLAGEBERICHT
Während in 2014 die Marktvolumina für Bürositz- und
Büromöbel im Ausland noch deutlich stärkere Wachstumsraten aufwiesen als im Inland, hat sich dieses Verhältnis
in 2015 umgekehrt. In beiden Marktsegmenten konnte mit
einem Auftragszuwachs von jeweils +7,3 % im Inland ein
stärkeres Wachstum realisiert werden als im Ausland. Die
folgende Tabelle zeigt die Entwicklung im Einzelnen.
25
In den einzelnen Geschäfts-/Produktbereichen hat sich
der Umsatz wie folgt entwickelt:
UMS ATZ GRUPPE (nach Skonti)
in MioEUR
21,0
Klöber
21,1
20,9
22,1
Sedus System
48,7
49,2
47,7
92,4
88,1
88,1
99,3
162,2
158,2
157,9
179,0
2012
2013
2014
2015
58,7
Marktentwicklung Büromöbel 2015 gem. BSO
AUFTRAGSEING ANG
Sedus Seating
Inland
Ausland
S
Veränderungen zum Vorjahr in %
Seating
+7,3 (+3,8)
+6,5 (+5,1)
+7,0 (+4,3)
Systems
+7,3 (+5,4)
+5,4 (+12,4)
+6,8 (+6,9)
+7,3 (+4,7)
+6,1 (+7,6)
+6,9 (+5,6)
S
(Vorjahreswerte in Klammern)
Im Gegensatz zum Vorjahr lagen die Zuwachsraten der
Umsätze in der Gesamtbetrachtung der Märkte für Bürositzmöbel und Büromöbel aufgrund des Abbaus von Auftragsbeständen in einigen Bereichen auf einem leicht höheren
Niveau als die Auftragseingänge.
Mit 29,9 % lag die Exportquote der Gesamtbranche auf
dem Niveau des Vorjahres. In der Einzelbetrachtung stand
einem Anstieg der Exportquote bei Bürositzmöbeln von 37,5 %
in 2014 auf 38,5 % im Berichtsjahr ein leichter Rückgang bei
Büromöbeln von 22,3 % auf 21,0 % gegenüber.
Neben den konjunkturellen Ursachen liegen die Gründe
für den weiterhin anhaltend positiven Trend in der Büromöbelbranche in der Anpassung der Büromöblierungen an
die neuen Arbeitsformen wie Team- und Projektarbeit und
in der optimierten Flächennutzung in den Metropolregionen
Europas.
5. G E S CH Ä FT S E NT W I CKLU NG N ACH M ÄRK TEN
Auftragseingang und Umsatz der Sedus Stoll Gruppe haben
sich in 2015 erfreulich positiv entwickelt. Der Zuwachs im
Auftragseingang (ohne Handelsware) beläuft sich insgesamt
auf 10,1 % und liegt damit deutlich über der Wachstumsrate
des Gesamtmarktes von 6,9 %. Somit konnte ein entsprechender Marktanteilszugewinn realisiert werden.
Ein überproportionales Auftragswachstum verzeichneten
hierbei zum einen der Produktbereich Systems sowie das
Auslandsgeschäft insgesamt.
Auch der Umsatz (ohne Handelsware) legte mit einem
Anstieg von 11,8 % trotz einer weiteren Erhöhung des Auftragsbestandes deutlich zu.
Sedus Seating
Der Auftragseingang bei den Sedus Sitzmöbelprodukten in
Deutschland konnte mit 53,7 MioEUR um 4,9 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden, während der Umsatz
mit 52,3 MioEUR um 3,0 % über dem Vorjahreswert lag. Die
Zuwächse konnten durch die Gewinnung von Neukunden
und im Projektgeschäft erzielt werden. Hervorzuheben sind
insbesondere die Zuwächse in Süddeutschland.
Die europäischen Tochtergesellschaften verzeichneten
ein Auftragswachstum im Vergleich zum Vorjahr von insgesamt 15,8 %. Getragen wurde dieser Anstieg primär durch
die Vertriebsgesellschaft in Frankreich, wobei auch fast alle
anderen Gesellschaften Auftragszuwächse realisieren konnten. Dies ist das Resultat der im Jahr 2014 begonnenen
Großkundenakquise sowie der sehr erfolgreichen Global Key
Account Aktivitäten. Hinter den Erwartungen sind dennoch
die Gesellschaften in den Niederlanden, der Schweiz und in
Großbritannien geblieben, da hier konjunkturell beziehungsweise strukturell die Projektaufträge fehlten. Der Umsatz
der europäischen Tochtergesellschaften stieg im Vorjahresvergleich um insgesamt +20,1 % an. Wesentlicher Träger
des Wachstums waren die Gesellschaften in Österreich,
Schweiz, Großbritannien und wiederum die französische
Tochtergesellschaft.
In den Direktexportmärkten konnten, wie schon in 2014,
nochmals deutliche Auftragseingangssteigerungen in Höhe
von 19,2 % realisiert werden. Der Umsatz wies einen noch
höheren Anstieg um 22,6 % auf. Grund dafür waren Großaufträge im arabischen Raum, die positive Entwicklung des
internationalen Großkundengeschäftes sowie gute Auftragseingänge aus den nordeuropäischen Ländern.
Geschäf tsbericht 2015
26
BERICHT DES VORSTANDES / KONZERNLAGEBERICHT
Sedus Systems
Im Produktbereich Systems lag der Auftragseingang in
Deutschland mit 35,5 MioEUR um 8,6 % über dem Vorjahr,
während der Umsatz um 8,3 % auf 34,0 MioEUR zulegte. Der
erfreuliche Anstieg des Auftragseingangs in der zweiten
Jahreshälfte ist das Ergebnis mehrerer größerer Projekterfolge.
Der Auftragseingang in den europäischen Tochtergesellschaften stieg im gleichen Zeitraum um +46,9 %. Bis auf
die Tochtergesellschaften in den Niederlanden und Belgien
konnten die anderen sowohl ihren Plan als auch die Vorjahreswerte weit überschreiten. Wie schon bei Seating,
profitierten wir auch hier, insbesondere in den Ländern
Frankreich, Österreich, Schweiz, Großbritannien und Spanien
von Projekterfolgen und globalen Rahmenverträgen.
Der Umsatz entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahr mit
einem Zuwachs von 65,7 % ebenfalls sehr positiv. Besonders
hervorzuheben sind auch hier die oben genannten Länder.
Der Direktexport konnte nach einem Spitzenwert aufgrund eines außergewöhnlichen Projekterfolges im Vorjahr
seinen Auftragseingang nicht erneut steigern und weist einen
Rückgang um -19,0 % aus. Gleichwohl lag der realisierte
Auftragseingang über unseren Erwartungen. Entsprechendes
gilt für den Umsatz, der um -12,5 % unter dem Vorjahr lag,
aber ebenfalls deutlich über Plan.
Der Exportanteil am Auftragseingang der Sedus Teilgruppe
2015 ist im Bereich Seating weiter von 40,9 % auf 43,5 %
gestiegen. Bei Systems-Produkten konnte er von 36,7 % auf
41,7 % ausgebaut werden und erreicht damit annähernd das
hohe Niveau von Seating. Insgesamt verbesserte sich damit
der Exportanteil 2015 am Gesamtauftragseingang (Seating
und Systems) von 39,4 % auf 42,8 %.
Klöber
Die Geschäftsentwicklung der Klöber GmbH im Jahre 2015
war von sehr unterschiedlichen Entwicklungen im In- und
Ausland geprägt. Während im Inland der Auftragseingang
gegenüber dem Vorjahr um 1,6 % gesteigert werden konnte,
ging im internationalen Bereich der Auftragseingang um
-21,0 % zurück. Der Umsatz verlief mit +1,6 % im Inland
und -20,9 % im Ausland fast identisch zur Entwicklung des
Auftragseinganges. Summiert lagen somit der Auftragseingang um -5,4 % und der Umsatz um -5,5 % unter dem
Vorjahresniveau.
Geschäf tsbericht 2015
Aufgrund der Auftragseingangsentwicklung im Ausland
ging der Exportanteil von 30,9 % auf 25,8 % zurück.
Die Ursachen für die unbefriedigende Auftragseingangsentwicklung lagen im Inland wesentlich in der Vakanz
einiger Vertriebsgebiete begründet, deren Neubesetzung
länger dauerte als erwartet.
Im Ausland konnte in den Märkten Benelux und Frankreich das Auftragseingangsniveau des Vorjahres erreicht
werden. Dies reichte jedoch nicht aus, um hohe Rückgänge
in den Märkten Naher Osten, Österreich, Großbritannien
und Russland zu kompensieren. Der starke Rückgang einiger
Auslandsmärkte ist auch das Resultat einer sechsmonatigen
Nichtbesetzung der Position des Vertriebsleiters Ausland.
Diese Märkte werden nach der Neubesetzung der Position im
Sommer 2015 wieder aktiv bearbeitet, wodurch ein vielversprechender Projektvorlauf entstanden ist.
6. ER T R AG SL AG E
Bei einem Umsatzanstieg von +13,3 % (+21,0 MioEUR) weist
die Sedus Stoll Gruppe einen Konzernjahresüberschuss von
10,9 MioEUR (Vorjahr 6,1 MioEUR) aus.
JAHRESÜBERSCHUSS GRUPPE
in MioEUR
2,7
0,9
6,1
10,9
2012
2013
2014
2015
Unter Berücksichtigung einer Bestandserhöhung von
+1,2 MioEUR (Vorjahr Bestandsminderung -0,2 MioEUR)
und aktivierter Eigenleistungen von +0,2 MioEUR (Vorjahr
0,2 MioEUR) ergibt sich mit 180,4 MioEUR eine Steigerung
der Gesamtleistung um +22,4 MioEUR (+14,2 %).
Die sonstigen betrieblichen Erträge werden mit 3,0 MioEUR
auf dem Niveau des Vorjahres (3,0 MioEUR) ausgewiesen und
enthalten mit 1,1 MioEUR maßgeblich Buchgewinne aus der
Veräußerung einer nicht mehr betriebsnotwendigen Immobilie in Lurate/Italien und mit 0,8 MioEUR Währungskursgewinne wesentlich aus der Wechselkursentwicklung des
EUR zu AED, CHF und GBP.
BERICHT DES VORSTANDES / KONZERNLAGEBERICHT
Der Materialaufwand erhöhte sich im Vergleich zum
Vorjahr um +11,1 MioEUR (+18,4 %) auf 71,6 MioEUR und
damit überproportional zur Entwicklung der Umsatzerlöse
(+13,3 %). Die Rohertragsmarge verminderte sich trotz verbesserter mengenbedingter Einkaufskonditionen im Bereich
Systems und diverser anderer durchgeführter Materialkostensenkungsprojekte von 61,7 % auf 60,3 %. Dieses ist neben
einem gestiegenen Anteil von margenschwächeren Handelswarenumsätzen insbesondere Folge eines größeren Volumens
an Projekt- und Rahmenvertragsumsätzen und den damit
verbundenen höheren gewährten Verkaufsrabatten. Darüber
hinaus erhöhte sich der relative Materialanteil aufgrund der
Umstellung der Holz- und Spindelfertigung von Eigen- auf
Fremdfertigung, sowie infolge eines gestiegenen Anteils
materialintensiverer Produkte.
Die Personalaufwandsquote in Relation zur Gesamtleistung sank um -1,4 %-Punkte auf 31,7 %. Insgesamt
erhöhte sich der Personalaufwand im Vorjahresvergleich
um +4,8 MioEUR (+9,2 %). Dies resultiert neben der zum
1. Januar 2015 stattgefundenen Lohn- und Gehaltserhöhung
bei der Sedus Stoll AG und Sedus Systems GmbH, insbesondere aus höheren Aufwendungen für ergebnisabhängige Vergütungen für Mitarbeiter und Führungskräfte (+1,4 MioEUR)
und aus im Zuge des verringerten Rechnungszinssatzes für
27
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen höheren Aufwendungen für Altersversorgungen (+1,2 MioEUR). Darüber
hinaus wurde aufgrund der guten Ergebnissituation des
Geschäftsjahres 2015 die Zahlung einer einmaligen Sonderprämie an die Mitarbeiter in Höhe von insgesamt 0,7 MioEUR
beschlossen, welche die Personalkosten zusätzlich erhöhte.
Der Abschreibungsaufwand verminderte sich aufgrund
des niedrigen Investitionsvolumens leicht um insgesamt
-0,4 MioEUR (-4,0 %).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten
sich im Vergleich zum Vorjahr um +1,5 MioEUR (+5,5 %).
Hintergrund sind insbesondere die umsatzbedingt höheren
Frachtaufwendungen (+1,3 MioEUR), höhere Fremdleistungen, insbesondere aufgrund des verstärkten Einsatzes
von Leiharbeitern und Aushilfen (+0,7 MioEUR) sowie
höhere Personalnebenkosten, maßgeblich in Zusammenhang mit den umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen
im Fertigungsbereich bei der Klöber GmbH (+0,6 MioEUR),
denen deutlich geringere Werbe- und Marketingaufwendungen (-1,1 MioEUR) gegenüberstehen. Die Aufwendungen
aus Kursverlusten bedingt durch die Wechselkursentwicklung des EUR zu CHF und GBP betrugen 0,5 MioEUR
(Vorjahr 0,2 MioEUR).
G.U.V.-S TRUK TUR
Aufwands-/EBIT-Anteile in % an der Gesamtleistung
4,3
6,2
2,8
7,3
7,2
5,6
9,2
4,7
Sonstige betriebliche
Aufwendungen*
18,2
17,4
15,8
14,7
Personal
32,2
33,3
33,1
31,7
Material
39,1
39,2
38,3
39,7
EBIT
AfA
100 %
50 %
0%
2012
2013
2014
2015
* die sonstigen betrieblichen Erträge wurden mit den sonstigen betrieblichen Aufwendungen verrechnet
Geschäf tsbericht 2015
28
BERICHT DES VORSTANDES / KONZERNLAGEBERICHT
Differenziert nach den einzelnen Geschäftsbereichen
zeigt sich folgende Entwicklung der EBIT-Ergebnisse:
EBIT
in MioEUR
0,8
4,9
1,2
0,2
2,6
2,0
10,7
2,8
7,3
6,6
3,6
-1,8
-2,1
7,0
4,3
11,1
16,4
2012
2013
2014
2015
Sedus Stoll AG und ausländische Vertriebsgesellschaften
Sedus Systems
Klöber
Planbüro
Das EBIT der Gruppe erhöhte sich im Vorjahresvergleich
um +5,3 MioEUR auf 16,4 MioEUR, wesentlich beeinflusst
durch den Anstieg des EBITs bei der Sedus Stoll AG und
den ausländischen Vertriebsgesellschaften auf 10,7 MioEUR
(Vorjahr 7,3 MioEUR). Auch bei der Sedus Systems GmbH
erhöhte sich das EBIT von 2,6 MioEUR auf 4,9 MioEUR,
während Klöber GmbH eine leichte Verringerung des EBITs
von 1,2 MioEUR auf 0,8 MioEUR zu verzeichnen hatte.
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten mit
1,0 MioEUR maßgeblich Aufwendungen aus der Aufzinsung
langfristiger Rückstellungen (Vorjahr 1,0 MioEUR).
Der Ertragsteueraufwand von 3,7 MioEUR beinhaltet
hauptsächlich Aufwand für das Geschäftsjahr 2015, während
der Vorjahresausweis Aufwand für die Betriebsprüfungen
bei den deutschen Gruppengesellschaften und der Vertriebsgesellschaft in Italien in Höhe von insgesamt 0,5 MioEUR
enthielt.
7. ERG EB NIS VERWENDUNG
Die Sedus Stoll AG realisierte 2015 einen Jahresüberschuss
in Höhe von 4,3 MioEUR. Vorstand und Aufsichtsrat werden
der ordentlichen Hauptversammlung am 6. Juni 2016 vorschlagen, aus dem zum 31. Dezember 2015 ausgewiesenen
Bilanzgewinn in Höhe von 3,0 MioEUR, eine Ausschüttung in
Höhe von 2,2 MioEUR vorzunehmen und den verbleibenden
Betrag von 0,8 MioEUR auf neue Rechnung vorzutragen.
8. VER MÖ G ENS- UND K A PITA L S T RUK T UR
Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um
+11,6 MioEUR auf 126,9 MioEUR erhöht.
Die Veränderung der Aktiva ergibt sich aus dem Rückgang des Anlagevermögens (-4,1 MioEUR), dem ein erhöhtes
Umlaufvermögen und sonstige Aktiva (+15,8 MioEUR)
gegenübersteht.
Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände beinhaltet Zugänge vornehmlich im Zusammenhang
mit der neu gestalteten Sedus-Website und einer Software
zur Automatisierung der Preislistenerstellung. Gegenläufig
enthält die Veränderung des Postens 0,5 MioEUR regelmäßige
Firmenwertabschreibungen für die Sedus Systems GmbH.
Die planmäßigen Abschreibungen lagen, wie im Vorjahr,
auch im Geschäftsjahr 2015 über dem Investitionsvolumen.
BIL ANZS TRUK TUR
in MioEUR
A k t i va
Pas s i va
44,7
Anlagevermögen
48,8
12,8
67,8
Eigenkapital
33,7
39,2
Rückstellungen
22,7
19,9
Verbindlichkeiten/
sonstige Passiva
58,9
Vorräte
10,2
Forderungen/
sonstige Aktiva
23,3
liquide Mittel
33,0
39,2
115,3
126,9
115,3
126,9
2014
2015
2014
2015
Geschäf tsbericht 2015
30,2
BERICHT DES VORSTANDES / KONZERNLAGEBERICHT
Dies führte zu einer weiteren Minderung des Sachanlagevermögens um insgesamt -4,1 MioEUR. Ferner beinhaltet
diese Entwicklung einen Abgang infolge der Veräußerung
der Betriebsimmobilie in Lurate/Italien (-0,3 MioEUR).
Insgesamt beläuft sich das Anlagevermögen auf 35,2 %
der Bilanzsumme (Vorjahr 42,3 %) und ist weiterhin in voller
Höhe durch Eigenkapital finanziert.
Die Vorräte werden um +2,6 MioEUR (+25,6 %) höher als
im Vorjahr ausgewiesen und erhöhten sich damit überproportional zum Umsatzanstieg von 13,3 %. Dies resultiert
insbesondere aus einer stichtagsbedingten Erhöhung der
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe um +1,6 MioEUR (+21,4 %),
insbesondere bei der Sedus Systems GmbH und der Sedus
Stoll AG, um die pünktliche und vollständige Auslieferung von
anstehenden Standard- und Projektaufträgen Anfang 2016
zu gewährleisten. Maßgeblich für den Anstieg der Fertigerzeugnisse und Waren um +1,0 MioEUR (+50,2 %) war die
Bevorratung für ein Anfang Januar 2016 in Deutschland ausgeliefertes Großprojekt (0,5 MioEUR) und für weitere im Versand befindliche Kundenaufträge (0,2 MioEUR) bei der
Sedus Stoll AG sowie ein erhöhter Handelswarenbestand
für ein Projekt der französischen Gruppengesellschaft
(0,3 MioEUR). Die unfertigen Erzeugnisse werden mit
0,9 MioEUR in etwa auf Vorjahresniveau ausgewiesen.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen
im Vorjahresvergleich um insgesamt +7,1 MioEUR (+36,2 %).
Hierbei ist der Ausweis zum Bilanzstichtag maßgeblich durch
die Fakturierung von Großprojekten in Frankreich, Großbritannien und Deutschland zum Jahresende beeinflusst.
Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von
2,7 MioEUR (Vorjahr 2,8 MioEUR) betreffen hauptsächlich
Körperschaftssteuer-Rückerstattungsansprüche aus Steuerüberzahlungen (1,2 MioEUR). Letztere resultieren im
Wesentlichen aus Kapitalertragssteuern im Zusammenhang
mit einer gruppeninternen Gewinnausschüttung im Vorjahr.
Der Zahlungsmittelbestand wird mit 39,2 MioEUR im
Vorjahresvergleich um +6,2 MioEUR höher ausgewiesen.
Das Eigenkapital erhöhte sich bei einem Konzernjahresüberschuss von 10,9 MioEUR von 58,7 MioEUR auf
67,9 MioEUR. Die Eigenkapitalquote beträgt damit 53,5 %
im Vergleich zu 50,9 % im Vorjahr.
Die Erhöhung der Rückstellungen um +5,3 MioEUR
entfällt auf im Zuge eines gesunkenen Rechnungszinssatzes
um +3,3 MioEUR höhere Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen, auf höhere Steuerrückstellungen
für das Geschäftsjahr 2015 (+0,3 MioEUR) sowie auf um
+1,7 MioEUR gestiegene sonstigen Rückstellungen. Die
Erhöhung der sonstigen Rückstellungen resultiert insbesondere aus höheren Rückstellungen für Tantiemen und
29
anderen variablen Vergütungen (+0,8 MioEUR), höheren
Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen
(+0,4 MioEUR) sowie für Personalmaßnahmen und Altersteilzeitverpflichtungen (+0,3 MioEUR).
Die Verbindlichkeiten verminderten sich im Vergleich
zum Vorjahr um insgesamt -1,9 MioEUR. Diese Entwicklung
entfällt im Wesentlichen auf geringere Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten (-0,6 MioEUR) infolge planmäßiger Tilgungen, einen stichtagsbedingt höheren Ausweis von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
(+1,0 MioEUR) sowie verringerten sonstigen Verbindlichkeiten (-2,4 MioEUR). Letzterer Posten beinhaltet in Höhe
von 3,6 MioEUR maßgeblich Verbindlichkeiten gegenüber
den Mitarbeitern im Rahmen der Ergebnislohnbeteiligung
(Vorjahr 3,9 MioEUR), mit 1,7 MioEUR (Vorjahr 1,8 MioEUR)
Verbindlichkeiten aus Mitarbeiterdarlehen und Verbindlichkeiten aufgrund der für das Geschäftsjahr 2015 gewährten
Sonderprämie an die Mitarbeiter in Höhe von 0,7 MioEUR.
Die im Vorjahresausweis in Höhe von insgesamt 3,0 MioEUR
enthaltenen Darlehen von Dritten wurden in 2015 vollständig zurückgeführt.
Die latenten Steuern verminderten sich infolge höherer
Unterschiede in den Ansätzen für Personalrückstellungen
(für Pensionen, Altersteilzeit und Jubiläen) in den Handelsund Steuerbilanzen um -0,8 MioEUR.
9. BRUTTO-CASH FLOW UND KAPITALFLUSSRECHNUNG
Durch den im Vorjahresvergleich erwirtschafteten höheren
Jahresüberschuss ergibt sich bei niedrigeren Abschreibungen und einer höheren Zunahme der Pensionsrückstellungen
mit 21,7 MioEUR ein deutlich über dem Wert des Vorjahres
(15,9 MioEUR) liegender Brutto-Cash Flow.
BRUTT O C ASH FL OW
in MioEUR
13,3
13,1
15,9
21,7
2012
2013
2014
2015
Geschäf tsbericht 2015
30
BERICHT DES VORSTANDES / KONZERNLAGEBERICHT
Die zusammengefasste Kapitalflussrechnung stellt sich
wie folgt dar:
KAPITALFLUSSRECHNUNG
2014
2015
in MioEUR
Mittelzufluss
aus laufender Geschäftstätigkeit
13,9
15,1
-13,1
-10,1
Mittelabfluss
aus der Finanzierungstätigkeit
-1,1
-5,8
Währungsdifferenzen
0,0
0,0
-0,3
-0,8
Mittelabfluss
aus der Investitionstätigkeit
Veränderung des Finanzmittelfonds
Aus der laufenden Geschäftstätigkeit resultierte ein Mittelzufluss von 15,1 MioEUR (Vorjahr 13,9 MioEUR). Dieser
ergibt sich als Saldo aus dem Brutto-Cash Flow, einer Zunahme der kurzfristigen Rückstellungen, der Vorräte und der
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, höheren Ertragssteuerzahlungen sowie einer Abnahme der übrigen Posten.
Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit beinhaltet
im Vorjahresvergleich gestiegene Auszahlungen aufgrund
von Festgeldanlagen (-7,0 MioEUR), leicht höhere Auszahlungen für Investitionen (-4,8 MioEUR), Einzahlungen
aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens
(+1,5 MioEUR) sowie erhaltene Zinsen (+0,2 MioEUR) und
liegt mit -10,1 MioEUR um -3,0 MioEUR unter dem Niveau
des Vorjahres (-13,1 MioEUR).
Der Mittelabfluss aus Finanztätigkeit von -5,8 MioEUR
(Vorjahr -1,1 MioEUR) resultiert maßgeblich aus der planmäßigen Tilgung von Krediten gegenüber Kreditinstituten,
der Rückzahlung von Darlehen von Dritten (-3,6 MioEUR)
und für 2014 gezahlten Dividenden (-1,8 MioEUR).
Insgesamt ergibt sich eine Verringerung des Finanzmittelfonds um -0,8 MioEUR auf 7,9 MioEUR.
10 . I NVE S T I T I ON EN
Die Investitionen der Sedus Stoll Gruppe in Sachanlagen und
immaterielle Vermögensgegenstände betrugen im Geschäftsjahr 2015 4,8 MioEUR und lagen damit um 0,8 MioEUR über
dem Vorjahresniveau.
Die Investitionsschwerpunkte der Sedus Stoll AG waren
im Jahr 2015 Werkzeuginvestitionen für neue Produkte
und IT-Investitionen in Hard- und insbesondere Software.
Größere Projekte in diesem Bereich waren die Neugestaltung
der Sedus-Website und die Automatisierung der Preislistenerstellung.
Geschäf tsbericht 2015
Bei der Sedus Systems GmbH erhöhte sich das Investitionsvolumen 2015 um 0,1 MioEUR auf 0,8 MioEUR. Größere
Investitionen wurden im Bereich des innerbetrieblichen
Fuhrparks sowie in der IT-Hardware getätigt.
Bei der Klöber GmbH belief sich das Investitionsvolumen
auf 0,9 MioEUR. Schwerpunkte der Investitionstätigkeiten
waren in erster Linie die Anschaffung von Werkzeugen für
neue Produkte sowie einer Rundtaktproduktionsanlage für
die Endmontage.
INVES TITIONEN UND ABSCHREIBUNGEN
in MioEUR
1,8
0,5
1,8
9,2
9,7
8,3
6,0
2012
Investitionen
0,5
8,3
4,0
2013
Abschreibungen
8,0
4,8
2014
2015
Goodwill-AfA
11. Q UA LITÄT SMA N AG EMENT
Das Qualitätsmanagementsystem der Sedus Stoll Gruppe
wurde durch den TÜV Rheinland im Rahmen eines Überwachungsaudits überprüft. Ziel der Überprüfung war die
Konformität des Systems mit den Anforderungen der DIN EN
ISO 9001 und die Wirksamkeit in Bezug auf die festgelegten
Zielsetzungen. Das externe Audit fand bei der Sedus Stoll AG
und der Klöber GmbH an mehreren Audittagen statt und
verlief an beiden Standorten erfolgreich.
Die Qualitätsleistungen im Sedus Verbund befinden
sich auf hohem Niveau. In den Leistungskennzahlen ergaben
sich im Vergleich zum Vorjahr keine oder nur geringe Unterschiede. Das Qualitätsmanagementsystem ist somit wirksam
und wird an allen Standorten ständig verbessert, um eine
hohe Kundenzufriedenheit zu garantieren.
12. UMWELT MA N AG EMENT
Das externe Überwachungsaudit zum Energie- und Umweltmanagementsystem nach DIN ISO 14001 (Umweltmanagement), der EMAS III (nur Sedus Stoll AG) und DIN ISO 50001
(Energiemanagement) fand im Geschäftsjahr 2015 in den
Werken der Sedus Stoll AG in Dogern und bei der Sedus
Systems GmbH in Geseke statt. Die Sedus Stoll AG hat im
Rahmen des Verfahrens den Nachweis erbracht, dass sie ein
funktionierendes Umweltmanagementsystem gemäß den
BERICHT DES VORSTANDES / KONZERNLAGEBERICHT
Anforderungen der Verordnung (EG) 1221/2009 (EMAS III)
implementiert hat und unverändert aufrechterhält.
Die Erfüllung der Zielsetzungen des Umweltmanagementsystems nach DIN EN ISO 14001 und des Energiemanagementsystems nach ISO 50001, die zugeordneten Gesetze
und die ständige Verbesserung der Energie- und Umweltleistungen wurden in vollem Umfang von den externen Gutachtern bestätigt. Besonders positiv wurden die folgenden
Themen hervorgehoben:
• Stringente und funktionsfähige Organisation, Dokumentation und Nachverfolgung von Korrektur- und Vorbeugemaßnahmen
• Maßnahmen zur Verbesserung der Material- und Energieeffizienz in der Galvanik
• Die Besetzung der Position des Energiebeauftragten
• Sehr effizientes und gut im Controlling eingesetztes Messund Erfassungssystem für Energie, insbesondere Strom
• Effiziente Kraft-Wärmekopplung in Dogern
• Umsetzung einer sehr ressourceneffizienten Kühlung des
Rechenzentrums im Entwicklungsgebäude mit Durchlaufwasser aus dem Uferfiltratbrunnen des Rheins.
13 . N ACH H A LT I G KEI T SM AN AGEM EN T
Seit vielen Jahrzehnten gilt Sedus als Vorreiter für nachhaltige Unternehmensführung. Eingebettet in ein Managementsystem halten wir den wirtschaftlichen Erfolg in Einklang
mit ökologischer und sozialer Verantwortung – gestern, heute
und zukünftig.
Um die Transparenz für die Anspruchsgruppen zu erhöhen, wird der Nachhaltigkeitsbericht 2015 nach den neuen
Richtlinien des weltweit anerkannten Berichtsrahmen, dem
Standard der Global Reporting Initiative (GRI G4), inklusive der
konsolidierten Umwelterklärung (EMAS) 2016 veröffentlicht.
14 . E NT WI CK L U NG N EU ER P RODU K TE
U N D D E S I G NP R E I SE
Sedus Seating
Allright, on spot, turn around, secretair, mastermind high
desk, open up modern classic, silent rush modern classic,
Sedo-Lift 2 sowie die Sedus-to-go Accessoirefamilie bestehend aus butler, carry bag und mag dots wurden erfolgreich
in den Markt eingeführt. Darüber hinaus wurden die bereits
bestehenden Programme mastermind und sopha erweitert.
Neben diesen Aktivitäten wurde die Arbeit an den Neuentwicklungen für die Orgatec 2016 forciert.
Der universell einsetzbare Freischwinger allright, dessen
Anbindung der Kunststoffschale an das Gestell das wesentliche Designmerkmal darstellt, wurde im März 2015 mit dem
31
innovativen slimpolster in den Markt eingeführt. Der integrierte Polsterknopf nimmt Farbe und Material von Sitz- und
Lehnenpolster auf und setzt einen weiteren Akzent.
Der ebenfalls im März eingeführte Schalenstuhl on spot
verbindet den entspannten Charakter einer Lounge mit einer
produktiven Sitzergonomie. on spot zeichnet sich durch die
Vielzahl an Kombinationsmöglichkeiten hinsichtlich Schalenfarbe und Gestellvarianten aus.
Seit März 2015 wird der in einer hohen und niedrigen
Variante erhältliche turn around ausgeliefert. Seine einfache
Handhabung macht ihn zu einem idealen Stuhl für Meetings,
Projekt- und Touchdown-Arbeitsplätze. Die Sitzschale regt
Haltungswechsel an und erlaubt ein seitliches Aufsteigen.
Im selben Monat wurde die Entwicklung des mobilen
Einzelarbeitsplatzes secretair erfolgreich abgeschlossen.
Er interpretiert den klassischen Arbeitsplatz auf eine vollkommen neue Art und Weise.
Das Programm des bestehenden Tischsystems mastermind
wurde erweitert und mit mastermind high um eine hohe
Tischvariante ergänzt.
Für das Premiumsegment führte Sedus im Dezember
2015 die modern classic Variante des open up ein, der somit
eine perfekte Ergänzung zum bereits im September eingeführten silent rush modern classic darstellt.
Mit der Überarbeitung der bewährten Sedo-Lift Höhenverstelleinheit schafft Sedus neben dem bisherigen Alleinstellungsmerkmal zusätzliche Vorzüge und visuelle Erkennbarkeit. Die neu in den Markt eingeführte Sedo-Lift 2 bietet
etwas, das keine herkömmliche Gasfeder kann: Federungskomfort unabhängig von der eingestellten Sitzhöhe.
Neuen Bekanntheitsgrad verschafft sich die Marke Sedus
mit einer eigenen Accessoire-Kollektion. Die fortlaufend
erweiterte Sedus-to-go Produktlinie startete mit der Markteinführung 2015 mit der Garderobe Sedus-to-go butler, den
Magneten Sedus-to-go mag dots und dem Taschenhaken
Sedus-to-go carry bag.
Eine Dinerlösung und ein drehbarer Clubsessel runden
das neue Produktprogramm von sopha seit April 2015 ab.
Die veränderte Nahtführung mit klar definierten Seitenböden strafft die Linienführung und sorgt für ein noch
hochwertigeres Erscheinungsbild.
Sedus Systems GmbH
Die Entwicklungsaktivitäten 2015 fokussierten sich auf
folgende Schwerpunkte: die Markteinführung neuer Produkte
und Produktergänzungen im Frühjahr und im Herbst auf die
Erweiterungen für das Sortiment 2016. Hierbei handelte es
sich um umfangreiche Produktfamilien und Programme für
die ganzheitliche Büroeinrichtung.
Geschäf tsbericht 2015
32
BERICHT DES VORSTANDES / KONZERNLAGEBERICHT
Die konsequente Entwicklung von Hochtischlösungen
auf der Basis von temptation high desk schafft neue Plätze
zum Arbeiten, die den Haltungswechsel und die Kommunikation fördern. Neben diesen Anforderungen zeichnet sich diese
Produktfamilie durch ihre Funktionalität und Variabilität
aus. Durch die Verkettungssystematik können kleine und
auch lange Mehrfach-Arbeitsplätze (Benches) realisiert
werden. Durch das intelligente Zubehör bietet das Konzept
hohe nutzerorientierte Vorteile.
Acoustic mood wall, Wandgestaltungselemente mit
hervorragenden akustischen Eigenschaften – die Lösung für
Räume mit schallharten Flächen. Durch den Einsatz von
Hanf und Wolle haben diese Elemente neben der hohen
Schallabsorption weitere Vorteile bezüglich Luftreinigung,
Feuchtigkeits- und Raumklimaregulierung und Ökologie.
Die sehr erfolgreiche temptation four Familie wurde
durch die neue Variante mit Rundrohr-Beinen erweitert. Die
Serie erfüllt das Spektrum der unterschiedlichen Tischhöhen
mit einer festen Höhe 740 mm und der ergonomisch einstellbaren Variante 650 – 850 mm. Neben den Standardfarben steht auch eine verchromte Version zur Verfügung.
Für temptation four in der Variante Quadratrohr wurde die
feste Höhe mit 740 mm neu definiert und eingeführt und
schafft damit ein komfortables Plus für mehr Beinfreiheit.
Des Weiteren wurde im Rahmen der Vorentwicklung die
Basis für Neuentwicklungen in 2016 gelegt.
Klöber GmbH
Die im Oktober 2014 auf der Orgatec vorgestellte Drehstuhlreihe ConWork wurde im Januar 2015 in den Markt
eingeführt. Völlig neuartige Wirkprinzipien lassen hier
Konferenzstuhl und Arbeitsstuhl verschmelzen zu einem
im hochwertigen Bereich angesiedelten Stuhl, der ganz
ohne komplizierte Bedienung und Einstellmöglichkeiten
auskommt.
Weiterhin waren die Entwicklungsaktivitäten geprägt
durch die Arbeit an einem neuen Drehstuhl. Dieser wird zur
Orgatec 2016, aufbauend auf einer neuen Gruppen-Basismechanik, lieferfähig in den Markt eingeführt. Sowohl in der
Produktstruktur dieses Drehstuhls als auch durch sein neues,
intuitives Bedienkonzept erhält der Anwender beispielhafte
Ergonomie und Komfort.
Die Markteinführung einer neuen Funktionalität für den
Drehstuhl Mera ist für Mai 2016 geplant. In 2015 wurde hierzu
auf Basis einer Grundlagenforschung im Bereich Sitzklima
eine integrierte Sitz- und Rückenheizung oder zusätzliche
Lüftungsfunktion/Kühlung entwickelt.
Geschäf tsbericht 2015
Designpreise:
Das Jahr 2015 war geprägt von zahlreichen Designauszeichnungen:
Im Januar gewinnen die Produkte get together, on spot
und secretair den Interior Innovation Award 2015 Winner,
der Stuhl turn around wird mit der Auszeichnung Interior
Innovation Award 2015 Selection honoriert.
Mit dem iF Design Award 2015 werden die Produkte
allright, Sedus-to-go butler, get together, secretair und
turn around ausgezeichnet.
15. VERANS TALTUNGEN UND MESSEBETEILIGUNGEN
Die Markteinführung und Bekanntmachung der neuen
Produkte und die damit verbundenen flexiblen Arbeitsplatzlösungen waren Schwerpunkte der in 2015 durchgeführten
Veranstaltungen und Messen.
In einem komplett neu gestalteten Sedus Showroom in
London zeigte Sedus während der Clerkenwell Design Week im
April 2015 die neuen Produkte in neuen harmonischen Farbkombinationen. Besonders von Fachhändlern und Endkunden
wurde der neue Auftritt als markenprägend und als sehr
hilfreiches Instrument für den aktiven Verkauf geschätzt.
Zudem zeigt das neue Konzept die Symbiose zwischen Showroom und eigener Bürofläche, wie sie optimal miteinander
vereint und im Sinne der neuen agilen Arbeitsweisen genutzt
werden können.
Mit einem frischen, an die Orgatec angelehnten Standkonzept, sorgte Sedus im Mai 2015 während der Index Workspace Messe in Dubai für Aufmerksamkeit. Die Produktneuheiten von der Orgatec erzeugten eine ausgesprochen gute
Resonanz. Die Messebeteiligung von Sedus wurde zudem
vom Bundesministerium für Wirtschaft unterstützt. Damit
rückte die Bedeutung von Sedus in Verbindung mit „Made in
Germany“ neu in den Fokus.
Zu den verschiedenen Veranstaltungen, die in den
Tochtergesellschaften organisiert wurden, gehört auch
eine Fachhandelsroadshow, die Ende 2015 in den Niederlanden durchgeführt wurde. Das Produktangebot und die
Lösungskompetenz für Anwendungen in Mittelzonen-,
Kommunikations- und Teambereich-Lösungen sorgten für
großes Interesse bei den Fachhandelspartnern.
Zu den weiteren wichtigen Veranstaltungen und Messen,
an denen sich Sedus beteiligt hatte, gehörten u. a. die After
Stockholm-Veranstaltung in Oslo und die Messebeteiligung
an der Bureaux Expo im April 2015 in Paris.
Neben verschiedenen Veranstaltungen in den Tochtergesellschaften wurde erstmals in 2015 eine Händlerbeiratssitzung durchgeführt.
BERICHT DES VORSTANDES / KONZERNLAGEBERICHT
Im Jahr 2015 feierte Klöber sein 80-jähriges Bestehen.
Daher war im Juni die 80-jährige Firmengeschichte das
Thema für eine Jubiläumsveranstaltung für Fachhändler,
Architekten, Partner und Kunden am Unternehmensstandort
Owingen. Bilder, Geschichten, Musik und Rahmenprogramm
erweckten die Zeitspanne von 1935 bis 2015 für die 100 Gäste
der Veranstaltung zum Leben. Die Ausstellung dazu war bis
Ende des Jahres als Bestandteil des Klöber Showrooms zu
sehen.
Anlässlich der Messe Design District in Zaandam in den
Niederlanden präsentierte Klöber vom 3. – 5. Juni 2015 die
neueste Produktentwicklung ConWork als elegante Symbiose
aus Form und Funktion. Die Automatikmechanik als Herzstück des Stuhls ist gleichzeitig die Basis für die genial
einfache Nutzung im hochwertigen Konferenzbereich und
am Schreibtischarbeitsplatz.
Anlässlich der Fachmesse Hotel Show in Dubai vom
28. – 30.09.2015 präsentierte Klöber als Kooperationspartner
im Deutschen Pavillon Sitzlösungen „Made in Germany“.
16 . M I TA R B E I T E R U N D AU SBI LDU NG
Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl der Sedus Stoll
Gruppe hat sich im Vergleich zum Vorjahr um -1,0 % reduziert. Im Jahresquartalsdurchschnitt waren 821 Mitarbeiter
(ohne Auszubildende) gegenüber 829 im Vorjahr in der Gruppe
tätig. Der Rückgang ergibt sich aus den in der Klöber GmbH
durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen. Um hier
zukünftig flexibler auf Auslastungsspitzen reagieren zu
können, wurde zudem eine Flexibilisierung der Arbeitszeit
vereinbart.
MITARBEITER GRUPPE
Jahresquartalsdurchschnitt (ohne Auszubildende)
Klöber
145
146
Sedus Systems
202
208
Sedus Stoll AG
und ausländische
Vertriebsgesellschaften
535
535
135
127
204
209
490
485
882
889
829
821
2012
2013
2014
2015
33
Im Rahmen der Umsetzung der Personalstrategie wurde
begonnen, die Mitarbeiter der Sedus Stoll AG und der Sedus
Systems GmbH auf die Anforderungen der nächsten 5 Jahre
vorzubereiten. Eine hohe Kundenzufriedenheit, nachhaltig
engagierte Mitarbeiter und eine exzellente Führungskultur
sind dabei wesentliche Bausteine. Den Mitarbeitern soll ein
herausforderndes und motivierendes Arbeitsumfeld geboten
werden. Dabei stehen die Positionierung als bevorzugter
Arbeitgeber, kontinuierliches Lernen sowie individuelle
Entwicklungsmöglichkeiten im Vordergrund.
Eine erste Initiative zur Umsetzung der neuen Strategie
im Bereich Personal war die im September/Oktober durchgeführte Mitarbeiterbefragung. Eine gute Unternehmenskultur,
die sich durch Offenheit, Ehrlichkeit und gegenseitige Wertschätzung auszeichnet, ist für Sedus wichtig. Daher ist die
offene Rückmeldung von allen Mitarbeitern zur Führung,
Zusammenarbeit, Gesundheit im Unternehmen und zu dem
allgemeinen Arbeitsumfeld eine wichtige Quelle für die
betriebliche Weiterentwicklung. Aus diesem Grund hat
Sedus im Herbst 2015 in Zusammenarbeit mit dem Institut
für Personalforschung in Bonn eine Mitarbeiterbefragung
durchgeführt. Auf Basis der Erkenntnisse der Befragung
werden im Geschäftsjahr 2016 Instrumente und Maßnahmen
zur Verbesserung der Ist-Situation ins Leben gerufen und
weiterentwickelt werden. Veränderungsprozesse zu initiieren
und weiterzuentwickeln ist die gemeinsame Aufgabe aller
Führungskräfte und Mitarbeiter. Die wichtigsten Ergebnisse
dieser Befragung waren eine sehr große Zufriedenheit mit
den Arbeitsbedingungen und eine hohe Identifikation mit
Sedus.
Am 1. Mai 2015 ist das „Gesetz für die gleichberechtigte
Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen
in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst“ in Kraft
getreten.
Für den Aufsichtsrat und den Vorstand der Sedus Stoll AG
ergibt sich aufgrund der Rechtsform und der Belegschaftszahl die Verpflichtung, für den Aufsichtsrat, den Vorstand
und die zwei obersten Führungsebenen der Sedus Stoll AG
Zielgrößen für eine Geschlechterquote festzulegen.
Derzeit gehören dem Aufsichtsrat, dem Vorstand und den
zwei obersten Führungsebenen der Sedus Stoll AG keine
Frauen an.
Aufsichtsrat und Vorstand der Sedus Stoll AG haben
beschlossen, keine konkreten Ziele zur Erhöhung des
Frauenanteils bis zum 30. Juni 2017 festzulegen. Vor dem
Geschäf tsbericht 2015
34
BERICHT DES VORSTANDES / KONZERNLAGEBERICHT
Hintergrund der Geschlechterquotenregelung der Bundesregierung für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und
Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und
im öffentlichen Dienst betrachten Aufsichtsrat und Vorstand
Diversität als einen Erfolgsfaktor für die Zukunftsfähigkeit
der Sedus Stoll Gruppe und stehen insofern einer Erhöhung
des Frauenanteils in allen Ebenen offen gegenüber.
Die Weiterentwicklung aller Mitarbeiter ist ein wichtiges
personalpolitisches Ziel: beginnend bei der beruflichen
Ausbildung über die bedarfsorientierte Weiterbildung der
unterschiedlichen Mitarbeitergruppen bis hin zur Weiterentwicklung der Führungskräfte.
Um unseren Bedarf an qualifizierten Nachwuchskräften
langfristig zu sichern, übernimmt die Sedus Stoll Gruppe
kontinuierlich die Aufgabe der Ausbildung junger Menschen
selbst. Sowohl die unterschiedlichen Ausbildungsaktivitäten
als auch die guten Ausbildungsabschlüsse festigen den Ruf
als kompetenter und attraktiver Ausbildungspartner am
jeweiligen Standort. Im Jahr 2015 haben sich gruppenweit
54 Auszubildende und 5 Studenten Dualer Hochschulen (DH)
in insgesamt 17 verschiedenen Ausbildungsberufen oder
Studiengängen auf ihr Berufsleben vorbereitet.
Im Geschäftsjahr wurden erneut Auszubildende für ihre
herausragenden Leistungen mit Schul- und Kammerpreisen
ausgezeichnet. Alle Auszubildenden und Studierenden, die
einen guten Abschluss erzielt hatten und im Unternehmen
verbleiben wollten, konnten übernommen werden.
Als eine international tätige Unternehmensgruppe
fördert Sedus die Internationalisierung bereits bei den
Auszubildenden. Das Angebot, in einem vierwöchigen
Praktikum in England erste Auslandserfahrung zu sammeln,
ist fester Bestandteil der betrieblichen Ausbildung und
wurde in 2015 von 8 Auszubildenden wahrgenommen.
Darüber hinaus bieten wir jungen Menschen regelmäßig
die Gelegenheit, ein Berufspraktikum bei uns durchzuführen.
Schulklassen geben wir die Möglichkeit zum Kennenlernen
von Produktionsanlagen, Produkten und Verwaltungsabläufen sowie der Diskussion mit erfahrenen Praktikern.
Sedus und Klöber sehen sich als attraktiver Arbeitgeber
mit einer offenen Unternehmenskultur. Die richtigen Kandidaten für die unterschiedlichen Aufgaben zu gewinnen und
diese langfristig motiviert, engagiert und gesund im Unternehmen zu halten, sind wesentliche Aspekte der Personalarbeit. Zur besseren externen Wahrnehmung wurde deshalb
die Karriere-Website neu gestaltet. Bei der internen Kommunikation wird auf eine interaktive, zeitnahe und für alle
zugängliche Information großen Wert gelegt. Die Plattform
„My Sedus“ im Unternehmens-Intranet ist dafür die zentrale
Basis.
Geschäf tsbericht 2015
Die Sicherheit und die Arbeitsbedingungen in unserem
Unternehmen sowie die Gesundheit unserer Mitarbeiter sind
für Sedus und Klöber von hoher Priorität. Die Maßnahmen
zur Prävention bei Unfällen und Erkrankungen sowie das
betriebliche Gesundheitsmanagement reichen über die gesetzlichen Verpflichtungen hinaus. Sie wirken sich positiv
auf die Arbeitszufriedenheit, die Motivation der Mitarbeiter
und die Unfallquote aus.
Abwechslungsreiche Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung sollen die Mitarbeiter nachhaltig zu
gesundheitsbewusstem Verhalten anregen. So zählt die
tägliche für alle Mitarbeiter kostenlose Ausgabe von Äpfeln
im Rahmen der Aktion „An apple a day keeps the doctor away“
zu den beliebtesten Angeboten. Alle Aktivitäten wurden in
der Mitarbeiterbefragung als sehr positiv bewertet und
sollen auch zukünftig sukzessive ausgebaut und dem sich
verändernden Bedarf und den aktuellen Trends angepasst
werden. Dazu nutzt die Sedus Stoll Gruppe sowohl das interne
Knowhow der hausinternen Ergonomie-Experten als auch die
Unterstützung von externen Kooperationspartnern wie z. B.
der AOK oder der Berufsgenossenschaft Holz und Metall.
Am 19. September 2015 fand mit einer erneut deutlich
gegenüber den Vorjahren gesteigerten Teilnehmerzahl der
3. Sedus RUN in Dogern statt. Über 356 Läufer aus 40 Unternehmen und Behörden sowie zahlreiche Zuschauer fanden
sich auf dem Sedus Werksgelände ein. Alle Sportler und
Zuschauer hatten bei der rundum gelungenen Veranstaltung
großen Spaß. Nicht das Siegen eines Einzelnen, sondern
das gemeinsame Sporterlebnis dominierte eindeutig die
Atmosphäre auf dem Campus.
Das etablierte Ideenmanagement nutzt die Verbesserungsinitiativen der Mitarbeiter systematisch. Von insgesamt
168 eingereichten Verbesserungsvorschlägen entfielen 73 auf
die Sedus Stoll AG, 37 auf die Sedus Systems GmbH und
58 auf die Klöber GmbH. Zusätzlich wurden 2015 weitere
KVP-Bausteine wie z. B. Prozessoptimierungsworkshops eingeführt.
Die Mitarbeiter gehören im Durchschnitt seit 17 Jahren
zur Gruppe. Das Durchschnittsalter und die Betriebszugehörigkeit liegen in der Sedus Stoll AG, der Sedus Systems GmbH
und der Klöber GmbH auf ähnlichem Niveau.
Seating
Systems
Klöber
Gesamt
Durchschnittsalter
44,6
44,6
47,9
45,1
Betriebszugehörigkeit
15,4
15,9
18,4
16,0
BERICHT DES VORSTANDES / KONZERNLAGEBERICHT
In 2015 konnten insgesamt 80 Jubilare ihr 10., 20., 25.,
30. oder sogar 40. Firmenjubiläum feiern.
Das ausgesprochen erfolgreiche Jahr 2015 wäre ohne das
große Engagement aller Mitarbeiter nicht möglich gewesen.
Daher bedanken wir uns auch an dieser Stelle ausdrücklich
bei der gesamten Belegschaft für ihren enormen Einsatz.
Auch den Arbeitnehmervertretern möchten wir für die konstruktive Zusammenarbeit danken.
17. G E S A M TAUS S AGE DES VORS TAN DES
Die Erwartungen des Vorstandes hinsichtlich der Fortsetzung
der positiven Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmendaten
mit einem entsprechenden Anstieg des Bruttoinlandsproduktes in 2015 sind weitgehend eingetreten. Dabei ist
das Marktvolumen für Büromöbel trotz des vergleichsweise
schwachen Anstiegs der Ausrüstungsinvestitionen im gleichen Zeitraum noch stärker gewachsen als erwartet. Eine
ähnliche Grundtendenz zeigte sich auch in den meisten
europäischen Absatzmärkten.
Auf dieser Basis konnte der Auftragseingang der Sedus
Stoll Gruppe insgesamt deutlich zulegen. Die Marke Sedus
ist hierbei sowohl bei Seating- wie auch insbesondere bei
Systems-Produkten stärker gewachsen als der Markt. Insbesondere im Ausland verzeichnete Sedus nach mehreren
Jahren wieder einen erheblichen Zuwachs. Klöber hat die
gesetzten Wachstumsziele leider nicht erreicht und hat
sich insbesondere durch das rückläufige Auslandsgeschäft
unbefriedigend entwickelt.
Bei einem im Vergleich zum Vorjahr leicht höheren Auftragsbestand zum Jahresende ist der Umsatz der Gesamtgruppe um 13,3 % gewachsen. Trotz einer infolge des
hohen Anteils an Projekt-, Rahmenvertrags- und Handelswarenumsätzen leicht gesunkenen Rohertragsquote und
durch hohe Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen,
erfolgsabhängige Vergütungen und Restrukturierungsaufwendungen erhöhte Personalkosten hat sich die EBITRendite von 7,0 % auf 9,1 % erhöht. Der Jahresüberschuss ist von 6,1 MioEUR auf 10,9 MioEUR angestiegen.
Das Investitionsvolumen lag auch in 2015 mangels
größerer Projekte auf einem vergleichsweise niedrigen
Niveau.
Insgesamt hat die Sedus Stoll Gruppe damit ihre geplanten Werte im Auftragseingang, Marktanteil, Umsatz
und Ergebnis überschritten und eines ihrer besten Jahresergebnisse realisiert. Die Geschäftsentwicklung war damit
aus unserer Sicht sehr zufriedenstellend.
35
18. N ACHT R AG SB ER ICHT
Nach dem Abschluss des Geschäftsjahres waren keine besonderen Vorgänge zu verzeichnen.
19. R ISIKO - UND CHA NCENB ER ICHT
In der Sedus Stoll Gruppe werden durch ein gruppenweit
eingesetztes einheitliches Risikomanagementsystem zukünftige Chancen und Risiken im Geschäftsverlauf frühzeitig
erkannt. Anschließend ist es das Ziel dieses Steuerungsinstruments, die festgestellten Chancen ertragssteigernd
zu nutzen und die Risiken größtenteils zu vermeiden. Nicht
vermeidbare Risiken werden kalkulierbar gestaltet oder
abgesichert.
Die sich bietenden Chancen werden zielgerichtet erschlossen und genutzt, um so die Wettbewerbsfähigkeit des
Unternehmens zu sichern und auszubauen. Die Chancen
fließen hierbei in die jährlich zu erstellende operative
Planung ein und werden unterjährig im Rahmen der periodischen Berichterstattung verfolgt.
So wurden in der Planung die nachfolgenden Chancen
berücksichtigt: Durch neue Produkte, Produktmodifikationen
sowie die Erweiterung des Produktportfolios mit dem Ziel,
zusätzliche Marktsegmente zu erschließen, sollen in allen
Gruppeneinheiten Marktanteile hinzugewonnen werden.
Weiterhin gewährleistet das Global Account Management,
unterstützt durch adäquate Marketingaktionen, neue
Projekterfolge, Rahmenverträge und die Sicherstellung
deren Verlängerung.
Mit quartalsweisen Risikoberichten informiert das
Controlling den Vorstand zeitnah und kontinuierlich auch
über die identifizierten Risiken und die Entwicklung ihrer
Schadenserwartungswerte in der Gruppe. Grundlage hierfür
sind die in den einzelnen Gruppengesellschaften durch die
Risikoverantwortlichen aktualisierten Risikoberichte. In
diesen werden die notwendigen Risikoabwehrmaßnahmen
aus den Risikoerhebungen der Gruppengesellschaften zur
Verringerung der Schadenserwartungswerte laufend analysiert, aktualisiert und stetig umgesetzt. Die Summe der
mit ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen
Schadenshöhe bewerteten Einzelrisiken der jeweiligen
Bereiche ergibt den gesamten Schadenserwartungswert
in der Sedus Stoll Gruppe. Die mögliche Schadenshöhe
ermittelt sich in der Regel aus den Auswirkungen auf das
Unternehmensergebnis.
Geschäf tsbericht 2015
36
BERICHT DES VORSTANDES / KONZERNLAGEBERICHT
Für unerwartet auftretende Risiken besteht neben
der quartalsweisen Regelberichterstattung zusätzlich eine
gruppeninterne Berichtserstattungspflicht.
Die Bewertung der möglichen finanziellen Auswirkung
erfolgt anhand der quantitativ bestimmten Ausprägungsmerkmale:
• beobachten
• überwachen
• ständig zu überwachen.
Die Bandbreiten dieser potentiellen finanziellen Auswirkungen sind in der folgenden Übersicht dargestellt:
Risikoausprägung
Potenzielle finanzielle Auswirkung
beobachten
< 0,4 MioEUR
überwachen
0,4 MioEUR bis 1,5 MioEUR
ständig zu überwachen
> 1,5 MioEUR
Die Gesamtsituation der Sedus Stoll Gruppe zum Berichtszeitpunkt stellt sich wie folgt dar:
Beschreibung
Eintrittswahrscheinlichkeit
Risikoausprägung
Auftragseingangsrisiko
< 25 %
beobachten
Wettbewerbsrisiko
< 25 %
beobachten
Lieferantenrisiko
< 25 %
beobachten
Geschäftsprozessund Projektrisiko
< 25 %
beobachten
Währungsund Zinsrisiko
< 25 %
beobachten
Zum 31. Dezember 2015 hat auf Basis der derzeit bekannten Informationen die Überprüfung der Einzelrisiken
der Gruppe ergeben, dass keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risiken bestehen und künftige
bestandsgefährdende Risiken nicht erkennbar sind.
Geschäf tsbericht 2015
Aus den Abhängigkeiten von Großkundenumsätzen aus
Rahmenverträgen und Projektgeschäften sowie möglichen
Verlusten von Großkunden im In- und Ausland ergibt sich ein
zu beobachtendes (im Vorjahr ständig zu beobachtendes)
Kunden- bzw. Auftragseingangsrisiko.
Aufgrund des intensiven Preiswettbewerbs mit steigenden Erlösschmälerungen, besonders im Projektgeschäft
und bei Rahmenverträgen, werden die Wettbewerbsrisiken
beobachtet.
Mögliche Prozess- und Entwicklungsrisiken sowie Lieferantenrisiken, die sich im Bezug von Materialien ergeben
können, werden ebenfalls beobachtet.
Auch die aus der Währungsentwicklung resultierenden
Risiken werden beobachtet und sind teilweise durch Devisentermingeschäfte gesichert. Das verbleibende Restrisiko und
ein aus der Zinsentwicklung resultierendes Risiko werden für
die Sedus Stoll Gruppe als nicht entscheidend betrachtet.
20. PRO G NO SEB ER ICHT
Die günstigen konjunkturellen Rahmenbedingungen haben
in 2015 zu soliden Zuwachsraten des Bruttoinlandsproduktes
in Deutschland, aber auch in fast allen anderen europäischen
Ländern geführt.
Für das Jahr 2016 ist derzeit keine wesentliche negative
Veränderung der wachstumstreibenden Einflussfaktoren
wie den niedrigen Rohstoff- und Energiepreisen, der expansiven Geldpolitik der europäischen und amerikanischen
Zentralbanken sowie dem schwachen Eurokurs abzusehen.
Wir erwarten daher im Wesentlichen eine Fortsetzung der
positiven konjunkturellen Entwicklung in Deutschland und
den meisten europäischen Ländern auf einem insgesamt ähnlichen Niveau wie in 2015. Daher gehen wir auch von einer
Fortsetzung des im letzten Jahr begonnenen wirtschaftlichen Erholungskurses der südeuropäischen Länder aus.
Die wichtigsten Konjunkturstützen in Deutschland dürften auch in 2016 der private Konsum, eine höhere staatliche Nachfrage und die Exporte sein. Von einem stärkeren
Wachstum der Ausrüstungsinvestitionen als im Vorjahr ist
aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten hinsichtlich der
globalen Wirtschaftsentwicklung (China, Schwellenländer)
und der erheblichen politischen Risiken, ausgehend vom
arabischen Raum, wohl eher nicht auszugehen.
BERICHT DES VORSTANDES / KONZERNLAGEBERICHT
Auf Basis dieser erwarteten gesamtwirtschaftlichen
Entwicklung in unseren wesentlichen Absatzmärkten unterstellen wir auch für das aktuelle Jahr ein Wachstum des
europäischen Büromöbelmarktes, allerdings leicht unter
dem Niveau des Berichtsjahres.
Nach dem erfolgreichen Jahr 2015 beabsichtigt Sedus,
auch in 2016 seine Marktanteile im In- und Ausland weiter
auszubauen. Umgesetzt wird diese Strategie im Inland durch
eine personelle Erweiterung und Optimierung der Vertriebsorganisation und im Ausland neben der kontinuierlichen
Intensivierung der Marketing- und Vertriebsarbeit in den
Tochtergesellschaften durch einen Ausbau des erfolgreichen
Global Account Managements.
Klöber will insbesondere durch den Ausbau des Projektgeschäftes im In- und Ausland verlorene Marktanteile
zurückgewinnen.
Zur Erweiterung und Optimierung der Lieferprogramme
arbeiten Sedus und Klöber derzeit an einer Vielzahl von
Entwicklungsprojekten. Die Produkte werden auf der im
Oktober stattfindenden Büromöbelmesse Orgatec präsentiert und sind unmittelbar danach lieferbar.
37
Die Sedus Stoll Gruppe plant daher für 2016 ein weiteres
moderates Auftrags- und Umsatzwachstum. Aufgrund des
voraussichtlich auch in diesem Jahr hohen Projekt- und
Rahmenvertragsanteils im Umsatz ist dabei allerdings nicht
von einer Verbesserung der Rohertragsmarge auszugehen.
Trotz weiterer Produktivitätsverbesserungen in verschiedenen Unternehmensbereichen rechnen wir aufgrund erheblicher zusätzlicher Kostenbelastungen durch die Teilnahme
an der Orgatec sowie durch die in 2016 beginnenden Neubau-, Renovierungs- und Prozessoptimierungsprojekte mit
einem EBIT bzw. Jahresüberschuss leicht unterhalb des
Vorjahresniveaus.
Das Investitionsvolumen wird aufgrund der oben genannten Bau- und Renovierungsaktivitäten und verschiedener größerer Investitionen im Fertigungsbereich deutlich
steigen.
Waldshut-Tiengen, den 18. März 2016
Sedus Stoll Aktiengesellschaft
Der Vorstand
_______________________________________________________________
Holger Jahnke
Daniel Kittner Carl-Heinz Osten
Geschäf tsbericht 2015
38
Geschäf tsbericht 2015
JAHRESABSCHLUSS KONZERN
39
Jah re s a b s c hlu s s
S ED US S TO LL KO NZERN
2 015
Geschäf tsbericht 2015
40
JAHRESABSCHLUSS KONZERN
Sedus St oll Konzer n, Bila n z
z u m 31. D e zem ber 2015
AK TIVA
A.
Anlagevermögen
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
1.
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
31.12.2015
31.12.2014
TEUR
%
TEUR
%
1.806
1,4
1.321
1,1
2.
Geschäfts- oder Firmenwert
481
0,4
962
0,9
3.
Geleistete Anzahlungen
114
0,1
144
0,1
2.401
1,9
2.427
2,1
II.
Sachanlagen
1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
24.293
19,1
26.680
23,1
2.
Technische Anlagen und Maschinen
12.864
10,1
14.675
12,7
3.
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
4.534
3,6
4.655
4,0
4.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
589
0,5
336
0,3
42.280
33,3
46.346
40,2
44.681
35,2
48.773
42,3
8.833
7,0
7.275
6,3
918
0,7
880
0,8
3.012
2,4
2.006
1,7
12.763
10,1
10.161
8,8
26.869
21,2
19.729
17,1
2.738
2,1
2.798
2,4
29.607
23,3
22.527
19,5
39.167
30,8
32.985
28,6
81.537
64,2
65.673
57,0
711
0,6
846
0,7
126.929
100,0
115.292
100,0
B.
Umlaufvermögen
I.
Vorräte
1.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
2.
Unfertige Erzeugnisse
3.
Fertige Erzeugnisse und Waren
II.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2.
Sonstige Vermögensgegenstände
III.
C.
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks
Rechnungsabgrenzungsposten
Geschäf tsbericht 2015
JAHRESABSCHLUSS KONZERN
PASSIVA
31.12.2015
31.12.2014
TEUR
%
TEUR
%
A.
Eigenkapital
I.
Gezeichnetes Kapital
15.255
12,0
15.255
13,2
II.
Kapitalrücklage
27.019
21,3
27.019
23,4
III.
Gewinnrücklagen
14.580
11,5
12.418
10,8
104
0,1
42
0,0
10.889
8,6
3.989
3,5
67.847
53,5
58.723
50,9
25.430
20,0
22.106
19,2
1.874
1,5
1.599
1,4
11.867
9,4
10.140
8,8
39.171
30,9
33.845
29,5
1.410
1,1
1.982
1,7
IV.
V.
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
Bilanzgewinn
B.
Rückstellungen
1.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
2.
Steuerrückstellungen
3.
Sonstige Rückstellungen
C.
Verbindlichkeiten
1.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
2.
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
3.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
4.
Sonstige Verbindlichkeiten
(davon aus Steuern TEUR 1.852; Vorjahr TEUR 2.005)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 323; Vorjahr TEUR 180)
41
459
0,4
435
0,4
5.850
4,6
4.827
4,2
12.104
9,5
14.527
12,5
19.823
15,6
21.771
18,9
D.
Rechnungsabgrenzungsposten
19
0,0
55
0,0
E.
Passive latente Steuern
69
0,1
898
0,8
126.929
100,0
115.292
100,0
Geschäf tsbericht 2015
42
JAHRESABSCHLUSS KONZERN
Sedus St oll Konzer n, Ent wi c k lu n g d es A n lage ver mö gen s
vo m 1. J a n u ar bis 31. Dez em ber 2015
Bruttower te Anschaf fungs-/Herstellungskosten
ANL AGEVERMÖGEN
in TEUR
01.01.2015
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
Kursdifferenzen
31.12.2015
I.
Immaterielle
Vermögensgegenstände
1.
Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten
und Werten
9.246
812
144
512
2
9.692
2.
Geschäfts- oder Firmenwert
27.204
0
0
0
0
27.204
3.
Geleistete Anzahlungen
144
114
-144
0
0
114
36.594
926
0
512
2
37.010
II.
Sachanlagen
1.
Grundstücke, grundstücksgleiche
Rechte und Bauten einschließlich
der Bauten auf fremden Grundstücken
78.766
52
18
3.283
29
75.582
Technische Anlagen
und Maschinen
69.777
1.690
308
1.864
0
69.911
Andere Anlagen, Betriebsund Geschäftsausstattung
17.448
1.506
0
2.137
23
16.840
1.134
580
-326
799
0
589
167.125
3.828
0
8.083
52
162.922
203.719
4.754
0
8.595
54
199.932
2.
3.
4.
Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
Geschäf tsbericht 2015
JAHRESABSCHLUSS KONZERN
Kumulier te Abschreibungen
01.01.2015
43
Buchwer te
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
Kursdifferenzen
31.12.2015
31.12.2015
31.12.2014
7.925
471
0
512
2
7.886
1.806
1.321
26.242
481
0
0
0
26.723
481
962
0
0
0
0
0
0
114
144
34.167
952
0
512
2
34.609
2.401
2.427
52.086
2.122
0
2.945
26
51.289
24.293
26.680
55.102
3.797
0
1.852
0
57.047
12.864
14.675
12.792
1.603
0
2.103
14
12.306
4.534
4.656
799
0
0
799
0
0
589
335
120.779
7.522
0
7.699
40
120.642
42.280
46.346
154.946
8.474
0
8.211
42
155.251
44.681
48.773
Geschäf tsbericht 2015
44
JAHRESABSCHLUSS KONZERN
Sedus St oll Konzer n, Ge wi n n - u n d Ver lu s t rec h n u n g
vo m 1. J a n u ar bis 31. Dez em ber 2015
GEWINN- UND VERLUS TRECHNUNG
2015
2014
TEUR
%
TEUR
%
178.976
99,2
157.938
100,0
1.245
0,7
-148
-0,1
170
0,1
154
0,1
180.391
100,0
157.944
100,0
2.953
1,6
2.946
1,9
183.344
101,6
160.890
101,9
-69.379
-38,4
-58.990
-37,2
-2.262
-1,3
-1.507
-1,1
-71.641
-39,7
-60.497
-38,3
a) Löhne und Gehälter
-45.955
-25,5
-42.775
-27,0
b) S oziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für
Unterstützung (davon für Altersversorgung TEUR 2.695; Vorjahr TEUR 1.514)
-11.220
-6,2
-9.566
-6,1
-57.175
-31,7
-52.341
-33,1
-8.474
-4,7
-8.827
-5,6
-29.452
-16,3
-27.911
-17,7
183
0,1
225
0,1
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
(davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen TEUR 1.044; Vorjahr TEUR 1.063)
-1.467
-0,8
-1.572
-1,0
11.
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
15.318
8,5
9.967
6,2
12.
Außerordentliche Aufwendungen
-237
-0,1
-237
-0,1
13.
Außerordentliches Ergebnis
-237
-0,1
-237
-0,1
14.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
(davon Ertrag aus der Veränderung latenter Steuern TEUR 886;
Vorjahr Aufwand TEUR 491)
-3.741
-2,1
-3.248
-2,1
-448
-0,2
-335
-0,2
10.892
6,1
6.147
3,9
1.
Umsatzerlöse
2.
Erhöhung / Verminderung des Bestands an fertigen
und unfertigen Erzeugnissen
3.
Andere aktivierte Eigenleistungen
Gesamtleistung
4.
5.
Sonstige betriebliche Erträge
(davon aus der Währungsumrechnung TEUR 768; Vorjahr TEUR 392)
Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen
6.
7.
8.
9.
10.
15.
Personalaufwand
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
(davon aus der Währungsumrechnung TEUR 525; Vorjahr TEUR 222)
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Sonstige Steuern
16.
Konzernjahresüberschuss
17.
Bilanzgewinn/Bilanzverlust Vorjahr
3.989
-327
18.
Gewinnausschüttung
-1.831
0
19.
Gewinnvortrag / Verlustvortrag
2.158
-327
20.
Einstellungen in andere Gewinnrücklagen
-2.161
-1.831
21.
Bilanzgewinn
10.889
3.989
Geschäf tsbericht 2015
45
Geschäf tsbericht 2015
46
KONZERNANHANG
Konzer nanhang
d e r Se d u s St oll AG f ür das G esc häf t sja hr 2015
1. KO NS O L I D I ERU NGSKREI S
Die Sedus Stoll AG ist an zwei inländischen und an acht
ausländischen Konzernunternehmen mehr­heitlich (Kapitalund Stimmrechte) direkt beteiligt. In den Konzernabschluss
sind neben der Sedus Stoll AG und der acht ausländischen
Tochtergesellschaften seit 1999 die Klöber GmbH, Owingen,
und seit 2002 die Sedus Systems GmbH, Geseke, nach den
Vorschriften der Vollkonsolidierung mit einbe­
zogen. Die
Fürsorgestiftung der Sedus Stoll AG e.V., Waldshut-Tiengen,
wird als Zweckgesellschaft mittels Vollkonsolidierung in den
Konzernabschluss einbezogen, da der Sedus Stoll AG die
Mehrheit der Risiken und Chancen an der Fürsorgestiftung
der Sedus Stoll AG e.V., Waldshut-Tiengen, zuzu­rechnen
sind. Die Erstkonsolidierung erfolgte zum 31.12.2012.
Unterschiedsbeträge haben sich hie­raus nicht ergeben.
Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.
KONSOLIDIER TE VERBUNDENE UNTERNEHMEN
2. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM KONZERNABSCHLUSS
UND ZU BIL ANZIERUNGS-, BEWER TUNGS- UND
KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZEN
2.1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses der Sedus
Stoll AG für das Geschäftsjahr 2015 sind die Vorschriften des
Handelsgesetzbuches (HGB) für Kapitalgesellschaften über
die Gliederung und den Ausweis der Posten der Bilanz und
der Gewinn- und Verlustrechnung sowie die einschlägigen
Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) angewendet worden.
Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht grundsätzlich den Vorschriften des § 275 Abs. 2 HGB
und daher dem Gesamtkostenverfahren.
Die Vermögens- und Schuldposten sind unter Beachtung
der Vorschriften des HGB für Kapitalgesellschaften und der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung bewertet.
Die Abschlüsse der Tochterunternehmen und des Mutterunternehmens werden einheitlich nach den nachfolgend
beschriebenen Grundsätzen bilanziert und bewertet.
Die Darstellung des Konzernabschlusses erfolgt in TEUR.
Kapitalanteil
per 31.12.2015
Eigenkapital
per 31.12.2015
%
TEUR
–
61.464
  2. Klöber GmbH, Owingen
100,0
5.000
  3. Sedus Systems GmbH, Geseke
100,0
13.924
0,0
0
  5. Sedus Stoll S.A.R.L., Paris, Frankreich
100,0
2.621
  6. Sedus Stoll S.R.L., Cadorago, Italien
100,0
5.409
  7. Sedus Stoll Ges.m.b.H., Wien, Österreich
100,0
2.878
  8. Sedus Stoll B.V., Zoetermeer, Niederlande
100,0
-367
  9. Sedus Stoll AG, Rickenbach, Schweiz
100,0
2.953
10. Sedus Stoll Ltd., London, Großbritannien
100,0
1.699
11. Sedus Stoll BVBA, Wetteren, Belgien
100,0
723
12. Sedus Stoll S.A., Madrid, Spanien
100,0
366
  1. Sedus Stoll AG, Waldshut-Tiengen
  4. Fürsorgestiftung der Sedus Stoll AG e.V., Waldshut-Tiengen
Geschäf tsbericht 2015
KONZERNANHANG
2.2. Konsolidierungsgrundsätze, Währungsumrechnung
Konsolidierungsgrundsätze
Die Abschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind zum
Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Geschäftsjahr
ist das Kalenderjahr.
Die Kapitalkonsolidierung bei den Konzernunternehmen
erfolgte in der Vergangenheit nach der Buchwertmethode
gemäß § 301 HGB a.F. Seit 2010 wird die Neubewertungsmethode gem. § 301 HGB angewendet. Die Erstkonsolidierung
der ausländischen Tochterunternehmen erfolgte zum 1.1.1995
bei der erstmaligen Aufstellung eines Konzernabschlusses.
Die sich dabei ergebenen aktiven Unterschiedsbeträge
wurden ihrem Charakter als vorgetragene Jahresfehlbeträge
entsprechend mit den Rücklagen des Konzerns verrechnet.
Die entstandenen passiven Unterschiedsbeträge wurden
ihrem Charakter als Gewinnvorträge sowie Gewinnrücklagen
entsprechend in die Rücklagen des Konzerns eingestellt.
Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen
und Erträge zwischen den konsolidierten Unternehmen sind
gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse wurden
eliminiert.
Die Erstkonsolidierung der zum 1.1.1999 erworbenen
Klöber Gesellschaften erfolgte zum Zeitpunkt des Erwerbs
der Anteile. Dabei ergaben sich aktive Unterschiedsbeträge
in Höhe von 23.010 TEUR. In Höhe von 3.715 TEUR wurden
anteilige stille Reserven aufgedeckt, den jeweiligen Vermögensgegenständen zugeordnet und mit diesen die erwartete
Nutzungsdauer von 20 Jahren abgeschrieben. Der danach
verbleibende Unterschiedsbetrag von 19.295 TEUR wurde als
Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen und über die erwartete Nutzungsdauer von 15 Jahren linear abgeschrieben.
Im Geschäftsjahr 2003 erwarb die Sedus Stoll AG die
restlichen 30 % Anteile an der ehemaligen Klöber Holding
GmbH mit Wirkung zum 1.1.2003. In diesem Zusammenhang
wurden die anteiligen restlichen 30 % stille Reserven in Höhe
von 1.592 TEUR aufgedeckt. Die Abschreibungen auf den
zusätzlich entstandenen Unterschiedsbetrag aus dieser Erstkonsolidierung in Höhe von 2.300 TEUR und auf die zusätzlich aufgedeckten stillen Reserven in Höhe von 1.592 TEUR
wurden auf die voraussichtliche Restnutzungsdauer über
20 Jahre planmäßig linear verteilt. Im Geschäftsjahr 2008
wurde die Klöber Holding GmbH auf die Sedus Stoll AG
verschmolzen.
Die Erstkonsolidierung der zum 1.1.2002 erworbenen
Sedus Systems GmbH, Geseke, erfolgte zum Zeitpunkt des
Erwerbs der Anteile. Dabei ergab sich ein aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von 11.233 TEUR. In Höhe von 3.896 TEUR
wurden anteilige stille Reserven auf das Grundstück sowie
auf die Industrie- und Verwaltungsgebäude aufgedeckt, den
47
jeweiligen Vermögensgegenständen zugeordnet und mit
diesen über die erwartete Nutzungsdauer von 20 Jahren
abgeschrieben. Der danach verbleibende Unterschiedsbetrag
von 7.337 TEUR wird als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen und über die erwartete Nutzungsdauer von 15 Jahren
linear abgeschrieben.
Währungsumrechnung
Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden
zum Devisenkassamittelkurs oder zum jeweiligen ungünstigeren Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei Laufzeiten von
bis zu einem Jahr finden gemäß § 256a HGB das Realisationsund das Anschaffungskostenprinzip bei der Bewertung
keine Anwendung. Soweit Fremdwährungspositionen kursgesichert sind, erfolgt die Bewertung zum entsprechenden
Sicherungskurs.
Die Währungsumrechnung der Abschlüsse von ausländischen Konzernunternehmen, die nicht der Währungsunion
angehören, erfolgt für die Abschlussposten der Bilanz zu
den jeweiligen Stichtagskursen bzw. für das Eigenkapital zu
historischen Kursen. Die Salden der Aufwendungen und
Erträge der Gewinn- und Verlustrechnung wurden jeweils
mit dem gemittelten Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.
Differenzen aus der Umrechnung der Bilanzen in Folge der
Umrechnung des Eigenkapitals zu historischen Kursen sowie
der Umrechnung des Jahresergebnisses zu Durchschnittskursen werden erfolgsneutral gem. § 308a HGB in einem
gesonderten Eigenkapitalposten erfasst.
2.3. Anlagevermögen
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu
Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung
unterliegen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode)
bzw. bei voraussichtlicher dauerhafter Wertminderung um
außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen im Zugangsjahr erfolgen zeitanteilig.
Geschäfts- oder Firmenwerte werden aufgrund der langfristigen Nutzungsabsicht linear über die erwartete Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Bei voraussichtlich
dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige
Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert
vorgenommen.
Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger bzw. bei voraussichtlich
dauerhafter Wertminderung außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen berücksichtigen den technischen und wirtschaftlichen Wertverzehr.
Anlagenzugänge ab dem 1.1.2010 werden grundsätzlich
Geschäf tsbericht 2015
48
KONZERNANHANG
linear pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige
Anlagegüter mit einem Wert von 150,– Euro bis 1.000,– Euro
werden in einen jahrgangsbezogenen Sammelposten eingestellt, der im Jahr der Bildung und in den folgenden vier
Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel abgeschrieben
wird. Anlagegüter bis 150,– Euro werden im Jahr der
Anschaffung oder Herstellung direkt aufwandswirksam
erfasst.
Für die vor dem 1. Januar 2008 und im Geschäftsjahr 2009
zugegangenen beweglichen Gegenstände des Sachanlagevermögens wurde die degressive Abschreibungsmethode
angewandt. Die Zugänge des Jahres 2008 wurden ausschließlich linear abgeschrieben. Da die degressive
Abschreibung nicht dem tatsächlichen Werteverzehr der
bilanzierten Vermögensgegenstände entspricht, ist im
Geschäftsjahr 2010 ein Wechsel auf die lineare Abschreibungsmethode erfolgt. Von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 4
EGHGB zur Fortführung der bisherigen Wertansätze unter
Anwendung der für sie bis zum Inkrafttreten des BilMoG
geltenden Vorschriften wurde Gebrauch gemacht. Die
degressive Abschreibung dieser Vermögensgegenstände
wird daher solange fortgeführt, bis sich bei der Verteilung
des Restbuchwertes der bisher degressiv abgeschriebenen
Anlagen auf die Restnutzungsdauer eine höhere Abschreibung nach der linearen Methode ergibt.
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit dem Nennwert
angesetzt.
In Ausübung eines anderen Wahlrechtes erfolgt die
Bewertung des Anlagevermögens nicht unter Verrechnung
übertragener steuerfreier Rücklagen.
2.4. Umlaufvermögen
Bei der Bewertung des Umlaufvermögens wird dem Niederstwertprinzip Rechnung getragen.
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu gleitenden
Durchschnittspreisen nach dem Lifo-Verfahren (Periodenlifo)
gemäß § 256 HGB unter Beachtung des Niederstwertprinzips
bewertet. Die Lifo-Reserve gem. § 284 Abs. 2 Nr. 4 HGB
beträgt zum 31. Dezember 2015 528 TEUR und stammt von
der Sedus Stoll AG (281 TEUR), der Klöber GmbH (76 TEUR)
und der Sedus Systems GmbH (171 TEUR).
Für ungängige und technisch veraltete Vorräte werden
entsprechende Bewertungsabschläge vorgenommen.
Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind einheitlich
mit den aktivierungspflichtigen Herstellungskosten des § 255
Abs. 2 HGB bewertet. Sie enthalten neben den Materialeinzelkosten anteilige Materialgemeinkosten und den zurechenbaren Fertigungslohn zuzüglich Fertigungsgemeinkosten
Geschäf tsbericht 2015
(Kosten der Eigenleistung). Bei den unfertigen Erzeugnissen
wurden wie im Vorjahr Gängigkeitsabschläge nach dem
Reichweitenverfahren vorgenommen. Zur verlustfreien
Bewertung werden die Fertigerzeugnisse mit dem beizulegenden Wert angesetzt, sofern dieser niedriger ist. Zum
31.12.2015 beträgt die Lifo-Reserve 6 TEUR und stammt
von der Klöber GmbH.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden
zum Nennwert abzüglich angemessener Wertberichtigungen
angesetzt. Zur Deckung des allgemeinen Ausfall- und Kreditrisikos wurde von den Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen, soweit nicht kreditversichert, eine pauschal
ermittelte Wertberichtigung abgesetzt, die für Inlandsforderungen 4,0 % und für Auslandsforderungen 5,0 % beträgt.
Unverzinsliche mittel- und langfristige Forderungen werden
auf den Barwert abgezinst. Rückdeckungsversicherungsansprüche, die nicht dem Zugriff fremder Dritter entzogen
sind, werden auf Basis von Mitteilungen der Versicherer mit
dem jeweiligen Aktivwert (Deckungskapital) zum Bilanzstichtag bewertet.
Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten bewertet.
Bankguthaben in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
2.5. Rechnungsabgrenzungsposten
Unter Rechnungsabgrenzungsposten sind insbesondere
Aufwandsabgrenzungen ausgewiesen.
2.6. Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.
2.7. Rückstellungen
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen decken die Verpflichtungen aus Anwartschaften und
laufenden Pensionen aufgrund von Betriebsvereinbarungen
und Einzelzusagen an ehemalige Gesellschafter und Mitglieder des Vorstands, sowie die auf Einzelzusagen an Mitarbeiter
und Vorstand beruhenden Kapitalversorgungsverpflichtungen auf Grund von Lohn- und Gehaltsumwandlungen. Die
Pensionsrückstellungen sind auf Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung unter Berücksichtigung der
Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet worden.
Als Bewertungsverfahren ist bei den aktiven Berechtigten
das Anwartschaftsbarwertverfahren verwendet worden. Bei
den mit unverfallbarem Anspruch ausgeschiedenen Berechtigten und Rentenbeziehern ist als Erfüllungsbetrag der
Barwert der künftigen Versorgungsleistungen angesetzt
worden. Inventurstichtag der Pensionsverpflichtungen ist
der 31. Oktober 2015. Dabei wurde der von der Deutschen
KONZERNANHANG
Bundesbank für den 31. Dezember 2015 veröffentlichte
Zinssatz von 3,89 % zugrunde gelegt. Bei der Ermittlung der
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
wurden jährliche Anpassungen der laufenden Renten gemäß
§ 16 BetrAVG von 2,0 % und jährliche Einkommenssteigerungen von 2,5 % unterstellt.
Aus den neuen Bewertungsvorschriften für Pensionsrückstellungen ergab sich per 1. Januar 2010 ein Unterschiedsbetrag von 3.413 TEUR im Vergleich zu dem Bilanzstichtag per
31. Dezember 2009. Es wurde insoweit von dem Wahlrecht
des Art. 67 EGHGB Gebrauch gemacht und der ermittelte
Unterschiedsbetrag jeweils mit 1/15 über die Geschäftsjahre
2010 bis 2024 verteilt. Der sich daraus ergebene Unterschiedsbetrag wurde wie in den Vorjahren als außerordentlicher Aufwand erfasst. Der zum 31. Dezember 2015 noch
verbleibende Betrag der Unterdeckung beläuft sich auf
2.047 TEUR.
Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die
ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und
ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder
Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet.
Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und
insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum
beizulegenden Zeitwert. Die beizulegenden Zeitwerte des
Deckungsvermögens werden auf Basis von Mitteilungen der
Versicherer mit dem jeweiligen Aktivwert (Deckungskapital)
zum Bilanzstichtag bewertet.
Ausländische Gesellschaften bildeten Pensionsrückstellungen nach ähnlichen Grundsätzen unter Berücksichtigung
landesrechtlicher Vorschriften. Eine Umbewertung der ausländischen Rückstellungen nach deutschen Grundsätzen
wurde in Anbetracht der geringen Größenordnungen nicht
vorgenommen.
Ebenfalls mit Stichtag zum 31. Oktober 2015 wurden die
Verpflichtungen für Jubiläumszuwendungen, Altersteilzeitverpflichtun­gen sowie die Kapitalversorgungsverpflichtungen
aus Entgeltumwandlung ermittelt.
Die aus den neuen Bewertungsvorschriften im Zusammenhang mit dem Inkrafttreten des Bilanzrechts­modernisierungsgesetzes (BilMoG) resultierende Rückstellungszuführung im
Rahmen der Rückstellung für Versorgungsverpflichtungen
(Zusatzversorgung gegen Entgeltumwandlung) in Höhe
von 139 TEUR wurde in Ausübung des Wahlrechtes gemäß
Artikel 67 EGHGB mit mindestens 1/15 erfasst. Der zum
31. Dezember 2015 noch verbleibende Betrag der Unterdeckung beläuft sich auf 83 TEUR.
49
Im Rahmen der nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren
durchgeführten Bewertung der Jubiläumsrückstellung ist
der von der deutschen Bundesbank herausgegebene durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre
von 3,89 % p.a. vom 31. Dezember 2015 zu Grunde gelegt,
der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren
ergibt. Weiterhin ist eine künftige jährliche Einkommenssteigerung von 2,5 % und ein jährlicher Anstieg der gesetzlichen Beitragsbemessungsgrenze von 2,0 % unterstellt
worden. Fluktuationswahrscheinlichkeiten wurden eingerechnet.
Bei der nach der Stellungnahme des IDW RS HFA 3 vom
19. Juni 2013 erfolgten Berechnung der Rückstellungen für
Verpflichtungen aus Altersteilzeit ist ein durchschnittlicher
Marktzinssatz von 2,02 % und eine jährliche Einkommensdynamik von 2,5 % unterstellt worden.
Bei der Bildung der Sonstigen Rückstellungen ist den
erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten
angemessen Rechnung getragen. Der Bewertung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
werden grundsätzlich von der Deutschen Bundesbank
bekannt gegebene, ihren Restlaufzeiten entsprechende
durch­schnitt­liche Marktzinssätze der letzten sie­ben Jahre
für die Abzin­sung zugrunde gelegt. Mögliche Preis- und
Kos­tensteigerungen sind bei der Ermittlung der sonstigen
Rückstellungen entsprechend berücksichtigt.
2.8. Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
2.9. Latente Steuern
Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen
den handels­recht­li­chen und steuerrechtlichen Wertansätzen
der jeweiligen Bilanzpositionen sowie auf innerhalb der
nächsten 5 Jahre zu erwartende nutzbare steuerliche Verlustvorträge er­mit­telt. Weitere latente Steuern ergeben sich
aus der Kon­so­li­die­rung. Die Er­mitt­lung der latenten Steuern
erfolgt auf Basis des jeweilig unternehmensindividuellen
Ertragsteuersatzes. Der Wesentliche Anteil der latenten
Steuern entfällt auf die Sedus Stoll AG mit einem Steuersatz
von 28,3 % sowie auf die Sedus Systems GmbH von 30,8 %
(Vorjahr kombinierter Ertragsteuersatz von 30,5 %). Der
kombinierte Er ­trag­steuer­satz umfasst Kör­per­schaft­steuer,
Soli­da­r i­t äts­zuschlag und Gewerbesteuer. Im Geschäftsjahr
ergab sich wie im Vorjahr sowohl zum 01.01. als auch zum
31.12. saldiert eine passivierte latente Steuer.
Geschäf tsbericht 2015
50
KONZERNANHANG
3 . ERL ÄUTERUNGEN ZUR BIL ANZ UND GEWINN- UND
VERLUS TRECHNUNG
3.1. Anlagevermögen
Zur Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar 2015
bis 31. Dezember 2015 einschließlich der kumulierten
Anschaffungs- und Herstellungskosten und der kumulierten
Abschreibungen wird auf die erweiterte Darstellung des
Anlagenspiegels verwiesen.
3.2. Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen sind zum 31. Dezember 2015 wie folgt fällig:
F ORDERUNGEN UND
SONS TIGE VERMÖGENSGEGENS TÄNDE
Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr
Restlaufzeit
mehr als 1 Jahr
insgesamt
2015
insgesamt
2014
in TEUR
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2. Sonstige Vermögensgegenstände
26.869
0
26.869
19.729
2.562
176
2.738
2.798
29.431
176
29.607
22.527
Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
SONS TIGE VERMÖGENSGEGENS TÄNDE
2015
2014
in TEUR
Körperschaftsteuervorauszahlungen
1.153
1.176
Kautionen
253
238
Geleistete Anzahlungen
243
45
Lieferantenboni
146
126
Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen
114
110
Debitorische Kreditoren
107
114
Steuererstattung Umsatzsteuer
85
0
Körperschaftsteuerguthaben gemäß § 37 Abs. 5 KStG
61
121
Reisekostenvorschüsse
34
36
Gewerbesteuer- und sonstige Steuervorauszahlungen
32
210
Vorauszahlung Sozialversicherung
10
2
500
620
2.738
2.798
übrige Vermögensgegenstände
Gesamt
Geschäf tsbericht 2015
KONZERNANHANG
Liquide Mittel
Die liquiden Mittel von 39.167 TEUR (Vorjahr: 32.985 TEUR)
entfallen mit 36.948 TEUR auf die Sedus Stoll AG, mit
1.277 TEUR auf die ausländischen Tochtergesellschaften, mit
820 TEUR auf die Sedus Systems GmbH sowie mit 122 TEUR
auf die Klöber GmbH.
Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, aus dem zum
31. Dezember 2015 aus dem bei der Sedus Stoll AG ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 2.987 TEUR eine Ausschüttung in Höhe von 2.136 TEUR vorzunehmen. Der darüber
hinausgehende Betrag in Höhe von 851 TEUR soll auf neue
Rechnung vorgetragen werden.
3.3. Eigenkapital
Das Grundkapital der Sedus Stoll AG beträgt zum 31. Dezember
2015 15.255 TEUR und ist in 305.105 auf den Namen lautende
Stammaktien/Stückaktien mit Nennwert 50,00 EUR/Aktie
eingeteilt. Aktienurkunden sind noch nicht ausgegeben
worden, die Gesellschaft hat den Aktionären Zwischenscheine erteilt.
Die Kapitalrücklage lautet über TEUR 27.019.
3.4. Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen
Der nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren berechnete
notwendige Erfüllungsbetrag der über die Unterstützungskasse finanzierten Versorgungsverpflichtungen betrug zum
31. Dezember 2015 5.942 TEUR. Da der Erfüllungsbetrag
das Kassenvermögen zum 31. Dezember 2015 in Höhe von
2.279 TEUR übersteigt, besteht zum 31. Dezember 2015 eine
Unterdeckung aus mittelbaren Pensionsverpflichtungen in
Höhe von 3.663 TEUR.
Die weiteren rückstellungspflichtigen Pensionsverpflichtungen wurden mit Deckungsvermögen (335 TEUR)
gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Beim Deckungsvermögen handelt es sich ausschließlich um verpfändete
und insolvenzgeschützte Rückdeckungsversicherungen. Die
Zuschreibungen auf das Deckungsvermögen in Höhe von
16 TEUR wurden mit der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen saldiert.
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalaufwendungen (7.989 TEUR),
für Gewährleistungen (975 TEUR) und für ausstehende Eingangsrechnungen (1.501 TEUR).
Die Gewinnrücklagen betreffen ausschließlich andere Gewinnrücklagen und haben sich wie folgt entwickelt:
GEWINNRÜCKL AGEN
31.12.2015
31.12.2014
Gewinnrücklagen der
Sedus Stoll AG
16.203
14.041
Verrechnete passive latente
Steuern aufgrund des BilMoG
-1.400
-1.400
Unterschiedsbeträge aus der
Erstkonsolidierung
-223
-223
14.580
12.418
in TEUR
Gewinnrücklagen des Konzerns
51
Der Bilanzgewinn/Bilanzverlust entwickelte sich wie folgt:
BIL ANZGEWINN/
BIL ANZVERLUS T
31.12.2015
31.12.2014
3.989
-327
Gewinnausschüttung
-1.831
0
Jahresüberschuss
10.892
6.147
-2.161
-1.831
10.889
3.989
in TEUR
Bilanzgewinn/Bilanzverlust
1. Januar
Einstellung in andere
Gewinnrücklagen
Bilanzgewinn 31. Dezember
Geschäf tsbericht 2015
52
KONZERNANHANG
3.5. Verbindlichkeiten
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
Restlaufzeit
bis 1 Jahr
VERBINDLICHKEITEN
Restlaufzeit
1 bis 5 Jahre
Restlaufzeit
> 5 Jahre
insgesamt
2015
in TEUR (Vorjahreswerte werden in Klammern angegeben)
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
571 (572)
839 (1.345)
0 (65)
1.410 (1.982)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
459 (435)
0 (0)
0 (0)
459 (435)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
5.850 (4.827)
0 (0)
0 (0)
5.850 (4.827)
4. Sonstige Verbindlichkeiten
6.367 (8.645)
3.243 (3.408)
2.494 (2.474)
12.104 (14.527)
13.247 (14.479)
4.082 (4.753)
2.494 (2.539)
19.823 (21.771)
Alle Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Gesamtbetrag von 1.410 TEUR sind durch Grundschulden an den
Betriebsgrundstücken Dogern, Owingen und Geseke besichert.
Bei den Lieferantenverbindlichkeiten bestehen die
branchenüblichen Eigentumsvorbehalte.
Die sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf:
SONS TIGE VERBINDLICHKEITEN
TEUR
Sedus Stoll AG
9.595
Ausländische Tochtergesellschaften
1.594
Sedus Systems GmbH
756
Klöber GmbH
159
Vom Gesamtbetrag der sonstigen Verbindlichkeiten
entfallen 1.852 TEUR auf Steuerverbindlichkeiten (Vorjahr
2.004 TEUR) und 323 TEUR auf Verbindlichkeiten im Rahmen
der sozialen Sicherheit (Vorjahr 180 TEUR). Sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 1.342 TEUR sind durch Grundschulden besichert (Vorjahr 3.407 TEUR).
3.6. Passive latente Steuern
Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven
und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) ein Passivüberhang der latenten Steuern von 69 TEUR.
Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz und aus
der Konsolidierung, welche zu passiven latenten Steuern
geführt haben, resultieren im Wesentlichen aus abweichenden Abschreibungen und aufgedeckten stillen Reserven
(Grundstücke und Bauten). Die passiven latenten Steuern
auf aufgedeckte stille Reserven wurden im Rahmen der erstmaligen Anwendung des BilMoGs zum 1. Januar 2010 in
Geschäf tsbericht 2015
Höhe von 1.400 TEUR gebildet und stammen aus der Erstkonsolidierung der Sedus Systems GmbH sowie der Klöber
GmbH. Diese latenten Steuern wurden nach Art. 67 Abs. 6
Satz 1 EGHGB erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Die ergebniswirksame Auflösung der gebildeten
latenten Steuern erfolgt korrespondierend mit der Abschreibung der stillen Reserven und betrug im Geschäftsjahr 2015
87 TEUR. Im Ausweis wurden aktive latente Steuern auf
steuerliche Verlustvorträge von Tochtergesellschaften in
Höhe von 285 TEUR mindernd berücksichtigt.
3.7. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle
Verpflichtungen
Haftungsverhältnisse:
Nach § 298 Abs. 1 in Verbindung mit § 251 und § 268 Abs. 7 HGB
bestehen keine Haftungsverhältnisse, die nicht in der Konzernbilanz ausgewiesen oder an anderer Stelle erläutert sind.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingsverträgen beläuft sich auf
3.067 TEUR und entfällt mit 883 TEUR auf die Sedus Stoll AG,
mit 82 TEUR auf die Klöber GmbH, mit 155 TEUR auf die Sedus
Systems GmbH und mit 1.946 TEUR auf die ausländischen
Tochtergesellschaften.
3.8. Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten
Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken, die aus geplanten Absatzgeschäften resultieren, die in GBP, CHF, AED
und USD denominiert sind, werden fallweise Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Ziel dieser Transaktionen ist die
Verringerung der Marktrisiken aus Veränderungen von
Währungsrelationen für die in Fremdwährung laufenden
Zahlungsströme. Derivative Finanzinstrumente werden nicht
zu Handels- oder spekulativen Zwecken eingesetzt. Von
KONZERNANHANG
einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit der abgesicherten
Transaktionen gehen wir aus, da es sich um routinemäßige
Geschäfte handelt und die Absicherung deutlich unter dem
geplanten Gesamtvolumen liegt. Der Einsatz von derivativen
Finanzinstrumenten unterliegt darüber hinaus klar definierten Vorgaben und strengen internen Kontrollen. Sofern die
gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, werden Bewertungseinheiten i. S. d. § 254 HGB gebildet.
Die Derivate werden mit den sich gegenläufig verhaltenen Fremdwährungstransaktionen in Bewertungseinheiten
(Mikro-Hedge) zusammengefasst. Soweit sich während der
Laufzeit der Sicherungsbeziehungen die bewertungsrelevanten Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft nicht
ändern und von einem vollständigen Ausgleich der Wertänderungen auszugehen ist, bleiben die gegenläufigen
Änderungen der beizulegenden Zeitwerte von Grund- und
Sicherungsgeschäft unter Anwendung der Einfrierungsmethode bilanziell und ergebnismäßig unberücksichtigt.
Die ineffektiven Anteile der Sicherungsbeziehungen, also
sich nicht ausgleichende Wertänderungen sowie nicht gesicherte Fremdwährungspositionen, werden nach allgemeinen Bewertungsgrundsätzen behandelt. Die Effektivität der
Sicherungsbeziehung wird zu jedem Bilanzstichtag prospektiv und retrospektiv festgestellt.
Das Nominalvolumen der zur Absicherung von Fremdwährungstransaktionen abgeschlossenen Devisentermingeschäfte beläuft sich zum 31. Dezember 2015 auf 677 TEUR bei
beizulegenden Zeitwerten von 706 TEUR (positive Marktwerte
in Höhe von 29 TEUR). Die zum 31.12.2015 abgesicherten
Fremdwährungstermingeschäfte entfallen ausschließlich
auf geplante Devisenterminverkäufe in Britischen Pfund.
Sie sind jeweils fällig im Jahr 2016 und blieben aufgrund der
jeweils hoch wirksamen Sicherungsbeziehungen bilanziell
außer Ansatz.
Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag
vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) ermittelt. Devisenkontrakte werden einzeln auf Basis des Austauschbetrages
mit den aktuellen Marktterminkursen am Abschlussstichtag
im Vergleich zu den vereinbarten Termin- bzw. Kontraktkursen bewertet. Die Marktterminkurse richten sich nach
den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminaufund -abschlägen.
53
3.9. Kapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung wurde in Anwendung des
Rechnungslegungsstandard Nr. 21 „Kapitalflussrechnung“
(DRS 21) aufgestellt. Zur Herstellung der Vergleichbarkeit
wurde das Vorjahr entsprechend angepasst und dargestellt.
Die zahlungswirksamen Investitionen enthalten vor allem
Investitionen in Werkzeuge (1.589 TEUR) und weitere Festgeldanlagen in Höhe von 7.000 TEUR. Die Auszahlung für die
Tilgung von Krediten entfällt mit 3.000 TEUR auf Darlehen
Dritter und mit 572 TEUR auf Bankverbindlichkeiten. Der
Finanzmittelfonds umfasst die flüssigen Mittel abzüglich
Festgelder mit ursprünglicher Laufzeit > 3 Monate:
FIN ANZMIT TELF ONDS
31.12.2015
31.12.2014
Finanzmittelfonds lt. DRS 21
7.867
8.685
Festgelder mit ursprünglicher
Laufzeit > 3 Monate
31.300
24.300
Liquide Mittel lt. Bilanz
39.167
32.985
in TEUR
3.10. Gliederung der Umsatzerlöse nach Regionen
Die konsolidierten Umsatzerlöse gliedern sich regional wie
folgt auf:
UMS ATZERL ÖSE
2015
2014
100.215
96.238
21.320
10.854
Italien
7.166
6.387
Österreich
8.218
7.612
in TEUR
Deutschland
Frankreich
Niederlande
3.416
3.412
Schweiz
6.894
5.413
11.863
8.143
Belgien
7.122
7.213
Spanien
1.703
1.442
Sonstiges Ausland
11.058
11.224
Export
78.761
61.700
Gesamt
178.976
157.938
Großbritannien
Die Exportquote beträgt 44,0 % (Vorjahr 39,1 %).
Geschäf tsbericht 2015
54
KONZERNANHANG
3.11. Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt
zusammen:
SONS TIGE BETRIEBLICHE ER TRÄGE
2015
2014
1.156
1.201
Erträge aus der Währungsumrechnung
765
392
in TEUR
Gewinne aus Anlagenverkäufen
Auflösung von Rückstellungen
453
665
Erträge aus Kantine und Automaten
177
175
Erträge aus Vorjahren
123
114
Auflösung von EWB + PWB
97
203
Erträge aus Schadensersatz von Dritten
90
135
8
11
84
50
2.953
2.946
Mieterträge
Andere übrige Erträge
Gesamt
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde
Erträge in Höhe von 574 TEUR (Vorjahr 772 TEUR) enthalten.
3.12. Mitarbeiter
Die Zahl der Mitarbeiter stellt sich im Jahresquartalsdurchschnitt wie folgt dar:
ANZAHL MITARBEITER
2015
2014
Angestellte
207
207
Gewerbliche Mitarbeiter
218
220
34
33
459
460
Angestellte
67
72
Gewerbliche Mitarbeiter
60
63
9
9
136
144
Klöber GmbH, Owingen
Auszubildende
Sedus Systems GmbH, Geseke
Angestellte
Gewerbliche Mitarbeiter
Auszubildende
75
75
134
129
15
13
224
217
60
63
60
63
879
884
Ausländische
Konzernunternehmen
Angestellte
Sedus Stoll Konzern
Geschäf tsbericht 2015
3.14. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von
29.452 TEUR (Vorjahr: 27.911 TEUR) stehen im Wesentlichen
in Zusammenhang mit:
SONS TIGE BETRIEBLICHE
AUFWENDUNGEN
2015
2014
Vertriebskosten
13.338
12.950
Betriebskosten
9.829
9.327
Verwaltungskosten
3.148
3.142
Personalnebenkosten
1.991
1.352
Wertberichtigung
311
398
Aufwand aus der Währungsumrechnung
in TEUR
525
222
Bildung von Rückstellungen
69
97
Aufwand aus Mindererlös Anlagenverkäufe
82
143
159
280
29.452
27.911
Übrige sonstige Aufwendungen
Sedus Stoll AG, Waldshut-Tiengen
Auszubildende
3.13. Abschreibungen
Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und auf das Sachanlagevermögen betragen
8.474 TEUR (Vorjahr: 8.827 TEUR). Darin enthalten sind planmäßige Abschreibungen auf
Firmenwerte in Höhe von 481 TEUR (Vorjahr: 481 TEUR),
sowie planmäßige Abschreibungen auf die im Zusammenhang
mit der Erstkonsolidierung aufgedeckten stillen Reserven in
Höhe von 309 TEUR (Vorjahr: 309 TEUR).
Gesamt
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind
periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 75 TEUR
(Vorjahr: 252 TEUR) enthalten.
3.15. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betragen
im Geschäftsjahr 4.479 TEUR (Vorjahr 4.504 TEUR).
3.16. Außerordentliche Aufwendungen
Die außerordentlichen Aufwendungen betreffen ausschließlich Aufwendungen in Höhe von 237 TEUR (Vorjahr 237 TEUR)
aus der Umbewertung von personenbezogenen Rückstellungen nach den Vorschriften des BilMoG.
KONZERNANHANG
55
3.17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Steuern betreffen im Inland die Körperschaft- und
Gewerbesteuer sowie den Solidaritätszuschlag, im Ausland
vergleichbare ertragsabhängige Steuern. Sie wurden nach
den für die einzelnen Gesellschaften maßgeblichen Steuervorschriften ermittelt.
Außerdem ergibt sich im Berichtsjahr 2015 per Saldo ein
Ertrag aus latenten Steuereffekten in Höhe von 886 TEUR
(Vorjahr: Ertrag 491 TEUR). Dieser ergibt sich aus der
erfolgswirksamen Zwischenergebniseliminierung und aus
jährlichen Auflösungen der passiven Steuerabgrenzungen,
die im Zusammenhang mit den abweichenden Abschreibungen und aufgedeckten stillen Reserven (Bauten), sowie
weiteren unterschiedlichen Bewertungen in Handels- und
Steuerrecht, stehen.
3.18. Sonstige Steuern
Die sonstigen Steuern umfassen die Grund- und Kraftfahrzeugsteuer sowie von der Gesellschaft übernommene
pauschalierte Lohnsteuer der Arbeitnehmer.
Geschäf tsbericht 2015
56
KONZERNANHANG
4 . E RG Ä NZ E NDE ANG ABEN
4.1. Mitglieder des Vorstandes:
Mitglieder des Vorstandes:
• Holger Jahnke, Waldshut (Marketing/Vertrieb)
• Daniel Kittner, Stutensee (Technik/Entwicklung)
• Carl-Heinz Osten, Waldshut (Finanzen/Personal/IT)
Die Gesamtbezüge des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2015
betrugen 1.966 TEUR. Die Angabe der Bezüge für ehemalige
Mitglieder des Vorstandes (§ 285 Nr. 9b HGB) unterbleiben,
da sich anhand dieser Angaben die Bezüge eines Mitglieds
dieses Organs feststellen lassen könnten (§ 286 Abs. 4 HGB).
Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen
Vorständen der Sedus Stoll AG besteht eine Rückstellung
von 4.467 TEUR; die laufenden Pensionszahlungen dieses
Personenkreises betrugen im Geschäftsjahr 2015 275 TEUR.
4.2. Mitglieder des Aufsichtsrates:
Vorsitzender des Aufsichtsrates:
• Dr. Klaus Eisele, Stuttgart
(Bankkaufmann)
(ab dem 21. September 2015)
• Klaus Tillmann, Waldshut
(Vorstandsvorsitzender der Stoll VITA Stiftung)
(bis zum 21. September 2015)
Vertreter der Anteilseigner:
•D
r. Klaus Eisele, Stuttgart
(Bankkaufmann)
(Stellvertretender Vorsitzender)
(bis zum 21. September 2015)
•U
lrich Behrens, Wittnau
(Wirtschaftsprüfer und Steuerberater)
(ab dem 23. Dezember 2015)
•H
elmut Bürenkemper, Lippstadt
(Steuerberater)
•D
r. Alfried Ederhof, Waldshut
(Unternehmensberater)
Vertreter der Arbeitnehmer:
•H
erbert Ebner, Höchenschwand
(Betriebsratsvorsitzender der Sedus Stoll AG)
•W
olfgang Kautz, Geseke
(Betriebsratsvorsitzender der Sedus Systems GmbH)
Im Geschäftsjahr 2015 sind für den Aufsichtsrat Gesamtbezüge in Höhe von 203 TEUR angefallen.
4.3. Sonstige Angaben
Geschäfte mit nahestehenden Personen wurden zu üblichen
Bedingungen abgewickelt.
Die Aufwendungen für Honorare des Abschlussprüfers beliefen
sich im Sedus Stoll Konzern auf 273 TEUR (Vorjahr 287 TEUR)
und entfallen mit 214 TEUR (Vorjahr 211 TEUR) auf Abschlussprüfungsleistungen, mit 59 TEUR (Vorjahr 76 TEUR) auf
Steuerberatungs­leistungen.
Waldshut-Tiengen, den 18. März 2016
Sedus Stoll Aktiengesellschaft
Der Vorstand
_______________________________________________________________
Holger Jahnke
Daniel Kittner Carl-Heinz Osten
Geschäf tsbericht 2015
EIGENKAPITALSPIEGEL
57
EIGENKAPITAL SPIEGEL ZUM 31.12.2015
Stand am
31.12.2014
Jahresüberschuss
2015
Währungsveränderungen
Übrige
Veränderungen
Gewinnausschüttung
Stand am
31.12.2015
Gezeichnetes Kapital
der Sedus Stoll AG
15.255
–
–
–
–
15.255
Kapitalrücklage
der Sedus Stoll AG
27.019
–
–
–
–
27.019
Gewinnrücklage
in TEUR
12.158
–
–
2.161
–
14.319
Unterschiedsbeträge aus
der Erstkonsolidierung
261
–
–
–
–
261
Eigenkapitaldifferenz aus
Währungsumrechnung
42
–
62
–
–
104
3.989
10.892
–
-2.161
-1.831
10.890
58.723
10.892
62
0
-1.831
67.847
Stand am
31.12.2013
Jahresüberschuss
2014
Währungsveränderungen
Übrige
Veränderungen
Gewinnausschüttung
Stand am
31.12.2014
Gezeichnetes Kapital
der Sedus Stoll AG
15.255
–
–
–
–
15.255
Kapitalrücklage
der Sedus Stoll AG
27.019
–
–
–
–
27.019
Gewinnrücklage
10.327
–
–
1.831
–
12.158
261
–
–
–
–
261
-6
–
48
–
–
42
-327
6.147
–
-1.831
–
3.989
52.529
6.147
48
0
0
58.723
Bilanzgewinn
Eigenkapital des Konzerns
EIGENKAPITAL SPIEGEL ZUM 31.12.2014
in TEUR
Unterschiedsbeträge aus
der Erstkonsolidierung
Eigenkapitaldifferenz aus
Währungsumrechnung
Bilanzgewinn/-verlust
Eigenkapital des Konzerns
Geschäf tsbericht 2015
58
KAPITALFLUSSRECHNUNG
Kapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel
des Sedus Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch
Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert haben. In dieser
Kapitalflussrechnung sind Zahlungsströme nach Geschäfts-,
Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert.
KAPITALFLUSSRECHNUNG
1.
Jahresüberschuss
2015
2014
TEUR
TEUR
10.892
6.147
2.
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens
8.474
8.827
3.
+ Zunahme der Pensionsrückstellungen
2.347
967
21.713
15.941
1.935
1.972
Cash Flow
4.
+ Zunahme der übrigen Rückstellungen
5.
- Zunahme der Vorräte
-2.601
-978
6.
- Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
-7.140
-973
252
-402
1.588
-1.470
- Gewinn aus dem Abgang von Anlagegegenständen
-1.074
-1.059
10.
+ Zinsaufwendungen/Zinserträge
1.284
1.348
11.
+ Ertragssteueraufwand/-ertrag
3.742
3.248
12.
- Ertragssteuerzahlungen
7.
8.
9.
+/- Ab-/Zunahme anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit
zuzuordnen sind
+/- Zu-/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer
Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
13.
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit (Zeile 1 – 12)
-4.628
-3.739
15.071
13.888
1.460
1.668
-926
-648
14.
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens
15.
- Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände
16.
- Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen
-3.828
-3.343
17.
- Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen
Finanzdisposition
-7.000
-11.000
183
224
-10.111
-13.099
18.
+ Erhaltene Zinsen
19.
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit (Zeile 14 – 18)
20.
- Auszahlungen für die Tilgung von Krediten
21.
- Gezahlte Zinsen
22.
- Gezahlte Dividenden an Gesellschafter der Sedus Stoll AG
23.
Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit (Zeile 20 – 22)
24.
= Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe aus Zeile 13, 19 und 23)
25.
+ Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds
-3.572
-571
-423
-509
-1.831
0
-5.826
-1.080
-866
-291
48
39
26.
Anfangsbestand des Finanzmittelfonds
8.685
8.937
27.
Endbestand des Finanzmittelfonds
7.867
8.685
Geschäf tsbericht 2015
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der Sedus Stoll Aktiengesellschaft,
Waldshut-Tiengen, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang,
Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel – und den
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis
31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen
handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung
des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf
der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine
Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu
planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten
Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich
auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden.
Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die
Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die
Essen, den 18. März 2016
59
Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen
der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für
die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht
überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die
Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der
in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der
Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten
Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der
wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die
Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses
und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass
unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für
unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung
gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss
den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss,
vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des
Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar.
PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Stefan Wienands
ppa. Holger Brauner
WirtschaftsprüferWirtschaftsprüfer
Geschäf tsbericht 2015
60
Geschäf tsbericht 2015
JAHRESABSCHLUSS AG
61
Jah re s a b s c hlu s s
S ED US S TO LL AG
2 015
Geschäf tsbericht 2015
62
JAHRESABSCHLUSS AG
Sedus St oll AG, B ilanz
z u m 31. D e zem ber 2015
AK TIVA
A.
Anlagevermögen
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
1.
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
2.
Geleistete Anzahlungen
II.
Sachanlagen
1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
31.12.2015
31.12.2014
TEUR
%
TEUR
%
1.516
1,3
964
0,9
114
0,1
144
0,1
1.630
1,4
1.108
1,0
12.972
10,9
14.190
12,7
2.
Technische Anlagen und Maschinen
5.397
4,5
6.907
6,2
3.
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
2.109
1,8
2.224
2,0
4.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
531
0,4
197
0,2
21.009
17,6
23.518
21,1
34.210
28,8
34.210
30,6
56.849
47,8
58.836
52,7
4.482
3,8
3.848
3,4
III.
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen
B.
Umlaufvermögen
I.
Vorräte
1.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
2.
Unfertige Erzeugnisse
3.
Fertige Erzeugnisse und Waren
603
0,5
710
0,6
1.943
1,6
975
1,0
7.028
5,9
5.533
5,0
II.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
7.698
6,5
7.905
7,1
2.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
8.187
6,9
5.749
5,1
3.
Sonstige Vermögensgegenstände
1.787
1,5
2.243
2,0
17.672
14,9
15.897
14,2
III.
C.
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks
Rechnungsabgrenzungsposten
Geschäf tsbericht 2015
36.948
31,1
30.887
27,6
61.648
51,9
52.317
46,8
471
0,3
584
0,5
118.968
100,0
111.737
100,0
JAHRESABSCHLUSS AG
PASSIVA
31.12.2015
31.12.2014
TEUR
%
TEUR
%
A.
Eigenkapital
I.
Gezeichnetes Kapital
15.255
12,8
15.255
13,7
II.
Kapitalrücklage
27.019
22,8
27.019
24,1
III.
Gewinnrücklagen
16.203
13,6
14.041
12,6
2.987
2,5
2.657
2,4
61.464
51,7
58.972
52,8
14.776
12,4
12.470
11,2
858
0,7
568
0,5
6.642
5,6
5.567
5,0
22.276
18,7
18.605
16,7
IV.
Bilanzgewinn
B.
Rückstellungen
1.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
2.
Steuerrückstellungen
3.
Sonstige Rückstellungen
C.
Verbindlichkeiten
1.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
164
0,1
329
0,3
2.
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
303
0,3
349
0,3
3.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
2.233
1,9
2.751
2,5
4.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
20.639
17,3
17.414
15,6
5.
Sonstige Verbindlichkeiten
(davon aus Steuern TEUR 561; Vorjahr TEUR 635)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 73; Vorjahr TEUR 0)
11.874
10,0
13.317
11,8
35.213
29,6
34.160
30,5
15
0,0
0
0,0
118.968
100,0
111.737
100,0
D.
Rechnungsabgrenzungsposten
63
Geschäf tsbericht 2015
64
JAHRESABSCHLUSS AG
Sedus St oll AG, E ntwic klun g d es A n l age ver mö gen s
vo m 1. J a n u ar bis 31. Dez em ber 2015
ANL AGEVERMÖGEN
in TEUR
I.
Immaterielle
Vermögensgegenstände
1.
Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten
und Werten
2.
Geleistete Anzahlungen
Bruttower te Anschaf fungs-/Herstellungskosten
01.01.2015
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31.12.2015
7.747
144
722
144
366
8.247
114
-144
0
114
7.891
836
0
366
8.361
II.
Sachanlagen
1.
Grundstücke, grundstücksgleiche
Rechte und Bauten einschließlich
der Bauten auf fremden Grundstücken
41.920
0
0
7
41.913
2.
Technische Anlagen
und Maschinen
42.337
683
197
1.240
41.977
3.
Andere Anlagen, Betriebsund Geschäftsausstattung
9.583
747
0
1.127
9.203
997
531
-197
800
531
94.837
1.961
0
3.174
93.624
52.567
0
0
0
52.567
52.567
0
0
0
52.567
155.295
2.797
0
3.540
154.552
4.
Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
III.
Finanzanlagen
1.
Anteile an verbundenen
Unternehmen
Geschäf tsbericht 2015
JAHRESABSCHLUSS AG
Kumulier te Abschreibungen
65
Buchwer te
01.01.2015
Zugänge
Zuschreibung
Abgänge
31.12.2015
31.12.2015
31.12.2014
6.783
314
0
366
6.731
1.516
964
0
0
0
0
0
114
144
6.783
314
0
366
6.731
1.630
1.108
27.729
1.212
0
0
28.941
12.972
14.191
35.431
2.377
0
1.228
36.580
5.397
6.906
7.359
833
0
1.098
7.094
2.109
2.224
800
0
0
800
0
531
197
71.319
4.422
0
3.126
72.615
21.009
23.518
18.357
3.103
3.103
0
18.357
34.210
34.210
18.357
3.103
3.103
0
18.357
34.210
34.210
96.459
7.839
3.103
3.492
97.703
56.849
58.836
Geschäf tsbericht 2015
66
JAHRESABSCHLUSS AG
Sedus St oll AG, Ge winn- un d Ver l u s t rec h n u n g
vo m 1. J a n u ar bis 31. Dez em ber 2015
GEWINN- UND VERLUS TRECHNUNG
1.
Umsatzerlöse
2.
Erhöhung / Verminderung des Bestands an fertigen
und unfertigen Erzeugnissen
3.
Andere aktivierte Eigenleistungen
4.
Gesamtleistung
5.
Sonstige betriebliche Erträge
(davon aus der Währungsumrechnung TEUR 458; Vorjahr TEUR 282)
6.
2014
TEUR
%
TEUR
%
120.475
99,8
111.733
100,0
97
0,1
-91
-0,1
140
0,1
125
0,1
120.712
100,0
111.767
100,0
2.680
2,2
3.673
3,3
-64.960
-53,8
-59.513
-53,2
Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen
7.
2015
-1.549
-1,3
-1.389
-1,2
-66.509
-55,1
-60.902
-54,5
-25.078
-20,8
-22.930
-20,5
Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter
b) S oziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für
Unterstützung (davon für Altersversorgung TEUR 1.730; Vorjahr TEUR 863)
8.
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
9.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
(davon aus der Währungsumrechnung TEUR 619; Vorjahr TEUR 194)
10.
Erträge aus Beteiligungen
11.
Erträge aus der Zuschreibung von Finanzanlagen
-5.869
-4,9
-4.743
-4,2
-30.947
-25,7
-27.673
-24,8
-4.737
-3,9
-4.901
-4,4
-14.045
-11,6
-15.186
-13,6
0
0,0
5.000
4,5
3.103
2,6
0
0,0
760
0,6
1.119
1,0
12.
Erträge aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages
13.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
(davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 26; Vorjahr TEUR 66)
209
0,2
286
0,3
14.
Abschreibungen auf Finanzanlagen
-3.103
-2,6
-3.300
-3,0
15.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
(davon an verbundene Unternehmen TEUR 42; Vorjahr TEUR 102)
(davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen TEUR 659; Vorjahr TEUR 662)
-1.040
-0,9
-1.190
-1,1
16.
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
7.083
5,8
8.693
7,9
17.
Außerordentliche Aufwendungen
-138
-0,1
-138
-0,1
18.
Außerordentliches Ergebnis
19.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
-138
-0,1
-138
-0,1
-2.518
-2,0
-2.269
-2,0
-104
-0,1
-109
-0,1
4.323
3,6
6.177
5,7
20.
Sonstige Steuern
21.
Jahresüberschuss
22.
Bilanzgewinn/Bilanzverlust Vorjahr
23.
Gewinnausschüttung
24.
Gewinnvortrag / Verlustvortrag
25.
Einstellungen in andere Gewinnrücklagen
26.
Bilanzgewinn
2.987
2.657
Geschäf tsbericht 2015
2.657
-1.689
-1.831
0
826
-1.689
-2.161
-1.831
67
Geschäf tsbericht 2015
68
MEHRJAHRESÜBERSICHT SEDUS STOLL GRUPPE
M ehr jahres übe r s ic ht
Se d u s St o ll G r uppe
2011
2012
TEUR
% v. Umsatz
TEUR
% v. Umsatz
159.222
100,0
162.167
100,0
AUS DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Umsatz
Abweichung in %
davon Inland
4,5
—
1,8
—
96.736
60,8
101.802
62,8
davon Ausland
62.486
39,2
60.365
37,2
Materialaufwand
64.203
40,3
63.461
39,1
Personalaufwand
48.822
30,7
52.222
32,2
4.222
2,7
4.496
2,8
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
5.519
3,5
5.746
3,5
Jahresüberschuss
2.505
1,6
2.670
1,6
Ausschüttung
1.526
—
1.221
—
5,00
—
4,00
—
1,6
—
1,6
—
Entwicklungsaufwand
Dividende je Stückaktie (in EUR)
Umsatzrendite in %
AUS DER BILANZ
Bilanzsumme
104.447
100,0
107.378
100,0
Anlagevermögen
60.877
58,3
59.830
55,7
Umlaufvermögen und RAP
43.570
41,7
47.548
44,3
Eigenkapital
51.702
49,5
52.876
49,3
Grundkapital der Sedus Stoll AG
15.255
14,6
15.255
14,2
Rücklagen des Konzerns
36.364
34,8
37.614
35,0
83
0,1
7
0,0
52.745
50,5
54.502
50,8
102,0
—
103,1
—
84,9
—
88,4
—
4,9
—
5,1
—
3,9
—
4,0
—
10.889
6,8
10.114
6,2
Konzern Bilanzgewinn/-verlust
Fremdkapital und fremdkapitalähnliche Posten
Verschuldungsgrad in % 1)
Anlagendeckung in %
2)
Eigenkapitalrentabilität in % 3)
Gesamtkapitalrentabilität in %
4)
AUS DER KAPITALFLUSSRECHNUNG
Abschreibungen (inkl. Firmenwertabschreibung)
Investitionen (ohne Finanzanlagen)
12.341
7,8
9.209
5,7
Cash Flow
14.303
9,0
14.133
8,7
871
—
882
—
davon Inland
806
—
816
—
davon Ausland
65
—
66
—
MITARBEITER IM JAHRESQUARTALSDURCHSCHNITT
(ohne Auszubildende)
1)
Verhältnis zwischen Fremdkapital und Eigenkapital 2) Verhältnis zwischen Eigenkapital und Anlagevermögen
Verhältnis zwischen Jahresüberschuss/-fehlbetrag zum Eigenkapital 4) Verhältnis zwischen der Summe aus Jahresüberschuss/-fehlbetrag
und Fremdkapitalzinsen zur Bilanzsumme 5) Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung am 06.06.2016
3)
Geschäf tsbericht 2015
MEHRJAHRESÜBERSICHT SEDUS STOLL GRUPPE
2013
2014
2015
TEUR
% v. Umsatz
TEUR
% v. Umsatz
TEUR
% v. Umsatz
158.224
100,0
157.938
100,0
178.976
100,0
-2,4
—
-0,2
—
13,3
—
98.990
62,6
96.238
60,9
100.215
56,0
59.234
37,4
61.700
39,1
78.761
44,0
61.666
39,0
60.497
38,3
71.641
40,0
52.410
33,1
52.340
33,1
57.157
31,9
4.353
2,8
4.504
2,9
4.479
2,5
3.131
2,0
9.967
6,3
15.319
8,6
886
0,6
6.147
3,9
10.892
6,1
—
—
1.831
69
—
2.136 5)
—
—
—
—
6,00
—
7,00 5)
0,6
—
3,9
—
6,1
—
107.627
100,0
115.292
100,0
126.929
100,0
54.210
50,4
48.773
42,3
44.681
35,2
53.417
49,6
66.518
57,7
82.247
64,8
52.529
48,8
58.723
50,9
67.847
53,5
15.255
14,2
15.255
13,2
15.255
12,0
37.601
34,9
39.479
34,2
39.479
31,1
-327
-0,3
3.989
3,5
13.051
10,3
55.099
51,2
56.569
49,1
59.082
46,5
104,9
—
96,3
—
87,1
—
96,9
—
120,4
—
151,8
—
1,7
—
10,5
—
16,1
—
2,3
—
6,7
—
9,7
—
11.495
7,3
8.827
5,6
8.474
4,7
5.994
3,8
3.990
2,5
4.755
2,7
13.867
8,8
16.899
10,7
21.713
12,1
889
—
829
—
821
—
821
—
766
—
761
—
68
—
63
—
60
—
Geschäf tsbericht 2015
70
UNITED NATIONS GLOBAL COMPACT
Unit ed Na tions Global C o mp act
Die Sedus Stoll Aktiengesellschaft identifiziert sich mit den
zehn Prinzipien des United Nations Global Compact (Globaler
Pakt der Vereinten Nationen) und hat freiwillig ihren Willen
erklärt, die folgenden Grundwerte hinsichtlich Menschenrechten, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung anzuerkennen und zu unterstützen.
Menschenrechte
Prinzip 1 Unternehmen sollen den Schutz der inter
nationalen Menschenrechte innerhalb ihres
Einflussbereiches unterstützen und achten und
Prinzip 2 sicherstellen, dass sie sich nicht an Menschen
rechtsverletzungen mitschuldig machen.
Arbeitsnormen
Prinzip 3 Unternehmen sollen die Vereinigungsfreiheit
und die wirksame Anerkennung des Rechts
auf Kollektivverhandlungen wahren sowie sich
ferner für
Prinzip 4 die Beseitigung aller Formen der Zwangsarbeit,
Prinzip 5 die Abschaffung der Kinderarbeit und
Prinzip 6 die Beseitigung von Diskriminierung in
Beschäftigung und Beruf einsetzen.
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Umweltschutz
Prinzip 7 Unternehmen sollen im Umgang mit Umwelt
problemen einen vorsorgenden Ansatz
unterstützen,
Prinzip 8 Initiativen zur Förderung eines größeren
Verantwortungsbewusstseins für die Umwelt
ergreifen und
Prinzip 9 die Entwicklung und Verbreitung umweltfreund
licher Technologien fördern.
Korruptionsbekämpfung
Prinzip 10 Unternehmen sollen gegen alle Arten von
Korruption eintreten, insbesondere Erpressung
und Bestechung.
GRI-BERICHT
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G RI-Ber ic ht
Als erstes Unternehmen der Branche hat Sedus einen von
der GRI geprüften Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht.
Sedus stellte sich 2011 freiwillig der Anforderung der Global
Reporting Initiative (GRI) in der Kategorie B.
Die Global Reporting Initiative ist eine Institution mit dem
Ziel, die Nachhaltigkeitsberichterstattung zu entwickeln und
zu verbreiten und hat einen umfassenden Rahmen für Nachhaltigkeitsberichterstattung erarbeitet. Dieser Berichtsrahmen, der weltweit Anerkennung findet, legt die Prinzipien
und Indikatoren dar, welche Organisationen nutzen können,
um ihre ökonomische, ökologische und soziale Leistung zu
messen.
Alle wichtigen und richtungsweisenden Aspekte der Unternehmensführung sind bereits in den Unternehmensgrundsätzen von Sedus zum Ausdruck gebracht.
Neben den wirtschaftlichen und umweltrelevanten Leistungsindikatoren werden in dem GRI-Bericht vor allem auch
die gesellschaftlichen Leistungsindikatoren gemessen, die
Arbeitspraktiken und menschenwürdige Beschäftigung, die
Einhaltung von Menschenrechtskonventionen, gesellschaftliche Aspekte und allgemeine Produktverantwortung inklusive
der damit verbundenen Prozesse umfassen.
Sedus mit seiner langen Tradition des nachhaltigen Wirtschaftens ist nicht nur Pionier in der Branche, sondern
nimmt auch branchenübergreifend eine Vorreiterrolle ein.
Dank dieses Gesamtengagements wurde Sedus im Jahr 2012
mit dem Umweltpreis des Landes Baden-Württemberg in der
Kategorie „Industrie“ ausgezeichnet.
Der aktuelle, 30 Seiten umfassende, GRI-Bericht kann auf der
Sedus Website in der Hauptrubrik „Information“ abgerufen
werden.
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TERMIN 2016
Ter m in 2 016
Hauptversammlung
Stammhaus Waldshut
6. Juni 2016
17.00 Uhr
Sedus Stoll Aktiengesellschaft
Brückenstraße 15
D-79761 Waldshut
Telefon (07751) 84-0
Telefax (07751) 84-310
E-Mail [email protected]
Internet www.sedus.de
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