Unser Projekt 147 - beim Entwicklungshilfeklub

UNSER
PROJEKT
Informationsblatt des Entwicklungshilfeklubs
Juni 2016
Nr. 147
Ein Dank an das Leben,
das mir so viel geschenkt hat:
Es hat mir Kraft, Mut und Freude geschenkt,
und so bin ich durch Städte und Sümpfe gewandert,
über Strände, Wüsten, Berge und Wiesen,
bis zu deiner Straße und deinem Haus – bis zu dir.
konkret, überschaubar, erfolgreich
Bildung
Landwirtschaft
Kinder
Wasser
Gesundheit
Fotos dieser Ausgabe:
von unseren europäischen Partnern
Oxfam, Misereor, Netz,
Entraide et Fraternité
sowie lokalen Partnern
und aus unserem
Archiv.
Das Papier wird
gratis von den Firmen
Stiassny-IGEPA und
Burgo zur Verfügung
gestellt.
2
Der Entwicklungshilfeklub
wurde 1973 als privater, gemeinnütziger und unabhängiger Verein
gegründet (ZVR-Zahl: 109147948). Der Mitgliedsbeitrag beträgt 36,– Euro.
Fünf hauptamtliche und etwa 60 ehrenamtliche MitarbeiterInnen sind im
Klubbüro in Wien tätig. In ganz Österreich unterstützen derzeit rund
3.000 Personen bzw. Gruppen die Arbeit und die Projekte des Klubs.
Leitung:
Dr. Manfred Formanek (Obmann), Mag. Gertrude Hanzal (Obmann-Stv.)
Mag. Gabriele Tabatabai (Geschäftsführung)
Wir alle haben eine tiefe Sehnsucht
nach Gemeinschaft: Eingebettet zu sein
Was ist aus ihnen geworden?
in die Familie, in den Freundeskreis,
Bericht aus Angola
verwurzelt im Land, in dem man sein
Unsere Projekte
Wir fördern konkrete, überschaubare Projekte, die Menschen dabei
helfen, sich aus Armut und Unterdrückung zu befreien. Wir bieten
verschiedene Möglichkeiten, Projekte zu unterstützen:
Mikros (Projektbausteine):
Mit jedem Mikro wird ein Teil eines größeren Projekts unterstützt,
zum Beispiel: Betreuung eines Straßenkindes für ein Jahr, Wasserversorgung für eine Familie, Saatgut für eine Bauernfamilie …
Durchschnittlicher Wert: 150,– bis 300,– Euro.
Super-Mikros (Projekt-Partnerschaften):
Mit einem Super-Mikro kann ein Projekt zur Gänze übernommen
werden, zum Beispiel Kleinkredit für eine Frauengruppe, Errichtung
eines Brunnens, Aufforstung eines bestimmten Gebiets …
Durchschnittlicher Wert: 1.000,– bis 6.000,– Euro.
Makros (Großprojekte):
Mit einem Makro (ab ca. 10.000,– Euro) wird die Umsetzung eines
größeren Projekts ermöglicht, zum Beispiel Errichtung eines Dorfes,
Bau einer Schule, Wasserleitung für ein Dorfgebiet …
Leben verbringt, vermittelt uns ein Gefühl
Unsere Projektpartner
sind bewährte europäische Organisationen wie Oxfam (England),
Misereor (Deutschland), Jesuitenmission Nürnberg (Deutschland),
Entraide et Fraternité (Belgien), Netz (Deutschland) sowie kleinere
lokale Organisationen, welche die Projekte vor Ort umsetzen.
Gemeinschaft, das uns trägt und auffängt,
Wie wir arbeiten
Der Entwicklungshilfeklub wurde bewusst als „Klub“ aufgebaut, um allen
Interessierten eine Möglichkeit zu bieten, sich zu engagieren.
Ehrenamtliche Mitarbeit in allen Bereichen ist wesentlicher Bestandteil
unserer Klub-Philosophie. Die Kosten sind transparent und werden
gemeinsam mit Klub-MitarbeiterInnen und Partner-Organisationen
getragen. Spenderinnen und Spender können selbst bestimmen, wo und
wofür ihr Beitrag eingesetzt wird:
– Projektspenden fließen zu 100 Prozent in die Projekte.
– Förderbeiträge sichern die Existenz des Klubs.
Sie decken u. a. die Kosten für die Betreuung der Projekte und
Partner, Erstellung von Projektbeschreibungen, Berichten,
Druckkosten, Porto, Öffentlichkeits- und Informationsarbeit,
Verwaltung und Administration …
2015 konnten Projekte mit rund 2 Millionen Euro unterstützt werden.
Ihre Spende ist steuerlich absetzbar (Registrierungsnummer: SO 1207).
Wollen Sie mehr über uns wissen?
Besuchen oder kontaktieren Sie uns: Böcklinstraße 44, 1020 Wien
(Montag-Freitag 9 –18 Uhr, auf Wunsch auch außerhalb der Bürozeiten)
Tel. 01-720 51 50, [email protected], www.eh-klub.at
Inhalt
Liebe Freundinnen, liebe Freunde!
der Geborgenheit und Sicherheit.
Wieder atmen und hoffen können
Leben in den Andendörfern
dazuzugehören, trägt viel zu unserer
Ceas & Entwicklungshilfeklub
Wenn es gelingt, uns in ähnlicher Weise
mit unserer Erde und all ihren Bewohnern
und Bewohnerinnen verbunden zu fühlen,
6+7
Projekt 304 – Gärten voller Früchte (Philippinen)
Nicht isoliert zu sein, sondern
persönlichen Entwicklung bei.
4+5
8+9
Wir sind nur Kinder, aber wir haben Rechte 10 + 11
Thema: Die nächste Generation
Klein und groß – Schule und Dorf
12 + 13
Projekt 237 – Ein Dorf macht Schule (Madagaskar)
haben wir die Kraft, nicht nur innere und
äußere Grenzen zu überwinden,
Centro P.G. Arsenault
sondern wir fühlen uns auch einbezogen
Partner in Honduras
in das Netz einer umfassenderen
wo immer wir sind.
Wasser fürs Leben
16 + 17
Bilder und Worte aus Äthiopien
Das neue Leben nach dem Beben
In diesem Sinne laden wir Sie auf den
14 + 15
18 + 19
Projekt 303 – Rückkehr ins Leben (Nepal)
folgenden Seiten ein, sich einzulassen
auf die Geschichten, Erlebnisse,
wo – was – wie – wieviel?
Bemühungen, Erfolge und Aufbrüche
Projekte in Asien + Afrika
von Menschen, die mit uns allen durch
ein unsichtbares Band der Zugehörigkeit
verbunden sind.
wo – was – wie – wieviel?
22 + 23
Projekte in Afrika + Lateinamerika
Was wäre ohne euch aus mir geworden?
Mit den besten Wünschen
20 + 21
24 + 25
Projekt 115 – Flug nach morgen (Indien)
für eine schöne, erholsame Sommerzeit
und herzlichen Grüßen
Engagement …
26 + 27
… in Österreich
Gabriele Tabatabai
Engagement …
Entwicklungshilfeklub
… in Österreich
Es möge Wasser vom Himmel fallen
28 + 29
30 + 31
Literatur aus Haiti
Informationsblatt des Entwicklungshilfeklubs
UNSER PROJEKT Nr. 147 – Juni 2016
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… aus Angola
Thema
Bericht
„Schmutz im offenen Gelände verseucht unser Wasser.
Überall sind Fliegen, auch auf unserem Essen.
Die Tümpel sind die Brutstätten von Moskitos.
Unsere Kinder sind vielen Krankheiten schutzlos ausgeliefert. Bei uns hat fast jede Familie ein Kind verloren.“
So war es in den sogenannten ‚vergessenen Dörfern‘.
Dörfern, welche die Wiederaufbaumaßnahmen und
Entwicklungsprogramme der Regierung nach dem
Bürgerkrieg kaum erreichten, wo die Menschen selbst ihr
Leben in die Hand nehmen mussten – und auf Hilfe
hofften.
Was ist
aus ihnen geworden?
Julia Nene erzählt, wie es vorher war:
„Die Frauen und Kinder marschierten jeden Tag einige
Kilometer weit zum Fluss hinunter und schleppten dann
ein oder zwei 20-Liter Kanister ins Dorf zurück. In der
Regenzeit war das Wasser schlammig, während der
anderen Monate trocknete der Fluss manchmal aus.“
Bernarda Chilombo erzählt, wie es jetzt ist:
„Jetzt geht es uns wirklich gut. Der neue Brunnen hat
unser Leben verändert und leichter gemacht.
Mit sauberem Wasser können wir gesundes Essen
für unsere Kinder zubereiten. Alle im Dorf trinken jetzt
ohne Angst, krank zu werden.“
Esteves Mbela, der lokale Vertreter von Oxfam, unserer Partner-Organisation in Angola, beschreibt das
Zustandekommen des Projekts:
„Am Anfang bemühten wir uns vor allem um Nothilfeprogramme. Mittlerweile hat sich der Schwerpunkt auf
langfristige Maßnahmen verlagert. Der Bau von Brunnen mit Handpumpen, die Errichtung von Latrinen und
intensive Bewusstseinsbildung für diese Bereiche ist
das, was die Menschen am dringendsten brauchen.“
Oxfam betreut in den Distrikten Bie, Moxico, Huambo
und Benguela im südlichen Teil von Angola 36 Dörfer mit
insgesamt 29.500 Bewohnern. Unser Projekt beteiligte
sich an der Wasserversorgung für zehn Dörfer.
Nach wie vor haben in diesem Gebiet 62 Prozent der
Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser und
82 Prozent haben keine Latrinen.
Aber es hat ein Entwicklungsprozess eingesetzt, der
über bessere Wasserversorgung und Hygiene die
Lebensqualität der Familien positiv beeinflusst:
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Informationsblatt des Entwicklungshilfeklubs
WAS ALLES BESSER GEWORDEN IST:
In allen betreuten Dörfern gibt es Wasserkomitees bestehend aus
drei Frauen und drei Männern.
Jede Familie im Dorf zahlt einen Beitrag von 0,40 Euro pro Monat für
die Wartung des neuen Brunnens. Fast immer wird eine der Frauen
des Komitees ausgewählt, um die Finanzen zu verwalten.
Über die Wasserkomitees stärken so die Frauen auch ihre Stimme in
der Dorfgemeinschaft.
Eine Person im Dorf (meist ein Mann) wird für die regelmäßigen
Wartungsarbeiten und einfache Reparaturen eingeschult und erhält
eine Werkzeugkiste und Ersatzteile. Für komplizierte Arbeiten
kommt ein Techniker.
Zwei Theatergruppen wurden gegründet, die in den Dörfern für
Bewusstseinsbildung sorgen, indem sie Szenen über Wasser,
Krankheiten, Gesundheitsvorsorge etc. aufführen und mit den Leuten
diskutieren.
In 17 Dörfern hat das dazu geführt, dass insgesamt bereits 723
Familien Latrinen errichteten.
In den Schulen wird vermehrt über die Verbindung von Hygiene und
Gesundheit gesprochen, so zum Beispiel an ‚Hände-Waschtagen‘.
Die Lehrer der Dorfschulen berichten, dass mit einem neuen
Brunnen die Kinder öfter am Unterricht teilnehmen, weil sie seltener
krank sind.
Projekt 262 –
Wasser ist der Anfang
Angola
(Projekt abgeschlossen)
Von Mai 2012 bis Juli 2014
haben 233 Spenderinnen, Spender und Aktionsgruppen
das Projekt mit insgesamt 46.850,– Euro unterstützt.
Damit konnten in 10 Dorfgemeinschaften insgesamt
20 Brunnen neu angelegt oder saniert und damit
die Trinkwasserversorgung gesichert werden.
Hygienebedingungen und Gesundheit
für etwa 1.170 Familien wurden merklich verbessert.
Herzlichen Dank!
Fotos (von links oben nach rechts unten):
– Verschmutztes Wasser aus den offenen Stellen machte die
BewohnerInnen der ‚vergessenen Dörfer‘ krank.
– Insgesamt 20 Brunnen konnten in zehn Dorfgemeinschaften neu
angelegt oder saniert werden.
– Bernarda Chilombo erklärt, dass der Brunnen das Leben im Dorf
verändert hat und die Krankheiten zurückgegangen sind.
– Cecilia Eugenia kann ihrem Sohn nun sauberes Trinkwasser aus
dem Brunnen der Dorfgemeinschaft Lungebungo geben.
– DorfbewohnerInnen werden eingeschult um Reparaturen selbst
durchführen zu können, wie etwa die Reparatur der Handpumpe.
– Jorge Catumbela demonstriert den Aufbau einer Latrine und
erklärt, wie wichtig Hygiene ist.
– Maria und Daniela aus der Theatergruppe von Kuito führen eine
Szene auf, die das Publikum zu Hygienemaßnahmen motiviert.
– Beim ‚Hände-Waschtag‘ lernen die SchülerInnen, dass sie durch
regelmäßiges Händewaschen seltener krank werden.
UNSER PROJEKT Nr. 147 – Juni 2016
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unser projekt
neues
projekt
Wieder atmen
und hoffen können
„Die Bauernfamilien
kämpfen mit dem
Wetter, den Schulden
und dem Hunger …“
Verantwortlich sind die
Regenfälle, die nicht
mehr zur erwarteten
Zeit kommen.
Es sind die Ausgaben
für chemischen
Dünger und für
Pflanzenschutzmittel,
die sie sich nicht mehr
leisten können.
Und es sind die leeren
Töpfe, wenn die Ernten
nicht genug bringen
oder gar ausfallen.
„Wir möchten ihnen
helfen, Wege zu finden,
ihre Situation zu verbessern und ihren
Kampf gegen Not und
Hunger zu gewinnen“,
sagt der Leiter unseres Projekts.
Dieser Weg führt die
Bauern zu Gärten
voller Früchte.
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„Ich erinnere mich an das Jahr
1983, als ich noch ein Kind war.
Es hatte acht Monate lang nicht
geregnet, meine Eltern hatten keinen Reis und kein Geld mehr, und
meine Geschwister und ich weinten, weil wir Hunger hatten.
Das sei ein außergewöhnliches
Jahr, sagte mein Vater, in ein paar
Monaten gäbe es sicher wieder
etwas zu essen. Er hatte Recht, in
den nachfolgenden Jahren kam
der Regen programmgemäß.
Aber jetzt gibt es nur noch außergewöhnliche Jahre. In den traditionellen Regenmonaten Dezember und Jänner fällt manchmal kein
Tropfen oder irgendwann danach
so viel, dass die Ernte zerstört
wird.“
Soweit der Bericht der heute 47jährigen Josephine Alad-Ad.
Und sie fügt hinzu:
„Es ist notwendig, dass wir
zusammenhalten und dass wir
genug Mut haben, Neues zu lernen und zu probieren.“
Die 50-jährige Jilena Pineda ist
das, was man eine tüchtige Frau
nennen kann:
„Niemand hat geglaubt, dass es
meinem Mann und mir gelingen
wird, alle unsere acht Kinder in die
Schule zu schicken.
Alle im Dorf bewundern und respektieren mich und sie haben mich
zur Leiterin der Dorfgruppe
gewählt. Sie glauben mir, dass es
gelingen kann, unser Leben trotz
allem leichter zu machen.“
In den Dorfgruppen hören und
lernen die verarmten bäuerlichen
Familien wie das gelingen kann.
Im Programm unserer PartnerOrganisation geht es vorerst einmal darum, die Reisernte, die das
Grundnahrungsmittel liefert, zu
sichern:
Verwendung von Reissorten, die
an die sich ändernden Wetterbedingungen angepasst sind,
eigene Saatgutbanken und die
Erzeugung und Verwendung von
biologischem Dünger.
Und dann geht es um die Hausgärten, die durch unser Projekt
unterstützt werden.
Der 54-jährige Gerondio Ayson
war einer der ersten, der einen
Gemüse- und Obstgarten beim
Haus anlegte.
„Jetzt atme ich auf und weiß,
dass es Hoffnung gibt. Nicht einmal in meinen Träumen habe ich
geglaubt, einmal so etwas Schönes zu besitzen.
Oft arbeite ich sogar spät abends
im Garten, kümmere mich um jede
einzelne Pflanze und freue mich
über jede Frucht auf meinen
Bäumen.
Einige meiner Nachbarn waren
weniger geduldig und wollten
schon aufgeben. Aber dann haben
sie doch weitergemacht, als sie
gesehen haben, was bei mir alles
wächst und dass ich dadurch zu
ein wenig Geld gekommen bin und
einiges anschaffen konnte.
Wir wollten schon von hier weg.
Jetzt weiß ich, dass wir für immer
bleiben werden.“
Informationsblatt des Entwicklungshilfeklubs
Projekt 304
GÄRTEN
VOLLER
FRÜCHTE
Jetzt gibt es zum Reis auch Gemüse
und du wirst noch stärker und gesünder werden.
Leopoldo Estil ist einer der
Mitarbeiter des Projekts:
„Meine Kollegen und ich schlafen
nicht, weil wir ununterbrochen
nachdenken und planen, wie wir
den Familien, deren Elend wir ja
aus eigener Erfahrung kennen,
helfen können.
Wir möchten, dass sie sich von
Schulden und Abhängigkeit befreien, nicht nur Pächter sind, sondern eigenes Land besitzen, dass
sie nicht mehr hungern, dass sie
gesunde und glückliche Kinder
haben.“
*****
Philippinen
1 Mikro
(Projektbaustein) =
Hausgärten
für 3 Familien =
216,– Euro
Saatgut, Schulung
und Beratung
1 Anteilstein =
für 1 Familie =
72,– Euro
Euer Leben wird bunt und leichter werden
Mit diesem Projekt sollen 600 benachteiligte Familien in 55 Dörfern der Provinzen
Cotabato, Maguindanao und Sultan Kudarat im südlichen Teil der philippinischen Insel
Mindanao die Möglichkeit erhalten, einen HAUSGARTEN anzulegen.
So etwa erklären die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Projekts den Familien, wie
sie unabhängiger von ihrer Reisernte werden, über ausreichend Lebensmittel für den
Eigenbedarf verfügen können und auch etwas Geld verdienen können:
„Wir werden erst einmal bei eurem Haus den besten Platz für einen
Hausgarten finden, euch zeigen, wie ihr den Boden aufbereiten und einen
Zaun anlegen könnt und wir werden in der Folge für jede Art von Beratung für
euch da sein.
Ihr bekommt Saatgut für Kürbisse, Gurken, Zwiebeln, Tomaten, Karotten,
Salat, Avocados, Bananen und anderes je nach Jahreszeit und wir zeigen
euch, wie man das pflanzt und danach betreut.
Aus Küchenabfällen, Reisschalen oder Spreu werdet ihr organischen Dünger
herstellen, auch für euer Reisfeld, und braucht daher nicht mehr den teuren
chemischen Dünger kaufen.
Wir geben euch eine Tonne, Rohre oder was ihr braucht, um das abfließende
Regenwasser vom Dach eures Hauses zu speichern und zur Bewässerung
des Gartens zu nutzen, wenn der Regen ausfällt.
Wenn Ihr mehr erntet, als ihr selbst braucht, beraten wir euch, wie man Obst
und Gemüse etwa als Marmelade oder Tomatensauce konservieren, verarbeiten und auch gut verkaufen kann.“
Projektpartner
und -leiter:
Oxfam
(Oxford, England)
mit lokalen Organisationen
(Durchführung im
Einsatzgebiet)
Felipe Ramiro
(Projektkoordinierung)
Neues Projekt
seit Mai 2016.
Die detaillierte
Beschreibung schicken
wir gerne zu.
Kleinbäuerliche Familien, die derzeit kaum ihre Existenz sichern können,
sollen mit Gärten voller Früchte auch eine schönere Zukunft ernten.
UNSER PROJEKT Nr. 147 – Juni 2016
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Leben in den Andendörfern
Ceas & Entwicklungshilfeklub
Partner seit über 30 Jahren
Seit 1985 arbeiten der Entwicklungshilfeklub und
Ceas, das Zentrum für Studien und soziale Aktion,
zusammen, um die Lebensumstände der Menschen
in abgelegenen Dorfgemeinden von Ecuador zu verbessern: seit 1985 mit Projekten zur Aufforstung mit
einheimischen und exotischen Baumarten, seit 1987
zur Versorgung der Familien mit Trinkwasser und seit
2007 zur Haltung von Lamas und Alpakas.
Projektreise in die Andendörfer
Der unermüdliche Einsatz aller Beteiligten, die mit unserer Hilfe hart an einer Verbesserung der Lebensbedingungen arbeiteten, hat sich in vielen Gebieten
positiv ausgewirkt: große Gebiete aufgeforstet, funktionierende Wasserversorgung, angepasste Tierhaltung. Davon konnte sich Klub-Mitarbeiterin Sandra
Schett im September 2015 persönlich überzeugen.
Bei einer ausgedehnten Projekt- und Evaluierungsreise
besuchte sie vier Aufforstungsprojekte, drei Wasserprojekte und ein Alpakaprojekt.
Unter schwierigen Bedingungen
Ecuador: Die kleinbäuerlichen Familien in den Andendörfern der Provinz Chimborazo, die nach dem höchsten Berg und Vulkan Ecuadors benannt ist, können
von den spärlichen Erträgen ihrer Felder kaum leben.
Die über lange Zeit betriebene, unkontrollierte
Abholzung für den Bau der Eisenbahngleise, extensive
Landwirtschaft und mangelnde Aufforstung haben
die sensible Vegetationszone in den extremen Höhen
aus dem Gleichgewicht gebracht.
1.148.990,51 Euro
wurden insgesamt vom Entwicklungshilfeklub
für Aufforstungs-, Wasser- und Alpakaprojekte
aufgebracht.
1.267 Spenderinnen und Spender
haben dies ermöglicht.
Danke!
Aufforstung
und ökologische Beratung in
26 von 46 ländlichen Bezirken
der Provinz Chimborazo.
Insgesamt: 416.578,94 Euro
Ohne Bäume sind die Böden vor Wind und Regen
nicht ausreichend geschützt und der extremen Witterung ausgesetzt. Oft ist der Boden nährstoffarm.
Der starke Wind fördert die Bodenerosion und
trocknet die Erde noch zusätzlich aus.
„Es ist schön zu erkennen,
dass die Projekte nur zustande
kommen, weil hochmotivierte
Menschen an zwei entgegengesetzten Enden der Welt an
einem Strang ziehen.
In vielen Dörfern haben die Familien auch keinen
Zugang zu sauberem Trinkwasser. Mit Kübeln und
Kanistern holen die Frauen und Kinder das Wasser
von weit entfernten Quellen. Dieses reicht für den täglichen Gebrauch und die notwendige Hygiene meist
nicht aus.
Wasserversorgung
Sandra Schett
Ohne die finanzielle Unterstützung
Österreichs wäre die Verwirklichung der Projekte
nicht möglich gewesen. Die Spenderinnen und
Spender sind über den Entwicklungshilfeklub und
Ceas mit den Familien in den Dörfern verbunden.
Der Weg zu den Quellen ist mühselig und zeitaufwändig. Der Wassermangel wirkt sich direkt auf die
Hygiene und die Gesundheit der Familien aus.
Auch die Eigenleistungen der Familien am
Gelingen eines Projekts sind enorm. Die Hänge,
die ich mich zur Besichtigung der Projekte hinaufschleppte, haben sie zuvor mit Setzlingen oder
Steinen auf dem Rücken hinter sich gebracht
oder sie haben kilometerlange Gräben für die
Rohre ausgehoben - eine gewaltige Leistung.“
Vor allem Kinder leiden daher oft an gefährlichen
Durchfallerkrankungen, die mit genügend sauberem
Wasser leicht zu vermeiden wären.
Aufgrund der prekären Lebensbedingungen suchen
viele Männer in den Städten Arbeit. Zurück bleiben die
Frauen, die sich um den Haushalt, die Kinder, die
Landwirtschaft und die Tierhaltung kümmern.
8
1985 bis 2015:
und fachliche Beratung
für Familien
in 67 ländlichen Gemeinden.
Insgesamt: 656.401,57 Euro
Tierhaltung
66 Lamas und 147 Alpakas
sowie Beratung in Tierhaltung
für drei kleinbäuerliche
Kooperativen.
Insgesamt: 76.010,00 Euro
Den ausführlichen Bericht über diesen Projektbesuch
schicken wir Ihnen auf Anfrage gerne zu.
Informationsblatt des Entwicklungshilfeklubs
UNSER PROJEKT Nr. 147 – Juni 2016
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Die nächste Generation
Thema
Aktuelle Kinderprojekte
INDIEN. Aus einer Broschüre von UNICEF und anderen Kinder-Hilfswerken.
Wir sind nur Kinder,
aber wir haben Rechte.
Kinderhaus
1
Zum Beispiel habe ich das Recht …
… bei meiner Familie zu sein (1)
… auf Essen, Kleidung und
Obdach (2)
… in die Schule zu gehen (3)
… gesund zu sein und zu
bleiben (4)
… vor Grausamkeit geschützt
zu werden (5)
… nicht ausgebeutet zu
werden (6)
… auf meine Kultur, Sprache
und Religion (7)
… zu sagen, was ich denke (8)
… Spaß zu haben und lustig
zu sein (9).
Im Jahre 1989
wurde all das auf
vielen Blättern Papier
geschrieben und
‚Konvention für die
Rechte der Kinder‘ der
Vereinten Nationen
genannt (10).
Wie viele Länder hat diese
auch die Regierung von
Indien unterschrieben
und ist daher verpflichtet,
sich für uns Kinder
einzusetzen und uns zu
schützen (11).
Wir sollen darauf achten,
dass sie das wirklich tut,
aber auch wir müssen
dazu beitragen, dass alle
Menschen unserer
Heimat glücklich sein
können (12).
10
2
THAILAND. Das Leben nahe der thailändischen Grenze zu Burma
und Laos ist von extremer Armut, Flüchtlingselend und Kinderhandel
geprägt. Hier stranden viele Flüchtlinge, unter ihnen von HIV/Aids
betroffene Kinder, Frauen und Männer. Staatenlos und ohne Papiere
können sie ihr Recht auf Gesundheit nur schwer einfordern.
Das Kinderhaus am schönen Berg – Baan Doi bietet Schutz und
Obdach für von HIV/Aids betroffene Waisenkinder. Die Organisation
setzt sich für deren Recht auf Gesundheit, Obdach, Essen, Kleidung
genauso ein wie für das Recht der Kinder bei ihren Familien zu sein:
Im Rahmen des Programms zur Familienförderung werden
10 Kinder und 3 Frauen, die an Aids erkrankt sind, so versorgt, dass
die Familien beisammen bleiben können.
Baan Doi bietet diesen Familien gezielte Hilfe in Form von
Medikamenten, Transport ins Krankenhaus, regelmäßigen
Untersuchungen, Lebensmitteln sowie persönlicher Betreuung,
Beratung und Beistand für die Betroffenen. Ziel ist es, den kranken
Familienmitgliedern ein Leben im Familienverband zu ermöglichen
und sie mit ihren Problemen nicht allein zu lassen.
Medizinische Versorgung für
mittellose Familien – Projekt 2921
Chiang Rai, Thailand
Medikamente und Betreuung
für 13 HIV/Aids Kranke
5.902,– Euro
Spielen ist Lernen
3
4
6
5
8
9
KAP VERDE. Im westafrikanischen Inselstaat werden die Schulkinder in der Amtssprache Portugiesisch unterrichtet – einer Sprache,
die sie nie zuvor gehört haben. Denn ihre Muttersprache ist Kreol
und die sechsjährigen Kinder tun sich schwer, dem Unterricht zu
folgen. Das hindert diese Kinder daran, ihr Recht auf Schule wahrzunehmen.
Das Bildungszentrum Tarrafal der Organisation Delta Cultura bietet
250 benachteiligten Schulkindern und Jugendlichen ein sicheres
Umfeld, in dem sie Nachhilfe bekommen sowie mit Musik, Kunst und
Sport ihre Fähigkeiten und Talente unter dem Motto „Spielen ist
Lernen“ weiterentwickeln.
Ab Herbst 2016 sollen dort im neuen Kindergarten auch Kinder im
Alter von drei bis sechs Jahren betreut werden. Die sprachliche
Frühförderung führt dazu, dass die Kinder schon vor ihrer
Schullaufbahn mit Portugiesisch in Kontakt kommen und bessere
Chancen für ihre berufliche Zukunft haben. So können sie ihr
Recht auf Schule und Spaß wahrnehmen und später auch andere
Rechte geltendmachen.
Einrichtung eines
Kindergartens – Projekt 2974
Tarrafal, Kap Verde
Einrichtung, Turngeräte, Bücher
für 30 Kinder
3.789,– Euro
Geschützt und geborgen
7
10
11
12
Informationsblatt des Entwicklungshilfeklubs
PERU. Viele Hausangestellte in Lima arbeiten unter katastrophalen
Arbeitsbedingungen. Meist sind es Frauen vom Land und aus ärmlichen Verhältnissen, die sich als Kindermädchen und Pflegekräfte
ihren Lebensunterhalt verdienen. Viele haben selbst Kinder, können
sich aber aufgrund ihrer Arbeitssituation und ihres niedrigen
Einkommens keine angemessene Betreuung leisten.
Die Organisation Iprofoth setzt sich nicht nur für die Verbesserung
der Arbeitsbedingungen der Hausangestellten ein, sondern bietet
auch praktische Unterstützung in Form einer Notunterkunft und
der Kinderkrippe „Mechita“. Hier werden seit 35 Jahren
Kleinkinder bis zu vier Jahren von Hausangestellten zu einem für sie
leistbaren Betrag liebevoll betreut, während sie arbeiten gehen.
Das Recht der Kinder vor einem grausamen und ausbeuterischen
Umfeld geschützt zu werden, wird damit gewahrt.
UNSER PROJEKT Nr. 147 – Juni 2016
Kinderkrippe für Kinder von
Hausangestellten – Projekt 2937
Lima, Peru
Erneuerung und Renovierung
der Kinderkrippe für 15 Kinder
3.180,– Euro
11
unser projekt
Klein und groß –
Schule und Dorf
„Seit es im Dorf die
Vorschule gibt, haben
unsere Kinder
Perspektiven für die
Zukunft.“
Lucienne ist 25 Jahre
alt, hat selbst drei
Kinder, ist Bäuerin
und Lehrerin.
Der Weg zur nächsten
öffentlichen Schule ist
so beschwerlich und
weit, dass viele Kinder
nie mit dem Schulbesuch begonnen
haben.
Alle Dorfbewohner
halfen mit, dass jetzt
in einem Raum in
einem der Wohnhäuser
unterrichtet wird.
Auch hier heißt es:
Ein Dorf macht
Schule.
Und damit Zukunft.
„Drei Stunden wären die Kleinen
unterwegs, das können wir ihnen
nicht zumuten. Und dann das Geld
für die Schuluniform, die Hefte und
Bücher. Wir haben es einfach
nicht. Deshalb war ich ganz
begeistert, als ich hörte, wir
werden im Dorf eine Schule
haben …“
Lucienne hat fleißig mitgeholfen.
Sie und andere Mütter haben das
Zimmer hell gestrichen. Die Männer haben Tische und Stühle
angefertigt.
Nach zwei Jahren in der Vorschule
im Dorf sind die Kinder alt
genug, um in die staatliche Schule
zu gehen und dort weiterzulernen.
***
In den vergangenen 15 Jahren hat
sich in Madagaskar die Zahl der
Kinder, welche die Volksschule
besuchen, verdoppelt. Aber immer
noch sind 25 Prozent der Kinder
vom Zugang zu Bildung ausgeschlossen.
Das sind besonders die Kinder in
den entlegenen Gebieten, wie im
Hochland, wo Vozama, unser
Projektpartner, sein Schulprojekt
durchführt.
„Da wir von 2009 bis 2013 faktisch eine Militärregierung hatten,
gingen die ausländischen Finanzhilfen an den Staat um 30 Prozent
zurück und die Ausgaben für
Soziales und Bildung wurden drastisch gekürzt. Das hat Initiativen
wie die unsere noch wichtiger
gemacht“,
berichtet der Projektleiter.
***
12
Die Wirkung des Projekts geht
weit über die reine Vorschulbildung hinaus. Neben den vorgeschriebenen Hauptfächern wie
Lesen und Schreiben geht es auch
um Themen wie:
‚Bessere Gesundheit durch Hygiene‘ und ‚Schutz der Umwelt durch
Aufforstung‘.
Hier beginnt die Einbindung der
Eltern in den Schulbetrieb.
Projekt 237
EIN DORF
MACHT SCHULE
Madagaskar
Mein Wohnzimmer ist jetzt eine Schule. Kinder lernen hier
Lesen und Schreiben, was mir verwehrt geblieben ist.
„Das Dorf macht Schule –
die Schule macht das Dorf.“
Mit diesem Wortspiel umschreibt
der Direktor von Vozama, Claude
Fritz, das Anliegen der Organisation.
„Wir wollen nicht nur den Kindern
eine Schulbildung ermöglichen,
sondern auch den Entwicklungsprozess in den Dörfern fördern, um
die extreme Armut der Menschen
wenigstens zu mildern.“
Häusern von 77 Prozent der
Kinder gibt es bereits eine Latrine.
Ein enormer Fortschritt.“
Das unterstreicht die Bedeutung
der Einbindung der Eltern:
„Wenn die Leute im Dorf nicht
richtig mitmachen, müssen wir viel
mit ihnen reden, bis sie verstanden
haben, dass es um mehr als Lesen
und Schreiben geht.“
In den meisten Dörfern hat man
es verstanden. Lucienne, eine der
Lehrerinnen, sagt:
„Es war eine hervorragende Idee,
die Bildung unserer Kinder und
damit auch die Zukunft unseres
Dorfs selbst in die Hand zu
nehmen.
Und wir sind sehr dankbar, dass
wir dabei nicht alleine sind.“
***
***
*****
Die Unterrichtsqualität wird durch
die Schulinspektoren von Vozama
kontrolliert und sichergestellt.
Die meisten von ihnen sind pensionierte Lehrer, die sich ehrenamtlich engagieren. Sie sind per
Motorrad (das einzige Verkehrsmittel, um viele Dörfer zu erreichen) unterwegs, besuchen die
Schulen und betreuen die
Lehrerinnen individuell.
„Wir haben in den Dörfern wieder
eine Untersuchung bezüglich des
Hygieneverhaltens der Kinder
durchgeführt:
96 Prozent waschen sich jetzt
regelmäßig die Hände und in den
Informationsblatt des Entwicklungshilfeklubs
DIE VOZAMA-SCHULEN
Vozama: Abkürzung von ‚Retten wir die kleinen Kinder Madagaskars‘.
Gegründet: 1995 von einem Jesuitenpater.
Einsatzgebiet: Hochland von Ambositra und Fianarantso.
Derzeit 630 Schulposten mit 11.000 Kindern. Pro Klasse durchschnittlich 15 Kinder.
Personal: 502 Lehrkräfte (einige unterrichten in 2 Schulen), 20 Schulinspektoren,
65 Mitarbeiter/innen für Planung, Organisation …
Lehrerinnen: meist junge Frauen aus dem Dorf mit Sekundarschulabschluss.
Ort: Zimmer, die von Familien in deren Haus bereitgestellt werden.
Schulgeld: Die Eltern zahlen 0,28 Euro pro Kind und Monat.
Unterricht: an 4 Tagen jeweils 3 Stunden.
Fächer: Lesen, Schreiben, Rechnen, Französisch gemäß staatlichem Lehrplan.
Erfolg: 84 % der Kinder erreichen das Klassenziel, und steigen in eine öffentliche
Schule auf. Dort schließen 60 % der Vozama-Kinder die fünfklassige Primarschule ab
(doppelt so viele wie im ländlichen Durchschnitt Madagaskars).
UNSER PROJEKT: Für Tafeln, Hefte, Bücher, Bleistifte und Lehrmaterial werden für
einen Schulposten mit 15 Kindern 350,– Euro bzw. 20,– Euro pro Jahr für ein Kind
benötigt und erbeten. Danke für Ihre Mithilfe!
UNSER PROJEKT Nr. 147 – Juni 2016
8 Bezirke in der
Provinz Fianarantsar
1 Mikro
(Projektbaustein) =
1 Schulposten
für 15 Kinder
für 1 Jahr =
350,– Euro
Schultafel, Bücher, Hefte,
Bleistifte und Lehrmaterial
1 Anteilstein =
für 1 Kind für 1 Jahr =
20,– Euro
Projektpartner
und -leiter:
Misereor
(Aachen, Deutschland)
VOZAMA
(Durchführung im
Einsatzgebiet)
Claude Fritz
(Projektkoordinierung)
Bericht:
Projektbeginn: Juli 2009.
In den vergangenen sieben
Jahren konnte jedes Jahr
knapp 1.000 Kindern der
Besuch der Vorschule ihres
Dorfs ermöglicht werden.
13
… in Honduras
Thema
Partner
Centro
P.G. Arsenault
NIEMANDEM EIN LICHT DER HOFFNUNG VERWEHREN
„Den Kindern und Jugendlichen hier fällt es schwer, sich eine Zukunft vorzustellen.
Viele leben bei den Großeltern, weil die Eltern in der Stadt Arbeit suchen.
Viele Kinder können die Schule nicht beenden, weil die Familie es sich nicht leisten kann.“
So beschreibt Maria Antonia Cruz die Situation der Kinder vieler armer Familien.
In der Folge erzählt die Leiterin unseres Projekts aus ihrem Leben,
von ihrem Engagement und ihren Hoffnungen für die Zukunft.
Sozial- und
Nachbarschaftszentrum
Zamorano-Tal,
30 km nordöstlich der Hauptstadt
Tegucigalpa, Honduras
Von der Schule zu den Franziskanerinnen
Ich wurde 1952 in Chamelecón,
einem kleinen Dorf im Norden
geboren, als drittes der zehn
Kinder meiner Eltern.
Zusammenarbeit mit dem
Entwicklungshilfeklub
seit 2010
eine öffentliche Schule und
danach machte ich eine Ausbildung zur Sekretärin.
Als ich 18 Jahre alt war, lernte ich
Rosa Rogal kennen, eine
Schwester des Franziskanerordens, die ein Waisenhaus
gegründet hatte.
Das Schicksal von Waisen und
anderen verlassenen und armen
Mein Vater arbeitete auf einer
Bananenplantage. Diese hatte
eine Schule für die Kinder ihrer
Arbeiter und ich machte dort
meine Grundschulbildung. Ab
dem 6. Schuljahr besuchte ich
Aktuelles Projekt: 2977
Kindern hat mich schon in jungen
Jahren bewegt und ich begann,
in der Einrichtung von Rosa zu
arbeiten.
Ich fand hier einen Ort, wo ich
meine Berufung leben konnte:
mein Leben Gott und den Opfern
von Lieblosigkeit, extremer Armut
und sozialer Ungerechtigkeit zu
widmen.
Abschied von unserem geistigen Berater
Dienst von Armen und Leidenden
zu stellen.
1986 brachte uns ein trauriges
und schreckliches Ereignis: Pater
Guillermo
Arsenault,
unser
Freund und geistlicher Beistand,
wurde ermordet.
Pater Guillermo war Direktor der
Caritas Honduras, gründete nach
einem Treffen mit dem Österreicher Hermann Gmeiner ein Kinderdorf im Zamorano-Tal, setzte
1975
gründeten
wir
das
Bildungszentrum ‚Sociedad Amigos de los Niños‘ und einige Jahre
danach ein Heim für behinderte
Kinder.
Andere Frauen schlossen sich uns
für den Dienst an den Ärmsten an
und
1984
entstand
die
Gemeinschaft Hl. Franziskus von
Assisi. Wir halfen Menschen,
ihren Weg im Leben zu finden,
und motivierten sie, sich in den
Maria Antonia Cruz
Direktorin des Sozial- und
Nachbarschaftszentrums
Glück, Träume und Hoffnungen
Ich bin glücklich zu sehen, wie
die Kinder, Jugendlichen und
Familien, die wir begleiten, sich
entwickeln und wie sie Wege finden, ihre Probleme zu lösen.
Fotos rechts:
Individuelle Lebensberatung
für Jugendliche und junge Familien
Monatliches Treffen der Kinder und
Jugendlichen, die eine Schulbeihilfe
bekommen
‚Niemandem ein Licht der Hoffnung verwehren.‘ Dieser Leitspruch hat von Beginn an meine
Arbeit begleitet.
Eine Volksschülerin, die gerade
ihr Schulpaket bekommen hat
14
sich öffentlich für die Anliegen
der sozial Schwachen ein und
prangerte Unrecht an. Er wurde
auf dem Gelände unseres Bildungshauses erschossen.
Wir gaben dann diesem Zentrum
seinen Namen.
Die Freude, mit der Zeit weitere
neun Heime für behinderte Kinder gründen zu können, linderte
unseren Schmerz und unsere
Trauer ein wenig.
Informationsblatt des Entwicklungshilfeklubs
UNSER PROJEKT Nr. 147 – Juni 2016
Wir müssen jedem das geben,
worauf er als menschliches
Wesen Anrecht hat.
Was ich mir wünsche?
Ich träume davon, dass jede
Familie immer mehr für sich
selbst sorgen und den Kindern
mehr Möglichkeiten für ihre
Bildung und wirtschaftliche
Zukunft bieten kann.
Und ich hoffe, dass wir mehr
Mittel finden, um unsere Zentren
und unsere Arbeit eines Tages zur
Gänze selbst finanzieren können
– aber auch, dass uns der Klub in
Österreich bis dahin weiterhin hilfreich zur Seite stehen
wird.
15
… aus Äthiopien
Thema+ Worte
Bilder
Wasser fürs Leben
Fotos aus dem Einsatzgebiet unseres Katastrophenprojekts
(302 „Überleben in Äthiopien“)
16
Informationsblatt des Entwicklungshilfeklubs
UNSER PROJEKT Nr. 147 – Juni 2016
17
neues projekt
Das neue Leben
nach dem Beben
„Wir haben das
Schlimmste überstanden und können
endlich wieder Kraft
schöpfen“,
sagt eine Bäuerin,
der das Erdbeben, wie
zehntausenden
anderen Menschen in
Nepal, fast alles
genommen hat.
Jetzt geht es darum,
Familien in die
nächste Phase und
beim Aufbau ihrer
Lebensgrundlage, zu
begleiten.
Unser Projekt hilft
Bauernfamilien in
Bergdörfern bei der
Wiederbelebung ihrer
landwirtschaftlichen
Tätigkeit –
und damit bei der
Rückkehr ins Leben.
18
April 2015:
Ram Bahadur steht vor den Ruinen seines Hauses das während
des Erdbebens am 25. April zerstört wurde (Foto 1).
Nachbarn, die weniger Schäden
hatten, halfen ihm, den Schutt
wegzuräumen und Hilfsorganisationen versorgten die Familie.
Auch das Haus von Janaki Oli
war zerstört. Die beiden Kühe
überlebten und so gab es Milch für
die Kinder (3). Der Stall wurde
notdürftig adaptiert und diente
zwei Familien als Unterkunft.
Anita K. baute vor den Resten
ihres ehemaligen Hauses Kar toffeln an, um bald wieder eigenständig zu sein (2).
Das versuchten alle Bauernfamilien, aber die meisten Wasserzuleitungen waren zerstört, es
fehlte an Geräten und es gab kein
Saatgut.
Die Dorfbewohner wurden daher
beim Anlegen von Feldern beraten
und mit Saatgut und Baumschulen
unterstützt (4).
Weiters wurde mit der Produktion
von biologischen Pflanzenschutzmitteln und Dünger begonnen (5).
So müssen die Familien keine chemischen Produkte kaufen (die
teuer sind und außerdem für den
Boden und das Wasser unter
Umständen schädlich sind).
So kann die Katastrophe der
Auslöser dafür sein, in Zukunft
besser zu wirtschaften als in der
Vergangenheit.
So ist auch das neue Projekt, das
wir hier vorstellen, zu verstehen.
Informationsblatt des Entwicklungshilfeklubs
Projekt 303
RÜCKKEHR
INS LEBEN
Nepal
Nachdem die Erde zur Ruhe gekommen war, hatten wir
nichts mehr - doch jetzt beginnt das Leben von Neuem.
Für 1.307 Familien aus 3 Bergdörfern
Erdbeben in Nepal: 8.891 Tote, 22.302 Verletzte, 288.856 Häuser beschädigt, 604.930
Häuser zerstört. Gemeinsam mit anderen Hilfswerken und vor allem über seinen
Partner in Nepal, die britische Organisation Oxfam, konnte der Entwicklungshilfeklub
dank der Hilfsbereitschaft von 1.255 Spenderinnen und Spendern zur Linderung der
Not beitragen. Mit insgesamt 267.842,- Euro wurden die Mittel für die Unterstützung
von etwa 1.400 Familien bereitgestellt.
In dem hier vorgestellten Projekt geht es um drei Bergdörfer im Distrikt Makwanpur.
1.307 von insgesamt 3.198 hier lebenden und am stärksten vom Erdbeben geschädigten Familien soll es ermöglicht werden, ihre landwirtschaftliche Tätigkeit wieder
aufzunehmen, zu verbessern und damit ihre Existenz zu sichern.
Wir bitten um 54,– Euro pro Familie für (je nach Bedarf)
Saatgut, Werkzeuge, Schulung und Bewässerungssysteme.
Distrikt Makwanpur
1 Mikro
(Projektbaustein) =
Unterstützung für die
Wiederbelebung der
Landwirtschaft
für 3 Familien=
162,– Euro
Saatgut, Geräte,
Schulungen,
Bewässerungssystem
1 Anteilstein =
für 1 Familie =
54,– Euro
Herzlichen Dank!
April 2016:
Man kann wieder lachen und sich
freuen. Sushila Lama zeigt den
Tank, der mit unserem Projekt
errichtet wurde und zehn Familien
des Dorfs mit Wasser für den
Hausgebrauch und die Pflanzungen versorgt (6).
Radhika Majhi bestellt mit einer
Haue, einem der Werkzeuge, das
sie bekommen hat, ihr kleines Feld
(7). Im Hintergrund ist die derzeitige Unterkunft zu sehen, die sie
eines Tages mit ihrem Mann und
viel Fleiß und Arbeit durch ein
neues Haus ersetzen möchte.
UNSER PROJEKT Nr. 147 – Juni 2016
Projektpartner
und -leiter:
Oxfam
(Oxford, England)
Women Skills
Creation Centre
(Durchführung im
Einsatzgebiet)
Mahendra N. Mahato
(Projektkoordinierung)
Neues Projekt
seit Mai 2016.
Die detaillierte
Beschreibung schicken
wir gerne zu.
19
aktuelle Projekte
wo – was – wie – wieviel ?
Konkret und überschaubar:
Nepal
Bei allen unseren Projekten stehen Menschen im Vordergrund,
die wir möglichst direkt unterstützen.
Mikro: 3-stellige Projektnummer
Die Durchführung erfolgt mit langjährigen
europäischen Partner-Organisationen.
Jedes Mikro (= Projektbaustein) finanziert
einen konkreten Teil eines größeren Projekts.
Super-Mikro: 4-stellige Projektnummer (SM)
Projekte mit lokalen Organisationen.
Die Finanzierung wird im Idealfall zur Gänze
von einer Gruppe/Firma oder Einzelperson
übernommen.
Nepal
Philippinen
Weitere aktuelle Projekte finden Sie auf unserer Webseite: www.eh-klub.at/projekte
Philippinen
Asien
Bangladesch
Bangladesch
Bangladesch
Burma
Indien
Indien
Indien
Indien
Indien
20
Sri Lanka
266 IN ALTER FRISCHE (alte Menschen)
Sicherung der Existenzgrundlage von alten, zumeist
alleinstehenden Frauen in Dörfern durch Gemüseanbau,
Tierzucht, Kleinhandel ...
Unterstützung für
1 alte Frau:
¼ Starthilfe:
282 WURZELN DES LEBENS (Obst- und Nutzholzbäume)
Verbesserung der Ernährung und Schaffung eines
Zusatzeinkommens für 2.600 arme Familien durch das
Auspflanzen von Obst- und Nutzholzbäumen.
Obst- und
Nutzholzbäume für
20 Familien:
2 Familien:
350,00
35,00
298 EIN LEBEN LANG REIS (Existenzsicherung)
Finanzielle Starthilfe zum Aufbau einer kleinen wirtschaftlichen Aktivität wie einer Kleintierzucht oder eines
Kleinhandels für extrem arme Familien in Dörfern.
Starthilfe für
eine Familie:
ein Familienmitglied:
135,00
27,00
267 DIE WAHRHEIT ERNTEN (Reisanbau)
Ernährungssicherung für Reisbauernfamilien zur
Bekämpfung des Hungers durch Umstellung auf
angepasste, ökologische Anbaumethoden und Tierzucht.
Starthilfe und
Schulungen für
1 Familie / 3 Jahre:
1 Familie / ½ Jahr:
115 FLUG NACH MORGEN (Straßenkinder)
An Kontaktpunkten (Parks, Märkte ...) in Delhi treffen
Straßenkinder zusammen und erhalten Schulbildung,
medizinische Behandlung und Beratung.
150,00
37,50
Thailand
258 ENDLICH ZUFLUCHT FINDEN (Obdachlose)
Schlafplatz in einer Nachtunterkunft und bei Bedarf auch
konkrete Hilfe und Mahlzeiten für obdachlose Frauen,
Kinder und Männer in Delhi.
Nachtunterkunft für
3 Personen / Jahr:
1 Person / ½ Jahr:
259 BLATT FÜR BLATT (Einkommensschaffung)
Frauen verarbeiten Bananenfasern zu Taschen, Decken,
Seilen und können mit dem Verkauf ihrer Produkte ein
Einkommen erwirtschaften.
Produktionshilfe für
3 Frauen / 3 Jahre:
1 Frau / 1 Jahr:
Ägypten
243,00
41,00
366,00
36,60
Äthiopien
174,00
29,00
Burkina Faso
287 WISSEN HÄLT GESUND (Gesundheitsarbeit)
Wissensvermittlung zu Gesundheit und Hygiene sowie
Aufklärung über Krankheitsentstehung für Menschen in
25 Elendsvierteln des Khandauli Block in Agra.
Gesundheitsarbeit für
100 Personen:
10 Personen:
290 ZURÜCK INS LEBEN (Straßenkinder)
Unterkunft, Ernährung, medizinische Versorgung,
Kleidung und Schulbildung von Straßenkindern in drei
Rehabilitationszentren der Großstadt Chennai.
Betreuung für
1 Straßenkind / Jahr:
1 Kind / Monat:
238,00
26,00
Ghana
200,00
20,00
Ghana
278,00
23,00
Informationsblatt des Entwicklungshilfeklubs
psychiatrische
Betreuung von
50 Notleidenden:
5 Notleidenden:
304,00
30,40
303 RÜCKKEHR INS LEBEN (Existenzsicherung)
Unterstützungsprogramm für kleinbäuerliche Familien in
den Gemeinden Namatar, Bharata und Kalikatar beim
Wiederaufbau ihrer Existenz nach dem Erdbeben.
Gutschein und
Schulungen für
3 Familien:
1 Familie:
162,00
54,00
294 EINE STIMME GEBEN (Lernzentren)
Grundschulbildung für Kinder der ethnischen Minderheit
der Lumad in abgelegenen Dörfern, damit sie eine
kulturell angepasste Bildung erhalten.
Unterricht und
Ferienkurse für
1 Lehrkraft / Monat:
1 Kind / Jahr:
127,00
31,00
304 GÄRTEN VOLLER FRÜCHTE (Hausgärten)
Anlegen von Hausgärten, damit kleinbäuerliche Familien
auf der Insel Mindanao ihre Ernährung sichern und ein
zusätzliches Einkommen erwirtschaften können.
Saatgut, Schulung,
Beratung für
3 Familien:
1 Familie:
216,00
72,00
2955 Filter für sauberes Wasser
1 von 4 Teilprojekten:
SM Bereitstellung von Tonfiltern für insgesamt 200 bedürftige
Familien in vier Dörfern in Gebieten mit stark verunreinig- 50 Wasserfilter / Dorf:
1 Wasserfilter / Familie:
tem Trinkwasser.
1.850,00
37,00
2921 Unterstützung für mittellose Familien
SM Medizinische Versorgung, Lebensmittel, Beratung und
Betreuung für 13 staatenlose, von HIV/Aids betroffene
Familien in der Provinz Chiang Rai.
Versorgung von
13 Familien / Jahr:
1 Familie / Jahr:
5.902,00
454,00
279 ZEIT DER BLÜTE (Kinderarbeit)
Unterstützung und Schulbildung für arbeitende Kinder,
Beratung der Eltern, Bewahrung der Geschwisterkinder
vor Schulabbruch und Kinderarbeit.
Bildung und
Betreuung für
1 Kind / Jahr:
1 Kind / Monat:
270,00
22,50
199 DER STRASSE ENTKOMMEN (junge Mütter)
Herberge für junge, obdachlose und verstoßene Mütter
und deren Babys sowie achtmonatige Ausbildung der
Frauen und Startkapital zur Existenzsicherung.
acht Monate
Betreuung für
1 Frau mit Kind:
1 Frau mit Kind / Monat:
292,00
31,00
284 DAS VERTRAUEN WÄCHST (Kleinbäuerinnen)
Unterstützung von alleinstehenden Frauen mit Werkzeug,
hochwertigem Saatgut und Schulungen zur Saatgutproduktion, um die Ernteerträge zu verbessern.
Werkzeuge, Saatgut,
Betreuung für
1 Frau für 2.500 m²:
Saatgut für 500 m²:
256,00
37,00
270 GÄRTEN DER WÜSTE (kleinbäuerliche Familien)
Schaffung einer künstlichen Oase (Bouli), um in der
Trockenzeit Gemüsegärten zu bewässern und so die
Ernährung von Kleinbauernfamilien im Sahel zu sichern.
Aushubarbeiten und
Werkzeuge für
1 Familie:
20m² Gemüsegarten:
238,00
47,60
ärztliche Betreuung,
Babypflegeartikel für
10 Frauen / 9 Monate:
1 Frau / 3 Monate:
300,00
10,00
301 WIEDER HOFFNUNG SCHÖPFEN (Berufsausbildung) Unterkunft, Betreuung
Mädchen, die auf den Straßen der Großstadt Kumasi
und Ausbildung für
lebten, lernen Nähen und Schneidern, erhalten
1 Mädchen / 2 Jahre:
1 Mädchen / 3 Monate:
Basisbildung, werden betreut und begleitet.
240,00
30,00
Afrika
Äthiopien
Betreuung von
10 Kindern / Jahr:
1 Kind / Jahr:
244 SEGEN DER GÖTTER (mobile Klinik)
Psychiatrische Betreuung und Hilfe für seelisch
und geistig Notleidende in Dörfern, die ohne
medizinische Behandlung und Betreuung sind.
296 LICHT DES LEBENS (Mutter-Kind-Betreuung)
Mutter-Kind-Programm zur Unterstützung von Frauen
während der Schwangerschaft und bei der Geburt in
sechs Dörfern der Upper East Region.
UNSER PROJEKT Nr. 147 – Juni 2016
21
aktuelle Projekte
wo – was – wie – wieviel ?
Kamerun
Kap Verde
Madagaskar
Mauretanien
Niger
Niger
246 DU BIST WILLKOMMEN (Straßenkinder)
Betreuung von Straßenkindern in einem Tageszentrum
und Unterstützung, damit sie von der Straße
wegkommen.
2974 Einrichtung eines Kindergartens
SM Ausstattung eines Kindergartens für die Betreuung
benachteiligter Kinder, damit sie spielerisch in Kontakt mit
der ihnen fremden Amtssprache Portugiesisch kommen.
Ecuador
Betreuung für
5 Straßenkinder / Jahr:
1 Straßenkind / Jahr:
Sessel, Tische,
Regale, Bücher,
Turngeräte,
Musikinstrumente:
237 EIN DORF MACHT SCHULE (Dorfschulen)
Schultafel, Bücher, Hefte und weiteres Lern- und
Lehrmaterial für Vorschulen in entlegenen Dörfern zur
Vorbereitung der Kinder auf den Schulbesuch.
Unterrichtsmaterial für
15 Kinder / Jahr:
1 Kind / Jahr:
2962 Ausbildung zu Kfz-Mechanikern
SM Einjährige Fachausbildung und Sozialbetreuung für
insgesamt 16 Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren
aus den Elendsvierteln von Nouakchott.
1 von 2 Teilprojekten:
Lehrkraft und
Arbeitsmaterial für
8 Jugendliche:
295 SCHLÜSSEL ZUR BILDUNG (Lesegruppen)
Lesegruppen für Mädchen, um das Sprach- und
Lesevermögen zu fördern und Aufklärungsprogramme zu
Themen wie Gesundheit, Hygiene und Familie.
Unterrichtsmaterial
und Bücher für
1 Lesegruppe / Jahr:
2 Mädchen / Jahr:
299 EIN LÄCHELN ZAUBERN (Sauberes Wasser)
Bekämpfung von Erkrankungen bei Kindern, die durch
verschmutztes Wasser ausgelöst werden, durch
Verteilung von Hygienepaketen in der Region Agadez.
Hygienepaket und
Beratung für je
10 Mütter mit Kind:
1 Mutter mit Kind:
Unterstützung für HIV/Aids betroffene Kinder
Ermöglichung des Schulbesuchs und Schulmaterial für
300 von HIV/Aids betroffene Kinder in den Bezirken
Kabarole und Bukuuku Subconty im Westen Ugandas.
Hefte,
Stifte, Lineal,
Radiergummi und
Mathematikset:
Uganda
215,00
43,00
Ecuador
3.789,00
Guatemala
300,00
20,00
Haiti
2.681,00
Haiti
289,00
19,00
Honduras
160,00
16,00
Honduras
2.930,00
Kolumbien
Lateinamerika
Bolivien
Bolivien
Brasilien
Ecuador
Ecuador
22
291 ZU BLÜHENDEN INSELN (Ernährungssicherung)
Unterstützung von Familien in zwölf Gemeinden bei der
Anpassung der Landwirtschaft an das sich verändernde
Klima, um die Ernährung zu sichern.
2986 Medizinische Unterstützung für Jugendliche
SM Medizinische Versorgung von 40 mittellosen jungen
Erwachsenen in La Paz, damit sie sich auf ihre
Ausbildung konzentrieren können.
Werkzeug, Saatgut,
Setzlinge für
1 Familie / 1 Jahr:
1 Familie / 1 Monat:
Peru
133,00
11,00
Peru
Medikamente,
medizinische Behelfe,
Behandlungen: 3.760,00
Peru
280 ÜBER DEN HORIZONT (Straßenkinder)
Betreuung von Straßenkindern, die wieder den Kontakt
zu ihren Familien suchen sowie Begleitung beim
Erneuern und Stärken der familiären Beziehungen.
Betreuung und
Begleitung für
1 Kind / Jahr:
1 Kind / 2 Monate:
249 SCHRITT FÜR SCHRITT (Landwirtschaft)
Verbesserung der Lebensbedingungen der indigenen
Awa durch Beratung und Unterstützung bei der
Umstellung auf ökologische Anbaumethoden.
landwirtschaftliche
Unterstützung für
5 Familien / Jahr:
1 Familie / Jahr:
288,00
57,60
2918 Eine Küche für das Andendorf San Francisco
SM Bau und Ausstattung einer Gemeinschaftsküche für
eine bessere, ausgewogene Ernährung der 50 Kinder
und zur Entlastung der Mütter.
Gemeinschaftsküche:
3.870,00
153,00
26,00
Peru
Informationsblatt des Entwicklungshilfeklubs
2958 Wasser für das Andendorf Malpote San Gerardo
1 von 5 Teilprojekten:
SM Zur Versorgung von insgesamt 92 Familien mit sauberem
Trinkwasser werden Leitungen von der Quelle bis zu den Wasserversorgung für
Häusern verlegt.
18 Familien:
3.280,00
2963 Aufforstung in acht Andendörfern
SM Aufforstung mit einheimischen Baum- und Straucharten
zum Schutz des Bodens und der Felder für insgesamt
220 Familien in der Region Achupallas.
1 von 8 Teilprojekten:
10.690 Setzlinge und
Transport für
27 Familien:
3.770,00
274 WIEDER HALT FINDEN (Straßenkinder)
Betreuung von Kindern und Jugendlichen auf der Straße
sowie im Sozialzentrum, damit sie ihr Leben aus eigener
Kraft verändern können.
Betreuung und
Versorgung von
1 Kind / Jahr:
1 Kind / Monat:
180,00
15,00
209 EIN STÜCK PARADIES (Waldgärten)
Anlegen von Waldgärten (Obstbäume, Gemüsegärten,
Felder), die den verkarsteten Boden wieder fruchtbar
machen und den Familien ausreichende Ernten bringen.
Unterstützung und
Setzlinge für
10 Bauernfamilien:
1 Familie:
210,00
21,00
Werkzeuge und
Arbeitsmaterialien für
1 Jugendlichen / Jahr:
1 Jugendlichen / Monat:
215,00
18,00
289 EIN SICHERES NEST (Handwerksausbildung)
Dreijährige Berufsausbildung für Jugendliche
von der Straße im Zentrum Lakay in den Bereichen
Elektrik, Schlosserei, Schneiderei, Tischlerei.
2977 Schulbeihilfe für mittellose Jugendliche
SM Unterstützung für insgesamt 20 arme Familien im
Zamorano-Tal, damit ihre Kinder nicht arbeiten müssen,
sondern die Schule abschließen können.
1 von 2 Teilprojekten:
Unterstützung für
10 Jugendliche / Jahr:
2.560,00
Beratung und
Setzlinge für
3 Familien:
1 Familie:
162,00
54,00
292 KLAR WIE WASSER (Regenwassernutzung)
Ausstattung von Haushalten in acht Awa-Gemeinden mit
einem Sammelsystem für Regenwasser, um ihren Bedarf
an sauberem Wasser zu decken.
Dachrinne, Fallrohr,
Tonne und Filter für
2 Familien:
1 Familienmitglied:
160,00
16,00
263 ZUKUNFT SÄEN (Landwirtschaft)
Ernährungssicherheit für 400 kleinbäuerliche Familien im
Yuracyacu-Tal durch Beratung, Betreuung, Saatgut,
bessere Anbaumethoden und ökologischen Anbau.
ökologischer
Anbau für
3 Familien / 3 Jahre:
1 Familie / Jahr:
188,00
20,90
300 CHANCEN AUF ZUKUNFT (Straßenkinder)
Betreuung, Förderunterricht und handwerkliche
Tätigkeiten für mindestens 60 auf der Straße arbeitende
und lebende Kinder und Jugendliche.
Betreuung, Bildung,
Handwerk für
1 Straßenkind / Jahr:
1 Kind / Monat:
333,00
28,00
2976 Gesundheitsversorgung für zwei Andendörfer
SM Medizinische Untersuchungen, Medikamente und
Betreuung für 90 Familien der Dörfer Chupani und
Chaullaccocha sowie Hygieneprogramm für 50 Familien.
1 von 2 Teilprojekten:
Medikamente,
Hygieneartikel,
Mobilität des Arztes:
2.250,00
2975 Kinderkrippe für Kinder von Hausangestellten
SM Renovierung und Ausstattung der Kinderkrippe „Mechita“,
in der die Kleinkinder von Hausangestellten zu einem
leistbaren Betrag liebevoll betreut werden.
1 von 2 Teilprojekten:
281 WIE SCHÜTZENDE HÄNDE (Agroforstwirtschaft)
Sicherung der Lebensgrundlage von kleinbäuerlichen
Familien vor Dürre und Erosion durch Aufforstung mit
Bäumen und Sträuchern auf ihren Feldern.
UNSER PROJEKT Nr. 147 – Juni 2016
Renovierung,
Möbel, Spielzeug:
3.180,00
23
unser projekt
Was wäre ohne euch
aus mir geworden?
„Rastlos flattern sie
in ihrem kurzen Leben
von einer Blume zur
nächsten …“
Die Rede ist von
Schmetterlingen.
Und von Kindern auf
der Suche nach einer
Schlafstätte, nach
etwas zu Essen, nach
Zuneigung …
Mit unserem Partner
Butterflies verhelfen
wir seit 20 Jahren
Straßenkindern zu
einem Flug nach
Morgen:
Zu einem Dasein mit
Zukunft, einem
Zuhause und einem
menschenwürdigen
und hoffentlich auch
längerem Leben.
Aber es flattern noch
immer einsame
Schmetterlinge in den
Straßen von Delhi …
24
„Lesen, Schreiben und Rechnen
habe ich auf der Straße gelernt.“
Als Babloo sechs Jahre alt war,
hat der Vater die Familie verlassen,
die Mutter konnte nicht genug
verdienen, um ihre sechs Kinder
zu versorgen.
„Mit acht Jahren bin ich von zu
Hause weggelaufen und nach
Delhi gegangen. Ich habe in einer
Nische am Bahnhof geschlafen,
ich habe Müll gesammelt und
verkauft und vor großen Büros
Schuhe geputzt. Damit bin ich
über die Runden gekommen.“
***
Mit Müll sammeln, Tee verkaufen,
Schuhe putzen, Autos waschen
und anderen Tätigkeiten verdienen
Straßenkinder umgerechnet etwa
0,25 Euro pro Tag.
Sie sind in der Lage zu überleben,
sind für ihr Alter reif und selbstbewusst. Aufgrund ständiger
Ausbeutung haben sie aber das
Vertrauen in die Erwachsenen verloren.
Es verlangt daher viel Einfühlungsvermögen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von
Butterflies (sowie von anderen
Organisationen) ihnen zu einem
möglichen Ausweg zu verhelfen.
***
Babloo erzählt weiter:
„Eines Tages hat mich George von
Butterflies angesprochen und
gefragt, ob ich beim Straßenunterricht mitmachen wolle.“
Der Unterricht, der zu festgesetzten Zeiten an Treffpunkten
auf der Straße stattfindet, wird mit
unserem Projekt unterstützt.
Die Kinder sitzen unter einem
Baum in einem Park, in einem
Winkel am Marktplatz oder Bahnhof, wo die Lehrer und Lehrerinnen
Schautafeln aufhängen, Hefte und
Bleistifte verteilen und die Kinder
unterrichten.
Viele Kinder, die vorher nie zur
Schule gegangen sind, schaffen
nach zwei, drei Jahren den Eintritt
in ihren Jahrgang in einer öffentlichen Schule.
Außerdem werden die Kinder bei
den Kontaktpunkten ganz persönlich und individuell beraten
und betreut:
Angebot berufsausbildender Kurse, Vermittlung einer Nachtunterkunft, rechtlicher Beistand,
Rückführung in die Familie.
Außerdem kommt einmal in der
Woche ein Gesundheitsbus. Ein
Arzt kümmert sich um die Beschwerden, wie Fieber, Wunden,
Magenprobleme, Hauterkrankungen. Wenn notwendig, wird eine
Überstellung in ein Spital organisiert.
***
Nach drei Jahren eifrigen Lernens
beim alternativen Unterricht auf
der Straße hat Babloo die Prüfung
für ein staatlich anerkanntes
Zeugnis geschafft. Heute ist der
inzwischen 16-jährige Bürolehrling
in einer großen Firma.
„Ohne Butterflies würde ich noch
immer auf der Straße schlafen und
Müll sammeln.“
Projekt 115
FLUG NACH
MORGEN
Indien
Die Straße: ein schlechter Platz zum Schlafen,
aber untertags ein guter Platz zum Lernen.
Gemeinsam können wir mehr erreichen
Rita Panicker-Pinto, Gründerin und Leiterin von Butterflies:
Laut Arbeitsministerium arbeiten in Delhi 400.000 Kinder auf der Straße, von
denen 50.000 völlig auf sich allein gestellt sind, kein Zuhause und keinen
Familienkontakt mehr haben. Mit seinen verschiedenen Programmen erreicht
Butterflies etwa 3.000 Kinder und hat seit der Gründung das Leben von 40.000
Kindern positiv beeinflusst.
Wir sind mit 15 anderen Organisationen vernetzt, die sich für Straßenkinder einsetzen. Gemeinsam können wir mehr erreichen, wenn wir öffentliche Stellen auffordern, sich ernsthafter der Problematik zu stellen und wenn wir die Stadtbewohner sensibilisieren, damit sie Straßenkinder nicht als Bettler, Diebe oder
Freiwild betrachten, das man verjagen, schlagen oder missbrauchen kann.
Wie wir das machen?
Im Delhi Child Rights Club koordinieren wir unsere Aktivitäten. Mit einem
Radioprogramm und einer Straßenkinderzeitung sind wir in der Öffentlichkeit
präsent. Im Bal Sabha, dem Kinderparlament, hören wir zu und beraten.
Was geschieht für die Kinder selbst?
Night Out: ein mobiles Team, das in der Nacht Notfälle betreut. Notunterkünfte
für Straßenkinder. Eine von Kindern betriebene Gemeinschaftsküche, eine
Straßenkinderbank, in der erspartes Geld aufbewahrt werden kann, ein
Telefonnotruf für Kinder, kulturelle und sportliche Veranstaltungen. Und vor
allem individuelle Betreuung: Elementarunterricht, Gesundheitsversorgung,
Ausbildung sowie Befreiung aus gewerblicher Ausbeutung.
Wobei uns der Klub hilft?
Misereor aus Deutschland und der Entwicklungshilfeklub aus Österreich
helfen uns, den Betrieb an den 16 Kontaktpunkten von Butterflies aufrechtzuerhalten, wo unsere Betreuerinnen und Betreuer an verschiedenen Orten in der
Stadt (Park, Markt, Bahnhof …) regelmäßig etwa 1.500 Buben und Mädchen
treffen.
Wir danken allen Spenderinnen und Spendern unserer Partner
und grüßen sie herzlichst aus der Ferne!
Delhi
1 Mikro
(Projektbaustein) =
Betreuung von
10 Straßenkindern
für 1 Jahr =
366,– Euro
Sozialarbeiter, Lehrer und
ein Ambulanzteam treffen die
Kinder auf einem der
Stützpunkte (Park, Markt,
Bahnhof …) in der Stadt.
1 Anteilstein =
für 1 Kind für 1 Jahr =
36,60,– Euro
Projektpartner
und -leiter:
Misereor
(Aachen, Deutschland)
Butterflies
(Durchführung im
Einsatzgebiet)
Rita Panicker-Pinto
(Projektleitung)
Bericht:
Projektbeginn:
November 2014
Der Entwicklungshilfeklub
unterstützt seit 20 Jahren
die Arbeit von ‚Butterflies‘ in
Delhi und beteiligt sich an
der Betreuung von
900 Kindern.
*****
Informationsblatt des Entwicklungshilfeklubs
UNSER PROJEKT Nr. 147 – Juni 2016
25
… in Österreich
Engagement
Osterspiel
Die Schülerinnen und Schüler des Schulzentrums Ungargasse
in Wien berichten von ihrer Sammelaktion zu Ostern:
„Am 17. und 18. März 2016 veranstaltete die 4. Klasse HKB im
Rahmen der Projektgruppe ‚Entwicklungshilfeklub‘ ein Osterspiel.
Bei diesem Spiel ging es darum,
so viele Schoko-Eier im Hof
des Schulzentrums Ungargasse
innerhalb von vier Minuten zu
finden wie möglich.
Jede Klasse sowie alle Professorinnen und Professoren in
Teams bis zu je vier Personen
konnten an diesem Spiel teilnehmen. Es wurden pro Team
insgesamt 50 Schoko-Eier im
Sterne der Hoffnung
Adventveranstaltung der Berufsschule für Einzelhandel
und EDV in Wien.
Die Dipl. Pädagogin Gudrun Göhr berichtet:
„Ein kreatives Sozialprojekt der
Berufsschule wurde vor und
nach Weihnachten mit den
jeweiligen Tagesklassen in
Form eines Stationenbetriebs
durchgeführt.
SchülerInnen
setzten sich mit dem Weihnachtsprojekt des Entwicklungshilfeklubs auseinander, in
dem gesundheitliche Hilfe für
junge Mütter in Ghana unterstützt wird.
Durch die Teilnahme an kreativen bzw. fächerübergreifenden
Schulgarten versteckt und sowohl, die Schüler wie auch die
Professoren haben sich ins Zeug
gelegt und teils sprintend die
Schoko-Eier gesucht, motiviert
vom Gedanken, den begehrten
Preis zu erhalten.
Das schönste an dem Projekt
war eindeutig die Übergabe der
Preise an die Klassen, da die
Schüler lautstark ihren Sieg
bejubelt haben, und die
Sammlung für ein Projekt. Die
stolze Summe der Sammlung
von 573,– Euro bestätigt, dass
das Projekt ein großer Erfolg
war. Der ganze Betrag ging an
das Projekt ‚Zurück ins Leben‘ in
Indien, ein gemeinnütziges
Projekt, das Straßenkindern in
Indien hilft, Anschluss an das
normale Leben zu finden.“
Übungen konnten die Lehrlinge
mit freiwilligen Spenden für das
Projekt sammeln und sich
gleichzeitig mit unterschiedlichen Aufgaben für friedensmotivierende Aufgaben beteiligen und sensibilisieren.
Im Eingangsbereich der Schule
wurde ein ‚tree of hope‘ installiert und in den Schulgängen
entlang eine Kette von Hoffnungssternen mit Friedenssprüchen, auch in unterschiedlichen Sprachen, angebracht.
So konnte man auf dem
‚way of hope‘ alle guten Hoffnungssprüche und -wünsche
lesen.“
Geburtstag
Ein besonderes Geburtstagsfest in der Steiermark.
Monika Gith berichtet:
„Ende Jänner feierten 23
Menschen im Alter von zwei bis
83 Jahren im wunderschönen
Haus der Frauen (Erholungsund Bildungszentrum) in der
Steiermark.
Der Anlass: Mein 60. Geburtstag. Einige Daheimgebliebene
und die Festgäste hatten neben
Mehlspeisen-Lieferungen und
26
Lebenszeit-Spenden auch meine Bitte ernst genommen: Geld,
das zu gleichen Teilen für eine
Reise und ein Projekt des Klubs
verwendet werden sollte. Und
so kamen für ein Projekt auf den
Philippinen 275,– Euro zusammen! Ein gelungenes Fest,
Freude für viele Menschen, und
das auch mit Langzeitwirkung!“
Informationsblatt des Entwicklungshilfeklubs
15. Friedenslauf
Der 15. Lauf um das
Wiener Rathaus
Der Friedenslauf feierte sein
15. Jubiläum und war wieder
ein voller Erfolg. Knapp 2.000
Läuferinnen und Läufer nahmen
voller Begeisterung am Lauf um
das Wiener Rathaus teil. Von Alt
bis Jung, alle waren mit Spaß
und Motivation bei der Sache
und haben so „laufend“ zu
Kinderprojekten in Indien,
Afrika und Österreich beigetragen.
Müde Helden nach dem
15. Friedenslauf
Schülerinnen und Schüler des
Bundesrealgymnasiums
Schwechat beteiligen sich seit
vielen Jahren am Friedenslauf.
Lehrer Wolfgang Exler
berichtet:
„Seit 11 Jahren nimmt das BG
Schwechat
jährlich
am
Friedenslauf teil, diese Veranstaltung im April ist zu einem
Fixpunkt in unserem Schulleben
geworden. Mittlerweile braucht
es keinerlei Werbung mehr, die
Sache alleine wirbt schon
genug für sich! Ungefähr 100
SchülerInnen, 10 LehrerInnen
und auch einige Eltern des BG
Schwechat engagieren sich
jedes Jahr beim Friedenslauf für
die Zukunft jener indischen
Kinder, deren Ausbildung durch
die Spendengelder finanziert
wird: Die Gewissheit, dass wir
mit unserem Einsatz innerhalb
von einigen Jahren die Lebensaussichten dutzender Kinder
radikal verbessern konnten, ist
ein tolles Gefühl für uns. Es ist
schon originell: Kinder, die jammern, dass sie in die Schule
Young Volunteers
Wirtschaftsuniversität Wien: Messe für junge Menschen,
die an Freiwilligenarbeit interessiert sind.
Zum ersten Mal fand im April
2016 die ‚Young Volunteers‘
Messe statt. Eine Messe speziell
für junge Menschen, wie
SchülerInnen und StudentInnen,
die auf der Suche nach einer
ehrenamtlichen Tätigkeit sind.
Die zahlreichen teilnehmenden
Organisationen schafften eine
bunte und vielfältige Möglichkeit sich auszutauschen und zu
informieren.
Auch der Entwicklungshilfeklub
war mit einem Infostand vertreten und konnte mit vielen jungen, engagierten Menschen ins
Gespräch kommen.
UNSER PROJEKT Nr. 147 – Juni 2016
gehen müssen, laufen „bis zum
Umfallen“ für jene Kinder, die
darunter leiden, dass sie nicht
in die Schule gehen können…!
Für mich ist es besonders beeindruckend, dass sich unsere
Kinder so intensiv engagieren:
Einerseits beim Laufen, da werden immer wieder von ca. 12Jährigen über 40 Runden (das
ist dann eine ¾ Marathondistanz!) geschafft, auch heuer
wieder ist ein 13-jähriger
Schüler unserer Schule 45
Runden gelaufen! Zusammengerechnet haben wir gemeinsam an diesem Vormittag über
2.000 km zurückgelegt, das ist
ca. die Strecke Wien-Madrid!
Andererseits beim Spendensammeln, da bringen es einige
Kinder auf unglaubliche Summen: Mehrere Hundert Euro
Sponsorengelder von einem
Kind sind keine Seltenheit, vor
2 Jahren hat ein 11-jähriges
Mädchen unserer Schule allein
über 1.100,– Euro Spendengelder für ihre Laufleistung gesammelt! So ist es keine Überraschung, dass das Gymnasium
Schwechat insgesamt schon
deutlich über 50.000,– Euro
Spendenbeiträge durch den
Friedenslauf ‘erlaufen’ hat, die
letzten Jahre lag unser Gesamtergebnis immer über 10.000,–
Euro, wir strengen uns gerade
sehr an, dieses Ergebnis auch
heuer wieder zu erreichen!“
27
Engagement
… in Österreich
Benefiz-Soiree
Mit unseren Partnern
Besuch in Ghana
Unsere Mitarbeiterin Sandra
Schett verbrachte auf Einladung
unserer Partner-Organisation
Oxfam im April eine Woche in
Ghana, um vier Dörfer des
Weihnachts-Anstatt-Projekts
2015 „Licht des Lebens –
Mutter-Kind-Betreuung in entlegenen Dörfern“ zu besuchen.
Begleitet wurde Sandra bei der
Reise von einer Oxfam-Mitarbeiterin aus England, von den
zwei Projektverantwortlichen
und drei ProjektleiterInnen der
lokalen Partner-Organisation.
Durch die Fahrt in die Dörfer
sowie die Gespräche mit den
Müttern, Hebammen und freiwilligen Gesundheitshelferinnen konnte Sandra einen
Einblick in die lokalen Le-
Benefiz-Soiree im Raffeisensaal
in Wien zugunsten des Dorfbauprojekts in Indien.
bensbedingungen und Gesundheitsverhältnisse in der Upper
East Region, der ärmsten Region
Ghanas, gewinnen.
Das abwechslungsreiche Programm sorgte für einen gelungenen und stimmungsvollen
Abend im prunkvollen Saal der
Raiffeisenzentralbank.
Die namhaften Künstlerinnen
und Künstler stellten sich mit
großer Begeisterung für den
guten Zweck zur Verfügung:
Beeindruckend war für sie auch
die Initiative „Der schwangere
Mann“ mit der die Männer vermehrt in die Schwangerschaft
ihrer Frauen miteinbezogen
werden sollen und dadurch ein
neues Gesundheitsverständnis
entwickeln.
„Sehr beeindruckt haben mich
jedoch die Lieder und Tänze der
Frauen. Im Kreis stehend und
rhythmisch klatschend bringen
die Gesundheitshelferinnen den
Müttern durch die Texte der
Gesänge Hygieneregeln und
Gesundheitsbotschaften eindringlich näher“, berichtet
Sandra.
Konstanze Breitebner
(Präsentation)
Ensemble L’Assieme
(Klavier, Flöte, Violoncello,
Gesang)
Besuch aus Indien
Peter Daniel, Leiter unserer
indischen Partner-Organisation
Village Reconstruction Organisation (VRO) besuchte uns im
Klub, um uns über Neuigkeiten
in den Dörfern und über die
aktuellen Projekte zu informieren.
Peter sprach über die aktuelle
Situation in Indien und berichtete vom Leben der Dorfbewohnerinnen und -bewohner.
Der Besuch stärkte die gute
Zusammenarbeit mit unserem
bewährten Partner und bot auch
die Möglichkeit sich persönlich
auszutauschen.
Sammlung im Theater
28
Südwindfest
Informationsstand des Klubs beim Südwindfest
im Alten AKH in Wien.
Am 21. Mai 2016 wurde wieder
das orange Klubzelt im Hof des
alten AKH anlässlich des
„Südwind Straßenfestes“ aufgebaut.
Das bunte Programm des
Straßenfestes (Kulinarisches aus
aller Welt, Kunsthandwerk,
Workshops, Musik- und Tanzprogramme und vieles mehr)
lockte wieder viele interes-
sierte Besucherinnen und Besucher.
In gemütlicher Atmosphäre
konnten wir zahlreiche Gespräche über unsere Projekte
und Entwicklungszusammenarbeit im Allgemeinen führen.
Ein schönes und gelungenes
Fest mit der Möglichkeit einen
Blick über den eigenen Tellerrand zu werfen.
Suppentag
Sammelaktion im Metro Kinokulturhaus in Wien,
initiiert von Andrea Eckert.
Im April ermöglichte Andrea
Eckert, Mitglied der von Otto
Tausig gegründeten Gruppe
„Künstler für Entwicklungshilfe“, nach den Aufführungen
des Stücks „Meisterklasse“ im
Metro Kinokulturhaus in Wien
wieder für den Entwicklungshilfeklub Spenden zu sammeln.
Nach den wundervollen Vor-
Paul Gulda (Klavier)
Agnes Palmisano (Gesang)
Die bewegende Rede des Projektleiters unserer indischen
Partner-Organisation Village
Reconstruction
Organisation
(VRO), Peter Daniel, rundete den
Abend ab.
Der Gesamterlös der Veranstaltung kommt ausgegrenzten
Familien
des
VRO-Dorfes
Garuvapalem im südindischen
Andhra Pradesh zugute, denen
damit die Errichtung von sicheren und gemauerten Häusern
ermöglicht wird.
Die Familien erhalten damit
endlich ein Zuhause und können ein Leben in Würde führen.
stellungen motivierte Andrea
Eckert jedes Mal persönlich das
Publikum, für die vielen benachteiligten Menschen auf der Welt
zu spenden, was sich im
Ergebnis zeigt:
Insgesamt konnten 1.805,– Euro
für die Arbeit des Entwicklungshilfeklubs gesammelt werden.
Informationsblatt des Entwicklungshilfeklubs
Sammelaktion im Rahmen des Suppentags der
Pfarre Meiningen. Agathe Kühne berichtet:
„Der Suppentag am Palmsonntag brachte ein sensationelles
Spendenergebnis von 3.350,–
Euro für das Straßenkinderprojekt ‚Zurück ins Leben‘ in
Indien.
Es kamen noch nie so viele
BesucherInnen wie an diesem
Sonntag. Dabei waren auch
viele junge Familien mit ihren
Kindern, mit Omas und Opas,
mit Freunden und Bekannten aus unserem Dorf und
aus den Nachbargemeinden.
Es herrschte eine tolle Stimmung und es gab nur Lob
für die große Auswahl an exzellenten Suppen, was sich im
UNSER PROJEKT Nr. 147 – Juni 2016
Spendenergebnis zeigte.
Das Projekt wurde jeweils am
Samstag bei der Vorabendmesse und am Sonntag beim
Festgottesdienst vorgestellt, da
die BesucherInnen großes
Interesse zeigten für wen bzw.
welches Projekt damit unterstützt werden soll.
Wir vom Pfarrkirchenrat mit
dem Arbeitskreis Missionsprojekt freuen uns sehr über das
schöne Ergebnis zugunsten der
Straßenkinder.“
29
... aus Haiti
Literatur
Es möge Wasser
vom Himmel fallen
erwarten war, dass er einen
Sturm in der Region entfachen
könnte.
Mehr hat es nicht gebraucht.
Schneller als eine Kalebasse
ins Wasser gelassen wird,
erfuhren alle davon.
Als ob hinter den Dutzenden
plötzlich entflammten Blicken
eine einzige dunkle Intelligenz
steckte, bewegten sich alle im
Gleichschritt auf das Haus des
Loxamas zu.
***
Camille Roussan:
Der Regenmacher
von Marbial
An den Sonntagen hatte der
Pfarrer zum Gebet aufgerufen
und einmal fand eine Prozession statt, der hunderte verzweifelte Bauern folgten.
Kein Tropfen Wasser war vom
Himmel gefallen. Der Staub
mehrerer Monate hatte sich auf
den Blättern festgesetzt, die
kein Tau erfrischte oder sie
abwusch.
Die Abhänge der von der Erosion kahl gewordenen Berge
waren von blassem Gelb, das
in den Augen schmerzte. Das
kurze Gras auf der Hochebene
schien zu brennen. Ein leichter
30
Wind ließ die Halme und die
vertrockneten Blätter knistern.
***
Nichts lässt einfache Seelen
eher an Übernatürliches glauben und Halluzination hervorzurufen wie die Verzweiflung.
An diesem Morgen, als man
die Tiere zur Tränke führte,
nahm eine alte Frau die Bauern
zur Seite und erinnerte sie
daran, dass ein gewisser
Loxama die Gabe besaß,
Regen, Trockenheit und Stürme hervorzurufen.
Sie sagte auch, dass dieser
geheimnisvolle Mann aus
Bosheit keinen Regen schickte,
dass er so grausam war und
den Armen viel Geld abnehmen wollte, dass sogar zu
Loxama saß träumend vor seiner Hütte. Er war ruhig und
ernst wie ein Prophet. Ohne zu
sprechen erhob er sich und
betrachtete schweigend die
Herankommenden.
Unter Beschimpfungen der
kühnsten der Frauen wurde
das Anliegen vorgebracht:
„Die Flaschen! Die Flaschen!“.
Denn das Geheimnis des
Regens befand sich in einer
Wasserflasche und das des
Sturms in einer anderen
Flasche.
Der vermeintliche Meister der
Wolken blieb ernst und
schweigsam. So ließ man den
Landpolizisten kommen.
***
„Hilf uns!“, riefen die Leute, als
der Mann des Gesetzes, den
Helm mit Wappen auf dem
Kopf, in seinem hellblauen
Rock mit den Kupferknöpfen
und dem glänzenden Nickelstern erschien.
„Es gibt kein Gesetz, das mich
berechtigt, diesen Mann zu
verhaften“, protestierte dieser.
Man verwies nochmals, inmitten von Stimmengewirr und
Informationsblatt des Entwicklungshilfeklubs
Drohgebärden auf die Gefahr,
die Loxama darstellte, der auf
einem Altar Regen und Sturm
aufbewahrte.
Schließlich rückte dieser die
Flaschen heraus und stelle sich
der Justiz.
Dann wurde nach Jacmel marschiert. Die Neuigkeit war
schon überall bekannt, als ob
der Fluss und Wind sie über
Land getragen hätten.
Von beiden Seiten der Straße
prasselten Verwünschungen
auf ihn ein. Man wollte den
gefährlichen
Mann
einschüchtern, ihm seine übersinnlichen Gaben wegnehmen, aus Angst, er könnte im
Gehen den Sturm aus der
Flasche entweichen lassen.
In der Stadt befragte ein Offizier den Vorgeführten sehr
sorgfältig und öffnete die Flaschen. Da diese leer waren und
auch sonst nichts vorlag, was
eine Verhaftung gerechtfertigt
hätte, schickte er ihn weg.
***
Durch einen jener Zufälle, die
wie boshafte Scherze des
Schicksals wirken und genügen, um dem verrücktesten
Aberglauben Autorität und
Glaubwürdigkeit zu verleihen,
tränkte am selben Tag ein ausgiebiger Regen die ganze
Region.
Am nächsten Morgen, durchquerte ein ernster, verschlossener Loxama das wiederauferstandene Land und kehrte zu
seinem Haus zurück.
Und die Menschen bekreuzigten sich als sie ihn vorbeigehen sahen.
*****
UNSER PROJEKT Nr. 147 – Juni 2016
Pierre-Louis Ulysse:
Der Regenmacher
von Nan-Boucan
Nan-Boucan, ein Bergland mit
strohgedeckten Hütten, die sich
an den Abhängen festkrallen,
ohne Unterlass von der Sonne
verbrannt.
Eine kahle Gegend. Weit entfernt, unten am Fuß des Morne
Zombi entspringt eine Quelle –
das ist alles.
Beim ersten Hahnenschrei
beginnt die Prozession der
Kalebassen, die die Bauern füllen, wobei sie darauf achten,
jedes Mal das kostbare Nass zu
bezahlen, indem sie mit dem
Rücken zur Quelle einen Stein
werfen.
Aber diese sorglosen jungen
Leute von heute! Sie haben
die Götter gereizt und alle
Quellen sind versiegt, weil sie
die Ratschläge der Großväter
nicht befolgen, die sagten, dass
die Götter niemals etwas umsonst geben.
***
So sind auch heuer die Pflanzungen von der seit Monaten
andauernden Trockenheit versengt. Und wie jedes Jahr
wenden sich die Bauern an
den Regenmacher.
Er ist der Wahrer der traditionellen Tabus, die von den
Menschen nicht verletzt werden dürfen. Er allein kennt die
Sprache der göttlichen Wesen
und Geister.
Die Bauern beginnen, Geld zu
sammeln und der Regenmacher bietet dafür an, eine
feierliche Zeremonie zur Ehre
der Götter zu veranstalten, bei
der getanzt, gegessen, getrunken gebetet wird.
Und nach der Trockenheit
würde der Regen dann allein
kraft seines Willens die verbrannten Pflanzen wieder grün
werden lassen.
***
Nur Diogène wagt es, die
Anmaßung des Regenmachers
zu tadeln. Er versäumt keine
Gelegenheit, dessen rüde Erpressung und Scharlatanerie zu
verurteilen.
Der junge Mann hat in der
Stadt gelebt und kann in den
dicken Büchern lesen. Er gewinnt einige Freunde für seine
Sache und jeden Morgen ziehen sie gemeinsam los, sie
pflanzen zehn, zwanzig, fünfzig
Bäume bei den Quellen des
Sapoti.
Keinen Augenblick lassen sich
die Pioniere der Aufforstung
entmutigen. Denn sie sind
überzeugt, dass dadurch die
Trockenheit besiegt werden
kann.
***
Eines Abends betritt Diogène
sein Haus. Ein Dolch. Schritte
im Dickicht. Ein Hinterhalt.
Warum? Aus der Sicht der
Dorfbewohner wollte er ihren
Mittler zu den Geistern von
Wind und Wetter entthronen,
doch diese haben immer Recht.
Diogène geht wieder in die
Stadt und denkt an die vielen
Bäume, die er den Menschen
von Nan-Boucan hinterlässt,
die neues Leben und Wasser
bringen und eines Tages auch
ihm Recht geben werden.
*****
31
UNSER PROJEKT
Impressum und Offenlegung: Information und
Berichterstattung über konkrete Projekte,
Sprachrohr von Menschen in armen Ländern der Welt.
Die Zeitung erscheint vierteljährlich und ist für Mitglieder,
MitarbeiterInnen und SpenderInnen gratis.
Redaktion: Gerhard Dorffner, Mag. Gabriele Tabatabai.
Herausgeber: Entwicklungshilfeklub,
privater, gemeinnütziger Verein, Adresse wie unten.
DVR 0555614. Druck: Grasl, 2540 Bad Vöslau.
P.b.b. – Sponsoring Post GZ 02Z030094 S
Erscheinungsort Wien, Verlagspostamt 1020 Wien
Man kann doch etwas tun
„Wir bringen Saatgut in die Erde,
das eines Tages keimen und wachsen wird,
wir gießen die Pflanzen in der Gewissheit,
dass sie eine Verheißung in sich bergen.
Wir sind Propheten einer Zukunft,
die nicht uns allein gehört“,
sagte Oscar Romero, der ehemalige Erzbischof
und soziale Vorreiter von El Salvador.
Wahrscheinlich werden Sie oft nicht selbst
das Ergebnis der Bemühungen sehen,
die Sie unternehmen, um Menschen
zu helfen und die Welt besser zu machen.
Bitte machen Sie dennoch weiterhin
unser Projekt auch zu Ihrem Projekt.
Herzlichen Dank !
Ihr Entwicklungshilfeklub
Juni 2016