Erste Förderkurse im Studienkolleg Halle mit 50

ERSTE FÖRDERKURSE IM STUDIENKOLLEG HALLE MIT 50
FLÜCHTLINGEN STARTEN
Im Mai beginnen 50 Flüchtlinge, die ein Studium aufnehmen wollen, spezielle
Förderkurse am Landesstudienkolleg Halle. Das teilte die Universität mit.
In diesen Förderkursen sollen die Männer und Frauen Deutsch lernen und sich
mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) vertraut machen.
Ziel ist es, sie für die Aufnahmeprüfung zu den Pflicht-Vorbereitungskursen
für Ausländer im Studienkolleg fit zu machen, so dass sie im Anschluss ein
reguläres Studium aufnehmen können. Der Deutsche Akademische Austauschdienst
(DAAD) stellt für dieses Förderprogramm bis Ende 2019 am Standort Halle
maximal 1,3 Millionen Euro zur Verfügung. Die nächsten 25 Flüchtlinge werden
zum Wintersemester 2016/17 aufgenommen.
Das Förderprogramm im Studienkolleg Halle bietet den studierwilligen
Flüchtlingen mehr als nur intensiven Deutschunterricht. Sie sollen auch mit
der Universität vor Ort vertraut werden. Eine Gasthörerschaft ist daher
genauso so möglich wie der Besuch von Sommerschulen und die Beteiligung an
Exkursionen während der Semesterpause. Spätestens im Februar 2017 sollen die
mehrheitlich aus Syrien und dem Iran stammenden Flüchtlinge dann in der Lage
sein, die übliche Aufnahmeprüfung im Studienkolleg Halle zu bestehen. „Sie
erhalten damit dieselbe reelle Chance auf die Hochschulzugangsberechtigung
wie alle Bewerberinnen und Bewerber aus dem Ausland, die nicht über einen in
Deutschland anerkannten Abschluss oder ungenügende Deutschkenntnisse
verfügen“, sagt Jan Borchers, kommissarischer Leiter des Studienkollegs
Halle. Wer die so genannte Feststellungsprüfung am Ende besteht, kann dann
ein ganz normales Studium in Halle oder jeder anderen Hochschule in
Deutschland beginnen.
Unter den 50 ersten Geförderten sind einige Flüchtlinge, die bereits in ihren
Heimatländern eine akademische Ausbildung absolviert haben. Sie wurden aus
insgesamt 180 Bewerberinnen und Bewerbern ausgewählt. Weitere 25 Männer und
Frauen beginnen das Förderprogramm im kommenden Semester, das mit der
Förderung des DAAD bis Ende 2019 fortgeführt werden kann
„Wissenschaft schafft Chancen und integriert. Wir wollen daher den Einstieg
in ein reguläres Studium ermöglichen“, sagt Prof. Dr. Udo Sträter, Rektor der
MLU. „Bei diesem Vorhaben arbeiten wir erfolgreich mit dem Studienkolleg
zusammen. Das Studienkolleg ist in Halle, so wie es auch im Koalitionsvertrag
steht, nicht verzichtbar und vom Land weiter zu unterstützen.“
An der MLU nimmt am 1. Juni 2016 auch ein Referent für flüchtlingsbezogene
Projekte und Integration seine Arbeit auf, der Ansprechpartner für
studierwillige Flüchtlinge ist. Er soll alle universitären Angebote und
Maßnahmen für studierwillige Flüchtlinge und geflüchtete Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftler koordinieren sowie außerdem Ansprechpartner für alle
externen Akteure in dieser Hinsicht sein.