Pressemitteilung als PDF - Vereinigung zur Förderung des

Presseinformation
„Veränderung in der Gesellschaft bringt neue
Herausforderungen für den Brandschutz“
Rund 600 Teilnehmer bei vfdb-Jahresfachtagung in Stuttgart – Appell
an Politik
Stuttgart wird für drei Tage zur Hauptstadt der Feuerwehren und der
Institutionen der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr. Bis zum Mittwoch
treffen sich dort vom (heutigen) Montag an rund 600 Mitglieder und Gäste
der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb) zu ihrer
Jahresfachtagung. In seiner Begrüßungsrede wies vfdb-Präsident Dirk
Aschenbrenner auf die rasante Veränderung der gesellschaftlichen Struktur
in der Bundesrepublik hin, die auch für den Brandschutz neues Denken und
Handeln bedeute.
„Wir erleben auf der einen Seite einen Zuwachs an jungen Menschen mit
ausländischen Wurzeln und die damit einhergehenden sprachlichen und
kulturellen Herausforderungen im Brandschutz und anderseits eine alternde
Gesellschaft. Hier gehe es um Herausforderungen wie Singlehaushalte,
Fahrlässigkeit im Umgang mit Brandgefahren und eingeschränkte
Selbstrettungsfähigkeit“, sagte Aschenbrenner in Anwesenheit des badenwürttembergischen Innenministers Reinhold Gall und Stuttgarts
Bürgermeister Dr. Martin Schairer. Damit verbunden seien die sprachlichen
und kulturellen Herausforderungen im Brandschutz. Hier sei die vfdb
weiterhin gefragt, auf der Basis systematischer Analysen und Bewertungen
Handlungskonzepte und Empfehlungen für die Brandschutzerziehung, den
Vorbeugender Brandschutz und den Abwehrenden Brandschutz zu
entwickeln. An die Politik appellierte Aschenbrenner, die notwendigen
Ressourcen für die Forschung und Umsetzung der Konzepte bereit zu
stellen.
Als erfreulich und begrüßenswert bezeichnete der vfdb-Präsident die
vielfach bereits erfolgreichen Bemühungen der Feuerwehren und anderen
Organisationen, junge Migranten in ihre Arbeit einzubeziehen. Hier gebe es
noch ein großes Potenzial.
Parallel zum Auftaktthema „Flüchtlinge“ veröffentlicht der Gemeinsame
Ausschuss Brandschutzerziehung und -aufklärung von vfdb und DFV
zusammen mit der Initiative „Rauchmelder retten Leben“ zur
Jahresfachtagung eine neue Informations-Plattform. Dort stellen bereits
erste Feuerwehren anderen Wehren und Institutionen ihre Info-Materialien
zur Brandschutzaufklärung zur Nutzung und als Anregung zur Verfügung.
Dazu gehört auch einen Aufklärungsfilm in acht Fremdsprachen.
(www.rauchmelder-lebensretter.de/plattform-fluechtlinge)
In einer Plenarsitzung zum Auftakt der Veranstaltung stand am Nachmittag
ein Referat des Leiters der Berufsfeuerwehr Frankfurt, Prof. Reinhard Ries,
über das Thema „Ist unser Staat krisensicher – am Beispiel der Aufnahme
von Flüchtlingen“ auf dem Programm. Ein Vortrag des Chefs der
Berufsfeuerwehr München, Wolfgang Schäuble, beschäftigte sich mit der
Stuttgart
09.05.2016
Presseinformation
Flüchtlingssituation in der bayerischen Landeshauptstadt. Auch die
Erfahrungen aus dem schweren Zugunglück im Februar in Bad Aibling
stehen auf dem Programm. Weitere Themen sind unter anderem der
Vorbeugende Brandschutz, das Bahnprojekt Stuttgart 21, fluortensidfreie
Löschschaummittel, Kritische Infrastrukturen, Kommunales
Krisenmanagement und Digitalfunk. Auch geht es um Erfahrungen und
Veränderungen im Zusammenhang mit dem neuen Beruf des
Notfallsanitäters sowie um die Ergebnisse verschiedener
Forschungsprojekte.
In der vfdb sind Anwender wie das Technische Hilfswerk (THW), das
Deutsche Rote Kreuz (DRK), die Johanniter, die Feuerwehren und
Katastrophenschutzorganisationen mit wissenschaftlichen Institutionen und
Leistungserbringern aus der Industrie und dem Dienstleistungssektor
vereint.
Pressekontakt:
Wolfgang Duveneck
[email protected]
Stuttgart
09.05.2016