Pressemeldung - Tierschutzverein Eisenach

Pressemeldung
09.05.2016
Millionen Straßenkatzen in Deutschland
Deutscher Tierschutzbund startet Kampagne, um Katzenelend zu mindern
Krank, verletzt und abgemagert: Allein in Deutschland leben schätzungsweise rund
zwei Millionen frei lebende Katzen. Diese Straßenkatzen bekommen jetzt im Frühjahr
weiteren Nachwuchs. Der Deutsche Tierschutzbund startet daher seine neue
Kampagne „Die Straße ist grausam. Kastration harmlos.“. Mit der Kampagne
veranschaulicht der Dachverband mit seinen mehr als 740 örtlichen Vereinen den
Zusammenhang zwischen dem Leid der Straßenkatzen und der Wichtigkeit der
Kastration von Freigängerkatzen aus Privathaushalten. Letztere tragen durch
unkontrollierte Fortpflanzung erheblich zum Erhalt der Straßenkatzen-Population
bei. Insbesondere die Geburt der sogenannten „Maikätzchen“ stellt auch die
Tierheime vor große Herausforderungen: Oft sorgen unerwünschter Nachwuchs von
Hauskatzen oder aufgegriffene Welpen von Straßenkatzen für regelrechte
Katzenschwemmen. Die Tierschützer appellieren daher an alle Katzenbesitzer, vor
allem wenn sie den Katzen Freigang gewähren, ihre Tiere frühzeitig kastrieren zu
lassen. Zudem fordert der Deutsche Tierschutzbund seit langem eine rechtliche
Regelung zum Schutz von Katzen, in der auch das Kastrieren enthalten ist.
„Nur indem Katzenbesitzer verantwortungsvoll handeln und ihr Tier – egal ob weibliche
Katze oder Kater – kastrieren lassen, kann die dramatische Anzahl der Katzen ohne ein
liebevolles Zuhause langfristig reduziert werden“, erklärt Thomas Schröder, Präsident des
Deutschen Tierschutzbundes. „Jeder, der seine Katze nicht kastrieren lässt, trägt
unmittelbar zum Leid der Straßenkatzen und weiteren Katzenschwemmen in den
Tierheimen bei.“ Gleichzeitig nimmt Schröder aber auch den Gesetzgeber in die Pflicht: „Es
braucht dringend ein Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungsgebot für
Freigängerkatzen, um das Problem in den Griff zu bekommen.“
Jede Straßenkatze stammt ursprünglich von einer Hauskatze ab: von ausgesetzten oder
zurückgelassenen Tieren oder unkastrierten Freigängern. Die meist scheuen Katzen leben
versteckt in Hinterhöfen, Parks oder stillgelegten Industriegebäuden. Als domestizierte
Tiere sind Katzen jedoch nicht in der Lage, sich und ihre Nachkommen vollständig alleine
zu versorgen. Unterernährung führt zu allgemeiner Schwäche, die Tiere leiden unter
Katzenschnupfen und Parasiten, wie Würmern oder Flöhen. Viele Jungkatzen erreichen das
Erwachsenalter nicht.
Da Straßenkatzen meist nicht auf den Menschen sozialisiert sind, können die Tierheime sie
nicht in ein Zuhause vermitteln. Daher kastrieren die Tierschützer die Katzen und
versorgen sie an geeigneten Futterstellen.
Kastration beugt dem Elend der Straßenkatzen vor
Im Vergleich zum Leid der Straßentiere ist die Kastration ein relativ harmloser
medizinischer Routineeingriff. Neben der Unfruchtbarmachung birgt die Kastration
weitere positive Effekte: Durch den verringerten Fortpflanzungsdrang sind Streitigkeiten,
Verletzungen und Krankheitsübertragungen seltener. Auch die Gefahr, bei der Suche nach
Paarungspartnern und den teils weiten Streifzügen im Straßenverkehr zu verunglücken,
sinkt. Bei weiblichen Katzen können gesundheitliche Risiken im Alter, wie Tumore oder
Entzündungen, reduziert werden.
Mehr Informationen zur Kampagne: www.tierschutzbund.de/Katzenschutz
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Bildmaterial:
Bildunterschrift: Der Deutsche Tierschutzbund macht mit einer neuen Kampagne auf das
Leid der Straßenkatzen in Deutschland aufmerksam.
Weiteres Bildmaterial senden wir Ihnen gerne zu.