07.09.2015 - Gemeinde Hölstein

Gemeindenachrichten Hölstein
vom 7. September 2015
Einladung zur Gemeindeversammlung
Am Montag, 21. September, um 20.00 Uhr findet in der Bürgerstube die nächste Gemeindeversammlung
statt. Folgende Geschäfte stehen auf der Traktandenliste: das Protokoll der letzten Versammlung, eine
Zonenplan-Änderung im Gebiet Bärenmatte, ein Kredit über 360‘000 Franken für die Neugestaltung des
Schulhausplatzes Holde – für zusätzliche 40‘000 Franken für die Erhaltung des Sgraffitos von Walter Eglin
wird der Entscheid der Versammlung überlassen; weiter zwei Kredite über 70‘000 und 180‘000 Franken
für je eine Sauberwasserleitung im Gebiet Holde und im Gebiet Stutzweg-Langenbaumweg.
Schrittweise Erneuerung der öffentlichen Strassenbeleuchtung
Die öffentliche Strassenbeleuchtung macht einen wesentlichen Faktor bei den Energiekosten der Gemeinde aus. Rund 20‘000 Franken gibt die Gemeinde jährlich dafür aus. Da die heutigen QuecksilberDampflampen nicht mehr zum Verkauf zugelassen sind, soll die Beleuchtung der öffentlichen Strassen und
Plätze auf LED umgestellt werden. In Hölstein sind über dreihundert Kandelaber in Betrieb. Deshalb wird
angesichts der zu erwartenden Kosten der Ersatz etappiert. In den nächsten vier Jahren investiert die Gemeinde rund 100‘000 Franken in diese Erneuerung. Neben einem qualitativ guten Licht werden die
Leuchten neu in den Stunden nach Mitternacht abgesenkt, d.h. die Leuchtkraft wird gedimmt. Die Stromkosten werden sich dank LED und Nachtabsenkung um voraussichtlich die Hälfte reduzieren. Die Umstellung ist zwar relativ teuer, wäre aber wegen des Verkaufsverbots von Quecksilber-Dampflampen so oder
so in den nächsten Jahren einmal fällig geworden. Im Vordergrund steht aber vor allem der ökologische
Gedanke, denn LED Leuchten sind energiesparend und sehr langlebig.
Leichter Anstieg bei den Abwasserkosten
Der Kanton hat den Gemeinden die Rechnung für die Abwasserreinigung im letzten Jahr zugestellt. Für
Hölstein sind die Kosten gegenüber dem Vorjahr nur leicht gestiegen. Sie belaufen sich auf rund 220‘000
Franken. Über 130‘000 m3 Schmutzwasser wurde von Hölstein im letzten Jahr in die ARA in Bubendorf
geleitet. Dazu kommt unverschmutztes Regenwasser und sogenanntes Fremdwasser, also an sich sauberes
Sickerwasser. Gesamthaft betrug die Abwassermenge rund 470‘000 m3. Dem Fremdwasser gilt besondere Aufmerksamkeit. Es sollte aus Kostengründen so weit wie möglich vermieden werden und dürfte gemäss Gewässerschutzgesetz eigentlich gar nicht in die Kanalisation gelangen. Der Gemeinderat ist deshalb bestrebt, Fremdwasser wenn immer machbar in ein öffentliches Gewässer abzuleiten. Er beantragt
der kommenden Gemeindeversammlung den Bau von zwei solchen Sauberwasserleitungen, um längerfristig die Abwasserrechnung zu entlasten.
Hölstein – eine aktive Gemeinde im Waldenburgertal
GEMEINDE HÖLSTEIN
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Vorübergehend ein rosa Streifen am Finanzhorizont der Gemeinde
Dank weiterhin anhaltenden Sparanstrengungen kann der Gemeinderat für 2016 nach mehreren defizitären Jahren ein ausgeglichenes Budget ausweisen. Sogar mit einem kleinen Überschuss von 35‘000 Franken kann vermutlich gerechnet werden. Möglich macht dieses Resultat der höhere Finanzausgleich. Er
wird allerdings durch verschiedene ansteigende Kostenfaktoren kompensiert. Diese sind bei den Gesundheits- und Sozialhilfekosten auszumachen. Auf der Einnahmenseite budgetiert der Gemeinderat mit einem
eher etwas rückläufigen Steuerertrag, wenn er die aktuellen Zahlen für 2015 auf das ganze Jahr hochrechnet. Trotz Sparverdikt stehen unaufschiebbare Investitionen an, die sich auf das Gemeindebudget der
nächsten Jahre auswirken werden. Allein 2016 umfassen die Investitionen netto 1.5 Millionen Franken. Es
handelt sich hierbei um jährlich anstehende Posten für Unterhalt im Strassen-, Wasser- und Abwassernetz.
Ausserhalb dieser ausschliesslich auf die Infrastruktur ausgerichteten Aufgaben will die Gemeinde den
Schulhausplatz Holde aufwerten. Auslöser ist auch hier das in die Jahre gekommene Pausenhallendach,
das durch eine komplett neue Konstruktion ersetzt werden muss. Dringend nötig wird auch die Belagserneuerung. Auch eine bessere Ausfahrt für die Feuerwehrfahrzeuge ist geplant und schlussendlich sollen
die Schulkinder neue Spielgeräte erhalten. Längerfristig zeichnen sich weitere kostenintensive Aufgaben
wie der Neubau einer Sporthalle und die Sanierung der Ribigasse und des Stutzweges ab. Eine kluge Finanzpolitik wird auch weiterhin erste Priorität haben.
Bring- und Holtag einmal anders
Der alljährliche Bring- und Holtag findet dieses Jahr, anstatt wie im Gemeindekalender angekündigt am
31. Oktober, schon im September nämlich am übernächsten Wochenende statt und statt im Werkhof
geht er auf dem Rübmattareal über die Bühne. Grund dafür ist das von den Schweizer Jugendorganisationen propagierte Projekt „72 Stunden“. Während 72 Stunden, also während drei Tagen, setzen Kinder
und Jugendliche in der ganzen Schweiz eine Aufgabe zugunsten der Allgemeinheit um. In Hölstein hat
sich die Blaukreuz-Jugendgruppe unter der Leitung von Jonas Rubitschung entschlossen, einen Bring- und
Holtag durchzuführen. Während drei Tagen von Donnerstag- bis Sonntagabend, 10. – 13. September
läuft diese Aktion unter Mitwirkung der Gemeinde.
Es gelten wie immer die üblichen Regeln. Nicht mehr gebrauchte aber funktionstüchtige Gegenstände aus
privater Haushaltung und Werkstatt können abgegeben, getauscht und mitgenommen werden. Geeignet
sind Spielzeug und Bastelmaterialien, Werkzeuge und Maschinen, Gartengeräte, Küchenutensilien, Elektronik, Musik und Filme (CD, DVD), Bücher, Sportartikel, Velos und Zubehör und vieles andere mehr.
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Alles ist unentgeltlich; es findet nicht wie bei einem Flohmarkt ein Verkauf statt.
Es ist nicht möglich, ganze Haushaltsräumungen über den Bring- und Holtag abzuwickeln.
Grosse Gegenstände können auch nur mit einem Bild an der Anschlagwand angeboten werden.
Was keinen neuen Besitzer gefunden hat und bis zum Ende der Veranstaltung vom bisherigen Eigentümer
nicht wieder zurückgenommen wird, wird an gemeinnützige Organisationen gespendet, wo übrigens auch
der Erlös aus dem gleichzeitig stattfindenden Kuchenverkauf hinfliesst.
Der Gemeinderat findet diese Aktion eine gute Sache. Auf den diesjährigen Bring- und Holtag der Gemeinde wird deshalb zu Gunsten dieser Privataktion verzichtet.
Hölstein – eine aktive Gemeinde im Waldenburgertal
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Ökologische Aufwertungsmassnahmen in der Vorderen Frenke
Am Montag, 14. September beginnen in der Vorderen Frenke zwischen Niederdorf und Hölstein die ökologischen Aufwertungsmassnahmen zur Verbesserung der Bachsohlenstruktur und die Wiederherstellung
der freien Fischwanderung.
Die Frenke ist wenig strukturiert, fast durchgängig hart verbaut an den Ufern und weist viele Schwellen
auf. Der Bach hat auf weiten Strecken den Charakter eines künstlichen Gerinnes mit geringer Tiefe. Die
Situation soll aufgewertet werden. Bei einzelnen Abschnitten werden bauliche Strukturverbesserungen wie
z.B. Niederwasserrinnen realisiert. Zudem wird die Beschattung und die Längsvernetzung wo sinnvoll und
möglich verbessert.
Die Bauarbeiten werden durch die Gewässerunterhaltsgruppe des Tiefbauamtes ausgeführt. Während der
Bauzeit wird das Grundwasserpumpwerk Oberfeld zeitweise vorsorglich ausser Betrieb genommen. Es soll
vermieden werden, dass es wegen den Arbeiten am Gewässer womöglich zur Verunreinigung des unterirdisch verlaufenden Grundwassers kommt. Die Trinkwasserversorgung der Gemeinde ist durch eine Alternativmöglichkeit über die regionale Wasserversorgung Waldenburgertal sichergestellt.
Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende Dezember 2015. Da die Arbeiten vom rechten Ufer (in
Fliessrichtung) ausgeführt werden, ist der Veloweg entlang der Vorderen Frenke uneingeschränkt befahrbar.
Uferverbauungen, geringe Tiefe, Schwellen – die Vordere Frenke soll zugunsten der Natur aufgewertet werden
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Temporäre Sperrung der Orisstrasse
Für eine private Veranstaltung (Geschäftseröffnung) wird die Orisstrasse von Freitag, 11. September,
13.00 Uhr, bis Sonntag, 13. September, 20.00 Uhr gesperrt und der Verkehr über angrenzende Quartierstrassen umgeleitet.
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