Powerpoint-Präsentation 2 - über Aerosole

EISBILDUNG IN TROPOSPHÄRISCHEN WOLKEN
Stephan Mertes
Leibniz-Institut für Troposphärenforschung, Leipzig
Bedeutung:
- mittelhohe Wolken (2000 – 6000 m) in mittleren Breiten bestehen
teilweise oder komplett aus Eispartikeln
- Koexistenz mit flüssigen Wolkentropfen unterhalb 0°C (unterkühlte
Tropfen, Mischphasenwolke)
- Entstehung von Eis in unterkühlten Wolken ist in mittleren Breiten der
mit Abstand wichtigste Prozess zur Bildung von Niederschlag
(Wasserkreislauf der Erde, Flutkatastrophen, Dürreperioden)
- Eisbildung ebenfalls ein Aspekt des Klimaeinflusses von Wolken
(Auflösung der Wolke, andere Reflexion des Sonnenlichts im
Vergleich zu Tropfen)
Leibniz-Institut für Troposphärenforschung, Leipzig
Unterscheidung von homogener und heterogener
Eisbildung
Homogen:
selbständiges Gefrieren eines unterkühlten flüssigen
Wolkentropfens (erst ab -38°C !!!!!)
Heterogen:
Eisbildung induziert durch speziell geartete
atmosphärische Aerosolpartikel (schon ab -5°C beobachtet)
Aerosolpartikel
Eis?
keime
WolkenKondensationskeime
Leibniz-Institut für Troposphärenforschung, Leipzig
Heterogene Eisnukleation induziert durch Eiskeime
Depositionsgefrieren
Kondensationsgefrieren
Kontaktgefrieren
Immersionsgefrieren
Anschliessendes Wachstum der gebildeten Eispartikel
a) Kondensation von Wasserdampf bis zu einer Größe von ca. 50 µm
- aus der Umgebungsluft
- von verdunstenden, unterkühlten Tropfen
b) Bereifung ab einer Größe von ca. 50 µm
(Kollisionen mit unterkühlten Tropfen, die anfrieren)
zusätzliche Zusammenstöße mit Aerosolpartikeln
Leibniz-Institut für Troposphärenforschung, Leipzig
Chemische und physikalische Charakterisierung der Eiskeime durch
Sammlung „kleiner“ Eispartikel mit anschliessender Verdunstung der
Eisphase: ICE-CVI
VI: Virtueller
Impaktor
Nebenstrom
Hauptstrom
PI: TropfenVorimpaktor
große Eiskristalle
kleine Eispartikel
unterkühlte Tropfen
interstitielles Aerosol
Eiskeim-Kandidaten:
kleine Eispartikel
unterkühlte Tropfen
interstitielles Aerosol
Eiskeim-Analysen:
Mineral-Aerosol, Russ-Aerosol
Biologisches-Aerosol (z.B. Pollen)
Paul Scherrer Institut, Villigen
Max Planck Institut, Mainz
1. Impaktionsstufe
Techn. Universität, Darmstadt
(Falls nötig:
2. Impaktionsstufe)
kleine Eispartikel
interstitielles Aerosol
CVI: Virtueller
Gegenstromimpaktor
Trägheitsabscheidung
im CVI Gegenstrom
kleine Eispartikel
Eiskeime
Leibniz-Institut für Troposphärenforschung, Leipzig
Leibniz Institut für
Troposphärenforschung, Leipzig
Wichtige Zusatzmessungen:
ETH Zürich
UMIST Manchester