Das Entwicklungskonzept für den Flughafen Bozen [MS

REGIONALFLUGHAFEN BOZEN-DOLOMITEN
DAS TOR IN DIE WELT - VOR DEINER HAUSTÜR
Bozen, 20.10.2015
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Die Möglichkeit, Entfernungen in kurzer Zeit zu überwinden, ist eine
Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Pflege von
Geschäftsbeziehungen sowie für den kulturellen und gesellschaftlichen
Austausch.
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Diese Notwendigkeit haben in Südtirol:
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Südtiroler Urlauber
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international agierende Personen, Unternehmen und Institutionen
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Bildungs- und Forschungseinrichtungen
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Tourismustreibende
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Sehenswürdigkeiten von Weltruf
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internationale Sport- und Kulturveranstaltungen
DAS WIRTSCHAFTSUMFELD
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Marktanteile der wichtigsten europäischen Herkunftsländer nach Übernachtungen
Quelle: SMG
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Im Jahr 2014 konnten in Südtirol insgesamt 28,4 Millionen Nächtigungen und
6,1 Millionen Ankünfte gezählt werden.
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Knapp 88,4 % der Gäste, die heute nach Südtirol reisen, stammen aus dem
deutschsprachigen Raum (D, A, CH) und aus Italien.
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Die Aufenthaltsdauer sinkt stetig. Um die Auslastung in den
Beherbergungsbetrieben und damit die Wertschöpfung für Südtirol halten zu
können, muss Südtirol neue Märkte gewinnen.
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Es gilt daher, auf einen ausgewogenen Nationenmix im Tourismus auch
außerhalb eines Einzugsgebietes von 500-600 km zu setzen.
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Eine Potentialanalyse hat ergeben, dass neben den 11 Märkten, die von
Südtirol bereits bearbeitet werden (D, A, CH, I, UK, NL, B, PL, CZ, RUS, F), die
Märkte Dänemark und Schweden für Südtirol ein zusätzliches Potenzial
bergen.
DER TOURISMUS IN SÜDTIROL
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Quelle: ASTAT
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Das Outgoing (ausgehender Flugverkehr) des Flughafens Bozen wird mit
einem Einzugsgebiet von knapp einer Million Einwohnern als interessant
eingestuft.
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Allein aus Urlaubsgründen verreisten im Jahr 2014 61,4 % der Südtiroler
mindestens ein Mal.
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Die Hälfte der Südtiroler Touristen bleibt in den Ferien in Italien, knapp ein
Drittel hingegen bevorzugt das Ausland.
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In der Nachbarprovinz Trentino ist das Reiseverhalten sehr ähnlich:
295.000 Menschen aus dem Trentino sind im Jahr 2013 verreist.
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Im Sommer 2015 gab es von Bozen 79 Charterflüge in den Süden mit
insgesamt 3.976 erwachsenen Passagieren, sowie 421 Kindern (0-14),
was einer Auslastung von 73 % gleich kommt.
DAS REISEVERHALTEN DER SÜDTIROLER
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Quelle: ASTAT, ISTAT
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Der Regionalflughafen Bozen-Dolomiten ist ein Tourismusflughafen im
Alpenraum, der die Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität der
Urlaubsdestination Südtirol maßgeblich verbessert und damit zum
Umsatzwachstum im Tourismus beiträgt.
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Er ist ein attraktiver Zugang zu Südtirol für nationale und internationale
Kurzurlauber sowie Geschäfts- und Kulturreisende.
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Er bietet Geschäftsreisenden und Urlaubern eine Basis für weltweite Mobilität
und ist damit das „Tor zur Welt“ aus Südtirol und seiner näheren Umgebung.
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Er ist eine Visitenkarte der Region und steht für Regionalität, Verlässlichkeit
und Kundenorientierung.
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Er orientiert sich an aktuellen Sicherheits- und Umweltstandards und steht in
konstantem Dialog mit den Interessensgruppen.
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Er ist ein attraktiver Treffpunkt für alle Reisenden und Flugbegeisterten.
DIE ROLLE DES REGIONALFLUGHAFENS
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Der Regionalflughafen Bozen-Dolomiten soll durch die Erhöhung
der Passagierzahlen rentabel arbeiten.
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5 % der Südtirol-Gäste sollen in Zukunft am Regionalflughafen
Bozen landen.
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Die Südtiroler sollen eine Verbindung zu vier wichtigen
Verkehrsknotenpunkten (Hubs) in Europa haben.
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20 % des Umsatzes des Regionalflughafens Bozen-Dolomiten
sollen durch neue Geschäftsbereiche generiert werden.
LANGFRISTIGE STRATEGISCHE ZIELE
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Linie:
Rom
Outgoing Charter:
Brindisí, Cagliari, Lamezia Terme, Catania
Quelle: innsbruck-airport.com
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Destinationskarte Flughafen Innsbruck
Destinationskarte Flughafen Bozen
Flugverkehr
DAS KONZEPT
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Technik
Organisation
Feeder und Code Share
Regional Carrier
Outgoing Charter
Incoming Charter
Business Aviation
FLUGGESCHÄFT AUF 5 SÄULEN
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Feeder und Code Share - Linienflüge zu attraktiven
Flugverkehrsknotenpunkten (Hubs), nach Süden und nach Norden
(z.B. Rom, Amsterdam und Wien), von wo aus man im Netzwerk mit
den großen Allianzen (z.B. Star Alliance) Anschlussflüge in die Welt
hat.
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Regional Carrier - Linienflüge zu kleineren Flughäfen durchgeführt
von regionalen Fluggesellschaften für Geschäftsreisende oder
Kurzurlauber. Diese Destinationen haben gleichzeitig ein Potential als
Zielort und als Herkunftsort (z.B. Düsseldorf).
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Outgoing Charter - Ausgehende (Ferien)Charter (Flug im Auftrag
eines Reiseveranstalters) von Bozen in den Süden zur Schulferienzeit
für die SüdtirolerInnen und das nähere Einzugsgebiet.
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Incoming Charter - Eingehende Charter (Flug im Auftrag eines
Reiseveranstalters) nach Bozen im Sommer und im Winter in
Zusammenarbeit mit Reiseveranstaltern aus touristisch attraktiven
Herkunftsmärkten (z.B. aus England, Russland oder
Norddeutschland).
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Business Aviation (Geschäftsflugverkehr) – Privat- und Firmenflüge.
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Flugbewegungen 3 Szenarien
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Quelle: ACV
Passagiervergleich 3 Szenarien
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Quelle: ACV
Passagierverkehr Base Case
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Quelle: ACV
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Ausbau der Start- und Landebahn zur Verbesserung der Sicherheit
und zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit
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Optimierung des An- und Abflugverfahrens
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Optimierung der Prozessabläufe in der Passagierabfertigung
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Aufbau des Marketings in enger Zusammenarbeit mit den
Tourismustreibenden vor Ort, Reiseveranstaltern und
Fluggesellschaften
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Aufbau neuer Geschäftsbereiche außerhalb des Fluggeschäfts
(Meeting-Räume, Shops, Lounges, usw.)
DIE VORAUSSETZUNGEN
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Der Ausbau der Start- und
Landebahn am
Regionalflughafen BozenDolomiten würde die Chancen
auf gute Partnerschaften im
Flugverkehr ungemein erhöhen,
weil größere Flugzeuge landen
könnten.
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Eine Verlängerung der Piste auf
1.462 m ermöglicht den hier
gezeigten Flugzeugen einen
sicheren Flugbetrieb am
Flughafen Bozen.
DIE FLUGZEUGE
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Quelle: ACV
AUSBAU DER START- UND LANDEBAHN
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Quelle: ACV
MAX. 5 FLUGBEWEGUNGEN/STUNDE
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Quelle: ACV
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Die Verantwortlichen des Regionalflughafens stehen in
konstantem Dialog mit den Interessensgruppen.
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Der Regionalflughafen Bozen-Dolomiten orientiert sich an den
aktuellen Sicherheits- und Umweltstandards.
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Nur 50 % mehr Flugbewegungen werden zehnmal so viele
Passagiere bringen.
NACHBARSCHAFT UND UMWELT
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Im Jahr 2023 wollen wir 240.000 Passagiere erreichen.
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Bei einer Passagierzahl von 140.000 pro Jahr ergäbe sich ein
regionalwirtschaftliches Plus von bis zu 13,6 Millionen Euro.
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Bei 250.000 Passagieren pro Jahr wäre mit bis zu 33,4 Millionen
Euro zu rechnen.
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Bei ca. 330.000 Passagieren pro Jahr ergäben die Berechnungen
bis zu 45,3 Millionen Euro.
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Aufgrund dieser Zahlen ist mit einer zusätzlichen regionalen
Beschäftigung im Ausmaß von 166 bis 757 Vollzeitarbeitsplätzen
zu rechnen.
DIE WIRTSCHAFTLICHEN EFFEKTE
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Quelle: GAW
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Die Investitionskosten betragen bis zum Jahr 2035 23,3 Millionen Euro.
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Die betrieblichen Erträge steigen bis zum Jahr 2035 jährlich um 4,4 %.
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Die Aviation-Umsätze (Umsätze aus dem Fluggeschäft) steigen um
9,3 % pro Jahr.
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Die Umsätze aus dem Non-Aviation-Geschäft steigen von 2,7 %
(2014) auf 25,5 % (2035) der gesamten betrieblichen Erträge.
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Ab 2031 ist mit einem positiven Geschäftsergebnis vor Steuern und
Abschreibungen zu rechnen (Base Case).
DER BUSINESSPLAN
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Investitionskosten Mio. Euro/nominale Werte
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Quelle: ACV
Gesamte Einnahmen in Mio. Euro
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Quelle: ACV
Betriebliche Kosten in Mio. Euro
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Quelle: ACV
EBITDA Base Case
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Quelle: ACV
EBITDA High Case
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Quelle: ACV
EGT Base Case
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Quelle: ACV
EGT High Case
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Quelle: ACV
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Der Regionalflughafen Bozen-Dolomiten braucht die Pistenverlängerung, um die
Sicherheit zu erhöhen und damit wettbewerbsfähiger zu werden.
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Unabhängig von allen wirtschaftlichen Überlegungen ist diese Investition ein
MUSS, wenn Südtirol in den nächsten Jahren keine Marktanteile bei den
Kurzurlaubern verlieren möchte.
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Neben der Infrastruktur ist vor allem in das Marketing zu investieren. Auf Basis eines
Marketingkonzeptes sind Fluglinien gezielt anzusprechen.
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Darüber hinaus sind enge Kooperationen mit Südtirol Marketing,
Reiseveranstaltern und Airlines aufzubauen und zu entwickeln.
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In den nächsten 3-5 Jahren ist auch ein intensives Lobbying mit ENAC und ENAV
zu pflegen, um einerseits das Anflugverfahren zu verbessern und andererseits
bessere regulierte Tarife zu erzielen.
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Das Non-Aviation Geschäft ist unterentwickelt und soll gezielt ausgebaut werden.
EMPFEHLUNGEN DER EXPERTEN
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Quelle: ACV
Der Regionalflughafen Bozen-Dolomiten ist das Tor in die Welt für
Südtirol direkt vor der Haustür. Er ist gleichzeitig Antrieb für die
Internationalisierung und die Qualitätssteigerung im Südtiroler
Tourismus.
Der Regionalflughafen Bozen-Dolomiten ist ein verlässlicher
Mobilitätspartner, der seine Kunden und deren Bedürfnisse kennt.
Jeder Passagier und Besucher, spürt unmittelbar die Identität Südtirols
und erlebt Professionalität und Herzlichkeit gleichermaßen.
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ABD Airport AG
F. Baracca Str. 1
I-39100 Bozen
Tel.: 0471 255 221 - Fax: 0471 255 222
[email protected]
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