Magazin als PDF - Universitätsklinikum Leipzig

25/2015 | 10.12.2015
Das GesunDheitsmaGazin Des universitätsklinikums leipziG
Lichter in der Liebigstraße
Foto: Stefan Straube
Leuchtschrift weist künftig
den Weg zum
UKL-Haupteingang
Selbstlose Unterstützung
UKL bedankt sich bei den
vielen ehrenamtlichen Helfern
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Vorsicht bei Tee
Kleine Verbrühungs-Patienten werden in Kinderchirurgie behandelt
seite 5
Ausbildung an der MBFS
Bewerbungszeit für zahlreiche
Gesundheitsfachberufe läuft
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n
Der Augenblick
Weltoffenheit und soziale Verantwortung
Foto: Stefan Straube
Seit Kurzem hat das Uniklinikum Leipzig
mit einem Transparent weithin sichtbar
Stellung bezogen. „Wir behandeln ALLE
Menschen gleich“ lautet der Schriftzug,
der an den Zahnkliniken angebracht ist.
Er soll verdeutlichen, dass das Universitätsklinikum Leipzig und die Medizinische Fakultät der Universität Leipzig für
Weltoffenheit und soziale Verantwortung
stehen. In unseren Kliniken, Instituten
und Einrichtungen arbeiten Menschen
aus 55 Nationen gemeinsam in der Krankenversorgung, der medizinischen Forschung und Lehre. 300 Studenten aus dem
Ausland erlernen hier die Medizin und die
Zahnmedizin.
Viele unserer Mitarbeiter engagieren sich
ehrenamtlich in der Versorgung der zu
uns geflüchteten Menschen. Wir sind stolz
auf dieses Engagement und unterstützen
dies. Wir rufen alle auf, sich der eigenen
sozialen Verantwortung bewusst zu sein
und entsprechend zu handeln. Respekt
gegenüber allen Menschen ist uns ein
wichtiges Anliegen, Fremdenfeindlichkeit
hat bei uns keine Chance!
Prominente Gäste zur Aktion der UKL-Blutbank
Blutspender am Leipziger Uniklinikum können bis 30. Dezember den „Mukoviszidose Selbsthilfe Leipzig e. V.“ unterstützen
impressum
liebigstraße aktuell
Das gesundheitsmagazin des
universitätsklinikums leipzig
Herausgeber:
Universitätsklinikum Leipzig AöR
Der Vorstand
Liebigstraße 18
04103 Leipzig
Telefon:
Telefax:
0341 - 97 109
0341 - 97 15 909
E-Mail: [email protected]
Redaktion:
Helena Reinhardt (v.i.S.d.P.),
Ines Christ, Sandra Hasse
(Unternehmenskommunikation UKL).
Frank Schmiedel (Projektleiter LVZ).
Universitätsklinikum Leipzig AöR.
11. Jahrgang
In Kooperation mit der Redaktion der
LEIPZIGER VoLKSZEITUnG.
Druck:
Leipziger Verlags -und
Druckereigesellschaft mbH& Co. KG,
Peterssteinweg 19,
04107 Leipzig
LIEBIGSTRASSE AKTUELL
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Dr. Frank Bläser (kommissarischer Leiter des
Instituts für Transfusionsmedizin), Stefanie
Branz (Vereinsvorsitzende), IT-Bereichsleiter
Stefan Smers, Immobilienmakler Andreas Köngeter, HCL-Torhüterin Katja Kramarczyk, Jana
Streller (Vereinsmitglied und Krankenschwester
in der UKL-Kinderklinik), Julia Stübner (Vereinsmitglied), der Maler Michael Triegel und
Prof. Pierre Hepp (Leiter des Bereichs für Arthroskopische und spezielle Gelenkchirurgie am
UKL; v.l.n.r.) warben zum Start der Aktion für
Blutspenden.
Bis zum 30. Dezember können Spender mit ihrem Blut nicht nur Leben retten, sondern auch
ihre dafür erhaltene Aufwandsentschädigung für
den guten Zweck zur Verfügung stellen. Alle im
Aktionszeitraum gesammelten Spenden kommen
dem „Mukoviszidose Selbsthilfe Leipzig e.V.“ zugute, der aktiv das Nachsorge-Projekt „ALLE Dabei“ am Leipziger Universitätsklinikum unterstützt. Das Projekt hilft jungen Patienten, die an
der unheilbaren Stoffwechselerkrankung Mukoviszidose leiden. Dabei stehen die sozialmedizinische Nachsorge und die zeitlich begrenzte Be-
Foto: Stefan Straube
n
n sei dabei und hilf doppelt – unter diesem
motto steht die diesjährige Dezember-Aktion des instituts für Transfusionsmedizin am
ukl. Zur Auftaktveranstaltung trafen sich
am 1. Dezember prominente unterstützer
sowie Vertreter des ukl und des Vereins
„mukoviszidose selbsthilfe leipzig e.V.“ zum
gemeinsamen blutspenden in der blutbank.
gleitung betroffener Familien im häuslichen
Alltag im Vordergrund.
„Das Projekt ‚ALLE Dabei‘ versucht, den Problemen, die beim Übergang vom Krankenhaus zur
Betreuung und Versorgung zu Hause entstehen,
entgegenzuwirken“, erläutert Stefanie Branz, Vorstandsvorsitzende des Mukoviszidose Selbsthilfe
Leipzig e.V. „Wir wollen dabei helfen, die Lebensqualität der Erkrankten zu erhöhen. Dafür ist das
Nachsorge-Projekt am Leipziger Uniklinikum
ideal geeignet.“
Auch Oberarzt Dr. Frank Bläser, kommissarischer
Leiter des Instituts für Transfusionsmedizin, ist
vom Mukoviszidose-Projekt begeistert: „Alle
Maßnahmen, die den Betroffenen lange Krankenhausaufenthalte ersparen und ihnen eine Behandlung in ihrer gewohnten familiären Umgebung ermöglichen, unterstützen wir am ITM von
Herzen. Ich hoffe, unsere Blutspender helfen
kk/ic
ebenso tatkräftig mit.“
UKL-Blutbank
Johannisallee 32, Haus 8
Bitte unbedingt den Personalausweis zur
Blutspende mitbringen.
Weitere Infos: www.blutbank-leipzig.de
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„Unsere Ehrenamtlichen leisten am UKL
unbezahlbare Arbeit“
Das UKL bedankt sich zum Tag des Ehrenamtes bei den vielen engagierten Helfern im Klinikum
40 ehrenamtliche Helfer unterstützen selbstlos und unentgeltlich die Arbeit der Ärzte und Pfleger
der Uniklinik Leipzig.
Die Ehrenamtlichen bringen sich an vielen Stellen in den UKL-Alltag ein, zum Beispiel im
Spielzimmer der Kinderambulanz.
Fotos: Stefan Straube
n Sie sind da, wenn sie gebraucht
werden und übernehmen im Klinikalltag Aufgaben, für die der Zeitplan von
Schwestern und Ärzten wenig Raum
lässt: die 40 ehrenamtlichen Helfer am
Universitätsklinikum Leipzig. Zum Tag
des Ehrenamtes am 5. Dezember bedankte sich das Klinikum bei diesen
Helfern im Hintergrund.
das UKL die Helfer jedes Jahr am Tag des
Ehrenamtes zu einer Feier ein. In diesem
Jahr gibt es dazu noch ein besonderes Geschenk: „Damit unsere ehrenamtlichen
Helfer künftig auf den ersten Blick erkennbar sind, haben wir für sie einen
Schal in den UKL-Farben anfertigen lassen“, so Prof. Fleig.
Die 40 Ehrenamtlichen bringen sich an
vielen Stellen in den UKL-Alltag ein – als
Besuchsdienst, in der Patientenbibliothek,
„Die Arbeit, die unsere ehrenamtlichen
Helfer am Universitätsklinikum Leipzig
leisten, ist mit Geld gar nicht aufzuwiegen“, sagt Prof. Wolfgang E. Fleig, Medizinischer Vorstand am Universitätsklinikum Leipzig.
„Sie unterstützen unsere Arbeit selbstlos
und unentgeltlich, indem sie unseren Patienten ihre freie Zeit und ihre Kraft
schenken. Dafür danken wir herzlich im
Namen unserer Patienten und Mitarbeiter.“ Als Zeichen der Wertschätzung lädt
beim Kantorendienst, im Spielzimmer
der Kinderambulanz, als Lotse oder als
Vorleser auf Station. Regelmäßig und oftmals seit vielen Jahren stehen sie großen
und kleinen Patienten des UKL zur Seite,
unterstützen und entlasten so die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums. „Sie sind unseren Patienten und
uns eine große Hilfe“, so Prof. Wolfgang
Fleig; „Danke, dass Sie da sind.“
Helena Reinhardt
Ein Licht ist angegangen …
Leuchtschrift weist künftig allen Patienten, Besuchern und Mitarbeitern den Weg zum Haupteingang
n Pünktlich zur dunklen Jahreszeit
erstrahlt der Haupteingang des Universitätsklinikums Leipzig in hellem
Licht: Seit Anfang Dezember signalisiert schon von Weitem die neue
Leuchtschrift auf dem Vordach des
Hauses 4 in klarem Blau, wo sich das
Herzstück des Medizincampus Liebigstraße befindet. Kein Besucher, Patient oder neuer Mitarbeiter wird sich
künftig fragen müssen, wo genau sich
im Gebäudekomplex auf der Liebigstraße die Rezeption und der zentrale
Eingang befinden.
Ebenfalls neu ist unser großer Tannenbaum, der in diesem Jahr erstmals an seiner nunmehr festen Stelle vor dem
Haupteingang steht und in der Adventszeit einen weiteren Leuchtpunkt auf der
Liebigstraße setzt. Vielen Dank an die
Mitarbeiter im Bereich Planung und technische Gebäudeverwaltung, die diese
schöne Ergänzung unserer Außenfassaden ermöglicht haben. So leuchtet von
nun an auch in finsterer Nacht stets ein
Licht, um den Weg direkt ins Uniklinikum zu weisen …
HR
Die neue Leuchtschrift auf dem
Haus 4 weist den Weg zum Herzstück des Medizincampus Liebigstraße.
Foto: Stefan Straube
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LIEBIGSTRASSE AKTUELL
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UKL richtet Erstuntersuchung
für Asylsuchende ein
Unterstützung für den Freistaat bei der medizinischen Versorgung der Flüchtlinge in Sachsen
n Das Universitätsklinikum Leipzig
richtet einen Bereich für die Erstuntersuchung von Asylsuchenden ein und
unterstützt so den Freistaat bei der
medizinischen Versorgung der Flüchtlinge in Sachsen. Das UKL übernimmt
diese Aufgabe im Auftrag der zuständigen Landeseinrichtungen und des
Gesundheitsamtes sowie in Zusammenarbeit mit der Zentralen Ausländerbehörde bei der Landesdirektion
Sachsen.
Die Einrichtung wurde auf dem Gelände
der ehemaligen Kinderklinik in der Oststraße etabliert. Dafür wurde in kürzester
Zeit ein leerstehendes Gebäude zu einer
Registrierungs- und Untersuchungseinheit umgerüstet und so ausgestattet, dass
der Betrieb Anfang Dezember aufgenommen werden konnte. Die Untersuchungen werden von Ärzten und Pflegenden
des Universitätsklinikums durchgeführt,
die dazu von ihren bisherigen Aufgaben
freigestellt sind.
„Wir sehen es als unsere Pflicht, in der
aktuellen Situation Unterstützung zu
leisten und unsere Kompetenz für die
medizinische Versorgung zur Verfügung
zu stellen“, betont Prof. Wolfgang E. Fleig,
Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig. Die Erstuntersuchung
ist der erste Schritt, um eine möglicher-
weise notwendige Behandlung der in
den Herkunftsländern oft nur unzureichend medizinisch versorgten Menschen
sicherzustellen.
Ein besonderes Augenmerk der allgemeinen Untersuchung liegt auf der Suche
nach potenziell schweren Infektionskrankheiten. Sie sollten frühzeitig erkannt und behandelt werden, um so auch
Übertragungen auf andere Asylsuchende
oder die einheimische Bevölkerung zu
verhindern. Dazu stehen bei Bedarf den
Ärzte und Pflegende des UKL werden in der Einrichtung die Untersuchung von Asylsuchenden
durchführen.
Foto: Stefan Straube
Kollegen in der neuen Erstuntersuchungseinrichtung alle Experten des UKL
zur Verfügung.
„Unsere Aufgabe ist es, den nach monatelanger, oft strapaziöser Reise hier ankommenden Menschen in einer Erstprüfung
eine eventuell notwendige medizinische
Fürsorge zukommen zu lassen und
gleichzeitig sicherzustellen, dass schwerwiegende Gesundheitsprobleme schnell
erkannt und behandelt werden. Erfahrungen aus anderen derartigen Einrichtungen sagen uns, dass wir in der Mehrheit jedoch mit gesunden Menschen
rechnen können“, sagt Prof. Tom Lindner,
der ärztliche Leiter der Erstuntersuchungseinheit am UKL.
Derzeit engagieren sich bereits viele Ärzte und Pflegende des Universitätsklinikums ehrenamtlich in der medizinischen
Versorgung der Menschen in den Erstunterkünften in Leipzig. Mit der jetzt
eingerichteten Erstuntersuchungseinheit
am UKL soll das Aufnahmeverfahren beschleunigt und so die Situation der zu
uns kommenden Flüchtenden verbessert
werden. Bisher erfolgte die Erstuntersuchung vorrangig in Chemnitz. Seit Kurzem steht auch in Leipzig eine Erstuntersuchungseinrichtung zur Verfügung. Sie
wird jetzt durch die UKL-Einrichtung
verstärkt.
Helena Reinhardt
Gesetz zur Reform der Pflegeberufe stößt bei
den sächsischen Krankenhäusern auf Kritik
Krankenhausgesellschaft Sachsen und Universitätsklinikum Leipzig äußern sich zum Referentenentwurf
n Der aktuell vorliegende Referentenentwurf des Gesetzes zur Reform
der Pflegeberufe (Pflegeberufsgesetz
– PflBG) stößt bei den Krankenhäusern auf Kritik. Darin ist die Einführung der generalistischen Pflegeausbildung unter Zusammenlegung von
Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege sowie Gesundheits- und
Kinderkrankenpflege zu einer neuen
Pflegeausbildung vorgesehen. Ergänzend zu dieser fachberuflichen Pflegeausbildung soll dann außerdem
eine hochschulische Pflegeausbildung hinzukommen.
Die mit dem Gesetzentwurf verbundenen
Chancen und Risiken wurden im Rahmen
einer Informationsveranstaltung auf Einladung der Krankenhausgesellschaft Sachsen (KGS) und des Universitätsklinikums
Leipzig (UKL) am 24. November 2015 mit
mehr als 90 Vertretern aus Pflege, Krankenpflegeschulen, Personalbereichen und
Krankenhausleitungen diskutiert. Im Ergebnis überwogen die kritischen Einschätzungen, da befürchtet wird, dass die ausgebildeten Pflegekräfte am Ende nicht voll
einsatzfähig sein werden und die Krankenhäuser auf eigene Kosten nachqualifizieren müssen.
So ist aus Sicht der Leistungserbringer
LIEBIGSTRASSE AKTUELL
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Der aktuell vorliegende Referentenentwurf des Gesetzes zur Reform der Pflegeberufe stößt bei
den Krankenhäusern auf Kritik.
Foto: Stefan Straube
und Träger von Ausbildungseinrichtungen
fraglich, ob das eigentliche Ziel des Gesetzgebers, eine größere Zahl an potenziellen Auszubildenden mit dieser neuen
Ausbildungsform anzusprechen, erreicht
werden kann. „Zu befürchten ist doch,
dass insbesondere die Ausbildungsinhalte
aus Kinderkranken- und Altenpflege bei
einer generalistischen Ausbildung viel zu
kurz kommen. Die bisherige gegliederte
Ausbildung gewährleistet eine hohe Ori-
entierung am Patientenbedarf. Dieses
hohe Qualitätsniveau muss auch nach einer Ausbildungsreform sichergestellt werden“, so Friedrich R. München, stellvertretender Geschäftsführer und Justiziar
der KGS.
Das Universitätsklinikum Leipzig ist Träger
einer bedeutenden Medizinischen Berufsfachschule und großer pflegerischer Arbeitgeber mit rund 400 Auszubildenden in
der Pflege, davon 150 speziell in der Ge-
sundheits- und Kinderkrankenpflege. „Unser Anspruch ist es, jungen Menschen eine
hervorragende Ausbildung in attraktiven
Pflegeberufen zu ermöglichen“, erklärt
Prof. Wolfgang E. Fleig, Medizinischer Vorstand des UKL. Der Gesetzentwurf biete
dafür noch nicht die idealen Rahmenbedingungen. „Aus unserer Sicht eines großen Krankenhauses der Maximalversorgung ist es entscheidend, die Attraktivität
des wichtigen Berufsbildes der Pflege gezielt zu erhöhen – durch eine geeignete
Berufsbezeichnung ebenso wie durch eine
hohe Qualität der Ausbildung, die den
fachlichen Besonderheiten unterschiedlicher Pflegefachrichtungen genügend Rechnung trägt.“
KGS und das UKL werden sich daher auch
zukünftig kritisch und konstruktiv an der
Diskussion im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens beteiligen. Entsprechende Positionspapiere wurden den politischen Mandats- und Entscheidungsträgern
bereits übersendet. Im weiteren Gesetzgebungsverfahren wird auch die Deutsche
Krankenhausgesellschaft im Rahmen der
Verbändeanhörung im Dezember die
Möglichkeit haben, die Positionen der
Krankenhäuser einzubringen. Es bleibt
abzuwarten, inwieweit die kritischen
Stimmen der Praktiker Berücksichtigung
finden werden.
ukl
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Der heiße Tee und die kleine Mira
Jährlich 150 Kinder mit thermischen Verletzungen in der Kinderchirurgie des Universitätsklinikums Leipzig
n Die Mutter hat nur einen Moment
nicht aufgepasst: Sie hatte ihren frisch
gebrühten Tee auf den Küchentisch gestellt und dann die kleine Mira auf den
Hochstuhl gesetzt. Noch ehe die Beine
des sieben Monate alten Babys im
Hochstuhl sortiert waren, griff Mira zur
interessanten Teetasse und kippte sich
die heiße Flüssigkeit über Brust und
Bauch.
„Der heiße Tee und der Wasserkocher –
das sind häufige Ursachen für thermische
Verletzungen“, so Prof. Dr. Martin Lacher,
Direktor der Klinik und Poliklinik für
Kinderchirurgie am Universitätsklinikum
Leipzig, mit Blick auf den Tag des brandverletzten Kindes am 7. Dezember. Zwei
spezielle Betten für Kinder mit schwersten
derartigen Verletzungen werden in der
Kinder-Intensivstation vorgehalten. Und
wie sich immer wieder zeigt: aus gutem
Grund. In die Ambulanz der Klinik kommen jährlich rund 150 kleine Patienten
mit thermischen Verletzungen. 40 davon
werden stationär aufgenommen, wiederum 20 davon müssen auf die Intensivstation.
„Mit dem Begriff thermische Verletzungen
fassen wir die Folgen zusammen, die einerseits durch Feuer und elektrischen Strom,
andererseits durch heiße Flüssigkeiten entstehen“, erläutert Dr. Roland Böhm, Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie am Universitätsklinikum Leipzig.
Zusammen mit Oberärztin Dr. Margit Weißer leitet er den Bereich der Klinik, der sich
den derart verletzten Kindern widmet, also
die Versorgung der thermischen Verletzun-
Dr. Margit Weißer leitet am UKL gemeinsam mit Dr. Roland Böhm den Bereich der Klinik für Kinderchirurgie, der sich Kindern mit sogenannten thermischen Verletzungen widmet. Foto: Stefan Straube
gen und nicht selten dann auch nötige plastische Operationen übernimmt. Wie er erzählt, waren in den vergangenen Jahren
glücklicherweise die sogenannten Grillverletzungen rückläufig. Die Zahl der Verbrühungen mit heißen Flüssigkeiten – neben
Wasserkocher und Tee auch oft durch die
Schüssel zur Inhalationstherapie – ist aber
unverändert. Im Durchschnitt betrifft das
Ausmaß der Verletzungen zehn Prozent der
Körperfläche.
Gesicht und Brustkorb, Genitalien und
Oberschenkel – das sind die am häufigsten
betroffenen Körperteile. Bei der Behand-
lung wird mit modernsten Methoden versucht, eine unschöne Narbenbildung zu
vermeiden. „Wir haben dafür auch eine
Spezialambulanz, die sich vor allem der
Vermeidung einer überschießenden Narbenbildung widmet“, sagt Klinikdirektor
Prof. Lacher. Die kleinen Patienten erhalten hier beispielsweise eine spezielle Kompressionsbekleidung, deren Druck dazu
beitragen soll, die Narbenbildung zu minimieren. Zudem wird per Lasertherapie
und mit plastischen Operationen gearbeitet, um besonders an den ästhetisch relevanten Körperstellen optimale Ergebnisse
zu erreichen, aber auch um die Funktion
bei gelenkübergreifenden Narben zu erhalten. „Ich möchte aber deutlich sagen“,
so Oberarzt Dr. Böhm, „dass immer die
Stärke der thermischen Verletzung die Entwicklung des Narbengewebes beeinflusst.
Ab einem bestimmten Ausmaß sind leider
auch unsere medizinischen Möglichkeiten
limitiert.“
Eng zusammen arbeiten die Mediziner der
Klinik zudem mit dem Verein „Paulinchen
– Initiative für brandverletzte Kinder“.
Diese bundesweit agierende Selbsthilfegruppe von Eltern mit brandverletzten
Kindern widmet sich der Vorbeugung und
Aufklärung, wie mit der Kampagne „Sicher
grillen ohne Spiritus“, und zugleich der
praktischen Hilfe für Betroffene, wie der
Auflistung von Spezialkliniken – zu denen
auch die Kinderchirurgie des Universitätsklinikums gehört.
Die kleine Mira indes hatte Glück im Unglück, weil die Verbrühungen nicht so
stark waren. Durch ihre Windel wurden
die Genitalien geschützt. Zudem hat die
Mutter sofort entschlossen und richtig gehandelt. Sie entkleidete ihr Baby und
kühlte die Verletzungen mit kaltem Wasser. Per Notarzt waren beide nur Minuten
nach dem Teetassen-Unfall in der Notaufnahme der Uni-Kinderklinik, die Experten der Kinderchirurgie legten einen speziellen Wundverband an. Schon nach fünf
Tagen konnten beide die Klinik verlassen.
Das Baby mit einem frischen SpezialWundverband für die Zeit zu Hause und
die Mutter mit einem glücklichen Lächeln:
„Die Ärzte hier haben wirklich eine SuUwe Niemann
perarbeit gemacht.“
UKL-Allergiezentrum LICA erhält Qualitätssiegel
Kompetente Hilfe für große und kleine Allergiepatienten / Experten verzeichnen Zunahme
von Nahrungsmittelallergien
n Das Leipziger Interdisziplinäre Centrum für Allergologie (LICA) am UKL
wurde kürzlich vom Zusammenschluss
der deutschen Allergie-Fachgesellschaften zertifiziert. Damit ist es das einzige
Zentrum dieser Art in Mitteldeutschland
und das dritte im gesamtdeutschen
Raum. Allergiepatienten jeglicher Art
erhalten hier umfassende Hilfe durch
ein interdisziplinäres Team von Spezialisten aus mehreren Fachbereichen.
„Das wichtigste Ziel des Leipziger Interdisziplinären Centrums für Allergologie ist es, für
Patienten mit allergischen Erkrankungen bestmögliche, qualitätsgesicherte und auf aktuellen Leitlinien und Standards der Fachgesellschaften basierende diagnostische und
therapeutische Verfahren anzubieten“, erklärt
Prof. Dr. Regina Treudler, geschäftsführende
ärztliche Leiterin des LICA. „Mit diesem Ziel
haben wir unsere Strukturen, Prozesse und
Ergebnisse im LICA einem Gutachterprozess
unterzogen und das Qualitätssiegel ‚Zertifziertes Comprehensive Allergy Center‘ erhalten.“
Bewertet wurden neben der interdisziplinären
Zusammenarbeit in der Patientenversorgung
zum Beispiel auch gemeinsame Fort- und
Weiterbildungen und die Beteiligung an wissenschaftlichen Studien – beispielsweise zu einer vielversprechenden neuen Therapieoption
Vertreter des LICA-Lenkungsgremiums und der beteiligten UKL-Einrichtungen gemeinsam mit UKLVorstand Prof. Wolfgang E. Fleig (r.) und den Gutachtern Prof. Margitta Worm (4.v.r.) und Prof. Eckard Hamelmann (3.v.r.): Prof. Roland Pfäffle (Kinderklinik), Prof. Andreas Dietz (HNO), Dr. Thorsten Kaiser (Laboratoriumsmedizin), Prof. Jan-Christoph Simon (Hautklinik), Dr. Freerk Prenzel
(Kinderklinik), Prof. Regina Treudler (Hautklinik, Leiterin LICA), Dr. Iris-Susanne Horn (HNO),
Silke Döring (Qualitätsmanagement; v.l.n.r.).
Foto: Markus Carsten
für die Neurodermitis, bei der über Antikörper bestimmte Strukturen des Immunsystems
beeinflusst werden.
Zu den häufigsten Erkrankungen, die von
den Experten der Dermatologie, HNO, Kin-
derheilkunde und Laboratoriumsmedizin
am UKL fachübergreifend therapiert werden,
gehören neben der Neurodermitis auch das
Nesselfieber, Kontaktekzeme, allergische Reaktionen auf Insektengifte und verschiedens-
te Nahrungsmittel sowie Atemwegserkrankungen bei Pollenallergie. Allein im Jahr
2014 wurden am UKL zur Diagnostik mehr
als 10 000 Haut-Prick-Tests durchgeführt.
„Wir beobachten in den letzten Jahren eine
deutliche Zunahme allergischer Reaktionen,
im schlimmsten Fall bis hin zum allergischen
Schock“, so Prof. Treudler. „Insbesondere
viele Nahrungsmittel, darunter die in der
Vorweihnachtszeit gerne verzehrten Nüsse,
bewirken bei immer mehr Kindern und Erwachsenen allergische Reaktionen.“ Wer
unsicher ist und glaubt, Symptome einer Allergie wie Kribbeln, Juckreiz, Atemnot oder
Kreislaufbeschwerden an sich selbst zu bemerken, dem sei angeraten, einen Allergieexperten aufzusuchen. Prof. Treudler: „An solchen Symptomen sollte man auf keinen Fall
selber herumdoktern, indem man in die
Apotheke geht und irgendetwas kauft, sondern die tatsächliche Ursache durch den
Fachmann oder die Fachfrau abklären lassen
– sonst kann es passieren, dass die Erkrankung chronisch wird.“
Sandra Hasse
Leipziger Interdisziplinäres Centrum
für Allergologie (LICA)
Dermatologie: 0341 - 97 186 91
HNO: 0341 - 97 217 38 / 21
Kinderheilkunde: 0341 - 97 262 41
@ www.lica.uniklinikum-leipzig.de
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LIEBIGSTRASSE AKTUELL
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Mehr Geld für Ärztinnen
und Ärzte am UKL
Uniklinikum Leipzig und Marburger Bund einigen sich auf neuen Tarifvertrag
Foto: Stefan Straube
n Das Universitätsklinikum Leipzig und
der Marburger Bund haben sich auf einen
neuen Haustarifvertrag geeinigt. Ärztinnen und Ärzte erhalten damit rückwirkend ab 1. Juli 2015 mehr Gehalt.
Clownsnasen
kommen
regelmäßig
auf die Kinderkrebsstation
In der Ausgabe 22/2015 der „Liebigstraße aktuell“ ist uns ein Fehler unterlaufen, wir bitten
diesen zu entschuldigen. Auf Seite 5 wurde
zum Thema Leipziger Klinikclowns berichtet.
Das Foto zum Beitrag zeigt nicht die„Leipziger
Sonntagsclowns“, sondern die Clowns des
Vereins „Clownsnasen e.V.“, die ebenfalls am
UKL unterwegs sind. Es ist der Verein„Clownsnasen e.V.“, der regelmäßig die Kinder in der
Kinderonkologie besucht. Wir danken auch
diesem Verein für seinen wichtigen Beitrag für
die Genesung unserer kleinen Patienten! ukl
In den aktuellen Entgelttarifverhandlungen
zwischen dem Vorstand des UKL und dem
Marburger Bund konnte innerhalb von
sechs Verhandlungsterminen ein Ergebnis
mit einer Laufzeit bis zum 30. September
2017 erreicht werden.
Ärztinnen und Ärzte des Klinikums erhalten
damit ab dem 1. Juli 2015 mehr Gehalt. Die
Tarifparteien einigten sich auf eine schrittweise Erhöhung der Gehälter der rund 700
nach Haustarifvertrag vergüteten Ärztinnen
und Ärzte am UKL in drei Stufen. Für das
Jahr 2015 wurde zum 1. Juli eine Steigerung
von 2,2 Prozent vereinbart. Zum 1. Juli 2016
erfolgt ein weiterer Schritt von 2,3 Prozent
und zum 1. April 2017 eine weitere Anpassung der Gehälter um 2,3 Prozent.
„Für das UKL bestand das Ziel in einer angemessenen, leistungsgerechten und wettbewerbsfähigen Bezahlung unserer Ärztinnen und Ärzte unter Berücksichtigung
unserer wirtschaftlichen Möglichkeiten. Vor
dem Hintergrund unserer Leistungsentwicklung und der Rahmenbedingungen des
Deutschen Gesundheitswesens konnten wir
einen tragfähigen Kompromiss erreichen“,
sagt Marco Bohn, kommissarischer Kaufmännischer Vorstand des UKL, zum Tarifabschluss. „Wir freuen uns daher über das
konstruktive Klima der Vertragsverhand-
Das Universitätsklinikum Leipzig und der Marburger Bund haben sich auf einen neuen Haustarifvertrag für Ärztinnen und Ärzte geeinigt.
Foto: Stefan Straube
lungen und die zügige Einigung, die neben
den berechtigten Interessen der Ärzte auch
unserem Ziel der Existenzsicherung des
UKL als Unternehmen Rechnung trägt“, so
Bohn weiter.
Mit dem Abschluss werden die Entgelte um
6,8 Prozent in 27 Monaten angehoben. Damit werde die Leistung der Ärzte honoriert
und das Bezahlungsniveau insgesamt konkurrenzfähiger. Ebenfalls wurden mit der
Einführung zusätzlicher Stufen Verbesserungen in der Struktur der Entgelttabelle
für die Ärzte des UKL vereinbart.
„Mit der Tarifeinigung ist es gelungen, den
langjährigen und schwierigen Prozess zur
verbindlichen Einführung einer vollständigen Überstundenerfassung im ärztlichen
Dienst abzuschließen. Für diesen Erfolg haben sich die Mitglieder der Tarifkommission
intensiv eingesetzt, weshalb ich mich freue,
dass wir uns mit dem UKL auf ein solches
verbindliches Verfahren verständigen konnten“, so Steffen Forner, Geschäftsführer des
Marburger Bundes Sachsen.
Beide Seiten zeigten sich angetan von der
gegenseitigen Bereitschaft zur Lösungsfindung, die diesen Tarifabschluss ermöglicht
ukl
hat.
Studieren bis der Arzt kommt
Bundeskongress der Medizinstudierenden in Leipzig
n MEDIZIN A-Z
R wie Refluxkrankheit
Wenn der Rückfluss von Verdauungssäften aus dem Magen in die
Speiseröhre Beschwerden bereitet,
spricht man von der Refluxkrankheit. Häufige Ursache ist eine Funktionsstörung des unteren Schließmuskels der Speiseröhre, durch die
es zu krankhaft gesteigertem Reflux
kommt. Sodbrennen und Schmerzen hinter dem Brustbein sind typisch für die gastroösophageale
Refluxkrankheit. Die Symptome
verstärken sich nach größeren
Mahlzeiten, beim Bücken und im
Liegen. Meist gelingt es, die Krankheit in den Griff zu bekommen, indem die Ernährung umgestellt und
das Übergewicht reduziert wird.
Medikamente, die die Bildung von
Magensäure hemmen, sollten nur
kurzzeitig verwendet werden. Lesen
Sie dazu auch den Ratgeber auf
Seite 14.
UN
LIEBIGSTRASSE AKTUELL
|
n Anlässlich des 600-jährigen Jubiläums der Medizinischen Fakultät der
Universität Leipzig fand die diesjährige und bisher größte Versammlung
der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (bvmd)
in Leipzig statt. Anfang Dezember waren rund 600 Studierende aus allen
deutschen Medizinfakultäten zu Gast.
Unter dem Motto „Studieren bis der Arzt
komm – Was bleibt vom Studium hängen?“ und unter der Schirmherrschaft
von Comedian Dr. Eckart von Hirschhausen bot der Kongress ein Forum, um
über den Tellerrand des Studiums hinaus
zu schauen und gesellschaftspolitische
Fragen zu diskutieren.
Das Kongresswochenende fand auf dem
Hauptcampus der Universität Leipzig am
Augustusplatz statt. Von der Eröffnung
am Freitagabend bis zur Abschlussveranstaltung am Sonntag wurde den Studierenden eine Vielzahl an Möglichkeiten
geboten, sich kritisch mit dem Tagungsthema auseinanderzusetzen. Seminare,
Workshops und Diskussionsrunden mit
Studierenden, Dozenten und externen
Experten bildeten den Hauptteil des Kongresswochenendes.
Dabei ging es unter anderem um die me-
dizinische Versorgung von Flüchtlingen,
die Weiterentwicklung des Medizinstudiums oder auch die Verbesserung der eigenen Fähigkeiten. So beteiligte sich die
LernKlinik Leipzig der Medizinischen
Fakultät mit mehreren Kursen aus dem
Bereich Frauenheilkunde. Darüber hinaus
wurden ein „Forum der Initiativen“, eine
Plattform für den Austausch lokaler und
nationaler Projektgruppen sowie entspannte Gelegenheiten wie Tanz- und
Sportkurse angeboten, um sich abseits
des Studiums kennenzulernen und weltweit zu vernetzen.
unl
Comedian Dr. Eckart von Hirschhausen hatte die Schirmherrschaft für den Bundeskongress der
Medizinstudierenden in Leipzig übernommen.
Foto: Carola Fritsche
seite 7
n
AUSBILDUnGS-TAGEBUcH
Zwischen medizinischer Ausbildung
und Apfel-Festival
schülerinnen der MbFs besuchen das Partner-College in den usa
n An der Medizinischen Berufsfachschule (MBFS) des Universitätsklinikums
Leipzig lernen rund 750 junge Menschen
einen Gesundheitsberuf. Sie haben sich
für einen Beruf mit guten Zukunftsaussichten entschieden, der hohe Ansprüche an die fachliche und soziale Kompetenz jedes Einzelnen stellt. In der Reihe
„Ausbildungstagebuch“ geben die Azubis verschiedener Fachrichtungen Einblicke in ihre Berufsausbildung. Heute:
Der Besuch von MBFS-Schülerinnen und
einer Lehrerin in den USA.
Seit mittlerweile 19 Jahren gibt es den Schüleraustausch zwischen der Medizinischen
Berufsfachschule und dem College St. Scholastica in Duluth (Minnesota). In diesem
Herbst durften wir Schülerinnen Jeannine
(Laborassistentin), Judith (Diätassistentin),
Annika (Gesundheits- und Krankenpflege)
und Elisabeth (Kinderkrankenpflege) sowie
unsere Lehrerin Roswitha Grötsch (Lehrerin im Bereich Gesundheits- und Krankenpflege) in die USA fliegen. Bereits im Mai
hatten wir aktiv an dem Programm mitgewirkt, als vier Studenten aus dem College in
Leipzig zu Gast waren. Nun durften wir sehen, wie und was sie in den USA lernen.
Duluth hat 86 000 Einwohner und liegt im
Norden des Landes am Lake Superior.
Von Berlin aus ging es über mehrere Zwischenstopps nach Minneapolis und von
dort aus mit dem Bus nach Duluth. Dort
wurden wir herzlich von Karen (Lehrerin
für Deutsch und Russisch, Organisatorin
des Austauschprogramms) und unseren
Gastgebern Alex, Brooke, Stella und Holly
in Empfang genommen. Wir schliefen alle
auf oder nahe dem Campus, was uns nach
der langen Reise von bald 24 Stunden auch
nicht schwerfiel.
Am nächsten Tag ging es gleich voll mit dem
Programm los: Zuerst wurden uns das College und der Campus gezeigt. In dem etwa
100 Jahre alten College studieren circa 1200
Studenten in vielen verschiedenen Fachrichtungen, von Krankenpflege über Psy-
Neben dem Unterricht hatten die Schülerinnen in den USA auch Zeit, verschiedene Sehenswürdigkeiten
zu besichtigen, darunter einen Leuchtturm und die Wasserfälle des Gooseberry River.
Foto: privat
chologie bis hin zu Sozialer
Arbeit
und
Sprachwissenschaften.
Nach dem Mittagessen
ging es weiter mit einer
Stadtbesichtigung von
Duluth, gefolgt von einer Chorprobe und
dem Helfen der Vorbereitungen für ein jüdisches Fest, welches auf
dem Campus stattfand.
In unserer ersten Unterrichtsstunde stellten
wir auf Englisch unser Gesundheitssystem
vor und beantworteten die Fragen der Schüler. In einem nahegelegenen College konnten wir angehenden Physiotherapeuten über
die Schulter schauen, wie sie Erwachsene
kostenlos behandelten. Beeindruckt waren
wir vor allem vom Gebrauch der Spielekonsole Wii während der Therapiestunde. In
der Stadt Spooner haben wir ein kleines
städtisches Krankenhaus angeschaut. Die
Mitarbeiter waren sehr nett und haben uns
bei einer Führung Vieles erklärt – dauerhaft
abgeschlossene Medikamentenschränke und
die Arbeitsteilung von
Krankenpflegern und
Krankenpflege-Assistenten waren beispielsweise neu für uns.
Auch die Kurse am College haben uns sehr beeindruckt und wir haben viel für uns
mitgenommen: In der
Physioklasse stand EKG-Lesen an und zwar
so vertieft, wie das bei uns nur die Medizinstudenten lernen – beeindruckend! In zwei
Deutschstunden haben wir uns den amerikanischen Studenten spielerisch durch das
Erraten von Hobbys vorgestellt. Wir haben
alle neue Einblicke gewonnen und werden
uns, vor allem was den Fleiß der Schülerinnen und Schüler hier am College angeht,
eine dicke Scheibe abschneiden können.
Mit Cindy, einer gelernten Diätassistentin
und Krankenschwester, haben wir die San
Marco Apartments in Duluth besucht. In
diesem Haus leben vor allem chronisch alkoholkranke Menschen. Wir wurden durch
das Haus geführt und konnten sogar eine
Wohneinheit besichtigen. Cindy berichtete
uns ausführlich über ihre Tätigkeit als
Krankenschwester vor Ort und über einzelne Probleme der Bewohner.
Neben dem Unterricht kamen auch das
Shopping und die Besichtigung von Sehenswürdigkeiten nicht zu kurz. So waren wir in
Duluth beispielsweise in einem Laden, in
dem Krankenschwestern ihre Kleidung der
Jahreszeit entsprechend kaufen können
(Halloween, Weihnachten, Ostern, Frühling…). Bei verschiedenen Ausflügen in die
Umgebung hatten wir tolles Wetter, sodass
der Besuch beim Apfel-Festival, die Besichtigung eines Leuchtturms und der Wasserfälle des Gooseberry Rivers unvergesslich
bleiben werden.
Einer der Höhepunkte unserer Reise war
der Ausflug nach Minneapolis. Die Stadt
bildet zusammen mit St. Paul die Metropolregion der „Twin Cities“. Regierungsviertel,
das Kapitol und mehrere Gefallenengedenkstätten standen ebenso auf unserem Tourprogramm wie die Kathedrale von St. Paul,
das Science Museum (Museum der Wissenschaft), ein Eishockey-Spiel der Minnesota
Wilds und ein Theaterbesuch.
Am letzten Tag standen noch Vorlesungen
auf dem Plan, am besten gefiel uns die Fotografiestunde. Das College hat seine eigene Dunkelkammer – wir waren definitiv
beeindruckt und auch ein bisschen neidisch! Um allen mitwirkenden Personen
Danke zu sagen, haben wir abends zum
Pizzaessen eingeladen. Wir hatten eine so
wundervolle Zeit! Uns allen fiel der Abschied schwer, schließlich weiß man nicht,
wann und ob man sich überhaupt noch
einmal wiedersieht. Wir hoffen es zumindest!
Elisabeth Richter (Kinderkrankenpflege)
Annika Kokott (Krankenpflege) und
Judith Pankow (Diätassistenten)
Ausbildungen an der Medizinischen Berufsfachschule des UKL
Derzeit können sich Interessenten für folgende Ausbildungsgänge an der MBFS bewerben:
Gesundheits- und Krankenpflege
Bewerbungsfrist: 29. Februar 2016
Gesundheits- und Kinderkrankenpflege
Bewerbungsfrist: 29. Februar 2016
Hebamme
Bewerbungsfrist: 31. Dezember 2015
Physiotherapie
Bewerbungsfrist: 30. April 2016
Medizinisch-Technische Laborassistenz
Bewerbungsfrist: 30. April 2016
Medizinisch-Technische
Radiologieassistenz
Bewerbungsfrist: 30. April 2016
Diätassistenz
Bewerbungsfrist: 30. April 2016
Ausführliche Hinweise zum Bewerbungsverfahren sowie Infos zur Berufsfachschule
und den einzelnen Ausbildungen finden Sie
unter www.mbfs.uniklinikum-leipzig.de.
Foto: Stefan Straube
An der Medizinischen Berufsfachschule
(MBFS) des UKL werden Ausbildungen
für Gesundheitsfachberufe angeboten. In
insgesamt acht Fachbereichen lernen
rund 750 Schüler. Der Lehrbeginn und
die Anzahl der angenommenen Bewerber variiert je nach Fachbereich, die Voraussetzung ist überall mindestens ein
Realschulabschluss. Schulgeld müssen
die Auszubildenden nicht bezahlen.
|
Liebigstrasse aktueLL
SEITE 8
n
BLUmenSTrAUSS Der WocHe
Ein Dankeschön für Roswitha Grötsch
Einen Blumenstrauß der Woche gab es
dieses Mal für Roswitha Grötsch, Lehrerin in der Gesundheits- und Krankenpflege an der Medizinischen Berufsfachschule
des Uniklinikums. Stellvertretend für den
gesamten Fachbereich überreichte Azubi
Annika Kokott den Strauß. „Wir wollen
uns damit für ihr jahrelanges außergewöhnliches Engagement bedanken, vor
allem auch bei den Schüleraustauschen
mit unserer Partnerschule in den USA“,
sagt Fachbereichsleiter Ronny Seidel.
Foto: Stefan Straube
Mit dem „Blumenstrauß der Woche“ möchten
wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der
Universitätsmedizin „Danke“ sagen für ihre Arbeit und ihr Engagement. Wenn Sie jemanden
kennen, der schon lange einen Blumenstrauß
verdient hat – sagen Sie es uns. Wir freuen uns
auf Ihre Vorschläge, bitte per E-Mail an
[email protected] oder per Telefon
unter 0341 - 97 15 905.
Das Team der „Liebigstraße aktuell“
Sterne im Advent und zu Weihnachten
UKL-Seelsorger Michael Böhme schreibt über die Herkunft und Bedeutung der Advents- und Weihnachtssterne
Foto: Strefan Straube
n „Gelb mit rotem Kern,
um angesichts dieser Diden mag ich besonders
mensionen das eigene Legern.“ Wir mussten einen
ben mit Dankbarkeit zu
neuen Adventsstern kaubetrachten. Und im gleifen, einen echten Herrnchen Augenblick ahnen
huter Stern. Der alte hatwir, dass das eigene Wohlte das Zeitliche gesegnet.
ergehen und das meiner
Und schon hatten wir
Familie und Freunde nicht
eine kleine Diskussion.
selbstverständlich ist. So
Sollte er ganz gelb sein,
hat der Blick auf die Sterne
oder mit rotem Kern? So
immer schon etwas Bittenist es mit den Traditionen
des, Sehnsuchtsvolles an
in den Familien. Die eisich.
nen verstauen ihn übers
Die Advents- und WeihJahr im Ganzen in der
nachtssterne haben aber
Kammer. Die anderen
noch ein ganz anderes VorPfarrer Michael Böhme
nehmen ihn immer
bild. Jesu Geburt wird bewieder auseinander. So
gleitet von einem Himoder so knicken die Spitmelsphänomen. Ob es die
zen trotzdem um im Laufe der Zeit,
– von der Erde aus gesehen – dreifache
oder das Papier löst sich am Sockel der
Begegnung von Jupiter und Saturn war,
einzelnen Spitzen.
oder die Reihung von gleich fünf Planeten, an denen die Mondsichel vorbeizog,
Heute gibt es viele Formen von Adventssei dahin gestellt. Die Geburt im Stall von
sternen, und wir alle haben unsere TradiBethlehem war mit einem Stern in Vertionen. Am Vorabend des ersten Advents
bindung gebracht. Die Menschen schaugehen wir ans Werk. Mehr und mehr
ten aufmerksamer hin, die Hirten, die
Sterne tauchen auf, wenn man durch die
Sternendeuter, und fragten nach der BeFenster der Wohnstuben blickt. Sterne gedeutung.
hören einfach dazu, als Strohsterne oder
Wenn wir in Vorbereitung auf das WeihPlätzchen in Sternenform, als Aufkleber
nachtsfest Geschenke aussuchen, an Menauf dem Päckchen an die Kinder oder als
schen nah und fern denken, vielleicht
Fensterschmuck.
auch der Hektik des Alltags etwas entgeDer Blick an den Sternenhimmel ist seit
gensetzen wollen, dann ist es dieselbe
alters her Teil der Menschheitsgeschichte.
Suchbewegung wie damals. Ein KrankenDie Himmelsbeobachtung hat wesentlihausaufenthalt in dieser besonderen Zeit
chen Einfluss auf die Deutung und Ordwird emotionaler als ohnehin schon. Wir
nung des Lebens auf der Erde. Die Weite
halten inne, fragen nach Sinn, wollen zu
und Schönheit des Firmaments lässt uns
Besinnung kommen. Und so wird der
staunen. Man muss nicht religiös sein,
Stern in der Weihnachtszeit zum Hoff-
LIEBIGSTRASSE AKTUELL
|
nungssymbol. Jochen Klepper (1903–
1942) schrieb in dunkler Zeit: „Noch
manche Nacht wird fallen auf Menschenleid und -schuld. Doch wandert nun mit
allen der Stern der Gotteshuld. Beglänzt
von seinem Lichte, hält euch kein Dunkel
mehr, von Gottes Angesichte kam euch
die Rettung her.“ Weihnachten und die
Sterne gehören zusammen. Sie laden uns
ein, innezuhalten, in welcher Lebenssituation auch immer, und Ausschau zu halten
nach dem Licht, das unser Leben heller
macht.
Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Adventsund Weihnachtszeit!
Ihr Pfarrer Michael Böhme
Gottesdienste
am UKL
christvesper
24. Dezember, 15 Uhr
Gottesdienst
27. Dezember, 10 Uhr
Jahresschlussandacht
31. Dezember, 17 Uhr
Gottesdienst
3. Januar, 10 Uhr
SEITE 9
„Eine Notaufnahme ist immer
ein Zuschussgeschäft“
Mediziner fordern auf Kongress in Leipzig Reformen im Krankenhaus-System
n „Qualität trifft Ökonomie“ – unter
diesem Motto tauschten sich Anfang
Dezember 3500 Teilnehmer des 15.
Kongresses der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und
Notfallmedizin (DIVI) über die aktuelle
Situation in ihrem Berufsfeld aus. Die
Veranstaltung fand zum dritten Mal im
Congress Center auf der Messe statt.
Schwerpunkt Kindernotaufnahme: Ein
Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf den
speziell auf Kinder ausgerichteten Notaufnahmen. Zwar sei in Deutschland mit
77 Kinderintensivstationen eine nahezu
flächendeckende Versorgung gewährleistet. Jedoch bestehe nach wie vor Nachbesserungsbedarf bei der Zuweisung von
speziellen Notfällen wie etwa einer schweren Meningokokken-Infektion, erklärte
Prof. Dr. Gerhard Jorch von der Universitätskinderklinik Magdeburg.
Denn nicht immer sei das nächstgelegene
Krankenhaus auch das richtige für solch
besonders schwere Fälle, so der DIVI-Präsident. „Nicht jeder ist für alles zuständig
und gerüstet“, erläuterte Jorch die Problematik. In den entsprechenden Richtlinien sei zwar festgeschrieben, dass ein
Patient immer in das nächstgelegene, geeignete Krankenhaus zu transportieren
sei. „Die Betonung liegt hier aber auf dem
zweiten Adjektiv.“ Das von der Politik geäußerte Lob, dass nahezu überall in
Deutschland die nächste Klinik in einem
Umkreis von knapp 20 Kilometern zu erreichen sei, erweise sich daher oft als Falle
– nämlich dann, wenn diese nicht für den
entsprechenden Notfall gerüstet sei. Diese
Problematik müsse noch stärker in den
Köpfen des Rettungspersonals verankert
werden.
Qualität gegen Wirtschaftlichkeit: Weiteren Handlungsbedarf sieht Jorch auch bei
der wirtschaftlichen Schieflage vieler Not-
aufnahmen. Die von den Krankenkassen
ins Spiel gebrachte Querfinanzierung der
Stationen über die stationäre Aufnahme
von Patienten decke bei Weitem nicht die
tatsächlichen Kosten.
„Eine Notaufnahme ist immer ein Zuschussgeschäft“, so Jorch. Die generelle
personelle Unterversorgung in vielen
Notaufnahmen werde zudem noch dadurch verschlimmert, dass mittlerweile
viele Patienten die Einrichtungen aufsuchten, obwohl sie lediglich einen Facharzt benötigen – und so wichtiges Personal binden, das dann an anderer Stelle
fehlt. Ein möglicher Ansatz, um die finanzielle Schieflage auszugleichen, besteht laut DIVI in der Einrichtung von
regionalen Notfallzentren. Diese könnten
nach verschiedenen Kategorien gestaffelt
sein.
Zentren der Kategorie I könnten überregional tätig sein, während Kategorie-IIEinrichtungen nur über eine eingeschränkteZahlstationärerFachabteilungen
verfügen würden. In Kategorie III fänden
sich ambulante Versorgungszentren, die etwa
in ländlichen Gebieten
ohne eigenes Krankenhaus denkbar wären.
Wichtig sei bei dieser
Staffelung natürlich die
enge Verzahnung der
Zentren mit den kassenärztlichen Notdiensten, Notärzten und
Rettungsdiensten, damit Patienten schnell
ihrem Leiden entsprechend verteilt werden
können. Kein Problem
sieht die DIVI in den
daraus resultierenden,
teils längeren Anfahrtswegen zu den jeweiligen
Im Rahmen des DIVI-Kongresses war eine chinesische Delegation auch am Uniklinikum Leipzig zu
Gast. Die Besucher, die in China im Gesundheitsministerium arbeiten beziehungsweise in Peking für die
Intensiv- sowie für die Notfallmedizin zuständig sind, informierten sich bei einem Rundgang mit Professor André Gries, dem Ärztlichen Leiter der Zentralen Notaufnahme am UKL, über Struktur und Organisation der Zentralen Notaufnahmen in Deutschland und am UKL.
Fotos: Stefan Straube
Standorten. Mittlerweile sei gerade der
Luftweg per Helikopter deutlich einfacher
nutzbar als noch in vergangenen Jahren.
Erfolgreich gegen Keime: Erfolge konnte
die DIVI auf dem Gebiet der Krankenhaushygiene vermelden. So seien mittlerweile mehr als 900 Intensivstationen in
ganz Deutschland im sogenannten Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System
(KISS) organisiert und hätten neue Konzepte zur wirksamen Bekämpfung von
multiresistenten Keimen in Krankenhäusern entwickelt. Beispielsweise würden
Intensivpatienten nun häufig einer täglichen Ganzkörperwaschung mit Antiseptika unterzogen, um so das Risiko einer
Infektion oder Verbreitung weiter einzudämmen.“
Bastian Fischer
Durchbruch: Forscher erklären
lebensbedrohliches Entzündungssyndrom
„Immunologische Entgleisung“ im Fokus von Leipziger Wissenschaftlern
n Wissenschaftler der Universität
Leipzig haben einen wichtigen Beitrag bei der Erforschung eines bisher
rätselhaften,
lebensbedrohlichen
Entzündungssyndroms geleistet, das
oft bei der Therapie von AIDS auftritt. Sie analysierten die Mechanismen, die zu dieser unkontrollierten
Entzündungsreaktion führen. Ihre
neuen Erkenntnisse veröffentlichten
die Forscher unter der Federführung
von Prof. Dr. Gottfried Alber von der
Veterinärmedizinischen Fakultät in
der Zeitschrift „European Journal of
Immunology“ kürzlich online. In der
Dezember-Ausgabe
dieser
Zeitschrift, die in wenigen Tagen erscheint, ist der Beitrag auf dem Cover
angekündigt.
„Das Entzündungssyndrom steht direkt
mit einer Pilzinfektion im Zusammenhang, die eine der Haupttodesursachen
von HIV-Patienten darstellt. Allein in
Ländern südlich der Sahara infizieren sich
jährlich mehr als 1.000.000 HIV-Patienten neu mit Kryptokokken, den Erregern
dieser Pilzinfektion. Die Sterblichkeit
liegt bei bis zu 60 Prozent“, sagt Alber.
Das liegt daran, dass HIV das Immunsystem der Betroffenen unterdrückt. Inzwischen erhalten HIV-Patienten daher immer häufiger Medikamente, die das
Immunsystem wieder aufbauen. Allerdings kann dadurch paradoxerweise
plötzlich eine unkontrollierte, überschießende Entzündungsreaktion hervorgerufen werden. Diese wird als KryptokokkenIRIS bezeichnet und stellt ein neues
gravierendes medizinisches Problem dar.
„Die Patienten erkranken dabei häufig an
einer Hirnhautentzündung“, erläutert Alber weiter. Diese „immunologische Entgleisung“ ist nun von ihm und seinem
Team in einem durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten
Projekt untersucht worden.
„Es müssen gezielte Therapieansätze für
Kryptokokken-IRIS entwickelt werden.
Dies erfordert eine detaillierte, systematische Untersuchung der auslösenden Mechanismen. Ein geeignetes experimentelles
Modell kann daher entscheidend zum Verständnis der Krankheitsentstehung beitragen“, erläutert Diplom-Biologin Maria
Eschke, die bei Alber am Institut für Immunologie der Universität Leipzig eine
Dissertation zu diesem Thema geschrieben
hat. Gemeinsam mit Prof. Dr. Steffen Roßner und Dr. Corinna Höfling vom PaulFlechsig-Institut für Hirnforschung der
Universität Leipzig identifizierte die Arbeitsgruppe die Zellen, die für Kryptokokken-IRIS verantwortlich sind und eine
verheerende Kettenreaktion im Körper der
Betroffenen auslösen.
„Das ist tatsächlich ein Durchbruch in der
Erforschung dieses Entzündungssyndroms“, erläutert Alber. „Die weiteren Forschungsarbeiten zielen nun darauf ab, die
komplexen Mechanismen von Kryptokokken-IRIS in der Tiefe zu charakterisieren,
um Marker für die Diagnostik und Prognosestellung zu finden und natürlich um
gezielte Therapieansätze zu entwickeln“,
erläutert Institutsleiter Alber.
Susann Huster
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LIEBIGSTRASSE AKTUELL
SEITE 10
Palladiumdisulfid: Neues Material
für energiesparende Transistoren
Theoretische Chemiker entwickeln neues Konzept
n Prof. Dr. Thomas Heine vom Lehrstuhl
für Theoretische Chemie komplexer Systeme der Universität Leipzig und sein
Team haben in ihren aktuellen Forschungen ein neues Konzept für neuartige
energiesparende Transistoren entwickelt. Sie nutzten dafür die Eigenschaften von Palladiumdisulfid. Das Schichtmaterial ist als Einzellage halbleitend,
als Doppellage metallisch. Daher kann
es – anders als bei herkömmlichen Transistoren – zur Herstellung der stromleitenden Kontaktelektrode und auch der
halbleitenden Schalter genutzt werden.
Das verringert die Abwärme und verbessert damit die Energiebilanz erheblich.
Ihre neuen Erkenntnisse haben die Wissenschaftler jetzt im Fachjournal „Advanced Materials“ veröffentlicht.
zu Abwärme führen. Das Alternativkonzept
von Heine und seinem Team nutzt ein und
dasselbe Material sowohl für die Kontaktelektroden als auch für den halbleitenden
Schalter: Palladiumdisulfid. Da Halbleiter
und Elektrode aus der gleichen Kristallstruktur bestehen, wird der Kontaktwiderstand minimiert.
Die Möglichkeit, einen Transistor aus nur
einem Grundmaterial herzustellen, hat nach
den Worten Heines auch weitere Vorteile: So
muss beim Recyceln eines Computers nicht
– wie bisher üblich – der Halbleiter von den
leitenden Kontakten aus Gold getrennt werden. „Auch die Miniaturisierung von Transistoren kann so weiter voranschreiten, denn
ein ultradünnes Material wie Palladiumdisulfid ist schon so dünn, wie es geht“, sagt
der Physiker und Chemiker. Eine weitere Anwendungsmöglichkeit sieht Heine in der flexiblen Elektronik, etwa beim Anbringen von
Solarzellen auf einer Jacke. „Dafür muss das
Material flexibel sein. Palladiumdisulfid
wäre dafür geeignet. Es gibt aber auch weitere Materialien mit ähnlichen Eigenschaften“,
erklärt der Wissenschaftler, der seit Juli dieses Jahres an der Universität Leipzig tätig ist
und zuvor an der Jacobs-University in Bremen geforscht hat.
Susann Huster
Im herkömmlichen Transistor, dem grundlegenden Baustein eines Computer-Prozessors, ist das Halbleitermaterial – meist
Silizium – mit stromleitenden Metallelektroden versehen. Diese bestehen häufig aus
Gold. Bei Stromfluss treten sogenannte
Kontaktwiderstände auf. Dadurch entstehen zwangsläufig Leitungsverluste, die ungünstig für die Energieeffizienz sind und
Mitgliedschaften und neue Posten
Neue Personalia der Universität Leipzig
n Ein Physiker der Universität Leipzig
wird Außerordentlicher Professor der Universität von Georgia (USA), die Direktorin
des Biotechnologisch-Biomedizinischen
Zentrums (BBZ) ist seit Kurzem Mitglied
der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech), ein Schweizer ist
neuer Dirigent des Leipziger Universitätsorchesters, und ein Tiermediziner wird in
den Vorstand der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft gewählt. Nachfolgend berichten wir über diese interessanten Personalia an der Alma mater.
Prof. Dr. Wolfhard Janke, Direktor des Instituts für Theoretische Physik, ist von der
University of Georgia in Athens (USA) zum
Außerordentlichen Professor („Adjunct Professor“) am „Department of Physics and Astronomy“ ernannt worden. „Ich fühle mich
sehr geehrt, das ist schon etwas Besonderes“,
sagt Janke. Die Initiative dafür ging von Prof.
Dr. Michael Bachmann aus, der bei Janke
habilitiert hat und seit einigen Jahren in
Athens arbeitet. Ein weiterer Initiator ist
Prof. Dr. David P. Landau, der zu den Pionieren und weltweit führenden Wissenschaftlern auf dem Gebiet der rechnergestützten
Physik gehört. Jankes Professur ist auf dem
Gebiet der computerorientierten Physik angesiedelt, einem Teilgebiet der theoretischen
Physik. Zwischen seinem Institut und den
Kollegen von der University of Georgia gibt
es seit 1991 einen regen wissenschaftlichen
Austausch, der unter anderem zu mehreren
gemeinsamen Veröffentlichungen geführt
hat. Außerdem gibt es einen regelmäßigen
Austausch von Doktoranden und Postdocs
zwischen dem Center for Simulational Phy-
LIEBIGSTRASSE AKTUELL
|
selbst zu ernst zu nehmen. Sie sind sehr engagiert, die Arbeit ist für sie keine Routine. Das
ist ein Geschenk für einen Dirigenten – das
habe ich schon oft bei Konzerten und auch
jetzt in der kurzen Vorstellungsprobe gespürt“, so der Musiker.
Prof. Dr.
Wolfhard Janke
Prof. Dr.
Andrea Robitzki
sics der University of Georgia und Jankes Arbeitsgruppe an der Universität Leipzig.
Die renommierte Wissenschaftlerin Prof. Dr.
Andrea Robitzki wurde kürzlich von der acatech-Mitgliederversammlung zum neuen Mitglied des Gremiums gewählt. Mitte Oktober
erhielt sie in Berlin ihre Mitgliedsurkunde. Die
von Bund und Ländern geförderte Akademie
vertritt die deutschen Technikwissenschaften
im In- und Ausland. Sie führt den Dialog mit
politischen, wirtschaftlichen sowie gesellschaftlichen Institutionen, unterstützt den
Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und engagiert sich für den technikwissenschaftlichen Nachwuchs. Die acatech versteht sich als flexible Arbeitsakademie. Ihre
Mitglieder werden aufgrund ihrer herausragenden wissenschaftlichen Leistungen und ihrer hohen Reputation in die Akademie aufgenommen. Sie stammen aus den Ingenieur-,
Natur-, Geistes- sowie Sozialwissenschaften,
engagieren sich in verschiedenen Themennetzwerken und bearbeiten ein breites Spektrum
technikwissenschaftlicher und interdisziplinärer Projekte.
Frédéric
Tschumi
Prof. Dr.
Arwid Daugschies
Frédéric Tschumi ist neuer Dirigent des
Leipziger Universitätsorchesters (LUO). Im
Oktober begann der Schweizer die Proben
mit dem Klangkörper. „Wir, das Leipziger
Universitätsorchester, haben es uns zum Ziel
gemacht, jungen Dirigenten und Solisten ein
Podium zu bieten, damit sie hier Erfahrungen
sammeln können. Deshalb wählen wir unseren Dirigenten alle zwei Jahre neu“, erklärt die
Bratschistin Clara Pohl, Mitglied im Orchestervorstand und in der Kommission aus Freiwilligen, die die Wahl des neuen Dirigenten
vorbereitet hatte. Aus 77 Bewerbungen suchten sie damals fünf aus. Die Entscheidung
über den Dirigenten lag allein bei dem eigenverantwortlich organisierten Orchester. Nach
dem Probedirigat der fünf Bewerber entschied sich die Kommission für den 36-Jährigen. Als besonders positiv wurden seine Energie und Begeisterungsfähigkeit bewertet, und
es hat mit ihm auch menschlich gut gepasst.
Tschumi sagte, dass er das LUO schon seit einigen Jahren beobachte und regelmäßig zu
den Konzerten komme. „Dieses Orchester hat
eine tolle positive Energie. Die Studenten machen ihre Sache sehr gewissenhaft, ohne sich
Die Delegierten der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft e.V. (DVG) haben
kürzlich in Berlin Prof. Dr. Arwid Daugschies von der Universität Leipzig zu ihrem
neuen stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Neuer Vorsitzender der Gesellschaft ist
Prof. Dr. Dr. Martin Kramer von der JustusLiebig-Universität in Gießen. Der bisherige
Vorsitzende, Prof. Dr. Uwe Truyen von der
Universität Leipzig, stand für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung. Daugschies
ist Direktor des Instituts für Parasitologie an
der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig. Der Fachtierarzt für Parasitologie und Diplomate des European Veterinary Parasitology College leitet die
DVG-Fachgruppe „Parasitologie und parasitäre Krankheiten“ und ist Mitglied des DVGAusschusses „Desinfektion in der Veterinärmedizin“ sowie der Kommission zur
Einrichtung von DVG-Konsiliarlaboratorien.
Der Veterinärmediziner ist noch in etlichen
weiteren Bereichen engagiert, so unter anderem als Vorsitzender des Veterinärmedizinischen Fakultätentages. Daugschies sieht es als
eine zentrale Aufgabe in seiner neuen Funktion an, auf die zunehmend besorgniserregende Situation des Nachwuchses in der Veterinärmedizin – auch und besonders an den
Hochschulen – hinzuweisen und nach Möglichkeiten für bessere NachwuchsperspektiSusann Huster
ven zu suchen.
SEITE 11 Jenseits der LIEBIGSTRASSE
Leipzig aus Lego
Das Kind im Mann: Lienhard Müller baut die Stadt mit bunten Steinen nach
n Schon sein Vorname ist ungewöhnlich – Lienhard. Benannt nach einer
Romanfigur des Schulreformers und
Bildungsbürgers Johann Heinrich
Pestalozzi, der vor fast 200 Jahren
sein Buch „Lienhard und Gertrud“
schrieb. Den seltenen Namen gab
einst Lehrer Müller aus Köthen seinem Sohn. Der ist heute 55 Jahre alt,
lebt mitten in Leipzig und hat auch
eine gewisse pädagogische Neigung
vorzuweisen. Der studierte Elektroniker, der heute seinen Lebensunterhalt
mit diversen Internet-Dienstleistungen verdient, ist vom Bausteinsystem
Lego fasziniert. Lienhard Müller hat
mehrere markante Leipziger Bauwerke nachgebaut – und die Anleitungen
dazu jetzt auch in einem Buch herausgebracht.
Müller ist DDR-sozialisiert. Da es in der
Familie keine Westverwandtschaft gab
und somit auch der Bezug einschlägiger
Pakete samt Lego-Baukästen nicht stattfand, wuchs Lienhard mit dem „Ost-Lego“ auf. Man erinnere sich: Das hieß
„Pebe“, benannt nach dem Erfinder Peter
Bernhardt. Nach 1990 öffnete sich dann
auch für Lienhard Müller die wahre Lego-Welt. Deren Gestaltungsmöglichkeiten faszinieren ihn bis heute. So kam er
vor wenigen Monaten auf die Idee, markante Gebäude Leipzigs zu bauen. „Leipzig aus Lego – Die Boomtown im Kinderzimmer“ ist das Ergebnis, das nun als gedruckte Anleitung in einigen Buchhandlungen der Stadt erworben werden kann.
Müller liefert damit seinen eigenen Beitrag
zum 1000-jährigen Stadtjubiläum. Bislang
20 markante Gebäude und Anlagen der
Lienhard Müller mit einigen Leipziger Lego-Bauwerken. Der 55-Jährige hat auch Bauanleitungen erarbeitet, die jetzt in einem Buch erschienen sind.
Foto: André Kempner
Stadt hat er auf Grundplatten von je 64
Millimetern im Quadrat nachgebaut. Meist
ist die Ähnlichkeit mit dem Original erstaunlich, so beim Hauptbahnhof oder
dem Hochhaus am Augustusplatz. Gewandhaus, Oper, Triashaus, aber auch der
Marktplatz mit seiner speziellen Steinarchitektur sind entstanden. Die Grundlage
von Müllers fixer Idee sind Computeranimationen, die mit den originalen Lego-
Teilen als Bauten realisiert werden. „Da ich
in meinen Arbeitspausen nicht zum Rauchen auf den Balkon gehen muss, beschäftige ich mich eben mit Lego“, sagt Müller.
Und das staunenswert intensiv und ins
Detail verliebt. Die Bauanleitungen hat er
Stein für Stein festgeschrieben.
„Lego ist für mich ein Phänomen. Mit
dem Bauen und den Bauten kehre ich zur
Urform der Erfindung zurück. Einfach
die Steine nehmen und die Fantasie bemühen“, sagt Müller. Mit den modernen
Lego-Varianten der Prinzessinnen und
Star-Wars-Helden hat er weniger im Sinn.
Sein Vorhaben wird von Lego nicht unterstützt. Auch hat es der Globalplayer nicht
autorisiert. Müller, Lienhard, baut ganz
einfach Leipzig und plant, weitere Städte
für sich neu zu entdecken.
Thomas Mayer
Bundesverdienstkreuz für steinharten Visionär
Hohe Auszeichnung für Klaus-Michael Rohrwacher, Chef des Völkerschlachtdenkmal-Fördervereins
n Als die Einladung kam, hat er
gleich im Bundespräsidialamt angerufen. Es könnte ja ein Scherz sein.
Am Freitag war es dann so weit: KlausMichael Rohrwacher war ins Schloss
Bellevue nach Berlin eingeladen. Dort
erhielt er von Bundespräsident Joachim Gauck das Bundesverdienstkreuz. Für seine ehrenamtliche Arbeit
als Vorsitzender des Fördervereins
Völkerschlachtdenkmal, der 1998 mit
dem Ziel gegründet wurde, den fortschreitenden Verfall des Denkmals
aufzuhalten und es ebenso wie die
Außenanlagen instand zu setzen. „Sie
sind die Säulen unserer Bürgergesellschaft – dafür gebührt Ihnen Dank“,
sagte Gauck in seiner Festrede und
meinte neben 26 außergewöhnlichen
Menschen aus ganz Deutschland auch
Rohrwacher. „Ich fühle mich überglücklich. So einen Festakt erlebt
man nur einmal im Leben“, freute sich
der 62-jährige Leipziger.
Bis Oktober 2013 ist Stadt, Land, Stiftung
und vielen Partnern ein gigantischer und
millionenschwerer Kraftakt gelungen, das
einst rußgeschwärzte Nationaldenkmal
zu sanieren. Eine exorbitant gestiegene
Besucherzahl ist ihr Lohn. Steinmetz-
meister Rohrwacher
war stets an vorderster Front dabei und
hat als „oberster
Spendeneintreiber“
des
Fördervereins
viele Leipziger und
Auswärtige als Stifter
für das Denkmal begeistert. So konnten
beispielsweise
das
Stifterzimmer komplett restauriert, ein
barrierefreier
Zugang finanziert, die
Haupttreppe erneuert werden. Derzeit Klaus-Michael Rohrwacher erhielt ebenso wie Moderatorin Barbara Schönekümmert sich der berger im Berliner Schloss Bellevue das Bundesverdienstkreuz. Foto: M.Orbeck
Förderverein um die
Sanierung des maroden Wasserbeckens
nur im Miteinander zu schaffen ist. Auch
am Denkmal, das Wasser verliert und
Geschäftsstellenleiterin Irina Poldrack
dringend befestigt werden muss. „Wir
und Vereinsmitglied Jürgen Fechner wasind wie eine große Familie. Deshalb geren mit beim Empfang des Bundespräsibührt die Ehre mir nur stellvertretend für
denten in Berlin.
viele andere Mitstreiter“, wehrt RohrwaDoch verdient hat Rohrwacher, der
cher bescheiden ab. Immerhin haben be„steinharte Visionär“, das Verdienstkreuz
reits mehr als 513 Leute einen Stifterbrief
am Bande zuallererst. Der mittlerweile
fürs Denkmal erworben, dadurch wurde
62-Jährige ist seit frühester Jugend mit
eine Spendensumme von 1,06 Millionen
dem Denkmal verbunden. WahrscheinEuro akquiriert. Ein gelungenes Beispiel
lich hat er es schon im Kinderwagen befür bürgerschaftliches Engagement, das
sucht. Großvater Walter war als Steinmetz
und Steinbildhauer zu Kaiser Wilhelms
Zeiten beim Bau des Kolosses dabei. Vater
Hans-Joachim half in den 1960er-Jahren,
das Denkmal notdürftig zu sanieren. „Mit
dem Essgeschirr haben wir dann als Kinder das Mittagessen in die Bauhütte gebracht und dort auch herumgetobt“, so
Rohrwacher, der immer im Südosten
Leipzigs wohnte. Und jetzt als Steinmetzmeister eine eigene Firma mit 15 Angestellten betreibt. „Mit meiner Firma habe
ich mich an der Sanierung aber nie beteiligt. Das habe ich erklärt, als mit der Vorsitz des Vereins angetragen wurde“, betont
Rohrwacher. „Zum Glück bin ich nie in
eine Situation gekommen, diese Entscheidung bereut zu haben.“
Wer Rohrwacher kennt, weiß, dass er sich
nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen
wird. „Bitte nicht innehalten!“ ist mittlerweile einer seiner Lieblingssprüche geworden, um die Sanierung der Außenanlagen weiter voranzutreiben. Bis 2017/18
soll auch das Wasserbecken, in dem sich
das Denkmal spiegelt, erneuert sein. Bis
dahin gibt es nicht nur für den Geehrten
viel zu tun. „Wir schaffen das!“, sagt Rohrwacher und keiner zweifelt daran. Zumal
er schon wieder zwei neue Stifterbriefe an
den Mann bringen konnte.
Mathias Orbeck
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LIEBIGSTRASSE AKTUELL
SEITE 12
Naturkundemuseum:
Tiger soll in die Spinnerei
Die Verwaltung legt sich auf Areal in Plagwitz fest – die Skepsis im Stadtrat ist aber noch nicht ausgeräumt
René Diebitz hat den Tiger präpariert – dessen Heimat soll ab 2020 in der Baumwollspinnerei sein. Diesen Standort fürs Naturkundemuseum hat die Verwaltung nun dem Stadtrat offiziell vorgeschlagen.
n Der Sibirische Tiger ist fertig. Mit
viel handwerklicher Kunst hat René
Diebitz die Wildkatze fürs Naturkundemuseum präpariert. Das Großprojekt ist nach einem Jahr fertig und
kann am Wochenende in Augenschein genommen werden. Viel länger als ein Jahr dauert mittlerweile
ein anderes Großprojekt: die Standortsuche für das Museum. Doch auch
da hat die Verwaltung sich nach
mehrjährigem Hin und Her festgelegt.
Das modernisierte Museum soll im Jahr
2020 in Halle 7 der Baumwollspinnerei
eröffnen. Wie bereits berichtet, haben
Prüfungen ergeben, dass der Standort
für ein Museum grundsätzlich geeignet
ist. Vom kommenden Jahr an wird – falls
der Stadtrat auf der Tagung im Januar
zustimmt – nun eine Museumskonzeption für den neuen Standort erarbeitet.
Die konkrete Planung beginnt dann
(nach derzeitigem Zeitplan) 2017 – bis
dahin soll auch ein neuer Direktor gefunden sein. Die Stelle ist seit Februar
2014 unbesetzt. Das jetzige Domizil am
Goerdelerring wird nach Umzug des
Museums verkauft. Vom Erlös soll ein
Teil der Ausgaben bestritten werden.
„Ich bin froh, dem Stadtrat endlich einen Vorschlag unterbreiten zu können
und hoffe, dass es eine breite Befürwortung für die nun angedachte Variante
LIEBIGSTRASSE AKTUELL
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Die Halle 7 auf dem Spinnereigelände in Leipzig-Plagwitz. Hier soll das Naturkundemuseum 2020
einziehen.
Fotos: André Kempner
geben wird“, wirbt Kulturbürgermeister
Michael Faber (parteilos). Annette Körner (Grüne), die Vorsitzende des Kulturausschusses: „Die Verwaltung hat endlich die Karten auf den Tisch gelegt, um
einen Auftrag vom Stadtrat zu erhalten.
Ob sie ihn bekommt, muss sich aber erst
zeigen.“ Viele seien zwar offen für neue
Konzepte. Doch noch überwiege die
Skepsis. „Es sind noch viele Fragen offen,
ob die Spinnerei wirklich der bessere
Standort ist.“ Körner gehört ebenso wie
Skadi Jennicke (Linke) und Katharina
Schenck (SPD) zu den Stadträten, die
einen Antrag gestellt haben, bis Jahresende eine Entscheidung zu treffen. Und
zwar aus Angst, dass Fördermittel verfallen. Doch das sei wohl nicht der Fall,
wie die Verwaltung versicherte.
Die Vision: Freie Theaterszene und das
Museum sollen auf dem Areal der Baumwollspinnerei unter ein Dach. Wie berichtet, können Lofft und Leipziger Tanztheater die oberen Etagen der Halle 7
nutzen. Auch das Theater der Jungen Welt
erhält dort zusätzliche Flächen. Die
Baumwollspinnerei
Verwaltungsgesellschaft geht als Bauherrin davon aus, dass
die Sanierung der Halle sowie ihr Ausbau
für Theaterzwecke etwa 18 Monate dauert. Veranschlagte Kosten: 11,75 Millionen
Euro, davon sind etwa 85 Prozent durch
Fördermittel gedeckt. Für die Eröffnung
wird Juli 2017 angepeilt. Anschließend ist
der Ausbau der Ausstellungs- und Depoträume fürs Naturkundemuseum dran.
Das könnte etwa 2000 Quadratmeter für
Dauer- sowie Sonderschau, Museumspädagogik, Kassen und Garderobe sowie einen Veranstaltungsraum nutzen. Im Untergeschoss gibt es Flächen für Depots mit
und ohne Tageslicht, in einer weiteren
Etage Platz für Büros, die Werkstätten
und weitere Depots. Genaue Kosten müssen aber noch detailliert ermittelt werden,
heißt es.
„Diese Variante ist finanziell für die
Stadt umsetzbar. Mithilfe von Städtebaufördermitteln wird der städtische
Haushalt bei der Finanzierung deutlich
entlastet“, sagt Finanzbürgermeister
Torsten Bonew (CDU). Dennoch ist vieles ungeklärt: „Meine Fraktion möchte
wissen, wie die Folgekosten sowohl für
das Theaterhaus als auch für den Betrieb
und den Innenausbau Naturkundemuseum im Haushalt abgesichert sind.
Wenn wir so viel Geld investieren, muss
das nachhaltig erfolgen“, betont LinkenPolitikerin Skadi Jennicke.
Mathias Orbeck
Seite 13 Jenseits der LieBiGStRASSe
Den Favoriten einen Punkt abgetrotzt
DHfK-Handballer haben beim 22:22 gegen Wetzlar sogar den Sieg vor Augen
Hier scheitert Lucas Krzikalla am überragenden Nationalkeeper Andreas Wolff im Wetzlarer Tor.
n Die Arena als Festung, die Abwehr als
Bollwerk, der SC DHfK als Favoritenschreck: Die Leipziger Handballer trotzten
dem Bundesliga-Siebenten HSG Wetzlar
Anfang Dezember nach deutlichem Pausenrückstand ein 22:22 (11:14) ab.
UKL und SC DHfK Leipzig –
Partner seit 2008
Seit 2008 sind die MännerhandballMannschaft des SC DHfK und das Uniklinikum Leipzig partnerschaftlich verbunden: Das UKL begleitet die
Mannschaft als Medizinpartner und
Sponsor, die Mannschaft unterstützt
das UKL im Gegenzug bei verschiedenen Aktionen.
Damit ist das UKL bei allen Spielen dabei – zum einen in Person von Prof.
Pierre Hepp, der als Mannschaftsarzt
im Wechsel mit seinem Kollegen Dr.
René toussaint (Sportmedizin am
Brühl) auf der Bank sitzt und bei Verletzungen sofort zur Stelle ist. Zum anderen durch Banner und Präsentationen,
als Partner der Handballakademie und
Spielerpate von Lukas Krzikalla. Außerdem steht das UKL den Spielern mit einer schnellen Versorgung zur Seite,
von der Diagnostik bis zur OP und zum
Gesundheitscheck vor Saisonbeginn.
Wir freuen uns, gemeinsam in der
1. Bundesliga zu spielen!
Foto: Christian Modla
Fast wäre nach den Erfolgen gegen Hamburg
und Magdeburg sogar die nächste große
Überraschung gegen ein Spitzenteam geglückt. Beim letzten Angriff hatten die Gastgeber in Überzahl noch eine halbe Minute
Zeit, sich diesen Traum zu erfüllen. Zwei Sekunden vor Schluss hämmerte Philipp Weber
tatsächlich den Ball in den Kasten, die Halle
explodierte in einem Jubelorkan. Doch die
3868 begeisterten Zuschauer hatten im Höllenlärm einen Pfiff überhört, die Schiedsrichter erkannten zuvor auf Stürmerfoul von Philipp Pöter – eine höchst umstrittene
Entscheidung.
„Schade, ich hatte mich schon als Sieger gefühlt“, sagte Weber, „aber wir können mit dieser Leistung sehr zufrieden sein.“ Auch Trainer Christian Prokop sprach von einem
gewonnenen Punkt, lobte Moral, Kampfgeist
und Deckungs-Disziplin seiner Mannschaft.
„Mit mehr Konsequenz im Abschluss hätten
wir heute wohl deutlich gewonnen“, meinte
der Coach indes kritisch an.
Sein Matchplan war bis zur 13. Minute
perfekt aufgegangen, Kombinationen
über die Außen und den Kreis sorgten für
eine 8:6-Führung. Dann hatte Andreas
Wolff genug gesehen und die Leipziger
Schützen ausgeguckt. Unglaublich, was
der Mann im Wetzlarer Gehäuse hielt.
Der deutsche Nationalkeeper entpuppte
sich als wahrer Tausendfüßler und -händer, zeigte sensationelle Reflexe, oft im
Foto: Christian Modla
Zufriedene Gesichter sehen anders aus: Thomas Oehlrich und Torwart Felix Storbeck enttäuscht nach dem Spiel gegen die HSG Wetzlar.
Spagat, wehrte bis zum Seitenwechsel
zehn freie Würfe ab.
Ob nun Aivis Jurdzs, Lukas Binder („Wir
haben zu viel verdaddelt“) und vor allem
Lucas Krzikalla – sie alle verzweifelten an
Wolff. „Wir spielen eigentlich ganz gut, aber
der Torwart macht den Unterschied“, stöhnte Handball-Legende und DHfK-Aufsichtsrat Stefan Kretzschmar zur Pause, „der weiß
genau, was er machen muss.“
Und wusste es auch danach, nur dass dann
der eingewechselte Felix Storbeck im Kasten
der Grün-Weißen ebenfalls zu Top-Form
auflief und wie Wolff sechs Bälle parierte,
unterstützt von einer Deckung, der Prokop
eine „saustarke Vorstellung“ bescheinigte
und die lediglich National-Angreifer Steffen
Fäth (acht Tore) nicht in den Griff bekam.
Dennoch gelang die Aufholjagd, auch weil
der zehnfache Torschütze Weber alle seine
acht Siebenmeter verwandelte. Beim 16:16
(40.) waren die Leipziger wieder dran, danach
wechselte die Führung ständig. „Ich bin stolz
darauf, dass wir den Kopf immer oben behalten und den Fans so eine turbulente Schlussphase bieten konnten“, erklärte Prokop, auch
wenn das Happy End ausblieb.
Nach der Partie gab es noch positive Nachrichten: Abwehrchef Bastian Roscheck und
der momentan verletzte Linksaußen Marvin
Sommer verlängerten ihre Verträge bis 2017.
Steffen Enigk
SC DHfK: Putera, Storbeck; Krzikalla 3, Steinert 1, Pöter 2/1, Jurdzs, Milosevic 1, Binder
3, Roscheck, Weber 10/8, Zhedik 1, Meschke,
Oehlrich, Semper 1
Beste Schützen Wetzlar: Fäth 8, Holst 6/2
Siebenmeter: 9/9:2/2; Strafminuten: 2:8
Zuschauer: 3868
|
LieBiGStRASSe AKtUeLL
SEITE 14
n
RatGEBER
Gegen Völlegefühl und Sodbrennen:
Da hilft der Trick mit der Zeit
Dr. Roberto Frontini, Direktor der Krankenhausapotheke, gibt Tipps für die weihnachtlichen Genüsse
n Weihnachtszeit – dazu gehören nicht nur Zimtgeruch,
Bratwurststände, fröhliche
Familientreffen und am Ende
hoffentlich schöne Geschenke, sondern auch gutes Essen
und viele Leckereien. Nicht
selten mit unangenehmen
Folgen wie Völlegefühl und
Sodbrennen.
Foto: dpa
Foto: ukl
gessen. Und langsam essen – das
ist der eigentliche Trick.“
In Deutschland werde das Essen
oft als Teil der Arbeit betrachtet.
Stillschweigend werde reingehauen, als gelte es, nach der
Fußball-WM nun auch noch die
Meisterschaft im Schlingen zu
gewinnen. Dann werde schnell
abgeräumt, damit zum nächsten
Tagesordnungspunkt überge„Gegen Völlegefühl gibt es kein
gangen werden kann – welchem
Medikament oder Hausmittel,
eigentlich?
da hilft nur, weniger zu essen“,
„Während in Deutschland das
Dr. Roberto Frontini
sagt Dr. Roberto Frontini, DiEssen innerhalb weniger Minurektor der Krankenhausapotheten aufgegessen ist und der
ke im Universitätsklinikum Leipzig. „Auch
Tisch abgeräumt wird, lassen sich Italiener
der viel gerühmte Magenbitter, der Grappa
und Franzosen Zeit“, erzählt Dr. Frontini.
oder das Likörchen helfen nicht. Da wird die
„Da gibt es mehrere Gänge, die in aller Ruhe
Verdauung nicht angeregt, sondern eher das
und immer mit einem Schwatz absolviert
Sodbrennen begünstigt. Es gibt aber Methowerden. Auch dabei wird viel und gut gegesden, es gar nicht so weit kommen zu lassen,
sen. Aber die Gefahr, dass man sich derart
dass Völlegefühl und Sodbrennen auftreüberfrisst, dass es wehtut – die entsteht bei
ten.“
uns weniger. Weil ein festliches Mahl seine
Der gebürtige Italiener verweist darauf, dass
Zeit braucht. Schließlich will man ja alles
für seine Landsleute oder auch die Franzoprobiert haben, damit man die Köchin loben
sen Essen und Trinken zusammengehören.
kann.“
„Auf dem Tisch steht immer eine Flasche
Das Sättigungsgefühl kommt ja immer erst
Wasser – und zugegebenermaßen auch ein
nach 15 bis 20 Minuten. Wenn man aber
Glas Wein“, so Dr. Frontini. „Trinken ist ganz
schon nach zehn Minuten Gänsebein und
wichtig. Zum einen trägt das Wasser dazu
Klöße intus hat und – weil noch hungrig –
bei, dass der Magen eher voll ist. Zum andeeinen ordentlichen Nachschlag nimmt, kann
ren wird durch das Trinken langsamer geman sich nach 20 Minuten kaum noch be-
Zu Weihnachten darf es auch der eine oder andere Kloß mehr sein. Ein Spaziergang kurbelt
die Verdauung jedoch besser an als ein Schnäpschen.
wegen. Dennoch sollte man dann nicht ruhen, sondern jene 1000 Schritte tun, von denen ein Sprichwort behauptet, dass diese
nach einem guten Essen guttun.
„Vor allem das Sodbrennen, also der Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre, ist
unangenehm und kann auf Dauer gefähr-
Landschaftsmalerei
in der Urologie-Ambulanz
Spenden Sie bei der BluTBank leipZiG
und helfen Sie uns, leben zu retten!
Als Heimatmaler seiner Stadt war Willy Ruppert über Jahrzehnte in Weißenfels bekannt.
1919 kam er dort auf die Welt, 1992 starb er in der Stadt an der Saale. Das Gesicht von
Weißenfels hielt er in seinen Bildern fest. Zahlreiche Motive, die er auf Papier gebannt hat,
sind inzwischen aus dem Stadtbild verschwunden, da viele Häuser abgerissen wurden. So
laden die Werke von Willy Ruppert, die in der Ambulanz der Urologie ausgestellt sind,
auch zu einer Reise in die Vergangenheit ein.
Der Künstler arbeitete mit unterschiedlichen Materialien und Techniken, brachte Landschaften und Stadtansichten mit Bleistift oder Kreide, als Federzeichnung oder Aquarell
auf das Papier. Neben Impressionen aus Weißenfels sind auch Bilder zu sehen, die bei Fahrten nach Thüringen, in den Harz oder ins Vogtland entstanden sind.
ic
Der Heimatmaler Willy Ruppert. Landschaftsmalerei. Wartebereich Ambulanz der Klinik
und Poliklinik für Urologie. Liebigstraße 20, Haus 4, 1. Etage. Zu sehen bis 25. März 2016.
Wann und wo?
Blutspendeinstitut
jeden Mo. und Fr.
Di. bis Do.
Landsberger Straße 81, 04157 Leipzig
Institut f. transfusionsmedizin, Nord
Mo.
Di. bis Do.
Fr.
geschlossen
11:00 bis 18:30 Uhr
08:00 bis 15:30 Uhr
Gesundheitsamt Grünau
jeden Mo. und Do.
13:30 bis 18:30 Uhr
Gustav-Hertz-Gymnasium
jeden 2. und 4. Dienstag/Monat
14:00 bis 18:00 Uhr
Fr., 11.12.15, und
Sa., 12.12.15
12:00 bis 18:00 Uhr
Mi., 16.12.15
14:00 bis 18:00 Uhr
Wohnungsgenossenschaft Wurzen*
Mi., 16.12.15
Georg-Schumann-Str. 25
04808 Wurzen
* Dankeschön für Blutspender: ein Einkaufsgutschein.
14:00 bis 19:00 Uhr
Johannisallee 32, Haus 8, 04103 Leipzig
Miltitzer Allee 36, 04205 Leipzig
Dachsstr. 5, 04329 Leipzig
600 x Blut im Seminargebäude
Universitätsstraße 1, 04109 Leipzig
Volkssolidarität Borna*
Dinterplatz 1
04552 Borna
7:00 bis 19:00 Uhr
8:00 bis 20:00 Uhr
Für alle Blutspendewilligen, die mit einer guten Tat in ihr Wochenende starten möchten:
Jeden letzten Sonnabend im Monat lädt die Blutspendeeinrichtung auf dem Klinikgelände ein.
Sa., 19.12.2015
Johannisallee 32, 04103 Leipzig
Weitere Informationen rund ums
Blutspenden finden Sie im Internet
unter: www.blutbank-leipzig.de
LIEBIGSTRASSE AKTUELL
|
9:00 bis 13:00 Uhr
Institut für Transfusionsmedizin
Bild: Willy Ruppert
Blutspendeinstitut
lich werden“, so der Apotheker. „Dagegen
kann man eines der frei käuflichen Mittel
zum Beispiel Omeprazol oder Pantoprazol
nehmen. Aber bitte höchstens drei Tage,
nicht länger. Wenn dann das Sodbrennen
anhält, sollte ein Arzt aufgesucht werden.“
Uwe Niemann
seite 15
n
Kreuzworträtsel
geschl.
Hausvorbau
Abk.:
Riesentorlauf
Irrgläubiger
israelitischer
König
(A. T.)
Babyspeise
weibl.
Popstar
aus den
USA
Schul-,
Aktentasche
Abk.:
Seemeile
Seezeichen
reißendes Tier
äußere
Gestalt
stopp!
Greifvogel,
Habichtartiger
Jazzstil
(Kurzwort)
erster
dt. Bundespräsident
(Theodor) †
1
am
jetzigen
Tage
vor
langer
Zeit
spanisches
Landhaus,
-gut
orientalischer
Warenmarkt
Marderart
frz.
weibl.
Vorname
Fluss
zum
Ouse
ehem.
Ostdeutschland/Abk.
Luft
holen
Abk.:
Steinkohleeinheit
3
7
Ansprache
Windschattenseite
Rätsellöser
2
3
4
5
7
6
Männername
hasten
Stadt
in Nordfrankreich
dt.
Schriftsteller
(Ludwig)
engl.
Adelstitel
Kleidungswechselraum
8
Geliebter
der Hero
kurz für:
Solidaritätszuschlag
fries.
Männeru. Frauenname
Flüssigkeit im
Körper
ethnische
Volksgruppe
auf Hainan
wohlerzogen
8
ein
Bundesland
ugs.:
Angst
Abtei in
Oberbayern
Naumb.
Domfigur
Häuslerwohnung
westl.
Großmacht
(Abk.)
Karnevalsruf
Landschaft
am Bodensee
Durchfuhr
4
Bogengeschoss
feines
Gebäck
Kfz-Z.
Dänemark
Ergänzungsteile
gefallsüchtig
Gelege
Großstadt
in Texas
Gestalt
bei Karl
May †
Bergpfad
Stadt an
der Else
(Niedersachsen)
Lufttrübung
gelehrt
durch
Bücher
Gegenteil von
Uniform
flach,
zusammengedrückt
essbare
Pflanzen
Küstenfluss in
Polen
erblicken
Halsschmuck
innerer
Körperteil
2
fettarm
Teil der
Treppe
Zeichen
für
Barium
Salzhering
wohlhabend
Briefversand per
Computer
(engl.)
Kaffeesorte,
-getränk
einen
Stall
reinigen
Bestandteil von
Nahrungsmitteln
in
dieser,
in
diesem
Begeisterter,
Anhänger
(engl.)
Ostseebad bei
Wismar
griech.
Insel
Flächenmaß
Kfz-Z.
Jemen
Bettwäschestück
Stadt
im Kreis
Unna
Pensionär
Pflanzenfaser
Mixbecher
Kurzwort:
Abonnement
Mitteleuropäerin
Frucht
der
Buche
zweiteiliger
Badeanzug
hetzen,
verfolgen
Zentrum
Ausbildungszeit
Schramme,
Kratzer
schriftl.
Botschaft
per Handy
(Abk.)
Insel
der Molukken
mager;
trocken
südwestdeutsch:
Mörtel
in den
Wind
gehen
(seemänn.)
strecken, Blütenspannen gewächs
erstklassig,
hervorragend
Speisefisch
9
Fehlermeldung
des PC
(engl.)
österr.:
Rahm
Gesichtsausdruck
mischen
sibir.mongol.
Grenzgebirge
Wachszellenbau der
Biene
engl.:
Botschaft;
Botschaftsgebäude
5
Fernkopiersystem
1
schiebbarer
PCPasswort Messstabzusatz
Telekopie
Zauber
erster
Westdeutscher im
All (Vorn.)
DonauZufluss
(BadenWürtt.)
Stadt im
Pinzgau
(... am
See)
6
Rotweinstadt am
Rhein,
bei Bonn
®
Passionsspielort
in Tirol
strömende Wassermasse
s2519.6-52
9
Verlosung: drei Büchergutscheine
Die Lösung des Rätsels im Magazin 23/15 lautete: Dickdarm. Über je einen Büchergutschein dürfen
sich Heidrun Adlersflügel (Mittweida), Florian Bast (Leipzig) und Bernd Dähne (Gera) freuen. Herzlichen Glückwunsch!
n
Bilderrätsel
n
Schreiben Sie die Lösung auf eine Postkarte mit dem Kennwort „Kreuzworträtsel“ und senden Sie
diese bis zum 23. Dezember 2015 an unsere UKL-Redaiktonsanschrift (UKL, Redaktion «Liebigstraße
aktuell», Liebigstraße 18, 04103 Leipzig)) oder per eMail an: [email protected]. In eMails
bitte Adresse angeben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
sudoKu
leicht
101-0180
4
Nur eines der Vogeleier lässt sich aus
den Bruchstücken unten links zusammensetzen. Welches ist es?
5 7
4
1
5
7 1
mittel
6
2
1
8 2 7
7
3
9
8
6
8 1 2
7
4 8 9
4
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schwierig
3
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7
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1
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5
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1
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3
1
4
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4
3
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6
3
6
9
2
3
8 5
9
5
6
(Lösung: Das Vogelei ganz links unten in der Ecke.)
|
Liebigstrasse aktueLL
n
Das uni-klinikum auf einen Blick
n
Wichtige servicenummern
ihre einwahl ins ukL:
(0341) 97 -
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Liebigstraße 18, 04103 Leipzig
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- 109
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www.uniklinik-leipzig.de
e-Mail
[email protected]
Zentrale notaufnahme
Liebigstraße 20, 04103 Leipzig
- 17800
(Zufahrt über Paul-List-straße)
Öffnungszeit
24 stunden täglich
notaufnahme
für kinder und Jugendliche
Liebigstraße 20a, 04103 Leipzig
- 26242
Öffnungszeit
24 stunden täglich
Liebigstrasse aktueLL
|
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für geburtsmedizin
Blutbank (blutspende)
Liebigstraße 20a, 04103 Leipzig
Öffnungszeit
24 stunden täglich
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- 23494
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ist nicht erforderlich.
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Liebigstraße 20, 04103 Leipzig
- 17900
Johannisallee 32, 04103 Leipzig
info-telefon
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HNO-ambulanz
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Psychiatrische ambulanz
Psychosomatik-ambulanz
- 12222
- 17004
- 26242
- 21104
- 21721
- 21488
- 24304
- 18858
tropenmedizinische ambulanz
- 12222
ambulanz krebszentrum uCCL
-17365
Neurochirurgische ambulanz
-17510
Neurologische ambulanz
-24302
Dermatologische ambulanz
-18670
universitäres brustzentrum
- 23460
transplantationszentrum
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universitäres Darmzentrum
- 19967
ambulanz der urologie
- 17633
Diabeteszentrum
- 12222
Med. Versorgungszentrum
- 12300
kliniksozialdienst
- 26206
seelsorge
- 15965 / - 15967 / - 26126
Psychosoz. beratungsstelle für tumorpatienten
und angehörige
- 15464
informationen zu allen kliniken
und ambulanzen finden sie unter
www.uniklinik-leipzig.de