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Jüdische Allgemeine
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print Wochenzeitung für Politik, Kultur, Religion und jüdisches Leben
Die Jüdische Allgemeine gehört zu den bedeutendsten jüdischen Medien im deutschsprachigen Raum.
Das Blatt wurde 1946 neu aufgelegt und steht publizistisch in der Tradition der »Allgemeinen Zeitung
des Judenthums«, die 1837 in Leipzig gegründet
und zuletzt im Berliner Verlag Rudolf Mosse herausgegeben wurde. Seit 1999 ist die Jüdische Allgemeine wieder in Berlin beheimatet. Verlag und
Redaktion befinden sich in der Johannisstraße, in
unmittelbarer Nachbarschaft zum Leo-Baeck-Haus,
dem Sitz des Zentralrats der Juden in Deutschland.
Der Titel erscheint heute in einer IVW-geprüften
Druckauflage von 9.759 Exemplaren (I. Quartal
2015) im wöchentlichen Rhythmus.
In den Ressorts Zeitgeschehen, Israel, Jüdische
Welt, Unsere Woche, Kultur und Religion bietet die
Jüdische Illustrierte
verlagsbeilage jüdische musik sommer
BERLIN, DEN 24. JUNI 2010
12. TAMUS 5770
2010
65. JAHRGANG NR. 25
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Jüdische Allgemeine
Jüdische Allgemeine auf 22 Seiten klar strukturierte
Inhalte, gründliche Recherchen und Hintergrundinformationen sowie kritische Kommentare zu jüdischem Leben weltweit. Schwerpunktausgaben
zu besonderen Terminen haben einen erweiterten
Umfang. Erfahrene Journalisten recherchieren
Nachrichten und Berichte sowie vielschichtige Reportagen. Prominente Autoren äußern sich in meinungsstarken Leitartikeln oder Kommentaren zu
aktuellen politischen Themen, die die jüdische Welt
bewegen.
Politischen Entscheidern, Multiplikatoren und Mitgliedern der Meinungselite ist die Jüdische Allgemeine deutschlandweit und international zu einer
regelmäßigen Informationsquelle und Pflichtlektüre geworden.
Jüdische Illustrierte
verlagsbeilage literatur frühjahr 2009
BERLIN, DEN 15. APRIL 2009
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65. JAHRGANG NR. 25
Jüdische Allgemeine
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wochenzeitung für politik, kultur, religion und jüdisches leben
EUROPEAN MACCABI GAMES 2015
Die Spiele haben begonnen: Reportagen von
der Eröffnungsfeier, Berichte über Teilnehmer,
Delegationen und Wettkämpfe – auf den
Seiten 3, 8, 9, 11 und 14
BERLIN, DEN 30. JULI 2015
EINSPRUCH
Nora Goldenbogen
macht sich Sorgen über
Fremdenhass und Gewalt
gegen Flüchtlinge
14. AW 5775
CH 4,00 SFR | A 2,50 EURO | BENELUX 2,50 EURO | F 2,50 EURO | D 2,20 EURO
70. JAHRGANG
Unser
Sommermärchen
NR. 31
A 1107
INTERVIEW
Steven M. Stoller über
seinen Großcousin, die
Olympischen Spiele 1936
und die EMG 2015
Zum Glück gibt es
Widerstand
»Er durfte
nicht antreten«
In diesen Tagen zeigt sich leider: Als die
Jüdische Gemeinde Dresden vor ein paar
Monaten gegen Pegida aufrief, waren unsere Befürchtungen berechtigt. Derzeit erleben wir rassistische Übergriffe, es herrscht
ein fremdenfeindliches Klima, und das politische Gefüge hat sich deutlich nach rechts
verschoben. Bei den Pegida-Demonstrationen war das alles zu beobachten, Neonazis
liefen mit, doch wenn jemand diese Wahrheit aussprach, wurde empört aufgeschrien.
Wir wollen nicht übertreiben: Nein, es
herrscht keine Pogromstimmung. Aber viele Zeichen deuten darauf hin, dass es eine
Art Vorpogromstimmung gibt.
Wir erleben, dass Hass salonfähig wird,
und wir erleben eine dramatisch gestiegene
Gewaltbereitschaft: in Dresden Attacken
gegen ein Zeltlager, in Freital rechte Pöbeleien vor einem Asylbewerberheim und ein
Anschlag auf das Auto eines Linkspolitikers, in Brandenburg ein Brandanschlag auf
eine Flüchtlingswohnung. Eine besondere
Zunahme an offenem Judenhass erleben
wir derzeit nicht – aber sollte uns das beruhigen? Es fällt doch auf, dass diejenigen, die
vor Monaten gegen den Islam mobilmachten, nun gegen Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan oder Afrika wettern. Wir in der
jüdischen Gemeinde kennen auch Fremdenhass: Zuwanderer etwa aus den Ländern der früheren Sowjetunion, die in unseren Gemeinden eine neue Heimat fanden,
mussten ihn erleben.
Das politische Klima hat sich verändert.
Das wurde zwar nicht von der Politik betrieben, aber sehr wohl zugelassen: durch
Redewendungen wie die von den »berechtigten Sorgen und Nöten der Bürger«, die
als Verständnis für Rassismus verstanden
werden konnten. Zum Glück gibt es auch
Widerstand. Der kommt aber nicht aus der
Politik, sondern fast nur aus der Zivilgesellschaft: Vor allem auch junge Menschen engagieren sich in Flüchtlingsinitiativen. Wir
müssen alles dafür tun, dass die Politik die
»Sorgen und Nöte« der Flüchtlinge ernst
nimmt.
Herr Stoller, Sie sind für eine ganz besondere Ehrung zu den European Maccabi Games
gekommen. Worum geht es?
Es geht nicht um mich, sondern um meinen
Großcousin Sam Stoller. Er hatte sich damals
gemeinsam mit Marty Glickman für die
Olympischen Spiele 1936 in Berlin qualifiziert. Die beiden sollten die 4 x 100-MeterStaffel mit Jesse Owens laufen. Der spätere
Präsident des Internationalen Olympischen
Komitees, Avery Brundage, war ein bekennender Antisemit und Freund Hitlers. Hitler
soll Brundage gebeten haben, Juden aus dem
Team zu nehmen – also durften Sam Stoller
und Marty Glickman nicht antreten. Ich bin
ihnen zu Ehren nach Berlin gekommen.
Die Autorin ist Vorsitzende der Jüdischen
Gemeinde Dresden.
INHALT
israel . . . . . . . . . . . . . . . 4
Rührt euch!
Ein Regierungskomitee fordert eine
Reform der Armee. Die wehrt sich dagegen
jüdische welt . . . . . . . . 7
Bei Grabe des Propheten
Nachums letzte Ruhestätte: Zu Besuch
im kurdischen Alqosh
kultur . . . . . . . . . . . . . 17
Trau keinem unter vierzig
Ben Stillers Midlife-Crisis-Komödie
»Gefühlt Mitte Zwanzig«
EMG 2015 Hunderte Makkabi-Sportler
setzen ein Zeichen für selbstbewusstes
jüdisches Leben in Deutschland
Die 14. European Maccabi Games sind am Dienstagabend in der Berliner Waldbühne feierlich eröffnet worden.
v o n R oy R a j b e r
D
ie 14. European Maccabi Games
2015 in Berlin haben begonnen.
Eine spektakuläre Eröffnungsfeier in der Waldbühne bildete
den Auftakt zu einer Veranstaltung, deren
Wirkungskraft weit über das Sportliche
hinausgeht.
Mehr als 2100 jüdische Sportlerinnen
und Sportler aus 38 Ländern sind zu Gast
in Berlin. Und Makkabi Deutschland stellt
mit 365 Teilnehmern die größte Delegation,
die größte in seiner 50-jährigen Geschichte.
Hunderte jüngere und ältere Sportler, die
sich freuen, Freunde aus der ganzen Welt
in ihrer Hauptstadt willkommen zu heißen
und ein Zeichen zu setzen für ein natürliches und selbstbewusstes jüdisches Leben
in Deutschland.
Dass wir Juden uns 70 Jahre nach der
Schoa dort zu sportlichen Wettkämpfen
treffen, wo die Nazis 1936 ihre gigantische
Propagandashow rund um die Olympischen Sommerspiele veranstalteten, ist ein
Sieg über die Geschichte. Zentralratspräsident Josef Schuster sprach sogar von einem
Sommernachtstraum.
Sommernachtstraum? Da werden Erinnerungen an das Sommermärchen des
Jahres 2006 wach, als Deutschland Gastgeber der Fußball-Weltmeisterschaft war. 31
Tage lang war das Land in einem Fußballrausch. Und das hat das Bild Deutschlands
in der Welt nachhaltig verändert.
Wir stehen aber immer noch vor großen
Herausforderungen in Deutschland und
Europa, besonders in dieser Zeit. Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion leben nicht immer friedlich mit- und
nebeneinander. Flüchtlinge werden angegriffen, Asylbewerberheime in Brand gesteckt, der islamistische Terror wird zunehmend zur Gefahr, die Zahl rechtsextremistischer Straftaten erreicht ein Rekordhoch. Wir sind als Juden direkt davon
betroffen, antisemitische Übergriffe nehmen immer mehr zu. Davor darf man die
Augen auch während der EMG nicht verschließen.
Dennoch: Gerade der Sport vermag mit
seiner ganz besonderen Faszination und
Kraft eine Botschaft zu vermitteln, einem
Gefühl Ausdruck zu verleihen, das bei diesen EMG unser Sommermärchen ausmachen könnte.
Diese Spiele zeigen einmal mehr die besondere Fähigkeit des Sports, Menschen
zusammenzubringen. Sport verbindet.
Makkabi-Deutschland-Präsident Alon Meyer hat zu Recht darauf hingewiesen, dass
wir in einer globalisierten Welt leben, die
gleiche Musik hören, die gleichen Filme
sehen und den gleichen Fußball schauen.
Auch im vergangenen Jahr, anlässlich der
WM in Brasilien, trugen die Leute am
Wir stehen für ein
neues, offenes
und frisches Judentum.
Strand von Tel Aviv die Trikots von Özil
oder Müller, so wie in Berlin oder Istanbul.
Ein Großteil der Menschen in Israel hat
der Mannschaft von Jogi Löw bei der WM
die Daumen gedrückt. Wie auch schon im
Juli 2006. Und damals lautete das Motto in
Deutschland: »Die Welt zu Gast bei Freunden«. Nun können und wollen wir die
EMG nicht mit der Fußball-WM vergleichen. Doch neun Jahre später dürfen wir
das Motto etwas abgewandelt nochmals
aufgreifen: »Die jüdische Welt zu Gast bei
Freunden«.
Entsprechend haben die EMG schon am
Montag begonnen – in unserem Berliner
Hotel, in dem sich wie in einem Olympischen Dorf Sportler aus aller Welt begegnen. Das ging weiter bei unserer Eröffnungsfeier, als Vertreter von 38 verschiedenen Nationen mit ihren Fahnen in die
Waldbühne einliefen. Auch mit der
schwarz-rot-goldenen.
Foto: Gregor Zielke
Und an diesem Abend schloss sich auch
für mich persönlich ein Kreis. Mein Großvater hat als Einziger seiner Familie das
Konzentrationslager überlebt, ist nach der
Schoa in Deutschland geblieben. Wenn
damals die deutsche Nationalmannschaft
spielte, war er stets aufseiten der Gegner.
Mein Vater ist in diesem Land geboren, er
hat vielleicht schon als kleiner Junge
klammheimlich den deutschen Kickern die
Daumen gedrückt, aber es nie zugegeben.
Und 1969, als sich noch kein anderer Jude
aus Deutschland traute, war er dann der
erste schwarz-rot-goldene Fahnenträger bei
der Maccabiah in Israel. Heftig umstritten,
viel diskutiert. Ich bin nun, Jahrgang ’83,
mit der gesamten Delegation voller Freude,
Deutschland bei den EMG 2015 repräsentieren zu dürfen.
Wir wollen als Gastgeber zeigen, dass
wir ein natürlicher und selbstverständlicher Teil der deutschen Gesellschaft sind.
Das ist eine Botschaft nach innen. Aber sie
richtet sich auch nach außen, an die jüdische Gemeinschaft in aller Welt – von
Israel bis Amerika: Wir zeigen, dass hier
wieder eine selbstbewusste jüdische Gemeinschaft wächst. Wir stehen für ein neues, offenes und frisches Judentum in
Deutschland.
Vergessen wir dabei die Geschichte?
Ganz im Gegenteil. Mit den Gedenkzeremonien vor der EMG-Eröffnungsfeier haben wir im Sinne unserer jüdischen Tradition deutlich gemacht, dass wir auch in
den glücklichsten Momenten an die
schwierigsten und traurigsten Stunden der
Vergangenheit denken. Die Vergangenheit
wird uns immer begleiten. Doch sagen wir
jetzt auch, dass die Zeit reif ist für ein neues jüdisches Leben; dass wir stolz sein können, als Juden in Deutschland zu leben.
Und das ist doch eine wunderbare Entwicklung, die wir während des Sommermärchens der EMG 2015 feiern können.
Der Autor ist Beisitzer im Präsidium
von Makkabi Deutschland.
Kannten Sie Sam Stoller?
Ich bin meinem Großcousin nie persönlich
begegnet, aber ich habe über ihn gelesen und
natürlich auch die Geschichten der Familie gehört. Mein Onkel und mein Vater neigten zum
Übertreiben, deswegen habe ich vielleicht
nicht immer zugehört. Aber dann kam mein
Vater eines Tages mit einem dünnen Büchlein
nach Hause. Es hieß »Famous Jewish Athletes«. Und darin stand auch etwas über meinen
Großcousin. Außerdem habe ich im United
States Holocaust Memorial Museum in Washington zur Geschichte von Sam Stoller recherchiert. Spätestens zu diesem Zeitpunkt
wusste ich, dass die Geschichte wahr ist.
Stimmt es, dass Jesse Owens auf seinen
Startplatz verzichtet hätte, um entweder
Sam Stoller oder Marty Glickman antreten
zu lassen?
Das habe ich gehört, aber ich weiß nicht, ob es
wahr ist. Sam Stoller war zumindest gut mit
Jesse Owens befreundet.
Was verbindet Sie mit Makkabi?
Ich habe zwar nicht im Verein gespielt, habe
aber immer Sport gemacht. Da ich als Sportarzt viel mit Boxern zusammenarbeite, habe
ich selbst auch mit dem Boxen angefangen. In
Berlin möchte ich aber eher für die Athleten
sprechen. Denn wenn man Sportler ist und
sich so intensiv – geradezu exzessiv – auf ein
Großereignis vorbereitet und dann jemand
kommt, der dir mitteilt: »Du darfst nicht antreten«, dann ist das vernichtend. Das versteht
jemand, der keinen Sport macht, vielleicht
nicht so gut. Genau dieser Aspekt wird bei der
Geschichte meines Großcousins etwas vernachlässigt. Da heißt es nur: Er war Jude und
durfte nicht antreten. Ich denke, keiner der
beiden – weder Marty noch Sam – sah sich
primär als Jude. Der Sport stand bei ihnen im
Mittelpunkt.
Was halten Sie davon, dass die EMG in Berlin stattfinden?
Warum sollten sie nicht hier stattfinden? Dass
man heute an einem Ort zusammenkommt, an
dem 1936 so viel Schlimmes passiert ist, gibt
den Sportlern vielleicht Kraft. Es zeigt, dass
sie jetzt zu ihren Bedingungen hier sein können. Und: Deutschland ist heute ein gänzlich
anderes Land. Der Staat unternimmt sehr viel,
um gegen Antisemitismus vorzugehen. Das
kann man von Frankreich und Großbritannien
nicht gerade behaupten.
Mit dem Großcousin von Sam Stoller
sprach Katrin Richter.
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70. JAHRGANG
Die Sieger
NR. 19
A 1107
INTERVIEW
VETERANEN Sie haben vor 70 Jahren das NS-Regime bezwungen.
Wie leben jüdische Ex-Rotarmisten heute im Land der Täter?
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LAG BAOMER
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EINSPRUCH
Raphael Ahren
hofft, dass die
Ausschreitungen
in Tel Aviv auch
etwas Gutes bewirken
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Josef Schuster über
das Gedenken
an authentischen Orten
und andere Formen
der Erinnerung
KRIMINALFALL
35 Jahre nach dem Mord
an Verleger Shlomo Lewin
sind die Tatumstände
immer noch ungeklärt
BERLIN, DEN 24. DEZEMBER 2015
Prag bleibt
verlässlich
Es gab Ausschreitungen in Tel Aviv. Massive Gewalt sowohl der Polizei als auch von
Demonstranten, jugendliche Israelis äthiopischer Herkunft, die auf Rassismus in der
israelischen Gesellschaft hinweisen wollten. Das ist durch nichts zu rechtfertigen,
und es schadet doppelt: Die Polizei schadete dem Ansehen Israels und die Demonstranten der Sache der äthiopischen Gemeinde. Dass deren Anliegen berechtigt
ist, hat auch Präsident Reuven Rivlin erkannt, als er – nach den Krawallen! – sagte,
Israel habe zu lange zugesehen.
Durch die Gewaltorgie vom Sonntag ist
das Problem des Rassismus sichtbar geworden. Am Montag, zum Vergleich, fand in Jerusalem eine friedliche Demonstration der
äthiopischen Community statt – über die
aber hat niemand berichtet. Dabei ist Rassismus in Israel ein großes Problem.
Premierminister Benjamin Netanjahu
hat in diesen Tagen Damese Pekaday getroffen. Das ist der israelische Soldat mit
äthiopischen Wurzeln, der in der vergangenen Woche von Polizisten misshandelt
wurde. Das Treffen ist eine gute Geste, aber
sie hilft nicht, Rassismus zu bekämpfen.
Konkrete Schritte sind erforderlich.
Ganz offensichtlich haben wir – das
zeigt der Fall Pekadey mehr als deutlich –
auch ein Rassismusproblem in der Polizei.
Das mag nicht mit den Vorkommnissen in
Baltimore zu vergleichen sein, aber so ganz
anders ist es nicht. Israel, das wie die USA
stolz ist auf seine demokratische Verfasstheit und auf die Fähigkeit, Einwanderergruppen aus aller Welt zu integrieren,
muss sich dringendst darum kümmern,
dass dies so bleibt: Israel ist ein Land, das
sich genau dadurch definiert, dass es offen
für alle Juden ist. Hass auf bestimmte
Gruppen darf nicht nur nicht ausgelebt
werden, es darf ihn nicht geben.
Gerade die Reaktion von Staatspräsident Rivlin zeigt, dass diese Haltung in
Israel immer noch verbreitet ist. Das Gute
an den Krawallen? Dass sie hoffentlich die
letzten waren.
Herr Schuster, Sie haben an mehreren Veranstaltungen zur Befreiung der Konzentrationslager vor 70 Jahren teilgenommen, zuletzt in Bergen-Belsen und Dachau. Welchen Eindruck hatten Sie vom Gedenken?
Ich fand es sehr bemerkenswert, dass der Bundespräsident und die Bundeskanzlerin an verschiedenen Gedenkfeiern teilgenommen und
sich dabei klar positioniert haben. Das war für
die Überlebenden ein wichtiges Signal. Ihre
Aussagen sind ja nicht nur Lippenbekenntnisse, daher haben sie auch für die jüdische
Gemeinschaft insgesamt hohe Bedeutung und
zusätzliches Vertrauen geschaffen.
Tschechien ist eine europäische Ausnahme. Das Parlament beschloss, dass Produkte aus dem Westjordanland weiterhin als
israelische Waren gelten. Tschechien stellt
sich also – einmal mehr – gegen den Mainstream in Europa.
Warum macht Tschechien so etwas,
wird man sich in Europa fragen. Die Abgeordneten argumentieren sehr unterschiedlich: Einige sehen Israel schlicht als Vorposten der westlichen Zivilisation im Nahen Osten. Dieses Argument wird teils
auch sehr dramatisch vorgetragen. »Wenn
Israel fällt«, sagte etwa Marek Benda von
der konservativen ODS-Partei, »dann wird
Europa fallen.«
Zugleich taucht ein anderer Aspekt in
der Diskussion auf: die Furcht vieler Tschechen vor Flüchtlingen aus Syrien. Derzeit
leben wieder viele antimuslimische Vorurteile auf.
Doch für viele Tschechen ist Israel auch
eine Projektionsfläche für ihre eigene Geschichte. Sie müssen immer noch mit den
Traumata von 1938 und 1968 fertig werden, mit dem Münchner Abkommen und
der sowjetischen Besatzung 30 Jahre später.
Daher haben viele Tschechen großes Misstrauen, wenn Außenpolitik auf Kosten eines anderen Landes stattfindet. Entsprechend gering ist das Vertrauen in das
Agieren der EU im Nahen Osten. Da werden oft Vergleiche zur Situation Tschechiens gezogen, das sich gegen Russland,
das der Westen unterschätze, wehren müsse. »Sollten wir nicht besser die Produkte
von der Krim kennzeichnen?«, fragte ein
Abgeordneter. Wieder andere verwiesen
auf die ältere Geschichte: Jan Bartošek von
der katholischen KDU-CSL etwa fragt:
»Wenn wir mit der Kennzeichnung ›jüdischer Waren‹ anfangen, wo führt das hin?«
Tschechien ist in der europäischen Politik kein Schwergewicht. Seine Außenpolitik ist oft nur schwer zu berechnen. Immerhin, seine israelfreundliche Ausrichtung,
egal ob aus guten oder schlechten Gründen,
bleibt eine der wenigen Konstanten.
50
von Dmitrij Belkin
D
ie wenigen Hundert noch lebenden jüdischen Veteraninnen und
Veteranen des Zweiten Weltkriegs in Deutschland wären womöglich gar nicht so glücklich über diesen
Artikel. »Was willst du denn, wir haben alle
gekämpft und gesiegt«, höre ich sie sagen.
Die Veteranen erzählen, so meine Erfahrung als Historiker, viel über ihre Kriegsarbeit und Kameradschaft, deutlich weniger
über das Nachkriegsleben und kaum etwas
über ihr Leben in Deutschland. Und wenn
sie sich überhaupt äußern, dann sagen sie,
dass sie dankbar sind, hier zu sein, dass es
an nichts fehlt, die Kinder gut versorgt sind
und die Enkelkinder studieren.
Gefragt nach den Holocaustopfern in ihren Familien, schweigen die Veteranen
meistens. Sie wollen angeblich nicht wissen, worum es geht. Dann verstehen sie: Es
geht, wie bei meinem Großvater Mark Belkin, dessen erste Familie in Weißrussland
komplett ausgerottet wurde, um die umgebrachten Verwandten.
Manchmal erzählen die jüdischen Veteranen, dass in der Tat 20 oder 30 Menschen
aus ihrer Familie in dem ukrainischen oder
weißrussischen Städtchen oder Dorf Soundso umgebracht wurden. Dann weinen
sie. Oder sie wollen nicht weiter darüber reden. Alle hätten gelitten, 27 Millionen Sowjetbürger sind im Krieg umgekommen. Sie
hätten gekämpft und den Faschismus besiegt, damit er nie wiederkommt.
Die postsowjetischen Juden werden von
den deutschen Politikern oft als ein Geschenk bezeichnet. Sie seien da und bezeugten, dass Deutschland anders sei und
sich mit seiner Vergangenheit so vorbildlich auseinandersetze, dass die Juden dem
Land wieder vertrauen könnten. Ich finde,
dies ist eine nicht unproblematische Markierung. Haben Sie sich einmal gefragt,
wie es sich anfühlt, ein Geschenk zu sein?
Der Geschenk-Diskurs steht für einen Erlö-
Jahre
Der Autor ist Korrespondent der Onlinezeitung »Times of Israel«.
sungswillen der deutschen Gesellschaft
und Politik. Man will wieder dazugehören.
Und dafür braucht man Juden. Der von
niemandem verhängte und trotzdem allgegenwärtige Cherem, ein Bann, von dem
Dan Diner in Bezug auf die Nachkriegsgeneration der Juden in Deutschland sprach,
wurde vor allem von den heute fast 90-jährigen Veteranen gebrochen. Diese Menschen mit ihren merkwürdig anmutenden,
medaillenbehängten Sowjet-Anzügen, ihrem rudimentären Deutsch und ihren bescheidenen Zimmern in jüdischen und
nichtjüdischen Altersheimen stehen für
eine große jüdische Option im 20. Jahrhundert, nämlich: für einen universalistischen
Versuch, sich im allgemeinmenschlichen
Die Veteranen sagen,
dass sie dankbar sind,
in Deutschland zu leben.
diplomatische
Beziehungen
Deutschland –
Israel
INHALT
zeitgeschehen . . . . . . . 3
»Ich habe nie Hass empfunden«
Mit Max Mannheimer beim Gedenktag
im ehemaligen KZ Dachau
unsere woche . . . . . . . 11
Kiddusch an der Küste
Zum ersten Mal fand das jüdische
Lernfestival Limmud in Ostfriesland statt
schabbat . . . . . . . . . . . 20
Macht der Worte
Warum die Tora ganz bewusst zwischen
»sagen« und »sprechen« unterscheidet
Flying Page
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Ganzen aufzulösen. Das ist viel mehr als
ein blindes Assimilieren, ein bloßes Vergessen der jüdischen Tradition. Diese Menschen dachten, sie entfernen sich von allem Nationalen. Das war ihr Tikkun Olam.
Die Veteranen verzeihen nicht »den Deutschen«, erteilen ihnen keine Absolution.
Die Generation operiert überhaupt selten
mit den Kategorien Verzeihung oder
Schuld. Sie hassen den deutschen Nazismus, den sie besiegt hatten, und – oh
Schreck! – sie mögen oft das Land der Täter. Und sie lieben Israel, so wie man die
eigene Hoffnung liebt.
Wir haben massive Schwierigkeiten, positiv anschluss-, ja identifizierungsfähig für
die deutsche Gesellschaft zu werden. Das
schwarze Loch der NS-Zeit bleibt wie eine
Schlucht in Babi Jar in Kiew für immer
offen. In Babi Jar stehen heute zahlreiche
Mahnmale, Kinder spielen, Paare gehen
dort spazieren, und trotzdem weiß jeder –
Foto: Marco Limberg
in einer tieferen Schicht dieses Parks, unter
der Erde, liegen die Überreste Zehntausender Tote.
Das Böse, nämlich die Nazis in ihren
schwarzen Uniformen, steht heute fest.
Nach dem Guten suchen viele in der deutschen Gesellschaft jedoch vergeblich. Vielleicht ist es einfacher, als man denkt: Man
überwinde sein Befremden gegenüber der
stalinistischen Monumentalität des Mahnmals, und fahre am 9. Mai zum Treptower
Park in Berlin. Dort trifft man die seltsam
dekorierten älteren Herrschaften mit roten
Nelken, in Begleitung ihrer erwachsenen
Enkelkinder, die ganz andere (Erinnerungs-)
Sprachen sprechen. Die alten Damen und
Herren würden Ihnen nicht gern verraten,
ob sie jüdisch sind oder nicht. Nicht weil sie
Angst vor Übergriffen haben. Sondern weil
die Frage nach jüdisch/nichtjüdisch für sie
meistens sekundär ist. Sie haben die Welt
und die Menschheit gerettet. Sie lebten
dann 50 Jahre in einem Land, das sie nicht
gut behandelte und das es heute nicht mehr
gibt. Sie haben sich mit diesem Land identifiziert und würden die nationalistischen
Experten auslachen, die behaupten, die
»Ukrainische Armeegruppe« – also Ukrainer – habe Auschwitz befreit. Die Veteranen wollten ein »einheitliches Menschenhaus« bauen, »ohne Russlands und Lettlands«, wie der proletarische Dichter Majakowski es hoffnungsvoll angekündigt hatte.
Das Projekt ist, wie wir wissen, nicht gelungen. Jetzt leben sie in einem Land, das sie
vor Jahrzehnten besiegt haben. Sie hassen
den Nationalismus, der wieder aufblüht,
und glauben an Humanismus und Internationalismus. Letztere haben momentan
keinen leichten Stand.
Wir sollten diesen Menschen 70 Jahre
nach dem Kriegsende ein herzliches Spasibo sagen und uns vor ihnen verbeugen.
Der Autor ist 1971 in der Ukraine geboren. Er ist Historiker und Referent des Ernst
Ludwig Ehrlich Studienwerkes.
Derzeit wird bei verschiedenen Anlässen
der Weltkriegstoten – auch der deutschen –
gedacht. Setzt das Erinnern zum 70. Jahrestag des Kriegsendes die richtigen Akzente?
Nach meinem Eindruck ist bei den Gedenkfeiern zum Kriegsende der Gedanke Richard
von Weizsäckers, dass der 8. Mai 1945 ein Tag
der Befreiung war, in den Mittelpunkt gerückt.
Das ist sehr zu begrüßen. Und wenn bei einer
Gedenkfeier auch der einfachen Soldaten gedacht wird, der jungen Männer, die damals
eingezogen wurden und nicht mit Begeisterung in den Krieg gezogen sind, finde ich das
nicht verwerflich.
In München wurde eine ganz andere Form
des Erinnerns diskutiert: Stolpersteine. Die
Parteien haben sich jetzt auf einen Kompromiss geeinigt. Was halten Sie davon?
Ich halte die Stolpersteine für eine gute Form
des Gedenkens. Aber sie haben keinen Alleinvertretungsanspruch. Es gibt auch andere
Möglichkeiten, wie das Gedenken gestaltet
werden kann. Daher habe ich an den geplanten Stelen nichts auszusetzen.
Aber in München wird es keine Stolpersteine geben. Soll die Aktion des Künstlers Gunter Demnig andernorts fortgesetzt werden?
Das eine schließt ja das andere nicht aus.
Selbstverständlich kann es in anderen Orten
weiterhin Stolpersteine geben. Ich habe mich
erst jüngst in einem sehr konstruktiven Gespräch mit Herrn Demnig über sein Projekt
unterhalten. Er will künftig vor so umstrittene
Begriffe aus der NS-Zeit wie etwa »Wehrkraftzersetzer« das Wort »sogenannt« setzen. Damit wird die Distanzierung von diesen NaziKategorien deutlicher als bisher.
Mit dem Präsidenten des Zentralrats der
Juden sprach Detlef David Kauschke.
21
Der Mond und
das Verständnis
von Zeit in der
jüdischen Tradition
CH 4,00 SFR | A 2,50 EURO | BENELUX 2,50 EURO | F 2,50 EURO | D 2,20 EURO
70. JAHRGANG
jüdische welt . . . . . . . . 6
Die Aufklärer
»Young Jewish Americans for Israel« werben
um Unterstützung für den jüdischen Staat
unsere woche . . . . . . . 10
Mutig selbst verteidigen
Makkabi Köln bietet Krav-Maga-Kurse
auch für Kinder und Jugendliche an
kultur . . . . . . . . . . . . . 18
»Ich wäre verdammt gerne geblieben«
Richard C. Schneider verlässt Israel – und
berichtet künftig aus Südeuropa
A 1107
Volker Beck
über Altersarmut
unter jüdischen
»Kontingentflüchtlingen«
Frohe freie Tage
FESTE Wie Juden Weihnachten und Silvester erleben:
Eine nicht ganz ernst gemeinte rabbinische Betrachtung
Zeit für die Familie, einen Spaziergang, gutes Essen: Wir haben frei und sind nur neutrale Beobachter.
v o n Wa lt e r R o t h s c h i l d
W
ir sind ja wieder einmal
selbst schuld. Schließlich
war es eine jüdische Familie, die unterwegs war: die
Frau hochschwanger, bekommt ihren Sohn
bei Ochs und Esel. Der Rest ist bekannt,
auch wenn viele Familien in unserer Zeit
eher aus dem Vollen schöpfen können als
Maria, Josef und ihr Kind in der armseligen
Herberge. Weihnachtszeit bedeutet heute
Geschenkeberge und Unmengen von Essen
bis zum Abwinken. Danach, wenn die Hosen zwischen den Jahren nicht mehr passen: ein bisschen weniger essen – und an
Silvester Knaller krachen lassen.
Und wir Juden? Wir machen das umgekehrt: Zunächst feiern wir das Neujahr,
danach verbringen wir zehn Tage mit Büßen und Beten, dann schieben wir einen
Fastentag ein. Danach essen und feiern
wir noch fast zwei Wochen durch, bis nach
Simchat Tora. Unsere noch-nicht-jüdischen oder nicht-mehr-jüdischen Nachbarn (beziehungsweise »Mitbürger«, wie
man das so schön nennt) dagegen beginnen mit einem »Abend der Besinnung«,
danach Bescherung und Geschenke und
Essen und Feiern; und dann einige Tage,
in denen man die kalten Überreste (Gans,
Ente und Stollen) aufessen kann. Inzwischen ist ein toter Baum total vertrocknet,
die Nadeln verteilen sich auf Mutterns gutem Teppich – wie unsere Lulawim an Hoschana Raba, nur dass es bei unseren Mitbürgern Nadeln statt Blätter sind.
Während all dieser Hullaballoo-Tage sitzen Juden herum und fragen sich: »Was
sollen wir tun?« Natürlich leben viele heute in gemischten Familien und müssen die
Feierlichkeiten bei Schwiegereltern und
anderen Anverwandten durchstehen.
Jedenfalls hat die Weihnachtszeit ihre
Schatten weit vorausgeworfen. Schon seit
Anfang November ist nichts mehr normal,
und bis Januar geht das so weiter. Ständig
werden während der Arbeit feierliche Essen in teuren Lokalen und peinliche Partys
im Büro geplant. In den Schulen dreht
sich alles nur um Amateurtheater und
Chorkonzerte. Die Reisebüros sind voll.
Dann werden auch noch die Fahrpläne
geändert. Überall dröhnt schlechte Musik
aus versteckten Lautsprechern über rotnasige Opas mit Rentieren. Man sehnt sich
nach Schnee – bis er kommt – und trinkt
Glühwein gegen die Kälte, obwohl man
auch noch in der Kälte stehen muss, um
ihn zu kaufen und zu konsumieren.
Coversticker
76 x 76 mm
INHALT
2C-4C
je 1.000 Stück 180 €
Der Autor ist Kommentator des tschechischen Rundfunks.
NR. 52-53
INTERVIEW
Jan Fingerland
würdigt die
Israelfreundlichkeit
der Tschechischen
Republik
»Verantwortung
für die Gegenwart«
Mit roten Nelken: Kundgebung am Sowjetischen Ehrenmal in Berlin-Tiergarten
13
KALENDER
Der Frankfurter Caterer
Leon Joskowitz lädt
zum »Philosophischen
Dinner«
EINSPRUCH
Eine Chance
gegen Rassismus
In Dachau haben Sie die Bedeutung authentischer Orte, besonders für junge Menschen,
betont. Fordern Sie deshalb Pflichtbesuche
von Schülern in KZ-Gedenkstätten?
Erst wenn junge Menschen die authentischen
Orte besuchen, bekommen sie eine Ahnung
davon, wie es gewesen ist. Die direkte Begegnung mit historischen Orten kann auch ihnen
verdeutlichen: Ihr seid nicht schuldig, aber ihr
tragt Verantwortung für die Gegenwart! Deshalb ist es mir so wichtig, dass Schüler aller
weiterführenden Schulen einmal eine KZ-Gedenkstätte besuchen. Auch für die Abschlussklassen der Mittelschulen sollte ein solcher
Besuch verpflichtend sein. Ich hoffe, dass mein
Vorschlag im Bayerischen Landtag noch einmal wohlwollend geprüft und auch in anderen
Bundesländern aufgegriffen wird.
12. TEWET 5776
KÜCHE
UNSERE NÄCHSTE AUSGABE
ERSCHEINT AM 7. JANUAR 2016.
AKTUELLES UNTER
WWW. JUEDISCHE-ALLGEMEINE.DE
Viele Betriebe funktionieren kaum, weil
ihre Angestellten »Brückentage« nehmen,
um der Arbeit so weit wie möglich zu entfliehen. Operationen, Termine und Dienstreisen werden bis »nach den Feiertagen«
verschoben. Die Kinder haben schulfrei
(auch an jüdischen Schulen), obwohl es eigentlich keinen Grund dafür gibt, hängen
zu Hause herum und quälen sich mit den
gestressten Eltern. Und die Eltern freuen
sich auf Anfang Januar, wenn sie sich nicht
mehr mit den gelangweilten Gören herumschlagen müssen.
Merry Christmas! Happy New Year!
Und im Fernsehen ist auch nix los. Gezeigt
werden die gleichen alten Filme wie im
vergangenen und vorletzten Jahr; und das
heißt dann »Tradition«. Ein Lichtblick für
uns Juden: In England tagt gerade in dieser
Woche die Limmud-Konferenz. Auch anderenorts gibt es bestimmt Lernangebote. Damit können sich zumindest einige Juden
von der Außenwelt isolieren und mit jüdi-
Foto: Thinkstock
»Zuwanderer
gleich behandeln«
Herr Beck, Altersarmut unter Zuwanderern aus der früheren Sowjetunion ist ein
Thema ohne große Resonanz. Warum?
Es ist ein rentenrechtliches Problem der jüdischen Zuwanderer, das weitgehend unbekannt ist, weil es in vergleichbaren Fällen,
nämlich bei Spätaussiedlern, nicht auftritt.
Es geht nämlich um eine Ungleichbehandlung von einerseits Juden, die als sogenannte
Kontingentflüchtlinge aus der früheren Sowjetunion kamen, und andererseits den angeblich deutschstämmigen Spätaussiedlern. Bizarr ist, dass die Bundesregierung auf Wiedergutmachungszahlungen und andere Entschädigungen verweist. Unmittelbar mit der
Schoa hat die Forderung nach Gleichbehandlung erst einmal gar nichts zu tun. Ich würde
sagen: Thema verfehlt!
Woher kommt die Altersarmut?
Die genannte Ungleichbehandlung ist eine
wichtige Ursache. Das sind Menschen, die
aus dem gleichen Land zu uns kamen, dort
oftmals die gleiche Schule besucht, im gleichen Kombinat gearbeitet haben und überhaupt in der Sowjetunion sehr ähnliche Lebensbedingungen hatten. Doch den einen
wird ihre dortige Arbeitsleistung anerkannt,
sie erhalten Rente. Die anderen jedoch sind
auf Grundsicherung im Alter angewiesen.
schen Themen beschäftigen. Das finde ich
gut.
Ansonsten hat man endlich auch mehr
Zeit für die »anderen« Dinge – schließlich
müssen wir uns nicht um Synagogenkarten bemühen (die Kirchen sollen ja angeblich an diesen Tagen voll sein), ein festliches Fastenbrechen organisieren, Arba Minim kaufen oder eine Sukka bauen und
schmücken: Ha, diesmal haben wir frei
und sind nur neutrale Beobachter, während die anderen sich hysterisch und überfordert mit Konsumrausch und ihrer Panik herumschlagen müssen. Wir haben als
Juden echte Feiertage: freie Tage, weil
»wir« nichts tun müssen.
Wir haben Zeit für uns, Zeit für die Familie. Statt wie an Rosch Haschana in die
ferne Zukunft zu schauen, haben wir jetzt
Zeit für eine Flasche Wein und die Fernbedienung. Zeit für einen Spaziergang in der
frischen, fast autofreien Luft. Zeit, um Verwandte zu besuchen – oder, wenn absolut
nötig, die Verwandten einzuladen. (Tja, das
muss auch sein.) Die Geschäfte sind zu, die
Schulen geschlossen, die Büros verwaist.
Strandwetter ist auch nicht – also können
wir einige Tage mit reinem Gewissen von
der Arbeit freinehmen, genau wie alle anderen.
Doch so viele Ablenkungen wie in anderen Jahren gibt es dieses Mal gar nicht: Der
erste Weihnachtstag fällt auf einen Freitag,
am zweiten Weihnachtstag ist Schabbat,
und wir können in die Synagoge gehen,
genauso wie am Freitag, den 1. Januar. Und
natürlich freue ich mich, wenn Sie an diesem Tag erscheinen! Bis zum Kiddusch haben Sie Ihren Silvesterkater, falls so etwas
bei Ihnen vorkommen sollte, bestimmt
überwunden. In diesem Sinne: Schabbat
Schalom und Schana Towa!
Wie rechtfertigt sich dies?
Da gibt es hanebüchene Begründungen: Mangelndes Bekenntnis zum Deutschtum wurde
den Kontingentflüchtlingen etwa bescheinigt.
Oder dass sie nur nach Deutschland geholt
wurden, um die jüdischen Gemeinden zu stärken – so steht es sogar explizit in der Antwort
der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage
im Bundestag. Das ist Geschichtsklitterung:
Als in der ausgehenden DDR die Diskussionen
begannen, ging es auch um eine Antwort auf
ansteigenden Antisemitismus in der Sowjetunion. Dass dies jetzt unter den Tisch gekehrt
wird, ist sehr merkwürdig. Es stellt sich die
Frage: Wie deutsch muss man sein für die
Rente? Wenn man keinen rassischen Deutschtumsbegriff zugrunde legt – und das möchte
ich in Deutschland niemandem unterstellen –,
dann stammen sowohl die Spätaussiedler als
auch die sogenannten jüdischen Kontingentflüchtlinge ursprünglich aus dem Gebiet des
einstigen »Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation«. Die jüdischen Familien sprachen, ehe der Stalinismus es unterdrückte, Jiddisch, also einen mittelhochdeutschen Dialekt.
Viele haben auch deutsche Familiennamen.
Also ist jede Argumentation, die diesen Menschen ein »Deutschtum« abspricht, womit ihre
Schlechterbehandlung dann begründet wird,
nicht sachgerecht.
Der Autor ist Rabbiner der liberalen
Gemeinde »Or Chadasch« in Wien.
Mit dem Bundestagsabgeordneten von
Bündnis 90/Die Grünen sprach Martin Krauß.
Beileger
Preis je 1.000 Stück
bis 20 g
120 €
ab 20 g
140 €
Gehört zu den Ursachen der Altersarmut
auch, dass Qualifikationen nicht anerkannt wurden?
Die Bundesrepublik war nicht besonders gut
darin, Qualifikationen schnell anzuerkennen,
oder, wenn eine Gleichwertigkeit fehlte, diese
schnell durch Nachschulungen herzustellen.
Das aber betrifft nicht nur die jüdischen Kontingentflüchtlinge, sondern alle Zuwanderer
– auch und sehr aktuell die gerade zu uns
kommenden Flüchtlinge.
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Alle Preise zzgl. MwSt.
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Jüdische Allgemeine
Sonderveröffentlichungen
Themen
Jewrovision
Ausgabe
06 / 2016
Erscheinungstag
11.02.2016
Anzeigenschluss
04.02.2016
Bemerkung
Analog zur Eurovision: Größte jüdische Veranstaltung in Form eines
Song Contest der jüdischen Jugendzentren Deutschlands
Leipziger Buchmesse
11 / 2016
17.03.2016
10.03.2016
Unser Literaturspezial liegt in einer Vielzahl von Buchläden aus.
Purim
Jugendkongress
12 / 2016
24.03.2016
17.03.2016
Fest zur Errettung des jüdischen Volkes aus der drohenden Vernichtung
Beim Jugendkongress in Frankfurt/Main treffen sich viele Jugendliche.
Pessach
16 / 2016
21.04.2016
14.04.2016
Pessach gehört zu den wichtigsten jüdischen Festen. Hierbei wird an
die Befreiung der Israeliten aus der ägyptischen Sklaverei erinnert.
Schawuot
23 / 2016
09.06.2016
02.06.2016
Jüdisches Wochenfest, das an den Empfang der Zehn Gebote am Berg
Sinai erinnert
70 Jahre
Jüdische Allgemeine
26 / 2016
30.06.2016
23.06.2016
Die Jüdische Allgemeine zelebriert ihr 70. Jubiläum mit einer umfangreichen Sonderbeilage.
Rosch Haschana
Jom Kippur
39-40 / 2016
29.09.2016
22.09.2016
Rosch Haschana ist das jüdische Neujahrsfest. Jom Kippur, auch als Versöhnungstag bezeichnet, ist der höchste jüdische Feiertag.
Sukkot
Simchat Tora
41-42 / 2016
13.10.2016
06.10.2016
Sukkot, das Laubhüttenfest, erinnert an die Wanderung der Israeliten
durch die Wüste. Simchat Tora ist das Fest der Torafreude.
Buchmesse Frankfurt
41-42 / 2016
13.10.2016
06.10.2016
Unser Literaturspezial liegt in einer Vielzahl von Buchläden aus.
Chanukka
51-52 / 2016
22.12.2016
15.12.2016
Lichterfest zum Gedenken an die Wiedereinweihung des Zweiten Tempels in Jerusalem im Jahr 164 v.d.Z.
Jüdische Allgemeine Nr. 14-15/15 |
| 17
2. April 2015
Festliche Grüße zu Pessach 5775
xmXw rXk xsp gx
Wir wünschen allen unseren Freunden ein friedliches
und koscheres Pessachfest.
Diplomaten und Mitarbeiter
der Botschaft und des Generalkonsulats des Staates Israel in Deutschland
www.israel.de
Wir wünschen allen unseren
Studierenden, Förderern und Freunden
friedliche und frohe Pessachfeiertage.
xmX xsp gx
Sara Nachama und das Team
des Touro College Berlin
Wir wünschen allen unseren
Förderern und Freunden
friedliche und frohe Pessachfeiertage
The Ronald S. Lauder Foundation
Berlin
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Wir wünschen allen unseren
Förderern und Freunden
friedliche und frohe Pessachfeiertage.
Förderverein Freunde des
Jüdischen Krankenhauses Berlin e.V.
Spendenkonto: Sparkasse Berlin, Konto-Nr.: 35 000 8728, BLZ: 100 500 00
SWIFT-BIC: BELADEBEXXX
IBAN: DE17100500000350008728
Festliche Grüße zu Rosch Haschana
Damit Sie Ihre Freunde gut finden: Zur besseren Navigation haben wir die Grußadressen nach Bundesländern rubriziert.
Berlin
xmXw rXk xsp gx
| 31
Jüdische Allgemeine Nr. 37-38/15 | 10. September 2015
xmX xsp gx
Wir wünschen allen Freunden und Verwandten
im In- und Ausland
friedliche und frohe Pessachfeiertage
.
Dr. Rafael Korenzecher
Berlin
Berlin
Hamburg
Schleswig-Holstein
Hannover/Niedersachsen
Mecklenburg-Vorpommern
Bremen
Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf
Frankfurt/Main
Hessen
München
Bayern
Saarland
Rheinland Pfalz
Thüringen
Baden-Württemberg
Seite
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37
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allen Verwandten und Freunden
im In- und Ausland
Berlin
Wir wünschen Ihnen, Ihren Familien,
Ihren Gemeinden und der jüdischen Gemeinschaft
Deutschlands, Israels und der ganzen Welt
‫לשנה טובה תכתבו ותחתמו‬
ein gesundes und erfolgreiches Jahr,
auf dass der Ewige, Hakadosch Baruch Hu,
Sie in das Buch des Lebens einträgt.
Vorstand und Beirat
Rabbiner A. Apel Rabbiner J. Ebert
Rabbiner Z. Balla Rabbiner J. Pawelcyk-Kissin
Rabbiner Y. Pushkin Rabbiner A. Radbil
Rabbiner J.C. Soussan
Im Namen der Allgemeinen Rabbinerkonferenz
wünschen wir zu Rosch Haschana 5776
allen Gemeinden und dem Staat Israel
ein friedliches und glückliches neues Jahr.
Landesrabbiner em. Dr. Henry G. Brandt
Rabbiner Jonah Sievers
ZENTRALRAT DER JUDEN IN DEUTSCHLAND
Körperschaft des öffentlichen Rechts
Zu Rosch HaSchana 5776 - w´´[Xt möchten wir
allen unseren Freunden ein gesundes, glückliches
und süßes neues Jahr wünschen.
wbtkt hbwj hnXl
Diplomaten und Mitarbeiter der Botschaft des Staates Israel in Deutschland
und des Generalkonsulats in München
Rabbinerin Dr. Yael Deusel
Grundpreise für Grußanzeigen zu den Feiertagen je mm und je Spalte
Alle Gruppen der
WIZO-Deutschland e.V.
hbwj hnX
Gjinja und Dr. Wolfgang Jungnickel
Simon-Pfeiffenberger-Stiftung
Berlin
hbwj hnX
Wir wünschen unseren Mitgliedern und Freunden
ein gesundes und glückliches Neues Jahr.
5776 – w’’[Xt
Zu Rosch Haschana wünschen wir all unseren
Mitgliedern, Freunden und Unterstützern
sowie allen Zionistischen Organisationen
mit Dank für Ihre Arbeit für Israel,
ein gesundes, glückliches und
friedliches Neues Jahr.
Der Bundesvorstand
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