Gemeindeblatt April - Mai

Gemeindeblatt
der Berliner Stadtmission
Gemeinde Frankfurter Allee 96
April - Mai 2015
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Vorwort
VORWORT
Je mehr ich habe, desto mehr muss ich mir Gedanken um meinen Besitz machen. Und damit meine ich nicht Aktien oder Goldbarren. Viel Kleidung braucht
viel Stauraum. Wie organisiere ich meinen Schrank innen? Oder ziehe ich gleich
in eine größere Wohnung, um Platz für einen weiteren zu haben? Ich habe ein
Auto zur Verfügung. Und schon habe ich auf den TÜV zu achten, die Winterreifen, den Ölwechsel … Und wegen des Marders vielleicht doch eine Garage mieten? Und so geht es immer weiter. Um alles, was ich besitze, muss ich mich
kümmern.
Wenn ich wenig habe, gibt es natürlich andere, oft viel dringendere Probleme.
Nämlich, dass ich tatsächlich wenig habe. In vielen Ländern nimmt das dramatische Ausmaße an. Bei uns gab es zuletzt in der Nachkriegszeit solche Zustände, dass Menschen hungern mussten. Einige erinnern sich vielleicht noch daran. Heute gibt es aber auch Menschen, die sich ihr Geld sorgsam einteilen, für
jede größere Ausgabe erst einige Monate sparen, auf manches vielleicht auch
einfach verzichten müssen.
Und mitten in unseren Alltag hinein, ob wir nun viel oder wenig haben, kommt
als Monatsvers für Mai dieses Pauluswort: „Denn alles ist mir möglich durch
Christus, der mir die Kraft gibt, die ich brauche.“ Philipper 4, 13
Damit ist nicht gemeint, dass er der stärkste Kämpfer weit und breit ist oder
dass er fliegen kann oder Blei in Gold verwandeln. Gemeint ist vielmehr eine
innere Unabhängigkeit von äußeren Umständen.
„Ich habe gelernt, mit dem zufrieden zu sein, was ich habe. Ob ich nun wenig
oder viel habe, ich habe gelernt, mit jeder Situation fertig zu werden: Ich kann
einen vollen oder einen leeren Magen haben, Überfluss erleben oder Mangel
leiden. Denn alles ist mir möglich durch Christus, der mir die Kraft gibt, die ich
brauche.“ Philipper 4, 11 – 13
Paulus sagt, es ist vollkommen egal, wie viel ich zur Verfügung habe, wichtig ist,
wie ich damit umgehe, in welcher Haltung ich lebe. Einige Sätze vorher befiehlt
er der Gemeinde in dieser Stadt: „Freut euch!“ Ja kann man denn Freude befehlen? Es handelt sich tatsächlich um eine grundsätzliche Entscheidung. Bin
ich HEUTE bereit zur Dankbarkeit – oder habe ich mich vorhin schon für das
Nörgeln und die Unzufriedenheit entschieden? Im Korintherbrief schreibt er:
„Ob ihr nun esst oder trinkt oder was ihr auch tut, das tut alles zu Gottes Ehre.“
(1.Kor 10,31)
Viel haben und wenig haben – beides kann uns gefangennehmen. Wenn wir
„gefangen“ sind, ist uns mitnichten alles möglich. Wenn wir uns – im Positiven
wie im Negativen - nur mit unseren Umständen befassen, ist das selten zu Gottes Ehre.
Rückblick
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Ich entscheide mich jetzt, heute, in diesem Moment, für die Dankbarkeit – und
Gott wird mir die Kraft geben, die ich brauche.
Susann Friedl, Pastorin (in Teilzeit)
RÜCKBLIC K
Chorgottesdienst am 15. März
Herzlichen Dank für diesen schönen Gottesdienst. Jost Berchner hatte uns per
Mail dazu eingeladen und so machten wir uns freudig auf den Weg. Schon in
der U-Bahn trafen
wir liebe Bekannte
und wir erzählten
aus früheren Zeiten. Dann begrüßte uns Peter Lange
mit einer Herzlichkeit und Freude,
die uns gut tat. Viele Menschen kamen zu uns um
uns zu sagen, dass
sie sich freuen,
dass wir mal wieder in der Gemeinde sind. Was uns
aber vor allem
Freude bereitet hat, war das Loben und Preisen unseres Gottes durch die vielen Gesänge, die Musik der Liedbegleitung und die bevollmächtigten Worte der
drei Prediger. Wir freuten uns ganz besonders über die liebe Christa, die nun im
fortgeschrittenen Alter ihren Sopran schmetterte. Früher nahm ich auch schon
mal Anstoß daran und meinte, Christa singe im Chor zu laut. An diesem Sonntag dachte ich, wie schön, dass es Christa gibt und wie gerne hörte ich ihr zu.
Solch Chorgesang ist Gotteslob pur, er steckt an, und er macht fröhlich. Meiner
Frau ging es genauso, sie freute sich, so schöne Lieder zu singen. Wir fühlten
uns passend zur Jahreslosung sowie zum Thema des Sonntages Laetare
(„freuet euch“) und wir sagen: Vielen Dank – es war uns eine Freude!
Anne und Gerd Arno Wegemann
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Rückblick
Danke
Am Freitag, dem 13. März 2015,
haben wir geheiratet. Wir bedanken
uns recht herzlich für Eure/Ihre
Glückwünsche.
Angelika Römert und Michael
Fehringer
Ende der Winterspielplatzsaison
Nachdem es das Wetter schon länger möglich macht, dass die Friedrichshainer
Spielplätze eine echte Konkurrenz zu unserem Winterspielplatz sind, schließen
wir nun regulär die Winterspielplatzsaison mit dem 26.03.2015. In den nicht
ganz drei Monaten haben wir viel erlebt und ich könnte diese Zeitung füllen mit
den Eindrücken, Erlebnissen und Gesprächen: dem Reiz, in den Höfe und Straßen Hinweisschilder aufzustellen und dann einige zerstört vorzufinden. Oder
den leuchtenden Kinderaugen beim Anblick der Spielgeräte und dem Gespräch
mit der Mama, die dankbar war, sich mal ungestört unterhalten zu können. Und
den vielen neugierigen Blicken und Fragen der Eltern zu Stadtmission, Gemeinde, Kirche, Glauben, und den ängstlichen Untertönen in Sachen der grassierenden Masern. Über meine Freude beim spontanen Angebot von Eltern: „Wenn
Ihr Hilfe braucht, sagt Bescheid!“ oder dem Bild der Pastorin, die, auf Knien
krabbelnd und mit zwei Kindern spielend, mit der Mama ein seelsorgerliches
Gespräch führt. Dem Kampf mit der Hüpfburg beim Aufpumpen und wie sie die
Kinder lieber als Stall für die ausliegenden Gummitiere nutzten. Oder von der
Mama, die spontan mit den anwesenden sechs Kindern Stehgreifspiele spielte,
und wie alte und junge Mitarbeiter miteinander wie selbstverständlich arbeiteten, redeten und sangen.
Vielleicht erzähle ich nur von dem einen kleinen Wunder: Im Vorfeld wusste ich
nicht, ob die Öffnungszeiten personell abzudecken sind. Es sollten drei Tage
geöffnet werden, je mindestens zwei Mitarbeiter, davon mindestens einer direkt
aus unserer Gemeinde. Zwar hatten sich fünf Menschen grundsätzlich bereit
erklärt, jedoch zeigte die nähere Nachfrage, dass nur drei tatsächlich mitarbeiten könnten und die auch eher gelegentlich als regelmäßig. Ähnlich der „Speisung der Fünftausend“, als Jesus mit Wenigem viele Menschen satt gemacht
hat, kann ich nur staunend feststellen, dass wir über weite Zeiträume 3-4 Mitarbeiter hatten, die im Winterspielplatz mitgearbeitet haben. Und deshalb dan-
Rückblick
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ke ich Euch, die Ihr unseren Gästen in so liebevoller Weise begegnet seid:
Christa Berchner, Alexander Wille, Iris Adam, Katrin Lathmann, Swanhild Peter,
Annalena Puls, Renate Schulz, Tobias Berchner, Jennifer Malletzky, Markus
Prochno, Wen ru, Dorothee, Susann Friedl.
Jost Berchner
Das war ein Fest
Die Berliner Stadtmission feierte am Sonntag ihren 138. Geburtstag in einem
Festzelt im Zentrum am Hauptbahnhof. Das Wetter spielte mit und so füllten
rund 600 Menschen das Festzelt, die Grünflächen und den Hinterhof beim anschließenden Geburtstagsmahl. Um elf Uhr eröffnete der Posaunenchor der
Stadtmissionsgemeinde Frankfurter Allee das Fest und lud zum JahresfestGottesdienst ein, der für verschiedene Altersgruppen angeboten wurde. So hatten Jugendliche ihren eigenen Gottesdienst und auch die Kinder verließen nach
dem ersten Lied das Festzelt. Danach ging es musikalisch weiter, denn das
Thema, unter dem die Gottesdienste standen, lautete: "Fröhlich singen wir von
Gottes Werken". Darüber wollte man nicht nur reden, sondern es auch umsetzen - mit vielen Liedern. Beim diesjährigen Jahresfest wurde aber nicht nur das
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Gemeinde aktuell
138-jährige Bestehen des Werkes gefeiert, sondern auch der neue Stadtmissionsdirektor Joachim Lenz in sein Amt eingeführt. Und das passiert nicht alle
Tage. Das letzte Mal schließlich vor über 26 Jahren, als Hans-Georg Filker zum
Direktor ernannt wurde. „Bist du bereit, dieses Amt zu übernehmen?", fragt
Landesbischof Markus Dröge den 54-jährigen Pfarrer. Joachim Lenz bejaht diese Frage und durfte zu seiner eigenen Einführung gleich die Predigt im Festzelt
halten.
www.berliner-stadtmission.de
Danke für den Frühjahrsputz
Am 28. März haben wieder viele fleißige Hände geholfen, Kirche, Nebenräume,
Hof und den alten Saal gründlich zu reinigen und zu verschönern. Im Namen
der ganzen Gemeinde sage ich ganz herzlich danke.
Bitte merken Sie schon den Termin für den Herbstputz in Ihrem Kalender vor:
Samstag, 14. November, 9:30-12:30 Uhr.
Sören
G EMEI ND E AKTUELL
Das Bibelgespräch zum „Vater unser …“
„Das Gebet, das die Welt umspannt“ hat Helmut Thielicke (1908-1986) einer
der großen evangelischen Theologen der Neuzeit, das Vaterunser genannt.
Er macht damit deutlich, dass das Vaterunser ursprünglich nicht nur als Gebet
für den „Gottesdienstgebrauch“ gedacht war.
Jesus stellt, wenn er uns, „Unser Vater im Himmel …“ beten heißt, eine alltagstaugliche, persönliche Beziehung zwischen dem „Himmel“, Gott, als unserem
Vater und der „Erde“, uns, als Gottes Kindern auf Erden her. Und er macht uns
Mut, die Beziehung, die Gott durch Jesus zu uns aufgebaut hat, als zu unserem
Vater, der weiß, was wir brauchen (Mt. 6,8), im vertrauensvollen Gespräch (Gebet) zu erwidern.
Matthäus hat seine Version des Vaterunser in das Zentrum der Bergpredigt gestellt. Wir verstehen die Bergpredigt weithin als Anleitung zum christlichen Leben.
Will Matthäus damit sagen, dass der Mittelpunkt christlichen Glaubens und Lebens eine vertrauensvolle Beziehung zu Gott ist? Und dass aus dieser Beziehung heraus alle anderen Beziehungen zum Leben und zu unserer (Um-)Welt
gestaltet werden sollen? Will Matthäus damit signalisieren, dass uns die vertrauensvolle Offenheit gegenüber Gott, als unserem Vater, erst die Grundlage
gibt, unsere Beziehungen in dieser Welt im Sinne Jesu zu gestalten?
Gemeinde aktuell
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Und wird dieser Gedanke von Lukas verstärkt, wenn er seine Version des Vaterunser (Lk.11) in den Zusammenhang des Doppelgebotes der Liebe (Lk.10,
25-28) und zum Gleichnis des barmherzigen Samariters stellt?
Mir und hoffentlich auch allen Teilnehmern macht es großen Spaß diesen und
anderen Fragen nachzugehen. Ich entdecke dabei das Vaterunser ganz neu als
Hilfe zum Glauben und zum Leben. Und so war es ja wohl auch von Jesus gedacht …
Übrigens: In der Karwoche ist kein Bibelgespräch. Am 7.4. wird es von Susann
Friedl gestaltet und am 14.4 heißt es „sing and pray“, danach geht es mit der
dritten Bitte des Vaterunser weiter.
Manfred Schurig
Line Dance
Das ist eine choreografierte Tanzform, bei der einzelne Tänzer unabhängig von
der Geschlechtszugehörigkeit in Reihen und Linien vor- und nebeneinander tanzen. Die Tänze sind passend zur Musik choreografiert, die meist aus den Kategorien Country und Pop stammt. Die ursprüngliche Form des Tanzes ist – wie
die Entwicklung des Volkstanzes in vielen Kulturen zeigt – der Gruppentanz
(www.wikipedia.de).
Hallo, ihr Lieben, wir haben gemeinsam weitere Termine festgelegt:
Sa., 18.4., 11 - 12.30 Uhr
Sa., 2.5., 17 - 18.30 Uhr
Ich freu mich darauf, und wie immer könnt ihr mitbringen, wen ihr wollt!
Jens Berchner
Hallo erstmal
Wir wissen ja gar nicht, ob ihr es schon
wisst, aber wir, Dörthe, Annalena und
Christin (14), nehmen an einem Glaubenskurs in der Jungen Kirche Berlin in
Lichtenberg teil, der für uns als Konfirmanden Unterricht zählt. In dem Glaubenskurs sind wir um die 15 Leute, die
sich alle einmal im Monat treffen. Nach
einem kleinen gemeinsamen Frühstück
beschäftigen wir uns mit Themen rund
um Bibel, Jesus und Glaube. Beim
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Gemeinde aktuell
nächsten Treffen ist ein Einsatz in der Bahnhofsmission geplant. Nach dem
Kursende im Sommer werden wir drei die Themen noch mal vertiefen und wollen uns dann im nächsten Jahr taufen bzw. konfirmieren lassen.
Vorbereitung Ältestenwahl
Eine Ältestenwahl wird vorbereitet. An vieles muss gedacht werden und viele
müssen mitmachen, damit das Ganze gelingt: Bitte betet für Wegweisung, Gottes Vollmacht und Segen für die Wahl, den Überlegungen zur Kandidatur und
für die Arbeit des alten und neuen Ältestenkreises.
Jost Berchner für den Mitarbeiterkreis
Fragebogenaktion
Beim letzten Gemeindetag sprachen wir
sehr intensiv über die Minimumtonne und
darüber, welche Daube in unserer Gemeinde die niedrigste ist, um daran zu
arbeiten. Dabei sollte uns ein Fragebogen
helfen – nun ist es so weit. Dieser Fragebogen wird aktuell verteilt und bearbeitet.
Er wird uns dabei helfen, uns Stärken und
Schwächen in unserer Gemeinde zu verdeutlichen. Der Fragebogen wird anonym
ausgefüllt und extern ausgewertet. Der
Ältestenkreis und unsere Pastorin erhalten mit der Auswertung Hinweise, an welchen Stellen wir in unserer Gemeinde arbeiten müssen. So wird dann unser
Gemeindemotto für 2015 Gestalt annehmen: Gemeinde entwickeln – ich bin
dabei.
Jost Berchner
David Peter zieht es in den Süden
Den ganzen Winter hat es David ausgehalten und es hat ihm keine Ruhe gelassen: Die Menschen in Afrika. Am 28. März ist er wieder aufgebrochen, um in
Guinea Gefängnisse zu besuchen und mit den Inhaftierten und vielen anderen
über Gott zu reden. Das das wieder ein Abenteuer wird, ahnt man, wenn man
weiß, dass in Guinea (in Westafrika) 90% der Einwohner Muslime sind. Wir wünschen David Peter Gottes Segen und begleiten sein Tun im Gebet, freuen uns
über jede neue und gute Nachricht von ihm und sind gespannt darauf ihn im
Juli wiederzusehen.
Ausblick
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AUSBLICK
Ostern – ein Familienfest
Zu Ostern laden wir ein, mit der ganzen Familie bei uns Jesus und seine Auferstehung zu feiern. Wir beginnen mit einem Familiengottesdienst um 10 Uhr.
Und nachdem wir mit Musik, einem Anspiel, Gebet und einigen wichtigen Gedanken für Groß und Klein uns auf diesen besonderen Tag eingestimmt haben,
essen wir zusammen zu Mittag. Und natürlich gibt es auch wieder das Ostereiersuchen für unsere Kleinen im Gemeindegarten.
Jost Berchner
Einladung zur Gemeindeversammlung
Die nächste Gemeindeversammlung wird am 3. Mai 2015 im Anschluss an den
Abendmahlsgottesdienst um circa 12 Uhr stattfinden. Themen:
Festlegung der Anzahl der zu wählenden Ältesten
Kandidatenvorschläge
Bildung eines Wahlausschusses
Hinweise zur Vorbereitung der Ältestenwahl
10.05.15 Bekanntgabe der Kandidaten. Danach 10 Tage Einspruchsfrist (Letzter Termin: 24.5.15 11.00 Uhr). Einspruch ist beim Wahlausschuss einzureichen.
Neuwahl der Ältesten am 21.6.2015
Ein neutraler Leiter für die Gemeindeversammlung wird noch gesucht. Bitte
sich bei mir zu melden! Die Wahlversammlung selbst leitet dankenswerterweise
unser Hans Berchner.
Dr. W. Brunke, Vorsitzender des Ältestenkreises
Ältestenwahl
Ganz herzlichen Dank unseren bisherigen Ältesten für ihren Dienst. Viele Sitzungen, viele Diskussionen, viel Gebet liegen hinter ihnen, und auch in den
nächsten Monaten begleiten sie die Gemeinde noch weiter. Durch verschiedene persönliche Entscheidungen hatte sich unser Ältestenkreis verkleinert, deshalb sind jetzt Neuwahlen geplant.
Zu der Frage, wen man wählen sollte und wer bereit ist, sich zu Wahl zu stellen,
hier einige Gedanken:
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Ausblick
Wenn man bereits lange gelebt hat, gehört man ja automatisch zu den Ältesten.
Bei unserer Wahl am 21. Juni 2015 geht es aber gar nicht um das Lebensalter.
Gesucht werden Menschen jeden Alters (ab 18 Jahre), die in einer lebendigen
Beziehung zu Gott leben und Gott und die Menschen von ganzem Herzen lieben.
Jesus hat die Menschen geleitet, indem er ihnen gedient hat. In Matthäus 20,
26 ruft Jesus die menschlichen Leiter ebenso dazu auf, anderen zu dienen.
Menschen werden einem Leiter gern vertrauen, wenn sie wissen, dass er sich
um sie sorgt.
Ebenso wird von einem Leiter erwartet, dass er bereit ist, ständig zu lernen (Philipper 3, 12 + 13). Ein Leiter ist auf sein persönliches geistliches und charakterliches Wachstum bedacht. Im ersten Timotheusbrief werden wichtige Kriterien
genannt, die diesen Bereich betreffen. Auch Leiter sind nur Menschen, sie sind
unvollkommen und müssen sich dessen bewusst sein und begierig, hinzuzulernen.
Mancher in der Gemeinde weiß vielleicht gar nicht, was die Ältesten denn eigentlich tun sollen. Deshalb hier ein kleiner Auszug aus der Ältestenordnung
der Berliner Stadtmission, Artikel 1:
„Die Ältesten nehmen missionarische, seelsorgerliche und diakonische Aufgaben in der Gemeinde und in der Stadt wahr. Sie trachten danach, die übrigen
Gemeindeglieder in die missionarische Verantwortung einzubeziehen und sie
dafür zu gewinnen und zuzurüsten.“
Die Ältesten tun also keineswegs die Arbeit in der Gemeinde allein, sondern sie
unterstützen andere darin, ihre Gaben einzubringen.
Ein herausragendes Kennzeichen unserer Gemeinde ist die rege Unterstützung
durch den Mitarbeiterkreis. Eine vertrauensvolle und enge Zusammenarbeit der
beiden Kreise wirkt sich hilfreich und auch segensreich auf alle Bereiche des
Gemeindelebens aus. An dieser Stelle auch einen besonderen Dank an die Teilnehmer des Mitarbeiterkreises.
Wenn Ihnen jemand einfällt, von dem Sie denken, er wäre für die Arbeit im Ältestenkreis geeignet, oder wenn Sie selbst bereit wären, Ihre Gaben in diesem
Bereich einzusetzen, sprechen Sie mich gern an. Jedes Gemeindeglied kann
geeignete Personen benennen. In einer Gemeindeversammlung am 3. Mai
2015 werden die Kandidaten für die Ältestenwahl der Gemeinde offiziell vorgeschlagen.
Ich freue mich darauf, mit dem Ältestenkreis zusammen zu arbeiten.
Susann Friedl, Pastorin (in Teilzeit)
Ausblick
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Sechzig Jahre sind wir gemeinsam unterwegs
Das muss doch gefeiert werden! Am 9. Mai 2015 treffen wir uns im Saal der
Berliner Stadtmission Frankfurter Allee 96 (zweiter Hinterhof, 10247 Berlin).
Um 14 Uhr feiern wir einen Dankgottesdienst. Anschließend großes Kaffeetrinken und fröhliches Beisammensein.
Von diesen 60 Jahren sind wir bisher 53 bzw. 54 Jahre aktive Mitglieder in der
Stadtmissionsgemeinde Frankfurter Allee gewesen. Deshalb wollen wir neben
unseren Familienangehörigen auch mit den Weggefährtinnen und Weggefährten aus der Frankfurter Allee zusammen feiern.
Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr mit dabei sein könntet! Bringt bitte keine
Blumen und Geschenke mit. Das Miteinander ist unser schönstes Geschenk
Christa und Hans Berchner
Das Blech ist gefragt!
Es ist bald wieder soweit. Der Bläserfestgottesdienst am 10. Mai steht vor der
Tür. Man darf sich auf einen schwungvollen Gottesdienst freuen, der mit Musik
unseres Bläserchores gestaltet wird.
Johannes Haake und Tobias Berchner (Posaunenchorleitung)
Open-Air-Gottesdienst
Am 14. Mai, wenn es wieder warm ist, feiern wir gemeinsam mit der Gemeinde
am Fennpfuhl bzw. Gemeinde Lichtenberg den Himmelfahrtsgottesdienst. Als
Christen wollen wir zeigen, dass für uns dieser Tag eine andere Bedeutung hat
als bei vielen anderen. Deshalb feiern wir den Gottesdienst im Freien. Und deshalb begleitet tat- und tonkräftig unser Bläserchor den Gottesdienst.
Johannes Haake
Gemeindetag
Am 23. Mai wird in unserer Gemeinde wieder ein Gemeindetag stattfinden. Dieser Tag soll Raum zum Gespräch und zum geistlichen Miteinander geben. Deshalb ist es wichtig, dass Du und dass Sie da sind.
Zu unserem Jahresmotto der Gemeinde „Gemeinde entwickeln – ich bin dabei“
wollen wir uns über die Auswertung der Fragebogenaktion Gedanken machen
und daraus Ideen für unsere Gemeinde entwickeln. Über den Zeitplan und den
genauen Ablauf wird an den Aushängen der Gemeinde und in den Abkündigungen informiert.
Jost Berchner für den Mitarbeiterkreis
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Ausblick
Trödelmarkt
Immer wieder wurde im Winterspielplatz gefragt, ob es noch den legendären
Trödelmarkt gibt. Auf Nachfragen hatte jeder Besucher Interesse an einem Trödelmarkt und viele konnten sich vorstellen, sich zu beteiligen oder sogar direkt
bei der Planung und Organisation mitzuhelfen. Deshalb wollen wir am 30.5. einen Trödelmarkt veranstalten. Wäre es nicht einfach wundervoll, wenn wir uns
alle an diesem lauen sommerlichen Sonnabend mit Winterspielplatzgästen und
Nachbarn aus dem Kiez bei uns treffen und miteinander einen schönen Tag
haben? Wer darüber hinaus noch mit anfassen kann am Grill, Auf- und Abbau,
Kaffeekochen oder wer mithilft, indem er/sie mit den Kindern spielt, meldet
sich bitte bei
Jost Berchner
Kirchentag in Stuttgart
Vom 3.-7. Juni findet der Kirchentag 2015 in Stuttgart statt. Unter dem Thema
„damit wir klug werden“ treffen sich tausende Christen. Auch aus unserer Gemeinde sind Menschen dabei: Jost Berchner, Annalena Puls, Kristin Oslislok
und Dörthe Pohlandt freuen auf eine spannende Zeit mit vielen interessanten
Eindrücken.
Geburtstagskinder im April und Mai
April:
Mareike Jander
Manuela Giebel
Matteo Finnian Hauchwitz
Reinhard Gust
Anneliese Huhn
Sebastian Eisenbach
Manuela Jaber
Olga Rotärmel
Hermann Heilbronner
Helmut Meyer
Florian Dominik Berchner
Lothar Blanz
René Kaiser
Klaus Kissner
Milita Helwig
Mai:
Irma Klan
Cornelia Hintze
Elisabeth Marsotto
Herbert Lein
Christina Berchner
Elke Haupt
René Hauchwitz
Brigitte Schneider
Herzlichen Glückwunsch und Gottes Segen für das neue Lebensjahr allen, die
im April und Mai Geburtstag haben, auch denen, die nicht in unserer Liste ste-
Neues aus der Stadtmission
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hen. Besonders gratulieren wir Herbert Lein, der 90 Jahre alt wird, und Helmut
Meyer, der 80 wird.
NEU ES AUS D ER STADT MISSION
Bibelmobil - Wissen auf Rädern
Das Bibelmobil ist ein mobiles Informations- und Bildungszentrum mit dem Ziel
über Bibel, Glauben und Reformation auf interaktive und spannende Weise zu
informieren. Seit Februar gehört der zwölf Meter lange Bus zur Berliner Stadtmission und schafft damit ein neues Bildungsangebot für Kinder und Jugendliche.
Das Bibelmobil war schon auf der Leipziger Buchmesse, vom 20. bis 24. April
stattet es Berlin und der Stadtmission den ersten Besuch ab. Die BibelmobilSaison 2015 hat begonnen.
An Bord des Doppelstockbusses befindet sich neben Bibeln in über 30 Sprachen auch ein funktionsfähiger Nachbau der Gutenberg-Druckerpresse. Dazu
gibt es noch original Papyrus und die kleinste vollständige Bibel der Welt zu bestaunen. Mit seinem umfangreichen kulturellen Angebot lockt der Bus an über
115 Einsatzstellen jährlich rund 16.000 Besucher an. Multimediale Schulungsräume für Gruppen ermöglichen einen detaillierten Einblick in den christlichen
Glauben, Traditionen und geschichtliche Hintergründe – gerade auch für ein
atheistisches Publikum.
Die Berliner Stadtmission schafft mit dem Bibelmobil ein neues Bildungsangebot für Kinder und Jugendliche in und um Berlin. Vom 20. bis 24. April kann das
Bibelmobil unter anderem im Zentrum am Hauptbahnhof beschaut und kennengelernt werden.
www.berliner –stadtmission.de
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Neues aus der Stadtmission
Schiffsgottesdienste
Die Berliner Stadtmission startet jeweils am Ostermontag die Saison der bei
Berlinern wie Touristen beliebten Schiffsgottesdienste auf der Spree. Eine bunt
zusammengewürfelte Gemeinde findet in den Sommermonaten sonntäglich
sich auf leise schwankenden Planken ein, um an diesem ungewöhnlichen Ort
vor dem Altar im Ausflugsdampfer miteinander Gottesdienst zu feiern. Predigt,
Musik und vorbeiziehende Schiffe bestimmen das Ambiente. Stadtmissionsdirektor Pfarrer Joachim Lenz hält zum Saisonstart die Predigt zur Osterbotschaft
von der Auferstehung von Jesus Christus.
www.berliner –stadtmission.de
Neue Stadtmissionarin für die Gemeinde Lichtenberg
Andrea Völkner wurde am 15.02. in der Stadtmissionsgemeinde als neue
Stadtmissionarin in einem feierlichen Gottesdienst eingeführt. Damit beginnt in
der Gemeinde ein neues Kapitel mit neuen Aufbrüchen, Bauplänen und Herausforderungen.
Jost Berchner
Gebetskalender
Wir bei der Berliner Stadtmission wollen alle füreinander beten und haben hierfür einen Kalender aufgestellt. Sie sind herzlich eingeladen, auf diese Weise mit
uns verbunden zu sein.
Dies sind die Gebetsanliegen der nächsten Wochen:
29.03.-04.04. Mobile Einzelfallhilfe für Wohnungslose
Die „mobilen Einzelhelfer“ widmen sich obdachlosen Menschen, die sich selbst
schon lange aufgegeben haben, und begleiten sie.
05.04. - 11.04. Starthilfe-Projekte und Sharehaus
Elterncafé, Hausaufgabenhilfen und mehr – die Starthilfe-Projekte bieten integrative Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien oftmals mit Migrationshintergrund. Im Sharehaus wird Leben mit dem Kiez geteilt.
12.04. - 18.04. Gemeinde Tegel
Mitten im Wohngebiet Tegel-Süd gelegen will die Gemeinde auch Menschen erreichen, die mit christlichem Glauben bisher wenig zu tun haben.
Neues aus der Stadtmission
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19.04. - 25.04. Straffälligenhilfe Drinnen und Draußen (DuD), Schuldner- und
Insolvenzberatung für den Berliner Strafvollzug, Wohnprojekte „Neuer
Weg“, Wohnhilfe Standort Lehrter Str. u. MiMi
Die Projekte der Straffälligenhilfe sind getragen vom Versöhnungsgebot Gottes
und begleiten die betroffenen Menschen auf ihrem Weg zurück in die Gesellschaft.
26.04. - 02.05. Jugendgästehaus am Hauptbahnhof
Nur wenige Schritte vom Hauptbahnhof entfernt ist das Jugendgästehaus ein
guter Startpunkt für Gruppen, Familien und Einzelreisende, um Berlin zu entdecken und die Stadtmission „live“ kennenzulernen.
03.05. - 09.05. Gemeinde Wedding
Neben dem angebotenen Winterspielplatz ist die Gemeinde vor allem ein Ort
zum Gottesdienstfeiern, Gemeinschaft erleben und auftanken. Im Kiez sollen
Gott und Gemeindearbeit neu erlebt werden.
10.05. - 16.05. Übergangshaus im Zentrum am Hauptbahnhof
Hier finden wohnungslose Menschen und Haftentlassene vorübergehend ein
Zuhause und Hilfsangebote, zugeschnitten auf ihre individuelle Problemlage.
17.05. - 23.05. Feriendorf Groß Väter See
Das Feriendorf ist ideal für Familienurlaub, Klassenfahrten oder Gemeindeausflüge. Nur eine Stunde nördlich von Berlin verbinden sich Erholung und Bildung
in einer naturbelassenen Umgebung.
24.05. - 30.05. Junge Kirche Berlin und Junge Kirche Treptow (JKB)
Die JKBs sind neu entstandene Gemeinden, die Menschen lebensnah und zeitgemäß mit Gottes Liebe in Berührung bringen wollen.
31.05. - 06.06. Zentrale Beratungsstelle Levetzowstraße
In der Levetzowstraße werden Menschen mit Wohnungsnot beraten und ihnen
wird in ihrer individuellen Problemsituation unterstützend geholfen.
07.06. - 13.06. Gussower Erlebnis-Camp (GEC)/Jugendcamp
Im GEC und Jugendcamp haben Kinder und Jugendliche abwechslungsreiche
Ferien, mit spannenden biblischen Impulsen. Hören und Erleben.
Erreichbarkeit des Stadtmissionars
Susann Friedl, Pastorin (in Teilzeit) ist erreichbar unter
Handy: 0160 / 923 53 160
E-Mail: [email protected].
Bitte nutzen Sie die Anrufbeantworter.
Zu unserem Ältestenkreis gehören
Dr. med. Wilfried Brunke (Vorsitz)
Sabine Böhm
Christiane Lange
Antje Oslislok
Redaktion
Jost Berchner ([email protected])
Das Gemeindeblatt kann auch per E-Mail oder Post versandt werden. Interessenten melden sich bitte bei Jost Berchner (über Tel.: 030-2 94 82 92 oder EMail).
Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe ist der 15. Mai 2015.
Kontakt
Berliner Stadtmission
Frankfurter Allee 96, Quergebäude und 2. Hinterhof, 10247 Berlin
Telefon (030) 2 94 82 92 (mit Anrufbeantworter),
E-Mail: [email protected]
Internet: http://www.berliner-stadtmission.de/gem-ffa
Verantwortlicher für Haus und Hof sowie für Vermietungen ist Uwe Tobias,
erreichbar unter Tel. 0176 - 80 82 01 73 (Mo-Do 15-21 Uhr)
oder per E-Mail: [email protected].
Helfen Sie mit durch Ihre Spende
Berliner Stadtmission, Bank für Sozialwirtschaft
Konto: 31 555 00, BLZ: 100 205 00
BIC: BFSWDE33BER, IBAN: DE63 1002 0500 0003 1555 00
Zweck: Gemeinde FFA
Und zum Schluss
Wenn du ein Kind siehst, hast du Gott auf frischer Tat ertappt.
(Martin Luther)