Vom Hungerbrunnen zur Meeresküste Tour 21 - Alb-Donau

Hungerbrunnental
Altheim/Alb
Tour 21
Vom Hungerbrunnen
zur Meeresküste
Die Tour beginnt auf der „Klifflinie“, der Küste eines tertiären
Meeres vor rund 50 Millionen Jahren und führt über die dahinterliegende, größtenteils bewaldete Hügellandschaft der Kuppenalb.
Sie verläuft durch ein halbes Dutzend reizvolle Täler, die infolge
der Verkarstung trocken gefallen sind.
Strecke
Wanderzeit
19 km
5,5 h
Abkürzung 12 km
Abkürzung 4 h
Start/ZielAltheim/Alb
Anfahrt nach Altheim/Alb
mit Bus
» Linie 583 Langenau - Breitingen (an Schultagen)
» Linie 585 Ulm - Gerstetten (Mo. - Fr.)
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Heldenfinger Kliff
1Altheim/Alb
Eines der größeren Albdörfer,
seit 1225 urkundlich nachweisbar,
kam 1385 an die Reichsstadt Ulm.
Die imposant im ehemaligen
Wehrfriedhof gelegene Pfarr­
kirche schon 1293 genannt,
Unterteil des Turms mit Buckel­
quadern wohl staufisch, Glocken­
geschoß und Turmabschluss
spätgotisch; im Schiff, einem großen Saalbau, Bilder und Schnitz­
werke aus dem 17. und 18. Jh..
In der Kirchstraße das ehemalige
Ulmische Amts- und Forsthaus,
ein Fachwerkbau aus dem 17. Jh..
2Hungerbrunnental
Mündet bei Setzingen ins Lonetal. Teilweise unter Naturschutz
gestellt, vor allem wegen der
Schafweiden. Reiche Flora mit
ca. 300 Pflanzenarten, darunter
viele gefährdet. Charakteristische
Bäume und Sträucher, wie Weid­
buchen, alte Eichen, Mehlbeere,
Elsbeere.
3 Hungerbrunnen
Allgemeine Bezeichnung für intermittierende Quellen, die nur in regenreichen Jahren fließen und oft
Missernten und damit Hungers­
nöte im Gefolge hatten.
Der Hungerbrunnen hier floss in
den letzten hundert Jahren durchschnittlich etwa jedes dritte Jahr.
Am Palmsonntag findet hier der
traditionsreiche, vielbesuchte
„Brezgamarkt“ statt.
4Heldenfingen
An der Landschaftsgrenze der
Klifflinie zwischen Albuch und
Flächenalb gelegen, Ort der ältesten Siedlungsschicht. Zunächst
zur Herrschaft der Grafen von
Helfenstein gehörend, seit 1448
württembergisch. Neben statt­
lichen Höfen im Dorf die aneinandergebauten Häuserzeilen der
Häusler, die sich seit 1602 an der
„Halde“ ansiedelten. Als Häusler
bezeichnete man früher
Kleinstbauern und Dorfbewohner,
die ein kleines Haus aber nur
­wenig oder kein Land und Vieh
besaßen.
5 Heldenfinger Kliff
Am Kliff verlief die Uferlinie des
miozänen Meeres, das auf der
davor liegenden Flächenalb die
Obere Meeresmolasse ablagerte.
Hier bei Heldenfingen ist eine
Brandungshohlkehle aufge­
schlossen mit Löchern von Bohr­
muscheln, die sich in die damals
schon vorhandenen Kalkbänke
eingegraben haben.
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Wegbeschreibung
Tour 21
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In Altheim steigen wir von der
Kirchstraße durch die Straße
„Im Bantel“, die Berg- und
Waldstraße zum Waldrand hinauf und folgen diesem mit der
Albvereinsmarkierung gelbe
Gabel nach rechts, die bald
durch Wald zum Parkplatz im
Hungerbrunnental hinab und kurz
auf der Straße weiterleitet.
Wer abkürzt folgt hier weiter der
Markierung, die das Tal quert,
am Waldrand entlang und dann
durch Wald über den Hochberg
zur Straße hinab und zuerst
rechts, dann links neben dieser,
bis vor der Ortstafel scharf links
in den nachfolgend beschrie­
benen Weg zu den Eglenseen
abgebogen wird.
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2 km
Wer die ganze Tour macht
zweigt ohne Markierung am
Ende des Parkplatzes rechts ins
Hungerbrunnental ab und geht
45 Minuten im Talgrund, wobei je
nach Wetterlage dem schattigen
rechten oder sonnigen ­linken
Waldrand gefolgt werden kann.
Am Ende des linksseitigen Walds
liegt der Hungerbrunnen.
Hier gehen wir durch das linke
Seitentälchen und mit Markie­
rung rote Gabel auf dem Sträß­
chen nach Heldenfingen.
Hier rechts durch die Heuchlinger Straße, links durch die
Flurstraße, bei der Raiffeisenbank rechts durch die Raiffeisenstraße zum Heldenfinger
Kliff.
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Der Weiterweg führt zur Raiff­
eisenbank zurück, durch die
Molkerei­straße, rechts durch die
Rüblinger- und gleich links durch
die Breite Straße, durch Felder
geradeaus, an der knorrigen
Wetterbuche mit dem Gedenk­
stein an die Flurberei­nigung vorbei, in eine Senke ­hinab und zum
langgestreckten Fronenberg
­hinauf.
Oben nehmen wir den Asphaltweg nach links, biegen an der
Waldecke nach rechts und in der
Senke nach links ab. Auf der
Landstraße geht’s kurz nach
links, dann mit Markierung gelbe
Gabel rechts zu den Eglenseen.
GPS-Daten unter www.tourismus.alb-donau-kreis.de
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Tour 21
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Ab hier geht´s mit der Markie­
rung gelbe Gabel durch das
Säubere Tal, quer durch das
Gassental, wenige Schritte am
Waldrand nach links und dann
über den Höhenzug Öllenstein ins
Hahnental hinab. Auch dieses
queren wir, steigen am Gegen­
hang an der Hütte vorbei aufwärts, folgen oben der Strom­
leitung und erreichen Zähringen.
Dort folgen wir der Kreisstraße
5 Minuten nach links, wandern
dann links von ihr ins Hirschental
hinab und gelangen - indem wir
die Straße zweimal queren ­geradeaus nach Altheim hinauf.
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