MediaService December 2015

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Dezember 2015
Inhalt
PRODUKTE
2
Flexibel dosieren
3
Neue Zulassung für
Motorschutzgeräte
4
Auf einer Linie
5
Flexible
Netzwerkkonfiguration
ANWENDUNGEN
6
Kafka-Skulptur verdreht Prag
den Kopf
7
Mit Logo! zum perfekten
Grillgenuss
9
Anker gelichtet!
10 Auf der Überholspur
Siemens MediaService
Dezember 2015 – Neuigkeiten aus dem
industriellen Umfeld
Kurz vor Ende des Jahres bietet die
Dezember- Ausgabe des SiemensMediaService eine Vielfalt an Themen aus der Antriebs- und Automatisierungspraxis: Bei neuen Produkten
starten wir mit einer Wägeelektronik
für Dosier- und Abfüllprozesse sowie
einem Hutschienenadapter und einem SFP(Small Form-factor Pluggable)-Line-Modul für die EthernetKommunikation. Zudem gibt es
Motorschutz-Leistungsschalter mit
neuer Zulassung. Automatisierungs-
technik kann auch Kunst: Franz Kafkas Skulptur in Prag bewegt sich mit
Siemens-Technik. Mit dem Logikmodul Logo! gibt es auch im Winter den
perfekten Grillgenuss und „Pulled
Pork“ via Handy. Zudem hat Karoline,
das weltweit erste elektrische Fischerboot, seinen Anker gelichtet.
Und zu guter Letzt optimiert der kanadische Automobilzulieferer Cosma
seine Entscheidungs- und Produktionsprozesse mit Siemens PLM-Software. «
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Dezember 2015
Flexibel dosieren
Neue Wägeelektronik für Dosier- und Abfüllprozesse
Nürnberg. Siemens erweitert sein
Portfolio für Wägetechnik mit der Wägeelektonik Siwarex WP251, einer flexiblen Lösung für Dosier- und Abfüllprozesse mit Simatic S7-1200. Zudem
kann die Wägeelektronik auch autark
ohne CPU (Stand-Alone-Betrieb) genutzt werden. Je vier digitale Ein- und
Ausgänge, ein Analogausgang, ein
Ethernetport (Modbus TCP/IP), eine
RS485-Schnittstelle (Modbus RTU)
und der S7-1200 Systembus stehen
standardmäßig zur Verfügung und ermöglichen zahlreiche Anwendungsund Integrationsmöglichkeiten – ohne
Zusatzkosten.
Die neue Wägeelektronik Siwarex
WP251 integriert sich nahtlos in das
Engineering Framework TIA Portal. Siwarex WP251 steuert Dosier- und Ab-
Die neue Wägeelektronik Siwarex
WP251: Sie ermöglicht eine schnelle und
genaue Steuerung
der Dosier- und
Abfüllprozesse
füllaufgaben komplett unabhängig
und erfüllt die typischen Anforderungen solcher Prozesse, wie Genauigkeit und Schnelligkeit.
Die kostenfreie Beispielapplikation
„Ready-for-use Siwarex WP251“ erleichtert Start und Inbetriebnahme
der Waagen: Die Inbetriebnahme,
Justierung sowie der Betrieb der
Waage können vollständig über ein
Touchpanel beziehungsweise die
CPU (Central Processing Unit) erfolgen. Siwarex WP251 bietet zudem
einen erweiterten Einsatzbereich: Integriert in eine Simatic S7-1200 können alle kunden- beziehungsweise
anlagenspezifischen Anforderungen
problemlos in der S7-1200 CPU hinzugefügt und programmiert werden.
Somit entsteht eine frei program-
mierbare Wägelösung unter Verwendung der Simatic-Standardkomponenten. Im Stand-Alone-Betrieb
können alle Parameter und Funktionen mittels Kommunikationsprotokoll
Modbus RTU oder Modbus TCP/IP
erreicht und editiert werden. Zur Optimierung der Waage steht ein Aufzeichnungsmodus (Trace-Funktion)
zur Verfügung. Zudem können die
gespeicherten Wägewerte sowie die
dazugehörenden Zustände mit der
Parametriersoftware Siwatool V7 in
Microsoft Excel dargestellt und analysiert werden. «
Wägemodul Siwarex WP251
www.siemens.de/siwarexwp251
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Dezember 2015
Neue Zulassung für Motorschutzgeräte
Weltweiter Motorschutz in explosionsgefährdeten Bereichen
Nürnberg. Siemens bietet ab sofort
seine Motorschutz-Leistungsschalter
Sirius 3RV und thermischen Überlastrelais 3RU mit IECEx-Zertifizierung
an. Dies erleichtert weltweit den Einsatz der Geräte in explosionsgefährdeten Bereichen.
Mit der neuen IECEx-Zertifizierung gemäß IEC 60079 zählen die Motorschutzgeräte Sirius 3RV und 3RU zu
den ersten zertifizierten Schaltgeräten
auf dem Markt. Das Zertifikat ist im
Siemens Industry Online Support
(SIOS) herunterladbar. Bislang sind
die Leistungsschalter für Motorschutz
3RV sowie die thermischen Überlastrelais 3RU nach der in Europa geltenden Explosionsschutzrichtlinie ATEX
zugelassen. Damit schützen sie
Motoren in explosionsgefährdeten
Umgebungen. Weltweit gewinnt die
IECEx-Zertifizierung für nationale ExZulassungen an Bedeutung. Dies erleichtert somit den weltweiten Einsatz
zertifizierter Geräte in explosionsgefährdeten Bereichen und verringert die
Komplexität für Schaltschrankplaner
und -bauer. Sirius 3RV sind kompakte,
strombegrenzende Leistungsschalter
bis 100 Ampere für den Motor- oder
Starterschutz. Sie schalten sicher bei
Kurzschluss ab und schützen Verbraucher und Anlage vor Überlast. Außerdem eignen sie sich für das betriebsmäßige Schalten von Verbrauchern
bei geringer Schalthäufigkeit sowie
zur sicheren Trennung der Anlage
vom Netz. Die IECEx-Zertifizierung ist
für weitere nach ATEX zugelassene
Produkte aus dem Sirius-Spektrum
gedacht. «
3RU Überlastrelais
https://support.industry.siemens.
com/cs/ww/de/view/109477548
3RV Leistungsschalter
https://support.industry.siemens.
com/cs/ww/de/view/109479079
3RV und 3RU mit zusätzlicher Zertifizierung ausgestattet.
Siemens Industry Online
Support (SIOS)
https://support.industry.siemens.
com/cs/ww/de/ps/16243/cert
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Dezember 2015
Auf einer Linie
Neuer Hutschienenadapter für Scalance-Produkte
Mit dem S7-1500-„Mounting Kit“
ist eine einfache Montage der
kompakten Geräte der Scalance-Xund Scalance-S-Produktfamilie an
der Simatic S7-1500-Profilschiene
möglich.
Nürnberg. Für die einfache Befestigung von Scalance-Produkten auf
gleicher Höhe der speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPS)
Simatic S7-1500 bietet Siemens einen neuen Hutschienenadapter: die
passende Lösung zur Montage der
Geräte der Scalance X- und Scalance
S-Produktfamilie auf der Simatic
S7-1500-Profilschiene.
Mit der neuen Simatic S7-1500 Steuerungsgeneration wächst der Bedarf
der Anwender, Siemens Industrie
Produkte auf Basis der Simatic
S7-1500-Profilschiene einfach montieren zu können. Dafür hat Siemens
das S7-1500-„Mounting Kit“ entwickelt, mit dem eine einfache Montage
der kompakten Geräte der Scalance-Xund Scalance-S-Produktfamilie möglich ist.
Das
Kit besteht
aus zwei Montagewinkeln, die auf der
metallischen Gehäuserückseite der Scalance-Produkte angebracht werden. Damit können diese
auf der Profilschiene eingehängt und
über Schrauben fixiert werden. Dies
erleichtert die Handhabung, da die
Scalance-Geräte so auf der gleichen
Profilschiene wie die Simatic S71500-Baugruppen angebracht sind.
lance X-100,
X-200,
X-300 und S-600
entwickelt.
Die Scalance-Produktfamilie umfasst
Netzwerkkomponenten für zuverlässigen Betrieb in jeder Industrieumgebung, ein Verkabelungssystem für
schnelle, vormontierte Verbindung
vor Ort und ein Meldekonzept zur
permanenten Überwachung der
Netzwerkkomponenten. «
Steuerungen
www.siemens.de/simatic
Das S7-1500-“Mounting“ Kit wurde
für die kompakten und metallischen
Produkte der Industrial Ethernet und
Industrial Security Produktlinien Sca-
Netzkomponenten
www.siemens.de/scalance
S7-1500-“Mounting Kit“
https://mall.industry.siemens.
com/mall/de/WW/Catalog/
Product/6GK5980-2EA00-0AA1
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Dezember 2015
Flexible Netzwerkkonfiguration
Ruggedcom RX5000 Multi-Service-Plattform wird um SFP-Line-Modul erweitert
Der integrierte Switch und Router Ruggedcom RX5000 ist eine Routing- und Switching-Ethernet-Plattform mit hoher Portdichte für
den Betrieb in rauen Umgebungen.
Concord, Kanada. Für den industrietauglichen Router und Switch Ruggedcom RX5000 bietet Siemens ein
neues Modul für 100 Mbit/s (Megabit
pro Sekunde)-Glasfaser- Ethernetleitungen, das speziell SFP-Transceiver
unterstützt. Damit können Anwender
bis zu acht Glasfaserkabel unterschiedlicher Länge an RX5000 anbinden – und so ihre Netzwerke flexibel
anpassen und konfigurieren. Hauptanwendungsgebiete sind die Bereiche
Energieversorgung sowie der Schienen- und Straßenverkehr.
Weiterentwicklung und Vorteile
Mit dem neuen Ruggedcom RX5000
SFP-Line-Modul erweitert Siemens
das vorhandene Portfolio fester Transceiver Line-Module, die 100 Mbit/s
Glasfaseranschlüsse unterstützen.
Das Modul unterstützt bis zu acht
100BASE-X SFP Transceiver und ist
kompatibel mit den bereits verfügbaren Ruggedcom 100BASE-FX SFP
mit Reichweiten von 2, 20, 50 und
90 Kilometern. Mit SFP-Transceivern
können unterschiedliche Anbindun-
gen, Längen und Fasertypen in einem Modul miteinander kombiniert
werden, wodurch eine kostengünstige, flexible und erweiterbare Konfiguration möglich wird.
Die Ruggedcom RX5000 Multi-Service-Plattform ist ein industrietauglicher Switch und Router mit hoher
Portdichte sowie Routing- und Switching-Funktionen für das BreitbandEthernet. Der Layer-3-Switch, der
Geschwindigkeiten bis zu 10 Gigabit
pro Sekunde (Gbit/s) unterstützt,
wurde für den Einsatz in BackboneNetzwerken entwickelt, um den
Hochgeschwindigkeitszugang auf Anwendungen in den Bereichen Energieversorgung oder Verkehrswesen
zu gewährleisten. Jede Multi-ServicePlattform verfügt über 96 Ports für
den Zugriff auf lokale Netzwerkelemente und über 10 Gbit/s-Uplinks für
eine direkte Anbindung an BreitbandNetzwerke. Durch den modularen
Aufbau ist die Plattform schnell und
einfach erweiterbar. Zudem verringern sich damit Reparaturzeiten und
Ersatzteilbedarf. «
Mit dem Ruggedcom RX5000 SFP LineModul erweitert Siemens das Angebot
unterstützter Glasfaserchnittstellen mit
100BASE-FX SFP.
Ruggedcom RX5000
www.siemens.de/rx5000
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Dezember 2015
Kafka-Skulptur verdreht Prag den Kopf
© Deimos
Franz Kafka bewegt sich: Kafka-Skulptur mit Siemens-Technik automatisiert
Das beweglliche
Gesicht
Höhe d.Skulptur
Incl. Sockel
Krümmungen in der Ummantelung
Bauwerk
Die endgültige Form der Edelstahlummantelung besteht aus
18.500 Krümmungen
Die ganze
Skulptur setzt
sich aus
252 größeren
Konstruktionsteilen zusammen
©
Von Franz Kafka
Verbindungselemente
12.500 Stck. Schweißnieten
und über 3.800 Stck.weitere
Verbindungsteile, insgesamt
also über 16.300 Stck
Verbindungselemente.
Gewicht der
Skulptur
In Prag, unweit der Metro-Station Národní třída, kann Kafkas Verwandlung live verfolgt
werden - eine elf Meter hohe, bewegliche Skulptur, deren 42 unterschiedlich rotierende
Ebenen das Gesicht von Franz Kafka bilden. Die Skulptur wurde nach einem Entwurf
des tschechischen Künstlers David Černý geplant und konstruiert.
Antrieb
42 Synchronmotoren mit
erhöhtem Trägheitsmoment
sichern die Rotation der
Ebenen
Positionserkennung
Die richtige Ausrichtung der Ebenen
bestimmen 42
Induktionssensoren
Gerüst der
Skulptur
Höhe des Sockels
Kurvenrolle
Strebe
Energie
Die verwendeten
Rekuperationseinheiten
senken den
Energiebedarf
Getriebemotor
Steuerungssystem
Die bewegliche Konstruktion im Zentrum Prags besteht aus 42 einzelnen
Platten mit unterschiedlichen Wellen
und Krümmungen und kommt so auf
rund 18.500 Kurven. Durch das Verschieben und Drehen der Platten ergibt sich eine Vielzahl unterschiedlicher Ansichten. Für die Plastik wurden
2.039 technische Zeichnungen für Planung und Konstruktion angefertigt so-
wie in rund 8.900 Arbeitsstunden
über 250 Konstruktionsteile angefertigt und ein Kilometer Kabel verbaut.
Die Technik in Kürze: Die 42 rotierende Lagen werden unter anderen mit
Sinamics-Antrieben und SimoticsMotoren sowie einer PC-basierten
Simotion-Steuerung von Siemens
automatisiert. Zum Beispiel kommen
für die Drehbewegungen der Platten
21 Double Motor Modules Sinamics
S120 mit Safety-Funktionen und
42 Synchronmotoren Simotics S1FK7 zum Einsatz.
Durchmesser der Skulptur
Sockel
Platz für Steuerungssystem, Steuerungspanel,
Schaltanlage, Transformatoren für die Servomotore und weitere
Elektroausrüstung
Edelstahl mit Spiegelglanz
© Deimos
Prag. Mit elf Metern Höhe, 42 Ebenen
und einem Gesamtgewicht von fast 40
Tonnen verdreht die Skulptur des Kafka-Kopfes den Prager Bürgern den
Kopf. Die Skulptur des 1883 in Prag
geborenen Autors, die aus 1.500 Quadratmetern hochglanzpoliertem Edelstahl besteht, wurde mit Siemens-Antrieben, -Motoren und -Steuerungen
automatisiert.
Der Kopf des Bauwerks ist das
Steuerungssystem Siemens
Simotion mit der Möglichkeit
einer Datenfernübertragung
Die von dem tschechischen Künstler
David Černý entworfene Plastik wurde mit dem in Prag ansässigen Automatisierungsspezialisten Deimos realisiert. «
Video
www.youtube.com/
watch?v=Nm15Qb4NFwg#t=51
Schwerste Ebene:
520 kg
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Dezember 2015
Mit Logo! zum perfekten Grillgenuss
Pulled Pork via Handy
Mit Logo!
auf den Punkt gegart
© pottfeuer GmbH
Barrel-Smoker mit Logo!
Wetter, Ruhrgebiet. Gleich ob Sommer oder Winter – gegrillt wird immer.
Immer beliebter wird das „Smoken“
nach Art des American Barbecue. Dabei wird das Grillgut über einen Zeitraum von bis zu 20 Stunden im Rauch
gegart. Um die benötigte Temperatur
über diesen langen Zeitraum problemlos konstant halten zu können, hat die
Grillagentur pottfeuer ihren Smoker
mit dem Logikmodul Logo!8 automati-
siert und erhält so beispielsweise
perfekt gegartes „Pulled Pork“.
Gut gesteuert – perfekt gegart
Bei Axel Kähne und Markus Mizgalski, den Geschäftsführern der Grillagentur pottfeuer GmbH, dreht sich
alles um den perfekten Grillgenuss,
vom Live-Grillen über Grillzubehör,
-seminare und -literatur bis zum Ein-
kauf des Gillgutes. Der klassische
Barrel-Smoker besteht aus einem
Brennraum mit Holz oder Kohle und
dem Garraum. Die Herausforderung
ist, im Garraum über bis zu 20 Stunden eine konstante Temperatur zwischen 100 und 120 Grad Celsius zu
halten. Diese sollte man zudem gelegentlich kontrollieren können, und
zwar im Idealfall auch von unterwegs. Bevor beispielsweise der aus
den USA stammende Klassiker
„Pulled Pork“ (engl. für zerzupftes
Schwein) zubereitet werden kann,
muss Schweinenacken oder -schulter bis zu 20 Stunden lang im Rauch
gegart werden. Erst dann lässt sich
das zarte Fleisch so zerrupfen (engl.:
to pull), dass es zum Beispiel mit
Barbecue-Soße und Krautsalat im
Sandwich genossen werden
kann.
Bisher hatten die beiden Grillprofis
den Tagesablauf so strukturiert, dass
einer etwa alle zwei Stunden die
Temperatur im Smoker kontrollierte
und bei Bedarf die Lüftungsklappen
manuell öffnete oder schloss. Zwar
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8
Dezember 2015
Grillen, Smoken,
Barbecue
Die drei Grillarten unterscheiden
sich durch Temperatur, Grillmethode und Zeit. Beim Grillen ist
es rund 250 Grad heiß, von 120
bis 180 Grad spricht man vom
Barbecue und 90 bis 120 Grad
entsprechen dem sogenannten
„Smoken“. Während beim Grillen
das Fleisch direkt über der Hitzequelle liegt, wird das Grillgut
beim Barbecue und Smoken indirekt gegrillt, also vom heißen
Rauch des Holzfeuers umgeben
und so über einen langen Zeitraum schonend gegart. Das
Fleisch bleibt dabei saftig und
zart und erhält einen unverwechselbaren Rauchgeschmack. Im
Smoker, einem lokomotivenähnlichen Grill, liegt das Grillgut in
einer Trommel oder Rauchkammer. Die benötigte Hitze kommt
von einer außen angebrachten
Feuerbox, durchströmt die
Rauchkammer und verlässt diese durch ein Kaminrohr. Pulled
Pork, Beef Brisket und Spareribs
sind einig von vielen Spezialitäten, die die Grillagentur pottfeuer
GmbH vor Ort bei Familien- oder
Firmenfeiern anbietet. «
gibt es durchaus Systeme mit Temperaturfühler und abhängig von der
Temperatur geschaltetem Lüfter für
eine automatisierte Regelung der
Hitze im Garraum im Angebot. Doch
das Logikmodul Logo! bietet alles,
was Kähne und Mizgalski benötigen:
eine Grillsteuerung, die auch Fernabfragemöglichkeiten bietet, hochflexibel und erweiterbar ist und über
die reine Temperaturregelung deutlich hinausgeht. Zudem ermöglicht
Logo! auch die Anbindung ans firmeneigene Netzwerk.
Smoke via Logo!8
Die Basislösung für einen einfachen
Smoker mit elektrischem Lüfter –
montiert auf eine Hutschinenbox –
besteht aus einem 12-Volt-Grundgerät Logo!8 mit integriertem Display,
einem Netzteil Logo! Power sowie einem Erweiterungsmodul AM2RTD für
den Anschluss der PT100- und
PT1000-Temperaturfühlern. Dabei
misst einer der beiden Fühler die
Temperatur im Garraum, der andere,
sozusagen als Einstechthermometer,
die Temperatur im Inneren des Gargutes. Denn auch letztere entscheidet – etwa beim Pulled Pork – über
die Qualität des Grillguts. Beide
Temperaturen werden auf dem Display angezeigt. Sinkt die Temperatur
im Garraum unter die voreingestellte
Wunschtemperatur, schaltet Logo!
den Lüfter an, der dann so lange Luft
in die Glut bläst, bis die Temperatur
wieder ihren Sollwert von 110 Grad
Celsius erreicht hat. Besonders
begeistert Markus Mizgalski aber
die einfache Programmierung mit
Logo! SoftComfort sowie der komfortable Fernzugriff auf die Steuerung
mit PC, Tablet oder Smartphone über
den integrierten Webserver, Internet
oder WLAN: „Wir konnten die Logo!8
über Netzwerk-Port und eine WLANBridge in unser firmeneigenes Netzwerk einbinden, und sie lässt sich
über eine interne IP-Adresse ohne
Probleme von jedem Browser aus
ansprechen. So können wir im Prinzip von überall den Stand der Dinge
kontrollieren. Das erleichtert unsere
Arbeit und macht uns viel freier und
flexibler bei unserer Tagesplanung“.
Für die Zukunft hat Mizgalski noch
viele Ideen, Logo! in unterschiedlichen Smokertypen einzusetzen:
So ließe sich zum Beispiel der bedarfsgerechte Transport der Holzpellets per Förderschnecke im Smoker
steuern oder auch ein Servomotor
für einen Drehregler in drei Stufen
ansteuern. «
Logo!
www.siemens.de/logo
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9
Dezember 2015
Anker gelichtet!
Das weltweit erste elektrische Fischerboot sticht in See
Karoline
Der weltweit erste elektrische
Fischkutter Karoline, der vom
Unternehmen Selfa entwickelt
wurde.
Im Gegensatz zu anderen Schiffen bezieht die Karoline – je nach Route – die gesamte oder einen Großteil ihrer Antriebsenergie aus
Batterien.
Trondheim, Norwegen. „Batteriebetriebene Fischkutter werden bereits in fünf
Jahren völlig normal sein“, sagt Erik
Ianssen, Inhaber und Geschäftsführer
der Selfa Arctic AS.
Das gleichmäßige Brummen eines dieselbetriebenen Fischkutters, der eine
schwarze Rauchschwade hinter sich
herzieht, steht im krassen Gegensatz
zur majestätischen Schönheit der Fjorde und den schroffen Küsten Norwegens. Dieses Bild könnte allerdings
schon bald der Vergangenheit angehören – mit dem weltweit ersten elektrischen Fischerboot „Karoline“, das vom
Unternehmen Selfa entwickelt wurde.
Im Gegensatz zu anderen Schiffen bezieht die Karoline – je nach Route – die
gesamte oder einen Großteil ihrer Antriebsenergie aus Batterien. Da die
meisten Fahrten acht bis zwölf Stunden
dauern, könnte der Dieselverbrauch damit um insgesamt mindestens 80 Prozent gesenkt werden. Für Notsituationen wurde ein Dieselaggregat
eingebaut. Die Akkus werden über
Nacht am Kai über einen herkömmlichen Netzstromanschluss wieder auf-
geladen. Da Norwegen seine Energie
ausschließlich aus erneuerbaren
Quellen gewinnt, ist der Schiffsverkehr umweltfreundlich und zudem
deutlich kostengünstiger als bei dieselbetriebenen Alternativen. Batteriebetriebene Elektroantriebe sind außerdem wartungsfreundlicher, das
heißt die Wartungskosten entsprechend reduziert. Erik Ianssen, Inhaber
und Geschäftsführer der Selfa Arctic
AS erklärt: „In kalten Wintern muss
die Fischereiflotte Minustemperaturen
widerstehen, und die Schiffe müssen
beheizt werden solange sie im Hafen
liegen. Bei herkömmlichen Lösungen
werden letztendlich sowohl das Wasser als auch das Schiff beheizt, wobei
bis zu 70 Prozent Wärme verloren gehen. Die Karoline verfügt über ein effizientes Heizsystem, das mit sauberem Strom direkt aus Akkus oder aus
einem Kaianschluss betrieben wird.
Hier wird kein Diesel benötigt.“
Dieselverbrauch senken
Aus Sicherheitsgründen und bei Langstreckenfahrten verfügt das Antriebssystem des Schiffes über eine Akku-
bank und einen Generator mit variabler
Drehzahl, der von einem effizienten und
leisen Dieselmotor mit Common-RailEinspritzung angetrieben wird. Der Lieferumfang von Siemens umfasst das
komplette elektrische Antriebssystem,
Power Management System, Steuerungsystem, Frequenzumrichter
für Pumpen, einen jeweils 60 kW
(Kilowatt)-Generator und -Motor sowie
zwei 97,5 kWh (Kilowatt per Stunde)Batteriemodul. Selfa Arctic und
Siemens haben dieses Antriebs- und
Hilfssystem gemeinsam entwickelt.
„Obwohl wir auch mit verschiedenen
anderen Unternehmen Kontakt aufgenommen und unser Interesse an einer
Zusammenarbeit bekundet hatten, entschieden wir uns doch für Siemens: wegen der nachgewiesenen Expertise auf
diesem Gebiet, und weil Siemens große Begeisterung für das Projekt entwickelte. Mit dem Ergebnis sind wir sehr
zufrieden und überrascht, dass ein so
großes und durchorganisiertes Unternehmen auch so persönlich sein kann“,
so Ianssen. «
Naval & Commercial Vessels
www.siemens.de/marine
Video
https://vimeo.com/138592868
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10
Dezember 2015
Auf der Überholspur
Optimierte Entscheidungs- und Produktionsprozesse
Simulationen bis ins kleinste Detail stellen den Produktionsprozess dar. Zudem gewährleisten Überwachungsprogramme
fehlerreduzierte Prozesse.
Brampton, Ontario Canada. Um im
globalen Wettbewerb wirtschaftlich erfolgreich zu sein, müssen Unternehmen ihre Geschäftsstrategien und
Fertigungsprozesse kontinuierlich anpassen und optimieren. Der Automobilzulieferer Cosma International, mit
Sitz in Brampton, Ontario, setzt dabei
auf die digitale Fertigungslösung Tecnomatix von Siemens PLM Software.
Die hauseigene Ingenieursgruppe
Cosma Assembly Technology (CAT)
nutzt von Tecnomatix die Anlagensimulationslösung, um Produktions- und
Logistiksysteme zu simulieren, zu
analysieren und dadurch zu optimieren.
Das Ziel von Cosma International ist,
die optimalen Prozesse für Produktions- und Logistikketten noch weit vor
dem eigentlichen Produktionsstart zu
identifizieren und optimal zu gestalten.
Die Lösung Tecnomatix Plant Simulation von Siemens PLM Software ermöglicht es den Ingenieuren, digitale
Modelle und Simulationen eines geplanten Fertigungsprozesses zu erstellen. Sie konstruieren dabei verschiedene virtuelle Szenarien und
können das Systemverhalten im späteren realen Produktionsprozess voraussagen. Komplexe Prozesse werden auf diese Weise analysiert und
ein optimierter Produktionsprozess
entwickelt.
Effizient und erweiterbar
„Plant Simulation bietet funktionsreiche Analyseinstrumente und eine
sehr gute Nutzerführung“, lobt J.
Charles, Simulationsspezialist bei
CAT. William Liang, Simulationsingenieur, begründet die Wahl der
Siemens-Lösung mit der einfachen
Erweiterbarkeit und Anpassungsfähigkeit an vorhandene Software. Der
Datenaustausch zwischen verschiedenen Softwareplattformen ist dadurch reibungslos möglich. Auch das
effiziente Berechnungsverfahren so-
wie die in-memory Datenbank der
Siemens-Lösung überzeugen das
CAT-Team: „Mit Plant Simulation
können wir ein gesamtes Produktionsjahr für ein Großproduktionssystem in nur wenigen Minuten
darstellen.“
Ressourcen einsparen und Kosten
senken
Darüber hinaus können die Ingenieure mit Tecnomatix sicherstellen, dass
Produktionsprozesse so effizient wie
möglich arbeiten. Die virtuelle Vorplanung trägt dazu bei, Ressourcen
einzusparen und Investitions- und
Arbeitskosten zu senken. «
PLM Software
www.siemens.de/plm
MediaService
11
Dezember 2015
Die Siemens AG (Berlin und München) ist ein
führender internationaler Technologiekonzern, der
seit mehr als 165 Jahren für technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und
Internationalität steht. Das Unternehmen ist in mehr
als 200 Ländern aktiv, und zwar schwerpunktmäßig
auf den Gebieten Elektrifizierung, Automatisierung
und Digitalisierung. Siemens ist weltweit einer der
größten Hersteller energieeffizienter ressourcenschonender Technologien. Das Unternehmen ist
Nummer eins im Offshore-Windanlagenbau, einer
der führenden Anbieter von Gas- und Dampfturbinen für die Energieerzeugung sowie von Energieübertragungslösungen, Pionier bei Infrastrukturlösungen sowie bei Automatisierungs-, Antriebsund Softwarelösungen für die Industrie. Darüber
hinaus ist das Unternehmen ein führender Anbieter
bildgebender medizinischer Geräte wie Computertomographen und Magnetresonanztomographen
sowie in der Labordiagnostik und klinischer IT.
Im Geschäftsjahr 2015, das am 30. September
2015 endete, erzielte Siemens einen Umsatz von
75,6 Milliarden Euro und einen Gewinn nach
Steuern von 7,4 Milliarden Euro. Ende September
2015 hatte das Unternehmen weltweit rund
348.000 Beschäftigte. Weitere Informationen finden
Sie im Internet unter www.siemens.com.
MediaService: www.siemens.com/press/de/materials/mediaservice.php
MediaService Digithek zum Herunterladen der
Einzelbeiträge aller Ausgaben:
http://press-mediaservice.de/digithek/
Aktuelle Presseinformationen:
Siemens: www.siemens.com/presse/
Siemens PLM Software: www.plm.automation.
siemens.com/de_de/about_us/newsroom/
Industriethemen von Siemens in Social Media
MediaService Industries Blog:
https://blogs.siemens.com/mediaservice-industries-de/
Twitter: https://twitter.com/siemensindustry
YouTube: www.youtube.com/Siemens
Pressekontakte:
Process Industries and Drives
Stefan Rauscher
Tel.: +49 (0)911 - 895 7952
[email protected]
Ines Giovannini
Tel.: +49 (0)911 - 895 7946
[email protected]
David Petry
Tel.: +49 (0)9131 7 - 26616
[email protected]
Digital Factory
Peter Jefimiec
Tel.: +49 (0)911 - 895 7946
[email protected]
Evelyne Kadel
Tel.: +49 (0)211 - 6916 1003
[email protected]
Claudia Lanzinger
Tel.: +49 (69) 480052 - 404
[email protected]
Gerhard Stauß
Tel.: +49 (0)911 - 895 7945
[email protected]
Kontakt MediaService
Ursula Lang
Tel.: +49 (0)911- 895 7947
[email protected]