Es dauert immer einige Zeit, bis sich der Körper an die neuen

HEALTH & FITNESS
Es dauert immer einige
Zeit, bis sich der Körper
an die neuen Bedingungen angepasst hat.
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Schlafen
Sie gut!
JEDES JAHR IM FRÜHLING folgt die
Seit 25. März
haben wir von
der Winter- auf
die Sommerzeit
umgestellt.
Sommerzeit auf die Winterzeit, was vielen von uns
Schlafstörungen bereitet. Kann man dagegen etwas
tun? Wir haben recherchiert und die besten Tipps
für gesunden und erholsamen Schlaf gefunden.
TEXT: SILVIA FILIPOT-BACHER
U
nser Organismus folgt Tag
für Tag einem bestimmten
Rhythmus (Beispiel Tag/
Nacht). Bereits kleine tagesrhythmische Schwankungen in diesem biologischen Ablauf können aufgrund
der Hormonausschüttungen wie
Melatonin (sog. Schlafhormon) Auswirkungen auf unseren Schlaf haben
und in weiterer Folge auf unsere
Gesundheit. Wenn wir plötzlich eine
Stunde weniger Schlaf zur Verfügung haben, kann dies zu Schlafstörungen führen. Besonders die
Umstellung auf die Sommerzeit
bekommen viele zu spüren, denn die
Uhr wird eine Stunde vorgestellt,
was bedeutet, dass wir früher aufstehen müssen.
Anpassungsphase
Es dauert immer einige Zeit, bis sich
der Körper an die neuen Bedingungen angepasst hat. In der Regel ein
paar Tage, aber das ist natürlich sehr
individuell und kann von 4 bis zu 14
Tagen reichen. Grundsätzlich konnte rein aufgrund der Zeitumstellung
keine längerfristige Anpassungspha-
Das Jahr hat 8760 Stunden, 3000
davon verbringen wir mit Schlafen.
Das ist auch wichtig für die Regeneration und somit die Gesundheit.
se nachgewiesen werden. Allerdings
leiden Menschen, die ohnehin Schlafprobleme haben, doch stärker und
hier besteht unbedingt Behandlungsbedarf.
Symptome
Gesundheitlich wirkt sich die Zeitumstellung wie ein Mini-Jetlag aus –
die innere Uhr und der Tagesablauf
müssen sich erst wieder aufeinander
einstellen. Das kann Symptome wie
eben Schlafstörungen, Verstimmungen,
Konzentrationsschwäche,
Appetitlosigkeit oder Verdauungsprobleme nach sich ziehen. Wobei
erstens nicht jeder Mensch betroffen ist und zweitens die Symptome
ganz unterschiedlich stark auftreten
können. Sind sie sehr massiv, ist es
ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Auf
Schlafmittel sollte nach Möglichkeit
verzichtet werden.
Was tun bei Schlafstörungen?
Das Jahr hat 8760 Stunden – 3000
davon verbringen wir mit Schlafen.
Das ist auch wichtig für die Regeneration und somit die Gesundheit.
Allerdings leiden sehr viele Menschen an Schlafstörungen und das
nicht nur aufgrund der Zeitumstellung. Schlafstörungen können sich
unterschiedlich zeigen, von Einschlaf- oder Durchschlafschwierigkeiten bis zu unangenehmen Gefühlen in den Beinen beim Schlafenlegen.
Wir haben für Sie eine ganze Reihe
von Tipps, die helfen könnten, wieder gut zu schlafen.
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„SCHLAFREGELN“
KÄRNTNERiN moments Tipps!
Einschlafhilfen für einen erholsamen Schlaf – vom richtigen
Essen am Abend bis zum Schäfchenzählen
Bekannte Einschlafhilfen sind das
Schäfchenzählen, Bettsocken oder
ein warmes Fußbad. Leichte Bewegung kann hilfreich sein – meiden Sie
jedoch Sport. Entspannungstechniken wie die progressive Muskelrelaxation sind relativ leicht erlernbar
und durchaus wirksam. Ein sehr
umfangreiches, schweres Essen am
Abend ist kontraproduktiv, ebenso
aufputschende Getränke wie Kafee
drei Stunden vor dem Schlafengehen.
Bei manchen „Schlafgestörten“ hilft
es schon, auf zu grausige Thriller am
Abend im Fernsehen zu verzichten
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oder Streitgespräche lieber auf einen
anderen Zeitpunkt zu verschieben.
Schlafördernde Getränke wie Melissentee oder ein Glas Milch mit Honig
schmecken nicht nur gut, sie tun
auch gut.
In der Zeitumstellungsphase sollten
Betrofene vorsichtig bei Tätigkeiten
sein, die unfallgefährdend sind – Beispiel Fensterputzen - und im Straßenverkehr besonders achtsam sein.
Besser ist es, längere Geschäftsreisen
mit dem Auto auf einen späteren
Zeitpunkt zu verschieben.
Wir hofen, dass bei unseren Tipps
auch der eine oder andere dabei ist,
der Ihnen hilft, besser zu schlafen!
Sind die Schlafstörungen gravierend
und anhaltend, ist es wichtig, einen
Arzt zu konsultieren!
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Das Bett ist nur zum Schlafen da!
Benützen Sie Ihr Bett auch für
anderes, wie Lesen oder Essen,
kann es sein, dass der Körper verlernt, das Bett mit dem Schlaf zu
verbinden. Es muss nun wieder
erlernt werden, im Bett nur zu schlafen, so dass der Körper quasi schon
müde wird, wenn Sie Ihr Bett nur
sehen – das gilt auch für ein kurzes
Nickerchen. Außer Sex ist im Bett
nichts anderes als Schlafen erlaubt!
Auch Probleme, egal welcher Art,
gehören nicht ins Schlafzimmer,
dies sollte ein Ort der Ruhe und Entspannung sein.
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Eine halbe Stunde im Bett und der
Schlaf kommt nicht – raus aus den
Federn!
Und erst wieder ins Bett gehen,
wenn Sie sehr müde sind. Tun Sie
nun etwas, dass sie geistig nicht
besonders anstrengt, also Dinge wie
bügeln, Kreuzworträtsel lösen,
Urlaub planen oder Musik über den
Kopfhörer hören. Am besten, man
überlegt sich schon vor dem ins
Bett Gehen ein paar Dinge, die man
tun könnte.
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Das Einschlaf-Ritual!
Was jetzt langweilig klingt, ist eine
gute Methode, um den Körper auf
den Schlaf vorzubereiten – nämlich
jeden Tag vor dem Zubettgehen
bestimmte Tätigkeiten auszuüben.
Der Körper weiß dann, aha, jetzt ist
es wieder soweit, die Nachtruhe
steht bevor und erkennt dies quasi
als Signal. Einschlaf-Rituale sollten
sich ganz nach Ihren individuellen
Gewohnheiten richten und könnten
beispielsweise folgendermaßen
ablaufen: Erst ein entspannendes
Bad, dann Musik hören, danach vor
die Tür gehen, ein paar Schritte tun,
ins Bad gehen, Zähne putzen, ins
Bett und Licht aus!