Zeigt her eure - Alle! Achtung!

Das Sicherheitsmagazin der AUVA
Oft ist es nur ein Moment.
Oktober
2015
12
Service
Ihr direkter Draht
zur AUVA
14 AUVAsicher
MILUPA Austria
steht auf langfristige
Gesundheitsförderung
20
Schuppenflechte
Mehr Lebensqualität
für Betroffene
Zeigt her
eure
Füße!
Manche Berufe machen es unseren
Füßen ziemlich schwer – einfache Tipps
und Tricks für gesunde Füße
P.b.b. GZ: 11Z039012 M
Retouren an Postfach 100, 1350 Wien
Erscheinungsort Wien
Verlagspostamt 1090 Wien
Heute gibt’s Brat- …
… Händchen!
Wennst keinen
Handschuh nimmst.
Hände gut, alles gut!
Handverletzungen sind die häufigste Folge von Unfällen – fast jeder
zweite Arbeitsunfall betrifft die Hand. Dabei könnten viele von ihnen
vermieden werden! Es gibt viele Möglichkeiten, das Unfallrisiko
zu senken: Die Einhaltung der erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen sowie
höchste Konzentration bei jedem Handgriff stehen dabei an erster Stelle!
Eine Initiative der AUVA für mehr Sicherheit und Gesundheit.
www.händegut-allesgut.at
Wolfgang Hawlik,
Chefredakteur
COVERFOTO: © Oxford/iStock
160.000 km
zu Fuß
Im Laufe unseres Lebens legen wir durchschnittlich 160.000 km zu Fuß zurück – die
einen etwas mehr, die anderen ein bisschen
weniger. Wir beanspruchen unsere Füße tagtäglich, oft ohne ihnen allzu viel „Zuwendung“ zu geben.
Auch im Berufsleben müssen unsere Füße
„funktionieren“. Bei vielen Berufen sind sie
stark gefordert, weil langes Stehen, viel Gehen
oder schweres Tragen eben zum beruflichen
Alltag gehört. Und zum beruflichen Alltag
gehört es oft auch, dass Sicherheitsschuhe
getragen werden müssen. Wenn diese nicht
richtig passen, droht Ungemach. Sind die
Schuhe zu klein, ärgern Druckstellen, Blasen
oder Hühneraugen, sind sie zu groß, können
sie dem Träger oder der Trägerin nur ungenügenden Halt bieten.
Die richtige Stützung des Fußes ist ein generelles Problem: Oft werden leichte Schuhe,
beispielsweise Flip-Flops, manche Sandalen
und verschiedene Sneakers, als äußerst
bequem empfunden, ohne zu bedenken, dass
diese Art von Schuhwerk den Fuß in keiner
Weise stützt und ihm festen Halt gibt – und
daher für viele berufliche Tätigkeiten ungeeignet ist.
Wie auch in vielen anderen Bereichen
kommt es also auch bei der Fußbekleidung auf
die Wahl des „richtigen“ Schuhwerks – abgestimmt auf die berufliche Tätigkeit – an. Denn
schließlich haben wir noch viele Tausend Kilometer in unserem Leben vor uns, meint
Ihr Redaktionsteam
[email protected]
8
Sie werden täglich stark
belastet und erhalten doch
zu wenig Aufmerksamkeit:
unsere Füße. Gerade im
Beruf haben die Füße oft
über das übliche Maß hinaus
viel auszuhalten.
© vladimirfloyd/Fotolia
© R. Reichhart/AUVA
Editorial • Inhalt
News ............................................................................................................................................. 4
Mythen aus der Welt des Sehens ................................................................ 6
Helfen Karotten beim Sehen, verhindert Augentraining Fehlsichtigkeiten –
Antworten auf diese und noch viele weitere Fragen rund um die Augengesundheit
Zwischen Individualität und Standardisierung ........................... 7
Was Brötchenbelegen mit der IT zu tun hat
Zeigt her eure Füße
.................................................................................................
8
In manchen Berufen müssen die Füße viel aushalten.
Die wichtigsten Gesundheitstipps und Anlaufstellen auf einen Blick!
Service: Ihr direkter Draht zur AUVA ............................................. 12
AUVAsicher: MILUPA Austria ................................................................. 14
Unfallverhütung und langfristige Gesundheitsförderung stehen im Fokus
Menschenbilder: Butler ......................................................................................... 16
Auf der Alm, auf der Piste oder als gehobenes Hauspersonal –
der Butler hat wieder Saison!
Was tun, wenn ... ....................................................................................................... 18
... der Kollege keine angemessene Kleidung trägt
Schuppenflechte: Mehr Lebensqualität für Betroffene ....... 20
Warum sichtbare Hauterkrankungen auch Probleme im Arbeitsalltag
mit sich bringen können.
Kinder & Jugendliche ............................................................................................. 22
Mehr „Leichtigkeit“ im Schulalltag
Serie: Sport in Österreich ................................................................................... 23
Inlineskaten ist gelenkschonendes Ausdauertraining
Hinweis: Mit Rücksicht auf die bessere Verständlichkeit verzichten wir auf durchgängige beidgeschlechtliche Personenbezeichnungen.
ALLE!ACHTUNG!
10/2015 3
AUVA news
AUVA-CoPilotenTraining
In den kommenden Schulwochen haben rund 5.000 Eltern
von Volksschulkindern an 130 österreichischen Schulen die
Möglichkeit, wertvolle Informationen zum Thema richtige
Sicherung von Kindern im Auto zu erhalten.
D
© AUVa
as AUVA-CoPilotenTraining ist auch im Schuljahr 2015/16 an 130 Volksschulstandorten zu Gast und informiert in einem erlebnispädagogischen Rahmen über
das Thema Kindersicherung im Auto. Konzipiert ist dieses Programm für Schüler der
3. Klassen Volksschule. Eingeladen werden auch
alle Eltern des jeweiligen Schulstandortes. Ziel
dieser Initiative ist es, den Kindern und den Eltern
klare Richtlinien für die korrekte Sicherung im
Auto zu vermitteln. Exemplarisch werden folgende
Fragen für Kinder und Eltern erlebbar beantwortet: Warum muss jeder im Auto angeschnallt
sein? Welches Rückhaltesystem ist für Kinder das
richtige? Wie schnalle ich mich richtig an?
Eltern werden über ihre Verantwortung für die
korrekte Sicherung der Kinder im Auto informiert, denn es liegt in der Verantwortung des
Lenkers, für die korrekte Sicherung der Kinder
zu sorgen.
Info & Kontakt:
Weiterführende Informationen zum AUVA-CoPilotenTraining finden Sie unter www.copilotentraining.info
AUVA-Seminare
Einzelpersonen, Firmen und Organisationen können das um­fassende Seminar­
angebot der AUVA für ihre Weiterbildung nutzen. Hier ein Auszug an Terminen:
TerminThema
13. – 14.10. Zertifizierter Lehrgang Einsteigen in enge Räume und Behälter
13.10. Ladungssicherung für Betriebe
20.10. Evaluierung arbeitsbedingter psychischer Belastungen
20. – 21.10. Einschulung in die Arbeits-Bewertungs-Skala (ABS-Gruppe)
21.10. Sichere Instandhaltung von Maschinen
28. – 29.10. Verordnung explosionsfähige Atmosphären (VEXAT)
28.10. Konflikte und Organisation
05.11. Heiße Eisen im Arbeitnehmerschutz
05.11. Arbeiten im richtigen Licht
10. – 12.11. Refresher für Sicherheitsfachkräfte
12. – 13.11. Sicherheits- und Gesundheitsmanagement
(SGM) Modul 1
Ort
Unterweißenbach
(OÖ)
Amstetten
Wien
Dornbirn
Laaben bei Wien
Graz
Salzburg
Salzburg
Vösendorf/Wien
Graz
Salzburg
Weitere Angebote, nähere Informationen und Anmeldung unter www.auva.at/
kursbuchung. Wenn Sie regelmäßig über das Seminarangebot der AUVA
informiert werden wollen, abonnieren Sie unseren Newsletter unter www.auva.info
4 10/2015 www.alle-achtung.at
BUCHTIPP
Die Evaluierung
arbeitsbedingter
psychischer
Belastungen
Brauchen wir das? Wie geht das?
Wer macht das? AnbieterInnen und
betriebliche Fallbeispiele aus der Praxis
In der Arbeitswelt gehören krank mach­en­­de
psychische Belastungen zu den unterschätzten Gefahren. Die sozialen und
psychischen Kompetenzen sind zentraler
geworden und spielen im Vergleich zu
früher in der Arbeitswelt eine größere Rolle.
Die Ansprüche an die Beschäftigten in den
Betrieben verändern sich immer drastischer.
Zu diesem Thema existieren immer noch
Berührungsängste sowie mangelndes
Wissen, es ist höchste Zeit umzudenken.
Der Druck und die Erwartungen nehmen
zu, Zeit wird Luxus. Auf gesellschaftlicher,
politischer und wirtschaftlicher Ebene setzt
sich der Trend der Globalisierung beständig
fort und fördert den Konkurrenzdruck. Die
Dynamik in der Arbeits- und Lebenswelt
wird durch Kommunikationsmittel und neue
Medien beschleunigt. Der schnelle Gewinn
zählt mehr als der Mensch, immer mehr
Menschen halten die andauernde Überlastung nicht durch. Das Fachbuch beschäftigt
sich mit betrieblichen Fallbeispielen aus der
Praxis und effektiven Lösungsmöglichkeiten
zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen
von Arbeitnehmern.
Lebenslanges Lernen ist unentbehrlich,
um den beruflichen Status aufrechterhalten
zu können. Mobilität und Flexibilität spielen
ebenfalls eine große Rolle.
Gesetzlich sind Betriebe verpflichtet, die
Beschäftigten vor psychischen Gefahren zu
schützen und sich mit dem Bereich psychischer Belastungen auseinanderzusetzen.
Arbeitsbedingungen sollen geschaffen werden, die ein menschengerechtes, gesundes
und persönlichkeitsförderliches Arbeiten
ermöglichen.
Die beste Prävention bietet die gesetzlich
vorgeschriebene Evaluierung psychischer
Belastungen. Die Basis für ein produktives,
erfolgreiches Arbeiten sind gesunde Arbeitsbedingungen.
Alexander Heider, Johanna
Klösch (Hrsg.). Die Evaluierung arbeitsbedingter
psychischer Belastungen.
ÖGB Verlag.
ISBN 978-3-99046-096-2
sport.your.space.
Mehr Platz für
den Jugendsport
© WKÖ/SkillsAustria
Das hohe Suchtpotenzial elektronischer
Medien, die steigende Bewegungsarmut unter
Kindern und Jugendlichen und das noch nicht
ausgeschöpfte Potenzial öffentlicher Freiräume
für sportliche Aktivitäten gaben den Anstoß
zur Initiative zweier Tullnerinnen: Landschaftsarchitektin Agnes Feigl ließ sich bei einem
Auslandsjob in Sydney inspirieren und kam mit
der Überzeugung zurück, dass die Freiräume
ihrer Heimatstadt noch viel mehr für Sport
und Bewegung leisten könnten. Anna Plenk,
Sportwissenschaftlerin und Jugendkoordinatorin der SPORTUNION Niederösterreich,
schöpfte ihre Motivation aus der Tatsache,
dass viele Mädchen und Burschen zu Beginn
der Pubertät aus den Vereinen aussteigen und
nur mehr schwer zu Sport und Bewegung zu
motivieren sind. Den in Großstädten bereits
deutlich ablesbaren Trend zu Sport und Bewegung im öffentlichen Freiraum griffen die beiden
Projektinitiatorinnen auf und entwickelten ein
ambitioniertes Pilotprojekt für Städte im ländlichen Raum, das Jugendlichen zwischen zwölf
und 17 Jahren einen niederschwelligen Zugang
zu Bewegung und Sport ermöglicht.
Das Team Austria mit den Betreuern
Österreicher holen in
Brasilien acht Medaillen
Bei den Berufsweltmeisterschaften WorldSkills 2015 in Sao
Paulo stellten jungen Fachkräfte ihre Fertigkeiten in insgesamt 31 Berufen – vom Steinmetz bis zum Möbeltischler –
erfolgreich unter Beweis und holten fünf Mal Gold, zwei Mal
Silber sowie ein Mal Bronze.
© sport your space
D
Sportgeräte aus dem Container leihen und Lust
auf Bewegung erleben
Zwei Monate lang dient ein adaptierter
Frachtcontainer als Verleihstation für jugendkulturgerechte Sportgeräte wie Waveboards,
Speed­minton, Waboba-Street-Bälle, Einräder,
Frisbees und Slacklines. Eine Chill-Zone, von
den Jugendlichen aus Holzpaletten gebaut,
steht als Treffpunkt in unmittelbarer Nähe.
An Aktionstagen sind Sportbotschafter aus
verschiedenen Trendsportszenen zu Gast und
zeigen einerseits ihre Tricks, arbeiten andererseits mit den Jugendlichen an den Geräten.
Lokale Vereine waren eingeladen, sich mit
Schnuppertrainings und Veranstaltungen beim
Container anzukündigen.
Info & Kontakt:
[email protected]
as Team Austria musste sich in Brasilien gegen rund 1.150 Teilnehmer
aus 59 Ländern durchsetzen. Begleitet
wurden die insgesamt 35 jungen Österreicher von 32 Experten aus ganz Österreich, die die Teilnehmer in der jeweiligen Berufsdisziplin unterstützten.
Gold holten Philipp Seiberl (Schwerfahrzeugtechniker), Michael Haydn und
Alexander Hiesberger (Betonbauer),
Manfred Zink (Möbeltischler), Franziska Ehgartner (Restaurant Service)
und Marius Joseph Golser (Steinmetz).
Silber geht an Marie Theres Mayerhofer (Malerin) sowie Martin Entholzer
(Maurer). Mit Bronze im Gepäck kehrt
Martin Schwaiger (Metallbauer) zurück
nach Österreich. Mit der höchsten
Punkteanzahl aller österreichischen
Teilnehmer konnte Philipp Seiberl im
Beruf Schwerfahrzeugtechnik den Titel
„Best of Nation“ erringen. Außerdem
wurde das Team Austria mit 15 Diplomen „Medallion for Excellence“ ausgezeichnet.
Vorbildwirkung garantiert
„Die österreichische Wirtschaft ist stolz,
ihre Zukunft in die Hände von derart
gut ausgebildeten Fachkräften legen
zu können“, freuen sich Mag. Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und Anna
Maria Hochhauser, Generalsekretärin der WKÖ. Das österreichische
Team für WorldSkills 2015 wird von
den Wirtschaftskammern Österreichs,
dem Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, dem
Bundesministerium für Bildung und
Frauen, dem Bundesministerium für
Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz sowie der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt finanziert. Zusätzlich wird das Projekt von den Firmen
Würth Österreich, workwear engelbert strauss und Adelsberger, 3M, WIFI
Österreich und FESTO sowie der Initiative „go international“ unterstützt.
Info & Kontakt:
www.skillsaustria.at
ALLE!ACHTUNG!
10/2015 5
AUVA aktuell
Mythen
aus der Welt
des Sehens
K
arotten stärken
die Sehkraft
Das Gemüse enthält
viel Vitamin A. Dieses unterstützt den Körper unter anderem
beim Knochenwachstum und
der Entwicklung der Nervenzellen. Auch die Netzhaut im
Auge ist auf das Vitamin angewiesen. „Bei einer gesunden
Lebensweise nimmt man ganz
automatisch genügend Vitamin
A zu sich“, erklärt Mister SpexOptikerin Nicola Kahle und
ergänzt: „Nur bei einem andauernden Mangel würden Sehprobleme auftreten.“ Im Gegenzug
bedeutet das jedoch nicht, dass
sich eine Überversorgung positiv
auf die Sehkraft auswirkt und der
erhöhte Verzehr von Karotten zu
schärferem Sehen verhilft.
Lesen im Dunkeln schadet
den Augen
Das heimliche Lesen unter der
Bettdecke ist angeblich schlecht
für die Augen. „Tatsächlich ist
das Lesen in dunkler Umgebung anstrengend für den Sehnerv, da es schwieriger ist, kleine
unscharfe Buchstaben zu entziffern. Der Muskel muss sich stärker
6 10/2015 www.alle-achtung.at
bemühen und es kommt leicht
zu Kopfschmerzen und geröteten Augen“, gibt Kahle Einblick. Ein Grund zur Sorge ist das
nach Ansicht der Expertin jedoch
nicht, vom meist nur kurzen
Lesen im Dunkeln erholen sich
die Augen schnell und es kommt
zu keinem Verlust der Sehstärke.
Beim Schielen bleiben
die Augen stehen
Der Fakt, dass die Augen beim
Schielen stehen bleiben können,
ist ein Mythos. Es gibt in der
Medizin keinen dokumentierten
Fall, der dies belegt.
Die Sehkraft wird schlechter
durch nahes Sitzen vor dem TV
Der geringe, immer gleich bleibende Abstand beim Fernsehen
oder der Arbeit am PC ermüdet
ähnlich dem Lesen im Dunkeln die Augen. Bildschirm­arbeit
macht die Augen schnell trocken, das kann zur Rötungen,
Brennen od­­­­er Schmerzen führen.
„Öfter Blinzeln hilft, den Tränenfilm auf dem Auge gut zu verteilen. Auch den Blick zwischendurch in die Ferne schweifen
zu lassen und den Abstand zum
© TommL/iStock
Können Augäpfel stecken bleiben, helfen
Karotten, die Sehkraft zu stärken, oder
verhindert Augentraining die Alterssichtigkeit?
ALLE!ACHTUNG! ist den bekanntesten
Optikmythen auf den Grund gegangen.
Bildschirm gelegentlich zu verändern, kann einfach Linderung
bringen“, weiß die Optikerin aus
Erfahrung. Bei trockenen Augen
eignen sich Nachbenetzungstropfen für ein entspanntes Fernsehvergnügen.
Karotten essen hat wenig mit der
Stärkung der Sehkraft zu tun.
Augentraining verhindert
Weitsichtigkeit im Alter
Im Alter verändert sich die
Augenlinse und es kommt zu
Weitsichtigkeit. Beim Sehen in
der Nähe, zum Beispiel während
des Lesens, muss sich die Linse
mit Hilfe eines Muskels im Auge
wölben. Es könnte also gemutmaßt werden, dass dieser Muskel
trainiert werden und somit
die Sehfähigkeit auch im Alter
erhalten bleiben kann. „Tatsächlich ist die Alterssichtigkeit keine
Fehlfunktion des Augenmuskels“,
weiß Kahle. „Die Linse verliert an Elastizität und kann sich
daher nicht mehr auf die Nähe
einstellen – auch mit Training ist
dieser natürliche Prozess leider
nicht aufzuhalten.“
n
Zwischen Individualität
und Standardisierung
Was die IT- und die Personalabteilung
in puncto Servicequalität vom Brötchenbelegen lernen können.
W
aren Sie schon einmal
in der Filiale einer der
Fastfood-Ketten, die
belegte Sandwiches nach Wahl
anbieten? Wer einen solchen Laden
zum ersten Mal betritt, ist schier
überwältigt von den vielen Auswahlmöglichkeiten, die sich ihm
© catscandotcom/iStock
Standards versus Wunsch
Das Geheimnis hinter dem „Sandwich-Prinzip“ ist ein hochstan-
Das „Sandwich-Prinzip“ in der Praxis
Quelle: Whitepaper von www.matrix42.com
Mitarbeiter müssen die Möglichkeit haben, sich in
den gesetzten und wohldefinierten Grenzen frei zu
bewegen. Das bedeutet aber nicht, dass IT-Anarchie
im Unternehmen herrscht – das Gegenteil ist der Fall:
Erfahrene Anwender bekommen die von ihnen benötigte höhere Flexibilität geboten und werden zu Kunden.
Was dazu notwendig ist:
• Prozessabläufe: Formulare, Beteiligte und Workflows
für die Genehmigung und Bereitstellung
• Zielgruppen: standort-, abteilungs- oder positions­
bezogene Benutzerprofile
• Warenkorb: standardisierte Services und Bundles mit
Preisinformationen und verständlichen
• Beschreibung klarer Abläufe und Verantwortlichkeiten
• Servicequalität durch die Vereinbarung, Einhaltung
und Überwachung verbindlicher Lieferzeiten
• Berücksichtigung von Verträgen
•Automatisierung: Verteilung von Software, Zugriffsrechten oder Konfiguration von Drittsystemen
häufig um „Digital Natives“ beziehungsweise erfahrene ComputerAnwender, die sich nur äußerst
ungern vorschreiben lassen wollen,
welche Geräte, Arbeitsmittel und
Dienste sie nutzen dürfen. Das ITManagement für den IT-Arbeitsplatz der Zukunft muss die drei
Dimensionen Technik, Business und Bereitstellungsmethode
in Einklang bringen. Damit sind
moderne Arbeitsplätze geräteunabhängig, können aber von den Nutzern nach den eigenen Anforderungen personalisiert werden.
bieten und zwischen denen er sich
entscheiden kann: Welches Brot
hätten Sie gerne? Welche Sauce?
Soll es mit Salat sein oder ohne?
Wollen Sie Huhn, Rindfleisch
oder gar Thunfisch? So vielfältig
die Auswahl auch auf den ersten
Blick scheint – sie ist nicht unbegrenzt.
dardisierter Prozess, der trotzdem
die persönliche Präferenz des
Kunden respektiert: Geboten wird
ein großes Spektrum an Diensten
und Produkten, aus dem er sich
genau das aussuchen kann, was er
möchte. Dieser Vorgang ist zwar
in höchstem Maße automatisiert und standardisiert, aber er ist
trotzdem individuell und persönlich. Dadurch hat der Kunde die
freie Wahl, aber der Anbieter kann
den Service trotz Individualisierung kostengünstig anbieten.
Was die IT davon lernen kann
Bei den Angestellten in vielen
Firmen handelt es sich heute
Passgenaues Service
IT nach dem Sandwich-Prinzip
bedeutet, dass der gesamte Prozess – von der Bestellung, über
die Genehmigung, die Bereitstel­
lung, die Verrechnung, die Rück­­
gabe nicht mehr benötigter
Leistungen bis hin zur Bewertung –
alle Schritte abdeckt. Und zwar
hochstandardisiert, automatisiert
und von der IT vorkonfektioniert. Dadurch ist der IT-Arbeitsplatz nicht mehr nur eine technische Komponente, die es gilt,
einfach auszurollen und zu automatisieren: Es geht um das ServiceDesign dieser Arbeitsplätze. Dieses
Paket beinhaltet dann nicht nur
die Geräte oder Anwendungen,
die von den Nutzern eingesetzt
werden, sondern auch geschäftliche Informationen wie Preise,
die verantwortlichen Manager, die
Kostenstellen und Service Level
Agreements (SLAs). Das Sandwich-Prinzip ist ein praxisrelevantes Beispiel für standardisierten
Service bei gleichzeitig großer
Auswahl. n
Quelle: Whitepaper von
www.matrix42.com
ALLE!ACHTUNG!
10/2015 7
AUVA coverstory
Zeigt her eure
FüSSe …
Sie bestehen aus zweimal 28 Knochen, 19 Muskeln,
107 Sehnen und Bändern. Sie werden täglich stark
belastet und erhalten doch zu wenig Aufmerksamkeit:
unsere Füße. Gerade im Beruf haben die Füße oft über
das übliche Maß hinaus viel auszuhalten – und verdienen deshalb eine Extraportion Pflege.
„M
Durchstehen angesagt
Viele Berufe bringen langes Stehen mit sich – und das
wiederum sorgt für sehr spezielle Fußbeschwerden,
denen von Anfang an vorgebeugt werden sollte.
„Gerade in stehenden Berufen als Verkäufer, Bäcker,
Lehrer oder in der Gastronomie kann es vorkommen,
dass Betroffene acht Stunden und mehr stehen. Das
strapaziert die Füße enorm“, bestätigt der Fußexperte und Podologe Peter Puchecker. „Natürlich wäre
es wünschenswert, wenn wir Fußproblemen durch
das richtige Schuhwerk, durch ausgleichende Bewegung, Massage und Pflege vorbeugen würden, aber
es ist schon hilfreich, wenn erste Warnsignale wie
Ziehen, Schmerzen, Druckstellen oder gereizte Haut
ernst genommen werden.“ Die meisten Fußprobleme
sind nämlich sehr gut und einfach therapierbar, wenn
sie rechtzeitig erkannt werden. „Schmerz hat immer
einen Sinn und bedeutet, dass sich etwas zu Ungunsten
verändert.Wenn wir darauf reagieren und die Ursache
8 10/2015 www.alle-achtung.at
„Unsere Füße
sind die besten
Stoßdämpfer.
Alles, was
sie abfangen,
belastet Knie
und Hüfte nicht
zusätzlich.“
Peter Puchecker,
Podologe,
www.podo-logie.at
© vladimirfloyd/Fotolia
it Füßen treten“ ist nicht umsonst ein
Wortbild für die abfällige Behandlung einer Sache. Unsere Füße tragen
uns durchs Leben – im Durchschnitt immerhin
viermal um die Erde im Laufe eines Lebens – und
das sollten wir ihnen mit mehr Fürsorge und Pflege
danken. Durch langes Stehen, schweres Tragen oder
viel Gehen werden sie täglich strapaziert. Werden
sie nicht gepflegt und richtig versorgt, dann drohen
vielfältige Probleme wie Hühneraugen und rissige
Hornhaut, eingewachsene Nägel, Schweißfüße, Fußpilz oder sogar Fehlstellungen.
egt
Wer si c h meh r b eww erk
un d auf sein S c hu hnu r den
ac h tet, tut n ic h t dern
F ü ß en G utes , son en ig er
leidet auc h unter w.
Rü cken b esc h w erden
Spezialfall Diabetischer Fuß
Der diabetische Fuß ist eine besonders gefährliche Form von chronischen Wunden,
die bei Diabetikern als Spätschäden auftreten können. Diabetes mellitus in Kombination mit Durchblutungsstörungen und Nervenschädigung kann zu wunden Stellen am
Fuß oder Bein führen, die der Betroffene oft nicht oder erst sehr spät merkt, weil seine
Schmerz- und Berührungsempfindungen durch die Krankheit massiv eingeschränkt
sind. Meist entstehen Geschwüre durch kleine Verletzungen am Fuß oder Fehlstellungen.
Wenn dann eine Entzündung folgt, verläuft der Heilungsprozess besonders langwierig.
Im Idealfall kommt es nicht zu einem diabetischen Fußsyndrom, wenn Diabetiker sich
an einige strikte Regeln halten: Der Diabetes muss vom Arzt professionell eingestellt
und therapiert werden. Eine tägliche Fußinspektion, sorgfältige Fußpflege, gut passende, nicht drückende Schuhe und immer trockene Füße verhindern das Entstehen
von Schäden. Die Nagelhygiene muss in diesen Fällen von Fachleuten durchgeführt
werden, die um die Besonderheiten eines diabetischen Fußes Bescheid wissen.
Diabetiker sollten ein besonderes Auge auf ihre Füße haben. Viele Amputationen sind darauf zurückzuführen, dass ein diabetisches Fußsyndrom zu
spät behandelt wurde.
© Africa Studio/Fotolia
Kontakt & Information: www.gefaessforum.at
beheben, wird das Problem nicht chronisch“, ergänzt
Puchecker. „Probleme, die sich häufig lange davor
ankündigen, sind etwa Fersensporn, Hammerzehe,
Hallux valgus oder eine Metatarsalgie, also Schmerzen
im Mittelfuß.Werden sie im Frühstadium erkannt, lässt
sich mittels optimierter Schuhe oder Einlagen einfach
gegensteuern.“
„Viele Menschen tragen ungeeignete, oft zu kleine
Schuhe und merken es gar nicht“, weiß Puchecker aus
Erfahrung. Gerade in stehenden Berufen sollte es selbstverständlich sein, dass das Schuhwerk für die arg strapazierten Füße professionell optimiert wird und gut stützt.
Flache Ballerinas oder Sneakers bzw. Chucks, so die neumodischen Bezeichnungen, bieten dem Fuß beispiels-
weise viel zu wenig Stütze und Halt und sind zudem
oft vorne spitz geschnitten. „Das provoziert auf lange
Sicht fast automatisch Fußprobleme“, kritisiert Puchecker. „Im Vergleich dazu stellen High Heels eher ein
kleineres Problem dar, denn die werden meist nicht so
lange getragen.“ Häufiger Schuhwechsel hilft in diesem
Zusammenhang durchaus, den Füßen
keine Chan­­­ce zu geben, sich an problematische Stel­­­­lun­­­gen zu gewöhnen
und wirkt dadurch vorbeugend.
Massage, Pflege
und Training passen
zu jedem Alter!
© Kontrec/iStock
Übungen für die Füße
• Gehen im Zehenstand: beugt Fehl­
stellungen vor und macht schöne
Waden
• Zehen spreizen
• Füße und Beine kreisen
• Wadenmuskeln dehnen (auf einer
Stufe abwechselnd Ferse nach unten
senken und in den Zehenstand
heben): hilft gegen Verhärtungen
nach langem Stehen
•Greifübungen (Murmeln, Bleistift,
Löffel, Tuch): erhalten die Beweglich-
keit, auch Bein- und Bauch­muskeln
können trainiert werden
•Fußheber (Fußspitzen heben,
während die Ferse am Boden bleibt):
gut für Liebhaberinnen hoher Absätze
•Einbeinstand: verbessert
Koordination und Gelenksstabilität,
beugt Stürzen vor
• Zehen wippen: für Fuß- und
Wadenmuskulatur
• Barfuß gehen:
Universaltraining
ALLE!ACHTUNG!
10/2015 9
© AleksandarNakic/iStock
AUVA coverstory
ABC der Fußprobleme
Achillessehne: stärkste Sehne
des Körpers, die beim Gehen die
vierfache Kraft des Körpergewichts
aushält
Fersensporn: dornartige knöcherne Ausziehung am Fersenbein,
durch Überbeanspruchung der
Sehnenansätze in diesem Bereich
Hackenfuß: nach oben gezogener
Fuß, angeboren oder durch
Rückenmarksschädigung ent­
standen
Hallux valgus: Abknickung der
Großzehe zur Kleinzehenseite,
bedingt durch Spreizfuß
Hammerzehe: krallenartige
Verformung der Zehengelenke, wobei das Endgelenk wie ein (Klavier-)
Hammer bodenwärts weist,
verschiedene Ursachen
Hohlfuß: übermäßige Wölbung
des inneren Längsgewölbes, meist
anlagebedingt
Innengang: Großzehen zeigen
zueinander, Abrollung außen, oft
Folge von Senkfuß
Klumpfuß: schwere Fußveränderung, kombiniert aus Spitzfuß,
Hohlfuß und Sichelfuß, angeboren
oder durch Rückenmarksschädigung entstanden
Knickfuß: Abknickung nach innen
im Knöchelbereich, tritt häufig
schon in der Kindheit und oft
gemeinsam mit dem Senkfuß auf.
Die Sohlen sind an der Innenseite
immer deutlich mehr abgelaufen
als außen.
Plattfuß: vollständige Absenkung
des Längsgewölbes, verursacht
meist durch Überlastung
Senkfuß: Vorform des Plattfußes
Sichelfuß: Vorderfuß nach innen
gedreht, erblich oder durch lange
Bauchlage als Säugling
Spitzfuß: nach unten gebogener
Fuß, bedingt durch Kinderlähmung,
Verletzung des Wadenbeinnervs
oder Beinverkürzungen
Spreizfuß: vordere Quergewölbe
abgeflacht, dadurch spreizen sich
die Zehen fächerförmig. Ursache
sind oft enge Schuhe. Hallux
valgus oder Krallenzehen können
daraus entstehen.
„Ballerinas sind die ‚Freude‘
jedes Podologen, denn sie
­verursachen durch fehlenden
Halt schnell Fußprobleme –
gefolgt von Sneakers, die
nur Stoff, aber keine Führung
oder Unterstützung für den
Fuß bieten.“
Peter Puchecker
Gesund zu Fuß
Wer unter Fußbeschwerden leidet, wird sprichwörtlich
auf Schritt und Tritt daran erinnert, dass auch die Füße
Vorsorge und Pflege benötigen. Zu gesunden Füßen
gehören jedenfalls mehrere Faktoren: passendes, nicht
zu enges und zu hohes Schuhwerk, Hautpflege, Muskeltraining, aber auch regelmäßige Kontrollen, wenn
sich erste Beschwerden einstellen. Eine Fußreflex­
zonenmassage kann auf wohltuende Weise die Muskulatur entspannen, doch auch eine simple Knetmassage,
ein warmes oder kühles Fußbad oder barfuß zu gehen
kann schmerzende Füße entlasten und guttun.
Die Wirkung von ungeeignetem oder unpassendem
Schuhwerk auf den Organismus ist generell nicht zu
unterschätzen – ganz abgesehen von schmerzenden
Füßen. „Fußprobleme haben oft weitreichende Auswirkungen auf Knie, Becken,Wirbelsäule bis zum Kiefergelenk“, erzählt Puchecker. Umgekehrt gehe auch
nicht jeder Fußschmerz tatsächlich von einem Fußproblem aus – manchmal seien auch ganz andere Körperteile schuld daran.
IMPRESSUM: Herausgeber: Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA), 1200 Wien, Adalbert-Stifter-Straße 65, Internet: www.auva.at | ­Beauftragter Redakteur: Wolfgang Hawlik, Tel.: +43 5 93 93-22907 | [email protected] | Assistenz:
Michaela Krasznyanszky, Tel.: +43 5 93 93-22901 | [email protected] | Medieninhaber: Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA), 1200 Wien, Adalbert-Stifter-Straße 65, Chefredakteur: Wolfgang Hawlik, Tel.: +43 5 93 93-22907 |
Redaktion: Mag. Renate Haiden, [email protected] | Anzeigen­repräsentanz: ÄrzteVerlag GmbH, 1090 Wien, Währinger Straße 65, Tel.: +43/1/961 1000-0 | Zeit­schriftenverlag: ÄrzteVerlag GmbH, 1090 Wien, Währinger Straße 65, Tel.: +43/1/961 1000-0,
office@­aerzteverlag.at | Anzeigenver­waltung: Marion Mabrier, Tel.: +43/1/961 1000-180, [email protected] | Anzeigen: Karin Kaan, Tel.: +43/1/961 1000-230, [email protected], Fiona Bucher, Tel.: +43/1/961 1000-300, [email protected] |
Grafik und Layout: Marion Dorner für andrej.cc | Hersteller: Druckerei Berger, Horn | Verlagsleitung: Kommerzialrat Axel C. Moser. Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz siehe www.alle-achtung.at.
10 10/2015 www.alle-achtung.at
Schmerzen in den Füßen dürfen jedenfalls nie ein
Problem sein, das still geduldet wird. Beim ersten Zwicken und Brennen heißt es: ab zum Experten. Das kann
für den Anfang ein Podotherapeut sein, speziell wenn
es sich um eine funktionelle Problematik handelt. Eine
klinische Symptomatik gehört aber immer medizinisch abgeklärt, warnt Puchecker. „Die Podologie ist
eine rein über die Muskulatur arbeitende Technik, die
mithilfe von Trainingsgeräten beispielsweise Unterstützung beim (Wieder-)Erlernen einer optimierten
Abrolltechnik bietet. Der Facharzt für Orthopädie ist
für Verletzungen und Schäden am Bewegungsapparat
zuständig.“
© Photographee.eu/Fotolia
Investments in gesunde Füße
In den letzten Jahren haben Gesundheitsschuhe be­­­
gonnen, sich von ihrem Oma-Image zu lösen. Während die klassischen Stützschuhe, die Vielgeher und
-steher früher trugen, eher zu mitleidigem Lächeln verführten, läuteten neue Generationen gesunder Schuhe
ein „Will-haben-Zeitalter“ ein. So eroberten etwa die
MBT-Schuhe schnell die Schuhschränke der schuhbegeisterten Bevölkerung. Die sportlichen Treter mit
gebogener, weicher Sohle wurden anhand der „Masai
Barefoot Technology“ (MBT) entwickelt und trainieren Halte- und Stützmuskulatur, weil der Körper
aktiv das Gleichgewicht halten muss. „Als Zweitschuh
sind diese Schuhe tatsächlich hilfreich, allerdings muss
ihre Verwendung geschult werden – sie versteht sich
nicht von selbst“, warnt der Podologe. Auch in Bezug
auf modische Gesundheitsschuhe plädiert der Experte
für einen Schuhwechsel, denn alles, was ausschließlich
getragen wird, zwingt den Fuß dazu, sich an bestimmte
Reaktionen zu gewöhnen. Und selbstverständlich gilt
es auszusieben, was für welchen Fuß hilfreich ist.
Auch eine Innovation aus Österreich verbindet
derzeit Fußgesundheitsaspekte mit durchaus sehenswertem Schuhwerk: aergo® ist ein Gesundheitsschuh
mit schwebendem Fußbett, sozusagen ein Minitrampolin in Fußh­
Nicht zur Nac n!
form. Durch das schwebende
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Fußbett können Gelenke,
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Singh aus
Den Weltrekord
Knie, Hüfte und Wirbelas
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Sekunden
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die Fachhochschule Medigigkeitskampf
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beruflich beding
zintechnik in Linz unter Prof.
Menschen, die
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stehen
(FH) Andreas Schrempf nachgewiesen. Die patentierte aergo®
Schuhtechnologie wurde mit Orthopäden, Schuhtechnikern und -designern sowie Wissenschaftlern aus Oberösterreich entwickelt.
Gesundheitsschuhe haben also längst den Status der
fußkranken Oma hinter sich gelassen. Sie sind schick,
schlau und bequem und daher für viele Menschen, die
ihre Füße großen Strapazen aussetzen (müssen), die
ideale Wahl. Den Füßen Gutes zu tun, hat längst den
Status des Untrainierten verloren – es ist genau jene
Fürsorge, die Beschwerden verhindert und uns lange
mobil hält.
n
Wer kann wobei helfen?
Fußprobleme haben oft
weitreichende
Auswirkungen
auf Knie, Becken,
Wirbelsäule bis
zum Kiefergelenk
• Der Orthopäde beschäftigt sich mit Fehlbildungen und Erkrankungen des gesamten
Stütz- und Bewegungsapparates.
• Der Podologe setzt sich wissenschaftlich und
therapeutisch mit den Folgen und Ursachen von
Fehlhaltungen und Funktionsstörungen der Füße und
deren Wechselwirkung mit dem gesamten Bewegungsapparat auseinander.
• Der Physiotherapeut bietet spezifisches Training
und äußerliche Anwendung von Heilmitteln an, um
die Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des Körpers
zu verbessern oder zu erhalten.
• Der Neurologe kommt bei Nervenschädigungen
am Fuß zum Zuge, oft auch in Zusammenhang mit
Diabetes-Erkrankungen.
• Der Gefäßspezialist behandelt Gefäßprobleme im
Fuß wie etwa Durchblutungsstörungen.
• Der Dermatologe kümmert sich um Hautbeschwerden und -erkrankungen des Fußes wie etwa
Ekzeme, eingewachsene Nägel, Hühneraugen,
Fuß- oder Nagelpilz.
• Der Internist/Diabetes-Experte muss bei einer
Diabetes-Erkrankung regelmäßig konsultiert werden,
um dem Diabetischen Fußsyndrom vorzubeugen.
ALLE!ACHTUNG!
10/2015 11
AUVA ServiCE
Ihr direkter Draht
Landesstelle salzburg
Landesstelle Linz
5010 Salzburg, Dr.-Franz-Rehrl-Platz 5
Telefon +43 5 93 93-34000
4010 Linz, Garnisonstraße 5
Telefon +43 5 93 93-32000
• Leitende Angestellte:
Dr. Susanne Oberrauch-Odar
Telefon: Dw. 34100, Fax: Dw. 34115
• Stv. Leitender Angestellter:
Dipl.-HTL-Ing. Reinhard Schuller
Telefon: Dw. 34102, Fax: Dw. 34115
• Leiter des Unfallverhütungsdienstes:
Ing. Wolfgang Boesau
Telefon: Dw. 34700, Fax: Dw. 34725
E-Mail: [email protected]
• Stv. Leiter des Unfallverhütungsdienstes:
Ing. Manfred Keuschnigg
Telefon: Dw. 34704, Fax: Dw. 34725
• AUVAsicher Koordinator,
stv. Leiter des Unfallverhütungsdienstes:
Ing. Martin Schretthauser
Telefon: Dw. 34702, Fax: Dw. 34725
• AUVAsicher Einsatzleitung:
Friedrich-Peter Keuschnigg
Telefon: Dw. 34750, Fax: Dw. 34759
• Leitende Angestellte:
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Telefon: Dw. 32100, Fax: Dw. 32110
• Stv. Leitender Angestellter:
Bernhard Albert
Telefon: Dw. 32102, Fax: Dw. 32110
• Leiter des Unfallverhütungsdienstes:
Mag. Gunter Seebacher
Telefon: Dw. 32700, Fax: Dw. 32740
E-Mail: [email protected]
• Stv. Leiter des Unfallverhütungsdienstes:
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Telefon: Dw. 32724, Fax: Dw. 32740
• AUVAsicher Koordinator, stv. Leiter des
Unfallverhütungsdienstes:
Ing. Walter Pfoser
Telefon: Dw. 32702, Fax: Dw. 32740
• AUVAsicher Einsatzleitung:
Christophorus Tober
Telefon: Dw. 32752, Fax: Dw. 32760
Salzburg
AuSSenstelle Dornbirn
6850 Dornbirn, Eisengasse 12
Unfallverhütungsdienst:
Telefon: +43 5 93 93-34932
Fax: +43 5 93 93-34935
E-Mail: [email protected]
Bad Häring
Dornbirn
Innsbruck
AUVAsicher Einsatzleitung:
Ing. Michael Kollmann
Telefon: +43 5 93 93-34950
Fax: +43 5 93 93-34955
AuSSenstelle Innsbruck
AuSSenstelle Klagenfurt
6020 Innsbruck, Ing.-Etzel-Straße 17
9020 Klagenfurt am Wörthersee,
Waidmannsdorfer Straße 35
Unfallverhütungsdienst:
Telefon: +43 5 93 93-34837
Fax: +43 5 93 93-34845
E-Mail:[email protected]
AUVAsicher Einsatzleitung:
Ing. Helmut Peer
Telefon: +43 5 93 93-34850
Fax: +43 5 93 93-34855
Stand: Oktober 2015
Unfallverhütungsdienst:
Telefon: +43 5 93 93-33830
Fax: +43 5 93 93-33831
E-Mail:[email protected]
AUVAsicher Einsatzleitung:
Ing. Hermann Domes
Telefon: +43 5 93 93-33850
Fax: +43 5 93 93-33860
zur AUVA
Unfallkrankenhaus
Landesstelle Wien
Rehabilitationszentrum/-klinik
1200 Wien, Webergasse 4
Telefon +43 5 93 93-31000
Dienststelle
Klosterneuburg
Weißer Hof
Wien 20
St. Pölten
Linz
Wien 12
• Leitender Angestellter:
Mag. Alexander Bernart
Telefon: Dw. 31100, Fax: Dw. 31198
• Stv. Leitender Angestellter:
Mag. Reinhard Minixhofer
Telefon: Dw. 31102, Fax: Dw. 31198
• Leiter des Unfallverhütungsdienstes:
Dipl.-Ing. Wolfgang Glaser
Telefon: Dw. 31700, Fax: Dw. 31798
E-Mail: [email protected]
• Stv. Leiter des Unfallverhütungsdienstes:
Rudolf Hübner
Telefon: Dw. 31706, Fax: Dw. 31798
Ing. Robert Preßlmayer
Telefon: Dw. 31704, Fax: Dw. 31798
Ing. Bernd Toplak
Telefon: Dw. 31702, Fax: Dw. 31798
AUVAsicher Präventionszentrum
1200 Wien, Pasettistraße 65
Oberwart
Kalwang
• AUVAsicher Koordinator,
stv. Leiter des Unfallverhütungsdienstes:
Dr. Harald Maruna
Telefon: Dw. 31750, Fax: Dw. 31781
• AUVAsicher Einsatzleitung:
Johann Fischer
Telefon: Dw. 31752, Fax: Dw. 31781
Graz
AuSSenstelle St. Pölten
Tobelbad
Klagenfurt
am Wörthersee
Landesstelle Graz
8020 Graz, Göstinger Straße 26, Telefon +43 5 93 93-33000
• Leitender Angestellter: Dipl.-Ing. Dr. Hannes Weißenbacher
Telefon: Dw. 33100, Fax: Dw. 33109
• Stv. Leitender Angestellter: Dr. Harald Frühwirth
Telefon: Dw. 33102, Fax: Dw. 33109
• Leiter des Unfallverhütungsdienstes: Ing. Hannes Karpjuk
Telefon: Dw. 33700, Fax: Dw. 33709, E-Mail: [email protected]
• Stv. Leiter des Unfallverhütungsdienstes: Dipl.-Ing. Andreas Neureiter
Telefon: Dw: 33702, Fax: Dw 33709
• AUVAsicher Koordinator, stv. Leiter des Unfallverhütungsdienstes:
Dipl.-Ing. (FH) Michael Schmoll
Telefon: Dw. 33750, Fax: Dw 33759
• AUVAsicher Einsatzleitung: Kurt Wohlmuther
Telefon: Dw. 33752, Fax: Dw. 33759
3100 St. Pölten, Kremser Landstraße 8
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Telefon: +43 5 93 93-31828
Fax: +43 5 93 93-31830
E-Mail:[email protected]
AUVAsicher Einsatzleitung:
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Telefon: +43 3 95 95-31850
Fax: +43 5 93 93-31881
AuSSenstelle Oberwart
7400 Oberwart, Hauptplatz 11
Unfallverhütungsdienst:
Telefon: +43 5 93 93-31920
Fax: +43 5 93 93-31930
E-Mail:[email protected]
AUVAsicher Einsatzleitung:
Ing. Gerald Huss
Telefon: +43 5 93 93-31950
Fax: +43 5 93 93-31981
AUVAsicher
Achtsamer
durch das Leben gehen
MILUPA Austria wurde für sein WISE-Projekt zur Unfallverhütung mit einer Silbernen
Securitas in der Kategorie „Sicher und gesund arbeiten“ ausgezeichnet. Nun startet ein
ergänzendes Programm zur langfristigen Gesundheitsförderung.
14 10/2015 www.alle-achtung.at
In den 1960er-Jahren expandierte
das inzwischen stark gewachsene
Unternehmen nach Österreich.
„Seit mehr als 50 Jahren steht
MILUPA in Österreich für hochwertige Säuglings- und Kleinkindernahrung und Serviceleistungen
an die Eltern“, erläutert MILUPA
Austria Geschäftsführer Dr. Christopher Mayr. Das Produktportfolio
reicht von Säuglingsanfangsnahrungen, Kindermilchen, Milchbreien und Müslis, herzhaften Beikost-Gerichten, fruchtigen und
milchigen Zwischenmahlzeiten,
speziellen Produkten für Schwangere und Stillende bis hin zu speziellen Nahrungen zur Allergiebehandlung und für Frühgeborene,
die nur in Krankenhäusern oder
Apotheken erhältlich sind.
Damit es ihnen „maximal gut geht“
© MILUPA Austria
M
ILUPA Austria, heimi­
scher Marktführer in
der Anfangs- und
Säuglingsnahrung, gehört heute
zu DANONE Nutricia Early Life
Nutrition, dem weltweit zweitgrößten Anbieter von Babynahrung.
Die Unternehmenswurzeln von
MILUPA reichen in die Zwischenkriegszeit zurück. 1923 begann der
deutsche Bäckermeister Emil Pauli
nahe Frankfurt mit der Herstellung
spezieller Kindernahrung, indem er
seine Spezialität Zwieback in geriebener Form unter dem Namen
„Paulis Nährspeise“ anbot. Die
Buchstaben in seinem Namen ließ
er nur ein wenig rotieren, schon
war eine neue Marke kreiert –
aus Emil Pauli wurde „Milupa“.
Dr. Christopher Mayr, Geschäftsführer von MILUPA Austria, über
seinen ganz persönlichen Zugang
zu den Themen Arbeitssicherheit
und Gesundheitsförderung:
„Wir bieten qualitativ hochwertige Produkte an, die ein gesundes Aufwachsen
unserer Kinder ermöglichen. Wir wollen, dass es den
Kindern maximal gut geht. Und genau das ist es auch,
was ich für unsere Mitarbeiter will. Es soll ihnen bei uns
maximal gut gehen. Als innovatives und dynamisches
Unternehmen fordern wir hohe Leistungsbereitschaft und
sehen es als unsere Aufgabe, ein entsprechendes Umfeld
zu schaffen, in dem die Mitarbeiter die Energie wieder
zurückbekommen, die sie investieren. Ich bin sehr stolz,
dass wir für unsere Maßnahmen erst kürzlich als ,Great
Place to Work 2015‘ ausgezeichnet wurden. Mein Ziel ist
es, dass unsere Mitarbeiter mit Freude möglichst lange
bei uns bleiben. Als ausgebildeter Mediziner habe ich
zudem ein besonderes Naheverhältnis zur Gesundheit.“
© MILUPA Austria
Langfristige
Gesundheitsvorsorge steht
im Zentrum.
Info & Kontakt:
www.milupa.at
© MILUPA Austria
Rund 60 Mitarbeiter
beschäftigt MILUPA
Austria am Firmensitz
in Puch bei Hallein. Das
Team konzentriert sich
ausschließlich auf den
heimischen Markt und
stellt hier ein österreichspezifisches Produktportfolio & Maßnahmenpaket
zusammen, das den
lokalen Anforderungen
gerecht wird.
Nachdem die Entwicklungs-­
und Produktionsagenden international fokussiert­wurden – im
niederländischen­ ­Ut­­­­­recht forschen
heute 300 DANONE-Wissenschaftler im Bereich der Baby­
nahrung, pro­­duziert­­ wird hauptsächlich im deutschen Werk in
Fulda – konzentriert sich MILUPA
Austria auf Qualitätsmanagement,
Vermarktung, Verkauf, Vertrieb,
Logistik und Kommunikation.
„Bei Qualität machen wir keine
Kompromisse“,­­stellt Mayr klar.
„Um die 300 Checks muss ein
Produkt durchlaufen, bevor es
unser Lager zum Handel verlässt.
Die Sicherheit der Babys hat
oberste Priorität.“ Dafür sorgen
am Firmensitz im Salzburger Puch
bei Hallein rund 60 Mitarbeiter.
Zum Team gehört eine eigene
medizinische Abteilung. Ihre Spezialisten, vorwiegend Ernährungswissenschaftler und Diätologen,
kommunizieren intensiv mit den
Kinderärzten und Hebammen
dieses Landes, um sie über die neuesten Forschungsergebnisse und
daraus abgeleitete Produktinnovationen zu informieren.
„WISE-Projekt“ zur
Unfallverhütung
Mit der Silbernen Securitas wurde
MILUPA Austria von der AUVA
und der WKO für das Projekt WISE
(Work In Save Environments) ausgezeichnet. Im Monatsrhythmus
werden dabei selbstständig und
wechselweise von allen Abteilungen
im Innen- und Außendienst Sicherheitsthemen aufgegriffen, erarbeitet
und in einer zweiseitigen Übersicht mit Fotos und wichtigen Hinweisen plakativ dargestellt. Diese
wird dann an alle Mitarbeiter per
E-Mail verschickt und zusätzlich
an markanten Punkten im Unternehmen ausgehängt.
Ziel des Programms ist es, die
Mitarbeiter für unterschiedliche
Sicherheitsthemen zu sensibilisieren und damit zur wirksamen
Unfallprävention beizutragen. Die
Sicherheitsthemen umfassen den
beruflichen wie auch den privaten
Alltag und sind möglichst der Jahreszeit bzw. sonstigen Tagesthemen
angepasst. Berufliche Themen
waren zum Beispiel „Richtiges
Heben & Tragen & Rückenschule“, „Augentraining – Tipps &
Entspannungstechniken bei Computerarbeit“ oder „Tragen von
Sicherheitsschuhen im Lager“; private, saisonale Themen etwa „Erste
Hilfe bei Sonnenstich, Sonnenbrand bzw. Infos zu Sonnenschutz“
oder „Schulanfang & Warnwesten“.
Durch die permanente Konfrontation jedes Einzelnen mit unterschiedlichen
Sicherheitsthemen
sei es gelungen, berichtet Mayr,
„das Bewusstsein der Mitarbeiter
zu schärfen, achtsamer und vorrausschauender durchs Leben zu
gehen und auf sich selbst, die Kollegen und Mitmenschen besser zu
achten.“ Sicherheitsvorkehrungen
und Sicherheitsdenken hätten
sich seit Programmstart merklich
verbessert, was inzwischen auch
interne Audits und Evaluierungen
bestätigen würden.
WISE2-Projekt zur
Gesundheitsförderung
Ergänzend zu WISE wurde in
diesem Jahr das WISE2-Projekt –
in Kooperation mit der Salzburger
Gebietskrankenkasse – gestartet.
„In diesem Projekt wollen wir uns
der langfristigen Gesundheitsvorsorge widmen, sowohl der mentalen wie der körperlichen“, erläutert Mayr den Projektinhalt. In
einem ersten Schritt werden derzeit innerbetriebliche Gefahrenpotenziale für die physische wie psychische Gesundheit der Mitarbeiter
evaluiert. Anschließend werden auf
dieser Basis konkrete Maßnahmen
erarbeitet und umgesetzt, um diese
Gefahren zu minimieren.
Abseits dieser beiden umfassenden Programme gibt es noch
eine ganze Reihe attraktiver Angebote an die Mitarbeiter, vom
Erste-Hilfe- und Defibrillatorkurs über frisches Gratis-Obst vom
Bio-Bauern bis hin zu kostenlosen Fahrsicherheitstrainings. Das
jüngste Projekt: Einmal pro Woche
steht den Mitarbeitern in einem
eigens dafür adaptierten Raum
direkt am Firmensitz eine Physiotherapeutin und Heilmasseurin zu
einem geringen Unkostenbeitrag
zur Verfügung. n
ALLE!ACHTUNG!
10/2015 15
AUVA Thema
Serviceprofis
auf Tour
Idyllisch und fast wie Urlaub klingt es, wenn
der „Alm Butler“ von seinem Beruf erzählt.
Das Risiko spielt aber dennoch immer mit,
wenn er Gäste in die Berge führt.
Info & Kontakt:
www.almbutler.at
Ein Butler,
der auf Schritt
und Tritt für
Wohlbefinden
sorgt, steht
den Gästen zur
Verfügung
ist eine kleine Service-Bar aufgebaut, um müde und verschnupfte
Skihelden mit Traubenzucker und
Taschentüchern erstzuversorgen,
Kinder mit Süßigkeiten und Himbeerwasser zu verwöhnen und
Erwachsene auf Wunsch sogar mit
einem Gläschen Prosecco. Im SkiFrühling wird Eis vom Biobauern
verteilt. An den Service-ButlerStationen sind „stumme Diener“
angebracht, die vielfältige Hilfestellungen bieten, wie etwa Zubehör
zum Reinigen von Schuhen, einen
Sonnencreme-Dispenser,
Erfrischungs- oder Ruhe­­­­stationen mit
gemütlichen Liegen.
© Turracher Höhe - Krainz
Entspannung und Spaß
in luftiger Höhe und
unter fachkundiger
Anleitung
O
rtskundig, topfit und Er­­
fahrung als Bergführer
und Skilehrer haben die
Alm Butler, die auf der Turracher
Höhe die Gäste verwöhnen und
ihnen im stilvollen Alm-Outfit
gekleidet, ein luxuriöses Verwöhnservice inmitten der Natur herbeizaubern. „Kleine Überraschungen sind immer dabei“, weiß
Elmar Ebner, einer der Kärntner
Alm Butler auf der Turracher
Höhe. Die dienstbaren Geister
stehen Urlaubsgästen, die in einem
mit Mascherl gekennzeichneten
Butler-Betriebe nächtigen, als ein
„höchstpersönliches Service“ mit
einem umfangreichen Programm
zur Verfügung. Dazu gehören zum
Beispiel organisierte Sonnenaufgangstouren, Picknicks an einem
der wildromantischen Seen oder
ein unvergessliches Gipfel-Frühstück. Im Winter sind die Bergfexe als Pistenbutler unterwegs und
stehen bei Vollmondtouren und
Nachtrodeln im Dienst der Gäste.
Mit dem Butler-Mobil halten sie
an verschiedenen Stellen und flugs
16 10/2015 www.alle-achtung.at
Vorsorgepaket im Rucksack
„Im Sommer sind fast alle Gäste,
mit denen wir Wanderungen
machen, keine Anfänger. Sie haben
Grundkenntnisse, sind durchwegs
gut ausgerüstet und auch entsprechend fit. In den letzten Jahren
könnte ich mich nicht daran erinnern, dass ich einmal einen Gast
aus Sicherheitsgründen zu Hause
lassen hätte müssen“, beschreibt
Ulrich Knallnig seine Erfahrungen.
Vor Antritt der Tour achtet er
besonders darauf, dass das Schuh-
werk und die Bekleidung stimmen
und hat selbst noch eine Reihe
wichtiger Wander­utensilien mit:
Regenschutz, Wasser oder Pflaster
im Rucksack sorgen dafür, dass
in großen oder kleinen Notfällen
immer Hilfe angeboten werden
kann.
Kein Risiko eingehen
Alm-Butler haben die Ausbildung
zum Kärntner Bergwanderführer,
wo Tourenplanung, Erste Hilfe,
Lawinenkunde, Geologie, Botanik
oder Wetterkunde auf dem Lehrplan stehen. Alle zwei Jahre ist eine
verpflichtende Fortbildung vorgesehen. Im Winter achtet der Pistenbutler als Tourguide vor allem
auf die Lawinen- und Wetterbedingungen und steht mit ortskundigen Tipps zur Seite, wenn er die
Gäste begleitet. „Auch hier beobachte ich, dass die Gäste sehr gut
ausgerüstet sind und das Risiko
im Blick haben. Wo noch Aufklärungsarbeit nötig ist, ist zum Beispiel beim Schneeschuhwandern.
Das sieht einfach aus und hier
lauern mehr Gefahren, als auf den
ersten Blick möglich scheinen“,
weiß Knallnig. Als Herausforde-
Berufsbilder
menschenBilder
Mit der Lizenz
zur Ordnung
© Turracher Höhe
rungen sieht er – unabhängig von
der Jahreszeit –, die Gruppengröße
und damit das Niveau des Einzelnen gut abzustimmen.
„Nicht immer sind alle Teilnehmer gleich fit und gleich gut
zu Fuß, da müssen wir natürlich
auf das schwächste Glied besonders
Rücksicht nehmen“, beschreibt
er seine Aufgabe. Auch hier gilt es
aber, schon im Vorfeld aufzuklären
und vielleicht zu einer einfacheren
Tour zu raten oder schon auch mal
für den Abstieg besser den Lift zu
nutzen, wenn die Kräfte nachlassen.
„Kein Risiko einzugehen und auf
die Sicherheit der Teilnehmer zu
achten ist oberstes Gebot“, so der
Butler und ergänzt: „Wirkliche
Unfälle oder Verletzungen habe
ich bisher nur dort erlebt, wo Gäste
auf unsere Unterstützung verzichtet haben und dann allein im
Gelände doch das eigene Können
überschätzt wurde, das ist sowohl
im Winter als auch im Sommer zu
beobachten.“ Daher rät der erfahrene Bergkenner, bei der Tourenplanung auf das Wissen von Ortskundigen zurückzugreifen und
stets die eigenen Grenzen im Auge
zu haben.
n
Im Idealfall spürt der Arbeitgeber den Hausbutler gar nicht – er (oder sie) ist einfach immer
da, erfüllt Wünsche oft schon, bevor sie ausgesprochen werden, löst Aufgaben immer so,
wie es der Herr oder die Dame des Hauses
haben will und kann Kompetenzen aufweisen,
die sonst mehrere Angestellte abdecken.
Selbst in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit und
einer immer größer werdenden mäßig verdienenden Masse gibt es sie nämlich immer
noch, die Haushalte, die auf die Hilfe von tiptop ausgebildeten „Perlen“ zählen. Findige
Unternehmer haben sich längst darauf spezialisiert, eben diese Universal-Haushaltshelfer
auszubilden.
Für die gehobene Klasse
Missperfect unter der Geschäftsführung von
Mag. Claudia Schlegel gilt als eine solche
Ausbildungsstätte der Extraklasse. Der Bedarf an ausgebildeten Butlern und Haushälterinnen für gehobene Haushalte ist nämlich
durchaus bemerkenswert. „In Österreich gibt
es etwa 3.000 Vollzeitangestellte und etwa
6.000 geringfügig Beschäftigte in Privathaushalten“, weiß Schlegel. Manuel Wagner von
Mietkoch.at bildet kein Personal aus, er vermittelt jedoch hoch qualifizierte Helfer für gehobene Ansprüche. Eine solide Ausbildung
gilt als Basis: Koch, Gärtner, Erfahrungen aus
Privathaushalten, als Privatchauffeur oder Sekretärin. Referenzen aus der Vier- bis FünfSterne-Hotellerie sind ebenfalls gut geeignet.
Kaschmirpullis in Seidenpapier zu wickeln,
Tee nach japanischer Zeremonie zuzubereiten
oder Unterhosen perfekt zu bügeln lässt sich
erlernen, die Persönlichkeit bleibt jedoch der
wichtigste Faktor. „Die besten Referenzen und
die größte Verschwiegenheit helfen leider dem
Bewerber nichts, wenn die Chemie gegenüber dem Auftraggeber nicht passt“, bestätigt
Wagner.
© jgroup/iStock
Hauspersonal im Dienste der Besserverdiener
muss breit gefächerte Kompetenzen aufweisen,
denn von Diskretion über beste Manieren bis zum
Unterhosenbügeln können auch ausgefallene Anforderungen gefragt sein.
Diskretion,
Diskretion, Diskretion
In Talentschmieden wie Missperfect erhalten
Kandidaten den letzten Schliff. „Wesentliche
Eigenschaften, die sich Dienstgeber von ihrem Hauspersonal wünschen, sind Genauigkeit, Diskretion, Ordnungssinn, Sauberkeit,
gepflegtes Auftreten, ein freundliches Wesen,
sehr gute Deutsch- oder Englischkenntnisse,
rasche Auffassungsgabe und selbstständiges
Arbeiten“, weiß Schlegel. Auch Wagner setzt
auf Diskretion, außerdem hält er Loyalität, Disziplin, eine gute Allgemeinbildung, Ungebundenheit, Flexibilität, ein umgängliches und
doch zurückhaltendes Wesen, Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit sowie die Bereitschaft zum
Dienen für erforderlich. Darüber hinaus verfügen die meisten Kandidaten über zusätzliches
Know-how wie Management Skills, Computer-, Koch-, Servicekenntnisse und natürlich
Fremdsprachen. Zugegeben – das klingt
nach Wunderwuzzis. Im Gegenzug gibt es
aber fürstliche Gehälter, denn ein gut ausgebildeter Butler ist erst ab 4.500 Euro brutto pro
Monat zu haben – bei 15 Monatsgehältern.
Erfahrene Kräfte mit Top-Ausbildung kassieren auch schon mal 10.000 Euro brutto und
mehr pro Monat. Vielleicht veranlassen diese
Zahlen ja den einen oder anderen, der eigenen „Perle“ etwas mehr Wertschätzung entgegenzubringen.
Info & Kontakt:
www.missperfect.at –
1. Trainingsinstitut für Top-Haushaltskräfte
www.privatkoch.info – Vermittlung von
Haushalts- und Gastropersonal sowie
Privatköchen für den gehobenen Haushalt
www.hauspersonalagentur.at,
www.butler-agentur.at
A.O.G. Agentur ohne Grenzen,
internationaler Hauspersonalexperte, private
Arbeitsvermittlung für Hauspersonal für den
gehobenen Privathaushalt
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10/2015 17
AUVA thema
…
n
n
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,
n
tu
Was
… der Kollege
keine angemessene
Kleidung trägt?
Kleider
machen
Leute
Servierpersonal in Stöckelschuhen?
Business-Termine im ultrakurzen
­Minirock? Jogging-Outfit im Büro?
Geht gar nicht! Was spontan jeder versteht, kann im Arbeitsalltag
schwierig für den Umgang mit
Kollegen werden. Klartext zu reden
ist dabei hilfreich.
E
in heißer Sommertag stellt an die passende
Arbeitskleidung – und die Leidensfähigkeit –
hohe Anforderungen.Wenn die Kollegin allerdings in Hotpants und ärmellosem Shirt mit Flipflops
zum Bürotermin erscheint, dann findet das Verständnis
schnell ein Ende. Auch wenn Jogginghosen, Tank-
© lidlpower
Tipp für Unternehmer
Manuela Lindlbauer, MBA,
Lindlpower Personalberatung:
„Wenn das Auftreten der Mitarbeiter
für das Unternehmen wichtig ist,
hilft es, bei Arbeitsantritt einen
Dresscode bzw. eine ‚Hausordnung‘
auszugeben, um klarzustellen, welche Kleidung für das Unternehmen
angemessen ist.“
18 10/2015 www.alle-achtung.at
Come
as you are
und
taltungen
tops, Pantoffel oder Shorts weniger
Nur für Verans
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beengen und „gemütlicher“ sind, so
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Dekolletés,
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gehören sie – im Normalfall – doch
nservativer de
schuhe. Je ko
si
as
kl
desto
nicht an den Arbeitsplatz.
Arbeitgeber,
fit.
scher das Out
Unser Auftreten macht immerhin
in Kombination mit der Körpersprache
bis zu 75 Prozent des ersten Eindrucks
aus, den wir hinterlassen. Dieser Eindruck, der in
wenigen Augenblicken geprägt wird, entscheidet
da­rüber, ob wir von unserem Gegenüber als sympathisch, vertrauenswürdig, selbstbewusst oder kompetent eingeschätzt werden.
Aufklärung unerlässlich
Nicht nur in fast allen Büros existieren ungeschriebene Gesetze, was unter angemessener Kleidung zu verstehen ist. Alle Berufe, die mit regelmäßigem Kunden- und bis zu einem gewissen
Smart
Casual
kko,
HeRren: Sa
loshirt
Stoffhose, Po
, elegante
Damen: Rock
inset
Tw
s,
Jean
Business
Casual
Grad auch Kollegenkontakt
verbunden sind, verlangen –
wenn auch mitunter unbewusst – nach einem Dresscode.
In Banken und Versicherungen
etwa sind Kostüm bzw. Hosenanzug und Anzug Pflicht, bei
Agenturen und Medien darf es auch
mal legerer-kreativ sein.
ige Hemden,
HeRren: farb
ver,
e Strickpullo
in
fe
n,
Polohemde
Krawatte
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se
ho
en
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© wusuowei/Fotolia
Klartext sprechen
Wenn sich Ihr Kollege nicht daran hält, gibt es nur
eine Lösung: Er muss darüber informiert werden, dass
er unsichtbare Grenzen überschritten hat. Im Idealfall wird ein Kollege, der sich in etwa auf derselben
hierarchischen Ebene befindet und zu dem man Vertrauen hat, darum gebeten, dem Betroffenen auf sanfte
Art und natürlich unter vier Augen mitzuteilen, dass
sein Kleidungsstil nicht den Unternehmensusancen
entspricht. Allzu freizügige Outfits, zu intensiver Parfümgebrauch oder frappante Ungepflegtheit sollten
ebenfalls angesprochen werden – auch wenn es wenig
Peinlicheres gibt.
Umgekehrt ist es absolut kein Fauxpas
nachzufragen, was toleriert oder
gerne gesehen wird und was
Business,
nicht – das beweist ledige/
Business Attirl:
lich, dass Sie sich darüber
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Gedanken machen. „Es ist
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wenig“, rät Manuela LindlBluse, verste
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MBA, Geschäftsführerin
Strümpfe
von Lindlpower Personalmanage-
© Ljupco/iStock
Kleidungsstil und
Unternehmensusancen müssen
zusammenpassen
ment. „Im Zweifelsfall tragen Sie Business Casual und
sehen sich um, wie die Kollegen sich kleiden.“
Lockere Generation Y
Grundsätzlich wurde der Dresscode im Arbeitsalltag in
den letzten Jahren dank der Generation Y, den heutigen jungen Erwachsenen, stark gelockert. „Selbst
wo vor einigen Jahren alles andere als Business – also
Kostüm oder Anzug – undenkbar war, sind heute oft
Hemden ohne Krawatten, edle Sommerkleider oder
farbige Kostüme gang und gäbe“, bestätigt Lindlbauer. „Selbstverständlich gibt es nach wie vor absolute
No-gos wie Flipflops, zu kurze Röcke und zu große
Ausschnitte für Frauen sowie kurze Hosen oder ärmellose Shirts für Männer, doch ansonsten geht der Trend
immer mehr in Richtung Casual – selbst auf Generaldirektorenebene.“ Grundsätzlich hänge die Kleiderordnung von der jeweiligen Unternehmenskultur und
der Branche ab, denn in einer Rechtsanwaltskanzlei
etwa führt auch heute noch kein Weg an Anzug mit
Krawatte vorbei. „Selbst Jeans können in vielen Unternehmen ein gerne akzeptiertes Outfit sein – vorausgesetzt sie werden passend kombiniert“, ergänzt die
Personalexpertin. In den meisten Fällen rät Lindlbauer zu instinktiven Entscheidungen: „Geschlossene
Schuhe und Strümpfe sind für Frauen nicht mehr für
jede Art von Kundentermin ein Muss. Es versteht sich
meist von selbst, welche Branchen auf traditionelle und
welche auf legere Kleidung setzen.“
Fast noch wichtiger als die Kleidung kann übrigens
das persönliche Auftreten sein. Einschränkend können
sich Tattoos, Piercings und Frisur auswirken. Auch die
sichtbare Körperpflege ist für alle Berufe mit Kundenkontakt relevant. n
Kleidungs- und Stil-No-gos und Must-haves im Arbeitsalltag
•Die Arbeitskleidung soll dem jeweiligen Alter entsprechen.
•An erforderlicher Sicherheitskleidung führt kein Weg vorbei. Sicherheit kommt immer
vor dem Aussehen.
• Enge und hohe Schuhe können auf lange Sicht zu Fußfehlstellungen führen und sind daher
für langes Tragen ungeeignet.
•In Branchen, die Seriosität und Sicherheit vermitteln, ist legere Kleidung nicht angebracht.
• Wer den Arbeitgeber vertritt, sollte angemessene Kleidung tragen, also dem Stil des Unternehmens entsprechend.
• Bei der Verwendung von Parfüm und Make-up ist Zurückhaltung die bessere Wahl.
•Im Umgang mit Kunden und Kollegen sollte das Gesicht frei von Haaren sein, das
heißt, eventuell sollten Haare zusammengebunden werden.
• Nur ein gepflegter Bart ist angemessen.
•Die Kleidung sollte immer flecken- und knitterfrei sein.
• Gut geputzte Schuhe mit dunklen Socken sind im Büro ein Muss.
• Saubere Hände und Fingernägel sollten selbstverständlich sein.
ALLE!ACHTUNG!
10/2015 19
AUVA thema
Schuppenflechte
Mehr Lebensqualität
für Betroffene
Entzündlich gerötete Haut, die sich weiß schuppt, ist neben der
eigentlichen Erkrankung vor allem ein optischer Makel, der bei
den Betroffenen zu einer massiven Einschränkung der Lebensqualität führt und damit viel Leid in den (Arbeits-)Alltag bringt.
S
chuppenflechte – in der Fachterminologie
„Psoriasis vulgaris“ – stellt Betroffene vor
große Herausforderungen und vor allem vor
einen langen Leidensweg, denn die Erkrankung bleibt
oft unentdeckt oder wird spät diagnostiziert. Genetische Ursachen sind der Grund, warum etwa 1,5 bis
2 Prozent der Bevölkerung in westlichen Industrienationen davon betroffen sind. Wer an Schuppenflechte
leidet, hat mitunter oft eine Reihe weiterer Erkrankungen wie Diabetes, Übergewicht oder Erkrankungen des Nervensystems sowie Depressionen.
„Auch das Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfalles zu erleiden, ist gemessen an der Normalbevölkerung erhöht“, weiß Univ.-Prof. Dr. Georg Stingl von
der Universitätsklinik für Dermatologie an der Medizinischen Universität Wien. Psoriasis-Patienten leiden
auch häufiger als die Durchschnittsbevölkerung an den
Folgen von Alkoholmissbrauch und zu hohem Tabakkonsum. „Das führt zu einer sinkenden Lebenserwartung der Betroffenen – ein Umstand, dem mit einer
rechtzeitigen Diagnose und Behandlung entgegengewirkt werden kann“, weiß der Experte.
Sichtbarkeit grenzt aus
Wie sich die sichtbaren und nicht sichtbaren Symptome der Erkrankungen auf die Lebensqualität – und
hier allen voran auf den Arbeitsalltag – auswirken,
beschreibt Mag. Renate Czeskleba, Unternehmensberaterin der fit2work-Betriebsberatung: „Hautveränderungen sind ein sichtbarer Makel und können ganz
schnell im beruflichen Umfeld zu einer Ausgrenzung
führen.“ Ziel von fit2work ist, mit diesem niederschwelligen Beratungsangebot Informationen, Beratung und Unterstützung bei Fragen zur seelischen
20 10/2015 www.alle-achtung.at
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und körperlichen Gesundheit am Arbeitsplatz
zu liefern. Die Berater sind vor allem bemüht,
ein frühzeitiges Ausscheiden aus dem
Erwerbsleben zu vermeiden bzw.
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aufzuzeigen. „Wir messen
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scher Gesundheit, aber auch aus
Mödling
der Motivation und dem Arbeitsumfeld zusammensetzt“, erklärt die
Expertin. „Wir sprechen diese Themen bei
den Führungskräften offen an und suchen gemeinsam
nach passenden Top-down-Lösungen”, so Czeskleba.
Viele Erkrankungen sind gesellschaftlich anerkannt, wie etwa Krebs oder ein Beinbruch, da fühlen
sich die Betroffenen gut aufgehoben und im Arbeitsumfeld trotz ihrer Erkrankung gut integriert und
erhalten maximalen Support. Schwierig stellen sich
für die Beraterin hingegen Erkrankungen dar, die
„unsichtbar“ sind und zur Ausgrenzung führen, wie
etwa psychische Probleme, oder – so wie bei Psoriasis genau gegenteilig – die sichtbar sind und daher zur
Ausgrenzung führen. „Wenn es richtig wehtut, suchen
wir alle Hilfe auf, problematisch sehe ich den Graubereich, bis es soweit kommt. Hier schaffen Wissen und
der kompetente Umgang mit der Erkrankung eine
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die Erkrankung und suchen sicher
auch in der Freizeit kaum Sportvereine oder Gruppenkurse auf. „Wir
wissen auch, dass chronische Krankr. Ernest Pich
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Gesundheits
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führen und sich damit eine gefährliche
Negativspirale zu drehen beginnt, denn
wer oft krank ist, wird von Kollegen auch
rascher ausgegrenzt oder ist eher von Arbeitsplatzverlust betroffen“, beschreibt Pospischil die
Situation. Fazit des Mediziners: Personen mit chronischen Krankheiten haben ein heikles, instabiles
und belastetes Arbeitsumfeld. Krankenstände mithilfe therapeutischer Maßnahmen zu reduzieren,
schafft demnach Vorteile für Betriebe und Betroffene gleichermaßen.
© tashatuvango/Fotolia
emotionale Stabilität, die schließlich auch Leistungsfähigkeit sicherstellt
und Ausgrenzung
verhindert.“
Hauterkrankungen sind
ein sichtbarer Makel
und führen
oft durch
Unwissen
zu Ausgrenzung
Wirksame
Medikamente
Dass
Hauterkrankungen im beruflichen
Alltag eine große Rolle
spielen, bestätigt auch
Dr. Erich Pospischil, ärztlicher Leiter des Arbeitsmedizinischen Zentrums
AMZ Mödling, jedoch ist
die Perspektive eine andere:
„Meist sind wir mit Hautproblemen
konfrontiert,
die am Arbeitsplatz entstehen, wie etwa Allergien
oder Ekzeme bei Frisören. Die chronischen Hauterkrankungen stehen hier sehr selten im Zentrum der Aufmerksamkeit, obwohl sie schon bei der
Berufswahl ins Kalkül gezogen werden müssen.“
Wer sichtbare Hauterkrankungen in den Beruf mitbringt, wird vermutlich im Tourismus oder im Gastgewerbe keinen adäquaten Arbeitsplatz finden. Hier
drängen sich dann Jobs wie EDV-Administrator
auf, also Aufgaben, die wenig Personenkontakt oder
Öffentlichkeit erfordern, aber auch mitunter wenig
Bewegung und daher Übergewicht zur Folge haben
können. Diese Mitarbeiter sind dann oft mit ihrer
Berufswahl unzufrieden, haben die Belastung durch
Ökonomie und Lebensqualität
Welche direkten und indirekten Kosten durch die
Erkrankung und die zum Teil inadäquate Behandlung im heimischen Gesundheitssystem verursacht
werden, kann derzeit nicht quantifiziert werden, da
vor allem die indirekten Kosten verursacht durch
Arbeitsausfall, Arbeitslosigkeit oder gar Lebensqualität in Österreich nicht erfasst werden und demnach
auch nicht zurechenbar sind. „Es gibt offensichtlich
viele unbehandelte Patienten und wenn aus diesem
Kollektiv zufällig Einzelne im System an passender
Stelle ankommen und eine Diagnose erhalten, dann
bekommen alle, die dort gelandet sind, die qualitativ
hochwertigste Therapie“, beschreibt der Gesundheitsökonom Dr. Ernest Pichlbauer die Situation
aus volkswirtschaftlicher Sicht. Er fordert daher,
mehr Augenmerk auf diejenigen zu richten, die
derzeit keine Behandlung erhalten, und Wege zu
suchen, sie in das Versorgungssystem zu integrieren.
Experten wünschen sich vor allem, dass vorhandene Informations- und Beratungsangebote
bekannter gemacht werden, wie etwa die psychologische Betreuung in der Universitätsklinik für Dermatologie an der Medizinischen Universität Wien
oder fit2work. Damit könnte auch der Weg zu Diagnose und Therapie beschleunigt werden. Die Aufklärung über vorhandene und neue Therapieoptionen, wie etwa die neue orale Therapie, muss
intensiviert werden, denn vor allem viele ältere Patienten haben einen langen Leidensweg hinter sich
und resigniert, sie stehen daher neuen Alternativen
skeptisch gegenüber. Vielfältige Informationskanäle
und mehr Zeit und Geld für Aufklärungsgespräche
sind erforderlich, damit auch die noch nicht diagnostizierten Patienten rasch in das Versorgungssystem integriert werden können. n
ALLE!ACHTUNG!
10/2015 21
AUVA Kinder & Jugendliche
56
Konstitution dienen die hier angegebenen Werte als Richtlinie für das dem
Körpergewicht entsprechende Schultaschengewicht. Ermüdet das Kind auf dem Schulweg und
verändert dabei die aufrechte Körperhaltung,
dann ist die Schultasche dennoch zu schwer.
Kann die Schultasche bei aufrechter Haltung gut
getragen werden, darf sie ruhig auch schwerer sein.
In der abgebildeten Position getragen, kräftigt sie die Muskulatur.
34
6,5
4,1
4,2
35
4,4 4,6 4,7 4,8
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www.auva.at
32
für einen
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23
47
19
3,7
43
22 10/2015 www.alle-achtung.at
Die Qual der Wahl
Rucksäcke haben meist ein geringeres Eigengewicht als andere
Schultaschen, daher sind sie bei
gleichem Füllgewicht leichter. Der
Nachteil ist allerdings ihre meist
fehlende Stabilität.
Umhängetaschen sind zwar
modisch, belasten jedoch den
Rücken einseitig. Ihr Trageriemen
sollte quer über Brust und Rücken
auf die gegenüberliegende Schulter
gelegt und so weit hochgezogen
werden, dass die Tasche bequem
mit der Hand umfasst und eventuell in der Taille abgestützt werden
kann. Ein Seitenwechsel etwa alle
20 Minuten ist dringend angeraten.
kg
3,1 3,2 3,4 3,5 3
,6
3,0
Das ideale Gewicht
Beim Heben einer 10 kg schweren
Last wie etwa einer Schultasche
können auf die Bandscheiben
des Rückens je nach Körpergröße und Gewicht des Kindes
weit aus höhere Kräfte wirken.
Laut Hebelgesetz sind diese Kräfte
um so höher und somit schädlicher, je weiter weg die Last vom
Körper ist. Je näher die Schultasche
dem Körper ist, desto geringer ist
die Belastung. Daher ist darauf zu
achten, dass die Gurte straff angezogen sind und die Last somit eng
am Körper anliegt. Das Gewicht
der gefüllten Schultasche sollte
möglichst 15 Prozent des Körpergewichts des Kindes nicht überschreiten. Aber wichtiger als das
Gewicht ist die Art, wie die Schultasche getragen wird. Das Gewicht
muss gleichmäßig auf dem Rücken
verteilt werden können, schwere
Schulsachen rückennah und tief
unten packen. Weiters sind stabile
Tragegurte erforderlich, die mindestens 4 cm breit und ausreichend gepolstert sein sollen. Die
Oberkante der Schultasche soll auf
Höhe der Schultern abschließen.
Der Rückenteil soll aus rutschfestem Material sein und seitlich
Erhöhungen aufweisen, damit er
sich gut an den Rücken anpasst.
Atmungsaktive Polsterungen sor­­
gen für eine gute Luftzirkulation.
h7e,1 7,2
l7t,a0sc
2,9
N
eben dem Bewegungsmangel ist auch das „falsche“ Tragen der Schultasche ein wesentlicher Faktor, der
sich oft erst Jahre später in Haltungsschäden und körperlichen
Beschwerden oder Schmerzen auswirkt. Ein schweres Gewicht am
Rücken schränkt zudem die Bewegungsfreiheit ein. Damit ist auch
die
Reaktionsgeschwindigkeit
herabgesetzt – wenn zum Beispiel
im Straßenverkehr Gefahr droht,
reagiert das Kind langsamer. Zieht
die Last zu sehr in eine Richtung,
verändert sich der Körperschwerpunkt und erhöht dadurch die
Gefahr eines Sturzes.Vorbeugen ist
daher oberstes Gebot, doch nicht
immer ganz einfach auch im Alltag
umzusetzen.
kg
2,8
Was zu Schulbeginn leicht beginnt, wird sich
in den nächsten Tagen dramatisch erhöhen:
das Gewicht der Schultasche. Klar ist: Je geringer das Gewicht, umso besser, doch wie klappt
das am besten?
u
6S,c8h
6,7
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53
54
55
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K5ör
2
Mehr „Leichtigkeit“
im Schulalltag
Kontrollmuster
Die Drehscheibe der AUVA gibt Auskunft über das optimale Ver­
hältnis zwischen Körpergewicht und Gewicht der Schultasche
Trolleys sind zwar beim Gehen
auf der Ebene eine Erleichterung,
allerdings auf Treppen, Roll­­­­
treppen oder beim Einsteigen in
öffentliche Verkehrsmittel manch­­
mal sehr gefährlich. Man kann
­
damit hängen bleiben, sie sind
schwer hochzuheben und meistens
viel schwerer und voller als eine
Schultasche. Packen Sie am Abend
die Schultasche mit Ihrem Kind
und überlegen Sie auch gemeinsam,
was wirklich gebraucht wird.
Stellen Sie gemeinsam die Tragegurte ein und kontrollieren Sie die
Haltung. Nach Rücksprache mit
dem Lehrer können schwere und
nicht benötigte Schulsachen in
Fächern und Spinden in der Schule
aufbewahrt werden. Unnötige
Dinge ausräumen!
Die AUVA hat eine einfache
Drehscheibe entwickelt, mit der
rasch das optimale Verhältnis von
Körpergewicht zum Taschengewicht auf einen Blick ermittelt werden kann. Dazu steht ein
Informationsfolder mit praktischen Tipps zur Verfügung. Beides
kann kann von Schulen unter
www.auva.at/schulmedien angefordert werden.
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Klug
gepackt
ist halb
gewonnen
und entlastet den
Rücken!
SERIE Sport
Skate
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Inlineskating eignet sich hervorragend
für ein gelenkschonendes Ausdauertraining. Gute Technik und vollständige Ausrüstung sind aber Voraussetzung, um Überlastungen oder
Verletzungen zu verhindern.
SPORT
A
Ausdauer,
Fitness
Koordination, Kraft
und Beweglichkeit
werden
trainiert.
IN
eich
Österr
ls hipper Trendsport
wird
Inlineskating
heute weltweit von Jung
und Alt ausgeübt, mal gemütlich, meist sportlich, manchmal
auch fast „verwegen“. Während die ursprünglichen Wurzeln dieser „jungen Sportart“ bis
ins 18. Jahrhundert zurückreichen, gelten nordamerikanische Eishockeyspieler als eigentliche Erfinder
der modernen Inlineskates. Heute ist die überwiegende Mehr­­­­­­­­heit aller Rollschuhbegeisterten als Fitness-Skater auf den Gehsteigen, Wegen und Straßen
in der Stadt oder über das Land unterwegs. Sie sehen
das Laufen auf Rollen als abwechslungsreichen, spaßbetonten und gelenkschonenden Ausdauersport – zu
Recht, denn Herz-Kreislaufsystem und Bewegungsapparat werden damit weniger belastet als etwa beim
Laufen oder Radfahren. Das macht Skaten als präventiven Ausdauersport nicht nur für junge und
sportliche Menschen, sondern auch für konditionell schwache oder adipöse Menschen interessant.
Als Zu­­­­­satz­­­­­nutzen werden dabei neben Ausdauer und
Fitness auch Koordination, Kraft und Beweglichkeit
trainiert.
Überlastungs- und Verletzungsrisiko
Durch das gleichmäßige Aufsetzen der Inlineskates
auf den Asphalt und die fließenden Bewegungen
werden die Gelenke hier also
deutlich weniger beansprucht
Sport in Österreich. In dieser Serie
als bei anderen Laufsportarten.
stellen wir beliebte und weniger
bekannte Sportarten vor. Den Fokus
Voraussetzung dafür ist aber die
richten wir dabei jeweils auf deren
entsprechende Fahrtechnik und
Gesundheitspotenziale, betrachten
ein vorbereitendes Training der
aber auch mögliche Risiko­faktoren.
Bauch- und Rückenmusku-
latur. Sportärzte empfehlen eine Kombination aus
kräftigenden, lockernden, dehnenden und entspannenden Übungen. Häufigeres Problem, vor allem bei
Anfängern und älteren Einsteigern, ist allerdings das
Sturz- und Verletzungsrisiko. Aufgrund mangelnder
Bremstechnik kommt es leider immer wieder auch zu
Zusammenstößen mit anderen Sportlern, Passanten,
Rad- und Autofahrern oder baulichen Hindernissen
wie etwa Gehsteigkanten. Typisch sind Abschürfungen, Knochenbrüche und Kopfverletzungen. Am
öftesten betroffen sind der handgelenksnahe Bereich
des Unterarms und das Handgelenk selbst, gefolgt
von Verletzungen an Knie, Unterschenkel, Knöchel
und Sprunggelenk. 10 bis 15 Prozent aller Verletzungen betreffen Schädel und Gesichtspartie.
Die geeignete und vollständige Schutzausrüstung
von Kopf bis Fuß ist daher für Inlineskater ein absolutes „Muss“. Neben Protektoren für Knie, Ellenbogen und Handgelenk kommt dabei dem Helm
eine besondere Bedeutung zu. Radfahrhelme eignen
sich dafür nicht zwingend, weil sie oft den Hinterkopf nicht umschließen. Hier sollte unbedingt der
Ratschlag eines Fachmanns eingeholt werden.
Ein Tipp für die Herbstmonate: beim Skaten helle
oder reflektierende Kleidung tragen. Sie sind bei entsprechender Übung als rasender Verkehrsteilnehmer
mit bis zu 20 km/h unterwegs und sollten rechtzeitig
von anderen wahrgenommen werden.
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ALLE!ACHTUNG!
10/2015 23
Erfolg ist immer
nur eine Frage der
richtigen Entscheidung!
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