07.03.2016 Wolfssichtung in Großenhain

Kontaktbüro „Wolfsregion Lausitz“
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Presseinformation
07.03.2016
Wolfssichtung bei Großenhain
Am vergangenen Freitag, den 04. März, wurde am Morgen bei Weßnitz in der Nähe von
Großenhain (Landkreis Meißen) ein Wolf gesichtet und fotografiert. Das Tier überquerte die
Straße, blieb kurz stehen und lief dann weiter. Am selben Tag gab es etwas später, etwa 2
km östlich bei Göhra eine weitere Sichtung, bei der es sich wahrscheinlich um dasselbe Tier
handelte. Das Geschlecht konnte nicht erkannt werden.
Vermutlich handelte es sich bei dem Wolf um ein abwanderndes Jungtier. Junge Wölfe
verlassen in der Regel mit 1 bis 2 Jahren ihr elterliches Territorium auf der Suche nach
einem eigenen Revier, um dort eine eigene Familie zu gründen. Dabei können sie hunderte
Kilometer zurücklegen, weshalb Wölfe regelmäßig auch außerhalb von bestätigten
Wolfsgebieten gesichtet werden.
Die dem Ort der Sichtung am nächsten gelegenen, bestätigten Wolfsvorkommen sind das
Königsbrücker Heide- und das Laußnitzer Heide-Rudel, deren Territorien sich in den
Landkreisen Meißen und Bautzen befinden. Auch im Norden, im Bereich von Schraden bzw.
der Ruhlander Heide (Land Brandenburg) ist ein Rudel bestätigt. Darüber hinaus gibt es in
der Gohrischheide aktuell vermehrt Nachweise von Wölfen, der Status (Einzelwolf,
Wolfspaar o. Rudel) konnte dort aber im Rahmen des Wolfmonitorings noch nicht
abschließend geklärt werden.
Ob der bei Großenhain gesichtete Wolf in der Gegend bleibt oder weiter wandert, bleibt
abzuwarten. Tierhalter in der Region sollten die Sichtung jedoch zum Anlass nehmen, die
Schutzvorkehrungen für ihre Schafe und Ziegen bzw. Gatterwild zu überprüfen und ggf. zu
verbessern. Auch für durchwandernde Wölfe können unzureichend geschützte Nutztiere eine
leichte Beute darstellen.
Zum präventiven Schutz haben Schaf- und Ziegenhalter sowie Betreiber von Wildgattern im
gesamten Freistaat Sachsen die Möglichkeit, sich Herdenschutzmaßnahmen zu 80% der
Nettokosten fördern zu lassen.
Bei Fragen zum Thema Wolf, zum präventiven Herdenschutz oder zur Meldung von
Wolfshinweisen (z.B. Kot, Spuren oder Sichtungen) wenden Sie sich bitte an Ihr Landratsamt
oder an das Kontaktbüro „Wolfsregion Lausitz“ (Tel. 035772 / 46762,
[email protected]).
Weitere Informationen zum aktuellen Wolfsvorkommen im Freistaat Sachsen finden Sie auf
der Internetseite des Kontaktbüros: www.wolfsregion-lausitz.de
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Inhalte dieser Pressemitteilung gestattet. Sie ist kostenfrei. An dem Foto ist der
entsprechende Bildnachweis abzudrucken: „S. Blüher“
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